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Nachtflüge um den Fraport

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Vermessen wird das Instrumentenlandesystem (ILS) am Fraport der Südbahn in beide Betriebsrichtungen.

Das Vermessungsflugzeug Beechcraft King Air 350 wird planmäßig in der Zeit vom 02. bis zum 04. Mai 2019 am Flughafen Frankfurt die Vermessungsflüge durchführen. Auch in der Nacht ist in dieser Zeit mit Lärmbelästigungen zu rechnen. Trotz des Nachtflugverbots am Flughafen Frankfurt dürfen solche technischen Überprüfungsflüge.

Ostern beflügelt Passagierzahlen in Dortmund

Die erste große Reisewelle in diesem Jahr brachte dem Dortmund Airport ein sattes Passagierplus. In den Osterferien nutzten 127.829 Fluggäste den Dortmund Airport. Das sind 29,8 Prozent mehr als 2018.

Grund für das Wachstum war vor allem eine Steigerung der Linienflüge um 22 Prozent. Gleichzeitig stieg die Auslastung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht an. Flughafen-Chef Udo Mager zieht eine positive Bilanz für den Ferienzeitraum: „Es freut mich, dass unser Angebot bei den Menschen aus der Region so gut ankommt. Die hohe Auslastung auf den Strecken belegt dies. Mit einem guten Mix aus geschäftsorientierten, touristischen und familiär-kulturell geprägten Zielen erreichen wir einen großen Teil der Bevölkerung in der Metropole Ruhr und darüber hinaus.“

Ferienzeit im April

Das beliebteste Ziel in den Osterferien war Kattowitz. 13.430 Fluggäste flogen mit Wizz Air in die polnische Stadt. Mallorca war bei den Reisenden ähnlich beliebt. 12.053 Urlauber nutzen die Verbindungen von Ryanair und Eurowings, um auf die spanische Insel zu gelangen. Viele Urlauber entschieden sich auch für einen Städtetrip: 10.410 Passagiere flogen vom Dortmund Airport aus in den Osterferien nach London. Da die Osterferien in diesem Jahr ausschließlich im April stattfanden, ist der Dortmund Airport mit Schwung in das zweite Quartal gestartet. Und kann damit nahtlos an das erste Quartal an-knüpfen, in dem der Flughafen 19,5 Prozent mehr Gäste als im Vorjahreszeitraum begrüßen durfte.

11.000 Flüge der Eurowings um Ostern

In den vergangenen zwei Wochen hat Eurowings auf rund 11.000 Flügen 1,3 Millionen Fluggäste zu über 120 verschiedenen Destinationen in den Urlaub geflogen. 87 Prozent der Reisenden seien dabei pünktlich an ihr Ziel gebracht worden, die Airline.

Viele Reisende wollten schon im Frühjahr Sonne tanken. Entsprechend stark nachgefragt waren die Verbindungen nach Mallorca und auf die Kanaren. Auf der Langstrecke zählten New York, Miami und Kuba zu den Top-Zielen.

Mehr Flugzeuge parat, Folgeverspätungen vermieden

„Wir haben Wort gehalten und unsere Passagiere pünktlich und zuverlässig zu ihren Urlaubzielen geflogen. Unsere Maßnahmen greifen – das hat der Osterreiseverkehr gezeigt“, sagt Michael Knitter, Geschäftsführer und Chief Operating Officer bei Eurowings. Positiv ist, dass Eurowings dank optimierter Prozesse auch in solchen Fällen Folgeverspätungen für ihre Gäste vermeiden konnte. „Wir haben die erste große Reisewelle in diesem Jahr erfolgreich gemeistert“, sagt Knitter. Dabei gehört Eurowings schon seit einem halben Jahr zu den pünktlichsten und zuverlässigsten Airlines in Europa. Michael Knitter: „Ich bin überzeugt, dass wir – trotz der Kapazitätsengpässe bei den Flugsicherungen – auch im Sommer für unsere Kunden sehr pünktlich und zuverlässig unterwegs sein werden.“

Eurowings war auf die erste große Reisewelle in diesem Jahr vorbereitet und hatte an allen Standorten das Personal verstärkt sowie für genügend Ressourcen bei der Abfertigung gesorgt. An Flughäfen mit erwartet hohem Reiseaufkommen hielt Eurowings zusätzliche Flugzeuge und Crews als Reserve bereit. Die sehr gute Performance ist auf zahlreiche Maßnahmen zurückzuführen, mit denen Eurowings bereits seit Ende vergangenen Jahres für mehr Pünktlichkeit und Stabilität im Flugbetrieb sorgt. Dazu hatte die Airline alle operativen Prozesse am Boden und in der Luft unter die Lupe genommen.

Wellenbrecher und Entzerrung im Luftraum

Das umfangreiche Eurowings Maßnahmenpaket für eine höhere Pünktlichkeit umfasst alle operativen Prozesse am Boden und in der Luft. So hat Eurowings beispielsweise die Anzahl der Reserveflugzeuge deutlich erhöht. Flugzeuge können zwischen den Abflugwellen flexibler als bisher verplant werden – das stabilisiert den Flugbetrieb deutlich. Um Folgeverspätungen zu minimieren wurden sogenannte ‚Wellenbrecher‘ eingeführt: gebündelte längere Bodenzeiten für einzelne Flugzeuge in der Mittagszeit, die Verspätungen vom Vormittag auffangen.

Darüber hinaus hat die Airline Flug- und Bodenzeiten verlängert, um mehr Puffer in die Flugpläne zu bringen und Verspätungen besser auffangen zu können. Als weitere Maßnahme „kapselt“ Eurowings innerdeutsche Flüge von Europa-Umläufen, um diese unabhängig von überfüllten Lufträumen in Südeuropa operieren zu können.

Gepäck in Köln/Bonn flugs abfertigen

Auch ein verbesserter Boardingprozess, den Eurowings am Flughafen Köln/Bonn erfolgreich eingeführt hat, trägt zu mehr Pünktlichkeit bei. Diese Neuerung wird in den nächsten Wochen sukzessive auch an allen großen Eurowings Airports in Europa eingeführt. Im Fokus steht dabei das Handgepäck – einer der Haupttreiber für Verspätungen. Reisen Passagiere mit zu viel, zu großem oder zu schwerem Handgepäck, verzögern sich die Abläufe beim Einsteigen.

Nicht selten hebt ein Flug verspätet ab, da Gepäckstücke noch in letzter Minute in den Frachtraum gebracht werden müssen. Deshalb informiert Eurowings bei gut gebuchten Flügen Passagiere vorab per SMS über die Möglichkeit, Handgepäck am Check-in kostenlos abzugeben. Das senkt die durch Boarding verursachten Verspätungen und die Maschine hebt pünktlicher ab.

Indago: ISR-Drohne für heißen Asphalt

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Zur Aufklärung, sicherheitsrelevanten Datensammlung und Aufstandsbekämpfung bestreiten Spezialeinheiten für die USA wesentliche Missionen. Um die Einheiten dabei selbst zu schützen, führt Lockheed Martin sein Drohnenkonzept Indago zur autonomen Überwachung ins Feld.

Indago ermöglicht die optionale Anbindung an Einuheiten im Einsatz. Ohne Anbindung fliegt Indago 3 50 bis 70 Minuten und kann von einer Person im Rucksack transportiert werden. Das Unmanned Aerial System (UAS) ist somit ein Tool zur unterbrechungslosen Beobachtung und Aufklärung. Bei UAS kommt es auf die Größe an, wie Michael Carlson, Business Development Manager für Indago, ausführt.

Warme Reifenspuren entdecken

Indago soll ein wichtiges Feld wie Gebäudesicherung und Schutz von Einheiten so einfach und effektiv wie möglich machen, was nun mit Indago möglich sei. Die Nutzlast des Copters kann dabei hochauflösende elektro-optische Bildgebung bei Tageslicht aufnehmen, die ein Nummernschild aus ca. 300 Metern erkennen kann. Bei Nacht soll dagegen ein detailscharfes Infrarotsystem die Erkennung von Personen und Waffen oder anderer Information wie etwa Temperatur von Fahrzeugen auf der Straße ermöglichen.

DLR und ARP transferieren Know-how in Polen

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die polnische Agencja Rozwoju Przemyslu S.A (ARP, Industrial Development Agency) haben vereinbart, in Zukunft enger zusammenzuarbeiten. ARP unterstützt polnische Unternehmen bei der Durchführung und Entwicklung ihrer Geschäftsaktivitäten und trägt maßgeblich zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der polnischen Industrie bei.

Beide Parteien haben ein gemeinsames Interesse an einem erfolgreichen Technologietransfer von polnischen und deutschen Forschungsergebnissen in die Industrie, um einen sichtbaren Nutzen für die Industrie und die Gesellschaft zu schaffen und so zu nachhaltigem Wachstum und Wohlstand beizutragen.

Wissenstransfer zur polnischen Industrie

Dazu haben das DLR-Technologiemarketing und die ARP heute in Warschau eine Erklärung über die angestrebten gemeinsamen Aktivitäten unterzeichnet. Der Zweck der Vereinbarung ist die Schaffung eines Rahmens für den Aufbau eines Netzwerks zwischen DLR und ARP, um die Unterstützung und Entwicklung potenzieller Technologietransferprozesse zwischen DLR, ARP und polnischen Forschungs- und Industrieunternehmen zu ermöglichen.

Am 25. April 2019 hat die ARP das European SpaceTech Transfer Forum in Warschau veranstaltet. Rund 200 Experten, darunter Vertreter der europäischen Raumfahrteinrichtungen und der europäischen Industrie diskutierten über das wichtige Thema: „Open innovation in the space sector – chance or trap“. ARP Es ist ein staatliches Unternehmen, das seit 2016 ein spezielles Unterstützungsprogramm für polnische Raumfahrtunternehmen durchführt.

Networking holt Know-how

ARP organisiert Praktikumsprogramme, bietet finanzielle Unterstützungsmechanismen an (Open Innovation Network Project) und ist für die Einrichtung von ESA BIC in Polen verantwortlich. Die Hauptaktivitäten von ARP sind darauf ausgerichtet, den Technologietransfer zu stärken, wobei die Weltraumtechnologie ein besonderer Schwerpunkt ist. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist eine mit öffentlichen Mitteln geförderte ingenieurwissenschaftliche Großforschungseinrichtung. In seinen Instituten an deutschlandweit 20 Standorten führt es Forschungsarbeiten zu wichtigen Themen wie Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr, Digitalisierung und Sicherheit durch.

Das DLR Technologiemarketing arbeitet in branchenübergreifenden Netzwerken und setzt neueste Methoden des Innovationsmanagements zur Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen ein. Auf dem Bild Die Absichtserklärung zwischen der polnischen ARP und dem DLR: Dariusz Śliwowski (r.), Generaldirektor der Polnische Agencja Rozwoju Przemysłu S.A (ARP, Industrial Development Agency), und Dr. Rolf-Dieter Fischer (l.), Leiter Technolgiemarketing vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), unterzeichnen die Absichtserklärung über gemeinsame Aktivitäten.

Grundstein für Terminal 3 gelegt

Der Flughafen Frankfurt hat heute den Grundstein für das Terminal 3 gelegt – eines der größten privatfinanzierten Infrastrukturprojekte Europas.

Gäste und Bauarbeiter nahmen an der Zeremonie teil, die den Start des Hochbaus symbolisiert. Als Erinnerung an diesen Meilenstein haben Teilnehmer eine Zeitkapsel befüllt und eingemauert. Daran beteiligten sich unter anderem Dr. Thomas Schäfer, der hessische Staatsminister für Finanzen, der Architekt Prof. Christoph Mäckler, Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, und der Aufsichtsratsvorsitzende der Fraport AG, Karlheinz Weimar. Auf der Baustelle werden in Spitzenzeiten täglich bis zu 5.000 Bauarbeiter arbeiten. In den kommenden Monaten prägen etwa 75 Hochkräne den Blick auf die Baustelle, während Terminal 3 Meter für Meter in die Höhe wächst.

Kapazität für über 20 Mio. Passagiere

„Mit Terminal 3 bauen wir die Zukunft – für den Flughafen Frankfurt, die Rhein-Main-Region und weit darüber hinaus. Mit modernster Technik, smarten Prozessen und einer hohen Aufenthaltsqualität lösen wir unser Versprechen ein: ‚Gute Reise! Wir sorgen dafür‘. Damit schaffen wir bis 2023 zusätzliche Kapazitäten für etwa 21 Millionen Reisende pro Jahr“, sagte Fraport-Chef Schulte. „Bereits heute ist Frankfurt international führend in der Konnektivität. Von keinem anderen Luftverkehrsdrehkreuz in der Welt erreichen Sie mehr Flugziele als von Frankfurt – ganz gleich ob als Geschäftsreisender oder als Tourist. Deutschlands Tor zur Welt wird mit Terminal 3 noch besser.“

„Heute legen wir nicht nur den Grundstein für ein neues Flughafengebäude, sondern schaffen auch die Grundlage für weitere Arbeitsplätze, Zukunftschancen und Wirtschaftskraft. Der Bau von Terminal 3 ist ein wichtiger Schritt für die Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens und damit auch für den Wirtschaftsstandort Hessen. Die Fraport AG investiert dazu in den nächsten Jahren bis zu vier Milliarden Euro in den Neubau. Dadurch können viele neue Arbeitsplätze entstehen. Die größte Arbeitsstätte Deutschlands wird weiter an Bedeutung gewinnen“, erklärte Finanzminister Schäfer. „Auch wenn der Flughafen der Herzmuskel der hessischen Wirtschaft ist, ist das kein Freifahrtschein. Die Landesregierung wird von der Luftverkehrsbranche weiter ein hohes Engagement einfordern, die Lärm- und Umweltbelastungen zu reduzieren.“

Flugsteig G weiterer Baustein für Terminal 3

Im Süden des Frankfurter Flughafens entsteht bis 2021 zunächst der Flugsteig G mit einer Kapazität von bis zu fünf Millionen Passagieren. Der Flugsteig wird ein vollwertiges und modernes Abfertigungsgebäude und später in das Premium-Produkt Terminal 3 integriert. Die Fertigstellung des Terminal-Hauptgebäudes mit den Flugsteigen H und J ist für 2023 geplant. Damit steigt die Kapazität auf bis zu 21 Millionen Fluggäste. Zu einem späteren Zeitpunkt kann Terminal 3 um den Flugsteig K erweitert werden. Die Kapazität steigt mit dem Vollausbau auf 25 Millionen Passagiere. Der vorgezogene Flugsteig G schafft bereits 2021 neue Kapazitäten. Es war eine unternehmerische Entscheidung, ein flexibel an den Bedarf anpassbaren Architekturentwurf von Terminal 3 zu wählen.

