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Airbus entgegnet Vorwürfen aus Österreich zum Eurofighter

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Airbus hat letzte Woche der Staatsanwaltschaft Wien eine Stellungnahme zu den vom österreichischen Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil erhobenen Täuschungsvorwürfen bei der Beschaffung von Eurofighter-Kampfflugzeugen im Jahr 2003 übergeben. Das Unternehmen (Airbus Defence and Space GmbH) weist darin die vom Minister in einer Konferenz am 16. Februar 2017 sowie in einer Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Wien erhobenen Vorwürfe zurück. Airbus kritisiert zunächst die höchst fragwürdige Vorgehensweise bei der Anzeigenerstattung und die begleitende vorverurteilende Informationspolitik des Verteidigungsministers als rechtswidrige Eingriffe in wirtschaftliche Grundrechte.

Die Vorwürfe des Verteidigungsministers, kombiniert mit millionenschweren Schadensersatzforderungen, wirken 16 Jahre nach der „Abfangjäger“-Ausschreibung und acht Jahre nach der letzten Auslieferung eines Eurofighter an den Haaren herbeigezogen und parteipolitisch motiviert.

Indizien parteipolitischer Motivation

Deshalb hatte der Verteidigungsminister auch davon abgesehen, Eurofighter mit den Vorwürfen direkt zu konfrontieren, bevor er das Unternehmen öffentlich an den Pranger gestellt hat. Dazu passt auch der Versuch, Verjährungsvorschriften auszuhebeln und mittels eines juristischen Konstrukts einer angeblich jahrelang fortgesetzten Täuschung die verfassungswidrige rückwirkende Geltung des Verbandsverantwortlichkeitsgesetzes von 2006 zu begründen.

Dies verstoße eklatant gegen europäische rechtsstaatliche Grundsätze und Verfassungsprinzipien, erläuterte Airbus-Chefanwalt Dr. Peter Kleinschmidt. Denn Amtsträger müssen bei ihrer Informationstätigkeit die Grundsätze der Objektivität, der Wahrhaftigkeit und Sachlichkeit beachten, insbesondere dann, wenn – wie hier – der Staat vermeintliches Opfer, Ankläger und Richter ist. Dem Verteidigungsminister gehe es hier nur darum, eine Drohkulisse aufzubauen, um ein zivilrechtliches Entgegenkommen zu bewirken, was auf ordentlichem Rechtswege nicht erreichbar wäre.

Konkret hatte der Verteidigungsminister zwei Vorwürfe geäußert: der Lieferant Eurofighter Jagdflugzeug GmbH sei bei Vertragsschluss im Jahr 2003 „weder in der Lage noch willens“ gewesen, die vereinbarten Flugzeuge zu liefern. Ferner seien Kosten für die von Eurofighter zu vermittelnden Gegengeschäfte in einem Angebot aus dem Jahr 2002 nicht gesondert ausgewiesen worden. Hierin beklagt der Verteidigungsminister eine Täuschung, was der Hersteller als konstruiert und juristisch substanzlos bezeichnet.

  1. Die Flugzeuge wurden vertragsgemäß geliefert. Der Vertrag erlaubte es dem Lieferanten von Anfang an, entweder Flugzeuge aus der zeitlich früheren Produktion, sogenannte Tranche 1 (mit definierter Nachrüstpflicht), oder aus einer zeitlich späteren Produktion (sogenannte Tranche 2) zu liefern. Die Produktionstranchen wurden, wie allen Beteiligten bekannt, von den sogenannten „Eurofighter-Core-Nations“ (Großbritannien, Deutschland, Italien, Spanien) festgelegt, die das Eurofighter-Programm mit einem Milliardenaufwand entwickelt hatten. Sowohl Lieferfähigkeit als natürlich auch Lieferwilligkeit waren durchgängig gegeben. Nach einer im Jahr 2007 auf Wunsch der Republik Österreich vereinbarten Stückzahlreduzierung von 18 auf 15 Flugzeuge der Tranche 1 begann die Auslieferung. Sie wurde 2009 vereinbarungsgemäß abgeschlossen. Es ist daher völlig abstrus zu behaupten, dass der Hersteller Europas modernstes Kampfflugzeug seinem ersten Exportkunden nicht hätte ausliefern wollen. Es ist ja gerade das Geschäftsmodell der Eurofighter Jagdflugzeug GmbH, Eurofighter-Flugzeuge an den Mann zu bringen.
  2. Über den Gesamtpreis hinausgehende Kosten für Gegengeschäfte – und allein darauf bezieht sich Punkt 40 der Angebotseinholung – gab es nicht und sie konnten daher auch nicht ausgewiesen werden. Im Übrigen wusste jedermann, dass Gegengeschäfte betrieblichen Aufwand erfordern, der im Gesamtpreis enthalten sein musste. Die österreichische Regierung hat auch zu keinem Zeitpunkt im langen Verlauf des Vergabeverfahrens nach Gegengeschäftskosten ausdrücklich gefragt. Schon das spricht für sich. Die Offset-Kosten waren nämlich überhaupt nicht zuschlagsrelevant und konnten daher nicht in die Angebotsbewertung einfließen.

Eurofighter als klar besseres Flugzeug

Eurofighter hatte die damalige Ausschreibung technisch/kommerziell klar gewonnen und war als Bestbieter (einschließlich des Kaufpreises) identifiziert worden. Bestätigt hat dies zuletzt nochmals der damalige Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel. Im Juni 2017 gab er im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss in Wien zu Protokoll, dass der Eurofighter bei der Bieterentscheidung um „Lichtjahre“ besser gewesen sei als das schwedische Konkurrenzprodukt.

„Bei den Musskriterien war der Eurofighter vorne und bei den Sollkriterien war er um Längen vorn. Es ist also völlig falsch zu glauben, dass das zwei Flugzeugtypen sind, die auf einigermaßen gleicher Augenhöhe operieren können […] Die Gegengeschäfte waren natürlich hoch interessant, aber sie waren nicht entscheidend für die Beschlussfassung, die ausschließlich auf die militärische Qualität des Flugzeuges und natürlich auch auf den vernünftigen Preis abgestellt hat“, betonte Dr. Schüssel.

Airbus geht heute davon aus, dass mit dem eingereichten Volumen aus dem Gegengeschäftsvertrag die vereinbarte Verpflichtung gegenüber der Republik Österreich mehr als erfüllt wurde, so wie dies auch der Vertreter des für die Gegengeschäfte verantwortlichen Wirtschaftsministeriums vor dem Untersuchungsausschuss des Nationalrates bestätigt hat.1

Das Beschaffen von Gegengeschäften sei ausschließlich auf Verlangen der Republik Österreich erfolgt, so Airbus. Diese Gegengeschäfte hätten zu einer dauerhaften und erfolgreichen Einbeziehung österreichischer Unternehmen in die Wachstumsbranche Luftfahrt beigetragen und wirken langfristig weiter. Als ein Beispiel von vielen hat die österreichische FACC jüngst einen Geschäftsabschluss mit Airbus in Höhe von mehr als 500 Mio. Euro als Technologiepartner bei der neuen A320 „Airspace“ Kabine gemeldet.

Zeitleiste des EF-Typenentscheids

2002

  • Lockheed Martin scheidet wegen Nichterfüllung zweier „Muss“-Kriterien aus
  • Endbericht der vom BMLVS eingesetzten Bewertungskommission entscheidet zu Gunsten des Eurofighter-Kampfflugzeugs
  • Offizieller Typenentscheid zu Eurofighter durch Ministerratsbeschluss

2003

  • Nationale Sicherheitsrat empfiehlt den Kauf der EF-Maschinen (zwischenzeitlich wurde die Stückzahl von 24 auf 18 reduziert)
  • Unterzeichnung des Kaufvertrages für die EF

2005

  • Mitteilung der Eurofighter GmbH gemäß Punkt 2.5, Teil B, des Vertrags, zunächst sechs Flugzeuge der älteren Konfiguration Tranche 1/Block 5 zu liefern und diese später auf eigene Kosten auf die Konfiguration Tranche 2/Block 8 umzurüsten

2007

  • Stückzahlreduktion von 18 auf 15 EF-Maschinen.

Juli 2007 bis September 2009

  • Auslieferung der 15 Flugzeuge an Österreich 

Offset-Verpflichtungen zwischen EF GmbH und der Republik Österreich

  • Offset-Volumen: 204 Prozent (rund vire Mrd. Euro); zu erfüllen über 15 Jahre (2003-2018);
  • Nach Reduktion der EF von 18 auf 15 sank das Offset-Volumen auf 3,5 Mrd. Euro.
  • Laut österreichischem Wirtschaftsministerium betrug der Anrechnungsstand für die Periode 2003-2010 zirka 3,3 Mrd. Euro. Dies entsprach 1.376 Geschäften mit 280 Firmen in Österreich.
  • Die eingegangenen Verpflichtungen seien heute laut Airbus praktisch übererfüllt, so Airbus.

Daten und Fakten zum Kampfflugzeug Eurofighter

Eurofighter ist das größte militärisches Rüstungsprojekt/Kooperationsprojekt in Europa. Es sichert über 100.000 Stellen in mehr als 400 Unternehmen. Derzeit sind 599 Flugzeuge für acht Nationen unter Vertrag. Der Eurofighter wird von fünf europäischen Nationen geflogen und ist somit das vorherrschende Kampfflugzeug in Europa. Die Flotte der Eurofighter hat schon über 400.000 Flugstunden absolviert und ist das sicherste moderne Kampfflugzeug weltweit (gemessen an Incidents pro 100.000 Flugstunden). Der Eurofighter zeigt eine hohe Verfügbarkeit im operationellen Fronteinsatz von über 80 Prozent.

[1] Am 11. Juli 2017 zitierte Der Standard Aussagen von Friedrich Machinek, dem zuständigen Sachbearbeiter im österreichischen Wirtschaftsministerium, der vor dem diesjährigen Untersuchungsausschuss betont hat, dass man bei den Eurofighter-Gegengeschäften „auf alle Fälle über vier Milliarden“ Euro sei.

„Crazy Sunday“ 2017 einmal märchenhaft

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Zum letzten Mal in diesem Jahr lädt der Flughafen Köln Bonn zum bunten Familienfest in der Reihe „Crazy Sunday“ ein. Am 08. Oktober ist der Airport dazu fest in der Hand von Zwergen und Prinzessinnen: Unter dem Motto „Märchen Feeling“ gibt es von 11:00 bis 16:00 Uhr auf der Besucherterrasse und in den Terminals abwechslungsreiche Mitmach-Aktionen für die ganze Familie. In zauberhafte Welten entführen die Aktionen auf der Besucherterrasse: Mit einer Eisenbahn fahren Kinder hier rund um eine Märchenlandschaft. An der Fotostation gibt es ein Andenken für Zuhause: Wer will, kann sich hier mit einem Einhornmodell fotografieren lassen

Spannend wird es, wenn der Zauberer Markus Poétes vors Publikum tritt. Beim Auftritt des Mitmach-Künstlers „Herr H“ können Kinder selber mitmachen. Wer dabei Hunger bekommt, stärkt sich mit Spezialitäten vom Grill oder mit etwas Süßem am Marktstand an der Candy Bar und mit Waffeln am Stiel. Für musikalische Unterhaltung sorgt an diesem Sonntag die Live-Band „Meyles & More“.

Märchenhaftes und Reisegeld

Im Laufe des Tages ist Daumendrücken bei den Teilnehmern des bewährten Gewinnspiels angesagt,denn es werden zwei Fluggutscheine von Eurowings im Wert von je 100 Euro verlost. Auch in den Terminals geht es märchenhaft zu. In Terminal 1, Bereich B, können Kinder ihren eigenen Zauber- oder Feenstab basteln. Direkt gegenüber verzaubert ein Märchenerzähler das Publikum mit Märchen aus aller Welt oder Werken der Gebrüder Grimm. Vielseitige Angebote sind in Restaurants, Shops und Reisebüros zu entdecken.

