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Heli Aviation errichtet Schulungs-Zentrum in Tianjin/China

Am vergangenen Freitag unterzeichnete Heli Aviation einen Kooperationsvertrag mit ihrem chinesischen Partner – dem Gouvernement der Region Tianjin in China. In der TFTZ (Tianjin Free Trade Zone) errichtet die Heli Aviation GmbH ein weiteres Zentrum für die Ausbildung zum Hubschrauberpiloten und für Crews, welches nach Fertigstellung zu den modernsten und größten des Landes zählen wird.

Durch die Errichtung einer modernen TRAINING ACADEMY für Hubschrauberpiloten baut Heli Aviation ihre lokale Präsenz in China weiter aus und vervollständigt diese. Zu diesem Zweck hat Heli Aviation mit ihrem chinesischen Partner – dem Gouvernement der Region Tianjin / China – einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Bereits am vergangenen Freitag besiegelten beide Parteien ihre Partnerschaft bei einem offiziellen Akt in der TFTZ (Tianjin Free Trade Zone). Mit diesem Schritt hat die Geschäftsleitung die Weichen gestellt, auch in Zukunft dem Bedarf an Ausbildungsmöglichkeiten für angehende Hubschrauberpiloten, Qualifizierungen für Hubschrauberpiloten, Hubschrauberbesatzungen und Bodenpersonal gerecht zu werden.

Derzeit rechnet Heli Aviation mit einem Durchlauf von über 100 Hubschrauberpiloten pro Jahr. Die Ausbildung zum Hubschrauberpilot wird, auch in Tianjin, in erster Linie auf dem bewährten Schulungs-Helicopter Guimbal Cabri G2 absolviert. Für Piloten mit bereits bestehender Lizenz stehen zahlreiche Eurocopter Muster für ein Type Rating bereit. Das neue Main Office der TRAINING ACADEMY sowie die TRAINING ACADEMY selbst befinden sich in der TFTZ (Tianjin Free Trade Zone).

Tianjin wird auch als die Metropole der chinesischen Luftfahrt bezeichnet und unterstreicht dies durch derzeit bestehende Kooperationen und mit Airbus und Eurocopter/Eurocopter China ECC. Die TFTZ (Tianjin Free Trade Zone) beherbergt, neben der Ansiedlung zahlreicher Zulieferer der Hubschrauberindustrie wie zum Beispiel Turbomeca, auch eine Produktionslinie von Airbus, die Produktionslinie der Eurocopter/Eurocopter China ECC befindet noch im Bau.

Tianjin, ins Deutsche übersetzt "Himmelsfurt", ist eine der wichtigsten Hafenstädte und eine der vier Regierungs-unmittelbaren Städte der Volksrepublik China, das heißt direkt der Zentralregierung in Peking unterstellt und hat damit denselben Status wie eine Provinz. Die Stadt liegt im Norden Chinas, südöstlich von Peking fünf Meter über dem Meeresspiegel am Zusammenfluss des Hai He mit dem Kaiserkanal. Sie grenzt an die Regierungs-unmittelbare Stadt Peking und die Provinz Hebei. Tianjin ist Industriezentrum, Verkehrsknoten und kultureller Mittelpunkt der Region mit Universitäten, Hochschulen, Museen und Baudenkmälern.

Flughafen Wien nimmt Stellung zu Kritik an 3. Startbahn

Der Flughafen Wien weist die jüngst geäußerte Kritik zum Projekt 3. Piste entschieden zurück: Für das Projekt wurde das europaweit größte Mediationsverfahren unter Einbindung von Anrainergemeinden, Bürgerinitiativen und Flugverkehrswirtschaft vorbildhaft durchgeführt. Dieses auch für Österreich größte Mediationsprojekt wurde erfolgreich mit einem Vertrag abgeschlossen.

Von den darin vereinbarten Maßnahmen wie der Nachtflugregelung, den Lärmgrenzwerten und dem Lärmschutzprogramm profitieren die Bürgerinnen und Bürger der Region bereits heute. Das wird auch angenommen: So ist die Anzahl der Einwohner in den Anrainergemeinden rund um den Flughafen Wien seit dem Jahr 2000 bis heute um 42 % gestiegen.

Der im Mediationsverfahren begonnene Dialog mit den Betroffenen wird im Dialogforum weitergeführt. Hier wird auch die Rolle des Flughafen Wien als Jobmotor deutlich: Von 2006 bis 2011 ist das Passagieraufkommen um 4,2 Mio. Reisende gestiegen, die Anzahl der Beschäftigten am Standort Flughafen wuchs im selben Zeitraum um etwa 4.000 Menschen. Heute sind rund 20.000 Menschen am Standort Flughafen Wien beschäftigt. Pro einer Million zusätzlicher Passagiere entstehen rund 1000 neue Arbeitsplätze am Flughafen.

Den Vorwurf von „umweltrechtlichen Schwarzbauten“ weist der Flughafen Wien ebenfalls entschieden zurück: Alle Bauwerke am Flughafen Wien wurden entsprechend der zum Genehmigungszeitpunkt rechtlichen Vorschriften und geltenden österreichischen Gesetze errichtet.

Auch der von der EU-Kommission zusätzlich geforderte Ex-Post-Umweltverträglichkeitsbericht weist alle Merkmale einer Umweltverträglichkeitsprüfung auf, wie beispielsweise die Möglichkeit zur öffentlichen Stellungnahme sowie behördliche Auflagen und Ausgleichsmaßnahmen für den Flughafen Wien. Überdies werden die Umweltauswirkungen der im Vertragsverletzungsverfahren genannten Maßnahmen im Rahmen der aktuell laufenden UVP für die dritte Piste ebenfalls berücksichtigt.

Tatsache ist auch, dass aufgrund der Rechtslage und den sich daraus ergebenden Zuständigkeiten die Flugrouten ausdrücklich kein Bestandteil der laufenden Umweltverträglichkeitsprüfung sein können und für die dritte Piste daher noch gar nicht definiert wurden. Wie im Mediationsvertrag vereinbart, werden Flugrouten erst ab dem Zeitpunkt einer Bauentscheidung zur dritten Piste mit der zuständigen Behörde verhandelt.

Der Vorwurf von „Tricksereien“ geht daher ins Leere. Nachdem die Flughafen Wien AG bis dato keine Angaben zu Kosten des Projekts dritte Piste gemacht hat, sind auch die angegebenen Schätzungen „Kaffeessatzleserei“ und ohne rechtliche Grundlage.

Landeerlaubnis für den Weihnachtsmann in Dresden

Auch am Dresdner Flughafen steht der Dezember im Zeichen der Weihnachtszeit. Der Kundendienst organisiert ab 01. Dezember freitags und an den Adventssonntagen stimmungsvolle Lichtertouren, Beginn jeweils um 18 Uhr. Der Preis für Erwachsene beträgt 19 Euro, für Kinder von 5 bis einschließlich 15 Jahren 13 Euro. Am 24. Dezember landet der Weihnachtsmann in Dresden. Treffpunkt für die beliebte Kinderweihnacht ist die Flughafen-Information (10 Uhr, Eintritt frei).

Lichtertour übers Vorfeld

Die abendlichen Lichtertouren starten mit gemütlichem Beisammensein bei Glühwein, Kinderpunsch und Weihnachtsgebäck. Weiter geht es mit einem Terminal-Rundgang, einer Sicherheitskontrolle und einer Busfahrt über das Vorfeld bei eingeschalteter Beleuchtung. Besondere Stationen der Tour sind die Flughafenfeuerwehr sowie die Hallen mit Winterdienst- und Abfertigungstechnik. Dabei besteht die Möglichkeit, je nach Verkehrslage Starts und Landungen zu fotografieren und zu filmen.

Wunschzettel für Weihnachtsmann

Außerdem können Jung und Alt ihre Wunschzettel abgeben, welche der Kundendienst dann dem Weihnachtsmann höchst persönlich zukommen lässt. Start und Ende der zweistündigen Lichtertouren ist an der Flughafen-Information auf der Ankunftsebene im Terminal. Die letzte Lichtertour findet am 23. Dezember statt. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Das mit vielen Geschenken bepackte Flugzeug der Christmas Air aus Lappland (Flugnummer DRS2412) wird am Heiligabend gegen 10:15 Uhr erwartet. Die Kinder sehen, wie der Rotmantel aus seinem Jet steigt und ihnen zuwinkt. Weiter geht es auf der Aussichtsplattform mit Spiel und Spaß, Liedern, Gedichten und kleinen Geschenken.

Maledivian Airlines neuer Kunde bei Airbus

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Maldivian Airlines, die nationale Fluggesellschaft der Malediven, ist nach dem ersten Linienflug von Male nach Chennai und zugleich dem Einweihungsflug ihres neuen Single-Aisle-Flugzeugs, einem neuen A320, neuer Betreiber von Airbus geworden. Das unter einem Leasingvertrag betriebene Flugzeug ist der erste Airbus A320, mit dem Maldivian Ziele auf dem indischen Subkontinent anfliegt.

Das mit CFM56-Triebwerken ausgestattete Flugzeug ist im Oktober 2012 am Ibrahim Nasir International Airport auf den Malediven übergeben worden. Die Kabine dieses Flugzeugs bietet eine spezifisch angepasste Dreiklassenkonfiguration mit 14 Plätzen in der Business Class, 18 in der Premium Class und 120 in der Economy Class.

"Die Inbetriebnahme unserer ersten A320 ist ein einmaliges Ereignis für Maldivian und unsere Passagiere. Sie ist ein Zeichen für die wachsende Expansion von Maldivian in der Region", so Abdul Haris, Managing Director von Maldivian. "Wir werden unseren A320-Betrieb mit Direktflügen nach Mumbai, Chennai und Dhaka aufnehmen, den bei unseren Kunden am meisten nachgefragten Routen."

"Wir freuen uns, Maldivian als neuesten Betreiber unserer erfolgreichen A320-Familie willkommen zu heißen", sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus. Der niedrige Treibstoffverbrauch und die hohe Ökoeffizienz machen die A320 zur idealen Wahl für die Malediven – eine Inselnation, die hohe Umweltschutzstandards setzt."

Die A320-Familie gilt als Referenzklasse für Flugzeuge mit Standardrumpf und nur einem Mittelgang. Die Flugzeuge vereinen Technologie auf dem neuesten Stand, die breiteste und komfortabelste Kabine ihrer Klasse und den höchsten Grad von Einsatzflexibilität.

Die Betriebskosten liegen bei der A320-Familie dank ihrer Abflugzuverlässigkeit von 99,8% und verlängerten Wartungsintervalle unter denen aller anderen heutigen Single-Aisle-Flugzeuge.

airberlin mit mehr Gewinn trotz Herausforderungen im Luftverkehr

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Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft airberlin hat das Nettoergebnis im traditionell starken dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Gleichzeitig konnte stark ansteigenden externen Kosten durch das erfolgreiche Effizienzsteigerungsprogramm "Shape & Size" entgegengewirkt werden, das über das Jahr eine Ergebnisverbesserung von 230 Millionen Euro im operativen Geschäft bringen wird.

Bei Vorlage des Quartalsberichts sagte airberlin Chief Executive Officer Hartmut Mehdorn: "Wir haben unser Ergebnis verbessert. Wir konnten Umsatz, Auslastung und Yield steigern und die Kosten durch "Shape & Size" reduzieren. Wichtige Kennziffern entwickelten sich weiterhin positiv. Damit sind wir zwar auf dem richtigen Weg, die Reise ist aber noch nicht beendet. Unser Ziel bleibt die Rückkehr in die Gewinnzone im kommenden Jahr."

Im dritten Quartal verbesserte airberlin im Vergleich zum Vorjahresquartal das Nettoergebnis um über 120 Prozent auf 66,6 Mio. Euro (2011: 30,2 Mio. Euro). Das operative Ergebnis verbesserte sich um 4,5 Prozent auf 101,2 Mio. Euro (96,8 Mio. Euro). Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent auf 1.395,1 Mio. Euro (1.375,5 Mio. Euro), trotz gezielter Kapazitätsreduzierung um 5,4 Prozent. Die Auslastung erhöhte sich um 0,4 Prozentpunkte auf 84,54 Prozent (84,14 Prozent). Der Yield (Ertrag pro Passagier) verbesserte sich um 6,0 Prozent auf 121,79 Euro (114,86 Euro). Das EBITDAR (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Leasingaufwendungen) stieg um 3,8 Prozent auf 279,5 Mio. Euro (269,3 Mio. Euro). Das Eigenkapital beträgt zum Quartalsende 186,3 Mio. Euro, was einer Eigenkapitalquote von acht Prozent entspricht.

Bei den direkten operativen Kosten verzeichnete airberlin im dritten Quartal mit Ausnahme der Treibstoffkosten einen kontinuierlichen Rückgang aufgrund der Maßnahmen von „Shape & Size“, die im Berichtszeitraum einen Beitrag von 70 Millionen Euro leisteten. Die Treibstoffkosten sind im gleichen Zeitraum um 35 Millionen Euro gestiegen.

Strategischer Ausbau des Vielflieger-Programms

Mehdorn verwies auch darauf, dass airberlin nach einer Strategie zur weiteren Entwicklung ihres Vielflieger-Programms sucht: "Wir haben verschiedene Möglichkeiten geprüft, unser Vielflieger-Programm topbonus weiterzuentwickeln. So kamen wir zu der Entscheidung, topbonus in ein neues Unternehmen einzubringen und einen Mehrheitsanteil des Programms zu verkaufen. Diese Maßnahme wird die Attraktivität des Vielfliegerprogramms für die mehr als drei Millionen Mitglieder und mehr als 120 Partner weiter steigern."

Zur strategischen Logik führte Hartmut Mehdorn aus: "Als eigenständiges, auf dieses Geschäft fokussiertes Unternehmen mit klarem Expansionsziel wird das topbonus-Programm sein volles Potenzial entwickeln können."

