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Ferienführungen am Stuttgart Airport – Kinderfest im August

Zu den Sommerferien in Baden-Württemberg gibt es an mehreren Wochenenden Flughafenführungen für Interessierte und Flugbegeisterte. Die Ferientouren finden an jedem Samstag und Sonntag in den Ferien jeweils um 11:00 Uhr statt, an mehreren Wochenenden gibt es zusätzliche Termine jeweils um 13:00 Uhr.

Am Sonntag, 13. August 2017 feiert der Flughafen das alljährliche Große Kinderfest, an diesem Tag entfällt die Ferienführung. Bei der rund zweistündigen Tour erfahren Besucher, wie die Flugzeuge für den Start bereit gemacht werden und kommen bei der Busfahrt über das Vorfeld den Flugzeugen ganz nahe.

Da die Besichtigungsrunde weitgehend im Sicherheitsbereich des Flughafens verläuft, dürfen Besucher manche Gegenstände wie z.B. Taschenmesser oder Scheren nicht mitnehmen, auch Getränkeflaschen sind bei dieser Tour jenseits der Passagierkontrollen nicht erlaubt. Die Teilnahme an der Ferientour kostet für Erwachsene neun Euro, für Kinder vier Euro, bezahlt wird in bar zu Beginn der Führung. Eine Anmeldung vorab ist zwingend erforderlich, anmelden kann man online sich ab sofort.

Luftverkehrswirtschaft zeigt auf wachsende Effizienz

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Mit einem durchschnittlichen Flottenverbrauch von nur 3,64 Liter Kerosin pro Person und 100 Kilometer erreichten die deutschen Fluggesellschaften 2016 einen Top-Wert. „Die neuesten Zahlen belegen, dass die Maßnahmen der Luftverkehrsbranche zur Steigerung der Energieeffizienz greifen“, sagt Dr. Stefan Schulte, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) zur Vorstellung der neusten Kennzahlen im aktuellen BDL-Jahresreport zum Klimaschutz im Luftverkehr. Der BDL legt einmal im Jahr auf Grundlage des tatsächlichen Kerosinverbrauchs und der zurückgelegten Personenkilometer die Zahlen zur Energieeffizienz und CO2-Emissionen vor.

Der aktuelle Jahresbericht (hier PDF) zeigt: Luftverkehr wird ökologisch immer effizienter, weil es gelingt, die Zunahme des Kerosinverbrauchs und der damit verbundenen CO2-Emissionen geringer zu halten als das Verkehrswachstum. Durchschnittliche Auslastung im deutschen Luftverkehr im Jahr 2016 betrug 80,3 %. Der durchschnittliche Verbrauch der deutschen Flotte pro Person und 100 Kilometer ist seit 1990 um 42 Prozent gesunken. Schulte: „Die Steigerung der Energieeffizienz ist ein Branchenerfolg, der auf den Maßnahmen vor allem der deutschen Fluggesellschaften, aber auch der Flughäfen und der Deutschen Flugsicherung beruht. Das bestätigt, dass die Branche bei der Erfüllung ihrer Klimaschutzstrategie auf dem richtigen Weg ist.“

Die internationale Klimaschutzstrategie der Luftfahrt beinhaltet drei wichtige Elemente: Die Treibstoffeffizienz soll pro Jahr um 1,5 Prozent gesteigert werden, ab 2020 soll das Wachstum des Luftverkehrs CO2-neutral erfolgen und bis 2050 sollen gegenüber dem Jahr 2005 die netto-CO2-Emissionen der Luftfahrt um 50 Prozent sinken.

Da der weltweite Luftverkehr weiter um etwa fünf Prozent pro Jahr wachsen soll, reicht die Senkung des spezifischen Treibstoffverbrauchs nicht aus, um den Anstieg der CO2-Emissionen zu stoppen. Daher wurde 2016 auf UN-Ebene bei der staatlichen Luftfahrtorganisation ICAO das internationale Offsetting-System CORSIA beschlossen. Schulte: „Mit diesem globalen, marktbasierten Klimaschutzinstrument wächst der Luftverkehr ab 2020 CO2-neutral.“ Die Fluggesellschaften zahlen dann dafür, dass die wachstumsbedingten CO2-Emissionen in von der UN zertifizierten Projekten kompensiert werden. CORSIA solle aber weltweit nach gleichen Regeln umgesetzt werden – ohne europäische Verschärfungen. CORSIA solle zudem ab 2020 das EU-ETS ablösen, meint BDL-Präsident Schulte.

Kernzahlen aus dem aktuellen Klimaschutzreport

Investition in neue Technologie

Die deutschen Fluggesellschaften investieren in den nächsten Jahren in 214 verbrauchsärmere Flugzeuge zum Listenpreis von 37 Milliarden Euro. Technische Innovationen sorgen dafür, dass mit jeder Flugzeuggeneration der Treibstoffbedarf um rund 15 Prozent sinkt. Die Investitionen in neue Flugzeuge könnten höher ausfallen, wenn der Gesetzgeber wettbewerbsverzerrende Sonderbelastungen etwa bei der Luftverkehrsteuer abbauen würde.

Effizienz-Rekord bei der Frachtflotte

Deutsche Frachtflugzeuge fliegen so effizient wie nie zuvor: Auf Passagiere (je 100 kg inklusive Gepäck) umgerechnet verbrennt die Fracht-Flotte der Lufthansa Cargo nur 1,83 Liter auf 100 Kilometer.

Anhaltend niedriger Verbrauch

Im Jahr 2016 verbrauchten die Flugzeuge der deutschen Airlines durchschnittlich 3,64 Liter Kerosin pro 100 Personenkilometer. Berücksichtigt wurden laut BDL bei der Berechnung alle BDL-Passagier-Fluggesellschaften inklusive der entsprechenden Tochterunternehmen auf Grundlage von Unternehmensangaben.

Flughäfen senken CO2-Ausstoß weiter

Die Flughäfen konnten ihre spezifischen CO2-Emissionen zwischen 2010 und 2015 um mehr als 26 Prozent auf 2,28 kg CO2 pro Verkehrseinheit senken.

Beitrag der Flugsicherung: Weniger Umwege

Die durchschnittliche Abweichung von der Ideallinie einer Flugstrecke konnte in den vergangenen Jahren in Deutschland um 33 Prozent reduziert werden. 2016 wurden durch die Vermeidung von Umwegen rund 70.500 Tonnen weniger CO2 ausgestoßen.

Köln Bonn Airport zählt mehr Passagiere als üblich

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Der Köln Bonn Airport befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs. Nach dem Rekordjahr 2016 mit erstmals ca. 11.900.000 Passagieren konnte der Airport auch in der ersten Jahreshälfte 2017 weiter zulegen: Die Zahl der Fluggäste kletterte von Januar bis Juni um vier Prozent auf rund 5,6 Millionen – soviel wie noch nie in diesem Zeitraum. Dabei wurden zum ersten Mal bereits im April mehr als eine Million Fluggäste begrüßt. Die Luftfracht befindet sich ebenfalls im Aufwind: In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden in Köln/Bonn rund 398.000 Tonnen Waren und Güter umgeschlagen (plus fünf Prozent). Für das Gesamtjahr rechnet der Flughafen mit 12,2 Millionen Fluggästen. Dies entspricht einem Zuwachs von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

„Die Entwicklung unserer Passagier- und Frachtzahlen ist weiterhin sehr erfreulich. Nach zwei Rekordjahren mit zuletzt zweistelligen Wachstumsraten können wir auch in diesem Jahr nochmals zulegen und werden erstmals die 12-Millionen-Marke übertreffen“, sagt Flughafenchef Michael Garvens. Auch die Luftfracht erreicht 2016 einen neuen Höchststand: Erstmals werden 800.000 Tonnen Waren und Güter umgeschlagen (plus zwei Prozent).

1.000 CF34-Triebwerke von MTU Maintenance flott gemacht

Die MTU Maintenance hat das 1.000. CF34-Triebwerk überholt. Beim Jubiläumstriebwerk handelt es sich um ein CF34 der britischen Fluggesellschaft BA CityFlyer, die seit 2010 Kunde der MTU Maintenance ist.

Das Triebwerk wurde am Freitag im Rahmen einer Feierstunde im Beisein von Mitarbeitern der MTU Maintenance Berlin-Brandenburg an BA CityFlyer übergeben. BA CityFlyer ist eine Regionalfluggesellschaft mit Sitz in Manchester, die von ihrem Heimatflughafen London City Airport und anderen Regionalflughäfen aus Städte in Großbritannien und dem restlichen Europa anfliegt.

Die MTU Maintenance, einer der weltweit führenden Anbieter von Dienstleistungen für zivile Luftfahrtantriebe, hält seit 15 Jahren Triebwerke der CF34-Familie (CF34-3, -8C/E, -10E) für über 90 Kunden weltweit instand. Das Unternehmen ist im Besitz einer Lizenz von GE Aviation für die Reparatur und Überholung der CF34-Serie und führt die Arbeiten am Standort Berlin-Brandenburg durch. Mit breitem Angebot an Triebwerksbetreuung und Services direkt vor Ort blieb seit 2003 insgesamt 650 Triebwerken der Weg in den Shop zur Reparatur erspart. 2016 wurde das Leistungsangebot noch einmal erweitert: Die MTU Maintenance Lease Services und Embraer Aviation International SAS bieten Kunden seitdem gemeinsam eine umfassende Versorgung mit CF34-10E-Ersatztriebwerken an. Die MTU Maintenance führt über 100 Shop Visits pro Jahr an ihrem Standort durch.

„Wir freuen uns, die 1.000er-Marke geknackt zu haben und diesen Meilenstein gemeinsam mit Vertretern der BA CityFlyer feiern zu dürfen, die zu diesem Anlass extra zu uns nach Deutschland gereist sind“, so André Sinanian, Geschäftsführer der MTU Maintenance Berlin-Brandenburg. Bei den Airlines, die vom London City Airport aus starten, liegt BA CityFlyer nach Anzahl der Kunden sowie nach Anzahl der angeflogenen Ziele auf Platz eins. Die 100-prozentige Tochter von British Airways betreibteine Flotte von 20 Maschinen der Typen Embraer 190 und 170 mit 42 CF34-10E und -8E-Triebwerke. „Wir haben uns bewusst für die MTU Maintenance als Partner für die Instandhaltung dieser Antriebe entschieden“, so Mark Leather, Leiter Fleet & Airworthiness bei BA CityFlyer. „Das Team zeigt immer vollen Einsatz in Sachen Service, und wir werden beim Shop Visit bestens und äußerst kompetent betreut. Wir lassen unsere Triebwerke auch künftig gerne dort überholen und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.“

Gepäckvorschriften fürs Fliegen beim Packen beachten

Badehose, Sonnenbrille und Handtuch: Die Vorfreude auf den Urlaub kommt schon beim Packen des Koffers. Einige Gegenstände gehören aber nicht in Koffer und Handgepäck. Damit einem reibungslosen Start in den Urlaub nichts im Wege steht, sollten sich Passagiere bereits vor Reiseantritt über die geltenden Sicherheitsbestimmungen für das Hand- und Reisegepäck informieren. Gegenstände wie Butangasbehälter, Nassbatterien, Bleichmittel oder Feuerwerkskörper dürfen weder im Hand- noch im Reisegepäck transportiert werden. Ein Gasfeuerzeug pro Person darf nur direkt am Körper mitgeführt werden, jedoch nicht im Hand- oder Reisegepäck. Die Mitnahme von Benzinfeuerzeugen ist weder im Hand- noch im Reisegepäck zulässig. Einzige Ausnahme: Das Feuerzeug ist neu und noch originalverpackt.

