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Finnland kann Super Hornet EA-18 Growler bekommen

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Finnland darf von der US-Navy und Boeing nun die Super Hornet als mit Elektronik ausgerüstete EA-18 Growler beschaffen. Die US-Verteidigungsbehörde hat die Zustimmung zur Lieferung der F/A-18 Kampfflugzeuge erteilt.

Bisher hat nur Australien die luftgestützten Gefechtssysteme (Airborne Electronic Attack, AEA) EA-18 Growler erhalten. Alle taktischen Kampfflugzeuge werden von Growlern eskortiert, um die Überlebenschancen in hochbedrohlichen Situationen zu erhöhen, wie Boeings Vizepräsident für die Programme F/A-18 und EA-18G Dan Gillian erklärt. Das AEA-System übernimmt dabei Störungen des gegnerischen Radars über weite Frequenzbereiche hinweg und kann auch Systeme zur Kommunikationsstörung mitführen.

Super Hornet in Kombination

Eine Kombination aus Super Hornet Block III und Growler kann eine deutliche Fähigkeitssteigerung für das Modernisierunsprogramm HX von Finnland bedeuten. Die F/A-18 in der Variante Growler ist laut Boeing die modernste AEA-Plattform und die einzig derzeitig gebaute weltweit. Bisher fliegen die Growler neben den USA auch für die Royal Australien Air Force.

Corendon bringt Boeing und Ziele für Ost und West

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Die Fluggesellschaft Corendon Airlines verstärkt ihr Engagement am  und eröffnet mit Köln/Bonn eine weitere Basis in Deutschland. Auch in Dresden füllt die Airline die Lücke nach Germania.

Die Corendon-Flotte umfasst zurzeit 18 moderne Boeing 737-800, zwei Boeing 737 MAX 8 und eine Boeing 737 MAX 9. Seit 2014 bedient die in Antalya, Amsterdam und Malta ansässige internationale Ferienfluggesellschaft auch Deutschland. Ab Mai stationiert die Airline ein Flugzeug in Köln/Bonn und fliegt im Sommer 25 mal wöchentlich zu elf beliebten Ferienzielen am Mittelmeer, auf den Kanarischen Inseln, in der Türkei, in Griechenland und Ägypten.

Corendon fliegt moderne Boeing 737 MAX

Das Flugzeug, das am Flughafen stationiert wird, ist eine Boeing 737 MAX 8 – eine neue Version der Boeing 737, die erst seit letztem Jahr auf dem Markt ist. Das Flugzeug ist um etwa 15 Prozent sparsamer und emittiert deutlich weniger CO2 als die vorigen Flugzeuge. Zudem fliegt es besonders geräuscharm. Neben der fest stationierten Maschine kommen künftig auch weitere Boeing 737-800 Jets der Airline in Köln/Bonn zum Einsatz.

„Wir freuen uns sehr, dass sich Corendon Airlines beim Ausbau ihres Angebots für unseren Airport entschieden hat und zudem unser Vorfeld um die hochmoderne Boeing 737 MAX 8 bereichert. Unsere Passagiere können aus elf attraktiven Sonnendestinationen der Airline wählen und werden mit einem Flugzeug der neuesten Generation an ihr Urlaubsziel gebracht“, sagt Johan Vanneste, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH.

Corendon Airlines fliegt im Sommer von Köln/Bonn aus nach Izmir (3 Flüge pro Woche), Antalya (sieben Flüge), Alanya-Gazipasa (ein Flug), Hurghada (zwei Flüge), Fuerteventura (ein Flug), Las Palmas auf Gran Canaria (ein Flug), Teneriffa (ein Flug), Heraklion auf Kreta (drei Flüge), Kos (zwei Flüge), Rhodos (zwei Flüge) und nach Palma de Mallorca (zwei Flüge). Yıldıray Karaer, Mitbegründer der Corendon Tourism Group und CEO von Corendon Airlines, plant auf den Strecken in die Türkei und zu anderen beliebten Urlaubszielen eine Kapazität von 260.000 Sitzplätze ein. Köln/Bonn als neue Basis soll an andere Corendon-Basen in verschiedenen Ferienregionen angebunden werden.

Dresden bekommt wieder Ägypten-Ziele

Corendon Airlines tritt im Sommer nämlich mit Ägypten als Ziel auch in Dresden größer auf. Hier schließt Corendon mit den Flügen nach Ägypten eine Angebotslücke, die sich am Standort Dresden in Folge der Germania-Insolvenz auftat, wie, Götz Ahmelmann, Vorstandsvorsitzender der Mitteldeutschen Flughafen AG sowie Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle, erklärte.

Thomas Braun, Deutschland Manager von Corendon Airlines ergänzt, „…Dresden ist für uns seit Jahren ein wichtiger und stabiler Markt und die Ausweitung von Strecken zum jetzigen Zeitpunkt somit eine logische Konsequenz. Wir freuen uns, mit diesem Schritt die bestehende vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Flughafen Dresden weiter auszubauen.“ Sämtliche Corendon Airlines Flüge sind buchbar über Reiseveranstalter und im Reisebüro.

Eurowings zieht in München ins Terminal 1 A

Eurowings zieht am Flughafen München im Sommer 2019 in den Bereich A des Terminal 1 um. Die Abfertigung aller Flüge wird voraussichtlich im Juni verlegt.

Passagiere haben dann kurze Wege und können alle Serviceeinrichtungen von Eurowings auf einer zusammenhängenden Fläche nutzen. Die in den letzten Jahren stark gewachsene Fluggesellschaft wird künftig die größte im Terminal 1 angesiedelte Airline sein. Für Fluggäste bedeutet dies neben einem Zeitgewinn auch eine verbesserte Orientierung. Man gelangt vom Eingang des Terminalgebäudes aus mit nur wenigen Schritten zu den Check-In-Schaltern und zur Sicherheitskontrolle.

Shuttle für Umsteiger

Nach der Sicherheitskontrolle kommen sie ebenso schnell und direkt zu ihren Gates. Für Umsteigepassagiere wird eine Shuttle-Verbindung zwischen den Terminals angeboten. Eurowings sorgt damit zugleich für eine gleichmäßigere Auslastung der Kapazitäten am zweitgrößten Flughafen Deutschlands. Durch den Umzug wird die Infrastruktur des Terminals 2 mit seinem Satellitenterminal um mehr als zwei Millionen Passagiere entlastet. Der Flughafen München beginnt in diesem Jahr mit dem Umbau und der Modernisierung des Terminals 1 und rüstet das Gebäude für zeitgemäße und effektive Abläufe rund um die Abfertigung der Flugzeuge aus.

Ökokerosin aus Windkraft für Lufthansa in Hamburg

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Mit der Herstellung von umweltfreundlichem, synthetischem Kerosin durch die Raffinerie Heide und der Abnahme dieses Kraftstoffs durch die Deutsche Lufthansa investieren beide Unternehmen in den Energieträger der Zukunft.

Am 14. Februar 2019 haben Jürgen Wollschläger (links), Geschäftsführer der Raffinerie Heide, und Thorsten Luft, Vice President der Deutschen Lufthansa AG, in Hamburg eine gemeinsame Absichtserklärung zur künftigen Produktion und Abnahme synthetischen Kerosins unterzeichnet. Der HAM ist ebenfalls Partner der Zusammenarbeit. Die Raffinerie Heide beliefert die Deutsche Lufthansa schon seit Jahren mit Kerosin am Flughafen Hamburg.

Thorsten Luft: „Klimafreundlicher Luftverkehr ist ein wichtiges Ziel der Lufthansa Group. Dafür investiert der Konzern kontinuierlich in besonders verbrauchsarme Flugzeuge und verbessert die Treibstoffeffizienz im Flugbetrieb. Bereits seit 2011 sind wir an der Erforschung und dem Einsatz alternativer Kraftstoffe beteiligt. Umso mehr freut es mich jetzt, dass die Raffinerie Heide als lokaler und innovativer Anbieter am Flughafen Hamburg an der Einführung eines nachhaltigen alternativen Kraftstoffes mit kurzen Transportwegen arbeitet.“

Energie für Flugzeuge aus Windkraft

Seit Sommer 2018 engagiert sich die Raffinerie Heide unter der Leitung der Universität Bremen gemeinsam mit fünf weiteren Partnern aus Industrie und Wissenschaft in dem Forschungsprojekt KEROSyN100. „Ziel des Projektes ist die Herstellung von regenerativem Kerosin durch die Nutzung von überschüssiger regional erzeugter Windenergie. Doch die Produktion des Kraftstoffs alleine reicht natürlich nicht. Wir brauchen einen Abnehmer. Umso mehr freuen wir uns mit der Deutschen Lufthansa AG einen Partner an unserer Seite gewonnen zu haben, der uns ermöglicht ein regional hergestelltes Produkt für den Flughafen vor Ort zur Verfügung zu stellen“, betont Jürgen Wollschläger – getreu des Selbstverständnisses „Voller Energie für den Norden“, das sich das Hemmingstedter Unternehmen auf die Fahne geschrieben hat.

Der Flughafen Hamburg selbst war mit Michael Eggenschwiler (rechts), Vorsitzender der Geschäftsführung, bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung vertreten. Michael Eggenschwiler erklärt, warum sich Hamburg Airport bei dieser Kooperation engagiert: „Für den Flughafen sind alternative, grüne Kraftstoffe ein Kernanliegen. Bei unseren Dieselfahrzeugen auf dem Vorfeld nutzen wir seit über zwei Jahren synthetischen Dieselkraftstoff sehr erfolgreich. Wir stellen konsequent um auf alternative Energien, wo wir können. Die Nutzung regenerativen Treibstoffs für Flugzeuge ist dabei ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, den wir aus Überzeugung unterstützen und begleiten.“

flybmi insolvent: Lücke Bremen – München

flybmi hat den Flugbetrieb eingestellt. Passagiere, die Flüge gebucht hatten, müssen zunächst auf andere Airlines als Ersatz ausweichen. Alle Flughäfen des flybmi-Streckennetzes sind davon betroffen.

Die Fluggesellschaft hat den Flugbetrieb wegen Insolvenz eingestellt. Als Grund wurden gestiegene Kerosinpreise genannt, sowie eine Verunsicherung am Markt durch den noch nicht ausgehandelten Brexit. Am Flughafen Rostock-Laage, wo die Airline aktiv war, ist der sonstige Flugbetrieb sichergestellt, wie der Airport mitteilte. Es sei das Ende einer langjährigen und äußerst guten Zusammenarbeit mit der Fluggesellschaft flybmi, so der Flughafen. Für Schulungsflüge, Flüge der allgemeinen Luftfahrt, Charter Flüge von Reiseveranstaltern und für ad hoc – Charter für Wirtschaft oder Tourismus ist der Flughafen täglich geöffnet.

Folgen für Passagiere und Bremen

Im letzten Jahr hat die Airline 38.439 Passagiere von und nach München befördert. Der Flughafen ist ein wichtiger Standort für Flüge nach Mecklenburg-Vorpommern. Kunden, die flybmi-Flüge über ein Reisebüro oder über eine Codeshare-Partner-Fluggesellschaft von flybmi gebucht haben, wenden sich an die Fluggesellschaft. Kunden, die direkt bei flybmi gebucht haben, wenden sich an ihren Zahlungskartenherausgeber, um eine Rückerstattung für noch nicht erfolgte Flüge zu erhalten.

Dörthe Hausmann, Geschäftsführerin des Flughafens Rostock-Laage dazu: „Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass mittelfristig die erfolgreiche Strecke von Rostock nach München durch eine andere Airline ersetzt werden kann und damit der Geschäftsreisebetrieb für die Unternehmen der Region wieder sichergestellt wird.“

Emirates: A330neo und A350 für Flotte – A380 besiegelt

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Emirates hat heute mit Großbestellungen an A330 und A350 gleich zwei neue Kapitel aufgeschlagen, und indirekt ein weiteres Luftfahrtkapitel besiegelt: Das des Airbus A380.

