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Kassel Airport expandiert Parkplätze für Wachstum

Ab sofort sind am Kassel Airport 500 weitere kostenfreie Parkplätze verfügbar. Ebenso wie die übrigen Parkflächen befinden sich die neuen Stellplätze in fußläufiger Entfernung zum Terminal.

„Der entspannte Start in den Urlaub mit kurzen Wegen ist ein wichtiger Service-Aspekt für uns“, so Lars Ernst, Geschäftsführer der Flughafen GmbH Kassel. Gemeinsam mit Maik Mackewitz, Bürgermeister der Gemeinde Calden, Dipl.- Ing. Gerhard Fenge (Aufsichtsratsvorsit-zender Hermanns AG), Dipl.- Ing. Hans-Ulrich Hujer, Vorstand Hermanns AG, und Stephan Löber, Initiative Pro Kassel Airport e.V., eröffnete er am Montagmorgen die neuen Parkflächen.

Gestiegene Nachfrage, Parkflächen knapp

Den Zuschlag für den Bau von P3 erhielt die Bietergemeinschaft Hermanns HTI / Bickhardt Bau AG, die den neuen Parkplatz nach nur sechs Wochen Bauzeit termingerecht fertigstellte. „Ich freue mich sehr, dass der neue Parkplatz P3 pünktlich zur Hochsaison und vor Beginn der Sommerferien fertiggestellt wurde“, sagte Lars Ernst. Aufgrund der großen Nachfrage nach Flugangeboten ab Kassel und der gestiegenen Zahl der regelmäßigen Flüge im Sommerflugplan reichten die Parkplatzkapazitäten von bislang 900 Stellplätzen nicht mehr aus. „Bereits im vergangenen Sommer zeichnete sich diese Entwicklung ab; die Entscheidung für eine Erweiterung der Parkflächen zum diesjährigen Sommerflugplan war für uns eine logische Konsequenz“, so Lars Ernst weiter.

Mit P3 verfügt der Kassel Airport über insgesamt 1.400 Parkplätze, die den Passagieren, aber auch Abholern und Besuchern des Kassel Airport, einen komfortablen Zugang zum Terminal bieten. Auf dem Foto (v.l.n.r.): Stephan Löber (Initiative Pro Kassel Airport e.V.), Gerhard Fenge (Aufsichtsratsvorsitzender Hermanns AG), Lars Ernst (Geschäftsführer Flughafen GmbH Kassel), Hans-Ulrich Hujer (Vorstand Hermanns AG), Maik Mackewitz (Bürgermeister Gemeinde Calden) bei der Eröffnung des neuen Parkplatzes P3.

Boeing 737 MAX 8 erster Auftrag für TIOS+

Die Lufthansa Technik AG hat einen Vertrag über die Entwicklung und Lieferung ihres neuen TIOS+ Radoms (Three-In-One-Solution) abgeschlossen. Der Kunde, ein renommiertes Ausstattungszentrum (Completion Center) für VIP-Flugzeuge, ist der erste Käufer, der die neue Radomtechnologie erhält.

Das Radom wird auf einer Boeing 737 MAX 8 installiert. TIOS+ ist ein Produkt des Geschäftsbereichs Original Equipment Innovation (OEI), der sich der Entwicklung und Herstellung eigener innovativer Kabinenprodukte widmet. Der Kunde erhält bis Ende 2018 die erste Lieferung des TIOS+.

TIOS+ ist ein Tri-Band-Antennensystem (L-Band, Ku-Band und Ka-Band). Es ist als elegante und kraftstoffsparende Lösung für die Montage auf dem Seitenleitwerk von Boeing 737-Flugzeugen konzipiert. Fast 20 Jahre nach der Einführung des populären TIOS-Radoms (Two-In-One-Solution) konnte Lufthansa Technik das System für die Nutzung des Ka-Bandes weiterentwickeln. Innerhalb von nur sechs Monaten hat Lufthansa Technik dieses Produkt entwickelt und eine eigene Fertigung in Hamburg aufgebaut. Die zukünftige Entwicklung zielt auf die Anpassung von TIOS+ an die Flugzeugtypen Boeing 737 MAX 7 und 737 MAX 9.

Know-how für Strukturveränderungen am Flugzeug

Das Unternehmen nutzt dabei sein langjährige Erfahrung mit Strukturen aus Faserverbundwerkstoff in der Reparatur von Radomen: Der Bereich ARC® (Airframe-Related Components) des Unternehmens in Hamburg ist ein Spezialist für Verbundwerkstoffe und verfügt über alle notwendigen Voraussetzungen. Neben eigenen Produktionseinrichtungen wie Autoklav, Robotersystemen und Kühllagern für das Material verfügt der Bereich ARC über hochqualifiziertes und erfahrenes Personal. Das Team ist in der Lage, Radome der verschiedensten Art für die Installation auf dem Seitenleitwerk (tail-mounted) oder dem Rumpf (fuselage-mounted) herzustellen. TIOS+ ist dabei nur eines der Produkte, das durch den Bereich Airframe-Related Components produziert wird. Ein weiteres durch die Abteilung entwickeltes Radom-Produkt wurde 2017 bereits ausgeliefert.

Eduardo Dominguez Puerta für Airbus Urban Air Mobility

Airbus hat Eduardo Dominguez Puerta, 40, mit Wirkung zum 01. Juni 2018 zum Leiter Urban Air Mobility (UAM) – eine neue Airbus Einheit – ernannt. In seiner neuen Funktion wird er an Patrick de Castelbajac, Executive Vice President Strategy and International, berichten.

Mit dieser Ernennung bündelt Airbus alle UAM-Aktivitäten – mit Ausnahme der laufenden Luftfahrzeugprojekte – in einem neu gegründeten Geschäftsbereich, der die Abstimmung im Umgang mit internen und externen Akteuren, wie Zertifizierungsstellen, Kunden, Partnern und Lieferanten, fördert.

Fit für neue Märkte werden

In München arbeitet der neue UAM-Bereich in nächster Nähe zum Corporate Technology Office (CTO) und den UAS-Aktivitäten (Unmanned Aerial Systems) des Konzerns in Ottobrunn sowie zu Airbus Helicopters in Donauwörth. Laufende Luftfahrzeugprojekte verbleiben bei ihren jeweiligen organisatorischen Einheiten und werden künftig durch den neuen UAM-Bereich koordiniert. Dazu gehören

  • der von Airbus Helicopters entwickelte CityAirbus, ein Demonstrator für senkrecht startende und landende Luftfahrzeuge (electric vertical take-off and landing – eVTOL)

  • das von A3 – dem Airbus-Innovationszentrum im Silicon Valley – entwickelte autonome eVTOL-Kleinflugzeug Vahana für die Beförderung von Passagieren

  • VOOM, die führende On-Demand-Buchungsplattform für Hubschrauber.

„Nach einer zweijährigen Einstiegsphase müssen wir jetzt Gas geben, Partnerschaften mit verschiedenen Beteiligten, wie Luftsicherheitsbehörden, aufbauen sowie Pilotprojekte definieren und durchführen. Unsere Fahrzeugprojekte laufen dabei weiter, der neue Bereich wird jedoch plattformunabhängig und offen für die Zusammenarbeit mit anderen Fahrzeugherstellern sein“, sagte Tom Enders, Chief Executive Officer von Airbus. „Mit seiner breiten Erfahrung ist Eduardo der Richtige, um uns in diese neue Phase zu führen.“

A380 der Emirates bedient Hamburg – 777 bleibt

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Emirates lässt ihren A380 erstmals in einer Linienverbindung nach Hamburg fliegen. Die tägliche Rotation mit dem Airbus-Flaggschiff zwischen Dubai und der Hansestadt, unter den Flugnummern EK061 und EK062, startet ab dem 29. Oktober 2018 und ersetzt eine der beiden täglichen Boeing 777-300ER-Verbindungen auf der Strecke.

Durch den Einsatz des doppelstöckigen Airbus erhöht sich die Kapazität zwischen Hamburg und Dubai um 22 Prozent. Mit einem wöchentlichen Sitzplatzangebot von 6.090 Plätzen pro Richtung bietet Emirates Geschäfts- und Urlaubsreisenden in Norddeutschland künftig noch mehr Reiseoptionen nach Dubai und von dort zu über 150 Zielen und unterstreicht gleichermaßen die Bedeutung Hamburgs als Teil des weltweiten Streckennetzes.

Für die Feierlichkeiten in Hamburg zum Start der A380-Verbindung wird am 29. Oktober 2018 die A380 einmalig auf der Morgenrotation EK059/EK060 eingesetzt. Ab 30. Oktober 2018 fliegt die Emirates A380 nach Flugplan unter den Flugnummern EK061 und EK062. Mit mehreren bestehenden täglichen A380-Verbindungen ab Frankfurt, München und Düsseldorf bedient Emirates, die größte internationale Fluggesellschaft der Welt, künftig alle ihrer vier Abflughäfen in Deutschland mit dem Airbus-Flaggschiff.

Dusche in den Wolken

A380, das größte Passagierflugzeug der Welt, bedeutet in der Ausführung für Emirates zwischen Hamburg und Dubai Flugerlebnis für insgesamt bis zu 516 Passagiere – darunter 14 Privatsuiten in der First Class, 76 Flachbettsitze in der Business Class auf dem Oberdeck und 426 Sitze in der großzügigen Economy Class auf dem Hauptdeck. First-Class-Gästen und Business-Class-Gästen steht mit der Bord-Lounge der wohl beliebteste Treffpunkt auf 11.000 Metern Höhe zur Verfügung. Gäste der First Class kommen zusätzlich in den Genuss von zwei Spa-Duschen.

Bereits vor Abflug können Passagiere der Business Class und der First Class mit dem kostenlosen Emirates Chauffeur-Service bequem zum Flughafen Hamburg anreisen und haben exklusiven Zugang zum weltweiten Netz an Flughafen-Lounges von Emirates, darunter die 900 Quadratmeter große Emirates Lounge am Hamburg Airport. In allen Klassen können Fluggäste das Bordunterhaltungsprogramm ice mit bis zu 3.500 On-demand-Kanälen mit Filmen, TV-Serien, Musik und Podcasts nutzen, laut der Fluggesellschaft auf den größten persönlichen Bildschirmen der Branche. Über kostenloses WLAN an Bord der Emirates A380 bleiben Reisende mit Freunden, Familie oder Kollegen in Kontakt.

