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Sichere Kommunikation über Stratosphärenballon

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Airbus hat den erfolgreichen Einsatz eines Stratosphärenballons für militärische 4G/5G-Kommunikationsanwendungen vorgeführt. Die getestete Technologie, ein Airbus LTE AirNode, ist zentraler Bestandteil der von Airbus entwickelten sicher vernetzten, luftgestützten militärischen Kommunikationslösung Network for the Sky (NFTS).

Airbus LTE AirNode zählt zu einer neuen Generation von Kommunikationssystemen für große Entfernungen, welche in der Stratosphäre operierende Plattformen wie der ebenfalls von Airbus stammende Zephyr gesicherte Mobilkommunikationszellen für den Datenaustausch zwischen Flugzeugen, Hubschraubern, unbemannten taktischen Flugsystemen (Unmanned Aerial Vehicles – UAVs) und MALE UAVs (Medium Altitude Long Endurance) aufbauen.

4K Videos streamen

Mit Unterstützung der französischen und kanadischen Raumfahrtbehörden testete Airbus die Kommunikationslösung im kanadischen Luftraum mit einem Stratosphärenballon in Flughöhen bis 21 Kilometer. Der Ballon transportierte als Nutzlast einen Airbus LTE AirNode, der sichere Kommunikation in einem Radius von 30 Kilometern ermöglicht. Das mit zwei Fahrzeugen und zwei Drohnen ausgerüstete Airbus-Team folgte dem Ballon über 200 Kilometer, wobei in der Simulation einer ISR-Mission mit Echtzeitübertragung 4K Videodaten zwischen den verschiedenen Stationen ausgetauscht wurden. Die Übertragungsgeschwindigkeit lag im nicht öffentlich zugänglichen Netz zwischen 0,5 und 4 Mbps, was mit dem 4G/5G-Mobilfunkstandard vergleichbar ist.

Einfach implementierbare Kommunikationslösungen wie das von Airbus erreichen bei Luftwaffeneinsätzen eine wesentlich höhere Flexibilität. Ein LTE AirNode ermöglicht den Aufbau sicherer, opportunistischer Verbindungen zwischen Fluggeräten, die sich innerhalb gegenseitiger Reichweite befinden, bei Einsätzen, die stabile, leistungsstarke Funkverbindung erfordern. Er stellt diese sicheren Verbindungen über Wochen oder sogar Monate für boden-, luft- oder seegestützte Einsätze bereit und verbindet die Standdauer eines Satelliten mit der Flexibilität einer Drohne. Diese Art von Ad-hoc-Netz lässt sich an alle Anforderungen anpassen, vom Spezialeinsatz bis zur Katastrophenhilfe.

Gefechtsfeld mit High Data Throughput

Network for the Sky bildet die Grundlage für ein luftgestütztes Gefechtsfeld-Netzwerk und soll bis 2020 voll einsatzfähig sein. Das NFTS-Programm ist Teil des Airbus Projekts „Future Air Power“ und steht in vollem Einklang mit der Entwicklung von Europas zukünftigem Luftkampfsystem (Future Combat Air System – FCAS). Erstmals wurde NFTS bei der Farnborough International Airshow 2018 vorgestellt. Es kombiniert verschiedene Kommunikationstechnologien in einem stabilen, globalen Mesh-Netz, wodurch Flugzeuge zum integralen Bestandteil eines mit High-Speed verbundenen Gefechtsfeldnetzes werden.

Derzeit sind einzelne Flugzeuge, UAVs und Hubschrauber immer noch über separate Netzwerke mit eingeschränkter Bandbreite und Interoperabilität sowie häufig geringer Stabilität verbunden. NFTS soll verschiedene Technologien wie Satellitenverbindungen mit geostationären Konstellationen sowie mit Konstellationen in der mittleren und niedrigen Erdumlaufbahn, taktische Luft-Boden-, Boden-Luft- und Luft-Luft-Verbindungen, Sprachverbindungen, 5G-Mobilkommunikationszellen und Laserverbindungen in ein einziges, globales sicheres Netz integrieren.

Blockchain in der Luftfahrt: Lufthansa kürt Finalisten

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Auch wenn es bislang keine marktreife Blockchain-Anwendung gibt, die die Wertschöpfungskette von Airlines nachhaltig verändert, nimmt das Thema Fahrt auf und immer mehr Akteure in diesem Feld testen neue Lösungen.

Blockchain ist eine junge Technologie mit enormem Potenzial für unterschiedliche Anwendungsbereiche, so auch in der Luftfahrt. Das spiegelt sich auch in der extrem positiven Resonanz der weltweit ersten „Aviation Blockchain Challenge“ wieder, die der Lufthansa Innovation Hub und SAP.iO Foundry im Juli gemeinsam ausgerufen haben. Innerhalb der 44-tägigen Einreichungsphase haben sich Teams aus 56 Ländern mit 312 Blockchain-Ideen beworben.

In jeder Einreichungskategorie haben Experten der Lufthansa Group und von SAP jeweils drei Finalisten ausgewählt. In der Kategorie „Traveller Challenge“ wurden Ideen entlang der gesamten Reisekette mit klarem Mehrwert für Reisende gesucht. Die Finalisten sind:

  • Sweetbridge: ein virtueller Blockchain-basierter Marktplatz mit einer skalierbaren Lösung für anbieterübergreifende Loyalitätsprogramme,
  • Sky Buys: eine globale Blockchain-basierte Prämienplattform für „Airport Retail“ sowie
  • Avinoc: Entwickler einer frei verfügbaren, transparenten Datenbasis für die Koordination von Business Flügen in der Bedarfsluftfahrt – ohne vermittelnden Drittanbieter.

In der Kategorie „Airline Challenge“, in der Ideen zur Verbesserung des Airline-spezifischen Betriebs und der damit verbundenen Prozesse gesucht wurden, haben sich folgende Teams für das Mentoren-Programm qualifiziert:

  • Vchain: eine patentierte Blockchain-SaaS-Lösung für das digitale Identitätsmanagement,
  • BagX: eine neutrale Blockchain-Plattform für das Gepäckhandling, das von einem Team der Swissport entwickelt wird. Diese soll den Prozess über alle beteiligten Akteure hinweg lückenlos dokumentierbar und transparent machen sowie
  • 500labs: ein dezentrales Datennetzwerk für die weltweite Flugindustrie, um u.a. die Auswirkungen von Flugverspätungen eizudämmen.

In der Kategorie „Supplier Challenge“, in der der Fokus auf der Wartung und den damit verbundenen Aspekten der Lieferkette in der Luftfahrt lag, haben es folgende Teams in die nächste Runde geschafft:

  • 14bls Supply Tracking: eine Blockchain-Technologie, die die Lieferkette von Flugzeugbauteilen lückenlos und transparent dokumentierbar macht,
  • Sorablocks: eine Blockchain-basierte Plattform für die Flugindustrie, die in erster Instanz Transparenz in das Management von Kerosin über alle Airlines und Flughäfen hinweg bringen soll sowie
  • Skyy network: eine Blockchain-basierte Lösung, die das Luftfahrtmanagement für Dronen in einem dezentralisierten und klar regulierten System konsolidiert, um zukünftig Dronen regelbasiert und automatisiert zu steuern.

Die neun Teams haben in den nächsten Wochen die Möglichkeit, ihre Ideen im Austausch mit Experten der Lufthansa Group und SAP weiterzuentwickeln. Das Finale der „Aviation Blockchain Challenge“ findet am 23. Oktober im Rahmen des Lufthansa Innovation Forums am Lufthansa-Stammsitz Frankfurt statt. An diesem Tag stellen die Teams ihre Blockchain-Lösungen Top-Managern der Lufthansa Group sowie einer Fachjury vor, mit der Aussicht ihre Lösung gemeinsam mit Lufthansa fortzuführen.

Mobile Messung zur Luftreinheit: Grenzen eingehalten

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Fast ein Jahr lang war die mobile lufthygienische Messstation der Flughafen München GmbH (FMG) in Betrieb und erfasste im Ortsteil Schwaig der Gemeinde Oberding nahe der Pfarrkirche St. Korbinian alle relevanten Luftschadstoffdaten.

Jetzt wurde der Untersuchungsbericht mit den Messergebnissen im Oberdinger Gemeinderat vorgestellt. Fazit der Untersuchung: Die Luftqualität in Schwaig kann als „gut“ bis „sehr gut“ eingestuft werden. Alle im Ortsteil Schwaig der Gemeinde Oberding zwischen dem 16. Februar und 31. Dezember des vergangenen Jahres erhobenen Messwerte liegen deutlich unter den von der 39. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) zum Schutz der menschlichen Gesundheit vorgegebenen Grenz- und Zielwerten bzw. unterhalb einschlägiger Beurteilungswerte. Überschreitungen wurden nicht ermittelt.

Mobile Luftmessstation

Mit seiner mobilen Luftgütemessstation geht der Flughafen München seit 2014 einen neuen Weg bei der Luftgüteüberwachung. Als erster Flughafen Deutschlands stellt er den Kommunen in der Flughafenregion seine mehr als 100.000 Euro teure mobile lufthygienische Messstation zur Verfügung, die zusätzlich zu den fest installierten Messstationen valide Messergebnisse liefert. Der vollständige Messbericht mit allen relevanten Ergebnissen zur mobilen Messung in Oberding, Ortsteil Schwaig wird hier online zugänglich gemacht.

Die Luftqualität an der Messstelle in Schwaig lasse aufgrund dieser Daten sich mit der Luftqualität von vorstädtischen bis ländlichen Gebieten vergleichen, so der Flughafen. Wie bei vorausgegangenen Messungen der Luftgüte in der Flughafenregion waren die Messungen im Auftrag der FMG wieder durch das unabhängige akkreditierte Prüflaboratorium Müller-BBM durchgeführt und ausgewertet worden.

Im Einzelnen wurden folgende Parameter gemessen:

  • Feinstaub (Partikel PM10 und PM 2,5)
  • Stickstoffoxide (NOx),
  • Schwefeldioxid (SO2)
  • Ozon (O3)
  • Benzo(a)pyren (BaP im PM10) und
  • Kohlenwasserstoffe wie Benzol
    • Toluol
    • Ethylbenzol
    • Xylole (BTEX)
    • n-Alkane

Darüber hinaus wurden die für die Bewertung erforderlichen meteorologischen Parameter wie Windrichtung, Windgeschwindigkeit, Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck fortlaufend aufgezeichnet. Den Messstandort hatten Vertreter der Gemeinde Oberding, des Bayerischen Landesamts für Umwelt gemeinsam mit Müller-BBM und der FMG als geeignet eingestuft.

Zulässige Überschreitungen

Für Stickstoffdioxid (NO2) wurde an der Messstelle in Schwaig ein Mittelwert von 15 µg/m3 bestimmt. Der Grenzwert für das Jahresmittel von 40 µg/m3 wurde sicher eingehalten. Der Stundenimmissionsgrenzwert von 200 µg/m3 mit 18 zulässigen Überschreitungen wurde ebenfalls nicht überschritten.

Für Feinstaub wurde bei den Partikelmessungen für PM10 ein Mittelwert von 12 µg/m3 und für PM2,5 ein Mittelwert von 9 µg/m3 ermittelt. Die Grenzwerte der 39. BImSchV für das Kalenderjahr für PM10 von 40 µg/m3 und für PM2,5 von 25 µg/m3 wurden somit deutlich unterschritten. Der maximal an 35 Tagen im Kalenderjahr zulässige Tagesmittelwert von 50 µg/m3 für PM10 wurde an keinem Tag überschritten.

A330-900 darf in Dienst: EASA erteilt Zulassung

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Airbus hat für seine A330-900 jetzt die Musterzulassung durch die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA erhalten. Das Flugzeug wird von Rolls-Royce Trent-7000-Triebwerken angetrieben.

Die Musterzulassung der EASA für die A330-900 wurde von Trevor Woods, Certification Director der EASA, unterzeichnet. Ludovic Aron, Head of Large Aeroplanes Certification der EASA, übergab das Zertifikat an Jean-Brice Dumont, Head of Engineering von Airbus Commercial Aircraft. Die Zulassung durch die US-Luftfahrtbehörde FAA wird in Kürze erwartet.

„Die A330neo steht für den Innovationsgeist bei Airbus. Diese neue Flugzeuggeneration mit beispielloser Effizienz und Flexibilität von Kurz- bis Langstreckenflügen hat ein enormes Marktpotenzial“, sagte Guillaume Faury, President Airbus Commercial Aircraft. „Wir freuen uns darauf, in den nächsten Wochen das erste Flugzeug mit einer nagelneuen Airspace-Kabine an unseren Erstkunden TAP Air Portugal auszuliefern.“ In Abstimmung mit TAP Air Portugal setzte Airbus das erste Flugzeug für die Fluggesellschaft zur Streckenerprobung mit Flügen rund um die Welt und Zwischenstopps in mehr als zwölf Ländern ein. Gemeinsam mit zwei weiteren A330-900 wurde das Flugerprobungsprogramm in unter einem Jahr seit dem Erstflug am 19. Oktober 2017 und nach rund 1.400 Flugstunden erfolgreich abgeschlossen.