Emirates, die arabische Fluggesellschaft, die internationale Drehkreuze bedient, hat bisher nur die zwei Flugzeugmuster Airbus A380 und Boeing 777-300ER in der Flotte. Jetzt h sich die Airline für zwei neue Langstreckenflugzeuge von Airbus entschieden. Emirates hat Interesse an 40 Flugzeugen der A330neo-Familie bekundet, nämlich A330-900 und 30 Jets des A350-900. Laut Listenpreisen kosten die Flugzeuge insgesamt 21,4 Mrd. US-Dollar. Die A330neo und A350 soll der europäische HErsteller ab 2021 ausliefern.

A380-Bestellung reduziert – Dafür kleinere Airbus

So sehr diese Vereinbarung für Airbus hin zu neuen Mustern ein Erfolg ist, so bezeichnet es auch das Ende eines Kapitels der Zivilluftfahrt. Denn Emirates reduzierte damit auch die Zahl der bestellten Airbus A380 von 36 auf nur noch 14 weitere Flugzeuge bis 2021. Emirates wird damit 123 Einheiten des größten Passagierflugzeugs der Welt erhalten. Zuletzt hatte Emirates, die welche die mit Abstand größte A380-Flotte mit über 100 Flugzeugen betreibt, dem Ladenhüter die Zukunft mit einem Großauftrag gesichert. Allerdings hat sich der Luftfahrtmarkt anders entwickelt was Passagierkapazität auf einzelnen Strecken angeht. Die Kürzung signalisiert damit die Einstellung des Flugzeugprogramms bei Airbus. Immerhin macht sich Airbus gewissermaßen mit eigenen Flugzeugmustern selbst Konkurrenz.

Die Einführung eines neuen Flugzeugmusters hat dennoch enorme strategische Bedeutung. Laut Chairman und Chief Executive der Emirates Airline und Group, seiner Hoheit Sheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum, soll die A330neo auf heimischen Strecken und zu kleineren Flughäfen eingesetzt werden. Die A350 dagegen fliegt auf Langstrecken mit acht bis 12 Stunden Flugzeit von ihrem Drehkreuz in Dubai.

Flugverbotszone ED-R München zur Sicherheitskonferenz

Vom 15. bis zum 17. Februar 2019 findet in München die 55. Internationale Sicherheitskonferenz statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat für den Schutz der Veranstaltung ein Flugbeschränkungsgebiet „ED-R München“ sowie ein Gebiet mit Funkkommunikationspflicht eingerichtet.

An diesem Treffen nehmen hochrangige Sicherheitspolitiker aus dem In- und Ausland teil. Die zeitliche Aktivierung, sowohl für das Flugbeschränkungsgebiet als auch für die RMZ, ist von Freitag, 15. Februar, 07:00 Uhr MEZ bis Sonntag, 17. Februar, 19:00 Uhr MEZ vorgesehen. Das Flugbeschränkungsgebiet hat die Form eines Kreises mit einer Ausdehnung von drei nautischen Meilen (5,5 Kilometer) rund um den Veranstaltungsort und reicht vom Boden bis zu einer Höhe von „Flugfläche 100“ – umgerechnet ca. 3.000 Meter.

Das Gebiet mit Funkkommunikationspflicht, die sogenannte Radio Mandatory Zone (RMZ „München“), hat ebenfalls die Form eines Kreises, allerdings mit einer Ausdehnung von neun nautischen Meilen (etwa 16,6 km) rund um den Veranstaltungsort. Die RMZ reicht vom Boden bis zur jeweiligen Untergrenze des Luftraums C München.

Für die „ED-R München“ sind alle Flüge einschließlich des Betriebs von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen in diesem Gebiet untersagt. Ausgenommen hiervon sind Staatsluftfahrzeuge im Zusammenhang mit der Sicherheitskonferenz, Flüge der Polizei, Flüge im Rettungs- und Katastrophenschutzeinsatz sowie grundsätzlich Flüge nach Instrumentenflugregeln in Flughöhen von 5.500 Fuß über dem Meeresspiegel.

RMZ „München“

Während des Fluges in der RMZ „München“ gilt für Luftfahrzeuge nach Sichtflugregeln eine dauernde Hörbereitschaft. Vor dem Einflug in die RMZ ist eine Erstmeldung erforderlich, der Ausflug ist ebenfalls zu melden. Ausgenommen von der RMZ sind die Kontrollzonen München und Oberpfaffenhofen, das Flugbeschränkungsgebiet „ED-R München“ und die RMZ „Oberschleißheim“. Flüge nach Instrumentenflugregeln sind grundsätzlich von den Regelungen nicht betroffen.

Flugbeschränkungsgebiete werden zur Vorbeugung und zur Gefahrenabwehr eingerichtet, es gibt dauerhafte Gebiete (beispielsweise über Atomkraftwerken oder auch dem Regierungsviertel Berlin) und solche mit zeitlicher Beschränkung. Informationen zur Lage und Ausrichtung, eine Kartendarstellung des Beschränkungsgebietes und der RMZ sowie weitere Informationen sind auf der online bei der Deutschen Flugsicherung DFS hier zu finden.

DLR zeigt aktuelle Luft- und Raumfahrt-Themen

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Damit der Luftverkehr der Zukunft leiser und emissionsfrei werden kann, entwickeln die Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auch in diesem Jahr Konzepte für neue Antriebstechnologien weiter. Heute kam das DLR mit Highlights aus Forschung und Organisation 2019 nach Berlin.

Die Vorstandsvorsitzende des DLR, Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund, sprach über die besonderen Herausforderungen und Ziele für das laufende Jahr. Sie stellte zudem Forschungsarbeiten aus den Bereichen Digitalisierung und Sicherheit vor – den Querschnittsbereichen, bei denen die DLR-Wissenschaftler fachbereichsübergreifend arbeiten.

Ehrenfreund betonte die Bedeutung der Forschung an künstlicher Intelligenz sowie Big- und Smart-Data und sagte: „Wissenschaftliche Erkenntnisse bilden das Fundament aller späteren Anwendungen. Um uns neue Technologien und Forschungsfelder zu erschließen, von der Quantentechnologie über das unbemannte Fliegen bis hin zu neuen Wärmespeicherkraftwerken, benötigen wir eine interdisziplinäre und bahnbrechende Forschung. Dies wird uns durch die sieben neuen DLR-Institute und -Einrichtungen möglich sein, mit deren Aufbau wir 2019 beginnen werden.“

Elektrisch, unbemannt, digitalisiert für Luftfahrtforschung

Elektrische Antriebe haben das Potenzial, zugleich lärmreduziert, energieeffizient und klimaneutral zu fliegen. Luftfahrt- und Energieforscher des DLR testeten bereits 2016 das erste viersitzige Brennstoffzellen-Flugzeug im Flug. Für 2019 sind Testflüge der nächsten Evolutionsstufe dieser Passagiermaschine geplant. Neben verschiedenen Energieträgern und Antriebstechnologien arbeiten Wissen­schaftler außerdem an neuen Betriebsmodellen und Flugzeug­konfigurationen, die zum Beispiel verteilte Antriebe am Flügel vorsehen.

Ob urbaner Gütertransport, Unterstützung bei der Katastrophenhilfe oder zukünftig Personentransport mit Air Taxis: Unbemannte Luftfahrtsysteme, sogenannte Unmanned Aereal Systems (UAS), stehen an der Schwelle, im zivilen Bereich eine große wirtschaftliche Rolle zu spielen. Um die Entwicklung neuer Technologien für den sicheren Flug, präzise Positionsbestimmung und stabile Datenverbindungen zu Bodenstationen voranzubringen, wird das DLR erstmals in Europa ein nationales Erprobungszentrum für UAVs errichten.

Die DLR-Luftfahrtforschung geht auch die nächsten Schritte in der Digitalisierung der Luftfahrt. Mit dem virtuellen Produkt – einem hochgenauen digitalen Abbild des realen Produkts über seinen kompletten Lebenszyklus – kann in Zukunft sowohl die Entwicklung als auch die Wartung von Luftfahrtsystemen effizienter und damit kostengünstiger werden.

Röntgenastronomie und neue Raumfahrtinstitute

Ab 2019 sollen insgesamt sieben neue DLR-Institute und -Einrichtungen entstehen, darunter vier für die Raumfahrtforschung und -technologie. Der Standort Neustrelitz wird um das DLR-Institut für Weltraumwetter ergänzt. Stößt die Sonne elektrisch geladene Teilchen aus, spricht man von Sonnenwinden – oder eben von Weltraumwetter. Bei starken „Winden“, den sogenannten Koronalen Masseauswürfen (KMA), treffen Teile der Sonnenmaterie und Magnetfelder auf die Ionosphäre der Erde. Dies erzeugt Ströme in der Atmosphäre, die die Kommunikationsinfrastruktur stören und sogar zu Stromausfällen führen können. Das Institut soll die Schnittstelle zu relevanten Nutzergruppen bilden und frühzeitige Warnungen an gefährdete Infrastrukturen ausgeben.

Mit der Gründung des DLR-Instituts für Satellitengeodäsie und Inertialsensorik in Hannover baut das DLR Kompetenzen im Bereich anwendungsorientierter Sensorik für künftige Erdbeobachtungsmissionen und Navigationssysteme auf. Durch neuartige, hochgenaue Sensoren soll die weltraumgestützte Präzisionsvermessung der Erde weiterentwickelt werden.

In Ulm wird sich das neue DLR-Institut für Quantentechnologien mit robusten, anwendbaren Technologien aus der aktuellen Quantenwissenschaft beschäftigen und Schlüsseltechnologien für den Einsatz im Weltraum entwickeln. Dies beinhaltet Forschung an und Entwicklung von Instrumenten zur Messung von Ort, Zeit, Frequenz, Beschleunigung und Rotation sowie von Instrumenten für die Quantenkommunikation.

Raumfahrt vorn dabei

Ziel des am DLR-Standort Oberpfaffenhofen geplanten Galileo-Kompetenzzentrums (Galileo Competence Center) ist es, neue Konzepte und Technologien für die nächste Generation von globalen Navigationssystemen zu entwickeln. Dort werden Ideen im Labor getestet, zu Prototypen entwickelt und als sogenannte Technologiedemonstrationen validiert. Die Arbeit der Wissenschaftler soll dazu beitragen, das System Galileo gezielt weiterzuentwickeln und seinen Weg in neue Anwendungen zu ebnen.

Die NASA-Sonde InSight landete am 26. November 2018 sicher auf dem Mars. An Bord ist das DLR-Experiment HP3 (Heat Flow and Physical Properties Package) – der „Maulwurf“. Vorgestern erst wurde HP3 mit einem Greifarm auf der Oberfläche abgesetzt. Derzeit werden schrittweise die Vorbereitungen für den Betrieb der Rammsonde durchgeführt. Am 23. Februar soll er beginnen, sich in den Marsboden zu hämmern, um in den nachfolgenden Wochen eine Tiefe von bis zu fünf Metern zu erreichen.

Dabei wird das Instrument immer wieder in unterschiedlichen Tiefen Messungen vornehmen. Hauptziel des Experiments ist, den Wärmefluss unter der Oberfläche zu messen und daraus den thermischen Zustand des Marsinneren abzuleiten. Mithilfe der Daten wollen die Wissenschaftler Modelle der Entwicklung des Mars, seiner chemischen Zusammensetzung und seines inneren Aufbaus überprüfen, um so Schlüsse auf die frühe Entwicklung des Roten Planeten und auch der Erde ziehen zu können.

Ministerratsentscheidungen für Arbeiten der Zukunft

Für das DLR Raumfahrtmanagement in Bonn steht die ESA-Ministerratskonferenz (MK) Ende November 2019 in Sevilla im Fokus. Das Raumfahrtmanagement ist im Auftrag der Bundesregierung für die Steuerung der deutschen ESA-Beiträge verantwortlich. Bei der MK geht es um richtungsweisende Entscheidungen bei Themen wie Launchern, Exploration und den Anwendungsprogrammen. Außerdem soll die Arbeitsteilung zwischen der europäischen Weltraumorganisation ESA und der EU konkretisiert werden.