Alle spitzen und scharfen Gegenstände wie Messer, Scheren oder auch Wanderstöcke sind an Bord des Flugzeuges nicht erlaubt, können aber im oder als Reisegepäck aufgegeben werden. Weitere Fragen zu diesem Thema beantwortet die jeweilige Fluggesellschaft.

Flüssigkeiten am besten im Koffer verstauen

Laut EU-Vorschrift dürfen Fluggäste Flüssigkeiten im Handgepäck nur noch in geringen Mengen mit sich führen. Deshalb packt man die Flüssigkeiten am besten in den aufzugebenden Koffer. Wer auf Flüssigkeiten im Handgepäck nicht verzichten kann, muss Folgendes beachten: Flüssigkeiten dürfen nur in Einzelbehältern mit einem maximalen Fassungsvermögen von jeweils 100 ml mitgeführt werden. Diese müssen in einem transparenten und wieder verschließbaren Plastikbeutel mit einem maximalen Fassungsvermögen von einem Liter verstaut werden. Jeder Passagier darf nur einen solchen Beutel im Handgepäck transportieren. Ausnahmen von der Beschränkung für Flüssigkeiten im Handgepäck gibt es für Medikamente und Babynahrung. Ausführliche Informationen gibt es hierzu etwa beim Flughafen Hamburg.

Was zählt zu Flüssigkeiten?

Zu den Flüssigkeiten zählen Gels, Pasten, Lotionen, Mischungen von Flüssigkeiten und Feststoffen sowie der Inhalt von Druckbehältern, wie z.B. Zahnpasta, Haargel, Getränke, Suppen, Sirup, Parfum, Rasierschaum, Aerosole, und andere Artikel mit ähnlicher Konsistenz. Als solche gelten zum Beispiel flüssige Wimperntusche und Lipgloss, Deoroller, Joghurt und Frischkäse.

Souvenirkauf und Artenschutz

Mit einem Souvenir aus fernen Ländern holt man sich die Urlaubsstimmung nach Hause – doch aufgepasst: Viele Tiere stehen unter Artenschutz, weshalb es verboten ist, Souvenirs von geschützten Tieren aus dem Urlaub mitzubringen. Hierzu zählen zum Beispiel Elfenbeinprodukte, Korallen, Krokodilleder und Felle von Großkatzen. Eine Artenschutzvitrine am Hamburg Airport, die in der Fluggastpier steht, klärt Reisende schon vor dem Start in den Urlaub darüber auf, welche Souvenirs sie meiden sollten.

Germania stationiert dritten Airbus in Nürnberg

Germania will erstmals auch im Sommer einen Airbus A321 ab Nürnberg einsetzen. Die grün-weiße Airline wird zur Sommersaison 2018 dann mit drei stationierten Flugzeugen in der Frankenmetropole an den Start gehen und die Sitzplatz-Kapazität zusätzlich ausbauen.

Germania steigert die Zahl der wöchentlichen Abflüge von 30 auf 45. „Wir haben ein Rahmenprogramm für den Sommer 2018 freigeschaltet, das wir als weitere Investition in den Standort Nürnberg verstehen. Mit den Erfahrungen der letzten Flugplanperioden konnten wir erste Korrekturen im Programm erarbeiten und freuen uns auf die Umsetzung“, sagte Karsten Balke, CEO der Germania. Die Fluggesellschaft hatte in der Wintersaison 2016/17 den Flugbetrieb in Nürnberg aufgenommen. Bis Ende April dieses Jahres konnten rund 40.000 Passagiere begrüßt werden, seitdem steigen die Buchungszahlen beständig.

Der Airbus A321 mit 215 Sitzplätzen soll nach aktuellen Plänen täglich nach Palma de Mallorca fliegen. Er wird ebenfalls je zweimal wöchentlich auf den neuen Verbindungen nach Heraklion/Kreta und Kos eingesetzt sowie auf den bewährten Strecken nach Teneriffa und Gran Canaria. Neu im Programm sind außerdem vier wöchentliche Flüge ins türkische Antalya. Als einzige deutsche Fluggesellschaft bedient Germania ab Nürnberg diese Strecke und bietet hierfür familienfreundliche Abflugzeiten in der Tagesmitte an. Ebenfalls neu werden die bulgarischen Destinationen Burgas und Varna mit zusammen drei wöchentlichen Verbindungen angeflogen.

Insgesamt bleibt das aktuelle Streckenangebot erhalten und ändert sich nur leicht in den Frequenzen oder Flugzeiten. Die Verbindungen nach Athen werden auf die Wochentage Montag und Freitag verlegt, so dass nicht nur Kurzreisen möglich, sondern auch die Anschlüsse auf die kleinen griechischen Inseln mit Germanias Partner Sky Express verbessert werden. Nonstop-Flüge von Nürnberg nach Tel Aviv werden 2018 erstmalig auch im Sommer angeboten, genauso wie nach Hurghada.

Dr. Michael Hupe, Geschäftsführer der Flughafen Nürnberg GmbH: „Die frühzeitige Ankündigung der Sommerziele 2018 zeigt, dass die Metropolregion Nürnberg ein attraktiver Markt ist, in dem Germania weiter wachsen will. Wir freuen uns über den Ausbau des Flugprogramms ab Nürnberg, das sowohl touristische Rennstrecken als auch attraktive Nischenziele umfasst. Dies kommt bei unseren Fluggästen genauso gut an wie der gute Service an Bord.“ Flüge soll es one-way bereits ab 49 Euro geben, inklusive Steuern und Gebühren und bereits mit der gesetzlich vorgeschriebenen Luftverkehrsabgabe. Gäste ab Nürnberg, die online einchecken wollen, können das bequem über die Germania-Homepage tun.

Stemme Twin Voyager S12 der Hingucker in Innsbruck

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Eine Stemme zieht die Blicke in ähnlicher Weise auf sich wie ein Luxus-Sportwagen. Wie kam es aber dazu, dass diese sechs seltenen Segler Station in Innsbruck gemacht haben?

Einmal im Jahr lädt die Stemme AG Kunden und Interessenten zu seiner Horizons-Tour ein. In diesem Jahr startete die Tour im österreichischen Lienz, führte weiter ins nördliche Kroatien, rüber nach Venedig und von dort schließlich wieder nach Österreich – an den Flugplatz Innsbruck.

Und der Vergleich mit Sportwagen kommt hin: Das neueste Modell aus dem Hause des in Strausberg ansässigen Flugzeugherstellers, die Twin Voyager S12, besticht optisch durch die aerodynamische Form und seine 25 Meter Spannweite. „Es war ein unglaublicher Anblick sechs Stemme auf dem Vorfeld in Innsbruck zu sehen!“, kommentierte ein junger Flugenthusiast. Nicht wenige Besucher des Flughafens Innsbruck haben sich vermutlich am 18. Juni die Augen gerieben, als zwischen den großen Passagierflugzeugen sechs elegante Sportflugzeuge zur Landung ansetzten.

Die enorme Spannweite verhilft dem Hochleistungsmotorsegler zu einer Gleitzahl von bis zu 1:53. Der bei Start und Landung sichtbare Propeller verschwindet im Segelflugmodus in Sekundenschnelle vollständig in der Nase des Sportflugzeugs und kann bei Bedarf im Flug auch ebenso schnell wieder entfaltet werden. Sobald der 115 PS starke Rotax Turbomotor gestartet wird. Distanzen von bis zu 1.759 km im Motorflug sind dann kein Problem mehr.

Die Tour vereint dabei alles, was eine Stemme und das damit verbundene Lebensgefühl ausmachen: unbeschwertes Reisen, Entdecken und Erleben Europas schönster Segelflug-Hot-Spots, die Welt von oben sehen und zurück am Boden in besonderen Hotels verwöhnen lassen. So strahlten in Innsbruck nicht nur die Augen der Beobachter dieser Flugzeuge, sondern auch die der glücklichen Stemme-Piloten und Co-Piloten.

FSG nimmt Nachhaltigkeit in den Geschäftsbericht

Neue Reduktionsziele geben den Kurs am Flughafen Stuttgart in Sachen Klimaschutz vor: Ihre Treibhausgas-Emissionen will die Flughafengesellschaft bis 2030 im Vergleich zu 1990 halbieren. In der kommenden Woche legt der Flughafen Stuttgart den Bericht zum Geschäftsjahr 2016 vor. Er vereint erstmals Nachhaltigkeits- und Geschäftsberichterstattung in einem Report.

Darin macht die FSG auch transparent, wie sie im vergangenen Jahr beim Klimaschutz vorangekommen ist. Bis 2050 soll der Flughafen Stuttgart klimaneutral betrieben werden. Denn, nicht nur der Luftverkehr, auch die Reise von und zum Flughafen sowie der Betrieb am Boden verursachen Emissionen, die zur Erderwärmung beitragen. Im Sinne des fairport-Gedankens will die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) ihre Umweltauswirkung auf ein Minimum zu verringern. „Klimaschutz steht schon seit vielen Jahren auf unserer Agenda. Den gesamten Betrieb CO2-neutral zu bewerkstelligen, ist aber eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe, die wir uns selbst gestellt haben und an der wir wachsen wollen. Damit leistet der Flughafen seinen Beitrag zu den Anstrengungen gegen den Klimawandel“, sagte Walter Schoefer, Sprecher der Geschäftsführung der Flughafen Stuttgart GmbH.

Bis heute hat die FSG bereits 26 Prozent der ihr zuzurechnenden Emissionen gegenüber 1990 gesenkt. Das 2030-Ziel soll durch neue Effizienz- und Reduktionsprojekte auf dem eigenen Gelände erreicht werden. Dabei gilt es, rund 8.000 Tonnen CO2 zu vermeiden. Konkret sollen die Elektro-Flotte kontinuierlich vergrößert, mehr Strom aus erneuerbaren Quellen gewonnen und Energiespeicher massiv ausbaut werden. Darüber hinaus lassen sich durch den Neubau und die Sanierung von Gebäuden CO2-Ausstöße vermindern und Energie sparen.

