Terminal 1 Pier am Flughafen München
Terminal 1 Pier am Flughafen München (© Michael Fritz / Flughafen München)

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Eröffnung eines neuen Piers am Terminal 1

Der wird mit der Eröffnung eines neuen Piers am 1 am 13. April einen bedeutenden Entwicklungsschritt vollziehen, der auf die Zukunftsfähigkeit des Luftverkehrsstandortes setzt. Dieses Bauprojekt erweitert die bestehende Infrastruktur erheblich und verbessert insbesondere die Abfertigungskapazitäten für Non-Schengen-. Die Investition in modernen Flugsteig symbolisiert nicht nur einen Ausbau der räumlichen , sondern steht auch für eine qualitative Verbesserung in punkto , technische Ausstattung und . Vor dem Hintergrund der Herausforderungen der letzten Jahre, insbesondere den pandemiebedingten Einschränkungen, zeigt die Realisierung des Projekts die Entschlossenheit des Flughafens, seine Position als wichtiger Verkehrsknoten in und zu festigen.

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Ausbau der Kapazitäten und Infrastruktur

Das neue Bauwerk erstreckt sich mit einer Länge von etwa 360 Metern in das Vorfeld West und umfasst eine beeindruckende Fläche von rund 95.000 Quadratmetern. Diese Erweiterung gilt als eine der größten Infrastrukturmaßnahmen im bayerischen Raum und ist dafür ausgelegt, die Kapazitäten um bis zu sechs Millionen Passagiere jährlich zu erhöhen. Mit dieser zusätzlichen Fläche werden bis zu zwölf Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge parallel abgefertigt oder alternativ sechs bedient. Die Investitionssumme für diese Zukunftsinvestition beläuft sich auf ungefähr 665 Millionen Euro, welche der Flughafen komplett eigenfinanziert hat.

Die bauliche Erweiterung des Terminals berücksichtigt neben der reinen Kapazitätssteigerung auch zeitgemäße Anforderungen an Ablaufoptimierung, Passagierführung und . Über sechs Ebenen verteilt, davon drei speziell für Passagierprozesse ausgelegt, finden moderne Abfertigungszonen ihren Platz. Zentralisierte setzen auf die neueste CT-Technik, die sowohl Effizienz als auch eine hohe Standardsicherheit gewährleistet. Die Gestaltung berücksichtigt zudem großzügige Wartebereiche und schafft durch attraktive Einzelhandels- und Gastronomieangebote einen hohen Aufenthaltswert. Nicht zuletzt finden sich im neuen Pier diskrete Rückzugs- und Erholungsmöglichkeiten, die insbesondere auf die Bedürfnisse unterschiedliche Passagiergruppen eingehen.

Integration von Technologie und Nachhaltigkeit

Die technische Ausführung des neuen Piers am Flughafen München zeichnet sich durch einen hohen Anspruch an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit aus. Moderne Anlagen- und Systemtechnik kommen zum , deren Ziel es ist, den Ressourceneinsatz deutlich zu minimieren und so die Umweltbelastung zu verringern. Dieses Engagement fügt sich nahtlos in das strategische Ziel des Flughafens München ein, ein umweltbewusstes und zugleich funktionales Luftverkehrsdrehkreuz zu sein.

Darüber hinaus hat die Digitalisierung auch Einzug in die Prozessgestaltung erhalten. Durch innovative digitale Lösungen können Passagiere effizienter durch die verschiedenen Stationen des Terminals geführt werden, was Wartezeiten verkürzt und die Flusskontrolle optimiert. Die klare Wegenführung und übersichtliche Beschilderung wurden bereits in den Probebetriebsphasen von den Testpassagieren als besonders benutzerfreundlich hervorgehoben. Damit setzen diese Maßnahmen einen neuen Standard in der Servicequalität und unterstützen zudem die Arbeit der Mitarbeiter von , Sicherheitsdiensten und Terminalbetreiber.