Darüber hinaus stehen für das Raumfahrtmanagement Anwendungs- und Transferthemen wie der Nutzen der Raumfahrt für den Breitbandausbau auf der Agenda. Die 6. Nationale Konferenz für Satellitenkommunikation am 14. und 15. Mai 2019 in Bonn beleuchtet dieses Thema intensiv. Weitere „Highlights“ sind die deutsch-russische Mission Spektrum-Röntgen-Gamma mit dem in Deutschland entwickelten und gebauten Röntgenteleskop eROSITA, das am 21. Juni auf der Suche nach der „Dunklen Energie“ ins All starten soll sowie die Fortsetzung der branchenübergreifenden Treffen, dieses Jahr mit dem Schwerpunkt „Raumfahrt und Medizin/Medizintechnik“.

Sicherheit in Häfen und KI

Im Projekt AIS-Plus der maritimen Sicherheitsforschung wird 2019 ein System zur verbesserten Positionsmeldung von Schiffen bei hoher Verkehrsdichte und schlechten Übertragungsbedingungen weiterentwickelt, um die Sicherheit auf See und besonders in Häfen zu erhöhen. Ziel ist ein vollständiges maritimes Lagebild durch die neue Technologie – „made/invented by DLR“. Dazu gehört unter anderem die Verwendung von Algorithmen der künstlichen Intelligenz (KI).

KI spielt auch in vielen weiteren Forschungsbereichen des DLR eine immer stärkere Rolle. In der satellitengestützten Erdbeobachtung wären die enormen Datenmengen der aktuellen und zukünftigen Missionen ohne die Anwendung von künstlicher Intelligenz nicht mehr sinnvoll zu verarbeiten. Zudem ergeben sich dadurch ganz neue Möglichkeiten in der Ableitung von wertvollen Informationen aus Satellitendaten, die mit klassischen Verfahren undenkbar wären. Auch für eine intelligente Vernetzung von automatisierten Fahrzeugen oder von Energiesystemen wird KI künftig immer wichtiger werden.

Ein Beispiel aus der Raumfahrt, das aber auch auf der Erde zum Einsatz kommen kann, ist der humanoide Roboter Agile Justin des DLR. Im Zentrum der KI-Forschung steht hierbei das Lernen als das Grundprinzip aller autonomen Systeme. Um selbständig eine Strategie für das Ausführen von Aufgaben zu entwickeln und entsprechend in einer komplexen Umgebungen zu agieren, werden Methoden des Deep Learnings sowie des Deep Reinforcements eingesetzt, bei dem Verhalten auf Basis von Erhalt oder Ausbleiben einer Belohnung gelernt wird.

Justins Grundfertigkeiten kommen der menschlichen Vielseitigkeit bereits nahe. So hat er verschiedene Aufgaben erfolgreich ausgeführt, etwa das geschickte „Aufbauen“ einer Gerüststruktur, das hochdynamische Fangen von zugeworfenen Bällen oder – sehr feinfühlig – das Erkennen eines Materials durch das Streichen über die Oberfläche mit dem Finger. Intelligente Roboter werden in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Weltraum- und Planetenexploration und auf der Erde beispielsweise für die Pflegeunterstützung von Personen im Alter oder mit körperlichen Beeinträchtigungen spielen.

AIP Schweiz erneuert: Flugrouten nach Zürich angepasst

Die An- und Abflugverfahren am Flughafen Zürich werden in der kommenden Zeit auf präzisere, satellitengestützte Navigationsverfahren umgestellt. Im Zuge dessen wird die konventionelle Navigationsanlage „VOR Trasadingen“ bis Februar 2020 schrittweise stillgelegt.

Das VOR (Very High Frequency Omni-Directional Range) bei Trasadingen (SH) ist eine von der Flugsicherung skyguide betriebene, konventionelle Luftfahrtnavigationsanlage. Aufgrund der Umstellung der An- und Abflugrouten auf zeitgemäße satellitengestützte Navigationsverfahren wird die Anlage bis Februar 2020 schrittweise stillgelegt.

Flugrouten in Zürich angepasst

In einem ersten Schritt werden per 28. März 2019 vier Flugrouten für den Abflug ab Piste 32 und 34 nach Osten sowie Westen angepasst. Die geringfügigen Anpassungen sind ab heute im Luftfahrthandbuch (AIP) publiziert. Die satellitengestützten Navigationsverfahren sind präziser und werden zu einer stärkeren Konzentration der Flugspuren auf den entsprechenden Flugrouten führen.

Deutsche Technik hämmert auf den Mars ein

Der Marsmaulwurf HP³ (Heat Flow and Physical Properties Package) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit dem robotischen Arm des NASA-Landers InSight ausgesetzt worden.

Am 12. Februar 2019 um 19:18 Uhr MEZ war es soweit. Senkrecht auf flachem Grund steht er jetzt bereit für seine historische Mission. In den kommenden Wochen soll die ferngesteuerte kleine Rammsonde erstmals in der Geschichte der Raumfahrt bis zu fünf Meter tief in den Marsboden eindringen, um Temperatur und Wärmeleitfähigkeit des Untergrunds zu messen und daraus den Wärmestrom aus dem Inneren des Mars zu bestimmen.

Abgesetzt auf dem Marsboden

„Wir sind froh, dass das Absetzen unseres HP³-Experiments auf dem Marsboden so einwandfrei geklappt hat“, sagt der leitende Wissenschaftler des Experiments, Prof. Tilman Spohn vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin. HP³ steht nun stabil rund eineinhalb Meter von der Muttersonde entfernt. „Jetzt hoffen wir, dass dem ‚Mole‘, unserem Maulwurf, kein größerer Stein auf seinem Weg in den Untergrund in die Quere kommt“, so Spohn weiter.

Der Wärmestrom gibt den Forschern eine Kennzahl zur thermischen Aktivität des Roten Planeten. Daraus lässt sich schließen wie sich das Innere des Mars entwickelt hat, ob er noch immer über einen heißen flüssigen Kern verfügt und was die Erde im Vergleich so besonders macht. Zuvor wurde bereits das Seismometer SEIS (Seismic Experiment for Interior Structure) mitsamt einer zusätzlichen Schutzabdeckung gegen Wind und Temperaturschwankungen in ähnlicher Entfernung wie HP³ von der InSight-Muttersonde auf den Marsboden gesetzt. SEIS und HP³ stehen etwa einen Meter voneinander entfernt.

Thermische Evolution: Warum Wärme soviel verrät

„Thermophysikalisch gesehen, kann man Planeten als Wärmekraftmaschine begreifen, die Vulkanismus, Tektonik, und Magnetismus erzeugt“, erklärt Prof. Tilman Spohn. Wärmeflussmessungen sind wichtige Randbedingungen für die Modellierung der thermischen Entwicklung der Erde, des Mars und anderer Planeten. Während das Seismometer und die Beobachtung der Schwankungen der Rotationsachse mit dem InSight-Experiment RISE (Rotation and Interior Structure Experiment) den inneren Aufbau des Mars erhellen, schränkt der gemessene Wärmestrom Hypothesen über die Entwicklung des Mars ein.

Nach weitgehender Überzeugung der Wissenschaftler hat die geologische Entwicklung eines Planeten große Bedeutung für seine Lebensfreundlichkeit bis hin zu den Ereignissen, die das Leben überhaupt entstehen lassen. Auf der Erde bildeten sich im Laufe der Entwicklung Kontinente und Ozeane, die sich tektonisch ständig gegeneinander verschieben und verändern. Die Flachmeere der Kontinente oder die Vulkanketten in den Ozeanen könnten die Orte gewesen sein, an denen das Leben entstand.

Dem Mars fehlen diese tektonischen Elemente. Vermutlich einerseits, weil er kleiner ist, andererseits, weil er nicht genügend Wasser hat, um den Prozess der Plattentektonik, wie auf der Erde, über einen längeren Zeitraum oder dauerhaft zu „schmieren“. Zwar hatte der frühe Mars mehr Wasser und Eis als heute und war durchaus zumindest zeitweise lebensfreundlich. Mit Hilfe der Messungen von InSight wollen die Forscher die planetenphysikalischen Aspekte dieser komplexen Zusammenhänge besser verstehen.

In die Tiefe – das ist der Hammer!

Dafür zieht der Maulwurf hinter sich ein mit Temperatursensoren bestücktes, fünf Meter langes Flachbandkabel in den Marsboden hinein, mit dem nach Erreichen der Zieltiefe die Temperaturverteilung mit der Tiefe und ihre Änderung mit der Zeit gemessen wird. Ergänzend misst das am InSight-Lander angebrachte Radiometer (Infrarotstrahlungsmesser) die Temperatur des Marsbodens an der Oberfläche. Derzeit wird der Betrieb des DLR-Instruments vorbereitet und geplant.

Die Bilderfolge zeigt das DLR-Experiment HP³ auf dem Marsboden: Am 12. Februar 2019 wurde das DLR-Experiment HP³ von dem robotischen Arm des NASA-Landers InSight auf dem Mars abgesetzt.

HP³-Experiment links neben dem Seismometer SEIS: Das Experiment HP³ steht nun in rund einem Meter Entfernung links neben dem Seismometer SEIS. Beide Experimente wurden vom robotischen Arm des NASA-Landers InSight auf dem Marsboden abgesetzt.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) steuert das Experiment HP3 zur NASA-Mission InSight bei. HP3 steht für Heat Flow and Physical Properties Package und wurde federführend am DLR-Institut für Planetenforschung entwickelt. Mit einer sich fünf Meter tief in den Marsboden hämmernden Tiefensonde wird die Wärmeleitfähigkeit des Bodens unter der Landestelle gemessen sowie die Wärmemenge bestimmt, die vom Inneren des Mars an die Oberfläche strömt. Das Experiment ist auf zwei Jahre ausgelegt. Das Gestell mutet hier zwar etwas an wie ein Trojanisches Pferd. Wesentliche Bestandteile von HP3 sind aber die ‚Mole’ (engl. für Maulwurf) genannte Rammsonde und das Flachbandkabel mit den Temperatursensoren, das der Mole für die Messungen hinter sich in den Boden ziehen wird.

Selfie der InSight-Landesonde auf dem Mars: InSight’s erstes vollständiges Selfie auf dem Mars. Es zeigt die Solarmodule und die Plattform des Landers. Auf der Plattform befinden sich seine wissenschaftlichen Instrumente und die UHF-Antenne.

Fraport mit weniger Flügen und mehr Passagieren

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Im Januar 2019 zählte der Flughafen Frankfurt annähernd 4,7 Millionen Passagiere, ein Plus von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ohne streik- und witterungsbedingte Flugausfälle hätte das Wachstum etwa 4,3 Prozent betragen.

Die Zahl der Flugbewegungen nahm um 2,3 Prozent auf 37.676 Starts und Landungen zu. Mit einem Plus von 1,5 Prozent stieg die Summe der Höchststartgewichte auf etwa 2,4 Millionen Tonnen. Lediglich das Cargo-Aufkommen nahm um 4,3 Prozent auf 163.332 Tonnen ab. Ausschlaggebend waren die schwächere Entwicklung des weltweiten Handels und die daraus resultierende rückläufige Nachfrage.

Wachstum an Flughäfen überwiegt

Die internationalen Beteiligungsflughäfen entwickelten sich überwiegend positiv. Der slowenische Airport in Ljubljana zählte 103.653 Fluggäste und erzielte somit ein Plus von 3,3 Prozent. Mit insgesamt plus 10,5 Prozent und knapp 1,5 Millionen Passagieren schlossen die beiden Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre in Brasilien den Januar.

Die griechischen Regionalflughäfen notierten gemeinsam einen Anstieg um 12,3 Prozent auf 617.885 Passagiere. Die aufkommensstärksten Standorte waren dabei Thessaloniki (plus 25,4 Prozent auf 388.309 Fluggäste), Chania (plus 17,8 Prozent auf 50.949 Fluggäste) und Rhodos (minus 13,4 Prozent auf 50.809 Fluggäste).

