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Satellitenbilder in höchster Auflösung mit Pléiades 1B

Pléiades 1B ist der zweite Erdbeobachtungssatellit der Pléiades-Konstellation mit besonders hoher Auflösung und eignet sich für militärische und zivile Zwecke. Er wurde – ebenso wie sein „Zwilling“ Pléiades 1A, der seit Dezember 2011 im Orbit ist – im Auftrag der französischen Raumfahrtbehörde CNES von Astrium in Toulouse gebaut. Thales Alenia Space lieferte das sehr hochauflösende optische Bilderfassungs-Instrument. Hauptauftragnehmer für Pléiades 1B ist Astrium.

Der Satellit soll am 30. November mit einer Sojus-Trägerrakete vom Europäischen Raumfahrtzentrum in Französisch-Guayana starten. Pléiades 1B wurde bereits in die Fregat-Oberstufe der Trägerrakete integriert und ist nun am Startplatz zum Flug ins All bereit. „Wenn Pléiades 1B seine Position in der Umlaufbahn eingenommen hat, wird Astrium Services täglich sehr hoch auflösende Satellitenbildprodukte anbieten können“, sagte Evert Dudok, CEO von Astrium Services. „Nutzer werden durch Pléiades in Kürze Bilder in einer hervorragenden Auflösung schneller, regelmäßiger und doppelt so häufig erhalten.“

Täglich frische Satellitenbilder von jedem Punkt der Erde

Tägliche Wiederholraten bieten Nutzern von Satellitenbildprodukten auf der ganzen Welt einen klaren Mehrwert. Die Fähigkeit, jeden beliebigen Punkt der Erde täglich neu zu erfassen, ist wichtige Voraussetzung für eine extrem schnelle Reaktionsfähigkeit. So können Konfliktzonen sowie Krisen- und Katastrophengebiete an jedem Ort der Erde binnen weniger Stunden aufgenommen werden. Damit ist Pléiades ein perfektes Instrument zur Planung von Evakuierungs- und Rettungsmissionen.

Die häufige Wiederholrate ermöglicht zudem eine tägliche Beobachtung von Veränderungen an bestimmten Standorten, wie Überwachung von Fortschritten bei großen Bauprojekten oder Kontrolle von Bergbau-, Industrie- und Militäranlagen. Durch die doppelte Kapazität und die doppelt so schnelle Bereitstellung der Bilder bietet die Pléiades-Konstellation ihren Nutzern Bilddaten mit sehr hoher Auflösung und großer Schwadbreite. Damit eignet sich Pléiades auch besonders gut für die wolkenfreie Kartierung großer Gebiete.

Bildauflösung 50 cm aus rund 700 km Höhe

Die beiden Pléiades-Satelliten werden um 180 Grad versetzt in einem polnahen, sonnensynchronen Orbit in einer Höhe von 694 Kilometern positioniert, was eine tägliche Neuerfassung jedes beliebigen Punktes der Erde ermöglicht. Die Satelliten liefern Bildmaterial mit einer Auflösung von 50 Zentimetern bei einer Streifenbreite von 20 Kilometern für Frankreichs und Spaniens Verteidigungsministerien, zivile Organisationen sowie über Astrium Services als zivilen Anbieter von Pléiades-Produkten exclusiv für den zivilen Markt und Privatnutzer.

Neben ihrer hohen Bilderfassungspräzision zeichnen sich die Satelliten durch ihre Wendigkeit aus; so sind Bilderfassungen mit Verkippung in Nadirrichtung und unterschiedliche Aufnahmemodi (20 Zielaufnahmen in einem Bereich von 1.000 mal 1.000 Quadratkilometern sowie Stereo-, Mosaik- und Korridorbilder etc.) möglich. Bildauflösungen von Satelliten aus können prinzipiell aber noch viel feiner sein. Für klassische Erdbeobachtung etwa im Katastrophenschutz sind Auflösungen von 1,5 Metern, bei einer Schwadbreite von 60 km heute üblich. Aber auch Radarsatelliten sind in der Lage, Veränderungen im Zentimeterbereich auf der Erde zu erkennen, etwa die Hitze-Verformungen auf dem Metalldach des Berliner Hauptbahnhofes.

Corsair erhält ersten Airbus A330-300

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Corsair hat heute die erste von zwei bei Airbus bestellten A330-300 übernommen. Das Flugzeug wurde bei einer Feierstunde in Toulouse in Anwesenheit des Chairman von Corsair, Pascal de Izaguirre, übergeben. Damit kann die Gesellschaft fortan ihre Routen von Paris aus in alle Welt verstärken.

„TUI Travel freut sich über den Kauf der A330-300-Flugzeuge. Denn besonders mit ihrer vor kurzem erweiterten Leistungsfähigkeit ist dies ganz eindeutig der ideale Flugzeugtyp zur Erweiterung der Corsair-Flotte und Ergänzung der bereits betriebenen A330-200. Airbus hat eng mit Corsair und dem TUI Travel Management zusammengearbeitet, um den Erfolg dieser Erneuerung der Corsair-Flotte sicherzustellen“, sagte Tom Chandler, Director of Aircraft Acquisition and Finance bei TUI Travel PLC.

Diese neue A330-300 ist Teil der Strategie von TUI, in die heutzutage umweltfreundlichsten Flugzeuge zu investieren und die Verbindungen von Paris zu den französischen Antillen, nach Kanada und Westafrika und zu den Destinationen im indischen Ozean zu verstärken. Die beiden Flugzeuge wurden im Dezember 2010 bestellt, die nun ausgelieferte Maschine soll ab Ende dieses Monats im Liniendienst eingesetzt werden.

„Wir freuen uns über diese Entscheidung von TUI Travel, Airbus A330-Flugzeuge zu kaufen“, sagte Pascal de Izaguirre, CEO von Corsair. „Wir profitieren bereits von der ausgezeichneten Leistung der A330-200. Diese neue A330 wird uns dank ihrer einmaligen Effizienz, Zuverlässigkeit und niedrigen Betriebskosten die Umsetzung unserer neuen Strategie ermöglichen, die ökoeffizientesten und zuverlässigsten Flugzeuge für unser Netzwerk zu betreiben“, fügte er hinzu.

Der große Rumpfquerschnitt der A330-300 erlaubt den Betreibern sehr komfortable und vielseitige Möglichkeiten der Konfiguration und Bestuhlung pro Klasse. Die Reichweite beträgt bis zu 10.400 km/5.600 nm mit ungefähr 300 Passagieren an Bord. Hoch effizient und für den Mittel- bis Langstreckenmarkt optimiert, bietet die A330-300 das beste Verhältnis zwischen Reichweite und Kosten. Die A330-300 ist nach wie vor die wirtschaftlichste Lösung, wenn es darum geht, 300 Passagiere in echtem Langstreckenkomfort über mittlere Distanzen zu befördern.

„Die A330-300 ist das Flugzeug, das die Bedürfnisse von Airlines hinsichtlich Reichweite und Kapazität am besten erfüllt. Den Airlines bietet sie eine einzigartige Produktivität, und die Passagiere sind von ihrem hohen Komfort begeistert“, sagte John Leahy, COO Customers von Airbus. „Die Entscheidung von TUI Travel, unser beliebtes Langstreckenflugzeug mittlerer Größe zu kaufen, ist ein weiterer Beweis dafür, dass die A330 genau das bietet, was der Markt braucht.“

Die Airbus A330-Familie reicht von Passagierflugzeuge mit 200 bis 400 Sitzen bis Fracht-, VIP- und militärische Mehrzweckvarianten (Tanker und Transporter). Sie konnte bisher mehr als 1200 Bestellungen verbuchen.

Flughafen Nürnberg bekommt Fahrrad-Leihstation

Am Airport Nürnberg entsteht eine neuer Standort von NorisBike. Damit erhält Nürnbergs Flughafen als erster internationaler Verkehrsflughafen in Deutschland eine Fahrradleihstation. Das ist das Ergebnis einer Online-Abstimmung, an der rund 700 Teilnehmer teilgenommen haben. Die Leihräder erweitern den Flughafen um ein neues Mobilitätsangebot. Zehn Fahrräder stehen an der Station „Flughafen Nürnberg“ rund um die Uhr zur Verfügung. Am Airport Nürnberg kommen Menschen damit über den Luftweg, mit Bus und Bahn und auch – CO2 neutral – auf zwei Rädern, zusammen.

Ab 27. November 2012 stehen an der Fahrradleihstation „Flughafen Nürnberg“ bis zu zehn Fahrräder rund um die Uhr zur automatisierten Ausleihe über ein NorisBike-Terminal bereit. Bei der Online-Abstimmung schaffte es der Airport Nürnberg als Verkehrsknotenpunkt und beliebtes Ausflugsziel auf Platz 2. Mit der Integration in das Fahrradverleihsystem wird die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr flexibel ergänzt.

Die nördlichste NorisBike-Station macht den Flughafen als Ausgangspunkt zu Nürnbergs grünem Norden mit Knoblauchsland und Reichswald attraktiv. Mit nur 5 Kilometern auf dem Rad zur Innenstadt ist das Angebot auch für Touristen und Besucher Nürnbergs interessant. Die Rückgabe der Fahrräder ist an jeder der bald 74 NorisBike-Stationen im gesamten Stadtgebiet möglich.

Die insgesamt 750 einheitlichen City-Leihfahrräder verfügen über einen Transportkorb mit Stadtkarte, einen bequemen, tiefen Einstieg, Rücktrittsbremse und eine 7-Gang-Shimano-Schaltung. Die Leihgebühr beträgt 1 Euro pro halbe Stunde (50 Cent mit Kundenkarte), 8 Euro für 24 Stunden. VAG-Jahresabokunden erhalten Extra-Konditionen.

NorisBike ist Bestandteil der Radverkehrskampagne „Nürnberg steigt auf“ und wird durch die nextbike GmbH in Kooperation mit dem Verkehrsplanungsamt der Stadt Nürnberg betrieben. nextbike verleiht 15.000 Fahrräder an Fahrradleihstationen in neun Ländern weltweit, von Aserbaidschan bis Neuseeland.

Lotsen sollen Rollweg-Konflikte früher erkennen

Fluglotsen erteilen oft unzähligen Flugzeugen Start- und Landefreigaben. In sehr seltenen Fällen kann es geschehen, dass die Freigabe einer Maschine in Konflikt mit einem anderen Flugzeug gerät. Schon jetzt gibt es Sicherheitsmechanismen, die in solchen Fällen im Bereich der Start- und Landebahn greifen. Eine Software soll nun noch früher – direkt bei der Freigabe des Lotsen – mögliche Konflikte registrieren und melden. Vom 26. bis 30. November 2012 testet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen mit seinen Partnern den Prototyp des neuen Systems am Flughafen Hamburg.

Zehn ausgebildete Fluglotsen arbeiten eine Woche lang mit dem neuen System realitätsnah in einer simulierten Tower-Umgebung direkt am Flughafen. "Bei den Versuchen wollen wir herausfinden, wie die Fluglotsen die neue Software annehmen und wie gut sich das neue System in die bestehenden Abläufe einfügt", sagt der Diplom-Psychologe und Studienleiter Marcus Biella vom DLR-Institut für Flugführung.

"Dabei konfrontieren wir unsere Probanden mit dem realen Flugverkehr des Hamburger Airports, ergänzt durch künstlichen konfliktverursachenden Verkehr auf der Rollbahn und in der Luft." Unabhängig von den Versuchen fertigen die diensthabenden Lotsen und Piloten den realen Flugverkehr am Flughafen ab.

Fluglotsen bestreiten bestimmte Szenarien

"Es werden verschiedene Szenarien erprobt", erläutert Biella. "Einmal schauen wir verstärkt auf die Landesituation, dann auf den startenden Flugverkehr ebenso wie auf Flugzeuge, die eine Start- und Landebahn queren." Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie gut die Probanden mit dem neuen System zurechtkommen und inwieweit sich die bereits sehr seltenen Konfliktsituationen rund um die Start- und Landebahn weiter verringern lassen.

Die Lotsen erläutern ihre Erfahrungen mit dem neuen System in Nachbesprechungen und beantworten vorbereitete Fragebögen. Beispielsweise, ob die Software leicht verständlich ist und ob ihre Arbeit passend unterstützt wird. Die Wissenschaftler werten die so gewonnenen Daten der Testszenarien anschließend aus.

Software prüft Freigabe der Lotsen

"Die neue Software prüft im Hintergrund des Betriebsablaufs die Freigaben der Lotsen", erklärt Entwicklungsleiter Heribert Lafferton von der DFS Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS). "Für den äußerst seltenen Fall, dass die Freigabe eines Flugzeugs einen Konflikt im Bereich der Start- und Landebahn verursachen könnte, weist das System den Lotsen hierauf hin. Damit wird ein zusätzliches Sicherheitsnetz geschaffen."

Die neue Software wurde federführend von der Deutschen Flugsicherung im Rahmen der Initiative SESAR (Single European Sky ATM Research) entwickelt. SESAR ist ein Projekt der Europäischen Kommission und der europäischen Flugsicherungsorganisation EUROCONTROL zur Modernisierung des Luftverkehrsmanagements in Europa mit einem Finanzrahmen von 2,1 Milliarden Euro. Das DLR erhielt von der DFS den Auftrag die Nutzerfreundlichkeit und Funktionsfähigkeit der neuen Software zu untersuchen.

Wieder Forschungspreis der DRF Luftrettung

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Der medizinisch-wissenschaftliche Beirat der DRF Luftrettung hat jetzt zum zweiten Mal einen Forschungspreis zur Förderung des notfallmedizinischen Fachaustausches ausgeschrieben. Bis Ende Januar 2013 können aktuelle Arbeiten zur luftgestützten Notfallmedizin eingereicht werden.

