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Laudamotion fliegt Mallorca ab Rostock an

Auch 2019 ist Palma de Mallorca das Trend-Reiseziel des Sommers und erfreut sich nach wie vor wachsender Beliebtheit bei Urlaubern aus Deutschland. Österreichs Low Fare Laudamotion nimmt regelmäßige Flüge vom Flughafen Rostock-Laage auf die größte Baleareninsel auf.

Lauda hat damit erstmals eine regelmäßige Direktverbindung zwischen Rostock und Mallorca im Angebot. Die langen Sandstrände und das türkisblaue Meer laden zum Sonnenbaden ein, aber auch kulturell kann die mallorquinische Hauptstadt mit tollen Sehenswürdigkeiten wie der Kathedrale La Seu und der reizenden Altstadt punkten. Diese Vielfalt in Kombination mit der kurzen Reisestrecke macht die malerische Baleareninsel zum beliebtesten Reiseziel der Deutschen.

Mallorca ab Rostock im Flugplan

„Wir freuen uns ganz besonders, nun auch ab Flughafen Rostock-Laage Flüge nach Palma de Mallorca anbieten zu können – und noch dazu mit einem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis. Palma de Mallorca ist nicht umsonst meine persönliche Lieblingsinsel: Nicht nur Badeurlauber und Familien, sondern auch Sportler und Fans von Städtetrips kommen hier voll auf ihre Kosten. Ab Sommer bedienen wir die Strecke dreimal wöchentlich und unterstreichen damit ein weiteres Mal unsere Rolle als Palma Spezialist. Mit dem Ausbau des Streckennetzes in die beliebte Urlaubsregion können wir der wachsenden Nachfrage aus Deutschland nachkommen und den Urlauberinnen und Urlaubern eine flexible Reiseplanung für die Auszeit auf Spaniens größter Mittelmeerinsel bieten“, sagte Andreas Gruber, CEO.

Dörthe Hausmann, Geschäftsführerin des Flughafen Rostock-Laage dazu: „Mit den Flugangeboten unseres neu gewonnenen Partners Laudamotion schaffen wir attraktive Reiseangebote auf die beliebte Baleareninsel für Urlauber aus Mecklenburg-Vorpommern. Mit dem Produkt können wir neue Kundenkreise erschließen. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Laudamotion und sehen einer spannenden Sommersaison entgegen.“ Die Flüge mit der Flugnummer OE4003 und sollen bereits ab nur 24,99 Euro gebucht werden können. Der Erstflug findet am 13. Juni 2019 statt.

Buchung per App möglich

Österreichs Low Fare Airline hat zum ersten Geburtstag gleich mehrere Gründe zum Feiern: Laudamotion freut sich über mehr als 5,3 Millionen verkaufe Tickets und eine neue Rekord-Auslastung von 94 Prozent. Für 2019/20 werden mehr als sechs Millionen Passagiere erwartet, die auf mittlerweile über 100 Routen befördert werden. Pünktlich zum Ausbau des Streckennetzes wurden vergangene Woche die neuen Uniformen der Flug-Crew präsentiert. Besonders stolz ist Laudamotion auf die neue App für iOS und Android, mit der noch einfacher – in nur drei Schritten direkt in der App – gebucht werden kann. Auf dem Foto: Dörthe Hausmann, Geschäftsführerin des Flughafens, und Andreas Gruber, Geschäftsführer der Fluggesellschaft Laudamotion bei der Vorstellung der neuen Verbindung.

Munich Satellite Navigation Summit: Auf Galileo Kepler

Auf dem diesjährigen Munich Satellite Navigation Summit vom 25. bis 27. März war das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auch in den Diskussionsrunden der Konferenz vertreten.

Prof. Christoph Günther, Direktor des DLR-Instituts für Kommunikation und Navigation und Professor an der TU München, nahm am Panel „The (R)Evolution of Global Navigation Satellite Systems“ teil. Im Interview erläutert er, wie die Zukunft der Satellitennavigationssysteme aussehen könnte.

Zurzeit wird das Satellitennavigationssystem Galileo auf- und ausgebaut. Was ist der derzeitige Status bei Galileo?

Galileo ist auf einem sehr gutem Weg: Die Satellitenkonstellation ist fast vollständig im All. Mit vier weiteren Satelliten, die 2020 starten, wird die volle Betriebsfähigkeit erreicht werden. Bereits heute ist das Qualitätsmaß „Signal in Space Accuracy“, auf einem Niveau, das vergleichbar ist mit dem amerikanischen GPS. Das ist eine beeindruckende Leistung. Dies ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, zu denen die sehr stabilen Wasserstoff-Maser und auch die digitale Signalerzeugung gehören. Letzteres erlaubt es, die Signale mit weniger Verzerrungen zu erzeugen.

Warum muss dann schon jetzt für ein neues, zukünftiges System geforscht werden?

Die heutige Konstellation wurde über einen relativ kurzen Zeitraum aufgebaut. Die meisten Satelliten wurden in den Jahren 2015 bis 2018 gestartet. Mit einer geplanten Lebensdauer von circa zwölf Jahren müssen entsprechend zahlreiche Satelliten ab 2027 ersetzt werden. Dies legt den Zeitraum fest, in dem neue Satellitentechnologien entwickelt werden müssen. Zurzeit modernisieren gerade unsere amerikanischen Kollegen GPS. Der erste GPS III Satellit wurde letztes Jahr gestartet. Dasselbe gilt für Russland. China ist quasi synchron mit Europa. Wir versuchen alle in einem gesunden Wettbewerb den Nutzern die bestmöglichen Dienste anzubieten. Dies ist zusammen mit neuen technologischen Möglichkeiten ein wesentlicher Treiber für die Weiterentwicklung.

Was wird ein zukünftiges System zusätzlich zu den Leistungen des derzeitigen Galileo-Systems bieten müssen?

Meine Vorstellung ist es, eine Positionsgenauigkeit im Zentimeterbereich ohne externe Unterstützungssysteme anbieten zu können. Derzeit werden solche Genauigkeiten nur mit Zusatzdiensten erreicht, zu deren Betrieb umfangreiche Netze von Empfängern am Boden betrieben werden müssen. Die Genauigkeit direkt aus der Konstellation zu erhalten, hätte für die Nutzer und die Industrie klare Vorteile: Geräte würden überall und sofort „out off the box“ funktionieren.

Ähnliches gilt für globale Integrität, wie man sie für sicherheitskritische Anwendungen, etwa das Landen von Flugzeugen, benötigt. Bei solchen Anwendungen dürfen substantielle Fehler nur ganz selten passieren, etwa alle 1000 Jahr beim heutigen Betrieb an einem Flughafen wie Frankfurt. Auch dies wollen wir direkt aus der Konstellation heraus ermöglichen, um somit unabhängig von lokal betriebenen Infrastrukturen zu werden.

