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Klimafaktor Ruß aus Triebwerken macht wärmende Wolken

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Weniger Rußpartikel im Abgasstrahl der Flugzeuge verringern die Eiskristallbildung und damit die Klimawirkung der resultierenden Kondensstreifen-Zirren. Eine Halbierung der sich im Kondensstreifen bildenden Eiskristalle wiederum schmälere die klimawärmende Wirkung der Kondensstreifenzirren um 20 Prozent, so das DLR.

Flugzeugtriebwerke stoßen Rußpartikel aus. Diese wirken als Kondensationskeime für kleine unterkühlte Wassertropfen, die sofort zu Eiskristallen gefrieren und als Kondensstreifen am Himmel sichtbar werden. Deren Halbierung klappt bei 80 Prozent weniger Eiskristallen. Dies zeigt eine Studie des DLR (Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt). „In unseren theoretischen Abschätzungen konnten wir feststellen, dass es einer starken Einschränkung der Rußemissionen bedarf, um wirkungsvoll die Klimawirkung von Kondensstreifen zu verringern“, sagt Dr. Ulrike Burkhardt vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre in Oberpfaffenhofen.

Zirren so schädlich wie Luftfahrtgeschichte

„Es lohnt sich an rußarmen Triebwerken und alternativen Kraftstoffen zu forschen, um der Klimawirkung des Luftverkehrs entgegenzuwirken, denn Kondensstreifen-Zirren haben heute eine ähnlich große Klimawirkung wie alle über mehr als 100 Jahre in der Atmosphäre gesammelten Kohlendioxid-Emissionen des Luftverkehrs zusammen.“

Die Eiskristalle der Kondensstreifen können bei feucht-kalten Bedingungen in Höhen von etwa acht bis 12 Kilometern mehrere Stunden bestehen und hohe Wolken, sogenannte Kondensstreifen-Zirren bilden. Diese Wolken können je nach Sonnenstand und Untergrund lokal eine wärmende oder kühlende Wirkung entfalten, wobei Forschungsarbeiten zeigen, dass global die wärmende Wirkung überwiegt. Das Auftreten dieser Wolken ist zeitlich und räumlich äußerst variabel, so dass einige wenige Kondensstreifen-Zirren-Ausbrüche für einen großen Teil der wärmenden Wirkung verantwortlich sind.

Kondensstreifen mit Klimaeffekt

„Anhand unserer theoretischen Modellrechnungen konnten wir sehen, wie weniger Eiskristalle aufgrund von reduzierten Rußpartikelanzahlen einerseits die optische Dicke der Kondensstreifen-Zirren reduzieren und andererseits auch deren Lebensdauer verringern“, erklärt Burkhardt. „Insgesamt ergeben sich damit geringere Bedeckungsgrade durch kondensstreifeninduzierte Wolken und eine geringere Klimawirkung. Eine Reduktion der emittierten Rußpartikel ist während großer Kondensstreifen-Zirren-Ausbrüche besonders wirksam.“

Entscheidend für die Verringerung der Rußemissionen im Luftverkehr ist das Zusammenspiel von Kraftstoffauswahl und Verbrennung im Triebwerk. Neue Triebwerkstechnologien ermöglichen beispielsweise durch die Verbrennung bei höheren Temperaturen auch bei konventionellen Kraftstoffen, die Rußemissionen zu senken.

Intensiv wird an der Verringerung von Rußemissionen durch alternative Treibstoffe mit geringerem Anteil an zyklischen Kohlenwasserstoffen geforscht, die einen wesentlichen Anteil bei der Rußbildung im Verbrennungsprozess haben. So führten DLR und NASA im Januar 2018 gemeinsame Forschungsflüge auch über Deutschland durch, um den Einfluss verschiedener Treibstoffmischungen auf die Rußemissionen und die einhergehende Eiskristallbildung zu untersuchen. Die Forscher erhoffen sich anhand der Daten der Forschungsflüge die nun theoretisch abgeschätzte Verringerung der Eiskristallbildung durch weniger Ruß auch praktisch zu belegen und im Detail nachzuweisen. Die Ergebnisse werden für den Sommer 2019 erwartet.

Zirren aus Kondensstreifen in Bildern

Kondensstreifen-Zirren am Himmel: Flugzeugtriebwerke stoßen Rußpartikel aus. Diese wirken als Kondensationskeime für kleine unterkühlte Wassertropfen, die sofort zu Eiskristallen gefrieren und als Kondensstreifen am Himmel sichtbar werden.

Reduzierte Klimawirkung von Kondensstreifen-Zirren: Reduktion der wärmenden Wirkung von Kondensstreifenzirren (in mWm-2) aufgrund einer Verringerung der Eiskristallbildung in Kondensstreifen um 80 Prozent. Schraffierte Gebiete zeigen statistisch signifikante Änderungen bei Verwendung eines 95 Prozentigen Signifikanz-Levels.

IHK bescheinigt BER passende Anbindung

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Die laut Studie notwendigen Verkehrsmaßnahmen decken sich im Wesentlichen mit den Einschätzungen der Flughafengesellschaft.

Dazu gehören die Weiterführung der Jürgen-Schumann-Allee, neue Autobahnanschlussstellen und Knotenpunktausbauten, der Bau der Transversale „Hubertus – Waltersdorf“ sowie die Verlängerung der U-Bahn U7. Die Flughafengesellschaft begrüßt die heute erschienene „Verkehrs- und Engpassanalyse Flughafen und Flughafenumfeldanbindung“ der IHK Cottbus.

Parkplätze am BER ausreichend, Schiene punktet

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Der Flughafen ist der Wachstumsmotor einer dynamischen Region. Die IHK-Studie benennt wichtige Straßenbaumaßnahmen und die U-Bahn-Verlängerung, damit die prosperierende Flughafenregion auch in Zukunft verkehrlich gut funktioniert. Mit dem Bahnhof unter dem Fluggastterminal und einer ausreichenden Anzahl von Parkplätzen hat die Flughafengesellschaft ihre Vorkehrungen getroffen, um den Flughafenverkehr aufnehmen zu können. Insbesondere die gute Schienenanbindung des BER wird nachhaltig dafür sorgen, dass der Straßenverkehr sich nicht wegen des Flughafens zum Problem entwickelt.“

Zusammen mit der Gemeinde Schönefeld hat die Flughafengesellschaft bereits im November 2018 gemeinsame Pläne zur Weiterentwicklung des Flughafenumfeldes vorgestellt. Sie umfassen eine Reihe von Maßnahmen zur verkehrlichen Infrastruktur im Umfeld des künftigen Hauptstadtflughafen BER auf der Grundlage der Flächenplanung der Gemeinde Schönefeld sowie des Masterplans BER 2040 der Flughafengesellschaft.

Airline mit King Air 350 neu im BARIG

APG Airlines ist neues Mitglied im Board of Airline Representatives in Germany e.V. (BARIG) mit über 120 deutschen und internationalen Fluggesellschaften.

Das französische Unternehmen mit Sitz in Paris und Heimatbasis in Toulouse (Flughafen Blagnac) bietet Linienflüge zwischen Toulouse und Lorient sowie darüber hinaus gehende individuelle Business-Charterflüge inklusive VIP-Services an. Die Flüge werden mit einer King Air 350i des Flugzeugherstellers Beech Aircraft bedient.

Spzialisierte Fluggesellschaft vernetzt sich

BARIG Generalsekretär Michael Hoppe: „Wir freuen uns sehr über den Beitritt der spezialisierten APG Airlines mit ihrem individuellen Geschäftsmodell im Bereich der Geschäftsreisen. Mit Hahn Air aus Deutschland und nun auch APG Airlines aus Frankreich, sind zwei erfolgreiche Spezialisten des Luftfahrtgeschäftes Teil unseres Verbandes, die das Know-how in der Community mit fundiertem Hintergrund und Erfahrung.“

„BARIG setzt sich auf den verschiedensten Ebenen für die zukunftsgewandte und zielgerichtete Weiterentwicklung des Luftverkehrs in Deutschland wie auch auf europäischer Ebene ein. Zugleich ist der Verband eine schlagkräftige Interessenvertretung der Fluggesellschaften“, so Sandrine de Saint Sauveur, Präsidentin und CEO bei APG Airlines.

Boeing lässt autonomes Taxi elektrisch fliegen

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Boeing hat ein autonomes Passenger Air Vehicle (PAV) zum ersten Mal fliegen lassen. Der Prototyp des Flugtaxis hob in Manassas, Virginia, ab.

Das Flugtaxi soll einmal selbststandig starten, eine Flugroute ausführen und landen. Für das Team Boeing NeXt wurde das PAV von Aurora Flight Sciences, der Abteilung, welche die Mobilität innerhalb von Städten der Zukunft für den Flugzeugbauer voranbringen will, entwickelt. Das Gefährt startet und landet senkrecht und wird dabei auch noch rein elektrisch angetrieben (electric Vertical TakeOff and Landing (eVTOL), und soll in der Zukunft nach Bedarf Personen über den Luftweg von A nach B transportieren. Auch andere Entwickler arbeiten an ähnlichen Konzepten für Flugtaxis.

eVTOL fliegt noch Flügel

Bei dem Flug vollführte der PAV-Prototyp einen kontrollierten Start, Schwebeflug und Landung. Die Konstruktion weist auch Tragflächen auf, mit denen energiesparendere Streckenflüge zurückgelegt werden können. Diese waren noch nicht Teil des Jungfernfluges, ebenso wie die Übergänge vom vertikalen Antrieb zum Vorwärtsflug. Dieser Übergang stellt laut Boeing die herausforderndste Aufgabe für die Ingenieure bei einem Hochgeschwindigkeits-VTOL dar. Auch saß erst einmal nur ein Dummy in der Kabine.

Vom Konzept bis zum Erstflug eines Prototyps brauchte Boeing ein Jahr. Angetrieben wird der Prototyp elektrisch. Bei einer Größe von achteinhalb Metern soll das Flugtaxi 50 Meilen bzw. 80.47 km zurücklegen können. Boeing NeXt arbeitet auch an einer elektrischen Frachtdrohne (Cargo Air Vehicle, CAV), die 227 kg Last transportieren können soll. Eine Aufgabe wird aber noch sein, in Zusammenarbeit mit den Zulassungsbehörden diese Luftfahrzeuge sicher in den Luftraum zu integrieren. Auch daran arbeite Boeing bereits.

Airbus Helicopters: Markt 2018 schwächelt

Airbus Helicopters hat 2018 insgesamt 356 Hubschrauber ausgeliefert und Bruttobestellungen über 413 Hubschrauber (Netto: 381) verzeichnet. 2017 waren noch 409 Hubschrauber ausgeliefert worden bei 350 Bruttobestellungen).

Damit behauptete das Unternehmen seine Führung im zivilen und halbstaatlichen Markt und stärkte seine Position im militärischen Sektor dank der Erfolge in internationalen Ausschreibungen. Im Auftragseingang enthalten sind 148 Bestellungen für leichte zweimotorige Hubschrauber der H135/H145-Familie sowie 15 Bestellungen für die neu entwickelte H160. Bis Ende 2018 hatte sich der Auftragsbestand auf 717 Hubschrauber erhöht. Nettobestellungen und der Auftragsbestand des Gesamtjahres 2018 entsprechen der vertraglichen Situation.