Raketen mit Vinci: Die Zündung als Wettbewerbsvorteil

Ohne Raketen keine Raumfahrt. So einfach ist die Gleichung für alle Weltraumaktivitäten. Nur mit Raketen lässt sich das Universum wissenschaftlich erforschen und wirtschaftlich erschließen.

Trägersysteme verbinden die Erde mit dem All. Sie bringen Mensch und Material in den Weltraum, Forschungs- und kommerzielle Satelliten auf ihre Umlaufbahnen. Um im heutigen Wettbewerb bestehen zu können, muss auch der Zugang zum Weltraum ökonomisch sein. „Europas Antwort auf diese Herausforderung ist die neue Ariane-6-Rakete mit ihrem innovativen, kostengünstigen und wiederzündbaren Vinci-Oberstufentriebwerk der nächsten Generation. Die Schubkammer, das „Herz“ des Triebwerkes, und andere wichtige Teile kommen aus Deutschland. Dies ist das Ergebnis europaweit einzigartiger Kompetenzen und Fähigkeiten, die auch durch die Förderung durch das Raumfahrtmanagement im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) aufgebaut werden konnten“, betonte Dr. Gerd Gruppe, DLR-Vorstand zuständig für das Raumfahrtmanagement. Die Produktion bei ArianeGroup in Ottobrunn ist nun am 28. Juni 2017 angelaufen – ein wichtiger Meilenstein für Europas Tor zum Weltraum.

Brennkammer aus Ottobrunn

Um die Erde und ihre Anziehung hinter sich zu lassen, braucht eine Rakete viel Energie. Das erledigen bei der Ariane zunächst die Hauptstufe und sogenannte Feststoffbooster. Haben diese ihre Arbeit bei der Startphase der Rakete beendet, übernimmt die Oberstufe mit dem Vinci-Triebwerk den weiteren Schub. Entscheidend für die optimale Fortbewegung sind auch im All energieeffiziente Triebwerke, die sich mehrmals wiederzünden lassen.

„Bei Vinci ist es gelungen, die Effizienz des Triebwerkes erheblich zu steigern und gleichzeitig das Triebwerk bis zu fünfmal zünden zu lassen. So können verschiedene Nutzlasten schnell und zuverlässig ihre unterschiedlichen Umlaufbahnen erreichen“, erklärt Denis Regenbrecht, der im Raumfahrtmanagement des DLR für das Ariane-Programm zuständig ist. Die Hauptverantwortung der Produktion liegt im französischen ArianeGroup-Standort Vernon. „Das Herz des gesamten Triebwerks – die Brennkammer – wird aber im bayerischen Ottobrunn gefertigt. In ihr läuft die eigentliche Verbrennung ab, die wiederum den Schub von 180 Kilonewton erzeugt“, fügt Regenbrecht hinzu.

Deutsche Industriebeteiligung

Vinci arbeitet mit tiefkaltem, sogenannten kryogenem Wasserstoff (LH2: Liquid Hydrogen bei -253°C) als Brennstoff und tiefkaltem Sauerstoff (LOX: Liquid Oxygen bei -180°C) als Oxidator nach dem sogenannten Expander Cycle: Zuerst umströmt der Treibstoff die Brennkammer, kühlt sie herunter und verdampft dabei. Die entstehenden Gase werden als Antriebsmedium für die Treibstoffpumpen genutzt und anschließend zusammen mit dem Oxidator in die Brennkammer geleitet und verbrannt.

Doch die Brennkammer der neuen Generation dieses Triebwerks wird nicht alleine von ArianeGroup in Ottobrunn gebaut. Viele deutsche kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind an dem Projekt beteiligt. So stammen viele metallische Dreh- und Frästeile von bayerischen Mittelständlern, ebenso wie beispielsweise auch Schläuche und Dichtungen.

Innovative Verfahren machen Produktion günstiger

Für die Fertigung des Vinci-Oberstufentriebwerks kommen innovative Techniken wie 3D-Druck (Additive Layer Manufacturing ALM) und Pulvermetallurgie zum Einsatz. „Beide Verfahren haben große Vorteile gegenüber gegossenen oder geschmiedeten Produkten, denn die hergestellten Teile können nahezu ohne mechanische Nachbearbeitung in hoher Stückzahl auch bei komplexer Struktur hergestellt werden. Die Einsparung verschiedener, teurer Fertigungsschritte und die Vereinfachung der Triebwerksstruktur senken die Kosten erheblich“, erklärt Regenbrecht.

Trägermarkt im Wandel

Solche Kosteneinsparungen in der Produktion sind dringend notwendig, denn die Situation auf dem Raumfahrttransportsektor hat sich in den letzten Jahren entscheidend geändert – sowohl beim Angebot als auch bei der Nachfrage. Regenbrecht: „Die europäischen Träger sind wachsender Konkurrenz und einem intensiven Wettbewerb auf dem Weltmarkt ausgesetzt, der den Preisdruck auch künftig weiter steigen lässt.“ Die zunehmende Privatisierung der Raumfahrt in den USA verändert den Markt. SpaceX als Vorreiter der Wiederverwendbarkeit bringt gerade eine, wenn auch noch deutlich kleinere Mehrwegrakete in die Serienreife. Die Ariane 6, deren Startkosten im Vergleich zum europäischen Vorgängermodell Ariane 5 um rund die Hälfte gesenkt werden sollen, spielt nun ihre Stärken in dem Markt aus.

Triebwerktest in Lampoldshausen

Die Ariane 5 zählt mit 79 erfolgreichen Starts zu den sichersten Trägerraketen überhaupt. Damit auch ihr Nachfolger seine Nutzlasten so sicher ins All transportiert werden die Triebwerke sorgfältig getestet. Das geschieht auch mit dem Vinci-Triebwerk der neuesten Generation am Institut für Raumfahrtantriebe des DLR-Standorts in Lampoldshausen. Dazu laufen gerade Testkampagnen am Höhensimulationsprüfstand P4.1, um die Entwicklung des Triebwerksdesigns zu vervollständigen und die Qualifikation der Triebwerke für den Flugbetrieb zu erreichen. Mit Hilfe dieser Tests erzielen DLR-Wissenschaftler Erkenntnisse über das Triebwerksverhalten, die beim Hersteller ArianeGroup für letzte Verbesserungen genutzt werden.

Ariane 6

Ariane 6 als Neuentwicklung soll das Ariane-Trägersystem technisch weiterführen und auch in Zukunft auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig machen. Voraussetzung hierfür ist eine Umstrukturierung im Bereich des europäischen Trägersektors: Verantwortlichkeiten, Kosten und Risiken werden zukünftig zwischen der europäischen Weltraumorganisation ESA und der europäischen Raumfahrtindustrie neu verteilt. Für Ariane 6 wird bei vielen Bauteilen auf die Erfahrungen und die Technologien von Ariane 5 zurückgegriffen.

Die Konstrukteure kombinieren dabei bereits vorhandene Bausteine, die sich als zuverlässig erwiesen haben, mit neuen Elementen. So wird es möglich sein, innerhalb von nur fünf Jahren ein neues Raketensystem fertig zu entwickeln. Der Erstflug der rund 60 Meter hohen Ariane-6 ist für das Jahr 2020 geplant. Je nach Konfiguration kann die Rakete mit zwei (Version A62) oder vier Motoren (Version A64) ausgestattet werden und so fünf oder elf Tonnen Nutzlast in den Weltraum transportieren. Hauptvertragspartner der ESA für die Entwicklung und den Bau ist die Firma ArianeGroup.

Auf den Bildern

Schubkammer – Herz des Vinci-Triebwerks: Das Herz des gesamten Triebwerks – die Schubkammer – wird im bayerischen Ottobrunn gefertigt. In ihr läuft die eigentliche Verbrennung ab, die wiederum den Schub von 180 Kilonewton erzeugt.

Oberstufentriebwerk Vinci am Prüfstand P4.1 in Lampoldshausen: Mit Hilfe der Tests am Höhensimulationsprüfstand P4.1 tragen DLR-Ingenieure dazu bei, die Entwicklung des Triebwerksdesigns zu vervollständigen und die Qualifikation des Oberstufentriebwerks Vinci für den Flugbetrieb zu erreichen. Der Prüfstand P4.1 ist der Einzige in Europa, der während eines Tests ein dauerhaftes Vakuum erzeugen kann, in dem Triebwerk und Düse wie in über 70 Kilometer Höhe arbeiten können. Das DLR testet das Vinci Triebwerk im Auftrag des Raumfahrtunternehmens Ariane Group.

Künstlerische Darstellung der Ariane 6: Europas neue Rakete: Der Erstflug der rund 60 Meter hohen Ariane 6 ist für das Jahr 2020 geplant. Je nach Konfiguration kann die Rakete mit zwei (Version A62) oder vier Motoren (Version A64) ausgestattet werden und so fünf oder elf Tonnen Nutzlast in den Weltraum transportieren.

Austrian Airlines nimmt Verbindung nach Schiras im Iran auf

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Am Sonntag, den 02. Juli 2017 hob Austrian Airlines zu ihrem Erstflug nach Schiras ab. Vier Mal pro Woche geht es mit Zwischenstopp in Isfahan nach Schiras. Neben Teheran und Isfahan bietet die Airline aus Österreich mit der neuen Destination Schiras flexibles Angebot in den Iran: So geht es aktuell 14 Mal pro Woche in die Hauptstadt nach Teheran und vier Mal pro Woche nach Isfahan. Austrian Airlines ist Teil des Lufthansa Konzerns, dem größten Airline Verbund Europas sowie Mitglied der Star Alliance, dem ersten weltumspannenden Verbund internationaler Fluggesellschaften.

Austrian Airlines wird Schiras ganzjährig im Programm haben. Die Flugdauer von Wien nach Schiras beträgt rund sechs Stunden. Tickets soll es ab 662 Euro hin und retour inklusive Steuern und Gebühren geben.

Airbus SE mit neuer Konzernstruktur

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Airbus SE hat am 01. Juli die Integration seiner Konzernstruktur mit der größten Sparte Commercial Aircraft wie geplant abgeschlossen. Mit der im September 2016 angekündigten Umstrukturierung soll die Organisation von Airbus vereinfacht werden und kürzere Entscheidungswege, weniger Bürokratie, stärkere Zusammenarbeit und mehr Effizienz erreicht werden.

Die neue Konzernstruktur unterstützt auch das in der Umsetzung befindliche Digitalisierungsprogramm. Das neu integrierte Airbus wird – zusammen mit den beiden Divisionen Helicopters und Defence and Space – in Kernbereichen wie Finance, Human Resources, Legal, Ethics and Compliance, Strategy & International und Communications von vollständig integrierten Teams unterstützt.