Viertel weniger an Verbrauch

Die A330neo besteht als Flugzeugfamilie der neuen Generation aus der A330-900 und ihrem kleineren Schwestermodell, der A330-800, die in den nächsten Wochen zu ihrem Erstflug starten wird. Die A330-900 zeichnet sich durch die niedrigsten Sitzmeilenkosten in der Kategorie der 300-Sitzer aus. Sie fliegt mit den hocheffizienten Trent 7000-Triebwerken von Rolls-Royce, neuen 3D-optimierten Flügeln und Sharklets bestehend aus leichteren Verbundwerkstoffen. Diese fortschrittlichen Technologien reduzieren den Treibstoffverbrauch im Vergleich zu älteren Flugzeugen ähnlicher Größe um beträchtliche 25 Prozent.

Die Airbus-eigene Airspace-Kabine bietet neu gestaltete Seitenwände und Einbauten, geräumigere Gepäckablagefächer, eine fortschrittliche Kabinenbeleuchtung sowie modernste In-Flight-Entertainment-Systeme und Kommunikationsmöglichkeiten für die Passagiere. Betriebstechnisch gilt für A330neo-Piloten die gleiche Musterberechtigung wie für die größere A350 XWB. Fluggesellschaften können so die Kosten für die Flugausbildung senken, während die Produktivität der Piloten steigt. Das Wartungspersonal soll zudem von der Anbindung des Flugzeugs an die digitale Plattform „Skywise“ profitieren. Techniker können potenzielle Probleme erkennen, noch bevor sie auftreten, und somit die Produktivität des Flugzeugs im kommerziellen Einsatz maximieren. Die A330 hat als eines der beliebtesten Großraumflugzeuge überhaupt bisher mehr als 1.700 Bestellungen von 120 Kunden für sich verbucht. Über 1.400 Maschinen sind gegenwärtig bei mehr als 120 Betreibern weltweit im Einsatz.

Flugsicherung DFS nutzt Datenbank EAD

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Die EAD, bereitgestellt von der europäischen Agentur EUROCONTROL im Auftrag der EU-Mitgliedstaaten, ermöglicht einen nahtlosen Austausch aeronautischer Daten zwischen Flugsicherungen, Luftraumnutzern und dem EUROCONTROL Network Manager.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH nutzt als erste große europäische Flugsicherung die zentrale Datenbank EAD (European AIS Database) für ihre Flugberatung. Die DFS nutzt die EAD-Funktionen für das Flugplanmanagement, zur Publikation nationaler NOTAM sowie zur Erstellung von Preflight Information Bulletins für Piloten. Auch das AIS-Portal der DFS wird mit Daten aus der EAD versorgt. Zuvor hatte die DFS für die Flugberatung ein eigenes System genutzt. Durch die Umstellung auf den EAD-Service kann die DFS ihre Kosten senken; für die Nutzer soll die Servicequalität gleich bleiben. Im AIS-Centre der DFS werden jährlich mehr als 400.000 Flugplanmeldungen aufgegeben.

DFS Partner von Gewicht

Die EAD basiert überwiegend auf der Technologie der österreichischen Firma Frequentis. Der operative Dienstanbieter ist die GroupEAD Europe, welche die weltweiten NOTAM und den operativen Datensatz in der EAD bereitstellt. Die EAD ist die weltweit größte aeronautische Datenbank; sie wird von 53 Flugsicherungsorganisationen in- und außerhalb Europas und mehr als 250 weiteren Anwendern genutzt.

Joe Sultana, Director Network Manager bei EUROCONTROL sagt: „Bei der Weiterentwicklung der EAD-Services und -Funktionen haben wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern einen bedeutenden Schritt nach vorne gemacht. Wir freuen uns, dass sich die DFS als eine der größten Flugsicherungen Europas für die EAD entschieden hat. Dies wird zweifelsohne einen positiven Effekt auf andere große Flugsicherungen haben (zum Beispiel ENAV Italien, DSNA Frankreich, HCAA Griechenland, DECEA Brasilien, ATNS Südafrika), die sich derzeit im Migrationsprozess bezüglich der EAD-Services und -Funktionen befinden.“

In den vergangenen Jahren hat die DFS in enger Kooperation mit EUROCONTROL und Frequentis, sowie in Abstimmung mit anderen EAD-Nutzern, die Weiterentwicklung des Systems vorangetrieben. Nun gibt es neue und erweiterte Funktionalitäten sowie eine optimierte Performance. Die im Dezember 2016 erfolgte „Single European Sky“-Zertifizierung des EAD-Service durch die EASA war ein entscheidender Meilenstein für die Inbetriebnahme im März 2018 bei der DFS. Das Projekt endet jetzt im September.

Pierre Hermann, Leiter Aeronautical Information Management bei der DFS: „Der Einsatz der europäischen Datenbank für unsere Flugberatung bringt uns Kosteneinsparungen dadurch, dass die Kosten von allen EU-Mitgliedsstaaten geteilt werden. Diese Synergien sind kosteneffizienter als das Aufsetzen und Betreiben eines eigenen AIS-Systems. Die europäische Flugsicherungswelt wird von immer mehr Digitalisierung geprägt sein. Der Austausch von aeronautischen Daten zwischen Flugsicherungsorganisationen und dem Network Manager ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.“

Nächste Generation enhancedEAD 2022

Mit dem Folgeprojekt „enhancedEAD“ (eEAD) strebt EUROCONTROL 2022 die Einführung der nächsten Systemgeneration an, bei der die DFS und andere Nutzer der Datenbank weiter aktiv mitarbeiten werden. Dirk Withake, Vice President Aeronautical Information Management bei Frequentis sagt: „Wir haben die Leistung und Funktionalität des EAD-Systems auf Basis der smartAIM-Produktsuite von Frequentis, dem einzigen weltweit verfügbaren operativen AIM-Hub, deutlich verbessert. Eine aktualisierte Systemarchitektur in Kombination mit einem umfassenden Testverfahren, das alle relevanten betrieblichen Aspekte abdeckt, schafft einen umfassenden smartAIM-Produktstamm. Durch die zusätzliche Fokussierung auf die Gesamtsystemleistung, die Betriebssicherheit und die Datensicherheit konnte das Projekt seine Einsatzbereitschaft für aktuelle Anforderungen unter Beweis stellen und ein erhebliches zukünftiges Wachstum der EAD-Kundenbasis ermöglichen. Diese Leistung ist der engen Zusammenarbeit aller drei Partner zu verdanken und wird der DFS, der EAD und ihren Kunden zugute kommen.“

Airbus auf dem Raumfahrtkongress IAC

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Im Rahmen des 69. International Astronautical Congress (IAC) vom 01. bis 05. Oktober 2018 wird Airbus seine neuesten Innovationen und wichtigsten Raumfahrtprojekte präsentieren. Als einer der Hauptsponsoren des weltgrößten Raumfahrtkongresses beteiligt sich das Unternehmen zudem mit vielen Beiträgen aktiv am Konferenzprogramm.

Tom Enders, CEO von Airbus, wird vor den IAC-Teilnehmern die so genannte Highlight-Lecture halten, in der er über künftige Aufgaben und Chancen der Raumfahrt sprechen wird, aber auch darüber, welche Entscheidungen heute getroffen werden müssen, um die weitere bemannte Erforschung des Weltraums auf eine sichere Basis zu stellen.

Raumfahrt von Airbus

Am Airbus-Stand (Nr. 5d70) zeigt Airbus mehrere großformatige Modelle seiner aktuellen Schlüsselprojekte, darunter das neue NASA-Raumfahrzeug Orion, für das Airbus im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) das Servicemodul baut. Gezeigt werden auch der Airbus ExoMars Rover und der mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Astronauten-Assistent CIMON. Dieser befindet sich zurzeit schon auf der ISS und soll in Kürze zum Einsatz kommen. Dank virtueller Realität können Besucher außerdem selbst einen Ausflug in den Weltraum unternehmen.

Am Montag fällt der Startschuss für den Moon Race-Wettbewerb, eine globale Initiative von Airbus und internationalen Partnern, mit der für eine nachhaltige Monderforschung erforderliche Schlüsseltechnologien unterstützt werden sollen. Am Mittwoch werden Airbus-Experten mit dem „Gateway“ einen möglichen Beitrag der europäischen Raumfahrtindustrie zu einer künftigen bemannten Basis in der Mondumlaufbahn präsentieren.

Neuer Nutzen für die Raumstation ISS

Darüber hinaus stehen mehr als 50 technische Präsentationen von Airbus-Ingenieuren auf dem Experten-Programm, darunter zwei spezielle Vorträge zu Bartolomeo, der neuen ISS-Plattform für externe Nutzlasten, sowie ein Überblick zu der im zehnten Jahr laufenden Columbus-Mission und dem künftigen Orion-Programm. Die Airbus Foundation wird am Donnerstag, 04. Oktober ihr neues MINT-Programm „Discovery Space“ vorstellen und einen „Little Engineers“-Workshop mit Schülern aus Bremen durchführen. IAC-Delegierte haben außerdem die Möglichkeit, den Airbus-Space-Standort in Bremen zu besuchen.

Fraport: Dächer vor Wirbelschleppen besser sichern

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Die Fraport AG wird das seit 2013 laufende Programm zur Dachsicherung mit Wirkung zum 01.01.2019 erweitern: Künftig bietet der Flughafenbetreiber ein Inspektionsprogramm der gesicherten Dächer an. Die Kosten hierfür trägt Fraport.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass die von anfliegenden Flugzeugen durch den Auftrieb erzeugten sogenannten „Wirbelschleppen“ u. a. bei niedrigen Überflughöhen und unter sehr ungünstigen Witterungsverhältnissen Dachziegel lösen können.

Kern der neu angebotenen Inspektionen soll eine Kontrolle der Dachsicherungsarbeiten sein. Diese zusätzliche Maßnahme wird Fraport allen Eigentümern anbieten, deren Dächer bereits durch Fraport gesichert wurden. Ziel ist es, Belastungen für die Eigentümer zu reduzieren und das Dachsicherungsprogramm noch attraktiver zu gestalten. Darüber hinaus wird das bestehende Konzept zur Qualitätssicherung weiter ausgebaut. In diesem Zusammenhang werden stichprobenartig auch bereits gesicherte Dächer vorsorglich systematisch überprüft. Sollten bei diesen Überprüfungen handwerkliche Mängel festgestellt werden, wird Fraport diese umgehend für die Eigentümer kostenfrei beheben.

Tausende Häuser im Anspruchsgebiet

Insgesamt gibt es rund 6.000 Gebäude in den sogenannten Anspruchsgebieten. Dies betrifft insbesondere die Gemeinden Flörsheim und Raunheim, aber auch Neu-Isenburg, Frankfurt, Hattersheim und Kelsterbach. Bis zum 30. August 2018 sind bei der Fraport AG 3.321 Anträge auf Dachsicherung gestellt worden.

Zusätzlich möchte Fraport die Quote der gesicherten Dächer weiter erhöhen. Dazu werden in den kommenden Monaten zahlreiche Kommunikationsaktivitäten in Flörsheim und Raunheim durchgeführt. „Rund fünf Jahre nach Start des Dachsicherungsprogramms ziehen wir eine positive Zwischenbilanz: Fast jeder zweite Berechtigte hat sein Dach bereits sichern lassen. Das sind bislang rund 2.800 geklammerte Dächer“, so Dr. Pierre Dominique Prümm, Bereichsvorstand Aviation der Fraport AG.

„Die Zufriedenheit mit der Ausführung der Dachsicherung durch die von uns beauftragten Unternehmen ist bei den Antragstellern sehr gut. Dennoch: Es bleibt unser Ziel, möglichst alle Dächer im Anspruchsgebiet zu sichern. Dies kostet die Eigentümer nichts, erhöht aber die Sicherheit. Ohne einen Antrag können wir jedoch nicht tätig werden. Daher appellieren wir an alle Eigentümer in Raunheim und Flörsheim, die noch keinen Antrag auf Dachsicherung gestellt haben, dieses möglichst rasch nachzuholen.“

A320neo von Sky Airline aus Chile übernommen

Der chilenische Low Cost Carrier Sky Airline hat ihre erste A320neo von Airbus bekommen. Das moderne Flugzeug wird über den Leasinggeber ALC bezogen. Sky Airline hat die A320neo, von CFM Leap 1A angetrieben, in Toulouse für künftig 186 Passagiere und mit Space Flex-Kabine übernommen.

Die Chilenen flotten die A320neo ein zu ihren 15 bisherigen A320. Sky Airline ist ein reiner Airbus-Betreiber und will noch weitere 20 A320neo in ihre Flotte aufnehmen. Aus Lateinamerika liegen dem Flugzeugbauer 680 Aufträge und Absichten vor.

