Airbus Aliaca - Vertikales unbemanntes Luftfahrtsystem
Airbus Aliaca - Vertikales unbemanntes Luftfahrtsystem (© Airbus Helicopters)
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Airbus Aliaca: Einführung in die Weiterentwicklung des SMDM für die Marine

  • Die Aliaca ist ein revolutionäres System, das die Einsatzmöglichkeiten der Marine erweitert.
  • Dank der Airbus Aliaca wird die Aufklärungskapazität erheblich gesteigert.

Die französische Behörde für Rüstungsbeschaffung, Generaldirektion für Rüstung (DGA), hat einen bedeutenden Schritt bei der Modernisierung ihrer unbemannten Luftfahrzeugsysteme für die Marine gesetzt. Durch die beauftragte neue Version des SMDM, bekannt als „Onboard Mini Aerial Systems for the Navy“, wird nun die vertikale Start- und Landeoption (VTOL) eingeführt. Diese technische Innovation basiert auf der bewährten Aliaca-Plattform von , welche bereits seit 2022 intensiv in der französischen Marine Verwendung findet. Mit einer Bestellung von insgesamt 34 Systemen zeigt die DGA ihr Vertrauen in die Fähigkeiten dieses unbemannten Flugzeugsystems, das unter anderem eine effiziente Erweiterung der Aufklärungskapazitäten darstellt. Die bevorstehenden Auslieferungen des VTOL-fähigen Systems sollen ab Mai 2026 erfolgen, nachdem eine umfassende Qualifikationskampagne abgeschlossen ist.

  • Die neue Airbus Aliaca VTOL-Version ist ein wichtiger Fortschritt in der .
  • Mit der Airbus Aliaca kann die Marine effizienter agieren.
  • Die Integration der Airbus Aliaca in bestehende Systeme ist unkompliziert.

Technische Merkmale und Verbesserungen der Airbus Aliaca VTOL-Version

  • Die Einsatzmöglichkeiten der Airbus Aliaca werden kontinuierlich erweitert.
  • Mit der Airbus Aliaca kann die Marine neue Standards setzen.
  • Die Airbus Aliaca stellt eine entscheidende Innovation für maritime Operationen dar.

Die neue Variante der Aliaca- kombiniert die Vorteile eines Starrflügelflugzeugs mit der Flexibilität eines Multikopters. Ausgestattet mit vier Propellern ermöglicht das System vertikales Starten und Landen, während es während des Einsatzes den effizienten Vortrieb eines festen Flügels nutzt. Diese Hybridkonfiguration optimiert sowohl die als auch die Einsatzflexibilität erheblich. Die wichtigsten technischen Charakteristika umfassen ein maximales Startgewicht von 25 Kilogramm, eine Flügelspannweite von 3,5 Metern und eine Gesamtlänge von etwa 2,1 Metern. Mit einer Flugzeit von zwei Stunden und einer Betriebsreichweite von bis zu 50 Kilometern erfüllt die Drohne vielfältige taktische Anforderungen.

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  • Die Qualität der Airbus Aliaca sorgt für eine verbesserte Einsatzbereitschaft.

Die Sensorik besteht aus einer hoch entwickelten gyro-stabilisierten elektro-optischen und Infrarot-Ausrüstung (EO/IR), die eine präzise Aufklärung und Überwachung ermöglicht. Ergänzt wird dies durch ein aufschaltbares Automatisches Identifikationssystem (AIS), das Schiffe binnen eines Radius von mehreren hundert Kilometern erkennt. Diese Kombination verbessert die frühzeitige Lageerkennung sowie die Reaktionsfähigkeit auf Bedrohungen oder besondere Ereignisse erheblich.

Im Vergleich zu früheren SMDM-Versionen führt die VTOL-Konfiguration zu einer schnelleren Einsatzbereitschaft und senkt die logistischen Anforderungen, da sie auf komplexe Start- und Landeeinrichtungen verzichten kann. Die Bedienung erfolgt weiterhin über die bewährte Bodenstation, die durch ihre Benutzerfreundlichkeit und Effizienz Anerkennung gefunden hat. Somit bleiben gewohnte Schnittstellen erhalten, was die Integration in bestehende Einsatzkonzepte erleichtert.

Einsatzmöglichkeiten und operative Bedeutung der neuen Systeme

  • Die Airbus Aliaca ist ein entscheidender Schritt in der maritimen Luftfahrttechnik.