Mit der Ausschreibung möchte der medizinisch-wissenschaftliche Beirat die Forschung und Strategieplanung in der präklinischen Notfallversorgung vorantreiben. „Der große Zuspruch und das Interesse am ersten Forschungspreis hat uns bewogen, diesen fortzuführen, um aktuelle notfallmedizinische Themen auf die Agenda zu setzen. Erster Preisträger war der am Universitätsklinikum Kiel tätige Anästhesist Dr. Erol Cavus mit seiner Veröffentlichung zur Video-Laryngoskopie im präklinischen Einsatz.

Basierend auf einer Studie an vier Luftrettungsstationen zeigte er, wie dieses Instrument die Fehlintubationsrate minimieren kann“, erläutert PD Dr. Erik Popp, Betreuer der Ausschreibung. Verliehen wird der mit 5.000 Euro dotierte Preis anlässlich der Jahrestagung der leitenden Notärzte und Rettungsassistenten der DRF Luftrettung in Dortmund im April 2013.

Für Teilnehmer am Ausschreiben ist zu beachten:

  • Einreichungen: Aktuelle Studien, klinische Untersuchungen bzw. innovative Versorgungsforschung mit Bezug zur luftgestützten Notfallmedizin aus dem deutschsprachigen Raum und der Europäischen Union.
  • Form und Sprache: Voraussetzung für eine Bewerbung ist die Veröffentlichung als vollwertige Originalarbeit in einer Fachzeitschrift innerhalb des letzten Jahres vor Einreichung (01.01.2012).
  • Ausschreibungsende: 31.01.2013 (E-Mail-Eingangsdatum).

Für Auskünfte zum Forschungspreis steht PD Dr. Erik Popp, Tel. 06221-56 36370 zur Verfügung.

Vereinigung Cockpit kündigt Widerstand gegen EASA-Flugdienszeiten an

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat Anfang Oktober ihre Vorschläge zu den EU-Regeln für Flug- und Dienstzeiten sowie Ruhezeiten für den gewerblichen Luftverkehr bekannt gegeben. Diese Flugdienstzeit-Regelungen waren von der Vereinigung Cockpit (VC) als der Berufsverband der Verkehrspiloten in Deutschland, als sicherheitsgefährdend kritisiert worden. Am 22. November 2012 organisierte die Vereinigung Cockpit nun eine Podiumsdiskussion zum Thema Flugdienstzeiten mit anschließendem parlamentarischem Abend in Berlin.

Die Diskussionsmoderation übernahm Michael Opoczynski, bekannt als Moderator der Sendung WISO. Nach Begrüßung durch Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer diskutierten für das Ministerium (BMVBS) Staatssekretär Michael Odenwald, seit kurzem auch Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Flugsicherung (DFS), Matthias von Randow, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Dr. Mick Spencer, Schlafforscher und Mitverfasser des Moebus-Reports und Präsident der VC Kapitän Ilja Schulz.

Lob und Kritik für den Entwurf

Trotz der einhellig bekundeten Meinung, dass Sicherheit an erster Stelle stehen muss, ergab sich bei der Podiumsdisskussion ein kontroverses Bild. Während Herr von Randow die Ansicht vertrat, der „Profitgedanke habe beim Thema Sicherheit nichts zu suchen“, verwies er aber immer wieder darauf, dass die EASA die Verantwortung für die neuen Regelungen trage, die sich in der politischen Endphase ihrer Abstimmung befinden. Das Thema Flugdienstzeiten dürfe nicht zwischen „Gewerkschaften und Unternehmen austariert“ werden.

Eine Wortmeldung des im Publikum anwesenden Generalsekretärs des Europäischen Pilotenverbandes (ECA) Philip von Schöppenthau, der Teil der EASA Arbeitsgruppe war, wies im Widerspruch zu von Randows Aussagen darauf hin, dass die Luftfahrtunternehmen „zu 90 Prozent“ bei den diskutierten Regelungen gefragt hätten, wie sich dies „operationell auswirkt und was das kosten würde“, aber  keine Argumente in Bezug auf die Sicherheits für oder gegen eine Regelung vorgebracht hätten.

Staatssekretär Odenwald begrüßte den Entwurf der EASA grundsätzlich – erstmals sei eine einheitliche europäische Regelung geschaffen worden. Auf Detailfragen antwortete er nicht, da das BMVBS noch keine abschließende Meinung habe, was Kapitän Schulz verwunderte, da bereits ein erstes Treffen auf EU Ebene stattgefunden habe, bei dem das BMVBS um seine Meinung gefragt wurde.

Experte für Arbeits- und Ruhezeiten im Luftfahrtbereich

Dr. Mick Spencer, seit über zwanzig Jahren Forscher im Luftfahrtbereich zu den Themen Schlaf-, Arbeits- und Ruhezeiten, erklärte, dass aus seiner Sicht nicht nur die Ergebnisse der Forscher durch die EASA falsch interpretiert worden seien, sondern in vielen Punkten unzureichend berücksichtigt wurden.

Exemplarisch nannte er die Nachtarbeitszeit, die statt der von EASA geplanten 11 höchstens 10 Stunden betragen dürfe, sowie die unzureichende Berücksichtigung der erhöhten Belastung durch mehrere Flüge in einer Schicht. Auch die kumulative Ermüdung durch mehrere sehr frühe und Nachtdienste hintereinander würde unzureichend geregelt. Nach seiner Ansicht, könne man schon durch relativ kleine Änderungen zu einem Kompromiss kommen, der die Übermüdung besser vermeidet, ohne die wirtschaftlichen Interessen der Fluglinien zu vernachlässigen.

VC-Präsident kündigt Widerstand Piloten-Vereinigung an

Kapitän Schulz kritisierte die vorliegende Regelung. Wie auch Dr. Spencer sieht der VC-Präsident die wissenschaftlichen Erkenntnisse zugunsten der Wirtschaftlichkeit in wesentlichen Punkten missachtet. Die EASA habe ihren Auftrag als Sicherheitsbehörde klar verfehlt. Auf die Frage was die Piloten zu tun gedenken, sollte die Regelung ohne Korrekturen so in Kraft treten, kündigte er an, dass die Piloten in Europa alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel nutzen werden, um sich für die Sicherheit ihrer Passagiere einzusetzen, bis die Regelung dem heutigen Stand der Wissenschaft entspricht.

Mapheus-3 fliegt Schmelzöfen in die Schwerelosigkeit

Die Möglichkeiten, Experimente ohne den störenden Einfluss der Schwerkraft durchzuführen, sind limitiert. Eine davon ist die Höhenforschungsrakete Mapheus-3 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und startete am 25. November 2012 vom schwedischen Raketenstartplatz Esrange in Kiruna. Sie hatte vier Experimente an Bord, die während des Flugs dreieinhalb Minuten lang in der Schwerelosigkeit abliefen.

Dabei wurden unter anderem auf der Rakete Metall-Proben in Öfen geschmolzen. Die erstarrten Proben wurden am 26. November 2012 mit dem Schneemobil geborgen. "Wenn wir diese Versuche auf der Erde durchführen, wirken Auftriebskräfte auf die geschmolzenen Metalle ein", erläutert Prof. Andreas Meyer vom DLR-Institut für Materialphysik im Weltraum.

"Mit Versuchen in der Schwerelosigkeit umgehen wir dies und können die physikalischen Prozesse ohne Störungen beobachten." Bereits vor dem Start von Mapheus-3 heizten deshalb kleine Öfen die aluminiumreichen Legierungen für das Diffusionsexperiment ATLAS auf. 80 Sekunden nach dem Start der Rakete vermischten sich die verschiedenen, verflüssigten Komponenten dann in der Schwerelosigkeit.

"Über diesen Vorgang wissen wir bisher nur sehr wenig." Auch die Entmischung von Metallschmelzen war Thema der Mapheus-3-Kampagne. Mit dem Experiment DEMIX untersuchten die Wissenschaftler, wie sich Kupfer-Kobalt-Legierungen beim Aufschmelzen verhalten. "Mit den Ergebnissen des Mapheus-3-Flugs können wir die bisherigen Modelle zu diesem Prozess überprüfen und gegebenenfalls anpassen", sagt Meyer. "Die Entmischung wird auch in der Industrie angewandt – dort besteht ebenfalls Interesse, die bestehenden Modelle zu testen."

Kugeln als Modell für Gasteilchen – Vorbereitung auf Mapheus-4

Für das Experiment MEGraMa filmten die Forscher des Instituts für Materialphysik im Weltraum das Stoßverhalten von Teilchen mit einem Durchmesser von weniger als einem Millimeter. Vier Magneten beschleunigten die kleinen Kugeln während des Flugs, eine Videokamera zeichnete währenddessen auf, wie die Kugeln diese Beschleunigungsenergie durch das Aufprallen gegeneinander wieder abgeben. "Damit untersuchen wir das Verhalten von granularen Gasen", betont Institutsleiter Meyer. "Dieser Vorgang ist bisher von der Wissenschaft nicht komplett verstanden."

Als Vorbereitung für die nächste Flugkampagne Mapheus-4 ließen die Forscher auch einen neu entwickelten Ofen mit in die Schwerelosigkeit fliegen. Gerade einmal 40 mal 40 mal 20 Millimeter klein soll er im nächsten Jahr sechs Proben während des Flugs aufschmelzen. "Je kleiner der Ofen, desto weniger Energie benötigen wir für das Aufheizen." Ein weiterer Vorteil des neuen Ofens: Er ist für Röntgenstrahlung durchlässig und ermöglicht so die unmittelbare Untersuchung der Veränderung der Zusammensetzung im Inneren der flüssigen Metallproben.

80 Sekunden Schwerelosigkeit, 140 km Höhe

Durchgeführt wurde der Start von Mitarbeitern der "Mobilen Raketenbasis" MORABA des DLR. "Wir sind gewissermaßen für das ‚Flugticket‘ von MAPHEUS verantwortlich. Dazu zählen neben dem eigentlichen Start die Bereitstellung der selbstentwickelten Raketensysteme, der Raketenmotoren und die Gesamtintegration der Rakete", erklärt DLR-Raketeningenieur Markus Pinzer. Die Schwerelosigkeit setzte 80 Sekunden nach dem Lift-Off in einer Höhe von 100 Kilometern ein, die Rakete erreichte insgesamt eine Flughöhe von 140 Kilometern. Nach der Rückkehr zur Erde an einem Fallschirm ortete das Team den Flugkörper mit den Experimenten an Bord und barg ihn einen Tag nach dem Start mit dem Schneemobil.

"Der Flug war sowohl von der wissenschaftlichen als auch von der technischen Seite her sehr anspruchsvoll", sagt Projektleiter Martin Siegl vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme. "Eine aufwendige Entwicklungsarbeit an den Experimenten, eine Vielzahl von Tests und eine intensive Vorbereitungsphase haben in wenigen Minuten Flugzeit ihren Höhepunkt gefunden." Nun erfolgt die Auswertung der gewonnenen Daten und die Analyse der wiedererstarrten Metallproben.

Germanwings übernimmt Lufthansa-Routen ab Nürnberg

Am Flughafen Nürnberg ist mit Start des Sommerflugplans am 31. März 2013 eine neue Fluggesellschaft mit gleich zwei Flügen pro Tag: Germanwings übernimmt von der Konzernmutter Lufthansa die Bedienung der Verbindung zwischen der Frankenmetropole und Hamburg. Die Strecke wird künftig von der Günstig-Airline im doppelten Tagesrand bedient.

Zwischen Nürnberg und der Hansestadt Hamburg kommt ein moderner Airbus A319 mit 150 Sitzplätzen zum Einsatz. Hintergrund der Streckenübernahme ist der bereits angekündigte sukzessive Übergang von dezentralen Strecken aus dem Portfolio der Konzernmutter Lufthansa in die Tochtergesellschaft Germanwings, die nicht über die beiden Drehkreuze Frankfurt und München führen.

Airport Memmingen: flytouropa stellt Flüge nach Berlin und Hamburg ein

Allgäu Airport Geschäftsführer Ralf Schmid kommentierte die Entscheidung von flytouropa, ab dem 02. Dezember nicht mehr von Memmingen nach Hamburg und Berlin zu fliegen, folgendermaßen: „Für uns kommt die Einstellung der innerdeutschen Flüge sehr überraschend.“ Er betonte weiterhin „Wir haben sofort Gespräche aufgenommen, um eine möglichst nahtlose Übernahme der Flüge durch ein anderes Unternehmen zu ermöglichen.“

Es bestehe durchaus Grund zur Hoffnung, diese wichtigen Verbindungen weiter aufrecht erhalten zu können. Das Potential für diese Flüge sei bisher noch nicht ausgeschöpft worden. Ziel sei es, die Auslastung der Maschinen zu verbessern. Schmid: „Wir müssen jetzt das Ergebnis der laufenden Verhandlungen abwarten.“ Passagiere können sich bei Fragen zu Umbuchungen bereits gebuchter Flüge flytouropa wenden.

Benefizkonzert am Leipzig/Halle Airport mit Bundespolizeiorchester

Am 27. November gibt das Bundespolizeiorchester Berlin ein Konzert am Leipzig/Halle Airport. Gespielt wird ab 18:00 Uhr im zentralen Check-in-Bereich des Flughafens. Das vorweihnachtliche Benefizkonzert findet dieses Jahr bereits zum siebten Mal in Folge statt.

Die große Besetzung des Bundespolizeiorchesters unter der Leitung von Arend zu Hoene spielt für die Besucher und Reisenden eine bunte Mischung aus klassischen und modernen Stücken, darunter auch bekannte Weihnachtslieder. Die Erlöse des Konzerts gehen in diesem Jahr an die Delitzscher Tafel e.V. Der Eintritt ist frei.