„Fluggäste suchen vor oder nach einem Flug vor allem Ruhe und Entspannung. Diese besondere Qualität herauszuarbeiten war neben einer größtmöglichen technisch-funktionalen Flexibilität des Gebäudekomplexes das Leitmotiv für das Konzept von Terminal 3. Die lichtdurchfluteten Räume sind mit hochwertigen Materialien in warmen Naturtönen ausgestattet und werden eine angenehme Atmosphäre ausstrahlen, die zum Verweilen und Entspannen einlädt. In dieser Haltung wird das neue Terminal international das erste unter den modernen Terminals sein“, führte Architekt Mäckler aus.

Die Fraport Ausbau Süd GmbH, eine hundertprozentige Fraport-Tochter, überwacht und steuert das Bauprojekt. Das eingeplante Budget liegt bei 3,5 bis 4 Milliarden Euro. Für die Fraport AG ist das die bislang größte Einzelinvestition in Frankfurt. Sie besteht aus etwa 500 Einzelvergaben. Aufgrund der kleinen Stückelung können zahlreiche mittelständische Bauunternehmen von Aufträgen profitieren – auch in der Region. Wer gern aus nächster Nähe einen Blick auf die Großbaustelle werfen möchte, soll eine der Busrundfahrten buchen können.

82-jähriger Pilot verunglückt mit Morane vor Papenburg

Bei einem Überlandflug von Norderney (EDWY) nach Leer-Papenburg (EDWF) verlor der Luftfahrzeugführer mit hoher Wahrscheinlichkeit gesundheitsbedingt die Fähigkeit zur Führung des Luftfahrzeuges. Ein an Bord befindlicher Hund wurde verletzt im Wrack aufgefunden.

Das Flugzeug hatte sich dem Boden genähert und war aufgeschlagen. Der Pilot wurde tödlich verletzt und das Luftfahrzeug zerstört.

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 27.08.2017
  • Ort: in der Nähe des Flugplatzes Leer-Papenburg
  • Luftfahrzeug: Flugzeug
  • Hersteller / Muster: Societe de Construction d` Avions de Tourisme (Socata) / Morane MS 883
  • Personenschaden: Luftfahrzeugführer tödlich verletzt
  • Sachschaden: Flugzeug zerstört
  • Drittschaden: Flurschaden

Sachverhalt und Ereignisse und Flugverlauf

Das Flugzeug Morane MS 883 startete um 11:22 Uhr auf dem Verkehrslandeplatz Norderney (EDWY) zu einem Überlandflug nach Leer-Papenburg (EDWF). An Bord waren der Luftfahrzeugführer und ein Hund. Gegen 11:40 Uhr beobachteten mehrere Besucher eines Flohmarktes in der 15 km östlich von Emden gelegenen Ortschaft Simonswolde ein in rund 80 Meter Höhe fliegendes Flugzeug. Die Zeugen gaben an, dass das Flugzeug von Norden nach Süden flog, der Motor nicht „rund“ gelaufen sei und „Aussetzer“ gehabt habe.

Um 12:10 Uhr meldete der Triebwagenführer einer zwischen Leer und Emden verkehrenden Regionalbahn, dass er „ein Flugzeug am Boden nördlich der Bahntrasse im Bereich der Ortschaft Moormeerland“ gesichtet habe. Eine gegen 12:30 Uhr eingetroffene Polizeistreife fand das zerstörte Luftfahrzeug. Darin befanden sich der tödlich verletzte Luftfahrzeugführer und ein verletzter Hund. Zeugenaussagen zum Unfallhergang lagen nicht vor. Das Kartenbild zeit den kürzesten Flugweg zwischen Start- und Zielort sowie Unfallstelle.

Angaben zu Personen

Der 82-jährige Flugzeugführer war Inhaber einer Lizenz für Privatpiloten PPL (A), die am 29.04.2013 in eine unbefristete Lizenz, ausgestellt nach den Regelungen der Europäischen Union, umgeschrieben wurde. In die gemäß Teil FCL nach ICAO-Standards erteilte Lizenz war die Klassenberechtigung für einmotorige Flugzeuge mit Kolbentriebwerk (SEP land), gültig bis zum 30.04.2019, und eine Instrumentenflugberechtigung (IR), gültig bis zum 30.04.2018, eingetragen.

Ferner waren eine Kunstflugberechtigung (Aerobatic) und Schleppberechtigungen zum Schleppen von Segelflugzeugen (ST A) und Fangschlepp (BT A) eingetragen. Ein an der Unfallstelle vorgefundenes flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis, ausgestellt am 21.12.2015, war für die Tauglichkeitsklasse 2 bis zum 04.02.2017 und für Tauglichkeit LAPL bis zum 20.03.2018 gültig. Laut Auskunft der fliegerärztlichen Untersuchungsstelle fand die letzte fliegerärztliche Untersuchung am 20.03.2017 statt, bei der ein neues Tauglichkeitszeugnis ausgestellt wurde.

Der Luftfahrzeugführer hatte die Morane MS 883 am 22.08.2017 vom Flugplatz Barssel (EDXL) nach Norderney überführt. Er war Miteigentümer in einer aus zwei Personen bestehenden Haltergemeinschaft. Informationen zur Flugerfahrung und aktueller Inübunghaltung lagen der BFU nicht vor.

Nach Informationen von Zeugen aus dem fliegerischen Umfeld des Piloten soll er als ehemaliger Berufspilot und langjähriger Fluglehrer über eine Flugerfahrung von mehr als 5.000 Stunden verfügt haben. In den Akten der lizenzführenden Luftfahrtbehörde war mit Stand 1990 eine Flugerfahrung von 3.720 Stunden dokumentiert.

Angaben zum Luftfahrzeug

Das Flugzeug war ein viersitziger, einmotoriger, freitragender Tiefdecker in Metallbauweise und festem Dreibeinfahrwerk. Es war mit einem Festpropeller, einem Kolbentriebwerk sowie automatischen Vorflügeln und Fowlerklappen für den Langsamflug ausgerüstet.

Die mit einem 115 PS starken Lycoming-O-235-C2A-Motor ausgestattete Morane MS 883 des Herstellers Socata wurde 1971, mit der Werknummer 1 684, in Frankreich hergestellt. Das Luftfahrzeug verfügte über zwei Tragflächentanks mit einem Fassungsvermögen von zweimal 92 Liter, von denen pro Tank 85 Liter ausfliegbar waren. Der Kraftstoffverbrauch pro Stunde ist drehzahlabhängig. Laut Angaben des Miteigentümers betrug der Kraftstoffverbrauch beim Reiseflug ca. 22 Liter pro Stunde. Das Flugzeug war in Deutschland für den nichtgewerblichen Verkehr zugelassen und wurde in privater Halterschaft betrieben.

Die Lufttüchtigkeitsprüfung wurde letztmalig am 10. August 2017 bei einer Betriebszeit von 1.984 Stunden und 3.497 Starts bescheinigt. Das Luftfahrzeug war vom 09.09.2013 bis zum 08.08.2017 stillgelegt. Nach der erneuten Zulassung wurden zwischen dem 08.08.2017 und dem 22.08.2017 insgesamt fünf Flüge mit knapp zwei Stunden Flugzeit durchgeführt. Der vorletzte Flug war ein ca. 30-minütiger Überführungsflug vom Flugplatz Barssel nach Norderney. Nach Information des Miteigentümers waren vor dem Start in Barssel 55 Liter Kraftstoff an Bord, von denen 25 Liter nachgetankt worden waren. Informationen, ob das Flugzeug danach in Norderney nochmals betankt wurde, lagen der BFU nicht vor.

Eine leicht hängende Tragfläche im Reiseflug, z.B. begünstigt durch fehlende korrigierende Steuerungseingaben des Piloten kann auch bei Kraftstoffmengen die mehrere Liter über der nicht ausfliegbaren Restkraftstoffmenge von sieben Litern liegen, die Kraftstoffzuvor beeinflussen. Nach Angaben des Miteigentümers der Morane MS 883 habe es in 20 Jahren Betrieb des Luftfahrzeuges keine Vergaservereisungen gegeben. Eine vollständige Dokumentation der durchgeführten Flüge im Bordbuch lag nicht vor.

Meteorologische Informationen

Laut Routinewettermeldung (METAR) von 11:20 Uhr des in der Nähe liegenden Flugplatzes Wittmund (ETNT) betrug die Bodensicht bei einem bewölkten Himmel mehr als zehn Kilometer. Die Temperatur betrug 19 Grad Celsius und der Taupunkt lag bei 13 Grad Celsius. Der Wind kam mit zehn Knoten aus Richtung 300 Grad.

Flugdatenaufzeichnung

Das Luftfahrzeug war weder mit einem Flugdatenschreiber (FDR) noch mit einem Cockpit Voice Recorder (CVR) ausgestattet. Beide Aufzeichnungsgeräte waren nach den gültigen luftrechtlichen Regelungen nicht gefordert. Die Flugsicherung konnte keine Radarspuren vom Flugweg des Luftfahrzeuges ermitteln.

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Die Unfallstelle lag rund vier Kilometer nördlich des Flugplatzes Leer-Papenburg. Der Abstand zur Ortschaft Simonswolde, von wo aus die Beobachtungen zum Flugweg und zur Flughöhe gemacht wurden, betrug ebenfalls rund vier Kilometer. Das Wrack lag auf einer leicht wallartig erhöhten Brachfläche, an die sich nördlich Grünland und südlich ein Entwässerungsgraben sowie ein Bahndamm anschlossen. Die Längsachse des Flugzeuges war mit dem Bug nach Norden ausgerichtet. Das Erdreich war durch Kraftstoff kontaminiert.

Rund 400 Meter nördlich der Unfallstelle verlief eine 220-KV-Hochspannungsleitung. Nördlich des Wracks wurden auf einer Strecke von ca. 20 Metern längliche Einkerbungen in der Grasnarbe bzw. im Erdreich festgestellt. In diesem Bereich wurden Teile der Fahrwerksverkleidungen gefunden.

Der vordere Teil des Rumpfes war beidseitig gestaucht, das hintere Rumpfsegment, einschließlich der Leitwerke, war äußerlich unbeschädigt. Das linke Hauptfahrwerk sowie das Bugrad waren nach hinten abgeknickt. Das rechte Fahrwerk war an der Tragflächenwurzel eingeklemmt. Die Motoraufhängung war nach unten verbogen bzw. gestaucht.

Ein Propellerblatt war um ca. 70 Grad nach hinten verbogen, am Spinner und am zweiten Propellerblatt wurden keine Beschädigungen festgestellt. Der Propeller war freigängig. Die Triebwerksaufhängung war vor dem Brandschott um ca. zehn Grad nach unten verbogen. Der Ölstand befand sich im Normbereich. In beiden Flächentanks wurde Kraftstoff nachgewiesen.

Von den Ersthelfern war starker Kraftstoffgeruch wahrgenommen worden. Beim Öffnen des Vergasers durch die BFU lief Kraftstoff aus. Insgesamt wurden 42 Liter aus dem Kraftstoffsystem entnommen, sieben Liter über den Ablassstopfen, 20 Liter aus dem linken und 15 Liter aus dem rechten Tank. Die Zündkerzen zeigten ein rehbraunes Verbrennungsbild und waren trocken. Die oberen Kerzen waren bei der letzten 100-Stunden-Kontrolle neu eingesetzt worden.

Die linke Tragfläche war um ca. zehn Grad nach hinten abgeknickt bzw. abgerissen. In einem Abstand von etwa einem Meter vom Übergang zur Zelle hatte die Vorderkante der linken Tragfläche eine zehn cm tiefe und 40 cm lange Beule. Die rechte Tragfläche war optisch weitgehend intakt.

Die Landeklappen befanden sich in der 0°-Stellung und waren durch das nach hinten geknickte Hauptfahrwerk teilweise gerissen und nach oben verbogen. Der linke Vorflügel war aufprallbedingt eingefahren und verklemmt, der rechte Vorflügel war ausgefahren. Die Querruder befanden sich in Neutralstellung.