A380 wieder zuhause

„Wir sind begeistert, unser Airbus-Flaggschiff nun endlich ‚nach Hause‘ zu bringen und Hamburg als Neuzugang zu den bestehenden 48 A380-Zielen begrüßen zu können. Die Emirates A380 ist ein beliebtes Flugzeug, das unsere Kunden nach wie vor begeistert und weiterhin den Standard in Sachen Reisekomfort in der kommerziellen Luftfahrt setzt. Wir freuen uns darauf, unseren Kunden das vielfach ausgezeichnete A380-Erlebnis künftig auch ab Hamburg anbieten zu können. Die Umstellung auf die A380, mit der wir auf die steigende Nachfrage auf der Strecke reagieren, bietet 1.120 zusätzliche Sitzplätze pro Woche und Strecke und unterstreicht unser Bekenntnis zu Hamburg. Der daraus resultierende Anstieg an Passagierzahlen wird sich außerdem positiv auf die Einkünfte im Tourismusbereich für Hamburg und die Metropolregion, und damit auch auf die lokale Wirtschaft und die Förderung von Arbeitsplätzen auswirken“, so Volker Greiner, Emirates Vice President North and Central Europe.

Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport: „Seit zwölf Jahren ist Emirates ein fester Bestandteil und verlässlicher Partner an unserem Flughafen. Die Direktverbindung mit heute zwei täglichen Flügen zum Drehkreuz Dubai war von Anfang an stark nachgefragt. Dass Emirates die A380 nun auch im Linienbetrieb am Hamburg Airport einsetzt, ist daher eine logische Konsequenz aus der konstant hohen Auslastung der Dubai-Flüge. Für die Passagiere bedeutet dies noch mehr Komfort und Angebot. Die Entscheidung ist ein klares Bekenntnis zum Standort Hamburg: Mit der erhöhten Sitzplatzkapazität unterstreicht Emirates die Attraktivität der Strecke und der Metropolregion Hamburg, wie auch die Bedeutung unseres Flughafens im internationalen Streckennetz der Airline.“

Mit der Aufnahme Hamburgs als 49. A380-Destination im weltweiten Emirates-Streckennetz, kommen Reisende ab Hamburg via Dubai in den Genuss eines nahtlosen A380-Erlebnisses beispielsweise nach Auckland, Bangkok, Hongkong, Mauritius, Seoul, Shanghai, Sydney, Taipei oder Tokio. Die Emirates A380 hatte ihren ersten und bisher einzigen Besuch am Hamburg Airport im Rahmen der Feierlichkeiten zum hundertsten Flughafengeburtstag am 24. September 2011.

In diesem Jahr feiert der A380-Betrieb von Emirates sein zehntes Jubiläum. Die Airline ist der mit Abstand größte A380-Betreiber der Welt. Mit einer Flotte von aktuell 103 Flugzeugen und einem verbleibenden Auftragsbestand von 59 zusätzlichen Flugzeugen entspricht Emirates‘ Bekenntnis zum A380-Programm einer Summe von über 60 Milliarden US-Dollar. Alle A380-Jets von Emirates werden bei Airbus in Hamburg größtenteils hergestellt, unterlaufen wichtige Arbeitsschritte im Kabineneinbau, erhalten ihre finale Lackierung und werden von dort ausgeliefert. Das Emirates A380-Programm schafft und unterstützt Arbeitsplätze in der weltweiten Zuliefererkette bei der Herstellung von Flugzeugen. Airbus schätzt, dass alleine die A380-Aufträge von Emirates 41.000 direkte, indirekte und induzierte Jobs in Europa, davon alleine rund 14.500 in Deutschland, fördern.

Flugzeiten A380 ab HAM

Ab dem 29. Oktober 2018 wird EK061 zum A380-Flug und startet täglich um 15:00 Uhr in Dubai (DXB) mit Landung um 19:05 Uhr in Hamburg (HAM). Der Rückflug EK062 verlässt Hamburg um 21:00 Uhr und landet um 06:20 Uhr des Folgetages in Dubai (alles Lokalzeiten). Auf der zweiten täglichen Verbindung (EK059/EK060) zwischen Dubai und Hamburg werden weiterhin Jets des Typs Boeing 777-300ER eingesetzt.

Passagiere in Economy Class können mit bis zu 35 kg, in Business Class mit 40 kg und in First Class mit 50 kg Freigepäck reisen. Das Vielfliegerprogramm der Airline, Skywards, umfasst vier verschiedene Mitgliedschaftslevel – Blue, Silver, Gold und Platinum – die jeweils unterschiedliche, exklusive Vorteile bieten. Emirates Skywards-Mitglieder können Meilen sammeln, wenn sie mit Emirates und Partnerairlines fliegen sowie bei vielen weiteren Partnern aus den Bereichen Hotellerie, Mietwagen, Freizeit und Lifestyle.

ADS-B, Heavy Maintenance und Repair in Einem für CL300

Im autorisierten Bombardier Service Center in Oberpfaffenhofen bei München kombiniert Ruag die geplante 96-Monats-Inspektion einer CL300 mit dem Fahrwerksservice samt Avionikupgrade.

Ruag führte an der Bombardier Challenger CL300 zu ihrem 96-Monatscheck als Heavy Maintenance Inspektion gleichzeitig Reparaturen am Fahrwerk aus. Zusätzlich wurde die Einhaltung der ab 2020 gültigen Standards für das Luftraum-Überwachungssystem ADS-B (Automatic Dependent Surveillance – Broadcast) frühzeitig sichergestellt.

Mit diesem Standard sollen Verkehrsflugzeuge weltweit über Satelliten auffindbar sein und nicht mehr verloren gehen können, wie es etwa bei der verschollenen Boeing 777 von Flug MH73 geschah. Dazu richteten die Spezialisten in Oberpfaffenhofen das Service Bulletin (SB) zum Avionikupgrade nach OEM ein, sodass die Flugsysteme der CL300 die neuen Regelungen zum ADS-B erfüllen. Zudem erhielt der Businessjet noch einen neuen Anstrich.

Fraport: Passagieransturm erfordert mehr Kontrollspuren

Angesichts des unerwartet starkten Passagierwachstums und teilweiser langer Wartezeiten will der Fraport in den Terminals zusätzliche Sicherheitskontrollen bauen.

Die ersten zusätzlichen Sicherheitsspuren für die Passagierkontrollen im Terminal 1 werden bereits Ende Mai in Betrieb genommen. Im ersten Quartal 2019 kommen dann noch einmal bis zu zehn weitere ebenfalls im Terminal 1 hinzu. Im Terminal 2 werden bis Juni im Non-Schengen-Bereich vier dezentrale Kontrollen erweitert und bis Herbst zwei zusätzliche Kontrollspuren im Schengen-Bereich geschaffen.

Mehr Fliegende als erwartet

„Das Passagierwachstum am Flughafen Frankfurt ist viel stärker als von allen Beteiligten, auch den Airlines, vorhergesehen. Solange das zuständige Bundesinnenministerium die Prozessabläufe an den Kontrollstellen nicht effizienter und schneller gestaltet, können wir nur zusätzliche Kontrolllinien schaffen. Und die Sicherheitsdienstleister können maximal mehr Sicherheitspersonal schulen und einstellen. Im Ausland ist das oft besser organisiert. Das zeigt sich auch eindeutig im internationalen Vergleich. Hohe bauaufsichts- und brandschutzrechtliche Anforderungen in Deutschland stellen uns darüber hinaus aktuell vor große Herausforderungen“, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte.

Im Jahr 2016 gab es insgesamt 37 Tage mit mehr als 200.000 Fluggästen. 2017 waren es bereits 97 Tage und für 2018 wurden 138 Tage prognostiziert. „Mittlerweile gehen wir von etwa 170 Tagen mit mehr als 200.000 Passagieren in diesem Jahr aus. Das zeigt das steile Wachstum in Frankfurt. Wir können allerdings unsere vorhandene bauliche Infrastruktur nicht so schnell anpassen, wie wir uns das selbst wünschen würden. Das bedauern wir und entschuldigen uns für die daraus entstehenden Unannehmlichkeiten. Wir tun aber alles in unserer Macht stehende, um diese Einschränkungen für unsere Kunden und Passagiere so gering wie möglich zu halten.“

Polizei und Airlines vor Anpassungen

Deshalb arbeitet Fraport intensiv daran, zusätzliche Spuren für die Sicherheitskontrollen einzurichten. Dazu gehört auch der Bau einer Leichtbauhalle für die neuen Spuren vor dem Terminal 1 im westlichen Bereich. Derzeit befinden sich dort Kurzzeitparkplätze. Neben den baulichen Maßnahmen erfolgt eine sehr enge und konstruktive Zusammenarbeit mit der Bundespolizei vor Ort wie auch mit den Airlines, um die aktuellen Auswirkungen auf Services, Prozesse und Aufenthaltsqualität zu minimieren.

Darüber hinaus finden intensive Gespräche zwischen Fraport, dem Bundesinnenministerium, der Bundespolizei sowie Airlines und weiteren Flughäfen in Berlin statt. Ziel ist es, die Prozesse an den Sicherheitskontrollen flexibler, schneller und damit kundenfreundlicher zu gestalten und die Verantwortlichkeiten möglichst neu zu regeln. „Gemeinsam mit allen Akteuren arbeiten wir mit Hochdruck an diesen Themen. Entscheidend sind jetzt aber auch zeitnahe politische Entscheidungen. Dabei hat die Sicherheit unserer Kunden und Passagiere für uns alle aber immer oberste Priorität“, versicherte Dr. Schulte weiter.