EDRS-Entwicklung abgeschlossen: Laserterminals für Echtzeit-Kommunikation über Satellit

EDRS, das European Data Relay System, stellt ein schnelles, zuverlässiges und nahtloses Telekommunikationsnetzwerk dar, mit dem auf Abruf Informationen von Satelliten in Echtzeit verfügbar gemacht werden können. Die Entwicklung des europäischen Daten-Relais-Systems ist nun abgeschlossen und genehmigt, nachdem das Projekt schon grünes Licht vom ersten Kunden, der Initiative für Globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung (GMES), erhalten hat. Das EDRS wird das erste kommerziell betriebene Daten-Relais-System, welches Dienstleistungen für die Erdbeobachtungsgemeinschaft erbringt.

Das System, das über eine Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) zwischen der ESA und Astrium Services erstellt wird, besteht aus Nutzlasten an Bord zweier Satelliten in der geostationären Umlaufbahn, die in 36.000 Kilometer Höhe über dem Äquator schweben, wo ihre Umlaufgeschwindigkeit gleich der Erdrotation ist. Daten, die von Satelliten in niedrigeren Umlaufbahnen an einen dieser EDRS-Nutzlasten gesendet werden, können dann zum Boden weitergesendet werden.

Intersatellitenkommunikation mit 1,8 GBit/s

Die Nutzlast enthält ein vom deutschen Unternehmen TESAT entwickeltes Laserterminal für die Übertragung von 1,8 Gigabits pro Sekunde über Entfernungen von mehr als 40.000 Kilometern zwischen den niedrig fliegenden Satelliten und dem EDRS im geostationären Orbit. Ein Design-Review-Gremium bestehend aus hochrangigen Mitgliedern der ESA, Astrium und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR genehmigte den kompletten Entwurf für das Systemen: Von den Satelliten, die das System tragen werden bis zur Unterstützung, die vom Boden aus gefordert wird. Die industrielle Organisation ist mit allen verhandelten Unteraufträgen vollständig vorhanden und der ESA-Partner Astrium Services bereit für den Produktionsbeginn.

"Das EDRS ist ein fantastischer Durchbruch für Europa, vom innovativen Laserkommunikationsterminal, dem Herz des EDRS, bis zur Bereitstellung der operativen Dienste bis 2014 über eine Öffentlich-Private Partnerschaft, welche die besten der europäischen Raumfahrtunternehmen mit den nationalen und europäischen Raumfahrtinstituten vereint", sagt Magali Vaissiere, ESA-Direktorin für Telekommunikation und integrierte Anwendungen.

Bodenstationen für Datenrelaisdienst um die ganze Erde

Die erste der beiden EDRS-Nutzlasten wird an Bord des von Astrium gebauten Eutelsat-EB9B-Satelliten fliegen, der 2014 bei 9° Ost über dem Äquator in Betrieb genommen wird. Der zweite Satellit, dessen Start für 2016 geplant ist, wird die zweite EDRS-Nutzlast sowie die Hylas-3-Nutzlast der britischen Firma Avanti Communications tragen. Dieser Satellit wird vom deutschen Unternehmen OHB mithilfe einer SmallGEO-Plattform gebaut, die derzeit von OHB im Auftrag der ESA entwickelt wird.

Bei diesen Entwicklungen soll es aber nicht bleiben. Derzeit werden Vorbereitungen getroffen, die Fähigkeiten des EDRS mit einer dritten Nutzlast und der entsprechenden Bodeninfrastruktur zu erweitern, um einen vollständigen Datenrelaisdienst um den gesamten Erdball zu ermöglichen.

"Dieses globale EDRS-Netzwerk wird eine Service-Infrastruktur von weltweitem Standard schaffen, die mit verbesserter Abdeckung und zusätzlichen Diensten mehr Gemeinschaften zur Verfügung stehen wird", so Magali Vaissiere.

airberlin spendet 35.000 EURO bei „Help & Fly“ zum Welt-Aids-Tag

Bereits zum 15. Mal in Folge hob am 24. November 2012 ein airberlin Airbus A330-300 in Düsseldorf zu einem Charity-Rundflug anlässlich des 25. Welt-Aids-Tages ab. An Bord kamen die Gäste in den Genuss kabarettistischer Unterhaltung von Käthe Köstlich und dem Circus Variete Merz & Pilini, die auch die airberlin Crew mit Charme und Spaß beim Service unterstützten.

Mit an Bord des anderthalbstündigen Rundflugs waren auch Prominente wie Kalle Pohl, Ayman, Jörg Knör, Markus Becker, Achim und Olli und das Düsseldorfer Prinzenpaar.

Nach der Landung übergab Tobias Hundhausen, Senior Vice President Production der airberlin technik GmbH, auf der airberlin Bühne den Scheck mit der Spendensumme in Höhe von 35.000 Euro an den Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Düsseldorf e. V., Peter von der Forst. Beifall gab es auch als Tobias Hundhausen die Fortführung des Charity-Events „Help & Fly“ im nächsten Jahr bekannt gab.

Das anschließende Showprogramm im Düsseldorfer Airport stand ganz im Zeichen musikalischer Unterhaltung: Der airberlin Flugbegleiter Armando Lucio und Carinia Münz traten im Rahmen der airberlin Weihnachtsaktion mit dem Song „Flying home for Christmas“ auf und verbreiteten vorweihnachtliche Stimmung. Weitere Höhepunkte waren der Auftritt des Elektro-Pop Duos Glasperlenspiel, Hits aus dem Musical „Ich war noch niemals in New York“ sowie die Bühnenshow von Komiker Jörg Knör und Soul-Sänger Ayman.

In den vergangenen 14 Jahren kamen über diese Benefizaktion mehr als 600.000 Euro für Menschen, die sich mit dem HI-Virus infiziert haben oder an Aids erkrankt sind, zusammen. Damit fördert airberlin die Aids-Hilfe Düsseldorf so stark wie kein anderes Unternehmen.

Austrian Airlines kooperiert bei „Ärzte an Bord“-Programm mit der Lufthansa

Die Austrian Airlines Group wird sich dem Programm „Ärzte an Bord“ der Lufthansa Gruppe anschließen. Ärzte können sich ab sofort kostenlos registrieren lassen und erhalten für den ersten Flug 5.000 Prämienmeilen und ein Taschenbuch der Flugmedizin. Die Fluglinien möchten damit die Notfallversorgung an Bord verbessern. Den 800 Ärzten des mit Jahresende 2012 auslaufenden Doc on Bord Programms von Austrian Airlines wird noch im Dezember per Brief angeboten, ihre Mitgliedschaft zu übertragen.

Für Austrian Airlines Passagiere bedeutet die Erweiterung des Programms einen wesentlichen Vorteil: Der Pool an mitfliegenden Ärzten wird in der gesamten Lufthansa Gruppe vergrößert. Das Programm funktioniert so, dass registrierte Ärzte in einer Miles & More Datenbank mit ihrer Fachausbildung gespeichert sind. Damit können Flugbegleiter bei einem Notfall an Bord auf den Arzt zugehen und ihn um Hilfe bitten. Ärzte sind zudem gegen Regressansprüche haftpflichtversichert.

Austrian Airlines ist Österreichs größte Fluggesellschaft und betreibt ein weltweites Streckennetz von rund 130 Destinationen. In Zentral- und Osteuropa ist das Streckennetz mit 41 Destinationen besonders dicht. Der Heimatflughafen Wien ist durch seine günstige geografische Lage im Herzen Europas eine ideale Drehscheibe zwischen Ost und West.

A330 das erste Großraumflugzeug für TransAsia Airlines

Die Airline TransAsia Airways aus Taiwan hat die erste ihrer beiden bei Airbus bestellten A330-300 übernommen. Das Flugzeug wurde heute bei einer Zeremonie in Toulouse in Anwesenheit des TransAsia Airways Chairman Vincent Lin übergeben. Derzeit bietet TransAsia Airways mit einer modernen Flotte, die bereits neun Flugzeuge der A320-Familie umfasst, Linienverbindungen zu 46 Zielen in ganz Asien. Zusätzlich zu den neuen A330 erwartet die Fluggesellschaft die Auslieferung von 18 bestellten A321, darunter sechs A321ceo und 12 A321neo.

Die A330 wird das erste von TransAsia betriebene Großraumflugzeug sein. Das mit einer komfortablen Zwei-Klassen-Kabine ausgestattete Flugzeug bietet Platz für 300 Passagiere und soll zunächst auf Routen von Taipei nach Japan und Singapur eingesetzt werden. Danach sollen neue Langstreckenrouten zu derzeit noch nicht festgelegten Destinationen folgen, einschließlich nach Australien und Neuseeland sowie dem Nahen Osten. Die Triebwerksentscheidung für ihre A330 fiel bei TransAsia auf Rolls-Royce Trent 700-Triebwerke.

„Mit den neuen A330 können wir unsere Servicequalität und das Flugerlebnis für unsere Passagiere verbessern“, sagte Vincent Lin, Chairman von TransAsia Airways. „Sie sollen auf den internationalen Routen von TransAsia eingesetzt werden und den Passagieren mit fortschrittlicher In-Flight-Technologie und großzügig ausgelegten Sitzen einen komfortableren Flug bieten.“

„Wir freuen uns, TransAsia Airways als neuen Betreiber dieses Airbus-Großraumflugzeugs zu begrüßen“, sagte John Leahy, Chief Operating Officer, Customers, Airbus. „Mit der A330 profitiert TransAsia von den niedrigen Betriebskosten, der bewährten Zuverlässigkeit und der hohen Beliebtheit dieses Flugzeug. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie technisch sehr ähnlich aufgebaut ist wie die Flugzeuge der bisherigen A320-Flotte der Airline.“

Die A330 ist das heute am weitesten verbreitete Großraumflugzeug. Airbus hat für die verschiedenen Versionen bisher mehr als 1.200 Aufträge verbucht, 900 Maschinen der A330 fliegen bei über 90 Betreibern weltweit. Neben Passagierflugzeugen umfasst die A330-Familie auch Frachter-, VIP- und Militärtransport- und Tankervarianten.

 

Tibet Airlines mit erstem Airbus A319 made in China

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Die chinesische Fluggesellschaft Tibet Airlines hat ihren ersten im Airbus Tianjin Final Assembly Line (FALC) montierten Airbus A319 in Empfang genommen. Der ausgelieferte A319 ist damit die fünfte Maschine dieses Typs, die Tibet Airlines mit ihrer reinen Airbus-Flotte von Lhasa aus betreibt. Ihren ersten Airbus A319 erhielt die Fluggesellschaft im Juli 2011 aus Hamburg, Deutschland.

Der neu ausgelieferte A319 bietet Platz für 128 Passagiere in einer Zwei-Klassen-Konfiguration mit acht Premium-Sitzen und 120 Economy-Sitzen. Die Maschine wird von CFM56-5B-Triebwerken angetrieben.

Das Flugzeug wird vom Lhasa Gongga Airport aus, der auf 12.000 Fuß Höhe gelegen ist und damit einer der weltweit höchsten überhaupt, betreiben. Es wird die Route von Lhasa nach Shenzhen, das an Hong Kong in Südchina grenzt, mit einem Stop-over in Chengdu im Southwesten Chinas, fliegen.

Der neu eingeführte A319 ist zertifiziert für Flughäfen in großen Höhen sowie RNP-AR (Required Navigation Performance – Genehmigung erforderlich) und ist mit Satcom ausgerüstet.

RNP-AR bietet heute die modernste Navigations-Technik, so dass das Flugzeug genau entlang einer vorgegebenen Route mit On-Board-Navigations-Systemen und GPS-basierter "Global Navigation Satellite System" (GNSS) fliegt. RNP AR ist besonders für Fluggesellschaften wichtig, die in Flughäfen in großer Höhe ansteuern. Tibet Airlines hat sich für Quovadis, einer Airbus-Tochter, als strategischen Partner für ihre RNP-AR-Operationen entschieden.

"Wir fühlen uns geehrt, dass unsere moderne Airbus A319 zur Entwicklung der zivilen Luftfahrt auf dem tibetischen Hochplateau beitragen und ich bin sehr zuversichtlich, dass die im FALC montiert A319 die Bedürfnisse von Tibet Airlines erfüllen", sagte Airbus China Präsident Laurence Barron.

Die Produktion im FALC in Tianjin basiert auf Airbus` neuester state-of-the-art Single-Aisle-Endmontagelinie in Hamburg. Die aus China gelieferten Flugzeuge werden nach den gleichen Standards montiert und ausgeliefert wie die in Europa hergestellten Flugzeuge.

Airbus hat seit der Einweihung der Final Assembly Line 2008, dass die erste Airbus-Endmontagelinie außerhalb Europas ist, 105 dort montierte Flugzeuge aus der A320-Familie an 11 Betreiber ausgeliefert.

Flughafen Wien AG: Plus bei Umsatz und Ergebnis per 3. Quartal 2012

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In den ersten neun Monaten 2012 konnte die Flughafen Wien Gruppe bei allen relevanten Kennzahlen deutlich zulegen. Die Umsatzerlöse kletterten um 5,1% auf 457,5 Mio. Euro, das EBITDA erhöhte sich um 10,4% auf 174,6 Mio. Euro. Das EBIT stieg auf 102,8 Mio. Euro (+63,1%), das Konzernergebnis auf 71,7 Mio Euro.

Zu diesen Steigerungen gegenüber dem Vorjahresvergleich ist anzumerken, dass das Ergebnis der ersten drei Quartale 2011 durch Sondereffekte und Wertberichtigungen belastet war. Die EBITDA-Marge stieg von 36,3% im Vorjahr auf 38,2%, die EBIT-Marge erhöhte sich von 14,5% auf 22,5%.