Das Cockpit war auf der linken Seite ab der Mittelkonsole leicht nach hinten verbogen. Die Sitze waren optisch intakt. Am Steuerknüppel befanden sich keine Beschädigungen oder Blutspuren. Der Hauptschalter und der Generator waren eingeschaltet, die Zündung stand auf „beide“, die elektrische Kraftstoffpumpe war ausgeschaltet. Der Leistungshebel befand sich vorn am Anschlag, der zugehörige Bowdenzug war durch die abgeknickte Motoraufhängung verzogen.

Der Durchflussregler (Mixture) stand auf „reich“, der Tankwahlschalter war auf „links“ geschaltet. Die Vergaservorwärmung war eingeschaltet, der zugehörige Umschaltkasten nach unten abgebrochen. Der Klappenhebel stand auf „null“, die Trimmung war auf „neutral“ eingestellt. Der Betriebsstundenzähler zeigte den Wert 2109,85 an. Es gab keine Hinweise auf einen Brand. Am rechten Cockpitpanel war ein Schild mit Frequenz- und Landebahninformationen für Flugplätze in Ostfriesland angebracht. Eine im Flugzeug aufgefundene, nicht mehr intakte Armbanduhr zeigte 11:39 Uhr an. Das Titelbild zeit von Westen auf die Unfallstelle, das Luftbild den Flugweg und die Unfallstelle.

Medizinische und pathologische Angaben

Der Leichnam des Luftfahrzeugführers wurde obduziert. Bei der Obduktion wurde eine aufschlagsbedingte Rückenmarksverletzung als Todesursache festgestellt. Ferner wurde ein „Re-Infarkt“ am Herzen dokumentiert. Dieser könnte laut Obduktionsprotokoll am Vortag oder am Vormittag des Unglückstages aufgetreten sein. Der Infarkt sei nicht todesursächlich gewesen, könnte aber zu körperlichen Beeinträchtigungen geführt haben, durch die der Pilot das Flugzeug nicht mehr hätte steuern können.

Weiterhin wurden bei der Obduktion Anzeichen einer Blutzuckererkrankung festgestellt. Durch eine Untersuchung der Asservate (Glaskörperflüssigkeit und Herzblut) wurde eine „diabetische Stoffwechselentgleisung im Sinne eines hyper- oder hypoglykämischen Komas als Ursache einer möglichen Bewusstlosigkeit“ ausgeschlossen.

Beurteilung

Das Luftfahrzeug war ordnungsgemäß zum Verkehr zugelassen und nachgeprüft. Die Abflugmasse sowie der Schwerpunkt lagen im zulässigen Bereich. Angaben zur Inübunghaltung und belastbare Daten zur Flugerfahrung des Luftfahrzeugführers lagen nicht vor. Nach den vorliegenden Informationen wird der Luftfahrzeugführer mit über 5.000 Flugstunden von der BFU als erfahren eingestuft. Aus Sicht der BFU stellen sich Flugverlauf und Unfall wie folgt dar: Nach dem Start in Norderney wählte der Pilot mutmaßlich den direkten Kurs zum Zielflugplatz Leer-Papenburg.

Informationen über die tatsächliche Flughöhe, z.B. durch Auswertung von Radarspuren oder Geräten mit GPS, lagen nicht vor. Die vorliegenden Fakten legen den Schluss nahe, dass der Pilot während des Reisefluges die Fähigkeit zur Führung des Luftfahrzeuges verloren hat und den weiteren Flugverlauf nicht mehr beeinflussen konnte.

So wurde die Morane MS 883 an der Unfallstelle in der Reiseflugkonfiguration vorgefunden und die durch Aufschlagspuren dokumentierte Flugrichtung aus nordwestlicher entsprach in etwa dem Kurs zwischen Norderney und Leer-Papenburg. Auch die Beobachtungen der Zeugen zum Flugverlauf und zur niedrigen Flughöhe stützen diese Annahme. Aufgrund der durch die Obduktion dokumentierten gesundheitlichen Disposition des Luftfahrzeugführers kommen Herzprobleme als Ursache für den möglichen Verlust der Handlungsfähigkeit in Betracht.

Die für den Reiseflug ausgetrimmte Morane MS 883 hat demnach kontinuierlich an Höhe verloren, bis sie in einem flachen Bahnneigungsflug mit dem Gelände kollidierte. Es ist sehr wahrscheinlich, dass eine 220-KV-Hochspannungsleitung 400 Meter nördlich der Unfallstelle unterflogen wurde. Die BFU geht davon aus, dass von der Ortschaft Simonswolde, in der Zeugen die Flughöhe der Morane MS 883 auf ca. 80 Meter schätzten, bis zur Unfallstelle eine Flugstecke vom 4.000 Meter zurückgelegt wurde. Das wiederum würde bedeuten, dass die Flughöhe unter der Hochspannungsleitung noch acht Meter betragen hätte.

Ob die Vergaservorwärmung vom Luftfahrzeugführer während des Reisefluges gezogen wurde oder aufschlagsbedingt in diese Stellung gelangte, konnte nicht abschließend geklärt werden. Basierend auf den Feststellungen an der Unfallstelle, u.a. durch ein stark verbogenes Propellerblatt und nachgewiesener Kraftstoff im Vergaser, geht die BFU davon aus, dass das Triebwerk bis zum Bodenkontakt in Betrieb war.

Schlussfolgerungen

Der Unfall ist darauf zurückzuführen, dass der Luftfahrzeugführer während des Fluges mit hoher Wahrscheinlichkeit gesundheitsbedingt die Fähigkeit zur Führung des Luftfahrzeuges verlor und den weiteren Flugverlauf nicht mehr beeinflussen konnte.

Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, entsprechen Ortszeit. Quelle und Bilder, soweit nicht anders angegeben: BFU

Cessna 172 mit vier Frauen überladen

Die Cessna 172 N startete um 13:26 Uhr auf der Piste 25 des Sonderlandeplatzes Allstedt. An Bord befanden sich neben der Flugzeugführerin drei weibliche Fluggäste.

Während des privaten Rundfluges mit vier Personen an Bord gewann das Flugzeug im Anfangssteigflug nicht an Höhe und prallte nach Überfliegen der Flugplatzgrenze auf den Boden. Die verantwortliche Luftfahrzeugführerin gab an, dass es während des Startlaufes keine Auffälligkeiten gegeben und das Luftfahrzeug ca. 50 Meter vor der Halbbahnmarkierung abgehoben habe.

Identifikation

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 28. Juli 2017
  • Ort: Allstedt
  • Luftfahrzeug: Flugzeug
  • Hersteller / Muster: Cessna Aircraft Company / Cessna 172 N
  • Personenschaden: Drei Personen schwer und eine Person leicht verletzt
  • Sachschaden: Luftfahrzeug schwer beschädigt
  • Drittschaden: leichter Flurschaden

Ereignisse und weiterer Flugverlauf

Nach Angaben der Flugzeugführerin war der Rundflug zunächst mit zwei Fluggästen geplant. Die Entscheidung den Flug mit drei Flugästen durchzuführen, sei umständehalber erst kurz vor dem Start erfolgt. Geplant war ein Rundflug in der näheren Umgebung mit einer Flugdauer von rund 30 Minuten.

Im Nachhinein konnte die Luftfahrzeugführerin nicht ausschließen, dass der vorn sitzende Fluggast „unbeabsichtigt in den Fußbremsen gestanden haben könnte„, da sich der Sitz am vorderen Anschlag befunden habe. Nach dem Abheben sei das Flugzeug bis zu einer Höhe von etwa 25 Metern gestiegen. Nach dem Überfliegen einer unmittelbar am Pistenende befindlichen Photovoltaik-Anlage habe sie erkannt, dass der in Flugrichtung befindliche 30 bis 35 Meter hohe Wald nicht zu überfliegen gewesen wäre. Daraufhin habe sie entschieden, zur Piste zurückzukehren und nachfolgend zwei Linkskurven eingeleitet.

Die Geschwindigkeitsanzeige habe 65 bis 70 mpH betragen. Im weiteren Verlauf habe sie zwei Bäumen ausweichen müssen und dabei sei das Flugzeug mit dem Gelände kollidiert. Die akustische Überziehwarnung sei erst kurz vor dem Aufprall ertönt. Die Flugleiterin am Sonderlandeplatz Allstedt gab an, dass die Cessna 172 N sehr spät abgehoben habe und anschließend flach und taumelnd über die Photovoltaik-Anlage geflogen sei. Anschließend sei die Maschine nach links sinkend aus ihrem Blickfeld verschwunden. Bei dem Aufprall wurden drei der vier Insassinnen schwer und eine leicht verletzt und das Luftfahrzeug schwer beschädigt. Das Galeriebild zeigt den Flugweg und und die Unfallstelle.

Angaben zu Personen

Die 69-jährige verantwortliche Luftfahrzeugführerin war seit 2001 Inhaberin einer Lizenz für Privatpiloten PPL (A), die am 17.06.2013 in eine unbefristete Lizenz für Privatpiloten PPL (A), ausgestellt nach den Regelungen der Europäischen Union, umgeschrieben wurde. In die gemäß Teil FCL nach ICAO-Standards erteilte Lizenz war die Klassenberechtigung für einmotorige Flugzeuge mit Kolbentriebwerk (SEP land) und Reisemotorsegler (TMG), jeweils gültig bis zum 30.04.2019, eingetragen.

Ferner verfügte sie über einen unbefristet gültigen Luftfahrerschein für Segelflugzeugführer (SPL) mit der eingetragenen Startart Winde. Das flugmedizinische Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 war gültig bis zum 23.03.2018, verbunden mit der Auflage, eine Brille mitzuführen. Die Gesamtflugerfahrung betrug ca. 2.700 Starts und 940 Stunden. In den letzten 90 Tagen hatte sie 16 Starts und acht Stunden ausschließlich mit dem Reisemotorsegler (Muster C-Falke) durchgeführt. Die Flugerfahrung auf Motorflugzeugen betrug insgesamt 429 Starts und 97 Stunden, überwiegend auf den Mustern Cessna 172.

Mit der Cessna 172 N hatte sie den letzten Flug am 22.09.2016 absolviert, der gleichzeitig ein einstündiger Übungsflug mit Fluglehrer war. Gemäß den Angaben des persönlichen Flugbuches wurden rund 200 Flüge auf verschiedenen Flugzeugen des Musters Cessna 172 mit Passagieren durchgeführt, die meisten davon auf einem 650 Meter langen Grasplatz mit jeweils vier Personen an Bord.

Angaben zum Luftfahrzeug

Die Cessna 172 N ist ein abgestrebter Schulterdecker in Metallbauweise mit vier Sitzplätzen. Das Flugzeug des Herstellers Cessna Aircraft Company, mit der Werknummer F172-1937, wurde 1979 in Reims gebaut. Es verfügte über einen Lycoming IO-O-320-H2AD-Motor. Die maximal zulässige Abflugmasse liegt bei 1.043 kg. An der Unfallstelle wurden ca. 90 Liter Kraftstoff ermittelt.

Aufgrund der Angabe der Insassen zu deren Körpergewicht ergab sich eine Abflugmasse des Flugzeuges von ca. 1.230 kg. Der Schwerpunkt lag bei 1.424 mm. Masse und Schwerpunkt befanden sich außerhalb des im Flug- und Betriebshandbuch dargestellten zulässigen Bereiches. Das Luftfahrzeug war in Deutschland zum Verkehr zugelassen und wurde von einem privaten Halter betrieben.

Die Gesamtbetriebszeit betrug 6.400 Stunden mit 11.482 Landungen. Die letzte Prüfung der Lufttüchtigkeit erfolgte am 25.03.2017. Die letzte 100-Stunden-Kontrolle fand am 28.03.2017 statt. Danach wurde das Flugzeug ca. 46 Stunden geflogen. Vor dem Unfall wurde die Cessna 172 N das letzte Mal am 22.07.2017 geflogen.

Angaben zum Flugplatz

Der Sonderlandeplatz Allstedt (EDBT) befindet sich ca. 80 km nordöstlich von Erfurt und rund 90 km westlich von Leipzig in einer Höhe von 932 ft AMSL. Er verfügt über eine 1.200 Meter mal 30 Meter lange Betonpiste mit der Ausrichtung 070/250 Grad. Zum Zeitpunkt des Unfalls war die Piste 25 in Betrieb.

Die Piste weist eine Höhendifferenz von neun Metern mit einem Anstieg nach Westen auf. Der Sonderlandeplatz Allstedt wurde ursprünglich militärisch genutzt. Die ehemalige Pistenlänge betrug 2.500 Meter. Das westliche Pistensegment war mit einer Photovoltaik-Anlage überbaut und der östliche Teil der Piste war stillgelegt. Am Sonderlandeplatzes Allstedt betrugen bei einer Wolkenuntergrenze von über 4.000 ft die Sichten über 30 Kilometer. Der Wind kam aus 250 Grad mit zehn bis zwölf Knoten, die Temperatur betrug 21 Grad Celsius.

Flugdatenaufzeichnung

Das Luftfahrzeug war weder mit einem Flugdatenschreiber (FDR) noch mit einem Cockpit Voice Recorder (CVR) ausgestattet. Beide Aufzeichnungsgeräte waren nach den gültigen luftrechtlichen Regelungen nicht gefordert. Es bestand Funkverbindung mit der Flugleitung Allstedt. Der Funkverkehr wurde nicht aufgezeichnet.