Das Aufkommen am peruanischen Flughafen Lima stieg um 5,0 Prozent auf rund 1,9 Millionen Fluggäste. Die beiden bulgarischen Airports Varna und Burgas verbuchten insgesamt einen Rückgang von 6,8 Prozent auf 67.924 Passagiere. Antalya in der Türkei zählte 877.161 Fluggäste und somit einen Zuwachs von 9,6 Prozent. Der Flughafen in St. Petersburg in Russland wuchs um 14,0 Prozent auf rund 1,2 Millionen Passagiere und auch der chinesische Airport Xi’an steigerte sein Fluggastaufkommen um 13,9 Prozent auf fast 3,8 Millionen Fluggäste.

Bremen Airport: Flugzeug und Ziele neuer Airlines

Nach Veröffentlichung der Stationierung eines Flugzeuges am Flughafen Dresden kündigt die junge deutsche Airline Sundair nun eine weitere Basis am Bremen Airport an.

Mit der Stationierung eines Flugzeuges vom Typ Airbus A320 bietet Sundair den Urlaubern von der Nordsee und Niedersachsen die Möglichkeit, bequem in Reiseurlaube zu starten. Damit werden erste Lücken aus dem Wegfall der insolventen Germania geschlossen.

Sundair etabliert sich im Norden

Der Erstflug ab Bremen findet am 31. August auf die griechische Insel Rhodos statt. Die Stralsunder Fluggesellschaft startet anschließend ihre Flüge zu den Ferienzielen Mallorca, Kreta, Rhodos und Antalya im Mittelmeer sowie Gran Canaria und Fuerteventura auf den Kanarischen Inseln. Insgesamt sind für den Spätsommer 22 Starts und Landungen pro Woche ab Bremen Airport geplant.

Marcos Rossello, Geschäftsführer der Airline, freut sich auf den neuen Standort und das Sundair nur wenige Jahre nach der Gründung bereits in so vielen Ecken Deutschlands Flagge zeigt. „Wir freuen uns, nach dem erfolgreichen Start in Berlin und Kassel, sowie nach der Ankündigung unserer Station in Dresden nun auch Gäste aus dem Norden in ihren Urlaub zu befördern und sie von unserem guten Service überzeugen zu können“, so Rossello. Alle Flüge und Pauschalreisen mit Sundair ab Bremen sind ab sofort buchbar.

Corendon ersetzt Mittelmeerziele

Corendon Airlines übernimmt noch dazu ab Mitte April einen Teil der Germania-Strecken ab Bremen und wird folgende Ziele nonstop ab der Hansestadt anfliegen: Rhodos (dienstags), Kos (samstags), Heraklion (donnerstags, sonntags), Hurghada (montags, donnerstags) und Antalya (dienstags, donnerstags, sonntags). Damit ist bereits wenige Tage nach dem Ausscheiden der Germania am Bremer Flughafen, eine weitere Airline gefunden, die sich in Bremen engagiert und Strecken in die Sonnenregionen Europas und Nordafrika übernimmt.

„Mit der Übernahme der wichtigsten Griechenland-Strecken und unserem Engagement in Ägypten und der Türkei sichern wir einen Teil des touristischen Sommers in der Region ab und binden Bremen eng in das bestehende Corendon Airlines-Streckennetz zu allen wichtigen Urlaubszielen rund ums Mittelmeer ein“, sagt Corendon Airlines Deutschland-Manager Thomas Braun.

Lufthansa Technik in Saudi-Arabien zugelassen

Lufthansa Technik hat von der General Authority of Civil Aviation (GACA) des Königreichs Saudi-Arabien die Zulassung für Wartungsleistungen an Flugzeugen erhalten, die in Saudi-Arabien registriert sind.

Im Januar 2019 wurde bereits ein erster A-Check an einem entsprechenden Airbus A320 von Lufthansa Technik Middle East Mechanikern im Hangar der DC Aviation Al-Futtaim LLC, einem Joint Venture von DC Aviation und der Al-Futtaim Group, am Al Maktoum International Airport (Dubai World Central Airport) in Dubai durchgeführt.

Der 400-Stunden-Check war der zweite A-Check, der im Januar 2019 im Rahmen der Kooperation zwischen Lufthansa Technik und DC Aviation Al-Futtaim durchgeführt wurde. Dabei erfolgten beispielsweise die Überprüfung aller für die Flugsicherheit relevanten Systeme, der Austausch mehrerer Komponenten, sowie die Fertigstellung von Service Bulletins.

Etablierungen im wachsenden Flugzeugmarkt

Omar Aker, Regional Sales Manager der Lufthansa Technik, erklärte: „Wir sind erst der zweite VIP-MRO-Lieferant in der Golfregion, der für saudisch registrierte Flugzeuge der Airbus A320CJ-Familie und Boeing BBJ-Typen zugelassen ist. Die erste A-Check-Wartung wurde innerhalb des Budgets und vorzeitig abgeschlossen“.

„Die Kooperationsvereinbarung mit Lufthansa Technik zieht ihren Vorteil aus der Nutzung unserer Anlage und der wachsenden verfügbaren Infrastruktur…“, ergänzte Holger Ostheimer, Managing Director, DC Aviation Al-Futtaim. Die etablierte Kooperation zwischen Lufthansa Technik und DC Aviation Al-Futtaim umfasst das Produktportfolio sowohl regelmäßige Kontrollen als auch Wartungsleistungen, einschließlich ungeplanter Reparaturen, zum Beispiel bei einem AOG (Aircraft on Ground). Außerdem bietet es Dienstleistungen für Flugzeugkabinen, einschließlich kleinerer Modifikationen. Darüber hinaus gibt es Pläne, für die Region einen mobilen Flugzeug- und Kabinenservice anzubieten.

Hauptvorfeld in Hamburg: nächste Phasen der Erneuerung

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Auf dem Vorfeld 1 des Flughafens Hamburg sind wieder Baufahrzeuge unterwegs. Anders als in den vorherigen Bauphasen müssen aber keine Flugzeugpositionen gesperrt werden.

Seit Anfang Februar 2019 setzt Hamburg Airport die grundhafte Erneuerung seines Hauptvorfeldes fort. Die Arbeiten in den Bauabschnitten 6 und 7 werden voraussichtlich Ende Juli 2019 abgeschlossen sein. Insgesamt investiert Hamburg Airport rund 120 Millionen Euro in die grundhafte Vorfeld-Erneuerung, die in zeitversetzten Abschnitten bis voraussichtlich Ende 2020 andauern wird.

„Die ersten fünf Bauabschnitte der grundhaften Erneuerung unseres Hauptvorfeldes konnten wir bis zum Sommer 2018 bereits planmäßig abschließen. Bis Ende 2020 erfolgt nun die Erneuerung der Baufelder 6 bis 10. So machen wir das Vorfeld 1 fit für die kommenden Jahrzehnte. Zugleich schaffen wir mit der Neuordnung des Vorfeld-Layouts sowie dem Einbau der technischen Voraussetzungen für das innovative Leitverfahren ‚Follow the Greens‘ die Grundlage für eine noch effizientere und moderne Abwicklung des Flugbetriebs“, sagt David Liebert, Bereichsleiter Real Estate Management am Hamburg Airport.

Jahrzehnte alte Betonplatten im Vorfeld

Auf Basis der Erkenntnisse aus den ersten fünf Bauphasen hat Hamburg Airport die kommenden Abschnitte optimiert. So wurden die Phasen 6 und 7 zu einem rund 32.000 Quadratmeter großen Baufeld zusammengefasst. Hier werden nun sämtliche Leitungen, technische Einrichtungen sowie die Oberfläche grundhaft erneuert.

Im Anschluss erfolgt bis Ende 2020 die Bearbeitung weiterer Vorfeld-Abschnitte. Die grundhafte Erneuerung der rund 330.000 Quadratmeter großen Vorfeld-Fläche ist notwendig, da die Nutzbarkeit der 40 bis 60 Jahre alten Betonflächen auf absehbare Zeit aufgebraucht sein wird. Dieses Vorfeld hat schon einiges aushalten müssen: In den vergangenen fünf Jahrzehnten sind über sechs Millionen Flugzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als 290 Millionen Tonnen über diese Flächen gerollt.

Fluggastbrücken und neues Layout

Während der ersten fünf Bauphasen hat Hamburg Airport seine 15 Fluggastbrücken, durch die die Passagiere direkt vom Terminal ins Flugzeug gelangen, komplett saniert und auf den neusten technischen Stand aufgerüstet. Seit Sommer 2018 stehen alle mobilen „Finger“ wieder für den Flugbetrieb zur Verfügung. Darüber hinaus ordnet der Hamburger Flughafen im Zuge der Vorfeld-Erneuerung die Linienführung und Beschriftung – das sogenannte Vorfeld-Layout – neu und passt es an die aktuellen EASA- und ICAO-Standards an.

„Follow the Greens“: Leitverfahren für Flugzeuge

Als weitere Innovation soll der Hamburger Flughafen bis voraussichtlich 2021 das intelligente Leitverfahren „Follow the Greens“ erhalten: Hierbei weisen in den Boden eingelassene grüne Lichtbänder den Piloten den Weg zum Start oder zu der richtigen Parkposition. Sie erscheinen automatisch und dynamisch vor dem rollenden Flugzeug und erlöschen dahinter wieder.

Durch die automatische Steuerung wird die Vorfeldfläche optimal ausgenutzt und der Verkehrsfluss verbessert. So verkürzen sich unter anderem die Umlaufzeiten der Flugzeuge, sie benötigen weniger Zeit für das Rollen zu den Abflugpositionen. Das ist gut für die Umwelt und bedeutet weniger Bodengeräusche sowie weniger CO2-Emissionen. Die baulichen Voraussetzungen für „Follow the Greens“ – zum Beispiel der Einbau von rund 1.900 Lampen – werden im Rahmen der grundhaften Erneuerung des Vorfelds 1 geschaffen.

Corendon Airlines stationiert Boeing 737 am FMO

Die zur niederländisch-türkischen Corendon Touristic Gruppe gehörende Charterfluggesellschaft Corendon Airlines stationiert mit Beginn der Osterferien ein Flugzeug am Flughafen Münster/Osnabrück.

Der Flughafen Münster/Osnabrück konnte damit in seinen Bemühungen um einen Ersatz für das Flugprogramm der insolventen Fluggesellschaft Germania einen ersten wichtigen Akquisitionserfolg erzielen. Ab diesem Zeitpunkt werden Flüge zu den Kanarischen Inseln Gran Canaria, Fuerteventura und Teneriffa, den griechischen Inseln Kos, Rhodos und Kreta sowie Flüge nach Hurghada in Ägypten und Antalya an der türkischen Riviera angeboten. Zum Einsatz kommt eine moderne Boeing 737-800 mit 189 Sitzplätzen. Die Ziele sind in Kürze bei Reiseveranstaltern sowie auch im Einzelplatzverkauf über Reisebüros und online buchbar.

Neue Reisen, neue Niederländer

Corendon Airlines gilt als außerordentlich zuverlässige Fluggesellschaft mit hohen Servicestandards. Alle wichtigen Reiseveranstalter im Markt des FMO haben bereits signalisiert, ihre Kontingente bei Corendon Airlines einzubuchen. FMO-Geschäftsführer Prof. Dr. Rainer Schwarz sagte zur Stationierungsentscheidung von Corendon Airlines: „Wir freuen uns außerordentlich, dass wir – nicht einmal eine Woche nach der Germania-Insolvenz – mit Corendon Airlines einen neuen Qualitätscarrier als Partner für den Flughafen Münster/Osnabrück gewinnen konnten. Das ist ein deutlicher Beleg für die Stärke unseres touristischen Marktes.“ Außerdem sei Corendon Airlines eine hervorragende Lösung für Niederländer, um ab dem FMO zu reisen.