Positives Problem: Hoher Bedarf

Langfristig sichert Fraport mit dem Bau des Flugsteigs G und Terminal 3 im Süden des Flughafens die Zukunft von Deutschlands wichtigstem Luftverkehrsdrehkreuz. Mit dem Flugsteig G steht eine zusätzliche Kapazität von vier bis fünf Millionen Passagieren jährlich zur Verfügung. Die Flugsteige H und J mit dem Hauptgebäude des Terminals 3 werden dann ab dem Jahr 2023 die Terminalkapazität für weitere 14 Millionen Passagiere pro Jahr erhöhen.

„Das anhaltend hohe Passagierwachstum steht für die Attraktivität des internationalen Hubs Frankfurt. Mit der Erweiterung der Terminalkapazitäten im Süden des Flughafens sorgen wir dafür, dass die Zukunftsfähigkeit des Flughafens auch für kommende Generationen gesichert ist. Frankfurt ist und bleibt Deutschlands Tor zur Welt und damit auch wichtigstes internationales Drehkreuz für die deutsche Exportwirtschaft“, so Dr. Schulte abschließend.

Tante Ju am Flughafen Stuttgart zu besichtigen

Sie ist das älteste, langsamste, und kleinste Passagierflugzeug der Welt, und ist als „Fliegendes Denkmal“ das ganze Jahr über auf Reisen. Am 01. Juni ist das Oldtimer-Flugzeug „Tante Ju“ am schwäbischen Landesflughafen zu Besuch und startet von hier aus zu mehreren Rundflügen.

Die Touren am 01. Juni sind bereits ausgebucht, für die Flüge im August sind aber noch Tickets zu haben. Zwischen den Flügen steht die Junkers Ju 52 auf ihrer Parkposition vor den Terminals. Von der Besucherterrasse des Flughafens Stuttgart aus ist sie dort gut zu sehen, der Zugang ist frei.

Die „Tante Ju“ schrieb Luftfahrtgeschichte. Das Flugzeug, das 1936 in Dessau in den Junkers-Flugzeugwerken gebaut wurde, verbrachte Zeit in Deutschland, Norwegen, Ecuador und den USA, bevor es 1984 von der Lufthansa erworben und restauriert wurde. Der dreimotorige Flieger mit 16 Sitzplätzen steht für Zuverlässigkeit, Belastbarkeit und Anspruchslosigkeit.

Mit 5.000 Maschinen, die zwischen 1932 und 1952 gebaut wurden, wurde sie zum ersten Großserien-Flugzeug der Welt und Standardfluggerät vieler Fluggesellschaften. Heute gibt es noch sieben flugfähige Exemplare der Junkers Ju 52. Die Maschine, die der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung gehört, begeistert seit 32 Jahren jährlich rund 10.000 Passagiere.

EBACE mit PC-24 auf dem Static Display

Seit Auslieferungsstart im Februar 2018 haben bereits fünf Kunden den brandneuen PC-24 erhalten. Nun zeigt Pilatus sein neustes Flaggschiff an der diesjährigen European Business Aviation Convention & Exhibition (EBACE) vom 29. bis 31. Mai in Genf.

Die positiven Rückmeldungen der ersten Besitzer von PC-24 versprechen bereits Einiges: Der Erstkunde PlaneSense ist mit dem PC-24 mit der Seriennummer 101 seit anfangs Februar 2018 bereits über 300 Stunden geflogen. Das amerikanische „Fractional Ownership“ Unternehmen hat diverse Flugplätze in Nordamerika angeflogen, darunter auch Flugplätze in großer Höhe und mit kurzen Landebahnen. Der PC-24 befindet sich dort mittlerweile im tagtäglichen, harten operationellen Einsatz und beweist so seine Leistungsfähigkeit bei PlaneSense.

Am Hauptsitz in Stans ist die Serienproduktion der im Jahr 2014 bestellten 84 PC-24 in vollem Gange. 2018 hat Pilatus insgesamt 23 PC-24 Auslieferungen geplant. Unter anderem werden Jetfly und der Schweizer Bundesrat die „Executive Version“ und der Royal Flying Doctor Service of Australia die Ambulanzversion des PC-24 erhalten. Der erste PC-24 RFDS Rio Tinto LifeFlight Jet hat kürzlich den Erstflug absolviert.

Nachzertifizierung im Gange

Mit den PC-24 Prototypen werden aktuell diverse Nachzertifizierungstests absolviert. Der Hauptfokus liegt bei „Steep Approaches“ sowie Landungen und Starts auf Naturpisten, welche diverse Einzeltests nötig machen. Die Nachzertifizierungs-Testkampagne soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Verwaltungsratspräsident Oscar Schwenk erklärt dazu: „Viele Experten haben uns zwischenzeitlich bestätigt, dass der PC-24 ein außergewöhnliches Flugzeug mit ausgezeichneten Flugeigenschaften ist. Und jetzt kommen die ersten Rückmeldungen von Kunden, welche ebenfalls äußerst positiv ausfallen. Das stimmt doch zuversichtlich! Der PC-24 hat Potenzial, auch auf der technischen Seite und ich garantiere Ihnen, dass wir unseren Darling noch verbessern werden. Sobald wir vollumfängliche Gewissheit haben, dass alles nach unseren Vorstellungen läuft, werden wir auch das PC-24 Bestellbuch in absehbarer Zeit wieder öffnen.“

Super Versatile Jet PC-24

Der PC-24 ist der erste Businessjet weltweit, der serienmäßig mit einem Frachttor kommt und auf sehr kurzen Landebahnen sowie auf Naturpisten starten und landen kann. Außerdem verfügt er über eine äußerst geräumige Kabine, deren Interieur den persönlichen Bedürfnissen angepasst oder auch als Businessjet, Ambulanz-Flugzeug oder für sonstige Spezialmissionen genutzt werden kann. Der PC-24 Super Versatile Jets in Serienstandard wird Pilatus an der EBACE auf dem „Static Display“, dem Aussenstand, den Messebesuchern zeigen.

Volotea startet München – Montpellier

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Volotea fliegt noch mehr zum Mittelmeer: Die spanische Airline startet ab sofort zwei Mal wöchentlich mit einer Boeing 717 von München nach Montpellier in Südfrankreich.

Volotea startet in München dienstags und freitags jeweils um 09:55 Uhr, der Flug ins rund 1.000 km entfernte Montpellier dauert etwa eineinhalb Stunden. Herzstück von Montpellier ist die autofreie Altstadt mit ihren Stadtpalästen sowie der Place de la Comédie mit dem Opernhaus. Tram oder Bus bringen Urlauber schnell und bequem ans nur wenige Kilometer entfernte Mittelmeer. Weitere Ziele der Airline ab München sind Bordeaux, Saragossa, Mykonos, und Asturias.

A350 XWB der Lufthansa: Taufe nach Doppel-Low Approach

Eine Lufthansa – Flugzeug des Typs Airbus A350-900 wird künftig den Namen der Stadt Dortmund tragen.

Lufthansa tauft ihren neuen Airbus A350-900 „D-AIXI“ auf den Namen der Stadt Dortmund. Das weltweit modernste Langstreckenflugzeug überfliegt den Flughafen Dortmund aus diesem Anlass in einem zweifachen Low-Approach. Der mittelgroße Langstreckenjet wird am 29. Mai 2018 gegen 10:00 Uhr den Flughafen Dortmund mit einem zweifachen tiefen Anflug passieren. Spotter und Flugzeugfans sollten sich dieses Erlebnis keinesfalls entgehen lassen.

Im Anschluss unterzeichnen der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Wilken Bormann, der CEO Lufthansa Hub München, die Taufurkunden. Die „Dortmund“ ist der erste Airbus A350-900 in der neuen Lufthansa-Lackierung. Von der Besucherterrasse des Flughafens Dortmund kann man den doppelten tiefen Überflug des neuen „fliegenden Botschafters“ gut beobachten.

Bewerbertag zum Fluglotsen am 02. Juni in Wien

Wer sich den herausfordernden und abwechslungsreichen Job als Fluglotsin oder Fluglotse zutraut, hat von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Rahmen von exklusiven Führungen in den Tower-Simulator (erste Führung 09.30 Uhr, letzte Führung 17:30 Uhr) die Möglichkeit, sich direkt bei Austro Control zu informieren.

Gespräche über die Ausbildung und den Berufsalltag runden das Programm des Recruiting-Days ab. Austro Control sorgt rund um die Uhr für den sicheren und pünktlichen Flugverkehr in Österreich.

  • Wann: 02. Juni 2018
  • Zeit: 09:00 – 18:00 Uhr
  • Wo: Austro Control, Schnirchgasse 11b, 1030 Wien

Gesucht werden belastbare Maturantinnen und Maturanten, die über ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen verfügen und sich den Herausforderungen einer selektiven Ausbildung stellen wollen. Voraussetzung für die Aufnahme ist das Bestehen eines mehrstufigen Selektionsverfahrens mit Assessment-Center und ein positiver fliegerärztlicher Medical-Check.

Fluglotsinnen und Fluglotsen garantieren die Sicherheit von Passagieren und Flugzeugen. Sie geben Flugroute und Flughöhe vor, erteilen Start- und Landeerlaubnis und sorgen dafür, dass Flugzeuge sich nie zu nahe kommen. Die Ausbildung dauert rund drei Jahre und findet im Austro Control Ausbildungszentrum in Wien statt. Pro Jahr nimmt Austro Control bis zu 40 Trainees auf.

Lufthansa Cargo ehrt DHL Global Forwarding

Lufthansa Cargo hat am Donnerstag in Frankfurt am Main den „Planet Award of Excellence“ an DHL Global Forwarding verliehen. Der Luft- und Seefrachtspezialist der Gruppe Deutsche Post DHL mit Unternehmenssitz in Bonn hat die Auszeichnung damit zum fünften Mal gewonnen – ein Spitzenwert in der Geschichte des Preises.

„Mit DHL Global Forwarding verbinden wir eine höchst professionelle Kooperation auf allen Ebenen, die von gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägt ist. Das spiegelt sich auch im sehr starken Wachstum in den letzten beiden Jahren unter intensivster Nutzung unserer Spezialprodukte wider. DHL Global Forwarding war zudem unserer weltweit umsatzstärkster Kunde – im vergangenen Geschäftsjahr und darüber hinaus“, begründete Dr. Alexis von Hoensbroech, Vorstand Produkt und Vertrieb von Lufthansa Cargo, die Entscheidung.