Hubschraubermarkt stagniert

„Unsere Geschäftsentwicklung 2018 zeigt, dass wir als Unternehmen die nötige Widerstandsfähigkeit entwickelt haben, um in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld auf Kurs zu bleiben“, sagte Bruno Even, CEO von Airbus Helicopters. „Obwohl der zivile und halbstaatliche Markt weltweit auf niedrigem Niveau stagniert, konnten wir unsere globale Führungsposition halten… Im militärischen Segment haben wir durch erstklassige Lösungen wichtige Aufträge von bedeutenden Streitkräften auf der ganzen Welt erhalten und somit unseren Marktanteil ausgebaut. Diese positiven Trends ermöglichen uns, in die Zukunft zu investieren und unsere Transformation voranzutreiben. Innovation und Kundenloyalität sind und bleiben dabei unsere zentralen Werte.“

2018 lieferte Airbus Helicopters die ersten von 100 H135 für China in Qingdao aus, wo eine eigene Endmontagelinie den wachsenden Bedarf des chinesischen Marktes für zivile und halbstaatliche Hubschrauber bedienen wird. Zudem wurden die ersten H175 in der Public-Services-Variante an den Government Flying Service von Hong Kong übergeben.

Militarisierung der H225

Ein erfolgreiches Jahr war 2018 auch für die Super-Puma-Familie, die in wichtigen militärischen Kampagnen ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen konnte. Mit umgenutzten H225-Hubschraubern – ehemals im Öl- und Gasmarkt im Einsatz – konnten neue Kunden im zivilen und halbstaatlichen Markt gewonnen werden. 2018 war auch für den NH90 ein gutes Jahr. Katar bestellte 28 Maschinen dieses Typs, Spanien 23 im Rahmen einer Nachbestellung.

Zu den wesentlichen Programm-Meilensteinen, die 2018 erreicht wurden, gehören die Power-On- und Bodentests des Technologie-Demonstrators für den CityAirbus, ein elektrisch betriebenes, senkrecht startendes und landendes Luftfahrzeug (eVTOL). Der Erstflug des Technologie-Demonstrators ist für Anfang 2019 geplant. Die erste H160 in Serienversion begann 2018 mit Testflügen, und die Hubschrauberdrohne VSR700 absolvierte als Demonstrator Ende 2018 erste unbemannte Flüge.

OneWeb: erster Satellit der Megakonstellation

OneWeb Satellites, ein Joint Venture von Airbus und OneWeb, hat jetzt die ersten Satelliten für die OneWeb-Konstellation ausgeliefert.

Die Satelliten wurden in der Produktion von OneWeb Satellites am Standort von Airbus Defence and Space in Toulouse gefertigt und die ersten sechs gingen bereits auf die Reise nach Kourou. Dort soll am 19. Februar 2019 der erste Start der Megakonstellation an Bord einer Sojus-Rakete erfolgen – der Beginn einer langen Serie.

Mit dieser Satellitengeneration schlägt OneWeb Satellites ein neues Kapitel einer Geschichte auf, die vor drei Jahren ihren Anfang genommen hat. „Unser Team wird die Raumfahrtindustrie grundlegend verändern – und wir können unsere Versprechen halten“, sagte Tony Gingiss, CEO von OneWeb Satellites. Das Gemeinschaftsunternehmen will sich nun darauf konzentrieren, die Produktion der kompletten Satellitenkonstellation im neuen Werk in Florida hochzufahreen.

OneWeb: Satelliten vom Fließband

OneWeb ist ein global tätiges Telekommunikationsunternehmen und will die gesamte Welt über Satellit mit kostengünstigem Internetzugang versorgen. Der erste Auftrag umfasst die Fertigung von extrem leistungsstarken Telekommunikationssatelliten. In der Fertigung von OneWeb Satellites in Toulouse werden die Produktionsmethoden zunächst validiert, die zur Herstellung von Satelliten in einem bisher weltweit unerreichten Produktionsumfang erforderlich sind. Zunächst ist von 900 Satelliten die Rede, welche die Megakonstellation bilden.

Zudem werden hier potenzielle Risiken gemindert und die Grundlagen für das größere Werk von OneWeb Satellites mit mehreren Fertigungslinien gelegt, das nahe dem Kennedy Space Center in Florida angesiedelt ist. Die rund 150 Kilogramm schweren Satelliten werden auf fast polaren, niedrigen Erdumlaufbahnen in einer Höhe von 1.200 Kilometern positioniert.

Sicherheitskonferenz fürs All: Wohin den Weltraummüll?

Mit dem Start von Sputnik 1 begann 1957 die praktische Raumfahrt und damit nicht nur ein Kapitel des menschlichen Fortschritts, sondern leider auch die der Vermüllung der Erdumlaufbahnen. Heute stellt der starke Anstieg der Trümmerteile durch zunehmende Starts, Explosionen von alten Satelliten und Oberstufen im All ein ernstes Problem dar.

Allein die Teile über zehn Zentimeter Größe umfassen circa 18.800 Objekte. Vom 22. bis zum 24. Januar 2019 lädt daher die Europäische Weltraumorganisation ESA nach Darmstadt zur Weltraumsicherheitskonferenz. Eines der prominenten Themen: Der wachsende Weltraummüll und die Beobachtung der Trümmerteile. Die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) rät deshalb zu einem nachhaltigeren Umgang mit dem Weltraum.

Was tun mit Schrott im Weltraum?

Funktionsunfähige Satelliten sollten nach Ende des operationellen Betriebs aus der Umlaufbahn entfernt werden, ehe sie auseinanderfallen oder mit anderen kollidieren. Die Raumfahrtagenturen und -nationen sind zwar sehr an der Lösung des Problems interessiert, doch die Bewältigung des gegenwärtigen Mülls übersteigt die Kapazität eines einzelnen Akteurs. Daher wird die internationale Zusammenarbeit beim Thema Weltraummüll unerlässlich sein.

„Betreiben wir weiter Raumfahrt wie bisher, könnte dies für die ferne Zukunft bedeuten, dass katastrophale Kollisionen zum dominierenden Effekt bei der Entstehung von Trümmern werden. Bereits jetzt müssen wir damit rechnen, dass es auf den für uns sehr wichtigen Erdbeobachtungsumlaufbahnen zu einer solchen Instabilität kommen kann“, erklärt Dr. Carsten Wiedemann, Leiter des DGLR-Fachausschusses „Weltraummüll – Erfassung und Analyse“. Die Anzahl der Trümmer und Kollisionen ist auf den niedrigen Erdumlaufbahnen am höchsten. Insbesondere die Bahnhöhen zwischen 800 und 900 Kilometern weisen die höchste Trümmerdichte auf.

Katastrophale Kollisionen mit Dominoeffekt

Das Risiko durch den Weltraummüll wird durch die hohen Kollisionsgeschwindigkeiten verursacht, die auf niedrigen Erdumlaufbahnen auftreten können. Diese liegen in einer Größenordnung von zehn Kilometern pro Sekunde. Bei so hohen Geschwindigkeiten kann ein wenige Zentimeter großes Objekt einen Satelliten vollständig zerstören. Ab einer Größe von etwa zehn Zentimetern setzt das Objekt bei einem Einschlag so viel kinetische Energie frei, dass es ein Raumfahrzeug vollkommen zertrümmern kann. In diesem Fall spricht man von einer „katastrophalen Kollision“. Die dabei freigesetzten Trümmerstücke können weitere Kollisionen verursachen und stellen dadurch ein besonderes Risiko dar. Es kann zu einem kaskadenartigen Kollisions-Kettenreaktionseffekt kommen, was auch als „Kessler-Syndrom“ bezeichnet wird.

Der zweite Ort mit einer großen Anzahl von Trümmerteilen befindet sich auf der geostationären Umlaufbahn in circa 36.000 Kilometer Höhe über dem Äquator. Hier ist vor allem der Verbleib der immer mehr werdenden Teile ein Problem. Raumfahrzeuge und Trümmerstücke, die auf dieser hohen Umlaufbahn zurückgelassen werden, bleiben dauerhaft in dieser Region und werden nicht durch natürliche Kräfte wie die Luftreibung beeinflusst, die in niedrigeren Orbits zum Absinken der Teile führt.

Wie beim irdischen Müll: Am besten vermeiden

Derzeit deuten alle Simulationsrechnungen darauf hin, dass vor allem in 800 Kilometer Höhe die Trümmerzahl in den nächsten Jahrzehnten ansteigen wird. Einerseits häufen sich die Objekte in diesen Bahnen weiter an, da weiterhin neue Satelliten und Raketen-Oberstufen mit dem Ziel 800-Kilometer-Orbit gestartet werden. Werden diese Raumfahrzeuge am Ende ihres Betriebs nicht zum Wiedereintritt gebracht, können sie für Jahrhunderte auf diesen Umlaufbahnen verbleiben. Andererseits ist damit zu rechnen, dass es zunehmend zu Kollisionen dieser Objekte untereinander kommen wird.

Vor diesem Hintergrund ist die Umsetzung von Weltraummüll-Vermeidungsmaßnahmen (Mitigation) und in einigen Fällen auch von Aufräummaßnahmen (Remediation) sehr wichtig. „Weitere Trümmer darf es schlichtweg nicht mehr geben“, so Holger Krag, DGLR-Mitglied und Leiter des ESA-Büros für Raumfahrtrückstände. Da die häufigste Ursache von Fragmentationen die an Bord befindlichen Energiequellen sind, sind das Ablassen von Treibstoffresten, das Entlasten von Druckbehältern sowie die Entladung von Batterien besonders wichtig.

Kontrollierter Absturz – Was wird mit Megakonstellationen?

Ein weiterer Schritt besteht darin, Masse aus den 800-Kilometer-Bahnen zu entfernen. Aus Sicht der Weltraummüll-Forschung ist es am sinnvollsten, ein kontrolliertes Wiedereintrittsmanöver über einem möglichst dünn besiedelten Gebiet der Erde einzuleiten. Zumindest sollte die Umlaufbahn am Ende der operationellen Lebenszeit so weit abgesenkt werden, dass Raumfahrzeuge spätestens nach 25 Jahren selbstständig in die Atmosphäre eintreten und größtenteils verglühen. Darüber hinaus kann es in Einzelfällen sinnvoll sein, ausgewählte Hochrisikoobjekte durch Bergungsmissionen (Active Debris Removal) aus dem Weltraum zu entfernen. Dazu müssen zunächst Kosten und Risiken abgewogen werden.

Zu den besonderen Herausforderungen zählen in Zukunft die sogenannten Megakonstellationen. Wenn mehrere dieser Konstellationen gleichzeitig im Weltraum betrieben werden, führt dies zu einem drastischen Anstieg der Objektzahlen. „Es ist aber durchaus denkbar, dass bei einer sehr restriktiven Anwendung der bereits bestehenden Regeln zur Vermeidung von Weltraummüll solche Konstellationen stabil betrieben werden können. Solange diese Objekte noch einer Steuerung unterliegen und keiner der Satelliten ausfällt, ist das Problem der Trümmervermehrung theoretisch kontrollierbar“, so Holger Krag.

Lufthansa und Hopper: KI zur Vorhersage von Buchungen

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Die Lufthansa Group und der Lufthansa Innovation Hub gehen eine Forschungsallianz mit dem kanadischen Unternehmen Hopper zum Thema Künstliche Intelligenz ein und besiegeln damit ihr drittes Tech-Investment innerhalb eines Jahres nach den Beteiligungen an den Startups Fleet Logistics und cargo.one.

Das 2007 in Montréal gegründete Unternehmen Hopper betreibt eine der weltweit innovativsten Reisebuchungsapplikationen für mobile Endgeräte. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz sagt die proprietäre Technologie Preisentwicklungen von Flügen und Hotels präzise vorher und bietet ihren Nutzern personalisierte Empfehlungen zum optimalen Buchungszeitpunkt sowie alternativen Reiseangeboten.

Mit dem Forschungsprojekt, in das die Lufthansa Group einen Millionenbetrag investiert, etablieren die beiden Unternehmen eine langfristige Kooperation zu Methoden für datengetriebene Vorhersagen der Nachfrage von Flügen. Zusätzlich sollen Hypothesen zu individuellen Kundenbedürfnissen bei Umsteigeverbindungen sowie mögliche Empfehlungen von Zusatzangeboten validiert werden.