Zu den finanziellen Aspekten des geplanten Vielflieger-Joint-Ventures erklärte airberlin Chief Financial Officer Ulf Hüttmeyer: "Die Transaktion wird im vierten Quartal abgeschlossen und für das Jahr 2012 zu einer deutlichen Verbesserung der Ertrags- und Bilanzrelationen beitragen."

Zusammenarbeit mit Etihad Airways bei Flotte und Ausbildung

Mehdorn ging auch auf die strategische Partnerschaft mit Etihad Airways ein, die vor einem Jahr von beiden Fluggesellschaften vereinbart wurde: "Wir profitieren sehr von der strategischen Partnerschaft. Bisher konnten wir im laufenden Jahr durch die Zusammenarbeit einen zusätzlichen Erlös in Höhe von etwa 50 Millionen Euro bewirken, neben der großen Bandbreite an Kosteneinsparpotential, die diese Partnerschaft bietet."

"Wir arbeiten zusammen an gemeinsamen Flottenprogrammen, um effizientere Flugzeuge einzusetzen und verbinden unsere Piloten- und Personalausbildung", so Hartmut Mehdorn, "diese Vorteile wachsen weiter an und unsere Partnerschaft wird sich weiter vertiefen."

airberlins CEO bestätigte zudem, dass die Mitgliedschaft der Fluggesellschaft in der oneworld® Allianz den erwarteten Nutzen erbrachte. Die Ausweitung der bestehenden Codeshare-Abkommen in Kombination mit zusätzlichen Abkommen, wie zum Beispiel dem mit Air France und KLM, helfen airberlin weltweit neue Passagiere zu gewinnen.

Turbine 2013 – Programm zur Stabilisierung

Zugleich, so Mehdorn weiter, werde das allgemeine Umfeld auch weiterhin geprägt von hohen Treibstoffkosten, der Luftverkehrssteuer, der Belastung aus der Eröffnungs-Verschiebung des neuen Berliner Flughafens BER, einem schwächelnden Euro und trüben Konjunkturaussichten: "Daraus haben wir die notwendigen Konsequenzen gezogen und ein zusätzliches Turnaround-Programm Turbine 2013 aufgelegt. Mit Turbine 2013 werden wir uns voll auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren. Nur damit wird es uns aufgrund des negativen Umfelds gelingen, unsere operative Performance weiter zu verbessern und ab dem kommenden Jahr nachhaltig schwarze Zahlen zu erreichen", sagte Hartmut Mehdorn.

Foto: airberlin

Tankdeckel – manchmal eine böse Falle

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In der Fliegerei zeigt sich häufig, daß selbst scheinbar einfach zu verstehende Systeme unter bestimmten Voraussetzungen zu schwerwiegenden Problemen führen können, die auch für erfahrene Piloten nicht auf den ersten Blick vorhersehbar sind. Nehmen Sie auch scheinbar geringfügige Beschädigungen am Kraftstoffsystem sehr ernst. Durch Undichtigkeiten an den Tankdeckeln an der Tragflächenoberseite können innerhalb kurzer Zeit große Mengen Kraftstoff verloren gehen, was in aller Regel bei Hochdeckern nicht bemerkt wird. Daneben können sich infolge des Unterdruckes Störungen bei der Kraftstoffentnahme einstellen, deren Auswirkungen nicht vorhersehbar sind.

Beispiel: Auswirkungen einer äußerlich geringfügigen Beschädigung an einem Tankdeckel

Während der Betankung war beim Öffnen des linken Tankdeckels an einer Cessna 182 Turbo RG der umklappbare Spannbügel abgebrochen. Der Deckel ließ sich zwar noch schließen, der Bügel konnte aber nicht mehr umgeklappt werden, sondern mußte im Flugzeug verstaut werden. Diese Beschädigung wurde im Rahmen der Vorflugkontrolle vor dem nächsten Flug bemerkt, aber als geringfügig angesehen, da der Tank ordnungsgemäß verschlossen aussah. Die geplante Flugzeit betrug zwei mal 45 Minuten mit einer Zwischenlandung. Angesichts des Kraftstoffvorrates von mehr als 350 Litern war der Verbrauch bei diesem Flug kein Thema.

Der Start und Reiseflug wurde in der Tankschaltung „beide“ durchgeführt. Bereits nach etwa 15 Minuten Flugzeit zeigte sich, daß die rechte Tankanzeige viel zu schnell „abwärts“ ging, während links „voll“ angezeigt wurde. Kurz vor der Landung waren rechts weniger als 58 Liter Restkraftstoff vorhanden, der linke Tank war immer noch randvoll.

Nach dem Flug zeigte sich, daß das Flugzeug innerhalb von 47 Minuten mehr als 100 Liter Kraftstoff verbraucht hatte, ausschließlich aus dem rechten Tank. Eine so ungleichmäßige Entnahme ist bei der Tankschaltung „beide“ normalerweise nicht möglich, ganz zu schweigen von dem viel zu hohen Verbrauch. Nach einer Standzeit von etwa 30 Minuten hatten sich die Kraftstoffmengen beider Tanks egalisiert.

Was war die Ursache ?

Eine sorgfältige Überprüfung ließ auf folgenden Hergang schließen: Der linke Tankdeckel ließ sich zwar trotz des abgebrochenen Spannbügels schließen, durch das Umklappen des Bügels wird jedoch normalerweise die Abdichtung des Deckels unter Vorspannung gesetzt. Nur in diesem Zustand ist ein dichter Verschluß gegeben. Die so entstandene Undichtigkeit führte dazu, daß durch den Sog an der Tragflächenoberseite ein so großer Unterdruck im linken Tank entstand, daß sich dieser nicht mehr durch Schwerkraft entleeren konnte und zusätzlich über die Verbindung zwischen dem rechten und linken Tank Kraftstoff nach links gezogen wurde, der durch den undichten Deckel verlorenging. Eine Fortsetzung des Fluges hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit nach kurzer Zeit zu einer Triebwerkstörung geführt, nachdem der rechte Tank vollständig entleert gewesen wäre.

Quelle: BFU

Strömungsabriss und dann?

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Schon kurzzeitige Ablenkung, z. B. wegen anderer Flugzeuge im selben Aufwind oder Orientierungsversuche für den Abflug, reichen aus, um ungewollt in einen überzogenen Flugzustand zu geraten. Wird dieser nicht erkannt, genügt ein Seitenruderausschlag in Kurvenrichtung oder ein Querruderausschlag entgegengesetzt, um ins Trudeln zu geraten. Ist dann nicht klar, wie das Trudeln zu beenden ist, kann dies zu einem tödlichen Unfall führen. Der Grund kann in der Ausbildung liegen, wenn nicht trudelfähige Flugzeuge eingesetzt werden bzw. wenn das Trudeln nicht ausreichend trainiert wurde.

Seit Jahren haben „unkontrollierte Fluglagen“ einen beständigen Platz im Flugunfallgeschehen der Allgemeinen Luftfahrt. 15,5% der Unfälle im Bereich Segelflug/Motorsegler der letzten 5 Jahre sind ursächlich auf Kontrollverlust im Fluge zurückzuführen. Bei 74 Unfällen in diesem Zeitraum verloren 34 Menschen ihr Leben, 27 wurden schwer verletzt. Beim Thermikfliegen bewegen sich Segelflieger überwiegend im unteren Geschwindigkeitsbereich.

Beispiel:

Ein Flugschüler startet unter Aufsicht im Flugzeugschlepp mit einer Ka 6Cr zu einem Thermikflug. Vor diesem Flug hatte der Fluglehrer mit ihm einen doppelsitzigen Schulflug durchgeführt, bei dem auch die überzogenen Flugzustände geübt wurden. Mit dem verwendeten Schulflugzeug konnte das Trudeln jedoch nicht geübt werden. Nach einer Flugzeit von ca. 20 Minuten wurde die Ka 6 an der Position des Flugplatzes in einer Höhe von etwa 250 Metern gesehen. Es wurde beobachtet, wie das Segelflugzeug aus der Kreisflugbewegung heraus ins Trudeln geriet. Nach ca. 1- Trudelumdrehungen ohne erkennbare Ausleitaktion prallte es fast senkrecht auf den Boden auf. Der Flugschüler wurde dabei tödlich verletzt und das Segelflugzeug zerstört.

Die Höhe hätte für ein erfolgreiches Ausleiten des Trudelns ausgereicht. Dem Flugschüler fehlten jedoch offensichtlich die fliegerisch-handwerklichen Fähigkeiten, um das Ausleitmanöver durchzuführen. Diese Befähigung sollte in der Ausbildung praktisch vermittelt werden. Die rechtlichen Grundlagen dazu finden sich u.a. in den NfL und Ausbildungsrichtlinien Segelflug.

Erkennen und Beenden überzogener Flugzustände

Besondere Beachtung ist auf das Erkennen und Beenden überzogener Flugzustände zu richten, bevor es zum Trudeln kommt. Wird dieses Erkennen und Beenden nicht beherrscht, sind entsprechende Situationen in geringer Höhe mit Strömungsabriss, z. B. in der Landekurve, kaum überlebbar. Piloten haben beim Trudeln auch mit Einschränkungen ihrer Handlungsfähigkeit durch ungewohnte Beschleunigungen und optische Eindrücke zu rechnen. Das Trudeln selbst muss praktisch geübt werden, um diesen Flugzustand und seine Besonderheiten kennen zu lernen. Die eigenen Erfahrungen sind durch theoretische Erklärungen nicht zu ersetzen.

Ein Pilot wird sich in der unerwarteten Situation eines plötzlich trudelnden Segelflugzeugs weniger an ein Tafelbild oder bunte Folien erinnern! Ein abrufbereites Handlungsmodell zum Ausleiten des Trudelns kann ihm aber das Leben retten.

Sicherheitstraining:

Nehmen Sie regelmäßig an einem Sicherheitstraining teil. Inhalte sollten sein:

  • Überzogene Flugzustände erkennen und vermeiden
  • Strömungsabriss
  • Trudeln mit Lehrer auf geeigneten Flugzeugen

Bei der Einweisung auf neue Muster:

  • Befassen Sie sich ausführlich mit dem Flug- und Betriebshandbuch.
  • Erfliegen Sie sich danach die Eigenschaften des Segelflugzeuges bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Beladungen (Wasserballast, Schwerpunktlagen).
  • Schenken Sie dem Bereich Langsamflug/überzogene Flugzustände besondere Beachtung.

Trudeln ausleiten kann nur, wer es regelmäßig übt!

Als Streckenflieger sollten Sie beachten, dass sich die Flugeigenschaften des Segelflugzeugs durch übliche Tuning-Maßnahmen (Wasserballast, hintere Schwerpunktlage) erheblich verändern können. Als verantwortlicher Ausbilder im Verein sollten Sie sich der Wichtigkeit der regelmäßigen Schulung von überzogenen Flugzuständen bewusst sein.

Quelle: BFU

Risiko Klapptriebwerk?

Segelflugzeuge mit Hilfsantrieb finden in den letzten Jahren immer größere Verbreitung. Nicht zuletzt deshalb, weil Außenlandesituationen, die im Segelflug ein großes Unfallrisiko bergen, dadurch vermieden werden können. Funktioniert das Klapptriebwerk jedoch nicht wie vorgesehen, erschwert es die Situation, aus der es heraushelfen sollte.

Seit 2005 wurden der BFU 103 Unfälle mit 36 Toten und 15 schwer Verletzten in der Luftfahrzeugart „Segelflugzeuge mit Hilfsantrieb“ mit in Deutschland zugelassenen Luftfahrzeugen gemeldet. Bei mindestens 30 Ereignissen ist davon auszugehen, dass das Klapptriebwerk nicht regulär funktioniert hat.

Beispiel:

Ein Ventus CM startete im Flugzeugschlepp zu einem Dreiecksflug. Das Wetter entwickelte sich schlechter als erwartet, so dass sich der Pilot in ca. 250 m Höhe entschloss, das Klapptriebwerk des Ventus zu benutzen. Trotz mehrmaliger Startversuche sprang der Motor jedoch nicht an. Zeugen beobachteten, wie der Motorsegler mit ausgefahrenem und stehendem Motor über ein Getreidefeld anflog. Der Pilot leitete eine Linkskurve ein, bei der er laut Zeugenaussagen aus einer Höhe von ca. 20 m in einer Linksdrehung nahezu senkrecht in einem Wiesengrundstück aufprallte. Der Pilot erlitt tödliche Verletzungen, das Luftfahrzeug wurde zerstört. Bei der Untersuchung des Luftfahrzeuges an der Unfallstelle wurde der Motor in ausgefahrener Stellung vorgefunden. Es befanden sich noch ca. 12 Liter Kraftstoff im Tank und der Kraftstoffhahn war geschlossen.

Oft sind in Unfallberichten auch die Begriffe „Hindernisberührung“, „Zukurzkommen“ und „Kontrollverlust“ zu lesen.

Die Beachtung folgender Punkte kann zur Vermeidung derartiger Unfälle beitragen:

  • Die Entscheidung, den Motor zu benutzen, muss in deutlich größerer Höhe erfolgen als die Außenlandeentscheidung im „reinen“ Segelflug. Nur so stehen im Fall des Triebwerkversagens noch Reserven für eine sichere Außenlandung zur Verfügung.
  • Ein geeignetes Außenlandefeld muss jederzeit erreichbar sein.
  • Die Betätigung des Klapptriebwerks sollte in jedem Falle mithilfe einer Checkliste erfolgen.

Der bekannte Entscheidungstrichter für Außenlandungen (s. FSM 1/89 – LBA) wurde dem Betrieb von Segelflugzeugen mit Hilfsantrieb angepasst. Folgende vier Entscheidungsstufen sollten bei der Verwendung von Klapptriebwerken eingeplant werden:

Entscheidungsstufe 1 – Bodenorientierte Phase

  • Bei der Fortsetzung des Fluges muss, wie auch im „reinen“ Segelflug, die Oberflächenstruktur bei Entscheidungen berücksichtigt werden. Der Pilot muss sich auch an vorhandenen Außenlandemöglichkeiten orientieren.