Um märchenhafte Optik geht es währenddessen in Terminal 2/Abflug: Hier befindet sich eine Kinder-Styling-Lounge, in der sich kleine Besucher schminken und die Haare frisieren lassen können. In der Wartezeit werden an der Bastel-Station Prinzen- und Prinzessinnen-Kronen angefertigt. Mit etwas Glück wird dann auch noch der Restaurantbesuch zum Schnäppchen: Wer mit seiner Restaurant-Rechnung am Gewinnspiel „Sie essen – wir zahlen“ teilnimmt, hat die Chance, diese vom Flughafen erstattet zu bekommen.

Kostenlos Flughafen erkunden

Der Airport-Besucherdienst bietet auch an diesem Sonntag nach Anmeldung im Terminal 1, Bereich B (Personalausweis mitbringen) wieder kostenlose Führungen über das Gelände an (die Platzanzahl ist begrenzt). Besucher, die angesichts des nahenden Herbstes nochmal das Fernweh packt und die noch am Flughafen ihren nächsten Urlaub buchen wollen, finden dafür im Terminal 2 im Reisemarkt viele attraktive Reise-Angebote. Die ersten 200 Veranstaltungsbesucher, die eine Reise ab Köln/Bonn buchen, dürfen ihr Auto während der Urlaubsreise bis zu 2 Wochen kostenlos im Parkhaus 2 abstellen.

Für Gäste der Veranstaltung ist das Parken wie immer sonntags besonders günstig: Für Ein- und Ausfahrten zwischen 08:00 und 20:00 Uhr bezahlen sie im Parkhaus 2 und 3 lediglich den Tarif von drei Euro.

LHT half beim Zerlegen der „Landshut“

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Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes hat ein Team der Lufthansa Technik AG seit Ende August die ehemalige Lufthansa Boeing 737-200 D-ABCE „Landshut“ im brasilianischen Fortaleza fachmännisch zerlegt und für den Transport vorbereitet. Am 22. August begann ein fünfzehnköpfiges Expertenteam der Lufthansa Technik mit den Arbeiten.

Am Wochenende traf das Flugzeug dann „per Luftpost“ im Bauch einer Antonov An 124 sowie einer Ilyushin IL-76 in seiner künftigen Heimat in Friedrichshafen am Bodensee ein. Dort wird es im Dornier Museum seine künftige Heimat finden und der Öffentlichkeit als Teil der Deutschen Geschichte zugänglich gemacht.  Große Schritte waren dabei zunächst die Demontage der Triebwerke. Es folgten Höhen- und Seitenleitwerke.

Spezialisten und hoher Besuch

Nachdem das Flugzeug aufgebockt wurde, konnten auch die Fahrwerke entfernt werden. Der letzte aber auch aufwändigste Schritt der Demontage begann am 13. September mit der Trennung der linken Tragfläche vom Rumpf. Parallel liefen zu diesem Zeitpunkt bereits die Transportvorbereitungen. Immer wieder wurde das Projektteam von Medien begleitet und erhielt hochrangige Besuche des Diplomatischen und Konsularischen Corps.

Am 13. Oktober 1977 entführten vier palästinensische Terroristen die Boeing 737-200 D-ABCE „Landshut während des so genannten „Deutschen Herbstes“. Am 18. Oktober 1977 wurde die Entführung erfolgreich durch die GSG-9 in Mogadischu beendet. Das Flugzeug flog bis 1985 für die Lufthansa und wurde dann in die USA verkauft. Nach zahlreichen weiteren Besitzern wurde es im Jahr 2008 in Fortaleza endgültig aus dem Betrieb genommen und stand seitdem am Rande des Flughafens.

Nieten lösen bei 50 °C

„4.000 spannende, herausfordernde aber auch faszinierende Arbeitsstunden liegen hinter uns. Bei über 50 Grad Innenraumtemperatur stundenlang in der Tragfläche kopfüber Nietverbindungen zu lösen, ist nicht für jeden ein Traumjob. Aber wir haben alle die nötige Motivation dafür. Die Chance, so einen Job zu übernehmen, bekommt man nicht zweimal im Leben“, beschreibt Martin Brandes die Begeisterung des Teams.

Man habe im Umfeld einer einmaligen Kombination aus luftfahrttechnischer Perfektion, totaler Improvisation und brasilianischem Humor gearbeitet, beschrieb Projekt-Koordinatorin Lisa Hafemann die Herausforderungen ihrer Arbeiten vor Ort. In jeder freien Minute legte die ausgebildete Fluggerätmechanikerin selbst Hand an und unterstützte bei der Demontage. Die Motivation, am Flugzeug arbeiten zu können, verlasse einen schließlich nie, so Hafemann.

Unterstützung gab es von der gesamten Lufthansa Group – so beispielsweise beim Transport des umfangreichen Equipments durch die Lufthansa Cargo, aber auch von LSG Sky Chefs. Lufthansa Technik Logistik Services organisierte Transport und Versand. Auch Condor half unbürokratisch bei der Abwicklung von Transporten. „Bei einem solchen Projekt für uns eine Selbstverständlichkeit“, sagt Johannes Winter, Leiter Unternehmenskommunikation der Thomas Cook Group Airlines.

Renaturierung am Flughafen Zürich: Ausbau und Erholung

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Eine Umlegung und Revitalisierung der Glatt auf der Westseite des Flughafens Zürich im Gebiet zwischen Bäuler (Rümlang) und Oberglatt soll der Aufwertung eines beliebten Naherholungsraums dienen. Mit dem Projekt soll insbesondere die vom Kanton angestrebte Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Qualität der Fliessgewässer erreicht werden. Darüber hinaus handelt es sich um ein wichtiges Puzzleteil für die Entwicklungsfähigkeit des Flughafens. Unter der Leitung des Kantons Zürich wurde zwischen Juli 2012 und Juli 2014 das Konzept „Landschaftsentwicklung Glattraum Rümlang / Oberglatt“ (kurz: LEK) unter Einbezug der verschiedenen Anspruchsgruppen erarbeitet. Die Bearbeitung des LEK wurde vom Kanton Zürich aufgrund des damals noch bestehenden Widerspruchs zwischen Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) und kantonalem Richtplan sistiert.

Vor diesem Hintergrund wurden die Rückmeldungen der Beteiligten zum LEK nicht weiterbearbeitet, jedoch dokumentiert.

Planungssicherheit schaffen

Mit Zustimmung und unter Beteiligung des Kantons Zürich hat die Flughafenbetreiberin die Planungsarbeiten für die Glattrevitalisierung wiederaufgenommen. Das Ziel besteht darin, ein genehmigungsfähiges Projekt auszuarbeiten. Dieses soll im und um den neuen Glattraum Planungssicherheit für alle Beteiligten schaffen und die vom Kanton angestrebte Verbesserung des Hochwasserschutzes sowie der Qualität der Fliessgewässer gewährleisten.

Darüber hinaus ist das Projekt ein wichtiges Puzzleteil für die Entwicklungsfähigkeit des Flughafens Zürich. So soll innerhalb des Flughafen-Perimeters Platz für wichtige, im Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) vorgesehene Bauvorhaben entstehen. Die Revitalisierung des Glattraums ermöglicht zudem die Kompensation von Ökoflächen, die für die Realisierung verschiedener, ebenfalls im SIL vorgesehener Projekte benötigt wird.

Auftaktveranstaltung: Information und Ablauf

Im Zuge der Projekterarbeitung wurde auch der Beteiligungsprozess zur Glattrevitalisierung wiederaufgenommen. Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung haben die Flughafenbetreiberin sowie die von Seiten Kanton Zürich involvierten Ämter heute gemeinsam über den aktuellen Stand des Projekts informiert und das weitere Vorgehen im Beteiligungsprozess erläutert. Anwesend waren nebst Fachleuten der Flughafen Zürich AG und des Kantons Zürich die Vertreter der betroffenen Gemeinden, Landeigentümer, Bewirtschafter, verschiedene Naturschutzvereine sowie weitere Interessengruppen.

Satellitennavigation verdrängt Drehfunkfeuer

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Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat ein umfassendes Innovationsprogramm zur Optimierung und Modernisierung von Luftraum und Navigationsinfrastruktur in Deutschland gestartet. Das Erneuerungsprogramm ermöglicht den dynamischen Übergang von der primär konventionellen bodengebundenen zur modernen Flächennavigation. Bis zum Jahr 2029 werden die Flugverfahren an mehr als 60 deutschen Flugplätzen schrittweise auf präzisere Flächennavigationsverfahren unter Einbeziehung von Satellitennavigation umgestellt. Die neuen, hochpräzisen Navigationsverfahren ermöglichen mehr Genauigkeit bei An- und Abflugverfahren und erlauben eine flexiblere Flugroutengestaltung zur Verbesserung des Verkehrsflusses. Damit soll den steigenden Anforderungen an die Verkehrskapazität im Luftraum Rechnung getragen werden.

Mit der Nutzung der modernen Flächennavigationsverfahren leistet die DFS einen aktiven Beitrag für mehr Effizienz, Umwelt- und Klimaschutz und trägt zur Stärkung des Luftverkehrsstandortes Deutschland bei. Grundlage für die Einführung der sogenannten Flächennavigation ist das Konzept der auf spezifischen Leistungsparametern der Flugzeuge basierenden Navigation (Performance Based Navigation) der internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO aus dem Jahr 2012 sowie die Ankündigung der EU-Kommission zur Umsetzung dieser Navigationsverfahren für den europäischen Luftraum.

Ausrüstung der Flugzeuge entscheidend

Die DFS hatte bereits im Vorgriff auf die EU-Vorgabe mit den planerischen Vorarbeiten zur Einführung der Flächennavigation begonnen und kann bereits jetzt im An- und Abflugbereich den Wechsel von konventionellen bodengebundenen Flugverfahren auf moderne Präzisions-Flächennavigationsverfahren einleiten. Eine frühere Umsetzung war bislang nicht möglich, weil die Ausstattung der in Deutschland eingesetzten Luftfahrzeuge mit den dafür erforderlichen Navigationsausrüstungen nicht ausreichend war. Mittlerweile sind rund 95 Prozent der Luftfahrzeuge mit entsprechenden modernen Navigationssystemen ausgestattet. Für die etwa fünf Prozent der noch nicht entsprechend ausgerüsteten Flugzeuge bietet die DFS weiterhin Lösungen auf konventioneller Basis an.

Der Übergang von der konventionellen Navigationsinfrastruktur zur Flächennavigation soll im Rahmen des DFS-Konzepts an allen 60 deutschen IFR-Flugplätzen in mehreren Stufen bis 2029 bundesweit abgeschlossen sein. Dazu müssen rund 2.800 An- und Abflugverfahren neu konstruiert werden. Ferner ist eine Anpassung der Luftraumstruktur erforderlich. Der deutsche Luftraum wird dazu in sieben Cluster eingeteilt, die Flughäfen beinhalten, die sich in räumlicher Nähe zueinander befinden und Abhängigkeiten aufweisen. Die zeitliche Reihenfolge zur Umsetzung der Cluster orientiert sich an flugsicherungsbetrieblichen Notwendigkeiten wie anstehende Verfahrensanpassungen sowie altersbedingte Erneuerung konventioneller Navigationsanlagen Ukw-Drehfunkfeuer (VOR).

Kein Aus für Drehfunkfeuer VOR

Der Start zur Einführung des innovativen, erstmals in Deutschland genutzten Verfahrens für den An- und Abflug erfolgt nach einem umfangreichen Prüfprozess Ende 2020 in Norddeutschland im Cluster Elbe/Weser. Zu diesem Zeitpunkt entfällt auch die betriebliche Nutzung des Drehfunkfeuers Michaelsdorf in Schleswig-Holstein, das dann abgebaut werden kann. Der Aufbau neuer bodengebundener Flugsicherungsanlagen im Bereich Elbe/Weser ist nicht mehr erforderlich. Die frei werdenden Flächen stehen dann für andere Verwendungen zur Verfügung. Drehfunkfeuer bleiben an einigen Standorten Deutschland jedoch weiter unabdingbar. Insgesamt stehen nach den derzeitigen Planungen von den aktuell 58 Ukw-Drehfunkfeuern in Deutschland acht ältere Anlagen zur Disposition.

Mit der Einführung der Präzisions-Flächennavigation im An- und Abflug erreiche man bei einem gleichbleibenden Sicherheitsniveau zusätzliche Streckenkapazität im Luftraum. Laut Gesamtkonzept soll dabei exakter und zugleich flexibler geflogen werden können. Das bringt auch Vorteile bei Effizienz sowie für Umweltschutz. Genaueres Fliegen heißt lärmärmeres Fliegen, die Verringerung von Drehfunkfeuern bedeutet Klimaschutz durch kürzere Routenführung, die Treibstoffersparnisse ermöglichen, so die Deutsche Flugsicherung.

