Start Blog Seite 115

Galileo: Vier Satelliten nehmen die Arbeit auf

0

Die Galileo-Satelliten verrichten ab sofort in rund 23.000 Kilometer Höhe ihren Dienst im All. Sie ermöglichen den Bürgerinnen und Bürgern in Europa und überall auf der Welt eine Vielzahl hilfreicher Navigationsanwendungen.

Die derzeitige Konstellation von Galileo setzt sich aus IOV-Satelliten (In-Orbit-Validation) und FOC-Satelliten (Full Operational Capability) zusammen. Das Bild zeigt drei der vier Galileo-Satelliten, die am 31.01.2019 die Testphase im Weltraum abschließen konnten während der Integrationsphase in einem OHB-Reinraum in Bremen.

Galileo für Europas Navigation

Europa erlangt mit Galileo Unabhängigkeit von anderen globalen Satellitennavigationssystemen wie GPS oder Glonass aus Russland. Vier Navigationssatelliten wurden soeben bereit erklärt für den Eintritt in die Konstellation des Europäischen Satellitennavigationssystems Galileo. Grund ist die erfolgreich abgeschlossene Testphase der Satelliten im Weltraum. Die Galileo FOC-Satelliten waren von der Bremer Satellitenschmiede OHB System AG geliefert und im Juli 2018 vom europäischen Startplatz Kourou, Französisch Guyana, gestartet worden. Sie sollen die Satelliten-Konstellation verstärken und das europäische Satellitennavigationssystem noch leistungsfähiger machen.

„OHB hat eine ausgezeichnete Arbeit geleistet und qualitativ hochwertige Satelliten in Rekordzeit geliefert. Wir danken allen Teams für ihr Engagement und freuen uns auf die Fortsetzung unserer Partnerschaft“, sagt Paul Verhoef, ESA Direktor Navigation. Ab 2020 werden der Galileo-Konstellation Ersatz-Satelliten zur Seite gestellt – ebenfalls „Made by OHB“.

„Natürlich erfüllt mich der heutige Tag mit großem Stolz. Es ist schon etwas ganz Besonderes, wenn man sich bewusst macht, dass Millionen von Menschen nicht zuletzt dank der OHB-Satelliten genauere Navigationsdaten empfangen, die Rettungsdienste schneller zum Einsatzort kommen und sich Handel und Wirtschaft auf die Zeitstempel des Satellitensystems verlassen können. Der Nutzen der Raumfahrt wird mit den Navigationsdienstleistungen für die meisten Bürgerinnen und Bürger im Alltag direkt spürbar“, sagt Wolfgang Paetsch, der für Navigation, Erdbeobachtung und Wissenschaft zuständige Vorstand bei der OHB System AG. „In drei Ausschreibungsrunden konnte sich die OHB System AG bislang als Hersteller der Satellitenplattformen und als Systemführer durchsetzen und wurde von der Europäischen Weltraumorganisation ESA mit Entwicklung, Bau und Test von insgesamt 34 Galileo Satelliten beauftragt. 22 befinden sich im Weltraum und konnten ihre volle Funktionsfähigkeit im All unter Beweis stellen.“

Galileo-Bau läuft in Serie: 12 neue Satelliten

In der dritten Ausschreibung hat sich die ESA für die Expertise der OHB System AG entschieden und im Jahr 2017 weitere 12 Satelliten geordert – die Ersatz-Crew sozusagen. „Die Serien-Produktion an unseren bewährten Fertigungsinseln haben wir im Dezember 2018 wieder aufgenommen. Wir wollen jetzt alle sechs Wochen die Produktion eines weiteren Satelliten aufnehmen“, erklärt Dr. Kristian Pauly, bei OHB Direktor Navigation.

Die ersten beiden Ersatz-Satelliten für das Satellitensystem Galileo sollen im Herbst 2020 startbereit sein. „Zu diesem Zeitpunkt werden die anderen zehn Satelliten in unterschiedlichen Stadien der Fertigstellung sein. Alle drei Monate werden wir zwei weitere Satelliten fertigstellen“, so Dr. Pauly. Schritt für Schritt zum Gesamtsystem

Europas eigenes globales Navigationssystem Galileo stellt verschiedene Dienste zur Positionsbestimmung, Navigation und Zeitbestimmung bereit. In der Endkonfiguration besteht es aus 24 auf drei Ebenen angeordneten Satelliten plus Reserve-Satelliten sowie einem weltweiten Netz an Bodenstationen. Das Herzstück der Satelliten sind dabei Atomuhren, die ein hochgenaues Zeitsignals auf die Erde senden, welches dann in eine Ortsinformation umgerechnet wird. Da die Galileo-Satelliten zehnmal genauere Atomuhren haben, ist auch die Ortsbestimmung des europäischen Systems viel genauer.

Dienste in Smartphones und für Behörden

Erste Dienste wurden im Dezember 2016 zur Verfügung gestellt. Jeder neu in die Satellitenkonstellation eingegliederte Satellit macht das System stabiler und schneller. Derzeit sind in Europa mehr als 70 Typen von Smartphones auf dem Markt, die Galileo-Signale empfangen können. Bis Oktober 2018 wurden mehr als 500 Millionen Galileo-fähige Geräte verkauft. Neuere Smartphones empfangen neben GPS und Glonass auch den von Galileo angebotenen offenen Navigationsservice für die breite Öffentlichkeit. Der Public Regulated Service von Galileo ist auf institutionelle Anwender wie Behörden, Polizei oder Feuerwehr zugeschnitten. Der Search-and Rescue-Dienst ermöglicht eine genaue und zuverlässige Ortung von Notrufsignalen – ein schnelleres Eintreffen der Rettungsmannschaft am Unglücksort kann über Leben und Tod entscheiden. Die nächste Satellitengeneration entsteht – in den Köpfen

Bei OHB macht man sich schon lange Gedanken darüber, was eine zukunftsfähige nächste Satellitengeneration leisten können muss. Verschiedene Satellitendesigns und Missionskonzepte wurden erdacht und geprüft. Der Europäischen Weltraumorganisation ESA möchte man erneut ein überzeugendes Angebot unterbreiten. „Die Anwender sollten künftig von weiter verbesserten Signalen und Services profitieren können. Ich gehe davon aus, dass wir jetzt noch gar nicht absehen können, welche weiteren Anwendungen es bis dahin geben wird. Wir machen uns auch Gedanken, wie der Betrieb kostenoptimiert werden könnte – nicht zuletzt, weil die Bürgerinnen und Bürger Europas die Eigentümer des Systems sind. Auch Sicherheitsaspekte haben wir im Fokus“, erklärt Wolfgang Paetsch. „Wir können auf einen großen Erfahrungsschatz aus den bisherigen Beauftragungen bauen. Kombiniert mit unseren Ideen, den erarbeiteten Konzepten und der Absicht, auch weiterhin entscheidend zu Galileo beitragen zu wollen, können wir mit Sicherheit wieder ein attraktives Angebot abgeben“.

Schnee behindert Flugbetrieb in NRW

0

Heftige Schneefälle haben erneut den Flugverkehr in NRW beeinträchtig. Gestern musste ein Flug mit Ziel Dortmund umgeleitet werden, am heutigen Donnerstag waren die Betriebsabläufe am Köln Bonn Airport beeinträchtigt.

Zwischen 08:30 Uhr und 11:00 Uhr musste der Flugbetrieb auf der großen Start- und Landebahn eingestellt werden, da die Bahn von Schnee befreit werden musste. In dieser Zeit fanden in Köln/Bonn keine Starts und Landungen statt. Es kam zudem im weiteren Tagesverlauf zu Verspätungen bei An- und Abflügen, die sich noch bis in den Abend ziehen.

Weitere Schneefälle und Behinderungen erwartet

Infolge des starken Schneefalls wurden in Köln/Bonn nach aktuellem Stand 23 Flüge (14 Starts, neun Landungen) gestrichen, zudem wurden sieben Maschinen, die in Köln/Bonn landen sollten, zu anderen Airports umgeleitet. Planmäßig standen am Donnerstag insgesamt 214 Passagierflüge auf dem Flugplan. Der Flughafen erwartet in der kommenden Nacht weiteren Schneefall, der zu Verzögerungen im Flugbetrieb führen kann.

Messe „Jagd und Hund“ hat Hotels belegt

Witterungsbedingt fiel auch am Mittwochabend schon der Flug vom Dortmund Airport nach Porto aus. Der Flug FR2065 aus Porto konnte aufgrund der Witterungsbedingungen Mittwoch nicht wie geplant um 20:00 Uhr am Dortmund Airport landen. Einsatzkräfte der Flughafenfeuerwehr kümmerten sich um 58 zum Abflug bereite Passagiere, die im Terminal übernachten mussten. Aufgrund der Messe „Jagd und Hund“ konnten nicht für alle Fluggäste Hotelzimmer zur Verfügung gestellt werden. „Dank des unermüdlichen Einsatzes des Winterdienstes konnten weitere Flugausfälle verhindert werden. Die Versorgung für die Fluggäste nach Porto verlief reibungslos. Das zeigt, das wir auf den Winter vorbereitet sind“, so Flughafen-Geschäftsführer Udo Mager.

Die Feuerwehr am Flughafen stellte für die Porto-Passagiere Feldbetten auf und kümmerte sich um die Verpflegung. Das Flugzeug war nach Weeze umgeleitet worden. Der geplante Rückflug nach Porto um 20:35 Uhr ist deshalb ausgefallen und wurde auf Donnerstag verschoben. Darüber hinaus gab es keine weiteren Ausfälle, so der Airport.

Rollout der F-35 Lightning II für die Niederlande

0

Dir erst F-35A Lightning II zum Einsatz für die Niederlande feierte seinen Rollout. Offizielle der USA und der RNLAF, der Royal Netherlands Air Force, haben mit dem Flugzeug von Lockheed Martin in Fort Worth, Texas, einen neues Kapitel der Verteidigung eingeläutet.

Die erste F-35 für die Niederlande soll noch in diesem Jahr übergeben werden. Marillyn Hewson, Chairman, President und CEO von Lockheed Martin sagte, die Niederlande seien von Anfang an ein Schlüsselpartner für die Entwicklung der F-35 Lightning II gewesen. Neben Tests und Verbesserungen bei der Konstrutktion für das Kampflugzeug gelte dies auch für die Zulieferer zur Produktion in großer Stückzahl. Damit werde das Land auch eine entscheidene Rolle bei der Wartung und technischem Support europäischer Flugzeuge spielen. Die F-35 hat damit industrielles Potenzial für die Niederlande.

Schulung der Piloten in Arizona

Die Lightning II soll in der Luftwaffenbasis in Leeuwarden der RNLAF stationiert werden. Die ersten zwei Flugzeuge bekamen die Niederlande offiziel bereits 2013 übergeben. Sie blieben jedoch für Testbetriebe an die US-Luftwaffenbasis Ewards in Kalifornien beordert. Das Flugzeug des heutigen Rollouts ist die erste F-35 für den Einsatz in der RNLAF-Flotte. Auch diese Flugzeug wird zunächst an die Luke Air Force Base in Arizona überführt, wo die Piloten auf das neue Flugzeug geschult werden. Die F-35 werde eine enorme Bedeutung für die Beteiligungen des Landes in Bündnissen spielen, so Lt. Gen. Dennis Luyt, Kommandeur der RNLAF (im Bild). Insgesamt haben die Niederlande 37 Flugzeuge der F-35 Lightning II bestellt.