Entscheidungsstufe 2 – Landefeldorientierte Phase – Anlassen

  • endgültige Entscheidung für ein Landefeld
  • Außenlandevorbereitungen treffen
  • Fahrwerk ausfahren
  • Triebwerk nach Checkliste ausfahren und anlassen Funktioniert das Klapptriebwerk wie vorgesehen, kann der Flug mit Motorunterstützung fortgesetzt werden.

Im Fall eines Triebwerkversagens müssen weitere Entscheidungsstufen abgearbeitet werden.

Entscheidungsstufe 3 – Einfahren des Triebwerks

  • im sicheren Gleitbereich des Außenlandefeldes die Anlassversuche rechtzeitig beenden, sichere Außenlandung hat absoluten Vorrang
  • Triebwerk einfahren Die Entscheidungshöhe zum Beenden der Anlassversuche hängt unter anderem vom Aufwand für das Einfahren des Triebwerkes ab. Dieser variiert zwischen verschiedenen Mustern zum Teil erheblich.

Entscheidungsstufe 4 – Landephase

  • mit eingefahrenem Klapptriebwerk „Positionshöhe“ erreichen und das Landefeld mit einer normalen Landeeinteilung anfliegen

Der Pilot muss in allen Flugphasen die Kontrolle über das Luftfahrzeug behalten. Das gilt für den Flug mit eingefahrenem Triebwerk in Segelflugkonfiguration ebenso, wie für den Flug mit ausgefahrenem und u. U. stehendem Klapptriebwerk.

Kann das Triebwerk bis zum Erreichen der Sicherheitsmindesthöhe nicht wieder eingefahren werden, tritt die Bedienung des Triebwerks in den Hintergrund. Anflug und Landung mit ausgefahrenem und stehendem Klapptriebwerk sind dann konzentriert unter Beachtung folgender Besonderheiten abzuarbeiten:

  • deutlich verschlechterte Gleitleistung (siehe Flug- und Betriebshandbuch)
  • Widerstanderhöhung und dadurch bedingt:
    • erhöhte Sinkrate
    • schlechtere Fahrtaufnahme
    • steilere Flugbahn und anderes Horizontbild
  • Wirbel der Triebwerksumströmung, die auf das Leitwerk treffen, können die aerodynamische Überziehwarnung überlagern

Beim Flug mit ausgefahrenem und stehendem Klapptriebwerk ist deshalb die Fahrtkontrolle äußerst wichtig. Die Flugeigenschaften eines modernen Segelflugzeuges verändern sich dabei gravierend. Dies erfordert die volle Aufmerksamkeit des Piloten!

Um die Zuverlässigkeit des Systems Pilot/Technik zu erhöhen, empfiehlt die BFU im Vorfeld des Einsatzes:

1. Pilot

  • Anwenden von Checklisten bei der Triebwerksbedienung
  • wiederholte, gründliche Beschäftigung mit dem Handbuch
  • gründliche praktische Einweisung und kontinuierliches Training mit dem Antriebssystem
  • Einbeziehen des Triebwerks in die tägliche Vorflugkontrolle

2. Technik

  • regelmäßige Kontrolle und Wartung des Triebwerks
  • regelmäßigen Probebetrieb Tipps zum Training:
  • Der Flug mit ausgefahrenem und stehendem Klapptriebwerk kann mit geringem Risiko in geeigneter Höhe geübt werden.
  • Die dabei erflogene Sinkrate kann beim Training von Landeanflug und Landung am Flugplatz mit den Bremsklappen eingestellt werden.

Tipps zum Training:

  • Der Flug mit ausgefahrenem und stehendem Klapptriebwerk kann mit geringem Risiko in geeigneter Höhe geübt werden.
  • Die dabei erflogene Sinkrate kann beim Training von Landeanflug und Landung am Flugplatz mit den Bremsklappen eingestellt werden.

Quelle: BFU

Airbus, EADS und ENN erforschen Flugkraftstoffe auf Algenbasis

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Auf der Airshow China in Zhuhai unterzeichneten Airbus, EADS Innovation Works und die chinesische Firma ENN – eines der weltweit führenden Bioenergieunternehmen – eine Absichtserklärung über die Erforschung innovativer Lösungen für alternative Flugkraftstoffe. Die Zusammenarbeit umfasst die technische Qualifizierung von Flugtreibstoffen aus Algen sowie deren verstärkte Nutzung in China, einem der am schnellsten wachsenden Luftfahrtmärkte der Welt.

Von der Technologie-Entwicklung zum Pilotprojekt

In der ersten Phase bewerten die Partner die Eignung der Algentechnologie (Maturity Assessment), analysieren die Nachhaltigkeit dieser Technologie und entwickeln Instrumente zur Einschätzung ihrer ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen. Die Initiative profitiert dabei vom Know-how, das EADS Innovation Works bereits in Sachen Treibstoffe der neuen Generation sammeln konnte.

Parallel dazu hat ENN eine Produktionsanlage für Algen-Biosprit entwickelt – einer der zukunftsträchtigsten alternativen Flugkraftstoffe der neuen Generation. In der zweiten Phase sind im Jahr 2013 Testflüge mit dem von ENN hergestellten Biotreibstoff in China geplant.

Airbus unterstützt und fördert Kraftstofftests und Qualifikationsaktivitäten, wie beispielsweise die Nutzung nachhaltiger Alternativkraftstoffe für kommerzielle Flüge. Zu diesem Zweck koordiniert Airbus die Beteiligung externer Partner in China, einschließlich großer Triebwerkshersteller und Fluggesellschaften.

„Mikroalgen gelten als zukunftsträchtiger Rohstoff für die Biokraftstoffgewinnung für den Einsatz im Flugverkehr“ sagt Dr. Jean Botti, EADS Chief Technical Officer, auf der Airshow China in Zhuhai. „Wir haben bereits demonstriert, dass Flüge mit Biotreibstoff aus Algen technisch machbar sind. Nun gilt es nachzuweisen, dass die industrielle Produktion von Biotreibstoff ökologisch und wirtschaftlich tragbar ist.“

Start mit kleiner Produktionskapazität

Die von ENN entwickelte Versuchsanlage – eine der modernsten der Welt – kann zunächst mehr als zehn Tonnen Algenöl pro Jahr produzieren. Ab 2013 werden die Partner  an Prozessen zur Herstellung alternativer Flugkraftstoffe in kommerziell ausreichenden Mengen forschen.

Frédéric Eychenne, New Energy Programme Manager bei Airbus, erklärte: „Es ist für uns ein Privileg, an der Seite von ENN Lösungen für eine nachhaltige Luftfahrt in China zu erarbeiten“. Und weiter „Die Kommerzialisierung alternativer Kraftstoffe der neuen Generation ist ein entscheidendes Element auf unserem Weg zur Verwirklichung unserer ehrgeizigen Umweltziele in der Luftfahrt.“

„Nachhaltigkeit ist von großer Bedeutung für unsere Umwelt und die globale Gemeinschaft. Der Ökoenergielieferant ENN und der Energieverbraucher Airbus streben danach, dass Biotreibstoff aus Algen eingesetzt werden kann, um den Kohlendioxidausstoß in der Luftfahrtindustrie zu reduzieren“, sagte Dr. Zhongxue Gan, CTO von ENN. „Die Nutzung von Algenbiotechnologie zur Erzeugung umweltfreundlicher Energie aus Industrieabfällen sowie aus CO2 und Abwässern ist Teil unseres Kohlenstoff-Recycling-Programms. Durch den systematischen Ansatz von ENN werden Energie, Umwelt und Ressourcen in ein Ökosystem eingebunden, das selbstverständlich auch der Gesellschaft zugutekommen wird.“

Algen als ertragreiche Rohstoffproduzenten

Bestimmte Algenarten enthalten hohe Anteile an Öl, das extrahiert, verarbeitet und raffiniert werden kann. Mikroalgen vermehren sich schnell und erzeugen mindestens dreißig Mal mehr pflanzliche Substanz pro Anbaugebiet als zum Beispiel Raps, und es besteht auch keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Als Anbauflächen genügen Brachflächen, zur Bewässerung kann Schmutz- oder Salzwasser genutzt werden. Wichtigster Vorteil der Mikroalgen ist ihr hoher CO2-Verbrauch.

Die Partnerschaftsvereinbarung ist eine der Initiativen zur Entwicklung vollständiger Produktionskapazitäten für nachhaltige Flugkraftstoffe in China. Diese Kraftstoffe sollen ausschließlich aus nachhaltigen biologischen Rohstoffen gewonnen werden.

Airbus verfolgt das ehrgeizige Ziel, auf jedem Kontinent eine derartige Wertschöpfungskette aufzubauen – nach Lateinamerika, Australien, Europa und dem Nahen Osten folgt nun mit China der Aufbau der Wertschöpfungskette in Asien.

Neues AIS-Portal für Piloten jetzt online

Das Flugberatungsportal der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH hat seit 13. November eine neue Oberfläche mit verbesserter Benutzerführung: Flugpläne oder NOTAM-Briefings können jetzt noch einfacher aufgegeben beziehungsweise abgerufen werden. Benutzerfreundlich, modern und in frischem Himmelblau präsentiert sich das neue AIS-Portal.

Die überarbeitete Darstellung komme der Zielgruppe stärker entgegen, erklärt Albert Schmitz, Leiter Betriebsbüro im Aeronautical Information Service Centre (AIS-C): "Immer mehr Piloten nutzen das Angebot im Netz für ihre Flugvorbereitung. Mittlerweile haben wir über 19.000 registrierte Kunden in unserem Portal. Rund 60 Prozent aller aufgegebenen Flugpläne erreichen uns über das Internet", so Schmitz.

Die wachsende Nachfrage nach den Online-Diensten zeigt sich auch am "VFReBulletin", einem im AIS-Portal zur Verfügung stehenden Tool zur Abfrage von streckenbezogenen, tagesaktuellen NOTAM für Sichtflieger: Rund 463.000 Mal nutzten die Nutzer im Jahr 2011 das Tool, durchschnittlich 1.200 Abrufe pro Tag.

Die neue Startseite des AIS-Portals gibt einen Überblick über aktuelle Informationen und wichtige Telefonkontakte zum AIS-C. Nach einer kostenlosen Anmeldung mit persönlichem Benutzernamen und Passwort gelangen die Nutzer – mit weniger Mausklicks als zuvor – zu den angebotenen Diensten.

Die bereits im eigenen Profil gespeicherten Flugpläne und NOTAM-Briefings können jetzt direkt bei dem jeweiligen Formular überblickt und eingesehen werden. Sollte man einmal nicht weiter wissen, lohnt ein Blick in die überarbeitete Online-Hilfe.

Einschränkungen bei Verspätungsmeldungen über das Portal

Es gilt der Hinweis an Piloten, dass bis zum 19. November – während der Umstellungen im AIS-Portal auf das FPL-2012-Format – Flugpläne nur bis 24 Stunden vor der voraussichtlichen Abblockzeit (EOBT) aufgegeben werden können. Änderungs- und Verspätungsmeldungen sind erst ab 19. November wieder möglich.

Mit dem neuen Auftritt des AIS-Portals werden auch die von der International Civil Aviation Organization (ICAO) beschlossenen Änderungen am Flugplan-Formular (FPL-2012), die am 15. November 2012 weltweit in Kraft treten, umgesetzt. Die im persönlichen Profil gespeicherten Flugpläne und NOTAM-Briefings sind jedoch trotzdem weiter nutzbar.

Piloten müssen Flugzeug-Ausrüstung neu eingeben

Die Eingabefelder für die Ausrüstung des Luftfahrzeugs (Feld 10) und deren weitere Spezifizierung in Feld 18 haben sich allerdings geändert. Daher wurden die Angaben in den beiden Eingabefeldern gelöscht. Die Nutzer des AIS-Portals sollten prüfen, wie die in ihrem Luftfahrzeug vorhandene Ausrüstung nach den neuen Vorgaben bezeichnet wird und die neuen Informationen in den Formularen speichern.

Im AIS-Portal (dfs-ais.de) können kostenlos und rund um die Uhr Flugpläne und Flugplanfolgemeldungen für Flüge nach Sicht- und Instrumentenflugregeln in Deutschland oder für Flüge ins Ausland übermittelt werden. Auch NOTAM-Briefings können abgerufen und ausgedruckt werden.

Streckenbezogene, tagesaktuelle NOTAM für Deutschland, Österreich und die Schweiz sind überdies in deutscher Sprache mit dem "VFReBulletin" erhältlich und auf Karten grafisch darstellbar. Viele Online-Dienste des AIS-C sind auch mit mobilen Geräten, wie Smartphone oder Tablet nutzbar.
 

Polnische LOT fliegt Strecke Stuttgart – Warschau

Die polnische Airline LOT verbindet Stuttgart fünfmal pro Woche wieder mit Warschau: Ab sofort stehen die Flüge jeweils täglich außer Dienstag und Samstag im Programm. Die Maschine startet um 16:25 Uhr in Warschau und erreicht die Landeshauptstadt Baden-Württembergs um 18:10 Uhr.

Der Rückflug startet um 18:50 Uhr in Stuttgart und erreicht die polnische Hauptstadt um 20:30 Uhr, Tickets gibt es ab 99 Euro für die einfache Strecke. Geflogen wird mit einer Embraer ERJ 170 mit etwa 70 Sitzplätzen.

Vom Warschauer Chopin-Flughafen gibt es gute Umsteigemöglichkeiten innerhalb von Polen, zum Beispiel nach Danzig oder Krakau, oder ins internationale Netz der LOT nach Fernost und in die USA, beispielsweise nach Peking, Singapur, New York oder Miami.

Die LOT hat ihre Basis in Warschau und ist Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance.