Hopper Vorreiter bei Künstlicher Intelligenz

„Hopper betreibt eine der erfolgreichsten Apps für Flugbuchungen weltweit und hat eine einzigartige, KI-basierte Technologie aufgebaut. Mit der gemeinsamen Forschungsallianz bauen wir als Lufthansa Group unser Knowhow in diesem Bereich weiter aus. So können wir unseren Kunden zukünftig noch besser datenbasiert maßgeschneiderte Angebote unterbreiten. Das ist eines der zentralen Ziele, die wir in unserer Digitalstrategie für das Jahr 2019 definiert haben,“ erklärt Christian Langer, Vice President Digital Strategy, Lufthansa Group (rechts im Bild).

Durch die Partnerschaft mit der Lufthansa Group realisiert Hopper wiederum seine technologische Weiterentwicklung sowie den Ausbau der weltweiten Marktpräsenz, die Hopper im Rahmen seiner im Oktober 2018 abgeschlossenen Finanzierungsrunde in Höhe von 100 Millionen US-Dollar angekündigt hat.

„Wir sind begeistert, die Lufthansa Group und den Lufthansa Innovation Hub als Partner für unsere Expansion nach Europa an Bord zu haben“, erklärt Frederic Lalonde, CEO von Hopper. „Die Kombination aus lokaler Marktkenntnis von Lufthansa und dem gemeinsamen Ziel das Machbare im Bereich Künstlicher Intelligenz auszuloten, ermöglicht eine ideale Partnerschaft. Mit vereinten Kräften wollen wir global das beste Produkt für das Buchen von Reisen entwickeln.“

Europa-Rollout von Hopper mit Lufthansa

Die strategische Partnerschaft mit Hopper wurde vom Lufthansa Innovation Hub, der Innovations- und Digitalisierungseinheit der Lufthansa Group, initiiert und verhandelt. Neben der Kooperation im Kontext Künstlicher Intelligenz wird Hopper für die Expansion in den europäischen Markt eng mit dem Lufthansa Innovation Hub zusammenarbeiten. Dieser wird die Entwicklung mit strategischem Input zu marktspezifischen Kundenbedürfnissen sowie seinem Netzwerk zu Akteuren der europäischen Reise- und Mobilitätsszene begleiten.

„Wir freuen uns sehr eine tiefgehende Partnerschaft zwischen der Lufthansa Group und einem der weltweit innovativsten Travel-Tech-Spieler zu starten. Wir werden in den nächsten Monaten die Zusammenarbeit mit den Revenue-Management- und Distributions-Experten der Lufthansa Group begleiten. Zudem sind wir überzeugt, mit unserem Berliner Team greifbar zur Europa-Expansion von Hopper beitragen zu können“ erklärt Gleb Tritus, Managing Director des Lufthansa Innovation Hubs (links im Bild). Der Europa-Rollout von Hopper soll Mitte 2019 anlaufen.

Airbus: Quantencomputing für Flugzeuge gesucht

Airbus hat einen globalen Wettbewerb im Bereich Quantencomputing ausgerufen und lädt Experten dazu ein, Lösungen zur komplexen Optimierung und Modellierung des gesamten Flugzeuglebenszyklus unter Einsatz neu verfügbarer Rechenkapazitäten vorzuschlagen und zu entwickeln.

Ziel der Airbus Quantum Computing Challenge (AQCC) ist es, die Forschung aus dem Labor in die Praxis zu bringen und die neu verfügbaren Rechenkapazitäten auf konkrete Fälle aus der Industrie anzuwenden. Während herkömmliche Computer immer mehr an ihre Grenzen stoßen, ermöglichen Quantencomputer Rechenleistungen in völlig neuer Dimension. Als aktiver Anwender von High Performance Computing (HPC) erweitert Airbus bereits die derzeitigen Rechenkapazitäten durch Integration und Nutzung von Quantentechnologien in Bereichen wie Routenoptimierung und Satellitenaufnahmen.

Quantencomputer für komplexe Probleme

Mit diesem Wettbewerb sucht Airbus nach weiteren Lösungen, die Quantentechnologien durch den Austausch von internen und externen Fachkenntnissen, Daten und Kompetenzen hervorbringen können. Fünf konkrete Herausforderungen wurden im Bereich Flugphysik ermittelt, die sich auf alle Aspekte des Airbus-Geschäfts auswirken – von der Konstruktion über den Betrieb bis zu den Einnahmequellen der Fluggesellschaften. Die Aufgabenstellungen weisen einen unterschiedlichen Komplexitätsgrad auf. Es geht um die Bereiche

  • Steigflugoptimierung
  • Computaitional Fluid Dynamics
  • Quanten-Neuronale Netzwerke zur Lösung von Differentialgleichungen
  • Design für den Flügelkasten und
  • Optimierung der Beladung von Flugzeugen

Am Wettbewerb können graduierte Studierende, Doktoranden, Wissenschaftler, Forscher, Startup-Unternehmen und Experten aus dem Bereich Quantencomputing teilnehmen. Einzelpersonen oder Teams treten gegeneinander an, um Zugang zur Hardware zu erhalten und ihre Ideen in Zusammenarbeit mit Airbus-Branchenexperten bis zur Marktreife zu entwickeln. Der Wettbewerb AQCC wird während des gesamten Jahres 2019 stattfinden. Weitere Informationen zu Inhalt, Anmeldung und Teilnahme finden Sie hier.

C295 Transportflugzeug für Elfenbeinküste

Das Verteidigungsministerium der Republik Elfenbeinküste (Côte d’Ivoire) hat eine Festbestellung über ein mittelschweres C295-Transportflugzeug unterzeichnet.

Mit dem neuen Auftrag wird die Côte d’Ivoire das 28. Land, das die C295 einsetzt. Airbus Defence and Space hat bisher 91 Flugzeuge an 17 afrikanische Nationen verkauft, darunter auch etwa Kanada. In den Staaten Nord- und Westafrikas wächst die C295-Flotte kontinuierlich. Ägypten, Algerien, Ghana und Mali haben bisher 35 C295 geordert.

C295 zeigt Leistung in heißem Klima

Mit ihrer hervorragenden Leistungsbilanz unter heißen und widrigen Bedingungen sowie ihren günstigen Wartungs- und Betriebskosten wird die in der Transportversion georderte Maschine die Fähigkeiten der Streitkräfte des Landes erweitern. Bernhard Brenner, Leiter von Marketing & Sales bei Airbus Defence and Space sagte: „Die C295 hat ihre überlegene Leistungsfähigkeit unter den außergewöhnlich harten Betriebsbedingungen im subsaharischen Afrika bereits unter Beweis gestellt. Das Flugzeug wird dem Land ganz neue Möglichkeiten eröffnen, und wir sind sehr stolz, einen neuen Betreiber in unserer C295-Familie begrüßen zu können.“ Das Bild zeigt eine französische C295.

Thermoplastik aus dem 3D-Drucker: Fertigung in ISS

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OHB System hat mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA einen Vertrag zur Entwicklung eines 3D-Druckerprototyps geschlossen. Mit diesem Drucker sollen sich große Bauteile aus thermoplastischen Hochleistungskunststoffen fertigen lassen.

Zudem soll dieser die Anforderungen zur Nutzung an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) erfüllen. OHB leitet ein Konsortium mit drei weiteren europäischen Partnern. Es handelt sich hierbei um das deutsche Raumfahrtunternehmen Sonaca Space GmbH, BEEVERYCREATIVE, ein 3D-Druck-Unternehmen aus Portugal, und das Athlone Institute of Technology aus der Republik Irland. Das Projekt nennt sich IMPERIAL

3D-Drucker für Raumstation qualifizieren

Das Ziel des Projektes IMPERIAL ist es, einen voll funktionsfähigen Drucker zu entwickeln, zu fertigen und zu qualifizieren, der unter Verwendung technischer Thermoplasten die Anforderungen für die additive Fertigung an Bord der ISS erfüllt und den 3D-Druck großer Bauteile ermöglicht. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Druckers müssen mehrere Funktionsteile ausgewählt, gedruckt und geprüft werden. Mit den gedruckten Teilen soll die Leistungsfähigkeit der Fertigung unter Weltraumbedingungen demonstriert werden. Daraus ergeben sich neue Wartungs- und Lebenserhaltungsstrategien in der astronautischen Raumfahrt.

Der Systemanbieter OHB System AG gehört zum börsennotierten Technologiekonzern OHB SE und hat zwei Standorte in Bremen und Oberpfaffenhofen bei München für Systeme zur Astronautischen Raumfahrt, Luftaufklärung und Prozessleittechnik. Die Abteilung Astronautische Raumfahrt bei der OHB System AG arbeitet seit über drei Jahren intensiv an Lösungen für die Anwendung von 3D-Druckverfahren unter Weltraumbedingungen und gemeinsam mit der ESA an den entsprechenden technologischen Lösungen.

3D-Druck für Stationen im All

Dazu gehört insbesondere die aktuelle Studie URBAN zur Konzeptionierung einer Mondbasis, für deren Aufbau und Betrieb 3D-Druckverfahren zum Einsatz kommen sollen. Ein weiteres Projekt ist das Projekt MELT zum Einsatz der additiven Fertigungstechnologie unter Weltraumbedingungen. Beide Projekte konnten bisher die Vorteile der additiven Fertigung, wie beispielsweise die große Vielfalt an Designmöglichkeiten, nachweisen.

SMBC Großkunde für A320neo

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SMBC Aviation Capital hat 65 zusätzliche Single-Aisle-Jets der A320neo-Familie bestellt (50 A320neo und 15 A321neo) und seinen Auftragsbestandbestand damit auf 181 Flugzeuge dieser Typenreihe erhöht. Der Vertrag sieht desweiteren eine Umwandlung einer bestehenden Bestellung über 15 A320neo auf 15 größere A321neo vor.

Das Geschäft wurde noch 2018 abgeschlossen und war somit in der Anzahl der Airbus-Bestellungen zum Jahresende enthalten. Die Gesamtzahl der vom Flugzeugleasingunternehmen SMBC Aviation Capital bestellten Exemplare dieses größten Mitglieds der Single-Aisle-Familie steigt damit auf 30 Flugzeuge. Die A321neo zeichnet sich durch sehr niedrige Sitzmeilenkosten, größere Reichweite und eine breitere Kabine aus. Fluggesellschaften können ihre Streckennetze so flexibel ausbauen und auf neuen, längeren Routen auch mit Single-Aisle-Flugzeugen Widebody-Kabinenprodukte anbieten.

Airbus: Leasing hat erheblichen Anteil

„Die Nachfrage nach Flugzeugen neuester Technologie ist stark, sowohl bei unseren Bestandskunden als auch bei Neukunden. Deshalb haben wir uns zur heutigen Nachbestellung entschieden. Die Fluggesellschaften suchen im aktuellen Umfeld nach treibstoffeffizienteren Flugzeugen. Unser Auftragsbuch ist so gestaltet, dass wir diese Anforderungen in Zukunft sehr gut erfüllen können. Wir pflegen eine starke Beziehung mit Airbus und freuen uns darauf, unsere Kunden bis weit in die Zukunft gemeinsam zu beliefern“, sagte Peter Barrett, CEO von SMBC Aviation Capital.

Die Bestellung von 65 Flugzeugen folgt auf einen Auftrag über sechs A320 im März 2018. SMBC Aviation Capital hat damit 2018 insgesamt 71 Flugzeuge der A320neo-Familie bestellt. 2018 machte der Direktleasingmarkt bei Airbus über 30 Prozent der 800 Auslieferungen weltweit aus – genau so viel wie Europa, Nord- und Südamerika zusammen, wie Christian Scherer, Chief Commercial Officer von Airbus, erläuterte.