Flughafen Wien zeigt Besuchern den Betrieb multimedial

Luftfahrtinteressierte, sowie Kinder und Familien erwartet in Kürze ein neues Besucherangebot am Flughafen Wien: Der international bekannte Kinderbuchautor und TV-Star Thomas Brezina entwickelt gemeinsam mit dem Flughafen Wien einen neuen Erlebnisraum rund um die Luftfahrt. In multimedialen Installationen erleben die Besucher Starts und Landungen aus der Cockpit-Perspektive.

Man kann aber auch den Weg eines Gepäckstücks erfahren und den Airport aus der virtuellen Sicht eines Fluglotsen am Tower betrachten. Der rege Dauerbetrieb des Flughafens wird in einer spektakulären 24-Stunden Installation spürbar. Eröffnet wird die neue Besucherwelt am 05. Oktober 2017 um 10:00 Uhr mit einem umfangreichen und kostenlosen Besucherprogramm. Ein Meet & Greet mit Thomas Brezina, Busrundfahrten über das Flughafen-Vorfeld, die Aussichtsplattform und ein Besuch im neuen Erlebnisraum am Flughafen Wien: All das erwartet Besucherinnen und Besucher kostenlos am Donnerstag, den 05. Oktober 2017 bei der Eröffnung der neuen Besucherwelt am Flughafen Wien.

Die erste Tour durch die neue Besucherwelt startet um 10:00 Uhr mit einer Busrundfahrt über das Flughafen-Vorfeld und einem anschließenden Besuch im neuen Erlebnisraum inklusive Meet & Greet mit Thomas Brezina. Weitere Erlebnistouren finden um 12:00, 13:00 15:30 und 16:30 Uhr statt, jeweils mit anschließender Erkundung des neuen Erlebnisraumes. Für die Teilnahme ist eine Voranmeldung erforderlich.

Multimedialer Erlebnisraum rund um Luftfahrt

Konzipiert und gestaltet wird der neue Erlebnisraum von der Tom Storyteller GmbH, dem Unternehmen des erfolgreichen Kinderbuchautors und TV-Stars Thomas Brezina. Auf über 600 m² werden mit modernster Technik multimediale Ausstellungselemente geschaffen, die kleine und große Gäste gleichermaßen begeistern sollen. So können Besucherinnen und Besucher in einem überdimensionalen Flugzeug-Cockpit virtuell Starts und Landungen aus der Pilotenperspektive erleben.

Wie der Airport aus Sicht des Fluglotsen aussieht und wie die Flugsicherheit funktioniert, erfahren die Gäste in einer Nachbildung des 109 Meter hohen Towers am Flughafen. Was mit dem Koffer nach dem Check-in passiert, erfährt man im Zuge einer multimedialen Installation rund um die komplexe Gepäckssortieranlage. In einer spektakulären 24-Stunden Installation wird der rege Dauerbetrieb am Flughafen Wien deutlich spürbar. Im Foyer der Besucherterrasse gibt es im Rahmen der Besucherwelt Interessantes zum Thema Umwelt, Feuerwehr und zur Geschichte des Flughafen Wien zu erfahren.

90.000 Luftfahrtinteressierte 2016

Über 90.000 Luftfahrtinteressierte haben im Jahr 2016 das Besucherangebot des Flughafen Wien genutzt. Im Rahmen der Erlebnistour erkunden die Besucher mit einem hochmodernen klimatisierten Stockautobus das Flughafen-Vorfeld und erfahren dabei einen umfassenden Blick hinter die Kulissen des täglichen Flughafen-Betriebs.

Man ist bei der Feuerwache und dem General Aviation Center ebenso hautnah dabei, wie bei der Landung des weltgrößten Passagierflugzeuges, dem Airbus A380. Ebenfalls spektakulär ist die Besucherterrasse: Eine 1.800 m² Aussichtsplattform auf beiden Seiten des Terminal 3 bietet einen uneingeschränkten und weitreichenden Ausblick auf das Geschehen am Flughafen-Vorfeld, den täglichen Abfertigungsbetrieb und Starts und Landungen der Flugzeuge.

Heinz Lachinger verlässt Austrian Airlines

Der langjährige Finanzchef und Mitglied des erweiterten Vorstands der Austrian Airlines, Heinz Lachinger (50), wird das Unternehmen per Ende März 2018 auf eigenem Wunsch und im besten Einvernehmen verlassen. Die Suche nach einem Nachfolger / einer Nachfolgerin wird bereits jetzt gestartet, um einen möglichst geordneten Übergang zu ermöglichen. Heinz Lachinger startete seine berufliche Karriere 1987 im Kapitalanlage-Bereich der ehemaligen Creditanstalt (heute Unicredit Bank Austria). 1988 wechselte er in den Bereich „Betriebswirtschaft“ der Austrian Airlines. Parallel zu seiner Tätigkeit bei Austrian schloss er 1999 sein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität in Hagen ab. 2007 absolvierte er ein MBA für Controlling & Finance an der Executive Academy der Wirtschaftsuniversität Wien.

Heinz Lachinger hat im Unternehmen 30 Jahre mitgewirkt und Wesentliches dazu beigetragen, die Fluggesellschaft von einem Staatsbetrieb in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten zu einem privaten, gewinnorientierten Unternehmen zu machen. Dass die Austrian Airlines heuer das fünfte Jahr in Folge in den schwarzen Zahlen sein wird, ist stark mit dem CFO verknüpft. Das Unternehmen bedauere daher seine Entscheidung außerordentlich. Mit Lachinger verliere das Unternehmen nicht nur einen exzellenten Finanzchef und Topmanager, sondern auch einen Menschen, der das Herz am rechten Fleck habe, so Kay Kratky, CEO der Austrian Airlines.

Versiert in Controlling & Sales

1997 übernahm der Wiener Lachinger seine erste Führungsaufgabe als im Bereich Controlling & Sales Support für den Vertrieb Österreich. 1999 wurde unter seiner Verantwortung das Pünktlichkeitsmanagement aufgebaut. Noch im gleichen Jahr wurde er mit der Leitung der Bereiche Controlling, Einsatzplanung und langfristige Ressourcenplanung für die Cabin Services betraut. 2001 übernahm Lachinger die Verantwortung für das Konzerncontrolling. 2002 wurde er mit der Funktion des Vice Presidents für Controlling & Accounting betraut. Ab 2008 zeichnete Lachinger zusätzlich für die Bereiche Procurement, Treasury, Asset Management, Versicherungen, Beteiligungsverwaltung und Risikomanagement verantwortlich.

Seit Januar 2010 gehört er als Chief Financial Officer (CFO) dem erweiterten Vorstand an. 2013 war Lachinger auch interimistischer Leiter von HR/Human Resources. Unter seiner Führung konnte 2013 ein neuer Boden-Kollektivvertrag abgeschlossen werden. Neben diversen anderen Funktionen war Lachinger ab 2009 Mitglied des Aufsichtsrates der Tyrolean Airways und zwischen 2012 bis 2015 ihr Aufsichtsratsvorsitzender.

International Astronautical Congress IAC in Adelaide mit OHB

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Vorstände und Experten aus allen Unternehmen des Bremer Luft- und Raumfahrtkonzerns OHB SE reisen zum International Astronautical Congress IAC nach Adelaide/Australien, bei dem neben Raumfahrtagenturen und Raumfahrtindustrie auch die Wissenschaft stark vertreten ist. Die Veranstalter haben mehr als 20 Fachvorträge von Vertretern der OHB-SE-Tochterunternehmen OHB System AG, MT Aerospace AG und Antwerp Space angenommen. Sie decken die breite Expertise der OHB als Hochtechnologieunternehmen ab und geben in ihren Vorträgen Einblicke in Arbeiten an aktuellen Projekten: Aktivitäten für die künftige Trägerrakete Ariane 6, die Weiterentwicklung der Satellitenplattform SmallGEO, Lösungen zum Thema Weltraumschrott, wissenschaftliche Missionen zur Erforschung des Weltraums oder von Mond und Mars sowie in der Grundlagenphysik.

Künftige Erdbeobachtungssysteme und neue Ansätze im Bereich Telekommunikation, Navigation und Services richten den Blick nach vorn. Der International Astronautical Congress hat sich mit rund 4.000 Teilnehmern zum größten, jährlich stattfindenden Raumfahrtkongress entwickelt. Der mittlerweile 68. IAC-Kongress wird vom 25. bis 29. September 2017 im australischen Adelaide ausgerichtet.

Raumfahrer-Chefs aus aller Welt – 2018 in Bremen

Auch New Space wird in Adelaide ein großes Thema sein. Da OHB schon New Space Projekte realisiert hat, als dieser Begriff noch nicht erfunden war, sehen sich die Bremer hier gut aufgestellt. Neben dem umfangreichen Konferenzprogramm bietet der IAC mit thematischen Schwerpunkten wie den Auftritten verschiedener Raumfahrtagenturchefs, einem Astronauten-Tag, einem Industrie-Tag sowie einem Ausstellungsbereich ein abwechslungsreiches Programm. OHB ist auch dieses Jahr wieder auf dem Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung Bremen vertreten.

Nächstes Jahr kommt der IAC nach Bremen, der „City of Space“, und wird im Auftrag des Landes Bremen vom Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen organisiert und durchgeführt werden. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Bremer Hochtechnologiekonzern OHB SE, MT Aerospace, Airbus Defence and Space und ArianeGroup werden beim IAC 2018 gemeinsam mit dem ZARM und dem Land Bremen als „Team Germany“ die große Bedeutung der Raumfahrt für den Wirtschaftsstandort Bremen und für Deutschland präsentieren.

3.000.000 Passagere am Flughafen Nürnberg erreicht

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Meilenstein in der Verkehrsentwicklung am Airport Nürnberg. Am Flughafen Frankens wurde nun die 3.000.000-Grenze beim Passagieraufkommen erreicht. Der Glückwunsch ging an Ulrike Thurner, die mit Vueling nach Barcelona flog.

Die Nürnbergerin durfte sich am Montag, 18. September über einen Einkaufsgutschein für den Duty free Shop freuen, den sie bei ihrer Rückkehr einlösen kann. Insgesamt erwartet der Albrecht Dürer Airport Nürnberg 4,2 Millionen Fluggäste im Jahr 2017.

Stuttgart Airport verbessert CO2-Bilanz

Die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) hat ihre CO2-Bilanz zum Vorjahr weiter verbessert. Seit diesem Jahr lässt der Landesflughafen seine Leistung beim Klimaschutz durch die Airport Carbon Accreditation (ACA), ein Programm des internationalen Dachverbands der Verkehrsflughäfen ACI, auch extern prüfen und bewerten.

Weil die FSG mit ihrem fairport-Konzept bereits seit vielen Jahren Erfolge beim Umweltschutz vorweisen kann, übersprang sie im Programm die ersten beiden von vier Bewertungsstufen auf dem Weg zur Klimaneutralität und stieg direkt in die dritte Kategorie „Optimierung“ ein. Die Flughafengesellschaft stellt sich permanent der Herausforderung Klimawandel.

CO2-Ziele des Flughafens neu gesteckt

Ihre Treibhausgas-Emissionen will die FSG jezt bis 2030 im Vergleich zu 1990 halbieren und bis 2050 soll der Flughafen Stuttgart klimaneutral betrieben werden. Den eigenen CO2-Fußabdruck nach dem Standard der ACA macht der Airport in jährlichen Berichten transparent. Darin abgebildet sind auch die Bilanzen Dritter am Standort, deren Emissionen der Flughafenbetreiber aber nur indirekt beeinflussen kann. Dazu zählen beispielsweise die An- und Abreise der Passagiere oder der Flugbetrieb.

Airport Carbon Accreditation (ACA) ist eine globale Klimaschutzinitiative des Dachverbands der europäischen Verkehrsflughäfen ACI Europe. Dabei werden nach einem flughafenspezifischen Standard Emissionen, die zum Klimawandel beitragen, erfasst und kontinuierlich reduziert. Die jährliche Einstufung erfolgt über die vier Levels „Erfassung“, „Reduktion“, „Optimierung“ und „Neutralität“. Der Flughafen Stuttgart hat sich das Ziel gesetzt, langfristig zu einem der nachhaltigsten und leistungsstärksten Flughäfen in Europa zu werden.