Hersteller Lockheed Martin hat weltweit nun 360 Flugzeuge der F-35 ausgeliefert, welche auf 16 Basen über den Globus stationiert sind. Die Vorteile der F-35 sollen insgesamt bei der Tarnkappe liegen. Alle Waffen sind bei der F-35 in Schächten untergebracht. Damit soll sie für das Radar kaum zu erkennen sein und mit Überschall weit hinter feindliche Grenzen fliegen können. Bemängelt wurde jedoch auch schon eine Schwäche bei der Manövrierbarkeit, die im Luftkampf wichtig ist. Heute fliegt die Lightning II bei zehn Nationen. Bei zwei Ländern sei die F-35 schon kampferprobt, so der Hersteller.

Condor baut Flotte aus mit Boeing 757, A321 und A330

0

Condor startet im Sommerflugplan mit mehr Flugzeugen und mehr Flügen in den Sommer 2019: 17 Langstreckenflugzeuge fliegen dann in die USA und nach Kanada.

Durch drei eigene, zusätzliche Flugzeuge und damit insgesamt 41 Jets auf der Kurz- und Mittelstrecke stehen außerdem noch mehr Flüge nach Italien, Kroatien, in die Türkei und auf die Balearen im Flugplan. Flüge auf der Kurz- und Mittelstrecke soll es ab 34,99 Euro geben, in die USA reisen Urlauber ab 279,99 Euro pro Person und Strecke.

Langstrecke boomt: USA und Kanada

Die Thomas Cook Group Airline übernimmt zwei zusätzliche Flugzeuge des Typs Airbus A321, von denen bis Frühjahr 2019 jeweils ein Jet in die Flotte von Condor und der Schwesterairline Thomas Cook Airlines UK aufgenommen wird. Darüber hinaus fliegen schon ab Februar zwei weitere Boeing 757 bei Condor, die zuletzt ebenfalls bei der Group Airline-Schwester in Großbritannien eingesetzt wurden. Die Group Airline hat mit 103 Flugzeugen im Sommer 2019 somit die größte Flotte eigener Flugzeuge in ihrer Geschichte. Nach Christoph Debus, Chief Airline Officer der Thomas Cook Group, sind die neuen Flugzeuge eine Maßnahme für die Anforderungen in der Hochsaison.

Condor bietet im Vergleich zum vergangenen Sommer jeweils einen zusätzlichen wöchentlichen Flug nach Las Vegas (fünf Mal/Woche), Portland (fünf Mal/Woche), Phoenix (drei Mal/Woche) und Calgary (vier Mal/Woche) sowie Halifax (fünf Mal/Woche) an. Die Flüge werden mit Condor-Flugzeugen des Typs 767-300 durchgeführt.

Airbus A330 bei Condor

Um der ungebrochen hohen Nachfrage nach Langstreckenverbindungen gerecht zu werden, setzt Condor auf ausgesuchten Verbindungen in der Sommersaison einen Airbus A330 ein, der im vergangen Jahr für die Konzernschwester Thomas Cook Airlines in Großbritannien flog. „Das Flugzeug entspricht von innen und außen dem Group Airline-Standard und der -Qualität, an Bord genießen unsere Gäste den gewohnten Service von Condor“, so Ralf Teckentrup, CEO von Condor.

„Es zeichnen sich für Sommer 2019 klar die Favoriten Griechenland und Türkei, aber auch Italien ab. Um den Wünschen der Kunden auch für diese Zielgebiete nachzukommen, haben wir Kapazitäten im Sommer 2019 verschoben und bieten so vielfältige Verbindungen an die beliebtesten Ziele der Deutschen“, erklärt Ralf Teckentrup. Hierfür fliegen insgesamt 41 Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge ab Frankfurt, Düsseldorf, München, Hamburg, Hannover, Leipzig und Stuttgart. Ab Stuttgart sind dabei drei Boeing 737 einer Partnerfluggesellschaft im Einsatz, die mit Condor-Lackierung und Condor-Flugbegleitern abheben, um auch der Nachfrage in Baden Württemberg gerecht zu werden.

IAMA: LHT schmiedet Allianz für Flugzeugmodifikation

0

IAMA möchte Flugzeugbesitzer und Betreiber dabei unterstützen, ihre Flotten durch hochwertige Ausrüstung und im Rahmen gründlicher Inspektionen zu modifizieren und zu modernisieren – unabhängig davon, welches der IAMA-Mitglieder die technischen Dienstleistungen erbringt.

Mehrere bedeutende Unternehmen der Luftfahrtindustrie wollen gemeinsam eine Allianz für Flugzeugmodifikationen aufbauen. Als führende Ausrüstungsunternehmen der Luftfahrtindustrie haben EAD Aerospace, Envoy Aerospace, Etihad Airways Engineering und Lufthansa Technik eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Unabhängige Unternehmensallianz für Flugzeugmodifikation IAMA (Independent Aircraft Modifier Alliance) zu bilden.

Innenleben von Flugzeugen auf modernen Stand bringen

Modifikationen von Flugzeugen, wie zum Beispiel der Einbau neuer Kabinen, Connectivity-Lösungen oder Avioniksysteme, können im Rahmen einer ergänzenden Musterzulassung (Supplemental Type Certificate, STC) durch Anbieter wie die IAMA-Mitglieder zugelassen und dokumentiert werden. Die Allianz kümmert sich um die Anliegen ihrer Kunden in Bezug auf Dokumentation und die Verfügbarkeit von Daten und bildet ein weltweites Netzwerk zur Unterstützung der Kunden, das unterschiedliche Regulierungssysteme bei verschiedenen nationalen Behörden abdeckt.

Die wichtigsten Ziele der IAMA sind die Etablierung gemeinsamer Standards für die Dokumentation und Qualität ergänzender Musterzulassungen (STC), die Einrichtung einer offenen und gleichzeitig sicheren Dokumentationsplattform für Fluggesellschaften und Flugzeugeigner als Kunden, die STCs nutzen, sowie die Information von Öffentlichkeit und Fachkreisen über die Vorzüge von Lösungen mit STC-Zulassung.

Modifizieren nach transparenten Standards

Bernhard Randerath, Vice President Design, Engineering und Innovation bei Etihad Airways Engineering, sagte: „Diese Allianz ist ein positiver Schritt, um den Herausforderungen, denen sich Kunden heute bei STC-Lösungen stellen müssen, zu begegnen. Als größtes Instandhaltungsunternehmen im Nahen Osten setzen wir Herstellerlösungen ein. Aber Etihad ist auch bekannt für seine Innovationen und die eigenen STC-Modifikationen. Wir glauben, dass auch die OEMs von einem Beitritt zur IAMA profitieren werden, die allen Anbietern von Modifikationen offensteht.“

„Unsere Kunden benötigen ganzheitliche Lösungen und effiziente Unterstützung bei der Implementierung und vor allem im Betrieb danach. STCs sind eine schnelle, kosteneffiziente Möglichkeit zur Umsetzung von Modifikationen, und die IAMA ist ein vielversprechender Ansatz, um kritische Fragen wie eine einfache Dokumentation und die weitere Unterstützung während des Betriebs anzugehen.“

Thomas Rueckert, Leiter Base Maintenance und Aircraft Modification bei Lufthansa Technik, sagte: „Wir ermöglichen es Flugzeugbetreibern, objektiv und unabhängig über die bestmögliche Modifikationslösung für ihre Flotte zu entscheiden – und das ohne Bezug zu einem bestimmten Anbieter. Sicherheit und Flexibilität bei der Umsetzung von Kundenanfragen stehen zusammen mit Schnelligkeit und Effizienz im Mittelpunkt unserer Aktivitäten.“

„Darüber hinaus sind Werterhalt und eine zuverlässige Unterstützung über die gesamte Lebensdauer wesentliche Faktoren für Flugzeugbetreiber und -besitzer. Die IAMA wird gemeinsam transparente Standards entwickeln, die ihren Kunden helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen“, ergänzt Andreas Gherman, Leiter der Design Organisation bei Lufthansa Technik.

Plattform für Markt der Modifikationen

Patrick Gindre, Verkaufsdirektor von EAD Aerospace, sagt: „Der Anbietermarkt für Modifikationen benötigt ein ‚Zuhause‘, um unsere Herausforderungen und optimale Vorgehensweisen zu diskutieren und um unsere Dienstleistungen durch eine gemeinsame Botschaft an den Markt zu verbessern. Wir haben gemeinsam das Ziel, die Zukunft des STC in der Luftfahrt zu gestalten.“

Romain Mbwang Seppoh, Head of Airworthiness bei EAD Aerospace, fügt hinzu: „Der Nach- und Ausrüstungsmarkt hat besondere Herausforderungen bei der Organisation und dem notwendigen Datenaustausch, die wir mit den Kunden und Betreibern bewältigen müssen. Die IAMA wird eine gemeinschaftliche und sachkundige Referenz und Stimme gegenüber Behörden und Standardisierungskomitees bezüglich der Frage sein, wie STCs diese Anforderungen effizient erfüllen können. Da die IAMA im Zentrum der Aktivitäten steht, bewältigt sie solche Herausforderungen jeden Tag. Die Allianz wird angemessene und angepasste Vorschriften fördern und gemeinsam für ihre Mitglieder die optimalen Werkzeuge entwickeln und bereitstellen.“

„Wir freuen uns, Teil der IAMA zu sein“, sagte Adrian Honer, Partner und ODA Lead Administrator bei Envoy Aerospace, LLC. „Die Zugehörigkeit gibt unseren Mitgliedern eine wichtige Stimme, bei der Lösung von Problemen rund um die Zulassung von Nachrüstungen. Unsere Beteiligung an der IAMA spiegelt unsere Verpflichtung gegenüber unseren heutigen und zukünftigen Kunden wider, führend in der Qualität von Nachrüstzulassungen zu sein.“

Hersteller und Betreiber an Bord holen

Marilyn Feigl, Partner und ODA Administrator bei Envoy Aerospace, ergänzt: „Nachrüstmodifikationen an Flugzeugen stellen einzigartige Herausforderungen dar. Die IAMA wird ihren Mitgliedern Unterstützung und Beratung bei der Bewältigung dieser Herausforderungen bieten, insbesondere wenn es um Regulierungsbehörden und die Industrie insgesamt geht. Dies wird dazu beitragen, die Zulassungsstandards zu verbessern und die höchste Qualität von STC-Produkten sichern.“

Das Gründungstreffen der IAMA ist für das Frühjahr 2019 geplant. Die IAMA ist offen für alle Marktteilnehmer, einschließlich der Flugzeughersteller, Fluggesellschaften, Lieferanten und Lessoren. Die Gründungsmitglieder der Allianz sind der Überzeugung, dass ein starker und transparenter Nachrüstmarkt allen nutzt. Sie arbeiten zusammen an einem transparenten, eigenständigen und unabhängigen Markt für die Nachrüstung von Flugzeugen, um Betreibern eine größere Auswahl zu ermöglichen und Mehrwert für die Luftfahrtindustrie zu erzeugen. Im Bild: erneuerte A340-First Class bei Lufthansa.