Die Auszeichnung nahm Tobias Meyer, COO DHL Global Forwarding, entgegen. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Von der seit vielen Jahren herausragenden Zusammenarbeit mit Lufthansa Cargo profitieren vor allem auch unsere Kunden. Und das wiederum trägt nachhaltig zu unserem gemeinsamen Erfolg bei“, sagte Tobias Meyer.

Das Global Partnership Programm von Lufthansa Cargo ist eine zentrale Plattform für nachhaltiges Wachstum von Lufthansa Cargo und ihren größten Kunden. Die elf Global Partner, zu denen neben DHL Global Forwarding auch die Firmen CEVA, Dachser, DB Schenker, DHL Express, DSV, Expeditors, Hellmann, Kühne+Nagel, Panalpina und UPS gehören, stehen für rund die Hälfte des Umsatzes von Lufthansa Cargo. Das Global Partner Council fand zum 20. Mal statt und bringt jährlich die Top-Manager dieser weltweit führenden Spediteure mit Vorstand und Management der Lufthansa Cargo an wechselnden Orten zusammen. Der „Planet Award of Excellence“ wird seit 2002 im Rahmen des Councils vergeben.

Diamond lässt neues Kunstflugzeug DART-550 abheben

Diamond Aircraft freut sich bekanntzugeben, dass eine neue Variante der Diamond Aircraft DART-Serie im Mai 2018 ihren Erstflug absolviert hat. Bei dem Erstflug wurde erfolgreich ein Basis-Flugprogramm inklusive Tiefanflügen, Systemchecks, Fahrwerktests bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten sowie Kurzstarts demonstriert.

Die erwartete Höchstfluggeschwindigkeit des DART-550 wird bei 247 Knoten liegen, das bei einem Maximalabfluggewicht (MTOM) von 2.400 kg und einem Leergewicht (voll ausgestattet) von 1.600 kg. Die maximale Flugdauer bei minimaler Geschwindigkeit wird mit acht Stunden plus Reserve bei MTOM. Das Flugzeug ist mit viel Leistung zum Gewicht für den Kunstflug bestimmt. Das Bild zeigt die Piloten für den Erstflug (v.l.n.r.) Niko Daroussis und Ingmar Mayerbuch – vor dem DART-550 Kunstflug-Zweisitzer von Diamond Aircraft.

550 PS aus Turboprop, state-of-the-art

Der DART-550 wird mit einem Turboprop-Motor, dem 550PS General Electric GE H75-100 mit elektronischer Antriebs- und Propellerkontrolle (EEPC System) und einem Fünf-Blatt-Verstellpropeller von MT angetrieben. Außerdem ist er mit Martin Baker MK16 Schleudersitzen und Garmin G3000 Avionik ausgerüstet. Der Kunstflugtrainer wird zudem in verschiedenen Varianten für unterschiedliche Kundenbedürfnisse erhältlich sein, die sich beim Motor, der Sitzkonfiguration und/oder den Avionikoptionen unterscheiden.

Markus Fischer, Sales Director der DART Serie: „Von Anbeginn an, wusste Diamond Aircraft, dass die DART Serie etwas sein wird, das der Markt noch nicht gesehen hat und das in der Lage sein wird, Trainer der alten Generation für eine lange Zeit vom Markt zu drängen. Der DART-550 ist der nächste große Schub zum einzigen Flugzeughersteller, der die gesamte Palette für Basisflugtraining anbietet und mit dem, bald EASA zugelassenem, DART-550 Kunstflugtrainer vorläufig die Krone aufsetzt. Hochmoderne Glascockpit-Technologie, Sitze der weltweit führenden Schleudersitz-Marke, das Know-How von General Electric Turbinen eingebettet in einer Vollkarbonzelle, wird es den Mitbewerbern nicht leichtmachen, wenn Leistung und kommerzielle Überlegungen zu entscheidenden Faktoren im Kaufprozess werden.“ Interessierte können den DART-550 auf der Farnborough Airshow in England vom 16. bis 22. Juli 2018 auf dem Static Display bestaunen.

Suchoi Su-30SM Kampfjets für Kasachstan

Kasachstan will weitere Suchoi Su-30SM Kampfjets anschaffen. Hersteller Irkut teilte einen Auftrag für die weitere Lieferung an das Staatsunternehmen Kazspetsexport der Republik mit.

Der Vertrag wurde vom Generaldirektor von Kazspetsexport, Arman Ramazanov und dem ersten Vizepräsidenten und General Designer der Irkut Corporation, Oleg Demchenko, auf der KADEX 2018, der International Exhibition of Weapons Systems and Military Equipment, in Astana unterzeichnet.

Demnach soll Irkut eine weitere Charge an Su-30SM Kampfflugzeugen an die Republik Kasachstan liefern. Der Vertrag soll 2020 abgeschlossen sein. Das Land betreibt bereits eine Flotte von Flugzeugen des Typs Su-30SM russischer Bauart. Die neuen Flugzeuge sollen die Flotte der kasachischen Luftwaffe erweitern. Wieviele Flugzeuge die Lieferung genau umfasst, teilte Irkut nicht mit.

Auftragslage bei MT Aerospace: Ariane 5 zu Ariane 6

In zwei Jahren soll die zukünftige, europäische Trägerrakete Ariane 6 schrittweise den Startbetrieb auf dem Weltraumbahnhof im südamerikanischen Kourou übernehmen. Um den reibungslosen Übergang zwischen 2020 und 2022 zu gewährleisten, ist im Januar das sogenannte PC-Serienlos über die letzten zehn Ariane 5-Raketen von ArianeGroup und Arianespace bekannt gegeben worden.

Die Aufträge von Europropulsion (Booster), ArianeGroup (Strukturen) und Eurocryospace (Tanks) liegen dem Augsburger Raumfahrtunternehmen vor. Mit der Fertigung der ersten Komponenten des neuen Auftrags wurde bei MT Aerospace bereits begonnen. Dadurch sind nicht nur die Auslieferung bis 2020 und eine lückenlose Umstellung von Ariane 5 zu 6 gesichert, sondern ebenfalls die Arbeitsplätze bei MT Aerospace am Standort Augsburg in der Übergangsphase bis die Produktion für die Komponenten der Ariane 6 voll hochgefahren wird.

Ariane 5: Erfolgreichste Rakete

MT Aerospace wird mit Auslieferung des letzten Shipsets Mitte 2020 am Bau von insgesamt 93 Ariane-Trägern des Typs 5 mitgewirkt haben. Ariane 5 ist seit 1996 im Einsatz und stellt die bisher zuverlässigste, leistungsfähigste und erfolgreichste Rakete dar. An der Entwicklung und Industrialisierung des Ariane 6-Trägersystems ist MT Aerospace maßgeblich beteiligt. Mit einem Industrieanteil von gut zehn Prozent treibt MT Aerospace als „Risk-Share-Partner“ und „Cluster Prime“ für Metall-Strukturen technische Innovationen und die Wettbewerbsfähigkeit für diese zukünftige Trägerrakete voran.

Eurofighter üben Überschallflug über Österreich

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Von 28. Mai bis 08. Juni 2018 trainieren die Eurofighter des österreichischen Bundesheeres Abfangmanöver in Überschallgeschwindigkeit. Pro Tag sind jeweils zwei Überschallflüge zwischen 08:00 Uhr und 16:00 Uhr vorgesehen.

Das Training der Piloten ist für eine funktionierende österreichische Luftraumüberwachung unverzichtbar. Es dient dazu, den sicheren Flugbetrieb bei allen Einsatzfällen zu gewährleisten und die enge und zeitkritische Koordinierung zwischen Militärpiloten, Radarleitoffizieren und der zivilen Flugsicherung weiter zu optimieren. Die Piloten üben unter realen körperlichen Belastungen, welche am Simulator nicht dargestellt werden können.

Flughöhe 12.500 Meter bei Überschall

Geflogen wird beinahe über dem gesamten Bundesgebiet mit Ausnahme von Ballungsräumen sowie den Bundesländern Tirol und Vorarlberg. Die Fluggebiete werden in Zusammenarbeit mit der zivilen Flugsicherung festgelegt. Um den Geräuschpegel möglichst gering zu halten, werden die Flüge über 12.500 Meter Höhe durchgeführt. Zur Reduzierung der bodennahen Schallausbreitung werden seitens des Bundesheeres eine Reihe von Maßnahmen getroffen:

  • Die Beschleunigungsphasen der Eurofighter werden so kurz wie möglich gehalten.
  • Die Schallverteilung wird laufend dokumentiert, um eine mehrfache Beschallung gleicher Räume zu reduzieren.
  • Die Ballungsräume um die Landeshauptstädte und die Bundeshauptstadt werden für Überschallflüge ausgespart. Flüge im Unterschallbereich können über diesen Gebieten jedoch jederzeit erfolgen.
  • Im Zeitraum zwischen 11:30 Uhr und 13:30 Uhr sowie am Wochenende erfolgen keine Trainingsflüge mit Überschallgeschwindigkeit.

Die Überschallgeschwindigkeit beginnt bei ca. 1.200 km/h. Nähert sich ein Eurofighter Typhoon dieser Geschwindigkeit, kommt es zu Stoßwellen am Flugzeug. Diese Stoßwellen können am Boden als Überschallknall wahrgenommen werden. Die Lautstärke des Überschallknalles ist unter anderem abhängig von der Flughöhe, der Geländestruktur und der Wetterlage.

Lufthansa legt Digitalisierung in Hände von CGI

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CGI soll als Teil der Multi-Provider-Strategie der Lufthansa deren klassische Infrastrukturprozesse wie Rechenzentrumsbetrieb, Workplace- und Netzwerk-Services managen und das Unternehmen in seiner Digitalisierungsstrategie unterstützen.

