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Flughafen-Fundsachen finden Guten Zweck

Lost & Found – an jedem Flughafen ist dieser Schalter oft die letzte Hoffnung für all jene, die in den Terminals etwas verloren oder im Flugzeug etwas liegengelassen haben. Auch der Flughafen Memmingen verfügt über eine solche Einrichtung, in dem die herrenlosen Fundstücke gesammelt werden. Doch nicht immer werden sie von ihren Eigentümern wieder abgeholt.

Doch dort finden auch Gegenstände, die niemand vermisst, wieder neue Besitzer. Dafür sorgt die Zusammenarbeit des Flughafens mit dem Verein Notausgang e.V. Die im Jahr 2000 in Memmingen gegründete Organisation hilft Menschen in sozialen Notlagen. „Wir unterstützen den Verein, indem wir ihm jene Sachen aus Lost & Found überlassen, die nach einer halbjährigen Aufbewahrungszeit nicht abgeholt worden sind“, erläutert Flughafen Geschäftsführer Ralf Schmid bei der ersten Übergabe dieses Strandguts an Notausgang e.V. Geschäftsführer Conrad Reinker.

Kleider, Bücher, Handys – alles dabei

Hauptsächlich handelt es sich dabei um vergessene Kleidung wie Jacken und Westen, Mützen, Schals, Handschuhe, Rucksäcke, Bücher und Elektrogeräte jeglicher Art wie Handys und Kameras. „Wir freuen uns, dass der Flughafen auch an jene Menschen denkt, die gerade nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, erklärte Conrad Reinker. Der Verein Notausgang e.V. nutzt die ihm überlassenen Gegenstände auf vielfältige Weise zu Gunsten der von ihm betreuten Menschen.

Auf dem Foto: Verloren, gefunden und nicht mehr abgeholt: Herrenlose Gegenstände am Flughafen Memmingen kommen nun der Organisation Notausgang e.V. zugute. Erstmals konnte Flughafen Geschäftsführer Ralf Schmid (rechts) im Rahmen der neuen Zusammenarbeit dieses „Strandgut“ an den Geschäftsführer des Vereins, Conrad Reinker, übergeben.

ARA und ARBÖ für gemeinsame Stützpunkte

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ARBÖ und der ARA Flugrettung haben nach zielstrebigen und raschen Verhandlungen nun eine Kooperation fixiert. Gemeinsam wollen der Flugrettungsbetreiber und der Automobilklub in Österreich die Weichen für eine noch bessere Versorgung in puncto Sicherheit stellen. Im Gespräch sind auch gemeinsam betriebene Sicherheitsstützpunkte.

Die österreichische ARA Flugrettung wurde 2001 als gemeinnützige GmbH gegründet und betreibt in Reutte (Tirol) und Fresach (Kärnten) professionelle Notfallmedizin mit Notarzthubschraubern. Im Gegensatz zu Hubschrauberbetreibern, die nur in der Wintersaison zu Einsätzen fliegen, leistet die ARA Flugrettung das ganze Jahr über schnelle Notfallhilfe aus der Luft.

Helfer über Luftweg und Straße

Die Notarzthubschrauber „RK-1“ und „RK-2“ sind zudem mit einer fest installierten Rettungswinde ausgerüstet, mit der Einsätze im alpinen Gelände durchgeführt werden können, wenn die Landung am Einsatzort nicht möglich ist. Das Unternehmen mit Sitz in Klagenfurt gehört zur DRF Luftrettung, ist Mitglied der IKAR (Internationale Kommission für Alpines Rettungswesen) und ein nach gültigen Richtlinien für die Luftfahrt lizenziertes Unternehmen mit einem Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC).

Der Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs – kurz ARBÖ genannt – ist der zweitgrößte österreichische Verein. Die Kernaufgaben des 1899 gegründeten Automobilclubs sind im Wesentlichen: Vielfältige Mobilitätsdienstleistungen (wie Pannenhilfe) und Interessensvertretung der rund 400.000 Mitglieder. Der ARBÖ betreibt in Österreich derzeit 90 Prüfzentren sowie drei Fahrsicherheitszentren (Wien, Graz, Salzburg/Straßwalchen) und beschäftigt 800 Mitarbeiter. Unter der Kurzrufnummer 1-2-3 ist der ARBÖ-Pannendienst 365 Tage im Jahr rund um die Uhr erreichbar. Der ARBÖ ist Gründungsmitglied des Verband Europäischer Automobilclubs (EAC) mit Sitz in Brüssel.

Hilfsportfolio gemeinsam erweitern

Diese Kooperation eröffne beiden Unternehmen viele neue Möglichkeiten und ermögliche einen Ausbau des Dienstleistungsportfolios, erläuterte Dr. Peter Rezar, Präsident des ARBÖ, anlässlich der Vorstellung der Kooperation, die in den kommenden Monaten und Jahren noch weiter ausgebaut werden soll. „Die Hubschrauberrettung ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Sicherheits-Passes, mit dem wir unseren Mitgliedern den Rundum-Schutz für Reise und Mobilität bieten. Wir haben nun künftig einen starken Partner an der Hand, der in Tirol und Kärnten für seine Kompetenz in der Flugrettung und Windenrettung geschätzt wird und auf den unsere Mitglieder künftig zählen können.

Für Dr. Peter Huber, Geschäftsführer der ARA Flugrettung, liegen die Vorteile einer Kooperation auf der Hand: „Auf der einen Seite haben wir einen der größten und ältesten Verkehrsclubs Österreichs, der unter anderem mit Mobilitätsdienstleistungen, Versicherungen und Fahrsicherheitszentren einen großen Beitrag für die Versorgung seiner über 400.000 Mitglieder leistet. Auf der anderen Seite die ARA Flugrettung, die mit ihren Notarzthubschraubern in Teilen Österreichs das ganze Jahr über Notfallrettung aus der Luft betreibt.

Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam die sicherheitstechnische und medizinische Versorgung weiter vorantreiben und diese nachhaltig erhöhen können. Und hierzu haben wir mit dem ARBÖ einen in ganz Österreich geschätzten und verlässlichen Partner gefunden. Zum Zeichen der neuen Kooperation wird mit Einführung des hochmodernen Hubschraubers H145 in der österreichischen Flugrettung das ARBÖ-Logo die Hubschrauber der ARA Flugrettung zieren.“ ARA Flugrettung stellt die ersten Hubschrauber des Typs H145 in Österreich

Im April wird der bundesweit erste Hubschrauber des hochmodernen Typs H145 an der Station Reutte/Tirol der ARA Flugrettung in den Dienst gestellt. Die zweite Maschine der ARA Flugrettung wird ab dem Sommer von der Station in Fresach/Kärnten aus zu lebensrettenden Einsätzen starten. Die H145 ist für Einsätze in der Flugrettung und für den Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken optimal geeignet. Darüber hinaus ist die Maschine voll nachtflugtauglich und verfügt über ein großes Platzangebot. Auch für alpine Einsätze mit der Rettungswinde ist die leistungsstarke Maschine prädestiniert. Ein Alleinstellungsmerkmal ist zudem die Gewichtszulassung der Trage: Es können Patienten bis zu 250 kg Körpergewicht geflogen werden – bislang sind bis zu 120 kg in der österreichischen Flugrettung die Regel. 

Ryanair zeigt wo´s im Winter hingeht

Ryanair hat den Winterflugplan 2018/2019 für Deutschland vorgestellt. 24 neuen Strecken, darunter sieben neue Verbindungen nach Italien sowie weitere aufregende neue Strecken nach Spanien, Portugal und Marokko, will der Billigflieger 19,7 Millionen Passagiere über 16 deutsche Flughäfen pro Jahr befördern.

Ryanair würde damit in Deutschland somit um 13 Prozent wachsen. Beispiel Ryanair in Memmingen: Zadar, Edinburgh und Brindisi waren nur der Anfang. Die irische Fluggesellschaft mit Marrakesch als neuem Ziel ihr Angebot im kommenden Winter nochmals aus.

„Der nächste Winterflugplan hat es in sich“, freut sich schon heute Flughafen Geschäftsführer Ralf Schmid. Wurde früher über den Winter die Zahl der Verbindungen meist reduziert, so kommen in diesem Jahr ab Ende Oktober weitere drei neue Strecken hinzu (Zadar ist ein reines Sommerziel). Ein solch attraktives Angebot habe der Flughafen bisher noch in keinem Winterflugplan präsentieren können, betonte Schmid. Dieses Wachstum sei auch auf die erfolgreiche Etablierung einer Ryanair-Basis in Memmingen zurückzuführen, die sich vom Start weg als sehr profitabel erwiesen habe.

Marrakesch im Gabelflug

Marrakesch, das als Flugziel in Memmingen ein Comeback feiert, wurde bereits von vielen Passagieren sehnlichst (zurück-)erwartet. Die magische Stadt in Marokko bietet nicht nur orientalisches Flair, Tradition und internationalen Hotelkomfort, sie ist auch Ausgangspunkt interessanter Rundreisen.

Mit dem zweiten marokkanischen Flugziel Fes ergeben sich zudem attraktive Reisekombinationen durch die Buchung von Gabelflügen. Geflogen wird von Memmingen nach Marrakesch erstmals am 28. Oktober, am Sonntag und Mittwoch jeweils um 11:05 Uhr. Die Flugzeit beträgt 03:40 Stunden.

Ziele von Ryanair im Winterflugplan

Flughafen IATA-Code Ziele von Ryanair
Berlin Schönefeld SXF

Edinburgh
Faro
Marrakesch
Frankfurt am Main FRA Agadir
Dublin
Frankfurt Hahn HHN Trapani
Düsseldorf Weeze NRN

Agadir
Bromberg
Cagliari
Porto
Palma
Hamburg HAM

Edinburgh
Thessaloniki
Venedig Treviso
Nürnberg NUE Marrakesch
Thessaloniki
Baden-Baden FKB

Rom-Ciampino
Trapani
Cagliari
Marrakesch
Memmingen

Brindisi
Edinburgh
Marrakesch
Sofia

Deutsche Verbraucher haben dabei folgende Konditionen und Möglichkeiten:

  • Günstigere Gebühren für Aufgabegepäck – geringere Gebühr von 25 Euro, erhöhtes Maximalgewicht von 20 kg
  • Umsteigeverbindungen in Rom, Mailand und Porto, weitere Flughäfen folgen
  • Ryanair Rooms mit einer Reisegutschrift von zehn Prozent
  • Ryanair Transfers – größere Auswahl an Bodentransportmöglichkeiten mit neuem Partner CarTrawler
  • Pünktlichkeitsversprechen – 90 Prozent unserer Flüge werden pünktlich sein
  • Preisversprechen – findet man einen günstigeren Preis soll die Differenz erstattet plus fünf Euro auf dem Account gutschreiben werden

STR mit neuen Zielen und Low-Cost Airlines im Sommer

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Im Sommerflugplan des Stuttgarter Flughafens stehen 51 Airlines. Diese fliegen regelmäßig zu 124 Zielen in 36 verschiedenen Ländern. Auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB) gab der Flughafen heute bekannt, dass das beliebteste Urlaubsland der Saison unverändert Spanien ist, gefolgt von der Türkei und Griechenland.

Eurowings hat in diesem Sommer das Streckennetz ab Stuttgart deutlich erweitert: Erstmals geht es nach Palermo, der Hauptstadt von Sizilien. Weiterhin neu im Flugplan der Eurowings sind Breslau sowie Tivat in Montenegro oder Mostar, als Gewinner des „you vote, we fly“-Wettbewerbs. Die Kanalinsel Jersey steht ebenso im Programm wie Newquay in Cornwall, Venedig oder die griechische Insel Zakynthos.

Urlaubsziele durch neuen Player

Auch TUIfly und Condor bieten Reiselustigen wieder eine Vielzahl an attraktiven Urlaubszielen in Spanien, der Türkei und Griechenland, darunter auch erstmals Kalamata auf der Peloponnes mit Condor. Das beliebteste Ziel der Urlauber ist jedoch nach wie vor Mallorca, das von mehreren Airlines angeflogen wird, erstmals in diesem Sommer auch von den Fluggesellschaften Easyjet, Ryanair und Vueling.

Ein für den Flughafen Stuttgart erfreulicher Neuzugang ab Ende April wird die Fluggesellschaft Finnair. Diese startet dann täglich in die Ostseemetropole Helsinki und bietet von dort erstklassige Umsteigemöglichkeiten in das Langstreckennetz der finnischen Fluggesellschaft, wie zum Beispiel nach Bangkok, Hong Kong oder Singapur.

Lufthansa mit Megaauftritt auf der ITB

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Der Willkommensgruß der Lufthansa Group auf der Internationalen Tourismus-Börse Berlin (ITB) unter dem Motto „Willkommen in einer offenen Welt“. Auf dem 614 Quadratmeter großen Stand bieten die Lufthansa Group Airlines und Miles & More den Besuchern zahlreiche interaktive Reiseerlebnisse.

Begrüßt werden die Gäste an der Frontseite des Standes von einem 40 Quadratmeter großen Megascreen. Dort präsentiert die Lufthansa Group unter anderem ihre neuen Ziele und gibt als Special die Möglichkeit für einene digitalen Soforturlaub. Die internationale Tourismusmesse ITB in Berlin startet heute und läuft bis 11. März auf dem Messegelände. Den digitalen Messeplan finden Sie hier.

Lufthansa zeigt das Highlight an ihrem Stand im Erdgeschoss. Hier lädt der Luftfahrtkonzern zu einem digitalen Soforturlaub ein. In wenigen Sekunden reist man dank Augmented Reality in die Weltmetropolen New York, Mumbai oder Shanghai. Besucher tauchen in virtuelle Welten ein und erleben je nach Ziel eine Straßenband in New York, ein Holi-Fest in Indien oder Shaolin-Mönche in Shanghai. Der besondere Clou ist, dass die Gäste direkt mit ihrer Umgebung interagieren und beispielsweise mit den Straßenmusikern in New York trommeln können. Jeder Soforturlauber erhält selbstverständlich ein kleines Souvenir von seiner Reise.

