Start Blog Seite 143

Münster/Osnabrück: Täglich Mallorca mit Laudamotion

0

Ein Airbus A320 der Fluggesellschaft des ehemaligen Formel 1-Weltmeisters Niki Lauda, Laudamotion, landete heute erstmalig auch am Flughafen Münster/Osnabrück. Ab sofort fliegt der mit 180 Sitzplätzen täglich vom FMO nach Palma de Mallorca und zurück.

Somit begrüßt der FMO auf der Verbindung zur beliebten Baleareninsel neben Germania, Eurowings, Sundair und Small Planet Airlines bereits die fünfte Fluggesellschaft. Die Anzahl der wöchentlichen Starts nach Mallorca erhöht sich damit auf 27. Die Laudamotion-Flüge sollen bereits ab 9,99 Euro für den einfachen Flug pro Person buchbar sein.

Laudamotion ist eine österreichische Fluggesellschaft mit Sitz in Wien. Aktuell verfügt das Unternehmen über 14 Flugzeuge der Typen Airbus A320 und A321, sowie sechs von Ryanair im Wet-Lease gemietete Boeing 737-800. Auf dem Foto: Laudamotion-Flugkapitän Thomas Lackinger (2.v.l.) und seine Crew wurden von Mathias Richter (rechts) und Detlef Döbberthin (links) im Namen des FMO herzlich begrüßt.

eTug fürs Pushback: Leos fährt neuen Strom-Schlepper

Bei Lufthansa LEOS, dem Experten für Bodenverkehrsdienste an den deutschen Großflughäfen, ist seit 2016 der weltweit erste eSchlepper am Flughafen Frankfurt im Einsatz. Mittlerweile ist das nochmals verbesserte zweite, von der schwedischen Firma Kalmar Motor AB entwickelte, 700 kW starke Elektrofahrzeug bei Lufthansa LEOS in Frankfurt eingetroffen.

Bei dessen Bau wurden einige Verbesserungspotenziale berücksichtigt, die das Unternehmen aufgrund der operationellen Erfahrungen mit dem ersten eSchlepper gemacht hat – sowohl was das technische Design des Fahrzeugs als auch die Ergonomie für den Fahrer angeht. Jetzt hat die Tochtergesellschaft der Lufthansa Technik das verbesserte Exemplar in Betrieb genommen. Nach den nötigen Aufrüstungsarbeiten, wie zum Beispiel dem Einbau von Funk und Transponder, ist es nun am Flughafen Frankfurt im Einsatz.

eTug: 40 Tonnen Elektropower

Der eSchlepper oder eTug sorgt für umweltschonende Wartungs- und Positionierungsschlepps sowie Pushbacks großer Passagierflugzeuge. Der eTug bringt Flugzeuge wie den Airbus A380 oder die Boeing 747 rein elektrisch zu ihren Parkpositionen, in die Werft, ans Gate oder auf den Weg mittels Pushback und kann Flugzeuge bis zu einem maximalen Startgewicht von 600 Tonnen bewegen. Das ist das 15-fache seines eigenen Gewichts. Mit dem Einsatz des Schleppers lassen sich bis zu 75 Prozent der Emissionen im Vergleich zu einem konventionellen, dieselbetriebenen Flugzeugschlepper einsparen. Auch der Geräuschpegel des eSchleppers ist deutlich geringer.

Das Elektrofahrzeug verfügt über Allradantrieb und Allradlenkung, so dass es trotz seiner 9,70 Meter Länge und einer Breite von 4,50 Meter auch im teilweise begrenzten Raum der Wartungshangars gut manövrierbar ist. Die Lithium-Ionen-Akkus haben eine Kapazität von 180 Kilowattstunden. Das entspricht in etwa der fünf- bis sechsfachen Kapazität eines handelsüblichen Elektroautos. Im Bedarfsfall können die Akkus auch während des Betriebs mit Hilfe eines integrierten Dieselmotors, dem Range Extender, nachgeladen werden. Das Dieselaggregat erfüllt damit eine absichernde Aufgabe, so dass in jedem Fall die anstehenden Missionen durchgeführt werden können.

Airport mit Strom-Strategie

Der eSchlepper ist ein Projekt innerhalb der Initiative E-PORT AN am Flughafen Frankfurt. Sie verfolgt das Ziel, einzelne Fahrzeugtypen auf dem Vorfeld sukzessive auf elektromobile Antriebstechniken umzurüsten. Partner der Initiative sind neben der Lufthansa Group die Fraport AG, das Land Hessen und die Modellregion Elektromobilität Rhein-Main. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert die Investitionen der Partner in Höhe von mehreren Millionen Euro in diese zukunftsweisenden Elektromobilitätsprojekte.

Wissenschaftlich begleitet wird die Initiative von der Technischen Universität Darmstadt und der Technischen Universität Berlin. 2014 hat E-PORT AN den renommierten GreenTec Award in der Kategorie Luftfahrt erhalten, 2016 den Air Transport World Award als Eco-Partnership of the Year. Bereits 2013 hatte die Bundesregierung E-PORT AN als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet.

Hamburg Airport Montag: 03:00 Uhr fällt Entscheidung

0

Die Ursache für den Kurzschluss wurde laut Flugahfen mittlerweile identifiziert. Es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, dass alles schnellstmöglich wieder reibungslos läuft.

Der Kurzschluss hatte Sonntagmorgen um 09:30 Uhr zu einem Stromausfall am Hamburg Airport geführt. Es ist ist bis zum Abend hin nicht gelungen, die Ursache des Kurzschlusses zu beheben. Techniker arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung. Um 03:00 Uhr fällt die Entscheidung, ob der Flughafen morgen öffnet.

An die entsprechende Airline kann man sich anhand der Kontaktdaten wenden. Daher mussten die Flüge für Sonntag gestrichen werden. Ein Flughafen benötigt aber eine redundante Stromversorgung, um einen gesicherten Flugbetrieb durchzuführen. Insgesamt waren am Sonntag 200 Starts und 200 Landungen geplant. Ab 10:00 Uhr hatte der Flughafen Hamburg den Flugbetrieb eingestellt. Bis 10:00 Uhr fanden 37 Starts und 24 Ankünfte statt.

Stromausfall: Kein Betrieb am Flughafen Hamburg

Am Flughafen Hamburg gibt es derzeit einen Stromausfall, der den Betrieb lahmlegt. Aufgrund eines Kurzschlusses müsse der Flugbetrieb vorübergehend eingestellt werden.

Ankünfte blieben im Onlineauftritt des HAM zunächst bestehen. Doch auch diese werden jetzt umgeleitet oder vereinzelt auch gestrichen. Wann die Flugzeuge wieder starten können teilte der Airport noch nicht mit, ebenso wie groß der Schaden ist. Dies könnte auch für die nächsten Tage gelten. In Hamburg operieren heute unter anderen die Fluggesellschaften

  • Lufthansa mit Eurowings
  • SunExpress
  • Icelandair
  • SAS Scandinavian Airlines
  • Condor
  • British Airways
  • Emirates
  • SkyWork Airlines
  • Air France
  • Bulgarian Air Charter

Reisende sollen sich an ihre Fluggesellschaft wenden.

Laudamotion drei Wochen früher ab PAD gestartet

0

Mit der österreichischen Fluggesellschaft Laudamotion startet jetzt eine zusätzliche Airline vom Paderborn-Lippstadt Airport nach Palma de Mallorca. Vor dem feierlichen ersten Start wurde das Flugzeug auf klassische Weise am Heimathafen mit Wasserfontänen der Flughafenfeuerwehr begrüßt.

Mallorca ab Paderborn wird jetzt auch von Laudamotion angeflogen. Wie schon in Hamburg und Hannover startet sofort ein Laudamotion-Flug zur beliebten Baleareninsel. Der zunächst für Ende Juni geplante Erstflug war aufgrund der hohen Nachfrage vorverlegt worden. Fluggäste haben somit jeden Tag die Möglichkeit in den Sommerurlaub zu starten. Auf der Strecke werden Flugzeuge vom Typ A320 mit Platz für 180 Passagiere eingesetzt. Die beliebte Baleareninsel steht mit den Flügen von Eurowings und Small Planet Airlines wöchentlich 22 Mal im Programm und befindet sich damit erneut, gefolgt von Antalya, an der Spitze der angeflogenen Destinationen vom PAD. 2017 verzeichnete der Flughafen ein Fluggastaufkommen von rund 740.000 Passagieren sowie mehr als 38.200 Starts und Landungen.

PAD mit Laudamotion im Bild

Feierliche Begrüßung der Laudamotion-Crew zum Erstflug am Paderborn-Lippstadt Airport durch Roland Hüser (3. v. l.), Prokurist und Kaufmännischer Leiter der Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH, und Klaus Marx (4. v. r.), Vice President Marketing & Sales der Flughafen Paderborn-Lippstadt GmbH; Niki Lauda, Managing Director der Laudamotion, und Andreas Gruber, Managing Director der Laudamotion, grüßen mit der Crew zum Erstflug am Paderborn-Lippstadt Airport.

Ryanair-Boeing bringt neue Ziele nach Düsseldorf

0

Ryanair hat jetzt die Eröffnung einer neuen Basis in Düsseldorf sowie den Start der drei neuen Strecken nach Alicante, Malaga und Palma gefeiert, die im Rahmen des Sommerflugplans 2018 täglich bedient werden.

Um die Eröffnung der Basis in Düsseldorf und die drei neuen Strecken zu feiern – der 11. Basis in Deutschland und der 86. Basis in Europa –  bietet Ryanair Flüge schon ab 19,99 Euro für Reisen bis August 2018 an, die nur bis Montag, den 04. Juni 2018, um Mitternacht, buchbar sind. Ryanairs Sommerflugplan 2018 für Düsseldorf im Überblick:

  • Ein stationiertes Flugzeug, Boeing 737
  • Drei neue Strecken nach Alicante, Malaga und Palma, jeweils einmal täglich
  • Jährlich 140.000 erwartete Kunden

Auf dem Foto (v.l.n.r.): Lutz Honerla, Vice President Marketing and Strategy vom Düsseldorf Airport, Lisa Maria Rumpf, Sales and Marketing Executive DACH von Ryanair und Ulrich Topp, Head of Aviation Marketing vom Düsseldorf Airport.

15 Jahre Mars Express: Besonderes Auge aus Deutschland

0

Heute, am 02. Juni 2018 jährt sich der Start der europäischen Raumsonde Mars Express zum 15. Mal. Heute noch im Orbit um den Mars, markiert Mars Express eine der erfolgreichsten Raumfahrtmissionen, die jemals zu unserem Nachbarplaneten geschickt wurden.

Eines der Instrumente, das nach wie vor arbeitet, ist die deutsche „High Resolution Stereo Camera“ (HRSC). Die High Resolution Stereo Kamera wurde am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt und in Kooperation mit industriellen Partnern gebaut (EADS Astrium, Lewicki Microelectronic GmbH und Jena-Optronik GmbH). Im Oktober 2017 nahm die hochauflösende Stereokamera eine spektakuläre globale Ansicht des Mars auf, die die Schönheit unseres einst vulkanisch sehr aktiven Nachbarplaneten zeigt. Mitarbeiter der Fachrichtung Planetologie und Fernerkundung der Freien Universität Berlin erstellten die hier gezeigten Bildprodukte. Die systematische Prozessierung der Daten erfolgte am DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof, von wo aus die Kamera auch gesteuert wird.

Das Besondere an dem gezeigten Farbbild des Mars ist, dass es den Planeten in einer globalen Ansicht abbildet. Der Blick geht von der nördlichen Tiefebene über das Hochland Tharsis nach Süden. Das Bild ist eines von über 1.000 Ansichten und Videos, die seit dem Start der Mars Express-Mission gemeinsam von ESA, DLR und FU Berlin veröffentlicht wurden. Während der letzten 15 Jahre hat das HRSC-Instrument viel geleistet, um unseren Nachbarplaneten Mars in all seinen Facetten zu zeigen. Sogar jetzt noch, nach nahezu 18.000 Marsumrundungen, schickt die Kamera zuverlässig Daten zur Erde, die unser Wissen zum Roten Planeten bereichern.