Flugsicherung berechnete Gebühren für Ryanair-B737 zulässig

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Das von der DFS bei der Gebührenberechnung zugrunde gelegte Berechnungsmodell wurde jetzt vom Verwaltungsgericht Darmstadt in Bezug auf An- und Abfluggebühren, die gegenüber der Fluggesellschaft Ryanair erhoben wurden, als rechtmäßig erklärt. Die irische Airline hatte gegen insgesamt 24 Gebührenbescheide aus den Jahren 2012 und 2013 Klage eingelegt, weil sie die Berechnungsgrundlage für unzulässig hielt. Diese Klage wies das Gericht nun im Kern zurück. Der Rechtsstreit drehte sich um die vom Bundesverkehrsministerium erlassene Flugsicherungs-An-und-Abflug-Kostenverordnung. Deren Vorgaben wurden von Ryanair in Frage gestellt.

In der Verordnung ist unter anderem festgelegt, dass sich die Höhe der An- und Abfluggebühr nach dem Starthöchstgewicht eines Flugzeugs richtet. Gestattet ein Flugzeughersteller die Wahl zwischen mehreren Starthöchstgewichten, so ist pro Flugzeug das höchste der zugelassenen Starthöchstgewichte ausschlaggebend.

Höchststartgewicht der B737 erhöht

Dies war und ist bei dem von Ryanair eingesetzten Flugzeugtyp Boeing 737-800 der Fall. Dieses Flugzeug kann – abhängig von der Streckenlänge und der damit benötigten Menge an Kerosin – mit alternativen Starthöchstgewichten von knapp 75, 72 und 67 Tonnen betrieben werden. Airlines habe die Wahl, diesen Flugzeugtyp entweder mit flexiblem Gewicht zu betreiben oder sich auf eines der drei Starthöchstgewichte festzulegen. Eine solche Begrenzung ist für die Gebührenberechnung durch das sogenannte Lufttüchtigkeitszeugnis oder ein gleichwertiges, amtliches Dokument nachzuweisen. Verzichtet die Airline auf eine Festlegung, kann sie das Flugzeug mit dem maximalen Starthöchstgewicht betreiben. Hiernach richten sich dann die Gebühren. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie diese Möglichkeit im Einzelfall ausnutzt oder nicht.

Ryanair hatte gegenüber der DFS angegeben, dass sie sämtliche B 737-800 in der niedrigsten Startgewichtsklasse betreibt. Daran waren jedoch 2012 Zweifel aufgekommen, da die Fluggesellschaft auch Ziele anfliegt, die infolge des erhöhten Kerosinbedarfs mit diesem niedrigen Gewicht nicht zu erreichen wären. Das Luftfahrtbundesamt hatte bei stichpunktartigen Kontrollen an den Flughäfen Bremen und Hahn festgestellt, dass die kontrollierten Ryanair-Maschinen das angegebene Starthöchstgewicht überschritten. Mangels Beleg, dass die von Ryanair betriebenen Maschinen nur für eine niedrigere Starthöchstgewichtsklasse zertifiziert waren, passte die DFS daraufhin die Berechnung der An- und Abfluggebühr für Ryanair-Flugzeuge an. Die DFS erhob zudem rückwirkend bis zum Jahr 2009 die Differenz zwischen den zu niedrigen Gebühren und dem Satz, den Ryanair eigentlich hätte zahlen müssen.

Ryanair beglich diese Forderungen nur unter Protest und legte nach erfolglosem Widerspruch 2014 Klage gegen die Gebührenbescheide ein. Die Fluggesellschaft forderte rund 500.000 Euro bereits gezahlter Gebühren zurück. Die Airline argumentierte, die DFS hätte die Gebühr nicht – wie in der Gebührenverordnung vorgeschrieben – auf Grundlage des für den Flugzeugtyp amtlich dokumentierten maximalen Starthöchstgewichts, sondern auf Basis des individuellen Starthöchstgewichts jedes einzelnen Fluges berechnen müssen.

Rückzahlung von 47.000. Euro

Diese Argumentation hat das Verwaltungsgericht Darmstadt nun verworfen. Die siebte Kammer folgte damit der Rechtsauffassung der Flugsicherung: Sie stellte fest, dass Ryanair sich jeweils das höchste zulässige Starthöchstgewicht zurechnen lassen muss, sofern nicht der amtliche Nachweis eines niedrigeren Startgewichts vorgelegt wird. Lediglich bei der ersten Rückforderung, die sich auf das Jahr 2009 bezog, erkannte das Gericht einen teilweisen formellen Mangel des Bescheides und hob diesen zum Teil auf. Die DFS muss deshalb 47.000 Euro an Ryanair zurückzahlen. Die übrigen Forderungen, die sich auf mehr als 450.000 Euro addieren, erklärte das Gericht für rechtens.

Die Entscheidung ist für die DFS von grundlegender Bedeutung, da Ryanair auch in den Folgejahren, die nicht Gegenstand der Klage waren, die An- und Abfluggebühren nur unter Vorbehalt gezahlt hat. Das Urteil bestätigt, dass die von der DFS in Rechnung gestellten Gebühren ordnungsgemäß berechnet wurden. Auch in der neuen, seit 2013 geltenden europäischen Verordnung zur Berechnung der Flugsicherungsgebühren wird bei mehreren Starthöchstgewichten auf das höchste Starthöchstgewicht abgestellt. Das Urteil des Verwaltungsgerichts ist aus Sicht der DFS auf die neue Rechtslage sowie auf die Streckengebühren übertragbar. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Weltraumagentur bringt Fortschritt in vielen Bereichen

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Tausende neuer Arbeitsplätze und vielerorts eine auf Touren gebrachte Volkswirtschaft – das nennt die ESA als unmittelbare Ergebnisse der Investitionen, die die ESA über ihre Gründerzentren, die mittlerweile mehr als 500 Start-ups beherbergt haben, in junge Unternehmen tätigt. Von der Gesundheitsvorsorge über das verarbeitende Gewerbe und den Sport bis zur Landwirtschaft sind die Zentren eine wichtige Triebfeder für Unternehmertum und die Gründung neuer Firmen wie auch für die Führungsrolle Europas bei der Innovation. Im Gründungszentrum in Bayern etwa wurde der Prototyp eines „fliegenden Pkw“ in Form eines senkrecht zu startenden und zu landenden und damit vom eigenen Grundstück aus einsetzbaren elektrischen Jets entwickelt.

Intelligente Lösungen für den Alltag und Notlagen

Von einem Start-up in Darmstadt stammt der Entwurf eines ortbasierten digitalen Adressensystems, das das Auffinden und die Güterversorgung entlegener Orte in Afrika ermöglicht, die noch kein Adressensystem haben. In Portugal bringen intelligente Drohnen isoliert lebenden Einwohnern warme Mahlzeiten und schlagen mit der Auslieferung von Waren dem Berufsverkehr in Lissabon ein Schnippchen.

In einem von einem niederländischen Start-up erdachten Crowdsourcing-Online-Spiel haben 1.200 Spieler das 2013 vom Taifun „Haiyan“ verwüstete Gebiet auf den Philippinen kartiert, wodurch unpassierbare Straßen und beschädigte Brücken aufgezeigt und den Rettungsteams der Weg zu benutzbaren Strecken gewiesen werden konnte.

Um das Wissen und die Technologie zur Nutzung außerhalb des Raumfahrtsektors zur Verfügung zu stellen und so auch Wachstum in ganz Europa zu fördern, richtet die ESA Gründerzentren ein, um Jungunternehmern und Start-ups dabei zu helfen, unter Verwendung satellitengestützter Dienste und von Weltraumtechnologie innovative Dienstleistungen zu entwickeln. Diese Zentren haben inzwischen zur Gründung von europaweit mehr als 500 neuen Unternehmen und zur Schaffung vieler hochqualifizierter Jobs und wettbewerbsfähiger Lösungen beigetragen, die die regionalen Volkswirtschaften ankurbeln.

Innovationen für alle Branchen

Im Gesundheitsbereich können Frauen dank eines britischen Start-ups nun die Ergebnisse von Brustkrebsuntersuchungen innerhalb von 24 Stunden statt der bisher üblichen zwei Wochen erhalten. Mit der Idee eines deutschen Start-ups, aus Experimenten auf der Internationalen Raumstation hervorgegangenes „kaltes Plasma“ aufzutragen, werden völlig neue Wege zur Behandlung bakterieller Infektionen in Wunden beschritten. Ein italienisches Start-up hat ein System zur Analyse von Fußballspielen durch Echtzeitmessungen der Geschwindigkeit, der Antrittsschnelligkeit und der Position jedes Spielers mithilfe einer in den Schienbeinschützern verborgenen Miniaturvorrichtung entwickelt.

In der Luftfahrt bietet ein Start-up aus Frankreich Piloten und Crews eine direkte Echtzeitverbindung zu bodengestützten Diensten und nebenbei den Passagieren WiFi-Anschluss für ihre Laptops, Tablets und Smartphones. ESA-Gründerzentren wurden 2003 als Teil eines Technologietransferprogramms ins Leben gerufen, um durch Spin-offs unserer Investitionen in Weltraumprogramme innovatives Unternehmertum zu fördern und neue europäische Firmen zu gründen. Unternehmer, Start-ups und Kleinbetriebe haben oft hervorragende Ideen. In den Gründerzentren greift man ihnen dann mit technischer Beratung durch die ESA und technisch ausgerichtete Partner und mit geschäftlicher Beratung durch kommerzielle Partner unter die Arme, um ihnen zur Gründung lebensfähiger Unternehmen in Europa zu verhelfen.

Weltraumtechnologie nicht nur im All

Früher konzentrierten sich Start-ups auf die Anpassung fortschrittlicher Technologien, die ursprünglich für Weltraummissionen entwickelt wurden. Heute hingegen nutzen zwei Drittel der aus den ESA-Gründerzentren hervorgegangenen Unternehmen Satellitensignale und ‑daten, die sie häufig mit den neuesten Technologien aus anderen Bereichen wie etwa Smartphones oder Drohnen kombinieren. Auch Erdbeobachtungsanwendungen sind im Aufstieg begriffen, während die Dominanz der Navigationssysteme zurückgeht. Start-ups haben Ideen entwickelt, dank derer Landwirte durch Präzisionsanbau, Ertragsoptimierung und eine eingeschränkte Verwendung von Düngemitteln Kosten sparen können.

Über Initiativen mit nationalen Partnern bietet das Technologietransfer­programm der ESA technik- wie auch wirtschaftsorientierten Studenten, Jungunternehmern und Investoren Anreize für die Weiterentwicklung ihrer Ideen zu neuen europäischen Geschäftsbereichen. Schwerpunkt des europäischen Wettbewerbs für Satellitennavigation sind Galileo-bezogene Konzepte, während beim „Copernicus Masters“ innovative Ideen zur Erdbeobachtung ausgewählt werden.

ActInSpace führt Unternehmer und Studenten zur Suche nach Ideen für die Nutzung von Weltraumtechnik in terrestrischen Geschäftsbereichen zusammen. Außerdem werden in Zusammenarbeit mit Wirtschaftshochschulen wie der Global Alliance for Management Education Seminare zum Thema Kommerzialisierung von Weltraumtechnologien veranstaltet.

Förderung bahnbrechender Innovationen

„In unseren ESA-Gründerzentren sind wir bereit, Risiken einzugehen, um Jungunternehmern mit kühnen Ideen und vorausschauenden Innovationen dabei zu helfen, die Raumfahrt auf die Erde zu holen“, sagt Frank M. Salzgeber, der Leiter des Technologietransferprogramms der ESA. „Oft sind es die kühnen Ideen, die unserer Gesellschaft bedeutende Veränderungen und Verbesserungen bescheren, und in diesem Sinne investieren wir auch in solche häufig weniger traditionelle Ideen. Wir haben seit 2006 30 Millionen € bereitgestellt und bemühen uns gemeinsam mit nationalen Partnern um die Übernahme von Technologien aus europäischen Weltraumprogrammen, um neue Geschäftsfelder und das Wachstum in Europa zu fördern.“

Die Raumfahrt 4.0 – der Eintritt des Raumfahrtsektors in eine neue Ära – wird Auswirkungen auf die Art und Weise haben, wie Weltraumtechnologien für andere Bereiche genutzt werden, wobei die ESA über ihre örtlichen Gründerzentren für eine stetige Unterstützung der Interaktion zwischen Regierungen, Privatsektor, Gesellschaft und Politik sorgt.