Wie läuft die Positionsbestimmung in den derzeitigen Satellitennavigationssystemen ab?

Empfänger verwenden heute zur Positionsbestimmung Zeitdifferenzmessungen zu verschiedenen Satelliten. Hierfür senden die Satelliten ein Signal aus, das einer sprechenden Uhr ähnelt: „Beim dritten Ton ist es genau 12:00 Uhr: beep, beep, beep.“ Eine ähnliche Signalisierung verwenden die Satelliten, um den Empfänger darüber zu informieren, wann das Signal die Antenne des Satelliten verlassen hat. Der Empfänger misst dann die Ankunftszeit des Signals mit seiner lokalen Uhr.

Wären alle Uhren synchronisiert und würde die Ausbreitung ohne Störung erfolgen, könnte der Empfänger aus der Differenz der Zeiten die Laufzeiten der Signale – also den Abstand zu den Satelliten – ermitteln und daraus seine Position bestimmen. Das Kontrollsystem kann allerdings auch nur auf diese Größen zurückgreifen und muss entsprechend ein komplexes Schätzproblem lösen, in das Uhrenversätze und Satellitenbahnen atmosphärische Parameter, Signalversätze und der Lichtdruck der Sonne eingehen. Dieses Problem ist nur durch die Betrachtung von Messungen über längere Zeiträume, durch die Verwendung von ausgefeilten Modellen und auf Grund der hohen Stabilität der Atomuhren überhaupt zu lösen.

Wie könnte ein zukünftiges System aussehen? Sie entwickeln derzeit ein Konzept für ein System mit dem Namen „Kepler“…

Beim Kepler-System wollen wir die Beobachtbarkeit der soeben genannten Größen deutlich verbessern. Viele kennen Lasermessgeräte aus dem Baumarkt. Sie werden verwendet, um Distanzen von einigen Metern sehr genau zu messen. Wir wollen verwandte Systeme bei Kepler auf Distanzen von circa 25.000 Kilometern einsetzen. Nicht nur, um die Distanz zu messen, sondern auch um die Zeitdifferenz, die die Satellitenuhren anzeigen, zu ermitteln.

Ein solches System lässt sich dadurch jederzeit perfekt synchronisieren und benötigt nur noch Uhren, die über wenige Sekunden und nicht mehr über Stunden stabil sind. Zusätzlich sehen wir in unserem Konzept eine weitere Konstellation von sechs Satelliten vor, die in einer Höhe von 1200 Kilometern fliegen. Mit ihnen können wir die Signale ohne atmosphärische Störungen beobachten und damit die Signalversätze (signal biases) und die Bahnen hochgenau bestimmen.

Müssten Nutzer des Galileo-Systems bei einer Einführung des Kepler-Systems neue Endgeräte beschaffen?

Nein, die Struktur der abgestrahlten Signale bleibt die gleiche. Damit könnten auch älteste Galileo-Empfänger Kepler-Signale verarbeiten und würden dabei von den genaueren Bahnen und der genaueren Synchronisation profitieren. Den vollen Gewinn würden aber nur Empfänger einfahren, die Zusatzinformationen berücksichtigen und eine aufwendigere Signalverarbeitung umsetzen. Was allerdings ausgetauscht werden müsste, wären die Satelliten – also Kepler-Satelliten, die die Galileo-Satelliten ersetzen müssten. Wie könnte dies ablaufen?

Die Kepler-Satelliten würden ihren Betrieb als Galileo-Satelliten aufnehmen. Erst wenn genügend viele Kepler-Satelliten im Umlauf wären, würde der neue Modus aktiviert. Stufenweise würde dann die Kontrolle an den Kepler-Modus übergeben, wobei die Bodeninfrastrukturen zu Beginn eine Zeit lang beobachtend in Betrieb bleiben würde. Die Gestaltung dieses Übergangs ist eine enorme Herausforderung, da zu dem Zeitpunkt nicht nur Milliarden von Empfängern in Betrieb sein werden, sondern auch zahlreiche sicherheitskritische Anwendungen die Signale verwenden werden. Die Nutzer dürften dabei nichts von dem Übergang merken, außer dass die Positionierung genauer wird.

Wann könnte ein Übergang von einem laufenden Galileo-Satellitennavigationssystem zu einem Kepler-System erfolgen?

Im Augenblick ist nichts entschieden! Idealerweise würden die neuen Kepler-Satelliten zu dem Zeitpunkt zur Verfügung stehen, zu dem viele der heutigen Galileo-Satelliten ersetzt werden müssen. Das ist Ende der 20er Jahre. Technologisch halte ich das in Partnerschaft mit ESA und Industrie für machbar. Es bleibt aber viel zu tun. Die Schaffung des Galileo Competence Centers am DLR ist ebenfalls eine klare Stütze. Die Forschung für Kepler soll dort ein Thema werden. Unser Bestreben ist es, die Reife der Schlüsseltechnologien voranzutreiben und auf Satelliten zu bringen. Daneben müssen wir das Systemkonzept weiter verfeinern und weiterentwickeln.

Was macht die Satellitennavigation denn so wichtig im heutigen und im zukünftigen Alltag, dass solche aufwendigen Konstellationen entstehen sollen?

Die Satellitennavigation ist heute eine der wichtigsten Infrastrukturen überhaupt! Es gibt kein Transportmittel, das sich nicht auf Satellitennavigation abstützt. Besonders darauf angewiesen sind Piloten und Kapitäne: Sie müssen ihre Flugzeuge und Schiffe bei schlechter Sicht navigieren, landen beziehungsweise anlegen. Auch für den zentimetergenauen Bau von Brücken und Wolkenkratzer oder für die Steuerung von landwirtschaftlichen Geräten sind wir darauf angewiesen. Daneben wird die Satellitennavigation auch zur Synchronisation von Telekommunikations- und Stromnetzen, aber auch von Börsenplätzen eingesetzt. Wir sind überzeugt, dass wir mit der Ausrichtung auf hohe Genauigkeit und Zuverlässigkeit und deren globale Verfügbarkeit, nicht nur die Nutzung bestehender Anwendungen vereinfachen, sondern auch zahlreiche, neue bisher nicht gedachte Anwendungen ermöglichen werden.

Satellitennavigation der Zukunft

Prof. Günther auf dem Titelbild: Prof. Christoph Günther leitet das DLR-Institut für Kommunikation und Navigation; Kepler-Konstellation: Das DLR-Institut für Kommunikation und Navigation forscht für zukünftige Satellitennavigationssysteme: „Kepler“ könnte auf das derzeitige europäische Satellitennavigationssystem Galileo folgen, das im Dezember 2016 in Betrieb ging; Galileo: Das europäische Satellitennavigationssystem Galileo ist seit Dezember 2016 in Betrieb.