CGI und die Lufthansa Group gehen dazu eine fünfjährige Partnerschaft für die Bereitstellung von Infrastruktur- und Digital-Transformation-Services ein. Als Initialprojekt wird CGI den gesamten IT-Infrastrukturbetrieb von Lufthansa AirPlus International übernehmen und Services aus den CGI-Standorten in Sulzbach, Erfurt, Bremen und Bangalore (Indien) sowie vor Ort in Neu-Isenburg erbringen. Durch die Partnerschaft mit CGI verspricht sich AirPlus neben einer Optimierung der Kostenstruktur auch Vorteile durch neue Innovationen und Expertise im Rahmen der aktuell laufenden Modernisierung seiner IT-Landschaft.

Digitalisierung auf fünf Jahre

In CGI sieht der deutsche Luftverkehrsbranchenprimus den idealen Partner, um die Gruppe langfristig bei der Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategie zu unterstützen. Die 1976 gegründete CGI Group gehört zu den größten unabhängigen Anbietern von IT- und Geschäftsprozessdienstleistungen weltweit. „Wir freuen uns auf die gemeinsamen IT-Projekte, die wir im Laufe der nächsten fünf Jahre mit CGI anpacken werden“, so Spencer Hanlon, Managing Director bei AirPlus International.

„Durch unsere lokale Nähe, unser globales Delivery-Modell und unser Know-how in Infrastruktur- und Digitalisierungsthemen können wir als Partner die Lufthansa Group optimal auf dem Weg der Digitalen Transformation begleiten und unterstützen“, ergänzt Torsten Straß, President Central and Eastern Europe bei CGI. „Wir freuen uns darauf, unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Lufthansa künftig weiter auszubauen und durch gemeinsame Projekte zu stärken.“

LHT schließt Servicevertrag für Comair B737 MAX 8

Technischen Support gemäß der neuen Vereinbarung leistet Lufthansa Technik für das Engineering, die Planung, die Wartung und die Komponentenversorgung inklusive Verbrauchsmaterialien (Consumables & Expandables) für die zukünftige Flotte an Boeing 737 MAX 8.

Die südafrikanische Fluggesellschaft Comair Limited und die Lufthansa Technik AG haben dazu einen breiten und langjährigen Vertrag zur technischen Betreuung (Total Technical Support, TTS®) unterzeichnet. Der Service beginnt im Januar 2019, wenn Comair im Rahmen ihres Flottenerneuerungsprogramms die ersten beiden von acht bestellten 737 MAX 8 Flugzeugen übernimmt.

Vorfreude auf die Boeing 737 MAX 8

Erik Venter, Chief Executive Officer von Comair, sagt: „Die bevorstehende Ankunft der 737 MAX 8 war eine Gelegenheit, unsere zukünftigen technischen Anforderungen zu bewerten. Die Erfahrung der Lufthansa Technik mit diesem Flugzeugmuster und die Effizienzsteigerung, die wir bei den Wartungsdurchlaufzeiten erwarten, ermöglichen es uns, die Vorteile unserer Investition in die neue Flotte weiter zu nutzen und den Kundenservice zu verbessern.“

Im Rahmen des TTS®-Vertrags unterstützt Lufthansa Technik (LHT) Comair mit ihrem Technical Operations Management (TOM), das alle im Vertrag vereinbarten MRO-Aktivitäten in ein umfassendes Servicepaket integriert. Robert Gaag, Vice President Corporate Sales EMEA bei Lufthansa Technik, sagt: Wir fühlen uns geehrt durch das Vertrauen des Comair-Managements, das Lufthansa Technik für diese wichtige Aufgabe ausgewählt hat. Ich hoffe, dies ist der Beginn einer langjährigen Zusammenarbeit mit Comair.“

In Verbindung mit einem TTS®-Vertrag ist TOM ein Servicepaket, das Flugzeugbetreibern Effizienzvorteile durch Synergien bei der Service-Integration und reduzierte Komplexität für ihre Flotten ermöglicht. Die eigene Engineering- und Flottenabteilung der Comair wird weiterhin alle Wartungs-, Reparatur- und Überholungsarbeiten überwachen.

Verkehrspilotentag: Flugsicherheit bei IT und Luft

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Der Verkehrspilotentag dreht sich heute in der Klassikstadt in Frankfurt wieder besonders um das Thema Flugsicherheit. In Vorträgen und Diskussionen präsentieren Experten aus der Luftfahrtbranche neue Erkenntnisse und Hintergrundinformationen zu den dringendsten Sicherheitsthemen.

Neben vielen weiteren stehen die Themen saubere Kabinenluft und Fume Events, IT-Sicherheit für Verkehrsflugzeuge und Industrie 4.0 auf der Agenda. Die Vereinigung Cockpit setzt sich in der Luftfahrtbranche für  die Luftsicherheit ein. Sicherheit dürfe auch nicht zugunsten wirtschaftlicher Interessen geopfert werden. Aber nicht nur Themen aus dem Bereich Flugsicherheit, auch die Luftverkehrspolitik stehen auf der Tagesordnung.

Luftverkehr: Strategie in Deutschland?

So warf etwa Keynotespeaker Prof. Karl Born die Frage auf, ob die Bundesregierung und die deutschen Fluggesellschaften die richtige Strategie verfolgen, um die deutsche Luftfahrt im internationalen Vergleich gut aufzustellen. „Wir können es uns nicht leisten Probleme auszusitzen, wie brauchen Lösungen“, so Ilja Schulz (im Bild). „Das gilt sowohl für Sicherheitsthemen in der Luftfahrt, als auch für die Arbeitsbedingungen auf dem deutschen Luftfahrtmarkt.“

Ryanair vor Arbeitsgericht Karlsruhe

Im Fall des Ryanair-Flugbegleiters Enrico Ursi, der im vergangenen Oktober über die Arbeitsbedingungen bei der irischen Billigairline berichtete und in Folge entlassen worden war, können er und die ihn unterstützende Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) e.V. einen wichtigen Etappensieg verzeichnen.

Das Arbeitsgericht Karlsruhe, vor dem der Fall verhandelt wird, entschied in der vergangenen Woche im Rahmen eines Zwischenurteils, dass die Zuständigkeit des deutschen Gerichts gegeben sei. „Dies ist der erste Fall, seit der EuGH-Entscheidung aus September 2017 zur Zuständigkeit nationaler Gerichte in Arbeitsrechtsstreitigkeiten. Zuvor hat Ryanair sich stets die unklare Rechtslage in Europa zu Nutze gemacht und ihre Mitarbeiter auf Dublin als Gerichtsstand verwiesen. Aufgrund dieses erschwerenden Umstands war es Ryanair in der Vergangenheit möglich, sich Gerichtsentscheidungen außerhalb Irlands weitgehend zu entziehen“, erläutert Alexander Behrens, Vorstandsvorsitzender der UFO.

Ort der Gerichtsbarkeit entscheidend

Nunmehr wird voraussichtlich erstmalig vor einem deutschen Gericht über wesentliche Fragen des Arbeitsverhältnisses eines Ryanair-Flugbegleiters entschieden werden. Auch hinsichtlich des weiteren Verlaufs zeigt sich UFO optimistisch: „Enrico Ursi wird von Ryanair vorgeworfen, öffentlich Details über sein Arbeitsverhältnis preisgegeben zu haben. Das deutsche Arbeitsrecht lässt jedoch Äußerungen wie die von Enrico Ursi durchaus zu. Dies mag in Irland anders bewertet werden, doch Enrico Ursi war in den vergangenen Jahren für die Airline ausschließlich aus Deutschland heraus tätig und hier wohnhaft“, ergänzt Behrens.

Sein Vorstandskollege Nicoley Baublies, zuständig für die Tarifpolitik bei UFO, weist in diesem Zusammenhang auf die bevorstehenden ersten Gespräche mit Ryanair hin: „Wir hoffen, mit Hilfe tariflicher Regelungen zukünftig den Beschäftigten von Ryanair mehr Sicherheit und mehr Transparenz in ihrem Arbeitsverhältnis verschaffen zu können. Hiervon wollen wir die Geschäftsführung des Unternehmens nun überzeugen.“

Ausbildungsmesse zu Berufen am Flughafen in Berlin

Ausbildung und Studium in der Flughafenregion – das stellt die Flughafengesellschaft BER am bundesweiten Diversity-Tag vor. Unternehmen aus dem Branchenumfeld geben in der Ausstellung Einblicke in ihre Ausbildungsberufe und Entwicklungsperspektiven.

Beim ersten Ausbildungstag im Haus DIALOG-FORUM (Mittelstraße 11, 12529 Schönefeld) haben Schülerinnen und Schüler am 05. Juni von 09:30 bis 17:00 Uhr so die Gelegenheit, die faszinierende Berufswelt am Flughafen kennenzulernen. Neben Jugendlichen sind auch Eltern und Lehrkräfte herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Firmen sind:

  • Agentur für Arbeit Cottbus
  • AOK Nordost
  • BKK-VBU
  • Bundespolizei
  • Bundeswehr
  • DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
  • Holiday Inn Berlin Airport Conference Center
  • IHK Cottbus
  • Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG
  • Lufthansa Bombardier Aviation Services GmbH
  • Trainico GmbH
  • Zoll

Dr. Manfred Bobke-von Camen, Geschäftsführer Personal der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Ob kreativer Kopf oder technisches Talent – die Berufswelt am Flughafen bietet gute Perspektiven für junge Leute mit sehr unterschiedlichen Interessen und Talenten. Die Vielfalt der Ausbildungs- und Studienangebote der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH und zahlreicher Firmen im Umfeld unserer Flughäfen präsentieren wir Schülerinnen und Schülern beim Ausbildungstag.“

Ausbildung zur „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“

Derzeit bietet die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH an den Flughäfen Schönefeld und Tegel sieben Ausbildungsberufe mit technischer oder kaufmännischer Ausrichtung sowie fünf duale Studiengänge an. Beim Ausbildungstag wird auch der neue Ausbildungsberuf „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ vorgestellt. Um 10:00 Uhr werden Peter Toepper, Leiter Personal der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, und Rosemarie Meichsner, Leiterin Umlandarbeit und Diversity-Beauftragte der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, die Veranstaltung offiziell eröffnen.