Erster Kunde aus China für Airbus Business Jet ACJ319

Airbus kann den ersten Kunden für die ACJ319 mit der treibstoffsparenden Sharklet-Option bestellt aus China verzeichnen. Mit der Bestellung baut Airbus seine starke Präsenz auf dem Markt für Geschäftsflugzeuge im Großraum China weiter aus. Aus dieser Region liegen Airbus bisher rund 25 Bestellungen für Geschäftsflugzeuge vor.

Airbus Corporate Jets wie die ACJ318 und ACJ319 sind in China bei Betreibern wie BAA Jet Management, Beijing Airlines, China Eastern Executive Aviation, Comlux Asia, Deer Jet, Hong Kong Jet und TAG Aviation bereits vielfach im Einsatz.

„Für Geschäftsflugzeuge ist China ein relativ neuer Markt und gehört zu den Regionen mit den höchsten wirtschaftlichen Wachstumsraten. Dadurch ist China ein sehr attraktiver Markt, vor allem im oberen Marktsegment, in dem die Airbus Corporate Jets einen ausgezeichneten Ruf genießen“, sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus. „Die Möglichkeit, größere Gruppen zu befördern, wird auf dem chinesischen Markt für Geschäftsflugzeuge sehr geschätzt, und genau dafür sind die Airbus Corporate Jets besonders gut geeignet.“

Airbus ACJ – Kleinster der Großen als Größter der Kleinen

Die Airbus-Modelle ACJ318, ACJ319, ACJ320 und ACJ321 haben trotz ihrer mit herkömmlichen großen Geschäftsflugzeugen vergleichbaren Länge (31,44 m) und Spannweite (35,80 m) die breitesten und größten Kabinen aller Corporate Jets und bieten somit ein Höchstmaß an Komfort, viel Platz und Bewegungsfreiheit.

Dank der geräumigen Kabine sind bei den Airbus Corporate Jets einzigartige Ausstattungen wie z.B. ein großer runder Tisch möglich, der sich in einen viereckigen Tisch verwandeln lässt. Diese Tischform wird in der chinesischen Kultur für soziale Kontakte und Gesellschaftsspiele wie Mahjong bevorzugt.

Die Airbus Corporate Jets sind Teil der weltweit modernsten Flugzeugfamilie. Sie bieten ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis und zahlreiche serienmäßige Leistungsmerkmale, mit denen andere Geschäftsflugzeuge nicht mithalten können. Hierzu zählen die piloten- und wartungsfreundlichen, weitgehend übereinstimmenden Cockpits, die Fly-by-Wire-Steuerung und die zentralisierte Wartung. Weitere Merkmale sind eine umfassendere Grundausstattung, der Einsatz von gewichtssparenden Verbundwerkstoffen und neue Triebwerksoptionen mit größerer Reichweite.

Betreuung durch weltweites Service-Netz

Mehr als 490 Airbus-Kunden und -Betreiber profitieren von einem weltweiten Netz von Technik-, Schulungs- und Ersatzteilzentren mit maßgeschneiderten Dienstleistungen für die Kunden der Airbus Corporate-Jets, darunter auch Mitarbeiter in China.

Für seine Corporate Jets unterhält Airbus jetzt auch Geschäftsstellen in Peking und Hongkong.

Airbus hat bisher mehr als 170 Bestellungen für Corporate Jets von Unternehmen, Privatkunden und Regierungen entgegen genommen. Sie fliegen heute auf allen Kontinenten, einschließlich der Antarktis.

Route Tripolis – Düsseldorf wird wieder aufgenommen

Die libysche Fluggesellschaft Afriqiyah Airways wird den Flugbetrieb auf der Strecke Tripolis – Düsseldorf ab dem 03. Dezember wieder aufnehmen, nachdem sich die Situation in dem nordafrikanischen Land in den letzten Monaten deutlich stabilisiert hat. Die libysche Hauptstadt Tripolis ist der politische, wirtschaftliche und kulturelle Mittelpunkt sowie der Verkehrsknotenpunkt des Landes.

Düsseldorf International verfügt mit dem Angebot erneut über die einzige Libyen-Verbindung in Nordrhein-Westfalen. Einerseits nimmt die wirtschaftliche Bedeutung Libyens für Deutschland als größter außereuropäischer Erdöllieferant ständig zu. Anderseits besitzt der nordafrikanische Staat eine große touristische Bedeutung für Wüstenfans und Kultururlauber.

Zunächst wird die 2001 gegründete Airline zwei wöchentliche Flug-verbindungen von NRWs Landeshauptstadt nach Tripolis anbieten. Montags und mittwochs landet Afriqiyah Airways um 11:45 Uhr mittags in Düsseldorf. Der Abflug nach Tripolis erfolgt um 12:45 Uhr, die Flugdauer mit dem Airbus A320 beträgt etwa 2:30 Stunden.

Zum Sommerflugplan 2013 sollen die Frequenzen dann sogar noch erhöht werden. Zusätzlich plant die Fluggesellschaft, dann erstmalig auch eine direkte Verbindung von Düsseldorf nach Benghazi. Derzeitig ist die zweitgrößte Stadt in Libyen noch als Umsteigeverbindung über Tripolis zu erreichen.

Bis Februar 2011 war diese Strecke Tripolis – Düsseldorf bereits von Afriqiyah Airways bedient worden. Die Flüge mussten dann aber aufgrund der politischen Entwicklungen in Libyen zeitweise eingestellt werden. Erst kürzlich gaben Afriqiyah Airways und Airbus auch die Bestellung weiterer neuer Flugzeuge des Typs A350 XWB bekannt.

Flughafen BER erläutert geplante Verbesserungen beim Brandschutz

Der Technische Geschäftsführer der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Horst Amann, hat heute seine Analyse zu den bekannten Brandschutzproblemen am Flughafen Berlin Brandenburg vorgelegt. Ursprünglich war geplant, bis Mitte November den Projektausschuss, ein Untergremium des Aufsichtsrates, über den Fortgang der Planungen zu informieren.

Krankheitsbedingt fand die Unterrichtung zu diesem Thema nun heute mit den Spitzen der Gesellschafter statt. Demnach zeichnen sich für die wesentlichen Punkte folgende Lösungen ab.

  • Die Entrauchungsanlage im Mainpier wird an vier Stellen so umgebaut, dass die Entrauchung nicht mehr geschossübergreifend, sondern geschossweise erfolgt. Lediglich im Mainpier Mitte bleibt es bei einer geschossübergreifenden Entrauchung, deren Funktionsweise der Genehmigungsbehörde in den nächsten Monaten mit weiteren Realtests (sogenannten Heiß-Gasrauchversuchen) nachgewiesen werden soll.
     
  • Im Bereich der Gepäckförderanlage/Gepäckausgabehalle werden die baulichen Abweichungen von der Baugenehmigung durch den Einbau von Rauchabschlüssen an den ebenenwechselnden Förderbändern korrigiert. So kann Rauch im Brandfall nicht von einem Geschoss ins andere gelangen.
  • Das am BER eingesetzte vollautomatische Schließsystem mittels Keycard und ohne Schlüssel ist mittlerweile ein am Markt bewährtes System und wird beispielsweise am Flughafen Frankfurt erfolgreich eingesetzt. Die Flughafengesellschaft wird der Genehmigungsbehörde die Funktionalität der Anlage selbst bei Stromausfall wie gefordert nachweisen.
  • Die komplexe Sprinkleranlage mit zehntausenden von Sprinklerköpfen bleibt so bestehen. Die Flughafengesellschaft wird wie von der Genehmigungsbehörde gefordert einen Nachweis der Systemzuverlässigkeit erbringen.

Horst Amann zu den Maßnahmen: „Wir haben die Brandschutzthemen seit Bekanntgabe des neuen Eröffnungstermins weiter intensiv beraten. Dazu gehörte auch die von mir eingeforderte Stellungnahme des Brandschutzgutachters hhpberlin von Ende Oktober, in der der Gutachter die Situation kritischer einschätzte als zuvor. Wir sind zu folgenden Schlüssen gekommen: Der Eröffnungstermin 27.10.2013 steht, er ist aber kein Selbstläufer. Wir haben folgende Voraussetzungen geschaffen: Die anstehenden Restbauarbeiten erfordern ein enges Controlling. Dafür habe ich neue Strukturen mit einer Reihe neuer Mitarbeiter, klarer Verantwortung und Aufgabenverteilung installiert.“

„An einigen Stellen wie z. B. bei der Gepäckanlage müssen wir den baulichen Zustand wie in der Baugenehmigung gefordert herstellen. An den Stellen, an denen die bauliche Realisierung des Flughafens von der Baugenehmigung auch künftig abweicht, müssen wir der Behörde die Funktionsweise der Brandschutzanlage durch Heißgasrauchversuche nachweisen. Dies wird bis Februar 2013 dauern. Spekulationen in der Öffentlichkeit, wonach ‚Teile des Terminal aufgerissen werden müssen‘, entsprechen nicht der Realität.“ so Horst Amann weiter.

Aufgrund der Probleme mit der Brandschutzanlage musste die Eröffnung des Flughafens BER merhfach verschoben werden, zuletzt wurde der Termin zum 27.10.2013 genannt.

Interjet aus Mexiko kauft 40 Airbus A320neo

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Der mexikanische Low-Cost Carrier Interjet hat einen Kaufvertrag über 40 A320neo unterzeichnet. Der Triebwerkstyp für die neuen Flugzeuge wird von der Airline noch mitgeteilt. Interjet wird als Betreiber einer reinen Airbus-Flotte noch im November einen weiteren Airbus A320 entgegennehmen.

"Wir ergänzen unsere heute schon sehr junge und effiziente A320-Flotte mit modernster Flugzeugtechnik, sodass unsere Flugzeuge zu den wirtschaftlichsten und umweltfreundlichsten in der gesamten Passagierluftfahrt zählen werden", sagte Miguel Aleman Velasco, Chairman von Interjet.

Wachstum mit bewährter Flugzeugtechnik

Interjet hat sich in nur sieben Jahren zur führenden Fluggesellschaft für Mexikos Inlandsflüge entwickelt und sein Streckennetz auf Mittelamerika, die USA und die Karibik ausgedehnt. Die neuen A320neo werden den weiteren Ausbau des Streckennetzes und die Flottenerneuerungspläne der Airline unterstützen. Mit der heutigen Bestellung stehen 45 Flugzeuge der A320-Familie für Interjet in den Airbus-Auftragsbüchern.

Die A320neo weist gegenüber der A320 eine Kommunalität von über 95 Prozent auf. Dadurch fügt sich die A320neo leicht in die bisherige Interjet-Flotte von 36 A320 ein. "Mit der A320neo wird Interjet seine führende Position im mexikanischen Airline-Geschäft behaupten", ergänzte Miguel Alemán Magnani, Präsident von Interjet.

"Dieser Auftrag verstärkt unsere Partnerschaft mit einer der führenden Fluggesellschaften Mexikos und bestätigt auch den in Lateinamerika festzustellenden Trend zu immer jüngeren und effizienteren Flugzeugen", sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus. "Interjet wird als eine der ersten Fluggesellschaften der Region die A320neo einsetzen und damit von einer Reduzierung des Treibstoffverbrauchs um 15 Prozent profitieren."

Flotte verdreifacht in zehn Jahren

Die Airbus A320-Familie, mit über 8.600 verkauften und mehr als 5.300 an mehr als 350 Kunden und Betreiber weltweit ausgelieferten Flugzeugen, ist das erfolgreichste Verkehrsflugzeugprogramm überhaupt. Die Betriebskosten liegen bei der A320-Familie dank ihrer erwiesenen Zuverlässigkeit und verlängerten Wartungsintervalle unter denen aller anderen Single-Aisle-Flugzeuge.

Die A320neo verkauft sich so schnell wie kein anderes Verkehrsflugzeug zuvor: Seit ihrer Einführung hat Airbus dafür bereits fast 1.500 Bestellungen von mehr als 30 Kunden entgegengenommen. Das Programm läuft planmäßig auf die Indienststellung des ersten Flugzeugs im Jahr 2015 zu.

Airbus hat in Lateinamerika und der Karibik bisher mehr als 750 Flugzeuge verkauft und verzeichnet noch fast 350 auszuliefernde Bestellungen für diese Region, in der gegenwärtig bereits mehr als 450 Airbus-Flugzeuge fliegen. Die aktive Airbus-Flotte in Lateinamerika hat sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht – mehr als 60 Prozent aller dort betriebenen Flugzeuge wurden von Airbus geliefert.

Deutsche Lufthansa AG und UFO – Einigung im Tarifkonflikt

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Die Deutsche Lufthansa AG und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) haben in der Tarifauseinandersetzung eine Einigung erzielt. Beide Parteien haben sich, auf Grundlage der Empfehlung von Prof. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup zur Schlichtung des Tarifkonflikts, geeinigt. Damit ist die seit April 2012 andauernde Tarifrunde abgeschlossen.

Gegenstand der Schlichtung waren der Vergütungstarifvertrag, die Ergebnisbeteiligung sowie die Verhandlungsverpflichtung zur Vergütungsstrukturreform aus der Schlichtungsschlussempfehlung vom 16. Januar 2011. Die zwischen Lufthansa und UFO erzielte Einigung umfasst sowohl die Inhalte der Schlichtungsschlussempfehlung, als auch Vereinbarungen aus einem Parallelverfahren, in dem weitere Themen zwischen verhandelt wurden.

Der Vergütungstarifvertrag wird zum 01. Januar 2013 wirksam und läuft bis zum 31. Dezember 2014.