Technologietransfer und Gründerzentren der ESA

Das Büro für das Technologietransferprogramm hat die Aufgabe, durch die Weiterverwendung weltraumtechnischer Entwicklungen und von Satellitendaten in terrestrischen Anwendungen und Branchen die europäische Industrie zu stärken und unsere Lebensqualität zu verbessern. Unterstützt wird der Transfer durch ein europaweites Netz nationaler Technologiemakler und ein Netz von ESA-Gründerzentren.

Das 2003 ins Leben gerufene Netz von Gründerzentren wird bis Ende 2017 auf 18 in den Niederlanden, Deutschland, Italien, dem Vereinigten Königreich, Belgien, Frankreich, Spanien, Portugal, Schweden, der Tschechischen Republik, Irland, der Schweiz und Österreich angesiedelte bzw. in Estland und Finnland noch in diesem Jahr zu eröffnende Zentren anwachsen. Weitere Zentren sollen folgen. Bis Mitte 2017 haben die Gründerzentren die Gründung von mehr als 500 neuen Start-ups und die damit einhergehende Schaffung von Hightech-Arbeitsplätzen in ganz Europa gefördert. Jedes Jahr kommen 140 neue Start-ups hinzu.

Die Zentren liefern Unternehmern Inspiration zur Weiterentwicklung von auf der Nutzung von Weltraumtechnologie für terrestrische Anwendungen, satellitenge­stützten Diensten und den Rechten der ESA an geistigem Eigentum beruhenden weltraumbezogenen Geschäftsideen zu kommerziellen Firmen und unterstützen sie dabei. Die Start-ups werden in der Regel für zwei Jahre beherbergt und bekommen in dieser Zeit technisches Fachwissen, Unterstützung bei der Geschäftsentwicklung, Startkapital und Zugang zu Unternehmensnetzwerken.

Mehr über das Technologietransferprogramm der ESA hier.

Mehr über die ESA-Gründerzentren hier.

Mehr über die von den ESA-Gründerzentren geförderten Start-ups gibt es hier.

Michael Kerkloh der „Travel Industry Manager des Jahres 2017“

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Seit dem Jahr 2002 ist Dr. Michael Kerkloh Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH – unter seiner Leitung hat sich der Flughafen zu einem vielfach ausgezeichneten Luftverkehrsdrehkreuz von internationalem Rang entwickelt. Nun hat eine Jury aus 120 Experten des „Travel Industry Club“ Kerkloh zum „Travel Industry Manager des Jahres 2017“ gekürt.

Dieser Preis ist eine der begehrtesten Auszeichnungen in der Tourismusbranche. Dem Travel Industry Clubgehören zahlreiche Spitzenkräfte aus den verschiedensten Segmenten der deutschen Reiseindustrie an. Der Preis wurde im Rahmen einer Gala-Veranstaltung in Köln mit 300 Gästen aus der Reisebranche an Kerkloh überreicht. „Der Flughafen München ist nicht nur weltweit verbunden und bietet über 40 Millionen Passagieren einen modernen Nezeigttzwerkflughafen, sondern er ist auch seit vielen Jahren wirtschaftlich nachhaltig erfolgreich.

Bester Flughafen Europas, bestes Terminal der Welt – und nach einer Bewertung einziger 5-Star-Airport in Europa – die Bilanz des Michael Kerkloh kann sich sehen lassen“, lautete die Begründung der Jury für die Auszeichnung. Vorjahrespreisträger Michael Buller vom Verband Internet Reisevertrieb betonte in seiner Laudatio auch die „tolle Kultur“ am Münchner Flughafen – es falle auf, dass die Belegschaft den Willen habe, etwas voranzutreiben. Auf dem Foto (von links) Laudator und Vorjahrespreisträger Michael Buller vom Verband Internet Reisevertrieb, Flughafenchef Dr. Michael Kerkloh und Dirk Bremer, Präsident des Travel Industry Clubs.

H135 an Luftretter übergeben – Medizinische Einrüstung

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Der DRF Luftrettung wurde in dieser Woche am Airbus-Produktionsstandort Donauwörth die ersten drei Hubschrauber des Typs H135 übergeben.

Mit diesen Neuzugängen treibt die DRF Luftrettung den Generationenwechsel bei ihren Hubschraubern weiter voran: Hochmodern ist das Cockpit mit Avionik-System, mit vier-Achsen-Autopilot und einer verbesserten satellitengestützten Navigation.

Einrüstung vor Inbetriebnahme

Eingebaut ist auch das Kollisionswarngerät (Traffic Advisory System), das den Piloten an Bord in der Luftraumbeobachtung unterstützt, sowie das Hinderniswarngerät HTAWS (Helicopter Terrain Awareness and Warning System), welches beispielsweise auf hohe Berge hinweist. Zwei Piloten der DRF Luftrettung haben jetzt die ersten beiden Maschinen des Typs H135 in das Operation-Center der DRF Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden überführt.

Dort werden die Techniker der gemeinnützig tätigen Luftrettungsorganisation direkt mit der medizintechnischen Einrüstung der Maschine beginnen. Bis die neuen Hubschrauber in den Einsatzbetrieb gehen können, vergeht noch einige Zeit. Denn an die Einrüstung schließt sich der Zulassungsprozess mit der europäischen Luftfahrtbehörde EASA an. Parallel laufen die theoretischen und praktischen Schulungen der Piloten auf das neue Hubschraubermuster. Der Part 145-Instandhaltungsbetrieb der DRF Luftrettung ist bereits für die Wartung des Typs H135 zertifiziert.

DRF Luftrettung

Die DRF Luftrettung setzt an 29 Luftrettungsstationen in Deutschland und an zwei Stationen in Österreich Hubschrauber für die schnelle Notfallrettung und für dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein. Zur weltweiten Rückholung von Patienten werden eigene Ambulanzflugzeuge eingesetzt. Insgesamt leistete die DRF Luftrettung im vergangenen Jahr 38.015 Einsätze.

Turkish Airlines an 40 Dreamlinern 787-9 interessiert

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Turkish Airlines will 40 Flugzeuge des 787-9 Dreamliners bestellen. Das Kaufinteresse wurde als Absichtserklärung von Boeing bekanntgegeben, taucht daher noch nicht als konkrete Bestellung auf.

Die Großraumflugzeuge sollen den Bedarf am dritten Flughafen zum 100. Geburtstag der Republik sowie die Wachstumsziele für die Flotte erfüllen. Dabei wurde auch eine Boeing Turkey National Aerospace Initiative bekanntgegeben, mit der die türkische Luftfahrtindustrie gestärkt und weiterentwickelt werden soll. Flugzeugbauer Boeing will damit gleichzeitig seine Position in dem Markt stärken.

Nouvelair steuert PAD aus Montasir in Tunesien an

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Vom Paderborn-Lippstadt Airport werden im kommenden Jahr wieder regelmäßig Flüge nach Tunesien angeboten. Ziel ist die touristisch attraktive Hafenstadt Monastir. Ab Juli 2018 fliegt die tunesische Fluggesellschaft Nouvelair einmal wöchentlich vom Heimathafen an die nordafrikanische Mittelmeerküste. Das neue Ziel in Tunesien ist zunächst vom 04. Juli bis zum 29. August 2018 verfügbar. In diesem Zeitraum starten die Maschinen immer mittwochs um 08:40 Uhr und erreichen Monastir um 10:25 Uhr. In die Gegenrichtung startet Nouvelair um 04:00 Uhr und landet um 07:50 Uhr wieder am deutschen Flughafen.

Eingesetzt werden Flugzeuge vom Typ Airbus A320 mit Platz für 177 Passagiere.

Bezirksversammlung Wandsbek deutlich für Nachtflugverbot

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Der Umweltverband BUND Hamburg hat am Dienstag mit der Übergabe von rund 15.000 Unterschriften im Hamburger Rathaus seine Forderung nach einem Nachtflugverbot in der Zeit der gesetzlichen Nachtruhe von 22:00 bis 06:00 Uhr unterstrichen und damit das erforderliche Quorum der Volkspetition „Nachts ist Ruhe.“ erfüllt. Auf Antrag der Wandsbeker Fraktion der Linkspartei hat sich am Donnerstagabend auch die Bezirksversammlung Wandsbek nun für eine deutliche Entlastung vom gesundheitsschädigenden Luftverkehr, insbesondere in der Zeit der Nachtruhe ausgesprochen. Bei Enthaltung der CDU und Liberalen Fraktionsgemeinschaft wurde mit der Mehrheit der Regierungskoalition von SPD und Grünen der Antrag der Linken für eine starke Positionierung bei der Forderung nach einem Nachtflugverbot angenommen.

Die Bezirksversammlung spricht sich danach für die klare Einhaltung der zur Zeit bestehenden Nachtflugbeschränkung ab 23:00 Uhr aus mit einer erforderlichen Verschärfung der Maßnahmen zur Durchsetzung der bestehenden Regelungen und fordert zudem die für den Flughafen zuständige Wirtschaftsbehörde (BWVI) auf „(…) darauf hinzuwirken, dass das derzeitige Betriebszeitenende von 23:00 Uhr vorverlegt wird und neue Regelungen zum Übergang vom Tagesbetrieb zur Nachtruhe entwickelt werden.“

Der jetztige Beschluss sei ein starkes Signal an den zuständigen Senat, dem Schutz der Bürger im mit am stärksten vom Luftverkehr betroffenen Bezirk Wandsbek eine höhere Bedeutung beizumessen. Der Beschluss der Bezirksversammlung zeige für die Menschen in Wandsbek einen konkreten Weg zu mehr Ruhe und Lebensqualität auf. Denn erstmalig hat sich eine Bezirksversammlung in Hamburg in aller Deutlichkeit für die Einführung eines Nachtflugverbots ausgesprochen und sich vom Hamburger Flughafen emanzipiert. Das ist eine starke und gewollte Unterstützung der Volkspetition des BUND, freut sich Martin Mosel, Initiator des Antrags und Luftverkehrsexperte der Fraktion in Wandsbek.

Airbus A330 erstmals in China fertiggestellt

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Airbus hat jetzt den ersten Großraumjet A330 direkt in China übergeben. Im Completion and Delivery Centre (C&DC), direkt bei der FAL (Final Assembly Line) für die A320-Familie in Tianjin wurde damit zum ersten mal ein Großraumflugzeug außerhalb Europas an den Kunden Tianjin Airlines übergeben.

Neun Airlines betreiben die A330 in China, was sie laut Airbus zum beliebtesten Widebody, Flugzeuge mit mehr als einem Mittelgang, in dem Land macht. Die nun hergestellte A330-200 wurde in Toulouse gebaut, auch hier schon von Chinesen ausgestattet und nach China in das C&DC geflogen. Damit sind in dem Land über 1.480 Flugzeuge von Airbus unterwegs.

Das A330 C&DC vervollständigt dabei die Ausstattung des Flugzeugs, was Kabineneinrichtung, Bemalung mit Airline-Logo und Flugtests umfasst. Auch geben die Kunden hier ihr OK für die Abnahme der Flugzeuge, worauf die Auslieferung erfolgen kann. Dazu wurden auch ca. 150 chinesische Mitarbeiter für das C&DC von Airbusexperten in Toulouse ausgebildet. Bis 2019 sollen hier zwei Flugzeuge pro Monat ausgeliefert werden.

Stellplätze für drei Flugzeuge gibt es in dem neuen Hangar. Der erste Airbus A330 aus dem C&DC in China erhielt Triebwerke vom Typ Rolls-Royce Trent 700 und fasst in zwei Klassen 260 Passagiere. Der Hersteller nennt zZt. ca. 1.700 Bestellungen für das Muster, schon 1.300 dieser Flugzeuge sind im Dienst.