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Die Unfallstelle befand sich ungefähr in der Mitte einer 500 mal 500 Meter großen Brachfläche westlich des Flugplatzes, die mit einzelnen Sträuchern und Bäumen bewachsen war. Östlich der Brachfläche war eine großflächige Photovoltaik-Anlage aufgebaut, die sich westlich an das Flugplatzgelände anschloss. An den übrigen Seiten der Fläche bildete ein geschlossener Fichtenhochwald die Grenze.

Das Wrack der Cessna 172 N befand sich in einer Geländehöhe von 946 ft AMSL und lag rund 700 Meter vom Pistenende entfernt. Der Bug des Flugzeuges war nach Norden ausgerichtet. Nördlich des Wracks befanden sich bis zu vier Meter lange und 0,80 m breite Einkerbungen im Boden. Entlang der ca. 30 Meter langen Unfallstelle war abschnittsweise hohes Gras niedergedrückt. Das Titelbild zeigt die Unfallstelle.

Der vordere Teil des Rumpfes mit dem Triebwerk wies mehrere Stauchungen auf und war seitlich verbeult. Die vordere Cockpitscheibe war gebrochen und teilweise abgelöst bzw. zersplittert. Das rechte Hauptfahrwerk sowie das Bugrad waren abgeknickt und ein Propellerblatt war im äußeren Drittel nach innen verbogen. Das andere Propellerblatt wies im äußeren Drittel Kerben und Einschlagmarkierungen auf. Die Türen waren teilweise aus den Verankerungen gerissen. Im Kabinenbereich war das linke Panelsegment einschließlich Steuerhorn verbogen.

Leistungshebel (Throttle) und Durchflussregler (Mixture) standen jeweils auf „voll reich“ und der Tankwahlhebel war auf beide Tanks geschaltet. Die Zündung wurde in der Stellung „both“ vorgefunden. Der rechte Sitz war aus der Schienenhalterung gerissen. Der hintere Cockpitbereich war äußerlich unversehrt.

Das hintere Rumpfsegment mit den Leitwerken war bis auf das rechte, nach oben gebogene Höhenleitwerk, unbeschädigt. Beide Tragflächen waren jeweils im Bereich der Randbögen nach oben gebogen, der linke Randbogen war abgetrennt. Die linke Tragfläche mit Querruder und Klappen wies Strukturschäden mit Stauchungen über die gesamte Länge auf.

Die rechte Tragfläche war im Bereich der äußeren Nasenleiste verbeult. Die Klappen wurden in der Stellung 15 Grad (erste Klappenstufe) vorgefunden. Die Ruderverbindungen waren stellenweise fest, eine Kraftschlüssigkeit war nachweisbar. Hinweise auf technische Mängel an Triebwerk und Steuerung ergaben sich bei der Untersuchung nicht. Es entstand kein Brand.

Nach den von der Luftfahrzeugführerin erarbeiteten Flugvorbereitungsunterlagen sollte der Flug 30 bis 36 Minuten dauern. Der Kraftstoffverbrauch wurde mit 34 Liter pro Stunde veranschlagt. Als Zuladung wurden 354,3 kg zugrunde gelegt. Nach der Berechnung wäre das zulässige Gesamtgewicht um 1,1 kg überschritten gewesen.

Beurteilung der Flugunfalluntersuchung

Das Luftfahrzeug war ordnungsgemäß zum Verkehr zugelassen und nachgeprüft. Die verantwortliche Luftfahrzeugführerin hatte die erforderliche Lizenz, um den Flug durchzuführen. Mit einer Gesamtflugerfahrung von 2.700 Starts und 940 Stunden verfügte sie über eine insgesamt routinierte Flugerfahrung, auch wenn der überwiegende Teil davon auf Motorseglern und Segelflugzeugen erflogen wurde. Auf der Cessna 172 N hatte sie mit 429 Starts und 97 Stunden den größten Teil ihrer Erfahrung auf Motorflugzeugen absolviert und somit auch einen guten Erfahrungsstand.

Die Tatsache, dass sie etwa 200 Flüge davon mit jeweils 4 Personen an Bord überwiegend auf einem 650 Meter langen Grasplatz durchgeführt hatte, stützt die Annahme dass sie mit dem Muster Cessna 172 N auch und gerade bei Volllastflügen gut vertraut war.

Dennoch ist in Bezug auf die aktuelle Inübunghaltung auf der Cessna 172 N von einem Defizit auszugehen, da der letzte Flug auf dem Muster bereits rund zehn Monate zurücklag. Der Start erfolgte unter idealen Bedingungen auf einer nur leicht ansteigenden 1.200 Meter langen Betonpiste bei mäßigem Wind von vorne und einer Temperatur von 21 Grad C.

Durch die kurzfristige Entscheidung einen weiteren Fluggast mitzunehmen, kam es zu einem zusätzlichen Anstieg des Abfluggewichtes, ohne die Flugplanung in Bezug auf Masse und Schwerpunkt zuvor zu überarbeiten. Das zuvor zugrunde gelegte Abfluggewicht war bereits sehr optimistisch berechnet worden.

Beladung durch Person 4 überschritten

Ferner ist davon auszugehen, dass das Abheben aufgrund der Beladung und der hinteren Schwerpunktlage nicht wie gewohnt möglich war und seitens der Pilotin unbewusst durch ungünstige Steuereingaben zusätzlich erschwert gewesen sein könnte. Zusätzlich könnte der vorne sitzende Fluggast, wie von der verantwortlichen Luftfahrzeugführerin angegeben, unbeabsichtigt ein Abbremsen während des Startlaufes bewirkt haben.

Der Verlauf des Flugweges ist nur bedingt rekonstruierbar, da es keine Flugdatenaufzeichnung gab und die Schilderungen der Luftfahrzeugführerin und der Zeugin (Flugleiterin) voneinander abweichen. Aufgrund der Zeugenaussage der Flugleiterin ist aber davon auszugehen, dass das Luftfahrzeug nach dem Abheben einen zu hohen Anstellwinkel einnahm und dadurch die für den Steigflug notwendige Fahrt nicht aufgebaut werden konnte. Die Cessna 172 N verblieb nach dem Abheben in Bodennähe bis sie rund 700 Meter westlich der Flugplatzgrenze mit dem Gelände kollidierte.

Neben der Zeugenaussage der Flugleiterin sprechen insbesondere die Aufprallspuren nördlich der Endlage des Wracks für einen Anflug aus nördlicher Richtung mit anschließender Drehung der Cessna 172 N um 180 Grad nach dem Bodenkontakt. Ein von der Pilotin angegebenes beabsichtigtes Umkehren zur Piste mit zwei eingeleiteten Linkskurven sieht die BFU aufgrund der niedrigen Flughöhe und Fluggeschwindigkeit als nicht plausibel an. Zudem legen die Feststellungen an der Unfallstelle einen Anflug aus nördlicher Richtung nahe.

Neben einem generellen Verzicht zur Durchführung des Fluges unter den Rahmenbedingungen (Beladung, Schwerpunkt, Inübunghaltung) wäre ein rechtzeitiger Startabbruch auf der vergleichsweise langen Betonpiste eine folgerichtige Option gewesen.

Schlussfolgerungen

Der Unfall ist darauf zurückzuführen, dass das Luftfahrzeug durch die zu hohe Beladung und hintere Schwerpunktlage außerhalb der zulässigen Betriebsgrenzen betrieben wurde. Durch die damit verbundenen Änderungen der Flugleistungen sowie der Manövrierfähigkeit konnte das Luftfahrzeug keine ausreichende Fahrt aufbauen und in den Steigflug übergehen. Die kurzfristige Entscheidung, den Flug mit drei statt mit zwei Flugästen ohne die Machbarkeit im Rahmen einer Flugvorbereitung zu überprüfen, hat maßgeblich zu dem Unfall beigetragen.

Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, entsprechen Ortszeit. Quelle und Bilder, soweit nicht anders angegeben: BFU

ACJ319neo absolviert Erstflug

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Airbus hat den ACJ319neo erfolgreich seinen Erstflug fliegen lassen. Die Maschine für Busines- und VIP-Kunden flog 01:55 Stunden und hat damit sein zügiges Testprogramm eingeläutet.

Der ACJ319neo soll nun seine Fähigkeiten als Corporate Jet unter Beweis stellen. Das Flugzeug hat etwa weitere Treibstofftanks im Frachtraum, um auch Interkontinentalstrecken zu fliegen. Insgesamt fünf solcher weiteren ACT (Additional Centre Tanks) werden verbaut und die Kabine erhält einen höheren Druck für ein angenehmeres Reisen.

VVIP für Interkontinentalstrecken

Der ACJ319neo ist für das deutsche Unternehmen K5 bestimmt. Die Kabine wird nach der Bemalung des Flugzeugs von Fokker aus den Niederlanden im VVIP Style eingerichtet. Wie alle neo-Varianten aus der A320-Familie hat auch dieses Muster Flügelflossen und wird mit neuesten Triebwerken für weniger Verbrauch ausgestattet.

Raumfahrer sollen Biomasse selbst recyceln

Ein Photobioreaktor, im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) von der Universität Stuttgart entwickelt und von Airbus gebaut, soll einen Teil des vom Lebenserhaltungssystem „LSR“ an Bord der ISS gesammelten Kohlenstoffdioxid in Sauerstoff und Biomasse umwandeln.

Mit dem Photobioreaktor (PBR) bringt Airbus eine weitere Experimentieranlage auf die Internationale Raumstation ISS. Damit könnten bei zukünftigen Langzeitmissionen im Weltall wertvolle Ressourcen eingespart werden. Der PBR soll vom italienischen ESA-Astronauten Luca Parmitano während seiner „Beyond“-Mission installiert werden.

Recycling im All für lange Reisen

Künftige astronautische Forschungsmissionen sollen Menschen zu Mond und Mars bringen. Ein entscheidender Faktor dafür ist, die Mitnahmen von Ressourcen auf ein Minimum zu beschränken. Da Nachschub von der Erde schwierig und teuer ist, müssen die relevanten Stoffkreisläufe für Wasser, Sauerstoff und Nahrung größtmöglich geschlossen werden. Schmutzwasser wird bereits heute schon auf der ISS zu großen Teilen zu Frischwasser wiederaufbereitet.

Seit Oktober 2018 ist außerdem das Life Support Rack (LSR) der Europäischen Weltraumorganisation ESA auf der ISS installiert. Das von Airbus gebaute Rack, früher auch bekannt unter dem Namen ACLS (Advanced Closed Loop System) sammelt von den Astronauten ausgeatmetes Kohlenstoffdioxid (CO2) und wandelt dieses über einen Sabatier-Prozess mittels Elektrolyse wieder in Sauerstoff um. Das ISS-Experiment „PBR@LSR“ stellt eine Technologie-Demonstration dar, um CO2 in Sauerstoff und Biomasse umzuwandeln. Der PBR wird dazu an das physikochemisches System LSR angeschlossen (Hybrid-Ansatz) und bis zu 180 Tage betrieben. Dabei werden die Leistungsfähigkeit und Stabilität der Anlage ebenso wie die der Algenkultur aufgezeichnet und bewertet.

Als Photosynthese-Lieferant wurde die Mikroalge Chlorella vulgaris ausgewählt, die bereits heute vielseitig als Lebensmittel(-Ergänzung) genutzt wird. Sie ist sehr proteinhaltig. Etwa 30 Prozent der Astronautennahrung könnte künftig durch diese Algen-Biomasse ersetzt werden.

Die CO2-Versorgung soll überwiegend aus dem LSR erfolgen. Sollte einmal kein CO2 verfügbar sein, können die Mikroalgen auch aus einer mitgeführten CO2-Flasche versorgt werden. Alle 14 Tage werden die Algen mit einer Nährlösung gefüttert und gleichzeitig verdünnt, um so dem Algennachwuchs Platz zum Wachsen zu verschaffen. Nach Experiment-Ende werden die Leistungsfähigkeit und Lebenszyklen der Kultur ausgewertet. Mehrere Proben werden dafür zur gentechnischen Analyse auf die Erde zurückgeholt.

Biomasse soll Nahrung werden

Der Hybrid-Ansatz wie bei „PBR@LSR“ hilft nicht nur bei Langzeitmissionen im All. Auf diese Weise können generell Ressourcen eingespart und damit auch nachhaltiges Wirtschaften auf der Erde gesteigert werden. Der nächste technologisch wichtige Entwicklungsschritt wäre die Verarbeitung der geernteten Biomasse zu Nahrung. Bereits heute findet sich Chlorella vulgaris als Proteinquelle in zahlreichen Lebensmitteln. Im Gegensatz zur Verarbeitung am Boden müssen für die Raumfahrt noch geeignete und hocheffiziente Methoden entwickelt werden, die wenig Platz und Energie brauchen und dabei noch leicht sind.

Sommerziele für 2020 von Condor aktiviert

Condor-Flüge zu insgesamt 30 Urlaubszielen in den USA, Kanada, Afrika, im Indischen Ozean und in der Karibik sind ab jetzt buchbar.

Ferienflieger Condor schaltet jetzt schon einige Langstreckenflüge des Sommerflugplans 2020 ab Frankfurt zur Buchung frei. Wer schon jetzt den Urlaub für den Sommer im nächsten Jahr buchen möchte, findet unter www.condor.com. Schnäppchen ab 299,99 Euro. Der Sommerflugplan 2020 gilt von 01. Mai bis 31. Oktober 2020. Weitere Ziele sowie das Kurz- und Mittelstreckenprogramm werden in den nächsten Wochen freigeschaltet.