Pilotin erzählt ihren Weg zum Traumberuf

0

Aktuell sind Frauen bei der Lufthansa Group im Cockpit mit unter 10 Prozent noch in einer deutlichen Unterzahl. Dabei zeigen Frauen schon längst, dass auch sie die Fliegerei drauf haben. Auch schon mit 26.

Lisa Thiele ist Pilotin bei Eurowings und wurde einen Tag lang auf einem Umlauf (Point-to-Point) begleitet. In einem Video gibt sie spannende Einblicke aus ihrem Berufsalltag als Pilotin. Seit knapp einem Jahr ist die 26-jährige gebürtige Fränkin aus der Nähe von Nürnberg als A320-First Officer bei Eurowings auf Strecke unterwegs. Andere gehen ins Büro, Lisa in die Luft – besonders interessant ist, warum sich Lisa damals dazu entschieden hat, Pilotin zu werden.

Frauen im Cockpit

In dem Videointerview wird ihr Werdegang zur Pilotin ab der Ausbildung an der European Flight Academy geschildert, die Aufgaben, die sie nun im Cockpit hat, als auch, wie sich Lisas Faszination am Fliegen mit dem Privaten Leben vereinen lässt. Auch bei der Konzernmutter Lufthansa sind schon lange Frauen am Steuer. Manchmal fliegen sogar nur weibliche Besatzungen einen Flug, womit Lufthansa auf die Berufsmöglichkeiten auch für Frauen hinweisen will. Das Videointerview mit Eurowings-Pilotin Lisa können Sie direkt auch hier ansehen.

Luftfahrt in Ghana seit 15 Jahren mit Emirates

15 Jahre ist es nun her, dass Emirats von Dubai nach Ghana fliegt. Das Jubiläum zum Kotoka International Airport (ICAO: DGAA; IATA: ACC) hat die Fluggesellschaft nun feierlich inszeniert.

Im Januar 2004 startete Emirates die Verbindung mit einer Boeing 777 dreimal die Woche in die ghanaische Hauptstadt Accra. Schon 15 Monate später wurde die Frequenz verdoppelt. 1,6 Mio. Menschen hat die große internationale Airline nun schon auf der Route befördert. Heute wird die Abidjan – Accra – Dubai sogar täglich geflogen und ab 02. Juni sollen es elf wöchentliche Flüge nach Accra werden.

Airbus A380 in Ghana

Im Oktober landete sogar erstmals ein Superjumbo Airbus A380 in Ghana. Dabei wurden Abläufe für das Abfertigen des Flugzeugs am Flughafen getestet und der Grundstein für weiteres Wachstum gelegt. Derzeit betreibt Emirates aber weiterhin das eine andere Flugzeugmuster in der Flotte, die B777-300ER, nach Accra. Die Ghanaer, so Emirates, reisten besonders oft über Dubai in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach China, Singapur, Indien, in die USA und nach London.

Lufthansa erforscht Trends der Reisebuchung in Fernost

0

Mit über 100 Gästen aus dem asiatischen Travel & Mobility Tech Ökosystem, internationalen Medienvertretern sowie Entscheidern der Lufthansa Group eröffnete der Lufthansa Innovation Hub (LIH) am Montag seinen ersten Auslandsstandort in Singapur.

Die Erweiterung der 2014 etablierten Digitalisierungs- und Innovationseinheit des Luftfahrtkonzerns ist eine strategische Antwort auf die rapide zunehmende Bedeutung des asiatischen Technologiesektors für die Zukunft von Reise und Mobilität.

Was bedeutet Digitalisierung beim Reisen?

Der Fokus des LIH Singapur liegt zunächst auf einer tiefgehenden Ergründung spezifischer Marktentwicklungen im Kontext der Digitalisierung von Reise und Mobilität, einer Verzahnung mit relevanten Akteuren und ersten strategischen Partnern vor Ort. Es ist die erste Initiative dieser Art einer westlichen Airline auf dem asiatischen Kontinent. Eine erste Kooperation mit INSEAD wurde bereits gestartet, weitere werden gegenwärtig mit etablierten Akteuren des Markts exploriert:

Der LIH und INSEAD in Singapur, eine der weltweit führenden Businessschools, haben eine Forschungsallianz zum Thema „Die Zukunft der Arbeit“ und deren Relevanz für die Veränderung von Geschäftsreisen geschlossen. Das Projekt wird von den Trend & Market Intelligence-Spezialisten des LIH in Singapur und Berlin geleitet. Ziel ist es zentrale Erkenntnisse in einem Whitepaper zu veröffentlichen und diese in ein Testprojekt zu überführen, das mit der Lufthansa Group validiert wird.

Die hergeleiteten Research-Erkenntnisse sollen baldmöglichst unter realen Bedingungen validiert werden. Dazu befindet sich der LIH in Gesprächen mit WeWork, Singapurs Flughafen Changi, einer der technologisch-führenden Flughäfen der Welt sowie dem Flughafen München, der gemeinsam mit Lufthansa Group sein Terminal 2 betreibt.

Vorreiter Singapur, bald folgt Shanghai

Für Gleb Tritus, Managing Director des Lufthansa Innovation Hubs, ist Singapur ein klarer Vorreiter der Mobilitätsinnovation. Die erste Kollaboration mit INSEAD und anderen lokalen Spielern verdeutlichen, wie experimentier- und explorationsfreudig etablierte Akteure vor Ort seien.

Im Laufe des Jahres ist die Eröffnung eines weiteren Standorts in Shanghai, China geplant. Der Schritt nach Asien mit einem Fokus auf neue, digitale Geschäftsmodelle ist Bestandteil der Digitalstrategie der Lufthansa Group, die eine entschiedene Ausweitung der Aktivitäten entlang der gesamten Reise- und Mobilitätskette sowie eine nachhaltige Vernetzung mit relevanten Technologie-Spielern vorsieht.

Innovationsschwerpunkt in Fernost

„Mehr denn je sind asiatische Startups, aber auch digitale Konzerne treibende Kraft eines fundamentalen Wandels entlang der Reisekette. Mit der Expansion des Lufthansa Innovation Hubs wollen wir genauso wie in unseren Heimatmärkten ein ernstzunehmender Teil dieses aufstrebenden Ökosystems werden“, so Dr. Christian Langer, Vice President Digital Strategy der Lufthansa Group und Managing Director des Lufthansa Innovation Hub. Das im Aufbau befindliche, lokale Team in Singapur baut auf eine enge Verzahnung mit der bestehenden Asien-Pazifik-Organisation der Lufthansa, um insbesondere von deren lokaler Marktexpertise und Netzwerk zu profitieren.

Raumfahrtindustrie Zugpferd für britische Wirtschaft

0

Im Vereinigten Königreich (UK) ist die Zahl der Arbeitsplätze in der Raumfahrtindustrie um rund 3.400 Stellen gewachsen, wie aus dem Size & Health-Report für den Sektor hervorgeht.

Der ‘UK space industry: size and health report’ gilt als die aussagekräftigste Erhebung über diesen Wirtschaftssektor. Er führt aus, dass seit 2012 im Durchschnitt 39 neue Unternehmen pro Jahr dem Sektor beigetreten sind. Das Wachstum der Branche lag 2014/15 noch bei 1,6 Prozent, war 2015/16 auf 2,1 Prozent und 2016/17 sogar auf 4,5 Prozent gestiegen.

Dabei gehe viel von diesem Wachstum auf Herstellung wie Satelliten und Bodensysteme sowie deren Komponenten zurück. Diese Produktion allein steige mit einer Rate von 27 Prozent jährlich. UK ist hier gerade im Bereich Kommunikationssatelliten weltweit gut aufgestellt. An die Satelliten angeschlossen ist ein Markt von Dienstleistungen, der auch zu anderen Sektoren von insgesamt 300 Mrd. Britische Pfund am Bruttoinlandsprodukt (GDP) jedes Jahr beiträgt, gegenüber 250 Mrd. zum Vorjahr. Auch Erdbeobachtung und Landwirtschaftliche Datenerhebung wächst jährlich um 25 Prozent mit zuletzt 92 Mrd. Pfund im GDP.

Ausbau der Raumfahrt nach Brexit

Forschungsminister Chris Skidmore sagte, die Raumfahrtindustrie ist eine Erfolgsgeschichte für das Vereinigte Königreich. Nicht nur der Umsatz, sondern auch die jetzt 41.900 oft hochqualifizierten Arbeitsplätze trügen zum Erfolg des Landes bei. Dazu soll auch die Forschungs- und Testinfrastruktur weiter ausgebaut werden. Etwa durch eine Satellitentestanlage nahe Oxford.

Insbesondere im Zuge des Brexits steht die Frage im Raum, wie es mit der Zusammenarbeit der Festlandseuropäer mit den Briten weitergeht. Raumfahrt ist, je mehr es um große Projekte wie die ISS oder Galileo geht, stärker als alles andere auf internationale Zusammenarbeit angewiesen. Für eine möglicherweise nötige Disintegration einzelner Projekte, zB. ein eigenes Satellitennavigationssystem nach einem Ausstieg aus Galileo, werden schon Vorkehrungen getroffen. Auch eigene Raketenstartplätze für Senkrechtstart und horizontalen Startflug sollen in UK errichtet werden.

Eurowings legt Mallorcaflüge ab Zürich auf

Eurowings ergänzt mit den neuen Verbindungen Flüge von SWISS und Edelweiss und bietet bereits jetzt das mit Abstand breiteste Angebot aus dem deutschsprachigen Raum auf die beliebte Ferieninsel.

Ansprechende Ferienziele werden damit auch von der Schweiz aus vorangetrieben: Ab dem 01. April 2019 fliegt die Airline zunächst mit vier Verbindungen pro Woche, wenig später dann fünfmal pro Woche von Zürich nach Palma de Mallorca. Die Airline aus dem Lufthansa-Konzern ist aktuell die zweitgrößte Fluggesellschaft am Airport von Palma.

Eurowings bietet die für Kurzurlauber und Feriengäste perfekte Flugverbindung an den Tagen Montag, Dienstag, Donnerstag, Samstag und später auch Sonntag an – mit Abflügen ab Zürich jeweils am späten Vormittag und Ankunft in Palma gut zwei Stunden später. Sonntags fliegt Eurowings abends, was den Gästen eine effektive Nutzung des Wochenendes für einen Kurzurlaub auf der frühsommerlichen Baleareninsel erlaubt. Flüge soll es zu Preisen ab 69 CHF (ab Zürich) und 59 CHF (ab Palma) Oneway geben.

BARIG mit Transportexperten UNEX Consulting

0

UNEX Management Consulting Group tritt als Berater für die Bereiche Passagierluftfahrt, Luftfracht, Flughäfen, Eisenbahn, Autovermietung und Kreuzfahrt in mehr als 40 Ländern auf. Jetzt ist UNEX Mitglied im Fluggesellschaftennetzwerk BARIG.