Software-Roll-back behebt Panne bei DFS

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Die DFS stellt für den aus Langen kontrollierten Luftraum nach einer Störung seit heute Morgen wieder die volle Kapazität bereit. Dieser Luftraum reicht von der französischen Grenze im Westen bis nach Thüringen im Osten, vom Bodensee im Süden bis nach Kassel im Norden.

In den vergangenen Tagen war das Kapazitätsangebot der Flugverkehrskontrollzentrale Langen aus Sicherheitsgründen um 25 Prozent reduziert worden. In Folge dessen konnten Nachfragespitzen nicht mehr verzögerungsfrei bedient werden. Trotz Kapazitätseinschränkungen aufgrund der Software-Störung hat das Kontrollcenter Langen den saisonalen Anstieg der Flugbewegungen in den vergangenen Tagen sicher bewältigt und im Vergleich zu den Vorwochen insgesamt mehr Verkehr abgewickelt.

Roll-back der Software

Die Störung im elektronischen Kontrollstreifensystem der Flugverkehrskontrollzentrale in Langen ist behoben, nachdem die DFS in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ein bewährtes Vorgänger-Release der Software in Betrieb genommen haben.

Die Sicherheit des Luftverkehrs war während der Störung zu keiner Zeit beeinträchtigt. Die weiteren Flugverkehrskontrollzentralen der DFS in München, Bremen und Karlsruhe waren von der Störung nicht betroffen. Robert Schickling, Geschäftsführer bei der DFS Deutsche Flugsicherung: „Wir bitten die Flugpassagiere für eventuell aufgetretene Beeinträchtigungen um Entschuldigung. Die Reduktion der Flugsicherungskapazität war eine Vorsichtsmaßnahme, die der Sicherheit im Luftraum und somit auch der Sicherheit der Passagiere diente.“

Berufswelt ohne Klischees erfahren

48 Teilnehmerinnen zwischen 14 und 18 Jahren blicken hinter die Kulissen von Deutschlands größtem Flughafen und lernen die vielfältigen Berufsmöglichkeiten am Airport kennen. Dabei stehen vor allem die Jobs im Vordergrund, die als klassische Männerdomänen gelten.

Männer werden Feuerwehrmann oder Manager, Frauen werden Krankenschwester oder Verkäuferin – der jährliche Girls՚Day soll helfen, solche Klischees zu durchbrechen. Dazu beteiligt sich die Fraport AG neben vielen anderen Unternehmen und Institutionen heute wieder am Zukunftstag für junge Mädchen. Egal ob Feuerwehr, Flugzeugabfertigung oder erstmals Luftsicherheitskontrolle: Die Mädchen erleben in jedem Arbeitsumfeld einen spannenden und lehrreichen Tag.

Angestellten über die Schulter blicken

Dabei geben fachkundige Kolleginnen und Kollegen aus den jeweiligen Bereichen einen praktischen Einblick in die verschiedenen Jobs. Außerdem können sich die Schülerinnen mit Auszubildenden über deren Erfahrungen beim Berufseinstieg am Flughafen austauschen. „In diesem Jahr bietet der Girls՚ Day unserem Konzern nicht nur die Gelegenheit, junge Mädchen für die Berufe zu begeistern, in denen bislang nur wenige Frauen arbeiten. Gleichzeitig können wir auf unsere offenen Ausbildungsplätze hinweisen, die bis zum Start am 01. September 2019 noch zu besetzen sind“, erklärt der Leiter der Berufsbildung, Wolfgang Haas. Offene Stellen gibt es beispielsweise noch für die Ausbildung zum Mechatroniker (m/w/d), zum Werkfeuerwehrmann (m/w/d), Koch (m/w/d) oder zum Elektroniker für Betriebstechnik (m/w/d).

Luftverkehr in Deutschland: Raum für Optimierungen

Das starke Wachstum des Luftverkehrs stößt in vielen Teilen Europas an Kapazitätsgrenzen. Daher gilt es, neben temporären und lokalen Sonderfaktoren für Verspätungen und Flugausfälle auch strukturelle Ursachen zu bewältigen.

Auf Initiative des Bundesministers für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie der Freien und Hansestadt Hamburg haben Bund, Länder, Fluggesellschaften, Flughäfen, Flugsicherungsorganisationen und Verbände am 05. Oktober 2018 gemeinsam Maßnahmen vereinbart, um für den deutschen Luftverkehr eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit, eine höhere Zuverlässigkeit, eine verbesserte Pünktlichkeit und den Abbau von Engpässen bei gleichzeitiger Gewährleistung des hohen Sicherheitsniveaus zu erreichen.

Weg für Wachstum frei machen

Alle Beteiligten haben in der Zwischenzeit umfangreiche strukturelle, organisatorische und finanzielle Anstrengungen zur Umsetzung des Maßnahmenpakets unternommen. Hierzu gehören unter anderem die Bereitstellung von Reservekapazitäten, die Optimierung von Flugplänen und Bodenzeiten sowie personelle Maßnahmen bei der Flugsicherung. Die Bundesregierung hat das Problem der gestiegenen Flugverspätungen auch zum Gegenstand der Beratungen des EU-Verkehrsministerrats im Dezember 2018 in Brüssel gemacht und bei den übrigen EU-Mitgliedsstaaten breite Unterstützung für den vorgestellten Maßnahmenkatalog erhalten.

Kurzfristige Maßnahmen

Der Umsetzungsprozess der einzelnen Maßnahmen sowie deren Auswirkungen auf Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit des Luftverkehrs haben kurz-, mittel- und langfristigen Charakter. Da für die bevorstehende Sommerflugplanperiode 2019 mit einem weiteren Wachstum des Luftverkehrsaufkommens in Deutschland und Europa zu rechnen ist, können die bereits ergriffenen kurzfristigen Maßnahmen durch dieses Wachstum teilweise kompensiert werden. Die mittel- und langfristigen Maßnahmen werden einem Überwachungsprozess unterzogen und in den folgenden Flugplanperioden schrittweise ihre Wirkungen entfalten.