„Wir sind gut unterwegs. Die gesetzten Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität, Kostenreduktion und zur Straffung der Organisationsstruktur greifen. Einsparungen konnten wir auch bei den Kosten für Check-in 3 erzielen. Wir erwarten bereits für 2012 einen positiven Net-Cash flow und damit eine leichte Reduktion der Nettoverschuldung“, kommentiert Dr. Günther Ofner, Vorstand (CFO) der Flughafen Wien AG die aktuelle Zwischenbilanz. „Auch wenn die erhöhten Abschreibungen und zusätzlichen Betriebsaufwendungen sowie höheren Zinsaufwendungen für Check-in 3 das Ergebnis belasten, so sind wir zuversichtlich, alle Ziele unseres Jahresausblicks zu erreichen“, so der Flughafen-Vorstand weiter.

Auch aufgrund von in das 4. Quartal verschobenen Instandhaltungsaufwendungen und Wartungen, sowie der Verlangsamung des Passagierzuwachses rechnet der Flughafen Wien mit einem leicht negativen Quartalsergebnis, sodass das Periodenergebnis für das Gesamtjahr 2012 gleich oder leicht unter jenem für die ersten drei Quartale erwartet wird.

„Die gute Entwicklung beim Passagieraufkommen wirkt sich positiv auf Umsatz und Ergebnis aus. Das Kerngeschäft entwickelt sich gut und wir sind zuversichtlich, die Prognose für das Gesamtjahr 2012 mit einem Zuwachs von rund 5% bei den Passagieren erreichen zu können“, stellt Mag. Julian Jäger, Vorstand (COO) der Flughafen Wien AG fest. „Eine hohe Servicequalität bei Dienstleistungen und in einer modernen Infrastruktur hat daher für uns oberste Priorität. So wird der Check-in 1 bereits modernisiert und im Januar 2013 als neuer Terminal für Air Berlin/NIKI in Betrieb gehen. Auch das Shopping-Angebot am Flughafen wird bald erweitert. Wir stehen mit mehreren Betreibern in intensiven Vertragsverhandlungen und sind zuversichtlich, bis Jahresende entsprechende Verträge abgeschlossen zu haben.“, erläutert der Flughafen-Vorstand.

Plus 5,9% Passagierwachstum in den ersten neun Monaten 2012

Insgesamt zählte der Flughafen Wien in den ersten neun Monaten 2012 16.927.884 Passagiere – ein Plus von 5,9%. Die Zahl der Transferpassagiere stieg um 10,2% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Verkehr nach Osteuropa stieg von Januar bis September 2012 um 13,4% und der Verkehr in den Nahen und Mittleren Osten erhöhte sich um 10,0%. Aufgrund des Wegfalls der Destination Mumbai reduzierte sich das Passagieraufkommen in den Fernen Osten um 3,8%.

Austrian Airlines legen zu

Die Austrian Airlines Gruppe verzeichnete am Flughafen Wien in den ersten neun Monaten 2012 trotz erfolgreicher Restrukturierungen und teilweisen Kapazitätsreduktionen einen Passagierzuwachs von 4,6%. Ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen im Vergleich zur Vorjahresperiode fiel geringfügig von 50,0% auf 49,4%. Die sogenannten Low-Cost-Carrier verzeichneten um 5,9% mehr Fluggäste, ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen liegt im Vergleich zu 2011 unverändert bei 22,1%. Im Gegensatz zu den Passagierzahlen nahmen die Flugbewegungen um 0,2% auf 185.888 Bewegungen ab. Daraus ergibt sich ein deutlich verbesserter Sitzladefaktor von 73,1% nach 69,9% in den ersten neun Monaten des Vorjahres. Dadurch und durch einen Rückgang bei Frachtflügen reduzierte sich das Höchstabfluggewicht (MTOW) um 1,3% auf 6.172.790 Tonnen. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) sank um 8,9% auf 189.074 Tonnen.

Umsatzentwicklung in den Segmenten

Die Umsätze des Segments Airports stiegen in den ersten drei Quartalen 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,1 Mio. Euro bzw. 7,7% auf 238,7 Mio. Euro. Dazu trug vor allem die gute Verkehrsentwicklung mit dem starken Passagieraufkommen bei. Aufgrund der negativen Entwicklung des Frachtvolumens, der rückläufigen Anzahl bei Flugbewegungen und der Auswirkungen der neuen Handlingverträge sanken die Umsätze des Segments Handling um 3,2 Mio. Euro bzw. 2,7% auf 116,1 Mio. Euro. Das Segment Retail & Properties erzielte ein Plus von 10,2% auf 90,8 Mio. Euro. Die Umsätze der sonstigen Segmente blieben mit 11,7 Mio. Euro weitgehend unverändert.

Check-in 1: Betriebsaufnahme mit Air Berlin/NIKI im Januar 2013

Die planmäßige Modernisierung von Check-in 1 schreitet intensiv voran: Im Terminal werden die Wände und der Fußboden sowie das Beleuchtungskonzept revitalisiert. Im Januar 2013 werden Air Berlin/NIKI im Check-in 1 ihren Betrieb aufnehmen. Bei Check-in 3 sind die Optimierungsarbeiten im Gange, der technische Betrieb läuft weitgehend störungsfrei. Zur Verbesserung der Barrierefreiheit wurden gemeinsam mit den Behindertenorganisationen fünf Arbeitsgruppen gebildet und einige Maßnahmen, wie die Umrüstung der Toilettenanlagen und ein neugeschaffener Passagierweg zum Parkhaus 3 sind bereits abgeschlossen.

Investitionen

Von den insgesamt 56,5 Mio. Euro für Investitionen in den ersten neun Monaten 2012 entfiel der größte Teil mit 26,5 Mio. Euro auf die Terminalerweiterung Check-in 3. Weiters wurden 6,3 Mio. Euro in ein Speditionsgebäude, 6,0 Mio. Euro in Spezialfahrzeuge und 3,5 Mio. Euro in die Revitalisierung von Check-in 1 investiert.

Für das Gesamtjahr 2012 wurden die Investitionen in Summe auf rund 100 Mio. Euro reduziert.

airberlins Netzwerkstrategie ab Sommer 2013 zur Effizienzsteigerung

airberlin hat ihr Netzwerk für den kommenden Sommer 2013 strategisch überarbeitet. Die Anpassungen im Flugplan stehen im Zeichen erhöhter Effizienz und betreffen insbesondere die Interkontinentalstrecken in die USA sowie die Drehkreuze der Airline in Palma de Mallorca und Wien. Dabei geht es nicht um eine Reduzierung sondern um eine Verlagerung von Kapazitäten und damit eine Schärfung des Profils der Airline in strategischen Kernmärkten.

Außerdem wird airberlin künftig noch stärker auf Verbundsynergien mit dem strategischen Partner Etihad Airways und den oneworld® Fluggesellschaften setzen und das aus den vorhandenen Allianzen und Partnerschaften resultierende Potential weiter ausschöpfen.

airberlin profitiert von Synergien in Nordamerika

„Unser Ziel steht fest: airberlin 2013 wieder in die Profitabilitätszone zu führen“, so Wolfgang Prock-Schauer, Chief Strategy and Network Planning Officer airberlin. „Durch die Überarbeitung der bisherigen Netzwerkstrategie stellen wir uns auf die wachsenden Herausforderungen in einem immer dynamischeren wirtschaftlichen Umfeld ein und wollen künftig das Potential unseres hervorragenden Allianzgeflechts noch besser ausschöpfen. Die intensivierte Zusammenarbeit mit Etihad Airways, den Mitgliedern der weltweiten Luftfahrtallianz oneworld und bei unserem Nordamerika-Streckennetz, insbesondere mit dem oneworld Partner American Airlines, ist zentraler Baustein unserer Strategie, das airberlin Netzwerk für die Herausforderungen der Zukunft aufzustellen. Durch die Umstrukturierung des Netzwerks schärft airberlin aber auch ihr Profil als Netzwerkcarrier, der innerhalb eines starken Verbunds von Fluggesellschaften agiert.“

Die USA sind für airberlin auch in Zukunft ein strategischer Wachstumsmarkt. Mit der Umstrukturierung des Netzwerks in Nordamerika hat airberlin ab Sommer 2013 die Weichen für weiteres Wachstum in diesem Markt gestellt. Die Aufnahme von Nonstop-Flügen zwischen Berlin und dem American Airlines-Hub Chicago ab März 2013 untermauert die Strategie der zweitgrößten deutschen Airline, die vorhandenen Verbundsynergien weiter auszubauen.

Geändertes Nonstop-Portfolio

Vor diesem Hintergrund stärkt airberlin ab Mai 2013 auch ihr Angebot an Nonstop-Flügen nach New York-JFK, Los Angeles und Miami und streicht gleichzeitig die saisonalen Nonstop-Flüge von Düsseldorf nach Las Vegas, San Francisco und Vancouver.

Die Netzwerkrestrukturierung in Nordamerika zielt damit auf eine selektive Bereinigung von niedrigfrequenten Strecken bei einer gleichzeitigen Stärkung der umsatzstarken, strategisch wichtigen Strecken und optimierten Nutzung eines starken Partnernetzwerks ab. So sind sowohl San Francisco als auch Las Vegas weiterhin im Codeshare mit American Airlines buchbar, welche diese Ziele weitaus häufiger als airberlin und zudem ganzjährig anbieten.

Der Ausbau und die Optimierung der Flugverbindungen von Berlin und Düsseldorf in die American Airlines-Drehkreuze New York-JFK, Los Angeles, Miami und Chicago ist ein wichtiger Bestandteil der Netzwerkstrategie von airberlin für den Sommer 2013. airberlin erhöht die Anzahl der Nonstop-Flüge zwischen Düsseldorf und New York-JFK von sieben auf zehn Flüge pro Woche und sorgt mit ganzjährig einheitlichen Abflug- und Ankunftszeiten für mehr Konsistenz im Flugplan.

Ebenfalls erhöht wird die Anzahl der Flüge von Düsseldorf nach Miami: Ab Mai 2013 geht es dann täglich anstelle wie zuvor fünfmal wöchentlich in die US-Metropole. Eine weitere Neuigkeit für das airberlin Drehkreuz Düsseldorf ist die Erhöhung der Nonstop-Flüge nach Los Angeles von drei auf vier pro Woche. Geflogen wird jeden Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Da die Verbindung von Berlin nach Los Angeles dreimal pro Woche jeweils montags, mittwochs und freitags auch im Sommer 2013 erhalten bleibt, können airberlin Fluggäste ab Mai 2013 täglich von Deutschland aus an die Westküste der USA fliegen.

Bei der Verbindung Berlin – Los Angeles, die airberlin seit 11. Mai 2012 anbietet, wurden zudem die Flugzeiten optimiert und dadurch eine bessere Anbindung an Ziele in den airberlin Wachstumsmärkten Skandinavien und Russland erreicht. Auch die Flüge ab Berlin nach Miami werden aufgestockt und von drei auf fünf Flüge pro Woche erhöht.

Stärkung des airberlin Standortes Palma de Mallorca

Mit 7,8 Millionen Fluggästen jährlich ist die airberlin group seit neun Jahren in Folge der Carrier mit dem höchsten Passagieraufkommen auf dem mallorquinischen Flughafen Son Sant Joan. Um die Marktführerschaft von airberlin auf der Baleareninsel weiter auszubauen, wird airberlin mit dem Beginn des Sommerflugplans Kapazitäten verlagern und die Anzahl der Flüge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Mallorca um zwölf Prozent erhöhen.

Allein von Deutschland startet airberlin im Sommer 2013 bis zu 402 Mal pro Woche auf die Insel im Mittelmeer. Dies entspricht einer Steigerung von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahressommer (Sommer 2012: 352 Nonstop-Flüge pro Woche ab Deutschland). Neu ab Sommer sind unter anderem zusätzliche Flüge von Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg oder München nach Palma de Mallorca.

Einhergehend mit der Verlagerung von Kapazitäten senkt airberlin die Gesamtanzahl der Destinationen auf dem spanischen Festland, die mit einem Zubringerflug ab Mallorca zu erreichen sind, von sechszehn auf dreizehn.

Die Ziele Barcelona, Madrid sowie Santiago de Compostela sind dann ab Sommer 2013 nicht mehr mit airberlin Fluggerät via Mallorca zu erreichen. Dafür plant airberlin, die Strecke von Mallorca nach Madrid ab Sommer 2013 in Kooperation mit den oneworld Partnerairlines anzubieten. Durch das neue Interlining-Abkommen mit Vueling und Air Europa, das ebenfalls im Sommer 2013 in Kraft treten soll, können Fluggäste weiterhin einen Anschlussflug von Mallorca nach Barcelona auf der airberlin Website buchen.

Ab Berlin, Düsseldorf oder Wien startet airberlin zudem wie bisher nonstop nach Barcelona. Außerdem sind sowohl Barcelona als auch Madrid mit einem Nonstop-Flug des oneworld Partners Iberia ab mehreren deutschen Airports zu erreichen.

Vergrößertes touristisches Angebot ab Wien

Die NIKI-Flotte wird bei gleichbleibender Anzahl von 23 Flugzeugen auf eine reine Airbus-Flotte vereinheitlicht. Damit wird das Sitzangebot auf bestehenden Strecken durch die Fokussierung auf Airbus erhöht. Das Streckennetz ab Wien wird durch eine Ausweitung des Angebots auf neue touristische Ziele in Griechenland wie beispielsweise Kalamata, Karpathos, Kavala, Lesbos und Volos und sowie durch Frequenz-Erhöhungen bei Flügen zu bestehenden Destinationen in Ägypten, Spanien oder der Türkei weiter gestärkt.

