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Segelflugausbildung mit 52 Jahren

Für viele Piloten ist der Segelflug die ultimative und unmittelbarste Form des Fliegens. Dass es für die Faszination des Fliegens aber auch keine Altersgrenze gibt, zeigte Joachim Hammen aus Georg-Weierbach. 2014 begann er mit 52 Jahren mit der Segelflugausbildung.

Die Segelflugausbildung machte er im doppelsitzigen Segelflugzeug mit fleißiger Unterstützung der ehrenamtlich tätigen Fluglehrer des Aero-Club Idar-Oberstein e.V. Nach insgesamt ca. 80 Starts und Landungen war es soweit. Unter der Aufsicht des Ausbildungsleiters Wilfried Feil (im dritten Bild rechts) meisterte er souverän seine Prüfungsflüge.

Mit den ersten Alleinflügen ist der erste Ausbildungsabschnitt zur Segelfluglizenz beendet. Zwei weitere Ausbildungsabschnitte erweitern die Fähig- und Fertigkeiten, um dann den finalen praktischen Prüfungsflug zu absolvieren.

Business Jet Cessna Citation Latitude erhält FAA-Zulassung

Cessna hat die amerikanische FAA-Zulassung für ihren neuen Business Jet Citation Latitude erhalten. Damit können die ersten Auslieferungen im dritten Quartal 2015 beginnen. Der Jet bringt Komfort und Effizienz mit einem flachen Boden bei geräumiger, steh-hoher (1,83 Meter) Kabine für bis zu neun Passagiere.

Der Zulassung geht bereits die erste Atlantik-Überquerung und das Europa-Debut auf der European Business Aviation Convention & Exhibition (EBACE) im Mai voraus. Besonders die transkontinentale Reichweite beeindruckte dort die Kunden. Von Neufundland ging es nonstop nach Valencia in Spanien. Als einer der ersten Kunden hat Executive-Jet-Betreiber NetJets bis zu 150 Citation Latitude bestellt.

Das Testflugprogramm der Latitude begann mit dem Erstflug im Februar 2014 und sammelte in 690 Flügen 1.697 Flugstunden an. Dabei hat sich auch die Garmin G5000 Avionik mit auto-Drosselung bewährt, was dem Piloten Arbeit abnimmt. Je nach Geschwindigkeit erreicht die Latitude nun sogar eine Reichweite von 2.700 bis 2.850 Nautischen Meilen, wobei sie nur eine Startstrecke von 3.580 Fuß (1.091 Meter) braucht.

Die Herstellung der Citation Latitude erfolgt mit vielen neuen Technologien, wie vermehrter robotischer Automatisierung, maschinell bearbeiteter Großteile und ergonomischen Arbeitsstationen. Dies führt laut Cessna zu einer höheren Genauigkeit im gesamten Bauprozess. Auf dem letzten Foto: Scott Ernest, President & CEO, Textron Aviation und Margaret Kline, Wichita Aircraft Certification Manager, FAA, mit der Zulassungsurkunde.

DLR entwickelt Verfahren zur Reparatur von FVK-Teilen

Der Flugzeug- und Automobilbau setzt vermehrt auf Strukturen aus faserverstärkten Kunststoffen (FVK). Der Grund dafür sind die vorteilhaften Eigenschaften dieser Hochleistungskunststoffe: hohe Steifigkeit und Festigkeit bei geringem Gewicht. Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart haben nun ein neuartiges Reparaturkonzept entwickelt, um faserverstärkte Kunststoffe wettbewerbsfähiger, wirtschaftlicher und ressourceneffizienter zu machen.

Beim neuen Airbus A350 liegt der Anteil an FVK bereits bei mehr als 50 Prozent und mit dem Elektroauto BMW i3 hat der Werkstoff auch Einzug in die automobile Serienproduktion gehalten. Das Ziel der DLR-Wissenschaftler ist es, so eine frühzeitige Entsorgung von Bauteilen aus FVK zu vermeiden und Ausschuss bei der Produktion zu minimieren. Diesem Aspekt kommt eine große Bedeutung zu, weil die Herstellung von FVK-Strukturen immer noch zu einem großen Teil in Handarbeit erfolgt.

Mit Laser, Induktion und Vakuum gegen Schadstellen

„Bisherige Reparaturverfahren für aufwändig produzierte und damit kostenintensive FVK-Bauteile sind meist zeitintensiv, unflexibel und teuer. Große Strukturen, wie beispielsweise in einem Flugzeugrumpf, sind für eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahren ausgelegt. Bei einem Schaden müssen sie in der Regel für eine Reparatur ausgebaut oder komplett ausgetauscht werden“, erläutert Projektleiter Markus Kaden vom DLR-Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie die Bedeutung geeigneter Reparaturkonzepte.

Bei Strukturen aus Metall wird der beschädigte Bereich herausgeschnitten und neues Blech vernietet. Bei Bauteilen aus faserverstärkten Kunststoffen ist der Reparaturprozess komplizierter: „Da die Fasern lasttragend sind, also für den Zusammenhalt und die Belastbarkeit der Struktur sorgen, können wir hier nicht einfach Bohren oder Nieten. Sonst würden wir die Fasern noch weiter beschädigen“, erklärt Markus Kaden den zentralen Unterschied bei der Reparatur von FVK gegenüber metallischen Werkstoffen. Stattdessen tragen die DLR-Forscher die beschädigten Materialschichten großflächig ab und ersetzen sie mit einem sogenannten Patch, ähnlich einem Pflaster. Der Patch besteht aus dem gleichen Material, hat die gleiche Faserausrichtung und verbindet sich unter Einwirken von Wärme und Druck mit der umliegenden Struktur.

Das vom DLR angewendete Reparaturverfahren weist dabei zwei Besonderheiten auf: „Zum einen tragen wir das beschädigte Material mit Hilfe eines Lasers ab. Im Gegensatz zu anderen Ansätzen, bei denen das Material zum Beispiel mit einem Fräser entfernt wird, benötigt unser Prozess keine Kühlung, es wirken keine Einspann- oder Druckkräfte auf die Struktur und der Werkzeugverschleiß ist sehr gering“, führt Kaden den ersten Vorteil des DLR-Verfahren aus. „Zum anderen beheizen wir – wie bei einem Induktionsherd – nur den Bereich des Patches und die beschädigte Stelle der Struktur. Dazu verwenden wir ein mittels Induktion erwärmtes Metallblech, das der Größe des Patches entspricht und das mit Hilfe eines Vakuumaufbaus auf den Patch gepresst wird. Unter Druck und Temperatur verbindet sich dieser dann mit der umliegenden Struktur.“

Im Vergleich zum bisherigen Stand der Technik bietet die neue Reparaturmethode mehr Flexibilität: Bei der Verwendung von Öfen oder Autoklaven erwärmt sich das ganze Bauteil. Heizdecken, Infrarotlampen oder Heißluft-Systeme bieten zwar die Möglichkeit, nur Teile der Struktur zu erwärmen, nicht aber gezielt nur den zu reparierenden Bereich. Gleichzeitig ermöglicht das DLR-Verfahren bei Verwendung einer zusätzlichen Isolationsschicht Temperaturen von über 300 Grad Celsius, mit deren Hilfe auch spezielle faserverstärkte Kunststoffe, sogenannte Thermoplaste, repariert werden können.

Preisgekrönte mobile Reparaturstation

Mit Unterstützung des DLR-Technologiemarketings haben die Stuttgarter Wissenschaftler eine mobile Reparaturstation entwickelt, mit deren Hilfe sie das Verfahren demonstrieren können. Sie umfasst alle notwendigen Systeme, die für die Reparatur von FVK-Strukturen notwendig sind: Neben der Anlagentechnik für die induktive Beheizung des Metallblechs beinhaltet sie auch eine Vakuumpumpe, um den benötigten Druck auf den Patch zu erzeugen. Über Temperatursensoren können mit Hilfe eines Netbooks die einzelnen Prozesse gesteuert werden.

Aktuell ist das „Kleben“ für eine Reparatur von strukturtragenden Bauteilen aus Hochleistungskunststoffen im Luftfahrtbereich noch nicht zugelassen. Trotzdem gibt sich DLR-Forscher Markus Kaden optimistisch: „Zur Zeit gibt es viele neue Entwicklungen in diesem Bereich. Einige Unternehmen haben bereits Interesse an unserem Reparaturkonzept angemeldet, um es für die industrielle Anwendung weiterzuentwickeln.“ Auf der internationalen Verbundwerkstoffmesse JEC Americas in Houston (USA) wurde das DLR-Reparaturkonzept außerdem mit dem JEC-Award in der Kategorie MRO (Maintenance, Repair and Overhaul; Wartung, Reparatur und Überholung) ausgezeichnet. Der Preis zeichnet die besten Innovationen im Bereich der Faserverbundwerkstoffe aus.

Im Bild: DLR-Forscher Markus Kaden demonstriert, wie mit Hilfe der mobilen Reparaturstation Strukturen aus faserverstärkten Kunststoffen schnell und effizient geflickt werden können.

Bild: DLR/FrankEppler

40 Jahre ESA: Stand auf der Luft- und Raumfahrtausstellung in Le Bourget

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Die ESA wird auf der Pariser Luft- und Raumfahrtausstellung in Le Bourget mit einem Pavillon vertreten sein und 40 Jahre nach Unterzeichnung des ESA-Übereinkommens einen aktuellen Überblick über ihre Tätigkeiten bieten. Im ESA-Pavillon wird veranschaulicht, in welchem Maße das ehrgeizige Motto der ESA – die Erschließung neuer Kenntnisse – eine Triebfeder für Innovation und Wachstum darstellt. Indem die ESA große Herausforderungen meistert, stellt sie sicher, dass die Raumfahrtindustrie und das wissenschaftliche Know-how Europas in allen Bereichen der Raumfahrt an der Spitze stehen. Die Raumfahrt ist das Paradebeispiel für ein erfolgreiches Europa.