Langstreckenflüge ab Frankfurt, buchbar

  • Anchorage (USA): Dienstag, Donnerstag, Samstag, Sonntag
  • Baltimore/Washington (USA): Dienstag, Donnerstag, Samstag, Sonntag
  • Calgary (Kanda): Dienstag, Mittwoch, Freitag
  • Cancun (Mexiko): Dienstag, Donnerstag, Samstag, Sonntag
  • Fairbanks (USA): Donnerstag
  • Halifax (Kanada): Montag, Dienstag, Donnerstag, Samstag
  • Havanna (Kuba):Montag, Donnerstag, Samstag
  • Holguin (Kuba): Mittwoch, Sonntag
  • Kapstadt (Südafrika): Dienstag, Donnerstag, Samstag
  • Kilimanjaro (Tansania): Mittwoch
  • Las Vegas (USA): Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonntag
  • Seychellen (Indischer Ozean): Dienstag, Freitag
  • Mauritius (Indischer Ozean): Mittwoch, Freitag, Sonntag
  • Minneapolis (USA): Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag
  • Mombasa (Kenia): Montag, Mittwoch, Freitag
  • Montego Bay (Jamaika): Mittwoch, Samstag
  • Phoenix (USA): Montag, Mittwoch, Samstag
  • Pittsburgh (USA): Montag, Freitag
  • Portland (USA): Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag
  • Punta Cana (Dom. Republik): Dienstag, Freitag, Samstag, Sonntag
  • San José (Costa Rica): Mittwoch, Sonntag
  • San Juan (USA/Karibik): Samstag
  • Sansibar (Tansania): Montag, Freitag
  • Santo Domingo (Dom. Republik): Mittwoch, Sonntag
  • Seattle (USA): täglich
  • Toronto (Kanada): Montag, Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag
  • Varadero (Kuba): Freitag
  • Vancouver (Kanada): Montag, Mittwoch, Donnerstag, Samstag, Sonntag
  • Windhuk (Namibia): Montag, Donnerstag sowie täglich via Codeshare mit Air Namibia
  • Whitehorse (Kanada): Sonntag

Töchtertag: Fluglotsinnen für Austro Control

Besuche in der An- und Abflugkontrolle, bei der Meteorologie und bei der Flugsicherungs-Technik waren ebenfalls Teil des breiten Programms. Im Mittelpunkt stand selbstverständlich der Beruf der Fluglotsin.

In 109 Metern Höhe mit 360-Grad-Rundumblick haben 30 Schülerinnen im Rahmen des Töchtertags den Fluglotsinnen und Fluglotsen von Austro Control bei der Arbeit über die Schulter geschaut. Welche Anforderungen muss man erfüllen, wie kann man sich bewerben, und wie läuft das Auswahlverfahren konkret ab.

Fluglotsin gesucht

„Es gibt wahrscheinlich kaum eine faszinierendere Aufgabe, als Fluglotsin bei Austro Control zu sein. Wir brauchen junge, engagierte Nachwuchskräfte, die sich diese verantwortungsvolle Aufgabe zutrauen. Daher freue mich, dass sich so viele Mädchen sich für diesen Beruf interessieren und heute den Weg zu uns in den Austro Control-Tower am Flughafen Wien gefunden haben. Ich hoffe, dass sich möglichst viele von ihnen dann auch bei uns bewerben – wir brauchen Fluglotsinnen!“, sagt Austro Control-Geschäftsführerin Valerie Hackl.

Gesucht werden Maturantinnen, die über ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen verfügen, teamfähig sind und sich auch Herausforderungen in der Ausbildung stellen wollen. Voraussetzungen für die Aufnahme sind das Bestehen eines mehrstufigen Selektionsverfahrens mit abschließendem Assessment-Center und ein positiver fliegerärztlicher Medical-Check.

Die Ausbildung dauert rund drei Jahre und findet in der Austro Control-Akademie in Wien statt. Bereits während der Ausbildung wird eine Ausbildungsentschädigung bezahlt. Das Einstiegsgehalt einer fertigen Fluglotsin beläuft sich auf rund 5.000 Euro. Pro Jahr nimmt Austro Control 40 Trainees auf, Bewerbungen sind jederzeit möglich.

Marathon in Hamburg: Behinderungen zum Flughafen

Hamburg Airport empfiehlt Passagieren, Abholern und Besuchern, den Flughafen von Norden oder von Osten anzufahren und den ausgeschilderten Umleitungen im Stadtgebiet zu folgen.

Am Sonntag, den 28. April 2019, findet der Haspa Marathon zum 34. Mal in Hamburg statt. Seine Laufstrecke führt auch diesmal durch flughafennahe Stadtteile. Insbesondere in der Zeit von ca. 08:00 Uhr bis in den Nachmittag sind einige wichtige Zufahrtstraßen in der Innenstadt, St. Pauli, Altona und den Stadtteilen um die Außenalster für den Straßenverkehr gesperrt.

S-Bahn fährt planmäßig

Die Flughafen-S-Bahnlinie S1 verkehrt planmäßig im 10-Minuten-Takt. Alle U-Bahnlinien werden während des Marathons verstärkt. Am Sonntag, 28. April 2019, ca. 8 Uhr bis voraussichtlich 15:00 Uhr wird die Linie 392 von Teufelsbrück kommend bis zur Haltestelle S Hamburg Airport verkürzt. Der Streckenabschnitt zwischen Hamburg Airport und U/S Ohlsdorf kann nicht bedient werden. Zusätzlich fährt die Linie 392 zwischen Eppendorfer Marktplatz und Heselstücken eine Umleitung. Die Haltestellen Schubakstraße, U Lattenkamp, Bebelallee, Inselstraße, Alsterdorfer Damm können nicht bedient werden.

Abfliegende Passagiere sollten bei der Fahrt zum Flughafen auf Rundfunkdurchsagen achten und zur Sicherheit gegebenenfalls einen Zeitzuschlag einkalkulieren. Die Nummer des Bürgertelefons, das von der Hamburger Polizei am Samstag (10:00 bis 18:00 Uhr) und Sonntag (07:30 bis 16:00 Uhr) eingerichtet wird, lautet: 040-428656565.

Recaro erlebt Wachstum um mehr als ein Fünftel

Der Marktführer für Economy-Class-Sitze Recaro setzt mit diesem Ergebnis sein bereits mehr als 15 Jahre anhaltendes zweistelliges Wachstum fort. Im gleichen Zeitraum wuchs der globale Markt für Flugzeugsitze nur um etwa fünf Prozent.

So steigerte der Flugzeugsitzhersteller Recaro seinen Umsatz 2018 um 22 Prozent auf fast 600 Mio. Euro. Die phänomenalen Ergebnisse des Unternehmens ermöglichen höhere Investitionen in weiteres Wachstum und in das Ziel, auch in der Business Class zum Marktführer aufzusteigen.

Reinvestition, Business Class, Spitze behaupten

Dr. Mark Hiller, Geschäftsführender Gesellschafter von Recaro Aircraft Seating zu den jüngsten Finanzergebnissen des Unternehmens: „2018 war für Recaro ein überaus erfolgreiches Jahr. In den letzten fünfzehn Jahren sind wir jährlich um etwa zehn Prozent gewachsen, doppelt so schnell wie der Markt. Im vergangenen Jahr haben wir die Branche sogar um das Vierfache übertroffen und sind um 22 Prozent gewachsen. Ich freue mich sehr darüber, dass wir alle unsere früheren Umsatzrekorde gebrochen haben.“

Etwa zehn Prozent des Umsatzes werden in das Unternehmen reinvestiert. Zum einen um die Expansion in Deutschland und der ganzen Welt voranzutreiben. Zum anderen um weitere Investitionen in Forschung und Entwicklung zu tätigen. Gesetztes Ziel für Recaro ist es, Markführer im Economy-Segment zu bleiben. Langfristig plant das Unternehmen aus Schwäbisch Hall, die Marktführerschaft im Business-Class-Segment zu übernehmen.

Recaro hat zudem das ehrgeizige Expansionsprojekt space2grow ins Leben gerufen – auch um die Branchenpräsenz zu erhöhen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen der Hauptstandort in Schwäbisch Hall sowie die weiteren Standorte weltweit ausgebaut werden. So war die Eröffnung im November 2018 von cut2dress in Polen, für die maßgeschneiderte Produktion von Sitzbezügen, eine der ersten Maßnahmen des space2grow-Projekts. Die ersten hier produzierten Sitzbezüge werden bereits in Flugzeugen eingesetzt.

Der finanzielle Erfolg ermöglicht es auch, in die Mitarbeiter und in die Schaffung neuer Arbeitsplätze zu investieren – gemäß dem Anspruch „Arbeitgeber erster Wahl“ zu sein. Recaro Aircraft Seating stellte 2018 weltweit 430 neue Mitarbeiter ein und beschäftigt nun insgesamt 2.600 Menschen. Im Jahr 2019 plant das Unternehmen, die Zahl der Mitarbeiter weltweit auf 3.000 zu erhöhen. Allein in Deutschland wird der Flugzeugsitz-Lieferant mehr als 100 weitere Mitarbeiter einstellen.

Komfort das Key Feature der Airlines

Recaro verfolgt nachdrücklich seine Vision „driving comfort in the sky“. Durch Fokussierung auf Produktinnovationen sowohl für Passagiere als auch für Fluggesellschaften ist das Ziel, Komfort entlang der gesamten Customer Journey ständig unter Beweis zu stellen und immer wieder neu zu definieren. Der jüngste Gewinn eines Crystal Cabin Awards für „Sleeping Comfort in the Sky“, ein holistischer Ansatz für die Economy-Class-Langstrecke, unterstreicht die erfolgreiche Umsetzung dieser Vision.Im Bild: Flugzeugsitz CL6710 von Recaro.

IOCC – Das Gehirn der Eurowings-Flugsteuerung

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Ob in der Luft oder am Boden, Tag und Nacht – das Team im IOCC hat sämtliche Eurowings Flugzeuge fest im Blick.

Sie haben alles auf dem Schirm. Monitore dominieren das Großraum-Büro, an den meisten der rund 50 Arbeitsplätze ein halbes Dutzend. An manchen sind es sogar noch mehr. Sie alle sind notwendig, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu jeder Zeit die aktuelle Lage übersehen können. Eine ständige Herausforderung – denn es gilt, auf kleinste, unvorhersehbare Abweichungen im Betrieb sofort zu reagieren.

Flug- und Personalsteuerung

Jeden Tag werden rund 3.000 Flugpläne erstellt, die den Piloten per Tablet mit auf die Reise gegeben werden. Dazu gehört die Festlegung der Routen, Berechnung des Treibstoffs, Berücksichtigung aktueller Infos und vieles mehr. Täglich gibt es rund 700 Eurowings Flüge. Das IOCC wacht über alles, damit die rund 40 Millionen Passagiere im Jahr pünktlich an ihr Ziel kommen.

Die Aufgaben in der Steuerungszentrale sind genau verteilt. „Zum Beispiel sorgt das Operation Control Center, kurz OCC, dafür, dass jedes Flugzeug zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist“, erklärt IOCC-Leiter Jörn Messner. „Ebenso muss natürlich koordiniert werden, dass zu jedem Flieger auch die Piloten und das Kabinenpersonal vorhanden sind. Dafür ist die Crew Control, CC, zuständig. Aber das ist noch nicht alles: Wir haben auch ein PCC. Das ist unser Passenger Control Center. Es ist unter anderem Schnittstelle zu den Stationen, Fremdairlines, Veranstaltern, Call Centern und Passenger-/Ground Services im Tagesgeschäft und bietet Stationssupport in allen passagierrelevanten Themen.“

OCC, CC, PCC – sie alle sind unter dem Dach des IOCC in Köln vereint. Enge Zusammenarbeit gibt es zudem mit den Kollegen des Maintenance Control Centers MCC, die sich um Technik und Wartung der Flugzeuge kümmern. Vieles ist im Voraus planbar – die Zahl der Flugzeuge, die Flugziele, Termine wie Ferienanfänge und so manches mehr. Über 500 Piloten sind dazu täglich im Einsatz oder in Bereitschaft, um die 185 Flugzeuge der Eurowings-Flotte zu ihren Zielen zu steuern. Etliches aber liegt nicht in der Macht des IOCC-Teams. Die Experten sprechen von den „Irregs“, den unvorhersehbaren Unregelmäßigkeiten. „Zum Beispiel kann es vorkommen, dass eine Schlechtwetterfront uns zwingt unseren Plan anzupassen“, gibt Jörn Messner zu bedenken.

2018: Nicht immer zufriedene Passagiere

Doch nicht nur das Wetter zählt zu den Unwägbarkeiten. Der IOCC-Chef zeigt auf ein Radarbild, das den Luftraum über Europa darstellt. „Wir sind nicht allein“, sagt er. „Allein im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres wurden im deutschen Luftraum mehr als fünf Millionen Flüge gezählt – weit mehr als je zuvor. Immer häufiger kommt es dadurch zu Engpässen, ja gewissermaßen zu Staus am Himmel. Auch die sorgen dafür, dass wir unser Qualitätsversprechen in puncto Pünktlichkeit nicht immer einhalten können.“ Hier gab es im letzten Jahr einigen Frust bei Passagieren.