Das BARIG (Board of Airline Representatives in Germany), die gemeinsame Interessenvertretung von über 120 nationalen und internationalen Fluggesellschaften in Deutschland, ergänzt mit der UNEX Management Consulting Group ihre Business-Partnerschaften. Zum Portfolio der Unternehmensberatung gehört auch der Bereich UNEX Travel & Transport.

Transportexperten von UNEX können Digitalisierung

UNEX Management Consulting Group bietet neben der strategischen Unterstützung auch Beratung für Prozesse und das Thema Operations für diverse Industriesegmente an und unterstützt Unternehmen dabei, ihre Wettbewerbsposition zu stärken. Dafür stehen unter anderem international erfahrene Manager mit Führungserfahrung zum Beispiel aus dem Bereich Travel & Transport zur Verfügung. Neben den beiden Hauptstandorten in Hamburg und München verfügt die Unternehmensberatung über ein Partnerschafts-Netzwerk in mehr als 15 Ländern in Europa, Asien, Afrika sowie Nord- und Südamerika.

Benno Daegling, Managing Partner bei UNEX: „Seit 1999 sind wir im Bereich der Luftfahrt aktiv. Mit der Digitalisierung und sich verändernden Kundenerwartungen eröffnen sich auch in der Reisebranche und dem Transportwesen neue Chancen. Wir freuen uns daher auf die Möglichkeiten zum Austausch mit Vertretern der Fluggesellschaften, die uns die BARIG Business Partnerschaft eröffnet.“

Tankflugzeug Airbus A330 MRTT für Korea

0

Airbus hat das erste Mehrzwecktankflugzeug A330 MRTT (Multi Role Tanker Transport) an die koreanische Luftwaffe ROKAF übergeben.

Mit dem A330 MRTT kann die ROKAF (Republic of Korea Air Force) über Luftbetankung nicht nur die Reichweite ihrer Kampfjets verlängern, sondern erhält auch deutlich bessere Kapazitäten zum Fracht- und Truppentransport durch den flexibel einsetzbaren Airbus MRTT. Das Tankflugzeug füür Südkorea wird von Trent 700-Trieberken angetrieben. Die A330 MRTT kann aber auch als fliegendes Lazarett konfiguriert werden.

Südkorea ist nun schon das siebte Land, welches die A330 MRTT betreibt. Zwölf Länder haben das Flugzeug bestellt. Dagegen beginnt Boeing mit seinem neu entwickelten Tankflugzeug KC-46 auf B767-Basis, genannt Pegasus, gerade erst mit der Auslieferung der ersten Flugzeuge. Airbus zählt nun schon 35 Einheiten der A330 MRTT im Einsatz.

Bombardier verlängert Wartungsintervalle für Learjet

Bombardier hat das Wartungsintervall für die Triebwerke der Businessflugzeuge Learjet 70 und Learjet 75 angehoben. Das gaben die Kanadier gleichzeitig mit einem Meilenstein von 25.000.000 erreichten Flugstunden der weltweiten Flotte bekannt.

Der erste Learjet hob 1964 ab, wie Bombardier mitteilt. 1990 hatte Bombardier die Learjet Corporation übernommen und erst 2013 den Learjet 75 eingeführt. Die Inspektionen der Kraftwerke werden nun von 3.000-Stundenintervallen auf 3.500 Stunden angehoben. Der verminderte Wartungsaufwand reduziert natürlich auch die Betriebskosten der Flugzeuge für die Betreiber. Die leichten Business Jets sind nach Part 25 Lufttüchtigkeitsstandards zugelassen, wie auch Airliner es sind. vor Kurzem hat Bombardier zudem ein Upgrade für die kompakten Businessjets mit einer Reichweite von 2.000 Nautischen Meilen (3.704 Kilometer) auf die Avionik Garmin 5000 angekündigt.

OHB und IAI aus Israel wollen Mondfahrzeug etablieren

OHB und IAI wollen Europa ein Mondlandesystem (Lunar Surface Access Service – LSAS) für Nutzlasten von bis zu 150 kg Gewicht anbieten.

OHB System und Israel Aerospace Industries (IAI) haben auf der Ilan Ramon Space Conference eine Kooperationsvereinbarung dazu unterzeichnet. Das Abkommen wurde im Beisein von Johann-Dietrich Wörner, Generaldirektor der ESA, Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Avi Blasberger, Generaldirektor der Israelischen Raumfahrtagentur ISA, Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB SE und der OHB System AG, und Opher Doron, Generaldirektor der Raumfahrtsparte von IAI und Morris Kahn, Präsident von SpaceIL, unterschrieben.

Mondfahrzeug aus Israel schon flugbereit

Im Rahmen der Vereinbarung wird die OHB System AG, welche zur OHB SE gehört, mit ihrer Expertise an erfolgreichen Weltraummissionen als Generalunternehmer die Zusammenarbeit mit der ESA und den Entwicklern der wissenschaftlichen Nutzlasten für das Mondlandefahrzeug koordinieren. IAI stellt eine Version ihres Mondlandefahrzeugs zur Verfügung, das man für das SpaceIL-Projekt mitentwickelt und gebaut hat – flugbereit für den Start im nächsten Monat von den USA aus.

OHB hat zunächst die Schnittstellenfunktion zum Wissenschaftsteil und soll die Vermarktung der Flugdienste übernehmen sowie gemeinsam mit potenziellen Kunden die Aufgabenstellung der Mission definieren. Außerdem koordiniert OHB das Projekt und die Mission von der Nutzlastenauswahl und ‑integration bis hin zum Start und Missionsbetrieb. Perspektivisch ist auch eine Unterstützung für das Mondlandefahrzeug vorgesehen. IAI wird das Mondlandefahrzeug bauen, für die vorgesehenen Nutzlasten anpassen, in die Trägerrakete integrieren, die LEOP-Phase & die Außerbetriebnahme unterstützen sowie technische Unterstützung in allen Missionsphasen – vom Entwurf über die Nutzlastenintegration bis hin zum Start und Missionsbetrieb – leisten.

Mond für Landung des Menschen erschließen

Die ISRU-Initiative der ESA (Initiative zur Untersuchung der In-Situ-Ressourcennutzung) sieht Landungen auf dem Mond vor, um Technologien zur Herstellung von Sauerstoff, Wasser und anderen Rohstoffen aus Mondboden zu testen sowie Proben von der Mondoberfläche zu nehmen und zu analysieren. Diese Technologien werden für die künftige menschliche Besiedlung anderer Planeten benötigt. Jan Wörner, Generaldirektor der Europäischen Raumfahrtagentur ESA, sagt: „Das ist ein weiterer Baustein für das Moon Village – hervorragend!“

„Die Erforschung des Mondes und ihn als Basis zu nutzen, ist für mich der logische nächste Schritt, der viele Vorteile und Möglichkeiten bietet. Die Landung auf dem Mond ist jedoch immer noch eine besondere Herausforderung. Bei OHB haben wir mehrere Technologiestudien zur Mondlandung, zur Nutzung von Mondrohstoffen, z.B. für die Gewinnung von Treibstoff, Sauerstoff oder Wasser, und zur Robotik durchgeführt. Außerdem haben wir große Erfahrung in der Handhabung und Unterbringung sehr unterschiedlicher Nutzlasten auf Raumfahrzeugen. Ich freue mich sehr darauf, die Expertise von OHB in die Zusammenarbeit mit IAI einzubringen und die Herausforderungen künftiger Mondprogramme gemeinsam anzugehen“, sagte Marco Fuchs.

Beresheet startet bald zur Mondoberfläche

Nimrod Sheffer von IAI sagte: „IAI ist stolz darauf, mit einem weltweit führenden Satellitenhersteller sowie der europäischen Weltraumorganisation als auch dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt zusammenzuarbeiten. Dies ist eine besondere Auszeichnung für die israelische Raumfahrtindustrie. Das technologische Know-how, das wir im Rahmen des SpaceIL-Projekts bei der Entwicklung und dem Bau des Mondlandefahrzeugs ‚Beresheet‘ erworben haben und die Zusammenarbeit mit OHB werden es uns ermöglichen, an vorderster Front an der Erforschung des Weltraums teilzuhaben. Wir sind stolz darauf, für die israelische Raumfahrtindustrie neue Grenzen zu öffnen und freuen uns auf den Start von ‚Beresheet‘ und seine Reise zum Mond im nächsten Monat.“ Avi Blasberger, Generaldirektor der israelischen Raumfahrtagentur ISA: „Wir begrüßen Vereinbarungen, die die israelische Raumfahrtindustrie fördern. Der israelische Lander zum Mond hat ein bedeutendes wirtschaftliches Potenzial.“

Die OHB-Gruppe arbeitet beim Thema Mondlandesysteme auch mit dem amerikanischen Weltraumunternehmen Blue Origin zusammen. Auf dem Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen im Oktober 2018 haben beide Unternehmen einen Letter of Intent unterzeichnet. Ziel ist es, auszuloten inwieweit OHB und sein Tochterunternehmen MT Aerospace mit Blue Origin über den Atlantik hinweg erweitert zusammenarbeiten können. Die Unternehmen haben sich für eine zukünftigen Blue Moon-Mission zum Mond zusammengeschlossen – Blue Moon ist Blue Origins Mondlandegerät, das mehrere Tonnen Fracht zum Mond bringen kann.

OHB und Blue Origin entwickeln zusammen

Die Unternehmen planen zudem bei einer Nutzlast an Bord der wiederverwendbaren Orbitalrakete New Glenn von Blue Origin zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus beschäftigt sich die OHB-Gruppe auch mit der Machbarkeitsprüfung einer lunaren, orbitalen Basis als Ausgangspunkt für astronautische Missionen zu Mond oder Mars. Der Arbeitstitel dafür laut Lunar Orbital Platform-Gateway, kurz Gateway. Die OHB System AG wurde für die Beteiligung an einer von zwei parallelen Studien zur Planung des europäischen Moduls ESPRIT (European System Providing Refuelling, Infrastructure and Telecommunications) ausgewählt.

Das Foto zeigt (v.l.) Jan Wörner, Generaldirektor ESA, Pascal Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende DLR, Marco Fuchs, CEO OHB SE, Opher Doron, General Manager Raumfahrtsparte von IAI und Avi Blasberger, Generaldirektor der ISA, Morris Kahn, Präsident SpaceIL

Ryanair hat Laudamotion jetzt komplett übernommen

0

Ryanair hat die noch junge Billigfluggesellschaft Laudamotion, gegründet von Luftfahrt- und Motorsportlegende Niki Lauda, komplett übernommen. Das haben Ryanair und die Low Fare Airline aus Österreich heute bestätigt.

Ryanair war bereits Anteilseigner, im Sommer 2018 bei der neue Airline eingestiegen und hat Ende Dezember den Erwerb von 100 Prozent der Laudamotion GmbH der NL Holding abgeschlossen. Laudamotion ist jetzt eine Tochtergesellschaft der Ryanair Holdings Plc, welche Eigentümerin Europas größter Airline ist. Mit dem Logo der irischen Harfe fliegen sonst nur Boeing 737, und das schon ca. 450 Flugzeuge. 2025 will Ryanair die Flotte schon auf 585 Flugzeuge vergrößert haben.