DLR-Studie: Verkehr muss sich für 2-Grad-Ziel ändern

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Kern einer Studie des DLR sind zwei Szenarien, die beschreiben, welche Entwicklungspfade bei Technologie, Infrastruktur und Energieverbrauch bis zum Jahr 2050 geeignet sind, um die globale Erwärmung auf 2,0 beziehungsweise 1,5 Grad zu beschränken.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat diese Studie gemeinsam mit der Technischen Universität Sydney und der Universität Melbourne im Auftrag der Leonardo DiCaprio Foundation angefertigt um herauszufinden, welche Entwicklungen notwendig sind, um die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Dieses Ziel entspricht dem internationalen Übereinkommen bei der Pariser Weltklimakonferenz 2015.

Energieverbrauch muss sich grundlegend ändern

„Um dieses Ziel zu erreichen, müssen sich Energieverbrauch und Energieversorgung grundlegend ändern. Wir gehen in beiden Szenarien davon aus, dass erneuerbare Energien massiv ausgebaut werden, es deutliche Effizienzsteigerungen gibt und im Wärme- und Mobilitätsbereich verstärkt Strom sowie synthetische Kraftstoffe zum Einsatz kommen“, fasst DLR-Forscher Dr. Thomas Pregger zusammen. Die Abteilung Energiesystemanalyse des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik modellierte für die Studie die kompletten Energiesysteme für zehn Weltregionen.

Die Studie geht von heute verfügbaren Technologien aus. Entsprechend der Zielsetzung wurden Optionen mit großen Unsicherheiten in Bezug auf gesellschaftliche, wirtschaftliche oder umweltbezogene Konsequenzen, wie Kernkraft, Geo-Engineering oder das Abscheiden (Sequestrieren) und Speichern von Kohlenstoffdioxid (CCS, carbon capture und storage) nicht berücksichtigt.

Energie: Weniger Verbrauch, mehr Effizienz, Regenerative

Was den Energiesektor betrifft, setzen beide Szenarien voraus, dass der Verbrauch in den Industrieländern – entgegen dem globalen Trend – bis 2050 um über 40 Prozent gesenkt und in den sich entwickelnden Ländern langfristig begrenzt werden kann. Neben zahlreichen technischen und strukturellen Verbesserungen erfordern beide Szenarien auch Änderungen im Verbraucherverhalten sowie bei den Investitionsstrategien. Die schnelle Umsetzung von Effizienzmaßnahmen ist vor allem aufgrund der heutigen Nutzung fossiler Energieträger ein wesentlicher Faktor: Nur so lassen sich die in der Studie angenommenen maximalen CO2-Emissionsbudgets (bezogen auf den Zeitraum 2015 bis 2050) von 590 Gigatonnen (2,0 Grad) beziehungsweise 450 Gigatonnen (1,5 Grad) einhalten.

Wind- und Solarenergie tragen in beiden Szenarien erheblich zur Energieversorgung bei. Gleiches gilt für die Nutzung von Biomasse für die Kraft-Wärme-Kopplung und Biokraftstoffe sowie für Fernwärme unter Einbeziehung von solaren, geothermischen und Umweltwärmepotenzialen. Welche erneuerbaren Energien zum Einsatz kommen, hängt von den regionalen Bedingungen und Potenzialen ab.

Fossile Einsparung, aber Kosten für Infrastruktur

Investitionen für die Stromerzeugung belaufen sich im Zeitraum von 2015 bis 2050 auf insgesamt rund 50.000 Milliarden US-Dollar, circa 30.000 Milliarden US-Dollar mehr im Vergleich zu einem konventionellen Referenzszenario. Diese Summe beinhaltet höhere Kraftwerksleistungen zur Deckung des zusätzlichen Strombedarfs infolge der Elektrifizierung der Sektoren Wärme und Verkehr sowie zur Erzeugung von synthetischen Energieträgern aus Strom.

Da weniger fossile Brennstoffe notwendig sind, können rund 90 Prozent der zusätzlichen Investitionen durch geringere Ausgaben für Brennstoffe ausgeglichen werden. Diese Zahlen berücksichtigen nicht den Infrastrukturbedarf für Netzausbau, Speicher und andere Flexibilisierungsmaßnahmen.

Problem Passagierverkehr – Neue Kraftstoffe

Einen wesentlichen Anteil am CO2-Ausstoß hat weltweit auch der Verkehr. Mit der weiteren Industrialisierung auf der Welt wird der Individualverkehr steigen, aber auch der besonders energieintensive Flugverkehr. Und so nennen die Forscher auch hier Veränderungen, die einzuleiten wären. „Eine schnelle Elektrifizierung ist vor allem im bodengebundenen Personen- und Güterverkehr auf der Straße notwendig, um die 1,5- und 2,0-Grad-Szenarien zu realisieren. Damit verbunden ist ein massiver Ausbau der Batterieproduktion und darüber hinaus die Schaffung von Produktions- und Distributionsanlagen für strombasierte flüssige und gasförmige Kraftstoffe. Weitere wichtige untersuchte Maßnahmen sind die Verlagerung von Straßen- und Flugverkehr auf die Schiene soweit wie möglich und eine Begrenzung des Wachstums im Passagier- und Güterverkehr in den Industrieländern„, beschreibt Johannes Pagenkopf, DLR-Wissenschaftler in der Abteilung Fahrzeugsysteme und Technologieentwicklung des DLR-Instituts für Fahrzeugkonzepte. Dort wurde für die Studie eine detaillierte Modellierung der zukünftigen Mobilität und des daraus resultierenden Energiebedarfs entwickelt.

Beide Szenarien gehen davon aus, dass im Jahr 2050 rund 60 Prozent aller Busse und schweren Lastkraftwagen batterieelektrisch und circa 20 Prozent mit Brennstoffzellen angetrieben werden. Die Motoren der restlichen Busse und Lastkraftwagen werden mit synthetischen oder biogenen Kraftstoffen betrieben. Für die weltweite PKW-Flotte nimmt die Studie an, dass im Jahr 2050 etwa neun von zehn Fahrzeugen mit Strom oder Wasserstoff unterwegs sind. Im Vergleich zum 2,0-Grad-Szenario ist im 1,5-Grad-Szenario eine noch frühere und schnellere Elektrifizierung besonders in den Industrieländern erforderlich. Langfristig werden in beiden Szenarien synthetische Kraftstoffe eine wichtige Rolle für die Klimaneutralität haben, vor allem im Luft- und Schiffsverkehr.

Optionen für Politik und Gesellschaft

Szenarien sind keine Vorhersagen, sondern Werkzeuge, die eine denkbare Zukunft beschreiben, betonen die Forscher. Mit ihnen erhalten Entscheider in Politik und Gesellschaft einen umfassenden Überblick zu möglichen Entwicklungspfaden, Alternativen und deren Konsequenzen. Denn die Gestaltung der politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auf nationaler wie globaler Ebene ist eine der entscheidenden Herausforderungen, um erfolgreichen Klimaschutz zu verwirklichen.

„Bei der Entwicklung dieser beiden Szenarien hat sich deutlich abgezeichnet, dass uns jetzt kaum mehr ein zeitlicher Puffer bleibt“, stellt Dr. Sven Teske von der Technischen Universität Sydney fest, der die Studie federführend betreut hat. „Vor allem im 1,5-Grad-Szenario müssen die erneuerbaren Energien so schnell wie möglich und ohne weitere Verzögerungen ausgebaut und fossile Energieträger weitgehend ersetzt werden. Jedes Jahr ohne signifikante Emissionsreduktion auf globaler Ebene reduziert die Chance drastisch, die globale Erwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen“, so Teske weiter.

Das Satellitenbild zeigt Stürme über den Philippinen. Das DLR war an einer Studie für Leonardo Di Caprio Foundation: „Wie lässt sich Klimawandel begrenzen?“ beteiligt, um notwendige Entwicklungen zu formulieren, damit die globale Erwärmung auf zwei Grad Celsius oder weniger zu begrenzt werden kann.

Flughafenfeuerwehr beim Katastrophenalarm

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Über das Landratsamt Freising kam der Hilferuf auch zur Feuerwehr des Münchner Flughafens – acht Mann vom Airport machten sich auf den Weg.

Katastrophenalarm in Traunstein wegen der immensen Schneemengen in der Stadt. Jede helfende Hand wurde gebraucht, um die Dächer zu räumen. Schneewehen und Eisschollen hingen über die Dächer der Sparkasse in der Altstadt, des Amtsgerichtes, einer Schule, einer Turnhalle und einer Kirche. Die Aufgabe bestand darin, zusammen mit anderen Einsatzkräften die Dächer abzuräumen, damit niemand durch herunterfallenden Schnee verletzt werden kann.

Flughafenfeuerwehr kennt sich mit Schnee aus

Für die exponierten Einsatzorte wurde die Flughafenfeuerwehr gebraucht, weil die eingesetzten Kräfte über eine spezielle Ausbildung für die dort erforderlichen Sicherungsmaßnahmen verfügen. Auf dem Foto: Kurze Verschnaufpause der Flughafenfeuerwehr, die tatkräftig beim Schneeräumen hilft (v.l.): Hans Nagl, Florian Greckl und Wolfgang Langgartner beim Einsatz auf dem Dach der Traunsteiner Sparkasse.

Westjet empfängt ersten Dreamliner – Dublin als Ziel

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Boeing hat heute den ersten von zehn Langstreckenjets 787 Dreamliner an WestJet ausgeliefert. Damit kann die Airline ihre Expansionsstrategie auf globaler Ebene beginnen.

WestJet betreibt eine Reihe von Boeing-Flugzeugen mit Einzelgang, also für die Mittelstrecke. Mit dem 787-9 Dreamliner sollen jetzt auch neue Internationale Routen bedient werden. Es ist der Beginn eines neuen Kapitels für die Airline, so Ed Sims, Präsident und CEO der im kanadischen Calgary beheimateten WestJet. Im Frühling soll dieser Dreamliner zum ersten Mal überhaupt einen Direktflug von Calgary nach Dublin bedienen. Auch von Calgary nach London Gatwick und Paris soll die 787-9, es ist das Modell mit der größten Reichweite von 7.635 Nautischen Meilen (14.140 km), fliegen.

Fliegen und Reisen ganz modern

Für WestJet wird die Boeing 787-9 320 Passagiere in drei Klassen aufnehmen. In der Business Class kommen dabei zum ersten Mal bei WestJet komplett ausflachbare Sitze zum Einsatz. Mit den Dreamlinern baut die Fluggesellschaft auch das Digitalleistungen von Boeing, dem AnalytX, aus. Darunter fallen ein „Airplane Health Management“ zur Überwachung der Flotte mit vorausschauender Teileüberwachung und eine Echtzeitmonitoring für die Mechaniker, was Wartungsprozesse beschleunigt.

LHT und FADEC Alliance kooperieren 25 Jahre für LEAP

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FADEC Alliance hat mit Lufthansa Technik einen Vertrag über die weltweite Bereitstellung von Services für LEAP-Triebwerke von FADEC (Full Authority Digital Engine Control – Digitale Motorsteuerung) mit einer Laufzeit von 25 Jahren unterzeichnet.

Der LEAP-Motor ist ein Turbofan mit hohem Nebenstromverhältnis, der von CFM International hergestellt wird, einem 50/50 Gemeinschaftsunternehmen von GE und Safran Aircraft Engines. Mit Verträgen über die Betreuung, den Verleih und den Austausch von Komponenten für ihre Kunden weltweit werden die beiden Unternehmen der kommerziellen Luftfahrtindustrie eine breite Auswahl an Asset-Management-Leistungen anbieten.

FADEC-Reparatur in Hamburg

Die Vereinbarung umfasst Asset Management und Logistik sowie Wartung, Reparatur und Überholung. Lufthansa Technik wird einen weltweiten Pool mit Tauschgeräten (Line Replaceable Units – LRU) verwalten, um ihre Verfügbarkeit für Airline-Kunden sowohl der Lufthansa Technik als auch der FADEC Alliance, einem Gemeinschaftsunternehmen von GE Aviation und FADEC International, sicherzustellen. Darüber hinaus wird Lufthansa Technik in Hamburg eine zertifizierte Reparaturstation für die FADEC des LEAP-Motors einrichten. FADEC Alliance wird technische Unterstützung aus ihrem Instandhaltungsnetz in Massy, Frankreich, und Fort Wayne, Indiana, bereitstellen.