3-D-Projektionen und Virtual Reality der neuen Flugzeuge

Im ersten Stock können Messebesucher verschiedene Flugzeuge der Lufthansa Group mit einer HoloLens-Brille virtuell in die Luft bringen. Mithilfe von interaktiven 3-D-Projektionen können Gäste die Flaggschiffe der Flotte, wie zum Beispiel den Airbus A350, als Hologramme über die umliegenden Messestände fliegen lassen.

Das Lufthansa Reisegefühl kann in den Originalsitzen der First Class, Business Class und Premium Economy Class erlebt werden. Damit das Eintauchen in die Reiseklassen noch authentischer wird, bietet Lufthansa auch hier ein digitales Erlebnis: Die Besucher können sich Virtual Reality-Brillen aufsetzen und fühlen sich dadurch wie an Bord eines echten Flugzeugs. Als Highlight lässt sich auf diese Art auch die neu entwickelte Business Class erleben.

Fans der SayYesToTheWorld-Kampagne haben zudem die Gelegenheit ihren eigenen Film zu drehen. Wie im Original Lufthansa Spot können sie in den Premium Economy Sitzen Platz nehmen und Antworten auf die Frage geben „Warum liebst du die Welt?“. Die Antworten werden insgesamt in fünf Videos geschnitten und auf dem Lufthansa Youtube Channel hochgeladen. Dabei werden vom deutschen Branchenprimus auf einer interaktiven Videowand Beispiele für neue Services am Boden und in der Luft gezeigt. Zu finden sind unter anderem Informationen zu Familienangeboten, Online-Services, Lounges oder Unterhaltung an Bord.

Airlines der Lufthansa Group am Stand

Im Erdgeschoss feiert Austrian Airlines ihr 60-jähriges Bestehen. Gäste können es sich in der neuen myAustrian Premium Economy Class bequem machen. SWISS stellt die neue First Class Lounge in Zürich vor. Eurowings führt als erste Low Cost Airline eine Business Class ein: die BIZClass. Auf der ITB werden die Originalsitze präsentiert, die ab Ende April 2018 erstmals auf Strecke gehen sollen. Auch über Brussels Airlines können sich Besucher informieren. Somit sind alle fünf Airlines der Lufthansa Group erstmals am selben Stand vertreten.

Zum 25. Geburtstag von Miles & More lädt Europas größtes Vielflieger- und Prämienprogramm zu einer spannenden Meilen-Rallye ein, bei der Besucher Meilen sammeln und mit dem Besuch von mindestens zehn Partnerständen an der Verlosung von zehn mal 25.000 Prämienmeilen teilnehmen können. 2017 wurde der ITB-Stand der Lufthansa Group jeweils mit dem ersten Platz in den Kategorien „Best Booth Design“ und „Carriers“ ausgezeichnet.

Vorstoß für Flugsicherung per Remote-Tower

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Die Deutsche Flugsicherung DFS hat in Madrid mit der Frequentis AG eine Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures zur Herstellung und Errichtung schlüsselfertiger Remote-Tower-Lösungen unterzeichnet. Mit der Zusammenarbeit bündeln die Unternehmen ihr bewährtes technisches und betriebliches Know-how in Remote-Tower-Projekten.

Die Fernüberwachung von Flughäfen gewinnt in der Flugsicherungsbranche zunehmend an Bedeutung. Remote-Tower-Lösungen ermöglichen, dass die Platzkontrolle an einem Flughafen nicht mehr durch Fluglotsen vor Ort durchgeführt wird, sondern mittels einer Außensichtersatz-Technologie von einem anderen Ort aus. So können Fluglotsen die Starts, Landungen und Rollbewegungen von Flugzeugen an verschiedenen Flughäfen von einem weiter weg gelegenen zentralen Standort leiten. Dadurch lassen sich bei Erhöhung der Produktivität zugleich eine signifikante Reduktion der Kosten sowie Effizienzgewinne erzielen.

Technik und Know-how der Flugsicherung vereint

Das neue, global agierende Joint Venture soll den Namen Frequentis DFS Aerosense GmbH tragen und seinen Sitz in Österreich haben. Die beiden Unternehmen stellen jeweils einen Geschäftsführer. Dafür benannt worden sind Katrin Scheidgen (DFS Aviation Services) und Christian Weiss (Frequentis). Frequentis und DFS werden die gemeinsam entwickelte, zukunftsweisende Remote-Tower-Lösung als Turnkey Solutions künftig über das neue Unternehmen weltweit vermarkten. Das Joint Venture, das als eigenständiges Unternehmen am Markt agieren soll, bündelt die Stärken beider Unternehmen und erhöht so die Wettbewerbsfähigkeit der Remote Tower Lösung insgesamt.

Die Frequentis AG bringt die benötigten Technologien für die Flugverkehrskontrolle an Flughäfen ein, ihre Expertise bei der Entwicklung von kundenorientierten Remote-Tower-Systemen sowie ihr weltweites Netzwerk aus Niederlassungen und lokalen Repräsentanzen für die Umsetzung von Remote-Tower-Projekten auf der ganzen Welt.

DFS Aviation Services bringt ihr Know-how bezüglich Beratung, Validierung, Transition und Training aus der Flugsicherung ein. Die Tochtergesellschaft der DFS arbeitet Hand in Hand mit dem Mutterkonzern und verfügt damit über die operative Erfahrung, welche die DFS mit der Entwicklung ihrer eigenen Remote-Tower-Lösung gewonnen hat. DFS und Frequentis richten derzeit eine Remote-Tower-Zentrale am Flughafen in Leipzig ein. Von dort aus werden die Fluglotsen ab Ende dieses Jahres den internationalen Flughafen Saarbrücken kontrollieren; folgen werden Erfurt und Dresden.

Flugverkehrskontrolle im Wandel

Auch das Gebiet der Flugverkehrskontrolle erfährt einer rasante Digitalisierung. Remote-Tower-Lösungen versprechen deutliche Kosteneinsparungen und mehr unternehmerische Effizienz bei der Flugsicherung. Mit der DFS Aviation Services sollen so Potenziale ausgeschöpft und weltweit bekannt gemacht werden. Damit befindet sich die Flugsicherung am Boden, neben derjenigen in der Luft mit neuen Lufträumen und gleichenfalls Zentralisierung, im Umbruch.

„Remote Tower Control bedeutet einen Paradigmenwechsel. Wir sorgen damit weiterhin für die gewohnt sichere Flugverkehrskontrolle auf höchstem Niveau. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit bei dieser Schlüsseltechnologie, denn beide Unternehmen sind führend auf ihrem Gebiet. Die Bündelung technischer Expertise mit den individuellen Anforderungen einer Flugsicherung ermöglicht ein funktionierendes Remote-Tower-Projekt. Wir sind zuversichtlich, dass das Joint Venture Erfolg haben wird und wir ein führender Anbieter von Remote Tower Lösungen werden“, so Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFS.

Auf dem Foto: DFS und Frequentis unterzeichneten auf dem World ATM Congress in Madrid eine Vereinbarung über ein Joint Venture für die weltweite Lieferung schlüsselfertiger Remote-Tower-Gesamtprojekte. Das Joint Venture wird unter dem Namen Frequentis DFS Aerosense GmbH firmieren; Norbert Haslacher, Chief Sales Officer und Executive Board Mitglied bei Frequentis, Hannes Bardach, CEO Frequentis, Klaus-Dieter Scheurle, CEO der DFS, und Dirk Mahns, Geschäftsführer DFS Aviation Services (v.l.n.r.).

Abu Dhabi und Baku direkt verbunden – Codeshare

Der Erstflug EY297 startete letzte Woche in Abu Dhabi mit einer Sonderdelegation, zu der Diplomaten, Würdenträger, Medienvertreter und hochrangige Mitglieder des Managementteams von Etihad Airways gehörten. Bei der Ankunft in Baku wurde das Flugzeug mit einem traditionellen Wasserwerfer-Salut empfangen.

Zusätzlich wurden anschließend die Nationalflaggen der beiden Länder aus den Cockpitfenstern gehängt. „Wir freuen uns sehr darauf, Linienflüge zwischen Abu Dhabi und Baku durchzuführen“, sagt Peter Baumgartner, Chief Executive Officer von Etihad Airways. „Es sind die einzigen Linienflüge, die die beiden Hauptstädte verbinden.

Visa-Programm befeuert Reiseaufkommen

Beide Märkte haben eine starke Nachfrage nach dieser direkten Full-Service-Verbindung. Die neuen Flüge werden den Flugverkehr aus den VAE weiter ankurbeln und die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern stärken. Das 2015 von Aserbaidschan für VAE-Staatsangehörige eingeführte Visa-Waiver-Programm hat das Interesse an diesem Land stark gefördert und zu einem Anstieg der Besucherzahlen geführt.“

Etihad Airways und Azerbaijan Airlines haben kürzlich eine Codeshare-Partnerschaft bekannt gegeben. Etihad Airways Flüge zwischen Baku und Abu Dhabi tragen nun zusätzlich den Flugcode „J2“ von Azerbaijan Airlines. Im Rahmen dieser Partnerschaft können Gäste von Azerbaijan Airlines Codeshare-Flüge von und nach Abu Dhabi buchen und von dem umfangreichen globalen Netzwerk von Etihad Airways profitieren.

Business und Tourismus können wachsen

„Azerbaijan Airlines und Etihad Airways sind langjährige Partner in der zivilen Luftfahrt“, sagt Jahangir Asgarov, Präsident von Aserbaidschan Airlines. „Die Zusammenarbeit unserer beiden Fluggesellschaften wird für einen Anstieg der Touristenzahlen sorgen sowie die Möglichkeiten von Geschäftsreisenden verbessern.“

Etihad Airways hat Saeed Mohammad Ahmed zum Country Manager Aserbaidschan ernannt. Er ist Staatsbürger der Vereinigten Arabischen Emirate und ein erfahrener Luftfahrtprofi, der zuvor bei der Fluggesellschaft als Business Development Manager für die USA in Chicago tätig war. In seiner neuen Position wird er für den strategischen und kommerziellen Erfolg der neuen Strecke und für die Entwicklung von Geschäftsbeziehungen mit wichtigen aserbaidschanischen Unternehmen und der Reisebranche verantwortlich sein.

Die neuen Flüge werden dreimal wöchentlich mit einem Airbus A320 mit 136 Sitzplätzen, der über 16 Sitze in der Business Class und 120 Sitze in der Economy Class verfügt, jeden Mittwoch, Freitag und Samstag durchgeführt. Den Gästen, die in Abu Dhabi und Baku ankommen und abfliegen, werden dabei tagsüber optimale Zeiten geboten. Der Flugplan ermöglicht einen Zugang zu Verbindungen zum und vom weltweiten Streckennetz von Etihad Airways über die gesamte Woche verteilt. Die Airline kann somit eine Mischung aus Wochenend-, Kurzaufenthalts- und Geschäftsreisemöglichkeiten bieten.

Auf den Fotos

Airbus A320 beim Eröffnungsflug von Etihad Airways nach Baku nach der Landung am internationalen Flughafen Heydar Aliyev, empfangen mit dem traditionellen Wasserwerfer-Salut.

Erstflug der Fluggesellschaft nach Baku wird gefeiert (von links nach rechts): Mohammed Al Katheeri, Leitender Vizepräsident für Strategie und Kommunikation, Abu Dhabi Airports Company, SE Mohamed Ahmed Hamel Alqubaisi, Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in Aserbaidschan, Peter Baumgartner, Vorstandsvorsitzender, Etihad Airways, SE Dashqin Mazi Shikarov, Botschafter von Aserbaidschan in den Vereinigten Arabischen Emiraten, flankiert von der Etihad Airways Besatzung.

Feiern den ersten Flug der Fluggesellschaft nach Baku mit einem zeremoniellen Kuchen-Anschnitt (von links nach rechts): Ahmed Saif Bedwawi, Flughafenmanager Baku, Etihad Airways, Nahid Baghirov, Vorsitzender der Aserbaidschanischen Tourismusbehörde, Peter Baumgartner, Geschäftsführer Etihad Airways, Saeed Mohammad Ahmed, Country Manager Aserbaidschan, Etihad Airways, Mohamad Al Bulooki, Exekutivdirektor Commercial, Etihad Airways, Eldar Hahiyev, Vizepräsident und Exekutivdirektor von Azerbaijan Airlines, SE Mohamed Ahmed Hamel Alqubaisi, Botschafter der VAE in Aserbaidschan, Hareb Al Muhairy, Leitender Vizepräsident Vertrieb (VAE, GCC, Levant, Afrika), Etihad Airways, Ali Al Shamsi, Vizepräsident Global Airports, Etihad Airways.

Die aserbaidschanische Tanzgruppe Yalli tritt mit einer traditionellen Bayram-Vorstellung auf einer Sonderveranstaltung in Baku auf, um den Eröffnungsflug von Etihad Airways in die Hauptstadt Aserbaidschans zu feiern.

JEC in Paris zeigt Leichtbau-Produktion

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Im Mittelpunkt der JEC World stehen in diesem Jahr innovative Technologien für die digitalisierte Produktion von Faserverbundbauteilen. Auf der europäischen Leitmesse für Faserverbundleichtbau noch bis 08. März 2018 in Paris präsentiert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) aktuelle Forschungsprojekte rund um das Thema faserverstärkte Hochleistungskunststoffe.