Lufthansa Passagevorstandsmitglied Peter Gerber, Verhandlungsführer der Lufthansa, sagte: „Nach vielen Monaten schwieriger Verhandlungen haben wir nun eine Vereinbarung gefunden, die den Positionen beider Tarifparteien Rechnung trägt. Für uns war die nachhaltige Weiterentwicklung des Tarifsystems, mit einer Vergütungstabelle für neue Mitarbeiter, als Einstieg in eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur essentiell. Zudem haben wir wichtige Fortschritte bei Flexibilisierung und Produktivität erzielt. Im Gegenzug hat Lufthansa Vergütungssteigerungen akzeptiert sowie Zugeständnisse zur Arbeitsplatzsicherung gemacht. Insgesamt wurde gemeinsam ein tragfähiges Ergebnis erzielt, das beiden Parteien etwas abverlangt und zugleich die Interessen von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite berücksichtigt.“

Einmalzahlung und weniger für neue Mitarbeiter

Eine Erhöhung der Stufenbeträge in der Grundvergütungstabelle um 100 Euro. Für die Mitarbeiter in den Endstufen beträgt die Anhebung 50 Euro. Zusätzlich wurde eine Einmalzahlung in Höhe von 320 Euro für alle Mitarbeiter der Kabine vereinbart, was einem Volumen von rund 0,6 Prozent entspricht.

Der Abschluss ergibt eine Tabellenerhöhung im Gesamtvolumen von 3,95 Prozent. Der Forderung der UFO nach Abschaffung der sogenannten Vorschaltstufen für rund 6.000 Mitarbeiter wurde in der Vereinbarung ebenfalls Rechnung getragen. Davon profitieren besonders die Mitarbeiter niedrigerer Gehaltsstufen. Im Gegenzug wurden eine zwölfmonatige Aussetzung der Stufensteigerung für alle Mitarbeiter sowie Verbesserungen der Produktivität vereinbart.

Mit einer neuen Tabelle für alle künftig einzustellenden Mitarbeiter, wurde eine wichtige Grundlage für die langfristige Sicherung der Arbeitsplätze in der Kabine und der Wettbewerbsfähigkeit der Lufthansa umgesetzt. 

In Verbindung mit der Vergütungsstrukturreform wurde eine verbesserte Ergebnisbeteiligung vereinbart, welche maximal ein Brutto-Monatsgehalt erreichen kann.

Mit einem neuen Jahresarbeitszeitmodell für neue Mitarbeiter, die an einem saisonalen Einsatz bei Lufthansa interessiert sind, wird eine wichtige Komponente zum Ausgleich saisonaler Nachfrageschwankungen in die Vergütungsstruktur eingeführt.

Für die Mitarbeiter in der Kabine wurden zudem – trotz schon bestehender und sich anbahnender weiterer Überkapazitäten – betriebsbedingte Kündigungen bis zum 31. Dezember 2014 ausgeschlossen. Diese Zusage wird durch die Einführung eines solidarischen Arbeitszeitkorridors von fünf Prozent bei den Mitarbeitern der Kabine unterstützt.

Für den freiwilligen Übergang von Mitarbeitern der Kabine zu Germanwings, die künftig die Direktverkehre der Lufthansa übernehmen wird, haben die Tarifpartner Absicherungskomponenten vereinbart, die insbesondere einen Bestandsschutz bei Vergütung und Versorgung vorsehen.

Nach Unterzeichnung der Tarifvereinbarung in Wiesbaden betonte Gerber: „Ausdrücklicher Dank gilt dem Schlichter, Prof. Bert Rürup, der mit großer Sachkunde und Verhandlungsgeschick der Schlichtung zum Erfolg verholfen hat. Jetzt, da die Kontroversen überwunden sind, wollen wir den Blick nach vorn richten, das vertrauensvolle Verhältnis stärken und gemeinsam den Herausforderungen des Wettbewerbs begegnen.“

Wintermarkt am Airport München mit buntem Programm

Ab kommenden Samstag, den 17. November 2012, startet im MAC-Forum des Münchner Airports wieder der bekannte Wintermarkt. Seit dem Startschuss im Jahre 1999 verzaubert die winterliche Schmucklandschaft mitten im Herzen des Airports regelmäßig zahlreiche internationale Gäste.

Der Besuch des Marktes mit mehr als 50 Ständen gehört für Reisende wie auch für viele Besucher aus der unmittelbaren Flughafenregion längst zum festen vorweihnachtlichen Programm. Der Markt lockt nicht nur mit einem Weihnachtsmarkt-Angebot, sondern auch mit einer großen Kunsteis- und Eisstockbahn sowie einem umfangreichen Bühnenprogramm.

Eislaufbahn, Musik, Leckereien und Kinderprogramm

Insgesamt 40 Bands und Musiker aus der Region treten während des Wintermarktes auf. Die Bandbreite des täglich wechselnden Bühnenprogramms reicht von Rock und Pop über Blues und Jazz bis hin zu Swing und Salsa. Kulinarisch werden Gäste mit bayerischen Schmankerln und asiatischen Leckereien verwöhnt. Selbstverständlich werden auch Glühwein und schwedischer Glögg serviert.

Für die weihnachtliche Atmosphäre sorgen mehr als 400 im MAC-Forum aufgestellte Weihnachtsbäume. Abwechslungsreiches Kinderprogramm mit Kasperletheater, Backen und dem Verzieren von Lebkuchenhäusern oder dem Basteln von Adventsschmuck steht für den Nachwuchs auf dem Programm. Die große Eisbahn sowie die Eisstockbahn stehen natürlich wieder allen Besuchern kostenlos zur Verfügung. Schlittschuhe können vor Ort gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden.

Weihnachtskalender mit Flugreisen und VIP-Services

Beim Online-Adventskalender-Spiel ab 01. Dezember, das über die Homepage des Flughafens zu erreichen ist, gibt es attraktive Flugreisen zu gewinnen. Hinter jedem zweiten Adventskalendertürchen verbergen sich dort Flugtickets von Airlines, die Flüge vom Münchner Airport anbieten: Einfach das aktuelle Türchen öffnen, die Fragen beantworten und auf Tickets hoffen. Auf der Seite gibt es auch das genaue Programm des Wintermarktes mit allen Highlights.

Alternativ zu den Flugtickets gibt es auch Hotel-, Restaurant- oder Einkaufsgutscheine sowie Exklusivbetreuungen beim VIP-Service des Münchner Airports. Die Spieler, die an allen Adventstagen die Fragen richtig beantwortet haben, nehmen an der Ziehung des Hauptgewinns teil: Hier winken zwei Tickets mit South African Airways ins südafrikanische Johannesburg. Darüber hinaus zeigt ein überdimensionaler Adventskalender auf dem Meta Twist Tower den Besuchern täglich eine Rabattaktion in den Shops am Flughafen an.

Während der Weihnachtstage werden in der Zeit vom 22. Dezember 2012 bis 06. Januar 2013 täglich außer am Heiligabend drei Lichterfahrten um 16.30 Uhr, 17.00 Uhr und 17.30 Uhr durchgeführt. Am 24. Dezember findet um 13.15 Uhr eine „A380-Christkindl-Tour“ statt. Tickets sind im Besucherpark des Airports erhältlich. Unter der Telefonnummer 089/975-41333 können Besucher ihre Plätze reservieren.

Der Wintermarkt am Airport, der dieses Mal bis zum 30. Dezember dauert, ist täglich zwischen 11.00 und 21.00 Uhr geöffnet. Lediglich an Heiligabend schließen der Markt und die Geschäfte am Flughafen bereits um 17.00 Uhr. Besucher, die mit dem Auto zum Wintermarkt kommen, erhalten gegen Vorlage ihres Parkscheins eine Gutzeitkarte an allen Ständen. Mit ihr können sie ihr Auto bis zu fünf Stunden kostenlos im Parkhaus P20 abstellen.

Veranstaltungszeiten

17.11. bis 30.12.2012,
täglich von 11 bis 21 Uhr
 

Ryanair fliegt 2013 ab Airport Nürnberg

Ryanair kommt nach Nürnberg. Mit Beginn des Sommerflugplans im März 2013 begrüßt der Airport Nürnberg die irische Fluggesellschaft Ryanair, die sechs attraktive Nonstop-Ziele in Europa anfliegt und damit das Low Cost-Segment des Airport Nürnberg erweitert. 

"Unser bestehendes Portfolio aus stabilem Liniennetz und breitem touristischen Angebot wird um diesen Neuzugang speziell für besonders preissensible Kunden erweitert", erläutert Flughafengeschäftsführer Karl-Heinz Krüger.

Ab Beginn des Sommerflugplans 2013 werden die Ziele London-Stansted, Pisa, Alicante, Malaga, Porto sowie Cagliari auf Sardinien von Ryanair mehrmals wöchentlich zu günstigen Ticketpreisen angesteuert, Stansted sogar täglich. In den ersten sechs Monaten wird auf diesen Strecken mit rund 190.000 Passagieren gerechnet. Die neuen Ziele sind sowohl für private Städte-Kurztrips wie auch Urlaubsreisen interessant.

Mit dem Markteintritt von Ryanair baut der Flughafen das Geschäftsfeld der Low Cost-Angebote aus. Sie richten sich vorrangig an eine Kundengruppe, die für ihre Flüge bisher andere Flughäfen nutzten und nun als Passagiere für Nürnberg gewonnen werden sollen. Diese Kunden gelten als sehr preissensibel, verzichten dafür auf Zusatzleistungen und nehmen auch eine längere Anreise in Kauf, wodurch sich das Einzugsgebiet erweitert.

Neben einer Bereicherung des Flugplans für Reisende ab Nürnberg sieht Geschäftsführer Krüger mit Ryanair auch Potenziale für den Tourismus in Franken durch Besucher aus dem europäischen Ausland.

Ryanair mit europaweit 50 Basen ist Europas führende Billig-Fluggesellschaft. Sie ist Mitglied der European Low Fares Airline Association und mit rund 76 Millionen Reisenden im Jahr 2011 die größte Fluggesellschaft Europas.

BER: Überprüfung auf Sicherheitsmängel nach Medienberichten

Die Flughafengesellschaft des Flughafens Berlin-Brandenburg hat zusammen mit den zuständigen Behörden eine Untersuchung des Vorgangs aufgenommen, über den aktuell in den Medien berichtet wird. Dabei wurde verbreitet, es sei ein Zugang zum Sicherheitsbereich des Flughafens möglich.

Wie seitens des BER bereits mitgeteilt wurde, ist der Zugang zum Sicherheitsbereich der Flughäfen Tegel und Schönefeld durch Sicherheitskontrollen und durch von außen verschlossene, alarmgesicherte Fluchttüren versperrt.

Ein ungehindertes, unkontrolliertes Eindringen in den Luftsicherheitsbereich ist durch die funktionierenden, von EU und nationalen Sicherheitsbehörden abgenommenen Sicherheitssysteme und Prozesse generell nicht möglich. Die bestehenden Sicherheitsvorkehrungen sind ausreichend und entsprechen den gesetzlichen Anforderungen.

Dennoch lässt sich im diskuterten Fall nicht ausschließen, dass ungeachtet dieser hohen Zugangsbeschränkungen ein widerrechtlches Eindringen in den Sicherheitsbereich möglich war. Im Zuge der laufenden Überprüfungen, die in enger Abstimmung mit den Behörden stattfinden, wurde eine Techniktür zu einem mit Starkstromleitungen ausgestatteten Installationsschrank in einem nicht öffentlich zugänglichen Wartungsbereich als möglicher Zugangspunkt identifiziert. Sollte sich bestätigen, dass diese Tür passierbar war, könnte es sich nur um einen, vermutlich durch menschliches Versagen verursachten Einzelfall handeln.

Die Flughafengesellschaft des BER hat auf diesen Sachstand unmittelbar reagiert und in Abstimmung mit den zuständigen Behörden die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um eine Wiederholung widerrechtlicher Zutritte auszuschließen. Darüber hinaus werden alle Schnittstellen zwischen dem öffentlichen Bereich und dem Luftsicherheitsbereich erneut überprüft.

Austrian Airlines: Höhere Auslastung mit weniger Flugzeugen

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Die Austrian Airlines Group hat in den ersten zehn Monaten 2012 die Passagierzahl zum Vorjahr um 1,7 Prozent auf 9,8 Millionen gesteigert. Die Auslastung (Passagierfaktor) verbesserte sich um 3,6 Prozentpunkte auf 77,8 Prozent. Die Kapazität (ASK) wurde um 3,4 Prozent zurückgenommen, gleichzeitig sind die Passagierkilometer (RPK) um 1,2 Prozent gestiegen.

Afriqiyah Airways ordert weitere Airbus A350 XWB

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Afriqiyah Airways hat ihre derzeitige Bestellung über ihre neue A350 XWB-Flotte mit einem weiteren Festauftrag um vier A350-900 vergrößert. Die Fluggesellschaft wandelte außerdem ihre ursprüngliche Bestellung von sechs A350-800 in sechs Flugzeuge des größeren Modells A350-900 um. Afriqiyah bekommt damit insgesamt zehn Airbus A350-900. 

Die bestellten A350 XWB für Afriqiyah Airways bieten 314 Passagieren in der Kabine Platz, die das ultimative Flugerlebnis der Branche offeriert. Die Fluggesellschaft wird die Flugzeuge auf neuen Strecken in die USA, den Nahen Osten und nach Asien betreiben.

"Die Bestellung weiterer A350 XWB von Afriqiyah freut uns sehr und ist ein Hinweis darauf, dass dieses Flugzeug den neuen Maßstab in der Branche im Langstreckensegment setzt", sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus. "Wir sind überzeugt, dass die unschlagbare Wirtschaftlichkeit der A350 XWB und ihr überragender Passagierkomfort wesentlich zum fortgesetzten Erfolg von Afriqiyah beitragen werden."

XWB – Neue Flugzeugfamile startklar ab 2014

Airbus führt mit der A350 XWB (Xtra Wide Body) eine völlig neue Familie von Langstreckenflugzeugen mittlerer Passagierkapazität ein, die als Basisversionen für 270 bis 350 Passagiere in typischer Dreiklassenbestuhlung angeboten werden. Die A350 XWB-Familie bringt im Vergleich zu bisherigen Flugzeugen in dieser Größenkategorie einen Quantensprung bei der Effizienz.