Erstmals COO für alles

Das integrierte Executive Management Team von Airbus wird geleitet von Chief Executive Officer Tom Enders. Mit Fabrice Brégier erhält das Unternehmen erstmalig einen konzernweiten Chief Operating Officer (COO) und Vorsitzenden der Sparte Commercial Aircraft. Dirk Hoke und Guillaume Faury setzen ihre Arbeit als Chief Executive Officer von Defence and Space sowie Helicopters fort. Harald Wilhelm zeichnet weiter als Chief Financial Officer verantwortlich, Thierry Baril als Chief Human Resources Officer und John Harrison als General Counsel. Die Firmenzentrale von Airbus ist in Toulouse beheimatet, dem größten Produktionsstandort des Unternehmens.

Auf dem Bild: Neuer Verkaufsschlager aus dem Hause Airbus, die neo-Familie: Die schwedische Fluggesellschaft Novair hat ihren ersten Airliner vom Typ A321neo bekommen. 221 Passagiere finden in dem Flugzeug auf 18 Zoll breiten Sitzen Platz. Dieser Airbus, von CFM LEAP-1A angetrieben, wird in Stockholm stationiert und bis nach Südeuropa und Ägypten eingesetzt werden.

BER: Zur Erweiterung ohne Landebahn von Schönefeld

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH erweitert den Flughafen Schönefeld, um die nötigen Kapazitäten für die steigenden Passagierzahlen bereitzustellen. Wie bereits im September 2016 angekündigt, müssen die Flugbetriebsflächen ertüchtigt und ausgebaut werden, um mit der Eröffnung des BER beide Standorte parallel betreiben zu können. Da die Flugzeuge nach der BER-Eröffnung von beiden Start- und Landebahnen sowohl zum BER-Terminal als auch zu den Terminals in Schönefeld rollen müssen, ohne sich gegenseitig zu behindern, sind infrastrukturelle Anpassungen vorzunehmen, zusätzliche Taxiways zu bauen bzw. vorhandene zu sanieren. Im Zuge der geplanten Bauarbeiten ist es nötig, die Start- und Landebahn des Flughafens Schönefeld vorübergehend zu schließen.

Ab dem 16. Juli 2017 wird der Flugverkehr von Schönefeld deswegen bis zum 28. Oktober 2017 über die zukünftige südliche Start- und Landebahn des BER abgewickelt. Die bauliche Erweiterung der Flugbetriebsflächen gliedert sich in mehrere Teilprojekte, wobei die Maßnahmen innerhalb des Rollschutzbereiches der Start- und Landebahn des Flughafens Schönefeld während des Sperrzeitraums umgesetzt werden. Die entsprechende Genehmigung durch die Gemeinsame Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg (LuBB) liegt vor.

Schallschutz für Anwohner

Alle Anwohner, die innerhalb des Anspruchsgebiets der temporären Südbahnnutzung leben, haben Anspruch auf Schallschutzmaßnahmen. Die Anwohner, die aufgrund der diesjährigen Neuberechnung der Anspruchsgebiete im Vergleich zu den bisherigen Schutzgebieten neu hinzugekommen sind, wurden bereits im Juli 2016 persönlich angeschrieben und darum gebeten, ihren Antrag auf Schallschutz zu stellen.

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH hat wie bereits bei der Sanierung der Nordbahn im Jahr 2015 eine per Mail und Telefon erreichbare Anwohnerinfo eingerichtet, bei der sich die Flughafennachbarn über den Stand der Bauarbeiten informieren und eventuelle Lärmbelästigungen melden können. Alle Informationen zu den Bauarbeiten und zum Schallschutzprogramm sind im Nachbarschaftsportal erhältlich.

Verbundwerkstoff ohne Autoclaven: Fairing bewährt sich auf Ariane 5

Die Nutzlastverkleidung, die Ende Juni mit einer Ariane 5 auf Flug VA238 ihre erste Reise ins All antrat, entspringt einem revolutionären Herstellungsprozess und ist das erste Produkt aus der neuen Fertigungsanlage von Ruag Space in Emmen.

Am Abend des 28.06.startete von der Rampe in Kourou um 23:15 Uhr Ortszeit eine Ariane 5 zu Flug VA238. Den Satelliten, den die Trägerrakete transportierte, schützte die Nutzlastverkleidung von Ruag Space, die das Unternehmen erstmals im sogenannten Out-of-Autoclave-Verfahren (OOA) hergestellt hat. Die Technologie, die komplett auf den Einsatz eines Autoklaven verzichtet, ist für die künftige europäische Trägerrakete Ariane 6 bestimmt und soll eine Kostenreduktion um 40 Prozent mit sich bringen.

Nachdem die moderne Halle und die nötige Infrastruktur bereits funktionstüchtig sind, konnte Ruag den neuen Prozess schon jetzt für die Nutzlastverkleidung verwenden, die gestern Abend auf Flug VA238 erfolgreich ins All startete. Zwischenzeitlich hat Arianespace weitere 18 Einheiten der siebzehn Meter langen Nutzlastverkleidung, die Ruag im OOA-Verfahren fertigt, für die Ariane 5 bestellt. Als Hauptauftragnehmer hat Airbus Safran Launchers die Entwicklungshoheit für das ESA-Programm Ariane 6.

Ein Meilenstein für Kostenreduktion

„Dies ist ein Meilenstein für die Raketenbranche, die ständig nach kostengünstigeren Lösungen für Flüge ins All sucht“, erklärte Peter Guggenbach, CEO von Ruag Space. „Um den Anforderungen unserer Kunden zu entsprechen, haben wir in neue Infrastruktur investiert, den Fertigungsprozess beschleunigt und Kosten gesenkt. Gleichzeitig garantieren wir eine vollkommen verlässliche Leistung, wie der gestrige Flug gezeigt hat.“

„Wir arbeiten schon jahrzehntelang erfolgreich zusammen, da Ruag stets an sich arbeitet, investiert und auf Marktbedürfnisse eingeht“, erklärte Stéphane Israël, CEO von Arianespace und Head of Civil Launchers von ArianeGroup. „Wir sind stolz, dass die neue OOA-Nutzlastverkleidung mit einer Ariane gestartet ist. Diese herausragende Leistung lässt bereits erahnen, dass die Ariane 6 dank aller Programmbeteiligten bedeutend wettbewerbsfähiger sein wird.“

Ariane 6: 50 Prozent weniger Zeitaufwand, 40 Prozent weniger Kosten – dafür hat Ruag in eine hochmoderne Produktionshalle im schweizerischen Emmen in ein neues Out-of-Autoclave-Verfahren investiert. Das neue Zentrum für Composite-Strukturen mit massgefertigten Maschinen und automatisierten Prozessen wurde 2016 eingeweiht.

Die Nutzlastverkleidung basiert auf Karbonfaser-Verbundwerkstoffen und besteht aus zwei Halbschalen, die sich im All teilen. Sie werden neuerdings nicht mehr im Autoklav, sondern im energiesparenderen Industrieofen ausgebacken, dank dessen Größe die Halbschalen zudem in einem Stück aushärten können. Damit entfällt die zeit- und kostenintensive vertikale Integration der einzelnen Schalenelemente. Die Durchlaufzeit ist so nur noch halb so lang, wodurch Ruag Liefervolumen und -sequenz seiner Nutzlastverkleidungen steigern kann.

Weiterer Vertrag für Ariane 5

Schon vor Flug VA238 hatten Arianespace und Ruag Space einen Vertrag über weitere 18 Nutzlastverkleidungen für die Ariane 5 unterzeichnet, die der Standort in Emmen mit jährlich sechs Einheiten zwischen 2019 und 2022 ausliefern soll. Ruag übernimmt zudem die Integration und den operativen Support in Kourou. Damit wird der fliessende Übergang zur Ariane 6 vorbereitet.

Premiere auch mit Vega

Mit dem neuen Prozess festigt Ruag seine Stellung als weltweit führender Hersteller von Karbonfaserstrukturen für Trägerraketen. Und eine weitere Premiere steht an: Die nächste OOA-Nutzlastverkleidung soll am 01. August 2017 auf Flug VV10 mit einer Vega starten. Neben der Produktionsstätte in Emmen eröffnete Ruag außerdem einen Standort in Decatur, Alabama, wo die OOA-Nutzlastverkleidung für die Atlas-Rakete gebaut werden soll. Hier will das Unternehmen auch mit der Arbeit am Interstage-Adapter für das Space Launch System der NASA beginnen, der ebenfalls im OOA-Verfahren hergestellt wird.

Die neue Nutzlastverkleidung war übrigens nicht das einzige Ruag Produkt auf dem gestrigen Flug: Das Unternehmen lieferte ebenfalls den Bordcomputer, der die 750 Tonnen schwere Rakete auf ihre Umlaufbahn steuert, sowie den Nutzlastadapter, der die Satelliten mit der Rakete verbindet.

Limousinen am PAD: Sixt folgt steigendem Verkehr

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Mit dem wachsenden Geschäftsreiseverkehr steigt am Paderborn – Lippstadt Airport auch der Bedarf an passenden Mietwagen. Auf die zusätzlichen Flüge aus Frankfurt und München reagiert der internationale Mobilitätsdienstleister Sixt mit dem Ausbau seiner Station. Am neuen Sixt-Flughafenstandort erweitert das Unternehmen mit zusätzlichen Mitarbeitern das Angebot an Premium-Services sowie hochwertig ausgestatteten Fahrzeugen. Die Kategorien reichen dabei vom wendigen Kleinwagen bis hin zur geräumigen Limousine. Zum Portfolio gehört zudem der exklusive Sixt-Limousinen-Service, bei dem Kunden komfortable Chauffeurfahrten erhalten.

„Im Ausbau der Linienverkehre aus München und Frankfurt sehen wir weiteres Wachstumspotenzial für den Standort. Deshalb war die Entscheidung, unsere Station an die Begebenheiten vor Ort entsprechend anzupassen, der für uns logische nächste Schritt“, sagt Manuel-Dimas Zielinski, Branch Manager bei Sixt in Paderborn. „Das Engagement von Sixt freut uns sehr, da sich damit das Service-Angebot an unserem Airport weiter verbessert. Gerade im Hinblick auf den wachsenden Geschäftsreiseverkehr ist das für unseren Standort ein wichtiger Schritt“, betont Roland Hüser, Prokurist und Kaufmännischer Leiter der Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH. Seit diesem Jahr finden wieder regelmäßige Flüge zum Frankfurter Flughafen statt. Zudem wurden die Verbindungen nach München ausgebaut, sodass insgesamt 34 Linienflüge pro Woche zu den beiden internationalen Lufthansa-Drehkreuzen bestehen.

Volaris beauftragt MTU Maintenance für Anbaugeräte

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Die MTU Maintenance hat mit der mexikanischen Fluggesellschaft Volaris einen Exklusivvertrag über das Management von Anbaugeräten für die V2500-Triebwerke der Airline geschlossen. Im Rahmen der Vereinbarung, die eine Laufzeit von fünf Jahren hat, erbringt das Unternehmen für Volaris Leistungen im Bereich Instandsetzung sowie Koordination von Anbaugeräten der Shop Visits auf Festpreisbasis. Die Umsetzung erfolgt im Kompetenzzentrum der MTU Maintenance für Anbaugeräte in der kanadischen Provinz British Columbia. Der Folgeauftrag ist Ergebnis einer seit 2013 bestehenden hervorragenden Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen.