DLR-Instituts für Faserverbundleichtbau und Adaptronik haben einen gemeinsamen Auftritt mit dem Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) in Stade, der DLR-Einrichtung Simulation und Softwaretechnik und dem DLR-Instituts für Bauweisen und Strukturtechnologie. Am rund 80 Quadratmeter großen DLR-Stand in Halle 5a (E66) zeigen und erklären die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vielfältige Beispiele für Anwendungen vor allem aus den Bereichen der Luft- und Raumfahrt.

Produktion in der Digitalen Fabrik

Die vollautomatisierte Prozesskette zur Herstellung von Faserverbund-Bauteilen im Harzinjektionsverfahren (RTM) am DLR Stade wird durch einen digitalen Zwilling zu einem cyber-physischen System aufgerüstet, um so die reale Produktion virtuell zu überwachen. Menschen, Objekte und Systeme werden hier in naher Zukunft in Interaktion treten.

Hierbei werden die Möglichkeiten einer dynamischen, echtzeitfähigen sowie selbstorganisierenden Produktion erforscht. Auf der Messe können die Besucher live in die virtuelle Realität der Anlage eintauchen und einen Eindruck von zukünftigen Anwendungsszenarien bekommen, zum Beispiel die Wartung aus der Ferne oder die Steuerung über einen virtuellen Leitstand.

CoRe HeaT: Schnelle Heizmethode zur Kohlenstofffaserablage

Die Continuous Resistance Heating Technologie (CoRe HeaT) ist eine alternative Heizmethode für das Ablegen von Kohlenstofffasern. Während der Strom direkt durch die Fasern geleitet wird, heizen sich diese durch ihren natürlichen Widerstand auf. Gängige Heiztechnologien per Infrarotstrahler, Heizgas oder Laser haben den Nachteil, dass sie entweder vergleichsweise langsam oder sehr teuer sind. Herausragende Eigenschaft der neuen Technologie sind die extrem hohen Heizraten.

Selbst höchste Prozesstemperaturen von bis zu 450 Grad Celsius werden in wenigen Mikrosekunden erreicht. Dadurch ist eine wesentlich schnellere Ablegerate von zwei Metern pro Sekunde selbst bei vorimprägnierten Fasern möglich. Die gegenüber konventionellen Heizmethoden kostengünstige Technologie ermöglicht zudem die Konstruktion besonders leichter und kompakter Vorrichtungen für robotische Faserablage. Der im DLR Stade entwickelte Ablegekopf wird auf der Messe erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Schäden im Bauteil auffinden

In Flugzeugen werden zunehmend Materialien aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) eingesetzt. Um diese Flugzeuge noch sicherer zu machen und die Wartung zu erleichtern, erforscht das DLR-Institut für Faserverbundleichbau und Adaptronik Technologien, die Auskunft über die Größe und den Ort einer Beschädigung geben können. Für das Structural Health Monitoring (SHM) wird das CFK-Bauteil mit Sensoren ausgestattet, die wie eine Art Nervensystem funktionieren.

Die Sensoren werden dabei nicht aufgeklebt, sondern während des Fertigungsprozess direkt in das Material integriert. Das spart Fertigungskosten. Nimmt ein Flugzeug Schaden, zum Beispiel dadurch, dass beim Beladen angeeckt wird, muss zukünftig nicht erst ein Techniker kommen, um den Defekt aufzuspüren. Per Knopfdruck gibt die Struktur Auskunft, an welcher Stelle sie beschädigt wurde und ob eine Reparatur notwendig ist. Am DLR-Messestand kann der Besucher die SHM-Technologie interaktiv erfahren. So zeigen es die Fotos: Piezokeramischer Sensor. In die Struktur integrierter piezokeramischer Sensor als Teil des Structural-Health-Monitoring-Netzwerks; DLR-Stand auf der JEC World Paris 2018 in Halle 5a; CoRe HeaT: Am DLR Stade entwickelter CoRe HeaT-Faserlegekopf.

„Cargovention“ ruft Logistiker auf den Plan

„Cargovention“ will Anlaufpunkt für Firmen sein, die neben Fracht von A nach B auch sonst etwas bewegen wollen. Auf der ersten „Cargovention“ wollen Unternehmen der Logistik-Branche deshalb am 08. März 2018 in Frankfurt zusammentreffen. Eingeladen hat dazu Lufthansa Cargo.

Die Fracht-Airline gilt vor allem wegen ihrer führenden Rolle in der digitalen Transformation der Logistikwelt als Vorreiter für die Gestaltung der Zukunft. Auf der „Cargovention“ bringt das Unternehmen wichtige Innovatoren, Industry-Leader, aber auch Start-Ups zusammen, um gemeinsam den Wandel mit neuen Lösungen und Wegen voranzutreiben.

Hyperloop: Cargo von Tradition bis Start-up

Rund 250 Teilnehmer dürfen dabei sein, wenn Speaker wie Gisbert Rühl (CEO Klöckner) und Peter Gerber (Vorstandvorsitzender Lufthansa Cargo) über den kulturellen Wandel in einem Traditionsunternehmen sprechen. Wenn Alexander Schlaubitz (Vice President Marketing Lufthansa) mit „Explore the new“ Herkunft auf Zukunft treffen lässt oder Markus Kückelhaus (Leiter Forschung & Entwicklung bei DHL Customer Solutions & Innovation) die Supplychain der Zukunft vorstellt.

„Gerade bei der Auswahl der Speaker haben wir auf eine spannende Mischung geachtet: Hier referieren CEOs führender Unternehmen neben jungen Start-Ups. WARR Hyperloop baut beispielsweise im Rahmen der internationalen SpaceX Hyperloop Pod Competition Prototypen für ein futuristisches Transportmittel. Hier denken junge Leute unser Business komplett neu. Die Veranstaltung bietet uns den idealen Rahmen, aus alten Denkmustern auszubrechen und Logistik aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Eine Chance, die im Alltag oft verloren geht,“ so Peter Gerber, Vorstansvorsitzender der Lufthansa Cargo.

Wettbewerb für Weltanbindung aus Hessen

Neue Chancen bietet die „Cargovention“ auch für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihr Business vorantreiben möchten: In einem hessenweiten Pitch „HessenGoesGlobal“ ermöglicht Lufthansa Cargo gemeinsam mit ausgewählten Partnern den kostenlosen Zugang zum Weltmarkt – für ein ganzes Jahr. Nach den ersten Bewerbungsrunden stehen jetzt die Finalisten fest. „Eigentlich sollten nur die Top 3 während der „Cargovention“ gegeneinander antreten. Allerdings gab es am Ende ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, sodass sich nun fünf Unternehmen der Jury präsentieren dürfen“, erklärt Alexis von Hoensbroech, Vorstand Produkt und Vertrieb der Lufthansa Cargo.

Um das umfangreiche Paket an Fracht- und Logistikleistungen bewerben sich: Das Frankfurter Brett mit der ersten „Werkbank“ für die Küche; Schönwetterfront mit Gute-Laune-Streetwear made in Germany; Bizzi-Ice mit viel Liebe zu Eis in Bioqualität und ohne Zusatzstoffe; Nik Huber Guitars mit handgefertigten Highclass E-Gitarren und OneSoap mit veganer Seife für vielfliegende Globetrotter.

„Wir freuen uns, dass der Wettbewerb so gut angenommen wurde und wir hier fünf tolle Unternehmen vorstellen dürfen. Als Fracht-Carrier mit weltweiten Verbindungen möchten wir gerade kleinere Unternehmen fördern und sie auf ihrem Weg in den globalen Markt unterstützen“, fügt Alexis von Hoensbroech hinzu. Mit der Kombination aus Event und Pitch sowie der bewusst breit gestreuten Auswahl an Speakern möchte Lufthansa Cargo die Branche inspirieren und gezielte Impulse in Richtung „Future Logistics“ setzen.

Künstliche Intelligenz soll Gepäckverlust verbannen

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Nach einem jetzt veröffentlichten Paper „Intelligent Tracking: A Baggage Management Revolution“ wird die smarte Nutzung von Technologien wie künstlicher Intelligenz (KI) das Gepäckmanagement voraussichtlich im nächsten Jahrzehnt revolutionieren. Fluggäste werden in Zukunft weltweit nur noch sehr selten von Gepäckverlust betroffen sein.

SITA gehört zu 100 Prozent mehr als 400 Unternehmen aus der Luftfahrtindustrie, verfügt über ein einzigartiges Branchenverständnis und setzt den Schwerpunkt auf technologische Innovationen und hat das Paper veröffentlicht. SITA will die Luftfahrt technologisch umgestalten. KI werde demnach eine Schlüsselrolle bei der Abfertigung der Zukunft spielen. Der Dienstleister von Kommunikations- und IT-Lösungen, wie Managed-Communications- und Infrastrukturdienste, eAircrafts, Fluggastmanagement-, Gepäck- und Selbstbedienungstechnologien sowie Lösungen für das Passagier- und Flughafenmanagement. Aus dem Paper geht hervor, dass derzeit pro Jahr mehr als 4,5 Milliarden Koffer (Quelle: SITA Baggage Report 2017) mit industriellen Gepäcksystemen abgefertigt werden. Doch die Fluggesellschaften und Flughäfen müssen mit der erwarteten Verdopplung des Passagieraufkommens in den nächsten 20 Jahren auch die doppelte Menge an Gepäckstücken bewältigen.

Koffer verloren: Lückenloses Tracking

Durch verbesserte Technologien und optimierte Prozesse konnte die Luftverkehrsbranche ihre jährlichen Kosten für verspätetes Gepäck von 4,22 Milliarden US Dollar auf 2,1 Milliarden US Dollar reduzieren. Doch jedes Gepäckstück, das verloren geht, ist eines zu viel und die Branche sucht weiterhin nach Lösungen, um die Zahl noch weiter zu reduzieren.

Ilya Gutlin, President SITA Air Travel Solutions, sagt: „Wir bei SITA glauben, dass die sinnvolle Nutzung von Daten und künstlicher Intelligenz im nächsten Jahrzehnt die Art und Weise revolutionieren wird, wie wir die Luftverkehrsbranche managen…“

Derzeit fokussiert sich die Branche auf die Umsetzung der Resolution 753 der International Air Transport Association (IATA). Sie sieht vor, dass die Mitgliedsfluggesellschaften jedes einzelne Gepäckstück lückenlos nachverfolgen. Außerdem müssen sie die Trackinginformationen mit allen teilen, die daran beteiligt sind, den Reisenden das Gepäck an ihrem jeweiligen Zielort zuzustellen. Mit Umsetzung der Resolution liegen genaue Daten über den Reiseverlauf eines jeden Gepäckstücks vor und die Branche arbeitet bereits an einem verbesserten Modell für den Gepäckbetrieb.

KI nutzt mehr Daten zur Automation

Ilya Gutlin sagt: „Die Gepäckverfolgungsdaten, die im Zuge der Resolution 753 entstehen und gesammelt werden, sind für die Flugverkehrsbranche eine wichtige Informationsquelle. Mit KI-Werkzeugen können wir den Gepäckbetrieb noch effizienter gestalten und das verbessert letztlich auch das Reiseerlebnis der Fluggäste.“

Flughäfen und Fluggesellschaften können mithilfe von künstlicher Intelligenz in ihrem Betriebsablauf erkennen, welche Gepäckrouten am meisten belastet sind und welche Faktoren die meisten Störungen verursachen. Mit diesen Systemen ließen sich ebenfalls Gepäckbewegungsmuster aufdecken, die den Fluggesellschaften helfen können, Gepäck effizienter zuzustellen.

Intelligente Maschinen werden dafür sorgen, dass das Gepäck autonom zugestellt wird und zwar komplett ohne menschliches Zutun von der Gepäckaufgabe bis zur Ankunft am Reiseziel. In dieser Zukunftsvision könnten zum Beispiel autonome Lader eingesetzt werden, um das Gepäck zwischen Terminal und Flugzeug zu transportieren. Fluggesellschaften und Flughäfen werden auf Basis der Gepäckbewegungsdaten Passagieren mehr relevante Informationen über den Reiseverlauf ihres Gepäcks vom Abflug bis zum Zielort bereitstellen können.

Supply-Chain hat Schlüsselrolle bei KI-Nutzung

Es wurden bereits wichtige Fortschritte erzielt, um das Potential von künstlicher Intelligenz zu nutzen. Die Luftfahrt profitiert dabei von den Erfahrungen der Supply-Chain-Branche, die bei der Umsetzung von KI-basierten Geschäftsmodellen führend ist. Ilya Gutlin sagt: „Die digitale Transformation des Gepäckmanagements findet bereits statt und das veröffentlichte Paper zeigt, wie der Einsatz von künstlicher Intelligenz unsere Branche im nächsten Jahrzehnt verändern wird. Es wird eine Weile dauern, aber künstliche Intelligenz wird ihr Potential für einen serviceorientierteren Gepäckbetrieb entfalten. In Folge wird die Gepäckzustellung zuverlässiger und Flughäfen und Fluggesellschaften können ihren Passagieren maßgeschneiderte Gepäckservices anbieten.“

Boeing 777-200LR fliegt jetzt mit neuer Business Class

Emirates hat ihre neue Kabine für die Business Class enthüllt, wie sie in der Boeing 777-200LR eingerichtet wird. Die Business Class erhält dadurch mehr Platz für Passagiere durch weitere Sitze, die erstmals in einer 2-2-2-Konfiguration verbaut werden.

Für die neue Einrichtung der zehn 777-200LR hat Emirates über 150 Mio. US-Dollar ausgegeben. Emirates konfiguriert die 777-200LR in zwei Klassen, darunter befinden sich 38 Sitze in der gehobene Business Class und 264 in der Economy Class. Emirates verbaute für die Geschäftsreiseklasse Sitze, die sich ganz flach einstellen lassen und zwie Zoll, also ca. fünf Zentimeter, länger sind.