Vor allem die Wochenenden haben es in sich, wenn bei schönem Wetter offenbar alle gleichzeitig ans Mittelmeer reisen möchten. „Aber egal, warum – wenn das System einmal aus dem Takt kommt, ist es unser Ziel, den Plan so schnell wie möglich wieder ins Gleichgewicht zu bekommen“, so Jörn Messner.

United Airlines zeigt Flugzeug im neuen Design

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United Airlines hat jetzt das erste Flugzeug in ihren Farben eines neuen Desings gezeigt. Die Bemalung soll der künftigen Flotte ein frischeres Aussehen geben.

Die Fluggesellschaft entwickelt im 94. Jahr ihres Bestehens mit dem neuen Anstrich zunächst auf der Boeing 737-800 ihr Branding weiter. Wie das Flugerlebnis sich weiterentwickelt, so soll auch das Denken der Kunden über die Airline ständig verbessert werden. Dies soll das neue Aussehen vermitteln. So wurde vor drei Jahrzehnten Gold zum Desigen hinzugefügt. Dieses wird nun wieder reduziert.

Dreamliner als Vorreiter

Markant treten dabei die drei Blautöne hervor: Rhapsody Blue, United Blue und Sky Blue. Das Logo von United erstrahlt in Himmelblau, der Globus drückt die weltweite Verbundenheit der 355 Ziele der Fluggesellschaft aus. Das United Blue ziert die Triebwerke und die Flügelspitzen. Inspiration nun für die gesamte Flotte gab insbesondere das Feedback von Passagieren und Angestellten zum United Dreamliner.

Zunächst wird die gezeigte Boeing 737-800 mit der neuen Bemalung unterwegs sein. Über das Jahr folgen dann querbeet weitere Flugzeuge mit Standardrumpf sowie Regionalflugzeuge und Langstreckenjets. Die Fluggesesllschaft selbst betreibt eine Hauptflotte von 779 Flugzeugen. Durchschnittlich wird ein Flugzeug bei United Airlines alle sieben Jahre neu bemalt.

Neuer Wettersatellit verlässt Deutschland

Die OHB System AG hat das erste Flugmodell für das Wettersatellitenprogramm MTG (Meteosat Third Generation) nach Frankreich zu Thales Alenia Space geschickt. MTG soll künftig die Wettervorhersagen für Europa noch genauer machen.

MTG wird in Frankreich nun fertiggestellt. Der Schwertransport mit dem Wettersatelliten verließ am späten Abend des 23. April 2019 das OHB-Werksgelände in Bremen. „Der Begriff MTG bezieht sich auf die dritte Generation der europäischen Wettersatelliten, die im geostationären Orbit fliegen und von dort die Daten aufnehmen und an den Boden senden, um daraus die Wettervorhersagen zu generieren, die wir aus Zeitung und Fernsehen kennen“, sagt Rüdiger Schönfeld, Direktor MTG bei OHB.

Wetterkompetenz Europas stärken

EUMETSAT (European Meteorological Satellite Organisation) ist die europäische Agentur, die MTG auch betreiben wird. Sie zielt mit dem Programm darauf ab, Europas führende Fähigkeiten im Bereich der Wettervorhersagen zu erhalten und weiter auszubauen. Die Entwicklung der Systeme wird von der Europäischen Weltraumagentur ESA geführt. Das industrielle Konsortium zur Entwicklung des MTG-Programms wird von Thales Alenia Space und der OHB System AG als Partner geführt. Die OHB System AG ist dabei für die Entwicklung aller sechs Satellitenplattformen verantwortlich und führt die Entwicklung der gesamten Sounder-Satelliten.

Vier der MTG-Satelliten werden als „Imager“ bezeichnet und werden Aufnahmen liefern, die eine verbesserte Bildauflösung bieten. Die beiden anderen Satelliten werden „Sounder“ genannt. Sie tragen neuartige hochauflösende Spektrometer, mit deren Hilfe die dreidimensionale Bewegung von Wasserdampf und anderen Gasen in der Atmosphäre verfolgt werden. „Dadurch sollen noch genauere und langfristigere Wettervorhersagen ermöglicht werden“, sagt Schönfeld. „Für OHB ist das ein großer Schritt in der Weiterentwicklung unserer Kompetenzen. Es ist der erste große Auftrag für die Entwicklung von optischen Satelliten im geostationären Orbit für den Wetterbereich. Nach zwei Jahren Arbeit haben wir nun das erste Flugmodell fertig und sind sehr stolz darauf, dass es jetzt ausgeliefert wurde.“

Teleskop für MTG aus Oberpfaffenhofen

Neben den Aktivitäten auf Systemebene arbeitet OHB am Standort Oberpfaffenhofen an den Instrumenten für MTG. OHB steuert die gesamte Entwicklung des Infrared Sounder, ein Spektrometer, welches das Hauptinstrument der zwei Sounder-Satelliten ist. Außerdem entwickelt OHB das Teleskop des Flexible Combined Imager (FCI), welcher das Hauptinstrument der vier Imager-Satelliten ist. „Die Lieferung der FCI Telescope Assembly an Thales Alenia Space ist für Ende Juli 2019 geplant“, sagt Dr. Christoph Bartscher, Projektleiter und MTG Instrument Program Manager in Oberpfaffenhofen. Die insgesamt sechs MTG-Satelliten sollen ab 2021 schrittweise in den Weltraum gestartet werden.

F-16: Fertigung jetzt in Greenville

Die F-16 wird jetzt auch neu in Greenville, South Caroline, gebaut. Hersteller Lockheed Martin hat eine neue Fertigungsstraße für den Kampfjet eingeweiht.

Ausrüstung für die F-16 war zuvor aus Fort Worth in Texas angeschafft und in einem neu eingerichteten Hangar installiert worden. Die Produktion der neuen Charge an F-16 Block 70 Flugzeugen soll noch dieses Jahr begonnen werden. Laut Michele Evans, Executive Vice President von Lockheed Martin Aeronautics, habe die F-16 noch eine strahlende Zukunft vor sich. Der Standort in Greenville dient aber nicht nur dem Bau des Kampfjets der vierten Generation, dort sollen F-16 auch Upgrades erhalten.

F-16 neu und als Upgrade aus Greenville

Der Bedarf für neue F-16 und deren Upgrageds F-16V, steigt. Bahrain ist der erste Kunde für das Muster F-16 Block 70, Slowakei unterschrieb ein Letter of Agreement im Dezember für 14 Flugzeuge der F-16 Block 70, und mit Bulgarien verhandelt die US-Regierung gerade. Für 25 fabrikneue Flugzeuge der F-16 Block 72 und F-16V Upgrades erhielt Morokko nun die Zustimmung der US-Regierung. Insgesamt wurden 4.588 F-16 des Jets gebaut, von denen ca. 3.000 flugtüchtige F-16 bei 25 Ländern in Betrieb sind. Die Grafik zeigt eine Lockheed Martin F-16 Block 70.

Lufthansa: A320 mit Sonderbemalung zur EU-Wahl

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Mit der Initiative setzt sich Lufthansa aktiv für eine hohe Wahlbeteiligung bei der Europawahl ein.

Vier Wochen vor der Wahl des Europäischen Parlaments setzt Lufthansa ein Statement: Ab trägt ein Airbus A320 auf dem Rumpf des Flugzeugs anstelle des gewohnten Lufthansa Schriftzuges einen Aufruf zur Europawahl: „SayYesToEurope“.

Idee stärken, Haltung zeigen

„Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden mit ihrer Wahl im Mai über die Zukunft Europas. Mehr denn je geht es darum, Haltung zu zeigen, Verantwortung zu übernehmen und die europäische Idee eines geeinten und freien Kontinents zu stärken. Als durch und durch europäisches Unternehmen mit Wurzeln in mehreren Ländern im Herzen Europas verbinden unsere Airlines wie Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Eurowings, Brussels Airlines, Air Dolomiti die Länder des Kontinents miteinander und Europa mit der Welt. Deshalb liegt uns Europa besonders am Herzen“, sagt Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender und CEO der Deutschen Lufthansa AG.

Die Flugzeuge der Lufthansa Group Airlines starten und landen mit 3.000 innereuropäischen Flugverbindungen pro Tag nahezu in jedem Land Europas. Zusätzlich zu der „SayYesToEurope“-Sonderlackierung des Lufthansa Airbus 320 mit der Registrierung D-AIZG wird auch die Standardlackierung aller Lufthansa Flugzeuge künftig geändert. Ergänzend zu der deutschen Flagge, die auf dem hinteren Teil des Flugzeugrumpfs neben der Registrierung des Flugzeugs lackiert ist, wird künftig auch die europäische Flagge zu sehen sein.

Europa wählt zu wenig EU

„‚SayYesToTheWorld‘ ist unsere weltweite Markenkampagne – ‚SayYesToEurope‘ unsere Initiative, mit der wir an alle Europäer appellieren: Sagen Sie JA zu Europa, nehmen Sie an der Europawahl teil. Unser Europa braucht Ihre Stimme“, so Carsten Spohr. Das Flugzeug mit dem Sondermotiv ist zudem Teil einer übergreifenden Initiative, die auch von Lufthansa unterstützt wird: Seit Jahren nimmt mehr als die Hälfte der Deutschen ihr Wahlrecht bei den Wahlen zum Europäischen Parlament nicht wahr. Deshalb haben sich unter dem Motto „SayYesToEurope“ neben Lufthansa auch weitere Unternehmen, Agenturen und Personen des öffentlichen Lebens zusammengeschlossen, um Menschen wieder zum Wählen zu motivieren.

Jean-Mark Nasr Executive Vice-President bei Airbus DS

Jean-Mark Nasr wird seine neue Position am 01. Juni 2019 antreten. Er löst Nicolas Chamussy, 51, ab, dessen nächster Aufgabenbereich noch nicht feststeht.

Airbus SE hat Jean-Mark Nasr zum Executive Vice-President Space Systems in der Division Airbus Defence and Space ernannt. In seiner neuen Funktion wird Nasr Mitglied des Executive Committee von Airbus Defence and Space und berichtet an Dirk Hoke, CEO von Airbus Defence and Space.

In-house Manager für Wettbewerb

„Für Space Systems ist dies eine Zeit des Wandels, in der wir unsere industrielle Aufstellung an die Herausforderungen eines hart umkämpften Marktes anpassen. Jean-Marc Nasr zählt zu den erfahrensten Führungskräften unserer Division und bringt aus seiner langjährigen Erfahrung bei Airbus ein enormes industrielles Know-how mit. Ich bin überzeugt, dass er der richtige Mann ist, um unsere Programmlinie zu neuen Erfolgen zu führen“, sagte Dirk Hoke, CEO von Airbus Defence and Space.

„Ich möchte Nicholas Chamussy für seine Arbeit an der Spitze von Space Systems danken. Seinen unermüdlichen Anstrengungen ist es zu verdanken, dass seit 2016 das Fundament zur Sicherung der Führungsposition von Space Systems im internationalen Vergleich gelegt und die Flexibilisierung unserer industriellen Prozesse vorangetrieben wurde. Ich freue mich, dass wir auch in Zukunft von seiner Erfahrung profitieren werden.“

Jean-Marc Nasr, 57, ist bei Airbus und Airbus Defence and Space aktuell als Leiter der Region Asia-Pacific tätig. Johan Pelissier, 41, derzeit Leiter von South East Asia von Airbus Defence and Space, löst Jean-Marc Nasr in seiner bisherigen Position ab und wird ab dem 01. Juni 2019 Leiter der Region Asia-Pacific von Airbus Defence and Space.

Reisespitze um Ostern am Hamburg Airport

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Mehr als 370.000 Fluggäste nutzten den Hamburger Flughafen, um in der Karwoche und an den Osterfeiertagen in den Urlaub zu fliegen oder Freunde und Verwandte zu besuchen. Damit liegt die Zahl der Fluggäste erneut auf dem hohen Niveau der Vorjahre.

Eine positive Bilanz für den Hamburg Airport. Neben der Osterreisewelle führten auch die Schulferien in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen, die heute beendet sind, zu diesem starken Passagieraufkommen. An Spitzentagen wie Gründonnerstag verzeichnete der Hamburger Flughafen mehr als 52.000 Reisende. „Die Osterferien zählen inzwischen zu den Hauptreisezeiten am Hamburger Flughafen“, sagt Katja Bromm, Sprecherin am Hamburg Airport.

Urlaubshotspots im Süden Europas

„Besonders viele Norddeutsche nutzen die Brücken- und Feiertage für einen Kurztrip oder den Familienbesuch.“ Und natürlich möchten viele Norddeutsche schon im Frühjahr Sonne tanken. Sie zieht es vor allem nach Spanien und Portugal. Allein am Ostersonnabend starteten ab Hamburg 26 Flüge in diese südlichen Regionen. Aber auch die Türkei und Griechenland zählen zu den besonders beliebten Urlaubszielen.

Emirates: Malé Ziel der Mercedes-Benz First Class

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Emirates will ihren neuesten Flottenzugang einer Boeing 777-300 ER auf der Strecke nach Malé einsetzen. An Bord befindet sich ein besonders komfortables Abteil.

Die Boeing 777-300 ER ist mit der von Emirates als ‘Game Changer’ bezeichneten First Class ausgestattet und wird die Route von Dubai nach Malé ab 01. Juni bedienen. Diese erste Klasse wurde dabei von den Designspezialisten aus dem Hause Mercedes-Benz inspiriert.