Bundesheer komplettiert Schulungsflotte an DA40 NG

Am 19. September 2018 wurden die letzten beiden von insgesamt vier einmotorigen DA40 NG Schulungsflugzeugen an das Österreichische Bundesheer (ÖBH) nach Zeltweg überstellt.

Mit an Bord war Oberstleutnant Reinhard Kraft, Kommandant der Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule Langenlebarn: „Ich bin begeistert. Mit diesem Flugzeug nach Zeltweg zur offiziellen Einweihung zu fliegen war ein besonders schönes Gefühl. Ich freue mich, dass wir beim Österreichischen Bundesheer nun auch mit österreichischen Produkten fliegen.“ Mehr als 2.000 Stück dieser Flugzeuge sind weltweit bei namhaften Flugschulen im Betrieb, zum Beispiel bei der Lufthansa Aviation Training, wo seit April 2018 Flugschüler auf fünf zweimotorigen DA42-VI für ihre Pilotenlizenz trainieren. Die ersten beiden DA40 NG wurden im Mai 2018 nach Zeltweg überstellt.

Optimal für Schulung zu IFR

Die Diamond Aircraft Schulungsflugzeuge werden unter anderem für die Instrumentenflugausbildung der PC7 Fluglehrer und Einsatzpiloten und für die fliegerische Eignungsfeststellung eingesetzt. Für die Auswahl sprach der besonders kosteneffiziente Betrieb, fehlerverzeihendes Flugverhalten und ein Cockpit, das perfekt für das Flugtraining mit Piloten und Studenten an Bord ausgelegt ist.

Amila Spiegel, Sales & Marketing Director, Diamond Aircraft Industries Österreich: „Mit dem Österreichischen Bundesheer verbindet uns bereits seit Jahren eine sehr gute Zusammenarbeit. Es ist uns, als Unternehmen mit Hauptsitz in Österreich, eine besondere Ehre, das ÖBH in unsere große Familie von Flottenkunden aufnehmen zu dürfen.“

Die moderne und sichere DA40 NG aus leichtem Verbundwerkstoff, angetrieben von einem hochmodernen 168 PS Jet-Fuel Motor von Austro Engine (Tochterfirma der Diamond Aircraft Industries GmbH), ist eine außergewöhnliche Trainingsplattform für den Instrumentenflug (IFR). Das Cockpit ist mit G1000 NXi Avionik von Garmin ausgestattet, das jenen in großen Verkehrsflugzeugen sehr ähnlich ist. Sie ist besonders leise im Betrieb und sparsam im Verbrauch.

CRJ brauchen weniger A-Checks und C-Checks

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Bombardier hat für seine Canada Regional Jets (CRJ) größere Intervalle für Inspektionen erhalten. Damit können die Flugzeuge länger betrieben werden bis sie zu Checks am Boden bleiben müssen. Seit der Einführung der Flugzeuge der CRJ-Familie haben sich ihre Wartungsintervalle schon verdoppelt.

Die neuen Werte gelten für alle neuen Flugzeuge sowie die CRJ700, CRJ900 und CRJ1000 im Einsatz. Die Federal Aviation Agency (FAA) hat die Wartungsintervalle für CRJ700, CRJ900 und CRJ1000 vergrößert: Die Line Maintenance (A-Check) wurde dabei auf 800 Flugstunden erhöht, die Heavy Maintenance (C-Check) auf 8.000 Flugstunden. Charles Comtois, Chef der CRJ-Reihe der Kanadier, Bombardier unterstrich den Mehrwert durch reduzierte Betriebskosten der Flugzeuge, welche die größten Intervalle von Regionalflugzeugen aufwiesen. 14 Tage weniger Wartung bedeuten eben mehr kommerzieller Flugbetrieb.

Patent: Dampfreinigung der Wärmetauscher bei LHT

Die Lufthansa Technik AG hat die von ihr entwickelte weltweit erste automatisierte Dampfreinigungsanlage für Triebwerks-Wärmetauscher in Betrieb genommen. Damit lassen sich alle Wärmetauscher gängiger Triebwerksmuster ohne den Einsatz von chemischen Reinigungsmitteln waschen.

Das Verfahren wurde vom Deutschen Patentamt bereits als patentfähig eingestuft. Es ist nicht nur deutlich effizienter als die bisherige manuelle Reinigung, sondern schont neben Ressourcen auch die Umwelt – ganz im Sinne von Green MRO. Wärmetauscher befinden sich an verschiedenen Stellen im Triebwerk. Sie regeln die Temperatur der durchströmenden Luft für die Verdichterstufen, die Brennkammer und die Turbinen.

Nur noch eine statt 16 Stunden Reinigung

Die neue Anlage lässt sich individuell auf jeden Wärmetauscher und den jeweiligen Verschmutzungsgrad einstellen. Die Reinigung selbst erfolgt voll automatisch. Statt wie bisher durchschnittlich 16 Stunden ist jeder Wärmetauscher nun bereits nach rund einer Stunde vollständig gereinigt. Selbst stärkste Verschmutzungen lassen sich dank der hohen Reinigungsleistung mühelos säubern. Die Wärmetauscher sind danach so gut wie neu und erreichen dabei wieder ihre ursprüngliche Leistungsfähigkeit.

Durch den Anschluss dieser hochmodernen Anlage an den „Digital Shop Floor“ der Lufthansa Technik kann das Engineering bereits vom Arbeitsplatz aus sehen, wann ein Wärmetauscher fertig gereinigt ist und wieder im Triebwerk eingebaut werden kann. „Mit der neuen Anlage stellt Lufthansa Technik nicht nur seine Innovationskraft unter Beweis, sondern setzt auch einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur digital vernetzten Triebwerksinstandhaltung von morgen“, so Projektleiterin Anna Balka.

Fairings für 100. Ariane 5 aus der Schweiz

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Ende September soll die 100. Ariane 5-Mission starten. 244 Nutzlastverkleidungen lieferte Ruag Space bisher für den europäischen Industrie-Hauptauftragnehmer ArianeGroup und wird auch jene für die geplante neue Rakete Ariane 6 herstellen.

Mit bis zu 17 Metern Länge macht eine Nutzlastverkleidung (Fairing) rund ein Drittel der Gesamtlänge einer Ariane 5-Trägerrakete aus. Die Nutzlastverkleidungen für die europäische Ariane 5-Trägerrakete kommen aus der Schweiz und werden von Ruag Space in Emmen gefertigt. Die Verkleidung befindet sich auf dem oberen Teil der Rakete und besteht aus zwei Halbschalen aus Karbonfaser-Verbundwerkstoffen, die sich im All teilen. Diese Halbschalen schützen die Nutzlast – meistens Satelliten – vor Umwelteinflüssen während des Starts und des Fluges durch die Erdatmosphäre. In rund 120 km Flughöhe werden die Halbschalen in einem präzise kontrolliertem Prozess aufgeklappt und von der Rakete getrennt.

Äußeres und Inneres der Rakete von Ruag

Ruag Space liefert seit den 1970er-Jahren Nutzlastverkleidungen für europäische Trägerraketenprogramme wie Ariane und Vega und entwickelt zurzeit auch die Verkleidung für die zukünftige Ariane 6-Rakete. „Wenn man sich die Raketenstruktur anschaut, ist es das komplette obere Drittel, das in der Schweiz hergestellt wird. Damit spielt unser Land in der europäischen Raumfahrt schon eine wesentliche Rolle“, sagt Peter Guggenbach, CEO Ruag Space.

Beim geplanten Start am 25. September werden neben der Nutzlastverkleidung auch Elektronik-Produkte von Ruag Space an Bord sein: die Schweizer liefern nämlich aus ihrem schwedischen Standort auch den On-Board-Computer, sozusagen das „Gehirn“ der Rakete, sowie die Telemetrie-Antenne. Auf den Bildern die Herstellung von Ariane 5-Nutzlastverkleidungen in Emmen und der Start einer Ariane 5-Trägerrakete in Kourou (Französisch-Guyana) am 25. Juli 2018 mit vier Galileo-Satelliten an Bord.

Flughafenfest für Familien am Köln Bonn Airport

CGN zum Feiern: Am Sonntag, 07. Oktober ist wieder das Familienfest „Crazy Sunday“ am Köln Bonn Airport. Unter dem Motto „Märchen Feeling“ gibt es von 11:00 bis 16:00 Uhr auf der Besucherterrasse und in den Terminals ein abwechslungsreiches Mitmach-Programm für die ganze Familie.

Verschiedene Aktionen stehen für die kleinen Gäste auf der Besucherterrasse bereit: Die Kinder dürfen sich auf ein Treffen mit einem Einhorn freuen, und selbstverständlich gibt es ein gemeinsames Foto als Andenken. Nach spaßigen Runden auf dem Fliegenpilz-Kettenkarussell können sie sich an der Candy Bar stärken. Während die Band „Havanna Con Klasse“ mit kubanischen Rhythmen für Stimmung sorgt, genießen die Gäste Würstchen und Steaks vom Grill sowie Waffeln am Stiel an unserem Marktstand.

Fluggutscheine verlost

Spannend wird es im Laufe des Tages für die Teilnehmer des Gewinnspiels: Es werden zwei Fluggutscheine von Eurowings im Wert von je 100 Euro verlost. Auch die Terminals stehen im Zeichen des Märchen Feelings. Vielseitige Angebote sind in Restaurants, Shops und Reisebüros zu entdecken. In Terminal 1, Bereich B, tritt gleich mehrmals ein Märchenerzähler auf und bringt Klassiker der Gebrüder Grimm sowie orientalische Märchen mit. Wer möchte, lässt sich direkt gegenüber von einem Karikaturisten zeichnen.

Ihrer Kreativität können die Kinder beim märchenhaften Basteln im Terminal 2 freien Lauf lassen: Es geht um Frösche und Prinzessinnen. Wer eine Erinnerung mit nach Hause nehmen möchte, kommt zur Fotostation im Bereich des Reisemarktes in Terminal 2: Hier können sich die Besucher mit Hilfe eines Green Screens in einer Märchenwelt fotografieren lassen.

Urlaub kommt nicht zu kurz

Besucher, die am Airport das Fernweh packt und direkt ihren Urlaub buchen wollen, finden ebenfalls im Reisemarkt viele attraktive Reise-Angebote. Die ersten 200 Veranstaltungsbesucher, die eine Reise ab Köln/Bonn buchen, dürfen ihr Auto während der Urlaubsreise bis zu 2 Wochen kostenlos im Parkhaus 2 abstellen.

Mit etwas Glück wird am Crazy Sunday auch der Restaurantbesuch zum Schnäppchen: Wer mit seiner Restaurant-Rechnung am Gewinnspiel „Sie essen – wir zahlen“ teilnimmt, hat die Chance, diese vom Flughafen erstattet zu bekommen. Der Airport-Besucherservice bietet auch an diesem Sonntag nach Anmeldung im Terminal 1, Bereich B, wieder kostenlose Führungen (Personalausweis mitbringen) über das Gelände an (die Platzanzahl ist begrenzt).

Spotter müssen warten

Für Gäste der Veranstaltung ist das Parken wie immer sonntags besonders günstig: Für Ein- und Ausfahrten zwischen 08:00 und 20:00 Uhr bezahlen sie im Parkhaus 2 und 3 lediglich den Tarif von drei Euro. Für Spotter gilt eine eingeschränkte Nutzung der Besucherterrasse zum „Märchen Feeling“ Event.

  • 06. Oktober 2018: Ab 10:00 Uhr wegen Aufbauarbeiten geschlossen
  • 07. Oktober 2018: Untere Ebene von 11:00 – 16:00 Uhr geöffnet -> Barrierefreier Zugang über Aufgang 5 möglich
  • 08. Oktober 2018: Reguläre Öffnungszeiten

Erster Airbus A330-200 P2F am Köln Bonn Airport

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Viele Jahre hat er Passagiere an ihre Urlaubsziele gebracht, künftig transportiert er Obst und Gemüse aus Ägypten: Am Köln Bonn Airport landete am Sonntagnachmittag der erste kommerzielle Frachtflug des weltweit ersten Airbus A330-200, der vom Passagierflugzeug zur Fracht-Maschine umgebaut wurde.

Die ägyptische Fracht-Airline Egyptair Cargo hat das erste Flugzeug dieser Art in ihre Flotte aufgenommen und ist damit künftig dreimal wöchentlich zwischen Köln/Bonn und Kairo unterwegs. Die Maschine startet und landet immer nachmittags in Köln/Bonn. Ab Oktober erhöht die Airline die Frequenz auf fünf wöchentliche Flüge und wird neben Kairo als neues Ziel Johannesburg bedienen.

A330-200 P2F: Frachter ersetzt A300-600F

„Wir freuen uns sehr darüber, dass Egyptair Cargo dieses Flugzeug bei uns in Köln/Bonn einsetzt und ihr Engagement bei uns erhöht. Das ist ein starkes Bekenntnis zu unserem Standort und zeigt einmal mehr, welche Relevanz und wieviel Potenzial im Frachtbereich unseres Airports stecken“, sagt Johan Vanneste, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH. Der A330-200 P2F-Frachter ersetzt den zuvor von der Airline eingesetzten Airbus A300-600F. Mit 61 Tonnen Kapazität pro Flug kann der modernere und leisere Neue etwa 25 Prozent mehr Fracht transportieren als sein Vorgänger.