Einzigartig für Kabine der 777-200LR

Der Flugzeugsitz hat einen Platz von insgesamt 72 Zoll und kann ganz flach zum schlafen ausgefahren werden. Das Inflight Entertainment System lässt sich per Touchscreen steuern. Zum luxuriösen Reiseerlebnis soll auch eine kleine Minibar am Sitz und das geräumigere Gefül in der Klasse sorgen. Hinzu kommt noch eine Social Area in der Business Class – einzigartig in der Boeing 777-200LR-Flotte.

Auch die Economy Class in der 777-200LR hat eine Überholung erfahren und zeigt sich mit modernerem Farbdesign. Bis zu 3.000 Kanäle kann das Bordunterhaltunssystem on-demand anbieten, dazu 600 Filme. An Bord gibt es auch WLAN und live-Fernsehen in allen Klassen. Heute geht die erste neu ausgestattete Boeing 777-200LR von Emirates in den Liniendienst. Ziel ist Fort Lauderdale. Das Flugzeug soll aber auch nach Santiage de Chile eingesetzt werden. Übers Jahr sollen die übrigen neun Triple-Sevens bei der Kabine aufschließen.

MTU München sucht hunderte Ingenieure und ITler

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Die MTU Aero Engines eilt von Rekord zu Rekord und schraubt die Produktion Jahr für Jahr nach oben. Um weiter auf Erfolgskurs zu bleiben, müssen die vollen Auftragsbücher nun aber abgearbeitet werden.

Dafür sucht das Traditionsunternehmen im Münchner Norden Personal: In diesem Jahr gibt es am Unternehmenssitz rund 350 Stellen neu zu besetzen. Gesucht werden über 100 Personen für den gewerblichen Bereich – in erster Linie Zerspanungs-, Industrie- sowie Triebwerksmechaniker. Die restlichen Stellen entfallen auf den Angestelltenbereich. Hier werden vor allem Entwicklungsingenieure mit abgeschlossenem Studium der Luft- und Raumfahrt sowie Spezialisten der Informationstechnologie und Digitalisierung benötigt. Auch SAP-Berater werden gesucht.

Im Sog des weltweiten Flottenwachstums

Technik-Vorstand Lars Wagner erläutert die Hintergründe: „Die MTU ist in den vergangenen Jahren gewachsen und wird das auch weiter tun. Stückzahlen und Arbeitsvolumen steigen stetig an.“ Schon heute hat jedes dritte Passagierflugzeug MTU-Technologien an Bord. In den nächsten 20 Jahren soll sich die weltweite Flugzeugflotte auf rund 40.000 Flugzeuge verdoppeln – und alle brauchen Triebwerke.

Davon will die MTU profitieren. Wagner: „Um diesen Bedarf zu decken, müssen wir die Produktion in München weiter ausbauen. Wir haben neue Fertigungsanlagen installiert, gestalten Prozesse und Strukturen effizienter und setzen dabei auch auf die Digitalisierung.“ Da sich die Arbeit natürlich auch in Zukunft nicht von alleine mache, will die MTU jetzt rund 350 Stellen mit qualifiziertem Personal besetzen, so der Technik-Vorstand, zu dessen Ressort auch die Bereiche Produktionsentwicklung, Einkauf, Produktion und Montage gehören.

Tausende Bestellungen für Getriebefan

Ein besonderer Coup ist der MTU mit ihrer Beteiligung am Getriebefan-Triebwerk gelungen. Es ist das derzeit sparsamste und emissionsärmste Triebwerk und deshalb ein Renner auf dem Markt: Für Fluggesellschaften werden die Themen Kraftstoffverbrauch, Umweltverträglichkeit und Fluglärm immer wichtiger. Derzeit haben weltweit über 80 Airlines mehr als 8.000 Getriebefan-Triebwerke bestellt. Fünf Flugzeughersteller statten ihre Jets mit Getriebefan-Antrieben aus, darunter die A320neo von Airbus.

MTU ist Top-Arbeitgeber Was zeichnet die MTU als Arbeitgeber aus? Wagner: „Die MTU hat anspruchsvolle Aufgaben an Hightech-Produkten und hochmoderne Arbeitsplätze zu bieten.“ Als Triebwerkshersteller gehört das Unternehmen zur Luftfahrtbranche, einem Hochtechnologie-Industriezweig. Da es in dieser Branche mit die höchsten Sicherheitsstandards gibt, müssen die MTU-Produkte einem hohen Anspruch an Genauigkeit und Qualität genügen. „Zum Einsatz kommen bei der MTU Herstell- und Reparaturverfahren, die umfangreicher und komplexer sind, als wir sie aus dem Maschinenbau kennen. Die MTU arbeitet zudem mit den neuesten Maschinen und hat es mit neuen Werkstoffen zu tun, die nur in der Luftfahrt verwendet werden“, ergänzt Wagner.

Bewerbung bei MTU

Seit vielen Jahren zählt Deutschlands führender Triebwerkshersteller zu den Top-Arbeitgebern in Deutschland. Dieses Gütesiegel bescheinigt dem Unternehmen „herausragende Arbeitsbedingungen“. Die Bewertung erfolgt regelmäßig und bezieht sich auf Vergütung, flexible Arbeitszeitmodelle, Work-Life-Balance aber auch Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten. Wagner: „Die MTU ist ein sehr attraktiver Arbeitgeber.“ Welche Stellen im Einzelnen zu besetzen sind, weist MTU Aero Engines Career auf ihrer Seite aus. Über das Karriereportal kann man sich auch bewerben.

Andreas Berger neuer CEO von Ruag Defence

Der Verwaltungsrat von Ruag hat Andreas Berger zum neuen CEO von Ruag Defence ernannt. Nachdem er die Division seit Oktober 2017 bereits interimistisch geleitet hatte, übernimmt er seine Funktion definitiv am 01.03.2018.

Der 58-jährige Andreas Berger ist Elektrotechnik-Ingenieur und begann 2010 seine Karriere bei Ruag. Bis 2017 war Berger Senior Vice President bei Ruag Defence und trug die operative und die strategische Verantwortung für die Führung der Business Unit Network Enabled Operations Services.

Zum Kerngeschäft von Ruag Defence gehören Produkte und Dienstleistungen für Ketten- und Radfahrzeuge, die realistische Soldatenausbildung sowie zuverlässige Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen. Hinzu kommen ballistische und elektromagnetische Schutzlösungen. Zum umfassenden Portfolio gehören zudem die Wartung und der Betrieb sowie die Integration und innovative Upgrades von relevanten Systemen.

Athleten per 747-400 zu den Paralympics

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Als offizielle Fluggesellschaft des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) und Airline der Deutschen Paralympischen Mannschaft fliegt Lufthansa deutsche Athleten, Betreuer, Trainer und Ärzte zu den XII. Paralympischen Winterspielen.

Am 04. März um planmäßig 17:40 Uhr Ortszeit hob Flug LH 712 vom Flughafen Frankfurt ab. Kapitän Klaus Schickling und seine Crew bringen die rund 70-köpfige Delegation in einer Boeing 747-400 nach Seoul. Der Jumbo mit der Kennung D-ABVM landet planmäßig den folgenden morgen um 12:00 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen Seoul Incheon. Mit an Bord sind rund 25 Top-Athletinnen und Athleten, unter anderem die beiden Paralympicssiegerinnen Para-Skiläuferin Anna Schaffelhuber sowie Para-Biathletin und -Langläuferin Andrea Eskau.

Bundespräsident verabschiedet Olympioniken

Zuvor wurde die Mannschaft offiziell am Flughafen Frankfurt von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, zusammen mit dem hessischen Minister des Innern und Sport, Peter Beuth, sowie Harry Hohmeister, Mitglied des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG, dem Vorstandsvorsitzenden der Fraport AG Dr. Stefan Schulte und DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher verabschiedet.

„Wir bei Lufthansa sind stolz auf die lange Partnerschaft mit dem Deutschen Behindertensportverband und dem Paralympischen Team. Traditionell fliegen wir als offizielle Partner-Airline Sportler, Betreuer, Angehörige und Fans zu den Austragungsorten der paralympischen Spiele“, sagte Harry Hohmeister, Mitglied des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG. „Lufthansa wünscht den Sportlerinnen und Sportlern alles Gute, faire Wettkämpfe und dass sie erreichen, was sie sich vorgenommen haben.“

Crazy Sunday am CGN startet in neue Saison

Zum ersten Mal in diesem Jahr lädt der Flughafen wieder zum bunten Familienfest „Crazy Sunday“ ein. Am Sonntag, 18. März, tummeln sich Hasen und Küken am Airport: Unter dem Motto „Oster Feeling“ gibt es von 11:00 bis 16:00 Uhr auf der Besucherterrasse und in den Terminals abwechslungsreiche Mitmach-Aktionen für die ganze Familie.

Auf die Ostertage stimmen die Aktionen auf der Besucherterrasse ein: Hier steht ein Parcours für kleine Besucher bereit. Wer die Disziplinen „Ostereiersuche“, „Ostermemory“ und das „Osterwagen-Wettrennen“ absolviert hat, erhält eine Urkunde mit Foto. Beim Auftritt der Mitmach-Künstler „Jojos“ können Kinder selber aktiv werden. Wer Hunger bekommt, sucht sich etwas vom Grill aus oder besucht den Marktstand, der Poffertjes und Crêpes im Angebot hat. Für musikalische Unterhaltung sorgt an diesem Sonntag die Live-Band „Meyles & More“.

Entdeckungsreisen im Terminal

Spannend wird es im Laufe des Tages für die Teilnehmer des Gewinnspiels: Es werden zwei Fluggutscheine von Eurowings im Wert von je 100 Euro verlost. Auch in den Terminals geht es österlich zu. Abwechslungsreiche Angebote sind in Restaurants, Shops und Reisebüros zu entdecken. In Terminal 1, Bereich B, können sich Kinder Glitzer-Tattoos aufmalen lassen. Die Wartezeit können sie nutzen, um sich selbst in kleine Osterhasen zu verwandeln: An der Bastelstation werden Osterhasenohren angefertigt.

Direkt nebenan tritt mehrmals am Tag ein Puppentheater mit dem Stück „Kasper rettet den Osterhasen“ auf. Bunte Aktionen rund ums Thema Ostern finden auch in Terminal 2 statt: Auch hier steht eine Bastelstation bereit, an der Kinder Osternester mit Schokoeiern befüllen können. Mit etwas Glück wird am Crazy Sunday auch der Restaurantbesuch zum Schnäppchen: Wer mit seiner Restaurant-Rechnung am Gewinnspiel „Sie essen – wir zahlen“ teilnimmt, hat die Chance, diese vom Flughafen erstattet zu bekommen.

Infos für Besucher des Crazy Sundays

Der Airport-Besucherservice bietet auch an diesem Sonntag nach Anmeldung im Terminal 1, Bereich B, wieder kostenlose Führungen (Personalausweis mitbringen) über das Gelände an (die Platzanzahl ist begrenzt). Besucher, die im nahenden Frühjahr gerne der Sonne entgegen fliegen wollen, finden dafür im Terminal 2 im Reisemarkt viele attraktive Reise-Angebote.

Die ersten 200 Veranstaltungsbesucher, die eine Reise ab Köln/Bonn buchen, dürfen ihr Auto während der Urlaubsreise bis zu zwei Wochen kostenlos im Parkhaus 2 abstellen. Für Gäste der Veranstaltung ist das Parken wie immer sonntags besonders günstig: Für Ein- und Ausfahrten zwischen 08:00 und 20:00 Uhr bezahlen sie im Parkhaus 2 und 3 lediglich den Tarif von drei Euro.

Ariane startete mit falschem Parameter

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Arianespace teilte als die unmittelbare Ursache für die abweichende Flugbahn des Ariane-Flugs vom 25. Januar einen fehlerhaften Wert in den beiden Inertialmesseinheiten (IMU) des Trägers mit.

Für diese Mission hätte der Azimut für die Angleichung der IMU auf 70° eingestellt werden müssen, stattdessen war jedoch irrtümlicherweise der für die Übergangsbahn zum geostationären Orbit übliche Wert von 90° eingegeben worden. Aufgrund dieser Abweichung war die Flugbahn von den ersten Flugsekunden an um 20° nach Süden versetzt.

Prozesse zur IMU-Bahnfestlegung

Im Anschluss an den Ariane-Flug VA241 war eine unabhängige Untersuchungskommission eingesetzt worden, deren Schlussfolgerungen am 22. Februar bekanntgegeben wurden. Die Ergebnisse und Empfehlungen wurden am 28. Februar förmlich einem Lenkungsausschuss unter Einschluss des ESA-Direktors für Raumtransport, Daniel Neuenschwander, des Vorstandsvorsitzenden von Arianespace, Stéphane Israël, sowie des Vorstandsvorsitzenden der ArianeGroup, Alain Charmeau, unterbreitet.

Die aus dieser unmittelbaren Ursache zu ziehenden Schlussfolgerungen sind eindeutig, nämlich eine Konsolidierung der Prozesse zur Festlegung, Überprüfung und Genehmigung der spezifischen betrieblichen Verfahren im Zusammenhang mit dem IMU-Referenzrahmen. Es wurden Empfehlungen zur Verbesserung der Prozesse und der Qualitätskontrolle sowie zur Ausweitung der durchgängigen Überprüfungen der bei der Startkampagne verwendeten missionsspezifischen Parameter abgegeben.

Tests auf Funktionssimulator

Die ArianeGroup und Arianespace haben als Antwort auf die Ergebnisse und Empfehlungen der unabhängigen Untersuchungskommission einen Aktionsplan vorgestellt. Der ESA-Generalinspektor Toni Tolker-Nielsen nahm diesen Plan der beiden Unternehmen mit Befriedigung zur Kenntnis, da er sich nicht nur mit dem unmittelbaren Problem befasst, sondern auch grundsätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Prozesse und durchgängigen Überprüfungen vorsieht, insbesondere bei einigen wenigen Parametern, die aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften während des vor jedem Start durchgeführten Tests auf dem Funktionssimulator nicht überprüft werden.