Premiumangebot für Malediven-Urlauber

Die Hauptstadt der Malediven wird das erste reguläre Ziel für das neue Flugzeuge mit dieser Kabine in Südasien. Das Inselarchipel wird unter der Flugnummer Emirates EK658 und EK659 angesteuert. Als Passagier der First Class wird man dabei vollkommen von der Suite umschlossen sein. Die Triple-Seven fliegt eine von drei täglichen Flügen nach Malé, eine vierte Verbindung soll im Winterflugplan dazukommen. Die Emirates Boeing 777 startet auf EK658 um 04:20 Uhr in Dubai und erreicht Malé um 09:30 Uhr. Der Rückflug EK659 ist ab Malé um 11:00 Uhr angesetzt, mit Landung in Dubai um 14:00 Uhr.

Premiumurlauber und Flitterwochenreisende sorgen für einen wachsenden Bedarf auf die Malediven. In den Klassen bei Emirates First Class Business und Economy Class lässt sich das ice inflight entertainment durchweg nutzen. In den ‘Game-Changing’ Boeing 777 Privatsuiten hat man laut der Fluggesellschaft 40 Quadratfuß (ca. 3,5 Quadratmeter) Platz für sich alleine. Die Suiten sind in einer 1-1-1 Anordnung in der Kabine untergebracht. In der Boeing verbaut Emirates insgesamt sechs solcher Suiten. Momentan ist diese Boeing 777-300 ER noch nach Brüssel, Genf, Wien, Tokio, Riad und London unterwegs. Ab Juni kommt auch Kuwait hinzu.

Tag gegen Lärm: Flughäfen gegen Fluglärm

Komfortable Flugreisen und seine Ruhe zuhause genießen – das sind keine spannungsfreien Bedürfnisse des modernen Menschen.

Ziel der Flughäfen im Branchenverband ADV ist es, eine aus­ge­wo­gene Balance beim Spagat zwi­schen Anwohner- und Umwelt­in­ter­es­sen einerseits sowie den Erforder­nis­sen der Wirt­schaft und den Mobilitäts­bedürf­nissen andererseits zu fin­den. „Es gilt, die Anfor­de­run­gen von Umwelt und Mensch in Ein­klang zu brin­gen und akzep­ta­ble Lösun­gen zu fin­den. Dies kann nur in einem engen Dia­log aller Betei­lig­ten gelin­gen. Dafür arbei­ten ins­be­son­dere die Nach­bar­schafts­be­auf­trag­ten der Flug­­häfen Tag für Tag“, bekräf­tigt Ralph Bei­sel, ADV-Hauptgeschäftsführer.

Flughäfen gegen Fluglärm

Aus Anlass des mor­gi­gen 22. inter­na­tio­na­len Tages gegen Lärm erklärt ADV-Haupt­geschäfts­führer Ralph Bei­sel: Dank der zahl­rei­chen Maßnahmen für den Lärm­schutz, der techno­lo­gischen Ent­wick­lung und dem Ein­satz von lei­se­ren Flug­zeu­gen hat es die Luft­fahrt in Deutschland geschafft, den Lärm zu ver­rin­gern. Einen wesent­li­chen Bei­trag hierzu leis­ten laut Umweltbundesamt von 2018 die Vor­­­ga­­ben des Fluglärmschutz­gesetztes aus dem Jahr 2007. „Gänz­lich ver­mei­den lässt Flug­lärm sich nicht. Doch die Flug­hä­fen schöp­fen alle Mög­lich­kei­ten aus, um ihn so gering wie mög­lich zu hal­ten. Gleich­zei­tig bedient der Luft­ver­kehr das Bedürf­nis der Bevöl­ke­rung nach Mo­bi­lität und Wohl­stand, er bringt die Men­schen welt­weit zusam­men und ist für eine Export­nation wirt­schaft­lich essen­zi­ell. Auch diese Aspekte gehö­ren zum Luft­ver­kehr“, erläutert Bei­sel.

Flug­lärm sei dabei ein beson­de­res Phä­no­men: Obwohl weni­ger Bür­ger davon betrof­fen sind, als von ande­ren For­men des Ver­kehrs­lärms seien die Pro­teste dage­gen lau­ter als gegen Straßen- und Schie­nen­lärm, von denen 19 Mal mehr Men­schen mit ver­gleich­ba­ren Pegeln belegt (PDF) sind. Für die Flug­ha­fen­be­trei­ber gilt es, alle Anstren­gun­gen zu unter­neh­men, um durch wirkungs­volle Maß­nah­men des pas­si­ven Schall­schut­zes zur Lärm­ent­las­tung bei­zu­tra­gen. Noch bes­ser, weil wirk­sa­mer, sind Maß­nah­men des akti­ven Schall­schut­zes. Dabei geht es um die Lärmver­mei­dung an der Quelle. „Gemein­sam mit der Deut­schen Flug­si­che­rung und den Air­lines arbei­ten die Flug­hä­fen an der wei­te­ren Opti­mie­rung der An- und Abflug­ver­fah­ren. Dar­über hin­aus wür­den an allen Stand­or­ten die Ent­gelt­mo­delle, den Air­lines wirk­same Anreize für den Ein­satz von lärm­ar­men und noch umwelt­freund­li­che­ren Flug­zeu­gen geben“, so Ralph Bei­sel abschlie­ßend.

Airbus kürt Finalisten für Fly Your Ideas 2019

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Die Teams für die Endrunde wurden nach einer dreimonatigen Entwicklungsphase ausgewählt, in der sie ihre Ideen mit Unterstützung von Airbus-Mentoren weiter ausarbeiteten.

Fly Your Ideas ruft Studierende in aller Welt dazu auf, innovative Ideen für die Zukunft der Luft- und Raumfahrt zu entwickeln. Der 2008 von Airbus ins Leben gerufene internationale Wettbewerb wird seit 2012 gemeinsam mit der UNESCO organisiert. Dieses Mal gab es 270 Eingereichte Ideen. Die fünf Länder mit den meisten Teams sind Indien mit 43 Teams, China und Hongkong mit 17 Teams, Frankreich mit 16 Teams, Iran mit 15 Teams und Großbritannien mit 15 Teams.

Airbus-Experten haben für die Endrunde 2019 des internationalen Wettbewerbs Fly Your Ideas sieben Teams ausgewählt. Studierende aus aller Welt waren dazu aufgerufen, innovative Ideen in den folgenden Schlüsselbereichen der Branche zu entwickeln: Elektrifizierung, Datendienste, Cybersicherheit, Internet der Dinge, Künstliche Intelligenz und Mixed Reality.

Ideen für die Luftfahrt finden

Mit dem Wettbewerb bietet Airbus Studierenden die Möglichkeit, außergewöhnliche oder bahnbrechende Ideen für die Luft- und Raumfahrtbranche von morgen zu entwickeln. Die ausgewählten Konzepte decken eine breite Palette von Zukunftsthemen ab. Beispiele dafür sind ein intelligenter Rollstuhl (‘Smart Wheelchair’) für Flugreisen oder das so genannte Solarwindrad (‘Solar Windmill’).

Die Mitglieder der Endrundenteams vertreten elf Länder (Argentinien, Deutschland, Griechenland, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Moldawien, Niederlande, Norwegen) von acht verschiedenen Universitäten und wurden aus mehr als 270 Vorschlägen weltweit ausgewählt. Die Teilnehmer kommen aus unterschiedlichen Fachrichtungen und studieren Fächer wie Ingenieurwesen, Informationstechnik, Naturwissenschaften oder Finanzwesen.

Vortrag vor internationalen Experten

Im Juni werden die Teams nach Toulouse (Frankreich) reisen, um ihre Ideen in den Innovations- und F&E-Einrichtungen von Airbus mit modernster Ausrüstung unter Anleitung von Airbus weiter auszuarbeiten, prototypisch umzusetzen und zu visualisieren. Am 27. Juni werden die Studierenden ihre Projekte vor Airbus-Experten und Persönlichkeiten aus der Welt der Luftfahrt und Wissenschaft präsentieren. Parallel dazu werden ihre Präsentationen per Livestream an ein weltweites Publikum übertragen.

Die Studierenden treten gegeneinander an, um sich den Hauptpreis von 45.000 Euro zu teilen und ihre Ideen in der Luft- und Raumfahrtbranche weiterzuentwickeln. Einen besonderen Anreiz zur Teilnahme am diesjährigen Wettbewerb schaffen die digitalen Themen und die Aussicht, die Welt mit den eigenen Ideen zu verändern.

Sieben Teams in der Endrunde

Integrierte Informationsdienste von Airbus für die Fischerei / Airbus Integrated Fisheries Information Services (Aufgabenfeld Datendienste): AirFish ist ein System zur Meeresüberwachung mithilfe von Satellitenbildern und Videobilderfassung. Es kann Regierungen dabei helfen, die illegale Fischerei zu bekämpfen, den Beifang gefährdeter Arten zu reduzieren und die Schäden im Meereslebensraum insgesamt zu verringern.

Ziel dieses Projekts ist es, die Effizienz der Fischzucht zu verbessern, die Nahrungsmittelproduktion bezahlbarer zu machen und zugleich die Fischerei in offenen Gewässern und die damit verbundenen Umweltauswirkungen zu reduzieren. Team AirFish, Universität Cambridge, Großbritannien.

Automatisierte intelligente Echtzeit-Qualitätsprüfung durch Mensch-Roboter-Kooperation / Automated Intelligent Real-Time Quality Inspection Exploiting Human-Robot-Collaboration (Aufgabenfeld Künstliche Intelligenz): AIQinspect unterstützt den Werker bei der Nietkontrolle durch Künstliche Intelligenz. Die Qualität wird anhand von Bildern und physikalischen Parametern beim Nieten in Echtzeit vorhergesagt. Die daraus resultierenden Informationen werden dem Bediener per Augmented Reality mitgeteilt. Team AIQinspect, Universität des Saarlandes, Deutschland.

Batterielose Funkschalter für Flugzeuge / Batteryless Wireless Switches for Airplanes (Aufgabenfeld Internet der Dinge): Einsatz von Funksystemen in Flugzeugen statt herkömmlicher kabelgebundener Systeme. Diese Idee beseitigt das Haupthindernis für das Internet der Dinge in Flugzeugen durch den Wegfall des Batterieeinbaus – einer aktuellen Herausforderung hinsichtlich Sicherheit und Vorschriften. Außerdem spart sie Treibstoff und Gewicht und vereinfacht zugleich den Nachrüst- und Wartungsbedarf von Flugzeugen. Team „Zero“ Heroes, Technische Universität Delft, Niederlande

Integriertes Motorkühlsystem / Motor Intra-body Cooling System – MICS (Aufgabenfeld Elektrifizierung): Bei dieser Idee wird die traditionelle Methode zur Kühlung von Elektromotoren durch einen Wassermantel oder Tauchkühler mit einem Kühlsystem ersetzt, das direkt im Motorgehäuse integriert ist. Dieses Projekt bietet das Potenzial, massenwirksame Motoren für künftige Kleinflugzeuge im innerstädtischen Luftverkehr und hybridelektrische Flugzeuge bereitzustellen. Team Osprey, Universität Strathclyde, Großbritannien.

Solarwindrad / The Solar Windmill (Aufgabenfeld Elektrifizierung): Eine neuartige Methode zur Stromerzeugung für Raumfahrzeuge mittels eingefangener hochenergetischer Teilchen. Mithilfe zweier konzentrischer Aluminiumkugeln kann der energetische Elektronenfluss aus dem Sonnenwind, der in planetarischen Magnetfeldern eingeschlossen ist, gesammelt und zur Stromerzeugung genutzt werden. Dieser innovative Ansatz zielt auf die Speicherung und Generierung von Energie im Weltraum ab, wo die Stromdichte aus Sonnenlicht gering ist. Team Seren, Universität Cambridge, Großbritannien.

Intelligenter Rollstuhl für Flugreisen Swan – Smart Wheelchair for Air travel Needs (Aufgabenfeld Internet der Dinge): Dieser innovative Rollstuhl hat zum Ziel, das Reiseerlebnis von Passagieren mit eingeschränkter Mobilität durch IoT-Technologie zu revolutionieren. Flugzeugsitze werden so umgerüstet, dass sie in der Kabine abkoppelbar sind und sich zu intelligenten Elektrorollstühlen konvertieren lassen, die Passagiere vom Einchecken bis zur Ankunft am Reiseziel nutzen können. Die Rollstühle sind über eine spezielle App per Smartphone vollständig steuerbar. Team Move-ez, Technische Universität Mailand, Italien.

Auf Erdbeobachtungsdaten basierende Anwendung für die Viehwirtschaft V.A.C.A. – Earth-obserVation-data based Application for stoCkbreeding Administration (Aufgabenfeld Datendienste): VACA ist ein integrierter Dienst für Viehzüchter, der auf Erdbeobachtungs-, Wetter- und IoT-Daten für die Landwirtschaft basiert. Ziel von VACA ist es, Viehzüchter mit relevanten Informationen über die Qualität und Quantität von Weideflächen, die Anzahl der Tiere in Paddocks sowie über den körperlichen Zustand der Tiere zu versorgen. Team V.A.C.A, Nationale Universität La Plata, Argentinien.

Seit 2008 haben mehr als 22.000 Studierende aus über 700 Universitäten und 100 Ländern an diesem Wettbewerb teilgenommen. Über 500 Airbus-Mitarbeiter haben sich bereits als Mentoren engagiert und ihr Fachwissen zum Wettbewerb beigesteuert.