Simulator und Echtflug für Studenten mit Talent

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Hubschrauber und Flugzeuge stegeh diesmal gleichzeitig im Fokus. Die Herausforderungen: beim Flug eines A320-Linienjets und eines EC-135-Helikopters selbst im Simulator am Steuer zu sitzen und mit der zweimotorigen Propellermaschine Dornier Do 128-6 der TU Braunschweig abzuheben, um Flugeigenschaftsuntersuchungen zu absolvieren.

Noch bis 22. September heißt es für 36 Studierende bei der DLR_Uni_Summer_School den Hörsaal gegen echte Flugerfahrung einzutauschen. Daneben lassen Vorträge und Führungen die Studierenden hinter die Kulissen der vielen Institute des DLR und der TU Braunschweig blicken und präsentieren die viele wissenschaftlichen Facetten des Forschungsflugbetriebs am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg.

Unis wählen talentierte Studenten aus

Die Studierenden sollen ihren ersten Forschungsflug möglichst nah an der Luftfahrtforschung erleben. Die DLR_Uni_Summerschool wurde gemeinsam mit den Luftfahrtuniversitäten zu dieser einmaligen Gelegenheit ausgebaut. Mittlerweile beteiligen sich acht Universitäten aus ganz Deutschland an dem Programm und entsenden besonders talentierte Studierende.

Die Auswahl der Studierenden aus Luft- und Raumfahrttechnik, Verkehrsingenieurwesen, Regelungstechnik und Maschinenbau erfolgte durch die Unis selbst, wobei dieses Jahr neben der TU Braunschweig die RWTH Aachen sowie die Technischen Universitäten Berlin, Darmstadt, München, Hamburg und Dresden Teilnehmer entsenden, die zuvor durch besonders gute Leistungen in Vorlesungen oder Übungen auf sich aufmerksam gemacht haben. In der Sommerschule lernen sie als Gäste des DLR und der TU Braunschweig den Umgang mit fortschrittlichen Methoden der Flugerprobung, wie es der offizielle Veranstaltungstitel benennt.

Linienpilot für einen Tag

Die Simulatorflüge im Rahmen der Sommerschule stehen unter dem Motto ‚Linienpilot für einen Tag‘. Dabei wird im A320-Simulatorcockpit ein vollständige Flug von Stuttgart nach Frankfurt durchgeführt, bei dem wesentliche Abläufe wie Start- und Landeprozeduren, Briefings sowie den Funkverkehr vorgenommen werden.

Daneben traineren die Studierenden im Flugsimulatorzentrum AVES (Air Vehicel Simulator) am Steuer des EC-135-Cockpits. Hier erhalten die Studierenden die einmalige Gelegenheit, als Pilot die Flugeigenschaften eines Hubschraubers mit Stabilisierungssystemen und modernen Assistenzsystemen zu erfahren.

Manöver im Fliegenden Hörsaal

Erstmals beteiligt sich die TU Braunschweig an der DLR_Uni_Summer_School mit dem „Fliegenden Hörsaal“ D-IBUF, einer Dornier Do 128-6. Das Forschungsflugzeug der TU Braunschweig fliegt seit rund 30 Jahren jährlich bis zu 150 Studierende deutscher und internationaler Hochschulen.

An Bord der D-IBUF erfassen die Studierenden Daten zu Flugeigenschaften und der Flugleistung und werten diese selbst aus. Dabei geht es um die Datenerfassung zur Standardperformance des Flugzeugs ebenso wie um die Beobachtung spezieller Manöver. Um dies durchführen zu können verfügt der „Fliegende Hörsaal“ neben einem Arbeitsplatz für den Flugversuchsingenieur über drei individuelle Messplätze für die Nachwuchsforscher.

Nachwuchsförderung

Die Sommerschulen, die es auch an anderen DLR-Standorten wie Lampoldshausen und Neustrelitz regelmäßig gibt, sind Teil eines Gesamtkonzeptes zur Nachwuchsförderung – genannt DLR_Campus. Es beinhaltet Maßnahmen, die junge Menschen aller Altersstufen ansprechen. Studierenden macht das DLR neben den Sommerschulen viele weitere Angebote: von studentischen Praktika bis zu Ideenwettbewerben. Den Sommerschulen kommt dabei aber eine besondere Bedeutung zu, da sie wichtige Praxiserfahrung vermitteln und zugleich die universitäre und außeruniversitäre Welt der Forschung verknüpfen.

Auf den Bildern

Fliegender Hörsaal 2016: DLR_Uni_Summer_School Luftfahrt mit D-IBUF am DLR-Hangar. 36 Studierende von sieben Technischen Universitäten aus ganz Deutschland lernten bei der diesjährigen DLR_Uni_Summerschool die Arbeit der Wissenschaftler vom DLR und der TU Braunschweig hautnah vor Ort kennen.

Studierende im Simulatotcockpit: Unter dem Motto „Linienpilot für einen Tag“ unternahmen die Studierenden im A320-Cockpit des DLR-Simulators AVES (Air Vehicle Simulator) einen vollständigen Flug von Stuttgart nach Frankfurt und lernten so die wesentlichen Abläufe kennen

Blick ins Cockpit der Do 128 D-IBUF: An Bord des „Fliegenden Hörsaals“ der TU Braunschweig, der IBUF, erfassen die Studierenden Daten zu Flugeigenschaft und der Flugleistung und werten diese selbst aus.

Reisen in die Karibik: Eurowings fliegt ab Düsseldorf

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Eurowings baut ihre Langstrecken-Verbindungen ab Nordrhein-Westfalen aus. Ging es bislang allein von Köln direkt in die Karibik, so kommt nun Düsseldorf dazu. Seit fast zwei Jahren bietet Eurowings Langstreckenflüge zu Traumzielen in der Karibik, nach Fernost und in die Vereinigten Staaten. In wenigen Wochen heißt es erstmals auch für DUS: Von der ‚Kö‘ in die Karibik! Auch die Landeshauptstadt samt ihrem Prachtboulevard Königsallee („Kö“) erhält ab November 2017 Zugang zu preisgünstigen Eurowings Langstreckenflügen ab 199,99 Euro. Den Anfang macht Punta Cana in der Dominikanischen Republik ab 08. November mit vier Flügen pro Woche, jeweils am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag.

Danach folgen noch vor Weihnachten Varadero in Kuba (erstmals am 16. Dezember) und Puerto Plata in der Dominikanischen Republik (ab 14. Dezember). Varadero wird samstags angeflogen, Puerto Plata jeden Donnerstag. Das Quartett wird durch Cancun in Mexiko vervollständigt, das Eurowings ab 18. Dezember immer montags bedienen wird. Kunden können alle vier Karibik-Ziele ab sofort buchen.

DUS muss Situation verbessern

Allerdings müssten sich die Betriebsabläufe am Flughafen Düsseldorf signifikant verbessern, hieß es von der Airline. Jüngst gab es lange Wartezeiten durch Personalengpässe an den von privaten Firmen durchgeführten Sicherheitskontrollen. Keine optimale Situation für die am schnellsten wachsende Fluggesellschft in Europa. Düsseldorf als Landeshauptstadt mit dem größten Flughafen Nordrhein-Westfalens kann eine preisgünstige Langstrecken-Airline gut vertragen, dies will Eurowings für sich nutzen.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen ist Eurowings bereits zur Nummer eins aufgestiegen. Die Fluggesellschaft aus der Lufthansa Group hat im laufenden Jahr ihre Flotte von Bombardier-90-Sitzern (CRJ 900) durch 16 fabrikneue Airbus A320 ersetzt, die jeweils bis zu 180 Gästen Platz bieten. Damit hat Eurowings die angebotene Kapazität am Standort Düsseldorf innerhalb kurzer Zeit fast verdoppelt.

Passagiere wie noch nie

In der vergangenen Woche hat Eurowings einen neuen Tagesrekord aufgestellt. Erstmals sind an einem Tag mehr als 90.000 Gäste mit Eurowings geflogen. Hierzu trägt auch die Low-Cost-Langstrecke bei, die bei Kunden bestens ankommt: Eurowings Flüge zu Zielen außerhalb Europas sind seit Monaten zu fast 90 Prozent ausgebucht. Die Zeichen für die Eurowings Langstrecke stehen auch im nächsten Jahr unverändert auf Wachstum. So erhält die Airline in Kürze bereits ihren siebten Langstrecken-Airbus A330 und wird Kunden im nächsten Jahr deutlich mehr als eine Million Sitze zu attraktiven Preisen anbieten.

Neben Köln und Düsseldorf wird Eurowings die Low-Cost-Langstrecke bald auch von München aus anbieten. Im Sommer 2018 starten am zweitgrößten Flughafen Deutschlands drei Airbus A330 der Eurowings. Der Erstflug ab München im April 2018 führt Eurowings Kunden in die amerikanische Casino-Stadt Las Vegas. Die Buchungen für München laufen sehr gut, für die Airline ein Ansporn für den Start der Langstrecken in Düsseldorf.

„Information Security Hub“ für IT-Sicherheit am Airport München

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Die Anzahl von Angriffen auf die IT-Systeme von Unternehmen und Behörden in Deutschland ist im Zeichen fortschreitender Digitalisierung in den vergangenen Jahren rasant angestiegen. Auch der Flughafen München ist tagtäglich unterschiedlichsten Cyber-Angriffen ausgesetzt. Jetzt entsteht an Bayerns Luftverkehrsdrehkreuz ein neues Kompetenzzentrum, in dem IT-Spezialisten der Flughafen München GmbH (FMG) zusammen mit Experten renommierter IT-Dienstleister Verteidigungsstrategien testen und nach neuen Lösungen im Kampf gegen die Cyber-Kriminalität suchen. Für den Aufbau und Betrieb des „Information Security Hub“, der in der früheren Luftpostleitstelle am Flughafen unweit des Frachtterminals angesiedelt ist, hat sich die FMG der Unterstützung dreier namhafter Unternehmen aus dem Bereich der IT-Security versichert.

Die Firmen ERNW INSIGHT, HvS-Consulting und IT-CUBE SYSTEMS sind als Entwickler und Berater seit vielen Jahren erfolgreich für die Stärkung der Informationssicherheit im Einsatz. Das neue Kompetenzzentrum am Münchner Airport liefert eine Plattform für unternehmensübergreifende Kooperation. Unternehmen, Behörden und andere Institutionen können hier Security-Experten für ihre Organisation aus- und weiterbilden sowie zukünftig eingesetzte Technologien und Verfahren gemeinsam „auf Herz und Nieren“ prüfen.

Eine professionelle Test- und Übungsumgebung ist Voraussetzung für den Erfolg und bietet Herstellern von Sicherheitslösungen zudem die Möglichkeit, neue Produkte und Dienstleistungen unter realistischen Bedingungen zu erproben und gemeinsam effiziente und pragmatische Ansätze für den Kampf gegen Cyber-Kriminalität und die Unterstützung aktueller Trends (von Internet of Things über Industry 4.0 bis Cloud Services) zu entwickeln.

Primäre Zielgruppe für die Angebote des Information Security Hubs sind Flughäfen, Fluggesellschaften und andere Partner aus der Luftverkehrsbranche, die gemeinsam die neuen gesetzlichen Anforderungen an die Branche Transport und Verkehr als kritische Infrastrukturen aufrecht erhalten müssen. Darüber hinaus steht das Angebot aber auch anderen Unternehmen und Organisationen aus unterschiedlichsten Bereichen offen. Das gilt zum Beispiel für Unternehmen aus den Sektoren Mobilität, Industrie und Green Technologies sowie allgemein für Firmen und Institutionen, die komplexe Infrastrukturen und Gebäude betreuen. Die Eröffnung des „Information Security Hub“ wird am 31. Januar 2018 im Rahmen des zweitägigen Aviation Information Security Congress stattfinden.

Zeppeline 20 Jahre auf Ründflügen

Genau 20 Jahre nach seinem Erstflug, am 18. September 1997, startete der Zeppelin NT gestern zu einem Jubiläumsflug über Friedrichshafen. Mit an Bord die Crew, die damals den allerersten Flug des Zeppelin NT durchführte: Der Pilot Jesse-Scott Danneker, sein Co-Pilot und Bord-Ingenieur Stefan Unzicker sowie Jürgen Fecher als leitender Flugtest-Ingenieur.