Klimawandel vor etwa 3,8 Milliarden Jahren

Schon seit der NASA-Mission Mariner 9 im Jahr 1971 ist den Wissenschaftlern klar, dass Wasser über den Mars geflossen sein muss. Täler, die heute allesamt staubtrocken sind, legen davon Zeugnis ab. Deshalb war es eines der wichtigsten wissenschaftlichen Ziele von Mars Express und dabei auch des HRSC-Experiments, die Klimageschichte des Mars zu entschlüsseln: Wohin ist das ganze Wasser verschwunden? Was ist die Ursache für einen dramatischen Klimawandel vor dreieinhalb bis vier Milliarden Jahren? Auffallend ist nämlich, dass sich sowohl die Art der Täler wie auch die Mineralogie von Gesteinen, die mit Wasser in Berührung gekommen sind, stark verändert haben.

Waren es bis vor etwa 3,8 Milliarden Jahren verästelte Talsysteme, die auf Oberflächenabfluss ähnlich wie auf der Erde hinweisen und auf einen Wasserkreislauf mit Niederschlägen schließen lassen, waren es später lange große, oft nahezu geradlinig verlaufende und kanalartige Täler, die auf Wasserquellen aus dem Untergrund hindeuten und auf eine eher episodische, dafür sehr heftige Aktivität schließen lassen.

Zudem fand das französische Spektrometer OMEGA auf Mars Express heraus, dass sich mit diesem Wechsel auch eine Veränderung der Mineralogie einstellte. Ältere Ablagerungen enthalten wasserhaltige Tonminerale, die typisch sind für vulkanisches Gestein, das in der Anwesenheit von Wasser verwittert. Jüngere Sedimente hingegen enthalten wasserhaltige Salze wie Gips, einem Kalziumsulfat, oder Kieserit, einem Magnesiumsulfat.

Das wässrige Milieu wurde also wesentlich saurer und damit auch lebensfeindlicher (was bei Überlegungen, ob und wann der Mars Leben beherbergen konnte, eine Rolle spielt). Die Ursache für diesen Wandel ist noch nicht bekannt. Es gibt Überlegungen, dass der Mars um diese „Klimawende“ auch sein einst vorhandenes, schwaches aktives Magnetfeld verloren hat, was auf die Ausgesetztheit der Atmosphäre gegenüber Sonnenwind, UV- und kosmischer Strahlung zurückzuführen ist, die diese stark ausgedünnt haben.

Vulkanregion Tharsis – fünf Kilometer hohe „Beule“

Die Region Tharsis gehört zu den geologisch interessantesten und am meisten erforschten Gebieten auf dem Mars. Die HRSC-Ansicht führt von Nordwesten nach Südosten über das Tharsis-Gebiet: von der Nordpoleiskappe in der unteren linken Ecke des Bildes über die gigantischen Vulkane Alba Mons, einen Teil von Olympus Mons, die Tharsis-Vulkane Ascraeus und Pavonis Mons, die sich als dunkle Flecken über die Wolkendecke erheben, und schließlich über das netzartige Noctis Labyrinthus und das Talsystem Valles Marineris mit seinen charakteristischen dunkel gefärbten Ablagerungen an der oberen linken Bildseite. Der hellblaue atmosphärische Dunst markiert den sogenannten „limb“ oder Planetenrand (die sichtbare Grenze zwischen Planet und Weltraum), der sich in der Nähe des Äquators befindet.

Tharsis ist eine ehemals vulkanisch und tektonisch aktive Region in der Nähe des Marsäquators. Sie erstreckt sich über einen großen Teil der westlichen Hemisphäre und enthält die weitaus meisten der Marsvulkane. Die Region bildet eine fast fünf Kilometer hohe „Beule“ im Marshochland und erhebt sich zehn Kilometer über die „Mars-Bezugshöhe“: Da es auf dem Mars keinen Meeresspiegel gibt, entspricht die Bezugshöhe einer sogenannten Äquipotentialfläche, die durch ein bestimmtes Druckniveau in der Atmosphäre definiert ist.

Vulkanismus in Tharsis steht im Zusammenhang mit mehreren Vulkanzentren, von denen das älteste in der Thaumasia-Region im südlichen Hochland liegt (sichtbar in der oberen rechten Ecke des Bildes). Weitere, später aktive Vulkanzentren befinden sich in Syria Planum, bei Pavonis und bei Alba Mons. Eine Vielzahl von sternförmig und rings umlaufend angeordneten sogenannten vulkanischen Gangschwärmen in der Tharsis-Region können zu diesen verschiedenen Vulkanzentren zurückverfolgt werden.

Die Entwicklung unterschiedlicher Vulkanzentren in Tharsis erforderte eine langlebige Magmazufuhr, möglicherweise durch einen oder mehrere Manteldiapire (mantle plumes), die ihre Lage mit der Zeit verändert haben. Manteldiapire sind pilzförmige Körper aus Gestein erhöhter Temperatur innerhalb des zähplastischen Marsmantels, die eine geringere Dichte im Vergleich zur Umgebung besitzen und deshalb bis zur oberen elastischen Schicht des Planeten, der Lithosphäre, aufsteigen. Solche heißen, aufsteigenden Manteldiapire können Intrusionen, Magmakammern und große Vulkanprovinzen erzeugen. An der oberen linken Bildseite ist das Talsystem der Valles Marineris auszumachen, dessen Ursprung und Entwicklung stark mit der Vulkanprovinz Tharsis verknüpft ist. Spannungen, die im Zusammenhang mit der Tharsis-Aufwölbung stehen, führten zu Dehnungsbrüchen in der Kruste.

Prozession von HRSC

Die Aufnahmen mit der HRSC (High Resolution Stereo Camera) entstanden am 12. Oktober 2017 w ährend Orbit 17.444 von Mars Express. Die Auflösung im Bildzentrum beträgt ungefähr einen Kilometer pro Bildpunkt (Pixel). Die Bildmitte liegt bei etwa 245 Grad östlicher Länge und 25 Grad nördlicher Breite. Die Farbaufsicht wurde aus dem senkrecht auf die Marsoberfläche gerichteten Nadirkanal und den Farbkanälen der HRSC erstellt. Die Umgebungskarten basieren auf Daten der Viking-Mission und des Mars Orbiter Laser Altimeter (MOLA)-Experiments an Bord der Mars Global Surveyor (MGS)-Mission der NASA.

Qantas und Air New Zealand planen Codeshare

0

Air New Zealand und Qantas haben jetzt einen gegenseitigen Codeshare angekündigt. Damit wollen sich beide Airlines von down under gegenseitig über ihre heimischen Netzwerke in Australien und Neuseeland stärken.

Qantas will in dem Codeshare seine Flugnummern auf bis zu 30 Strecken von Air New Zealand in deren Heimat offerieren, Air New Zealand wiederum will bis zu 85 Routen von Qantas unter eigenem Code anbieten. Für Reisende der beiden Nachbarländer bedeutet das mehr Komfort und schnelleres Reisen zwischen den beiden vom Ozean umgebenen Ländern, was Verbindungen und Umsteigeprozesse am Flughafen angeht. Insgesamt stehen damit auch 36 Lounges zur Verfügung. Das Abkommen soll für Flüge ab 28. Oktober gelten.

Tasmanien bleibt Grenze

Alan Joyce, CEO der Qantas Group, sagte, mit Air New Zealand habe man schon seit fast 80 Jahren zu tun. Dabei habe man großen Respekt vor ihnen als Wettbewerber. Die beiden Fluggesellschaften bleiben weiterhin starke Konkurrenten in allen Märkten. Trans-Tasman-Flüge, also über die See rund um die Südost-Insel von Australien, bleiben vom Codeshare ausgeschlossen. Qantas will alle Codeshareflüge mit Jetstar auf Neuseeland weiterführen.

Musik und Flugzeug-Klassiker für Familien in München

Bei den Family & Music Days am Münchner Flughafen am 09. und 10. Juni 2018 jagt ein Highlight das nächste. Gerade frisch am Airport gelandet, können Besucher das jüngste Flottenmitglied der Lufthansa, den neuen Airbus A350 XWB mit der Kennung D-AIXJ, hautnah erleben.

Wenn die Kranichairline am Samstag ihre Maschine öffnet, haben große und kleine Flugzeugfans von 11:00 bis 17:00 Uhr die Gelegenheit das modernste Langstreckenflugzeug der Welt zu besichtigen. Abends heizen die musikalischen Top-Acts DJ Felix Jaehn und Singer-Songwriter Tom Walker den Gästen richtig ein.

Das gesamte Wochenende lang verwandelt sich das Gelände neben dem Besucherpark in eine Zeltstadt mit riesigem Jahrmarkt, mehreren Biergärten, Food Trucks und Straßenkünstlern. Für Familien mit Kindern gibt es ein buntes Programm mit Kinderschminken, Kasperltheater, Bällebad und Kofferrutsche. An beiden Festivaltagen werden von 12:00 Uhr bis 19:30 Uhr Besucherrundfahrten angeboten. Die 50-minütigen Touren starten und enden am Besucherpark direkt neben dem Festgelände. Alle Besucher zahlen einen ermäßigten Preis von fünf Euro pro Person.

Flugzeuge hautnah besichtigen

Ein weiteres Highlight der Family & Music Days ist das offene Vorfeld: Neben dem Airbus A350 können dort außergewöhnliche Flugzeuge wie die North American B-25J Mitchell von Red Bull, das Jagdflugzeug North American P-51D Mustang, der historische Doppeldecker D.H.82 Tiger Moth oder die Transportmaschine Antonow An-2 aus nächster Nähe bestaunt werden. Auch der Fuhrpark des Flughafens wird auf der Ausstellungsfläche präsentiert: Fahrzeugschlepper, Gepäckwagen sowie Enteisungs- und Feuerwehrfahrzeuge dürfen natürlich nicht fehlen. Das Vorfeld mit den Flugzeugattraktionen ist an beiden Tagen von 11:00 Uhr bis 19:00 Uhr geöffnet. Letzter Einlass ist jeweils um 18:00 Uhr.

Die Family & Music Days beginnen an beiden Tagen jeweils um 11:00 Uhr. Nach den Konzerten am Samstagabend schließt das Festivalgelände um 24:00 Uhr, am Sonntag um 20:00 Uhr. Eine Online-Anmeldung ist erforderlich. Kostenlose Tickets für alle Events sowie das gesamte Programm gibt es auf der Seite der Family & Music Days.

Katwarn-App berücksichtigt Lage am Airport Düsseldorf

Das vom Frauenhofer-Institut entwickelte System warnt Nutzer zukünftig bei gefährlichen Situationen oder nennenswerten Störungen des Flugbetriebs über das Smartphone.

Ortsgenau, zuverlässig und schnell: Der Flughafen Düsseldorf informiert ab dem 01. Juni im Falle größerer Betriebsstörungen und Gefahrenlagen Passagiere und die Bevölkerung über das Katastrophenwarnsystem Katwarn. Die entsprechenden Apps können für iPhones, Android-Geräte und Windows-Phones kostenlos in den jeweiligen Stores heruntergeladen werden. Bei Katwarn handelt es sich um ein seit 2011 deutschlandweit einheitliches Warn- und Informationssystem, das bei Katastrophen und in besonderen Gefahrensituationen die betroffenen Bevölkerungsgruppen informiert. Das System versorgt derzeit über vier Millionen Nutzer in Deutschland.

Wurde die App auf dem Smartphone installiert, können Nutzer Informationen des Flughafens abonnieren, indem sie den Ort beziehungsweise die Postleitzahl hinterlegen oder die so genannte „Schutzengelfunktion“ aktivieren. Im unwahrscheinlichen Fall einer größeren Störung oder Schadenslage würde der Airport Warn- und Verhaltenshinweise direkt per Push-Mitteilung auf die Smartphones der Nutzer senden. Darüber hinaus bietet Katwarn eine Reihe weiterer hilfreicher Funktionsmerkmale, die sich deutschlandweit nutzen lassen.