Airbus Helicopters: Zukunft für Offshore-Aviation

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Airbus Helicopters sieht die Versorgung von Windparks als ein weltweit wachsendes Geschäftsfeld und erwartet einen Bedarf für bis zu 1.000 Hubschraubern in den kommenden zwei Jahrzehnten. Das entspricht einem Umsatz in Höhe von rund neun Milliarden Euro.

Auf der Fachmesse WindEnergy vom 25. bis 28. September in Hamburg präsentiert das Airbus Helicopters Lösungen für Versorgung, Wartung und Crew-Transport. „Hubschrauber sind ein integraler Bestandteil jedes Logistikkonzepts für Offshore-Windanlagen“, sagt Dennis Bernitz, Head of Sales für Westeuropa. „Unsere Hubschrauber können Missionen für Windparks ganz besonders schnell, kostengünstig, sicher und umweltfreundlich erfüllen. Das Absetzen von Technikern oder medizinischem Personal mit Seilwinde in Notfällen ist mit Helikoptern auch bei hohem Seegang genauso möglich wie der tägliche Transport der Bedienungsmannschaft zwischen dem Ufer und der Anlage.“

Seekrankheit nicht im Hubschrauber

Probleme mit Seekrankheit durch hohen Wellengang treten beim Transport im Hubschrauber nicht auf. Die Wahrscheinlichkeit von Fehlern liegt bei seekranken Technikern im Vergleich zu gesunden um ein Vielfaches höher, in schweren Fällen steigt sie dramatisch. Bei wachsender Leistung der Turbinen und damit höherer Stromproduktion sind die Betreiber von Windkraftanlagen auf ein effizientes Logistiksystem mit hoher Verfügbarkeit angewiesen um Einbußen in Störfällen möglichst gering zu halten. Gleichzeitig entstehen neue Windparks in immer größerer Entfernung vom Ufer. Ein Hubschrauber kann 40 Seemeilen (ca. 74 km) in 20 Minuten zurücklegen und ist damit schneller am Einsatzort und wieder zurück am Ufer als jedes Transportschiff.

Betreiber von Windkraftanlagen sollen über eine Berechnungssimulation von Airbus Helicopters unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren wie Wetter, Lage und Anzahl der Windräder des jeweiligen Windparks das kostengünstigste und umweltfreundlichste Logistikkonzept bestimmen können, unter Einbindung von Transport- und Spezialschiffen. Die Unternehmen erwerben die nötigen Transportmittel normalerweise nicht selbst, sondern leasen die Leistungen von Betreibern. Airbus Helicopters bietet für Crewtransport, Wartungs- und Rettungseinsätze die Hubschrauber H135, H145 und die H175. In Zukunft soll auch die H160 diesen Markt bedienen. Mit ihren beiden Triebwerken und dem Vier-Achsen-Autopiloten können diese Hubschrauber von Airbus in der Luft schweben und Personen oder Güter sicher und präzise genau dort absetzen, wo sie benötigt werden.

Airbus entlässt beeindruckende A350 Ultra Long Range

Airbus hat die erste A350-900 Ultra Long Range (ULR) an den Erstkunden Singapore Airlines (SIA) ausgeliefert. Das Flugzeug mit dem weltweiten Reichweiten-Rekord wird derzeit für den Flug vorbereitet und soll noch heute von Toulouse nach Singapur starten.

Die jüngste Modellvariante der erfolgreichen A350 XWB kann im Liniendienst weiter als jedes andere Flugzeug fliegen. Sie kann ohne Zwischenlandung über 20 Stunden in der Luft bleiben und bietet eine Reichweite von maximal 9.700 nautischen Meilen. SIA hat insgesamt sieben A350-900 ULR bestellt. Die Flugzeuge verfügen über eine Zweiklassenkabine mit 67 Sitzen in der Business Class und 94 Sitzen in der Premium Economy Class.

Drei Routen über den Pazifik

Die A350 XWB zeichnet sich durch modernste aerodynamische Konstruktion mit Einsatz von Kohlefaserverbundwerkstoffen für Rumpf und Flügel sowie neuen sparsamen Triebwerken von Rolls-Royce aus. Die A350-900 ULR ist eine Weiterentwicklung der A350-900. Der Hauptunterschied gegenüber der Standardausführung besteht in einem modifizierten Kraftstoffsystem, das die Kraftstoffkapazität des Flugzeugs um 24.000 Liter auf 165.000 Liter erhöht. Die höhere Reichweite des Flugzeugs wird ohne Einbau zusätzlicher Kraftstofftanks erreicht. Darüber hinaus bietet das Flugzeug eine Reihe aerodynamischer Verbesserungen einschließlich verlängerter Winglets, die inzwischen alle heute gebauten A350-900-Jets erhalten.

SIA wird die A350-900 ULR am 11. Oktober in Dienst stellen und Nonstop-Verbindungen zwischen Singapur und New York anbieten. Mit einer durchschnittlichen Flugdauer von 18 Stunden und 45 Minuten wird diese Route die längste Linienverbindung der Welt sein. Nach New York wird SIA das Flugzeug auf zwei weiteren Nonstop-Transpazifikrouten nach Los Angeles und San Francisco einsetzen.

Komfort-Kabine für Reisen von Ultralangstrecken

Die Airspace-by-Airbus-Kabine der A350 XWB trägt zu mehr Komfort und Wohlbefinden auf Langstreckenflügen bei. Die Kabine mit optimierter Kabinendruckhöhe und höherer Luftfeuchtigkeit ist so leise wie bei keinem anderen Großraumjet. Sie bietet modernste Klimaanlagen, Temperaturregelung und Lichttechnik mit Stimmungsbeleuchtung sowie neueste In-Flight-Entertainment- und WLAN-Systeme mit umfassender Konnektivität an jedem Sitz.

„Dies ist ein stolzer Moment für Singapore Airlines und Airbus. Wir haben mit diesem hochmodernen neuen Flugzeug nicht nur unsere Partnerschaft erneut gestärkt, sondern auch die Grenzen durch Eröffnung neuer Langstreckenverbindungen erweitert“, erklärte Goh Choon Phong, CEO von Singapore Airlines. „Die A350-900 ULR wird unseren Kunden mehr Annehmlichkeiten und Komfort bieten und es uns ermöglichen, Ultralangstreckenrouten wirtschaftlich zu bedienen. Damit können wir die Wettbewerbsfähigkeit unseres Streckennetzes steigern und Singapur als wichtigen Knotenpunkt weiter ausbauen.“

Singapore Airlines ist einer der größten Abnehmer der A350 XWB-Familie. Die Airline hat insgesamt 67 A350-900 bestellt, einschließlich der sieben ULR-Modelle. Mit dem heute ausgelieferten Flugzeug betreibt SIA nun insgesamt 22 Flugzeuge der A350 XWB in ihrer Flotte.

Haustiere und Nilpferde: 10 Jahre Animal Lounge

Vor zehn Jahren hat Europas größte Tierstation am Frankfurter Flughafen erstmals ihre Gatter und Tore geöffnet. Seitdem betreibt Lufthansa Cargo eine der weltweit modernsten und größten Tierstationen an ihrem Drehkreuz und bietet tierischen Passagieren damit einen einzigartigen Service.

Das Jubiläum wurde am Dienstag im Opel-Zoo mit zahlreichen Partnern und Kunden gefeiert. „Einen besonderer Dank gilt unseren Kunden, die uns seit vielen Jahren die Treue halten“, sagte Sören Stark, Vorstand Operations und COO von Lufthansa Cargo, in Richtung der anwesenden Vertreter von Tierspeditionen.

Von Damhirsch bis Zierfisch

Über die Jahre waren bereits über eine Milliarde Tiere verschiedenster Arten zu Gast. Zu den häufigsten Besuchern zählen dabei Zierfische. Rund 80 Millionen werden hiervon jährlich gezählt. Jörg Bodenröder, Leiter Handling Specials von Lufthansa Cargo, gab einen Überblick über die Geschichte der Animal Lounge und der Entwicklung der tierischen Luftfahrt bei Lufthansa: „Viele exotische Arten sind bereits mit uns geflogen. Von der Giraffe über das Flusspferd bis zum mesopotamischen Damhirsch wurde bei Lufthansa bisher jede logistische Herausforderung zuverlässig gemeistert. Besonders in Erinnerung bleiben dabei natürlich prominente Gäste wie die beiden Pandas Meng Meng und Jiao Qing, die Chinas Staatspräsident Xi Jingping 2017 Bundeskanzlerin Angela Merkel als tierische Sonderbotschafter sandte.“

Die Frankfurt Animal Lounge vereint auf ca. 4.000 Quadratmetern Fläche sämtliche Bereiche – Handling, Tierkoordination und Veterinäre – unter einem Dach. 50 Mitarbeiter und ausgebildete Tierpfleger gewährleisten eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung. Bei der Ausstattung wurde Wert darauf gelegt, den Tieren den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen: Die gesamte Station ist mit einem trittfesten Asphaltboden ausgestattet, der angenehmer und komfortabler für Tier und Mensch ist als herkömmlicher Beton. Der gesamte Verladebereich ist wettergeschützt.

Groß- und Kleintiere – mit Bilderservice

Besonders eingerichtet ist die Animal Lounge auch für Pferde. Für die rund 2.000 Tiere jährlich stehen 42 Großtierställe mit bis zu 28 Quadratmetern am Boden sowie neue, hochwertige Pferdecontainer für den Flug zur Verfügung. Darüber hinaus kann die Frachtdivision der Lufthansa auf über 30 Jahre Erfahrung im Umgang mit den Huftieren zurückgreifen. Die Premium- Partnerschaft mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) unterstreicht die besondere Kompetenz von Lufthansa Cargo im Transport von Sport-, Zucht- und Freizeitpferden.

Zu den ständigen Gästen zählen auch Hunde und Katzen, rund 15.000 jährlich. Für sie stehen 39 Kleintierboxen bereit. Drei abgetrennte Ruhebereiche bieten dabei besondere Rückzugsmöglichkeiten für Katzen. Für Haustiere bietet Lufthansa Cargo mit „Pet Premium“ auch einen ganz besonderen Service: Sobald sich ein Schützling in der Animal Lounge in Frankfurt gemütlich gemacht hat, werden den Besitzern auf Wunsch Fotos übersendet, so dass sie sich davon überzeugen können, wie gut es ihrem Tier geht. Darüber hinaus steht jederzeit ein persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung. Sonderwünsche wie z.B. die Versorgung mit Medikamenten oder Spezialfutter können darüber hinaus ebenfalls berücksichtigt werden.

Die Tierstation beherbergt baulich voneinander getrennt die Bereiche Export, Import und Transit, wodurch jeglicher Kontakt von Export- und Importtieren vermieden werden kann. Die einzelnen Bereiche lassen sich wiederum in mehrere Sektoren unterteilen, um bei Bedarf Sicht- und Schallschutz bestimmter Tiere untereinander gewährleisten zu können. Zierfische können unter Schwarzlicht untersucht und im Notfall von Spezialisten versorgt werden. Daneben bieten 18 individuell temperierbare Klimakammern bieten Platz für unterschiedlichste weitere Tierarten. Vier spezielle Vogelvolieren stehen für gefiederte Fluggäste bereit. Und auch an Tierbegleiter ist gedacht: Für sie steht ein eigener Waschraum zur Verfügung.

Airbus startet 3D-Serie für Titanteile im A350

Airbus Helicopters hat jetzt den Startschuss für die Produktion von Bauteilen im industriellen 3D-Druck-Verfahren gegeben. Es geht um Verriegelungswellen für die Türen des Passagierflugzeugs A350.

Die Qualifizierung soll Ende 2018 erfolgen, die Serienfertigung beginnt Anfang 2019 und 2020 sollen die ersten Bauteile in der A350 mit der Seriennummer 420 in die Luft gehen. Die gedruckten Bauteile sind günstiger in der Herstellung und haben weniger Gewicht als ihre mit traditioneller Zerspanung gefertigten Ebenbilder. Damit tragen sie dazu bei, dass Airbus immer sparsamere und umweltfreundlichere Flugzeuge anbieten kann. Airbus Helicopters in Donauwörth baut als Lieferant Türen für alle Airbus-Flugzeugprogramme. Bei der Überarbeitung der Baugruppe und dem Wechsel zu dem neuen Fertigungsverfahren handelt es sich um die erste metallische 3D-Druck-Großserienfertigung im Airbus-Konzern.

Titanpulver verschmolzen – 45 Prozent leichter

Die Verriegelungswellen werden mit einem EOS M 400-4 System aus Titanpulver hergestellt. Vier Laserstrahlen schmelzen das Pulver und bauen daraus Schicht für Schicht die gewünschten Bauteile auf. Auf diese Weise lassen sich Formen erzeugen, die aus wesentlich weniger Material bestehen, damit leichter sind, aber genauso stabil wie das ursprüngliche Bauteil. Bis zu 28 Verriegelungswellen können in einem Druckvorgang hergestellt werden.