Ryanair will Laudamotion weiter etablieren

Aber auch durch die Tochterfluggesellschaft will der Low-cost-Carrier jetzt wachsen. Mit Laudamotion betreibt Ryanair erstmals Flugzeuge von Airbus. Die A320-Flotte, deren Flugzeuge aus der in Insolvenz gegangenen airberlin stammen, soll weiter ausgebaut werden. Mit der Aufstockung der Flotte im Sommer 2019 von 19 auf 25 Flugzeuge will die Airline den eingeschlagenen Wachstumskurs weiter verfolgen. Für weitere Flugzeuge wurden bereits eine Reihe an LOI-Verträge mit Leasinggebern unterzeichnet, sodass dass sich die Flotte der Laudamotion im Jahr 2020 auf 30 Airbus A320 erhöht. Dieser Flottenausbau ermöglicht die Passagierzahlen von vier Millionen Gästen im ersten Jahr auf sechs Millionen Gäste im zweiten Jahr (FY2020) zu steigern. Im Geschäftsjahr 2020/21 plant die Airline bereits 7,5 Millionen Passagiere zu befördern.

Mit der Ryanair Holding will Laudamotion eine Reihe von weiteren Wachstumsinitiativen an:

  • Mehr Flugzeuge in den Basen: Die Flotte wird in den vier Laudamotion Basen ausgebaut. In Wien erhöht sich die Anzahl der Airbus A320 von vier auf acht, in Düsseldorf auf sieben, in Stuttgart auf drei und in Palma auf zwei. Im Winter 2019 wird die Flotte auf elf Flugzeuge in Wien erweitert und bringt somit Laudamotion auf Platz 2 aller Airlines in Wien, direkt hinter Austrian Airlines.
  • Laudamotion gibt den ersten Teil des Winterflugplans 2019/20 zur Buchung frei und bietet Fluggästen schon mehr Frequenzen an. Insbesondere ab Wien komplettieren neue Verbindungen das Portfolio der größten Heimat-Basis. Der restliche Winterflugplan mit über 20 neuen Zielen aus Wien, Stuttgart, Düsseldorf und Palma wird in den nächsten zwei Monaten veröffentlicht.
  • Auch personell legt Laudamotion derzeit auf Rekordkurs. Bis zu 400 neue Arbeitsplätze für Piloten, Kabinenpersonal und Technik werden bis 2020 ausgeschrieben. Durch die Umsiedlung des Headquarters zum Concorde Business Park liegt auch räumlich eine positive Veränderung vor. Im März 2019 beziehen alle Headquarter-Mitarbeiter in Wien brandneue und moderne Arbeitsplätze.
  • Zur Feier der Veröffentlichung des Winterflugplans startet Laudamotion mit einer Rabattaktion durch und bietet 250.000 Tickets ab 19,99 Euro One-Way im Februar, März, April und Mai von Wien, Stuttgart und Düsseldorf an.

Pläne der Laudamotion in vollem Gang

Laudamotion CEO, Andreas Gruber: „Laudamotion blickt mit der Unterstützung von Ryanair mit großer Zuversicht in die Zukunft und plant in den nächsten drei Jahren ein Rekordwachstum mit einem jährlichen Passagieraufkommen von zehn Millionen. Sobald wir unsere finalen Gespräche mit den Flughafen Handling Partnern erfolgreich abgeschlossen haben, werden wir bis Ende März zusätzlich noch über 20 Routen für den Winter 2019 veröffentlichen. Unser Sommer 2019 Flugprogramm ermöglicht ein Passagierwachstum auf über sechs Millionen im Jahr 2, mit einem Wachstum von mehr als 50 Prozent, gemessen an den vier Millionen Passagieren die im Jahr 1 transportiert werden. Zudem werden wir natürlich auch weiterhin unseren Passagieren Flüge zu einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis, mit unserem charmanten Lauda Service, ab unseren Basen in Wien, Stuttgart, Düsseldorf und Palma mit einer einheitlichen Airbus Flotte anbieten.“

Zu Austrian Airlines aufschließen

Laudamotion Deputy CEO, Colin Casey: „Der stetige Wachstum der Laudamotion spiegelt sich auf in den derzeit laufenden Verhandlungen mit über 50 Flughäfen über neue Routen und Handling-Verträge wieder. Durch den Verkauf und Schließung einiger Stützpunkte anderer Fluggesellschaften zeigt sich Österreichs Low Fare Airline Nr. 1 als attraktiver neuer Arbeitgeber“. Dabei gehen schon viele Bewerbungen von Piloten- und Kabinenpersonal bei der Fluggesellschaft ein, wobei das Flottenwachstum sich nicht nur auf den deutssprachigen Raum konzentriere, sondern auf ganz Europa. Casey weiter: „Im Winter 2019 planen wir, mindestens eine neue Basis außerhalb Österreichs und Deutschlands ankündigen zu können. In Mittel- und Westeuropa gibt es eine Reihe neuer Flughäfen, die dieses Geschäft für sich gewinnen wollen. In einer Zeit, in der Austrian Airlines 13,9 Millionen Passagiere befördert, haben wir aufregende Pläne, auf zehn Millionen Passagiere innerhalb der nächsten drei Jahre zu wachsen und werden damit Österreichs zweitgrößte Airline.“

Navy unterzeichnet Milliardenvertrag für P-8A Poseidon

Die US-Navy hat für 2,4 Mrd. US-Dollar den Bau von 19 weiteren Flugzeugen der P-8A Poseidon bei Boeing in Auftrag gegeben. Der Vertrag umfasst nicht nur zehn zusätzliche Flugzeuge zur derzeitigen Flotte von P-8A bei der US-Navy.

Fünf Flugzeuge davon sind bereits für Norwegen unter Vertrag und vier sind bestimmt für einen bestehenden Vertrag mit dem Vereinigten Königreich, welches damit auf neun Flugzeuge kommen wird. Die beiden Länder erhalten die Flugzeuge über ein Verkaufsprogramm (Foreign Military Sales) von den amerikanischen Seestreitkräften und erhalten die Varianten P-8A Poseidon. Das UK soll sein erstes Flugzeug noch dieses Jahr erhalten, Norwegen soll 2021 sein erstes Poseidon-Flugzeug bekommen.

P-8 militarisierte Boeing 737

Die P-8 basieren auf dem Passagierflugzeug Boeing 737. Als militarisierte Poseidon erhalten sie Waffen fürs Seegefecht. Neben einem, System zur Luftbetankung, einem Bombenschacht und Pylonen zur Waffenaufhängung – zwei an jedem Flügel – kann die Poseidon auch auch 129 Sonarbojen aufnehmen. Die Varianten der P-8, P-8A und P-8I, patroullieren zur Aufklärung, Überwachung, SAR und können Missionen gegen Uboote und Landziele ausführen. Dabei soll der Support Airliner-ähnlich durchgeführt und günstig gehalten werden.

Usedom im Sommer ab Dortmund Direktziel

0

Ab 04. Mai gibt es eine Verbindung von Dortmund über den Luftweg auf Usedom. Eurowings legt bis zum 26. Oktober jeden Samstag einen Flug nach Heringsdorf auf.

In unter 100 Minuten kommen Urlauber so vom Ruhrgebiet an die Ostsee. „Wir freuen uns, dass unseren Fluggästen ein neues attraktives Sommerziel ab dem Dortmunder Flughafen zur Verfügung steht“, so Guido Miletic, Abteilungsleiter Marketing & Sales am Dortmund Airport.

Sonnenziel Usedom

Usedom gehört mit seinen knapp 2.000 Sonnenstunden im Jahr zu den son- nenreich sten Regionen Deutschlands und erfreut sich deshalb bei Urlaubern großer Beliebtheit. Aber nicht nur das Wetter, auch 42 km Sandstrand und viele Wellnessangebote machen die deutsche Insel für Touristen anziehend. Die längste Strandpromenade Europas lädt zum Flanieren und Verweilen ein. Auch Aktiv-Urlauber kommen auf ihre Kosten: Für Golfer, Angler und Segler bietet Usedom ideale Voraussetzungen samt Wassersportarten.

Austro Control aktualisiert Onlinekarte VFR Austria

0

Die „Onlinekarte VFR Austria“ ist ein Online-Kartendienst der Flugsicherung Austro Control mit umfassenden geobezogenen Luftfahrtinformationen für die Allgemeine Luftfahrt innerhalb von Österreich.

Die neue Onlinekarte beinhaltet grundsätzlich jene Informationen, die in der Luftfahrtkarte ICAO – 1:500.000 innerhalb von Österreich dargestellt werden. Darüber hinaus können u.a. auch Gebiete für Luftsport und Erholungsaktivitäten, zeitweilige Luftraumbeschränkungsgebiete, Höhenmessereinstellregionen („Altimeter Setting Areas“), Modellflugplätze, alle im Luftfahrthandbuch Österreich verlautbarten Luftfahrthindernisse sowie georeferenzierte Sichtflugverfahren für einzelne Flugplätze visualisiert werden.

Luftfahrtkarte: Inhalte flexibel einblenden

Die Möglichkeit der interaktiven Nutzung der Onlinekarte erlaubt dem Nutzer die individuelle Zusammenstellung von Inhalten (gezieltes Ein- und Ausblenden von Luftfahrtinformationen), die flexible Änderung des Kartenmaßstabes (z.B. mit dem Mausrad), das Zeichnen von eigenen graphischen Objekten (Symbole, Linien, Flächen, Texte), die gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt wieder geladen werden können, das Exportieren von Luftfahrtdaten, das Importieren von KML-, KMZ- und GPX-Dateien sowie das Messen in der Karte (auch in Nautischen Meilen).

Die „Onlinekarte VFR Austria“ stellt den aktuellen Stand der Luftfahrtinformationen dar und basiert auf dem operativen Status der zu diesem Zeitpunkt gültigen Berichtigungen und AIRAC-Berichtigungen des Luftfahrthandbuchs Österreich sowie auf ausgewählten zeitweiligen Luftfahrtinformationen (z.B. zeitweilige Luftraumbeschränkungsgebiete). Hier gelangen Sie zur Onlinekarte VFR Austria.

Datengrundlage mit Historie

Um die Kartenapplikation zu starten, klicken Sie „Online Chart VFR Austria“ aus. Um Darstellungsprobleme zu vermeiden, wird empfohlen, von Zeit zu Zeit den Browser-Cache zu leeren. Die „History“ der Kartenapplikation kann hier nachvollzogen werden, um technische Wartungen, Software Updates, Datenaktualisierungen und neue Onlinekarten zu sehen. Eine Kurzanleitung zur Benutzung der Kartenapplikation finden Sie hier.

Empfohlene Webbrowser zur Verwendung sind Mozilla Firefox, Google Chrome und Microsoft Edge. Die Nutzung der dort dargestellten Onlinekarte ist ein Zusatzservice der Austro Control und ersetzt nicht die gesetzlich vorgesehene Flugvorbereitung, insbesondere nicht die Beachtung der aktuellen Ausgabe des Luftfahrthandbuchs Österreich, sowie AIP Supplements, NOTAMs und AICs und ist somit nur ergänzend zu den luftfahrtüblichen Verlautbarungen zu verwenden. Die kommerzielle Nutzung der hier dargestellten Onlinekarte und/oder der darin enthaltenen Daten ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung durch Austro Control gestattet.