Projekte der ESA, die für diese erfolgreiche Strategie stehen, werden neben dem ESA-Pavillon zur Schau gestellt: der Kometenjäger Rosetta und das experimentelle Raumfahrzeug IXV. Rosetta wurde Mitte der 1980er Jahre entworfen und brillierte vergangenen November mit der historischen Landung auf einem Kometen, während das IXV im Februar seinen erfolgreichen Testflug mit Wasserung und Bergung absolviert hat.

Im Pavillon können sich die Besucher mit den jüngsten Entwicklungen der ESA in allen Bereichen der Raumfahrt von der Astronomie über die Planeten- und Geowissenschaft, die Telekommunikation und integrierte Anwendungen, die bemannte Raumfahrt und Exploration bis hin zu Navigation und Raumfahrzeugträgern vertraut machen.

Ein besonderes Augenmerk wird in diesem Jahr auf die Schlüsselrolle der Raumfahrt beim Verständnis und der Vermeidung der negativen Auswirkungen des Klimawandels gelegt. Der ESA-Pavillon wird am gewohnten zentralen Standort in der Nähe der maßstabgetreuen Modelle der Ariane-5 und der Ariane-1 zu finden sein.

Frachtverbindung von LHC nach Aschgabat (ASB) zieht an

Lufthansa Cargo ist mit der Entwicklung der neuen Verbindung nach Aschgabat (ASB) sehr zufrieden. Die turkmenische Hauptstadt wurde kürzlich dem Frachtnetzwerk von Lufthansa Cargo hinzugefügt und wird seit dem 29. März 2015 mit einer Boeing B-777F angeflogen.

Die Maschine wird von AeroLogic, einem Joint-Venture von DHL-Express und Lufthansa Cargo, betrieben. „Diese Direktverbindung zwischen Deutschland und Turkmenistan unterstreicht die engen Geschäftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern. Inzwischen können wir auf einen breit wachsenden Kundenstamm aus allen Bereichen weltweit blicken und freuen uns sehr über diese Entwicklung in den ersten zehn Wochen seit Eröffnung der Strecke.“, so Christian Becker, Regionaldirektor Russland und GUS der Lufthansa Cargo.

Die Frachtkapazitäten werden hauptsächlich für Güter der Pharma-, Öl-, und Gasbranche, aber auch für Lebensmittel und Tiertransporte genutzt. Die neue Frachtverbindung mit Flugnummer LH 8082 wurde mit dem Start des Sommerflugplans aufgenommen und verbindet Frankfurt am Main, Aschgabat und Hong Kong mit einer Ladekapazität von über 100 Tonnen.

easyJet fliegt zweimal pro Woche Stuttgart – Porto

Die britische Fluggesellschaft easyJet hat jetzt die Strecke Stuttgart – Porto aufgenommen. Jeweils montags und freitags startet der Flug in die portugiesische Handelsmetropole um 11:10 Uhr in Stuttgart, Ankunft in Porto ist um 12:50 Uhr.

Für die Strecke Porto – Stuttgart startet das Flugzeug schon jeweils um 07:00 Uhr und landet um 10:40 Uhr in Stuttgart. Die 1995 von dem griechischen Unternehmer Stelios Haji-Ioannou gegründete easyJet gehört heute zur easyGroup und zählt neben Ryanair zu den erfolgreichsten Low Cost Carriern in Europa. Von ihrem Heimatflughafen London-Luton aus betreibt Easyjet eine Flotte von 217 Flugzeugen, mit denen im Jahr 2013 zuletzt 60,8 Millionen Fluggäste befördert wurden.

United Airlines fliegt mit Boeing 767-400ER und First Class Berlin – New York

Seit dem 05. Juni erhöht United Airlines die Kapazitäten durch den Einsatz einer größeren Maschine. Künftig ersetzt die Airline mit einer Boeing 767-400ER bzw. 767-300ER die bislang auf der Strecke Berlin – New York geflogene Boeing 757-200.

Die Boeing 767-400ER, die seit heute auf dieser Route eingesetzt wird, hat 242 Sitze an Bord – darunter 39 Flat-Bed-Sitze in der Business Class, 70 Sitze in der EconomyPlus und 133 Sitze in der Economy Class. Mit mehr Beinfreiheit, mehr Platz in den Gängen sowie einem anspruchsvollen Entertainmentsystem erhöht die Airline den Komfort an Bord für ihre Passagiere. United Airlines verdoppelt damit das Angebot an Flat-Bed-Sitzen in der Premiumklasse und führt ab August die First Class ein.

Ab dem 02. August setzt United Airlines dann auf der Strecke Berlin-New York eine Boeing 767-300ER mit 183 Sitzen in drei Klassen ein. Diese verfügt über sechs Sitze in der First Class. United Airlines ist damit die einzige Fluggesellschaft, die in Berlin eine First Class anbietet.

United Airlines: amerikanische Traditions-Fluggesellschaft

Die amerikanische Linienfluggesellschaft United Airlines mit Sitz in Chicago wurde im Jahr 1920 gegründet und zählt zu den weltgrößten Fluggesell-schaften. Ihre Flotte besteht aus insgesamt 707 Flugzeugen. Allein in den USA besitzt die Airline acht Drehkreuze in Chicago, Cleveland, Denver, Houston, Los Angeles, Newark, San Francisco und Washington D.C. Als Mitglied der Star Alliance fliegt United Airlines zu mehr als 700 Destinationen in 127 Ländern weltweit.

Insgesamt einmal täglich bietet United Airlines die Verbindung von der deutschen Hauptstadt zum New Yorker Drehkreuz Newark Liberty International Airport an. Seit der Eröffnung dieser Strecke im Jahr 2005 sind rund 900.000 Passagiere mit der Airline ab Berlin-Tegel nach New York und zurück geflogen.

Vernehmlassung zur Teilrevision 1+ des Luftfahrtgesetzes in der Schweiz

Der Schweizer Bundesrat hat heute die Vernehmlassung zur Teilrevision 1+ des Luftfahrtgesetzes eröffnet. Es handelt sich um eine größtenteils technische Vorlage, die der Infrastruktur der Luftfahrt, der technischen Sicherheit und Organisation der Flugsicherung gewidmet ist. Der Bundesrat hat zudem den Schlussbericht zur Auslagerung der Aufsicht über den Luftverkehr in eine gebührenfinanzierte Organisationsform zur Kenntnis genommen. Die Abklärungen zeigen, dass das Gesamtsystem damit teurer würde und die zusätzlichen Kosten zulasten der Luftfahrtindustrie gingen.

Bei der Vernehmlassungsvorlage handelt es sich um eine vorab technische Revision. Sie zielt darauf ab, das Sicherheitsniveau, die Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz zu erhöhen. Für die Flugplätze soll ein neues, differenziertes Konzessionierungs- und Bewilligungssystem vorgesehen werden, das die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen der einzelnen Anlagen besser berücksichtigt. Die heutige Regelung stellt die Landesflughäfen Zürich und Genf rechtlich auf dieselbe Stufe wie die Flugplätze Ecuvillens, Birrfeld oder La Chaux-de-Fonds-Les-Eplatures. Spitallandeplätze, die intensiv genutzt werden oder über ein Instrumentenanflugverfahren verfügen, werden neu ebenfalls als Flugplätze qualifiziert.

Englisch als Funksprache

Im Bereich Flugsicherheit wird die ausschließliche Verwendung des Englischen in der Radiotelefonie vorgeschrieben. So kann die Gefahr von sprachlichen Missverständnissen vermindert werden. Weiter werden mit einer Änderung des Fernmeldegesetzes Geräte zur Störung von Satellitennavigationssignalen verboten. Geregelt werden betreffend Luftsicherheit ferner die Bedingungen, unter welchen Skyguide Flugsicherungsdienstleistungen auslagern oder in Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit erbringen kann. Eine Änderung des Mineralölsteuerverwendungsgesetzes soll schließlich neu mehr Flexibilität bei der Verteilung der Gelder aus der Spezialfinanzierung Luftverkehr ermöglichen.

Der Bundesrat hat heute zudem den Schlussbericht zur Auslagerung der Aufsicht über den Luftverkehr in eine gebührenfinanzierte Organisationsform zur Kenntnis genommen. Dieser wurde im Rahmen der vom Bundesrat beschlossenen Aufgabenüberprüfung (AÜP) erstellt. Der Bericht kommt zum Schluss, dass die Maßnahme beim Bund zwar zu Einsparungen führen, das Gesamtsystem der Luftfahrt aber insgesamt verteuern und zusätzliche Kosten zulasten der Luftfahrtindustrie verursachen würde. Auf die Maßnahme soll daher verzichtet werden.

Luftfahrtpolitik der Schweiz

Mit dem Luftfahrtpolitischen Bericht von 2004 hat der Bundesrat die Leitsätze für die Luftfahrtpolitik bestimmt. Zur Umsetzung bedarf es rechtlicher Anpassungen. Diese erfolgen schrittweise: Die erste Teilrevision des Luftfahrtgesetzes trat am 01. April 2011 in Kraft. Sie schuf u.a. präzisere Rechtsgrundlagen für die Aufsichtstätigkeit des BAZL und regelte die Verwendung von Erträgen aus der Spezialfinanzierung Luftverkehr für die Mitfinanzierung der Flugsicherungsdienste auf Regionalflughäfen. Bei der nun vorliegenden Vorlage handelt es sich um eine weitere Teilrevision. Die Vernehmlassung dauert bis Ende September 2015.