Paraguay sucht Flugzeuge bei Diamond

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Paraguay hat eine Delegation zum österreichischen Hersteller entsandt und begutachtet nicht nur das Auklärungsflugzeug vor Ort.

Die Diamond DA62 MPP soll ein Baustein im Informationsnetzwerk werden, das das Land aufbauen will. Das Multimissionsflugzeug DA62 MPP kann Sensoren opto-elektronische und elektromagnetische Frequenzen tragen. Bei jedem Wetter kann das Flugzeug damit Aufklärung betreiben. Paraguay selbst will mit der DA62 MPP auch etwa die Stromtrassen überwachen und auf Beschädigungen untersuchen können. Auch neue Trassen können so gesucht und damit das Netz ausgebaut werden. Der Flugzeugbauer Diamond rüstet aber auch die kleinere DA42 zum Aufklärer aus. Die gezeigte DA62 verfügt zusätzlich moch über ein Mehrkanal-Kalibrierungssystem.

Trainer gesucht: DART-550

Bei der Delegation aus Paraguay in der Wiener Neustadt waren aber nicht nur die Aufklärer ein Thema. Auch der oberste Testpilot der Fuerza Aérea Paraguaya, der Luftwaffe Paraguays, war angereist: Capitán PAM Hernán Dioverti zeigte sich sehr beeindruckt vom Schulflugzeug DART-550, das mit moderner Avionik und starkem Antrieb doch sehr geringe Wartungs- und Betriebskosten aufweise.

Lufthansa nimmt großes Schuldscheindarlehen auf

Die Deutsche Lufthansa AG hat den derzeit sehr attraktiven Schuldscheinmarkt genutzt und am 10. April 2019 ein großvolumiges Schuldscheindarlehen platziert.

Der Schuldschein wurde in Laufzeiten von drei und fünf Jahren begeben. Damit hat sich der Konzern langfristige Finanzmittel in Höhe von insgesamt 800 Millionen Euro gesichert. Die Mittel sollen zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung und Refinanzierung fälliger Finanzschulden eingesetzt werden.

Internationale und Genossenschaften

Mit über 120 teilnehmenden Investoren stieß die Transaktion auf eine sehr hohe Nachfrage, sodass das ursprünglich angesetzte Volumen des Schuldscheindarlehens von 300 Millionen Euro auf 800 Millionen Euro erhöht wurde. Die Investorenbasis war sehr breit mit Banken aus dem Sparkassensektor, Genossenschaftsbanken und anderen internationalen Banken. Dies zeigt das große Vertrauen, das die Lufthansa als Kreditnehmer an den internationalen Finanzmärkten genießt.

Lufthansa hat eine Bonitätsbewertung von BBB (stabiler Ausblick) von der Ratingagentur S&P, Baa3 (stabiler Ausblick) von Moody‘s und BBB- (positiver Ausblick) von Scope. Arrangiert wurde die Begebung von der Bayerischen Landesbank und der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale. Die Transaktion wurde ausschließlich über die digitale Emissionsplattform vc trade dargestellt.

Air Mauritius bekommt ersten A330neo

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Die nationale Fluggesellschaft der Republik Mauritius ist der erste A330neo-Betreiber auf der Südhalbkugel und gleichzeitig die erste Airline der Welt, die in ihrer Flotte die A330neo zusammen mit der A350 XWB einsetzt.

Air Mauritius hat die nagelneue A330-900 nun im Rahmen einer Zeremonie in Toulouse, von ALC geleast, übernommen. Die A330neo hat in Erinnerung an die Geschichte des Inselstaats den Namen Aapravasi Ghat erhalten. Das effizienzgesteigerte Flugzeug A330neo mit Airspace-Kabine birgt 28 Business- und 260 Economy-Sitze. Die Fluggesellschaft wird den Großraumjet ab Mauritius auf Langstrecken nach Europa (vor allem London und Genf), Indien und Südostasien sowie im Regionalverkehr nach Johannesburg, Antananarivo und Réunion einsetzen.

Alles Gute im Namen des Flugzeugs

„Ich freue mich sehr, die erste Airbus A330neo willkommen zu heißen“, erklärte Somas Appavou, CEO von Air Mauritius. „Dies ist ein weiterer Meilenstein für unsere Flottenmodernisierung. Wir verstärken unsere Flotte mit zwei A330neo. Dies wird unseren Betrieb flexibler und effizienter machen und unterstützt unsere Netzstrategie. Die A330neo bietet ähnlichen Komfort wie die A350 XWB, für die wir sehr positives Feedback von unseren Kunden erhalten. Mit diesem Flugzeug in unserer Flotte können wir uns noch mehr auf unsere Fluggäste konzentrieren. Kundenorientierung ist der Kern des Geschäftsmodells von Air Mauritius.“

„Zucker, Gewürze und alles Gute! Der Name des Flugzeugs erinnert an die bedeutende historische Rolle der Insel bei der Entwicklung der Zuckerindustrie. In ähnlicher Weise wird die erste A330neo Air Mauritius zu neuer Effizienz und Flexibilität verhelfen, denn zusammen mit der A350 XWB setzt die Airline unsere beiden Großraumjets der neuesten Generation nun gemeinsam ein“, betonte Christian Scherer, Chief Commercial Officer von Airbus.

Airbus-Flotte auf Mauritius

Air Mauritius betreibt derzeit eine Flotte von neun Airbus-Flugzeugen auf ihren Regional- und Langstrecken: zwei A350-900, drei A340-300, zwei A330-200 und zwei A319. Die A330neo-Familie besteht aus den beiden Versionen A330-800 und A330-900 mit einem Kommunalitätsgrad von 99 Prozent. Die A330neo fliegt mit Rolls-Royce Trent-7000-Triebwerken der neuesten Generation. Sie besitzt neue Flügel mit größerer Spannweite und neuen Sharklets an den Spitzen wie bei der A350 XWB. Die A330 hat laut Hersteller als erfolgreichste Widebody-Familie bisher mehr als 1.700 Bestellungen von 120 Kunden für sich verbucht.

Jet Airways pleite – Flugbetrieb eingestellt

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Die Fluggesellschaft aus Indien Jet Airways hat den Flugbetrieb eingestellt. Sie kann über ihre State Bank of India (SBI) keine Wertstellungen mehr begleichen.

Es fanden sich keine kurzfristigen Geldgeber mehr, um die Kosten insbesondere für Kerosin zu bezahlen. Am Mittwoch wurden die letzten Flüge durchgeführt, nun bleiben alle Flugzeuge am Boden. Nötige Services für die Betreuung der Kunden sollen aufrecht erhalten bleiben. Entsprechende Infos an die Passagiere gingen per E-Mail und SMS raus.

Noch nicht das Ende für Jet Airways

25 Jahre ist die indische Airline in Betrieb. Dabei hat die Airline mehrmals Großbestellungen auch der neuen Boeing 737 MAX getätigt. Laut Jet Airways habe man seit Wochen versucht, kurzfristig und langfristig Mittel zu akquirieren – ohne Erfolg. Der Flugbetrieb soll mit einem neuen Eigner weitergehen, und das möglichst bald. Es werde mit den Gläubigern und SBI auf Gebote hingearbeitet und entsprechende Expressions of Interest (EOI) sowie Gebotsschreiben wurden bereits versandt. Das Bieterfenster schließt sich am 10. Mai.

Zuschlag für Bürobau am Münchner LabCampus

Die Ed. Züblin AG hat den Zuschlag als Generalunternehmer für den Bau des ersten Bürogebäudes auf dem Gründerzentrum LabCampus am Flughafen München bekommen. Mit dieser Vergabe, der eine europaweite Ausschreibung vorausging, rückt die Realisierung der ersten Hochbauten am Campus einen entscheidenden Schritt näher.

LabCampus, der großangelegte Innovationsstandort am Flughafen München, wächst aus der Konzeptphase heraus und schreitet mit der Vergabe des ersten Bürokomplexes an den Generalunternehmer Züblin in Richtung Realisierung. Das neue Bürogebäude soll architektonisch den Netzwerkgedanken des künftig eine Fläche von 70 Fußballfeldern umfassenden Innovationscampus widerspiegeln, der in der vergangenen Woche auch bei der ersten LabCampus-Veranstaltung „CONNECT“ im Mittelpunkt stand. Das branchenübergreifende Ideenzentrum am Münchner Flughafen, an dem Firmen, Wissensträger und Forschungseinrichtungen künftig unter modernsten Bedingungen interdisziplinär Ideen verwirklichen werden, gewinnt damit auch gestalterisch an Konturen.

Netzwerkgedanke in der Architektur

Der Netzwerkgedanke, dem sich die LabCampus GmbH unter dem Leitmotiv „CONNECT. CREATE. COLLABORATE.“ verschrieben hat, soll sich auch architektonisch im ersten Gebäude des insgesamt vier Areale umfassenden Gesamtkomplexes widerspiegeln. Mit einer Fläche von 30.000 Quadratmetern entsteht ein viergeschossiges Bürohaus mit einer attraktiven Dachterrassenlandschaft. Dabei ist vorgesehen, die Gesamtkubatur in kleinere Einheiten zu gliedern, die sich bausteinartig an- und übereinandergelegt zu einer facettenreichen Fassade aufbauen. Während der Großteil des Flächenangebots für individuell gestaltbare Büros genutzt wird, dient das Erdgeschoss als Begegnungs- und Kommunikationsareal für die Nutzer des Gebäudes und seine Besucher.

Hier finden sich sowohl Showrooms und Prototyping-Studios als auch Cafés, Restaurants, Geschäfte oder die moderne Bürolobby in einem der glasüberdachten Innenhöfe. Die insgesamt vier, teils öffentlich zugänglichen Innenhöfe sind durch eine aufgelockerte, asymmetrische Wegeführung verbunden, die mit vielen grünen Oasen zum Entspannen und zum gegenseitigen Austausch einladen. Bis Ende 2021 soll dieses erste Bürogebäude im Quartier 1 bezugsfertig sein, danach folgen sukzessive weitere Hochbauten und schließlich die Quartiere 2 bis 4, in denen sich die Arbeitswelt mit einem attraktiven Freizeitangebot in einem inspirierenden, urbanen Ambiente verbinden wird.#

Hochkarätige Institutionen mit am Start

Vergangene Woche fand unter dem Titel „CONNECT“ die Auftaktveranstaltung einer neuen Event-Reihe für künftige Nutzer und Partner des LabCampus statt. Die rund 90 geladenen Gäste, darunter potentielle Kunden, Service- und Innovationspartner wie Siemens PPAL, Lufthansa, Design Offices sowie Vertreter der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg oder vom Fraunhofer Institut, tauschten sich hier mit potentiellen Campus-Nutzern aus Großkonzernen, Mittelstand und jungen Unternehmen aus. In verschiedenen Workshops zu Zukunftsthemen wie Seamless Travel, Building Intelligence, New Workspaces, IoT, Blockchain & Co. konnten erste Weichen für künftige innovationsgetriebene Kooperationen gestellt werden.

Condor mit Airbus im Retro-Look

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Bislang trug die A320 mit der Kennung D-AICA die grau-blauen Farben der frühen 60er Jahre, ab jetzt erinnert der Condor-Airbus mit der Kennung D-AICH an die Anfänge des Ferienflugs.

Ferienflieger Condor schickt auch künftig einen Airbus A320 im Retrodesign auf Reisen. Der Taufname „Hans“ erinnert an den Reiseunternehmer Hans Geisler, der Condor – damals noch „Deutsche Flugdienst GmbH“ – als erstes sein Vertrauen schenkte und im Jahre 1956 als Gründer von Geisler Tours den ersten Charterflug nach Jerusalem und Ägypten anfragte. Condor ist damit die Fluggesellschaft mit der längsten Ferienfliegertradition in ganz Europa.

A320 „Hans“ schon fleißig unterwegs

„Hans“ wurde in Großbritannien im Retrodesign lackiert. Seit Anfang der Woche hebt der Airbus zu den Condor-Zielen rund ums Mittelmeer, auf die Kanarischen Inseln, nach Nordafrika und in die Türkei ab. „Hans“ landete heute Nachmittag aus Teneriffa in Frankfurt und fliegt morgen nach Fuerteventura und wieder zurück.

Die Sonderlackierung der 60er Jahre ist eine von insgesamt dreien: Die Boeing 767-300 mit der Kennung D-ABUM im Design der 70er Jahre schmückt ein gelbes Leitwerk mit Condor-Klammer. Sie wurde in Erinnerung an den langjährigen Mitarbeiter Achim Nietmann 2012 auf den Namen „Achim“ getauft. Schon seit über zehn Jahren ist außerdem die Boeing 757-300 mit der Kennung D-ABON als „Willi“ und fliegende Liebeserklärung mit vielen bunten Herzen auf ihrem Rumpf unterwegs.

Andenken und Motto im Symbol

Als Jubiläumsflieger zum 50. Geburtstag von Condor im Jahre 2006 wurde er als Hommage an den langjährigen Condor-Verkaufschef Wilfried Meyer auf den Namen „Willi“ getauft. Das Herz findet sich in Form des „Sunny Heart“ auf allen Leitwerken der Thomas Cook Group Airline wieder: Seit 2013 fliegen die mittlerweile 105 Flugzeuge der Group Airline unter demselben Symbol, das Leidenschaft der Mitarbeiter für die Gästem Persönlichkeit, Verlässlichkeit und Innovation ausdrücken soll.