Luftfahrt in Deutschland wächst immer schneller

0

Die Zahl der Flüge in Deutschland steigt – und das mit zunehmender Geschwindigkeit: Zum fünften Mal in Folge lag die jährliche Steigerungsrate über der des Vorjahres, wie aus den von der Deutschen Flugsicherung kontrollierten Flügen hervorgeht.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH hat 2018 im deutschen Luftraum so viele Flüge gezählt wie nie zuvor. Insgesamt wurden 3.346.448 Millionen Flüge nach Instrumentenflugregeln registriert. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 4,2 Prozent und damit beständig mehr Wachstum als die Jahre zuvor (2014: 0,9 Prozent; 2015: 1,6 Prozent; 2016: 2,6 Prozent; 2017: 3,3 Prozent).

„Ein Flughafen Stuttgart mehr im Jahr“

Nachdem 2015 erstmals die Drei-Millionen-Marke durchbrochen wurde, steuert Deutschland nun auf dreieinhalb Millionen Flüge nach Instrumentenflugregeln zu. 2018 wurden im deutschen Luftraum über 130.000 Flüge mehr gezählt als im Vorjahr (2017: 3,21 Millionen). Das entspricht dem jährlichen Verkehrsaufkommen des Flughafens Stuttgart. Der verkehrsreichste Tag 2018 war der 07. September mit 11.024 kontrollierten Flügen. Auch das ist ein neuer Rekord: Der Spitzenwert des Vorjahres, 10.667 Flugbewegungen an einem einzigen Tag wurde um 3,5 Prozent übertroffen.

Luftraum über Deutschland

Die Zahl der Überflüge legte 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent zu. Die Anzahl der Starts und Landungen an den internationalen und regionalen deutschen Flughäfen stieg ebenfalls. Im Jahr 2018 registrierte die DFS insgesamt 2.297.425 Starts und Landungen, vier Prozent mehr als im Vorjahr. An den 16 internationalen Flughäfen wurden 2.129.744 Starts und Landungen (+ 4 Prozent) gezählt. An den 21 regionalen Flughäfen in Deutschland waren es 167.681 (+ 4,1 Prozent).

Neue Express Cargo Airline CargoLogic im BARIG

CargoLogic Germany, eine gerade in Gründung befindliche Frachtfluglinie, hat sich schon dem Board of Airline Representatives in Germany e.V. (BARIG) angeschlossen.

Luftfracht und Logistik gewinnen wie die Luftfahrt insgesamt zunehmend an Bedeutung. Für die Arbeit des BARIG sind sie naturgemäß wichtige Themenfelder. BARIG-Generalsekretär Michael Hoppe. „Wir freuen uns daher, dass wir mit CargoLogic Germany einen neuen Player für die Mitgliedschaft im weltgrößten Board of Airline Representatives gewinnen konnten, der auch Teil unseres Cargo Committee sein wird.“ Der Verband mit Sitz am Frankfurter Flughafen vertritt in Deutschland die Interessen von mehr als 120 deutschen und internationalen Fluggesellschaften gegenüber Flughafenbetreibern, Politik, Behörden und weiteren Institutionen.

Spezialiserung auf Expressfracht per Luft

CargoLogic Germany ist im vergangenen Jahr als Unternehmensname eingetragen worden und beantragte beim Luftfahrtbundesamt die Betriebsgenehmigung und das Air Operator Certificate (AOC). Heimatbasis ist der Flughafen Leipzig/Halle. Die Flotte besteht zu Beginn aus drei Boeing 737 Frachtflugzeugen, mit denen die Airline Ziele in der EU und darüber hinaus bedienen kann, sobald die Betriebsgenehmigung und das AOC vorliegen. „CargoLogic Germany wird sich im Expressfrachtsektor betätigen“, erklärt Ulrich Ogiermann, Geschäftsführer von CargoLogic Germany. „Für uns sind daher die kompetente Vertretung durch das BARIG in vielen für die Luftfracht wichtigen Fragen sowie die weiteren Vorteile, die uns die Mitgliedschaft bietet, von besonderem Interesse.“

KC-46: Die ersten zwei Flugzeuge bei Air Force

Boeing hat die ersten zwei Flugzeuge der KC-46 Pegasus Lufttanker vom Everett Paine Field an die McConnell Air Force Base überführt. Dort empfing sie das 22. Luftbetankungsgeschwader.

McConnell in Wichita, Kansas, wird noch zwei weitere Flugzeuge in den nächsten Wochen erhalten. Danach gehen vier Flugzeuge der fliegenden Tankstellen Pegasus an die Altus Air Force Base nach Oklahoma zum Ausbilden des fliegenden Personals.

Air Force testet Flugzeuge

Schließlich will die US-Luftwaffe die Systeme der KC-46 zügig in realistischen Szenarios evaluieren. Danach erst kann es im Kampfeinsatz fliegen. Die KC-46 soll ihre Funktion zum Luftbetanken mit dem B-2 Bomber, einem C-5 Frachtflugzeug und dem neuen F-35 Kampfjet unter Beweis stellen. Zuvor waren schon der B-52 bomber, ein C-17 Frachtflugzeug und die Kampfflugzeuge F-15E und F/A-18 in der Luft betankt worden.

Telesat-LEO: Airbus macht Pläne für Satelliten und Markt

Airbus Defence and Space hat das System Requirements Review für die Telesat-LEO-Konstellation erfolgreich abgeschlossen und arbeitet nun am detaillierten Systemdesign. Das Know-how dürfte in Zukunft noch kostbarer werden.

Die Entwicklung von Schlüsseltechnologien für Weltraum- und Bodensegmente ermöglicht es Airbus, Lösungen anzubieten, die nicht nur den hohen Ansprüchen von Telesat gerecht werden, sondern auch kostenwirksame und zuverlässige Ansätze zur Realisierung längerfristiger Geschäftsziele darstellen.

Satelliten schließen Digitale Lücke

Airbus ist an einem Ausbau der bestehenden Zusammenarbeit mit Telesat im Bereich Kommunikationssatelliten sehr interessiert. Airbus und Telesat definieren gemeinsam eine Satellitenkonstellation in der niedrigen Erdumlaufbahn, die durch eine besondere Kombination aus Kapazität, Geschwindigkeit, Sicherheit, Resilienz, geringen Kosten und kurzer Latenzzeit – vergleichbar mit den vorhandenen terrestrischen Netzen oder sogar besser als diese – neue Dimensionen der globalen Kommunikation eröffnet.

Durch Innovationen von Telesat LEO sollen viele der komplexesten Kommunikationsanforderungen weltweit gelöst werden. Dazu zählen die beschleunigte 5G-Einführung, die Schließung der digitalen Lücke und die Festlegung neuer Leistungsniveaus für die land-, see- und luftgestützte kommerzielle und staatliche Breitbandkommunikation.

Gebührennachforderung der DFS an Ryanair bestätigt

Die deutsche Flugsicherung DFS hat zu Recht vom irischen Billigflieger Ryanair Gebühren nachgefordert, die dieser über Jahre hinweg zu wenig gezahlt hatte. Das hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof entschieden.

In dem Rechtsstreit ging es um Nachforderungen der DFS bei der An- und Abfluggebühr in Höhe von knapp einer halben Million Euro. Anlass für das Gerichtsverfahren war eine Klage der irischen Airline gegen insgesamt 24 Gebührenbescheide der DFS aus den Jahren 2012 und 2013, weil sie die Berechnungsgrundlage für unzulässig hielt. Gemäß der vom Bundesverkehrsministerium erlassenen Flugsicherungs-An- und -Abflug-Kostenverordnung richtet sich die Höhe der An- und Abfluggebühr nach dem Starthöchstgewicht eines Flugzeugs.

Zweifel an Angaben von Ryanair

Gestattet ein Flugzeughersteller die Wahl zwischen mehreren Starthöchstgewichten, hat die Fluggesellschaft die Wahl, sich auf ein Gewicht festzulegen oder das Flugzeug mit flexiblem Gewicht zu betreiben. In diesem Fall ist dann das höchste der zugelassenen Starthöchstgewichte für die Gebührenfestlegung ausschlaggebend. Dabei spielt es der Verordnung zufolge keine Rolle, ob das Höchstgewicht im Einzelfall ausgenutzt wird oder nicht.

Der von Ryanair eingesetzte Flugzeugtyp Boeing 737-800 kann – abhängig von der Streckenlänge und der damit benötigten Menge an Kerosin – mit alternativen Starthöchstgewichten von knapp 75, 70 und 67 Tonnen betrieben werden. Ryanair hatte gegenüber der DFS angegeben, dass sie sämtliche Boeing 737-800 in der niedrigsten Startgewichtsklasse betreibt, und dies auch im irischen Luftfahrzeugverzeichnis so eintragen lassen. Daran waren jedoch 2012 Zweifel aufgekommen, da die Fluggesellschaft auch Ziele anfliegt, die infolge des erhöhten Kerosinbedarfs mit diesem niedrigen Gewicht nicht zu erreichen gewesen wären.

Flugzeuge hatten Übergewicht

Das Luftfahrt-Bundesamt hatte daraufhin bei stichpunktartigen Kontrollen an den Flughäfen Bremen und Hahn festgestellt, dass die kontrollierten Ryanair-Maschinen das angegebene Starthöchstgewicht überschritten hatten. Infolgedessen passte die DFS die Berechnung der An- und Abfluggebühr für Ryanair-Flugzeuge an. Außerdem erhob sie rückwirkend bis zum Jahr 2009 die Differenz zwischen den zu niedrigen Gebühren und dem Satz für das maximale Starthöchstgewicht, den die Airline eigentlich hätte zahlen müssen.

Ryanair hatte diese Forderungen unter Protest beglichen und 2014 Klage gegen die Gebührenbescheide erhoben. Die Fluggesellschaft argumentierte, die Berechnung der Gebühren müsse auf Basis der wechselnden Startgewichte jedes einzelnen Fluges erfolgen. Bereits 2017 gab das Verwaltungsgericht Darmstadt der DFS Recht. Es stellte fest, dass Ryanair sich jeweils das höchste zulässige Starthöchstgewicht zurechnen lassen muss, sofern nicht der amtliche Nachweis eines niedrigeren Startgewichts vorgelegt wird.

Gegen das Urteil des Darmstädter Verwaltungsgerichts wurde keine Berufung zugelassen. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hat die Auffassung des Verwaltungsgerichts von 2017 nun bestätigt und den Antrag der Ryanair auf Zulassung der Berufung abgelehnt. Das Verfahren ist damit rechtskräftig abgeschlossen.

Fraport: Nachsorge zur Dachsanierung für Hausbesitzer

0

Dieser neue Service diene der Sicherheit, beuge aber auch der Sorge von Eigentümern vor, nach einer Dachsicherung zusätzlichen Aufwand zu haben, wie die Fraport AG durch Bereichsvorstand Aviation Dr. Pierre Dominique Prümm mitteilt. Vor Ablauf der Gewährleistung prüfe man die im Rahmen der Dachsicherung vorgenommenen Arbeiten.