Volaris ist eine mexikanische Billigfluglinie, die über 60 Ziele im Inland sowie in den Vereinigten Staaten von Amerika und Zentralamerika bedient. Sie wurde 2003 gegründet und nahm 2006 den Flugbetrieb auf; damit ist sie die Fluggesellschaft mit der jüngsten Flieger-Flotte in Mexiko. Volaris ist die zweitgrößte Airline des Landes und konnte in den gerade einmal gut zehn Jahren ihres Bestehens einen Marktanteil von 27 Prozent erringen.

Die MTU Maintenance ist der weltweit führende Anbieter von Instandhaltungsleistungen für die V2500-Triebwerksfamilie und hat seit 1989 mehr als 4.300 Shop Visits von Antrieben dieser Baureihe durchgeführt. Das Management und die Betreuung von LRU’s und Anbaugeräten ist Teil des umfassenden Leistungsangebots. Die MTU Maintenance Canada verfügt über eigene Reparatur- und Prüfeinrichtungen für Komponenten von Kraftstoffsystemen, etwa Pumpen, Kraftstoffregler und Stellantriebe, Elektrische Komponenten sowie für Pneumatik-Komponenten wie Ventile und Anlasser.

Boeing würdigt Performance von Sitzhersteller Recaro

Recaro Aircraft Seating wurde mit einem Boeing Performance Excellence Award gewürdigt. Mit dieser Auszeichnung erkennt der Flugzeughersteller Boeing jedes Jahr überragende Leistungen seiner Lieferanten an. Den renommierten Preis bekommt der deutsche Flugzeugsitzhersteller Recaro Aircraft Seating aus Schwäbisch Hall unter anderem für hohe Zuverlässigkeit: Boeing hat den Sitzspezialisten in einem zwölf Monate umfassenden Leistungszeitraum von Oktober 2015 bis September 2016 jeden Monat mit einem positiven „Composite Performance Rating“ bewertet.

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit verbindet die beiden Unternehmen seit über 17 Jahren. Allein 2016 lieferte Recaros Produktionsstandort in Fort Worth in Texas rund 14.000 Sitze an die Boeing-Standorte Seattle und Charleston. Die renommierte Auszeichnung findet jedes Jahr sowohl bei Flugzeugzulieferern als auch bei Fluggesellschaften große Beachtung.

Einblicke bei Ausbildungsbörse am Köln Bonn Airport

Unter dem Motto „Heb ab in Deine Zukunft“ informierten sich bei der vierten Ausbildungsbörse am Köln Bonn Airport über 1.700 Schülerinnen und Schüler aller Schulformen aus Köln und der Region über Berufe rund um den Flughafen Köln/Bonn. Neben den Jugendlichen nutzten auch Eltern, Lehrer und andere Interessierte die Möglichkeit, mit den rund 30 ausstellenden Unternehmen und Institutionen, die am und um den Flughafen ansässig sind, ins Gespräch zu kommen. Zu den Ausstellern gehörten neben dem Flughafen Köln/Bonn und der IHK Köln unter anderem die Kühne + Nagel KG, Bundespolizei, Deutsche Flugsicherung, Hauptzollamt, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und verschiedene Hotels.

Auf der Abflugebene im Terminal 2, wo sonst Reisende auf den Start in den Urlaub warten, bekamen die Jugendlichen einen spannenden Einstieg in die vielfältigen Berufsbilder: Fluglotsen arbeiten hier neben Experten für Luft- und Raumfahrttechnik, Mitarbeiter verschiedener Behörden nennen den Flughafen ebenso ihren Arbeitsplatz wie auch die Pushbackfahrer auf dem Vorfeld. Das Spektrum der Tätigkeitsfelder in den 122 am Köln Bonn Airport ansässigen Unternehmen könnte breiter kaum sein. Durch diese Vielfalt ist die Ausbildungsbörse attraktiv für motivierte Jugendliche. Hier trefffen sie potenzielle künftige Arbeitgeber am Köln Bonn Airport.

Christopher Meier, bei der IHK Köln Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung, ergänzt: „Angebote wie die heutige Ausbildungsbörse bieten Schülerinnen und Schülern eine ideale Gelegenheit, mit Unternehmen persönlich in Kontakt zu kommen, und das direkt am Ort des Geschehens. Wer sich darüber hinaus über offene Lehrstellen, Ausbildung und duale Studiengänge informieren möchte, kann die IHK-Lehrstellenbörse im Internet nutzen, mit unseren Ausbildungsvermittlern sprechen oder unsere jährliche Telefon-Hotline nutzen. Informieren lohnt sich, denn eine duale Ausbildung bietet hervorragende Zukunftsaussichten, auch für den Ausbildungsbeginn in diesem Jahr gibt es noch freie Plätze.“

Freie Ausbildungsstellen aus allen Branchen – von Handel, über Industrie bis hin zu Dienstleistung – kennt die Ausbildungsstellenvermittlung der IHK Köln. Jugendliche, die für dieses Jahr noch einen Ausbildungsplatz suchen, und Betriebe mit freien Lehrstellen finden hier die Kontaktdaten des Teams der IHK-Ausbildungsstellenvermittlung.

Tour de France in Düsseldorf mit Flugbeschränkung

Am 01. Juli und 02. Juli 2017 startet der Auftakt zur Tour de France in Düsseldorf, für die das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) um den Veranstaltungsort ein Flugbeschränkungsgebiet eingerichtet hat. Der Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen sowie Flüge nach Sichtflugregeln sind in diesem Gebiet untersagt. Ausgenommen hiervon sind Flüge der Polizei, Rettungseinsatzflüge und Flüge des Ausrichters im Zuge der Fernsehaufnahmen. Flugbeschränkungsgebiete werden zur Vorbeugung und zur Gefahrenabwehr eingerichtet, es gibt dauerhafte Gebiete (beispielsweise über Atomkraftwerken oder auch dem Regierungsviertel Berlin) und solche mit zeitlicher Beschränkung.

Die zeitliche Aktivierung ist von Samstag 01. Juli 2017, 13:00 bis 20:00 Uhr, sowie Sonntag 02. Juli 2017, 10:00 bis 14:30 Uhr, vorgesehen. Der reguläre Flugbetrieb am Düsseldorfer Flughafen ist von diesen Maßnahmen nicht betroffen. Das Beschränkungsgebiet hat die Form eines Kreises mit einer Ausdehnung von zwei nautischen Meilen (ca. 3.700 Meter) rund um die Tonhalle in Düsseldorf und reicht vom Boden bis zu einer Höhe von 2.500 Fuß – umgerechnet ca. 800 Meter.

Wir weisen insbesondere auch für den zweiten Veranstaltungstag (Strecke Düsseldorf – Lüttich) ausdrücklich auf weitere Inhalte der neuen Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten hin. Auch außerhalb des Flugbeschränkungsgebietes ist grundsätzlich beim Betrieb von Drohnen ein Mindestabstand von 100 Metern zu Bundesstraßen einzuhalten, das Überfliegen von Menschenansammlungen ist generell nicht gestattet.

Detaillierte Regelungen der Verordnung und weitere Informationen zum Betrieb von Drohnen können hier beim Bundesministerium abgerufen werden.

Routes Europe 2019 findet am Hannover Airport statt

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Der Flughafen Hannover wird Gastgeber der Routes Europe 2019. Damit holt er das größte europäische Netzwerktreffen der Luftverkehrsbranche erstmals nach Deutschland. Hannover wird dann für drei Tage zum Treffpunkt für die Entscheider der Branche: Airlines, Flughafenbetreiber und Tourismusexperten.

Als wichtigste kontinentale Veranstaltung dieser Art findet die Routes Europe jährlich in einem anderen europäischen Land statt– ein Erfolg für den Hannover Airport, eine große Chance für die ganze Stadt. Das Format umfasst eine Messe, Business-Treffen und ein Konferenzprogramm. Der Hannover Airport setzte sich in einem zehnmonatigen Bewerbungsverfahren um die Gastgeberrolle gegen acht Mitbewerber durch. Das Land Niedersachen und die Stadt Hannover unterstützten die Bewerbungsphase aktiv.

Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Olaf Lies ist begeistert: „Wir freuen uns sehr, den weltweiten Bekanntheitsgrad Niedersachsens und Hannovers mit dieser Veranstaltung weiter zu steigern – sowohl als Wirtschaftsstandort als auch als attraktives touristisches Ziel.“

Flughafen-Geschäftsführer Dr. Raoul Hille sieht in der Veranstaltung beste Voraussetzungen für weiterhin erfolgreiches Wachstum: „Für uns ist das ein großer Pluspunkt im Vertriebsmarketing. Die weltweiten Top-Entscheider werden sich direkt hier in Hannover von unseren großen Standortpotenzialen und der hervorragenden Infrastruktur überzeugen können. Das kann sich auch positiv auf unser Streckenangebot auswirken.“

Košice ab Köln/Bonn neues Wizz Air Ziel

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Damit ist das neue, osteuropäische Trio in diesem Sommer ab Köln/Bonn perfekt: Ab sofort fliegt die ungarische Lowcost-Airline Wizz Air zwei Mal in der Woche ins slowakische Košice. Pünktlich um 08:30 Uhr hob der A320 heute früh ab in Richtung der slowakischen Universitätsstadt. Bereits im April hatte Wizz Air die Ziele Tuzla (Bosnien und Herzegowina) und Craiova (Rumänien) in ihren Flugplan aufgenommen. Da sich viele deutsche Unternehmen in Košice und seiner Umgebung angesiedelt haben, ist das neue Ziel ab Köln/Bonn nicht nur für Touristen, sondern auch für Geschäftsreisende attraktiv.

Tickets nach Košice soll es bei dem Günstigflieger schon ab 9,99 Euro pro Strecke geben. Die Flugzeit ab Köln/Bonn beträgt zwei Stunden.

Flugzeiten im Sommer, immer donnerstags und sonntags:

  • Abflug Köln/Bonn 08:30 Uhr – Ankunft Košice 10:30 Uhr
  • Abflug Košice 06:00 Uhr – Ankunft Köln/Bonn 08:00 Uhr

Lufthansa und Telekom pushen gemeinsam Technik in Textil

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Der Telekom Fashion Fusion Wettbewerb geht in die zweite Runde. Die Verschmelzung von Technologie und Mode steht hier im Fokus. Zusätzlich zum Hauptwettbewerb startet die Telekom erstmals in Kooperation mit Lufthansa eine exklusive Challenge.

Das Ziel des Telekom Fashion Fusion Wettbewerbs ist es, relevante, funktionale, nachhaltige, aber vor allem intelligente Mode zu entwickeln. Die Integration von Technologie und der Blick auf die Marktfähigkeit der Konzepte bis hin zur Marktreife spielen für die spätere Kür der drei Sieger eine wichtige Rolle – so lautet das diesjährige Wettbewerbsmotto: „Technology becomes Fashion“.