Mit diesem Aktionsplan von ArianeGroup und Arianespace wird die Zuverlässigkeit des Startsystems Ariane-5, das dank einer beeindruckenden Serie von Missionserfolgen auf dem Markt führend ist, weiter ausgebaut. Diese Maßnahmen machen auch den Weg für den nächsten Start des Schwerlastträgers Ariane-5 in diesem Monat frei. Der Lenkungsausschuss hat den ESA-Generalinspektor mit der Überwachung der ordnungsgemäßen Umsetzung des Aktionsplans von ArianeGroup und Arianespace beauftragt. Auf dem Bild: Ariane 5 Flug VA240.

WLAN wird kostenlos am Flughafen DTM

Am Dortmunder Flughafen können Fluggäste und Besucher das WLAN von DOKOM21 ab sofort kostenfrei nutzen. Der neue Service für die Kunden am Dortmunder Flughafen ist nun 24 Stunden lang sowohl im öffentlich zugänglichen Bereich als auch im Sicherheitsbereich des Dortmund Airport verfügbar.

Ganz gleich, ob sich der Passagier am Check-in-Schalter befindet, in der Gastronomie verweilt oder am Gate auf seinen Flug wartet: Um im Flughafen-Terminal Zugang zum WLAN zu erhalten, ist lediglich das Akzeptieren der Nutzungsbedingungen und Allgemeinen Geschäftsbedingungen nach dem Auswählen des WLANs erforderlich. Mit nur einem Klick haben Passagiere und Besucher die Möglichkeit, Nachrichten online zu lesen, E-Mails abzurufen, Bilder in den sozialen Netzwerken zu verbreiten oder über Messenger-Dienste vor ihrem Abflug bzw. nach ihrer Ankunft Freunden und Verwandten einen Gruß zu schicken.

Online für Freizeit und Arbeit

Mit der Einführung eines kostenlosen WLAN-Netzes steigert der Dortmund Airport die Aufenthaltsqualität im Flughafen-Terminal. Denn zuvor war die WLAN-Nutzung nach der Anmeldung zum Kundennewsletter auf eine Stunde begrenzt. Zudem ist der Anmeldeprozess durch den Verzicht auf die Eingabe von WLAN-Zugangsdaten deutlich schlanker und einfacher geworden.

Insbesondere für Reisende aus dem Ausland bedeutet der Zugang zum kostenfreien, stabilen WLAN-Netz einen erhöhten Komfort zur Weiterreise, beim Zeitvertreib oder zur Kommunikation. Die Annehmlichkeiten des Internets sind ein zentraler Faktor entlang der Reisekette geworden und aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Mit dem neuen Angebot einer kostenfreien WLAN-Verbindung im Terminal wird der Dortmund Airport der Nachfrage und den gehobenen Kundenbedürfnissen gerecht.

Ausbildung oder Studium? LH auf der airport@night

Lufthansa Group ist wieder zentraler Aktreut auf der airport@night am Freitagabend, den 09. März 2018, am Frankfurter Flughafen. An einem eigenen Stand präsentieren verschiedene Unternehmen der Lufthansa Group in der Zeit von 16:30 bis 22:00 Uhr auf der Airport-Ausbildungsmesse rund 30 Ausbildungsberufe und zehn duale Studiengänge.

Veranstaltungsort ist das öffentlich zugängliche „Fraport-Forum“, im Übergang vom Terminal 1 zum Fernbahnhof am Flughafen Frankfurt. Die Lufthansa Group bietet zusätzlich ab 17:00 Uhr vier Bustouren vom Squaire Nordausgang zum Lufthansa-Technik Gelände an.

Berufsvorstellung am Objekt Flugzeug

Dort erhalten Interessenten Einblicke in die verschiedenen Lufthansa Group Unternehmen, mögliche Ausbildungs- und Studienwege und Berufschancen als Flugbegleiter und Pilot erhalten. Dort erwartet die Besucher ein Trainingsflieger der Lufthansa Technik, eine 737-500. An verschiedenen Stationen rund um das Flugzeug stellen sich die LSG Group, Lufthansa Cargo, Lufthansa Airlines, Lufthansa Seeheim, Lufthansa Technik sowie die Verbundairlines vor. Insgesamt beschäftigt der Lufthansa Konzern in Hessen rund 38.000 Mitarbeiter und deutschlandweit rund 800 Auszubildende. Hinzu kommen weitere Auszubildende, die im Ausland an über 80 Standorten für die Lufthansa Group im Einsatz sind.

Ausweis mitbringen

Interessierte können sich vor Ort für die Erlebnistouren anmelden. Wichtig: Aufgrund der strengen Sicherheitsbestimmungen am Flughafen Frankfurt ist für eine Teilnahme an den Erlebnistouren ein gültiger Personalausweis erforderlich. Neben Einstiegsmöglichkeiten informiert Lufthansa Group und über deren Voraussetzungen und in regelmäßigen Abständen zu bestimmten Themen einen Live-Chat online an, bei dem Bewerber die Möglichkeit haben, ihre Fragen an Experten des ausgesuchten Bereichs zu richten – so auch während die Ausbildungsmesse. Zudem erhält man diverse Hinweise zu unterschiedlichen Veranstaltungen. Bewerbungen selbst sind aber ausschließlich über ein online-Portal möglich.

MTU hält Sikorsky CH-53 für Bundeswehr instand

Deutschlands MTU und der US-Helikopterhersteller Sikorsky haben vereinbart, dass die MTU der Instandhaltungsbetrieb für die Triebwerke des neuen Schwerlasthubschraubers der Bundeswehr, als Nachfolger für die CH-53G-Flotte, sein wird. Dieser Heavy Lift Helicopter verfügt über drei Wellenleistungstriebwerke des Typs T408-GE-400 von GE Aviation, die weltweit neue Maßstäbe setzen.

Die MTU Aero Engines ist mit 18 Prozent am Triebwerksprogramm beteiligt und für die Entwicklung und Fertigung der Nutzturbine des T408 verantwortlich. Sikorsky, MTU Aero Engines und GE Aviation sorgen mit dem schweren Transporthubschrauber CH-53K schon seit Anfang des Programms gemeinsam für den richtigen Schub des U.S. Marine Corps.

CH-53K Partnerporgramm für MTU und Sikorsky

Zusätzlich soll die MTU Aero Engines, Deutschlands führender Triebwerkshersteller, beim CH-53K-Hubschrauber für die deutsche Luftwaffe die Instandhaltung der Antriebe der neuesten Generation übernehmen. Im Vergleich zum Vorgänger-Antrieb, dem T64, bietet das T408-Triebwerk 57 Prozent mehr Leistung, einen um 18 Prozent reduzierten spezifischen Kraftstoffverbrauch und besteht aus 63 Prozent weniger Bauteilen, wodurch die Instandhaltungskosten gesenkt werden können.

Klaus Günther, Leiter der Militärsparte der MTU Aero Engines betont: „Die CH-53K wurde mit ihren Antrieben für die Anforderungen des 21. Jahrhunderts entwickelt und erfüllt dabei höchste Sicherheitsstandards. Die T408-Triebwerke garantieren mit Zuverlässigkeit, beispielloser Leistungsstärke und beeindruckendem Reservepotenzial, dass die Durchführung von Missionen selbst unter schwierigsten Einsatzbedingungen sichergestellt ist.

CH-53 mit Fly-by-wire und Kompositteilen

Mit dem dreifach redundanten Fly-by-wire-System, mit modernen, korrosionsarmen Komposite-Materialien und unübertroffener Antriebsleistung können Missionen auf bis zu 3.000 Höhenmeter bei extremen Temperaturen durchgeführt werden. Und Günther ergänzt: „Mit der CH-53K würde die Bundeswehr ein zukunftsweisendes System erhalten, das für die Missionen der nächsten Jahrzehnte bestens ausgestattet ist.“

„Wir arbeiten bereits bei der CH-53K für den US-amerikanischen Markt mit der MTU zusammen und möchten diese Kooperation auch für den neuen Schwerlasthubschrauber für Deutschland fortführen“, so Nathalie Previte, Vice President für Strategie und Geschäftsentwicklung bei Sikorsky,, einem Unternehmen des Lockheed Martin Konzerns. „Um in Deutschland, einen flexiblen, reaktionsschnellen und effizienten Service für die deutsche Hubschrauberflotte aufzusetzen, ist die Beteiligung der deutschen Industrie unabdingbar. Auch bei der Betreuung des CH-53K über viele Jahre hinweg setzen wir auf eine lang-jährige, erfolgreiche Zusammenarbeit mit Partnern in Deutschland.“

16 Tonnen Nutzlast und mehr Platz

Die CH-53K ist ein beeindruckendes Kraftpaket, das problemlos eine Außenlast von über 16.000 kg tragen kann – das entspricht der dreifachen Transportlast des Vorgängers CH-53G. Die Kabine ist geräumig und verfügt über eine Fläche, die 31 cm breiter ist als die des Wettbewerbs.

CH-53K baut Sikorsky 200 schwere Einheiten, die das U.S. Marine Corps, zusammen mit 800 T408-Triebwerken, geliefert bekommt. Für die Antriebe entwickelt und fertigt die MTU Aero Engines die dreistufige Nutzturbine – Leistung 7.378 PS (5.595 kW ISA) – sowie das Austrittsgehäuse und die Abtriebswelle. Deutschlands führender Triebwerkshersteller erhält neben der Entwicklung und Fertigung der Nutzturbine auch die Lizenzen für die Instandhaltung, den Customer Support und das Testing zu dem Transporthubschrauber.

A330-800neo für TAP werden fertig

Die ersten zwei Flugzeuge der A330neo, für TAP Air Portugal bestimmt, sind fertig lackiert und verlassen die Hallen bei Airbus. Ein weiterer Schritt der sukzessiven Flugzeugentwicklung des Herstellers aus Toulouse.

TAP Air Portugal wird Erstbetreiberin für dieses neue Muster sein. In Toulouse befindet sich die Fertigungsstraße für die Großraumflugzeuge des A330. Beim Roll-out mit dem Schriftzug „A330neo / first to fly“ auf dem Rumpf läuten sie die leistungsgesteigerten Modelle des A330 ein.

A330neo vor Markteintritt

A330neo erhalten Sharklets, die flossenartigen Flügelenden für mehr Auftrieb, und werden von Rolls-Royce-Triebwerken Trent 7000 angetrieben. TAP Air Portugal will die Kabinen ihrer A330-800neo Passagiermaschinen nach dem neuen Airspace-Konzept von Airbus ausstatten. Damit sollen die Reisenden mehr Platz für Gepäck haben und eine Beleuchtung erleben, die über 16 Mio. verschiedene Farben im Innern darstellen kann.

A380 zeitigt Folgen für Augsburg

Gleichzeitig zieht der Konzern Konsequenzen aus dem A380-Geschäft. Gerüchteweise sollen beim Zulieferer Premium Aerotec in Augsburg signifikant Stellen abgebaut werden. Entsprechende Berichte gibt es aus Frankreich. Das Unternehmen, das zu Airbus gehört, beschäftigt ca. 4.000 Mitarbeiter. Während alle anderen Flugzeugprogramme anziehen und insbesondere die Neuentwicklungen von Airlines stark nachgefragt werden, konnte der Riesenairbus nur durch einen Großauftrag von Emirates langfristig gesichert werden. Ob und inwieweit Stellen wirklich abgebaut werden, soll am Montag bekannt werden.

Challenger 350 führt Business-Jet-Segment

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Bombardier verkaufte im letzten Jahr 56 Flugzeuge des Business-Jets Challenger 350. Damit ist er der meistverkaufte Jet im Super Midsize Segment, in dem er 53 Prozent des Marktes auf sich vereinte.

Der Business-Jet soll bei hoher Konnektivität auch ein angenehmes Reisen in der Kabine ermöglichen. Bombardier führte die Challenger 350 im Jahr 2014 ein. 2017 wurde das 200. Flugzeug ausgeliefert. Die Challenger 350 überzeugt bei Steigrate, Start auf schwierigen Pisten und im Reiseflug. Daher ist die Plattform Challenger 300 laut Bombardier auch der bestverkaufte Business-Jet der letzten Dekade.

„Captain Future“ wird Realität: KI zum Dialog

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CIMON kann sehen, hören, verstehen, sprechen – und fliegen. Er ist rund, hat einen Durchmesser von 32 Zentimetern und wiegt fünf Kilogramm. Sein robotisches Vorbild war in den 1980er Jahren in der Zeichentrickserie „Captain Future“ Professor Simon Wright, das „fliegende Gehirn“ mit Sensoren, Kameras und einem Sprachprozessor.

Fast 40 Jahre später könnte jetzt mit CIMON (Crew Interactive MObile companioN), einem astronautischen Flugbegleiter und Assistenzsystem, aus Science Fiction tatsächlich „Science Fact“ werden. CIMON soll ab Sommer 2018 der neue Mitbewohner der Internationalen Raumstation ISS werden, um als Technologie-Experiment die Zusammenarbeit von Menschen und intelligenten Maschinen an Bord der ISS zu demonstrieren.

Astronaut Gerst testet KI auf ISS

Entwicklung und Bau des interaktiven Astronauten-Assistenten wurden vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Auftrag gegeben und von Airbus in Friedrichshafen und Bremen umgesetzt. Als sprachgesteuerte Künstliche Intelligenz dient die Watson KI-Technologie aus der IBM Cloud. Künstliche Intelligenz von IBM steckt auch schon in einem Assistenzroboter am Flughafen München. Dort kann man Josie Pepper um Auskünfte bitten.