„Lufthansa Technik ist ein Weltmarktführer in den Bereichen Asset-Management und Instandhaltungsleistungen für Fluggesellschaften“, sagte Steven McCullough, Geschäftsführer der FADEC Alliance. „Die globale Präsenz des Unternehmens sorgt für eine hervorragende Kundenbetreuung. In Kombination mit der strategischen technischen Expertise der FADEC Alliance für die Steuerungseinheiten von LEAP-Triebwerken ist dieser Vertrag ein Gewinn für Fluggesellschaften auf der ganzen Welt.“

Teile als Terminware im Triebwerksgeschäft

„Die einzigartigen Produkte der FADEC Alliance sind essentiell für Flugzeugbetreiber und die termingerechte Verfügbarkeit von Ersatzteilen ist von äußerster Wichtigkeit“, sagte Burkhard Pfefferle-Tolkiehn, Leiter des Geschäftsbereiches Komponentenversorgung der Lufthansa Technik in der Region Asien-Pazifik. „Wir sind stolz darauf, bei der Instandhaltung und dem Asset Management mit der FADEC Alliance zusammenzuarbeiten. Gemeinsam werden wir den Flugbetrieb unserer Kunden optimal unterstützen.“

LEAP-Triebwerke mit FADEC-Steuerung kommen an der Boeing 737 MAX und dem Airbus A320neo sowie der chinesischen COMAC 919-Familie zum Einsatz. Das FADEC-System – bestehend aus den digitalen Computern zur Steuerung (Engine Control Units) und einem Druckmesssystem (Pressure Subsystem) – steuert alle Aspekte der Triebwerksleistung, wie zum Beispiel den Kraftstoffdurchfluss und die variable Triebwerksgeometrie. Beide Vertragspartner werden den Pool nutzen, um ihre Kunden durch Verleih und Austausch von LEAP FADEC-Einheiten zu unterstützen – resultierend in einer hohen Verfügbarkeit und leistungsstarken Asset Services und damit maximaler Wirtschaftlichkeit für Fluggesellschaften. Auf dem Foto: Die Vertragsunterzeichnung mit Vertretern von BAE Systems, GE, Safran und Lufthansa Technik.

Zusätzlicher Luftverkehr um Davos und Zürich zum WEF

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Vom 22. bis 25. Januar 2019 findet in Davos das alljährliche Weltwirtschaftsforum (WEF) statt. Während dieser Zeit ist am Flughafen Zürich mit zusätzlichen Flugbewegungen zu rechnen, die sich im Umfang der vergangenen Jahre bewegen.

Während der vier Tage des WEF reisen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik aus aller Welt an, von denen auch dieses Jahr viele über den Flughafen Zürich kommen. Deshalb ist bereits ab Anfang der kommenden Woche mit zusätzlichen Flugbewegungen zu rechnen. Diese umfassen kleine Business-Jets, aber auch grössere und kleinere Staatsmaschinen sowie verschiedene Helikopter-Flüge. Gesamthaft bewegen sich die zusätzlichen Starts und Landungen während der WEF-Woche im Umfang der letzten Jahre. Im Vergleich zu einem Durchschnittstag verzeichnete der Flughafen Zürich 2018 täglich rund 130 zusätzliche Flugbewegungen.

Begrenzte Anzahl der Standplätze

Für bereits angemeldete Delegationen stehen reservierte Standplätze zur Verfügung, die je nach Größe des Flugzeuges zugeteilt werden. Die Maschinen der weiteren WEF-Besucher erhalten auch dieses Jahr Zeitfenster von je maximal zwei Stunden für das Ein- und Ausladen. Danach müssen sie den Flughafen Zürich verlassen und auf einen Flughafen ihrer Wahl ausweichen. Der Flugplatz Dübendorf wird auch dieses Jahr von zahlreichen Maschinen direkt angeflogen. Wie schon in den letzten Jahren sind dort Direktabfertigungen möglich. Dies wird jedoch kaum Auswirkungen auf die zusätzlichen Flugbewegungen am Flughafen Zürich haben.

Mehr Lärm durch Hubschrauber

In den Tagen vor, während und nach dem WEF werden sich vermehrte Helikoptertransporte und damit erhöhte Lärmemissionen nicht vermeiden lassen. Nachdem Davos nahe der österreichischen Grenze liegt, erging seitens der Schweiz das Ersuchen, den Luftraum in Österreich abzusichern. Dazu wurde ein Flugbeschränkungsgebiet über Teilen Vorarlbergs und Tirols eingerichtet. Mehr als 1.100 Soldatinnen und Soldaten sowie 23 Luftfahrzeuge, 12 Flächenflugzeuge und 11 Hubschrauber sorgen für die Sicherheit der Veranstaltung und schützen die örtliche Bevölkerung vor Gefahren aus der Luft.

Dazu zählen unter anderem Patrouillenflüge zur Überwachung, Flüge zur Identifizierung von Luftraumverletzungen, Transporte sowie die „Cross-Border Operation“ (Nacheile) mit der Schweiz. Die „Nacheile“ stellt bei grenznahen Luftraumverletzungen die lückenlose Beobachtung und Begleitung von Luftfahrzeugen sicher, die sich nicht im Einklang mit den internationalen Luftfahrtrichtlinien verhalten. Möglich sind diese Verfolgungsflüge durch die gegenseitige Erteilung von Einfluggenehmigungen. Ab 01. Februar 2019 ist das Abkommen zwischen der Republik Österreich und der Schweizerischen Eidgenossenschaft bezüglich der Zusammenarbeit im Bereich der grenzüberschreitenden Sicherung des Luftraums gegen nichtmilitärische Bedrohungen aus der Luft vollinhaltlich in Kraft.

Zuschauerterrasse B länger geöffnet

Für Spotter und Interessierte stehen die regulären Besucherangebote am und um den Flughafen Zürich zur Verfügung – etwa der Spotter-Platz beim Heligrill auf der Westseite des Flughafens Zürich oder die Zuschauerterrasse B. Diese hat während des WEF länger geöffnet, von Montag, 21. Januar 2019 bis Samstag 26. Januar 2019 täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr (statt von 10:00 bis 17:00 Uhr).

28 neue Flugzeuge von Boeing für United Airlines

United Airlines bestellt bei Boeing noch einmal 24 Flugzeuge der 737 MAX und vier weitere 777-300ER (Extended Range). Die Fluggesellschaft war noch nicht genannt worden, als die Flugzeugbestellungen beim Hersteller aufgeführt wurden.

United Airlines hat ihren Sitz in Chicago ist einer von über 100 Kunden für die neuen Flugzeugmuster der 737 MAX-Generation. Diese Flugzeuge verbrauchen 14 Prozent weniger Treibstoff gegenüber heutigen Flugzeugen. Neben Verbesserungen bei der Flugzeugstruktur und modernen Flügelspitzen für eine bessere Aerodynamik spielen hier die neuen Triebwerke von CFM International, die LEAP-1B, eine entscheidende Rolle.

Boeing unterstützt Flugzeuge

Mit der 777-300ER nimmt die US-Fluggesellschaft Nachschlag beim zuverlässigsten zweistrahligen Verkehrsflugzeug, mit einer Zuverlässigkeit von 99,5 Prozent. 7.930 Seemeilen (14.685 km) fliegt diese reichweitenverlängerte 777-Version und fasst dabei 386 Passgiere in einer Dreiklassenkonfiguration. United nimmt auch Dienstleistungen von in Anspruch, um ihre Flotte im Flugbetrieb zu halten. Mit Boeing Global kommt auch das Tool Boeing AnalytX zum Einsatz und auch das digitale Flughandbuch, Electronic Flight Bag (EFB), soll für mehr Effizienz sorgen.

Wenn Prinz, Bauer und Jungfrau zum Papst fliegen

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Großes Staunen bei den Passagieren gestern auf dem EW-Flug 887 von Rom nach Köln: Das leibhaftige Kölner Dreigestirn mit Prinz Marc I., Bauer Markus und Jungfrau Catherina in vollem Ornat. Dies für eine zweitägige Pilgerreise nach Rom und als Höhepunkt eine Audienz bei Papst Franziskus im Vatikan.

Eingefädelt hatte die erfolgreiche Mission drei Männer nur wenige Tage nach ihrer Proklamation der ebenfalls mitteisende Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki dank seinem kurzen Draht zum Heiligen Stuhl. Eskortiert wurden die höchsten kölschen Jecken von den Vorstandsmitgliedern des Festkommitees Kölner Karneval. Da kamen sie also in Rom an Bord – strahlend und beflügelt vom päpstlichen Segen.

Und die ganze Eurowings-Crew war natürlich perfekt vorbereitet: Kapitän Jan Will begrüßte die Jecken standesgemäß mit Kölner Karnevalsschal und schwor mit seiner Ansage mal eben den kompletten Flieger auf die Kölsche Tradition ein. An Bord dann Interviews, Statements, Fototermine – die mitreisenden Kölner Medien ließen dem Dreigestirn keine ruhige Minute. Der ganz persönliche Höhepunkt für die Eurowings-Crew: Ein offizieller Orden – jedem Crewmitglied persönlich um den Hals gehängt vom Festkommitee-Chef Christoph Kuckelkorn höchstpersönlich. Dann die Landung in Köln: Später erfolgte die Landung mit Rückenwind aus dem Vatikan sogar überpünktlich.

Passagerekord am Köln Bonn Airport mit trübem Ausblick

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Der Köln Bonn Airport hat das Jahr 2018 mit gemischten Gefühlen beendet. Zwar erreichte der Flughafen mit 12,96 Millionen Passagieren in einem Jahr wieder einen neuen Passagerekord. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet die neue Zahl ein Plus von fünf Prozent. Auch im Frachtbereich ist das Jahr erfolgreich zu Ende gegangen: 860.000 Tonnen Waren und Güter wurden umgeschlagen, ein Plus von zwei Prozent.

Doch die Freude über den Passagerekord wird getrübt durch die Erwartungen an das neue Jahr: 2019 rechnet der Köln Bonn Airport mit deutlichen Einbußen bei den Passagierzahlen. „Das vergangene Jahr war eine echte Herausforderung für die deutsche Luftverkehrsbranche. Wir sind froh, das Jahr dennoch mit einem so guten Ergebnis abgeschlossen zu haben. Zahlreiche Verspätungen und Flugausfälle im Sommer haben sich auch auf uns ausgewirkt. Zudem hat die heiße Witterung unseren Mitarbeitern alles abverlangt. Deshalb gilt unser Dank ausdrücklich allen Mitarbeitern, die trotz der schwierigen Rahmenbedingungen die guten Ergebnisse überhaupt erst möglich gemacht haben“, sagt Johan Vanneste, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH.

Wachstumstreiber waren im vergangenen Jahr etwa easyJet, die im Sommer mit einer hochfrequenten Berlin-Verbindung nach Köln/Bonn zurückkehrte, sowie Eurowings mit Aufstockungen auf den Strecken nach Berlin, München und Palma de Mallorca. Auch Ryanair trug mit 8 neuen Sommerzielen zu den positiven Zahlen bei. Gleiches galt für Condor, Laudamotion und Pegasus mit hohem Engagement im Sommerflugplan.