Außerdem setzt airberlin auf einen weiteren Ausbau der Osteuropakompetenz am Hauptstadt-Drehkreuz Berlin. So werden die Flugverbindungen von Wien nach Sofia, Belgrad und Bukarest im Sommer 2013 nicht mehr direkt ab Wien angeboten, sondern zunehmend nach Berlin verlagert.

Insgesamt stehen den Passagieren ab Berlin im Sommer 2013 Flüge zu neun Zielen in Ostereuropa (Danzig, Krakau, Warschau, Kaliningrad, Moskau, Sankt Petersburg, Budapest, Sofia, Bukarest) zur Verfügung. Außerdem bietet die Airline gemeinsam mit dem Codeshare-Partner airBaltic Nonstop-Flüge in die lettische Hauptstadt Riga an.

DLR-Planetenforscher veranstalten Mond-Konferenz in Berlin

Der Mond bleibt ein faszinierendes Forschungsziel für Wissenschaftler aus aller Welt. Das DLR-Institut für Planetenforschung veranstaltet daher in Kooperation mit dem Lunar Science Institute der amerikanischen Weltraumbehörde NASA am 19. und 20. April 2012 im Forum Adlershof in Berlin ein zweitägiges Mond-Symposium. 170 Teilnehmer, vor allem aus Europa, den USA, Japan und Russland, tauschen die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen über den Erdtrabanten aus. Prof. Ralf Jaumann, Leiter der Abteilung Planetengeologie des DLR-Instituts für Planetenforschung, erklärt worum es bei diesem europäischen Spitzentreffen der Mond-Forscher geht.

Warum richten das DLR und vier weitere Partner eine Mond-Konferenz aus? In den vergangenen drei Jahren hat sich in der Mondforschung Wesentliches getan. Seit den beiden Missionen Chandrayaan-1, der ersten indischen Mondmission im Jahre 2008, und "Lunar Reconnaissance Orbiter" (LRO) der NASA , die 2009 gestartet ist, ist unser Bild vom Mond komplett auf den Kopf gestellt worden. Bis dahin dachte man, der Erdtrabant sei extrem trocken, doch jetzt geht man davon aus, dass es auf dem Mond Wasser gibt. Zwar wenig, aber trotzdem eine Sensation. Wasser wurde in den so genannten Kältefallen am Südpol gefunden. Das sind sehr tiefe Einschlagskrater, in die nie Licht und damit auch keine Wärme hineingelangt.

Wasser auf dem Mond aus Sonnenwind

Zudem kann Wasser auch auf der Mondoberfläche als Reaktion der Wasserstoffprotonen des Sonnenwinds mit dem Sauerstoff des Mondgesteins entstehen, und mit modernen Untersuchungsmethoden wurde auch Wasser in von den Apollo-Missionen zur Erde gebrachten Gesteinsproben gefunden. Damit ist die Theorie eines ‚trockenen’ Mondes nicht mehr haltbar. Dies wirft aber neue Fragen zur Entstehung des Himmelskörpers auf. Die besondere Faszination des Mondes liegt auch darin, dass er das einzige astronomische Objekt ist, das man mit bloßem Auge beobachten können und das unser Leben, zum Beispiel mit dem Monatskalender und Ebbe und Flut direkt beeinflusst.

Ziele des zweitägigen Symposiums

Auf dem Programm steht der Austausch im europäischen und internationalen Rahmen darüber, wo die Wissenschaft steht und was die vielen neuen Aspekte für die künftige Mondforschung bedeuten. Als Trabant spielt der Mond für die Erde selbst eine sehr große Rolle, er stabilisiert zum Beispiel die Erdachse. Des weiteren wissen wir, dass man relativ leicht zum Mond kommen kann. Das ist wissenschaftlich wie auch technologisch eine sehr spannende und reizvolle Herausforderung.

Zudem ist der Mond unheimlich alt, und seine Oberfläche zeigt Spuren, die fast bis zur Entstehung des Sonnensystems zurückreichen. Eine weitere Aufgabe ist die Dokumentation, wie der Mond heute aussieht, denn, in 100 Jahren wird er wohl nicht mehr so aussehen wie die letzten vier Milliarden Jahre.

Rolle des DLR in der Mond-Forschung

Das DLR ist und war an verschiedenen Mond-Missionen beteiligt. Das Institut für Planetenforschung verfügt über sehr große geologische und geodätische Erfahrung zur Untersuchung planetarer Körper. Das wird für die Exploration und Vermessung des Mondes benötigt. Im letzten Jahr konnte mit aktuellen Daten das bisher beste globale topographische Modell der Mondoberfläche berechnet werden.

Zudem hat das DLR eine sehr starke robotische Kompetenz. Für die Erkundung des Mondes braucht man ja nicht nur ein Raumschiff, sondern auch eine Landung in schwierigem Gelände und autonome Fortbewegung inklusive der notwendigen Energieversorgung muss realisiert werden. Es herrscht auf dem Mond eine lange Nacht von 14 Tagen. Es bedarf daher nicht nur der Entwicklung von Energiespeichertechniken, die in dieser unwirtlichen Umgebung funktionieren, sondern auch der entsprechenden Materialien.

Es gibt wissenschaftliche, aber auch kommerzielle Interessen, den Mond zu erforschen. Aber heute ist es wichtiger denn je, mit vertretbaren Kosten wissenschaftlich zu arbeiten. Was die Herausforderungen nach der Internationalen Raumstation ISS? Der Mond erscheint den Mondforschern als der nächste logische Schritt bei der intensiven Erforschung der Erdumgebung. Man ist sozusagen in nur zwei Tagen dort. Wenn man wirklich wieder eine bemannte Mond-Mission verwirklichen will, vielleicht sogar einen längeren Aufenthalt, muss man mehr vom Mond verstehen.

Insbesondere die Wasserfrage ist und bleibt entscheidend. Die von der ESA geplante Lunar-Lander-Mission für 2018 soll am Südpol des Mondes landen. Das wäre ein wichtiger wissenschaftlicher Schritt. Der Mond ist ein sehr gutes Testfeld für Weltraumtechnologien und für naturwissenschaftliche Grundlagenforschung. Vor allem auch, um Fragen des Werdegangs der jungen Erde, und damit der Entwicklung von Leben auf unserem Planeten, zu beantworten.

Lufthansa bietet „30 Euro“-Gutscheine

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Lufthansa startet dieses Jahr am sogenannten "Cyber Monday", dem 26. November, erstmals eine eigene Online-Verkaufsaktion. So bekommen alle Kunden die Möglichkeit, ihren persönlichen Rabatt in Form eines "Promotion Code" zur sofortigen Einlösung abzuholen.

Der Promotion Code muss anschließend bei der Onlinebuchung am gleichen Tag eingelöst werden: Der Netto-Flugpreis ermäßigt sich somit um bis zu 30 Euro. Der Promotioncode gilt für alle Lufthansa Flüge in allen Flugklassen für den Reisezeitraum vom 15. Januar bis 15. März 2013.

Gute Nachrichten auch für alle Kunden, die ihren Strand- oder Städteurlaub mit Flug und Hotel buchen möchten. Urlauber können am "Cyber Monday" von einer weiteren Gutscheinaktion profitieren und erhalten für alle an diesem Montag gebuchten Reisepakete im Nachgang einen Gutschein über 10 Prozent des Endpreises zur Einlösung bei der nächsten Buchung.

Der "Cyber Monday" hat sich im Online-Geschäft als Abwandlung zu den "Black Friday Sales" des Einzelhandels in den USA etabliert. Lufthansa wird ihre "Cyber Monday"-Aktion für weltweite Flüge in zehn europäischen Märkten anbieten.

Drohnen-Schwarm für zur Mars-Erkundung

Längs des Marsäquators erstreckt sich mit einer Ausdehnung von etwa 4.000 Kilometern und einer Tiefe von 7.000 Metern das Valles Marineris – das größte Canyon-System des Sonnensystems und ein möglicher Hort für extraterrestrisches Leben. Doch eine effiziente Erkundung dieses komplexen Terrains aus Bergen, Schluchten, Canyons und Höhlen kann nur von einem Schwarm aus Flug- und Bodeneinheiten erfolgen. Das vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit dem Freistaat Bayern geförderte Verbundprojekt "Valles Marineris Explorer" bestehend aus Forschern der TU Braunschweig, des DLR-Instituts für Kommunikation und Navigation sowie der TU München soll in Simulationen und praktischen Versuchen auf der Erde Navigationslösungen finden, mit denen ein solcher Schwarm in tiefen Kratern und Schluchten fremder Planeten nach Leben suchen kann.

Valles Marineris mögliches Umfeld für Leben

Der Mars Canyon Valles Marineris ist ein interessantes Explorationsziel: Die tiefen Einschnitte in der Kruste des Mars bieten neue Einblicke in die geologische Geschichte des Roten Planeten und womöglich Aussichten auf das Finden extraterrestrischen Lebens. Raumsonden nehmen nur aus dem Orbit einsehbare Bereiche auf und sind für den Nachweis von Mikroorganismen kaum geeignet. Halbautonome Bodenfahrzeuge, wei sie bisher zum Einsatz kamen, können wiederum nur leicht zugängliche Areale ohne größere Hindernisse untersuchen.

"Doch dies sind für die Suche nach extraterrestrischem Leben auf dem Mars die eher uninteressanten Gebiete. Sollte sich vor Milliarden Jahren Leben auf dem Mars entwickelt haben, so könnte es aufgrund der mittlerweile lebensfeindlich gewordenen Umgebungsbedingungen nur in geschützten Nischen überlebt haben. Jene tiefen Schluchten des Valles Marineris bilden eine solche biologische Nische. An ihrem Grund kann sogar ein atmosphärischer Druck herrschen, der hoch genug für das Vorkommen von Wassertümpeln ist – ideale Habitate für Mikroorganismen, wie wir von der Erde her wissen. Diese nur schwer zugängliche Gegend lässt sich besonders effizient nur im Schwarm erkunden", erklärt Dr. Oliver Funke, Projektleiter beim DLR Raumfahrtmanagement.

Exploration im Schwarm unter Testbedingungen auf der Erde

Die Schlüsseltechnologien für eine robuste und infrastrukturunabhängige Ortung eines Schwarms von Fluggeräten und Bodenfahrzeugen müssen zunächst auf der Erde entwickelt und getestet werden. Hier bieten sich auch weitere Einsatzmöglichkeiten wie die Navigation untertage oder in durch Katastrophen verwüstete Regionen (Search and Rescue, SAR) an. Doch wie könnte das Szenario für eine solche Mission aussehen? Ein Schwarm wird von einer Basisstation zum Zielgebiet entsandt. Dort angekommen, muss auf dem Weg zum unbekannten Terrain autonom, zuverlässig und präzise navigiert werden. Mögliche Hindernisse sollen erkannt und umfahren beziehungsweise umflogen werden. Um sich zu orientieren, bedarf es einer gegenseitigen Ortung der einzelnen Schwarmelemente. Zum anderen erkunden sie das Zielgebiet mit Kameras, Laserscanner und Messeinheiten, die federführend von der Technischen Universität Braunschweig als Verbundführer zu einer kompakten Navigationslösung zusammengeführt werden.

"Während die fliegenden Teilnehmer schnell weite Flächen aufklären und eine Umgebungskarte erstellen, führen die Bodeneinheiten in der bekannten Umgebung an interessanten Objekten genauere Untersuchungen durch. Die Orientierung der Bodenfahrzeuge verbessert sich durch die gute Übersicht der fliegenden Einheiten des Schwarms und die Kenntnis aller Lagebeziehungen. Das kann sowohl im Valles Marineris auf dem Mars als auch bei Katastropheneinsätzen auf der Erde sehr hilfreich sein", erklärt Funke den Vorteil der Schwarmnavigation. In einer von einem Erdbeben verwüsteten Stadt sind Straßenkarten aufgrund von Trümmern schnell für Logistikaufgaben unbrauchbar. Hier müssen zügig auch für schweres Räumgerät passierbare Wege gefunden werden.

Sobald alle Schwarmelemente positioniert sind, wird ein Kommunikationsnetzwerk eingerichtet. Die gewonnenen Informationen über das schwierige Terrain werden so an alle Schwarmteilnehmer übertragen. Um technische Lösungen für diese Schwarmkommunikation und -kooperation sowie um den Aufbau eines Mars-Szenario-Simulators wird sich das DLR Institut für Kommunikation und Navigation kümmern. Das durch den Schwarm aufgebaute Netzwerk bietet Redundanz für die Erkundung und Datenübertragung sowie bei Ausfall einzelner Schwarmelemente. Fallen dennoch einige Systeme aus, müssen diese Fehler kompensiert werden. Die Technische Universität München wird sich neben der Flugregelung und der optischen Navigation auch mit dieser Herausforderung beschäftigen.

Selbstständige Navigation ohne GPS

Für einen Einsatz eines Fluggeräts auf dem Mars müssen allerdings eine Vielzahl technologischer Herausforderungen gelöst werden: Da Systeme wie GPS oder Galileo dort nicht zur Verfügung stehen, kann ein Fluggerät nur das Gelände und eine beschränkte Menge an mitgebrachten Sensoren zur Navigation nutzen. "Weil eingesetzte Fluggeräte die gewonnenen Informationen unmittelbar zur Flugregelung brauchen, muss die Navigation also wesentlich autonomer als bei den NASA-Mars-Rovern "Spirit" und "Opportunity" ablaufen. Ein Funksignal von der Erde zum Mars und wieder zurück braucht 40 Minuten. Da ist an Fernsteuerung per Telemetrie nicht zu denken. Das Fluggerät muss deshalb in der Lage sein, diese Bereiche selbstständig zu erforschen", so Funke. Bislang existieren große Lücken in den Fähigkeiten zur Erkundung fremder Planeten. Die beteiligten Projektpartner wollen diese Lücken mit dem Projekt Valles Marineres Explorer nun schließen.