Generell gilt, dass alle Beteiligten die Umsetzung der Maßnahmen weiter vorantreiben, damit z. B. die Kapazitäten im Luftraum erhöht werden, aber auch den Verbraucherinteressen bei Verspätungen und Annullierungen umfassend Rechnung getragen wird. Das bisherige Umsetzungsergebnis des hochrangigen Treffens „Fortschrittstreiber Luftfahrt: Ein Schwerpunkt der deutschen Verkehrspolitik“ stellt sich im Einzelnen wie folgt dar:

Bund und Länder

  • Single European Sky: Überarbeitung des Regulierungsrahmens (Maßnahme 1) – Die Bundesregierung hat mit den kommenden EU-Ratspräsidentschaften (Finnland und Kroatien) die Überlegungen zur Überarbeitung des europäischen Regulierungsrahmens für den „Single European Sky“ auf den Weg gebracht. Ziel ist eine Steigerung der Flugsicherungskapazitäten durch eine Neujustierung des Regulierungssystems (bessere Wirksamkeit) und die Unterstützung der Einführung neuer Technologien zur Erleichterung der Flugverkehrskontrolltätigkeit. Die Bundesregierung beabsichtigt, während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im nächsten Jahr die Verhandlungen im Rat der Europäischen Union über einen von der Europäischen Kommission erwarteten Vorschlag zur Revision des Regulierungsrahmens mit Priorität voranzutreiben.
  • Erhöhung der Flugsicherungskapazitäten im europäischen Luftraum (Maßnahme 2) – Die Bundesregierung hat sich in europäischen Expertengremien für eine Erhöhung der Flugsicherungskapazitäten im europäischen Luftraum eingesetzt. Ziel ist eine wirkungsvollere grenzüberschreitende Zusammenarbeit, ein flexiblerer, sektorenübergreifender Einsatz von Fluglotsen sowie eine stärkere Automatisierung der Flugsicherungsdienste. Nach den Wahlen zum Europäischen Parlament und der Neubildung der Europäischen Kommission werden diese Bemühungen weiter intensiviert.
  • Weiterentwicklung der Flughafenentgeltordnung (Maßnahme 3) – Bund und Länder unterstützen die Flughafenbetreiber dabei, über eine entsprechende Gestaltung der Entgeltordnungen Anreize für die Luftfahrtunternehmen nicht nur zur Nutzung lärmarmer Flugzeuge, sondern auch zur Steuerung der Verteilung der Flugbewegungen an den Tagesrandzeiten; dabei sollen Starts und Landungen, die verspätungsbedingt außerhalb der slotkoordinierten Betriebszeiten durchgeführt werden, nicht von Rabatt- oder Förderprogrammen in den Entgeltordnungen profitieren können. Die Umsetzbarkeit dieser Ziele wird schrittweise im Rahmen zukünftig anstehender Verfahren geprüft.
  • Novellierung der EU-Fluggastrechte-Verordnung (Maßnahme 4) – Die Bundesregierung beteiligt sich an einer von der Europäischen Kommission beauftragten Studie zur Revision der EU-Passagierrechte-Verordnung. Mit den Ergebnissen der Studie, die für Ende des Jahres angekündigt sind, wird eine breite Datenbasis vorliegen, auf deren Grundlage die Verhandlungen zur Verbesserung der EU-Fluggastrechte-Verordnung weitergeführt werden können. Die Bundesregierung wird die Verhandlungen im EU-Ministerrat unterstützen und sich erforderlichenfalls während der deutschen Ratspräsidentschaft im kommenden Jahr aktiv um einen Abschluss bemühen.
  • Intermodale Anbindung der internationalen Verkehrsflughäfen (Maßnahme 5) – Zusätzlich zu den bestehenden Anbindungen der Flughäfen Frankfurt, Köln und Düsseldorf an das ICE-Netz der Bahn wird nach Fertigstellung der Hochgeschwindigkeitsstrecke Stuttgart-Ulm auch der Flughafen Stuttgart über eine attraktive Anbindung an das Schienen-Fernverkehrsnetz verfügen. Zur Anbindung des Flughafens München ist ein zweigleisiger Ausbau (Fernbahngleis des Erdinger Ringschlusses) Erding (neu) – Flughafen-Bahnhof vorgesehen. Die bahnseitige Anbindung des Flughafens BER ist fertiggestellt und mit Aufnahme des Terminalbetriebs einsatzbereit. Mit der neuen, auf das Jahr 2035 ausgerichteten Verkehrsprognose im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung wird eine eigenständige Luftverkehrsprognose erstellt, welche die bedarfsgerechten Planungen für eine weitere intermodale Anbindung der Flughäfen verbessert.
  • Begutachtung der Organisation der Luftsicherheit (Maßnahme 6) – Der Bundesrechnungshof nimmt zurzeit eine Prüfung des Themas „Steuerung und Durchführung von Luftsicherheitskontrollen“ vor. Zudem wird zusätzlich zur Prüfung durch den Bundesrechnungshof eine ergänzende Begutachtung initiiert. Die Erteilung eines Auftrages für das von den Koalitionsfraktionen gewünschte ergänzende Gutachten steht bevor.
  • Weiterentwicklung der Passagier- und Handgepäckkontrolltechnik (Maßnahme 7) – Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sowie die Bundespolizei sorgen dafür, dass an deutschen Flughäfen ein Höchstmaß an Sicherheit, auch durch den Einsatz modernster Kontrolltechnik gewährleistet wird. Dabei werden Auswirkungen auf Durchsatzzahlen und den Passagierkomfort berücksichtigt. Neue Abläufe sollen zukünftig die Kontrollen schneller und zuverlässiger gestalten. Eine Einführung der Computertomographie-Technik in der Handgepäckkontrolle ist möglich, sobald diese zugelassen ist. Dadurch werden weitere Verbesserungen der Detektionseigenschaften und eine Beschleunigung der Kontrollprozesse erwartet. Bei dem durch die Bundespolizei aktuell geschlossenen Rahmenvertrag für Fluggastkontrollstellen werden neue technische Komponenten mit den bisherigen Kontrollstellenmodulen baukastenartig kombiniert, so dass diese nach den örtlichen und strukturellen Gegebenheiten der jeweiligen Flughäfen flexibel variiert und optimal angepasst werden können.
  • Optimierung des Personaleinsatzes bei den Grenzkontrollen (Maßnahme 8) – Aktuell werden an sieben deutschen Flughäfen insgesamt 200 EasyPASS-Kontrollspuren betrieben. Darüber hinaus sind die Erstausstattung der Flughäfen Stuttgart und Hannover sowie zusätzliche Installationen an den Flughäfen Frankfurt/Main, München, Düsseldorf und Berlin-Schönefeld mit EasyPass-Kontrollstellen vorgesehen. Der Prozess zur Optimierung des Personaleinsatzes an den Grenzkontrollstellen der Flughäfen wird unabhängig davon regelmäßig evaluiert und fortgeschrieben.