Lufthansa mit Externen gegen Belästigungen

0

Die Lufthansa Group erweitert ihr Unterstützungsangebot für Mitarbeiter, die sexuell belästigt wurden. Seit heute, 01. Juni, gibt es mit Christine Lüders und Martin Lüdemann neben den internen Anlaufstellen zwei externe, unabhängige Vertrauenspersonen als Ansprechpartner für Mitarbeiter der Lufthansa Group.

Für betroffene Mitarbeiter gibt es bereits heute diverse Verfahren und interne Anlaufstellen bei der Lufthansa Group. Betroffene können sich an die jeweilige Führungskraft, das Personalmanagement, den Betriebsrat oder die Personalvertretung, die Sozialberatung oder auch die Beauftragte für Chancengleichheit wenden. Eine externe Vertrauensperson erweitert das Angebot anonymer Hilfestellung

Als weitere präventive Maßnahme werden zudem die bereits existierenden Ausbildungs- und Schulungsinhalte für Mitarbeiter zu dieser Thematik nochmals angepasst. „Wir müssen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch mehr unterstützen, sich in Fällen von sexueller Belästigung Hilfe zu suchen. Egal, wo und in welchem Umfeld es zu Belästigung kommt. Je mehr Mitarbeiter sich Gehör verschaffen, desto geringer wird die Hemmschwelle für andere Betroffene, sich ebenfalls zu äußern. Deshalb haben wir externe Vertrauenspersonen gewonnen, an die sich Betroffene wenden können“, sagt Dr. Bettina Volkens, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Lufthansa AG.

Ansprechpartner einst Lufthanseaten

Christine Lüders leitete von 2010 bis Anfang Mai 2018 die Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Lüders ist der Lufthansa seit langem verbunden, sie begann ihre Karriere 1976 als Flugbegleiterin. Bis 1993 hatte sie im Konzern verschiedene Positionen inne, unter anderem in der Produktentwicklung sowie als Vorstandsreferentin im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Später arbeitete sie als Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration in Nordrhein-Westfalen sowie als Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Beauftragte für Stiftungen im Hessischen Kultusministerium. Die studierte Pädagogin ist verheiratet und lebt in Berlin und Frankfurt am Main.

Martin Lüdemann arbeitet seit 25 Jahren als Psychologe und Supervisor. Er berät, unterstützt und begleitet Gruppen und Einzelpersonen in Organisationen – hauptsächlich in der Wirtschaft aber auch Gruppen im sozialen Bereich. Der Diplom-Psychologe (Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie und Marketing) startete seine Berufstätigkeit als Berater bei Lufthansa Consulting in Köln und baute 1996 als Gründungspartner Dr. Sourisseaux, Lüdemann und Partner mit auf. 17 Jahre arbeitete er für die beratenden Wirtschaftspsychologen in Darmstadt, bevor er sich 2013 unter eigenem Namen selbstständig machte. Lüdemann wohnt in Schlangenbad, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Laudamotion: Jetzt ab Hannover und Hamburg nach Palma

Laudamotion, die neue österreichische Low-Cost-Airline, fliegt seit heute bis zu zweimal täglich ab Hannover nach Palma de Mallorca.

Die Fotos zeigen den Erstflug mit der traditionellen Wasserdusche der Flughafenfeuerwehr am HAJ. Damit positioniert sich die neue Airline, die aus der airberlin-Tochtergesellschaft NIKI hervorgegangen ist, nun auch im Norden Deutschlands. Die Fluggesellschaft will vor allem mit einem familienfreundlichen Angebot punkten.

„Wir sind froh, dass wir nun auch Verbindungen ab Hannover anbieten können. Mit dem Zugang zu Ryanair steht Laudamotion eine erstklassige Plattform für mehr als 60 Laudamotion-Strecken ab Österreich, Deutschland und Schweiz zur Verfügung. Wir wollen die Passagiere vor allem durch das tolle Preis-Leistungs-Verhältnis und die Qualität unseres Bordproduktes überzeugen. Daneben haben wir ein umfangreiches Streckennetz, und natürlich auch den typischen Lauda-Servicegedanken“, sagt Niki Lauda.

Laudamotion ab Hamburg

Laudamotion feiert heute auch ihren Erstflug am Hamburg Airport. Auch von dort startet die Fluggesellschaft ab sofort einmal täglich nach Palma de Mallorca. Bedient wird die Strecke mit modernen Flugzeugen des Typs Airbus A320 mit rund 180 Sitzplätzen.

„Palma de Mallorca ist nach Passagierzahlen eines unserer beliebtesten europäischen Ziele“, sagt Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport. „Allein im Jahr 2017 sind knapp eine Million Passagiere von Hamburg nach Mallorca geflogen. Daher freuen wir uns, dass Laudamotion der großen Nachfrage nach Flügen auf die Lieblingsinsel der Deutschen nachkommt, das Angebot auf dieser Strecke erhöht und die noch bestehende Lücke zum letzten Jahr weiter schließt. Unsere Passagiere profitieren dadurch von einer noch größeren Auswahl an Flügen in ihr Urlaubsziel.“

Ab 19,99 Euro von Hamburg nach Mallorca

Unter anderem die Marktaustritte von airberlin und NIKI sorgten dafür, dass am Hamburg Airport in diesem Sommer ein geringeres Sitzplatzangebot nach Palma de Mallorca bestand als noch im Sommer 2017. Durch das Engagement von Laudamotion stehen nun für die Fluggäste wieder mehr Flüge auf die Baleareninsel zur Verfügung. Flugtickets mit Laudamotion von Hamburg nach Palma de Mallorca soll es bereits ab 19,99 Euro geben.

easyJet startet innerdeutsch durch: CGN – TXL

0

Seit heute geht es ab Köln/Bonn wieder im orangefarbenen Flugzeug nach Berlin: Die britische Fluggesellschaft EasyJet ist an den Köln Bonn Airport zurückgekehrt. Um kurz vor 09:00 Uhr hob der Airbus heute Morgen mit Hauptstadt-Reisenden an Bord zum Erstflug ab.

Bis zu sechs Mal täglich fliegt EasyJet künftig von Köln/Bonn nach Tegel. Insgesamt 33 wöchentliche Umläufe nimmt die Airline in den Flugplan auf. „Die Verbindung zwischen Köln/Bonn und Berlin gehört zu unseren nachfragestärksten Routen. Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Passagieren durch das Engagement von EasyJet noch mehr Auswahl auf dieser Strecke anbieten können“, sagt Johan Vanneste, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH.

Business-Anteil wächst

Thomas Haagensen, Group Markets Director bei EasyJet sagte: „Wir freuen uns sehr, den Flughafen Köln/Bonn in unserer Streckennetz aufzunehmen und die neue Strecke von/nach Berlin-Tegel stellt eine attraktive Verbindung für Privat- und Geschäftsreisende dar. Mit unserem umfassenden Streckennetz an europäischen und innerdeutschen Destinationen mit attraktiven, häufig frequentierten Flügen konnten wir in Deutschland den Anteil der mit uns fliegenden Geschäftsreisenden auf 75 Prozent der DAX30-Unternehmen steigern und diese Zahl wird noch weiter wachsen. Insbesondere auf unseren innerdeutschen Strecken machen Geschäftsreisende bereits 41 Prozent unserer Passagiere aus.“

Tickets für die neue EasyJet-Verbindung zwischen Köln/Bonn und Berlin-Tegel soll es ab 39,99 Euro pro Strecke geben – pro Person inkl. Steuern sowie Verwaltungs- und Kreditkartengebühren, one-Way basierend auf zwei Passagieren, die mit der gleichen Buchung reisen. EasyJet setzt auf der Strecke ein Flugzeug vom Typ Airbus A320 ein. Mit der neuen Verbindung kehrt EasyJet nach zwei Jahren wieder an den Airport zurück. Zuletzt flog die Airline von Köln/Bonn nach London-Gatwick.

Flüge über Tagebau: Forscher erfassen CO2 und Methan

0

Im Rahmen der Mission CoMet (Carbon dioxide and methane mission for HALO) sind zudem jeweils eine Cessna des DLR und eine der Freien Universität Berlin mit hochgenauen Messinstrumenten der Universität Bremen im Einsatz, ebenso wie die DLR Do-228 D-CFFU und das Forschungsflugzeug Falcon 20 der französischen Partner SAFIRE, CNRS und CNES.

Ehrgeizige Ziele zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen benötigen eine effektive Überwachung der Klimagase. Zudem müssen für zuverlässige Klimaprognosen die Quellen und Senken der Treibhausgase möglichst genau erforscht werden. Von Mitte Mai bis Mitte Juni 2018 fügt eine Flugversuchsmission unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) diesen internationalen Bemühungen einen Baustein hinzu. Das Forschungsflugzeug HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft) nimmt die zwei wichtigsten Treibhausgase Kohlenstoffdioxid (CO2) und Methan (CH4) ins Visier. Neuartige Instrumente für die Erfassung der Treibhausgase werden erprobt, die dabei Daten über ganz Europa bis nach Nordafrika sammeln. Messflüge finden unter anderem über Berlin, dem Kohlerevier der Lausitz und den polnischen Bergbauregionen statt.

CO2 nicht das alleinige Treibhausgas

CO2 ist allgemein als das wichtigste vom Menschen auf der Erde emittierte Treibhausgas bekannt. „Weniger bekannt hingegen ist, das Methan trotz der etwa 200-fach geringeren Konzentration in der Atmosphäre gegenüber CO2 ein sehr großes Treibhausgaspotential hat. Denn laut Bericht des Weltklimarates aus dem Jahr 2013 ist ein ausgestoßenes Methanmolekül über die ersten 20 Jahre 86-mal so klimawirksam wie ein CO2-Molekül. Für 100 Jahre sinkt dieser Wert auf die immer noch beachtliche 28-fache Klimawirksamkeit, da Methan schneller in der Atmosphäre abgebaut wird“, erläutert der Leiter des Projekts Dr. Andreas Fix vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre.

Insgesamt beträgt der Anteil an der Klimaerwärmung von CO2 seit Beginn der industriellen Revolution etwa 65 Prozent, der von Methan etwa 18 Prozent bezogen auf alle vom Menschen emittierten Treibhausgase. Dabei hat sich die Methankonzentration in der Atmosphäre seit dem Jahr 1750 sogar mehr als verdoppelt während CO2 im gleichen Zeitraum um etwa 44 Prozent angestiegen ist. „Ein besseres Verständnis der Konzentrationen von Methan in der Atmosphäre und Strategien zur kurzfristigen Verringerung von Methan-Emissionen können signifikant dazu beitragen das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen“, so Fix weiter.

Klimakiller Methan auf die Spur kommen

HALO soll für mindestens 63 Stunden Flüge über europäischen Ballungszentren, Bodenmessstationen und Kohlegruben bis Mitte Juni absolvieren, erläutert Fix. Zusätzlich kommen noch bis zu 80 Flugstunden auf den drei kleineren Flugzeuge hinzu. Das Forschungsflugzeug HALO ist mit insgesamt sieben Instrumenten ausgestattet, um die Treibhausgase sowie weitere meteorologische Messgrößen zu erfassen und auch Luftproben zu sammeln.

„Wir wollen mit unabhängigen Messungen die Quellen und Senken der Treibhausgase im Detail nachvollziehen. Methanemissionen stammen beispielsweise aus der Kohleförderung, der Erdöl- und Erdgasindustrie, von Mülldeponien sowie der Viehwirtschaft und dem Reisanbau. Daneben gibt es aber auch natürliche Quellen wie Feuchtgebiete oder Permafrostböden.“, so Fix weiter. „Um den Einfluss des von Menschen verursachten Methans auf den Klimawandel quantifizieren zu können, müssen neben den menschengemachten auch die natürlichen Quellen genau untersucht und die zu Grunde liegenden Prozesse verstanden werden. Hier herrscht gegenwärtig noch ein großes Forschungsdefizit.“

Messungen im Spiralflug

Das hochmoderne Forschungsflugzeug HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft) startet jeweils vom Heimatflughafen in Oberpfaffenhofen bei München für die Messflüge in die Zielregionen, die von Finnland bis nach Nordafrika reichen. Damit die Forscher mit Hilfe der Fernerkundungsinstrumente ein genaues Bild der Verteilung der Treibhausgase bekommen, ist HALO zunächst in rund 8 bis 15 Kilometern Höhe im Messeinsatz. An ausgewählten Orten werden dann Spiralen bis nahe zum Erdboden geflogen, um zusätzlich hochgenaue Informationen über die Höhenverteilung der Treibhausgase zu erhalten. In die Lufteinlässe strömende Luft wird dabei mit den Instrumenten an Bord kontinuierlich analysiert. Zusätzlich sammeln die Forscher bis zu 12 Luftproben pro Flug, die sie später im Labor noch genauer auf verschiedene Bestandteile untersuchen.