Die menschlichen Aspekte des Assistenzsystems wurden von Wissenschaftlern des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) mitentwickelt und betreut. Ein rund 50-köpfiges Projektteam von DLR, Airbus, IBM und der LMU arbeitet seit August 2016 an der Realisierung von CIMON. „CIMON ist in dieser Form weltweit einzigartig“, fasst Dr. Christian Karrasch, CIMON-Projektleiter im DLR Raumfahrtmanagement in Bonn, zusammen.

„Dieses Experiment haben wir in sehr kurzer Zeit realisiert und es soll zeigen, inwieweit es möglich ist, die Astronauten im europäischen Columbus-Modul der ISS bei ihren Arbeiten zu unterstützen und sie vor allem bei Routineaufgaben zu entlasten. Im Idealfall könnten die Astronauten dadurch ihre Zeit noch besser und effektiver nutzen. Wir betreten hier Neuland und bewegen uns mit CIMON an der Schwelle des technologisch Machbaren.“

Parabelflug soll Steuerung validieren

Schwerelos wird CIMON bereits am 09. März 2018 bei der 31. DLR-Parabelflugkampagne in Bordeaux. Dabei sollen insbesondere Orientierung, Navigation und Lenkung getestet werden, um für den Einsatz auf der ISS – in permanenter Schwerelosigkeit – optimal vorbereitet zu sein. Im Juni soll CIMON dann an Bord des amerikanischen Space-X-15-Raumtransporters zur ISS reisen. Dort wird er vom deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst in Empfang genommen. Nach einem Funktionstest soll der deutsche Astronaut dreimal mit seinem künstlichen Crew-Kollegen arbeiten – auf der Agenda stehen Versuche mit Kristallen, mit dem Rubik-Zauberwürfel und ein medizinisches Experiment, bei dem CIMON als fliegende Kamera genutzt wird.

CIMON ermöglicht es dem Astronauten, beide Hände frei zu haben, er muss zum Beispiel keinen Computer manuell bedienen. Durch den vollständig sprachgesteuerten Zugriff auf Dokumente und Medien kann der Astronaut „bequem“ durch Bedienungs-, Reparaturanleitungen und Prozeduren für Experimente und Anlagen navigieren. CIMON dient somit als komplexe Datenbank mit allen notwendigen Informationen für Arbeiten auf der ISS und kann zeitgleich als mobile Kamera für Dokumentationszwecke genutzt werden.

Dabei verfügt der intelligente künstliche Assistent bei seiner Premiere im All noch nicht über alle denkbaren und von seinen Entwicklern angedachten Fähigkeiten: „Mittelfristig wollen wir uns auch Gruppen-Effekten widmen, die sich bei kleinen Teams über lange Zeit hinweg entwickeln und bei Langzeitmissionen zu Mond und Mars auftreten können. Denn die soziale Interaktion zwischen Mensch und Maschine, zwischen Astronaut und mit emotionaler Intelligenz ausgestattetem Flugbegleiter, könnte eine wichtige Rolle für den Erfolg dieser Missionen spielen“, verdeutlicht Till Eisenberg, CIMON-Projektleiter bei Airbus. Zudem interessieren die Ingenieure auch die Verarbeitung großer Datenmengen (Big Data) und ihre systematische Verarbeitung (Data Mining).

„Wir wollen mit dem Projekt CIMON die aktuellen Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz in einem komplexen Umfeld wie der Internationalen Raumstation untersuchen, um die Menschen in solchen Umgebungen bestmöglich zu unterstützen“, erläutert Matthias Biniok, Projektleiter bei IBM, das Interesse an dem Projekt. So nutze CIMON die Watson KI für Text-, Sprach- und Bildverarbeitung, für das Auffinden spezifischer Informationen und Erkenntnisse, wie etwa Informationen zum Ablauf von Experimenten sowie die Interpretation von Stimmungen und Gefühlen. Biniok: „Diese Fähigkeiten können im Kontext ihres jeweiligen Einsatzes individuell trainiert und vertieft werden. Die Künstliche Intelligenz nutzt dabei insbesondere auch künstliche neuronale Netze.“

Gesprächspartner lindert Stress

CIMON hat auch einen wissenschaftlichen Hintergrund: Berater sind Dr. Judith-Irina Buchheim und Prof. Dr. Alexander Choukèr von der Klinik für Anästhesiologie am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte beschäftigen sich Buchheim und Choukèr mit den Auswirkungen von Stress auf das Immunsystem des Menschen. „Dabei untersuchen wir nicht nur Patienten auf Intensivstationen, sondern auch Menschen, die durch ihr Umfeld einer außergewöhnlichen Stress- und Arbeitsbelastung ausgesetzt sind wie beispielsweise Polarforscher in der Antarktis oder Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS“, berichtet Judith Buchheim und ergänzt: „Unsere Studien zeigen, dass ein Aufenthalt in Schwerelosigkeit die Funktion des Immunsystems der Astronauten signifikant beeinträchtigen kann. Stress ist dabei ein wesentlicher Einflussfaktor.“

So würden anstrengende Aufgaben, die man mit einem Kollegen erledigt, bei guter Zusammenarbeit meist als weniger anstrengend empfunden. „CIMON könnte als Partner und Begleiter Astronauten bei ihrem hohen Pensum an Experimenten, Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten unterstützen und dadurch deren Stressexposition reduzieren. Denkbare Anwendungsmöglichkeiten auf der Erde sind laut Buchheim die Unterstützung von Ingenieuren, Forschern und Ärzten, das KI-basierte Erfragen von Symptomen oder das Begleiten von älteren, alleinlebenden Personen im Alltag.

CIMON – Hightech made in Germany

CIMONs Struktur wurde komplett in einem 3D-Verfahren gedruckt und besteht aus Metall und Kunststoff. Sein „Gesicht“ ist ein Display und soll sich schwebend etwa in Augenhöhe der Astronauten bewegen. Er kann Informationen, Anleitungen zu wissenschaftlichen Experimenten und Reparaturen darstellen und erklären. Seine „Augen“ sind zwei Kameras und zur Gesichtserkennung ist eine weitere Kamera eingebaut. Zwei Seitenkameras dienen der Videodokumentation und könnten auch für weitere computergenerierte Zusatzfunktionen (Augmented Reality) genutzt werden. Ultraschall-Sensoren messen Abstände zur Kollisions-Erkennung. Als „Ohren“ fungieren sieben Mikrofone zur Richtungserkennung plus ein Richt-Mikrofon für eine gute Spracherkennung. Sein „Mund“ ist ein Lautsprecher, über den er sprechen und Musik abspielen kann. Kernstück der KI für das Sprachverständnis ist das System IBM Watson.

Selbstständiges Lernen von CIMON wurde ausgeschlossen, er muss aktiv durch einen Menschen trainiert werden. Die KI zur autonomen Navigation stammt von Airbus und dient der Bewegungsplanung und Objekterkennung. Durch 14 interne Ventilatoren kann sich CIMON frei in alle Raumrichtungen bewegen und rotieren. Somit kann er sich dem Astronauten zuwenden, wenn er angesprochen wird, Kopfnicken, Kopfschütteln und räumlich selbstständig oder auf Kommando folgen.

In Schwerelosigkeit auf der ISS ist ein Einsatz von zwei Stunden möglich. Die Dimensionen des Gesichtes von CIMON sind den Proportionen eines Menschen nachempfunden. Gestik und Mimik sind ebenso möglich, wie ein weibliches, männliches oder neutrales Aussehen und Stimme. Das Produkt-Design von CIMON wurde in Zusammenarbeit mit Reichert Design, einer Firma aus Stetten am Bodensee, realisiert.

Beteiligt an dem KI-Cimon sind die Europäische Weltraumorganisation ESA, besonders das Europäische Weltraumforschungs- und Technologiezentrum ESTEC in Noordwijk (Niederlande) zur technischen Integration, BioTESC in Hergiswil (Schweiz) zur operationellen Experiment-Vorbereitung und Durchführung des Experimentes in der Infrastruktur der ISS, das Columbus-Kontrollzentrum beim DLR in Oberpfaffenhofen zur operationellen Missionsplanung und das Europäische Astronauten Trainingszentrum EAC in Köln.

Auf den Bildern

Fotomontage von CIMON auf der ISS: Fotomontage von CIMON schwebend im Columbus Public Relation Modul am ESA European Astronaut Centre (EAC) in Köln-Porz (30. Januar 2018). CIMON ist ein fliegender und autonom handelnder Astronauten-Assistent. Ausgestattet mit Künstlicher Intelligenz unterstützt diese weltweit einzigartige Technologie-Demonstration die Arbeit von Astronauten auf der ISS während der Horizons-Mission von ESA-Astronaut Alexander Gerst im Sommer 2018.

CIMON im EAC in Köln: Vorne links im Bild zu sehen ist CIMON, während eines WLAN Kommunikations-Tests am ESA European Astronaut Centre (EAC) in Köln-Porz am 30. Januar 2018. Personen im Hintergrund von links nach rechts: Dr. Christian Karrasch, DLR Projektleiter CIMON, Till Eisenberg, AIRBUS Projektleiter CIMON und Christoph Kössl, AIRBUS Software System Ingenieur für CIMON.

Astronauten-Assistenzsystem CIMON: Dr. Christian Karrasch, DLR Projektleiter CIMON und Till Eisenberg, AIRBUS Projektleiter CIMON, halten CIMON in Händen im COLUMBUS Modul-Mockup am ESA European Astronaut Centre (EAC) in Köln-Porz am 30. Januar 2018. CIMON ist ein innovatives, weltweit einzigartiges Astronauten-Assistenzsystem. Dieses fliegende und autonom handelnde System ist mit Künstlicher Intelligenz (KI) ausgestattet und wird erstmalig von ESA-Astronaut Alexander Gerst auf seiner Mission Horizons im Sommer 2018 eingesetzt. Das Projekt CIMON wurde als Auftrag des DLR Raumfahrtmanagements an AIRBUS vergeben und speziell zum Einsatz im europäischen Columbus-Modul auf der ISS entwickelt.

Marsmission Insight nähert sich Startplatz

Die ersten 1.480 Kilometer von Denver zum kalifornischen Raketenstartgelände Vandenberg Air Force Base in Kalifornien sind geschafft – an Bord eines Flugzeugs. Die nächsten 485 Millionen Kilometer in Richtung Mars wird das Landegerät InSight dann nach seinem Start am 05. Mai 2018 alleine zurücklegen müssen.

Seine Mission: den Rote Planet im wortwörtlichen Sinne gründlich zu untersuchen. Denn ein Seismometer der Französischen Raumfahrtagentur CNES zeichnet Marsbeben auf, das Sensorpaket HP³ (Heat Flow and Physical Properties Package) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erfasst den Wärmestrom aus dem Inneren und die physikalischen Eigenschaften des Marsbodens, und das Experiment RISE des Jet Propulsion Laboratory JPL der NASA misst Bewegungen der Rotationsachse des Planeten. Bevor es jedoch soweit ist, müssen die Raumsonde und die Instrumente an Bord noch die letzten Funktionstests und Inspektionen bestehen, die sicherstellen, dass alles den Transport zur Startbasis unbeschadet überstanden hat.

Wärmekraftmaschine auf der Spur

Der Vorschlag zur Mission wurde 2011 eingereicht, 2012 wurde InSight (Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport) als eine Mission der NASA ausgewählt. Am 26. November 2018 – nach einer halbjährigen Reise durch das All – soll der InSight Lander dann auf dem Mars aufsetzen. Zum ersten Mal wird das Innere des Himmelkörpers untersucht.

Die Rammsonde des DLR beispielsweise soll sich bis zu fünf Meter tief in den Marsboden vorarbeiten und dabei eine Kette aus Thermalsensoren in die verschiedenen Bodenschichten ziehen. Für den wissenschaftlichen Leiter des „Maulwurfs“, DLR-Planetenforscher Prof. Tilman Spohn, ist der Mars vor allem eines: „eine Wärmekraftmaschine“, die thermische Energie in mechanische Arbeit umsetzt. „Will man wissen, wie diese Wärmekraftmaschine funktioniert, muss man ihre Energiebilanz kennen.“ Ein Jahr lang – dies entspricht zwei Erdjahren – wollen die Wissenschaftler Daten erhalten, welche ihnen Rückschlüsse über die Entwicklung des Planeten und seinen Wärmehaushalt geben können.

Mars und Erde verstehen lernen

Bisher wurde dies in einer ähnlichen Form lediglich auf dem Mond vermessen: 1972, während der Apollo-17-Mission, nutzten Eugene Cernan und Jack Schmitt einen handbetriebenen Bohrer, um in bis zu drei Metern Tiefe Wärmeflussmessungen vorzunehmen. Auf dem Mars wird dies vollautomatisch geschehen müssen: Zentimeter für Zentimeter werden die Sensoren in den Boden gebracht, zudem wird ein Infrarot-Strahlungsmesser die Temperatur an der Mars-Oberfläche messen.

Beide Datensätzen geben dann im Vergleich die Möglichkeit, auf den Wärmefluss des Planeten zu schließen. Während die Erde durch ihre Plattentektonik viele Veränderungen erfahren hat, hat sich der Mars seit seiner Entstehung vor 4,5 Milliarden Jahren weniger radikal verändert. „Wir werden also mit der InSight-Mission und deren Daten über den Mars auch vieles über die Anfangszeit und die anschließende Entwicklung unserer Erde lernen.“

Landung auf dem Mars noch 2018

Geplant ist der Start der Mission am 05. Mai 2018 zwischen 12:00 Uhr und 15:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Günstig bleibt die Konstellation der Erde zum Mars bis zum 08. Juni 2018 – nur dann ist es möglich, den Roten Planeten mit einem sechsmonatigen Flug zu erreichen. Noch während des Flugs werden die Raumsonde und ihre Instrumente an Bord mehrfach auf ihren „Gesundheitszustand“ überprüft, um schließlich – 60 Tage vor dem Eintritt in die Marsatmosphäre – mit Vorbereitungen für die Landung zu beginnen.