Spanische Fluglotsen wollen Montag zeitweise streiken

Die spanischen Fluglotsen haben angekündigt, am kommenden Montag, den 08. Juni 2015, zwischen 10:00 und 12:00 sowie zwischen 18:00 und 20:00 Uhr die Arbeit niederzulegen. Damit dürfte es zu deutlichen Einschränkungen im Flugverkehr mit Flugausfällen und Verspätungen kommen. Passagiere, die am Montag in diesem Zeitraum Flüge von oder nach Spanien geplant haben, sollten sich bei ihrer Fluggesellschaft oder ihrem Reiseveranstalter zu erkundigen, ob ihre Flüge vom angekündigten Streik betroffen sind.

airberlin im Mai 2015 bei weniger Passagieren besser ausgelastet

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Im Mai 2015 sind insgesamt 2.843.258 Fluggäste mit airberlin geflogen. In Hinblick auf den Vorjahresmonat reduzierte sich kapazitätsbedingt die Passagieranzahl um 4,3 Prozent. Im globalen Streckennetz der airberlin legten die Gäste im Mai 4,159 Milliarden Kilometer (RPK) zurück, was einem Rückgang von 5,3 Prozent gegenüber dem gleichen Ergebniszeitraum des Vorjahres entspricht. Die Sitzplatzkilometer (ASK) reduzierten sich aufgrund punktueller Kapazitätsanpassungen um 7,4 Prozent auf 5,117 Milliarden. Positiv entwickelte sich dafür die Gesamtauslastung (RPK/ASK), die sich um 1,8 Prozent auf 81,3 Prozent im Vergleich zu Mai 2014 erhöhte.

Von Januar bis einschließlich Mai des Jahres 2015 stieg zudem die Auslastung um 0,6 Prozentpunkte auf insgesamt 82,3 Prozent. Die Passagieranzahl verringerte sich seit Beginn dieses Jahres um 3,3 Prozent auf insgesamt 11.011.919 Fluggäste im Vergleich zum Vorjahr.

Stefan Pichler, CEO airberlin group: „Der Mai steht ganz im Zeichen einer erhöhten Gesamtauslastung und zeigt, dass wir innerhalb unserer Neuausrichtung die richtigen Impulse setzen. Diesen positiven Trend wollen wir natürlich mit in die bevorstehende Urlaubssaison nehmen. airberlin ist dahingehend in allen Geschäftsfeldern gut aufgestellt.“

Die zurückgelegten Passagierkilometer verringerten sich innerhalb der ersten fünf Monate des Jahres 2015 um geringe 1,1 Prozent auf 17,677 Milliarden (Vorjahr: 17,877 Milliarden). Bei den angebotenen Sitzplatzkilometer ist ein Rückgang um 1,9 Prozent auf 21,478 Milliarden zu verzeichnen (Vorjahr: 21,889 Milliarden). Insgesamt blickt airberlin im Monat Mai auf eine stabile Entwicklung zurück und fokussiert sich in den kommenden Monaten auf die konsequente Umsetzung ihrer Neuausrichtung.

Mai 2015 kumuliert 2015
Fluggäste 2.843.258 (-4,3 %) 11.011.919 (-3,3 %)
ASK in Mio. 5.117 (-7,4 %) 21.478 (-1,9 %)
RPK in Mio. 4.159 (-5,3 %) 17.677 (-1,1 %)
Auslastung in % 81,3 (+1,8 PP) 82,3 (+0,6 PP)

Bauarbeiten am BER: Hauptverkabelung fertig saniert

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH hat einen weiteren übergeordneten Meilenstein bei den Restarbeiten für den Flughafen BER erreicht: Heute konnte die Sanierung der Hauptverkabelung abgeschlossen werden.

Laut Dr. Karsten Mühlenfeld, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, ist die Sanierung der Hauptverkabelung ein wichtiger Meilenstein bei der Realisierung des Flughafens. Doch bleibt noch viel zu tun, denn die BER-Bauarbeiten seien kein Selbstläufer. Insgesamt stehe aber der Plan, den BER im zweiten Halbjahr 2017 zu eröffnen. Erst kürzlich wurden auch die Pavillions Hauptterminal fertiggestellt.

Die Hauptverkabelung befindet sich in den so genannten Medienkanälen unter dem BER-Terminal. Hier sind alle Hauptzuleitungskabel der Allgemeinstromversorgung, der Sicherheitsstromversorgung sowie der Schwachstromverkabelungen auf Kabeltragsystemen untergebracht. Darüber hinaus sind in den Medienkanälen die Hauptleitungen der Haustechnik für die Wärme-, Kälte- und Wasserversorgung verlegt. Die Elektrotechnik-Medienkanäle auf der Nord- und Südseite sind zusammengenommen rund 600 Meter lang. Die Kanäle für die Haustechnik haben eine Länge von insgesamt rund 400 Metern.

Handwerklich mangelhaft, 35 Kabel-Kilometer neu verlegt

Die Hauptverkabelung im Fluggastterminal war unter anderem aufgrund erheblicher Leistungserweiterungen der Stromversorgung, unzulässiger Kabelhäufungen (Überbelegung von Trassen), teilweise auch handwerklich mangelhafter Verlegung sowie kritischer Wärmeentwicklung nicht genehmigungsfähig. Nach Berechnungen und Prüfung durch Sachverständige konnte eine teure und zeitintensive Verlegung von Stromschienen vermieden werden.

Während der Bauarbeiten wurden rund 2.500 Meter Kabeltragsysteme in Form von Kabeltrassen und Steigern ertüchtigt. Zudem wurden rund 35 Kilometer Hauptkabel zurückgezogen und neu geordnet auf Kabeltrassen verlegt. In den beiden Haustechnikkanälen im Mainpier Nord und Süd mussten darüber hinaus umfangreiche Promat- und Blechkanäle zurückgebaut bzw. umgebaut werden. Weiterhin wurden Teile der Sprühflutanlage und Sprinklerhauptleitung umverlegt. Ebenso wurden Heizungsrohre auf einer Länge von insgesamt 100 Meter isoliert, die zuvor Wärme auf die parallel verlaufenden Elektrotechnikkanäle abgestrahlt hatten und Hauptursache für die erhöhte Wärmeentwicklung in den beiden Elektrokanälen waren.

Im Bild: Die Hauptverkabelung befindet sich in den so genannten Medienkanälen unter dem BER-Terminal. Hier sind alle Hauptzuleitungskabel der Allgemeinstromversorgung, der Sicherheitsstromversorgung sowie der Schwachstromverkabelungen auf Kabeltragsystemen untergebracht.

Deutsche Flughäfen zum Klimaschutz am Tag der Umwelt

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Der Tag der Umwelt am morgigen Freitag steht in Deutschland unter dem Motto „Zusammen ist es Klimaschutz“. Auch die im Flughafenverband ADV organisierten Airports haben sich diese Losung auf die Fahnen geschrieben und eine gemeinsame Strategie entworfen. Vom kompletten Austausch tausender Glühlampen in der Vorfeldbeleuchtung gegen stromsparende LEDs über den Einsatz erneuerbarer Energien und hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung bis hin zum Einsatz emissionsfreier Elektrofahrzeuge auf dem Vorfeld – Klimaschutz ist an den deutschen Flughäfen Teil des Arbeitsalltags und steht im Fokus strategischer Investitionsentscheidungen.

„Diese systematischen Anstrengungen zeigen Wirkung“, betont ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel: „Im europäischen Branchenvergleich sind die deutschen Airports beim Klimaschutz führend“. Das belegen auch die nüchternen Zahlen: Allein von 2010 bis 2013 haben die deutschen Airports ihre CO2-Emissionen absolut um fünf Prozent gesenkt, und das, obwohl die Verkehrszahlen im gleichen Zeitraum um acht Prozent gestiegen sind.

Mehr Elektromobilität an den Flughäfen

Die Nachhaltigkeit ihrer Klimaschutzbemühungen haben die deutschen Flughäfen auch durch ihre Zertifizierung nach den internationalen Standards ISO und EMAS unter Beweis gestellt. Dadurch ist gewährleistet, dass die Flughäfen Klimaschutz als dauerhafte Herausforderung praktizieren und regelmäßig offen und transparent über den Erfolg ihrer Bemühungen informieren. Auch außerhalb ihres direkten Einflussbereiches engagieren sich die Flughäfen für den Klimaschutz: Über emissionsabhängige Start- und Landeentgelte setzen sie den Airlines geldwerte Anreize für den Einsatz der saubersten Flugzeuge.

Doch die Flughäfen wollen noch besser werden. In den nächsten Wochen werden die deutschen Flughäfen dazu eine große Initiative zur Ausweitung der Elektromobilität starten. Das unterstützt auch die Bundesregierung, ihr selbst gestecktes Ziel zu erreichen und kann gleichzeitig der Umwelt helfen.

Brussels Airlines startet im Herbst Flugverbindung Bremen – Brüssel

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Ab dem 14. September verbindet Brussels Airlines fünf Mal pro Woche die europäische Hauptstadt mit Bremen. Die Hansestadt im Norden Deutschlands war bisher noch nicht direkt an den Brüsseler Flughafen angebunden.

Gute Nachrichten gibt es für die zahlreichen Mitarbeiter der Europäischen Kommission, die regelmäßig zwischen Brüssel und Bremen pendeln und bisher nur über Umwege nach Bremen reisen konnten. Mit dem neuen Linienflug, den Brussels Airlines ab September jeden Wochentag einsetzt, ist die Hansestadt Bremen bereits in einer Stunde und zehn Minuten erreichbar.

Bremen, im Herzen Niedersachsens und am Unterlauf der Weser, kann auf eine reiche Geschichte als eines der führenden Handelszentren zurückblicken. Die wunderschöne 1.200 Jahre alte Innenstadt ist aus kultureller und historischer Sicht mehr als nur einen kurzen Besuch wert.

Auch heute noch sind Bremen, sowie die nahegelegene Stadt Bremerhaven, zwei wichtige Wirtschaftszentren. Im High-Tech Bereich steht Bremen sogar mit an der Spitze. Airbus hat dort eines ihrer Produktionszentren angesiedelt und zahlreiche Mercedes-Modelle werden in Bremen produziert. Auch die europäische Raumfahrtindustrie ist dort vertreten. Darüber hinaus wird das bekannte Beck’s Bier in Bremen gebraut, und der berühmte Jacobs-Kaffee hat hier ebenfalls seine Wurzeln.

Flugplan Bremen – Brüssel

Brussels Airlines verbindet ab dem 14. September jeden Tag (mit Ausnahme von Samstag und Sonntag) die Hansestadt Bremen mit dem Brussels Airport:

Flugnummer von nach Abflug Ankunft Wochentage

  • SN 2596 Bremen Brüssel 19:00 Uhr 20:10 Uhr 12345
  • SN 2597 Brüssel Bremen 21:00 Uhr 22:10 Uhr 12345

Fluggäste haben die Wahl zwischen vier verschiedenen Reiseprodukten: Bizz&Class, Flex&Fast, Light&Relax und Check&Go.