Eine gedruckte Verriegelungswelle ist um 45 Prozent leichter und um 25 Prozent günstiger in der Herstellung als ein traditionelles Bauteil. In jedem A350-Flieger kommen 16 Stück davon zum Einsatz, das bedeutet eine Einsparung von etwas über vier Kilogramm Gewicht pro Flugzeug. 2.200 Bauteile pro Jahr wird Airbus Helicopters ausliefern, wenn die Produktion voll angelaufen ist. Bereits heute bereitet Airbus Helicopters eine noch größere Baugruppe für die A350-Türen zur 3D-Druck-Fertigung vor.

Auch Komponenten für Hubschrauber sollen auf diese Weise entstehen. Denn bei Hubschraubern spielt Gewichtseinsparung natürlich ebenfalls eine große Rolle. Airbus Helicopters will noch 2018 mit der Vorbereitung für die Industrialisierung von Hubschrauberbauteilen im 3D-Druckverfahren beginnen. Auf dem Foto (v..n.r.): Andreas Stöckle, Head of Industrial Site Airbus Helicopters Donauwörth, Bruno Even, CEO Airbus Helicopters, Christian Cornille, Head of Industry Airbus Helicopters beim Start der industriellen metallischen 3D-Drucks bei Airbus Helicopters in Donauwörth.

787-9 Meilenstein für Shanghai Airlines

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Shanghai Airlines hat heute von Boeing die Einflottung ihres ersten 787-9 Dreamliner gefeiert. Die Airline will damit ihre heimischen und Langstreckenrouten aus der größten Stadt Chinas fliegen.

Dabei trägt der Dreamliner eine besondere Beschriftung mit der Zahl „100“, denn es ist das 100. Flugzeug für Shanghai Airlines, die zur China Eastern Airlines gehört. Die 787-9 hat die größte Reichweite aus der Dreamliner-Familie mit 7.635 Nautischen Meilein oder 14.140 km und kann in einer typischen Zweiklassenkonfiguration 290 Passagiere befördern. Weitere Flugzeuge des Musters will die chinesische Fluggesellschaft in den nächsten Jahren auf Routen nach Japan und Korea einsetzen.

Bundeswehr übernimmt umgebauten A321

Die Lufthansa Technik AG hat den umgebauten Airbus A321 an die Bundeswehr übergeben. Außer für militärische Missionen wird die Maschine auch für Reisen des politisch/ parlamentarischen Bereiches genutzt.

Die Beschaffung, sowie den termin- und budgetgerechten Umbau der ehemaligen Lufthansa Maschine „Neustadt an der Weinstraße“ verantwortete auf Kundenseite das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), das den Auftrag mit einem Gesamtvolumen von rund 90 Mio. Euro nach einer öffentlichen Ausschreibung Anfang 2017 an Lufthansa Technik vergeben hatte. Das Flugzeug wurde in Anwesenheit von Vizeadmiral Carsten Stawitzki, Abteilungsleiter Ausrüstung im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg), und Gabriele Korb, Präsidentin des BAAINBw übergeben.

A321 überholt und modifiziert

Der Vertrag umfasste neben dem Kauf der Maschine und der Umrüstung auch die Beschaffung von Ersatzteilen und logistischer Unterstützung zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft, sowie die Anpassung des Flugzeugs an die Anforderungen der Flugbereitschaft des BMVg.

Constanze Hufenbecher, Finanzvorstand der Lufthansa Technik: „Ich danke unseren Partnern aus dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr für ihr Vertrauen und wünsche der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) „always happy landings“ mit dieser A321. Gleichzeitig danke ich ausdrücklich unseren Mitarbeitern für ihr großes Engagement. Sie haben damit entscheidend zum erfolgreichen Abschluss dieses Projektes beigetragen.“

Der Airbus wurde in rund 18 Monaten Liegezeit zunächst vollständig grundüberholt und erhielt 180 Modifikationen. Neben der Flugzeugzelle wurden auch das Fahrwerk und die Hilfsturbine grundüberholt. Technisch gesehen befindet sich das 18 Jahre alte Flugzeug nach der Überholung in einem neuwertigen Zustand. Ein „Flight Kit“ mit ausgesuchten Ersatzteilen und Werkzeugen macht die A321 zukünftig für Flüge in entlegene Regionen autark.

Reichweite und Startgewicht für VIP erhöht

Anschließend wurde das Flugzeug mit einer VIP-Kabine und zusätzlichen Systemen, wie zum Beispiel Antennen für erweiterte Kommunikationsmöglichkeiten, ausgestattet. Zwei zusätzliche Treibstoff- und ein weiterer Wassertank vergrößern die Reichweite auf gut 5.000 km. Das Flugzeug kann bis zu 84 Passagiere befördern, davon 14 im VIP- und 70 im Delegationsbereich. Dafür wurde das zulässige Startgewicht um vier Tonnen erhöht. Zusätzlich erhielt der Airbus die entsprechende Lackierung der Mittel- und Langstreckenflotte der Flugbereitschaft BMVg.

Die neue Flugzeugkabine lehnt sich stark an die moderne und funktionale Gestaltung der bereits im Flugbetrieb befindlichen Airbus A319 und A340 der Flugbereitschaft BMVg an. Deshalb wurden ein ähnliches Layout, sowie gleiche Materialien und Oberflächen genutzt. Die Kabine ist in verschiedene Bereiche für Regierungsmitglieder und -mitarbeiter, sowie mitreisende Delegationen eingerichtet. Die Kabine ist außerdem so konzipiert, dass sich ein Teil des Delegationsbereiches in eine fliegende Krankentransportstation mit intensivmedizinischen Betreuungsmöglichkeiten (MedEvac) sowie zusätzlicher Sauerstoff- und separater Stromversorgung umrüsten lässt. So können zwei Verwundete, Unfallverletzte oder Kranke unter ärztlicher Begleitung transportiert werden.

In Kooperation mit Lufthansa Technical Training und Lufthansa Aviation Training wird aktuell darüber hinaus noch technisches und fliegendes Personal auf dieses neue Flugzeugmuster qualifiziert. Lufthansa Technik und die Bundeswehr arbeiten bereits seit langem erfolgreich im Bereich von Kabinenumbauten und Instandhaltungsarbeiten für die Flugzeuge der Flugbereitschaft BMVg zusammen. Lufthansa Technik erbringt aktuell verschiedene technische Dienstleistungen. Diese reichen vom Wartungsmanagement, über die Instandhaltung von Flugzeugen, Triebwerken und Geräten, sowie die Ersatzteilversorgung, bis zur Bereitstellung und Revision der fliegerischen und technischen Dokumentation.

Hubschrauber für die Yacht: ACH135 in Monaco

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Airbus Corporate Helicopters (ACH) Airbus tritt mit seiner Abteilung für private und Businesshubschrauber auf der 2018 Monaco Yacht Show.

Dort wird Airbus Corporate Helicopters (ACH) die neue ACH135 Helionix auf dem Dach des Monaco Yacht Club präsentieren. Die Avionik-Suite von Airbus wird mit der ACH Line Innenausstatung in dem zweimotorigen Hubschrauber ausgestellt. Das Fliegen soll mit den erneuerten Systemen in städtischen, ländlichen und seeischen Gebieten noch weiter erleichtert werden.

Funktion per Knopfdruck

Airbus spricht dabei von einer sportlich-bequemen Ausgewogenheit wie in einem SUV. Die ACH135 verleiht mit Helionix dem Piloten noch mehr Situational Awareness und einfachere Steuerung. Funktionen, die der Leihe vielleicht von Coptern kennt, sind dabei per Knopfdruck aktivierbar. Etwa eine Pause fürs Hovern oder Go-Around für ein Kreisen um die Position zum Landeplatz suchen werden hier von Piloten lobend erwähnt.

Yachten sind dabei ideale Stationen für private Hubschrauber. Ca. 300 Helikopter-fähige Yachten weltweit zählt Frederic Lemos, Leiter von Airbus Corporate Helicopters, welche durch die Funktionalität von Hubschraubern für Passagiere oder Fracht profitieren können. Die durch Helionix verbesserte Steuerbarkeit und Sicherheit selbst beim Ausfall eines der Triebwerke rücke nun auch die ACH135 in den Reigen der optimal für eine Yacht geeigneten Hubschrauber. Neben der ACH135 sind nämlich bereits die ACH145, ACH160 und ACH175 mit Helionix aus gestattet.

Spatenstich für Terminal in Thessaloniki

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Die Fraport AG und ihr griechisches Tochterunternehmen Fraport Greece haben am gestrigen 19. September einem symbolischen Spatenstich für ein neues Terminal den Ausbau des Flughafens Thessaloniki offiziell eingeläutet.

Bei der Zeremonie stellte der Konzern auch sein Konzept für ein modernes Erscheinungsbild des Flughafens in Griechenlands zweitgrößter Stadt vor. Wichtigstes Element ist dabei das neue Abfertigungsgebäude, das hier in den nächsten zwei Jahren auf einer Fläche von gut 34.000 Quadratmetern entstehen soll. Unterstrichen wurde die Bedeutung dieses für die Stadt Thessaloniki und die Gesamtregion Makedonien so wichtigen Bauprojekts durch die Anwesenheit hochrangiger Vertreter der griechischen Nationalregierung bei der Zeremonie.

Neue Ära im griechischen Luftfahrtsektor

Auch Vertreter der Lokalregierung, politischer Parteien sowie von Berufsverbänden, Handelskammern und anderer Institutionen nahmen am Spatenstich teil. Begrüßt wurden die Gäste vom Vorstandsvorsitzenden der Fraport AG, Dr. Stefan Schulte, dem Präsidenten der Copelouzos-Gruppe, Dimitris Copelouzos, sowie vom Geschäftsführer der beauftragten Baufirma Intrakat, Petros Souretis, und dem Geschäftsführer von Fraport Greece, Alexander Zinell, als Gastgeber. Fraport Greece ist als Tochterunternehmen des Fraport-Konzerns für das Management, den Ausbau und die Weiterentwicklung von insgesamt 14 griechischen Flughäfen verantwortlich.

In Thessaloniki investiert die Fraport-Tochter rund 100 Millionen Euro, um für den Flughafen der zweitgrößten Stadt des Landes eine „neue Ära“ einzuläuten, wie Geschäftsführer Zinell hervorhob. Neben einem neuen zweiten Terminal umfassen die geplanten Investitionen auch die Renovierung des vorhandenen Fluggastgebäudes (mit einer Gesamtfläche von 24.000 Quadratmetern), den Bau einer neuen Feuerwache sowie die umweltfreundliche Modernisierung der Abwasseranlage des Flughafens und deren Anschluss an das kommunale Netz.

Auch im Flug- und Terminalbetrieb sind Verbesserungen und Ausbaumaßnahmen vorgesehen. So soll die Anzahl der Check-in-Schalter um 47 Prozent erhöht und die Zahl der Sicherheitskontrollspuren verdoppelt werden. Gleichzeitig sollen 75 Prozent mehr Gepäckbänder zur Verfügung gestellt und die Zahl der Abflug-Gates um 50 Prozent gesteigert werden.

Auch bei anderen wichtigen Flugbetriebseinrichtungen sollen in Thessaloniki umfangreiche Modernisierungs­maßnahmen vorgenommen werden. Geplant sind unter anderem die Sanierung der Start- und Landebahn, eine Neuordnung des Vorfeldbereichs sowie die Einführung einer modernen Gepäckförderanlage mit Screening-System. Die von Fraport Greece für den Flughafen Thessaloniki vorgesehenen Ausbau- und Modernisierungsmaßnahmen sollen Anfang 2021 abgeschlossen sein. Dann wird der Flughafen nicht nur über eine deutlich gesteigerte Kapazität verfügen, sondern auch ein modernes Gateway und Aushängeschild für Stadt und Region sein.

Schwerpunkt der Fraport-Investition in Griechenland

Fraport-Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte hervor. „Der Bau des neuen Terminals stellt die größte Einzelinvestition dar, die wir in die Infrastruktur unserer griechischen Konzern-Flughäfen vornehmen. Wir sind davon überzeugt, dass Thessaloniki nicht nur auf eine reiche Geschichte zurückblicken kann, sondern die Region auch eine große Zukunft vor sich hat. Dabei spielt die Modernisierung des Flughafens eine wichtige Rolle.