Thomas Braun, Deutschland-Manager der Corendon Airlines, betonte, dass der Flughafen Münster/Osnabrück perfekt in das Streckenportfolio der Corendon Airlines passe. „Mit einem sehr attraktiven Marktumfeld und dem für unsere Fluggesellschaft so wichtigen 24-Stunden-Betrieb haben wir uns gerne für Münster/Osnabrück entschieden. Wir freuen uns auf eine gute und langfristig erfolgreiche Partnerschaft am FMO.“

Für den Sommerflugplan 2019 bis Ende Oktober erwartet Corendon Airlines am FMO rund 150.000 Fluggäste. Damit konnte der FMO allein mit dem Sommerprogramm der Corendon Airlines bereits mehr als die Hälfte des Aufkommens der Germania des Gesamtjahres 2018 (269.000 Fluggäste) kompensieren. Der FMO-Aufsichtsratsvorsitzende, Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, begrüßte die Stationierungsentscheidung der Corendon Airlines ausdrücklich. „Die letzten beiden Jahre hatte der FMO eine hervorragende Entwicklung verzeichnet. Mit dem neuen Touristik-Partner hat der FMO auch ohne Germania nun beste Chancen, seinen erfolgreichen Weg fortzusetzen“, so Griesert.

Austrian Airlines punktet besonders beim Europaverkehr

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Austrian Airlines setzt die erfolgreiche Passagier-Entwicklung des Jahres 2018 fort. Im Januar 2019 flogen rund 791.000 Gäste mit Österreichs Homecarrier. Das entspricht einem Plus von 7,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Wachstumstreiber war erneut der starke Europaverkehr, aber auch das Interkontinental-Segment verzeichnete ein signifikantes Plus. Das Angebot gemessen in angebotenen Sitzkilometern wurde um 8,2 Prozent erhöht. Die verkauften Sitzkilometer stiegen um 8,9 Prozent im Vergleich zum Januar 2018. Die Auslastung der Flüge erreichte 70,2 Prozent, was einer Steigerung von 0,5 Prozentpunkten entspricht. Die Anzahl der von Austrian Airlines durchgeführten Flüge wurde im Januar 2019 um 4,4 Prozent auf 9.088 erhöht. „Das ist ein sehr erfreulicher Start ins neue Jahr“, sagt Andreas Otto, Vorstandsmitglied und CCO von Austrian Airlines.

Fachkongress in Berlin: Nutzen und Hürden für Drohnen

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Unbemannte Flugsysteme, allgemein als Drohnen bezeichnet, bergen ein enormes Potenzial für den Wirtschaftsstandort Deutschland und können in vielen Anwendungsbereichen Arbeitsplätze und Wertschöpfung schaffen. Damit diese Chancen realisiert werden können, bedarf es einer zügigen Anpassung des rechtlichen Rahmens.

Zum einen müssen die Bedingungen für die kommerzielle Nutzung vereinfacht werden, damit Unternehmen auch zukünftig in Deutschland Drohnen entwickeln und anwenden können. Zum anderen muss die Drohnentechnologie sicher in den Luftraum integriert werden, auch um die öffentliche Akzeptanz zu steigern. Das sind die zentralen Erkenntnisse von „Drone Insights“, einem erstmals in Berlin veranstalteten gemeinsamen Fachkongress des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) zu Chancen und Herausforderungen ziviler Drohnen.

Deutschland: Vorreiter bei neuer Technologie?

Dr. Klaus Richter, Präsident des BDLI, hob die Bedeutung von Drohnen hervor: „Unbemannt fliegende Systeme spielen zunehmend eine signifikante Rolle in unserer Industrie. Eine neue Dimension der individuellen Mobilität wird vorstellbar, und sie ist sauber und leise. Technologisch sind wir sehr gut aufgestellt – sowohl der Mittelstand als auch die großen Hersteller. Jetzt bedarf es der Definition sicherer und sinnvoller Rahmenbedingungen, um das enorme Potenzial dieser auch im globalen Wettbewerb begehrten Zukunftstechnologie des 21. Jahrhunderts ausschöpfen zu können. Nur so können die europäische und deutsche Industrie eine Vorreiterrolle spielen.“

Damit Unternehmen die Chancen dieser Technologie nutzen können, müssten die langwierigen und föderal zersplitterten Genehmigungsprozesse vereinfacht werden und ausreichend Testgebiete zur Verfügung stehen. Auch der Rechtsrahmen für Drohnenflüge außerhalb der Sichtweite müsse ausgestaltet werden, um weitergehende Anwendungen von Drohnen zu ermöglichen. Richter: „Damit die deutsche Drohnenindustrie abheben kann, brauchen wir insbesondere klare Regeln für Zulassung und Betrieb und eine leistungsfähige Infrastruktur – jetzt!“

Safety first: Drohnen stören den Luftraum

Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Präsident des BDL, wies auf die großen Herausforderungen bei der Integration von Drohnen in den Luftraum hin: „In der Luftfahrt gilt ‚Safety first‘. Damit dies auch bei einer Zunahme von Drohnen gilt, brauchen wir dringend weitere Schritte für deren sichere Integration in den Luftraum! Zum einen muss jetzt endlich eine gesetzliche Registrierungspflicht für Drohnen und ihre Eigentümer kommen, damit im Schadensfall die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden können. Zum anderen bedarf es einer Technik, die Drohnen im Luftraum erkennbar macht, um Vorfällen wie am Flughafen London-Gatwick Ende 2018 schnell und wirkungsvoll begegnen zu können.“

Die Zahl der Behinderungen des Luftverkehrs durch Drohnen nimmt auch in Deutschland zu. Im letzten Jahr wurden 158 Drohnensichtungen von Piloten gemeldet, 80 Prozent mehr als im Vorjahr. Scheurle: „Wir brauchen weitere Regeln und Technologien, um die massiv wachsende Zahl von Drohnen so auszurüsten, dass sie sicher und fair in den Luftraum integriert werden und kein Hindernis oder gar eine Gefahr darstellen. Für die Flugsicherung in Europa ist das eine enorme Herausforderung, die ohne weitere Automatisierungsschritte kaum leistbar sein wird.“

An dem gemeinsamen Fachkongress „Drone Insights Drone Insights – The Unmanned Aviation Summit“ nahmen rund 250 Teilnehmer aus Politik, Behörden, Luftfahrt, Wissenschaft und Medien teil. Experten diskutierten dabei u.a. über Potenziale der Drohnentechnologie in den Bereichen Digitales und Mobilität sowie über Herausforderungen, wie etwa die sichere Integration in den Luftraum und die Abwehr missbräuchlich verwendeter Drohnen

Exo-Planeten-Jägerin FEMtech-Expertin des Monats

Die Astrophysikerin Monika Lendl ist unsere FEMtech-Expertin des Monats Februar. 150 extrasolare Planeten (Exo-Planeten) hat die Astronomin bereits mit aufgespürt.

Die Frage „Sind wir allein im Universum?“ bewegt Menschen nicht erst seit gestern. Die Suche nach Exo-Planeten befasst sich wissenschaftlich mit dieser Fragestellung. Um die Leistungen von Frauen im Forschungs- und Technologiebereich sichtbar zu machen, zeichnet das österreichische Bundesministerium BMVIT seit 2005 Frauen aus der FEMtech-Expertinnendatenbank aus. Die promovierte Salzburgerin arbeitet als Projektleiterin am Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) an der Erforschung und Entdeckung von Exo-Planeten sowie an der Vorbereitung und wissenschaftlichen Begleitung der aktuellen CHEOPS Satellitenmission, deren Start noch dieses Jahr erfolgen soll.

Auch am IWF in Graz, welches nicht nur eines der größten Institute der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) darstellt, sondern auch eines der wenigen in Österreich ist, das Space-relevante und sogar weltraumtaugliche Messgeräte im großen Rahmen entwickelt und baut.

Suche nach Exo-Planeten in Österreich

„Meine Forschung konzentriert sich auf die Entdeckung dieser Objekte und auf das Studium ihrer Atmosphären. Letztendlich geht es darum herauszufinden, wie andere Planetensysteme beschaffen sind, und ob es Planeten gibt, die unserer Erde ähnlich sind oder ob unsere Erde einzigartig ist.“ so Lendl über ihre Arbeit. Mit modernstem Equipment beobachtet sie aber nicht nur die erdähnlichen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, sondern auch sogenannte heiße Jupiter, also jupiterähnliche Gasriesen, die ebenfalls nicht unsere Sonne, sondern ferne Sterne umkreisen und wohl in beträchtlicher Zahl in der Milchstraße vorhanden sind.

Wir haben präzise Methoden entwickelt, die es uns erlauben, diese Exo-Planeten näher zu studieren. So können wir etwa feststellen, ob ein Planet hauptsächlich aus Gestein besteht – wie unsere Erde -, oder ob es sich um einen 10-mal größeren Gasriesen ohne feste Oberfläche handelt“, so Lendl weiter. Alle gewonnenen Daten zu vorhandenen oder neu entdeckten Exo-Planeten werden direkt am Institut wissenschaftlich analysiert und physikalisch interpretiert.

Zweite Erde lässt auf sich warten

Immer wieder werden Planeten entdeckt, die einige verwandte Parameter wie unsere Erde aufweisen.– Ähnlichkeiten in Bezug auf Größe oder Temperatur beispielsweise–, aber bis jetzt wurde noch kein echter Erdzwilling gefunden. „„Meine große Motivation ist zu verstehen, ob unser Sonnensystem einzigartig ist oder ob es andere, ähnliche gibt““, so Lendl. „Leider lassen sich Exo-Planeten nicht mit Raumschiffen erreichen, so wie früher Seefahrer fremde Länder mit Booten entdeckten. Aber die Menschen nutzen wir Teleskope, um die Ferne herzuholen.

Ein wichtiges Tool auch für Lendls Arbeit wird CHEOPS, ein kleines optisches Teleskop, welches noch dieses Jahr in einer niedrigen Erdumlaufbahn kreisen soll und sogenannte Transits von Exo-Planeten messen wird. CHEOPS steht dabei für CHaracterising ExOPlanet Satellite. In die Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA mit dem Hauptziel, Exo-Planeten in der näheren Umgebung der Erde zu charakterisieren und zu untersuchen, ist Monika Lendl ganz wesentlich involviert: Sie leitet ein FFG-Projekt, das Methoden zur Analyse von CHEOPS Daten entwickelt.

Astroforschung weltweit

Ihre Ausbildung begann Lendl mit dem Studium der Astronomie in Wien. Es folgten mehrere Forschungsaufenthalte in Deutschland, Belgien und Chile sowie das Promotionsstudium an der Uni Genf in der Schweiz. Sie ist Mitglied zahlreicher europäischer Wissenschaftsinstitutionen wie der European Astronomical Society, der Österreichischen Gesellschaft für Astronomie und Astrophysik sowie der Schweizer Gesellschaft für Astronomie und Astrophysik und ist außerdem an den Vorbereitungen für die Weltraummissionen PLATO und ARIEL der ESA beteiligt.

Darüber hinaus ist Monika Lendl Leiterin eines Beobachtungsprojekts am Very Large Telescope (ESO/VLT), einem der größten Teleskope der Welt in der Atacamawüste im Norden Chiles. Dabei untersucht sie die Zusammensetzung der Atmosphären Extrasolarer Planeten, insbesondere der Eigenschaften von Wolken auf solchen Planeten.

Derzeit ist das IWF an 20 internationalen Weltraummissionen beteiligt, die von der Europäischen Weltraumorganisation ESA, der NASA oder nationalen Weltraumagenturen in Japan, Russland, China und Korea geleitet werden. Die Missionen reichen von Satellitenflotten im erdnahen Weltraum über die Sonnenbeobachtung bis zur Erforschung von Planeten wie Merkur, Jupiter und extrasolaren Planeten.

Volocopter und Fraport forcieren Urban Aerial Mobility

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Volocopter hat bei Testflügen unter anderem in Dubai bereits beweisen können, dass sein elektrisch betriebener und senkrechtstartender Multikopter den Anforderungen der Urban Aerial Mobility gerecht wird.