Flugsicherungsorganisationen

  • Verlagerung von Flügen in niedrigere Flughöhen (Maßnahme 9) – Kurzfristig wurden bereits 2018 insbesondere Kurzstreckenflüge mit Unterstützung des Europäischen Netzwerk-Managers (EUROCONTROL) in niedrigere Flughöhen verlagert (im Oktober und November zwischen 350 und 500 Flüge pro Tag), um den oberen Luftraum zu entlasten. Es ist geplant, auch in diesem Jahr während der verkehrsintensiven Zeit (von voraussichtlich 25. April bis 06. November 2019) diese Maßnahme in erweiterter Form fortzuführen.
  • Entlastung der Fluglotsen von Sonderaufgaben (Maßnahme 10) – Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) hat ihre Personalplanung so überarbeitet, dass mehr Fluglotsen für das operative Geschäft zur Verfügung stehen. Die DFS rekrutiert ihre Ausbilder nun verstärkt extern, damit mehr Fluglotsen für die Luftraumkontrolle zur Verfügung stehen. Lotsen werden von solchen Sonderaufgaben entlastet, die nicht unbedingt zur Betriebsdurchführung erforderlich sind. Projekte, die es erfordern, Fluglotsen aus dem operativen Geschäft herauszunehmen, werden nach Dringlichkeit bewertet und soweit sinnvoll zurückgestellt, damit die Lotsen für die Luftraumkontrolle zur Verfügung stehen.
  • Erhöhung der Planungssicherheit durch „fly as filed“ (Maßnahme 11) – Fluglotsen bei Eurocontrol und DFS wurden angehalten, Piloten künftig keine Einzelfreigaben mehr zu erteilen, sondern sie auf jenen Strecken zu führen, die mit dem ersten eingereichten Flugplan übermittelt wurden („fly as filed“). Damit können die berechneten und in den einzelnen Sektoren erwarteten Verkehrsmengen eingehalten werden und ungewollte Kapazitätsschwankungen vermieden werden.
  • Stärkere Bündelung und Standardisierung von Verkehren (Maßnahme 12) – Die Hauptverkehrsströme über Deutschland werden durch Eurocontrol und DFS künftig stärker standardisiert, sowohl hinsichtlich der Strecken als auch der Fluggeschwindigkeiten. Komplexe Profile (Verkehrsbündelungen und Kreuzungen) werden dadurch entzerrt.
  • Ausnutzung der maximalen Ausbildungskapazität (Maßnahme 13) – Die Zahl der Lotsen-Auszubildenden wurde bei der DFS wesentlich erhöht und liegt nun bei der maximal möglichen Auslastung von 122 Auszubildenden pro Lotsenjahrgang. Derzeit befinden sich 221 Personen in der mehrjährigen Fluglotsenausbildung. Die DFS wird die Ausbildungskapazität ab 2020 auf 146 Lotsennachführungen anheben. Zudem wird geprüft, ob auch die Ausbildungskapazitäten in anderen Ländern für deutsche Fluglotsen genutzt werden können. Darüber hinaus wurden bislang 36 zusätzliche ausgebildete Lotsen aus dem europäischen und internationalen Ausland rekrutiert.
  • Flexibilisierung des Fluglotseneinsatzes (Maßnahme 14) – Langfristig soll durch ein einheitliches Flugsicherungssystem in allen Kontrollzentralen die Flexibilität der Personaleinsatzplanung gesteigert werden. Darüber hinaus wird aktuell geprüft, inwiefern vorhandenes Personal im operativen Dienst auf Basis freiwilliger Überstunden häufiger bzw. länger eingesetzt werden kann. Eine entsprechende betriebliche Vereinbarung für das Kontrollzentrum Maastricht (Eurocontrol) steht kurz vor dem Abschluss. Eine Vergrößerung der Sektoren im oberen Luftraum ist geplant. Hierdurch wird eine flexiblere Personaleinsatzplanung ermöglicht und einer Bildung von Personalengpässen vorgebeugt.

Flughäfen

  • Verbesserte Zuführung der Fluggäste zu allen Kontrollstellen (Maßnahme 15) – Dort, wo mehrere Luftsicherheitskontrollstellen zu denselben Terminalbereichen auf der Luftseite führen, stellen die Flughafenbetreiber jetzt durch eine verbesserte Passagiersteuerung mittels elektronischer Anzeigen, Flughafen-Apps oder Einweiser sicher, dass die Kontrollstellen möglichst gleichmäßig ausgelastet sind. In Situationen, in denen an mehreren Kontrollspuren Engpässe mit langen Wartezeiten entstehen, wird die Zuführung der Passagiere gleichermaßen verbessert über alle Kontrollspuren einschließlich der sog. Fast-Lane-Spuren.
  • Monitoring von Verspätungen und Optimierung der Vorfeldorganisation (Maßnahme 16) – Fluggesellschaften und Flughäfen überwachen inzwischen kontinuierlich Verspätungen und deren Gründe. Von Fluggesellschaften gelieferte Daten an das Central Office for Delay Analysis (CODA, angesiedelt bei EUROCONTROL), werden dort ausgewertet. Durch CODA werden auf Monats-, Quartals- und Jahresebene Berichte angefertigt. Zusätzlich liefern Flughäfen Verspätungsdaten an die Performance Review Unit (PRU) von EUROCONTROL. Die Flughäfen überwachen tagesaktuell die betriebliche Entwicklung, um bei Abweichungen vom Tagesplan mögliche Konflikte aufzulösen und Verspätungen entgegenzuwirken. Sie führen eine Klärung der Verspätungshintergründe (Delay Code Clearing) durch, aus denen standortbezogene Maßnahmen zur Optimierung der Pünktlichkeitssituation abgeleitet werden.
  • Bereitstellung von zusätzlichen Flächen für Sicherheitskontrollen (Maßnahme 17) – Der Bedarf an Flächen für die Sicherheitskontrollen wird an den verschiedenen Flughafen-standorten im Rahmen des Standortdialogs erörtert. Nachhaltige Lösungen müssen vor allem auf eine effizientere und produktivere Nutzung der Flächen setzen. Wo erforderlich, wurden neue Flächen geschaffen bzw. umgewidmet, um Kontrollstellen zu erweitern, z. B. an den Flughäfen Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart und Leipzig/Halle.
  • Personalverstärkung bei Flughäfen und Bodenverkehrsdienstleistern (Maßnahme 18) – Die Flughäfen haben über das normale Verkehrswachstum hinaus sowohl im Bodenverkehrsdienst als auch im Terminal- und Sicherheitsdienst insgesamt über 3.000 Beschäftigte außer Plan eingestellt.