Teneriffa ab PAD: TUI baut Flugplan aus

Im Winterflugplan soll es ab Paderborn-Lippstadt Airport einen zusätzlichen Flug von TUI nach Teneriffa geben. Daneben werden mit Fuerteventura und Gran Canaria zwei weitere Kanarische Inseln sowie Hurghada in Ägypten den gesamten Winter über bedient.

Der Paderborn-Lippstadt Airport umfasst im Sommerflugplan 12 Direktverbindungen zu den Urlaubsländern Spanien, der Türkei, Griechenland, Bulgarien und Ägypten. Dazu kommt die regelmäßige Anbindung an die Drehkreuze München und Frankfurt sicher. 2017 verzeichnete der Flughafen ein Fluggastaufkommen von rund 740.000 Passagieren bei über 38.200 Starts und Landungen. Alle TUI-Flüge ab PAD erfolgen mit der deutschen Fluggesellschaft Small Planet Airlines und sind ab sofort buchbar.

Urlaub ab PAD: auch im Winter

Insgesamt stehen damit im Winter allein bei der TUI mehr als 53.000 Sitzplätze im Angebot. Für Reisesn ab Paderborn-Lippstadt Airport bestehen auch nach dem Ende des Sommerflugplans am 31. Oktober viele Direktverbindungen zu warmen Zielen. TUI will in diesem Winter alle drei großen Kanarischen Inseln, Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa, mit je zwei wöchentlichen Flügen bedienen und jede Woche startet zusätzlich ein Jet zum ägyptischen Badeort Hurghada.

ACJ: Erster A320neo als Businessjet in Bau

Airbus baut am ersten ACJ320neo. In ganz Europa werden die Teile nun gefertigt, sodass Anfang Juni die Montage beginnt. Zum Jahresende hin erhält dann der Kunde, Acropolis Aviation aus Großbrittanien, das Flugzeug. Bald darauf folgt eine zweite ACJ320neo.

Und das Corporate Jet Programm vom Flugzeugbauer geht weiter mit den neuen Flugzeugen der neo-Reihe. Die Auslieferung für die erste ACJ319neo an K5 Aviation soll dann im zweiten Quartal 2019 folgen. Der Trend geht zu größeren Businessjets, mit geräumigerer, komfortablerer Kabine. Insgesamt gebe es nun neun Aufträge für die Familie ACJ320, drei ACJ319neo und sechs ACJ320neo.

Mit neuen Triebwerken und Flügelflossen können die Flugzeuge der ACJ320neo-Familie noch mehr Städte auf der Welt direkt verbinden. Die ACJ319neo etwa kann so acht Passagiere 6.750 nm oder 12.500 km bzw. 15 Stunden fliegen. Die ACJ320neo kann 25 Passagiere 6.000 nm oder 11.100 km bzw. 13 fliegen. 190 Businesjets aus der ACJ-Reihe sind weltweit laut Airbus unterwegs. Auch ACJ330neo und ACJ350 XWB sind lieferbar.

PC-24: Businessjet für Pilot Peter Brabeck-Letmathe

Peter Brabeck-Letmathe, ehemaliger Verwaltungsratspräsident von Nestlé, hat den Schlüssel für seinen PC-24 mit der Seriennummer 104 entgegengenommen. Peter Brabeck-Letmathe gehört damit zu den ersten Besitzern überhaupt, die den brandneuen Schweizer Businessjet von Pilatus fliegen.

Anlässlich einer feierlichen Zeremonie hat der Unternehmer und erfahrene Pilot Peter Brabeck-Letmathe seinen im Jahr 2013 bestellten PC-24 persönlich von Oscar J. Schwenk, Verwaltungsratspräsident von Pilatus, in Empfang genommen. Fliegen ist seine große Leidenschaft – über 3.000 Flugstunden stehen in seinem Logbuch. Aufmerksamkeit hat Brabeck-Letmathe bereits vor einem Jahr erweckt, als er mitteilte, dass sein neues Flugzeug PC-24 von seiner Firma Brabair gekauft wird und diese, gemeinsam mit seinem bestehenden PC-12, in einem neu gegründeten „Flying Club 24“ für Privat- und Geschäftsreisende in Europa zur Verfügung steht.

PC-24 und PC-12 für Brabair

Peter Brabeck-Letmathe sagte bei der Übergabe: „Das Warten hat sich gelohnt, meine Seriennummer 104 sieht schlicht überwältigend aus! Das Konzept des PC-24 hat mich seit Anbeginn vollumfänglich überzeugt…“ Die Cockpit-Umgebung sei außergewöhnlich in dieser Klasse und die Qualität auf Schweizer Niveau. Der neue PC-24 soll in Sion stationiert werden. Im Super Versatile Jet von Brabair reisen – nebst dem Piloten – sieben Passagiere in luxuriöser, ergonomischer Umgebung. Das standardmäßige, große Frachttor ermöglicht zudem einfaches Be- und Entladen von voluminösen Gepäckstücken und sperrigen Gütern. Die Kurzstart- und Landeeigenschaften des PC-24 eröffnen zudem neue Möglichkeiten: Man fliegt näher ans Ziel und spart somit wertvolle Zeit.

Oscar J. Schwenk meint zum PC-24 von Peter Brabeck-Letmathe: „Ich freue mich sehr, dass so namhafte Persönlichkeiten unseren Flugzeugen Vertrauen schenken. Peter Brabeck-Letmathe fliegt schon seit langem den einmotorigen PC-12 NG und wird nun parallel dazu auch den PC-24 betreiben. Dass er auf den brandneuen, soeben erst zertifizierten PC-24 setzt, spricht für sich. In bin sicher, dass er ebenfalls so überzeugt vom PC-24 sein wird, wie wir es sind. Ich warte gespannt auf sein Feedback!“

Jettainer in Shanghai: Vorteile der Blockchain

Um Blockchain-Technologie zukünftig auch in der Luftfracht zu nutzen, suchten in Shanghai rund 25 Logistik-Studenten der Shanghaier Tongji Universität unter Anleitung von Jettainer nach neuen Ansätzen für die Anwendung in weltweiten Transportketten.

Die Blockchain-Technologie birgt enorme Möglichkeiten. Dies zeigte der dreitägige Jettainer Think-A-Thon auf der diesjährigen transport logistic China, die vom 16. bis 18. Mai 2018 stattgefunden hat. Zum Abschluss stellten die Gruppen ihre kreativen Ideen am letzten Messetag in Form von Pitches dem Fachpublikum vor. Dazu zählte unter anderem eine Blockchain-fähige Datenbank zur Verfolgung von ULDs.

„Mit dem Think-A-Thon sind wir bewusst einen neuen Weg gegangen und das hat sich ausgezahlt. Die Zusammenarbeit mit den Studenten war ausgezeichnet und so sind viele kreative Ideen für die Blockchain in weltweiten Transportketten entstanden. Wir werden diese nun gezielt auswerten, um so das Thema bei uns weiterzuentwickeln“, resümiert Carsten Hernig, Geschäftsführer der Jettainer GmbH.

Blockchain: weltweit schneller reagieren

Die Studenten wurden während des Think-A-Thons in Gruppen eingeteilt, die sich unter verschiedenen Gesichtspunkten mit dem Thema Blockchain in der Logistik auseinander gesetzt haben. Dabei wurde unter anderem die Idee entwickelt, eine Blockchain-fähige Datenbank zur Verfolgung von ULDs zu implementieren. Dies hätte den Vorteil, dass Informationen von Fluggesellschaften, Bodenabfertigern und Spediteuren an einem Ort gespeichert und für alle Beteiligten in der Kette leicht zugänglich wären.

So wäre es etwa möglich, bei Schadensfällen schnell zu reagieren, aber auch durch Analysen künftige Schäden zu vermeiden. Eine weitere Idee war es, in die Blockchain digitale Verträge zu integrieren, die fälschungssicher sind und individuell auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse angepasst werden. Hierdurch soll insbesondere die Kleinkundengewinnung vereinfacht werden, da auf der einen Seite Grenzkosten reduziert werden und auf der anderen Seite wird Transparenz zwischen den Vertragsparteien geschaffen.

„Die erfolgreiche Zusammenarbeit beim Jettainer Think-A-Thon ist ein gutes Beispiel für den Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Als Messeveranstalter sind wir bestrebt, gemeinsam mit unseren Ausstellern neue, innovative Formate zu entwickeln und so solche Kooperationen zu fördern“, sagt Gerhard Gerritzen, Geschäftsführer der Messe München GmbH. Initiator des Projektes ist die Jettainer GmbH, die den Think-A-Thon in Zusammenarbeit mit der Messe München und der Agentur Medienbüro am Reichstag geplant hat.

Expedition ins Eis: Routenplanung dank DLR-Radar

Einer vierköpfigen Forschergruppe ist die größte Antarktis-Expedition seit über 50 Jahren gelungen. Damals gelang der Commonwealth Trans-Antarctic Expedition erstmals die erfolgreiche Durchquerung der Antarktis über den Südpol, unter der Leitung von Sir Edmund Hillary und Sir Vivian Fuchs.

Während des diesjährigen antarktischen Sommers fand nun ein Team der neuseeländischen Regierungsbehörde Antarctica New Zealand den Weg über einen bisher unbekannten Abschnitt des Ross-Schelfeises, einem Eisgebiet von der Größe Frankreichs. Die lebenswichtigen Informationen zur Routenbestimmung lieferte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Daten des Radarsatelliten TerraSAR-X. Die erfolgreiche Traverse dient dem „Ross Ice Shelf Projekt“, das untersucht, wie das Schelfeis auf eine sich erwärmende Welt reagiert.

Radar endteckt Gletscherspalten

Das größte Sicherheitsrisiko beim Überqueren des Schelfeises ist die Spaltenbildung. So können unter der Schneedecke Gletscherspalten verborgen sein, die bis zum Meeresniveau hinab reichen. „Ohne die Daten von TerraSAR-X wäre es so, als ob wir uns blind auf einem Minenfeld bewegen. In der Vergangenheit wurde mit optischen Bildern gearbeitet, die im Wesentlichen nur Fotografien aus dem Weltraum sind. Mit Hilfe der Radarbilder lassen sich Spalten nun erheblich besser und sicherer kartieren“, erklärt Dana Floricioiu vom Earth Observation Center des DLR. Der am DLR in Oberpfaffenhofen betriebenen Radarsatellit blickt mit seinem Radarinstrument durch Wolken und trockenen Schnee hindurch und macht die verborgenen Spalten dadurch sichtbar.