Es ist eine Ergänzung der Sicherung von Dächern im Flughafenumfeld durch die Fraport AG. „Wir haben das am 24. September 2018 angekündigt und halten nun unser Wort. Neu ist seit Anfang Januar ein Inspektionsprogramm, in dem wir die vorgenommene Sicherung der Dächer überprüfen“, sagt Dr. Prümm. Dabei werde zum Beispiel überprüft, ob es bauliche Veränderungen am Dach gab, ob die Klammern noch fest sitzen oder ob die Dachpfannen noch in Ordnung sind, erläutert Dr. Prümm die Maßnahmen des Programms.

Die Hausbesitzer erhalten nach der Inspektion einen detaillierten Bericht, aus dem auch der allgemeine Zustand des Daches hervorgeht. Selbst müssen die Hausbesitzer nicht tätig werden: Fraport schreibt jene Eigentümer an, die einen Anspruch auf die Inspektion haben und die Fraport seinerzeit mit der Sicherung beauftragt hatten.

Dachsicherung beim Fraport beantragen

Auf der Grundlage von sogenannten Planungsergänzungsbeschlüssen des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung hat Fraport 2013 das Vorsorgeprogramm zur Dachsicherung entwickelt. Rechtlich fällt es grundsätzlich in die Verantwortung eines Hausbesitzers, für ein sicheres Dach zu sorgen. Fraport appelliert an alle Hausbesitzer etwa in Raunheim und Flörsheim, die noch keinen Antrag auf Dachsicherung gestellt haben, dieses möglichst rasch nachzuholen. „Die Sicherung kostet die Eigentümer nichts, erhöht aber die Sicherheit“, betont Dr. Prümm. Das gilt auch für die spätere Inspektion.

Landende Flugzeuge erzeugen sogenannte Wirbelschleppen. Diese können unter sehr ungünstigen Witterungsverhältnissen ungesicherte Dachziegel lösen. Wer Anspruch darauf hat, kann sein Dach kostenfrei unter Fraport-Regie von Fachunternehmen sichern lassen. Auch eine Sicherung in Eigenregie ist möglich. Einen Anspruch auf das Sicherungsprogramm haben insgesamt rund 6.000 Gebäude im Umfeld des Flughafens.

Jumbo 747 vor 50 Jahren im Erstflug

0

50 Jahre werden es her, dass die erste Boeing 747-100 zu ihrem offiziellen Erstflug abhob. Am 09. Februar 1969 startete sie über Seattle – begleitet vom Jubel tausender Zuschauer: Die Boeing 747-100 war das größte Düsenverkehrsflugzeug der Welt.

Die Erfolgsgeschichte der Boeing 747-Flugzeugfamilie begann Mitte der sechziger Jahre, als Boeing einen Großraumjet entwickelte, der als Antwort auf den wachsenden Bedarf im Luftverkehr konzipiert worden war. Nach nicht einmal vier Jahren Planungs- und Entwicklungszeit, in die auch Ingenieure der Lufthansa involviert waren, war der aus rund sechs Millionen Einzelteilen gebaute Jet flugbereit.

Jumbo: Glanzstück der Luftfahrt

Die erste Boeing 747-130 mit der Lufthansa Registrierung „D-ABYA“ trug die Produktionsnummer 12. Die „Yankee Alpha“, wie sie intern genannt wurde, wurde am 09. März 1970 an Lufthansa übergeben und am 26. April 1970 erstmals auf der Strecke Frankfurt – New York eingesetzt. Damit war die Kranichlinie nach der amerikanischen Fluggesellschaft Pan American World Airways (PanAm) die zweite internationale Fluggesellschaft und die erste europäische Airline, die Passagiere an Bord des Jumbos an ihr Ziel flog.

Die Begeisterung an Bord bei Fluggästen und Crew war enorm. Bereits beim Betreten des Giganten gerate man „in Sektlaune“, schrieb ein Journalist damals. Kein Wunder, denn über die Wendeltreppe im vorderen Teil des Flugzeugs gelangten die Passagiere damals in die First Class Lounge, wo Lufthansa eine Bar eingerichtet hatte. Bis heute bleibt der „Buckel“ der Boeing 747, in dem sich das Cockpit und das Oberdeck befinden, das charakteristische Merkmal, durch das sich der Jumbo leicht von allen anderen Flugzeugtypen unterscheiden lässt. Mit ihrer Silhouette hat die Boeing 747 das Jetzeitalter geprägt und ist bis heute eine Stilikone für viele Luftfahrtenthusiasten.

Der Jumbo, wie die Boeing 747 mit ihren knapp 70 Metern Länge und einer Spannweite von nahezu 60 Metern von der amerikanischen Presse getauft wurde, bot in der Lufthansa-Ausführung für 365 Passagiere Platz. Die Höhe des Leit-werkes überragte mit gut 19 Metern ein fünfstöckiges Haus. Die Triebwerke des vierstrahligen Großraumflugzeugs erreichten mehr als die doppelte Leistung einer Boeing 707, die bis dahin auf Langstreckenflügen im Interkontinentalverkehr ein-gesetzt wurde, jedoch nur rund 150 Fluggästen Platz bot.

Vor der Übernahme des ersten Jumbos musste Lufthansa die Flugzeug- und Passagierabfertigung entsprechend an die veränderten Größenverhältnisse des Jets anpassen. Neue Fluggastbrücken, Spezialschlepper, Küchenhub- und Tank-wagen wurden entwickelt, eine neue 27.000 Quadratmeter große Flugzeughalle mit Platz für bis zu sechs Jumbos am Frankfurter Flughafen gebaut. Auch in der Abfertigungshalle mussten mehr Schalter zur Verfügung stehen.

Lufthansa erhielt erste Boeing 747-8 der Welt

Nachdem Lufthansa auch die Nachfolgermodelle Boeing 747-200 und 747-400 betrieben hat, erhielt der Konzern am 02. Mai 2012 als weltweit erste Passagierfluggesellschaft den „Enkel“ des ersten Jumbos: die Boeing 747-8. Das moderne Flugzeug bietet bis zu 364 Passagieren in First, Business, Premium Economy und Economy Class Platz. Es verbraucht dabei nur etwas mehr als drei Liter Treibstoff pro Passagier auf 100 Kilometern und hat um 30 Prozent niedrigere Lärmemissionen als das Vorgängermodell. Als Lufthansa vor rund einem Jahr ihren neuen Markenauftritt vorgestellt hat, war eine Boeing 747-8 das erste Flugzeug, das in der neuen Lackierung präsentiert wurde. Wie die erste Boeing 747 vor rund 50 Jahren heißt diese Maschine „Yankee Alpha“.

Der Jumbo machte übrigens nicht nur als Passagierflugzeug Karriere. Lufthansa übernahm im März 1972 die „erste lächelnde Boeing“ der Welt – die Frachtversion Boeing 747-230F – deren Bugspitze sich oben aufklappen ließ. Auf diese Weise konnten auch sperrige Güter problemlos verladen werden. Der Jumbo erhielt dadurch den Beinamen „Käferschlucker“, denn immerhin fanden 72 VW-Käfer in seinem Rumpf Platz. Happy Birthday, Jumbo!

Reger Zulauf bei Ausbildungs- und Jobmesse am VIE

Am Donnerstag, den 24. Januar 2019 haben der Flughafen Wien und Austrian Airlines gemeinsam mit sieben weiteren Partnerbetrieben die zweite Auflage der „Airport Night VIE“ im Moxy Hotel am Flughafen Wien veranstaltet – ein voller Erfolg für Veranstalter und Besucher.

Über 600 Jugendliche und ihre Angehörigen informierten sich über Jobs und Ausbildungsmöglichkeiten bei der „Airport Night VIE“ am Flughafen Wien. Neben der Flughafen Wien AG und Austrian Airlines präsentierten die Flughafen-Tochterfirma VIAS, die Logistikunternehmen Kühne & Nagel und Cargo Partner, der auf Flughäfen spezialisierte Handelsbetrieb Gebr. Heinemann, die Gastronomieunternehmen Figlmüller und SSP sowie die österreichische Flugsicherung Austro Control ihre Ausbildungsmöglichkeiten.

Persönliche Kontakte zur Arbeitswelt

Dabei konnten Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 25 Jahren alles über eine Ausbildung in einem der Unternehmen am Standort Flughafen Wien erfahren. Die Bandbreite reicht dabei vom IT-Lehrling bei der Flughafen Wien AG über den Exportsachbearbeiter bei einer Spedition bis hin zum Luftfahrzeugtechniker bei Austrian Airlines. Für Unterhaltung sorgten ein Live-DJ und eine Fotobox im Foyer des Moxy Hotels. Rund 400 Besucher der „Airport Night VIE“ nutzten im Rahmen der Jobmesse auch die Möglichkeit, die Lehrwerkstätten von Austrian Airlines und dem Flughafen Wien zu besuchen.

Bombardier kauft Flügelprogramm für Global 7500

0

Bombardier hat sich mit dem Zulieferer Triumph Group auf den Kauf der Flügelproduktion für den Business Jet Global 7500 geeinigt. Damit integrieren die kanadischen Flugzeugbauer die Flügelproduktion von Triumph ins eigene Unternehmen.

Bombardier stärkt damit seine strategische Position als Luftfahrtteileproduzent und ebnet den Weg für den Hochlauf der Produktion des Flaggschiffs, dem Jet Global 7500.

Die Flügelproduktion wird nun Teil des hauseigenen Segments Aerostructures and Engineering Services. Für einen reibungslosen Übergang hat Bombardier nicht nur das Flügelprogramm, welches mit Bau und Auslieferung erst im Dezember begann, gekauft. Der Flugzeugbauer mietet dazu auch die bisherige Produktionsstätte von Triumph in Red Oak, Texas. Dabei werden auch die beteiligten Angestellten von Triumph weiterbeschäftigt. Die finanziellen Angelegenheiten der Akquisition mit dem wichtigsten Flügellieferanten sollen im ersten Quartal 2019 abeschlossen werden.

Schlüsseltechnologie Flügel

Die besondere Konstruktion des Flugzeugflügels ist der Schlüssel für die Leistungsdaten des Business Jets. Der Global 7500 als Bombardiers Aushängeschild soll Kunden den angenehmsten Reiseflug in einem Business Jet ermöglichen. Eine maßgeschneiderte Kabine, die auch eine Küche und echten Wohnraum mit vier Zimmern umfasst, soll ein besonderes Reisen bieten. In dem Flugzeug werden die laut Bombardier erste Kabinensteuerung über Touchdisplays in der Geschäftsfliegerei mit OLED-Displays verbaut, sowie die patentierten Nuage-Sitze in dem Global 7500.