„Die Durchführung derartiger Flugzeugmissionen – besonders im verkehrsreichen Luftraum über Europa – erfordert ein hohes Maß an Koordination mit den verschiedenen Flugsicherungen der überflogenen Länder“, sagt Forschungspilot Dr. Marc Puskeiler „Die Absprache mit den Flugsicherungen muss mehrere Tage im Voraus erfolgen. Dies stellt hohe Anforderungen an die Wettervorhersage und die Flugplanung, denn die Forscher benötigen möglichst wolkenfreie Messbedingungen“, ergänzt Frank Probst von der DLR-Einrichtung Flugexperimente, der den Betrieb der DLR-Flugzeuge während der CoMet-Mission leitet.

Kohlerevier Oberschlesien: Europas größte Methanquelle

Während HALO hauptsächlich Messungen in Höhen bis zu 15 Kilometern durchführt, erkunden die zwei Cessnas des DLR und der FU-Berlin die Verteilung des Treibhausgases im unteren Bereich der Atmosphäre bis auf eine Höhe von drei Kilometern. Dabei schrauben sie sich ebenfalls teilweise auf einem spiralförmigen Flugweg nach oben, um Messwerte bis zur geplanten Gipfel-Höhe zu erfassen. „Die gemeinsamen HALO-Flüge mit den Cessnas werden sich auf zwei wissenschaftlich besonders interessante Gebiete konzentrieren: das oberschlesische Kohlerevier, das aufgrund des emittierten Grubengases der vielen Anthrazitminen mit die größte europäische Methanquelle darstellt, sowie der Berliner Raum, der aufgrund seiner „Insellage“, umgeben von dünnbesiedelten Regionen, ein interessantes Messgebiet ist, um die Treibhausgasflüsse einer Metropole zu erforschen“, erklärt Fix.

In Oberschlesien wird das Projekt dabei von den polnischen Partnern der AGH Universität in Krakau unterstützt. Während eines experimentellen Messfluges nach Polen begleitet sogar ein viertes Flugzeug, die DLR Do-228 die CoMet Mission. Sie ist dabei mit einem Hyperspektralsensor ausgerüstet. Dabei testen die Forscher, ob dieses eigentlich für die Erdoberfläche genutzte Fernerkundungs-Instrument auch in der Lage ist, starke Methanquellen sichtbar zu machen.

MERLIN führt Arbeit aus dem All weiter

Die auf Initiative des DLR, des Max-Planck-Institutes für Biogeochemie und der Universitäten in Bremen und Heidelberg ins Leben gerufene Mission CoMet wird neben anderen Instrumenten das im DLR-Institut für Physik der Atmosphäre neu entwickelte laserbasierte LIDAR-Messgerät CHARM-F (CH4 Atmospheric Remote Monitoring) zur hochaufgelösten Methandetektion einsetzen. „Die neue Technik erlaubt es, Methan und CO2 unabhängig vom Sonnenlicht aus großer Entfernung und mit hoher Genauigkeit zu messen“, unterstreicht Fix.

Ein solches Lidar-Instrument soll ab 2023 an Bord der deutsch-französischen Satellitenmission MERLIN (Methane Remote Sensing Mission) regionale und globale Emissionen des Treibhausgases Methan aus dem All bestimmen. Dies ist eine ideale Ergänzung zu den COPERNICUS Satelliten Sentinel-5 Precursor und Sentinel-5. Zur Erprobung der MERLIN-Technologie ist das französische Forschungsflugzeug Falcon 20 an einem der Messflüge beteiligt. Es trägt ein in-situ Treibhausgasinstrument für Vergleichsmessungen während die Forscher an Bord von HALO die LIDAR-Technologie erproben, die später auf MERLIN eingesetzt werden soll. Der gemeinsame Messflug wird mit Bodenstationen und Ballonaufstiegen koordiniert und erfordert wolkenlosen Himmel über dem größten Teil Frankreichs.

Neben dem Laserradar (Lidar) CHARM-F trägt HALO ein Cavity-Ringdown-Spektrometer des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie Jena, mit dem die wichtigsten Treibhausgase in-situ gemessen werden, sowie ein Probensammler zur Bestimmung weiterer Gase in Laboranalysen der gesammelten Luftproben. Mit einem optischen Spektrometer der Universität Heidelberg an Bord von HALO werden gleichzeitig mit den Treibhausgasen emittierte Luftschadstoffe gemessen. Die beiden kleineren Forschungsflugzeuge der Mission sind ebenfalls mit hochwertigen Instrumenten ausgestattet.

Die Cessna Grand Caravan des DLR unterstützt die Mission mit in-situ Treibhausgas- und Windmessungen in der Grenzschicht, dem untersten Teil der Atmosphäre und ist unter anderem mit einem state-of-the art Quantenkaskadenlasersystem ausgestattet. „Der untere Teil des Treibhausgasprofils dominiert gerade in der Nähe von relevanten Methanquellen wie in Oberschlesien oftmals die Gesamtverteilung nach der Höhe und weist zudem die größte Variabilität auf. Wir tragen mit unseren Messungen dazu bei Emissionen ausgewählter Quellen im Detail zu charakterisieren“ sagt Dr. Anke Roiger, Leiterin der DLR Cessna Mission vom Institut für Physik der Atmosphäre. Zudem trägt die Cessna 207 der Freien Universität Berlin ein passives optisches Spektrometersystem (MAMAP) der Universität Bremen zur flächenhaften Erfassung der Treibhausgasverteilungen von CO2 und Methan.

Für die Forschungsflüge haben die Forscher mehrere Prognose-Modelle entwickelt, die Ihnen vorhersagen, wo erhöhte Konzentrationen der Treibhausgase bei bestimmten Wetterlagen zu erwarten sind. Anhand dieser Modelle erfolgt die Flugplanung. „Unser Ziel ist eine optimale Messstrategie für die CoMet-Mission, um die Datenlücken über Europa möglichst effektiv zu schließen und die Modelle zu trainieren“, so Fix.

Auf den Bildern

Cessna Grand Caravan: Die DLR Cessna Grand Caravan fliegt für die Atmosphärenforschung und Erdbeobachtung mit verschiedenen Instrumenten. Zudem ist sie regelmäßig als „Fliegender Hörsaal“ im Einsatz. Hier ist sie am Heimatstandort Oberpfaffenhofen zu sehen.

Blick aus dem Cockpit von HALO: HALO basiert auf dem Ultra-Long Range Business Jet G 550 der Firma Gulfstream Aerospace. Mit einer Reichweite von weit mehr als 8.000 Kilometern sind mit HALO erstmals Messungen auf der Skala von Kontinenten möglich: alle Regionen von den Polen bis zu den Tropen und den abgelegenen Gebieten des Pazifiks kann das Forschungsflugzeug erreichen. Die maximale Flughöhe von über 15 Kilometern ermöglicht auch Messungen in der unteren Stratosphäre, außerhalb der Tropen.

Dornier Do-228 D-CFFU: Die DLR Do-228 D-CFFU fliegt unter anderem mit Spektrometern und Radarmessgeräten an Bord für Erdbeobachtung.

Risk Magement bei Ryanair durch Carol Sharkey

Ryanair hat mitgeteilt, Carol Sharkey zum Chief Risk Officer der Fluggesellschaft zu ernennen, womit sie zum Senior Management-Team aufschließt.

Carol, derzeit Director of Safety and Security von Ryanair, wird die Verantwortung für die gesamte operative Risikobewertung von Ryanair übernehmen und direkt an den Geschäftsführer berichten. Sie arbeitet seit 1995 bei Ryanair, wo sie zuvor in den Bereichen Inflight sowie Flugbetrieb tätig war und in den letzten Jahren die Abteilung Flugsicherheit beaufsichtigt hat.

Michael O‘Leary, Chief Executive Officer von Ryanair, sagte dazu: „Ich freue mich, die Beförderung von Carol Sharkey zum Chief Risk Officer bekanntzugeben und Sie im Senior Management-Team zu begrüßen. Carol hat ein umfassendes Wissen über unser Geschäft und darüber, wie wir kontrolliertes Wachstum sicher erbringen können. Ihr Fachwissen, insbesondere in den Bereichen Betrieb und Sicherheit, wird dafür sorgen, dass sie bei unserem zukünftigen Wachstum auf rund 600 Flugzeuge und auf mehr als 200 Millionen Kunden pro Jahr eine Schlüsselrolle spielt.“

Carol Sharkey, Chief Risk Officer von Ryanair, sagte dazu: „Ich freue mich sehr, dem Senior Management-Team beizutreten. Es ist eine aufregende Zeit für Ryanair, da wir weiter wachsen und unseren Betrieb in ganz Europa ausweiten. Zudem freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit dem gesamten Team und dem Vorstand, um den branchenführenden Sicherheitsrekord von Ryanair aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln.“

Alexander Gerst: Letzte Phase vor dem Start

Wenn Alexander Gerst als deutscher Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation ESA am 06. Juni 2018 zur ISS aufbricht, wird er zum zweiten Mal für sechs Monate – voraussichtlich bis zum 12. Dezember 2018 – im größten internationalen Technologieprojekt aller Zeiten arbeiten.

Viele wissenschaftlich und gesellschaftlich relevante Fragen sollen auf der Internationalen Raumstation ISS in 41 deutschen Experimenten beantwortet werden, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) für die nächste Mission von Alexander Gerst zur ISS – „horizons – Wissen für Morgen“ – koordiniert und steuert.

Wissensstandort Deutschland gestärkt

In diesem wissenschaftlichen Labor entwickeln führende Raumfahrtnationen – die USA, Russland, Japan, Europa und Kanada – gemeinsam Lösungen für globale Herausforderungen wie Gesundheit, Umwelt und Klimawandel sowie Digitalisierung, Industrie 4.0, Energie und Mobilität von Morgen. „Die Mission von Alexander Gerst stärkt den Wissenschafts- und Innovationsstandort Deutschland und macht die Bundesrepublik zu einem der intensivsten Nutzer und Profiteure der wissenschaftlichen Anlagen an Bord der Internationalen Raumstation.

Raumfahrt und Raumfahrtforschung sind für unsere moderne Gesellschaft unverzichtbar, sie bieten Lösungen für viele zentrale Herausforderungen – ob in der Navigation, zum Beispiel mit dem Galileo-System, bei Digitalisierung und Industrie 4.0, beim Umweltmonitoring und für das bessere Verständnis des Klimawandels – Raumfahrt ist gefragt“, betont Dr. Walther Pelzer, Vorstand des DLR Raumfahrtmanagements in Bonn, das die deutschen Beiträge zur ISS und damit auch zur horizons-Mission von Alexander Gerst steuert.

horizons – Wissen für die Erde

Wenn Alexander Gerst auf der ISS forscht, dann findet Wissenschaft nicht nur im Weltraum statt, verdeutlicht Volker Schmid, horizons-Missionsmanager beim DLR Raumfahrtmanagement: „Die Experimente wurden auf der Erde entworfen. Die Hard- und Software wurde hier entwickelt und gebaut. Proben stammen aus irdischen Laboren und viele davon kehren nach den Versuchen auf der ISS wieder dorthin zurück, um ausgewertet zu werden.