Während Sir Hillary und Sir Fuchs zu ihrer Zeit Luftaufklärung nutzten, konnte das gegenwärtige Expeditionsteam auf TerraSAR-X-Daten und die Expertise des Missionsteams in Oberpfaffenhofen setzen. Es galt, eine sichere Route über unbekanntes Terrain und insgesamt 1.000 Kilometer Schelfeis zu erstellen – mit Erfolg: „Ohne Satellitendaten wäre es unmöglich, oder sehr, sehr, sehr viel Glück gewesen, unterwegs nicht auf Spalten zu treffen. Wir mussten so nur einmal von der geplante Route abweichen“, sagt Expeditionsmitglied Dan Price von der University of Canterbury in Christchurch, Neuseeland.

Strukturen und Dynamik in Eis und Schnee

Durch das Eindringen der Mikrowellen in Schnee und Eis reagieren die Sensoren von TerraSAR-X empfindlich auf oberflächennahe physikalische Eigenschaften wie Nässe und Rauigkeit der abgebildeten Fläche. Der Satellit arbeitet im sogenannten „X-Band“, dem Frequenzbereich von 9,65 Gigahertz, und ist ein wertvolles Werkzeug für räumlich ausgedehnte Untersuchungen feiner Strukturen auf Eis und Schnee. Merkmale wie Fließlinien und Spalten können detailliert beobachtet und zur Untersuchung der Strömungsdynamik von Gletschern und Eisströmen genutzt werden. Das Radarinstrument verfügt darüber hinaus über verschiedene Aufnahmemodi, so dass feine Details in hoher Auflösung ebenso kartiert werden können, wie großflächige Bereiche.

Der Einsatz der Satellitenbilder hat sich auch im Feld richtig ausgezahlt. In dieser eintönigen und vollkommen strukturlosen Umgebung konnten wir anhand der Radardarstellungen immer exakt nachvollziehen, wo wir uns gerade befanden“, erzählt Price. Die Radaranalyse mit TerraSAR-X brachte außerdem zutage, dass ein Teil der Eismassen nicht mehr auf dem Meeresgrund verankert sind, sondern beginnen aufzuschwimmen – das Ross-Shelfeis schwimmt. Die genaue Aufsetzlinie wurde am DLR im Rahmen des ESA-Projekts „Antarctic Ice Sheet CCI “ erstellt.

Mit der erfolgreichen Traverse des südlichsten Gebiets der Erde konnte das Expeditionsteam Standorte für Bohrungen durch das Schelfeis identifizieren, um Informationen über das Eis, den Ozean und die Sedimente auf dem Meeresboden zu erhalten. Nächste Saison sollen auf der neu eingerichteten Route mehr als 60 Tonnen Material an die Siple Coast transportiert werden – von der Scott Base 1000 Kilometer über das Ross Ice Shelf.

Forschungspotenzial Tandem-L

Mit den Erdbeobachtungsmissionen TerraSAR-X und TanDEM-X hat sich Deutschland eine einzigartige und weltweit anerkannte Expertise im Bereich der Radarfernerkundung erarbeitet. Mit dem Missionsvorschlag „Tandem-L “ soll künftig daran angeknüpft werden. Ziel ist es, die Landmasse der Erde im Wochenrhythmus abzubilden. Die Bildgebungstechnologie der Tandem-L-Mission soll dabei neue Maßstäbe in der Erdbeobachtung setzen.

Die zeitlich und räumlich hochaufgelösten Daten könnten damit einen einzigartigen Zugang zu den sensiblen Polregionen schaffen und der Umwelt- und Klimaforschung dringend benötigte Information für die Überwachung der Eisdynamik und -struktur zu liefern. Derzeit findet die forschungspolitische Bewertung des Missionsvorschlags statt. Die Entscheidung bezüglich der Realisierung von Tandem-L wird für Mitte des Jahres erwartet.

Auf den Bildern: DHC-6 Twin Otter Flugzeug auf dem Ross Schelfeis – DHC-6 Twin Otter, das zweimotorige Flugzeug landet auf dem Ross Schelfeis. Die Schelfeisoberfläche ist von Sastrugis (Erhebungen die durch windbedingte Abtragung vom Schnee entstehen) bedeckt; Pistenbullies (Pistenraupen) unterwegs – Drei Pistenbullies (Pistenraupen) auf dem Ross Schelfeis während der Traverse. Im Hintergrund: die zwei größten Vulkane auf Ross-Insel, Mount Erebus und Mount Terror.

Hamburg: Flüge über Innenstadt, Piste 05/23 gesperrt

Hamburg Airport führt bald die notwendigen, jährlich wiederkehrenden Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an  der Start- und Landebahn 05/23 (Niendorf/Langenhorn) durch.

Die Start- und Landebahnen wird von Donnerstag, 24. Mai 2018 (06:00 Uhr) bis einschließlich Mittwoch, 06. Juni 2018 (23:00 Uhr), außer Betrieb genommen. Während dieser Zeit wickelt der Hamburger Flughafen den gesamten Flugbetrieb als sinlge Runway operation über die Piste 15/33 (Norderstedt/Alsterdorf) ab. Dadurch wird es vorübergehend zu mehr Flügen über die Innenstadt kommen.

Großputz für die Landebahn

Unter anderem gehören zu den Arbeiten die Beseitigung von Gummiabrieb an den Aufsetzpunkten, Beton- und Asphaltarbeiten, das Spülen der Sielleitungen, Erneuerung der Markierung sowie der Austausch und die Instandhaltung der Startbahnbefeuerung. Die jährlichen Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen sind für einen sicheren Flugbetrieb notwendig. Um die Auswirkungen für die Flughafennachbarn so gering wie möglich zu halten, bündelt Hamburg Airport die Arbeiten in zwei Wochen pro Bahn.

„Bei der Wahl der Sperrzeiträume achten wir insbesondere darauf, dass die Pistensperrungen nicht in der Ferien- oder Hauptreisezeit liegen, denn gerade dann werden beide Start- und Landebahnen für einen sicheren und zügigen Flugverkehr benötigt. Darüber hinaus sind viele Instandhaltungsarbeiten nur bei trockener und warmer Witterung möglich“, erklärt David Liebert, Bereichsleiter Real Estate Management am Flughafen Hamburg.

„Den Wartungstermin der Start- und Landebahn 05/23 (Niendorf/Langenhorn) haben wir in diesem Jahr ganz bewusst in die fünfte Bauphase der grundhaften Vorfeld-Erneuerung gelegt, um diesen Zeitraum auch für Bauarbeiten in Pistennähe, die während der Bauphase notwendig sind, nutzen zu können. Dadurch reduzieren wir die Einschränkungen auf ein Minimum.“ Umgekehrt ist es geplant, die Start- und Landebahn 15/33 (Norderstedt/Alsterdorf) voraussichtlich vom 22. August bis einschließlich 05. September 2018 zu warten – dementsprechend werden die Flüge in diesem Zeitraum über die Piste 05/23 (Niendorf/Langenhorn) erfolgen.

Während der Wartung und Instandhaltung der Start- und Landebahn 05/23 (Niendorf/Langenhorn) wird es zeitweise zu mehr Flügen über die Innenstadt kommen. Über diese Richtung sind im gesamten Jahr 2017 lediglich drei Prozent aller Flüge abgewickelt worden, dieser Durchschnittwert werde sich aber aufgrund der Bauarbeiten vorübergehend spürbar erhöhen.

WhatsApp zu Wartungsterminen

Um die Flughafen-Nachbarn und andere Interessierte über die Termine der jährlichen Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an den Start- und Landebahnen auf dem Laufenden zu halten, hat Hamburg Airport einen WhatsApp-Service eingerichtet. Nach einmaliger Anmeldung erhalten Abonnenten alle Termine und Informationen rund um die Pistensperrungen direkt auf ihr Smartphone. So können sie die Sperrungstermine rechtzeitig einplanen. Alle Informationen rund um die Bahnsperrungen sind per Messengerservice sind auf der Flughafen-Website abrufbar. Der Airport bittet um Verständnis für die Maßnahmen und die daraus resultierende, vorübergehende Nutzungsänderung der Start- und Landebahnen.

ILS der Centerbahn am Fraport in Augenschein

Am Fraport findet in der Zeit vom 24. bis zum 27. Mai 2018 die nächste Runde an Vermessungsflügen statt. Vermessen wird dabei das Instrumentenlandesystem der Centerbahn in beiden Betriebsrichtungen.

Als Vermessungsflugzeug kommt eine zweimotorige Beechcraft King Air 350 zum Einsatz. In dieser Zeit ist auch in der Nacht mit Lärmbelästigungen durch die Propellermaschine zu rechnen. Falls die Vermessungen zum geplanten Termin etwa witterungsbedingt nicht durchgeführt werden können, soll auf den Zeitraum vom 31. Mai bis 03. Juni 2018 ausgewichen werden.

Cygnus: Antares fliegt Experimente für Gerst ins All

Experimente von Forschern – und Kindern – für die Horizons-Mission des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst fliegen gerade im Cygnus zur Internationalen Raumstation ISS.

Die Experimente befinden sich in dem privaten Transporter, der an Bord einer Antares-Rakete von Orbital ATK am 21. Mai 2018 um 10:44 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (04:44 Uhr Ortszeit) von Wallops Island, Virginia (USA) zur ISS gestartet ist.

Cygnus fliegt im Auftrag der NASA

Der private Raumfahrtanbieter baut mit Cygnus den derzeit größten privaten Frachter für die ISS und hat einen Vertrag mit der NASA zur Versorgung der ISS über insgesamt 30.000 kg. So soll Cygnus nach sieben Wochen ca. 3.200 kg Müll von der Raumstation aufnehmen und abdocken. Cygnus ist bei diesem Flug zum ersten Mal mit einem neuen Kommunikationssystem unterwegs, das der Hersteller als Common Communication for Visiting Vehicles (C2V2) bezeichnet.