„Digitalisierung und Technologie revolutionieren die Modebranche. Sie verändert die Art, Kleider zu nutzen, zu tragen, zu kaufen und zu vertreiben. Möglich machen dies Technologien wie Narrowband-IoT“, sagt Claudia Nemat, Vorstand Technologie und Innovation bei der Deutschen Telekom AG. „Auch in diesem Jahr freue ich mich auf innovative Lösungen, die den Alltag der Menschen bereichern. Wir haben erneut starke Partner mit an Bord. Lufthansa wird als erster exklusiver Partner den Telekom Fashion Fusion Wettbewerb nutzen, um das Kundenerlebnis von Fluggästen mittels digitaler Technologien weiter zu verbessern.“

Im Rahmen der exklusiven Challenge „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“ werden Innovationen gesucht, die der Crew und/oder den Passagieren nützen. Das können intelligente Textilien für Uniformen sein, Optimierungen im Gesundheits-/Wellness-Bereich während eines Langstreckenfluges, Smart Services zur Unterstützung der On-Board-Kommunikation bis hin zu kreativen Entertainment-Lösungen.

„Fliegen und Fashion gehören bei uns zusammen wie Tomatensaft und Pfeffer“, so Dr. Torsten Wingenter, Senior Director Digital Innovations Lufthansa Group. „Unsere Crew-Mode hat bei Lufthansa eine über 60-jährige Tradition. Eine smarte Uniform ist die konsequente Weiterentwicklung dessen und passt perfekt in unsere Digitalisierungsoffensive. Wir möchten herausfinden, wie wir unsere Mitarbeiter optimal unterstützen können, um unseren Fluggästen in einer digitalen Welt einen noch besseren Service bieten zu können. Wir freuen uns bei der Challenge und dem Lufthansa FlyingLab auf viele innovative Impulse und Ideen!“

Wer an der exklusiven Challenge teilnehmen möchte, kann sich bis 15. August 2017 bewerben. Erste Prototypen sollen im Januar 2018 im Lufthansa FlyingLab auf dem Flug zur CES Las Vegas getestet werden. Mit dem FlyingLab bietet der Luftfahrtkonzern zu ausgewählten internationalen Events spezielle Flüge an, bei denen die Passagiere hoch über den Wolken neue Produkte und Services an Bord erleben und testen können. Telekom Fashion Fusion Wettbewerb startet in die zweite Runde

Nach Abschluss der exklusiven Lufthansa Challenge startet der allgemeine Telekom Fashion Fusion Wettbewerb, bei dem kreative Köpfe aus ganz Europa vom 05. Juli bis 31. Oktober 2017 ihre Konzepte zur Verschmelzung von Hightech und Mode einreichen können.

Gesucht werden visionäre Konzepte in drei Kategorien:

  • Connected Devices & Smart Accessories
  • Haute Couture & Show Fashion
  • Business Solutions & Smart Services

Wie auch im letzten Jahr wählt die Jury anschließend zehn Finalistenteams aus, die dann von Februar bis Mai 2018 bei der Realisierung ihrer Projekte von Experten aus Wirtschaft und Modewelt in Masterclasses gecoacht und begleitet werden. Unterstützt wird der Telekom Fashion Fusion Wettbewerb von Adidas, Intel, Lufthansa und WIRED Germany, sowie der Modemesse Premium Exhibition.

Alle Bewerbungsbedingungen, die Anmeldung zum Wettbewerb, sowie ein Rückblick auf die letzte Runde finden Interessierte bei Fashion Fusion.

Wintersport ab DUS: Eurowings steuert Innsbruck an

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Ab Düsseldorf will Eurowings nun Reisende schnell in den Winterurlaub fliegen und startet Anfang Dezember dieses Jahres eine neue Strecke von DUS nach Innsbruck. Damit rücken für Wintersportfans aus dem Westen Deutschlands jetzt viele der attraktivsten Skigebiete in Österreich so nah, dass sich sogar ein Kurzurlaub auf die Piste lohnt. Innsbruck und seine Feriendörfer bieten Wintersportlern traumhafte Möglichkeiten: Snowboarder zum Beispiel tauchen in die schönsten Powderparadiese ein.

Eurowings bedient die neue Strecke nach Innsbruck erstmals am 03. Dezember 2017. Start ist sonntags um 17:55 Uhr und donnerstags früh um 06:50 Uhr, so dass Skiurlauber schon den ersten Tag auf der Piste voll genießen können. Alle Flüge können schon gebucht werden.

Eurowings fliegt jeweils donnerstags und sonntags von Düsseldorf nach Innsbruck und transportiert übrigens Skier und Skiausrüstung bis zu einem Gewicht von 30 Kilogramm generell kostenfrei. Man erleben um die Freeride City Innsbruck Action im Tiefschnee. Die Schneewelt der Superlative umfasst neun Skigebiete, 90 Bergbahnen und Lifte sowie 300 Abfahrtskilometer.

Ein einziger Skipass gewährt Zutritt zu allen, ein Gratis-Skibus bringt Wintersportler hin. Besonderes Highlight ist die Olympia-Skiworld: Neun Skigebiete gehören dazu, alle im Großraum Innsbruck und mit dem kostenfreien Skibus bequem erreichbar. 300 Pistenkilometer erwarten Wintersportler mit schneesicheren Pisten für alle Schwierigkeitsstufen.

Keine Drohnen und Flugmodelle zum G-20-Gipfel in Hamburg

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G-20 Gipfeltreffen in Hamburg: die Staats- und Regierungschefs aus den größten Industrienationen und Schwellenländern treffen sich am 07. und 08. Juli 2017. Auf Antrag der Polizei Hamburg hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ein Flugbeschränkungsgebiet für den Schutz des G-20 Gipfels eingerichtet. Flugbeschränkungsgebiete werden zur Vorbeugung und zur Gefahrenabwehr eingerichtet, es gibt dauerhafte Gebiete (beispielsweise über Atomkraftwerken oder auch dem Regierungsviertel Berlin) und solche mit zeitlicher Beschränkung.

Für das anstehende Gipfeltreffen wurde ein Flugbeschränkungsgebiet zur sicheren Anreise der Staatsgäste geschaffen, das sich mit einem Radius von 30 nautischen Meilen (55 Kilometer) rund um den Veranstaltungsort erstreckt. Dieses Gebiet reicht vom Boden bis zu einer Höhe von „Flugfläche 100“, umgerechnet ca. 3.000 Meter. Die zeitliche Aktivierung ist vom 06. Juli 2017, 08:00 Uhr bis 09. Juli 2017, 24:00 Uhr vorgesehen. Je nach Anforderungslage der Polizei kann es diesbezüglich noch zu Änderungen kommen.

In diesem Gebiet sind alle Flüge einschließlich des Betriebs von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen untersagt. Ausgenommen hiervon sind selbstverständlich die Anreiseflüge der Staatsgäste, Flüge ausschließlich nach Instrumentenflugregeln mit Start-/ Zielflughafen Hamburg sowie Flüge der Polizei, Bundespolizei und anderer Einsatzkräfte.

Flughafen Kassel-Calden wird Partner von MT Melsungen

Was lange währt wird endlich gut – so ließe sich das Ergebnis der bereits vor mehreren Jahren initiierten Gespräche beschreiben, die die MT Melsungen mit dem Flughafen Kassel-Calden, so dessen damalige Bezeichnung, führte.

Nach der Saison ist vor der Saison: Auch wenn der Ball ruht, herrscht bei Profisportclubs wie der MT Melsungen hinter den Kulissen weiterhin rege Betriebsamkeit. Neben der Vorbereitung des Spielbetriebs für die anstehende Meisterschaftsrunde liegt der Schwerpunkt auf der Gewinnung neuer Partner. Dabei können die MT Bundesliga-Handballer jetzt mit einer besonderen Überraschung aufwarten: Kassel Airport zeigt ab der neuen Saison Flagge beim nordhessischen Aushängeschild. Der Kontrakt mit dem nordhessischen Verkehrsflughafen ist unter Dach und Fach: Airport Kassel ist mit Beginn der kommenden Saison mit verschiedenen Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen beim Handball-Bundesligisten präsent.

Langfristiges Ziel als Partner

„In der Saison 2014/15 haben wir erstmalig den Kontakt mit unserem heimischen Flughafen aufgenommen. Doch damals hat sich aus unseren Bemühungen heraus leider keine Kooperation ergeben. Daraufhin wurde bekanntlich der Airport Paderborn/Lippstadt unser Partner. Umso mehr freuen wir uns nun, dass jetzt eine Zusammenarbeit zustande kommt und damit beide Seiten ihre regionale Verbundenheit und feste Verwurzelung in Nordhessen zum Ausdruck bringen“, erklärt Axel Geerken.

„Die konstruktiven Gespräche haben uns schnell von einer sich ergänzenden Partnerschaft überzeugt. Wir wünschen uns, dass diese neuen Zusammenarbeit auch in der Region als positives Signal wahrgenommen und die damit einhergehenden Marketingmaßnahmen unserem nordhessischen Flughafen weiteren Aufwind verleihen werden“, so MT-Marketingleiterin Christine Höhmann.

Lars Ernst, Geschäftsführer Flughafen GmbH Kassel: „Wir freuen uns sehr, dass wir erneut Gespräche mit der MT Melsungen führen und erfolgreich abschließen konnten. Gemeinsam sind wir jetzt startklar für die bevorstehende Spielsaison der Bundesliga und den bevorstehenden Sommerflugplan. Wir sind interessiert an einer nachhaltigen und langfristigen Zusammenarbeit und möchten so ein lebendiger Bestandteil der vielfältigen Region sein.“

Die Kooperation von Kassel Airport mit der MT sieht gemeinsame Aktionen und Projekte, die in die Region hinein wirken, ebenso vor, wie die Präsenz bei den Heimspielen des Bundesligisten in der Kasseler Rothenbach-Halle. Dazu gehören unter anderem LED-Bandenwerbung, Spots auf den Monitoren, Promotion- und Halbzeitaktionen für und mit den Fans sowie Aktivitäten im Bereich Social Media. Der Kooperationsvertrag ist vorerst für die Dauer einer Saison geschlossen, enthält aber eine Klausel der automatischen Verlängerung, so wie sie auch von beiden Seite angestrebt wird.

Ab Kassel Airport in den Sonnenurlaub

Nach der erfolgreichen Durchführung der Athen-Flüge in diesem Jahr starten sonnenhungrige Nordhessen ab Kassel ab dem 01.07.2017 nun weiter in den Sonnen-Urlaub: im Sommer geht es mit 13 wöchentliche Verbindungen nach Palma/Mallorca, Heraklion, Hurghada, Gran Canaria und Fuerteventura, im bevorstehenden Winter ab dem 01.11.2017 sechsmal die Woche nach Ägypten, Gran Canaria und Teneriffa – drei beliebte Ganzjahresziele. Abgerundet wird das Angebot ganzjährig durch einzelne Sonderreisen. Auf dem Foto (v.l.): Lars Ernst, Geschäftsführer Flughafen Kassel GmBH, MT-Marketingleiterin Christine Höhmann, Flughafen-Marketingleiterin Natascha Zemmin, MT-Vorstand Axel Geerken.