Mit Eurowings gehen auch Zubringer verloren

Bereits gegen Ende des Jahres machte sich aber der erste Dämpfer bemerkbar – im November und Dezember sanken die Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahr. Bis zu fünf Prozent weniger Fluggäste reisten in diesen beiden Monaten über Köln/Bonn. Grund für die sinkende Passagierzahl sind vor allem der Verlust der Eurowings-Langstrecke und damit einhergehend geringere Zahlen von Zubringerflügen sowie Airline-Konsolidierungen, die nur zum Teil kompensiert werden können. Eurowings war in Köln an den Start gegangen, hat sich dann aber auf Düsseldorf konzentriert.

„Der Einbruch am Ende des vergangenen Jahres gibt bereits einen Vorgeschmack auf das, was uns in den kommenden 12 Monaten erwartet. Uns steht ein schwieriges Jahr bevor – der Flughafen rechnet in 2019 mit etwa einer Million weniger Reisenden als 2018“, sagt Johan Vanneste. Damit werden etwa acht Prozent weniger Passagiere in Köln/Bonn starten oder landen als in 2018.

Airport erwartet 2019 Verlust

Das werde sich auch negativ auf das Wirtschaftsergebnis im kommenden Jahr auswirken: Für 2019 wird ein Verlust in Höhe von rund 20 Millionen prognostiziert. „Wir haben nun die verantwortungsvolle Aufgabe, dafür zu sorgen, dass der Flughafen wieder profitabel wachsen kann. Dafür haben wir bereits im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Aufsichtsrat eine Strategie entwickelt“, sagt Vanneste. Bereits 2020 soll wieder ein positives Betriebsergebnis erzielt werden.

„Um dies zu schaffen, führen wir derzeit Gespräche mit dem Betriebsrat und den Gewerkschaften über verschiedene Maßnahmen, die dringend nötig sind, um die Basis für eine nachhaltige positive Entwicklung des Flughafens zu legen. Wir verfügen über hervorragend qualifizierte und hochmotivierte Mitarbeiter. Wir werden uns den Herausforderungen, die auf uns zukommen, als Team stellen, und ich bin sicher, dass wir sie gemeinsam meistern werden.“

Airbus in den USA: Grundsteinlegung für A220-Werk

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Airbus ist heute mit der Ausweitung der Produktion in den Vereinigten Staaten einen weiteren Schritt vorangekommen. Mit einer feierlichen Grundsteinlegung fiel der offizielle Startschuss für den Bau des neuen A220-Werks in Mobile, Alabama.

Die Montagelinie soll die starke und wachsende Nachfrage nach A220-Flugzeugen in den USA decken, dem jüngsten Neuzugang in der Airbus-Verkehrsflugzeugfamilie. Tom Enders, CEO von Airbus, und Guillaume Faury, President von Airbus Commercial Aircraft, leiteten die Zeremonie und begrüßten die rund 700 Teilnehmer, darunter Airbus-Führungskräfte und hochrangige Branchenvertreter, Airbus-Fertigungsmitarbeiter, staatliche und nationale Würdenträger sowie Führungspersönlichkeiten aus der Region.

A220: Flugzeugbau noch dieses Jahr

Die neue Montagelinie ist die zweite US-Produktionsstätte für Airbus-Verkehrsflugzeuge. Sie wird auf dem Mobile Aeroplex in Brookley in direkter Nachbarschaft zur bestehenden Montagelinie der A320-Familie errichtet. Produziert werden dort A220-100- und A220-300-Flugzeuge für Kunden in den USA. Die Flugzeugproduktion beginnt voraussichtlich im dritten Quartal 2019, und die erste in Mobile gebaute A220 soll 2020 ausgeliefert werden. Die neuen A220-Produktionsanlagen werden bis zum nächsten Jahr fertig gestellt sein.

Die A220 wurde als einziges Flugzeug speziell für den Markt der 100-150-Sitzer entwickelt. Mit einer Reichweite von maximal 3.200 nm (5.920 km) bietet die A220 die gleiche Leistung wie größere Single-Aisle-Flugzeuge. Der Auftragsbestand beläuft sich bisher schon auf mehr als 500 Flugzeuge, und die A220 soll den Löwenanteil des Markts der 100- bis 150-Sitzer für sich gewinnen. Der Bedarf dieses Segments wird auf mindestens 7.000 Flugzeuge in den nächsten 20 Jahren geschätzt.

Wertschöpfungskette in den USA durch Airbus

Die größten US-Fluggesellschaften betreiben Airbus-Flugzeuge in ihren Flotten. Außerdem ist Airbus ein wichtiger Partner der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtunternehmen und Arbeitnehmer. In den letzten drei Jahren hat Airbus in den Vereinigten Staaten 48 Milliarden US-Dollar für Beschaffungsverträge mit Hunderten von US-Zulieferern in mehr als 40 Bundesstaaten aufgewendet und damit mehr als 275.000 amerikanische Arbeitsplätze unterstützt.

Zu den Airbus-Standorten in den USA gehören Entwicklungs- und Konstruktionszentren in Kansas und Alabama, ein großes Schulungszentrum in Florida und bald auch eines in Colorado, Materialunterstützung und Hauptverwaltung in Virginia, eine Endmontagelinie zur Auslieferung von Flugzeugen der A320-Familie in Alabama, eine innovative Denkfabrik (A3) in Kalifornien, ein Unternehmen zur Analyse von Drohnendaten (Airbus Aerial) in Atlanta, Georgia, Fertigungs- und Montagewerke von Hubschraubern in Texas und Mississippi sowie ein Werk zur Produktion von Satelliten (OneWeb) in Florida.

Wizz Air stärkt Danzig ab Bremen

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Nach den drei neuen Strecken nach Kiew, Danzig und jetzt auch nach Skopje gibt Wizz Air nun eine weitere gute Meldung für den Bremen Airport heraus: Ab Juli verdoppelt Wizz die Frequenz nach Danzig – und das bevor die Strecke mit dem Sommerflugplan ab April überhaupt gestartet ist.

Geplant waren zwei Flüge/Woche am Dienstag und Samstag – nun kommen ab Juli Flüge am Mittwoch und Sonntag hinzu. Flugreisende, die die schöne Küstenstadt Danzig entdecken wollen, können nun noch flexibler Reisen. Bekannt ist die Hansestadt Danzig für ihre Hafengeschichte und ihre charmanten Cafés. Zudem ist Danzig die Partnerstadt Bremens und somit ein ideales Ziel für eine Städtereise.

Elmar Kleinert, Geschäftsführer Flughafen Bremen, zur Frequenzerhöhung: „Wir freuen uns, dass Wizz Air so engagiert in Bremen startet und gleich die Frequenzen in die ehemalige Hansestadt Danzig bereits vor dem Start der Verbindung aufstockt.“ Die Flüge Bremen – Danzig sollen schließlich jeden Dienstag, Mittwoch, Samstag und Sonntag (Start der Verbindung nach Danzig ab 02. April. Mittwoch und Sonntag ab 03. Juli) abheben. Tickets soll es ab 19,99 Euro oneway inkl. Steuern u. Gebühren geben.

Erstes Geschäftsflugzeug ACJ320neo übergeben

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Acropolis Aviation aus Großbritannien hat die erste ACJ320neo übernommen. Das Flugzeug ist mit Triebwerken einer neuen Generation und Sharklets ausgerüstet, die einen wesentlichen Fortschritt bei Reichweite und Wirtschaftlichkeit bringen.

AMAC im schweizerischen Basel stattet das Flugzeug nun mit einer VVIP-Kabine nach dem Design von Alberto Pinto aus. Gleichzeitig wird auch die derzeitige ACJ-Lackierung durch die Farben von Acropolis Aviation ersetzt. Acropolis Aviation ist eine führende Luxuschartergesellschaft mit Sitz in Farnborough, dem wichtigsten Flughafen für den Geschäftsflugverkehr in Großbritannien, und einem zusätzlichen Vertriebsbüro in Fort Lauderdale, USA. Der aktuelle Airbus ACJ319 wurde im März 2010 in Dienst gestellt und hat im gehobenen Chartersegment einen ausgezeichneten Ruf erworben. „Die Auslieferung der ersten ACJ320neo ist der jüngste Meilenstein bei unserer Einführung einer vollständig neuen ACJ-Familie mit dem besonderen Plus an Komfort, Reichweite und Nutzen, das Business-Jet-Kunden so schätzen“, erklärte Benoit Defforge, President von Airbus Corporate Jets (ACJ).

Businessflugzeug Airbus A320 für höchste Ansprüche

Von der A320neo-Familie sind bereits mehr als 600 Maschinen bei kommerziellen Fluglinien im Einsatz. ACJ-Kunden können nun von den Vorteilen dieser Flugzeuge profitieren, die in den Corporate-Jet-Versionen zusätzliche Extras aufweisen. Dazu gehören zusätzliche Treibstofftanks im Frachtraum zur weiteren Optimierung der interkontinentalen Reichweite, eine angenehmere Atmosphäre in der Kabine, ein höheres Abfluggewicht, höhere Reiseflughöhen und integrierte Fluggasttreppen.

Die ACJ320-Familie umfasst derzeit die ACJ319neo für acht Passagiere mit 6.750 nm/12.500 km Reichweite oder Flüge von mehr als 15 Stunden Dauer sowie die ACJ320neo für 25 Passagiere mit 6.000 nm/11.100 km Reichweite oder Flüge von mehr als 13 Stunden Dauer. Die ACJ319neo als Schwestermodell der ACJ320neo soll in den kommenden Monaten ausgeliefert werdenö

Zusätzlich zu den neuen sparsameren Triebwerken und Sharklets bieten die Flugzeuge der Airbus ACJ320neo-Familie die breitesten und höchsten Kabinen unter allen Geschäftsreiseflugzeugen bei ähnlichen Betriebskosten und Außenmaßen. Mehr als 190 Airbus Corporate Jets fliegen heute schon rund um die Welt. Das ACJ-Portfolio umfasst ein vollständiges Programm von VIP-Großraumjets, die noch mehr Fluggäste nonstop um die Welt befördern können, darunter die neue ACJ330neo und die ACJ350 XWB.

Austrian Airlines verlegt Basen – Ende für Turboprop

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Austrian Airlines hat den Turnaround nach einer harten Sanierung geschafft und ist heute profitabel. Auch im Jahr 2018 steuert die Fluglinie nach einem starken Passagierwachstum von über einer Million Kunden oder 8,5 Prozent wieder in die Gewinnzone.

Die starke Nachfrage von Passagieren und der zunehmende Wettbewerb in Wien veranlasst die rot-weiß-rote Fluglinie nun zu einer strategischen Weichenstellung: Die Airbus-Flotte soll bereits in den nächsten drei Jahren von 36 auf 46 Flugzeuge wachsen. Gleichzeitig wird Austrian Airlines ihre 18 Turboprop-Flugzeuge mit 76 Sitzen ausflotten: In Summe wird das Angebot in Wien dadurch um über zehn Prozent ausgebaut werden, da die Jets der A320-Familie wesentlich größer als die Turboprops sind.

Kampfansage an Wettbewerb

„Wir werden über 200 Mio. Euro in den Ausbau der Kontinental-Flotte investieren und unsere Position in Wien damit deutlich stärken können“, kündigt der neue CEO Alexis von Hoensbroech an, „das ist gleichzeitig auch als Kampfansage im schärfer werdenden Wettbewerb in Wien zu verstehen und wir sind bereit, noch weitere Schritte zu gehen, um unser Drehkreuz zu verteidigen.“

Bereits im April wird Lufthansa Aviation Training (LAT) mit den Bauarbeiten zur Vergrößerung des Simulator-Trainingscenters am Standort Wien beginnen, um Platz für zwei zusätzliche A320-Flugsimulatoren für Pilotentrainings zur Verfügung zu stellen. Die voraussichtliche Fertigstellung des 20 Mio. Euro teuren Ausbaus ist im ersten Quartal 2020 geplant. Derzeit werden in Wien vier Simulatoren (für Dash, Embraer und A320) betrieben.