Mitteldeutsche Flughäfen mit 6,4 Prozent Passagierplus

Die beiden zur Mitteldeutschen Flughafen AG gehörenden Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden zählten 2018 insgesamt 4.333.294 Fluggäste. Das Passagieraufkommen lag damit 6,4 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Der Frachtumschlag am Flughafen Leipzig/Halle stieg zum vierzehnten Mal in Folge und wuchs auf über 1,2 Millionen Tonnen an. Die Zahl der Flugbewegungen an beiden Airports erhöhte sich um 10,6 Prozent auf 109.491 Starts und Landungen.

Flughafen Leipzig/Halle

Der Flughafen Leipzig/Halle verzeichnete im vergangenen Jahr 2.571.119 Fluggäste und damit 8,7 Prozent mehr als 2017. Getragen wurde das Wachstum sowohl von der Entwicklung im Linien- als auch Touristikverkehr. Besonders positiv entwickelte sich die Nachfrage zu Zielen in Ägypten, Griechenland und der Türkei. Mit 79.218 Starts und Landungen stieg die Zahl der Flugbewegungen am Flughafen Leipzig/Halle um 13,5 Prozent.

Das Luftfrachtaufkommen am Leipzig/Halle Airport, Europas fünftgrößtem Frachtdrehkreuz, erhöhte sich 2018 auf rund 1.221.429 Tonnen, was einem Zuwachs von 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Flughafen Dresden

Am Flughafen Dresden lag das Passagieraufkommen mit 1.762.175 Fluggästen 3,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Zur positiven Entwicklung trug das erweiterte Angebot im touristischen Verkehr bei. Besonders positiv entwickelte sich die Nachfrage zu Zielen in Ägypten, Griechenland, der Türkei und Spanien. Mit 30.273 Starts und Landungen lag die Zahl der Flugbewegungen 3,6 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Sachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Dulig: „Die beiden sächsischen Flughafenstandorte bieten über 12.000 Menschen eine gute Arbeit. Ihr tägliches Engagement – egal ob in der Abfertigung, im Service oder in der Verwaltung – trägt maßgeblich dazu bei, dass unsere Airports Passagiere hinzugewinnen und sich im harten Wettbewerb behaupten. Im Frühjahr 2018 habe ich zum Start meiner Aktion, „Deine Arbeit, meine Arbeit“ selbst einen Tag als Lader in Leipzig/Halle gearbeitet – inkognito und ohne Politiker-Bonus. Bei Wind und Wetter unter Zeitdruck schwere Urlaubskoffer zu verladen – das ist ein körperlich extrem anspruchsvoller Job, der meine Hochachtung verdient.“

Rekorde in Folge dank Frachtkompetenz

Mit Blick auf den 14. Frachtjahresrekord in Folge sagt Minister Dulig: „Leipzig/Halle hat seine Position als eines der Top 5 der Cargo-Drehkreuze in Europa gefestigt. Mit weiteren internationalen Kooperationen wollen wir diese Erfolgsgeschichte fortschreiben und den Wirtschaftsstandort Sachsen weiter stärken. So soll uns die kürzlich im Rahmen meiner Vietnam-Reise unterzeichnete Vereinbarung mit dem Flughafen Hanoi neue Türen in Südostasien öffnen. Vietnam ist neben China einer der dynamisch wachsenden Märkte für E-Commerce-Handel und Logistik mit einem stetig steigenden Quellaufkommen an Gütern und Waren.“

Götz Ahmelmann, Vorstandsvorsitzender der Mitteldeutschen Flughafen AG sowie Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden hält mit Blick auf die Verkehrsentwicklung fest: „Das starke Passagierwachstum 2018 basiert an beiden Flughäfen auf einem Anstieg im Touristikverkehr. Vor allem türkische, ägyptische und griechische Ferienziele verzeichneten eine gestiegene Nachfrage.“

Bezüglich des wachsenden Frachtaufkommens betont Götz Ahmelmann weiter: „Mit einem Plus von über sieben Prozent lag der Flughafen Leipzig/Halle beim Luftfrachtaufkommen 2018 deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Insgesamt wurden mehr als 1,2 Millionen Tonnen Fracht verladen – so viel wie noch nie in einem Jahr. Das Wachstum basiert insbesondere auf dem Expressfrachtgeschäft von DHL. Zudem entwickeln sich die Bereiche Fracht- und Spezialcharter weiter überproportional.“ Flughafen Leipzig/Halle ist der zweitgrößte Frachtflughafen in Deutschland. Der Flughafen ist an die Autobahnen A 9 und A 14 angebunden und verfügt über einen in das Zentralterminal integrierten Bahnhof.

ADAC Rettungshubschrauber flogen mehr Spezialeinsätze

0

Die gemeinnützige ADAC Luftrettung ist mit ihren Rettungshubschraubern im Jahr 2018 zu 54.356 Einsätzen gestartet. Damit erreichten die fliegenden Gelben Engel mit täglich rund 150 Notfällen das hohe Niveau des Vorjahres (54.491).

Einsatzursache Nummer eins waren bei den oft lebensrettenden Einsätzen mit 48 Prozent wieder internistische Notfälle wie akute Herz- und Kreislauferkrankungen. In elf Prozent der Fälle wurden die Lebensretter zu neurologischen Notfällen (zum Beispiel Schlaganfall) und in 13 Prozent zu Freizeitunfällen (Sport- und häusliche Unfälle) gerufen. Bei elf Prozent war ein Verkehrsunfall die Ursache. Unter den versorgten Patienten waren mit knapp 60 Prozent auch diesmal wieder deutlich mehr Männer als Frauen. Etwa jeder zwölfte Patient war ein Kind oder Jugendlicher.

Viele Flüge mit Rettungswinde

Eine Besonderheit der Bilanz ist die deutliche Zunahme bei den Spezialeinsätzen. So verzeichneten die fünf Windenstationen in München, Murnau, Sande, Bautzen und Straubing 293 Windeneinsätze (Vorjahr 240). Die Liste der Einsatzorte in den Bundesländern führt das Flächenland Bayern mit 12.472 Einsätzen an, hier befinden sich auch die meisten der 36 Stationen der ADAC Luftrettung. Dahinter folgen Rheinland-Pfalz mit 7.474, Nordrhein-Westfalen mit 6.233 und Niedersachsen mit 5.648 Einsätzen. Bei den Städten liegt die Station in Berlin vorne. „Christoph 31“ flog in der Region zu 3.147 Notfällen. Dahinter platzieren sich im bundesweiten Ranking die Stationen in Wittlich (2.122) und Ochsenfurt (2.062).

Gerade in ländlichen Regionen, wo es oft an Notärzten mangelt, ist der Rettungshubschrauber häufig der schnellste und einzige Weg, den Notarzt zeitgerecht zu schwerverletzten oder kranken Menschen zu bringen – und diese schonend in eine geeignete Klinik zu transportieren. „Gegen die Zeit und für das Leben“; heißt dabei die Maxime der Luftretter. Patienten, die innerhalb der „Golden Hour“ in Spezialkliniken gebracht und versorgt werden können, haben deutlich bessere Chancen zu überleben und vollständig zu gesunden.

Frédéric Bruder, der Geschäftsführer der ADAC Luftrettung gGmbH, sprach bei der Vorlage der Bilanz 2018 von besonders vielen außergewöhnlichen Einsätzen, bei denen die schnelle Hilfe aus der Luft oft über Leben oder Tod entschieden habe. „So eine hohe Einsatzdichte in einem hochkomplexen und risikobehafteten Umfeld ist nur durch die hohe Professionalität und das große Engagement der Crews möglich“, lobte er. Luftrettung funktioniere nur im Team, sagte Bruder und bedankte sich für die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Leitstellen, Kliniken, Rettungsdiensten, den Aufgabenträgern im Land und den Kommunen sowie der Polizei und Feuerwehr.

Moderne Hubschraubertechnik für effektive Rettung

Bei ihrer Arbeit können die Crews auf die modernsten Rettungshubschrauber zurückgreifen. Mit ihnen wurden 2018 rund 3,3 Millionen Kilometer zurückgelegt. Die durchschnittliche Flugzeit bei einem Einsatz betrug rund 30 Minuten. 2018 hat die Luftrettung ihren jüngsten Flottenwechsel abgeschlossen. 17 ältere Helikopter sind durch hochmoderne H145 und H135 ersetzt worden. Diese Maschinen sind leiser, leistungsstärker und nachtflugtauglich. Luftrettung in der Dunkelheit wird immer wichtiger. Mit den ersten Nachteinsätzen in unbekanntem, unbeleuchteten Gelände wurde hier im vergangenen Jahr in Senftenberg in Brandenburg ein neues Kapitel des Rettungsdienstes aus der Luft aufgeschlagen. Möglich sind solche Rettungseinsätze in der Dunkelheit durch spezielle Nachtsichtbrillen. Sie sind Teil eines hochmodernen „Night-Vision-Imaging-Systems“, kurz NVIS genannt.

Die vorgelegte Bilanz ist auf die Einsätze der ADAC Luftrettung begrenzt. Die Station „Christophorus Europa 3“ in Suben, Österreich, wird gemeinsam mit dem ÖAMTC Christophorus Flugrettungsverein in Wien, betrieben. Die ADAC Luftrettung fliegt mit Hubschrauber und Piloten hier nur im Winterhalbjahr – im Sommer fliegt der ÖAMTC. Für die Station „Lifeliner Europa 4“ in Groningen, Niederlande, stellt die ADAC Luftrettung die Hubschrauber. Auch diese Einsätze fließen in die Statistik 2018 ein. Die Station wird ab 2020 komplett von der ANWB Medical Air Assistance betrieben werden. Bundesweit arbeiten für die ADAC Luftrettung, die ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung ist, mehr als 1.000 Personen – darunter rund 160 Piloten, etwa 230 Notfallsanitäter (TC HEMS) und rund 580 Notärzte. In der Regel besteht das Team einer Station aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten.

Honeywell authorisiert Atlas Air Service in Bremen

0

Atlas Air Service AG, einer der größten Full-Service-Dienstleister für Geschäftsreiseflugzeuge in Europa, wurde jetzt von Honeywell Aerospace zum autorisierten Service Center ernannt.

Der Business Jet-Spezialist aus Bremen bietet ab sofort die Line-Maintenance von Honeywell Triebwerken der HTF 7500 Serie und von APUs (Hilfsgasturbinen) der Baureihen GTCP 36-150 und RE100 an. Als zertifizierter Instandhaltungsbetrieb nach EASA Part 145 hat Atlas Air Service damit die Kapazitäten an Honeywell Triebwerken und APUs folgender Flugzeugmuster:

Triebwerksleistungen für Business Jets

Sämtliche administrative und logistische Prozesse können direkt mit Honeywell über deren Garantie- und Maintenance Service-Plan (MSP) abgewickelt werden und ermöglichen wirtschaftlich effektiven Service aus einer Hand. Weiterhin bietet Atlas Air Service mit seinem mobilen Einsatzteam einen 24-Stunden-AOG-Service das ganze Jahr. „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Kunden luftfahrtechnisches Experten-Know-how und erstklassigen Service bieten können – ganz gleich, wann und wo sie ihn benötigen. Atlas Air Service verbindet ein breites Leistungsspektrum mit dem Premiumanspruch eines Marktführers“, so Gregor Bremer, CTO Atlas Air Service AG.