Island als Ziel von Germania ab Dresden – Bedarf an Piloten

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Germania fliegt ab sofort ab Dresden den isländischen Airport Reykjavík/Keflavík an. Für Passagiere eröffnet sich damit die Gelegenheit, den Urlaub abseits der klassischen Ziele zu verbringen. Island ist eine Alternative für Aktivurlauber, die moderate Temperaturen im Sommer bevorzugen. Germania verbindet die sächsische Landeshauptstadt mit Keflavík bis Oktober 2017 immer mittwochs und samstags, auch im Sommer 2018 wird die Verbindung von Germania geflogen. Für das Wachstum sucht die Fluggesellschaft zudem bald wieder Piloten.

Die Verbindung nach Reykjavík/Keflavík ist Teil eines insgesamt gewachsenen Flugprogramms ab Dresden. Im Vergleich zum Vorjahressommer sind die Flugbewegungen der Germania um 43 Prozent gestiegen. Infolgedessen hat sich die Airline mit dem grün-weißen Logo am Flughafen der sächsischen Landeshauptstadt räumlich und personell vergrößert. Ein neuer Crew-Raum wurde bezogen und technisch ausgerüstet, damit sich die inzwischen 56 Piloten und Flugbegleiter auf Flüge noch besser vorbereiten können. Zum Sommer 2018 wird die Germania Fluggesellschaft weitere Arbeitsplätze am Standort schaffen. Erste Stellen sollen ab Oktober 2017 ausgeschrieben werden.

Das erste Flugzeug nach Reykjavik/Keflavík hebt am heutigen Mittwoch um 21:35 Uhr vom Flughafen Dresden ab. Island entwickelt sich zu einem immer beliebteren Reiseziel. Mit seinen Fjorden, Geysiren, Vulkanen, dem Hochland sowie den endlos langen Sommertagen ist die Insel ein idealer Ort für Aktivurlauber, die auf ihrer Reise Natur entdecken wollen. Keflavík liegt 50 Kilometer westlich der isländischen Hauptstadt Reykjavík, die mit ihrem großen kulturellen Angebot ebenfalls ein attraktives Ziel ist. Auf Island herrscht ein ozeanisch kühles Klima, das der Insel angenehme Temperaturen im Sommer beschert.

Flüge von Dresden nach Reykjavik/Keflavík soll es one-way bereits ab 59 Euro inklusive Steuern und Gebühren und der gesetzlich vorgeschriebenen Luftverkehrsabgabe, geben.

Verfassungsgericht hebt Pistenverbot in Wien auf

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Der Verfassungsgerichtshof in Österreich hat die Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts gegen die vom Flughafen Wien-Schwechat geplante dritte Piste als verfassungswidrig aufgehoben. Das Bundesverwaltungsgericht hat vor allem den Klimaschutz und den Bodenverbrauch in einer verfassungswidrigen Weise in seine Interessensabwägung einbezogen, entschieden die Richterinnen und Richter mit Datum 29. Juni 2017. Die Rechtssache geht damit zurück an das BVwG, das eine neuerliche Entscheidung treffen muss. Das Bundesverwaltungsgericht habe in der angefochtenen Entscheidung die Rechtslage in mehrfacher Hinsicht grob verkannt.

Dieses gehäufte Verkennen der Rechtslage belaste die Entscheidung mit Willkür; es verletze die Parteien im Recht auf Gleichheit vor dem Gesetz. Der Verfassungsgerichtshof sieht Fehler vor allem bei der Auslegung der Staatszielbestimmung des umfassenden Umweltschutzes durch das Bundesverwaltungsgericht. Es ist zwar verfassungsrechtlich geboten, den Umweltschutz bei der Abwägung von Interessen für und gegen die Genehmigung eines Projekts einzubeziehen. Aber: Die im Gesetz genannten „sonstigen öffentlichen Interessen“, die bei der Abwägung gemäß Luftfahrtgesetz zu berücksichtigen sind, müssen aus dem Luftfahrtgesetz selbst ableitbar sein.

Und eine Erweiterung dieser Interessen findet durch die Staatszielbestimmung nicht statt – weder auf Klimaschutz noch auf Bodenverbrauch. Auch ist aus dem Bundesverfassungsgesetz über die Nachhaltigkeit kein absoluter Vorrang von Umweltschutzinteressen ableitbar. Das Verwaltungsgericht hat zudem die mit dem Projekt verbundenen Kohlendioxid-Emissionen fehlerhaft berechnet. Vereinfacht formuliert: Laut Feststellung eines gerichtlichen beeideten Sachverständigen wären nur die Emissionen einzurechnen, die während Start und Landung erfolgen („LTO-Emissionen“ – Landing and Take Off). Der Senat des BVwG hingegen hat in seiner Prognose für das Jahr 2025 Emissionen berücksichtigt, die während des gesamten Fluges anfallen („Cruise-Emissionen“).

Dazu kommt, dass sich das Verwaltungsgericht hinsichtlich der Auswirkungen der Emissionen fälschlich auch auf Rechtsgrundlagen und internationale Abkommen wie das Kyoto-Protokoll beruft, die es in diesem Fall nicht hätte heranziehen dürfen. Auch das Klimaschutzziel in der niederösterreichischen Landesverfassung darf für die Auslegung des Luftfahrtgesetzes nicht herangezogen werden, weil dieses Ziel nur für den Wirkungsbereich des Landes anzuwenden ist.

Das BVwG hatte am 02. Februar 2017 den Antrag der Flughafen Wien AG für die Errichtung und den Betrieb einer dritten Piste abgewiesen. Gegen diese Entscheidung erhob der Flughafen Beschwerde beim VfGH; auch das Land Niederösterreich hat sich im Zusammenhang mit der im Zuge des Projekts nötigen Verlegung einer Landesstraße an den VfGH gewandt.

Der Vorstand der Flughafen Wien begrüßt die Entscheidung des VfGH. „Das ist ein guter Tag für den Wirtschaftsstandort Österreich und den Flughafen Wien. Ein für die Zukunft so wichtiges Infrastrukturprojekt hat damit wieder eine Chance auf Realisierung. Unser Vertrauen in den österreichischen Rechtsstaat wurde voll bestärkt. Wir hoffen, dass das nun wieder zuständige Bundesverwaltungsgericht in der Sache zügig entscheidet.“, so Dr. Günther Ofner und Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG.

Iranische Qeshm Airlines steuert ab Tabriz Hamburg an

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Ab dem 14. Juli 2017 nimmt die iranische Fluggesellschaft Qeshm Airlines eine Verbindung zwischen Hamburg und Tabriz auf. Die iranische Stadt Tabriz ist ein komplett neues Ziel im Streckennetz von Hamburg Airport.

Für Tabriz ist die Hansestadt ebenso das erste europäische Ziel, das direkt bedient wird. Die Strecke zwischen Hamburg und Tabriz wird zweimal wöchentlich jeweils montags und freitags geflogen, zum Einsatz kommen Maschinen des Typs Airbus A319. „Die neue Verbindung zwischen Hamburg und Tabriz ist nicht nur eine weitere Bereicherung unseres Streckennetzes für unsere Passagiere, sondern bietet auch viel wirtschaftliches Potenzial für Hamburg und Norddeutschland“, sagt Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport. „Daher freuen wir uns über die Entscheidung von Qeshm Airlines, unsere Hansestadt ab Juli mit Tabriz zu verbinden. Wir sind uns sicher, dass der Start dieser Strecke der Beginn einer erfolgreichen Partnerschaft ist.“

Orientalische Kulturstadt Tabriz

Tabriz ist die Hauptstadt der iranischen Region Ost-Aserbaidschan und liegt im äußersten Nordwesten des Landes Nahe der türkischen Grenze. Mit über zwei Millionen Einwohnern ist Tabriz eines der größten kulturellen Zentren von Aserbaidschan im Iran und eine bedeutende Universitätsstadt des Landes.

Einst lag die Stadt an der berühmten Seidenstraße und stellte damit einen wichtigen Handelsknotenpunkt dar. In Europa berühmt wurde Tabriz durch die Herstellung von Teppichen. Tabriz-Teppiche gehören durch ihre feine Knüpfung und besonderen Mustern seit jeher zu den begehrtesten Orientteppichen. Hier findet sich eine weitere Verbindung zu Hamburg: Viele der in der Hansestadt ansässigen Orientteppich-Handelsunternehmen, die vor allem den Charakter der Speicherstadt prägen, stammen aus Tabriz oder beziehen ihre Teppiche aus der iranischen Stadt.

Auch darüber hinaus bietet Tabriz seinen Besuchern ein vielfältiges kulturelles Angebot: So gehört der Historische Basar seit 2010 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Er gilt als einer der größten überdachten Basare der Welt. Zu den bekanntesten Museen der Stadt gehören die Kabud-Moschee, auch Blaue Moschee genannt, sowie die Saheb-ol-Amr-Moschee. Ebenfalls beliebt bei Besuchern sind das Aserbaidschan-Museum und der El-Goli-Park.

Alte und neue wirtschaftliche Routen

Hohe wirtschaftliche Bedeutung durch Wiederbelebung alter Handelswege Auch über den touristischen und ethnischen Verkehr hinaus ist die neue Verbindung zwischen Hamburg und Tabriz wirtschaftlich bedeutsam, denn auch eröffnet sie für den Frachtverkehr von Norddeutschland in den Iran neue Möglichkeiten. Zudem trägt die neue Flugverbindung dazu bei, die ursprüngliche Seidenstraße – damals eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt – wiederzubeleben. Durch die Strecke nach Tabriz läge Hamburg am westlichen Ende dieses wichtigen, neu aufgenommenen Handelsweges, was der Hansestadt neue wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnen könnte.

DFS beginnt Ausbildung von Towerlotsen mit britischer Lizenz

Die Deutsche Flugsicherung starte an der Flugsicherungsakademie in Langen Anfang Juli ein international einmaliger Kurs: DFS beginnt mit der Ausbildung von Towerlotsen für den britischen Markt, die dann erstmals direkt eine von der britischen Aufsichtsbehörde anerkannte Lizenz erhalten werden. Bei der Ausbildung von Fluglotsen für ihr britisches Tochterunternehmen Air Navigation Solutions Ltd. (ANS) beschreitet die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH dabei neue Wege. Gemeinsam mit dem Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) und seinem britischen Pendant, der Civil Aviation Authority (CAA), hat sie eine Ausbildung für Towerlotsen im Vereinigten Königreich konzipiert, die unmittelbar von der CAA anerkannt wird.