Der Volocopter basiert auf Drohnentechnologie, bietet Platz für zwei Personen und eignet sich durch leises und emissionsfreies Fliegen ideal für den Stadtverkehr. Die Fraport AG und die Volocopter GmbH entwickeln jetzt gemeinsam Konzepte für die Bodeninfrastruktur und den Betrieb von Flugtaxis an Flughäfen.

Branchenriese und Start-up Volocopter

Im Vordergrund stehen die reibungslose Fluggastabfertigung sowie die effiziente Anbindung an bestehende Verkehrsinfrastruktur. Das wird beispielhaft an einem sogenannten Volocopter Port untersucht. Diese könnten in Zukunft Knotenpunkte in Städten miteinander verbinden – auch eine Verbindung vom und zum Flughafen Frankfurt soll geprüft werden.

Als weltweit aktiver Flughafenmanager verfügt Fraport über langjährige Expertise im Flugbetrieb, hier insbesondere in den Bereichen Bodeninfrastruktur, Bodenabfertigung sowie Terminal- und Passagierservices. Weiterhin kann Fraport auf umfangreiche Erfahrungen zum unbemannten Fliegen zurückgreifen. Im Rahmen des Programms „FraDrones“ erprobte der Flughafenbetreiber bereits verschiedene Szenarien zur betrieblichen Nutzung von Drohnen. Als bedeutendstes deutsches Luftverkehrsdrehkreuz mit mehr als 69,5 Millionen Fluggästen im vergangenen Jahr bietet der Frankfurter Flughafen ideale Rahmenbedingungen für diese innovative Kooperation.

„Das autonome Fliegen wird die Luftfahrt grundlegend verändern. Wir wollen als erster Flughafen Europas das Potential des elektrischen Flugtaxis gemeinsam mit dem Pionier Volocopter erschließen – zum Vorteil unserer Fluggäste und der Region Frankfurt/Rhein-Main“, erklärt Anke Giesen, Vorstand Operations der Fraport AG.

Individualluftverkehr: Viel Potenzial, noch mehr Arbeit

Fraport hat damit einmal mehr die Rolle als Innovationstreiber in den verschiedensten Bereichen der Luftfahrtprozesse. Florian Reuter, CEO der Volocopter GmbH, sagt dazu: „Die optimale Anbindung des Stadtzentrums an den Flughafen ist eine riesige Herausforderung für fast alle Großstädte dieser Welt. Gemeinsam mit Fraport nun die erstmalige Umsetzung eines Flugtaxidienstes an einem der wichtigsten Flughäfen Europas anzugehen ist großartig. Dabei setzen wir auf die Expertise der Fraport AG den Volocopter-Service sicher und effizient in die komplexen Prozesse an einem internationalen Großflughafen zu integrieren.“

A350 von Evelop erhalten Support durch LHT

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Lufthansa Technik hat von der spanischen Fluggesellschaft Evelop den Auftrag für einen umfassenden Total Component Support (TCS®) ihrer zukünftigen Airbus A350-Flotte erhalten.

Der Vertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren betrifft zwei A350-900, die Evelop im März 2019 und 2020 in ihren Betrieb aufnehmen wird. „Mit Lufthansa Technik legen wir die Materialversorgung unserer neuen A350-Flotte in die Hände eines bewährten und weltweit präsenten Partners“, sagte Bruno Claeys, Geschäftführer von Evelop. „Das bedeutet für uns die Garantie höchster Verfügbarkeit der Flugzeuge vom ersten Tag an.“

Mit Masse für die Flugzeugversorgung

Total Component Support bedeutet für Fluggesellschaften eine zuverlässige Materialversorgung. Lufthansa Technik hat für die A350 früh mit dem Kompetenzaufbau begonnen. Airlines, die eine Komponentenversorgung über einen Total Component Support (TCS®) in Anspruch nehmen, profitieren vom Pooling-Konzept: Lufthansa Technik bevorratet mehr als 100.000 Komponenten und garantiert eine hundertprozentig zuverlässige Lieferung zu einem festgelegten Leistungsniveau. Durch die Nutzung des Komponentenpools der Lufthansa Technik können auch kleinere Fluggesellschaften ihre Betriebskosten auf ein Niveau senken, das normalerweise nur für Betreiber sehr viel größerer Flotten erreichbar ist.

Flughafen Wien legt zweistellig zu

Der starke Wachstumstrend am Flughafen Wien setzt sich seit Jahresbeginn fort: Im Januar 2019 stieg das Passagieraufkommen der Flughafen-Wien-Gruppe (Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Kosice) um 20,0 Prozent auf 2,2 Mio. Reisende an. Der Flughafen Wien selbst verzeichnete ein deutliches Passagierplus von 24,4 Prozent.

Am Standort Flughafen Wien stieg das Passagieraufkommen im Januar 2019 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 1.830.923 Reisende an. Die Anzahl der Lokalpassagiere nahm mit einem Plus von 30,6 Prozent stark zu, die Anzahl der Transferpassagiere stieg um 6,2 Prozent. Die Flugbewegungen nahmen im Januar 2019 mit plus 15,3 Prozent ebenfalls deutlich zu. Beim Frachtkommen verzeichnete der Flughafen Wien einen leichten Rückgang um 2,8 Prozent im Vergleich zum Januar des Vorjahres.

Zweistellige Wachstumsraten für Flugahfen Wien

Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nach Westeuropa stieg im Januar 2019 um 24,0 Prozent an, nach Osteuropa nahm das Passagieraufkommen um 26,0 Prozent zu. In den Fernen Osten nahm das Passagieraufkommen im Januar 2019 um 16,2 Prozent zu, jenes in den Nahen und Mittleren Osten stieg um 19,3 Prozent. Nach Nordamerika entwickelte sich das Passagieraufkommen mit einem Plus von 33,5 Prozent ebenfalls positiv und nach Afrika legte die Zahl der Passagiere um 43,4 Prozent zu.

Ein Passagierplus gab es im Januar 2019 für den Flughafen Malta mit einem Zuwachs um 4,1 Prozent. In Kosice ging das Passagieraufkommen um 11,4 Prozent zurück. Die Gesamtzahl der Passagiere enthält Lokal-, Transfer- und Transitpassagiere. Aufrollung der Vergleichswerte 2018 und Transit-Werte in Kosice.

Flughafen Wien (VIE) 01/2019 Veränderung in %
Passagiere an+ab+transit 1.830.923 +24,4
Lokalpassagiere an+ab 1.448.127 +30,6
Transferpassagiere an+ab 376.568 +6,2
Bewegungen an+ab 18.171 +15,3
Cargo an+ab in to 21.226 -2,8
MTOW in to 745.018 +19,5
Malta Airport (MLA, vollkonsolidiert)
Passagiere an+ab+transit 366.015 +4,1
Lokalpassagiere an+ab 364.071 +4,2
Transferpassagiere an+ab 1.944 -6,2
Bewegungen an+ab 3.196 +9,9
Cargo an+ab (in to) 1.335 +12,6
MTOW (in to) 127.786 +6,4
Flughafen Kosice (KSC, at-Equity-Konsolidiert)
Passagiere an+ab+transit 26.174 -11,4
Lokalpassagiere an+ab 25.916 -7,2
Transferpassagiere an+ab 0 n.a.
Bewegungen an+ab 381 -10,4
Cargo an+ab (in to) 4 -9,8
MTOW (in to) 8.290 -9,4
Flughafen Wien und Beteiligungen (VIE, MLA, KSC)
Passagiere an+ab+transit 2.223.112 +20,0
Lokalpassagiere an+ab 1.838.114 +23,7
Transferpassagiere an+ab 378.512 +6,1
Bewegungen an+ab 21.748 +13,9
Cargo an+ab (in to) 22.564 -2,1
MTOW (in to) 881.094 +17,0

3D-Druck für Mondlander nimmt Reise auf

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Ruag Space in Zürich hat die erste 3D-gedruckte Komponente für einen Mondlander entwickelt. Diese Struktur wird das Triebwerk eines Raumfahrzeugs des israelischen Unternehmens SpaceIL in richtiger Position halten. Am 18. Februar soll solch ein Lander seine Reise zum Mond antreten.

Eine 3D-Triebwerkhalterung von Ruag Space wird die erste 3D-gedruckte Komponente auf dem Mond sein. Sie ist Teil des Mondlanders des israelischen Privatunternehmens SpaceIL, welcher Mitte Februar ins All starten soll. Das Raumfahrzeug wird eine Aluminiumstruktur aus dem 3D-Drucker als Halterung für sein Haupttriebwerk verwenden. Die Struktur wurde von Ruag Space in Zürich entwickelt. „Unsere 3D-Komponente wird die Landung und den Start des Raumfahrzeugs auf dem Mond unterstützen“, erklärt Peter Guggenbach, CEO von Ruag Space, Europas führendem Raumfahrtanbieter. Ruag Space ist ein Pionier im Bereich des 3D-Drucks für den Weltraum.

3D-Druck für Metall und Kunststoff

„Mit dem 3D-Druck profitieren unsere Kunden von einer schnelleren und kostengünstigeren Produktion“, sagt Guggenbach. Im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren bietet der 3D-Druck eine Vielzahl von Vorteilen. Der 3D-Druck ermöglicht die Herstellung von leichteren Metall- oder Kunststoffteilen. „Gewichtsreduzierung ist ein entscheidender Faktor in der Raumfahrtindustrie“, erklärt Guggenbach.

Umso leichter ein Raumfahrtbauteil, desto geringer werden auch die Kosten. Jedes Kilogramm weniger spart Geld, da weniger Energie für den Transport der Nutzlast in seine Umlaufbahn aufgebracht werden muss. Neben leichteren Teilen ermöglicht der 3D-Druck aber auch die Herstellung von Gebilden, die im Vergleich zu herkömmlichen Produktionsarten wie z.B. dem Fräsen, Drehen oder Schleifen, eine höhere Leistung bei geringerer Masse bieten.

Zweimonatige Reise durch das Weltall

Die Mission von SpaceIL wäre die erste Mondlandung, die nicht von der Regierung eines Staates, sondern von einem Privatunternehmen durchgeführt wird. Der Start soll Mitte Februar erfolgen und die Landung ist am Ende der zweimonatigen Reise durch das Weltall vorgesehen. Nach der Landung auf der Mondoberfläche soll das Raumfahrzeug Fotos und Videos sowie Daten über das Magnetfeld des Mondes zurücksenden.

Seit 2014 entwickelt Ruag Space Raumfahrtkomponenten auf Basis der sogenannten Additive Manufacturing (3D-Druck)-Technologie. Ruag Space entwarf die Komponente für die SpaceIL-Mondmission und qualifizierte sie für den Weltraum. Für die Herstellung der 3D-Druckstruktur beauftragte Ruag Space das US-Unternehmen MORF3D, einen führenden Anbieter von Additive Manufacturing-Lösungen für die Luft- und Raumfahrtindustrie.

3D-Druck für den Mond auf den Bildern: Die 3D-gedruckte Halterung von Ruag Space stützt das Triebwerk der Mondlandefähre; Mondlandefähre des israelischen Unternehmens SpaceIL; Peter Guggenbach, CEO Ruag Space.

Drohnen in Deutschland fliegen privat – noch

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Noch ist der Großteil der Drohnen in Deutschland in privater Nutzung: Gerade einmal 19.000 solcher Flugobjekte werden für gewerbliche Zwecke eingesetzt. Dieses Verhältnis wird sich aber einer Studie zufolge in den folgenden Jahren stark ändern.

Während die Anzahl der heute rund 450.000 privat genutzten Drohnen nicht mehr erheblich zunimmt, wird die Zahl der in Deutschland kommerziell eingesetzten Drohnen bis 2030 auf 126.000 steigen – ein Anstieg um mehr als 560 Prozent.