Schritt für Schritt optimieren wir in Thessaloniki betriebliche Abläufe und Verfahren, verbessern die Infrastruktur und steigern das Angebot an Services und Flugverbindungen. Unseren Kunden wollen wir ein besseres Flughafen-Produkt mit einer deutlich gesteigerten Aufenthaltsqualität bieten. Diesem Ziel gilt unser ganzes Engagement. Gemeinsam mit unseren Partnern und allen Beteiligten packen wir die Herausforderung an – hier in Thessaloniki, aber auch an den anderen griechischen Regionalflughäfen.“

Der Geschäftsführer von Fraport Greece, Alexander Zinell, machte ebenfalls deutlich, dass das Terminal-Projekt für die Stadt Thessaloniki und die Region Makedonien – aber auch für ganz Griechenland – von herausragender Bedeutung ist: „Heute beginnt hier in Thessaloniki ein neue Ära des Wachstums für Griechenland, und man kann man sich dafür kaum einen besseren Ort vorstellen als diese historisch so bedeutsame Stadt. Thessalonikis neu entstehender Flughafen ist weit mehr als ein nur ein Bauprojekt. Fraport Greece stellt für dieses zukunftsweisende Unternehmen 100 Millionen Euro bereit, also knapp ein Viertel des für alle 14 griechischen Flughäfen vorgesehenen Gesamtinvestitions­volumens von 415 Millionen Euro. Uns geht es dabei um nicht weniger, als Thessaloniki und seinen Flughafen zu einem modernen Drehkreuz für die gesamte südöstliche Balkanregion zu machen.“

100 Jahre Lufthansa in Neuer Frankfurter Altstadt

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In diesem Jahr feiert Lufthansa das 100-jährige Bestehen des Kranichs, dem bekannten Firmensymbol der Lufthansa. Dem 100. Geburtstag ihres Wappentiers widmet Lufthansa seit Anfang des Jahres eine eigens konzipierte Ausstellung über die Design-DNA des Unternehmens.

Zur Eröffnungsfeier der Neuen Frankfurter Altstadt zieht die Lufthansa Design-Ausstellung vom Frankfurter Lufthansa Aviation Center nun in den Römer, das Rathaus der Stadt Frankfurt. In die Römerhallen lädt Lufthansa die Besucher des Frankfurter Altstadtfests zu einer Reise durch ihre Gestaltungsgeschichte ein.

Lufthansa in Neuer Frankfurter Altstadt

Die Eröffnungsfeier der Neuen Frankfurter Altstadt findet vom 28. bis 30. September statt und bietet ein umfassendes Kulturprogramm inklusive der Inszenierung „Sternenbilder – Eine Symphonie für die Frankfurter Altstadt“, eine multimediale Choreographie mit LED-Drohnen. Die Lufthansa Design-Ausstellung steuert mehr als 60 Exponate aus der 100-jährigen Geschichte des Kranichs sowie Meilensteine aus der Lufthansa Design- und Markenwelt bei.

Zahlreiche interaktive, audiovisuelle und digitale Stationen ermöglichen den Besuchern eine Lufthansa Erlebnisreise. Zusätzlich zur Ausstellung werden Lufthansa-Designer und Mitarbeiter des Lufthansa Firmenarchivs Designvorträge halten. Diese finden am Freitag, 28. September um 15:00 Uhr, sowie Samstag, 29. September, und Sonntag, 30. September, jeweils ums 11:30 und 15:00 Uhr auf der Ausstellungsfläche in den Römerhallen statt.

Studien für Europas Anteil an Mondplattform DSG

Das Gateway früher als Deep Space Gateway (DSG) oder Lunar Orbital Platform-Gateway (LOP-G) bezeichnet, ist ein Projekt der amerikanischen, russischen, kanadischen, japanischen und europäischen Raumfahrtagenturen (NASA, Roscosmos, CSA, JAXA und ESA).

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat Airbus mit zwei Studien für eine mögliche europäische Beteiligung an der zukünftigen bemannten Basis im Mondorbit beauftragt. In den nächsten 15 Monaten entwickelt Airbus in der ersten Studie ein Konzept für ein Wohn- und Forschungsmodul (Habitat, ca. 6,5 mal 4,5 Meter, Gewicht ca. neun Tonnen). In der zweiten Studie entwirft das Unternehmen ein Konzept für ein Infrastrukturelement zum Auftanken, Docken und zur Telekommunikation, das auch als Schleuse für wissenschaftliche Geräte (Esprit genannt, Größe ca. drei mal drei Meter, Gewicht ca. vier Tonnen) fungieren soll. Beide Studien werden im Zuge weitgehender europäischer Partnerschaften erarbeitet.

Mond-Satellit: Aufbau ab 2020er Jahre

Unter der Leitung der NASA für das Gesamtdesign werden weitere Elemente – wie ein zweites Habitat, eine Luftschleuse für wissenschaftliche Nutzlasten und ein Logistikmodul – durch internationale und kommerzielle Partner definiert. Die NASA plant das erste Modul – das zentrale Power Propulsion Element (PPE) – bereits Anfang der 2020er in eine Mondumlaufbahn zu starten.

„Die Erfahrungen und das Know-how der ESA und Airbus bei den Leuchtturmprojekten des Weltraumlabors Columbus, des Raumtransporters ATV und dem Europäischen Servicemodul für Orion bilden die Grundlage für die Studien“, sagte Oliver Juckenhöfel, Leiter von On-Orbit Services and Exploration bei Airbus. „Bei den nun zu entwickelnden lunaren Plattformen gehen robotische und astronautische Weltraumerforschung Hand in Hand. Europa verfügt in beiden Bereichen über eine fantastische Erfolgsbilanz, die durch diese beiden Studien eine starke europäische Rolle in der zukünftigen Erkundung des Weltraums sichern kann.“

David Parker, Direktor Human and Robotic Exploration bei der ESA, sagte: „Mit diesen Studien und weiteren Vorbereitungen möchte die ESA auch künftig im Zentrum der bemannten Weltraumerkundung stehen. Das Gateway wird der am weitesten entfernte Forschungs-Außenposten der Menschheit sein, und wir hoffen, dass Europa von den vor uns liegenden Innovationen, Entdeckungen und spannenden Erfahrungen profitieren wird.“

Das Gateway soll anders als die Internationale Raumstation (ISS) nicht durchgängig bemannt sein. Es ist geplant, dass die Mond-Plattform als Zwischenstation für bemannte Missionen zum Mond oder zum Mars dienen soll, und auf ihr eine Reihe von dafür erforderlichen Technologien und Verfahren erprobt werden sollen. Airbus wird erste Entwürfe des Gateways am 03. Oktober 2018 auf dem International Astronautical Congress (IAC) in Bremen vorstellen.

Allererste Boeing 777 ausgeflottet: Platz im Museum

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Die erste Boeing 777 war Jahrzehnte lang bei Cathay Pacific in Dienst. Nun wird das Flugzeug an ein Museum gespendet.

Der Hersteller und die Airline verkündeten nun, dass die allererste Boeing 777, eine B777-200, ans Pima Air & Space Museum in Arizona übergeben werden soll – einem der weltweit größten Schauplätze für Luft- und Raumfahrt. Das Flugzeug mit der Werksnummer WA001 und der Registrierung B-HNL flog dazu am Dienstag vom Heimathafen der Cathay Pacific in Hongkong nach Tucson in Arizona. In dem Museum wird es zu rund 350 anderen Fluggeräten stoßen.

Boeing flog die 777-200 erstmals am 12. Juni 1994 und nutzte die Maschine einige Jahre als Testflugzeug. Im Jahr 2000 ging das Flugzeug an die Cathay Pacific. Als einer der ersten Kunden für den Langstreckenjet betreibt die Fluggesellschaft heute eine der größten Triple-Seven-Flotten der Welt. Cathay Pacific konnte dabei auch schon in der Desigh-Phase der 777 mitwirken. In ihrer Flotte flog das Pionier-Flugzeug noch bis zu diesem Jahre Passagiere um die Welt.

Boeing bringt neue 777

Zu den Neuerungen zählte unter anderem ein Glascockpit und fly-by-wire-Steuerung. Boeing hat bis heute Aufträge für über 1.660 Flugzeuge der 777 erhalten, was einen außerorderntlichen Erfolg für das zweistrahlige Großraumflugzeug bedeutet.

„Die Flugzeuge 777-200 haben uns außerordentliche Dienste in den letzten beiden Jahrzehnten geleistet, und wenn wir sie nun schrittweise in den nächsten monaten ausflotten, blicken wir erwartungsvoll nach vorne und freuen uns auf die neue State-of-the-Art 777-9, die ab 2021 in unsere Flotte kommt.“ sagte Rupert Hogg, Chief Executive Officer von Cathay Pacific.

Autorotation: Pilot manövrierte Bell 206 in Wald

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Nach Angaben des Piloten wollte er den Hubschrauber Bell 206L-1 für einen am Folgetag geplanten Überführungsflug zu dem zuständigen Part-145-Instandhaltungsbetrieb auftanken. Hierzu beabsichtigte er den Hubschrauber mit einer verkürzten Platzrunde an die Tankstelle des Verkehrslandeplatzes Uetersen/Heist (EDHE) zu fliegen.

Identifikation

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 02. April 2018
  • Ort: nahe Verkehrslandeplatz Uetersen/Heist
  • Luftfahrzeug: Hubschrauber
  • Hersteller / Muster: Bell Helicopter Textron Canada (BTHC) / Bell 206L-1
  • Personenschaden: ohne Verletzte
  • Sachschaden: Luftfahrzeug schwer beschädigt
  • Drittschaden: Forstschaden

Ereignisse und weiterer Flugverlauf

Nach einer Vorflugkontrolle ohne Auffälligkeiten habe er um ca. 11:05 Uhr das Triebwerk angelassen. Er sei auf der Piste 27 als Nummer zwei, einer Cessna 172 folgend, um ca. 11:09 Uhr gestartet. Mit ca. 60 KIAS sei er der Cessna gefolgt und habe am Ende des Querabfluges ca. 300 ft GND erreicht. Im Gegenanflug, zirka auf Höhe der Schwelle der Piste 09, habe er die Leistung am Pitch erhöht, um zu Beschleunigen und zu Steigen.

Daraufhin habe das Triebwerk eine Störung, eine Art „Verschlucken“, gehabt. Der Pilot sei unmittelbar in Richtung Flugplatz gekurvt und habe den Flugleiter über Funk informiert. Dann sei das Triebwerk ausgefallen, bzw. es sei schlagartig „leise“ geworden. Daraufhin habe er eine Autorotation eingeleitet und realisiert, dass er den Flugplatz nicht mehr erreichen würde. Abb. 2 zeigt eine Darstellung des Flugverlaufs.

Über den Bäumen habe er den Hubschrauber abgefangen, den Pitchhebel voll gezogen und im letzten Moment den Hubschrauber bewusst um ca. 180° um die Hochachse gedreht, da er nicht vorwärts in die Bäume einschlagen wollte. Der Hubschrauber sei dann senkrecht aus wenigen Metern Höhe in den Baumbewuchs gefallen. Das Titelbild ziegt die Endlage des Hubschraubers in den Bäumen.

In den Bäumen hängend habe er den Drehgasgriff am Pitch geschlossen und den Fuel-Cut-Off-Schalter betätigt. Dabei habe er bemerkt, dass das Triebwerk noch Geräusche von sich gab. Da die Cockpittür auf der Pilotenseite blockiert war, verließ der Pilot unverletzt den Hubschrauber durch die zerbrochene rechte Frontscheibe. Der Hubschrauber wurde bei der Notlandung in den Wald schwer beschädigt.

Angaben zu Personen

Der 40-jährige Pilot war im Besitz der Berufspilotenlizenz für Hubschrauber (CPL(H)), erteilt vom Luftfahrt-Bundesamt gemäß Teil-FCL. In der CPL(H)-Lizenz waren die zeitlich gültigen Berechtigungen als verantwortlicher Pilot auf den Mustern Bell 206 und R44 eingetragen. Er verfügte über die Fluglehrberechtigung für einmotorige Hubschrauber sowie Flugzeuge. Außerdem war er ein vom LBA anerkannter Flugprüfer (FE PPL(H)) sowie Musterprüfer für Bell 206, R44 und HU269 (TRE(H)).

Er verfügte über ein flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis der Klasse 1 ausgestellt gemäß Teil-MED ohne Einschränkungen, gültig bis zum 31.03.2019. Nach Angaben des Piloten betrug seine Gesamtflugerfahrung 10.371 Stunden, von denen ca. 5.000 Stunden auf Hubschraubern und davon ca. 513 Stunden auf dem Muster Bell 206B/L geflogen worden seien.

Angaben zum Luftfahrzeug

Das Muster Bell 206L-1 ist ein maximal siebensitziger Hubschrauber des Herstellers Bell Helicopter Textron Canada (BTHC). Er verfügt über ein Kufenlandegestell, einen Zweiblatt-Hauptrotor und einen Heckrotor zum Drehmomentausgleich um die Hochachse. Die maximal zulässige Abflugmasse beträgt 1.837 kg. Der Hubschrauber ist mit einem Rolls-Royce 250-C28B Turbinentriebwerk ausgerüstet. Das Grundmodel Bell 206 wurde 1964 musterzugelassen. Die Mustervariante L-1 wurde 1978 zugelassen und bis 1983 produziert.