Cygnus soll am 23. Mai um 23:20 Uhr (MEZ) an die ISS andocken. Gerst soll am 06. Juni 2018 mit einer Sojus-Rakete vom Startplatz Baikonur zur Mission Horizons zur ISS starten und bis zum 13. Dezember auf der Raumstation stationiert sein. „Alexander Gerst hat bei dieser Mission eine ganz besondere Aufgabe“, erklärt Volker Schmid, Horizons-Missionsmanager im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). „Er wird als erster Deutscher und zweiter Europäer von Anfang Oktober bis Mitte Dezember als Kommandant für die Raumstation und ihre Besatzung verantwortlich sein.“

Kinder reichen wieder Experimente ein

Eine Experiment-Idee einzureichen für die Forschungen an Bord der Internationalen Raumstation – dazu hatte Alexander Gerst gemeinsam mit dem DLR die Maus-Zuschauer aufgerufen. Von den vielen spannenden Vorschlägen, die von den Kindern eingereicht wurden, soll nun folgende Experimentfrage beantwortet werden: Kann man auf der ISS eine mit Luft angetriebene Mini-Rakete fliegen lassen? Um zu klären, ob das Experiment auch im Weltraum durchgeführt werden kann, wurde es vorab beim DLR getestet. Als Materialien sollen nur Dinge verwendet werden, die ohnehin auf der ISS vorhanden sind.

Als „Rakete“ wird daher eine der Plastikspritzen verwendet, welche die Astronauten für Experimente verwenden. Diese wird mit einer zerkleinerten Brausetablette und Wasser gefüllt, so dass sich Sprudel bildet und sich ein Gasdruck aufbaut. Ist dieser Druck hoch genug, kann die Rakete starten. Damit dieses Mini-Geschoss kontrolliert durch den Raum fliegt, wird an der Spritze ein Kunststoff-Röhrchen befestigt, durch das eine Schnur geführt wird. Entlang der aufgespannten Schnur kann die Rakete dann sicher durch die Raumstation gleiten. Als zusätzliches Mini-Experiment will Alexander Gerst testen, ob man sich mit Schwimmbewegungen in der Schwerelosigkeit vorwärtsbewegen kann.

Planeten auf der ISS simulieren

Das Exerpiment MagVector/MFX untersucht die Wechselwirkungen des Erdmagnetfeldes mit einem variablen elektrischen Leiter. Die Anlage wurde im Rahmen der Blue-Dot-Mission im Jahr 2014 im COLUMBUS-Labor installiert und hat seither über 2.000 Betriebsstunden erfolgreich absolviert. Nun werden mit dem Experiment MFX-2 zwei neuen Sensorboxen mit jeweils 16 Sensoren eingebaut

In diese Boxen werden anschließend elf neue Materialproben eingesetzt werden, wie etwa Meteoritenstücke, die von verschiedenen Fundorten in Europa stammen. So wird MagVector zum ersten Planetensimulator auf der ISS. Mit ihm können die Wissenschaftler modellhaft Himmelskörper und deren Effekte beim Durchfliegen des Sonnenmagnetfelds simulieren. Die Proben werden vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof wissenschaftlich betreut.

Funken um die Erde: das Experiment MacronISSta

Das Experiment MarconISSta von Wissenschaftlern am Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin analysiert die Auslastung von Funkfrequenzen weltweit. Diese Frequenzen werden benötigt, um Satelliten zu steuern oder deren Daten herunterzuladen. Die Auslastung einiger Frequenzbänder ist bereits heute so hoch, dass der Funkverkehr zunehmend gestört wird. Für die Messungen nutzt das Experiment die ARISS-Antenne auf der Raumstation, die dort im Oktober 2007 installiert wurde.

Die Daten werden in regelmäßigen Abständen an die Bodenstation der TU Berlin gesendet, wo dann erstmalig eine detaillierte Analyse der Funkfrequenzbänder schnell und aktuell erfolgen kann. So können die Wissenschaftler nicht nur ermitteln, welche Frequenzen tatsächlich belegt sind, sondern auch mögliche Störquellen erkennen. Dadurch können sowohl die Wahrscheinlichkeit von Funkstörungen besser vorhergesagt als auch ungenutzte Frequenzbänder besser eingebunden werden. In der Raumfahrt wird es dann zukünftig möglich sein, Satellitenmissionen besser zu koordinieren, während auf der Erde der Funkverkehr – etwa in Luft- und Seefahrt – verbessert werden kann.

Drahtlose Kommunikation für Weltraummissionen

Wie kann die drahtlose Kommunikation auf Weltraummissionen verbessert werden? Diese Frage wollen Wissenschaftler mit dem Technologie-Experiment Wireless Compose (Wireless Communication and Positioning Experiment) beantworten. Das Netzwerk besteht aus fünf fest installierten Sensoren, einer Basisstation, sowie zwei mobilen Sensoren für die Bewegungsverfolgung. Ab Anfang Juni soll das System im Columbus-Modul der ISS getestet werden. Während der Testphase wird auf der Erde ein Referenzsystem im DLR EDEN-ISS Gewächshaus, einem Experimentallabor in der Antarktis, betrieben werden. Entwickelt und gebaut wurde die Anlage vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen.

EML: Neuartige Materialien und Bauteile

Mit an Bord ist außerdem ein wichtiges technisches Upgrade für den Elektromagnetischen Levitator EML. Dieser wurde von Alexander Gerst während seiner Blue Dot-Mission im Oktober 2014 erfolgreich im Columbus-Modul installiert und in Betrieb genommen. Mit EML werden metallische Proben in der Schwebe gehalten (elektromagnetisch levitiert), so dass sie nicht in Kontakt mit anderen Materialen kommen, und auf ihre Eigenschaften untersucht. Man vermeidet so Verunreinigungen der Schmelze, die im irdischen Labor beim Kontakt mit einem Behälter entstehen würden. Diese einzigartigen Bedingungen ermöglichen hochgenaue Untersuchungen zum flüssigen Zustand und der Erstarrung von Metallen.

Mit dem jetzt zur ISS geschickten Upgrade, das Austauschkomponenten für die Elektronik sowie ein Software-Update beinhaltet, soll die Hochgeschwindigkeitskamera von EML effizienter genutzt werden und dadurch zukünftig bis zu fünfmal mehr Experimentdurchläufe in gleicher Zeit ermöglichen. Somit erhoffen sich die Wissenschaftler noch mehr der offenen Fragestellungen zu den grundlegenden physikalischen Eigenschaften metallischer Legierungen klären zu können. Langfristig sollen diese Erkenntnisse dazu führen, neue Materialien und Bauteile für die Industrie fertigen zu können, welche leichter und stabiler sind oder gänzlich neue Eigenschaften aufweisen.

Auf den Bildern

  • Start Antares-Trägerrakete: Am 21. Mai 2018 um 10:44 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit startete eine Antares-Rakete von Wallops Island, Virginia (USA) mit neuen Experimenten für die horizons-Mission an Bord.
  • Einblick ins Herzstück der MagVector/MFX-Hardware: Im Bild sind die Vakuumpumpe und der variable elektrische Leiter zu sehen.
  • Alexander Gerst am Schmelzofen der EML-Anlage: Während der Blut-Dot-Mission baute der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst neue Komponenten in den Schmelzofen der EML-Anlage an Bord der ISS ein.

Ausbildung bei Lufthansa Technik: Nachwuchs gesucht

In der Lufthansa Technik Gruppe beginnt das Ausbildungsjahr 2019 schon jetzt. Aufgrund guter wirtschaftlicher Perspektiven des Unternehmens und altersbedingter Fluktuation wird die Anzahl der Plätze im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Bewerbungen für neun verschiedene Berufsbilder sind möglich.

Ausgebildet wird an den Standorten Hamburg, Frankfurt und München. Im Angebot sind die klassischen flugzeugbezogenen Berufe: Fluggerätmechaniker in den drei Fachrichtungen Instandhaltungstechnik, Fertigungstechnik und Triebwerkstechnik sowie Fluggerätelektroniker und die werkstattorientierten Elektroniker für Geräte und Systeme.

Galvaniseur und andere gefragte Berufe

Experten in Sachen Chemie könnten sich für die in Hamburg angebotene Ausbildung zum Oberflächenbeschichter (Galvaniseur) interessieren. Lufthansa Technik ist eines der wenigen Unternehmen, das in diesem Fachgebiet ausbildet. Besonders begehrt sind traditionell die Berufe Werkzeugmechaniker sowie Fachkraft für Lagerlogistik. Letzterer wird als einziger aller Ausbildungsberufe an allen drei Standorten angeboten, da die Bedeutung der Logistik in der Flugzeuginstandhaltung immer stärker wächst. Zu diesem Thema werden auch wieder Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen gesucht.

Bewerbung bei LHT: Rechtzeitig klar machen

„Unsere Ausbildungsplätze sind zumeist sehr schnell vergeben“, sagt Kristin Bakonyi vom Personalmarketing der Lufthansa Technik. Sie rät daher jungen Menschen, die konkretes Interesse an einer Ausbildung haben, sich zügig zu bewerben. Wer noch zwischen verschiedenen Ausbildungsberufen schwankt, finde im Bewerberportal des Unternehmens weitere Ideen, Videos und „Azubi-Tagebücher“, so Bakonyi.

Bewerber absolvieren zunächst einen kurzen Online-Test und werden dann zu einem computergestützten Einstellungstest eingeladen. Nach erfolgreicher Absolvierung erfolgt als letzter Schritt eine Einladung zum persönlichen Kennenlernen. In einem Gespräch und einer praktischen Übung stehen die Fähigkeiten, die Motivation und das technische Verständnis im Mittelpunkt. Wer auch hier beste Seiten zeigt, ist ab August 2019 Teil der Lufthansa Technik-Familie. Ab Juli werden auch wieder Bewerbungen für die dualen Studiengänge in Kooperation zwischen Hochschulen und Lufthansa Technik möglich sein.