Das bedeutet: Mit dem Zeugnis der erfolgreichen Teilnahme stellt die CAA eine UK-Studentenlizenz aus. Sie ermöglicht es den Studenten, an einem britischen Flughafen direkt in das so genannte Unit-Training einzusteigen – so bezeichnet man die praktische Ausbildung am künftigen Einsatzort. Damit kann die DFS als Trainingsanbieter nun direkt Schulungen für den britischen Markt anbieten, die als gleichwertig mit einer Ausbildung im Vereinigten Königreich anerkannt werden. Die DFS ist die erste Flugsicherungsorganisation in Europa, die eine solch grenzüberschreitende Ausbildung möglich macht.

Dienstleister für andere Länder

Bereits in der Vergangenheit hat die DFS Fluglotsen für andere europäische Länder ausgebildet, zum Beispiel für Kroatien. Allerdings ist dies das erste Mal, dass zwei nationale Aufsichtsbehörden mit einer Flugsicherungsorganisation zusammengearbeitet haben, um die Anerkennung der Ausbildung zu erleichtern. Gemeinsam mit dem BAF und der CAA hat die DFS in einem dreitägigen NSA Audit Anfang Mai die konkreten Ausbildungsinhalte für britische Lotsen überprüft. Vorangegangen war eine zweijährige Vorbereitungszeit.

„Mit den Lehrgängen, die in sehr guter Kooperation mit der deutschen und britischen Aufsichtsbehörde entstanden sind, haben wir ein neues Trainingsprodukt entwickelt, dass den sehr spezifischen Anforderungen der britischen Regularien entspricht. Wir sind in der glücklichen Lage, dass unsere britischen Kollegen an der Akademie ihre Kenntnisse einbringen konnten.“, sagt Otto Fischer, Leiter der Flugsicherungsakademie. „Für die DFS-Gruppe ist es wichtig, dass wir unsere Lotsen in eigener Verantwortung ausbilden und dabei nicht auf Dritte angewiesen sind.“

Weitere Kurse in Planung

Der erste Tower-Kurs startet am 03. Juli 2017 mit sechs Lotsenschülern. Nach Abschluss der institutionellen Ausbildung in Langen im kommenden März werden sie den praktischen Teil ihrer Ausbildung am Flughafen Edinburgh fortsetzen. An diesem Flughafen wird die DFS-Tochter ANS vom 01. April 2018 an für die Tower- und Anflugkontrolle zuständig sein. Darüber hinaus sind im Jahr 2018 drei weitere Kurse vorgesehen, ebenfalls mit jeweils sechs Teilnehmern. In ihnen werden Tower-Lotsen für den Flughafen Gatwick ausgebildet, der bereits seit dem Frühjahr 2016 unter Kontrolle der ANS ist. Weitere Kurse für das Jahr 2018 und die folgenden Jahre sind in Planung. Von 2019 an gibt es über den Bedarf der ANS hinaus noch freie Kapazitäten, die die DFS im Drittgeschäft vermarkten will.

„Durch die neue, im Vereinigten Königreich anerkannte Ausbildung kann die DFS nun nicht nur leichter Fluglotsen für ihre britische Tochter ANS bereitstellen. Sie ist damit auch zu einem attraktiven Trainingsanbieter für alle britischen Flughäfen geworden“, sagt Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFS. „Unser Ziel ist es, freie Ausbildungskapazitäten neben unserem Kerngeschäft im regulierten Bereich kommerziell zu vermarkten. Mit unserem qualitativ hochwertigen Ausbildungsangebot sehe ich dort gute Chancen.“

Beechcraft T-6C schreitet bei EASA-Zulassung voran

Der Luftfahrtkonzern Textron hat für die Beechcraft T-6C erst einmal die grundlegende Zulassung der EASA erhalten. Damit können die voraussichtlich zehn bestellten Flugzeuge des militärischen Trainingsflugzeuges, nach Zulassung in fertiger Konfiguration an die britische Militärfliegerschule (U.K. Ministry of Defence’s Military Flying Training System, UKMFTS) geliefert werden.

Die T-6C sollen nächstes Jahr geliefert werden, dazu kommen Vereinbarungen zum Support von Textron Aviation Defense. Die Beechcraft T-6C ist eine Weiterentwicklung der T-6A mit erneuerter Avionik, darunter Head-Up Display (HUD), Up-Front Control Panel (UFCP), drei farbige Multifunltionsdisplays (MFD), Hands-On Throttle and Stick (HOTAS) und Fähigkeiten zum Waffentraining für Luft-zu-Luft und Luft-zu-Boden. Weltweit haben die über 950 Flugzeuge der T-6 laut Hersteller über 3.000.000 Flugstunden akkumuliert.

„Heinrich Hertz“: Neuer Kleinsatellit kann in die Realisierung

Die deutsche Satellitenkommunikations-Mission „Heinrich Hertz“ erreicht nun ihre finale Phase. Mit der Größe eines Kleintransporters gehört „Heinrich Hertz“ zu den Kleinsatelliten und basiert auf dem Prinzip der so genannten SmallGEOs (Small Geostationary Satellite Orbit). Für die Bundeswehr wird unter anderem eine unabhängige Telekommunikationsnutzlast realisiert, welche die bestehenden Kapazitäten ergänzt.

Am 28. Juni 2017 unterzeichneten Dr. Gerd Gruppe, Vorstand für das Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Firma OHB System AG, den Vertrag über Herstellung, Test und Start des nationalen Satelliten. „Wenn die Mission „Heinrich Hertz“ im Jahr 2021 startet, wird sie den Grundstein legen für die Sicherung der Zukunft der Satellitenkommunikation“, betont Dr. Gruppe. „In Zeiten von Digitalisierung und Big Data müssen immer größere Datenvolumen schnell und zuverlässig transportiert werden können. Dies ermöglichen neuen Technologien, wie sie auf „Heinrich Hertz“ im Weltraum erprobt werden. Mit der Mission stellt Deutschland international seine Schlüsselkompetenzen in den Nutzlast- und Plattform-Technologien geostationärer Satelliten unter Beweis und sichert seine Systemfähigkeit in diesen Bereichen.“

Neue Techniken zum Test im Weltraum

Mit der Vertragsunterschrift beginnen nun die Festlegung des Detail-Designs, Herstellung und Testphase der Hard- und Software für das gesamte Satellitenkommunikationssystem – also für das Raum- und Bodensegment – sowie die Startvorbereitungen. Neben den neuen Technologien, die unter den extremen Bedingungen des Weltalls mit enormen Temperaturschwankungen, Schwerelosigkeit und Vakuum getestet werden sollen, trägt der Satellit rund 20 Experimente zur Kommunikations-, Antennen- und Satellitentechnik mit an Bord. Während der Satellit die Erde in einer Höhe von rund 36.000 Kilometern auf einer geostationären Umlaufbahn umkreist, werden diese an Bord des Satelliten autonom durchgeführt, deren Daten zur Erde gesendet und von den beteiligten Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen ausgewertet.

Das Bundesministerium der Verteidigung beabsichtigt, mit dem militärischen Missionsanteil Satellitenübertragungskapazitäten im Ku- und Ka-Frequenzband für eigene Kommunikationszwecke aufzubauen. Bisher kommerziell angemietete Ku-Band-Satellitenkapazitäten sollen ersetzt und neue Kapazitäten im Ka-Band geschaffen werden. Auf diese Weise soll ein Beitrag zur Deckung des stetig zunehmenden Bedarfs an Satellitenübertragungskapazitäten zur Führung und Unterstützung der Einsätze der Bundeswehr geleistet werden.

Verbesserung von Effizienz und Flexibilität

„Das neue Nutzlast-Konzept von „Heinrich Hertz“ wird es erstmals ermöglichen, flexibel auf die Anforderungen des Marktes reagieren zu können und damit zukunftsfähig zu sein“, sagt Heiko Ultes, Projektmanager Heinrich Hertz im DLR Raumfahrtmanagement. Bislang erfolgte die Konfiguration von Satelliten bereits auf der Erde. Nachträgliche Anpassungen an Marktentwicklungen während der Betriebszeit im All waren nicht möglich. Anders bei „Heinrich Hertz“: Mit Hilfe verschiedener, flexibler Technologien, wie kleiner On-Board-Rechner, kann der Satellit während seiner 15-jährigen Mission durch die Bodenstation laufend so umprogrammiert werden, dass er seine vorhandenen Signalressourcen effizient wechselnden Anforderungen anpassen kann. „Somit ist „Heinrich Hertz“ sein Leben lang ‚lernfähig'“, so Ultes.

Die Plattform SmallGEO dieser Kleinsatelliten ist modular aufgebaut und kann so flexibel und schnell realisiert werden. Auch sie ist „Made in Germany“, denn entwickelt wurde SmallGEO von der OHB System AG im Rahmes ARTES-Programms der Europäischen Weltraumorganisation ESA.

Ressort arbeiten zusammen

Auch bei der Realisierung des Projekts beschreitet Deutschland mit „Heinrich Hertz“ neue Wege: Die Mission wird ressortgemeinsam durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) durchgeführt. Dabei liegt die Federführung für das Gesamtprojekt beim BMWi. Gebaut, getestet und gestartet wird „Heinrich Hertz“ von der Firma OHB System AG in Bremen, die auch für die Entwicklung und Design des Satelliten verantwortlich war.

Die neuartigen Technologien und zugehörigen Kommunikations-Experimente stammen von mehr als 40 kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie wissenschaftlichen Instituten aus Deutschland. Die Projektplanung und -durchführung obliegt dem DLR Raumfahrtmanagement. Gefördert wird die Heinrich Hertz-Satellitenmission durch das DLR Raumfahrtmanagement mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und realisiert in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg).

Benannt wurde der Kommunikationssatellit nach dem deutschen Physiker Heinrich Rudolf Hertz. Geboren am 22. Februar 1857 in Hamburg widmete er seine Forschung vor allem der Analyse elektromagnetischer Wellen. Im Jahr 1886 gelang es ihm erstmalig, elektromagnetische Wellen im freien Raum von einem Sender zu einem Empfänger zu übertragen. Damit legte er den Grundstein für die moderne Kommunikations- und Medientechnik. Aufgrund seiner bahnbrechenden Forschungen wurde die Einheit der Frequenz nach ihm benannt – dabei entspricht eine Schwingung pro Sekunde einem Hertz.

Vertragsunterzeichnung zur Heinrich Hertz-Mission (im Bild): Dr. Gerd Gruppe, Vorstand für das DLR Raumfahrtmanagement (3. v. l.) und Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Firma OHB System AG (2. v. l.), im Beisein von Andreas Wolke, Bereichsleiter Zentrale Aufgaben des DLR Raumfahrtmanagements (rechts) und Andreas Lindenthal, Vorstandsmitglied OHB System AG (links) beim Vertrag über Herstellung, Test und Start der deutschen Satellitenkommunikations-Mission „Heinrich Hertz“.