Die Ergebnisse dieser Forschung schieben wiederum auf der Erde Innovationen an – auch in Deutschland.“ Rund 1.000 Wissenschaftler, Ingenieure und Programmverantwortliche arbeiten in ganz Deutschland für den Erfolg der horizons-Mission – im DLR, an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen und in der Industrie. Insgesamt arbeitet Gerst bei horizons an 67 europäischen Experimenten, von denen 41 aus Deutschland kommen.

horizons – Gesundheit und Sinne der Tiere nutzen

Die Internationale Raumstation bietet exzellente Möglichkeiten, um in Schwerelosigkeit unseren Körper sowie Zellen von Menschen, Tieren und Pflanzen zu erforschen. So ermöglicht das FLUMIAS-Mikroskop, zum ersten Mal lebende Zellen direkt in Schwerelosigkeit sichtbar zu machen, sie zu vergrößern und in 3D abzubilden. Mit Myotones werden erstmals die grundlegenden biomechanischen Eigenschaften der Skelettmuskulatur überwacht, um Veränderungen durch fehlende Schwerkraft zu untersuchen.

Weitere deutsche Experimente beschäftigen sich zum Beispiel mit dem Immunsystem und Genreaktionen in Schwerelosigkeit. „Dank dieser Forschung lernen wir zum Beispiel, Krankheiten wie Krebs, Immunschwäche oder Muskel- und Knochenschwund besser zu verstehen. Aus diesen Erkenntnissen lassen sich dann innovative Medikamente und Therapieansätze entwickeln, die unser Leben auf der Erde verbessern“, erklärt Dr. Markus Braun, Programmverantwortlicher für die humanphysiologische und biologische Forschung unter Weltraumbedingungen beim DLR Raumfahrtmanagement.

Doch auch Umwelt- und Klimabedingungen lassen sich von der ISS aus erforschen. Tiere haben beispielsweise ein sehr gutes Gespür für Klimaveränderungen und einen „siebten Sinn“ für nahe bevorstehende Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche und Erdbeben. Winzige, an Kleintieren wie Vögeln oder Fledermäusen angebrachte Sender funken im Projekt ICARUS Daten über deren Wanderverhalten zur ISS. Diese Informationen können Forscher auswerten und zum Beispiel Rückschlüsse über klimatische Veränderungen und globale Wanderrouten der Tiere bei uns auf der Erde ziehen.

horizons – Digitalisierung, Industrie 4.0, Energie

Digitalisierung bedeutet Veränderung. Im Alltag merken wir das an stetigen Weiterentwicklungen: Smartphones werden „intelligenter“ und verbinden sich im Internet der Dinge mit Haushaltsgeräten wie dem Kühlschrank oder der Waschmaschine. Sprachassistenten unterstützen Menschen bei ihrer täglichen Arbeit. Ein solches digitales Assistenzsystem soll mit dem vom DLR Raumfahrtmanagement, Airbus und IBM entwickelten Technologiedemonstrator CIMON auf der ISS zum Einsatz kommen.

Das siebte Crewmitglied ist ein fliegender und smarter Astronautenassistent. Ausgestattet mit Künstlicher Intelligenz (KI) soll er den Astronauten bei ihrer täglichen Arbeit helfen. Doch nicht nur auf der ISS sind Roboter im Einsatz. Alexander Gerst wird während seiner Mission einem humanoiden Androiden des DLR in Oberpfaffenhofen Kommandos auf der Erde geben, sodass dieser weitgehend autonom Aufgaben lösen kann. Beide Projekte sollen Innovationen für Anwendungen in der robotischen Industrieproduktion, der Medizin und Pflege sowie der Bildung vorantreiben.

Außerdem soll der deutsche ESA-Astronaut im Soft Matter Dynamics/CompGran-Experiment das Verhalten von Granulaten auf der ISS erforschen, damit mit den hier gewonnenen Erkenntnissen Industrieprozesse und -anlagen auf der Erde verbessert werden können. Auch das Verhalten von Plasmen wird er untersuchen, um technologischen Fortschritt in der Produktion von Halbleitern, modernen Antrieben, Ventilen und Stoßdämpfern zu bringen. Industrielle Gießprozesse von Hightech-Materialien auf der Erde sollen Schmelzversuche im Elektromagnetischen Levitator (EML) auf der ISS voranbringen.

Diese Forschung macht unter anderem Flugzeuge und Autos leichter und hilft so, Treibstoff und Energie einzusparen – für eine sauberere Mobilität von Morgen. Langzeitversuche zu ultrakalten Atomen in einem neuen, einzigartigen Labor – dem „Cold Atoms Lab“ der NASA – können die Entwicklung von modernster Chip-Technologie, miniaturisierten Lasermodulen und hochpräzisen Uhren und Sensoren weiter vorantreiben, um zum Beispiel die Satellitennavigation in Zukunft noch genauer zu machen.

horizons – Wissensdurst beim Nachwuchs wecken

Die horizons-Mission bietet auch eine ideale Gelegenheit, junge Menschen für die Raumfahrt und damit für Naturwissenschaften und Hightech-Berufe insgesamt zu begeistern. Hierfür hat das DLR ein ganzes „Education-Paket“ rund um den Flug von Alexander Gerst geschnürt. So wurde zum Beispiel eine Zeitkapsel zur ISS geschickt, zusammen mit renommierten Partnern wie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, dem Klett MINT Verlag und „Jugend forscht“ Unterrichtsmaterialien erstellt, eine Raumfahrt-Show geplant und mit den „Beschützern der Erde“ und den „Überfliegern“ zwei Nachwuchswettbewerbe gestartet. Außerdem werden Kinder und Jugendliche von 14 verschiedenen Schulen sowie von drei Schülerlaboren des DLR – den sogenannten DLR_School_Labs – zur ISS funken, um Alexander Gerst live Fragen zu stellen.

Auf den Bildern

Alexander Gerst beim Training: Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst beim Training für seine Mission „horizons“ in Houston.

FLUMIAS, das neue Mikroskop auf der Internationalen Raumstation ISS, bringt zum ersten Mal Zellen direkt in Schwerelosigkeit zum Leuchten (hier Vimentin, ein Element des Zytoskeletts der Wirbeltiere und ein genereller Marker für Weichgewebstumore).

Myotones-Experiment: Die Astronauten auf der Horizons-Mission benutzen mit MyotonPRO ein Gerät, das es in ähnlicher Form bereits auf der Erde gibt und das nun für den Flug ins Weltall optimiert wurde. Bei der Untersuchung gibt das etwa Smartphone-große Gerät einen kurzen Druckimpuls auf den Körper ab und kann aus der Reaktion des Gewebes auf diesen Impuls Informationen über die Elastizität, Steifigkeit und Eigenspannung (Tonus) des ruhenden Muskels errechnen.

Tierbeobachtung mit ICARUS: Das Wanderverhalten der Tiere kann uns viel über Umwelt­ und Klimaveränderungen verraten. Winzige, an Kleintieren wie Vögeln angebrachte Sender funken im Projekt ICARUS Daten zur ISS und lassen uns deren Flugrouten erstmals weltweit nachverfolgen.

Cold Atoms Lab – eine atomchipbasierte Anlage zur Untersuchung ultrakalter Quantengase: Künstlerische Darstellung der magneto­optischen Falle und des Atomchips, wie sie in einem Labor an Bord der Internationalen Raumstation ISS für das Einfangen ultrakalter Atome verwendet werden sollen.

Airport mit Metropolregion auf der Routes 2019

0

Hannover bereitet sich als Airport und Metropolregion auf die Routes 2019 vor. Nachdem Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok Ende April zur Staffelübergabe nach Bilbao gereist war, unterstützt das Land nun die weitere Planung und den Auftritt finanziell.

Die Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, Heike Fliess, übergab gestern einen Förderbescheid über 120.000 Euro an Projektleiter Jens Seidel vom Hannover Airport.

Regionaler Knotenpunkt

„Die Metropolregion hat die Chance, sich im Rahmen der Routes Europe als Standort mit herausragenden wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Kompetenzen zu präsentieren. Die internationale Aufmerksamkeit und der direkte Kontakt zu Unternehmen und Organisationen der Flugindustrie sowie der Touristikbranche kann enorme Synergien erzeugen, die unsere Region in der Zukunft stärken können“, sagte Fliess.

Flughafen-Geschäftsführer Dr. Raoul Hille: „Über 80 Prozent aller niedersächsischen Einsteiger kommen aus dem Einzugsgebiet der Metropolregion. Der zentrale Standort macht den Flughafen zu einem der bedeutendsten Anziehungspunkte der Metropolregion und zu einem wichtigen Knotenpunkt in Norddeutschland.“

Netzwerktreffen der Branche

Die Routes Europe findet vom 08. bis 10. April 2019 in Hannover statt. Um die Veranstaltung für die Region zu nutzen, wird sich die Metropolregion zusammen mit dem Hannover Airport u. a. gemeinsam auf einem Messestand präsentieren. Zudem wird ein touristisches Begleitprogramm für die internationalen Gäste erarbeitet, welches Besuchern Touren zu verschiedenen Destinationen innerhalb der Metropolregion ermöglicht.

Der Flughafen Hannover hat das größte europäische Netzwerktreffen der Luftverkehrsbranche erstmals nach Deutschland geholt. Hannover wird dann für drei Tage zum Treffpunkt für die Entscheider der Branche: Airlines, Flughafenbetreiber und Tourismusexperten. Als wichtigste kontinentale Veranstaltung dieser Art findet die Routes Europe jährlich in einem anderen europäischen Land statt. Das Format umfasst eine Messe, Business-Treffen und ein vielfältiges Konferenzprogramm.

A350ULR startet bei SIA Singapur – New York

Singapore Airlines hat den längsten kommerziellen Flug mit dem bald verfügbaren, langstreckentauglichsten Flugzeug der Welt angekündigt. Im Oktober will die Airline non-Stop Singapur und New York fliegen.

Zum Einsatz kommt dabei der Airbus A350-900ULR (ultra-long-range), für den Singapore Airlines (SIA) der Erstkunde ist. Die Flüge zum Newark Liberty International Airport in den USA sollen am 11. Oktober, erst dreimal pro Woche starten: Montag, Mittwoch und Samstag. Wenn am 18. Oktober das zweite Flugzeug der A350-900ULR eingeflottet wird, soll es eine tägliche Verbindung werden.

Längster Linienflug der Welt

SIA hat, wie berichtet, sieben A350-900ULR fest bestellt. Das Flugzeug fasst relativ wenige Sitzplätze, was an der hohen Zahl von 67 Plätzen in der Business Class liegt. In der Premium Economy Class finden 94 Passagiere Platz. Die Entfernung von ca. 9.000 Nautischen Meilen (16,700km) wird in einer Flugzeug von 18:45 Stunden am Stück zurückgelegt. Singapore Airlines served the Singapore-Newark route until 2013, when services were suspended after the aircraft used at the time, Airbus A340-500s, were returned to Airbus. Die A350-900ULR XWB ermöglicht das Reisen in geräumigerer Kabine und angenehmerem Klima.

Von dem Muster A350-900 hat SIA schon jetzt 21 Flugzeuge im Dienst. 46 Flugzeuge mit den sieben in der ULR-Vriante kommen noch dazu. Der kürzeste Linienflug der Welt führte übrigens über den Bodensee und dauerte nur acht Minuten. Die Verbindung wurde jedoch wegen zu gerinerer Nachfrage wieder eingestellt.

Toxikologie für Luftretter am Christoph-Tag

0

Pilze, Schlangen, Haushaltsreiniger: Vieles kann zu Vergiftungen führen, Gefahren lauern auch im Alltag. Betroffene müssen sehr schnell die jeweils für sie optimale Versorgung erhalten, denn die Folgen sind oft lebensbedrohlich.

Werden Rettungs- dienstmitarbeiter zu Vergiftungen alarmiert, sehen sie sich oft besonderen Herausforderung gegenüber. Daher stand das Thema „Intoxikationen“ im Mittelpunkt des diesjährigen Christoph 60-Tags. Rund 120 Teilnehmer – Notfallsanitäter, Notärzte und Klinikärzte aus mehreren Bundesländern – verfolgten die Vorträge und Übungen zu drei Themenblöcken.

Viele verschiedene Gifte

Zu Beginn ging es um Gifte aus der Tier- und Pflanzenwelt. Die Referentin des Erfurter Zoos erläuterte, welche giftigen Tiere es gibt, wo sie auftreten, wie ihre Gifte wirken und was bei der Versorgung betroffener Patienten zu beachten ist. Besonderes Highlight bei diesem Vortrag: Echte Giftspinnen und -schlangen, die sie zur Anschauung mitgebracht hatte.