Der betroffene Hubschrauber, Baujahr 1983, hatte die Werknummer 45790 und war durch das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) zum Verkehr zugelassen. Die Betriebsleermasse betrug laut Wägebericht vom 21.04.2017 ca. 1.110 kg. Die Abflugmasse am Ereignistag, inklusive des Piloten, 20 kg Zusatzgewicht auf dem Copilotensitz und ca. 210 lbs Kraftstoff, betrug ca. 1.305 kg. Die letzte Bescheinigung über die Prüfung der Lufttüchtigkeit (ARC) wurde am 24.04.2017 ausgestellt. Das letztmalige Release to Service wurde am 11.10.2017, ca. sechs Flugstunden vor dem Ereignis, bescheinigt. Zum Zeitpunkt des Unfalls hatte der Hubschrauber eine Gesamtbetriebszeit von ca. 13.632 Stunden.

Der Hubschrauber wurde in einem beauftragten Instandhaltungsbetrieb, zertifiziert nach Part 145, lufttüchtig gehalten. Halter des Hubschraubers war ein Luftfahrtunternehmen. Der Hubschrauber war bis Mai 2017 in den USA registriert und wurde nach den Vorgaben der amerikanischen Luftfahrtbehörde (FAA) instandgehalten. Die letztmalige Annual Inspection des Hubschraubers und des Triebwerks wurde am 31.03.2017 bei einer Gesamtbetriebszeit von 13.591,1 Stunden bescheinigt. Aus den Wartungsunterlagen war nicht zu entnehmen, wann oder bei welcher Instandhaltungsmaßnahme das letzte Mal die Schraubverbindung der Kraftstoffleitung am Kraftstofffilter gelöst wurde.

Meteorologische Informationen

Entsprechend der Routinewettermeldung (METAR) von 11:20 Uhr wurden ca. fünf Minuten nach dem Unfall an dem ca. 12 nautische Meilen (NM) entfernten Verkehrsflughafen Hamburg-Fuhlsbüttel (EDDH) folgende Wetterbedingungen beobachtet: Wind aus 290 Grad mit vier kt variabel 210-020 Grad, Sicht in Bodennähe mehr als zehn km, geringe Bewölkung (FEW) in 2.800 ft, Temperatur 5 °C, Taupunkt bei -2 °C, Luftdruck (QNH) 1 011 hPa.

Funkverkehr

Der Pilot stand im Funkkontakt mit dem Flugleiter am Verkehrslandeplatz Uetersen/Heist. Der Funkverkehr wurde nicht aufgezeichnet. Der Flugleiter bestätigte der BFU gegenüber den Notruf des Piloten.

Angaben zum Flugplatz

Der Verkehrslandeplatz Uetersen/Heist (EDHE) liegt nordwestlich der Stadt Hamburg. Die Flugplatzhöhe beträgt 22 ft AMSL. Der Landeplatz verfügt über eine 1.100 Meter mal 40 Meter Graspiste mit der Ausrichtung 087°/267°. Die Piste liegt ca. mittig einer großen Grasfläche, die nördlich der Piste für den Segelflugbetrieb und südlich der Piste für das Abstellen der Flugzeuge und die Rollbewegungen genutzt wird. Die Platzrunde für motorgetriebene Flugzeuge verläuft im Süden der Piste 09/27.

Flugdatenaufzeichnung

Der Hubschrauber war nicht mit einem Flight Data Recorder (FDR) oder Cockpit Voice Recorder (CVR) ausgestattet. Diese Aufzeichnungsgeräte waren luftrechtlich nicht vorgeschrieben.

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Die Unfallstelle lag ca. 60 Meter südlich der Flugplatzstraße und ca. 450 Meter südlich der Piste 09/27 in einem bewaldeten Gebiet. Der Hubschrauber stand/hing aufrecht, leicht nach rechts geneigt, in Richtung von ca. 190°, am südlichen Rand einer Schonung mit ca. fünf Meter hohen Tannen. Abb. 3 zeigt die Unfallstelle südlich des Verkehrslandeplatzes EDHE.

Der Hubschrauber war im Wesentlichen auf der rechten Rumpfseite beschädigt. Hier wies der Rumpf mehrere Löcher auf. Die Heckrotorwelle war auf zirka mittiger Länge tordiert und getrennt. Die Hauptantriebswelle war intakt. Der Freilauf öffnete und schloss sinnrichtig. Die Hauptrotorblätter wiesen vielfache Beschädigungen im Bereich hinter der Nasenleiste bzw. dem Holmprofil auf. Die rechte Kufenspitze war vor der vorderen Quertraverse zur Rumpfmitte hin verbogen und angerissen. Der Heckausleger hatte mehrere Beulen.

Die Steuerung konnte vor Ort überprüft werden. Sie wies keine Beeinträchtigungen oder Blockaden auf. Die Ölstände des Haupt- und Heckrotorgetriebes sowie des Triebwerks befanden sich im Sollbereich. Es lief kein Öl oder Kraftstoff aus. Eine vor Ort vom Tanksumpf entnommene Kraftstoffprobe war frei von sichtbarem Schmutz und Wasser.

Nach erneutem Anschließen der Batterie konnten die Caution/Warning-Lights geprüft werden. Warnlampen für Metalspäne/Chips leuchteten nicht auf. An der Kraftstoffvorratsanzeige konnten mehr als 200 lbs abgelesen werden. Beide elektrischen Kraftstoffpumpen wurden nacheinander eingeschaltet. Die Pumpfunktion war hörbar. Nach Erreichen des jeweiligen Kraftstoffdruckes erlosch die entsprechende Warnlampe. Nachdem Kraftstoffdruck erzeugt worden war, wurde eine Leckage an der Schraubverbindung der Kraftstoffleitung vom Kraftstofffilter zur Triebwerks-Fuel-Pump festgestellt. Direkt am Filter tropfte Kraftstoff heraus. Die Schraubverbindung war nur leicht handfest. Abb. 4 zeigt die tropfende Schraubverbindung.

Am 07.04.2018 untersuchte die BFU das Triebwerk zusammen mit einem Experten des Triebwerksherstellers. Hierbei konnten äußerlich keine für eine Triebwerksstörung infrage kommenden Beschädigungen am Triebwerk festgestellt werden. Sowohl der N1- als auch der N2-Antriebsstrang konnten gedreht werden. Hierbei ergaben sich keine Hinweise auf eine Beeinträchtigung. Dem Experten fielen einzelne Schraubverbindungen und Instandhaltungsmaßnahmen auf, die unüblich waren. Es fiel weiterhin auf, dass nahezu an keiner Schraubverbindung am Triebwerk Siegellack-Rutschmarkierungen vorhanden waren. Häufig waren nur noch Reste von älteren Markierungen zu sehen.

Das Triebwerk wurde Anfang Mai für einen geplanten Testlauf auf einem Prüfstand ausgebaut. Abbildungen 5, 6 und 7 zeigen die Schraubverbindungen der Kraftstoffleitung, entsprechend den Kraftstofffilteranschluss und Triebwerkspumpenanschluss, zudem die Anschlüsse kraftstofffilterseitig, bzw. triebwerkspumpenseitig.

Am 16.04.2018 überprüfte ein Part-145-Instandhaltungsbetrieb die Schraubverbindung der Kraftstoffleitung zum Kraftstofffilter. Diese soll laut Angaben des Triebwerksherstellers mit 80 – 120 lb/in festgezogen sein. Bereits bei geringem Anzugsmoment (kleiner 40 lb/in) war die Verbindung unter maximalem Betriebsdruck (30 psi) leckagefrei.

Das Triebwerk wurde am 26.06.2018 in den USA im Beisein eines Experten des Triebwerksherstellers unter Aufsicht der Federal Aviation Administration (FAA) auf einem Triebwerkteststand überprüft. Das Triebwerk startete und lief unauffällig. Alle vom Triebwerkshersteller vorgegebenen Testlaufparameter wurden erfüllt. Für den Experten des Triebwerkherstellers ergaben sich keine Anzeichen einer anderen Ursache für die Triebwerksstörung, als die an der Unfallstelle vorgefundene gelöste Kraftstoffleitung.

Brand

Es gab keinen Hinweis auf ein Feuer im Flug.

Zusätzliche Informationen: Triebwerk M250

Nach Auskunft des Triebwerksherstellers lägen Erfahrungen über Jahrzehnte vor, dass sich die vielen ungesicherten Schraubverbindungen am Turbinentriebwerk M250 nicht durch Vibrationen lösen, solange sie mit dem herstellerseitig empfohlenen Anzugsmoment festgezogen wurden.

Nach Auskunft des Hubschrauberherstellers seien bzgl. des Musters Bell 206 keine Vorfälle mit gelösten Kraftstoffleitungen in der Safety-Datenbank gespeichert. In der Luftfahrt wird als eine grundsätzlich nützliche Maßnahme empfohlen (Good Practice): Mark installed hardware with torque seal/lacquer after it has passed torque check. The marking allows visual detection of hardware that may have loosened before it falls off. Der Untersuchungsbericht wurde an dieser Stelle summarisch abgeschlossen, d.h. ausschließlich mit Darstellung der Fakten.

Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, entsprechen Ortszeit. Quelle und Bilder, soweit nicht anders angegeben: BFU

Piloten: Ryanair-Management austauschen

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Ryanair-Tarifkommission der Vereinigung Cockpit (VC) fordert die Ryanair-Aktionäre auf, die derzeitige Unternehmensführung auszutauschen. Zur aktuellen Situation und der für morgen stattfindenden Jahreshauptversammlung bei Ryanair geben die Gewerkschafter im Namen der Ryanair-Piloten eine entsprechende Erklärung ab.

„Diese Erklärung erfolgt im Namen der Ryanair-Piloten. Wir sehen uns als loyale Gruppe von Mitarbeitern, die mit anderen Berufsgruppen am Aufbau des Unternehmens mitgewirkt hat und für den weiteren Erfolg unserer Fluggesellschaft einen wichtigen Beitrag leistet.

Führungsstil mit Einschüchterungsversuchen

Da die Ryanair-Anteilseigner in ihrer Jahreshauptversammlung zusammenkommen, um über den weiteren Unternehmenskurs neu zu sprechen, möchten wir einige Themen adressieren, die aus unserer Sicht ein besonderes Augenmerk verdienen: Das Verhältnis zwischen dem Ryanair-Management und den Beschäftigten ist aus unserer Sicht so stark beschädigt, dass es nun den weiteren Unternehmenserfolg gefährdet. Unabhängig von den Behauptungen der Geschäftsleitung, was die erstmalige Anerkennung von Gewerkschaften angeht und der angeblich verbesserten Beziehungen mit den Mitarbeitern, befürchten wir, dass das derzeitige Management seinen seit 20 Jahren gelebten Führungsstil beibehält. Ein vertrauensvoller Umgang mit den Mitarbeitern scheint dem Management unmöglich zu sein. Statt einem gedeihlichen Miteinander in einem funktionierenden Flugbetrieb, erleben wir eine Führungskultur, bei der Einschüchterungsversuche und Feindseligkeiten an der Tagesordnung sind.

Wir als Piloten, die eine maßgebliche Rolle für die weitere Zukunft des Unternehmens innehaben, haben das Vertrauen in das derzeitige Management verloren. Wir können uns vor dem Hintergrund unserer Erfahrungen bis in die jüngste Vergangenheit nicht vorstellen, wie dieses Management eine fruchtbare Sozialpartnerschaft mit uns gemeinsam gestalten kann. Das betrifft sowohl Ryanair-Vorstandsmitglieder, wie auch den Aufsichtsrat des Unternehmens. Diese Gremien haben die vielen, öffentlich bekanntgewordenen Missstände unseres Unternehmens zu verantworten.

Wir als Beschäftigtengruppe fordern die Ryanair-Aktionäre, mit denen uns der Wunsch für ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen verbindet, auf, die derzeitige Unternehmensführung auszutauschen. Ryanair benötigt kompetente Führungspersönlichkeiten, die eine Änderung der gescheiterten Personalpolitik der vergangenen Jahre vornehmen. Diese verfehlte Personalpolitik und Führungskultur hat letztlich zum vorübergehenden Zusammenbruch des Flugbetriebes im September des vergangenen Jahres geführt und verantwortet auch die vielen Streiks in ganz Europa.

Vertrauen für den Wandel

Was wir jetzt benötigen ist ein Management, dass die Zeichen der Zeit erkennt, Vertrauen gegenüber dem eigenen Personal ausstrahlt und mit diesem Personal die nachhaltige Profitabilität des Unternehmens sicherstellt, statt weiterhin gegen die eigenen Beschäftigten zu agieren. Wenn wir die jetzige Gelegenheit zum Wandel verpassen, wird es nahezu unmöglich mit den überkommenen Managementmethoden und den derzeit handelnden Akteuren den notwendigen Betriebsfrieden zu erreichen. Sowohl Beschäftigte, als auch Aktionäre würden in den nächsten Jahren einen hohen Preis zahlen, wenn wir die derzeitigen Management-Fehler fortsetzen.“

Sachsen: Ruag Space investiert für Weltraum-Elektronik

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Satelliten brauchen im All ebenso wie Autofahrer in fremder Umgebung eine Navigation. Solche Systeme werden derzeit am Ruag Space-Standort Coswig, in der Nähe von Dresden, getestet. Am Standort in Sachsen werden die Navigationsrechner unter anderem für die Umweltsatelliten „Sentinel“ der Europäischen Raumfahrtagentur ESA geprüft.