Bremen ist ein Gewinn für das wachsende Streckennetz der Airline. Mit diesem Linienflug sollen auch die Fluggäste angesprochen werden, die sich komfortabel und schnell über das Drehkreuz in Brüssel zu anderen Destinationen begeben möchten. Der Flugplan wurde zeitlich entsprechend angepasst, um ein reibungsloses Umsteigen in Brüssel zu Destinationen, wie zum Beispiel Bristol, Madrid oder Toulouse, gewährleisten zu können. So können unter anderem Mitarbeiter der Airbus Industries komfortabel zwischen den verschiedenen Produktionszentren reisen.

Jürgen Bula, Geschäftsführer Flughafen Bremen: „Vor allem Geschäftsreisende aus bremischen Firmen und Niedersachsen können von der neuen Verbindung profitieren, und auch für einen Städte-Trip ist die neue Verbindung von Bremen nach Brüssel ideal.“

Bremen ist nach Hamburg und Hannover die dritte Stadt, die Brussels Airlines im Norden Deutschlands anfliegt. Die belgische Fluggesellschaft bietet zusätzlich fünf tägliche Flüge nach Berlin an. Dank der engen Zusammenarbeit mit den Partnern Lufthansa und Germanwings können die Fluggäste von Brussels Airlines auch noch täglich ab Brüssel direkt nach Frankfurt, München und Stuttgart fliegen. Insgesamt stehen den Passagieren der belgischen Airline somit sieben Destinationen in Deutschland zur Verfügung.

Airbus A400M-Absturz: Triebwerke blieben auf „flight idle“

Airbus hat mitgeteilt, dass die Stimmrecorder (CVR, cockpit voice recorder) sowie der elektronische Flugdatenschreiber (DFDR, digital flight data recorder) des abgestürzten Airbus A400M nun fertig ausgewertet wurden. Techniker des Herstellers unterstützten die Auswertung gemeinsam mit den spanischen Behörden für die Flugunfall-Untersuchung CITAAM. Demnach hat sich bestätigt, das die Triebwerke 1, 2 und 3 nach dem Start die Leistung einstellten und auf die üblichen Versuche der Crew, die Leistung zu erhöhen, nicht reagiert haben. Gleichzeitig reagierte aber Triebwerk 4 auf Drosselungsbefehle.

A400M Schubhebelauf blieb auf „flight idle“

Als der Schubhebel auf flight idle gestellt wurde, um die Leistung zu reduzieren, verringerte sich der Schub auch gemäß auf „flight idle“ (Leerlauf), blieb aber fortan auch für den Rest des Fluges auf „flight idle“, obwohl die Crew versuchte, die Leistung zu erhöhen.

Airbus hat ein Update des Alert Operator Transmission (AOT) an die Betreiber der A400M herausgegeben. Weitere Analysen zeigten jedoch keine Abnormalitäten bei den anderen Flugzeugen und so gibt es vorerst keine weiteren Spezifizierungen in der AOT.

Boeing baut erstes 737 MAX-Flugzeug

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Boeing hat in Renton, Washington, mit dem Bau der ersten B737 MAX begonnen. Die Mitarbeiter starteten letzte Woche mit dem Zusammensetzen der Flügel für das erste 737 MAX-Testflugzeug. Die Flügel sind die ersten Bauteile der 737 im Renton-Produktionsprozess.

Maschinisten haben dazu die Paneele der 737 MAX-Flügel und die Längsspanten in eine neue automatische Paneel-Montagelinie geführt, in der die Löcher und Verschlüsse für die oberen und unteren Flügelteile eingearbeitet werden. Auch wurde eine automatische Holm-Maschine mit den Teilen für die Flügelstabilisierung der ersten 737 MAX beladen. Die Rohteile der Holme, Spanten und Klemmen stammen vom Boeing Fabrication Skin and Spar in Auburn und Fredrickson, Washington. Nach der Bearbeitung werden die Paneele und Holme in komplette Flügel verwandelt.

Die Flügel werden später in der Entmontagelinie in der neuen Central Line in Renton an die 737 MAX-Rumpfsektion montiert. Auf diese Weise soll dem Team in der neuen Produktionslinie ermöglicht werden, die 737 MAX getrennt von der restlichen Produktion durchzuführen und die Prozesse einzulernen zu verbessern, während in Renton weiterhin 42 Flugzeuge pro Monat das Werk verlassen.

Die neue Boeing 737 MAX kommt mit neuesten CFM International LEAP-1B Triebwerken, modernen Winglets an den Flügeln und Verbesserungen in Technik und Kabine. Es wird auch eine Version für bis zu 200 Passagiere geben. Ab 2017 soll die 737 MAX ausgeliefert werden, bisher hat Boeing 2.720 Bestellungen von 57 Kunden erhalten.

Schafe pflegen Grünflächen des Flughafens Hamburg

Bei der Pflege seiner Grünflächen hat Hamburg Airport tierische Unterstützung bekommen. Eine Schafherde sorgt seit Kurzem dafür, dass der Rasen im südwestlichen Teil des Geländes in der Nähe des Groß Borsteler Reitzewegs kurzgehalten wird.

Auf einer Fläche von rund 12.000 Quadratmetern werden die 90 vierbeinigen „Rasenmäher“ noch bis Oktober im Einsatz sein.

„Der Bereich zwischen dem alten Flughafenzaun entlang der Kleingartenanlage und unserem heutigen Sicherheitszaun parallel zur Landebahn 05 war wegen des Grabensystems und der Böschungen mit technischem Gerät immer schwer und nur mit großem Aufwand zu bearbeiten“, erläutert Torsten Fick vom Flughafen-Tochterunternehmen Real Estate Maintenance Hamburg GmbH (RMH). Er ist zuständig unter anderem für die Instandhaltung der Flächen in diesem Gebiet. Schon nach wenigen Tagen zeigte sich, dass sich der Einsatz lohnt.

Das bestätigt auch Schäfer Tobias Belch: „Die Tiere fressen von Anfang an gut und fühlen sich wohl.“ Angst vor den startenden und landenden Flugzeugen haben seine Schafe nicht. „Sie interessieren sich nur für das frische Gras“, sagt er. Da der Bereich, in dem die Vierbeiner „arbeiten“, gut eingezäunt ist, besteht auch keinerlei Gefahr – weder für die Vierbeiner noch für den Luftverkehr. Deshalb kann auch auf den Einsatz von Hunden, die häufig zum Zusammenhalten von Herden genutzt werden, verzichtet werden.

Gewöhnlich sind die 90 Tiere der Schäferei Belch aus Heede im Kreis Pinneberg, die zur Rasse der Texelschafe gehören, an den Deichen der Stör im Raum Itzehoe beheimatet. Ursprünglich stammt das Texelschaf von der gleichnamigen niederländischen Nordseeinsel. Den „Ausflug“ nach Hamburg erleben sie zum ersten Mal. „Auch für uns ist das eine ganz neue Erfahrung“, sagt RMH-Mitarbeiter Torsten Fick.

Passagierzahlen am PAD steigen schon vor der Reisewelle

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6,6 Prozent mehr Fluggäste im Mai – damit setzt sich der Wachstumstrend der Passagierzahlen am Paderborn-Lippstadt Airport fort. Im Mai nutzten rund 79.300 Fluggäste den heimischen Flughafen und sorgten damit erneut für kräftig wachsende Verkehrszahlen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet das einen Anstieg von 6,6 Prozent. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2015 wurden knapp 234.600 Passagiere gezählt. „Drei Faktoren lassen mich optimistisch in die Zukunft schauen“, so Flughafen-Geschäftsführer Dr. Marc Cezanne.

„Zum einen der Anstieg der Verkehrszahlen aus dem zweiten Halbjahr 2014, zum anderen das ordentliche Plus der Geschäfts- und Privatreisenden in den ersten fünf Monaten dieses Jahres sowie eine deutliche Angebots- und Kapazitätssteigerung von mehr als 40.000 Sitzplätzen bis zum Jahresende.“ Besonders erfreulich zeigte sich der Linienverkehr nach München mit einer Steigerung von über acht Prozent.

Allein im Mai 2015 nutzten knapp 11.700 Fluggäste die Verbindung Paderborn – München. Obwohl die Deutsche Lufthansa in diesem Jahr die Kapazität erhöhte und größere Flugzeuge einsetzt, stieg die Auslastung zum Drehkreuz in die bayrische Landeshauptstadt. Zufrieden blickt der Geschäftsführer auch auf die äußerst positive Entwicklung der Auslastung aller Fluggesellschaften, die mit durchschnittlich rund 90 Prozent außerordentlich zufriedenstellend für Airline und Flughafen gleichermaßen ist.

Wenn in wenigen Tagen die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen starten, beginnt am Paderborn-Lippstadt Airport mit drei neuen Ferienzielen nach Rhodos, Hurghada und Dalaman/Türkei und mehr als 40 weiteren Zielen ab Airport PAD die verkehrsreichste Zeit des Jahres.

Anfahrt zu Terminalgebäude und Parkhäusern am Dortmund Airport behindert

Behinderungen am Flughafen Dortmund: Am kommenden Dienstag, 09. Juni 2015, wird die Hauptzufahrt am Terminal des Dortmund Airport gesperrt. Voraussichtlich von 08:00 bis 17:00 Uhr dauert die Sperrung, die aufgrund von Kanalsanierungsarbeiten notwendig wird. Die Anfahrt zum Terminalgebäude sowie den Parkhäusern P1 und 2 erfolgt in diesem Zeitraum über die östliche Zufahrt am Parkplatz P3. Die Abfahrt vom Gelände ist auch weiterhin über die übliche Wegeführung möglich. Eine entsprechende Beschilderung wird Fluggäste und Besucher über die Umleitung informieren.