Die neuen Airbus-Jets kommen mit einem Viertel weniger Treibstoffverbrauch und somit auch einer entsprechenden Verringerung der CO2-Emissionen. Mit dem Auftrag von Afriqiyah hat die A350 XWB schon jetzt 562 Festbestellungen für 34 Kunden aus aller Welt für sich gewonnen. Erst kürzlich war für die A350 XWB in Toulouse die Endmotagelinie von Airbus eingeweiht worden. Das erste A350 XWB Flugzeug soll 2014 seinen Liniendienst aufnehmen.

 

IFR / VFR – Flugverkehr im Luftraum E

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In den vergangenen Jahren wurden vermehrt gefährliche Annäherungen von Luftfahrzeugen (AIRPROX) im Luftraum E registriert. Im Sinne des Flugunfall-Untersuchungs-Gesetzes (FIUUG) werden solche Ereignisse bei entsprechender Annäherung als Schwere Störungen klassifiziert, da sich beinahe ein Unfall ereignet hätte. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Begegnungen zwischen Verkehrsflugzeugen und Flugzeugen der Allgemeinen Luftfahrt, wie Motor- und Segelflugzeuge sowie Luftsportgeräte. Die räumlichen Abstände der Luftfahrzeuge bzw. der Abstand der Flugwege beim Kreuzen der Luftfahrzeuge betrug teilweise horizontal weniger als 1 nautische Meile (NM) und vertikal weniger als 300 ft.

Der Luftraum E ist ein kontrollierter Luftraum. Die Obergrenze liegt bei FL100 (Alpen FL130) und die Untergrenze zwischen 1.000 ft und 2.500 ft GND.

In Deutschland findet hier gemischter Flugverkehr nach Sichtflugregeln (VFR) und Instrumentenflugregeln (IFR) statt.

An Schönwettertagen und an Wochenenden gibt es in diesem Luftraum regen Flugverkehr mit Luftfahrzeugen, die sehr unterschiedliche Leistungsprofile aufweisen. Der ICAO-Grundsatz lautet „see and avoid“. Nach dieser Devise sollen alle Beteiligten zur Sicherheit in diesem Luftraum beitragen. Für den VFR-Verkehr ist zwar kein Funkkontakt und keine Freigabe einer Flugsicherungsstelle vorgeschrieben, jedoch ist für motorgetriebene Luftfahrzeuge ab 5.000 ft AMSL bzw. ab 3.500 ft GND die Transpondernutzung vorgeschrieben. Es werden nur Flüge nach Instrumentenflugregeln durch die Flugsicherung zueinander gestaffelt. Der IFR-Flieger wird, soweit diese Information vorliegt und die Situation es zulässt, auf vorhandenen Sichtflugverkehr von der Flugverkehrskontrolle (ATC) hingewiesen, Ausweichempfehlungen werden auf Wunsch erteilt.

Der VFR-Flieger wird ebenfalls auf andere Luftfahrzeuge (IFR und VFR) hingewiesen, vorausgesetzt er steht mit einer Flugsicherungsstelle (Tower oder Fluginformationsdienst (FIS)) in Funkkontakt. Auch hier ist zu beachten, dass Verkehrsinformationen nur dann erteilt werden können, wenn die Situation dies zulässt. Auch bedeutet der Funkkontakt mit FIS nicht, dass eine kontinuierliche Überwachung des Flugweges stattfindet oder der VFR-Flug unter irgendeiner Art von „Kontrolle“ steht.

Der IFR-Flieger fliegt mit Kartenmaterial, welches keine ausreichende Information zur Luftraumstruktur enthalten muss. Nur mit der zusätzlichen Nutzung einer VFR-Luftraumkarte wäre es ihm möglich zu erkennen, wann er in den Luftraum E ein- bzw. ausfliegt.

Der VFR- Flieger ist verpflichtet seinen Flug mit aktuellem VFR- Kartenmaterial anzutreten und er sollte jederzeit in der Lage sein, seine Position einem entsprechenden Luftraum zuzuordnen. Er fliegt jedoch permanent nach Sichtflugregeln und wird entsprechend aufmerksam den Luftraum beobachten. Die gefährlichen Annäherungen zwischen IFR- und VFR-Fliegern im Luftraum E waren insbesondere in der Umgebung der Kontrollzonen von Flughäfen (Luftraum D) sowie von Verkehrslandeplätzen mit zeitweiligem IFRBetrieb (Luftraum F) zu verzeichnen.

Zur Vermeidung von gefährlichen Luftfahrzeugannäherungen zwischen IFR- und VFR-Flugverkehr im Luftraum E empfiehlt die BFU:

IFR-Flieger:

  • Kontrollieren Sie beim Anflug auf Verkehrsflughäfen, ob und wann ein Einflug in den Luftraum E erfolgt. An- und Abflugrouten verlaufen nicht immer in einer TMA.
  • Rechnen Sie im Luftraum E mit unbekanntem Flugverkehr. Beobachten Sie konsequent und aufmerksam den Luftraum.
  • Denken Sie daran, nicht alle VFR-Flüge haben einen Transponder an Bord und stehen oft nicht in Kontakt mit ATC.
  • Berücksichtigen Sie, Flüge nach Instrumentenflugregeln haben kein generelles Vorflugrecht vor Flügen nach Sichtflugregeln. Im Luftraum E gelten die Ausweichregeln der Luftverkehrsordnung (LuftVO) für alle Beteiligten gleichermaßen. Zu beachten ist explizit das Vorflugrecht von Luftschiffen, Segelflugzeugen, Hängegleitern, Gleitsegeln, Ballonen und Schleppverbänden.
  • Beachten Sie die Geschwindigkeitsbegrenzung: max. 250 KIAS unter FL100!
  • Beachten Sie bei der Flugvorbereitung die Luftraumstruktur des Abflug- bzw. Zielflughafens.

VFR-Flieger:

  • Machen Sie sich den Flugweg der IFR-Flieger bewusst:
    • Ab- und Anflugverfahren der IFR-Flieger verlaufen auch durch den freigabefreien Luftraum E.
    • Die Abflugstrecken führen von den entsprechenden Flugplätzen zu festgelegten Wegpunkten bzw. Routen. Durch den hohen Anstellwinkel im Steigflug ist insbesondere bei Verkehrsflugzeugen die Sicht nach vorne unten stark eingeschränkt.
    • Die Anflugstrecken führen von einem nahen Funkfeuer oder festgelegten Wegpunkten zum Endanflug der Piste.
    • IFR-An- und IFR-Abflüge können auch abseits der veröffentlichten Verfahren auf individuellen Kursen geführt werden (LuftVO § 26 (2))
  • Beobachten Sie verstärkt den Luftraum, wenn Sie sich in den An- und Abflugsektoren der Flughäfen im Luftraum E aufhalten, Luftfahrzeuge im Endanflug haben hier Vorflugrecht (LuftVO § 13 (4)).
  • Verzichten Sie bei rechtzeitigem Erkennen des Luftfahrzeuges im Zweifel auf Ihr Vorflugrecht. Weichen Sie frühzeitig aus! Sie können ein großes Verkehrsflugzeug leichter erkennen als ein Verkehrsflugzeugführer Ihr Luftfahrzeug.
  • Nutzen Sie verstärkt den Fluginformationsdienst auf der FIS- oder Tower-Frequenz. Dadurch können die Lotsen/FIS-Spezialisten wertvolle Verkehrsinformationen an alle Luftraumnutzer weitergeben.
  • Auch wenn Sie nicht in Kontakt mit einer Flugsicherungsstelle stehen und unterhalb 5.000 ft AMSL / 3.500 ft GND fliegen, schalten Sie immer Ihren Transponder ein. Dadurch können Verkehrsinformationen an andere Luftfahrzeuge erteilt werden und das Verkehrswarnsystem (TCAS) der Verkehrsflugzeuge kann ggf. reagieren.

  • Verlassen Sie sich nicht auf bordseitige Verkehrswarngeräte, nutzen Sie diese nur zur Unterstützung der Luftraumbeobachtung.
  • Halten Sie den geforderten Mindestabstand zu den Wolken ein.

Das Fliegen im Luftraum E ist ein Miteinander von IFR- und VFR-Flugverkehr. Es funktioniert besser, wenn alle im Bewusstsein für den anderen mit der nötigen Umsicht unterwegs sind.

Quelle: BFU

Witterungsverhältnisse erzwingen mehr Südanflüge am Flughafen Zürich

Am Wochenende 27. und 28. Oktober verzeichnete der Flughafen Zürich Südanflüge, die außerhalb der Sperrzeiten stattfanden. Grund dafür waren ausserordentliche Witterungsverhältnisse, welche Anflüge weder von Norden noch von Osten her zuließen, wie der Flughafen Zürich erklärt.

Aufgrund einer außsserordentlichen Wettersituation mit starken Nordwestwinden und schlechten Sichtverhältnissen musste am betreffenden Wochenende tagsüber teilweise auf das Südkonzept umgestellt werden. Am Samstag und am Sonntag fanden je rund 260 Südanflüge statt. Dieser Wechsel auf das Südkonzept ausserhalb der deutschen Sperrzeiten ist eine Ausnahme und kommt erst dann zum Tragen, wenn auf den anderen beiden Pisten nicht mehr gelandet werden kann.

Abweichung vom regulären Pistenkonzept

Gemäß Betriebsreglement gilt das Südkonzept mit Südanflügen auf die Piste 34 von Montag bis Freitag von 6.00 bis 7.00 Uhr und am Wochenende sowie an Baden-Württembergischen Feiertagen von 6.00 bis 9.00 Uhr. An einem normalen Wochenende erfolgen zu diesen Zeiten rund 50 bis 60 Südanflüge.

Tagsüber erfolgen die Landungen gemäß Nordkonzept auf den Pisten 14 und 16 und am Abend unter der Woche ab 21.00 Uhr und am Wochenende ab 20.00 Uhr bis Betriebsende gemäß Ostkonzept auf der Piste 28.

Bei zu starkem Nordwestwind werden Landungen infolge Rückenwinds von den Pisten 14 und 16 normalerweise auf die Piste 28 von Osten umgeleitet. Wenn aber auf die Piste 28 infolge schlechter Sichtverhältnisse wie z.B. bei Schneefall nicht angeflogen werden kann, kommen als letzte Möglichkeit die Südanflüge auf die Piste 34 zum Tragen.

Für Außnahmefälle rechtens

Das Bundesgericht hat diese Ausnahmeregelung mit dem Urteil vom 31. März 2010 für rechtskonform erklärt. Vor Einführung des Südanflugverfahrens sowie dieser Ausnahmeregelung wurde bei vergleichbaren Witterungsverhältnissen trotz Rückenwind von Norden her gelandet.

Seit Einführung des Südanfluges steht für diese seltenen Witterungsverhältnisse eine bezüglich Sicherheit günstigere Anflugvariante zur Verfügung. Diese Ausnahmeregelung wird nur bei den erwähnten seltenen Witterungsverhältnissen angewendet, wenn aus Sicherheitsüberlegungen weder Nord- noch Ostanflüge zulässig sind.

SAS übernimmt Eigenverantwortung für ihren Flugbetrieb in Finnland

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Ab 01. November 2012 übernimmt SAS die Eigenverantwortung für ihren Flugbetrieb in Finnland. Alle Blue1 Flüge werden dann unter dem SAS Namen und Logo durchgeführt. Die SAS-Tochter Blue1 wird in eine Produktionsgesellschaft umgewandelt und die entsprechenden Flugservices bereitstellen. Mit dieser markenstrategischen Maßnahme innerhalb der 4Excellence-Strategie stärkt SAS ihre Position auf dem finnischen Markt.

"Finnland ist neben Dänemark, Norwegen und Schweden unser vierter nordischer Heimmarkt. Seit Anfang 2012 arbeiten wir an der Neustrukturierung unseres Finnland-Angebotes. Wir fliegen heute nonstop zwischen verschiedenen Regionen in Skandinavien und Finnland, ergänzend zu unserem weltweiten SAS Network und dem der Star Alliance. Mit der jetzt sichtbaren Marke SAS in Finnland demonstrieren wir dem finnischen Markt unser starkes Angebot und unsere einzigartigen Vorteile besser als vorher", sagt Joakim Landholm, Executive Vice President Commercial bei SAS.

SAS bietet werktäglich über einhundert Direktverbindungen zwischen Skandinavien und Finnland. SAS-Fluggäste können von acht deutschen Abflughäfen mit nur einem Zwischenstopp in Kopenhagen oder Stockholm die neun finnischen Geschäftszentren Helsinki, Kittilä, Kokkola, Lappeenranta, Oulu, Pori, Tampere, Turku und Vaasa direkt erreichen.

SAS ist die führende Fluglinie in Skandinavien. Im Jahr 2011 beförderte die SAS Gruppe 27,2 Millionen Fluggäste zu 128 verschiedenen Destinationen. SAS wurde in den letzten drei Jahren jeweils zur pünktlichsten Fluglinie ausgezeichnet.

Austrian Airlines Group: Ergebniszahlen zum 3. Quartal 2012

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Das Sanierungsprogramm der Austrian Airlines Group beginnt zu greifen. Das bereinigte operative Ergebnis des 3.Quartals 2012 konnte auf 61,1 Millionen Euro nahezu verdoppelt werden (2011: 31,6 Millionen Euro). Grund dafür waren gute Sommermonate mit vollen Flugzeugen und das erfolgreiche Abbremsen von automatisch steigenden Kosten. In der Betrachtung der ersten 9 Monate 2012 konnte die größte heimische Fluglinie somit einen bereinigten operativen Gewinn von 5,9 Millionen Euro erwirtschaften.

Austrian Airlines hat damit das erste Mal nach fünf Jahren wieder schwarze Zahlen geschrieben. 2011 lag der operative Verlust für die Monate Januar bis September noch bei minus 31,5 Millionen Euro.

CEO Jaan Albrecht: "Ich bin vor allem stolz auf unsere Mitarbeiter. Sie haben in den Sommermonaten trotz schwieriger Umstände hoch professionelle Arbeit geleistet. Dafür möchte ich mich bei meinem gesamten Team bedanken."