Mit 6,3 Kilometern pro Sekunde wird InSight in die Atmosphäre eintreten und am 26. November 2018 auf der nördlichen Hemisphäre des Mars aufsetzen. Zunächst wird das französische Seismometer in Betrieb genommen, dann wird der DLR-Maulwurfs in seinem Gehäuse ausgesetzt und die Reise in den Boden des Mars kann beginnen. Für die Planetenforscher ein großer Moment. „Man fiebert ja seit Ewigkeit darauf hin – und kann dann endlich die Früchte ernten“, sagt Projektmanagerin Judit Jänchen vom DLR-Institut für Planetenforschung. Auf dem Foto ist der Lander InSight gerade an seinem Startplatz in Kalifornien angekommen. Nun folgen letzte Tests. Lander InSight soll nach Plan am 05. mai 2018 zu seiner Reise zum Mars starten. Dort wird er das Innere des Roten Planeten untersuchen. Mit an Bord: der Maulwurf HP³ des DLR.

Urlauber dominieren Flugverkehr ab Deutschland

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Der touristische Luftverkehr wächst 2018 erneut stärker als der Luftverkehr insgesamt. Größte Gewinner sind Nordafrika, die Balkanstaaten am Schwarzen Meer sowie Griechenland. Rückgänge verzeichnen Ziele in der Karibik und in den USA.

Das zeigt eine nun veröffentlichte Analyse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Blick auf die Vorlieben deutscher Flugreisender. Flüge ab Deutschland in vorwiegend touristisch geprägte Gebiete können ein Plus von 0,7 Prozent verzeichnen, während die Zahl aller Flüge im deutschen Luftverkehr nur um 0,4 Prozent steigt. „Der positive Trend auf dem Ferienflieger-Markt hält weiter an“, sagt Dr. Peter Berster vom DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr.

„Rund sieben Prozent Wachstum verzeichnen die Anbieter derzeit bei Flügen in nordafrikanische Länder wie Ägypten und Marokko, was eine weitere Erholung des Tourismus in dieser Gegend verdeutlicht. Schwarzmeerziele in Rumänien und Bulgarien legen sogar um 21 Prozent zu.“ Die aufkommensstärksten Zielländer sind weiter Spanien und Italien mit zusammen knapp 15.000 geplanten Starts im Juli 2018 trotz eines Rückgangs beim Angebot.

Urlauber in den Mittelmeerraum haben umentschieden

Die Verschiebung der Touristenströme im Mittelmeerraum schwächt sich ab. „Der Negativtrend bei Flugangeboten in die Türkei ist gestoppt“, erklärt Berster. „Allerdings kommt es bisher nicht zu einer Revitalisierung des touristischen Verkehrs an den Bosporus, während das benachbarte Griechenland als Alternative erneut ein Plus von rund zehn Prozent verzeichnet.“ Aufkommensstärkster Zielflughafen im Mittelmeerraum und im touristischen Bereich insgesamt wird im Juli 2018 von Deutschland aus wieder Palma de Mallorca sein.

Mittlerweile 24 deutsche Flughäfen bieten über 3.400 Mallorca Flüge für diesen Monat an. Mit jeweils über 300 Angeboten liegen hier Düsseldorf und Köln/Bonn an der Spitze. Das Gesamtwachstum im Luftverkehr wirkt sich unterschiedlich auf die einzelnen deutschen Verkehrsflughäfen aus: Während die Flüge von Frankfurt und München stark zunehmen, gibt es voraussichtlich Rückgänge an den Flughäfen Düsseldorf und Berlin-Tegel, womit sich Auswirkungen der airberlin Insolvenz zeigen.

Flugverkehr nach Übersee lässt nach

Der Luftverkehr Deutschlands ist auf Europa konzentriert: 85 Prozent aller Flüge haben ein Ziel in Europa, wobei 24 Prozent auf deutsche Ziele entfallen. Weltweit werden insgesamt über 100 Länder direkt aus Deutschland angeflogen, wobei deutsche Touristen die Karibik, Teile von Afrika und Asien besonders als Übersee-Warmwasserziele nachfragen. Während Nordafrika zulegt, gibt es – nach einem deutlichen Plus im letzten Jahr – für karibische Ziele wie Kuba, der Dominikanischen Republik und Jamaica dieses Jahr ein deutliches Minus von 26 Prozent.

„Das aufgestockte Angebot vergangenes Jahr wurde besonders durch Condor und Eurowings hervorgerufen, bei einem kaum veränderten Angebot von airberlin“, erläutert Berster. „In diesem Jahr fällt zum einen das Angebot von airberlin weg aber gleichzeitig reduziert auch Condor das Angebot in diese Region. Lediglich bei Eurowings findet ein Wachstum statt, das die Rückgänge bei den anderen aber nicht ausgleichen kann.“ Ebenso verzeichnen Flüge in die USA ein Minus von rund zehn Prozent. Auch der Flugverkehr Richtung mittlerer Osten ist zurückgegangen.

Fluggesellschaften im Vergleich

Beim Blick auf die Fluggesellschaften zeigt sich nach dem Ausscheiden von airberlin eine Erhöhung der Marktanteile von Lufthansa und ihrer Tochter Eurowings. „Lagen Lufthansa, Eurowings und Germanwings im Juli 2017 noch bei knapp 39.000 Starts, die 44,4 Prozent aller Flüge ab Deutschland entsprachen, sind es in diesem Jahr mehr als 50 Prozent“, erklärt Berster.

„Lufthansa stockt dabei um rund acht Prozent auf knapp 30.000 Starts auf. Eurowings weitet das Angebot um 33 Prozent auf 14.600 Starts aus. Betrachtet man zusätzlich noch die Fluggesellschaften Austrian Airlines sowie SWISS, die ebenfalls zum Lufthansa Konzern zählen, so kommen die vier Gesellschaften in Deutschland auf einen Marktanteil rund 54 Prozent.“

Unter den 20 aufkommensstärksten Fluggesellschaften im Sommer in Deutschland belegen nach Lufthansa und Eurowings die Gesellschaften Ryanair und Easyjet Platz drei und vier. „Zwar erhöhen beide Low Cost Airlines ihr Angebot stark um 23 und sogar 93 Prozent, jedoch liegen sie mit 5800 und 4500 Starts weit hinter den Angeboten von Lufthansa und Eurowings zurück“, erläutert Berster. „Auf den Plätzen fünf und sechs liegen die Ferienfluggesellschaften Condor und TUIfly mit jeweils rund 1.700 Starts, gefolgt von Germania und Sunexpress mit jeweils rund 1.600 Starts.“

Urlaubsreisen sind das Gros der Flüge

Von deutschen Flughäfen ausgehend wird etwa die Hälfte aller Flüge von Touristen für eine längere Urlaubsreise angetreten. Hinzu kommen rund 15 Prozent, die auf private Kurzreisen entfallen. Rund 35 Prozent und damit nur ein Drittel entfallen auf Geschäftsreisen. Bei Betrachtung des Interkontinentalverkehrs liegt der Anteil an Urlaubsreisen sogar bei 70 Prozent. Je nach Zielgebiet kann durchaus von dieser durchschnittlichen Aufteilung abgewichen werden.

So sind die Kanarischen Inseln fast ausschließlich touristisch nachgefragt. Flugreisen nach Österreich haben dagegen überwiegend einen geschäftlichen Hintergrund. Die Analyse der voraussichtlichen Flugangebote ab Deutschland bezieht sich auf den Referenzmonat Juli im Sommerflugplan 2018. Dabei kann es sein, dass kurzfristig noch weitere Angebote hinzukommen oder bestehende Angebote aus dem Markt genommen werden. Die Grafik veranschaulicht die Entwicklung des Flugverkehrs ab Deutschland: 2018 zeigen sich beim Flugverkehr ab Deutschland Zuwächse in Nordafrika während das Angebot nach Nordamerika und in die Karibik abnimmt.

Privatpiloten-App bündelt Infos zu Flugplätzen

Informationen zu weltweit über 20.000 Flugplätzen will eine kostenlose Piloten-App RunwayMap anbieten. In der App sind Flugwetter, Webcams, Pisten, Frequenzen und PIREP auf einen Blick verfügbar.

Die 3-D und Satellitenansichten von der Flugplatzumgebung geben einen hilfreichen Eindruck von den Landebedingungen. „Bei der Flugvorbereitung alle wichtigen Daten über neue Flugziele zusammenzutragen, fand ich sehr zeitaufwendig. So kam mir die Idee, diese übersichtlich auf einer interaktiven Karte zu bündeln“, erklärt Daniel Saxer, Privatpilot und Entwickler der kostenlosen RunwayMap.

Infos zu über 20.000 Flugzielen

Die App kombiniert Flugplatzdaten mit den Erfahrungsberichten und Erlebnissen der Piloten Community. Restaurants, öffentliche Verkehrsmittel, Autovermietungen und Hotels in der Nähe des Flugplatzes sind ebenfalls aufgelistet. Flugideen können auf der Karte markiert, gespeichert und die nächsten Flugziele für die Flugplanung direkt in Garmin Pilot, SkyDemon oder Autorouter übernommen werden.

Piloten teilen die Leidenschaft

„Tipps von anderen Piloten zu Landebedingungen oder Besonderheiten am Flugplatz sind sehr hilfreich – besonders bei Flügen zu neuen Destinationen“, so Saxer. In RunwayMap teilen Piloten aus der ganzen Welt ihre Erfahrungen und die Leidenschaft zum Fliegen. Mit Fotos von Ausflügen, Flugvideos und Pilotenreports tauschen Piloten ihre Erlebnisse aus. „RunwayMap ist eine App von Piloten für Piloten und verbindet Flugbegeisterte auf der ganzen Welt.“

Die App soll für Privatpiloten kostenlos angeboten werden und kann in den Appstores, hier für Apple IOS und hier bei Google Play für Android-Geräte, heruntergeladen werden.

Lufthansa vermehrt Anschlüsse ab PAD

Schon 2017 verzeichnete Lufthansa am Flughafen PAD einen deutlichen Anstieg der Passagiere, die über Frankfurt und München zu Zielen in Deutschland, Europa oder weltweit reisen. Durch zusätzliche Frequenzen können sich die Umsteigezeiten deutlich verkürzen.

Die Lufthansa reagiert auf die positive Verkehrsentwicklung mit einer Verdopplung des Angebots auf der Strecke Paderborn/Lippstadt – Frankfurt. Ab dem 09. April stehen jede Woche zwölf Flüge zu Deutschlands größtem Flughafen und damit viele neue Umsteigeverbindungen in die ganze Welt im Programm. Die sechs neuen wöchentlichen Flüge verbinden den Paderborn-Lippstadt Airport täglich außer donnerstags um 18:05 Uhr mit der Mainmetropole und ergänzen die bestehenden Vormittagsabflüge, die um 11:30 Uhr starten. Eingesetzt werden Flugzeuge vom Typ Bombardier CRJ900 mit 90 Plätzen.

Anschlussflüge auf sechs pro Tag vermehrt

Zusammen mit den Verbindungen nach München erhöht sich die Anzahl der Anbindungen an das weltweite Streckennetz der Lufthansa auf täglich je sechs Abflüge und Ankünfte. Diese finden zwischen 06:00 Uhr morgens uns 23:20 Uhr abends statt und sind zeitlich so geplant, dass in Frankfurt und München möglichst viele Anschlussflüge mit kurzen Umsteigezeiten erreicht werden können. Für Flugreisende bedeutet das zahlreiche zusätzliche Anschlussmöglichkeiten zu vielen interkontinentalen Reisezielen in Asien, Südamerika und Afrika sowie innerhalb Europas.

Die Frankfurt-Verbindung wurde im Jahr 2017 aufgenommen. Im gleichen Jahr erfolgte auch der Ausbau der München-Linie auf vier tägliche Verbindungen. Nach einem deutlichen Passagierzuwachs von 20 Prozent im Jahr 2017 folgt mit der angekündigten Verdopplung der Frankfurt-Flüge nun ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt. Viele Fluggäste nutzten auf der Hinreise das eine Drehkreuz und auf dem Rückweg das andere, so Dr. Marc Cezanne, Geschäftsführer der Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH.

ILA Berlin und AIX in Hamburg ziehen Spezialisten an

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Im April 2018 stehen gleich zwei große Messen auf der Agenda der Luft- und Raumfahrtbranche. Die Aircraft Interiors Expo (AIX) in Hamburg vom 10. bis 12. April sowie die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin vom 25. bis 29. April 2018.

Auf beiden Messen spricht Ingenieurs- und Fertigungsdienstleister für die Luft- und Raumfahrt, ARTS mit dem Fachpublikum. Auf der AIX präsentiert sich ARTS auf dem Hanse Aersopace Pavilion in Halle B6, dem Gemeinschaftsstand des Verbandes Hanse-Aerospace e.V.

AIX fürs Flugzeuginnere

Dabei sollen den Fachbesuchern insbesondere die Mobile Aircraft Maintenance Crew (MAMC) vorgestellt werden, so Heike Ostendörfer, Niederlassungsleiterin in Hamburg. Die MAMC führt bei internationalen Wartungsunternehmen und Fluggesellschaften Projekte in den Bereichen Avionics, Systems und Airframe durch, beispielsweise die A380 Door Modification. „Unsere Tool Management Services sparen unseren Kunden rund 20 Prozent Prozesskosten. Von unseren aktuellen Projekten in diesem Bereich werden ARTS Experten auf der AIX berichten.“, so Heike Ostendörfer.