Danielson-Krater auf dem Mars: Yardangs als Zeugen von Klimaschwankungen?

Am 19. März 2012 nahm die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebene, hochauflösende Stereokamera HRSC auf der ESA-Raumsonde Mars Express zwei nebeneinander liegende Krater in der Region Arabia Terra auf, die sehr unterschiedlich sind: der Danielson-Krater (ca. 60 Kilometer Durchmesser) ist geprägt von zahlreichen so genannten Yardangs, der kleinere Kalocsa-Krater (ca. 33 Kilometer Durchmesser) zeigt diese überhaupt nicht. Sein Kraterboden liegt etwa 1.000 Meter höher als der des Danielson-Kraters.

Arabia Terra markiert die Übergangszone zwischen dem südlichen Marshochland und der Tiefebene auf der nördlichen Hemisphäre. Wie viele Krater in der Arabia Terra-Region ist der Danielson-Krater mit geschichteten Sedimenten gefüllt, die im Laufe der Zeit aber zum Teil wieder stark erodierten. Die so entstandenen Geländeformen werden „Yardangs“ genannt. Yardangs sind mehr oder weniger stromlinienförmige Gesteinsrücken, die als Restberge von dieser Form der Erosion noch nicht gänzlich abgetragen wurden. Durch ihre meist parallele Anordnung lässt sich die Windrichtung erkennen, die während der Erosion vorgeherrscht hat.

Erosionsspuren als Hinweis auf mögliche Klimaschwankungen

Yardangs werden von den Sandkörnern im Wind wie mit einem Sandstrahlgebläse aus dem Gestein „gefräst“. Wehen die Winde über einen längeren Zeitraum in die gleiche Richtung, können sie regelrechte „Düsen“ oder Windgassen bilden, die den Prozess beschleunigen. Der ungewöhnliche Name stammt aus der Sprache der Uiguren und bedeutet in etwa „steiler Sandwall“. Der schwedische Forscher Sven Hedin prägte den Begriff, nachdem er 1903 in der zentralasiatischen Lop Nor-Wüste solche Gesteinsformationen beobachtete.

Bei den Yardangs im Danielson-Krater muss der Wind vornehmlich aus nord-nordöstlicher Richtung geweht haben. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Sedimente zunächst ebenfalls durch Wind in den Krater transportiert wurden und dort mit Wasser in Kontakt kamen. Dadurch verfestigten sie sich. Später, in einer trockenen Periode der Marsgeschichte, wurden sie dann wieder abgetragen. Manche Forscher vermuten, dass die Wechsellagen der Sedimente ein Hinweis auf Klimaschwankungen des Planeten sein könnten, die durch eine periodische Verschiebung der Rotationsachse des Mars ausgelöst wurden.

Die Wirkung des Windes ist auch an einem 30 Kilometer langen Dünenfeld im Krater Danielson zu erkennen, das sich allerdings erst in der jüngeren geologischen Vergangenheit gebildet hat. Die dunkle Färbung stammt vermutlich von vulkanischem Material – von Vulkanasche oder von zu Sand und Staub verwittertem dunklen, vulkanischen Gesteinen. Es bildet einen starken Kontrast zur typischen ockerfarbenen Marsoberfläche.

Einschlagskrater als Gradmesser für die Tigefe des Grundwassers?

Der kleinere Kalocsa-Krater zeigt hingegen ein anderes Bild. Hier sind keine geschichteten Sedimentablagerungen zu erkennen. Möglicherweise ist seine geringere Tiefe der Grund dafür. Der Danielson-Krater ist etwa 1000 Meter tiefer als der Kalocsa-Krater und könnte damit ein tiefer liegendes Grundwasservorkommen erreicht haben, was zur Sedimentverfestigung geführt haben könnte.

Ebenfalls auffallend ist die mächtige Lavadecke im unteren Bildteil (östlich der beiden Krater) und eine Geländestufe, die den Übergang in ein tiefer liegendes Terrain im Bildabschnitt oben links (Südwesten) markiert. Hier ragt ein Teil des Auswurfmaterials des kleineren Kalocsa-Kraters wie eine Landzunge in das tiefer gelegene Gebiet. Am Rand dieses Auswurfs ist ein kleiner, etwa fünf Kilometer großer, aufgefüllter Krater zu sehen. Das legt die Vermutung nahe, dass sich die Auswurfdecke einst weiter ins Vorland erstreckte. Dort ist außerdem eine Vielzahl kleiner noppenförmiger Hügel zu erkennen, vermutlich ebenfalls Restberge eines einst weiter reichenden, höheren Oberflächenniveaus.

airberlin schärft ihr Profil auf Zentraleuropa – Mehr Flüge nach Polen

Hartmut Mehdorn, CEO airberlin, in Warschau: „Wir haben unser Netzwerk für den Sommer 2013 strategisch überarbeitet. Die Anpassungen und Neuheiten im Flugplan stehen im Zeichen erhöhter Effizienz. Wir konzentrieren uns in Zukunft noch stärker auf unser Kerngeschäft: das touristische Flugprogramm und den Linienverkehr. Dabei geht es vor allem um eine Schärfung des Profils der Airline in strategischen Kernmärkten wie Zentral- und Osteuropa.“

airberlin erweitert ihre Streckenkompetenz in Polen. Ab 23. März 2013 fliegt airberlin bis zu dreimal täglich von Berlin nach Warschau. Die polnische Hauptstadt ist bereits die dritte Destination der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft in Polen. Darüber hinaus erhöht airberlin ebenfalls zum 23. März 2013 die Frequenz von Berlin nach Krakau und startet damit insgesamt bis zu 48 Mal pro Woche von Berlin ins Nachbarland.

Wolfgang Prock-Schauer, Chief Strategy and Network Planning Officer airberlin, ergänzte: "Mit bis zu drei täglichen Flügen – beginnend am 23. März 2013 – sind wir der Carrier mit dem größten Angebot von Berlin nach Warschau. Zeitgleich erhöhen wir die Flüge nach Krakau. Darüber hinaus setzen wir auf Reisende aus Polen. Im laufenden Jahr sind rund 40.000 Gäste aus Polen mit uns geflogen. Über unser Drehkreuz in Berlin sind unsere Fluggäste optimal an unser weltweites Streckennetz angebunden. Zum Beispiel nach Chicago, denn mit der Eröffnung der Verbindung zwischen Warschau und Berlin starten auch die neuen Nonstop-Linienflüge nach Chicago."

Prof. Dr. Rainer Schwarz, Sprecher der Geschäftsführung des Flughafens Berlin Brandenburg: "Ich freue mich sehr, heute in Warschau zu sein. Ab März 2013 wird airberlin Warschau in ihr Streckennetz integrieren und damit ihr Drehkreuz am Standort Berlin weiter ausbauen. Die Verbindung zwischen der polnischen und deutschen Hauptstadt wird damit weiter verbessert und es werden gleichzeitig zusätzliche Umsteigemöglichkeiten für polnische Passagiere ab Berlin, insbesondere auf Langstreckenflügen, geschaffen. Polen ist für uns ein wichtiger Markt mit großem Zukunftspotential. Wir informieren daher unsere polnischsprachigen Passagiere über unsere Internetseite oder mit unseren Flyern in ihrer Muttersprache."

PortGround startet IHK-Pilotkurs „Fachmann/-frau AirCargo“

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In diesen Wochen startet PortGround das IHK-Praxistraining „Fachmann/-frau AirCargo“. Mit dem neuen, bundesweit einzigartigen Konzept einer Qualifikation mit IHK-Zertifikat erwerben die Teilnehmer alle notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen, um als umfassend ausgebildete Fachkräfte an jedem internationalen Verkehrsflughafen in Deutschland eingesetzt werden zu können. Die PortGround verfügt als erfahrenes Dienstleistungsunternehmen über eine bereits 10-jährige Tradition in der Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern der Bereiche Bodenverkehrsdienste sowie Luftfrachtabfertigung.

Der Kurs "Fachmann/-frau AirCargo" zeichnet sich durch einen hohen Praxisbezug aus, basierend auf anwendungsbezogenem Lernen im unmittelbaren Arbeitsumfeld. In Kleingruppen mit bis zu sechs Teilnehmern schulen erfahrene Trainer die Kursteilnehmer. Dank dieses hohen Ausbildungsstandards bieten sich den Absolventen nach dem erfolgreichen Abschluss beste Chancen für eine Weiterbeschäftigung im Tätigkeitsfeld Luftfrachtumschlag.

Breites Themenspektrum

Inhaltlich umfasst die Qualifikation eine Grundeinweisung in den Bereichen Luftsicherheitsschulung, Sicherheitsbestimmungen, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Gefahrgut. Weitere Themen sind Frachtumschlag, Ladungssicherung und Transport. Hinzu kommen die Ausbildungsinhalte: Lagern und Kommissionieren, Frachtimport, Export und Dokumentation. Alle Ausbildungsmodule werden einzeln mit Tests abgeschlossen und nach dem Bestehen einer finalen Prüfung IHK-zertifiziert. Die Qualifizierungsmaßnahmen starten regelmäßig zum Quartalsanfang und dauern 60 Tage, von denen rund 90 Prozent auf den Praxisteil entfallen.

"Mit dem Start des neuen, bundesweit einmaligen IHK-Praxistrainings "Fachmann/-frau AirCargo" erweitert PortGround ihr erfolgreiches Aus- und Weiterbildungsprogramm, das dank hoher Standards und Praxisnähe seine Absolventen beste Zugangsmöglichkeiten zum Tätigkeitsbereich Luftfracht und Logistik bietet", resümiert Bettina Ganghofer, Geschäftsführerin der PortGround GmbH.

Weitere Aus- und Weiterbildungen durch PortGround

Anfang November endete bereits der sechste Kurs "Fachmann/-frau Flugzeugabfertigung" mit der Übergabe des IHK-Zertifikats. Damit haben bislang 39 Teilnehmer erfolgreich den Kurs absolviert, die im Anschluss alle in Beschäftigungsverhältnisse übergingen. Weitere 15 Kursteilnehmer absolvieren aktuell die Praxistrainings. Diese Kurse sind in drei Module, mit wechselnden Theorie- und Praxisteilen gestaffelt. Zu Beginn erfolgt eine Grundschulung inklusive Sicherheitsbestimmungen, Arbeits- und Gesundheitsschutz und weiteren Inhalten.

Das zweite Modul umfasst die Gepäcksortierung, inklusive Verladung und Transport sowie die Flugzeugabfertigung von Schmalrumpf-Flugzeugen. Im dritten Modul wird die Flugzeugabfertigung der Großraumflugzeuge behandelt.

Airport München-Chef wird Präsident des deutschen Flughafendachverbandes

Dr. Michael Kerkloh, der seit zehn Jahren den Vorsitz der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH führt, rückt jetzt auch innerhalb der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Verkehrsflughäfen (ADV) an die Spitze. Im Rahmen ihrer Jahrestagung in Bremen wählten die Vorstände und Geschäftsführer der deutschen Flughäfen den 59-jährigen Kerkloh heute einstimmig zum neuen Präsidenten ihres Dachverbandes.

Bereits vor zwei Jahren war Kerkloh zum stellvertretenden Vorsitzenden der ADV gewählt worden. Am 01. Januar kommenden Jahres löst er als neuer ADV-Präsident den Düsseldorfer Flughafenchef Christoph Blume ab, dessen zweijährige Amtsperiode turnusmäßig mit dem Jahresausklang endet.

Bereits in der Vergangenheit hat sich der langjährige Münchner Flughafenchef immer wieder für die spezifischen Anliegen und Interessen der deutschen Luftverkehrswirtschaft eingesetzt. In seine neuem Position als ADV-Präsident will Kerkloh auch die öffentliche Wahrnehmung der Flughäfen als Lokomotiven für Konjunktur und Beschäftigung zu schärfen: "Vom Luftverkehr hängen in Deutschland heute bereits 850.000 Jobs ab. Er trägt maßgeblich zur Wertschöpfung in unserem Land bei. Wenn unsere Volkswirtschaft ihre starke Position im globalen Wettbewerb langfristig behaupten soll, muss die Infrastruktur für den Luftverkehr mit dem wachsenden Mobilitätsbedarf Schritt halten", erklärte Kerkloh.

Wachstumsziele dürften jedoch kein Selbstzweck sein, so Kerkloh weiter. Es käme vielmehr darauf an, durch effektive Kapazitätserweiterungen an den deutschen Flughäfen und durch eine bessere Vernetzung der Verkehrsträger dafür zu sorgen, dass die Verkehrsinfrastruktur in ihrer Gesamtheit an Effizienz gewinnt. Michael Kerkloh: "Als ADV-Präsident werde ich mich in Berlin und Brüssel intensiv für einen wettbewerbsfähigen Flughafenstandort Deutschland einsetzen.

In Anbetracht der schwierigen konjunkturellen Aussichten und der nachweislich negativen Auswirkungen der Luftverkehrsteuer müssen weitere Belastungen für die deutschen Flughäfen unbedingt vermieden werden." Kerkloh kündigte zudem an, dass er verstärkt für die gesellschaftliche Akzeptanz der Luftverkehrsindustrie und ihrer Ausbauvorhaben werben wolle.