Champions League Finale in Berlin sorgt für verlängerten Flugbetrieb

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Den Berliner Flughäfen steht eines der verkehrsreichsten Wochenenden des Jahres bevor. Im Zusammenhang mit dem Champions League Finale am 06. Juni in Berlin kommt es in Schönefeld und Tegel zu erhöhtem Flugbetrieb. Rund 25.000 Fans beider Fußballmannschaften werden mit Sonderflügen über den Standort Berlin-Schönefeld abgefertigt. Im Zeitraum von Donnerstag bis Sonntag werden dort rund 370 zusätzliche Starts und Landungen registriert. Zum Vergleich: Normal sind in einem Vergleichszeitraum ohne Champions League rund 660 Starts und Landungen.

In Berlin-Schönefeld finden somit im genannten Zeitraum insgesamt über 1.000 Flugbewegungen statt. Hinzu kommen weitere Flüge der Allgemeinen Luftfahrt (Businessflüge). Rund 80 Starts und Landungen der im Zusammenhang mit dem Champions League Finale durchgeführten Flüge werden in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Schönefeld abgewickelt. Um die erwarteten Kapazitäten abzufertigen und um die jeweiligen Fangruppen zu trennen, wurde auf dem Messegelände Selchow ein zusätzlicher Abfertigungsbereich mit 15 Sicherheitskontrolllinien errichtet.

Über 100 Mitarbeiter der Flughafengesellschaft sind am kommenden Wochenende zusätzlich im Einsatz. Hinzu kommen weitere Mitarbeiter verschiedener Prozesspartner und Dienstleistungsunternehmen an den Standorten Schönefeld und Tegel.

Die Flughafengesellschaft bittet die Anwohner des Flughafens Schönefeld um Verständnis, dass es in der Nacht von Samstag auf Sonntag aufgrund der behördlich genehmigten Flüge außerhalb der regulären Betriebszeiten zu unvermeidbarer Lärmentwicklung kommen kann.

Austrian Airlines beschließt Kauf von 17 Embraer 195-Jets

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Der Aufsichtsrat der Austrian Airlines hat heute dem Erwerb von 17 neuwertigen Jets des Typs Embraer 195 mit einem Listenpreis von knapp 900 Millionen US-Dollar zugestimmt. Der erste Jet wird bereits im August überstellt, auf Austrian Standards umgebaut und zu Trainingszwecken verwendet. Im Herbst startet die Umschulung für knapp 200 Piloten der Austrian Airlines und für Januar 2016 ist der erste kommerzielle Flug geplant. Die 17 Jets stammen von Lufthansa CityLine, die im Gegenzug Bombardier-Jets vom Typ CRJ900 NextGen von Eurowings erhält.

„Heute ist eines der größten Investitionsprojekte in der österreichischen Luftfahrtgeschichte entschieden worden. Mit dieser Investition stehen 900 direkte Arbeitsplätze in Verbindung“, erklärt Austrian CCO Andreas Otto.

Der Embraer 195 ist mit 120 Sitzplätzen pro Flugzeug deutlich größer als die bisher bei Austrian in diesem Segment eingesetzte Fokker mit 80 bzw. 100 Sitzplätzen. Die neuen Jets haben derzeit ein Durchschnittsalter von vier Jahren (Baujahre zwischen 2009-2012), die 21 Flugzeuge der Austrian Fokker Flotte ein Durchschnittsalter von rund 21 Jahren. Der Austausch der Flugzeuge wird die Flotte also deutlich verjüngen.

Der Listenpreis eines Embraer-Jets des Typs 195 beträgt etwa 52 Mio. USD. Wichtigster Faktor bei den Flugzeugen sind allerdings die laufenden Kosten. Die jüngeren Flugzeuge verbrauchen rund 18 Prozent weniger Sprit pro Sitzplatz. Der Embraer ist damit auch wesentlich umweltschonender unterwegs.

Embraer 195 Fokker 70/100
Hersteller Embraer (Sitz in Brasilien) Fokker (Sitz in Niederlanden)
Erstflug Je nach Flugzeug zwischen 2009 und 2012

F70: 1993 (bei OS seit: 1994)

F100: 1986 (bei OS seit: 2004)

Sitze 120 80 / 100
Flughöhe in m 12.500 11.900
Max. Startgewicht in t 50,8 40,0 / 44,5
Geschwindigkeit in km/h 835 755
Reichweite in nm (mit max. Zuladung) 1.190 1.157 / 1.013

Piloten bei Thomas Cook fliegen mit papierlosem Cockpit

Die vier Airlines der Thomas Cook Group in Großbritannien, Skandinavien, Belgien und Deutschland rüsten ihre Cockpits mit hochmodernen Electronic Flight Bags (EFB) aus, über die die Pilotinnen und Piloten nun alle flugrelevanten Daten auf elektronischem Wege abrufen können.

Über HP ElitePad 1000 G2 Tablets können die Cockpit Crews auf eine speziell für den Flugbetrieb entwickelte Software, CUBE, und deren Daten sowie implementierte Anwendungen zugreifen. Dadurch werden die bislang verwendeten, mehrere Kilogramm schweren Papierdokumente, wie zum Beispiel Navigationskarten oder Operational Manuals, abgelöst.

CUBE vereint als innovativstes und derzeit einzigartiges System auf dem Markt alle Anwendungen in einem System: gesamtes crewseitiges Informationsmanagement, wie zum Beispiel alle Handbücher und Informationsschreiben Perfomance-Berechnung, LIDO Kartensätze, Reporting-Tools, computerunterstützte Lernprogramme sowie web based Flight Briefing Packages mit allen Wetterdaten. Durch den systemeigenen hochmodernen Update-Prozess über 3G/UMTS werden alle Applikationen vollautomatisch auf den neuesten Stand gebracht.

„Dieser innovative Lösungsansatz ist für die Thomas Cook Group Airlines eine große Errungenschaft, die höchste Maßstäbe setzt: Neben einem innovativen System, das so nur die Thomas Cook Group Airlines nutzen und welches den Crews die tägliche Arbeit an Bord enorm erleichtert, können außerdem auf einem Flug mit einer Boeing 767-300 von Frankfurt nach Las Vegas durchschnittlich pro Jahr rund 2000 Kilogramm Treibstoff gespart eingespart werden, was die CO2-Emmissionen nachhaltig reduziert.

Das kommt auch der Umwelt zugute“, so Christoph Debus, Chief Air Travel and Hotels Officer Thomas Cook Group. „Die erfolgreiche Umsetzung des Projekts zur Mobile Device Strategy ist ein weiterer Schritt im Hinblick auf die Harmonisierung der vier Flugbetriebe, die sich als Thomas Cook Group Airlines zum Ziel gesetzt haben, Europas bester Ferienflugverbund zu sein.“

„Thomas Cook zeigt, welche Prozess-Innovationen mit mobiler IT heute möglich sind“, sagt Jochen Erlach, Geschäftsführer & Vice President Printing and Personal Systems, HP Deutschland. „Die Grundlage dafür ist eine gut durchdachte Strategie und ein nahtloses Zusammenspiel von mobilen Endgeräten, Apps und IT-Infrastruktur.“ Alle 41 Flugzeuge der Condor Flotte operieren mit dem CUBE-System. Derzeit werden die Electronic Flight Bags mit CUBE in den Flugzeugen von Thomas Cook Airlines Großbritannien und Skandinavien implementiert, anschließend folgen die Group Airlines in Belgien.

Foto: Nady El-Tounsy

Germania steuert zum Herbst Urlaubsziele ab Dresden an

Die Fluggesellschaft Germania startet im Herbst und Winter 2015/16 am Flughafen Dresden International zu acht Urlaubszielen am Atlantik, Roten Meer und Mittelmeer. Neu sind Direktflüge auf die portugiesische Insel Madeira und die spanische Insel Lanzarote, welche zu den Kanaren gehört. Darüber hinaus übernimmt Germania die Verbindung nach Teneriffa. Weitere Germania-Direktflugziele in der kalten Jahreszeit sind Fuerteventura, Gran Canaria (Spanien/Kanaren), Mallorca (Spanien/Balearen) sowie Hurghada und Marsa Alam (Ägypten).

Im Zeitraum von Anfang November 2015 bis Ende April 2016 startet Germania in Dresden montags nach Marsa Alam, dienstags nach Madeira und Lanzarote, mittwochs und freitags nach Hurghada, donnerstags nach Teneriffa, samstags nach Fuerteventura und sonntags nach Gran Canaria. Lanzarote wird mit kurzem Zwischenstopp auf Madeira angeflogen. Gerade Lanzarote und Madeira bieten vielfältige Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten.

Karsten Balke, Chief Executive Officer (CEO) der Germania: „Mit acht attraktiven Sonnenzielen ab Dresden bieten wir Urlaubern in diesem Jahr eine große Auswahl. Wir freuen uns, unser Angebot ab Dresden im Winter 2015/16 erweitern zu können und Reisenden durch kurze Anfahrtswege zudem einen noch schnelleren und erholsamen Urlaubsbeginn zu ermöglichen.“

Flugzeug-Teleskop SOFIA mit Helium-gekühltem upGREAT

Die fliegende Sternwarte SOFIA, das „Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie“, ein Gemeinschaftsprojekt der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat ein neues Instrument an Bord: Das Ferninfrarot-Spektrometer upGREAT.

upGREAT hat jetzt seinen ersten Einsatz auf vier Inbetriebnahme-Flügen im kalifornischen Palmdale, dem Heimatflughafen von SOFIA, erfolgreich gemeistert und mit bislang unerreichter Effizienz den Ursprung der Strahlung von Kohlenstoff aus den Gas- und Staubwolken des Weltalls untersucht. „Wir sind begeistert von der Qualität der Messungen“, freut sich upGREAT-Projektleiter Dr. Christophe Risacher vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn, und ergänzt: „Obwohl eigentlich die Inbetriebnahme mit diversen Testmessungen im Vordergrund stand, werden uns bereits diese ersten Beobachtungen eine Fülle neuer Erkenntnisse über die Sternentwicklung liefern.“

upGREAT ist eine Weiterentwicklung des Ferninfrarot-Spektrometers GREAT („German Receiver for Astronomy at Terahertz Frequencies“), mit dem seit 2011 bereits 50 erfolgreiche Wissenschafts­flüge mit SOFIA durchgeführt wurden. Das Instrument wurde von einem Konsortium deutscher Forschungsinstitute – dem MPIfR und dem „Kölner Observatorium für SubMillimeter Astronomie“ (KOSMA) der Universität zu Köln in Zusammenarbeit mit dem DLR-Institut für Planeten­for­schung in Berlin entwickelt und gebaut. upGREAT betreibt statt einem 14 Detektoren gleichzeitig.