Um die Zusammenarbeit mit dem Gemeinsamen Giftinformationszentrum (GGIZ) in Erfurt drehte sich der nächste Beitrag. Die Stelle steht Rettungsdienstmitarbeitern und Bürgern bei Fragen zu Vergiftungen rund um die Uhr zur Verfügung. Tobias Strom, Leitender Notfallsanitäter und Mitorganisator des Christoph-Tags, erläutert: „Eine besondere Herausforderung für uns im Einsatz ist die Tatsache, dass es so viele verschiedene Gifte gibt. Hinzu kommt, dass die Wirkung entscheidend von der Dosis abhängt. Eine enge Zusammenarbeit mit den Experten des GGIZ trägt dazu bei, Patienten schnell optimal zu versorgen und sie in die am besten geeignete Klinik zu bringen.“

Anschauungsmaterial hatte auch die Referentin der Polizei Thüringen mitgebracht: Anhand einer Auswahl natürlicher und synthetischer Drogen zeigte sie den Teil- nehmern, wie sie diese am Einsatzort erkennen können, um die Versorgung der Patienten auf das jeweilige Vergiftungsmuster ausrichten zu können. Für Tobias Strom war die Fortbildung ein Erfolg: „Wir haben eine Menge positiver Rückmeldungen erhalten, die Teilnehmer waren begeistert von den Vorträgen und praktischen Übungen. Uns hat es gezeigt, dass wir mit ‚Christoph 60‘ einen ent- scheidenden Beitrag zum Überleben vergifteter Patienten leisten können. Denn wir sind sehr schnell vor Ort, können unter Intensivbedingungen transportieren und erreichen Spezialkliniken innerhalb kürzester Zeit. Herzlichen Dank an alle, die den 8. Christoph 60-Tag möglich gemacht haben.“

„Christoph 60“ in Suhl

„Christoph 60“, der am Suhler Zentralklinikum stationierte Hubschrauber der DRF Luftrettung, ist täglich von 07:00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit. Neben Piloten ist er mit Notärzten und Notfallsanitätern besetzt und mit allen medizintechnischen Geräten ausgestattet, die für eine optimale Patientenversorgung notwendig sind. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern kann der Hubschrauber in maximal 15 Flugminuten erreichen. Sein Einsatzgebiet erstreckt sich über die Landkreise Schmalkalden-Meiningen, Suhl, Wartburgkreis, Gotha, Ilmkreis, Schweinfurt, Coburg, Saalfeld, Hildburghausen, Sonneberg.

Bewerbertag für Fluglotsen und Techniker bei der DFS

0

Die DFS überwacht den Luftraum und die Kontrollzonen über Deutschland, einen der dichtest beflogenen weltweit. Am 09. Juni 2018 findet von 09:00 bis 17:00 Uhr der Recruiting Day der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH statt. Auf dem Campus der DFS in Langen können junge Menschen sich an diesem Tag über Berufe in der Flugsicherung informieren.

Wie sieht die Flugsicherungswelt eigentlich von innen aus? Wie der typische Arbeitstag eines Lotsen? Welche Fähigkeiten müssen Bewerber haben im Eignungstest zeigen? Wie lange dauert die Lotsenausbildung? Diese und weitere Fragen beantworten Experten der DFS, Lotsenauszubildende und Ausbilder stehen am 09. Juni als Ansprechpartner zur Verfügung.

Fluglotsen leisten die Lenkung und Überwachung des Verkehrs. Rund 2.000 gibt es in den 16 Towern und Kontrollzentralen der Flugsicherung. Auch die technische Infrastruktur und Inbetriebhaltung muss funktionieren: Sie wird durch Ingenieure und Techniker geleistet, ohne sie wäre die Luftraumüberwachung unmöglich. Für beide Einsatzbereiche – Lotsen und Flugsicherungstechnik – sucht die DFS Nachwuchs. Und auch in anderen Bereichen gibt es bei der DFS Ausbildungsstellen zu besetzen.

Kleine Kunstflieger-Show

Am Bewerbertag erhalten alle Besucher Eindrücke aus erster Hand. Infos zu den dualen Studiengängen und den IHK-Berufen runden die Vorstellung der Berufsbilder ab. Beim Bewerber-Check-up erfahren Interessierte, wie sie mit ihren Unterlagen richtig punkten können.

Für ein attraktives Rahmenprogramm sorgt eine Drohnen-Show, und Talk-Formate. Gemeinsam mit Radio FFH wird außerdem ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm geboten. Wichtig: Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung hier ist aber erforderlich. Zielgruppe der Veranstaltung sind Abiturienten, die Begleitung durch jeweils eine Person ist möglich.

Carrier Finnair von Hannover nach Asien

Finnair erweitert das Streckenangebot am Flughafen Hannover in Richtung Norden. Ab 29. April 2019 startet die Airline mit fünf wöchentlichen Flügen nach Helsinki.

Ab dem 01. Juni 2019 soll die Strecke dann täglich und ganzjährig geflogen. Zum Einsatz kommt eine Embraer E190. „Wir freuen uns sehr, die neue Strecke nach Hannover zu eröffnen und in Deutschland weiter zu wachsen. Deutschland ist für uns ein sehr wichtiger Markt. Das spiegelt sich auch in der Steigerung unserer Kapazitäten um 35 Prozent in diesem Sommer gegenüber dem Vorjahr wider“, erklärt Juha Järvinen, Chief Commercial Officer bei Finnair.

Umstieg nach Asien

Mit der neuen Verbindung nach Helsinki bietet der Flughafen Hannover nun nicht nur ein beliebtes Reiseziel in Skandinavien. Über Finnland gibt es viele Langstrecken nach Asien. „Finnair hat die schnellste und kürzeste Verbindung in den asiatischen Raum und bietet sowohl für Geschäftskunden aber auch für Privatreisende ein tolles Angebot“, freut sich Hannover Airport Geschäftsführer Dr. Raoul Hille. Während des Sommerflugplans 2019 wird u. a. auch die Verbindung nach Reykjavik ab Helsinki weiter ausgebaut. Die isländische Hauptstadt wird dann täglich angeflogen.

Neue Lufthansa A350 XWB „D-AIXI“ heißt jetzt Dortmund

0

Lufthansa kreiert der Stadt Dortmund einen neuen fliegenden Botschafter. Ein Lufthansa-Airbus A350-900, das modernste Langstreckenflugzeug der Welt, trägt ab sofortden Namen der Stadt Dortmund um den Globus.

Der neue Airbus A350-900 mit dem Kennzeichen „D-AIXI“ hatte aus Frankfurt kommend der Stadt Dortmund am Morgen die Ehre erwiesen. Gleich zweimal überflog der Airbus den Dortmunder Flughafen in einem sogenannten „Low-Approach“. Der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Wilken Bormann, CEO Lufthansa Hub München, vollzogen heute am Flughafen Dortmund im Rahmen einer feierlichen Zeremonie die Namensübertragung.

Dortmund flog gleich weiter nach Tokio

Anschließend verabschiedete er sich mit einem „Flügelwinken“ von den Zuschauern auf der Besucherterrasse in Richtung München. Noch am gleichen Nachmittag hob die „Dortmund“ dann erstmals mit Passagieren nach Tokio ab. Zahlreiche Flugzeugfans hatten den Überflug mit großer Spannung erwartet, da die „Dortmund“ die erste A350-900 ist, die im neuen Lufthansa-Design fliegt. Wie bei Sonderflügen üblich kompensiert Lufthansa als Engagement in Sachen Nachhaltigkeit die dabei anfallenden CO2-Emissionen und macht den Flug so klimaneutral.

„Die A350-900 bietet unseren Passagieren eine neue Dimension des Fliegens und setzt Maßstäbe in Komfort, ökologischer Effizienz und Nachhaltigkeit. Wir Lufthanseaten sind stolz darauf, dass die Stadt Dortmund jetzt Pate des weltweit modernsten Langstreckenflugzeugs ist“, sagte Wilken Bormann, CEO Lufthansa Hub München. „Gleichzeitig ist die Taufe ein klares Bekenntnis der Lufthansa Group zum Luftverkehrsstandort NRW und der Region Rhein-Ruhr“.

A350: Leiser, leichter und gemütlicher

Beim Überflug der A350-900 begrüßte Oberbürgermeister Ullrich Sierau das neue Patenkind der Stadt Dortmund herzlich. „Es kann zwar nicht in Dortmund landen, aber es kommt trotzdem vorbei“, so der OB. „Patenschaften mit der Lufthansa haben eine lange Tradition für Dortmund. In Dortmund stehen Nachhaltigkeit und Umweltschutz oben auf der Tagesordnung. So passt es für die Fortführung der Patenschaften bestens, dass bei der Entwicklung des Langstreckenflugzeugs A350 Aspekte der Umweltverträglichkeit eine große Rolle gespielt haben.“

Die A350-900 ist das weltweit modernste und umweltfreundlichste Langstreckenflugzeug. Es verbraucht 25 Prozent weniger Kerosin, erzeugt 25 Prozent weniger Emissionen und ist bei Start und Landung wesentlich leiser als vergleichbare Flugzeugtypen, die heute eingesetzt werden. Die A350-900 bietet 293 Passagieren Platz: 48 Gästen in der Business Class, 21 in der Premium Economy Class und 224 in der Economy Class. Lufthansa hat insgesamt 25 Flugzeuge dieses Typs bestellt.

Lufthansa-Patenschaft mit Dortmund seit 1962

Die Stadt Dortmund und Lufthansa sind seit dem 03. April 1962 über eine Flugzeug-patenschaft verbunden. Damals taufte Martha Keuning, die Frau des damaligen Oberbürgermeisters der Stadt Dortmund, Dietrich Keuning, auf dem Flughafen Köln/Bonn eine Boeing 720 auf den Namen der Ruhrmetropole. Seitdem haben drei weitere Lufthansa-Maschinen den Namen und das Wappen der Stadt Dortmund in alle Welt getragen, zuletzt ein Langstreckenflugzeug des Typs Boeing 747-400.

Die Tradition, Flugzeuge der Lufthansa mit den Namen deutscher Bundesländer und Städte zu versehen, geht auf den September 1960 zurück. Damals gab es in Frankfurt die erste Flugzeugtaufe, als Lufthansa ihren allerersten Langstrecken-Jet, die damals moderne Boeing 707, in Dienst stellte. Der vierstrahlige Jet erhielt den Namen „Berlin“. Taufpate war der damalige Bürgermeister Willy Brandt. Seither wurden rund 300 Lufthansa-Flugzeuge getauft. Bei der Vergabe orientiert sich Lufthansa an der historischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung des Ortes. Auch Städte, die in besonderer Weise mit der Luftfahrt verbunden sind, finden Berücksichtigung. Die Größe der Stadt spielt dagegen keine Rolle. Allerdings wird bei der Vergabe darauf geachtet, dass die Einwohnerzahl der relativen Größe des Flugzeugmusters entspricht.

Flugschule LAT versteigert F33 Bonanza

Lufthansa Aviation Training versteigert zunächst ein ehemaliges Schulungsflugzeug. Die Maschine vom Typ Beechcraft F33 Bonanza mit der Kennung N1569P befindet sich seit 1988 im Besitz der damaligen Lufthansa Flight Training und flog seitdem knapp 27.000 Flugstunden im Schulungsbetrieb in Goodyear in den USA, wo es sich auch heute noch befindet.

Dank der exzellenten Wartung durch die LAT-eigene Maintenance ist der technische Zustand des Fliegers nach wie vor hervorragend, einem langjährigen weiteren Betrieb steht nichts im Weg. Die European Flight Academy (EFA), die Flugschule der Lufthansa Group, modernisiert 2018 ihre Schulungsflotte. Nachdem am Flugschulstandort Rostock-Laage Mitte April fünf neue Diamond DA42-Flugzeuge die bisherigen Piper PA-44 Seminole ersetzten, ist nun auch der Flottenumbau am EFA-Standort Goodyear in den USA abgeschlossen und das Schulungsflugzeug F33 mit seinen knapp 27.000 Flugstunden soll versteigert werden. In Goodyear stehen 25 hochmoderne einmotorige Maschinen vom Typ Cirrus SR20 den Flugschülern der Lufthansa Group ab sofort für die Sichtflugausbildung zur Verfügung.