Fluggesellschaften

  • Optimierung der Prozesse beim Turnaround (Maßnahme 19) – Es wurden Tests durchgeführt, ob die Betankung und das Boarding von Flugzeugen gleichzeitig stattfinden können, um bei Verspätungen Zeit beim „Turnaround“ zu kompensieren. Die Ergebnisse werden derzeit ausgewertet, und zum Sommerflugplan 2019 soll, wo dies möglich ist, die Maßnahme in den Betrieb überführt werden. Auch die Einführung einer Smartphone-App wurde geprüft. Damit kann der gesamte „Turnaround“-Prozess transparent in Echtzeit dargestellt werden, so dass allen Beteiligten die relevanten Informationen jederzeit zur Verfügung stehen. Dies ermöglicht eine schnelle und effiziente Kommunikation und reduziert Abstimmungsprobleme zwischen den Akteuren.
  • Überarbeitung von Flugplänen (Maßnahme 20) – Für den Sommerflugplan 2019 wird die Anzahl der Reserveflugzeuge deutscher Fluggesellschaften verdoppelt und die entsprechende Anzahl Reservecrews eingeplant. Darüber hinaus haben die Fluggesellschaften ihre Flugpläne sowie die Flug- und Bodenzeiten überprüft. Wo sich durch die Verlängerung der planmäßigen Flugzeiten und der Bodenzeiten Puffer einbauen lassen, um Verspätungen besser auffangen zu können, setzen die Fluggesellschaften dieses um. Des Weiteren entzerren die Fluggesellschaften ihre Flugpläne, um besonders verspätungsträchtige Zeiträume zu entlasten und den Flugbetrieb zu stabilisieren. Auch werden zeitkritische inner-deutsche und europäische Verkehre getrennt, um Folgeverspätungen durch Probleme in anderen Lufträumen zu vermeiden. Besonders verspätungsanfällige Flüge, deren Landung bislang kurz vor Einsetzen eines Nachtflugverbots geplant war, werden zeitlich nach vorne verlagert.
  • Verzicht auf Entladung von unbegleitetem Gepäck (Maßnahme 21) – Eine von den deutschen Fluggesellschaften vorgenommene Prüfung von europarechtlichen Vorgaben zum Verzicht auf die Entladung von unbegleitetem Gepäck hat ergeben, dass die gesetzlich möglichen Verfahren zur Gepäckausladung nicht immer praktikabel sind, da teilweise Bilder des Gepäcks von Transferpassagieren hier nicht vorliegen. Aufgrund des hohen Anteils an Transferpassagieren an deutschen Flughäfen hält die Luftverkehrswirtschaft eine Anpassung der europäischen Rechtsgrundlage für erforderlich, um eine praktikable Lösung zu etablieren, der zufolge als sicher einzustufendes Gepäck nicht mehr ausgeladen werden muss.
  • Verbesserung der Kundeninformation bei Verspätungen und Annullierungen (Maßnahme 22) – Die Fluggesellschaften haben die technischen Lösungen zur Information der Kunden über Verspätungen und Annullierungen (unter Nutzung elektronischer Kommunikationsmedien und des Internets) verbessert. Dies bezieht sich insbesondere auf die Information der Kunden über den Flugstatus sowie individuelle Hinweise über e-Mail, SMS und Apps an solche Kunden, deren Kontaktdaten der Fluggesellschaft bekannt sind und verwendet werden dürfen.
  • Einrichtung zentraler Anlaufstellen für die Kunden (Maßnahme 23) – Fluggesellschaften bieten den Kunden über ihre Internetseiten zentrale Kontaktstellen für eine vereinfachte und unbürokratische Anmeldung ihrer Reklamation sowie für Umbuchungen und Erstattungen. Die Informationen zu den Fluggastrechten und zur Möglichkeit einer Schlichtung werden auf den Internetseiten der Fluggesellschaften sichtbarer dargestellt.
  • Vorausschauende Wartung (Maßnahme 24) – Zur Vorbereitung auf den Sommerflugplan 2019 ergreifen Fluggesellschaften Maßnahmen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Wartungsarbeiten an Luftfahrzeugen, die eigentlich in den Sommermonaten fällig sind, werden zum Teil schon in die weniger verkehrsträchtigen Wintermonate vorgezogen. Es wird mehr Personal eingestellt, um genügend Ressourcen für die Durchführung von Wartung und Reparatur zur Verfügung zu haben. Prozesse wie Lagerwirtschaft und Materialversorgung werden optimiert, damit bei technischen Problemen schnell auf die richtigen Ersatzteile zugegriffen werden kann.

Carrier für ExoMars verlässt Deutschland

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Endspurt für ExoMars: Das Carrier-Modul, das von OHB in Bremen gebaut wurde, hat gestern am späten Abend das Werksgelände in Bremen verlassen, um sich bald im italienischen Turin und französischen Cannes einer ausführlichen Testkampagne zu stellen.

ExoMars ist eine Kooperation zwischen ESA und der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos und konzentriert sich auf die Suche nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten. Das ExoMars-Programm gliedert sich in zwei Missionen: Im Jahr 2016 starteten der Spurengas-Orbiter (Trace Gas Orbiter, TGO) sowie ein Eintritts- und Landemodul. Die OHB System AG war im Unterauftrag von Thales Alenia Space mit dem Kernmodul des TGO für den größten deutschen Beitrag zur ersten Mission verantwortlich.

Landung mit Rover im Gepäck

Bei dieser zweiten ExoMars-Mission mit dem Namen „ExoMars Rover and Surface Platform Mission“ (RSP) wird das Trägermodul von OHB voraussichtlich im Juli 2020 einen Lander (Descent and Landing Module) sowie einen europäischen Rover zum Mars transportieren. In dem Landemodul befindet sich der Rover. Wenn dieses auf dem Mars gelandet ist, klappt es auf und der Rover fährt los, während die fixe Station an der Landestelle bleibt. Sie hat russische und europäische Experimente an Bord, unter anderem von der OHB-Tochterfirma AntwerpSpace.

Der Zeitplan für die Fertigung des Carriers, der gestern Bremen verlassen hat, war ziemlich straff. „Es gibt nur alle 26 Monate ein Startfenster für eine solche Mission. Daraus ergab sich ein anspruchsvoller Zeitplan, den wir allerdings exakt einhalten konnten. Somit läuft alles nach Plan“, sagt ExoMars-Carrier-Projektleiter Dr. Andreas Peukert. Das Carrier-Modul wird als nächstes bei Thales Alenia Space in Turin mit dem Landemodul integriert und anschließend nach Frankreich (Cannes) transportiert. In Cannes erfolgen die Tests des kompletten Raumfahrzeugs, bevor es zum Startplatz Baikonur gebracht wird.

OHB trägt auch zum Mars-Rover bei

OHB liefert neben den Anteilen am Carrier auch wesentliche Elemente für den Mars Rover. Hier bringt das Unternehmen Expertise für das Auswählen, das Aufbereiten sowie die Verteilung und das Analysieren der aus bis zu zwei Metern Tiefe gewonnenen Bodenproben ein. Dafür entwickelten die Experten am OHB-Raumfahrtzentrum „Optik & Wissenschaft“ eine hochauflösende Kamera, ein komplexes, im Inneren des Rovers untergebrachtes System für die Probenaufbereitung und -verteilung sowie Beiträge zum RAMAN/RLS Laserinstrument, das mineralogische Untersuchungen vor Ort erlaubt.

Rover und Bohrer für den Mars

Der Rover ist mit einem Bohrer ausgestattet. Im Inneren des Rovers befinden sich der Analytical Laboratory Drawer (ALD), das SPDS (Sample Preparation and Distribution System) und verschiedene Instrumente. SPDS und ALD umschließen eine gasdichte Ultra Clean Zone (UCZ), um die ExoMars-Instrumente vor biologischer und chemischer Verunreinigung auf der Erde zu schützen. „OHB in Oberpfaffenhoffen ist verantwortlich für die Entwicklung, Fertigung, Integration und Qualifizierung der ALD Struktur, des ALD Harness und des SPDS“, sagt Christiane Bergemann, Projektleiterin für ALD/SPDS. Das Bild zeigt den Carrier in der Integrationshalle in Bremen.