Komfort und exklusive Lounge-Angebote am Flughafen München

Ein wichtiger Bestandteil des neuen Terminals ist die Integration von exklusiven Lounges als Rückzugsorte für Reisende. Die neue World, betrieben von der Flughafen München GmbH, bietet auf circa 1.200 Quadratmetern großzügige Aufenthaltsbereiche mit einem abwechslungsreichen kulinarischen Angebot, einer Bar auf der Galerieebene sowie speziellen Zonen für Kinder und Arbeitsplätze. Besonders hervorzuheben ist die Lage der Lounge, die eindrucksvolle Ausblicke auf das Vorfeld und in Richtung Alpen ermöglicht.

Als zweites Highlight wurde eine exklusive Lounge von eingerichtet, die auf etwa 900 Quadratmetern ihren Gästen während der Wartezeit luxuriösen Komfort bietet. Diese erfüllen die Ansprüche anspruchsvoller Passagiere und tragen wesentlich zur Attraktivitätssteigerung des Flughafens bei. Damit wird der neue Flugsteig nicht nur funktional erweitert, sondern erhält auch ein deutliches Qualitäts-Upgrade im Bereich Service.

Vorbereitung und Betrieb: Der Umfangreiche Probebetrieb

Zur Gewährleistung eines reibungslosen Starts erfolgte bereits vor der offiziellen Inbetriebnahme eine umfassende Testphase ab Oktober des Vorjahres. In diese Probephase waren sowohl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller beteiligter Organisationen als auch über 1.500 Komparsen involviert. Diese realitätsnahen Testläufe ermöglichten das Erproben von Abläufen, Strömungen und Notfallreaktionen unter praxisnahen Bedingungen über mehrere Monate hinweg.

Zusätzlich wurden zwei groß angelegte Notfallübungen durchgeführt, die das Zusammenspiel bei kritischen Situationen überprüften. Aus diesen Simulationen ergaben sich wertvolle Erkenntnisse zur Optimierung der Betriebsorganisation und der technischen Ausstattung. Besonders positiv hervorgehoben wurde die klare und intuitive Gestaltung der Passagierwege einschließlich der digitalen Prozessintegration, was von den Testpassagieren überaus positiv bewertet wurde.

Zukünftige Testläufe sind weiterhin geplant, um insbesondere die Ankunftsabfertigung sowie neue EU-Vorgaben zu integrieren. Beispielhaft ist hier das Entry Exit System zu nennen, welches ab dem vergangenen Jahr unter anderem auch am Münchner Flughafen für Non-Schengen-Passagiere Anwendung findet. Die frühzeitige praktische Erprobung sichert eine schnelle und unkomplizierte Umsetzung und gewährleistet gleichzeitig und Datenschutz.

Kapazitätssteigerung um mehrere Millionen Passagiere pro Jahr

Mit der Eröffnung des neuen Piers am Terminal 1 gelingt dem Flughafen München der Ausbau seiner Infrastruktur, der in mehrfacher Hinsicht zukunftsweisend ist. Die Kapazitätssteigerung um mehrere Millionen Passagiere pro Jahr reagiert auf die steigende Nachfrage im und sichert die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts im nationalen und internationalen Vergleich. Dabei stehen Fortschritte bei Qualität, Effizienz und Passagiererlebnis im Fokus.

Die Kombination aus modernster Technik, digital optimierten Prozessen, nachhaltiger Energieeffizienz und komfortablen Lounges führt dazu, dass der Flughafen München neue Maßstäbe setzt. Die ausreichende Vorbereitung durch intensive Probebetriebe sorgt für einen stabilen und angenehmen Erstbetrieb. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie große Infrastrukturmaßnahmen im Luftverkehr heute innovativ, nachhaltig und nutzerorientiert umgesetzt werden können, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden und den Passagierkomfort signifikant zu erhöhen.

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Nils Sörensen
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