Instrumente an Bord mit flüssigem Helium gekühlt

Sie sind verteilt auf zwei Arrays von jeweils sieben Detektoren, wobei die Empfindlichkeit jedes einzelnen noch einmal um etwa 30 Prozent verbessert wurde. „Nur vier Jahre nach dem Ersteinsatz von GREAT erreichen wir mit upGREAT eine rund 20-fach höhere Beobachtungseffizienz. Das zeigt das enorme Entwick­lungs­potenzial von flugzeuggetragenen Observatorien im Vergleich zu Weltraumteleskopen, deren Instrumente in der Regel nicht erneuert werden können“, erläutert Alois Himmes, SOFIA-Projektleiter im DLR. Allerdings hat die Weiterentwicklung auch ihren Preis. Die Detektoren müssen bei sehr tiefen Temperaturen, nur wenige Grad über dem absoluten Temperatur-Nullpunkt, betrieben werden.

Während für den Betrieb eines einzelnen Detektors die Füllung eines Kryostaten mit Flüssig-Helium für 24 Stunden ausreichte, ist dies bei 14 Pixeln nicht mehr möglich. Daher kommen bei upGREAT erstmals so genannte Cryo-Cooler zum Einsatz, deren Arbeitsprinzip irdischen Kühlschränken ähnelt. Auch dieses von Ingenieuren der NASA, des GREAT-Teams und des Deutschen SOFIA-Instituts in den letzten Monaten entwickelte und ins Flugzeug integrierte System hat bei seinem ersten Einsatz perfekt funktioniert. SOFIA ist auf einer besonders kurzen Version der Boeing 747 montiert, was ihr eine besonders große Flughöhe ermöglicht. 

Auf dem Bild: In einer der ersten großräumigen Kartierungen mit dem upGREAT Spektrometer wurde die Verteilung des einfach-ionisierten Kohlenstoffs um den Nebel Sharpless 106 aufgezeichnet. Die Kohlenstoff-Linie wird durch die intensive Ultraviolett-Strahlung eines eben entstandenen heißen, massereichen Sterns angeregt, der – noch eingebettet in die absorbierenden Staubschichten seiner Geburtswolke – diese verändert und letztlich zerstört. Die hohe spektrale Auflösung des Spektrometers erlaubt es, die Dynamik des Gases mit bislang unerreichter Präzision zu vermessen. In den Karten wird die Kohlenstoff-Emission bei leicht unterschiedlichen Geschwindigkeiten des Gases in Falschfarben dargestellt (hohe Intensitäten sind rot).

Fotos: Patrick Pütz bzw. Robert Simon, beide Universität zu Köln.

airberlin empfängt mit After Work-Events

Ein Cocktail oder Bier zum Feierabend? In vielen Exklusiven Wartebereichen startet airberlin jetzt After Work-Veranstaltungen. Los geht’s morgen ab 16:00 Uhr in den Terminals C und A auf dem Flughafen von Berlin-Tegel.

Bis Ende Juni folgen Feierabend-Events beispielsweise in Düsseldorf, München und Wien. „Mit den After Work Veranstaltungen wollen wir uns bei unseren Vielfliegern bedanken. Wir wissen um das Arbeitspensum unserer Geschäftsreisenden und dass bei den Terminen die Entspannung oft auf der Strecke bleibt. Deshalb freuen wir uns, unsere Gäste auf einen airberlin Cocktail und entspannte Musik einzuladen und damit den Tag ausklingen zu lassen“, sagt Marco Ciomperlik, Chief Production Officer bei airberlin. Die airberlin Crew wird sich vor Ort in den Exklusiven Wartebereichen um die topbonus- und Business-Class-Gäste kümmern. Barkeeper von MAMPE werden live die exklusiven „FliegerCocktails“ mixen, die es auch an Bord gibt.

„Berliner Brise“ in der Economy Class

Seit Anfang April 2015 werden die Business Class Gäste von airberlin wahlweise mit Champagner oder dem airberlin „FliegerCocktail“ begrüßt. Ab sofort können auch die Economy Class Gäste die „Berliner Brise“ probieren: Als Longdrink-Variante in der Dose. Die neu eingeführte „Berliner Brise“ für die Economy Class enthält 250 ml. Dabei handelt es sich um einen prickelnden Longdrink mit dem Geschmack von Aprikose, Orange, Pink Grapefruit und Minze.

Im Juni und Juli bietet airberlin den neuen Drink zum Probierpreis von vier Euro auf allen Mittelstreckenflügen an. Mit MAMPE kommt jetzt noch mehr Urlaubsfeeling an Bord und die airberlin Gäste können schon an Bord auf den Flügen nach Spanien, Griechenland oder Portugal auf die Ferien anstoßen.

Mehr Privatsphäre in der Business Class

Neuigkeiten auch aus der Business Class: Bald können alle Gäste die volle Privatsphäre genießen. Auf dem ersten Airbus A330 wurden die neuen sogenannten Privacy Divider installiert. Dabei handelt es sich um Installationen, welche die direkt benachbarten Business Class Sitze besser voneinander trennen. Der Gast hat somit einen noch persönlicheren und privateren Bereich für sich. Die komplette airberlin Flotte vom Typ A330 soll zeitnah mit den Privacy Dividern umgerüstet werden.

Aktuelle Blockbuster

Ebenso neu ist der Updatezyklus beim Entertainmentprogramm auf der Langstrecke. Statt alle vier Monate, gibt es ab sofort alle zwei Monate fünf top-aktuelle Blockbuster an Bord zu sehen. Zusätzlich werden mindestens acht neue Classic-Filme alle zwei Monate angeboten und das TV-Programm wird auch regelmäßiger aktualisiert. Vor allem für regelmäßig fliegende Geschäftsreisende ist diese Änderung ein Vorteil. Mit airberlin sind die Gäste immer auf dem aktuellsten Hollywood-Stand.

Autowasch am Flughafen Wien während der Reise

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Ab sofort steht Reisenden ein neuer, moderner Autoreinigungsservice am Flughafen Wien zur Verfügung. Direkt im Parkhaus 4 angesiedelt können Fluggäste ihr Auto bei check-in carwash zu einer erstklassigen Autoreinigung von Hand bringen – die Reinigung erfolgt, während sich der Fluggast auf Reisen befindet.

Für das neue Service ist keine Reservierung nötig und das Auto ist bei der Rückkehr perfekt gepflegt. „Dieses neue Service verbreitert die Angebotspalette am Flughafen Wien im Bereich Parken. Wer mit dem Kfz zum Flughafen Wien kommt, kann auf eine Vielzahl an attraktiven Dienstleistungen zurückgreifen, wie die Online-Reservierung für den Parkplatz, verschiedene Parktarife und nun auch neu die Möglichkeit, das Auto während der Reise auf Hochglanz bringen zu lassen“, so Dr. Günther Ofner, Vorstand Flughafen Wien.

Einer der Gründer der check-in carwash GmbH, Andreas Höflinger, skizziert die Vorteile des Services: „Das Parkhaus 4 zählt zu den beliebtesten Parkstationen am Flughafen und bietet daher als Standort optimale Zeiteffizienz durch die Nähe zu den Terminals. Fluggäste profitieren jetzt neben dem kürzesten Weg zum Check-in auch vom Service der professionellen Autoreinigung.“ Und weiter: „Wir besetzen mit unserem Angebot die Marktnische eines komfortablen, unkomplizierten und zeitsparenden Serviceangebots der händischen Auto Außen- und Innenreinigung, während der Besitzer sein Auto nicht braucht und ohnedies am Flughafen parkt. Kunden erhalten ihr perfekt gepflegtes Auto direkt nach der Flugreise.“

Abholung des gereinigten Autos

Das Angebot von check-in carwash punktet durch Einfachheit: Fluggäste bringen in der Zeit von 05:00 bis 24:00 Uhr vor dem Abflug ihr Auto in das Parkhaus 4, Deck 2 und werden vor Ort von einem Mitarbeiter der Fahrzeugannahme empfangen. Nach der Auswahl des gewünschten Reinigungspaketes werden alle Daten elektronisch aufgenommen und der Fahrzeugschlüssel übernommen. Der Fluggast erhält eine Check-out Karte und eine Check-out PIN per SMS und tritt wie gewohnt die Flugreise an. Möglichst knapp zum Ankunftstermin des Gastes wird das Auto erstklassig gereinigt und auf einem freien Parkplatz im Parkhaus 4 geparkt. Der Autoschlüssel wird in einem Schlüssel-Terminal bei der Annahmestelle auf Deck 2 deponiert.

check-in carwash bietet auch ein sogenanntes „Easy-Pick-Up-Service“ an. Dabei wird der Wagen zur Abholung direkt bei der Annahmestelle geparkt. Die Abholung des Fahrzeuges erfolgt nach Ankunft des Gastes rund um die Uhr. Kunden identifizieren sich am Schlüsselmanagement-Automaten mittels Check-out Karte und Check-out PIN, bezahlen mit allen marktüblichen Karten die Fahrzeugreinigung, erhalten den Autoschlüssel und die Info, wo das Auto abgestellt wurde. „Der Prozess ist so einfach und logisch wie eine Kontoabhebung. Sollten dennoch Fragen auftreten, stehen wir von 05:00 bis 24:00 Uhr persönlich und rund um die Uhr telefonisch zur Verfügung“, so Höflinger zur absoluten Kundenorientierung, durch die er punkten möchte.