Flughafen Nürnberg: Neue Spitzenwerte im Ergebnis

Mit einem neuen Passagerekord von 4,46 Millionen Passagieren (plus 6,7 Prozent) übertraf der Albrecht Dürer Airport Nürnberg den bisherigen Höchstwert von 2008 (damals 4,27 Millionen). Der Konzernumsatz liegt inzwischen bei deutlich über 100 Millionen Euro und der Jahresüberschuss weist mit über 4,1 Millionen Euro ebenfalls einen historischen Höchstmarke auf.

2018 war diesem Passagerekord das erfolgreichste Jahr in der 64-jährigen Flughafengeschichte. Acht neue Ziele im Sommer und sechs im Winter bereicherten 2018 den Flugplan. Insgesamt flogen regelmäßig 16 Airlines ab Nürnberg mehr als 70 Ziele nonstop an, darunter zehn internationale Drehkreuzflughäfen. „Der erfreuliche Zuwachs bei den Passagierzahlen ging mit einer deutlich verbesserten Marktdurchdringung im Kerneinzugsgebiet einher“, so Geschäftsführer Dr. Michael Hupe. Außerdem nahm der Incoming-Verkehr zu. „Damit hilft der Flughafen, Kaufkraft in die Metropolregion zu bringen. Dies lässt sich gut anhand der Hotelstatistiken verfolgen.“

Verkehrsentwicklung für Nürnberg

Mit erstmals knapp 4,5 Millionen Fluggästen zählte der Albrecht Dürer Airport Nürnberg in 2018 so viele Passagiere wie noch nie seit seinem Bestehen. Insbesondere die expansive Entwicklung im Touristikverkehr mit 1.417.283 Passagieren (+27,9 Prozent) brachte starke Wachstumsimpulse. Wesentliche Treiber waren das deutlich verstärkte Angebot von Germania (rund 479.000 touristische Passagiere) und Eurowings (rund 204.000 Passagiere) sowie die wiedererstarkte Türkei-Nachfrage mit einem zuvor unerreicht großen Antalya-Angebot.

Auch das Angebot nach Palma de Mallorca lag deutlich über den Vorjahren. Dies führte dazu, dass im August erstmals mehr als eine halbe Million Passagiere den Albrecht Dürer Airport in nur einem einzigen Monat nutzten. Geschäftsführer Dr. Hupe: „Das Wachstum auf der Antalya-Strecke kam durchaus unerwartet und stellte neben der Vielzahl an Flugverspätungen und dem überdurchschnittlich warmen Sommer die Flexibilität und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten auf eine harte Probe. Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gilt hier mein besonderer Dank!“

Löwenanteil im Linienverkehr

Im Linienverkehr wurden in 2018 insgesamt 2.998.757 Fluggäste befördert. Das entspricht einem leichten Rückgang um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Wachstumsimpulse von Ryanair, Germania, Turkish Airlines und weiteren Linien-Airlines konnten die Verluste durch die innerdeutsche airberlin-Angebotslücke nicht ganz kompensieren. Ryanair legte um 9,0 Prozent auf rund 960.000 Passagiere zu. Hervorzuheben ist der hohe Incoming-Anteil bei Ryanair, der auf einzelnen Strecken bis zu 50 Prozent beträgt.

Die Lufthansa-Tochter Eurowings beförderte im Linienverkehr rund 483.000 Passagiere (minus 3 Prozent), Lufthansa selbst gerundet 396.000 Fluggäste (minus 3,5 Prozent). Im Plus notierten Lufthansa-Tochter SWISS, Turkish Airlines, Air France, KLM und Vueling, während Wizz Air einen leichten Rückgang verbuchte. Im Jahr 2018 wurden am Albrecht Dürer Airport Nürnberg rund 66.000 Flugbewegungen gezählt, was einem Anstieg um 3,1 Prozent entspricht. Der Passagierzuwachs fiel bei einer sinkenden Auslastung der Flugzeuge der Anzahl der Starts und Landungen etwas hinterher. Der Luftfrachtverkehr (geflogene Fracht ohne Trucking) wuchs um 2,7 Prozent auf 8.300 Tonnen.

Flughafen weiter in Gewinnzone

Die Flughafen Nürnberg GmbH (inkl. Tochtergesellschaften) erwirtschaftete 2018 einen Umsatz in Höhe von 109,6 Millionen Euro und schloss das Jahr mit einem positiven Ergebnis nach Steuern in Höhe von 4,1 Millionen Euro ab. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Ergebnisverbesserung um 1,4 Millionen Euro. Das EBITDA betrug 17,9 Millionen Euro. Die Investitionen von 8,5 Millionen Euro konnten vollständig durch den betrieblichen Cash Flow von 19,0 Millionen Euro finanziert werden. „Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung war insbesondere vor dem Hintergrund der Insolvenz der Air Berlin sehr erfreulich“, so Geschäftsführer Dr. Hupe. Durch eine Umfinanzierung im Sommer 2018 konnte der Konzern die Finanzierungskosten deutlich senken und ist für die Investitionen der näheren Zukunft gut gerüstet.

Im Zuge des Verkehrswachstums konnten viele neue Kolleginnen und Kollegen begrüßt werden, die ihren Teil zum erfolgreichen Geschäftsjahr 2018 sowie zu einem – zumeist – entspannten Flughafenerlebnis für die Passagiere beitrugen. Insgesamt sind nun über 1.000 Mitarbeiter im Gesamtunternehmen beschäftigt. Die Zahl der Beschäftigten am gesamten Flughafenstandort beträgt derzeit rund 4.100.

Ausblick – ohne Germania

Nach den überdurchschnittlichen Wachstumsraten der letzten Jahre und den Unregelmäßigkeiten des Sommers 2018 liegt der Fokus im neuen Jahr auf der Stabilisierung des Betriebs und der bestehenden Verbindungen. Außerdem gilt es, den insolvenzbedingten Ausfall der Germania zu kompensieren. Germania war im Jahr 2018 stärkste touristische Airline in Nürnberg und bot darüber hinaus interessante Linienziele an.

Inzwischen konnte ein verstärktes Engagement von TUIfly und Lauda/Ryanair für den Sommer 2019 gesichert werden, sodass bereits ein Teil des entfallenen Angebots aufgefangen wurde. Der Flughafen steht im intensiven Dialog mit relevanten Airlines und Reiseveranstaltern. Ab Ende Oktober, d. h. zum Winterflugplan 2019 / 2020 ist daher mit weiteren Kompensationseffekten zu rechnen.

Größte Investition des laufenden Jahres ist der Bau des neuen Parkhauses P4 mit ca. 3.600 Stellplätzen nahe dem Flughafenkreisel. In Abflughalle 2 laufen die Vorbereitungen für einen Supermarkt, um den Airport Nürnberg noch attraktiver für Fluggäste und Besucher zu machen.