Navigationsrechner bestimmen die Position von Satelliten auf wenige Zentimeter genau und ermöglichen dadurch eine hochpräzise Auswertung der von den Satelliten aufgenommenen Messdaten. Europas größter Weltraumzulieferer Ruag Space hat dazu mit dem Aufbau von Elektronikkompetenz in Deutschland begonnen. Die Navigationsrechner wurden am Ruag Space Standort in Wien entwickelt und hergestellt und werden nun am deutschen Standort im Thermalvakuum unter Weltraumbedingungen intensiv getestet.

Kompetenzzentrum für Weltraum-Mikroelektronik

„Wir sehen eine sehr große Nachfrage nach unseren Navigationsrechnern. Daher nutzen wir nun auch unseren deutschen Standort für die Fertigstellung von Weltraumelektronik und wollen unsere Kompetenzen in Sachsen mit einem Elektronik-Zentrum ausbauen“, sagt Peter Guggenbach, CEO Ruag Space. Ruag Space ist europaweiter Marktführer bei Navigationsrechnern für Satelliten.

„Die Region Dresden ist eines der europäischen Kompetenzzentren im Bereich Mikroelektronik. Für uns ist es daher sehr attraktiv in Sachsen unsere Aktivitäten im Bereich Elektronik auszuweiten.“ Zudem bietet Sachsen besonders in Hinblick auf „New Space“ mit „Silicon Saxony“, der ansässigen Automotive-Industrie und dem akademischen Umfeld ideale Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Einzigartiges Umweltüberwachungsprogramm

Die Sentinel-Satelliten sind Teil der Copernicus-Satellitenflotte, die bis 2030 mit am Ende 20 Satelliten ein in Qualität und Quantität weltweit einzigartiges Umweltüberwachungsprogramm aufbauen soll. Die Sentinel-3-Satelliten vermessen hochgenau die Land-, Eis- und Meeresoberflächen und unterstützen die Umwelt- und Klimaüberwachung. Das Copernicus-Programm wird von der EU koordiniert und betrieben, entwickelt werden die Satelliten von der ESA.

In der Titelgrafik: Navigationsempfänger von Ruag Space bestimmen die Position von Sentinel-Satelliten des europäischen Erdbeobachtungprogramms; Ruag Space ist der führende Zulieferer für die Raumfahrt in Europa. Im Bild: Peter Guggenbach, CEO Ruag Space.

Flugzeuge durch einfache Nachrüstungen deutlich leiser

Schon heute sind neue Flugzeuge durch aerodynamische Verbesserungen und weiterentwickelte Triebwerke deutlich leiser als vor Jahren. Und die Lautstärke der Lärmquellen am Flugzeug könnte zukünftig mit nachrüstbaren Anbauten hörbar gedämpft und der Fluglärm insgesamt weiter gesenkt werden.

Spalte an den Landeklappen, Löcher an den Fahrwerken sowie der Ein- und Auslass der Triebwerke tragen aber noch immer zum typischen Flugzeuggeräusch bei. Dafür hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Partnern das Forschungsflugzeug A320 ATRA mit verschiedenen lärmmindernden Anbauten modifiziert. Vom 19. bis 21. September 2018 testen die Forscher die Lärmminderung der Nachrüstmaßnahmen bei Flugversuchen am Flughafen in Cochstedt/Sachsen-Anhalt.

Emissionen Schwerpunktthema der Luftfahrt

Während Neuentwicklung und Marktdurchdringung neuer leiserer Flugzeuge oft Jahrzehnte benötigen, bieten lärmmindernde Umbauten zusätzlich eine kurz- bis mittelfristige Perspektive. „Das Thema Fluglärm ist eines der drängendsten der Luftfahrtbranche“, sagt DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke. „Deshalb haben wir einen Schwerpunkt auf die Entwicklung fluglärmmindernder Lösungen im Programm Luftfahrtforschung des DLR gelegt. Das Projekt ‚Low Noise ATRA‘ zeigt beispielhaft, wie wir bereits mit heutigen Passagiermaschinen und den Werkzeugen der Forschung den Fluglärm weiter reduzieren können.“

Für die Flugversuche bauen die Wissenschaftler auf dem Flughafen Cochstedt zwei akustische Messsysteme auf, die vielfach überflogen werden. Die Lärmdaten vergleichen die Wissenschaftler dann mit Messungen, die bereits im Mai 2016 mit dem unmodifizierten A320 ATRA aufgezeichnet wurden. So lässt sich sehr genau nachvollziehen, welche Umbaumaßnahme, welche Lärmminderung ermöglicht. Die Modifikationen sind zunächst prototypisch mit dem Schwerpunkt Lärmminderung entwickelt worden, dabei aber auch Basis für eine spätere breite Anwendung.

Zehn Punkte für Triebwerke, Fahrwerke und Tragflächen

„Insgesamt haben wir zehn Lärmminderungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren realisiert“, berichtet Projektleiter Michael Pott-Pollenske vom DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik in Braunschweig. „Besonders von den Verkleidungen an den Fahrwerken und den neuartigen Schubdüsen an den Triebwerken erwarten wir hörbare Verbesserungen.“ Aber auch die Füllung der Spalte zwischen Tragfläche und hinteren Landeklappen und die Modifikation der Landeklappenseitenkante werden eine Rolle spielen.“

Erstmals wurde das DLR-Forschungsflugzeug A320 ATRA (Advanced Technology and Research Aircraft) im Umfang von insgesamt zehn Einzelumbauten modifiziert. Die Umbauten fanden in Eigenregie des DLR unterstützt von weiteren Partnern statt. „Es ist schon etwas Besonderes, unseren bekannten ATRA jetzt quasi als Prototypen mit so vielen neuen Bauteilen zu fliegen“, freut sich DLR-Testpilot Jens Heider auf die Herausforderung. Ergänzend haben die Forscher eine Modifikation der Position der vorderen Hochauftriebshilfen, der sogenannten Vorflügel, vorbereitet, deren Wirkung in weiteren Flugversuchen getestet werden soll.

Lärm durch Luftströmung

Neben den Geräuschen der Triebwerke ist vor allem das Umströmungsgeräusch für die Lautstärke der Flugzeuge verantwortlich. Dieses dominiert bei Anflug und Landung den Gesamtschalldruckpegel. Überall wo die Luft über Öffnungen und Spalte strömt wird es laut, einfach erfahrbar etwa durch Anblasen der Kante einer Personalausweiskarte.

Gerade im Tief- und Langsamflug bei Start und Landung ist dies ein Thema: ausgefahrene Landeklappen geben Spalte zur Tragfläche hin frei und Fahrwerke stemmen sich im Flug mit all ihren Ecken, Kanten und Öffnungen gegen die verwirbelt strömende Luft. Für die Tankdeckelöffnung unter der Tragfläche des Airbus A320 gibt es übrigens bereits eine lärmmindernde Lösung in breiter Anwendung: Vor 17 Jahren entwickelte das DLR einen kleinen Wirbelgenerator, der die lästigen Töne an der Öffnung mindert und heute serienmäßig in neuen A320-Flugzeugen montiert ist.

Breite Zusammenarbeit

Einige der neuartigen Modifikationen am A320-ATRA entstanden in Kooperation mit dem EU-Förderprojekt AFLoNext (Active Flow- Loads and Noise control on next generation wing). Die Bremsabdeckungen und die Verkleidung des unteren Hauptfahrwerks wurden gemeinsam mit dem Partner Safran Landing Systems entwickelt. Weitere Lärmminderungsmaßnahmen an Bug- und Hauptfahrwerk entstanden unter DLR-Führung im Projekt Low Noise ATRA. Die poröse Landeklappenseitenkante ist ein Produkt der Zusammenarbeit zwischen Airbus Group, Airbus Operations und dem DLR.

Eine sehr ähnliche Maßnahme wurde an allen Vorflügelseitenkanten installiert. Das Geräusch der Luftbremsen an den Tragflächen wird mit Hilfe einer sogenannten Spoiler Splitter Plate reduziert, die die Ausbreitung der Schallwellen von den Luftbremsen zum Boden mindert. Insbesondere das laute Triebwerksgeräusch beim Start soll die neue Schubdüse verringern, die gut sichtbar hinten an den Triebwerken angebracht ist. Die umfassenden Änderungen am A320 ATRA hat das DLR zudem mit diesen Partnern durchgeführt: AMAS Engineering, Deharde, Spörl, Donaris, Leichtwerk, Lufthansa Technik, SONACA und ASCO.

Im DLR haben das Systemhaus Technik und der Entwicklungsbetrieb der DLR-Einrichtung Flugexperimente wesentliche Beiträge zur Entwicklung, Herstellung und Zulassung der Lärmminderungsmaßnahmen geleistet. Die Abteilung Triebwerksakustik des DLR-Instituts für Antriebstechnik ist für die Lärmmessungen verantwortlich.

Lärmminderung auf den Bildern

Bremsabdeckungen und teilweise Verkleidung des Hauptfahrwerks: Die Bremsabdeckungen und Verkleidungen am Hauptfahrwerk gehören zu den insgesamt zehn Lärmminderungsmaßnahmen, die am ATRA realisiert wurden.

Lärmmindernde Verkleidung am Bugfahrwerk: Die Verkleidungen am Bugfahrwerk ist eine von insgesamt zehn Lärmminderungsmaßnahmen, die am ATRA realisiert wurden.

Poröse Landeklappenseitenkante zur Lärmminderung: Eine sehr ähnliche Maßnahme wurde an allen Vorflügelseitenkanten am A320 ATRA installiert.

Poröse Vorflügelseitenkante zur Lärmminderung: Alle Vorflügel am A320 ATRA haben poröse lärmmindernde Seitenkannten erhalten.

Lärmmindernde Spoiler Splitter Plate an den Tragflächen: Das Geräusch der Luftbremsen an den Tragflächen wird mit Hilfe einer sogenannten Spoiler Splitter Plate reduziert, die die Ausbreitung der Schallwellen von den Luftbremsen zum Boden mindert.

Lärmmindernde Abdeckplatten am oberen Bugfahrwerk: Die Abdeckplatten am oberen Bugfahrwerk gehören zu den insgesamt zehn Lärmminderungsmaßnahmen, die am ATRA realisiert wurden.

Lärmmindernde Schubdüse: Insbesondere das laute Triebwerksgeräusch beim Start soll die neue Schubdüse verringern.

A320 ATRA vor dem Start: Das DLR-Forschungsflugzeug A320 ATRA wurde im Rahmen des Projekts Low Noise ATRA mit umfangreichen Anbauten zur Lärmminderung ausgestattet.

NAV Portugal mischt bei COOPANS mit

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Nach Abschluss der mehrmonatigen Kandidatenphase wurde NAV Portugal jetzt offiziell als sechstes Mitglied in die COOPANS Allianz aufgenommen.

Die europaweit erfolgreiche COOPANS-Allianz (COOperation between ANS Providers), in der neben Austro Control auch die Flugsicherungen aus Schweden, Irland, Dänemark, Kroatien und jetzt auch Portugal vertreten sind, forciert die Harmonisierung und Vereinheitlichung europäischer Flugsicherungssysteme im Sinne von Single European Sky.

NAV Portugal: COOPANS wertvolle Allianz

Als wesentliche Vorteile sieht NAV Portugal die Implementierung eines gemeinsamen Flugsicherungsbetriebssystems und die gemeinsame strategische Ausrichtung im europäischen Umfeld. Neben den technologischen und verfahrenstechnischen Herausforderungen will sich die portugiesische Flugsicherung auch für den künftig zu erwartenden starken und schwer planbaren Verkehrsanstieg rüsten. „Wir sind fest davon überzeugt, dass die Aufnahme in die COOPANS Alliance einen sehr positiven technologischen, operativen und wirtschaftlichen Einfluss auf NAV Portugal haben wird „unterstrich Jorge Ponce de Leão, Präsident von NAV Portugal.

Mit dem COOPANS Flugsicherungssystem „TopSky“, das aktuell in fünf verschiedenen Lufträumen und in sieben Flugverkehrskontrollzentralen zum Einsatz kommt, trägt COOPANS auch ganz wesentlich zur Umsetzung der im Rahmen von Single European Sky vorgegebenen Ziele wie die Harmonisierung europäischer ATM-Systeme und einer Einsparung der Kosten von 30 Prozent bei. Auf dem Foto Jean-Marc Alias, VP Air Traffic Management Thales; Thomas Hoffmann, COO Austro Control und Chairman des COOPANS Alliance Board und Jorge Ponce de Leao, Präsident NAV Portugal.