Am 18. September 1997 um 18:45 Uhr löste sich der Zeppelin NT vor den Augen von 30.000 Zuschauern zum ersten Mal von seinem Ankermast vor der damaligen Messehalle 10 in Friedrichshafen und hob ab zu seinem Erstflug. Nach diesem 40-minütigen Testflug landete das Luftschiff vor seinem neuen Zuhause, dem neugebauten Zeppelin-Hangar in Friedrichshafen- Allmannsweiler. Das Medieninteresse war enorm und die Berichterstattung erfolgte weltweit. 20 Jahre später blickt der Zeppelin NT nun zurück auf eine Erfolgsgeschichte, die ihm damals viele nicht zugetraut haben: Bereits nach kurzer Zeit entwickelte sich der Zeppelin NT für die heimische Bodenseeregion zum Wahrzeichen und Tourismusmagnet.

Zeppeline trotzten aller Kritik

Seit seinem Erstflug beförderte er weltweit bereits mehr als 250.000 Passagiere und hat sich mit seinen einzigartigen Flugeigenschaften in unterschiedlichsten Forschungsprojekten erfolgreich als wissenschaftliche Plattform und fliegendes Labor etabliert. Inzwischen nutzten mehr als 50 verschiedene Partner aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft den Zeppelin NT als weltweit größte fliegende Werbefläche. Und der Kauf von drei Zeppelin NT durch den Goodyear-Konzern hat gezeigt, wie stark das Luftschiff aus Friedrichshafen auch auf dem amerikanischen Markt als überzeugender Markenbotschafter wirkt.

„Heute können wir ganz gelassen und voller Freude zurückblicken. Sehr viel Arbeit und die Lösung zahlreicher technischer Herausforderungen liegen hinter uns“, sagt Wolfgang von Zeppelin rückblickend. Er war damals technischer Geschäftsführer der ZLT Zeppelin Luftschifftechnik. „Was noch wichtiger ist: Die damalige Kritik von vielen verschiedenen Seiten muss uns nicht mehr kümmern. Heute wissen wir: Unser Luftschiff fliegt zur Freude vieler tausender Passagiere, es fliegt im Dienste der Wissenschaft und es fliegt für Kinder, die sich in Not befinden. Darüber hinaus bietet es mehr als 100 Menschen einen hochinteressanten Arbeitsplatz. Das haben wir in den vergangenen 20 Jahren bewiesen. Ich bin davon überzeugt, dass unser Zeppelin NT vor allem im Tourismus-Markt noch großes Entwicklungspotenzial hat.“

Unikate der Luftfahrt

Erstflug-Pilot Jesse-Scott Dannecker beschreibt seinen Eindruck vom Erstflug so: „Der 18. September 1997 war der außergewöhnlichste Tag in meinem Leben – mit Ausnahme des Tags der Hochzeit mit meiner Frau Lisa und der Geburt meiner drei Kinder. An diesem Tag, als unser neues Luftschiff zum ersten Mal über Friedrichshafen aufstieg, hatte ich die Ehre und das Privileg, Teil der Zeppelin-Familie zu sein. Ich werde all meinen Zeppelin-Kollegen für immer dankbar sein, dass wir das gemeinsam erleben durften und den Traum wahr werden ließen.“

Stefan Unzicker, sein Co-Pilot, war besonders beeindruckt vom ausgezeichneten Teamwork: „Mit monatelanger Vorbereitung und Analyse aller Eventualitäten und Risiken ließ sich der anspruchsvolle Flug aus der Innenstadt heraus relativ transparent vorhersehen und sicher bis zur Landung durchführen. Im Besonderen profitierten wir von dem ausgezeichneten Teamwork im Cockpit.“

Der leitende Flugtest-Ingenieur, Jürgen Fecher, betont auch den starken Rückhalt aus der Zeppelinstadt Friedrichshafen: „Vor zwanzig Jahren war alles rund um den Flug viel aufgeregter als heute. Natürlich ist der Erstflug eines Luftfahrzeugs immer spannend. Was den Erstflug dieses Luftschiffes aber so besonders machte, war der Start von einem Messeparkplatz aus und die Begeisterung der mehr als 30.000 Zuschauer am Zaun. Vor allem der kontinuierliche Rückhalt der Zeppelinstadt Friedrichshafen für „ihren Zeppelin“ war das, was uns alle bei diesem herausfordernden Projekt so vorwärts getragen hat.“ Auf dem Foto v.l.n.r.): Jesse-Scott Danneker, Jürgen Fecher und Stefan Unzicker, die Erstflugscrew des Zeppelin NT, nach dem Jubiläumsflug 20 Jahre später, am 18. September 2017.

Hamburg-Reisende buchen schneller in neuem Welcome Center

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Die Umgestaltung des Airport Office ins Hamburg Welcome Center ist abgeschlossen – dieses hat nun auch in der Gepäckausgabe seine Türen geöffnet. Hier begrüßen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die ankommenden Gäste mit einem breit aufgestellten touristischen Service – von der Hotelreservierung über den Kauf von Fahrscheinen bis hin zur Ticketbuchung von Theater und Musicals.

Dabei kooperiert Hamburg Airport mit Hamburg Tourismus, um einen noch breiteren Service anbieten zu können. Denn der Wunsch nach Hamburg zu reisen steigt: 3,22 Millionen Ankünfte zählten die Beherbergungsstätten in der Hansestadt im ersten Halbjahr 2017 – das sind 4,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Gäste kommen häufiger per Flugzeug

Dabei reisen die Touristen und Geschäftsleute immer häufiger mit dem Flugzeug an. So verzeichnete Hamburg Airport nach dem Passagierrekord von 16,2 Millionen Fluggästen im Jahr 2016 auch im ersten Halbjahr 2017 steigende Passagierzahlen: 8,2 Millionen Gäste zählte der Flughafen von Januar bis Juni 2017, 9,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der Tourismus in Hamburg entwickelt sich weiterhin positiv und viele Gäste starten ihren Aufenthalt am Hamburg Airport. Deshalb wurde in Servicequalität investiert: Im neuen, vergrößerten Hamburg Welcome Center mit moderner Ausstattung geben wir den Anreisenden direkt nach ihrer Ankunft erste Informationen und Tipps zu ihrem Aufenthalt in der Hansestadt und dem gesamten Norden, und das auch schon in der Gepäckausgabe.

Hamburg Tourismus

Mit dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten und der Umgestaltung des Airport Office ins Hamburg Welcome Center hat Hamburg Airport auch das Angebot für ankommende Gäste erweitert. So stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun noch zentraler bereit, um die Passagiere mit einer Vielzahl an touristischen Informationen und Serviceleistungen in der Hansestadt zu begrüßen. Dabei unterstützt Hamburg Tourismus den Hamburger Flughafen als Kooperationspartner mit seinem umfangreichen Wissen über Hamburg und die Metropolregion.

„Gemeinsam mit Partnern wie dem Hamburg Airport arbeiten wir daran, das Hamburg-Erlebnis für unsere Gäste so individuell wie möglich zu gestalten. Wir möchten ihnen das Gefühl vermitteln, in unserer Stadt willkommen zu sein. Mit dem neuen Hamburg Welcome Center können wir diesen Anspruch und unsere Gastgeberrolle mit Leben füllen“, so Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH.

Im öffentlichen Bereich des Hamburger Flughafens bietet das Hamburg Welcome Center über die touristischen Services hinaus zusätzliche Leistungen wie die Hinterlegung von Schlüsseln und Dokumenten, Faxen und Kopieren sowie Duschen im Terminal an. Auch das Fundbüro des Flughafens ist hier angesiedelt.

Platz und Komfort verbessert

Die neuen Räumlichkeiten des Hamburg Welcome Centers entsprechen nicht nur modernsten Standards, sondern sind mit einer Fläche von rund 220 Quadratmetern (inkl. Fundbüro) etwa 100 Quadratmeter größer als die alten Räumlichkeiten. Die helle und freundliche Einrichtung sorgt für eine Wohlfühlatmosphäre bei der Verkaufsberatung und lädt zum ausgiebigen Stöbern am Flyer-Regal ein. An insgesamt neun Schaltern im öffentlichen Bereich und in der Gepäckausgabe stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit vielfältigen touristischen Serviceleistungen bereit.

Ein Schalter ist dabei abgesenkt, sodass auch Rollstuhlfahrer bequem das Angebot in Anspruch nehmen können. Eine induktive Höranlage erleichtert die Kommunikation mit hörbeeinträchtigten Kunden. Darüber hinaus ist geplant, ein Leit- und Orientierungssystem für Menschen mit eingeschränkter visueller Wahrnehmung einzurichten. Dazu wurde bereits Kontakt mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein aufgenommen.

Hamburg Welcome Center täglich geöffnet

Im öffentlichen Bereich hat das Hamburg Welcome Center täglich von 06:30 bis 23:00 Uhr geöffnet. In der Gepäckausgabe ist es ebenfalls täglich von 07:30 bis 19:00 Uhr (je nach Passagieraufkommen) erreichbar. Verlorene Gegenstände können zudem per E-Mail abgefragt werden.

Ex-Botschafter von Russland am Flughafen Memmingen

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Hoher Besuch am Flughafen Memmingen: Vladimir Kotenev, lange Jahre Russlands Botschafter in Deutschland und heute Unternehmensberater, informierte sich vor Ort über Bayerns dritten Verkehrsflughafen. Er attestierte dem Airport erhebliches Potential, um mehr Gäste aus Russland ins Allgäu zu bringen.

Der Diplomat sieht die Verbindung Memmingen – Moskau, die von der Fluggesellschaft Pobeda angeboten wird, als große Chance. Aufgrund der jüngsten positiven Signale aus Brüssel sollte der Rückenwind genutzt werden, um das Incoming-Geschäft weiter anzukurbeln, betonte der Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek, der als Vorsitzender des Tourismusverbandes Allgäu/Bayerisch Schwaben das Gespräch initiiert hat, an dem auch Bernhard Joachim, der Geschäftsführer des Verbandes, und Claudia Mitchell als Vertreterin von Bayern Tourismus Marketing teilnahmen. Gerade das Beispiel Flughafen Memmingen zeige, so Holetschek, dass die Zusammenarbeit zwischen Russland und Bayern im Bereich Tourismus intensiviert werden sollte.

Die Strecken sind keine Einbahnstraßen am Flughafen, der in diesem Jahr seinen zehnten Geburtstag gefeiert hat. Neue Gästegruppen in Europa würden ebenso erschlossen. Gerade die Moskau-Strecke sei für Gäste aus Russland enorm interessant, da sie nicht nur in der russischen Hauptstadt großen Anklang findet, sondern dank Anschlussflügen weit darüber hinaus.

Auf dem Bild: Nonstop von Moskau nach Memmingen: Diese Chance gelte es, so versicherte Russlands langjähriger Botschafter in Deutschland, Vladimir Kotenev (v.r.) im Gespräch mit Flughafen Geschäftsführer Ralf Schmid und dem Landtagsabgeordneten Klaus Holetschek, zu nutzen.

Condor füllt Lücke für Reisende ab Düsseldorf

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Im Winter 2017/18 bringt Ferienflieger Condor neben den eigenen auch die ehemaligen Kunden der airberlin an ihr Ziel – die ersten 1.000 Fluggäste schon für 99,99 Euro. Ab dem 01. November wird Condor für den Winter 2017/18 Karibik Strecken ab Düsseldorf übernehmen.

Mit einem Airbus A330-200 startet der Ferienflieger zu den Zielen Punta Cana und La Romana in der Dominikanischen Republik, Cancun in Mexiko, Montego Bay auf Jamaika sowie zum Inselstaat Barbados und sichert damit den Karibikurlaubern ab Düsseldorf ihre Reise und erweitert sein Streckennetz.

Kapazitäten für Urlauber geschaffen

Die Urlaubsairline habe alles daran gesetzt, zügig eine Lösung zu finden und den Reiseverkehr aufrecht zu erhalten, und dazu mit vielen Reiseveranstaltern, Fremdenverkehrsämtern und den betroffenen Flughäfen gesprochen. Gemeinsam mit den Veranstaltern habe man schnell den Entschluss gefasst, mit dieser kurzfristigen Maßnahme als sinnvollen und notwendigen Schritt Fluggästen ihren Karibikurlaub zu sichern.