Drohnenmarkt wächst rasant

Der deutsche Drohnenmarkt wird damit von 574 Millionen Euro auf fast drei Milliarden Euro wachsen, vor allem getrieben durch die vielseitige gewerblichen Anwendungen. Allerdings liegt der deutsche Drohnenmarkt – verglichen mit anderen Ländern – bisher nur im Mittelfeld. Nach absoluten Zahlen kommt der hiesige Drohnenmarkt nach den USA, China und Frankreich zwar auf den vierten Platz. Bezogen aber auf die Größe des Marktes pro Arbeitnehmer erreicht Deutschland international nur Platz 17 – hinter Ländern wie etwa der Schweiz und Norwegen.

Das sind zentrale Erkenntnisse einer Studie zum deutschen Drohnenmarkt, die der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) heute anlässlich des gemeinsamen Fachkongresses „Drone Insights – The Unmanned Aviation Summit“ vorgelegt haben. Zu den Ergebnissen der Marktstudie erklären BDL und BDLI: „Der deutsche Drohnenmarkt hat enormes Potenzial, denn wir haben starke Unternehmen sowohl auf der Herstellerseite als auch bei potenziellen Anwendern von Drohnentechnologie. Ob wir als Industriestandort Deutschland hier mit in vorderster Reihe stehen und diese Chancen auch ausschöpfen, entscheidet sich jetzt. Wir müssen aufpassen, dass wir hier nicht einen Trend verpassen und international den Anschluss verlieren.“

Welche Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen gezogen werden sollten, beraten heute Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Medien und Wirtschaft bei der erstmals von BDL und BDLI organisierten Fachkonferenz „Drone Insights – The Unmanned Aviation Summit“ in Berlin.

Eckdaten aus der Drohnenstudie für Deutschland

  • Fast 500.000 Drohnen fliegen in Deutschland: In Deutschland sind insgesamt rund eine halbe Million Drohnen in Umlauf. Dabei werden 455.000 Drohnen privat und 19.000 Drohnen kommerziell genutzt. Die professionellen Anwender nutzen die Drohnen selten nur für einen Zweck, sondern setzen diese für vielfältige Anwendungen ein: Vermessung, Kartierung, Inspektion, Film- und Fotoaufnahmen etc.
  • 400 Drohnenunternehmen und 10.000 Menschen beschäftigen sich mit Drohnen: In Deutschland gibt es knapp 400 Drohnenunternehmen. Im Schnitt sind diese drei Jahre alt und haben zwölf Mitarbeiter. Rund 10.000 Frauen und Männer beschäftigen sich in Deutschland in ihrem Beruf schwerpunktmäßig mit Drohnen. Seit 2012 wurden 170 Millionen US-Dollar in deutsche Unternehmen investiert, die sich auf Drohnen und Flugtaxis spezialisiert haben.
  • Deutschlands Drohnenmarkt liegt international im Mittelfeld: Der deutsche Drohnenmarkt ist gegenwärtig 574 Millionen Euro groß. Dabei entfallen 404 Millionen Euro auf den kommerziellen und 169 Millionen Euro auf den privaten Drohnenmarkt. Im Ranking der größten kommerziellen Drohnenmärkte belegt Deutschland nach den USA, China und Frankreich den vierten Platz. Dies relativiert sich aber, wenn man nicht die absolute Größe des Marktes zugrunde legt, sondern die Größe des Marktes pro Arbeitnehmer – dann liegt Deutschland auf Platz 17.
  • Der deutsche Drohnenmarkt wird weiter wachsen: Die Zahl der einsatzbereiten Drohnen in Deutschland wird sich bis 2030 auf rund 850.000 erhöhen. Während das Wachstum im Bereich der privaten Nutzung abflacht, nimmt die Zahl der kommerziell genutzten Drohnen auf 126.000 zu. Zurzeit wird in Deutschland nur eine von 24 Drohnen kommerziell betrieben, 2030 wird es eine von sechs Drohnen sein. Der deutsche Drohnenmarkt wird bis 2030 von 574 Millionen Euro auf fast drei Milliarden Euro anwachsen, was einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von 14 Prozent entspricht. Das Wachstum wird vor allem durch den kommerziellen Markt getrieben.

Die komplette Studie zum deutschen Drohnenmarkt kann hier beim BDL abgerufen werden und liegt nun erstmals eine Studie zu Marktentwicklung und Marktakteuren vor, die auf empirischen Daten basiert. Für die Analyse wurde das auf Unbemannte Luftfahrt spezialisierte Marktforschungsunternehmen Drone Industry Insights aus Hamburg beauftragt und .

Satelliten beweisen Stehende Wellen auf Erdmagnetfeld

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In einer aktuellen Studie gelingt einem internationalen Team, dem auch das Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften angehört, erstmals der Nachweis von stehenden Wellen auf der Außenhaut des Erdmagnetfeldes.

Die Dynamik des erdnahen Weltraums wird maßgeblich durch die Wechselwirkung zwischen Sonnenwind und Erdmagnetfeld bestimmt. Der Sonnenwind ist ein Teilchenstrom, der ständig von der Sonne in den Weltraum entsandt wird. Das Erdmagnetfeld wirkt dabei als Hindernis, in das diese Teilchen nicht direkt eindringen können. Stattdessen entsteht eine scharfe Grenzschicht zwischen Sonnenwind und Erdmagnetosphäre. Diese Grenzschicht, die Außenhaut des Erdmagnetfeldes, nennt man Magnetopause.

Magnetopause wie eine Membran

Die Magnetopause ist hochdynamisch. Auf ihr können sich, wie auf einer Membran, Oberflächenwellen ausbreiten. Die damit einhergehenden Bewegungen haben auch Auswirkungen auf die innere Magnetosphäre, zum Beispiel in Form von geomagnetischen Pulsationen. Diese können auf der Erde mit Hilfe von Magnetfeldmessungen nachgewiesen werden. Auch in Radarbeobachtungen der Ionosphäre, einer elektrisch leitfähigen Schicht der Hochatmosphäre, sind sie deutlich sichtbar.

„Frühere Untersuchungen der Magnetopausen-Dynamik legten nahe, dass sich auf der sonnenzugewandten Seite auch sogenannte stehende Wellen ausbreiten können. Damit wäre es möglich, die Magnetopause zu Schwingungen mit ganz bestimmten Frequenzen anzuregen, wie die Saiten einer Gitarre oder die Membran einer Trommel“, so IWF-Forscher Ferdinand Plaschke, Co-Autor der Studie. „Die dafür nötige Verankerung der Magnetopause würde durch die Ionosphäre bewerkstelligt, die das Erdmagnetfeld festhält.“

Nun ist erstmals der Nachweis für die Existenz dieser stehenden Wellen gelungen. Dafür wurden Messungen der fünf THEMIS-Satelliten der NASA ausgewertet. Diese registrierten den Einschlag eines sogenannten „Hochgeschwindigkeits-Jets“ aus Sonnenwindteilchen auf der Magnetopause. Durch seine hohe Geschwindigkeit wirkte der Jet wie ein Schlägel, der auf eine Trommelmembran trifft. Im Einklang mit theoretischen Vorhersagen wurde die Magnetopause zu Schwingungen angeregt, die von THEMIS beobachtet werden konnten. Die THEMIS-Mission feiert in dieser Woche ihr zwölfjähriges Jubiläum im Orbit. Das IWF hat schon an der Erstellung des Missionskonzepts mitgearbeitet und ist an den Magnetfeldmessungen und an der wissenschaftlichen Datenauswertung beteiligt.

Bodensee bekommt wieder Türkeiflüge von SunExpress

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SunExpress wird den Bodensee-Airport Friedrichshafen ab Anfang August mit zwei wöchentlichen Flügen nach Antalya bedienen. Damit kehrt eine der führenden Fluggesellschaften im touristischen Verkehr mit der Türkei nach Friedrichshafen zurück.

Die Buchbarkeit der Flüge soll ab spätestens Freitag möglich sein. SunExpress wird auf ihren Flügen nach Antalya moderne Flugzeuge vom Typ Airbus A320 mit 180 Sitzplätzen einsetzen. Die 1989 als Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines gegründete SunExpress zählt zu den größten Ferienfluggesellschaften im Verkehr zwischen Deutschland und der Türkei. Jährlich befördert die Fluggesellschaft mehr als 9.000.000 Passagiere. SunExpress fliegt die Türkei sowie verschiedene Urlaubsziele in Europa von mehr als 15 deutschen Flughäfen und 21 türkischen Flughäfen an und hat 4.000 Mitarbeiter. Die Airline arbeitet mit allen namhaften Reiseveranstaltern zusammen, wobei die Tickets aber auch direkt gebucht werden können.

Das neue Flugangebot ist nach der Pleite der Airline Germania besonders willkommen. „Wir freuen uns über die schnelle Entscheidung der SunExpress, mit diesem attraktiven Flugangebot an die Türkische Riviera eine der derzeit am stärksten wachsenden Touristikregionen noch besser an die Bodenseeregion anzubinden. Insgesamt haben unsere Kunden in der Hochsaison die Auswahl unter bis zu acht Antalya-Verbindungen pro Woche. Neben SunExpress bedienen auch Corendon und Tailwind diese Strecke.“ so Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer der Flughafen Friedrichshafen GmbH. Das Foto zeigt eine Beoing 737 von SunExpress.

Schweiz: Weiter IFR-Flugbewegungen ohne Flugsicherung

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Auf dem Regionalflugplatz Grenchen startete am 30. März 2017 das Pilotprojekt „IFR ohne Flugverkehrskontrolldienst“. Damit sollten Erfahrungen gesammelt werden, wie An- und Abflüge nach Instrumentenflugregeln ohne Flugsicherung bewerkstelligt werden können.

Flüge, die nach Instrumentenflugregeln (IFR) durchgeführt werden, müssen grundsätzlich von der Flugsicherung geleitet werden. Für Regionalflugplätze wird es aus finanziellen Gründen zunehmend schwieriger, eine eigene Flugsicherung zu unterhalten. An- und Abflüge nach Instrumentenflugregeln, aber ohne Flugsicherung, könnten dabei helfen, die Kosten zu reduzieren.

Daher wurde für Grenchen das Pilotprojekt „IFR ohne ATC“ entwickelt. Ziel war es, Erfahrungen damit zu sammeln, wie ein solcher Betrieb ohne Abstriche am hohen Sicherheitsniveau durchgeführt werden kann. Das jetzige Pilotprojekt in Grenchen wird zwar zum Ende März 2019 beendet. Die Arbeiten für eine permanente Lösung für „IFR ohne ATC“ in Grenchen und auf anderen Flugplätzen laufen aber weiter.

IFR Grenchen kollidiert mit Bern

Im Verlaufe des Pilotprojektes wurde festgestellt, dass es zu einem Konflikt zwischen dem abfliegenden IFR-Verkehr von Grenchen und dem IFR-Verkehr des Flughafen Berns kommen kann. Erschwerend für das Projekt waren zudem der Personalmangel bei der Flugsicherung Skyguide sowie weitere zusätzliche Projekte. Diese Umstände führten dazu, dass das BAZL kurzfristig und mit hohem Aufwand mehrere größere Anpassungen verfügen musste.

Derzeit kann die Flugsicherung in den Hauptverkehrszeiten zwischen 09:00 Uhr und 17:00 Uhr gewährleistet werden. In den Randzeiten ohne Flugsicherungsdienste der Skyguide soll die im Pilotprojekt eingeführte „Radio Mandatory Zone“ weitergeführt werden. Diese schreibt vor, dass innerhalb der Zone Piloten über den Sprechfunk Meldungen abgeben müssen. Damit wird die Sicherheit in den Zeiten mit Sichtflugverkehr verbessert.

Die Flugplatz Grenchen AG hat nun mehr Zeit, die Konfliktsituation bei IFR-Abflügen ohne ATC zu lösen, damit ein permanenter Instrumentenflugbetrieb ohne Flugsicherung eingeführt werden kann. Die aus dem Pilotprojekt gewonnenen Erkenntnisse werden in zukünftige Projekte dieser Art einfließen. Das BAZL bleibt weiterhin offen, auch von anderen Flugplätzen entsprechende Projektanträge zu beurteilen und soweit möglich fachlich zu unterstützen.