Ausgelöst durch die Ausflottung der Dash will Austrian Airlines den dezentralen Österreich-Deutschland Verkehr im Lufthansa Konzern neu organisieren, da es beispielsweise für Lufthansa wesentlich einfacher ist, aus ihrem (zentralen) Frankfurter Drehkreuz herauszufliegen, als umgekehrt. „Wir stehen hier bereits in Gesprächen mit unseren Konzernschwestern“, so von Hoensbroech.

Unter „dezentralem Verkehr“ versteht Austrian Airlines alle Flüge, die nicht vom Flughafen Wien starten, so zum Beispiel Salzburg – Frankfurt oder Linz – Düsseldorf. Flüge zwischen Wien und den Bundesländerflughäfen sind davon erstmal unberührt. Die vier Flugzeuge, die im Wet-Lease für die Konzernschwester SWISS in der Schweiz im Einsatz sind werden, wie bereits kommuniziert, zum Ende des Winterflugplans nach Wien überstellt.

Basen werden nach Wien verlegt

Im Zusammenhang damit wird Austrian Airlines die derzeit noch in Altenrhein, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz oder Salzburg bestehenden dezentralen Crew-Basen nach Wien verlegen. Die gut 200 MitarbeiterInnen erhalten das Angebot, nach Wien zu kommen.

Flottenentscheidung, Netzbereinigung und Verlagerung der dezentralen Crew-Basen sind drei wesentliche Themen aus dem 10-Punkte-Programm unter dem Titel #DriveTo25, das der AUA-Vorstand heute der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Im Aufsichtsrat der Austrian Airlines wurde die neue Strategie bereits in der letzten Sitzung Ende November 2018 zustimmend zur Kenntnis genommen.

Auch Österreichs Verkehrsminister Norbert Hofer äußerte sich dazu, dass AUA ihre sechs Flugbasen in Graz, Linz, Innsbruck, Salzburg und Klagenfurt sowie Altenrhein auflassen und den Fokus damit auf Wien legen möchte: „“Keine Frage, dieses Vorgehen der AUA stellt die kleinen Flughäfen vor große Herausforderungen. Allerdings bin ich optimistisch, dass sich für die Flughäfen in den Bundesländern eine Chance durch andere Airlines bieten wird. Dadurch würde der Wegfall der AUA-Basen kompensiert.“

„Mit dem Strategieprogramm wollen wir der AUA einen kräftigen Modernisierungsschub geben. Um unsere Investitionsfähigkeit zu steigern, werden wir Komplexität reduzieren und uns zukünftig stärker auf das Kerngeschäft und den Hub-Verkehr in Wien konzentrieren“, fasst CFO Wolfgang Jani zusammen.

Die Punkte im Programm #DriveTo25

  1. „Operational Excellence“: Trotz widriger Rahmenbedingungen – wie etwa Luftraumüberlastungen – ist es Austrian Airlines 2018 gelungen, ihre Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit über dem europäischen Durchschnitt zu halten. 2019 will die „AUA“ ihre Prozesse verbessern und mithilfe der Digitalisierung und einer engen Zusammenarbeit mit dem Flughafen Wien die „Operation“ wieder auf das von Kunden gewohnte Weltklasseniveau bringen.
  2. Austrian Airlines möchte außerdem ihre Prozesse in der Verwaltung und der Operation auf den Prüfstand stellen und durch Vereinfachung, Digitalisierung und die Vermeidung von Doppelgleisigkeiten 20-30 Mio. Euro einsparen. Am Kunden solle nicht gespart werden.
  3. Unter dem Titel „New Premium“ soll der Kunde und seine Bedürfnisse stärker in den Mittelpunkt aller Anstrengungen gestellt werden. Personalisierte Produktverbesserungen sollen die AUA als Carrier der ersten Wahl positionieren. Diese Lufthansa Group-weite Produktstrategie wird von Wien aus koordiniert.
  4. Mit einem Einzugsgebiet („Catchment“) von elf Mio. Einwohnern und einer Transferleistung von etwa 50 Prozent ist Austrian Airlines außerdem ein Hub-Carrier, und der Flughafen Wien ist ihr Drehkreuz. Diese Funktion soll zukünftig über eine stärkere Ausrichtung des Verkehrsnetzes auf Wien gestärkt werden. Im Umkehrschluss wird der dezentrale Verkehr innerhalb des Konzerns neu geordnet. Dezentrale Strecken sind beispielsweise Innsbruck-Frankfurt oder Linz-Düsseldorf. Diese Routen erfreuen sich zwar guter Nachfrage, produzieren gleichzeitig aber eine hohe Komplexität, weil die Flugzeuge aufgrund der Umläufe für die Crews, aber auch durch die technische Wartung nicht produktiv eingesetzt werden können.
  5. Um komplizierte Crew-Umläufe zu vermeiden werden die derzeit noch in Altenrhein, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz oder Salzburg bestehenden dezentralen Crew-Basen nach Wien verlegt werden. Die gut 200 Mitarbeiter erhalten das Angebot, nach Wien zu kommen.
  6. Technik: Bei der technischen Wartung will Austrian Airlines der Wartung der eigenen Flugzeuge zukünftig noch stärkeren Vorrang geben. Derzeit ist die Fluglinie auch stark im Drittgeschäft aktiv, das im Gegenzug reduziert wird. „Drittgeschäft“ bedeutet, dass auch Flugzeuge fremder Airlines technisch gewartet werden.
  7. Kontinental-Flotte: Austrian Airlines will ihre Turboprop-Maschinen früher als geplant bis 2021 ausflotten und gleichzeitig ihre Airbus-Mittelstrecke auf 46 Flugzeuge aufstocken. Die Fluglinie betreibt 18 Turboprops des Typs Dash 8-400 und 36 Jets der Familie A320. Dieser Schritt wird auch Komplexität aus der Flottenstruktur nehmen, da man sich den Betrieb und die Wartung eines Flugzeugmusters sparen wird. Ein genauer Zeitplan, wann welche Turboprop-Flugzeuge abgegeben und wann welche A320 angeschafft werden, wird noch erarbeitet. Für das Netz und die Kunden bedeutet die Umstrukturierung der Flotte eine Verbesserung, da die Strecken von Dash auf Embraer bzw. Embraer auf Airbus hochgetauscht werden.
  8. Interkontinental-Flotte: Austrian Airlines hat zum Winterflugplan 2018/19 ihr Intercontinental-Netz neu ausgerichtet. Unwirtschaftliche Strecken wie Havanna, Colombo oder Hong Kong wurden nach einer Probezeit wieder gestrichen und das Angebot nach Nordamerika im gleichen Ausmaß aufgestockt. Bestehende Strecken, wie beispielsweise New York oder Chicago, wurden auf ein tägliches Angebot verdichtet. Austrian Airlines wird im Übrigen nach der Wintersaison auch die Seychellen aus ihrem Flugprogramm nehmen und mit Ende April 2019 einstellen. Mauritius und Malediven bleiben hingegen als gut eingeführte „Warmwasserdestinationen“ erhalten. Ziel ist es, dadurch die Profitabilität zu steigern, um im nächsten Schritt die Langstrecken-Flotte zu modernisieren. Die sechs Boeing 767 mit einem Durchschnittsalter von knapp 23 Jahren sollen perspektivisch durch modernere Flugzeuge ersetzt werden. Zusätzlich hat die Fluglinie sechs jüngere Boeing 777 mit einem Durchschnittsalter von knapp 18 Jahren im Einsatz. Anders als bei einem PKW können Flugzeuge bei guter Wartung problemlos 30 Jahre oder länger betrieben werden, da die Flugzeugteile über die Wartung ständig runderneuert werden.
  9. Stakeholder Roadmap: Gemeinsam mit seinen Partnern will Austrian Airlines den Luftfahrt-Standort Wien stärken. Dazu gehört zum Beispiel das vom Verkehrsministerium kürzlich gestartete Programm „ZOVI“ (Zukunftsoffensive Verkehr & Infrastruktur).
  10. Letztendlich will Austrian Airlines nicht nur ihre Flugzeuge sondern auch sich selbst, ihre Arbeitsplätze und Arbeitsgeräte, digitalisieren und modernisieren. So wurde zum Beispiel das gesamte Kabinenpersonal mit Tablets ausgestattet, und noch 2019 wird die AUA-Verkehrsleitzentrale am Flughafen Wien erneuert werden.

RoCCET von LHT testet Cockpits automatisiert

Lufthansa Technik hat mit RoCCET (Robot Controlled Cockpit Electronics Testing) den weltweit ersten Roboter für vollautomatisierte Tests von Cockpit-Bedieneinheiten entwickelt. Das roboterbasierte Verfahren befindet sich zurzeit noch in der Integrationsphase.

Mit RoCCET werden LED-Leuchten und Schalter zukünftig anhand konkreter einheitlicher Messdaten auf ihre Funktionstauglichkeit hin überprüft. Der Roboter verfügt über eine integrierte Sensorik, mit der er die auftretenden Kräfte beim Betätigen der Schalter misst. Darüber hinaus ist er mit mehreren Industriekameras ausgestattet, mit denen er alle Anzeigeinstrumente sowie äußere Beschädigungen erfasst. Mit einer weiteren Kamera misst er zudem die Leuchtstärke sämtlicher Anzeigen aus verschiedenen Winkeln. Damit ist der Roboter in der Lage, alle Schalter und LEDs wie ein Mensch zu überprüfen und definierte Funktionstests durchzuführen.

Cockpit: LED mit Leuchtkraft erfasst

„Durch das vollautomatisierte Verfahren entlasten wir nicht nur unsere Kollegen in den Werkstätten, wir reduzieren auch den Testaufwand um ein bis zwei Stunden pro Gerät. Gleichzeitig liefert das neue Verfahren konkrete Messdaten nach vereinheitlichten Vorgaben. So wird beispielsweise die Helligkeit von LEDs jetzt mit physikalischen Grenzwerten hinterlegt. Und mithilfe von Data Mining können wir genau bestimmen, wann wir eine LED auswechseln müssen“, so Projektleiter Florian Sell, Senior Engineer Automated Test Equipment Systems im Bereich Aircraft Component Services.

Das roboterbasierte Testverfahren wird zunächst für Cockpit-Bedieneinheiten der Flugzeugmuster Airbus A320 und A350 sowie Boeing 787 genutzt. Zukünftig kann das Verfahren auch für andere Cockpit- und Kabinen-Bedieneinheiten aller Flugzeugmuster an unterschiedlichen Standorten zum Einsatz kommen.

ACH145 erreicht Indien

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Ein indischer Geschäftsmann hat die erste ACH145 in Indien übernommen. Es ist der Einstieg für die zweimotorige ACH145 in den Markt der indischen Geschäftsfliegerei.

Die ACH145 wurde von Adar Poonawalla abgeholt, dem CEO und Executive Director des Serum Institute of India, dem nach Dosen größten Impfstoffhersteller der Welt. Poonawalla lobte die beste Kundenanpassung, Sicherheit und Komfort des Hubschraubers in seiner Klasse. Die Kabine bietet in der ACH Line, im ACH Mercedes Benz Style oder maßgeschneiderten ACH-Versionen bis zu acht Passagieren Platz. Natürlich sind bei der ACH145 die Avionik Helionix von Airbus Helicopters mit an Bord, mit digitalem 4-Achsen-Flugkontrollsystem. Airbus Helicopters steht für die Einsatzbereitschaft des Hubschraubers zu Diensten. Die Business Aviation in Indien dürfte damit weiter in Gang kommen.

Ausbildungsmesse erklärt Berufsleben am Flughafen Wien

Jugendliche, die Interesse am Standort Flughafen Wien als Arbeitgeber haben, erhalten nächste Woche dafür nützliche Informationen: Der Flughafen Wien veranstaltet gemeinsam mit Austrian Airlines und sieben weiteren Partnerbetrieben am 24. Januar 2019 die zweite „Airport Night VIE“ im Moxy Hotel am Flughafen.