AESA Radar – Cassidian Vorreiter mit neuem Technik-Design

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Cassidian baut seine Führungsposition in der neuesten Radartechnik weiter aus. Das Unternehmen kann mit der Entwicklung einer neuen Generation von Sende- und Empfangsmodulen aufwarten, die bei neuen Radaren mit elektronischer Strahlschwenkung (AESA = Active Electronically Scanning Array) eine bisher unerreichte Leistungsfähigkeit bewirken. Multi-Mode und Multi-Task Fähigkeiten einer sogenannten AESA-Antenne werden dadurch nachhaltig verbessert und Produktionskosten deutlich verringert.

"Unsere neue Modulgeneration ermöglicht eine höhere Leistungsfähigkeit bei gleichzeitiger Reduktion der Produktionskosten um mehr als 30 Prozent", erklärt Dr. Elmar Compans, Leiter der Business Line Sensors & Electronic Warfare von Cassidian.

Ein Radar, das auf der AESA-Technologie (AESA = Active Electronically Scanning Array) basiert, kann im Gegensatz zu konventionellen Radaren mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllen. Die Sendeenergie wird in einer Vielzahl von Sende- und Empfangsmodulen (Transmit/Receive-Modulen, TRM) direkt in der Antenne erzeugt, anstatt in einem störanfälligen zentralen Sender.

Mit der Umweltqualifikation gemäß IEC 60748 hat Cassidian nun die Basisentwicklung einer neuen Generation von Sende- und Empfangsmodulen abgeschlossen, was den Weg für die Verwendung dieser Hightech-Komponenten in besonders anspruchsvollen Einsatzgebieten der Luft- und Raumfahrt eröffnet. Cassidian hat die industrielle Fertigung der Module durch Verwendung eines Standarddesigns nach dem Baukasten-Prinzip optimiert und ist mit der größten Fertigungslinie für solche Radarmodule in Europa ein Vorreiter dieser Technologie.

Die neue Technologie weist so große operationelle Vorteile für die Kunden auf, dass Cassidian mit dem zukünftigen Einsatz von AESA-Radaren in vielen Bereichen der Aufklärung und Überwachung rechnet. Zu den Cassidian-Produkten, in denen das neue T/R-Modul zum Einsatz kommt, gehören das künftige E-Scan-Radar des Eurofighter, die Security-Radare der Spexer-Familie sowie weltraumgestützte Erdüberwachungsradare.

ESA Ratstagung – Deutschland wichtig für Raumfahrt

Am 20. und 21. November 2012 tagten Delegierte der 20 Mitgliedsstaaten der Europäischen Weltraumorganisation ESA sowie Delegierte aus Kanada im Kongresszentrum "Mostra d'Oltremare" im italienischen Neapel. Der Beginn der ESA-Präsidentschaft der Schweiz und Luxemburgs wardurch eine intensive und erfolgsorientierte Verhandlungsführung gekennzeichnet. Nach zwei Tagen intensiver Diskussion wurde die Ministerratskonferenz erfolgreich abgeschlossen: Die deutschen Positionen zur Zukunft der europäischen Träger-Rakete Ariane und der Internationalen Raumstation ISS bis 2020 konnten umgesetzt werden.

Basis dafür waren auch die gemeinsamen deutsch-französischen Gespräche. Die Delegationen stellten die finanziellen und inhaltlichen Weichen für die europäischen Raumfahrt-Programme der kommenden Jahre. Mit ca. 2,6 Milliarden Euro der Bundesregierung von insgesamt beschlossenen rund 10 Milliarden Euro für Raumfahrtprogramme in den nächsten Jahren ist Deutschland der beitragsstärkste ESA-Partner und hält auch die meisten Programm-Anteile.

Nach Abschluss der Konferenz am 21. November betonte Prof. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Mitglied der deutschen Delegation: "Die europäische Weltraumorganisation ESA hat erneut bewiesen, dass sie auch unter konjunkturell schwierigen Rahmenbedingungen handlungsfähig ist und die europäische Raumfahrt in die Zukunft führen kann. Mit den in Neapel gefassten Beschlüssen ist die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Raumfahrt für die kommenden Jahre gesichert.

Aus deutscher Sicht gehören die Weiterführung des Ariane 5ME-Programms und die Entscheidung über die Nutzung der Internationalen Raumstation bis zum Jahr 2020, verbunden mit der Entwicklung eines europäischen Servicemoduls für das zukünftige amerikanische Orion-Raumschiff, zu den wichtigsten Ergebnissen. Deutschland ist bei der Wetter- und Klimabeobachtung, in der Katastrophenvorhersage und in Sicherheitsfragen sehr gut aufgestellt und behält zudem die Führung in der wissenschaftlichen Erdfernerkundung."

Europas autonomer Zugang zum All

Der gemeinsam von Deutschland und Frankreich vorgeschlagene und von der Konferenz nun verabschiedete Beschluss, dass die Weiterentwicklung der Ariane 5 zur Version ME parallel zum Start eines Studienprogramms der Ariane 6 erfolgen soll, sichert die erfolgreiche europäische Position im weltweiten Markt für Trägerraketen. Deutschland und Frankreich sind zu gleichen Teilen am Ariane 5ME-Programm beteiligt. Mit der Ariane 5ME-Oberstufenentwicklung können vorhandene deutsche Kompetenzen im Raumtransport erhalten und weiterentwickelt werden.

Die Internationale Raumstation ISS bis 2020

Mit Blick auf die Internationale Raumstation ISS hält Deutschland seine Verpflichtungen ein. Das ISS-Programm ist elementarer Bestandteil der deutschen Raumfahrtstrategie. Deutschland stellt 537 Millionen Euro zum Betrieb der ISS bei und ist mit 40,37 Prozent wichtigster Partner. Einigung konnte auch über das sogenannte Barter-Element erzielt werden. Dieses Element dient zur Kompensation der für Europa ab 2020 anfallenden ISS-Betriebskosten. Das geschieht durch die Lieferung eines Servicemoduls auf Basis der ATV-Technologie für das zukünftige amerikanische Orion-Raumschiff. Mit dem Kontrollzentrum für das europäische Forschungslabor Columbus des DLR in Oberpfaffenhofen und dem europäischen Astronautenzentrum EAC auf dem Gelände des DLR in Köln befinden sich wichtige Einrichtungen in Deutschland.

Satellitenkommunikation und Fernerkundung

Die Satellitenkommunikation hat für Deutschland kommerziell und strategisch besondere Bedeutung. Mit seiner Beteiligung an den ARTES-Programmen hat Deutschland auch hier eine Führungsrolle. Mit  "Elektra", einem vollständig von elektrischen Triebwerken angetriebenen Kommunikationssatelliten, wird Deutschland, mit einem Anteil an diesem Projekt von 45 Prozent, diese diese Arbeit fortsetzen. Von zentraler Bedeutung für Europa ist auch die Erdfernerkundung. Deutschland führt mit 37 Prozent die gemeinsame Initiative von ESA und EU zur Umwelt- und Sicherheitspolitik GMES (Global Monitoring for Environment and Security).

Deutschland beteiligt sich mit 27 Prozent auch an der zweiten Generation von Wettersatelliten der MetOp-Reihe. Diese sollen ab 2020 die Wettervorhersage und Klimaforschung noch präziser machen. Prognosen der Wetterdienste werden dann für einen Zeitraum bis zu neun Tagen möglich sein. Deutschland übernimmt einem Industriekonsortium Führungspositionen und baut so seine Kompetenz bei raumfahrtbasierten Schlüsseltechnologien aus. Das DLR managt nationale Beistellungen von Instrumenten, die auf den neuen MetOp-Satelliten installiert werden; darunter das Instrument METimage, entwickelt und gebaut von der Jena-Optronik GmbH. METimage bildet die Erdoberfläche im sichtbaren und im infraroten Spektrum ab und soll unter anderem den physikalischen Zustand von Wolken bestimmen, die Verteilung von Wasserdampf in der Atmosphäre messen sowie Waldbrände und andere Feuer entdecken.

Wissnschaftsprogramme zur Weltraum- und Planetenforschung

Bis 2017 investieren die ESA-Staaten rund 3,8 Milliarden Euro in das Wissenschaftsprogramm. Deutschland ist mit 19,8 Prozent größter Beitragszahler und wesentlicher Partner des Langfrist-Programms "Cosmic Vision 2015 – 2025". Bis zum Jahr 2022 plant die ESA sieben Missionen zur Erforschung des Weltraums und der Planeten, darunter die Astrometrie-Mission Gaia (geplanter Start 2013), die Technologie-Mission LISA Pathfinder (2014) und in Kooperation mit der japanischen Raumfahrtagentur JAXA die Merkur-Mission Bepi Colombo (2015). 2018 soll in Kooperation mit der NASA das James-Webb-Teleskop nach Licht von den ersten Sternen und Galaxien nach dem Urknall suchen.

Für die deutsche Bundesregierung führte Peter Hintze, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), die Verhandlungen. Er wurde unterstützt von der deutschen Delegation im ESA-Rat unter Vorsitz von Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), sowie Dr. Gerd Gruppe, Vorstand des DLR-Raumfahrtmanagements, und Dr. Rolf Densing, im DLR-Raumfahrtmanagement für die ESA-Programme zuständiger Direktor.

Neuer Telekommunikationssatellit made in Germany

In Deutschland wird nach über 25 Jahren erstmals wieder ein Telekommunikationssatellit gebaut. Bezeichnung: Hispasat Advanced Generation 1 (HAG1). Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat den Subauftrag mit der OHB System AG mit einem Auftragsvolumen von knapp drei Millionen Euro am 22. November unterschrieben.

"Der Vertragsabschluß ist ein Meilenstein für die Zusammenarbeit zwischen dem DLR und OHB auf dem Gebiet der Kommunikationssatelliten. Mit dieser zukunftsweisenden Mission können neue Technologien für den Einsatz im Weltraum erprobt werden." erklärt Professor Hansjörg Dittus, Raumfahrtvorstand des DLR. "Damit steht dem Projektbeginn nichts mehr im Weg."

DLR übernimmt Satellitensteuerung bis zum Geostationären Orbit

Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum sorgt nach der Vertragsunterzeichnung für die Durchführung der Launch and Eary Orbit Phase, der kritischen Phase bis nach dem Start. Diese Phase beginnt mit dem Start des Satelliten und endet mit seiner Positionierung im geostationären Orbit. Darauf folgt der Payload In-Orbit Test bei dem alle Nutzlastkomponenten, die sogenannte Payload, auf Funktionsfähigkeit geprüft werden. Hierzu wird die im Juni 2012 eingeweihte Ka-Band-Antenne beim DLR Weilheim verwendet. Diese neue Empfangsanlage arbeitet im kurzwelligen Ka-Frequenzband und dient zu Forschungszwecken. Sie soll vor allem testen, wie gut ein neuer Satellit im All funktioniert. Die Vorbereitung auf diese Aufgaben beginnen zwei Jahre vor dem Start von HAG1, der Ende 2014 geplant ist. Nach Vertragsunterzeichnung findet der Kick-Off für den Aufbau und den Betrieb des Bodensegments statt.

Entwickelt in Deutschland, gebaut in Europa

Im Rahmen des Programms SmallGEO entwickelt die europäische Weltraumagentur ESA eine neue Plattform für kleine geostationäre Satelliten. Die dafür notwendige Technologie wurde in Deutschland entwickelt und vom DLR gefördert. In einem Auswahlverfahren hat sich die ESA für den Vorschlag des spanischen Satellitenbetreibers Hispasat entschieden. Auf Basis von SmallGEO soll der Kommunikationssatellit Hispasat Advanced Generation 1 (HAG1) gebaut und in einen geostationären Erdorbit gebracht werden – der Startpunkt für die erste SmallGEO-Mission. Er wird die Iberische Halbinsel, die Kanarischen Inseln und Südamerika mit TV-Programmen bedienen. Die Firma Tesat Spacecom ist für die Nutzlast und OHB System ist als Systemführer für die Satellitenstruktur und den Gesamtsatelliten zuständig. Hispasat wird den HAG1-Satelliten in seine bereits bestehende Flotte an geostationären Kommunikationssatelliten eingliedern.

SmallGEO als bedarfsgerechte Plattform

Auf dem Markt der Telekommunikationssatelliten ist eine steigende Nachfrage nach kleineren, kosteneffizienten Satelliten zu erkennen, die optimal auf die Bedürfnisse des Kunden und der Mission angepasst werden können. Die neue Plattform für kleine geostationäre Satelliten "SmallGEO" ist eine Satellitenplattform für Nutzlasten bis zu einer Masse von 300 Kilogramm und drei Kilowatt Leistungsaufnahme. Die Einsatzgebiete für SmallGEO sind vielfältig: Kommerzielle Satellitenkommunikation wie Sprache und Daten, Fernsehen und Rundfunk, HDTV, Internet Satellitenkommunikation für öffentliche Aufgaben, Katastrophenschutz und Sicherheit.

Weitere aktuelle Programme auf der Basis von SmallGEO-Missionen sind European Data Relay Satellite (EDRS-C) für Astrium Services und die ESA, Meteosat Third Generation für EUMETSAT und die ESA und der Heinrich Hertz-Satellit für das DLR.

Meteosat der dritten Generation

Die Europäische Weltraumbehörde (ESA) und EUMETSAT haben heute das Abkommen über die dritte Generation des Wettersatellitensystems Meteosat beim Ministerrat der ESA in Neapel unterzeichnet. Das von  ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain und EUMETSAT-Generaldirektor Alain Ratier unterzeichnete Abkommen regelt die Grundsätze der Kooperation und die damit verbundenen Aktivitäten zwischen den beiden Agenturen bei der Entwicklung der individuellen Bestandteile des Meteosat-Systems der dritten Generation (Meteosat Third Generation – MTG).