Unter Einbezug von Sondereffekten im Zusammenhang mit dem Betriebsübergang des Flugbetriebs auf die Tyrolean Airways weist Austrian Airlines nach neun Monaten ein operatives Ergebnis von plus 73 Millionen Euro aus (unbereinigt). Aufgrund dieser Einmaleffekte wird Austrian Airlines bereits im Gesamtjahr 2012 ein positives operatives Ergebnis erzielen. Auf bereinigter Basis erwartet Austrian Airlines bedingt durch die schwächeren Wintermonate allerdings einen Jahresverlust.

Der Umsatz der Austrian Airlines Group ist in den ersten 9 Monaten gegenüber dem Vorjahr um 6,4 Prozent auf 1.648 Millionen Euro (1-9 2011: 1.549 Millionen Euro) gestiegen.

Flugzeuge wieder voller

Im Zeitraum Januar bis September 2012 lag die Passagierzahl mit insgesamt rund 8,8 Millionen um 2,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Die Auslastung (=Passagierfaktor) stieg um 3,5 Prozentpunkte auf 77,7 Prozent. Das Angebot gemessen an den Angebotenen Sitzkilometern (ASK) ist um 2,5 Prozent gesunken, die Nachfrage gemessen in Passagierkilometern (RPK) ist um 2,1 Prozent gestiegen.

Personalstand

Der Personalstand der Austrian Airlines Group lag zum Stichtag 30. September 2012 bei 6.320 Mitarbeitern (30. September 2011: 6.836 Mitarbeiter).

Restrukturierungsprogramm schreitet voran

Austrian Airlines startete Anfang 2012 ein umfassendes Restrukturierungsprogramm mit dem Fokus auf Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität. Dadurch konnten bis zum Ende des dritten Quartals bereits langfristige ergebnisverbessernde Maßnahmen umgesetzt werden. Zentraler Punkt dabei war der Übergang des Flugbetriebs auf die Tochter Tyrolean Airways zum 01. Juli 2012.

Auch die Flottenharmonisierung im Europaverkehr schreitet voran. Bis Ende des Jahres werden bereits drei von insgesamt sieben vorgesehenen neuen Airbus A320 in der Austrian Flotte fliegen. Bis zum Sommerflugplan 2013 ist geplant, die restlichen vier Airbus A320 in Betrieb zu nehmen. Zeitgleich wird die Boeing B737-800 Flotte schrittweise aus dem Flugbetrieb ausscheiden.

Im Oktober startete Austrian Airlines zudem eine Produktoffensive auf ihrer Langstreckenflotte. Alle Boeing B767 und B777 werden bis April 2013 mit einer erneuerten, modernen Kabine, neuen Economy Sitzen sowie neuen Business Class Sitzen mit einer horizontalen Liegefläche und einem neuen Bord-Entertainment-System ausgestattet. Die Investitionssumme beträgt über 90 Millionen Euro.

"Das ist eine Summe, die wir aus eigener Kraft noch nicht stemmen könnten. Unser wirtschaftliches Fitnessprogramm ist deshalb auch noch nicht abgeschlossen. Wir sind auf gutem Weg, aber noch nicht dort, wo wir hinwollen", schließt Albrecht.

Austrian Airlines

Austrian Airlines ist Österreichs größte Fluggesellschaft und betreibt ein weltweites Streckennetz von rund 130 Destinationen. In Zentral- und Osteuropa ist das Streckennetz mit 41 Destinationen besonders dicht. Der Heimatflughafen Wien ist durch seine günstige geografische Lage im Herzen Europas eine ideale Drehscheibe zwischen Ost und West. Austrian Airlines ist Teil des Lufthansa Konzerns, dem größten Airline Verbund Europas sowie Mitglied der Star Alliance, dem ersten weltumspannenden Verbund internationaler Fluggesellschaften. Der Flugbetrieb der Austrian Airlines Group ist seit 01. Juli 2012 in der 100% Tochter Tyrolean gebündelt.

Austrian Airlines bietet ab Mai 2013 Nonstopflüge nach Chicago

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Ab 17. Mai 2013 fliegt Austrian Airlines fünf Mal pro Woche nach Chicago, die Metropole im mittleren Westen der USA. Der Flug wird mit einer Boeing 767 durchgeführt, die dann auch schon mit einer komplett neuen Kabine mit neuen Full-Flat Sitzen in der Business Class, neuen, modernen Economy-Sitzen und neuem Bord-Entertainment-System ausgestattet sein wird. Austrian Airlines bietet damit im nächsten Sommer insgesamt 26 wöchentliche Nonstopflüge nach Nordamerika an.

So geht es täglich mit einer Boeing 777, dem größten Langstrecken-Flugzeug in der Austrian-Flotte, nach New York und mit einer Boeing 767 täglich nach Washington und Toronto.

Chicago ist als Destination nicht nur für Lokalpassagiere interessant, sondern insbesondere für den Transferverkehr, das heißt für Passagiere, die am Drehkreuz Wien umsteigen. Besonders für die amerikanischen Fluggäste ist das Netz der Austrian Airlines von und nach Zentral- und Osteuropa und hier unter anderem Destinationen wie Prag, Bukarest, Sofia, Belgrad und Skopje von Bedeutung. Austrian Airlines rechnet für die Chicago-Flüge mit einem Anteil von 30 Prozent Lokal- und 70 Prozent Transferverkehr.

Über Chicago wird Austrian Airlines attraktive Umsteigeverbindungen mit United Airlines in die gesamte USA anbieten – zum Beispiel von und nach Los Angeles, San Francisco, Houston, Las Vegas, Denver und Seattle. United Airlines ist ein wichtiger Partner im Rahmen des transatlantischen Joint Ventures mit Air Canada und Lufthansa Group. Der Chicago O’Hare Airport ist das wichtigste Drehkreuz von United Airlines.

Das transatlantische Joint Venture

Austrian Airlines hatte Chicago auch schon in der Vergangenheit, zuletzt in den Jahren 2007 und 2008, im Programm. "Seit Juli 2011 ist Austrian Airlines Teil des transatlantischen Joint Ventures mit United Airlines und Air Canada. Damit konnte Austrian Airlines die Marktposition auf den Transatlantikflügen im letzten Jahr deutlich stärken", erläutert Austrian CCO Karsten Benz. "Die Auslastung unserer bisherigen Flüge nach USA lag im vergangenen Sommer bei über 90 Prozent. Chicago und der Westen der USA zeigen zusätzliche Potentiale für uns, gerade durch die ausgezeichnete Kooperation mit United Airlines."

Im Rahmen des transatlantischen Joint Ventures nutzen die teilnehmenden Fluglinien die Vertriebskraft aller Airlines, stimmen das Flugprogramm ab und erreichen so eine bessere Auslastung. Die Kunden profitieren dabei von vielen Extras: Sie können Gepäck durchchecken, Meilen sammeln oder bei den Partnerairlines Ermäßigungen für Kinder in Anspruch nehmen. Die Passagiere haben damit auch mehr Möglichkeiten bei ihrer Reiseplanung, weil sie nun alle Flüge der Partnerairlines miteinander kombinieren können. Damit wird Reisen flexibler und bequemer.

DRF Luftrettung wirbt mit extra Mitarbeitern um Förderung

Schwerer Verkehrsunfall im Kreis Wolfach. Ein 13-jähriger Junge wird lebensgefährlich verletzt. Schnellstmöglich wird er mit dem Freiburger Hubschrauber der DRF Luftrettung in die Uniklinik geflogen. Seit über 19 Jahren bringt "Christoph 54" schwerkranken oder verletzten Patienten schnelle medizinische Hilfe. Betrieben wird der Hubschrauber von der gemeinnützig tätigen DRF Luftrettung, die bei der Finanzierung ihrer oft lebensrettenden Arbeit auf Unterstützung von Förderern angewiesen ist.

Daher setzt die DRF Luftrettung in der Fördererwerbung erstmals auf fest angestellte Mitarbeiter: Monika Renz, Ulrich Graudenz, Darius Mazimpaka und Peter Späth sind seit kurzem im Großraum Freiburg unterwegs, um die Bevölkerung über die Arbeit der DRF Luftrettung aufzuklären und Förderer für den DRF e.V. zu werben. Die Außendienstmitarbeiter Monika Renz, Ulrich Graudenz, Darius Mazimpaka und Peter Späth sammeln an den Türen kein Geld, tragen Dienstkleidung und können sich ausweisen.

"Mit diesem Projekt gehen wir in der Ansprache der Bevölkerung einen vollkommen neuen Weg. Auch weiterhin werden wir mit Agenturen zusammenarbeiten, doch unser Ziel ist es, zusätzlich mit eigenen Mitarbeitern einen noch direkteren Draht zu den Menschen zu bekommen, auf deren Hilfe wir angewiesen sind. Daher werden wir bereits im Dezember das Team in Freiburg um weitere Mitarbeiter verstärken. Wir sind vom Erfolg dieses Projektes überzeugt und planen, dies bundesweit auszudehnen", erläutert Marcel Widmann, Leiter Fördererwerbung beim DRF. e.V.

Unterschiedlicher könnten die vier Außendienstmitarbeiter des DRF e.V. im Großraum Freiburg nicht sein: Vom Psychologen, einem studierten Volkswirt, einer Verkäuferin von Fertighäusern bis hin zu einem Meister im Cocktail mixen – alle eint sie die Sinnhaftigkeit ihres neuen Jobs. Peter Späth, im Freiburger Raum als professioneller Barkeeper bekannt, begründet seinen Berufswechsel:

"Die Tatsache, zur Rettung von Menschenleben beizutragen, lässt mich jeden Morgen wieder aufs Neue mit Leidenschaft und Begeisterung ans Werk gehen. Nachdem ich als gelernter Hotelmeister bisher hauptsächlich nachts tätig war, freue ich mich über geregelte Arbeitszeiten, um so mehr Zeit mit meiner Familie verbringen zu können. Die Freude, etwas Sinnvolles zu tun, macht mich glücklich."

An bundesweit 28 Stationen setzt die DRF Luftrettung Hubschrauber für die Notfallrettung und für den schonenden Transport von Patienten zwischen Kliniken ein. Auch von Freiburg aus startet der rot-weiße Hubschrauber täglich zu seinen Einsätzen. Notfallorte im Umkreis von rund 50 Kilometern kann er in maximal 15 Minuten erreichen. Darüber hinaus wird "Christoph 54" für dringende Patiententransporte zwischen Kliniken eingesetzt.

In Deutschland hat jeder Betroffene Anspruch auf den Einsatz eines Hubschraubers, wenn dies medizinisch erforderlich ist. Abgerechnet werden die Luftrettungseinsätze mit den Krankenkassen über den jeweils gültigen Flugminutenpreis. Die Kosten der Luftrettung werden im bundesweiten Durchschnitt allerdings nicht ganz durch die Krankenkassen getragen.

Um Luftrettung auf hohem Niveau leisten zu können, investiert die DRF Luftrettung beständig in neue medizintechnische Geräte, die Modernisierung ihrer Flotte und die Fortbildung ihres Personals. Zur Finanzierung ihrer Arbeit ist die gemeinnützig tätige Organisation somit auf die Unterstützung von Förderern angewiesen.

Flughafen Zürich nun mit GPS-Abflugverfahren

Nachdem der satellitengestützte Anflug auf die Piste 14 seit März vergangenen Jahres möglich ist, führte die Flughafenbetreiberin nun in Zusammenarbeit mit Skyguide auch einen satellitengestützten Abflug ein. Während sich die Technologie ändert, bleiben die Abflugrouten dieselben.

Als erster Flughafen der Schweiz implementierten der Flughafen Zürich und Skyguide im März 2011 einen satellitengestützten Anflug. Das moderne Anflugverfahren leitet Flugzeuge mittels GPS-Technologie von Norden auf die Piste 14. Seit Mitte Oktober 2012 wird nun auch ein neues Abflugverfahren gestützt auf Satellitennavigation auf der Piste 34 möglich. 

Erstmals kommt damit in der Schweiz ein Abflugverfahren zum Einsatz, bei dem neu für den Kurvenflug ein Kurvenradius definiert wird. Die neue, satellitengestützte Abflugroute verläuft im Prinzip deckungsgleich mit der bestehenden Abflugroute. Mit dem neuen Abflugverfahren verspricht man sich eine genauere Routenführung und damit eine Reduktion der Streuung im Kurvenflug.

Mit welcher Methode die Abflüge auf der Piste 34 erfolgen, hängt von der Ausrüstung der Flugzeuge ab und liegt letztlich im Ermessen des Piloten. Das Projekt dient Skyguide, dem Flughafen Zürich sowie der Fluggesellschaft Swiss dazu, mit neuen technologischen Möglichkeiten erste Erfahrungen zu neuen An- und Abflugverfahren zu sammeln.

SESAR und CHIPS: Mehr Effizienz für den Flugverkehr

Die Flughafen Zürich AG ist als Mitglied des europäischen Forschungsprojektes SESAR bei der Entwicklung und Einführung neuer Flugverfahren international führend involviert. Unter dem Projektnamen SESAR (Single European Sky ATM (Air Traffic Management) Research) arbeiten führende Vertreter europäischer Flugsicherungen, Flugzeughersteller, Flughafenbetreiber, Fluggesellschaften und Systemhersteller für die Luftfahrtindustrie Hand in Hand an der Modernisierung und Effizienz des europäischen Luftverkehrsmanagements.

Die Verfahren für GPS-Anflüge und GPS-Abflüge werden im Rahmen der schweizerischen Innovationsplattform CHIPS (CH-wide Implementation Program for SESAR Related Activities) entwickelt. Neben der Flughafen Zürich AG und Skyguide ist darin unter der Führung des BAZL auch die Fluggesellschaft SWISS involviert. Mit dem Vorhaben bekräftigt der Flughafen Zürich seine Rolle als führender Flughafen bei der Entwicklung und Einführung satellitengestützter Flugverfahren.