Mit der Einflottung der SR20 beginnt zugleich eine neue Ära in der Pilotenausbildung der Lufthansa Group. Das Vorgängermuster der SR20, die Beechcraft F33 Bonanza, ist für viele Piloten der Lufthansa mehr als nur ein Flugzeug. Seit drei Jahrzehnten lernten Generationen von Pilotenschülern auf dem kleinen Propellerflugzeug die Grundlagen des Fliegens und erlebten ihre ersten Soloflüge und -landungen.

Beechcraft F33 zu Höchstgeboten

Auch für die LAT ist die „Bonanza“ nicht irgendein Gebrauchsgegenstand, sondern steht wie kaum etwas anderes für die lange und erfolgreiche Tradition der Cockpitausbildung der Lufthansa Group. Aus diesem Grund hat sich Lufthansa Aviation Training dazu entschieden, beim Verkauf der Flugzeuge neue Wege zu gehen. Ein Exemplar der Beechcraft F33 Bonanza soll höchstbietend versteigert werden – unter Mitarbeitern und Freunden der Lufthansa Group. Je nach Nachfrage ist auch die Versteigerung weiterer Maschinen angedacht.

Die Versteigerung erfolgt zweiphasig, in einer Vorgebotsphase können sich die Teilnehmer für die Hauptauktion qualifizieren. Der höchstbietende Teilnehmer erhält den Zuschlag. Kaufinteressenten können sich unter einkauf.lat.gmbh@lat.dlh.de unter Angabe ihres vollständigen Namens, Mailadresse, Telefonnummer und Anschrift für die Auktion registrieren und erhalten anschließend Zugang zu Spezifikationen und Auktionsdetails. Anmeldeschluss für die Vorgebotsphase ist der 15. Juni 2018, 12:00 Uhr.

Die European Flight Academy sucht allein im laufenden Jahr 500 neue Pilotenschüler für die Airlines der Lufthansa Gruppe. Der theoretische Teil der Schulung findet in Bremen statt, die anschließende erste Praxisphase, das Fliegen auf Sicht, erfolgt in den USA. Anschließend erlernen die angehenden Piloten das Fliegen nach Instrumenten an den EFA-Standorten in Rostock-Laage und Bremen.

Fraport sieht sich wirtschaftlich gut aufgestellt

0

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Fraport AG blickt der Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Schulte auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück. „Unterstützt durch die starke Verkehrsentwicklung haben wir neue Höchstwerte beim Umsatz und – auf bereinigter Basis – auch beim Ergebnis erzielt“, kommentierte Dr. Schulte den Geschäftsverlauf.

„Wir haben unsere Ziele voll erreicht und sind sehr gut aufgestellt, um die positive Entwicklung fortzusetzen.“ Der Konzern-Umsatz stieg um knapp 13,5 Prozent auf 2,93 Milliarden Euro. Hierzu trugen allein die erstmals konsolidierten griechischen Flughäfen 235 Millionen Euro bei. Das operative Ergebnis (EBITDA) war aufgrund positiver Sondereffekte im Vergleichsjahr 2016 leicht rückläufig. Zu berücksichtigen sind insbesondere die Entschädigungszahlung aus dem Projekt Manila und der Anteilsverkauf an der Thalia Trading Ltd., die den Vorjahreswert deutlich erhöht hatten. Bereinigt um diese Einmaleffekte stieg das EBITDA um rund 18 Prozent auf knapp über eine Milliarde Euro. Das Konzern-Ergebnis verbesserte sich auf bereinigter Basis um 21,6 Prozent auf rund 360 Millionen.

Internationales Geschäft gewinnt weiter an Bedeutung

Das internationale Geschäft lieferte zu dem starken Ergebnis einen wesentlichen Beitrag. Der Anteil dieses Segments am operativen Ergebnis stieg von 24 Prozent im Jahr 2016 auf 32 Prozent (ebenfalls bereinigt um Sondereffekte). Langfristig möchte Fraport den Ergebnisanteil weiter erhöhen. Grundlage war ein deutlicher Anstieg der Passagierzahlen an allen internationalen Beteiligungsflughäfen. Mit der Übernahme der Flughäfen in Griechenland und Brasilien hat Fraport wichtige Meilensteine beim Ausbau des internationalen Portfolios erreicht. Dr. Stefan Schulte: „Indem wir unser internationales Portfolio konsequent weiter ausbauen, nutzen wir zusätzliche Wachstumschancen. Damit stellen wir unser Unternehmen breiter, stabiler und vor allem ertragsstärker auf.“

Fraport: Deutschland kontrolliert zu langsam

Am Frankfurter Flughafen legte die Passagierzahl um 6,1 Prozent auf 64,5 Millionen Fluggäste zu. Dieser Wachstumstrend setzte sich in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres fort mit einem Anstieg von 8,7 Prozent. Das starke Passagierwachstum geht insbesondere auf die etablierten Netzwerk-Airlines und damit vor allem auf die Lufthansa zurück. Der Frankfurter Flughafen werde immer ein Premium-Hub bleiben und seinen Fokus auf beste Umsteigeprozesse und ein weltweit hohes Angebot an Verbindungen legen. Dies kann auch als Signal in Richtung Lufthansa verstanden werden, die verärgert über Fraport war nachdem auch Billigflieger Ryanair an Deutschlands größtem Flughafen mit Linineflügen zu operieren begann. Lufthansa hatte danach angekündigt, fünf ihrer Airbus A380 fortan nach München zu verlegen.

Nach Schultes Worten dürfte dies also nicht als strategische Richtungsänderung verstanden werden, es bleibt demnach bei Premiumniveau. Doch: „Diesem Anspruch werden die Sicherheitskontrollen in Deutschland nicht gerecht. An anderen Flughäfen in Europa können pro Kontrollstelle in der gleichen Zeit etwa doppelt so viele Passagiere überprüft werden wie in Deutschland. Die Abläufe sind dort viel effizienter und flexibler. Hier brauchen wir dringend die notwendigen Entscheidungen des Bundesministeriums des Innern, um die Wartezeiten wieder auf ein akzeptables Niveau zurückzuführen.“ so Schulte.

Ausbau bei Infrastruktur

Um die Voraussetzungen für weiteres, langfristiges Wachstum des Luftverkehrs zu schaffen, entwickelt Fraport die Infrastruktur gezielt weiter. Der Bau von Terminal 3 verläuft nach Plan. Für den vorgezogenen Flugsteig G wartet Fraport auf die Baugenehmigung der Stadt Frankfurt. Dr. Stefan Schulte: „Mit diesen Investitionen schlagen wir für den Frankfurter Flughafen ein neues Kapitel auf. Sie sind entscheidend, um in einem wachsenden Luftverkehrsmarkt den Fluggesellschaften auch künftig die notwendigen Kapazitäten bieten zu können.“

Ausblick für 2018 – Dividende erhöhen

Auf Basis der bisherigen positiven Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr hält Fraport an der Prognose für das laufende Geschäftsjahr fest. Beim Passagieraufkommen rechnet das Unternehmen mit 67 bis 68,5 Millionen Passagieren. Das entspricht einem Anstieg von bis zu über 6 Prozent. Den Konzern-Umsatz erwartet das Unternehmen bei bis zu etwa 3,1 Milliarden Euro (bereinigt um Effekte aus IFRIC 12). Das Konzern-EBITDA prognostiziert Fraport zwischen etwa 1.080 bis circa 1.110 Millionen Euro.

Das Konzern-EBIT erwartet Fraport zwischen circa 690 und rund 720 Millionen Euro. Das Konzern-Ergebnis wird ebenfalls deutlich höher zwischen rund 400 und rund 430 Millionen Euro prognostiziert. Für das Geschäftsjahr 2017 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, wie im Vorjahr 1,50 Euro je Aktie auszuschütten. Für das Jahr 2018 soll die Dividende erhöht werden.

Bernhard Dietrich wird Chef der LH-Umweltkonzepte

Bernhard Dietrich übernimmt ab Juni 2018 die Leitung des Bereichs Umweltkonzepte der Lufthansa Group. In dieser Funktion ist er für die Steuerung und Entwicklung sämtlicher konzernübergreifender Umweltprogramme und die umweltpolitischen Positionen der Lufthansa Group verantwortlich.

Dabei geht es um die stetige Verbesserung der Umweltbilanz und um die Vertretung der umweltpolitischen Interessen des Konzerns, unter anderem in umweltrelevanten Institutionen und Gremien weltweit. Der Konzern setzt sich nachdrücklich dafür ein, die Umweltauswirkungen seiner Geschäftstätigkeit im Einklang mit den internationalen Wettbewerbsbedingungen zu begrenzen. Hierzu investiert er kontinuierlich in besonders sparsame und leise Flugzeuge und legt Programme zur nachhaltigen Steigerung der Treibstoffeffizienz auf.

Agrar- und Wirtschaftsingenieur für Umweltthemen

Dietrich berichtet an Dr. Kay Lindemann, Leiter Corporate International Relations and Government Affairs der Lufthansa Group. Bernhard Dietrich ist seit 1995 im Lufthansa Konzern in diversen Führungspositionen bei verschiedenen Tochtergesellschaften tätig, unter anderem bei der LSG Group. Dort leitete der studierte Diplom-Agrar- und Wirtschaftsingenieur zuletzt ein globales Programm zur Optimierung und Effizienzsteigerung in administrativen und Management-Prozessen mit rund 100 Projekten.

Bernhard Dietrich folgt auf Dr. Karlheinz Haag, der im Juni nach rund 16 Jahren erfolgreicher Tätigkeit in den Ruhestand wechselt. Haag, promovierter Luft- und Raumfahrtingenieur, verantwortete seit 2002 das Thema Klima- und Umweltverantwortung in der Lufthansa Group. „Die Arbeit von Herrn Dr. Haag verdient besondere Anerkennung. Als international anerkannter Experte in allen umweltwissenschaftlichen und umweltpolitischen Themen hat er maßgeblich dazu beigetragen, die Lufthansa Group in puncto Klima- und Umweltbilanz verantwortungsbewusst und nachhaltig aufzustellen“, sagt Dr. Kay Lindemann.

Wartungsintervall für PC-12 verlängert

Pilatus hat einen neuen „Master Maintenance Plan“ für den PC-12 entwickelt und zertifiziert. Basierend auf einer detaillierten Analyse der Gesamtflotte, welche schon über 6,8 Millionen Stunden akkumulierte, wurden die planmässigen Wartungsintervalle von PC-12 von 100/150 Stunden auf 300 Stunden verlängert.

Der Master Maintenance Plan bietet bei der Wartung damit mehr Flexibilität, ist auf sämtliche PC-12 und PC-12 NG Modelle anwendbar und reduziert den Wartungsaufwand um 20 bis 40 Prozent. Betreiber von PC-12, welche mehr als 300 Stunden pro Jahr fliegen, werden eine Reduktion der geplanten Wartungsarbeitszeit von rund 20 Prozent erzielen. Betreiber mit mehr als 800 Flugstunden pro Jahr könnten bis zu 40 Prozent der Kosten einsparen, der Flugzeugbauer.