Seit 2022 hat sich der SMDM als wichtiger Bestandteil verschiedener Einsatzfahrzeuge der französischen Marine etabliert. Die Ausrüstung umfasst dabei Hochseepatrouillenboote (PHM), Überseepatrouillenboote (POM) sowie Überwachungsfregatten, wodurch eine breite Anwendungspalette abgedeckt wird. Eine besondere Rolle nimmt das System als „ferngesteifte Ferngläser“ ein, welche die situative Wahrnehmung signifikant verbessern. Zusätzlich kam das System seit 2023 auch zur Unterstützung von Such- und Rettungseinsätzen in den englischen Kanalgewässern zum .

Mit der Einführung der VTOL-fähigen Variante wird die operable weiter verbreitert, denn nun sollen neue Schiffstypen mit dieser Technologie ausgestattet werden. Dabei stehen Aufgaben wie die taktische Lageüberwachung, die Bekämpfung illegaler Aktivitäten, Verkehrs- und Küstenüberwachung, Such- und Rettungsaktionen sowie die Erkennung verdächtigen Verhaltens im Fokus. Ein langfristiges Ziel ist zudem der Betrieb von Landbasen aus, um das Küstenüberwachungsnetz zu ergänzen und die maritime weiter zu erhöhen.

Die Versorgung und Einsatzplanung profitieren durch das modularisierte Konzept und die geringe Logistikbelastung, was eine flexible Reaktion auf sich schnell verändernde Einsatzlagen ermöglicht. Dies unterstützt die französische Marine, ihre maritime Überwachungsstrategie effektiv auszuweiten und in verschiedenen Szenarien schnell agieren zu können.

Qualifikationsprozess und zukünftige Einsatzperspektiven

Die umfassende Erprobung des VTOL-Systems fand auf Land und See über einen Zeitraum von Ende 2024 bis 2025 statt. Nach der erfolgreichen Einführung der VTOL-Version im April 2025 geht das System ab Anfang 2026 in eine weitere Qualifikationsphase bei der DGA. Diese ist für Land- und Seetests vorgesehen, um letztlich die Einsatzfähigkeit offiziell zu bestätigen. Die parallele Weiterführung der festflügeligen Version über mindestens sieben weitere Jahre gewährleistet eine Kontinuität der Einsatzmöglichkeiten und vermeidet technologische Lücken.

Die Entwicklung des VTOL-SMDM verdeutlicht den Fortschritt bei taktischen Mini- im maritimen Bereich, die durch ihre Vielseitigkeit und technische Robustheit überzeugen. Durch das Entfallen von speziellen Start- und Landeeinrichtungen wird zudem die Palette der Einsetzbarkeiten und damit auch der zukünftigen Nutzerkreise erweitert.

Zudem passen diese Fortschritte zu einer globalen Nachfrage nach flexiblen, zuverlässigen und leichten unbemannten Luftfahrtsystemen, die von maritimen Kräften verschiedenster Nationen für unterschiedliche Aufgaben genutzt werden können. Die französische Marine stellt sich damit bestens für die Anforderungen moderner Überwachung und Sicherheit auf See auf und zeigt, wie technologische Innovationen in bestehende operative Strukturen integriert werden können.

Bedeutung für Überwachung, Sicherheitsoperationen und Such- und Rettungsdienste

Die Einführung der VTOL-Version des SMDM stellt einen bedeutenden Meilenstein in der Weiterentwicklung von unbemannten maritimen Luftfahrzeugen dar. Dieses System verbindet moderne Starrflügeltechnologie mit vertikaler Start- und Landeoption und eröffnet so neue Perspektiven für die französische Marine hinsichtlich Flexibilität und Einsatzleistung. Dank umfangreicher Tests und einer anstehenden Qualifikationsphase wird das System voraussichtlich ab 2026 schrittweise in den aktiven Dienst übernommen.

Die Fähigkeit, von verschiedensten Schiffstypen und später auch von Landbasen aus operieren zu können, unterstreicht die vielseitige Einsetzbarkeit und die Bedeutung des Systems für maritime Aufgabenbereiche wie Überwachung, Sicherheitsoperationen und Such- und Rettungsdienste. Die Aliaca VTOL trägt somit wesentlich zur Steigerung der Effizienz und zur Optimierung der operativen Fähigkeiten moderner Marinen bei.

Insgesamt ist die Entwicklung dieser Drohne exemplarisch für den Trend, kleine, agile und technisch hochentwickelte in militärischen Anwendungen zu etablieren. Die französische Marine positioniert sich durch diese Innovation als ein Vorreiter in der effektiven Nutzung von unbemannten Luftfahrtsystemen zur Überwachung und Sicherung von Seegebieten. Die fortschrittliche Technologie ermöglicht es, taktische Informationen mit hoher Qualität und in Echtzeit zu gewinnen, was künftig die Entscheidungsfindung in maritimen Operationen deutlich verbessern wird.

Mehr zu Airbus Aliaca unter https://www.airbus.com/en/products-services/defence/uas/aliaca.

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Nils Sörensen
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