Raumsonde Dawn zum Fotobesuch beim Asteroiden Vesta

Zum „richtigen“ Planeten hat es nicht ganz gereicht, dennoch zeigt Vesta, der mit 530 Kilometern Durchmesser zweitmassivste Asteroid unseres Sonnensystems, zahlreiche Eigenschaften eines Planeten. Das ist eines von mehreren bedeutenden Ergebnissen der NASA-Mission Dawn, die am 11. Mai 2012 im amerikanischen Wissenschaftsmagazin Science veröffentlicht werden. Die Raumsonde Dawn umkreist Vesta seit dem 16. Juli 2011. An der Mission ist auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt.

„Vesta hat mehr Ähnlichkeit mit dem Mond als mit anderen Asteroiden“, erklärt Professor Ralf Jaumann vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof. „Ihr innerer Aufbau, die Vielzahl geologischer Oberflächenformen, die unterschiedliche Zusammensetzung und vor allem die durch Materialverlagerungen veränderte Oberfläche sprechen für eine dynamische, langanhaltende, planetenähnliche Entwicklungsgeschichte.“ Jaumann leitet das Dawn-Wissenschaftsteam des DLR. Der Planetengeologe ist einer der Erstautoren der Serie von Veröffentlichungen der amerikanisch-deutsch-italienischen Forschergruppe in Science. Die DLR-Planetenforscher werteten hierfür die Bilder eines Kamerasystems aus, das – gefördert vom Raumfahrtmanagement des DLR – vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung gemeinsam mit dem DLR für Dawn entwickelt wurde.

Kamera aus Deutschland liefert perfekte Bilder von Dawn

„Diese Kamera liefert seit dem 06. August 2011, als wir mit der systematischen Kartierung begonnen haben, perfekte, hoch aufgelöste Bilder von Vesta“, freut sich DLR-Wissenschaftler Jaumann. „Völlig unerwartet war die Entdeckung von ein paar Dutzend mehrere hundert Kilometer langen Furchen, die, wie mit einem gigantischen Pflug gezogen, zum einen parallel zum Äquator, zum anderen schräg dazu verlaufen. „Und dann entdeckten wir neben einem vorher schon vermuteten riesigen Einschlagsbecken nahe des Südpols auch die Spuren einer ebenso großen, aber noch älteren Kollision.“ Die Forscher um Jaumann sind sich sicher, dass diese beiden Mega-Einschläge die Ursache für die Furchen am Äquator von Vesta sind. Inmitten dieser Becken erhebt sich ein Zentralmassiv, das weit über 20 Kilometer hoch ist.

Die Vermessung der Körper des Sonnensystems gehört zu den weltweit anerkannten Expertisen des DLR-Instituts für Planetenforschung. Die Wissenschaftler haben auf der Grundlage von Stereo-Bilddaten dreidimensionale globale Geländemodelle von Vesta erstellt, die maßgeblich zum Verständnis des inneren Aufbaus dieses Asteroiden und der Strukturen auf der Oberfläche beigetragen haben. Die bis zu 15 Meter genauen Geländemodelle und daraus abgeleiteten Karten sind die Grundlage für die detaillierte Erforschung Vestas durch das internationale Dawn-Wissenschaftsteam. Dawn – die „Morgendämmerung“ – soll helfen, fundamentale Fragen zur frühen Entwicklung der Planeten zu klären.

„Vesta war wahrscheinlich sogar einmal größer als heute“, erklärt Professor Chris Russell, Principle Investigator der Dawn-Mission von der University of California in Los Angeles. „Durch Kollisionen wurden riesige Bruchstücke aus diesem Protoplaneten weggesprengt. Dennoch war Vesta groß genug zu ‚differenzieren’, also einen metallischen Kern auszubilden, der von einem Gesteinsmantel umgeben ist.“ Dies wurde bisher vermutet und konnte nun durch eine mineralogische Analyse der Oberfläche von Vesta bestätigt werden: Die Beobachtungen mit der deutschen Spezialkamera und die Messungen mit den amerikanischen und italienischen Spektrometern an Bord von Dawn zeigen eine Übereinstimmung mit der Zusammensetzung von seltenen Meteoriten, die auf der Erde gefunden wurden.

Vesta als „Mutter“ einer Familie von Asteroiden

Diese „HED“-Meteoriten – benannt nach den Anfangsbuchstaben der drei Steinmeteoriten-Sorten Howardit, Eukrit und Diogenit – stammen ebenfalls von einem differenzierten Asteroiden-Mutterkörper und haben eine „heiße“ Vergangenheit hinter sich, waren also bei ihrer Entstehung zumindest zum Teil geschmolzen. Zweimal schlug an Vestas Südpol ein großer Körper ein und sprengte viele Tausend Kubikkilometer Gesteinsbrocken ab. Diese folgen jetzt als so genannte Vestoide der Bahn von Vesta. Zurück blieben zwei sich gegenseitig fast überdeckende Einschlagsbecken, die nach den Priesterinnen Rheasilvia und Veneneia der römischen Göttin Vesta benannt wurden“, erklärt Professor Russell. „Bruchstücke von Vesta und der Vestoiden sind dann als HED-Meteoriten ins All geschleudert worden, und manche Brocken landeten schließlich auf der Erde.“

Erst auf den topographischen Karten der DLR-Forscher wurde offensichtlich, dass Vesta zweimal besonders schwer getroffen wurde. „Vesta hat in seiner Geschichte einiges aushalten müssen“, sagt Professor Jaumann. „Veneneia, das ältere Becken, hat schließlich auch einen Durchmesser von 400 Kilometern. Die enorm bewegte Topographie und die extrem steilen Berg- und Kraterwände zeigen, dass der Asteroid unter seiner obersten Staubschicht aus massivem Gestein besteht.“ Die gewaltigen Einschläge erschütterten Vesta. Ausdruck dieser Asteroidenbeben sind mehrere Dutzend gewaltige Furchen, die entlang des Äquators verlaufenen. „Es lässt sich ein eindeutiger geometrischer Bezug zum jeweiligen Zentrum der Einschlagsbecken Rheasilvia und Veneneia herstellen. Zugleich zeigt die Entstehung mehrerer hundert Kilometer großer Becken und globaler Strukturen, dass bei den kosmischen Kollisionen Vestas der gesamte Himmelskörper bis zur Belastungsgrenze erschüttert wurde“, analysiert DLR-Planetenforscher Jaumann die Ergebnisse.

Andererseits wurden auf Vestas Oberfläche keine Strukturen identifiziert, die eindeutig auf Vulkanismus hindeuten, obwohl dies theoretisch zu erwarten wäre. „Das kann aber auch daran liegen, dass die Oberfläche von einer dicken Schutt- und Staubschicht, dem Regolith, bedeckt ist, der erst nach und nach durch das Meteoritenbombardement entstanden ist und Spuren eines frühen Vulkanismus überdeckt“, wägt Professor Jaumann ab. Einige Flächen mit auffallend dunklem Material könnten zwar auf Vulkanismus hindeuten. Es könnte aber auch sein, dass es sich um eine Substanz handelt, die reich an Kohlenstoff ist und von Kometen oder Asteroiden dorthin verfrachtet wurde. Bis zum Abflug von Dawn Ende August 2012 Richtung Zwergplanet Ceres haben die Wissenschaftler jetzt noch Zeit, Vestas „Geheimnisse“ zu lüften.

Die Mission Dawn

Die Mission Dawn wird vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der amerikanischen Weltraumbehörde NASA geleitet. JPL ist eine Abteilung des California Institute of Technology in Pasadena. Die University of California in Los Angeles ist für den wissenschaftlichen Teil der Mission verantwortlich. Das Kamerasystem an Bord der Raumsonde wurde unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau in Zusammenarbeit mit dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze in Braunschweig entwickelt und gebaut. Das Kamera-Projekt wird finanziell von der Max-Planck-Gesellschaft, dem DLR und NASA/JPL unterstützt.

Forschungsflugzeuge messen Ozonbildung von Gewittern

Gewitter haben einen erheblichen Einfluss auf die globale Ozonbildung: Blitze setzen Stickoxide frei, die in Höhen von zehn Kilometern Ozon produzieren, starke Aufwinde in Gewittern transportieren Emissionen vom Boden in die obere Atmosphäre. Doch wie groß ist dieser Einfluss – auch im Vergleich zum Luftverkehr? Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gehen gemeinsam mit dem amerikanischen National Center for Atmospheric Research (NCAR) und der Weltraumagentur NASA sowie weiteren Partnern diesen Fragen nach. Hierzu führen sie noch bis Mitte Juni Messflüge in den USA durch. Die Forscher wollen bestehendes Datenmaterial erweitern und die Prozesse in Gewittern besser verstehen.

"Gewitter sind wie Staubsauger", erklärt Dr. Heidi Huntrieser vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre. Als DLR-Projektleiterin begleitet sie die Messflüge in den USA. "Gewitter saugen mit teilweise über 100 Stundenkilometern die Luft vom Boden in rund zehn Kilometer Höhe in den so genannten Ambossbereich. Dies ist die pilzförmige Schicht ganz oben ‚auf‘ dem Gewitter – hier strömt die Luft nur noch seitlich, aber kaum mehr weiter nach oben."

Völlig andere Bedingungen am Ambossbereich

Wird verschmutzte Luft wie beispielsweise Auto-Emissionen vom Boden in diese Region transportiert, ändert sich aufgrund der dort herrschenden kalten Temperaturen, anderer Feuchtigkeit und intensiveren Sonneneinstrahlung auch deren Chemie: Der Abbau dauert sehr viel länger, die Produktion von Ozon steigt: "Stickoxide können in diesen Höhen bis zu zehn Mal so viel Ozon produzieren wie am Boden", erläutert Huntrieser.

Mit den Messungen wollen Huntrieser und ihre Projekt-Partner die bestehenden Datensammlungen erweitern: "Vorherige Messungen lassen den Schluss zu, dass der globale Luftverkehr etwa ein Teragramm Stickoxide pro Jahr produziert – Gewitter aber für etwa fünf Mal so viel verantwortlich sind. Alle Stickoxid-Quellen zusammen verursachen in der Atmosphäre etwa 50 Teragramm Stickoxide pro Jahr, die Gewitter sind also für rund 10 Prozent verantwortlich", sagt Huntrieser. Teragramm bedeutet 10 hoch 12, also eine Zahl mit 12 Nullen. Neue Modellsimulationen zeigen, dass der Einfluss von Gewittern auf den Ozonhaushalt sehr hoch sein kann. "Das waren zum Teil sehr überraschende Ergebnisse", sagt Huntrieser. "Wir brauchen jetzt mehr Messdaten, um das zu bestätigen."

Einsatz von drei Forschungsflugzeugen – möglichst am gleichen Gewitter

Drei Forschungsflugzeuge sind bei dieser Mission im Einsatz: Das DLR-Forschungsflugzeug Falcon wird in zehn Kilometern Höhe messen, das amerikanische Forschungsflugzeug Hiaper in bis zu 15 Kilometern Höhe und eine DC-8, ein wesentlich größeres Flugzeug, misst hauptsächlich in den niedrigeren Höhen. "Unser ehrgeiziges Ziel ist es, dass alle Flugzeuge gleichzeitig in Gewitternähe in unterschiedlichen Höhen arbeiten – das wäre weltweit einzigartig", sagt Huntrieser.

Einfluss verschiedener Blitz-Typen

Im Fokus stehen neben den Transportprozessen vom Boden in die obere Atmosphäre der Einfluss verschiedener Blitz-Typen: Es existieren verhältnismäßig kurze Blitze von einigen Kilometern Länge und welche, die horizontal auf eine Länge von über 100 Kilometern vorkommen. Die Bildung des Blitzes hängt auch von den Gewittertyp ab: Bisherige Messungen über Europa zeigen, dass diejenigen, die mit viel Hagel und Graupel in den mittleren Breiten vorkommen, verhältnismäßig viele und auch zum Teil längere Blitze enthalten können. Im Verhältnis dazu, zeigen Messungen in tropischen Gewittern in Brasilien weniger Eispartikel, mehr Wolkentröpfchen und viele, aber kürzere Blitze.

Zusätzlich zeigen bisherige Messungen, dass Gewitter mit kürzeren Blitzen im Verhältnis zu denen mit längeren Blitzen auch weniger Stickoxide pro Blitz produzieren. Dank der unterschiedlichen klimatischen Bedingungen in den USA können die Wissenschaftler beide Arten untersuchen: Über Alabama existieren Gewitter mit weniger Eis, über Colorado mit mehr Graupel und Hagel. Oklahoma ist für seine heftigen Gewitter, so genannten Superzellen, die auch Tornados auslösen können, bekannt.

Keine Flüge direkt durchs Gewitter

Die Forschungsflüge zum Gewitter sind hochanspruchsvoll, aber kaum gefährlich für die Insassen: "Wir fliegen nicht direkt in die Gewitter hinein, das wäre aufgrund der starken Turbulenzen, Vereisungsgefahr, Blitzeinschlag und den hohen Windgeschwindigkeiten viel zu gefährlich. Unsere Messungen finden im ruhigeren Amboss-Bereich statt", erklärt Huntrieser. Die robuste Falcon ist für diese Einsätze ideal geeignet, die DLR-Piloten haben schon viele ähnliche Messungen mit dem Forschungsflugzeug über Europa, Brasilien, Australien und Afrika durchgeführt.

Ein Stück Neuland betreten die Forscher bei ihren Messflügen ebenfalls: Rund zwölf bis 48 Stunden, nachdem sich das Gewitter aufgelöst hat, wollen die Wissenschaftler Messflüge in den übrig gebliebenen Gewitterluftmassen durchführen und beispielsweise erfassen, wie viel Ozon produziert wurde und wie sich die chemische Zusammensetzung durch das Gewitter verändert haben.

Internationale Partner

Neben dem DLR sind an den Messungen die Partner u.a. die amerikanische Weltraumagentur NASA, das National Center for Atmospheric Research (NCAR), die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) und die Uni Innsbruck beteiligt. Die Mission wird von der amerikanischen National Science Foundation (NSF) gefördert.