Nach einem strengen Prüfverfahren zur Auswahl des Industriekonsortiums, den anschließenden Verhandlungen bis zur Vertragsunterzeichnung und der folgenden Umsetzung des ESA Auswahlverfahrens („best practice“) zur Ergänzung des Teams aus der Industrie, ist die Unterzeichnung nun der letzte Schritt zur Realisierung der Beschlüsse zur MTG Kooperation, die der Ministerrat der ESA in 2008 verabschiedete.

Das Abkommen verlängert das Kooperationsmodell, das Europa dank der Kombination der individuellen Kernkompetenzen beider Agenturen zum Weltführer im Bereich der Satelliten-gestützten Wettervorhersage gemacht hat. Die ESA entwickelt die zwei Prototypen der MTG-Satelliten (MTG-I1 und MTG-S1) nach den von EUMETSAT festgelegten Nutzer- und Systemanforderungen und koordiniert die Beschaffung der nachfolgenden Satelliten im Auftrag von EUMETSAT.

Kooperation von ESA und EUMETSAT – Metop-SG

EUMETSAT entwickelt die Kontrollsysteme am Boden und die Infrastruktur, um den Nutzern Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen, und deren wandelnden Anforderungen zu entsprechen. Desweiteren beschafft EUMETSAT die Satellitenstartdienste und betreibt das Gesamtsystem zugunsten der Nutzer. Durch diesen Prozess ist auch die europäische Industrie durch Verträge mit ESA und EUMETSAT beteiligt, was eine Förderung der europäischen Grundlagenforschung und Entwicklung bedeutet und damit zur Stimulation von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie führt.

Das Kooperationsmodell unterstützt auch die gemeinsamen Anstrengungen zum Metop-Programm der zweiten Generation (Metop Second Generation – Metop-SG), der nächsten Generation der polarumlaufenden Metop-Satelliten, die die zweite wichtige Säule des europäischen Beitrags zur globalen Wetter- und Klimaüberwachung im Zeitraum 2020–2040 bildet. Metop-SG wird beim Ministerrat in Neapel erörtert und den Mitgliedstaaten von der ESA als eines ihrer Programme mit optionalem Bezugsrecht angeboten.

Meteosat-Generation 3: 16 Spektralkanäle

Die MTG-Reihe wird aus vier Satelliten (MTG-I) mit abbildenden Instrumenten und zwei Satelliten (MTG-S) mit sondierenden Instrumenten bestehen. Die MTG-I Satelliten werden das flexible, abbildende Kombi-Instrument Flexible Combined Imager (FCI) und ein Instrument zur Erkennung von Blitzen (Lighting Imager) an Bord führen. Die MTG-S Satelliten – eine Premiere für Meteosat – werden ein Interferometer für Messungen im infraroten Spektralbereich (Infrared Sounder – IRS) und ein Spektrometer für Messungen im ultravioletten, sichtbaren und nahinfraroten Spektralbereich (Ultraviolet Visible Nearinfrared – UVN sounder) an Bord haben. Der UVN Sounder wird als GMES-Sentinel-4-Mission von der ESA beigestellt werden.

An Bord der MTG-I-Satelliten wird das FCI die Erdscheibe alle zehn Minuten mithilfe von 16 Spektralkanälen in sehr hoher räumlicher Auflösung von 2 km bis 500 m erfassen. Im so genannten Rapid-Scan-Modus (schneller bildgebender Modus) kann das Instrument ein Viertel der Erdscheibe mit einem Wiederholungs-Zyklus von 2,5 Minuten erfassen.

Das FCI wird wesentlich zur Verbesserung der Kürzestfristvorhersage (Nowcasting) und Kurzfristvorhersage (bis zu sechs Stunden) schwerer Wetterlagen, wie Gewitter oder Nebel beitragen. Es liefert außerdem verbesserte Möglichkeiten zur Messung von Aerosolen und wird somit einen wesentlichen Beitrag zur Überwachung der Luftqualität leisten. Mit seiner höheren räumlichen Auflösung im thermischen Infrarotbereich bietet das FCI eine verbesserte Feuererkennung und wird auch generell zur Verbesserung verschiedener klimarelevanter Produkte beitragen.

Genauere Daten besonders für kurzfristige Unwetterprognosen

Der Lightning Imager wird kontinuierlich über der gesamten Erdscheibe die Blitzaktivität überwachen und so das Nowcasting schwerer Stürme und Warnungen vor Blitzschlägen unterstützen. Diese Information über Blitzaktivität wird vor allem die Flugsicherheit im Umfeld von und im Anflug auf Flughäfen als auch auf den Flugrouten verbessern. Auf den MTG-S-Satelliten wird das IRS detaillierte vertikale Temperatur- und Feuchtigkeits-Profil der Atmosphäre mit einer hohen räumlichen Auflösung von 4 km liefern. Diese Daten fließen in hoch entwickelte regionale Modelle der numerischen Wettervorhersage ein, die künftig für die Kürzest- und Kurzfristvorhersage genutzt werden sollen.

Durch die Überwachung von Instabilitäten in der Atmosphäre wird das neue Sondierungsinstrument außerdem dazu beitragen, Frühwarnungen vor schweren Gewittern zu verbessern. Zusätzlich wird es Informationen aus der geostationären Umlaufbahn über Ozon, Kohlenmonoxid und Ausbreitung von Vulkanasche in der Atmosphäre liefern. Das Hauptziel der GMES-Sentinel-4-Mission besteht darin, die Überwachung der Luftqualität und die Vorhersage über Europa in idealer Ergänzung mit dem IRS-Sondierer zu unterstützen.

EU beschließt Investitionen in Raumfahrt

Die Europäische Raumfahrt Agentur ESA hat ihre zweitägige Ratstagung auf Ministerebene im italienischen Neapel erfolgreich beendet. Auf dieser Tagung haben die Ressortminister der 20 Mitgliedstaaten der ESA und Kanadas heute rund 10 Milliarden Euro für Raumfahrt-Programme und -Aktivitäten in den nächsten Jahren bewilligt.

Neben den Mitgliedstaaten und Kanada waren auf der Ministerratstagung auch zahlreiche Beobachter anwesend: Sieben von neun der ESA noch nicht angehörenden Mitgliedstaaten der EU (Estland, Lettland, Litauen, Malta, die Slowakische Republik, Ungarn und Zypern) sowie die Europäische Kommission, die Europäische Organisation für die Nutzung von Wettersatelliten (EUMETSAT), die Europäische Wissenschaftsstiftung, die Europäische Verteidigungsagentur (EVA), die Europäische Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA), die Agentur für das europäische GNSS (GSA) und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Erdbeobachtung, Ariane 6, ISS-Betrieb, Nasa Orion

Die Minister haben die Investitionen vorrangig auf Bereiche mit hohem Wachstumspotenzial beziehungsweise unmittelbaren ökonomischen Auswirkungen wie Telekommunikation und Meteorologie konzentriert. Sie haben das Mittelvolumen der obligatorischen Tätigkeiten der ESA für den Zeitraum 2013–2017 und die Vorschläge für die Erdbeobachtung genehmigt und Europas Verpflichtung in Bezug auf den Einsatz der Internationalen Raumstation (ISS) bestätigt.

Die Minister haben außerdem Investitionen für die detaillierten Entwurfsstudien des neuen Trägers Ariane 6 und die Fortsetzung der Entwicklung der angepassten Ariane 5 ME gesichert mit dem Ziel, möglichst viele Gemeinsamkeiten zwischen beiden Trägersystemen zu entwickeln. Diese Tätigkeiten werden für einen Zeitraum von zwei Jahren finanziert. 2014 soll ein Beschluss über die weitere Entwicklung beider Träger gefasst werden.

Für den ISS-Betrieb von 2017 bis 2020 haben die Minister grünes Licht für die Bereitstellung eines europäischen Versorgungsmoduls als Sachbeitrag für das Mehrzweck-Mannschaftsfahrzeug (MPCV) des neuen NASA-Raumtransporters Orion gegeben. Diese Entscheidung ist für Europa von strategischer Bedeutung, da durch sie eine Zusammenarbeit zwischen der ESA und der NASA beim künftigen bemannten Raumtransportsystem ermöglicht wird.

Erklärung zur Weiterentwicklung der ESA

Darüber hinaus haben die Minister der ESA-Mitgliedstaaten eine politische Erklärung verabschiedet, welche die Weiterentwicklung der ESA zu einer Weltraumorganisation mit dem für Europa größten Nutzen vorsieht. Dabei erhält sie mehr Flexibilität ihre Betriebsabläufe anzupassen und sowohl von ihrem zwischenstaatlichen Rahmen als auch von den Raumfahrtzuständigkeiten der EU profitiert.

Sie brachten dazu ihre Bereitschaft zum Ausdruck, die Koordinierung und Kohärenz in diesem Prozess zwischen der ESA und der EU zu gewährleisten. Diese politische Erklärung wurde auch von den Ministern der auf der Tagung vertretenen sieben EU-Mitgliedstaaten befürwortet, die der ESA noch nicht angehören.

Die angenommenen Entschlüsse

Die Minister haben folgenden vier Entschlüsse angenommen:

• Der Entschluss über die Rolle der ESA bei der Unterstützung von Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum mit den politischen und programmatischen Schwerpunkten der Tagung.

• Der Entschluss über das Mittelvolumen der obligatorischen Tätigkeiten der Organisation im Zeitraum 2013–2017 zur Finanzierung des Wissenschaftlichen Programms und der grundlegenden Tätigkeiten.

• Die Erneuerung des Beitrags der ESA-Mitgliedstaaten zu den laufenden Kosten des Raumfahrtzentrums Guayana, Europas Raumflughafen in Französisch-Guayana.

• Die politische Erklärung zur Weiterentwicklung der ESA zu der Europa den größten Nutzen bringenden europäischen Weltraumorganisation.

Mit dieser letzten Entschließung wird ein Prozess für die weitere Entwicklung der ESA in die Wege geleitet, der es ermöglichen soll, aus den Kompetenzen und Erfolgen der ESA Kapital zu schlagen und gleichzeitig vollen Nutzen aus den politischen Maßnahmen der EU zu ziehen. Der Prozess soll den weiteren Erfolg der ESA als die auf Forschung und Entwicklung ausgerichtete Weltraumorganisation für Europa, die Mitgliedstaaten und die EU gewährleisten.

Die Entschließungen werden auf der Webseite der ESA veröffentlicht. Die verschiedenen Vorschläge, die den Ministern unterbreitet wurden, werden auf einer Sonderwebseite zur Ministerratstagung 2012 unter der Adresse http://www.esa.int/SPECIALS/Ministerial_Council_2012/ näher ausgeführt.

Auf Beschluss der Minister soll die nächste Ratstagung auf Ministerebene im Frühjahr 2014 einberufen werden.

NIKI Flugzeuge erhalten Lackierung der airberlin

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Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen stellen sich airberlin und NIKI neu auf, um Synergien zu nutzen, Doppelstrukturen abzuschaffen und so gestärkt in eine gemeinsame Zukunft zu gehen. Dazu wird NIKI ihren Auftritt auch an das Design der airberlin anpassen: Am 21. November flog der erste NIKI Airbus A320 in neuer Lackierung von Istanbul nach Wien.

Im Rahmen des C-Checks, einer vorgeschriebenen Wartung, die alle zwei Jahre durchgeführt wird, bekam der NIKI Airbus A320 in den vergangenen Wochen sein neues Aussehen. Das airberlin Design wurde übernommen und mit bekannten, frischen NIKI Elementen ergänzt. Schrittweise wird so die gesamte Flotte der zur airberlin group gehörenden NIKI erneuert. „The spirit of NIKI“ wird in Zukunft nicht nur Bestandteil des neuen Logos, sondern vor allem Garant für die bekannte österreichische Qualität und perfekten Service sein.

NIKI setzt auch im Jahr 2013 das Kapazitätswachstum fort. Die Flotte der Airline erfährt im Jahr 2013 die Umstellung zur reinen Airbus-Flotte. NIKI – als Teil der airberlin group – generierte über die letzten Jahre jeweils zweistellige Zuwachsraten und wird im laufenden Jahr rund fünf Millionen Fluggäste befördern. Im Herbst 2011 wurde Wien als Drehkreuz der airberlin group definiert, wodurch sowohl im Geschäftsreise- wie auch im touristischen Bereich nunmehr auch Transfersegmente angesprochen werden. Diese Entwicklung fügt sich in die Strategie der airberlin group ein: Den Gästen werden durch die strategische Partnerschaft mit Etihad Airways und die Mitgliedschaft in der oneworld® Allianz globale Netzwerke angeboten.

Paul Gregorowitsch, Chief Commercial Officer airberlin: „NIKI ist jetzt deutlich als Fluggesellschaft der airberlin group erkennbar. Zu der einheitlichen Außenlackierung kommt bei NIKI die Vereinheitlichung der Flotte hinzu. Damit schaffen wir eine noch effizientere Plattform in Wien. Eine reine Airbus-Flotte stützt unsere Strategie im Hub Wien: Neben dem Liniengeschäft forcieren wir die Entwicklung touristischer Zielgebiete für die gesamte airberlin group.“

Christian Lesjak, Geschäftsführer NIKI: „Die Airbus-Flotte von NIKI ist ein wesentlicher Bestandteil der airberlin group. Die gesamte NIKI Flotte ist nunmehr sowohl im Linien- wie auch im Charterverkehr flexibel einsetzbar. Durch den Einsatz der Airbus-Flugzeuge können wir ohne Erhöhung der Flugzeuganzahl auch im kommenden Jahr unser Sitzangebot ausbauen – trotz schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in etlichen europäischen Märkten.“