Individuelle Wartungsintervalle

Der neue Unterhaltsplan listet alle geplanten Wartungsaufgaben mit dem maximalen Intervall auf. So können die PC-12 Betreiber diese anstehenden Arbeiten entsprechend ihrer spezifischen Operationen gemeinsam erledigen lassen. Bei kombinierten Flugstunden- und Kalenderzeitintervallen gilt immer das, welches zuerst erzielt wurde. Für Betreiber, die ein vordefiniertes Inspektionsprogramm möchten, bieten die neuen Wartungsrichtlinien die Arbeiten in sechs vorkonfigurierten Intervallen an:

  • 300 Flugstunden (FH)
  • 300 FH/12 Monate (MO)
  • 600 FH
  • 600 FH/12 MO
  • 1.200 FH/12 MO
  • 2.400 FH/24 MO

Ignaz Gretener, VP General Aviation von Pilatus, meint dazu: „Unser Ziel ist es, den PC-12 basierend auf Kundenfeedback stetig weiterzuentwickeln. Wir wissen, dass niedrige direkte Betriebskosten einer der wichtigsten Gründe sind, warum unsere Kunden eine PC-12 gekauft haben. Es war für uns schon immer eine hohe Priorität, Wege zu finden, die Betriebskosten noch weiter zu senken, um unseren Kunden auch zukünftig ein konkurrenzloses Produkt zu bieten.“

PC-12 NG: Neue Version auf der EBACE

Die neuste Version des PC-12 NG wurde mit einem neuen Wetterradar mit größerer Reichweite ausgestattet. In mehreren Bereichen wurden Zuverlässigkeitsverbesserungen vorgenommen und kundenspezifische Anforderungen umgesetzt. Der PC-12 NG wird an der diesjährigen European Business Aviation Convention & Exhibition (EBACE) vom 29. bis 31. Mai in Genf dem Publikum am Innenstand von Pilatus ausgestellt.

Das Pilatus Demo-Modell 2018 wird in einem hervorstechenden Farbschema erscheinen, welches von der Luzerner Scherenschnitt-Künstlerin Esther Gerber angefertigt wurde. Das Schema spiegelt die Grundwerte des PC-12 für Schweizer Handarbeit und Perfektion wider.

Global 7500 neues Business-Flaggschiff von Bombardier

Bombardier kündigt sein neues Flaggschiff „Global 7500“ an, und das mit noch besseren Leistungsdaten. Das bedeute für die Global-Familie eine neue Ära.

Der Markt der größten Businessjets mit der größten Reichweite erhält damit bald gleich zwei neue Player, die Global 5500 und die Global 7500. Das neue, nun Global 7500 bezeichnete Flugzeug soll noch in der zweiten Jahreshälfte in Dienst gehen, das Testprogramm steht nun schon bei über 2.000 Flugstunden. Die neue Global 7500 soll laut Bombardier eine unschlagbare Reichweite von 7.700 Nautischen Meilen (14.260 km) haben, 556 km mehr als ursprünglich geplant. Das Flugzeug könnte somit nonstop New York – Hong Kong oder Singapore – San Francisco fliegen.

Flügel für mehr Leistung

Die Flügelkonstruktion soll der Global 7500 vollgetankt dabei schon von Pisten ab 5.800 ft (1.933 Meter) statt wie erwartet 6.300 ft Startstrecke zum Abheben verhelfen. Auch die Landeperformance der Global 7500 soll sich verbessert haben und nun mit Jets der leichten Kategorie mithalten können. Mit der besonderen Aerodynamik der Flügel seien laut der Kanadier auch abschüssige Pisten problemlos erreichbar, wie etwa am London City Airport. Die Global 7500 kann dabei eine maximale Reisegeschwindigkeit von 0,925 Mach erreichen.

ACJ350: LHT Ausrüstungszentrum für XWB-Businessjet

In den vergangenen Monaten hat Airbus Corporate Jets einzelne Completion Center in ihrem Netzwerk auf ihre Fähigkeiten überprüft, zukünftig Modifikationen und Ausrüstungen des ACJ350 XWB auszuführen. Bei der Bewertung wurden Themen wie Gesamtqualität, Termintreue und technische Planung berücksichtigt.

Lufthansa Technik ist dabei von Airbus zum anerkannten Ausrüstungszentrum für Flugzeuge des Typs ACJ350 XWB ernannt worden. Anfang 2017 erhielt Lufthansa Technik von der europäischen Luftfahrtbehörde EASA die Erweiterung ihrer Zulassung als Entwicklungsbetrieb für die A350 XWB. Nach den EASA-Bestimmungen Part 21/J ist das Unternehmen damit berechtigt, in begrenztem Umfang Reparaturen und Modifikationen in eigener Verantwortung zu entwickeln und zuzulassen.

Lufthansa Technik sammelt Expertise zur A350

Wieland Timm, Vertriebsleiter für VIP & Special Mission Aircraft bei Lufthansa Technik, sagte: „Als eines der wenigen zugelassenen Ausrüstungszentren für den ACJ350 XWB ausgewählt zu werden ist ein sehr wichtiger Meilenstein für unsere Kundenakquise bei der Kabinenausstattung und Modifikation dieses neuen Flugzeugmusters. Seit mehr als zwei Jahren sammeln wir im Rahmen der täglichen technischen Betreuung der A350 XWB-Flotten der Lufthansa und anderer Kunden umfangreiche Erfahrung. Dadurch haben wir auch im VIP-Geschäft eine einzigartige Expertise im Vergleich zu anderen Anbietern.“

Lufthansa Technik hat bereits ein Kabinenkonzept für die ACJ350 XWB in einer VVIP-Ausführung entwickelt und vorgestellt. Das sogenannte ‚Welcome Home‘-Konzept stellt den Menschen in den Mittelpunkt und setzt den Schwerpunkt auf gesundheitliche Aspekte und das Wohlbefinden der Reisenden an Bord. Flexible Kabinenbereiche sorgen einerseits für Privatsphäre und schaffen andererseits den Raum, um wertvolle Zeit mit der Familie zu verbringen. Außerdem sorgen modernste Kommunikationskanäle für hervorragende Konnektivität.

Lufthansa Technik ist für die Instandhaltung des Airbus A350 XWB im gesamten Lebenszyklus des Flugzeugs zugelassen. Das Unternehmen hat die Entwicklung der A350 XWB von Anfang an mit besonderem Augenmerk auf die einfache Instandhaltung des Flugzeugs unterstützt. Im Bereich Materialversorgung deckt Lufthansa Technik einen großen Teil der A350 XWB-Komponenten ab und arbeitet in vielen Fällen mit den Originalherstellern zusammen. Darüber hinaus hat Lufthansa Technik eine spezielle A350 XWB-Community ins Leben gerufen. Sie ermöglicht Fluggesellschaften weltweit den nützlichen Austausch von Erfahrungen, die sie mit ihren A350 XWB-Flotten gemacht haben.

Bombardier CS300 erhält Großauftrag von airBaltic

Flugzeugbauer Bombardier bekommt einen neuen Großauftrag für sein neues Modell CS300: Die Air Baltic Corporation AS (airBaltic) hat 30  weitere Flugzeuge der CS300 fest bestellt und Optionen und Kaufrechte für 30 nochmal Flugzeuge des Typs unterzeichnet.

Nach Listenpreisen für die CS300 hat der Kauf einen Wert von 2,9 Mrd. US-Dollar (feste Bestellungen) bzw. bis zu 5,9 Mrd. US-Dollar. airBaltic war Erstkunden für den neuen Mittelstreckenjet aus Kanada. Die CS300 erkämpft sich somit langsam immer mehr ihre Marktposition. Bei der baltischen Fluggesellschaft helfen die Flugzeuge der C-Serie, ihre Position als pünktlichste Airline der Welt zu verteidigen. 50 feste Bestellungen der CS300 machen airBaltic zum größten Kunden in Europa und zum zweitgrößten auf der Welt für das Muster.

Flugzeug hat sich bewährt

Die C-Serie ist eine völlig neu entwickelte Flugzeugfamilie mit Standardrumpf im kleineren Segment. Laut airBaltic erreicht sie über 22 Prozent an Treibstoffersparnis. Bis zu 80 CS300 könnte airBaltic nun für ihr Wachstum einflotten. 2017 war das erfolgreichste der Firmengeschichte von airBaltic, die Fluggesellschaft betreibt derzeit acht CS300 im Liniendienst. Die Flugzeuge der jetzigen Bestellung sollen ab Ende 2019 geliefert werden.

H145 in und um Ulm: Neue Gelbe Engel des ADAC

Der ADAC fliegt bei seiner gemeinnützigen Luftrettung am Bundeswehrkrankenhaus Ulm ab sofort offiziell mit einem neuen Rettungshubschrauber. Die Maschine H145 von Airbus Helicopters startet wie ihr Vorgängermodell unter dem Namen „Christoph 22“ vom Hangar auf dem Gelände des Bundeswehrkrankenhauses.

Einsatzgebiete sind schwerpunktmäßig die Region Ulm/Neu-Ulm, die Schwäbische Alb sowie Teile von Oberschwaben und Bayerisch-Schwaben. Mit dem Hubschrauberwechsel in Ulm ist der jüngste Flottenwechsel der ADAC Luftrettung abgeschlossen. 17 ältere Helikopter wurden durch hochmoderne H135 und H145 ersetzt.

H145 bringt mehr Sicherheit und Leistung

Generalarzt Dr. Ralf Hoffmann, Chefarzt und Kommandeur des Bundeswehrkrankenhauses Ulm, und Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, blickten bei der Vorstellung der H145 auch auf die 15-jährige zivil-militärische Zusammenarbeit zurück. „Die ADAC Luftrettung ist froh in Ulm einen starken und zuverlässigen Partner wie die Bundeswehr an der Seite zu haben“, sagte Bruder und bedankte sich für die „langjährige, erfolgreiche und beispielhafte Kooperation“.

Dr. Hoffmann sprach von einer „bewährten und hervorragenden Zusammenarbeit“ und betonte: „Mit dem neuen modernen Hubschrauber können wir die Bevölkerung in der Region gemeinsam noch effektiver notfallmedizinisch versorgen.“ Die neue H145 hat deutliche Vorteile für Patienten, Crew und Umwelt. Sie ist leistungsstärker, hat mehr Platz, mehr Reichweite und sie ist leiser als ihre Vorgänger. Zudem bietet der ummantelte Heckrotor erhöhte Sicherheit für Passagiere und Einsatzkräfte. In dem hochmodernen Cockpit ist ein optimiertes Navigationssystem installiert. Neue medizinische Ausstattung und mehr Platz für Equipment sind weitere Pluspunkte.

In den mit Ulm abgeschlossenen Flottenwechsel wurden in den vergangenen vier Jahren rund 130 Millionen Euro investiert. „Verlässlichkeit und Sicherheit haben im Rettungsdienst ihren Wert“, betonte Bruder und warnte vor diesem Hintergrund davor, sich bei Ausschreibungen von Rettungsdienstleistungen allein dem Diktat des Preises unterzuordnen. „Es darf nicht das billigste Angebot im Vordergrund stehen, es zählt die optimale Versorgung des Patienten“, stellte er klar.

Zivilhubschrauber für Patienten und Unfallforschung

An der Luftrettungsstation Ulm wurden im vergangenen Jahr 1.629 Einsätze geflogen, in rund 53 Prozent der Fälle handelte es sich dabei um internistische Notfälle. Verkehrsunfälle (13 Prozent), neurologische Notfälle und häusliche Unfälle (beide acht Prozent) sind weitere Anforderungsgründe. Jeweils in sechs Prozent der Einsätze wurden die Luftretter wegen Kindernotfällen sowie Arbeits- oder Schulunfällen gerufen.

Seit fast 47 Jahren startet der Ulmer Rettungshubschrauber mit einer medizinischen Besatzung des Bundeswehrkrankenhauses, seit 2003 stellt die ADAC Luftrettung gGmbH Hubschrauber und Piloten. Seit Beginn der Luftrettung in Ulm wurden fast 40.000 Patienten versorgt. Ulm ist der zweite Standort der Luftrettung in Deutschland. Im November 1971 als zweiter Rettungshubschrauber in Deutschland in Dienst gestellt, flog „SAR Ulm 75“ bis zur Übernahme durch die ADAC Luftrettung mit Piloten und Hubschraubern der Luftwaffe. Danach wurde der Hubschrauber gelb und fliegt seitdem unter dem zivilen Rufnamen „Christoph 22“.

Die Ulmer Luftrettungsstation nimmt zudem an einem großen ADAC Unfallforschungsprojekt teil. In über zehn Jahren wurden insgesamt fast 2.000 Daten von Verkehrsunfällen (darunter auch vom Hubschrauber aus erstellte Luftbilder) aufgenommen, die für die Unfallforschung von großem Wert sind. Die Erkenntnisse dienen unter anderem dazu, das Rettungswesen weiter zu optimieren.