So können Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 25 Jahren alles über eine Ausbildung in einem der Unternehmen am Standort Flughafen Wien erfahren. Bei der Jobmesse können Interessierte von 15:30 bis 21:00 Uhr alle Möglichkeiten und Angebote für Lehrstellen und Jobs am Standort kennenlernen.

Lehrwerkstätten von Austrian Airlines und Airport

Austrian Airlines und der Flughafen Wien öffnen im Rahmen der Jobmesse ihre Pforten und bieten interessierten Jugendlichen die Möglichkeit einen Blick in die Lehrwerkstätten in der Austrian Technik und des Flughafen Wien zu werfen. Voraussetzung dafür ist eine Voranmeldung hier.

Neben der Flughafen Wien AG und Austrian Airlines präsentieren die Flughafen-Tochterfirma VIAS, die Logistikunternehmen Kühne & Nagel und Cargo Partner, der auf Flughäfen spezialisierte Handelsbetrieb Heinemann, die Gastronomieunternehmen Figlmüller und SSP und die österreichische Flugsicherung Austro Control ihre Ausbildungsmöglichkeiten. Die Bandbreite reicht dabei vom IT-Lehrling bei der Flughafen Wien AG über den Exportsachbearbeiter bei einer Spedition bis hin zum Luftfahrzeugtechniker bei Austrian Airlines. Für Unterhaltung sorgen ein Live-DJ und eine Fotobox im Foyer des Moxy Hotels.

Moderne Ausbildung und Arbeitsplätze am VIE

Der Flughafen Wien legt besonders viel Wert auf eine qualifizierte Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Damit können jungen Menschen eine innovative und universelle Lehrlingsausbildung starten. So können am Flughafen Wien zahlreiche Lehrberufe wie Elektrotechnik (jeweils mit Schwerpunkt Anlagen- oder Betriebstechnik), KFZ-Technik, Metalltechnik sowie Installations- und Gebäude-Lüftungstechnik erlernt werden.

Seit Herbst 2017 bietet der Flughafen Wien Interessierten schon frühzeitig die Chance auf eine fundierte IT-Ausbildung: Der Airport bildet Lehrlinge im IT-Bereich aus, die dadurch schon in jungen Jahren Einblick in die IT-Welt eines Flughafens bekommen. Neben der spezifischen Kenntnisse, die für eine Tätigkeit am Flughafen notwendig sind, wird auf eine universelle Ausbildung Wert gelegt. So finden über die gesamte Lehrzeit Englischkurse, persönlichkeitsbildende Seminare und Workshops statt. Ein besonderes Highlight der Lehrlingsausbildung sind Sprachwochen in Malta und ein Austauschprogramm mit europäischen Flughäfen.

Karriere bei Austrian Airlines

Bei Austrian Airlines werden ebenfalls Jahr für Jahr Lehrlinge in den verschiedensten Unternehmensbereichen ausgebildet. Für den Beruf „Luftfahrzeugtechniker“ sucht Austrian in diesem Jahr 16 Lehrlinge, die schon bald in der technischen Lehrwerkstätte der Airline im Einsatz sind. Zusätzlich gibt es auch drei freie Lehrstellen für die Ausbildung zum Bürokaufmann/frau. Für die hohe Qualität der Lehrlingsausbildung hat Austrian Airlines schon zahlreiche Auszeichnungen erhalten.

AeroLogic bekommt neue Boeing 777F für LEJ

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Lufthansa Cargo erhält im laufenden Kalenderjahr ein viertes fabrikneues Frachtflugzeug. Die Maschine vom Typ 777F wird von Boeing geleast und bei AeroLogic (3S) am Flughafen Leipzig/Halle (LEJ) bereedert.

Dadurch wird die AeroLogic-Flotte in diesem Jahr auf zwölf Flugzeuge wachsen. Die Auslieferung der jüngsten Maschine ist für den Herbst geplant. „Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr nun insgesamt vier fabrikneue Frachter in Betrieb nehmen können. So modernisieren wir unsere eigene Flotte am Heimatflughafen Frankfurt nachhaltig und verbessern unsere Effizienz und Zuverlässigkeit weiter. Daneben setzen wir als Anteilseigner auf ein Wachstum bei AeroLogic“, so Peter Gerber, Vorstandsvorsitzender von Lufthansa Cargo. AeroLogic ist ein paritätisches Joint Venture mit DHL Express am Flughafen Leipzig“.

„Mit unserer Flexibilität tragen wir zum Erfolg unserer beiden Partner bei. Wir freuen uns, dass AeroLogic als eine der modernsten und effizientesten Frachterflotten der Welt am Flughafen Leipzig weiter wächst“, so Wolfgang Raebiger, Managing Director Finance der Aerologic GmbH.

Boeing 777 trifft im Februar ein

Bereits im Sommer 2018 hatte Lufthansa Cargo bekanntgegeben, zwei B777 Flugzeuge zu kaufen, um sie am Heimatflughafen Frankfurt zu stationieren und ein weiteres für AeroLogic zu leasen. Die Flottenzugänge für Lufthansa Cargo werden Mitte Februar und Ende März an ihrem künftigen Heimatflughafen Frankfurt erwartet, die erste neue Maschine für AeroLogic trifft Anfang Februar in Leipzig ein.

Die neuen Flugzeuge der AeroLogic werden die Registrierungen D-AALK und D-AALL erhalten. Die Kapazitäten der beiden Frachter werden vollständig von Lufthansa Cargo vertrieben. Zuletzt hatte DHL Express 2017 zwei Frachtflugzeuge gleichen Typs in das Joint Venture eingebracht und deren Kapazitäten seither exklusiv vermarktet. Die Frachträume der acht weiteren Flugzeuge werden von Lufthansa Cargo schwerpunktmäßig am Wochenende und von DHL Express in den übrigen Zeiten genutzt.

Fraport: Flugbetrieb nach Streik normalisiert sich

Am Tag nach dem Streik des Sicherheitspersonals läuft der Betrieb am Flughafen Frankfurt heute wieder weitgehend stabil. Die Sicherheitskontrollen sind im regulären Umfang besetzt. Für den heutigen Tag sind rund 1.270 Starts und Landungen für etwa 150.000 Passagiere an Deutschlands größtem Flughafen geplant.

Jedoch kann es im Laufe des Vormittags noch zu vereinzelten Verzögerungen kommen. Am gestrigen Streiktag waren bis 20 Uhr lediglich die Sicherheitskontrollen im Transit möglich. Hier kam es nur zu vereinzelten Verzögerungen, der Transitverkehr lief weitgehend reibungslos. Nach Streikende waren ab 20 Uhr auch wieder die Sicherheitskontrollen außerhalb des Transits besetzt. Es wurden noch 50 Starts durchgeführt mit insgesamt rund 8.000 lokal zusteigenden Passagieren. Das Care-Team des Flughafenbetreibers Fraport informierte wartende Passagiere und versorgte sie mit Snacks und Getränken.

Streik behinderte 70.000 Passagiere

Insgesamt wurden am Streiktag 618 Flüge annulliert. Nach ersten Schätzungen waren hiervon etwa 70.000 Passagiere betroffen. Ursprünglich waren für den gestrigen Tag etwa 1.200 Flüge mit insgesamt rund 136.000 Passagieren geplant. Durch den Streik konnten zudem 700 Gepäckstücke nicht vollständig abgefertigt werden. Dieser Rückstand wird heute aufgearbeitet. Auch bei der Fracht kam es aufgrund des Streiks zu Einschränkungen. Die Frachtabfertiger hatten sich auf den Streik vorbereitet und entsprechend vorgearbeitet oder umdisponiert. Zum Beispiel wurde geplante Beiladefracht auf LKW-Transporte ausgelagert. Die unvermeidbaren Rückstände werden im Lauf der Woche aufgearbeitet.

DARPA will OneWeb Satellitenbus von Airbus

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Airbus Defense and Space soll für die DARPA einen Satellitenbus für das Blackjack-Programm entwickeln.

DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency, eine Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums) bezeichnet das Blackjack-Programm als eine Architekturdemonstration, die die militärische Nutzbarkeit von Satellitenkonstellationen in niedrigen Erdumlaufbahnen sowie von Mesh-Netzen mit geringerem Umfang und Gewicht sowie niedrigeren Kosten zeigen soll. Im Rahmen des Programms will die DARPA kommerzielle Satellitenbusse einkaufen und mit militärischen Sensoren und Nutzlasten gekoppeln. Der Satellitenbus übernimmt als zentrale Komponente die Stromversorgung, Lageregelung und den Antrieb des Satelliten. Darüber hinaus übermittelt er Telemetriedaten und stellt Platz für Nutzlasten auch für militärische Sensoren bereit.

„Airbus hat bereits zuvor als Co-Investor hunderte Millionen Dollar in Fertigungstechnologien und Lieferkettenlogistik für den Bau großer Konstellationen aus Kleinsatelliten investiert“, sagte Tim Deaver, Director US Space Program bei Airbus Defense and Space, Inc. „Airbus möchte seine Produktionskapazität in den USA weiter ausbauen. Unsere Regierungskunden können diese kommerzielle Leistungsfähigkeit nutzen, um Satellitenkonstellationen in niedrigen Erdumlaufbahnen als Ergänzung bestehender größerer Systeme zu entwickeln.“

Mit dem Auftrag positionieren sich Airbus Defense and Space, Inc. mit Sitz in Herndon im US-Bundesstaat Virginia und sein strategischer Joint-Venture-Partner OneWeb Satellites mit Sitz im Exploration Park im US-Bundesstaat Florida als ideale Dienstleistungsanbieter für Blackjack.

Robuste Systeme mit Kleinsatelliten

Hohe Produktionsraten und „Design-to-Cost“-Verfahren ermöglichen es OneWeb Satellites, kostengünstige Konstellationslösungen für die US-Regierung und bestehende Kunden anzubieten. Konstellationen aus kostengünstigen Satelliten lassen sich zu größeren, disaggregierten Architekturen verbinden, die eine höhere Überlebensfähigkeit in vielen unterschiedlichen Einsatzbereichen gewährleistet.

OneWeb Satellites geht mit bahnbrechend neuen Leistungsangeboten in den Raumfahrtmarkt. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung sehr leistungsstarker Satelliten, die in hohen Stückzahlen produziert werden können. „Mit unserem Design-, Supply-Chain- und Produktionssystem setzen wir neue Maßstäbe“, sagte Tony Gingiss, CEO von OneWeb Satellites. Die Raumfahrtindustrie soll sich damit nachhaltig verändern.

Dank modularer Designs und flexibler Serienproduktion kann OneWeb Satellites die Kosten und Beschaffungszeiten für seine Kunden drastisch reduzieren. Mit dem Produktionsstandort von OneWeb Satellites in Florida setzt Airbus sein anhaltendes und langjähriges Engagement für Wachstum in der US-Fertigung, Schaffung von Arbeitsplätzen und Investitionen fort.

Satellitenproduktion im Industriemaßstab

Dieses Werk in Florida, das längerfristig eine Option auf tausende Arbeitsplätze bieten kann, ist ein weiterer Unternehmen-Standort nach der Eröffnung der US-Produktionslinie für die A320 in Mobile, Alabama, wo 2016 das erste Flugzeug vom Band lief. Im Januar 2019 wird am selben Standort in Alabama der Grundstein für eine A220-Montagelinie gelegt.

Airbus ist mit einem umfangreichen Lieferantennetzwerk in den USA der weltweit größte Einkäufer von US-amerikanischen Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungsprodukten – das Beschaffungsvolumen wird von keinem anderen Unternehmen übertroffen und liegt sogar über dem mancher Staaten. Airbus investierte 2017 insgesamt 16,5 Mrd. US-Dollar in US-amerikanische Unternehmen, davon profitieren 275.000 Arbeitsplätze in den USA.