Die Aircraft Interiors Expo ist mit mehr als 550 Ausstellern die europäische Messe für Innovationen im Bereich Kabineninnenraum für die Luftfahrt, In-Flight-Entertainment und Passagierdienste. Sie bietet eine Plattform, sich mit internationalen Lieferanten aus der Luftfahrt zu vernetzen und Trends in der Flugzeuginnenausstattung kennenzulernen. In diesem Jahr werden über 18.000 Fachbesucher erwartet.

ILA Berlin für Hersteller und Dienstleister

Auf der ILA ist ARTS als Experte für Ingenieur- und Fertigungsdienstleistungen, Technologieberatung und HR Services gleich in 2 Hallen mit jeweils unterschiedlicher Ausrichtung vertreten. Im Rahmen des BDLI-Gemeinschaftsstandes in Halle 2 präsentiert ARTS sein Serviceportfolio für Ingenieur- und Fertigungsdienstleistungen und insbesondere aktuelle Projekte in den Bereichen Tool Management Services und MRO.

Weltweit unterstützt der Branchenexperte Hersteller, Zulieferer und MRO-Betriebe der Luft- und Raumfahrtbranche, um ihre Fertigungs- und Produktionsprozesse zu optimieren. Im ILA Career Center informiert ARTS an seinem Stand über die vielfältigen Karrierewege, die Luftfahrtinteressierte gemeinsam mit ARTS einschlagen können. Unter dem Motto „Innovation and Leadership in Aerospace“ möchte die ILA auch 2018 technische Neuheiten im Bereich der Luft- und Raumfahrt erlebbar machen. Mehr als 1.000 Aussteller aus 37 Nationen präsentieren sich in sieben Hallen und erwarten mehr als 150.000 Besucher.

A350 Ultra Long Range: Flugzeug mit Reichweitenrekord

Airbus baut an der Ultra Long Range-Version der A350 XWB. Nun hat das erste Flugzeug davon die Montagehalle in Toulouse verlassen. Diese A350ULR XWB wird laut Airbus der Airliner mit der größten Reichweite auf der Welt sein.

Singapore Airlines wird als erstes auch dieses Muster erhalten. Die Fluggesellschaft hat sieben Flugzeuge der A350-900 Ultra Long Range bestellt. Es soll nonstop-Flüge von Singapur in die USA bedienen, und das auch an die Ostküste: Von Singapur im Direktflug nach New York – dem längsten kommerziellen Flug auf der Welt.

A350-900 mit Modifikationen

Nachdem die Rumpfsegmente fertig montiert wurden, werden die ersten Bodentests durchgeführt. Danach folgt die Installation der Triebwerke, den Rolls-Royce Trent XWB-Motoren. Das Muster soll danach schnell zugelassen werden. Es müssen nur die Änderungen zum normalen Airbus A350-900 abgenommen werden, welche die höhere Reichweite ermöglichen. Dabei sollen über modifizierte Treibstoffsysteme 24.000 Liter mehr Kerosin transportiert werden.

Und dies, ohne dass zusätzliche Tanks verbaut werden, wie Airbus betont. Auch wird die A350 ULR nochmals veränderte Winglets bekommen. Das maximale Startgewicht (MTOW) der A350-900ULR XWB soll bei 280 Tonnen liegen. Damit kann das Flugzeug 9.700 Nautische Meilen bzw. über 20 Stunden nonstop fliegen. Das sind unschlagbare, fast 18.000 Kilometer Reichweite.

A350-1000 XWB fliegt um die Welt

Airbus schickte gerade die größte Version der A350 XWB, die neu zugelassene A350-1000, auf Demotour um die Welt (Fotos). In drei Wochen wurden 12 Stationen im Mittleren Osten und Asien-Pazifik besucht. Der Test-Airbus A350-1000 legt dabei 64.000 Kilometer in 87 Flugstunden zurück. Das wäre schon eineinhalbmal um die Erde.

Die erste Station war Doha, wo die A350-1000 ihren Erstkunden Qatar Airways besuchte. Die für 40 Passagiere vergrößerte Version der A350-900 XWB machte die Station in Oman, Hong Kong, Seoul, Taipei, Hanoi und zur Airshow in Singapore. Danach ging es weiter nach Bangkok, Sydney, Auckland, Tokyo und Manila, bevor es wieder nach Toulouse ging. Für die Familie A350 in allen Varianten zählt Airbus jetzt 854 feste Bestellungen. Mit insgesamt 67 bestellten A350-900 ist Singapore Airlines der größte Kunde dieses modernen Flugzeugs, 21 A350-900 hat die Airline schon erhalten.

Bewerbung um Förderung für Vereine beim Fraport online

Einrichtungen, die außerschulische Betreuungsangebote, die Förderung von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen sowie innovative Projekte zum Thema Medienkompetenz, Gewalt- und Drogenprävention und Hilfe bei (Cyber-) Mobbing bereits umsetzen oder planen und dafür finanzielle Hilfe benötigen, können sich um die Fördergelder bewerben.

Kriterium für die Teilnahme an der Ausschreibung ist, dass der gemeinnützige Verein oder die soziale Institution das Projekt im direkten regionalen Umland des Flughafens – dem definierten Nachbarschaftsbereich – umsetzt. Unter dem Motto „Aktiv für die Region“ fördert die Fraport AG seit Jahren die unterschiedlichsten Institutionen, Vereine und Projekte aus Bildung, Umwelt, Sport und Kultur.

Bildung als Thema im Fokus

Im vergangenen Jahr hat sich der Flughafenbetreiber verstärkt dem Thema Bildung gewidmet: Erstmals wurden im Rahmen der Fraport-Initiative Vereine und Institutionen prämiert, die sich durch effektive wie auch innovative Fördermaßnahmen im Kinder- und Jugendbereich auszeichneten und somit eine wertvolle Ergänzung zur schulischen Ausbildung darstellten. Aufgrund der sehr großen Resonanz geht die Initiative nun in die zweite Runde. Insgesamt lobt Fraport wieder eine Summe von 25.000 Euro aus, um die Vereine und Institutionen bei ihrem besonderen Engagement finanziell zu unterstützen. Hierfür wird ein Antrag mit einer detaillierten Projektbeschreibung benötigt, der die didaktische und methodische Vorgehensweise erklärt sowie eine Auflistung der Kosten bzw. des Finanzbedarfs.

Als Sieger der Ausschreibung 2017 ging der KinderHelden Förderverein FrankfurtRheinMain e.V. aus Frankfurt hervor und wurde mit einem Preisgeld von 10.000 Euro belohnt. Der Verein setzt sich für Kinder aus bildungsfernen Familien ein, die von jeweils einem ehrenamtlichen Erwachsenen unterstützt werden. Zusätzlich zu dieser Ausschreibung hat Fraport im vergangenen Jahr über 1.100 Spenden und Sponsoring-Maßnahmen für Einrichtungen und Sportvereine genehmigt und zudem rund 400 Trikotsätze bezahlt. Das direkte Antragsformular sowie weiterführende Informationen zu den Fraport-Förderrichtlinien, dem definierten Nachbarschaftsbereich und zum Engagement für Bildung und Soziales finden Sie hier.

Segelfliegertag nahm Besucher mit auf Reisen

Am 17.02.2018 fand der rheinland-pfälzische Segelfliegertag in Idar-Oberstein statt. Seko-Vorsitzende Rosi Ulrich und Ernst Eymann, Präsident des Landesluftsportverbandes, konnten ca. 250 Besucher begrüßen.

Für den ausrichtenden Aero-Club Idar-Oberstein e.V. hieß der 1. Vorsitzende Kurt Henn die Gäste herzlich willkommen und der Bürgermeister der Stadt Idar-Oberstein Friedrich Marx überbrachte sein Grußwort, auch als Hausherr, da die Veranstaltung in den Räumlichkeiten der Stadtverwaltung stattfand. Im Eingangsbereich und im Foyer der Aula der Stadtverwaltung hatten 14 Aussteller für Segelfliegerbedarf verschiedenster Art ihre Stände aufgebaut.

Neues und Historisches zur Fliegerei

Nach der ersten Runde der Ehrungen der rheinland-pfälzischen DMSt-Teilnehmer stellte Markus Böhnisch das neue Flarm für Fallschirmspringer vor. Er erläuterte die Entwicklung und die Funktionsweise dieses Flarm-Senders, der ein Warmsignal auf Flugplätzen mit aktivem Sprungbetrieb abgibt. Der nächste Vortrag führte in die Anfänge der Fliegerei. Frank „Opa“ Thies (letztes Bild), 1. Vorsitzender (OSC) stellte den Oldtimer-Club Wasserkuppe (OSC) vor. Der OSC hat Mitglieder aus der ganzen Welt und ermöglicht ihnen die Nutzung von alten und zum Teil sehr seltenen Maschinen wie Habicht, Rhönbussard, Ka2b oder Ka6e. Neben der Oldtimerfliegerei ist aber auch Werkstattarbeit angesagt, bei der gleichzeitig das Know-how zur Wartung und Restauration der alten Schätze vermittelt wird.

Die aktuellen Entwicklungen der Luftraumsituation erläuterte Dr. Reiner Schröer. Erfreulich für die Segelflieger ist der Wegfall der TMZ Zweibrücken, sowie der Kontrollzone Zweibrücken. Ergänzt wurden seine Ausführung von zwei Vertretern der Airbase Ramstein die Fragen aus dem Auditorium beantworteten. Eindringlich wurde nochmal darauf hingewiesen, dass sich Piloten, die sich in der Nähe von Ramstein, insbesondere in den Anflugsektoren befinden, bei Ramstein GCA melden sollen und die Lotsen über ihre Position und Absichten informieren sollen. Nur mit dem hier richtigen Verhalten können gefährliche Situationen vermieden werden. Fatal wäre es, wenn um die Airbase neben der bestehenden Kontrollzone weitere einschränkende Lufträume eingerichtet würden. Es wurde dringend geraten, die vom Luftsportverband herausgegebene Memocard zu verwenden.

Flugberichte über 700 km Segelflug

Die Lust auf die kommende Flugsaison weckten weitere Flugberichte, bereichert mit vielen tollen Luftaufnahmen. Benjamin Bachmeier (3. Bild) aus Königsdorf in Bayern erzählte eindrucksvoll über den Alpensegelflug und insbesondere wie es ihm möglich war, mit einer LS 1 f (einem Segelflugzeug aus den 70ern) von Königsdorf aus das Matterhorn zu umrunden und wieder zum Heimatflugplatz zurück zu kehren. 710 km im reinen Segelflug entlang der Alpennordkette. Ebenso mitreißend war der Bericht von Jürgen Koch aus Bad Neuenahr über seinen Streckensegelflug am 06.08.2017 mit einer HPH Shark von 762 km rund um Frankfurt. Diese herausragende Leistung brachte ihm den begehrten Ignaz-Bernauer-Pokal ein, ein Wanderpokal, der für den punkthöchsten Flug, der in Rheinland-Pfalz gestartet wird, einmal jährlich überreicht wird.

Steffen Rogoll berichtete über seine Flugsaison mit dem Förderflugzeug des Segelflugfördervereins, der Romeo Papa, einer LS 1f.Das zweite Förderflugzeug, die LS8/Neo, Juliett Oscar hatte 2017 Moritz Althaus. Er war leider erkrankt und konnte seinen Bericht nicht persönlich abgeben, er hatte aber einen Videoclip übermittelt. Freudige Erwartungen auf die kommende Saison dürfte beides den Junioren Alexander Meineke von der SFG Giulini, der die LS 1f, RP, D- 3717erhält sowie Paul Gliwitzky; Marius Boebel vom LFV Mainz, die mit der LS 8/18 Neo JO D – 4156 hoffentlich viele Streckenkilometer sammeln, geweckt haben. Außerdem bekommt Robin Diesterweg die JO für die Dauer der Deutsche Junioren Meisterschaft.

Vereinsarbeit mit Wohltätigkeit

Ganz still wurde es, als Frank Löffel und Sebastian Stücker von der Segelfluggemeinschaft DJK Landau über ihre Aktion „Sternstunden für Sterntaler“ berichteten. Seit 2012 engagiert sich die DJK Segelfluggemeinschaft Landau für Familien mit unheilbar kranken Kindern und arbeitet dabei eng mit dem Kinderhospiz „Sterntaler“ zusammen. Mit seiner jährlichen Aktion „Sternstunden für Sterntaler“, bei der die Segelflieger Hospizkinder zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern zu Rundflügen einladen, Kaffee und Kuchen ausschenken und gemeinsam grillen, möchten die Segelflieger den Familien ein paar schöne und vielleicht auch unbeschwerte Stunden schenken.

Eindrücklich erzählte Sebastian Stücker von den berührenden Begegnungen und auch Schicksalen der Familien. Mit diesem Engagement hatte sich die DJK um die Auszeichnung „Sterne des Sports“ der von den Volksbanken-Raiffeisenbanken und dem DOBS verliehen wird, beworben. Auf Bundesebene erreichte die DJK bei 17 Teilnehmern, die alle Sieger auf Landesebene waren, den 4. Platz. Die Auszeichnung wurde in feierlichen Rahmen in Berlin vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier überreicht.

Segelfliegertag 2019 in Koblenz

Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse der rheinland-pfälzischen Vereine in der OLC Bundes-und Landesliga, erfolgte zu guter Letzte ein Vortrag von Robin Diesterweg zu seinen Flügen, Erlebnissen und Eindrücken als Teilnehmer der Junioren-Weltmeisterschaft 2017 in Pociunai in Litauen. Da der deutsche Segelfliegertag am 03. November in Koblenz stattfindet, ist für 2019 kein rheinland-pfälzischer Segelfliegertag geplant. Der nächste rheinland-pfälzische Segelfliegertag findet erst 2020 statt. Hierfür wird auch schon ein Ausrichter gesucht.