Der Flughafen Wien bietet Platz für rund 22.000 Fahrzeuge, die auch online gebucht werden können. Ein genauer Kostenvergleich der unterschiedlichen Parkmöglichkeiten erleichtert die Buchung der Parkplätze. Reisende und Abholer können über die Internetseite des Flughafen Wien sowie direkt über parking.viennaairport.com einen Parkplatz auswählen und buchen. Bei Angabe des gewünschten Aufenthaltszeitraumes werden alle Parkmöglichkeiten und deren entsprechende Tarife direkt aufgelistet. Damit erhalten Reisende einen guten Überblick über die verfügbaren Parkplätze vor Ort, ihre Lage zum Terminalgebäude und die anfallenden Kosten. Bezahlt werden kann mit Kreditkarte.

airberlin fliegt im Winter nonstop von Berlin nach Miami

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airberlin fliegt in diesem Winter von Berlin nonstop nach Florida. Der erste Winterflug nach Miami startet in Berlin-Tegel am 05. November. Jeden Donnerstag und Samstag fliegt airberlin mit einem Airbus des Typs A330-200 Richtung Florida.

„Gerade bei den Berlinern ist Miami als Fernstrecke der Renner. Wir haben unseren Flugplan für den kommenden Winter daher nochmal angepasst. Zusammen mit unserer täglichen Verbindung ab Düsseldorf bieten wir nun das perfekte Flugangebot nach Miami an!“, sagt airberlin CEO Stefan Pichler.

airberlin baut auch das bestehende USA-Angebot ab Berlin in diesem Winter aus: Nach Chicago fliegt airberlin in diesem Winter immer montags, mittwochs, freitags und sonntags und damit einmal mehr als im vergangenen Jahr. Auch die Anzahl der Flüge nach New York (JFK) wurde ab Berlin in diesem Winter um zwei zusätzliche Frequenzen ergänzt. Somit bietet airberlin diesen Winter erstmals eine tägliche Verbindung zum Big Apple an.

„In Düsseldorf sind wir schon die Nummer eins, wenn es um Flüge nach Nordamerika geht. Nun steigern wir uns auch in Berlin-Tegel mit einem konstanten Flugvolumen. Die USA sind ein wichtiges Element in unserer Netzwerkstrategie. Innerhalb der Vereinigten Staaten haben unsere Gäste hervorragende Anschlussmöglichkeiten mit unserem Codeshare-Partner American Airlines“, erläutert Pichler.

Ab Düsseldorf fliegt airberlin täglich nach Miami und New York sowie dreimal pro Woche nach Fort Myers. Anschlussflüge gibt es ab vielen Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Alle USA-Flüge sind online bei der Airline, rund um die Uhr im Service-Center sowie im Reisebüro buchbar.

Flughafen Hannover bietet Anwohnern Inspektion der Schallschutzfenster

Der Hannover Airport bietet allen Anwohnern, denen im Rahmen des freiwilligen Schallschutzprogrammes in der Zeit von 1996 bis 1999 Schallschutzfenster eingebaut bzw. Kosten für Schallschutzfenster erstattet wurden, jetzt den freiwilligen Service einer kostenfreien fachmännischen Wartung an.

Das Programm für die seinerzeit verbauten Fester umfasst die Überprüfung der Fenster auf Dichtigkeit und Funktionalität. Dabei werden ggf. Fensterflügel justiert, Dichtungen und Beschlagsteile kontrolliert und bei Bedarf ausgetauscht.

Alle Anwohner, die den kostenfreien Service nutzen können, wurden gesondert von der Flughafengesellschaft angeschrieben und um Rückmeldung gebeten.

Auch interessierte Teilnehmer des Schallschutzprogrammes, die aufgrund von beispielweise Eigentümerwechsel kein Schreiben erhalten haben, können sich bei der Flughafengesellschaften telefonisch unter

  • 0511-9771268 oder
  • 0511-9771333 oder
  • per E-Mail unter umweltschutz@hannover-airport.de

melden und erhalten dort weitere Informationen.

Im Anschluss an die Interessenbekundung erfolgt die Beauftragung von Fachfirmen und voraussichtlich ab Mitte August die Ausführung in Abstimmung mit den interessierten Anwohnern.

Entsprechend dem Alter der eingebauten Fenster werden nach Abwicklung des ersten Wartungsintervalls weitere Anwohner in das Serviceprogramm aufgenommen und von der Flughafengesellschaft informiert.

Remote-Tower mit Infrarot für Flughafen Saarbrücken

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Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH will den Regionalflughafen von Saarbrücken mit der Remote-Tower-Technologie des österreichischen Systemlieferanten Frequentis ausrüsten. Darüber haben die Unternehmen einen Vertrag unterzeichnet. Ab 2017 sollen die Flugplatzkontrolldienste mittels Fernüberwachung aus einem Remote Tower Centre erbracht werden, welches in Leipzig entstehen soll. Damit wird Saarbrücken der erste deutsche fernüberwachte Flughafen werden. Die Flughäfen von Erfurt und Dresden sollen folgen. Frequentis hatte den Zuschlag nach einem Ausschreibungsverfahren erhalten, welches verschiedene Feldtests beinhaltet hatte.

Die Arbeitspositionen der Remote-Tower-Lotsen werden mit modernen Flugsicherungssystemen der DFS ausgestattet und um einen Außensichtersatz ergänzt. Die Darstellung erfolgt mit einem videobasierten Panorama-Kamerasystem. Eine Schwenk-Neige-Zoom-Kamera ermöglicht den Lotsen eine detaillierte Sicht auf einem separaten Monitor. Bewegungen in der Luft und am Boden werden in der Panorama-Darstellung automatisch erfasst und hervorgehoben und lassen sich mit der Zoom-Kamera nachführen.

Das System basiert auf einer fortschrittlichen Thermo-Infrarot-Kameratechnologie, die den Lotsen eine erweiterte Sicht auf das Rollfeld und den Nahkontrollbezirk ermöglicht – auch bei ungünstigen Wetterbedingungen und bei Dunkelheit. Im kommenden Jahr soll die technische Lösung validiert und danach für den operative Betrieb zertifiziert werden.

Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der DFS-Geschäftsführung: „Unser Remote-Tower-Konzept basiert auf einer technologisch und betrieblich einzigartigen Lösung. Die Vorteile sind vielversprechend. Langfristig sind mehr Effizienz bei der Erbringung von Flugplatzkontrolldiensten und damit verbundene Kosteneinsparungen zu erwarten. Auch kann das Leistungsniveau und das Know-how der Fluglotsen besser erhalten werden, was an kleineren und mittelgroßen Flughäfen mit wenig Verkehrsbewegungen oft eine Herausforderung darstellt. Das wiederum führt zu noch mehr Sicherheit bei der Erbringung von Flugverkehrskontrolldiensten.“

Zudem sollen die Remote-Tower-Lotsen für mehr als einen Flughafen geschult werden, sodass sie für den Platzkontrolldienst verschiedener Flughäfen im Remote Tower Center flexibel und effizient eingesetzt werden können. Auch sollen die drei in die Planung einbezogenen Flughäfen eine gemeinsame Clearance Delivery Position bekommen.

Lufthansa differenziert Ticket-Preise nach Buchungssystem

Mit der Neuausrichtung der Vertriebsstrategie wollen die Airlines der Lufthansa Gruppe – Lufthansa, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Swiss – zur Steigerung der Ertragskraft des Unternehmens beitragen. Im laufenden Jahr wird im Lufthansa-Konzern ein „adjusted EBIT“ von mehr als 1,5 Milliarden Euro vor Streikkosten anvisiert. Mit der neuen Vertriebsstrategie sollen die Erlöse von Flugtickets künftig zu einem größeren Anteil dort anfallen, wo der Fluggast die eigentliche Dienstleistung, die Flugreise, erhält. Dazu werden die Airlines ihre Leistungen künftig mit maßgeschneiderten Preisangeboten und zusätzlichen Services flexibler und modularer anbieten.

Die bereits angekündigte gruppenweite Einführung des neuen Preiskonzepts auf Europa-Strecken ab Sommer 2015 mit den neuen Tarifoptionen „Light“, „Classic“ und „Flex“ in der Economy Class erlaubt Fluggästen, genau die von ihnen gewünschten Services auszuwählen. Nach dem Prinzip „nur zahlen, was in Anspruch genommen wird“ werden in diesen Paketen unterschiedliche Services zusammengefasst. Stärker personalisierte Leistungen werden noch mehr den Bedürfnissen der Kunden entsprechen.

Reservierungssysteme (GDS) für Buchungen zu teuer

Jens Bischof, Mitglied des Passagevorstands und Chief Commercial Officer (CCO) der Deutschen Lufthansa AG, sagt: „Bei den Airlines kommt ein immer geringer werdender Erlösanteil aus dem Verkauf von Flugtickets an. Während andere Service- und Systempartner der Wertschöpfungskette steigende Margen und Renditen verzeichneten, verdienten Fluggesellschaften als eigentliche Erbringer der Flugleistung immer weniger. Mit der Neuausrichtung unserer Vertriebsstrategie steuern wir diesem Trend jetzt entgegen.“

Die neue Vertriebsstrategie sieht außerdem eine klare Kostendifferenzierung bei den Buchungswegen vor. Heute übersteigen die Aufwendungen für die Nutzung globaler Reservierungssysteme (GDS) die Kosten anderer Buchungswege wie die eigenen Onlineportale um ein Vielfaches. Insgesamt belaufen sich die jährlichen GDS-Kosten allein für die Lufthansa Group Airlines auf einen dreistelligen Millionen-Eurobetrag. Eine Vielzahl der Leistungen, die über die reine Buchung, Abwicklung und Bereitstellung von Flugtickets hinausgehen, wird von den Lufthansa Group Airlines bezahlt, aber von ihnen nur teilweise genutzt. Hierzu zählen unter anderem die Kombinierbarkeit eines weltweiten Angebots verschiedenster Airlines und weiterer Leistungsträger sowie eine integrierte Buchungs- und Rechnungsabwicklung.