LHT: Drohnenkompetenzen fürs Business bündeln

SafeDrone by Lufthansa Technik und der Drohnen-Flottenbetreiber Lufthansa Aerial Services bündeln zukünftig ihr Know-how. Gleichzeitig erhält SafeDrone eine neue Ausrichtung und fokussiert sich auf Serviceleistungen für Business- und Industriekunden.

Beide Unternehmungen werden auch weiterhin unter ihren bisherigen Namen firmieren und sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren: SafeDrone hat das technische Flottenmanagement und Zustandsmonitoring von Drohnen mittels SafeDrone Health zum Ziel. Lufthansa Aerial Services ist für die Drohneneinsätze an Industrieanlagen, vornehmlich an Windkraftanlagen und Stromtrassen, verantwortlich. Die Trainings- und Schulungsangebote SafeDrone und SafeDrone Academy werden ab März 2019 von der Schwestergesellschaft Lufthansa Aviation Training fortgeführt und weiterentwickelt.

Drohnenfliegen: Kompetenz bündeln

Mit der Übernahme des Flugbetriebs wird Lufthansa Technik zum Drohnen-Kompetenzzentrum für die gesamte Lufthansa Gruppe. Das Instandhaltungsunternehmen trägt damit die Verantwortung für die Strategie, die Steuerung des Portfolios und die Verknüpfung aller Drohnenaktivitäten im Konzern. Darüber hinaus vertritt Lufthansa Technik auch die Konzerninteressen in nationalen und internationalen Gremien und wirkt an der Entwicklung verbindlicher Standards für die Drohnenindustrie mit.

Durch die Integration des Flugbetriebs bei der Lufthansa Aerial Services und mit SafeDrone werden Kompetenzen für den wachsenden Industriesektor Drohnenflug gebündelt. Mit der Lufthansa Aviation Training führt Lufthansa ausgewiesene Experten ins Feld, die die Technologie und Bedienung auf ein neues Level bringen sollen. Lufthansa will sich so entlang der Wertschöpfungskette des Drohnenmarktes erfolgreich positionieren, wie Ulrich Hoffmann, Projektleiter von SafeDrone, erläuterte.

Airbus stärkt Raumfahrt in Ottobrunn: Optik und Solar

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Airbus baut die Raumfahrt-Aktivitäten am Standort Ottobrunn/Taufkirchen bei München aus und hat heute gleich zwei Meilensteine erreicht. Das Unternehmen investiert insgesamt rund 25 Mio. Euro.

Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Dirk Hoke, CEO von Airbus Defence and Space, haben den Startschuss für die Modernisierung der Fertigung von Solargeneratoren für Satelliten und für die Inbetriebnahme der erweiterten Reinräume für optische Satelliten-Instrumente gegeben.

Roboterstraße für modernste Missionen

Ab Februar 2019 errichtet Airbus eine Industrie-4.0-Factory zur Automatisierung und Digitalisierung der Fertigung von Solargeneratoren für Satelliten. Dabei wird das Fertigungsgebäude vollständig umgebaut, um 800 Quadratmeter auf 5.500 Quadratmeter erweitert und eine Roboterstraße integriert. Durch die Investition von 15 Mio. Euro stellt sich das Unternehmen für den Weltmarkt wettbewerbsfähig auf und durch die automatisierte Fertigungslinie werden die Durchlaufzeiten und Kosten halbiert.

Mit der Spitzentechnologie werden die Arbeitsplätze der 170 Mitarbeiter gesichert und das Geschäftswachstum beispielsweise durch Satellitenkonstellationen oder New Space-Ansätze adressiert. Außerdem wird die kontinuierliche Forschung am Rande des Möglichen insbesondere im Bereich der Wissenschaftssatelliten wie der Jupiter-Mission oder Sonnen-/Merkur-Missionen gefördert.

Reinraum in Ottobrunn für Optik

Zudem nimmt Airbus den um 250 Quadratmeter auf 1.700 Quadratmeter erweiterten Reinraum für die Integration von satellitengestützten optischen Instrumenten in Betrieb. Hier hat Airbus mehr als zehn Mio. Euro am Standort Ottobrunn/Taufkirchen investiert. Ein Teil der 150 Optik-Mitarbeiter wird zum Beispiel das MERLIN-Instrument (Methane Remote Sensing Lidar Mission) im neuen Reinraum bauen. MERLIN ist ein deutsch-französisches Satellitenprojekt, das die Methan-Konzentration in der Erdatmosphäre messen und so unser Verständnis von Klimaveränderungen fördern soll.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Die Raumfahrt liefert Technik von übermorgen schon heute. Sie ist Garant für Wertschöpfung, Zukunftstechnologie und hochqualifizierte Arbeitsplätze. Der Airbus-Konzern passt mit seiner Innovationskraft und seinem Pioniergeist hervorragend zu Bayern, denn für den gesamten Freistaat gilt: Technik heißt Zukunft. Die Luft- und Raumfahrt ist eine unserer weiß-blauen Schlüsseltechnologien. Nur im engen Schulterschluss von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft bleibt unser High-Tech-Standort im internationalen Wettbewerb stark. Dafür steht auch unser bayerisches Raumfahrtprogramm.“

„Am Luft- und Raumfahrt-Standort Ottobrunn/Taufkirchen wird nicht nur seit 60 Jahren High-Tech-Geschichte geschrieben, sondern auch aktiv Zukunft gestaltet. Mit unserer Solargeneratoren-Fertigung starten wir heute in das Industrie 4.0-Zeitalter und ab sofort steht hier der größte Reinraum für die Integration satellitengestützter optischer Instrumente in Deutschland. Damit werden wir unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter steigern und auch die lokalen Arbeitsplätze zusätzlich absichern“, sagte Dirk Hoke, CEO von Airbus Defence and Space.

ESA lässt Fertigungsprozesse für Raumfahrt entwickeln

ESA lässt eine Methodik zur Fertigung von multifunktionalen Satellitenbauteilen zu entwickeln. Die Europäische Weltraumorganisation hat dazu eine Förderung aus dem General Studies Programm an die OHB System AG vergeben.

Experten bei OHB nutzen dazu neue Fertigungstechnologien und Leichtbauwerkstoffe. Das Projektteam soll gezielt Komponenten auswählen, die mehrere verschiedene Funktionen erfüllen. Dann werden die Bauteilfunktionen sowie die Schnittstellen mit dem System in einem Anforderungskatalog definiert und dieser dann priorisiert, um den Konstruktionsprozess zu erleichtern. OHB wird von seinen Projektpartnern, der OHB Czechspace s.r.o. aus Tschechien und der RHEA Group aus Belgien, unterstützt.

Ganzheitlicher Prozess für Raumfahrtbauteile

Das OHB-Team arbeitet dabei in sogenannten ‚Concurrent Design‘ Sitzungen am Bremer Standort mit OHB-Ingenieuren aus den Bereichen Konstruktion, Strukturanalyse, System Engineering und Produktsicherung eng zusammen, um die Bauteile so auszulegen, dass sie den komplexen Anforderungen der Raumfahrt gerecht werden. Als Ergebnis wird ein Prozess definiert, der die Konstruktion, den Herstellungsprozess und Verifikationsstrategien umfasst.

„Das Projekt wird uns dabei helfen, neue Fertigungstechnologien für die Konstruktion von Struktur- und Nutzlastkomponenten einzubeziehen. Gleichzeitig werden wir unsere Kompetenzen beim Einsatz der interdisziplinären Zusammenarbeit im ‚Concurrent Engineering‘ für den Entwurf von Satellitenbauteilen weiter ausbauen“, sagt Projektleiter Dr. Marco Mulser. Das Projekt startete im Dezember 2018 und läuft bis Ende 2019.

Gelbes Flugzeug von Eurowings fliegt mit Hertz

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Ein Airbus A320 in Hertz-Sonderlackierung wurde Montag im Hangar 7 auf dem Düsseldorfer Flughafen getauft. Ab sofort geht der Autovermieter Hertz so mit Eurowings in die Luft.

Die feierliche Zeremonie mit zahlreichen Ehrengästen und Mitarbeitern von Hertz und der Airline Eurowings hielten Oliver Wagner, Geschäftsführer und Chief Commercial Officer von Eurowings, und Vincent Gillet, Vice President Marketing International bei Hertz, ab vollzogen deren Rahmen die offizielle Taufe. Mit dem Übergießen des Flugzeugs mit Champagner wurde der „Hertz-Flieger“ dann symbolisch in die Düsseldorfer Eurowings Flotte aufgenommen.

Nach der Flugzeugtaufe nach London

Eurowings verbindet mit dem Partner Hertz bereits seit März 2018 eine strategische Zusammenarbeit. Anlässlich des 100-jährigen Firmenjubiläums hatte sich Hertz für eine Sonderlackierung eines Eurowings Airbus A320 entschieden. Als erstes Ziel im Linieneinsatz des getauften Hertz-Fliegers stand im Anschluss an den Festakt London auf dem Programm – hier ist die Europazentrale des Autovermieters angesiedelt.

„Die neue Airbus A320 in Sonderlackierung ist der perfekte fliegende Botschafter für unsere erfolgreiche Partnerschaft mit Hertz. Gleichzeitig ist die Taufe unser klares Bekenntnis zum Luftverkehrsstandort Düsseldorf und der Region Rhein-Ruhr“, so Oliver Wagner, Geschäftsführer und Chief Commercial Officer von Eurowings. „NRW ist auf beste Verbindungen nach Europa und in die Welt angewiesen. Und genau die bieten wir als führender Point-to-Point-Carrier mit unseren wöchentlich über 700 Direktverbindungen ab Düsseldorf. Wir wünschen dem „Flieger mit Her(t)z“ allzeit happy landings!“

Vincent Gillet, Vice President Marketing International bei Hertz, sagt: „Der neue Airbus A320 mit Hertz-Sonderlackierung ist ein einzigartiger Botschafter unserer strategischen Partnerschaft mit Eurowings und der gemeinsamen Ausrichtung auf Kundenexzellenz. Seit einem Jahr profitieren Passagiere der Airline international von unseren attraktiven Mietwagenangeboten und unseren schnellen Services von der Mietwagenbuchung bis zur Fahrzeugrückgabe. Der Hertz-Flieger von Eurowings macht diese Partnerschaft unserer beiden Unternehmen international sichtbar – am Boden und in der Luft.“

Lackierarbeit am Hertz-Airbus A320

Das markante Design des Eurowings-Flugzeugs im Hertz-Look hatte die Lackierer vor eine anspruchsvolle Herausforderung gestellt. Dies gelang durch eine gründliche Vorbereitung und enge Zusammenarbeit von Designern, Grafikern, Farbspezialisten, Technikern, Lackierern und Ingenieuren während der neuntägigen Liegezeit am Flughafen von East Midlands (Nottingham/UK) – zeitweise arbeiteten mehr als 20 Arbeiter gleichzeitig am Flugzeug.

Für die Lackierung des Hertz-Fliegers wurden rund 250kg Farbe verwendet. Dabei kam ein Speziallack zum Einsatz, der nur aus einer einzigen Schicht besteht und dem Erscheinungsbild des Flugzeugs trotzdem einen besonders hochwertigen Glanz verleiht. Der Lack muss einiges leisten: Er muss während des Betriebs nicht nur die Außenhaut des Flugzeugs vor Korrosion durch Wind, Wetter, Kerosin und Hydrauliköl schützen, sondern dabei noch den starken Temperaturschwankungen am Boden und im Flug (ca. +30 /-60 Grad Celsius) sowie den Oberflächenspannungen durch die Veränderungen der Druckkabine im Reiseflug trotzen.

Am Tag des Roll-Outs waren nicht nur die Lackierer begeistert, sondern auch die Spotter: Noch vor der Landung des Flugzeugs auf der Heimatbasis in DUS waren die ersten Bilder der Sonderlackierung bereits vom Flughafenzaun Nottingham aus geschossen und im Internet zu sehen.