Tickets der sechs wöchentlichen Flüge ab Düsseldorf werden zusätzlich im freien Verkauf für Individualreisende angeboten. Auf ausgewählten Flügen bietet Condor den ersten 1.000 Direkt-Kunden zudem einen einmaligen Einführungspreis von 99,99 Euro an, um das neue Fernstrecken-Angebot in Düsseldorf zu feiern. Günstige Flüge ab Düsseldorf in die Karibik soll es zu einem Oneway-Komplettpreis ab 249,99 Euro in der Economy Class und ab 499,99 Euro in der Premium Class geben. Sie sind ab sofort online, im Reisebüro oder telefonisch buchbar.

Flüge ab DUS in die Karibik, Wintersaison 2017/18

Destination Verkehrstag
Barbados Montag*
Cancun, Mexico Sonntag
La Romana, Dominikanische Republik Dienstag*, Freitag
Montego Bay, Jamaika Montag*, Dienstag*
Punta Cana, Dominikanische Republik Donnerstag, Samstag

*14-tägig

Schüler starten wieder Dosensatelliten

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Zum insgesamt vierten Mal kommen vom 25. bis 29. September 2017 zehn Schülergruppen aus der ganzen Bundesrepublik in die Raumfahrtstadt Bremen, um ihre eigenen Forschungssatelliten starten zu lassen. Dies geschieht im Rahmen des Deutschen CanSat-Wettbewerbes (englisch für „Dosen-Satellit“), der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt wird. Am 27. September werden die Satelliten gestartet.

Der CanSat-Wettbewerb bietet Schülerinnen und Schülern ab 14 Jahren nicht nur einen Einblick in die komplexe Umsetzung eines raumfahrtspezifischen Großprojektes, sondern bringt ihnen einmalige Erfahrungen. Es ist nicht alleine eine Frage des technischen Know-Hows, um beim CanSat-Wettbewerb erfolgreich zu sein, sondern es kommt vor allem auf eine gute Teamarbeit an. Sieben Monate hatten die Schülerinnen und Schüler Zeit, um ihre Mini-Satelliten selbstständig zu entwickeln, zu bauen und ausgiebig zu testen.

Raketenstart am Mittwoch, 27. September

Höhepunkt des Wettbewerbes ist der Raketenstart. Am Mittwoch, den 27. September, starten die zehn Teams ihre selbstgebauten Satelliten, die in Größe und Form einer handelsüblichen Getränkedose ähneln, mit einer Rakete am Flugplatz Rothenburg (Wümme). Nicht gleich bis in den Weltraum, aber in eine Höhe von knapp einem Kilometer. Die Satelliten schweben anschließend an Fallschirmen zu Boden.

Dabei müssen sie zwei Missionen durchführen: Als Primärmission sollen die Schülerinnen und Schüler mit ihren Satelliten während der Flugphase Temperatur und Luftdruck messen und an eine Bodenstation senden. Bei der Sekundärmission müssen die Schülerteams ihre Kreativität sowie physikalisches und technisches Verständnis unter Beweis stellen, um möglichst komplexe Missionsideen in dem begrenzten Raum einer Getränkedose zu stecken.

Die Daten werden dann von den Schülerinnen und Schülern ausgewertet und im Rahmen einer Abschlusspräsentation vor der Jury und den anderen Teams präsentiert. In diesem Jahr nimmt beispielsweise das Team „Starbugs“ von der Europaschule Schulzentrum SII Utbremen aus Bremen teil und möchte eine Funkbrücke zwischen ihrem CanSat und einem anderen Satelliten aufbauen, sodass der andere Satellit den CanSat als Relaisstation benutzt, um seine Daten an die Bodenstation zu senden.

Die Schülerinnen und Schüler des „Bowman“-Teams aus Münster haben sich zum Ziel gesetzt, einen Satelliten zu entwickeln, der autonome Entscheidungen über die Aktivierung und Deaktivierung der Satellitensensorik treffen kann. Jeder kann sich dabei mit seinen Stärken und seinem Wissen einbringen und der eine oder andere hat durch die Teilnahme am Deutschen CanSat-Wettbewerb vielleicht sein späteres Berufsziel gefunden.

Hochkarätige Mitveranstalter, Förderer und Paten

Eine Vielzahl von Mitveranstaltern, Förderern und Paten unterstützen den Wettbewerb, darunter (in alphabetischer Reihenfolge) ArianeGroup, Altimax Rocket Altimeter, Aviabelt Bremen e.V., BerlinDruck GmbH & Co. KG, Bremen Airport, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), DLR Raumfahrtmanagement, Digitale Signal-Verarbeitungssysteme & Informationstechnik GmbH (DSI), Europäische Union über den European Regional Development Fund, Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europaschule Schulzentrum Utbremen, Flugplatz Rotenburg (Wümme), Gymnasium Vegesack, Institut für Aerospace-Technologie (IAT) der Hochschule Bremen, Moskito Werbeagentur Szabó & Christiani oHG, Ökumenisches Gymnasium zu Bremen, OHB-SE Bremen, Senatorin für Kinder und Bildung, SILVER ATENA Electronic Systems Engineering GmbH, Socon – Software Consulting GmbH, Spacebenefit e.V., Technisches Bildungszentrum Mitte, Watterott Electronics GmbH, WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, Zentrum für Angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen.

Auf den Bildern

Abflug – eine Rakete geht auf die Reise: Die Rakete bringt die CanSats auf bis zu 1.000 Metern Höhe. Bei der deutschen Meisterschaft in Rotenburg an der Wümme starten zwei CanSats auf einer Rakete. Nach fünf Flügen sind alle Teams durch. Nach der Präsentation der Ergebnisse muss die Jury dann entscheiden, wer der neue deutsche Meister geworden ist. Aus einem Bausatz basteln die Schülerteams, die am deutschen CanSat-Wettbewerb teilnehmen, einen eigenen Forschungssatelliten, der unter anderem Druck und Temperatur messen kann. Das DLR gehört zu den Unterstützern des Wettbewerbs und bietet den Betreuern der Schülerteams einen Workshop an.

Tarif-Einigung: ver.di zieht bei Eurowings nach

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Die Fluggesellschaft Eurowings und die Gewerkschaft ver.di haben sich jetzt ebenfalls auf einen Tarifvertrag ‚Wachstum‘ geeinigt. Einen Tarifvertrag Wachstum hat Eurowings vor einer Woche bereits mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO abgeschlossen. ver.di und UFO sind bei Eurowings die Interessenvertreter des Kabinenpersonals. Wir freuen uns über diesen Abschluss mit ver.di – mit der Rückendeckung beider Gewerkschaften habe man nun alle Voraussetzungen geschaffen, kurzfristig neues Personal in der Kabine einzustellen, sagte Eurowings Geschäftsführer Jörg Beißel. Eurowings kann damit ihren Kurs als derzeit am stärksten wachsende Airline Europas weiterverfolgen.

Die Fluggesellschaft hatte kürzlich rund 600 Stellen für neue Crewmitglieder bei Eurowings ausgeschrieben, inzwischen mehr als tausend Bewerbungen erhalten und bereits mit entsprechenden Einstellungsgesprächen begonnen. Benedikt Schneider, HR-Chef und Verhandlungsführer der Eurowings, betont, dass die Vorerfahrung von Bewerbern berücksichtigt werde – wie mit UFO und ver.di vereinbart. Und man werde faire und wettbewerbsfähige Vergütungsbedingungen bieten.

Gemeinsam mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit sollen am Mittwoch ebenfalls Gespräche zu einem Tarifvertrag Wachstum für das Eurowings Cockpitpersonal stattfinden. Ziel ist auch hier, zeitnah neue Kapitäne und Copiloten unter Berücksichtigung der individuellen Vorerfahrung eines Bewerbers einzustellen.

Combo-Satellit EchoStar/SES-11 für Start von SpaceX in Florida

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EchoStar 105/SES-11, von Airbus Defence and Space für die EchoStar Corp. gebaut, ist vom Airbus-Standort Toulouse in Frankreich nach Cape Canaveral in Florida transportiert worden. Von dort soll der Satellit im Oktober von einer Falcon-Rakete von SpaceX in den Weltraum gestartet werden.

EchoStar 105/SES-11 ist ein hochleistungsfähiger Ku- und C-Band Kommunikationssatellit, der in einer dualen Mission vom US-amerikanischen Betreiber EchoStar und vom luxemburgischen Betreiber SES genutzt werden soll. Der neue Satellit stellt EchoStar 24 36-MHz-Ku-Band-Transponder und SES – unter der Bezeichnung SES-11 – 24 C-Band-Transponder zur Verfügung. EchoStar 105/SES-11 ist der 47. Satellit, der auf der äußerst zuverlässigen Airbus-Plattform Eurostar E3000 basiert. Der Satellit hat eine Startmasse von 5.200 kg und eine Leistung von 12 kW.

Christoph 43 zu 1.000. Einsatz beordert

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Erster Alarm noch vor dem offiziellen Dienstbeginn: Kurz vor 07:00 Uhr meldete sich die Leitstelle bei der Besatzung von Christoph 43. Ein schwer verletzter Motorradfahrer sollte schnellstmöglich in eine Spezialklinik geflogen werden.

Für den rot-weißen Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung war es der 1.000. Einsatz in diesem Jahr. Das Leben des 18-Jährigen Motorradfahrers hing an einem seidenen Faden, nachdem er auf einer Landstraße von einem abbiegenden Fahrzeug erfasst worden war. Der hinzugerufene bodengebundene Notarzt hatte angesichts der Schwere der Verletzungen Christoph 43 nachalarmiert. Als die Luftretter eintrafen, war der Patient bereits in Narkose gelegt. So konnte die medizinische Besatzung der DRF Luftrettung den Schwerverletzten nach wenigen weiteren Vorbereitungen zügig in den Hubschrauber übernehmen und sich wenig später wieder auf den Weg nach Karlsruhe machen.

Wesentlich schneller, als dies mit einem bodengebundenen Transport möglich gewesen wäre, erreichte die Besatzung das Städtische Klinikum Karlsruhe. Hier übergaben der Hubschraubernotarzt und der Notfallsanitäter den jungen Patienten dem Schockraumteam zur weiteren Versorgung.

Tagesrekord an Passagieren im Flughafen Frankfurt

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Erstmals in der Geschichte des Flughafens Frankfurt (FRA) wurde am 15. September die Marke von 220.000 Fluggästen an einem Tag überschritten. Gerade einmal fünf Jahre ist es her, dass erstmals die 200.000-Marke durchbrochen wurde, nun noch einmal zehn Prozent mehr. Erstmals wurde die 200.000er-Marke 2012 erzielt.

2016 wurde dieser Wert 37-mal erreicht. Im Jahr 2017 konnten bislang schon an 73 Tagen 200.000 Passagiere oder mehr gezählt werden. Möglich macht das auch eine hervorragenden Infrastruktur, kontinuierliche Optimierungen und Erweiterungen am Deutschlands wichtigstem internationalem Drehkreuz. Insbesondere die Airlines der Lufthansa Group sorgen mit ihren weltweiten Verbindungen dafür, dass kein anderer Flughafen eine bessere Hub-Konnektivität aufweist als FRA.

Anpassung und Ausbau

Im aktuellen Bericht des Airports Council International (ACI) über Airport Hub Connectivity 2016 steht FRA auf Platz eins. Im derzeitigen Sommerflugplan 2016/17 fliegen 96 Airlines vom Flughafen Frankfurt weltweit 299 Destinationen in 97 Ländern an. Bei der Passagierzufriedenheit liegt FRA laut Ranking an zehnter Stelle weltweit. Mit dem Bau des Terminals 3 will sich der Flughafen zudem für die Zukunft rüsten. Bei der Pünktlichkeit erreicht FRA gemäß der OAG Punctuality League den dritten Platz der Großflughäfen in Europa.

Mit 139 interkontinentalen Destinationen liegt fast die Hälfte aller Ziele außerhalb Europas, was die Stellung Frankfurts als bedeutendes internationales Luftverkehrsdrehkreuz hervorhebt. Dadurch steht der Flughafen Frankfurt im Bereich Cargo auf Platz eins und im Passagierverkehr an dritter Stelle im Ranking der europäischen Airports.