Ticket-Preise steigen bei Buchung über GDS

Daher werden die Airlines der Lufthansa Gruppe ab dem 01. September 2015 für jedes über ein GDS ausgestelltes Ticket ein Entgelt, die „Distribution Cost Charge“ (DCC), in Höhe von 16 Euro berechnen. Über alle eigenen Buchungswege werden auch in Zukunft Flugtickets ohne das neue Entgelt angeboten. Dazu zählen vor allem die Websites der Airlines der Lufthansa Group sowie die Service-Center und Ticketschalter an den Flughäfen. Auch für Reisebüros besteht die Möglichkeit zur Ticketbuchung ohne DCC über ein Onlineportal. Außerdem haben Firmenkunden zukünftig die Möglichkeit, ihre individuell verhandelten Vertragsraten ohne Berechnung der DCC bei Lufthansa online zu buchen. Weiterhin gilt in puncto Transparenz für alle Kunden der Lufthansa Group Airlines, dass der Gesamtpreis eines Tickets beim Kauf ausgewiesen wird.

Neue innovative Zusatzleistungen und weiterentwickelte Preisangebote erfordern eine entsprechende Vertriebstechnologie. Die bestehenden technischen Standards der Vertriebssysteme können jedoch gegenwärtig die Angebote mit allen ihren Produktbestandteilen nicht ausreichend differenziert abbilden. Daher arbeiten die Lufthansa Group Airlines derzeit an der Entwicklung eines neuen Buchungsweges zur direkten Anbindung von Vertriebspartnern an ihre IT-Systeme auf dem neuen IATA-Datenstandard NDC (New Distribution Capability). Ein erstes NDC-Pilotprojekt ist bei Swiss in einer Versuchsphase bereits realisiert und soll bei Lufthansa noch im laufenden Jahr starten.

CCO Jens Bischof erläutert: „Heute können Fluggesellschaften ihre Angebote noch nicht über alle Vertriebskanäle so vermarkten, wie es in anderen Branchen üblich ist. Die Verträge und Strukturen haben eine Liberalisierung in weiten Bereichen bisher nicht zugelassen. Das wollen wir mit unserer neuen Vertriebsstrategie ändern und größere Freiheitsgrade im Online- und stationären Vertrieb nutzen, um unseren Kunden maßgeschneidert genau die Leistungen und Services anzubieten, nach denen sie suchen und genau dort, wo sie danach suchen.“

Schwere Störung im Luftraum C über Flughafen Düsseldorf

Um 11:57:18 Uhr kam es am 06. Januar zu einer Annäherung zwischen einer nach Instrumentenflugregeln (IFR) fliegenden PA28 und einer nach Sichtflugregeln (VFR) fliegenden C42. Laut Radardaten betrug der geringste Abstand 0,156 nautische Meilen (NM) horizontal und 300 Fuß (ft) vertikal. Im weiteren Verlauf näherten sich die beiden Flugzeuge nochmals im gleichen Luftraum um 11:58:18 Uhr an.

Dabei betrug der geringste Abstand nur noch 0,414 NM horizontal und 0 ft vertikal.

Identifikation

  • Art des Ereignisses: Schwere Störung
  • Datum: 06. Januar 2015
  • Ort: Verkehrsflughafen Düsseldorf, Luftraum C
  • Luftfahrzeuge: 1. Flugzeug; 2. Ultraleichtflugzeug
  • Hersteller / Muster: 1. Piper Aircraft Cooperation / PA-28-181; 2. Comco Ikarus GmbH / C42 B
  • Personenschaden: keiner
  • Sachschaden: keiner
  • Drittschaden: keiner

Sachverhalt

Abb. 1 zeigt die Flugwege der beiden Flugzeuge: C42 rot, PA28 blau (Quelle: Flugsicherungsorganisation).

Ereignisse und Flugverlauf

Die PA28 war auf einem IFR-Trainingsflug. Im Flugzeug befanden sich der Fluglehrer und dessen Flugschüler. Das Luftfahrzeug flog kontinuierlich in einer Höhe von 3.900 ft (AMSL).

Um 11:56:21 Uhr erhielt die Besatzung die erste Verkehrsinformation bezüglich der C42: „[…] unknown VFR traffic in your eleven o ́clock position, range is 3 miles, opposite, indicating 3.600 feet, not confirmed“ und antwortete mit „[…] is looking out.“ Laut den Radaraufzeichnungen betrug der Horizontalabstand zwischen den beiden Luftfahrzeugen zu diesem Zeitpunkt ca. 3,2 Nautische Meilen.

Die zweite Verkehrsinformation erteilte der Lotse um 11:56:54 Uhr: „[…] mentioned traffic now twelve o ́clock, range is one mile, eh indicating 3 point 5“, was die Besatzung mit „[…] looking out“, beantwortete. Gemäß den Radaraufzeichnungen betrug der Horizontalabstand zwischen den beiden Luftfahrzeugen zu diesem Zeitpunkt ca. 1,45 NM. Ausweichempfehlungen von der Flugsicherungsstelle wurden bis zum Zeitpunkt des geringsten gemessenen Abstands nicht erteilt. Abb. 2 zeigt die erste Annäherung um 11:57:18 Uhr (Quelle: Flugsicherungsorganisation). Um 11:58:04 Uhr meldete die Besatzung der PA28 die C42 in Sicht. Abb. 3 zeigt die zweite Annäherung um 11:58:18 Uhr (Quelle: Flugsicherungsorganisation).

Um 12:00:47 Uhr wies der Lotse die Besatzung an, nach rechts auf Steuerkurs 180° zu drehen, da sich die C42 noch immer in der Nähe befand.

Der Pilot der C42 gab an, dass er um 11:32 Uhr in Borkenberge gestartet sei. Er war alleine an Bord des Luftfahrzeuges. Seine Flugroute habe von Borkenberge über Haltern, Gelsenkirchen, Gladbeck, Dinslaken und Wesel zurück nach Borkenberge geführt. Der Flug sei in einer Höhe zwischen 3.000 und 4.000 ft (AMSL) durchgeführt worden. Ein kreuzendes Luftfahrzeug sei ihm zu keinem Zeitpunkt aufgefallen. Die Frequenz der Fluginformationsstelle habe er gerastet gehabt und den Funkverkehr mitgehört.

Während des Fluges stieg die C42 gemäß den Radaraufzeichnungen über 3.500 ft (AMSL) und somit über die Untergrenze des Luftraumes C des Verkehrsflughafens Düsseldorf. Beide Luftfahrzeuge setzten ihren Flug planmäßig fort.

Angaben zu Personen

Besatzung PA28: Der 65-jährige verantwortliche Pilot war im Besitz der Lizenz für Verkehrspiloten (ATPL(A)), ausgestellt nach den Richtlinien der ICAO und den Regelungen JAR-FCL durch das Luftfahrt-Bundesamt (LBA), gültig bis 31.10.2015. Er hatte eine Flugerfahrung von mehr als 27.000 Stunden.

Besatzung C42: Der 46-jährige Pilot war im Besitz des Luftfahrerscheines für Luftsportgeräteführer (SPL), ausgestellt durch den Deutschen Aero Club e.V. (DAeC), gültig bis 02.03.2016. Er hatte eine Flugerfahrung von mehr als 252 Stunden.

Angaben zu den Luftfahrzeugen

Piper Aircraft Cooperation / PA-28-181: Bei dem betroffenen Flugzeug handelt es sich um einen einmotorigen, viersitzigen Tiefdecker mit Kolbentriebwerk.

Comco Ikarus GmbH / C42 B: Bei dem betroffenen Ultraleichtflugzeug handelt es sich um einen einmotorigen, zweisitzigen Schulterdecker mit Kolbentriebwerk.

Meteorologische Informationen

Der Verkehrsflughafen Düsseldorf meldete in der Routinewettermeldung (METAR) von 11:50 Uhr folgende Bedingungen:

  • Wind: 160°, 4 Knoten
  • CAVOK, d.h. mehr als zehn Kilometer Bodensicht, keine signifikante Bewölkung unterhalb 5.000 ft AMSL, keine signifikanten Wettererscheinungen, keine Gewitterwolken.

Der verantwortliche Luftfahrzeugführer der PA28 beschrieb die Verhältnisse als stark windig. Der verantwortliche Luftfahrzeugführer der C42 beschrieb die Sichtverhältnisse als leicht dunstig bei einer Sicht von mehr als fünf Kilometern. Die Schrägsicht nach unten sei durch den Dunst leicht eingeschränkt gewesen.

Funkverkehr

Der Funkverkehr wurde von der Flugsicherungsorganisation aufgezeichnet und stand für die Untersuchung als Tonbandumschrift zur Verfügung.

Radardaten

Die Radardaten wurden von der Flugsicherungsorganisation aufgezeichnet und standen für die Untersuchung zur Verfügung.

Angaben zum Luftraum

Um den Verkehrsflughafen Düsseldorf ist ein Luftraum der Klasse C eingerichtet. Im betroffenen Bereich war dessen Untergrenze bei 3.500 ft (AMSL) festgelegt. Es handelt sich um einen kontrollierten Luftraum für welchen eine Flugverkehrskontrollfreigabe erforderlich ist. Es sind Flüge nach IFR und VFR zugelassen. Weiterhin ist eine ständige Hörbereitschaft vorgeschrieben. IFR-Verkehr wird zu anderem IFR- Verkehr und zu VFR-Verkehr gestaffelt. VFR-Verkehr erhält Verkehrsinformationen über anderen VFR-Verkehr.

Abschluss der Untersuchung

Der Untersuchungsbericht wurde gemäß § 18 FlUUG summarisch abgeschlossen, d.h. ausschließlich mit Darstellung der Fakten. Die Untersuchung wurde in Übereinstimmung. Das alleinige Ziel der Untersuchung ist die Verhütung künftiger Unfälle und Störungen. Die Untersuchung dient nicht der Feststellung des Verschuldens, der Haftung oder von Ansprüchen.

Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, entsprechen Ortszeit. Quelle und Bilder, sofern nicht anders angegeben: BFU.