Airbus belädt Testflugzeug A330neo mit Hilfsgütern

Airbus hat mit seiner Airbus Foundation das Testflugzeug A330neo dafür eingesetzt, um 26 Tonnen an Gütern zur Notfallversorgung nach Maputo in Mosambik zu bringen.

Der Hilfsflug mit der A330neo startete im Schweizerischen Genf. Die Lieferung fand in Zusammenarbeit mit der International Federation of Red Cross und den Red Crescent Societies (IRFC) statt. Die Hilfsgüter stammen vom Schweizer Roten Kreuz und der Agentur für Entwicklung und Zusammenarbeit der Eidgenossen, während die Airbus Foundation Flugkapazitäten bereitstellt. Darunter sind sauberes Wasser, Sanitäre und Hygieneartikel sowie Notbehelfe. Sie sollen den Opfern des Zyklons Idai zuhilfe kommen. Der Airbus landete am Dienstag am Maputo International Airport, von wo die Organisatinonen die Hilfsgüter verteilen.

DLR Falcon startklar mit Flugfunkstandard LDACS

Ende März 2019 hebt das Forschungsflugzeug Falcon des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit einer Weltpremiere für die Luftfahrt ab. Erstmals wird ein Prototyp für den neuen digitalen Flugfunkstandard LDACS (L-band Digital Aeronautical Communications System) erprobt.

LDACS soll zukünftig einen sicheren und effizienten Datenaustausch zwischen Flugsicherung und Cockpit bis hin zur 4D-Flugroute ermöglichen. Zusätzlich realisiert die Technik ein alternatives Navigationssystem für die Luftfahrt, das aus den LDACS-Signalen der Bodenstationen die Flugzeugposition bestimmt. Vier Teststationen werden im Laufe der Forschungsflüge in Oberbayern überflogen. Mit diesen Tests rückt die weltweite Einführung in greifbare Nähe. Aktuell wird die Technik im Forschungsprojekt MICONAV (Migration towards Integrated COM/NAV Avionics) zur Flugreife gebracht.

Mobilfunk fürs Luftfahrzeug

„Im Prinzip funktioniert LDACS für die Luftfahrt ähnlich wie der Mobilfunk am Boden“, erklärt Michael Schnell vom DLR-Institut für Kommunikation und Navigation in Oberpfaffenhofen, wo seit 2007 die neue Technik gemeinsam mit Partnern entwickelt wird. „Die Bodenstation entspricht der Mobilfunk­-Basisstation und das Funkgerät im Flugzeug dem Smartphone.“ Die neue Technologie, mit der sich Piloten und Lotsen besser verständigen können, ermöglicht sowohl Sprachkommunikation in CD-Qualität als auch schnellen Datenaustausch.

„Die besondere Herausforderung bestand darin, dass keine neuen Frequenzen für diesen digitalen Dienst zur Verfügung gestellt werden konnten“, erklärt Prof. Christoph Günther, Leiter des DLR-Instituts für Kommunikation und Navigation. „Deshalb mussten Verfahren entwickelt werden, die es erlauben den Dienst parallel zu anderen Diensten im selben Frequenzband zu betreiben.“.

Analoger Standard seit 80 Jahren

Wenn Fluglotsen heute Piloten anweisen, ihren Kurs oder ihre Flughöhe zu ändern, geschieht dies mittels analogen Sprechfunks. Dieses Vorgehen wird seit den 1930er Jahren angewandt. „Es ist zwar immer noch sicher und robust, aber umständlich zu bedienen“, erklärt Schnell. „Die Piloten müssen sich noch immer mündlich an- und abmelden und die Funkfrequenzen von Hand eingeben.“ Die Technologie benötigt zudem ein breites Frequenzspektrum. Das ist problematisch, weil nur begrenzt Frequenzen verfügbar sind und die Anzahl der Flugbewegungen weiter steigt.

Flugpfade mit Zeitstempel neben Satellit

Mit LDACS können Piloten und Fluglotsen künftig nicht nur schneller und effizienter kommunizieren, sondern auch komplexe Informationen austauschen, die mit analogem Sprechfunk gar nicht übermittelbar sind. In Zukunft werden Lotsen den Flugzeugen digital vierdimensionale Trajektorien vorgeben können, also Flugpfade mit Zeitstempeln. Zudem kann das System ergänzend zu Satellitennavigationssystemen, präzise Ortsbestimmungen des Flugzeugs über die Abstandsermittlung zu mindestens vier Bodenstationen liefern. „Sollten die Signale der GPS oder Galileosatelliten gestört werden, stünde den Piloten über LDACS immer noch eine präzise Ortsbestimmung zur Verfügung“, so Schnell. „Das schafft zusätzliche Sicherheit.“

Testfeld Oberbayern

„Für die jetzigen Testflüge steuern wir neu eingerichtete LDACS-Bodenstationen in Oberpfaffenhofen, Schwabmünchen, Peiting und Königsdorf an“, sagt DLR-Flugversuchspilot Michael Grossrubatscher. Dabei testen die Forscher die neue Technik auf ausreichende Datenübertragungsgeschwindigkeit, reibungslosen Wechsel zwischen den Bodenstationen, Reichweite und Genauigkeit der Navigationsfunktion. „Bisher haben wir all das nur modellhaft im Labor getestet und es ist ein großer Moment, die Technik nun endlich voll im Einsatz in der Luft zu sehen“, freut sich Michael Schnell.

Bis zur tatsächlichen Einführung an sämtlichen Kontrollstationen und Flughäfen weltweit dürften noch einige Jahre vergehen. Seit 2016 gibt es bereits eine DLR-geführte Arbeitsgruppe bei der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO (International Civil Aviation Organization) für die Standardisierung. „Sobald der Standard endgültig festgeschrieben ist, sind Hersteller und Fluggesellschaften aufgefordert, ihn zu übernehmen“, erklärt Michael Schnell. Dies solle bis 2022 so weit sein.

MICONAV auf den Bildern

Das Project MICONAV wird durch das Luftfahrtforschungsprogram LuFo V des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie kofinanziert. Neben dem DLR und dem Konsortialführer Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG sind die BPS GmbH und die iAd Gesellschaft für Informatik, Automatisierung und Datenverarbeitung mbH als Partner im MICONAV-Konsortium aktiv.

Falcon beim Start: DLR-Flugversuchspilot Michael Grossrubatscher beim Start zum ersten Versuchsflug mit der Dassault Falcon 20-E5. DLR-Verantwortlicher für LDACS, Herr Dr. Michael Schnell: Dr. Michael Schnell vom DLR-Institut für Kommunikation und Navigation in Oberpfaffenhofen; DLR-Forscher im Forschungsflugzeug Falcon: Die Forscher des Instituts für Kommunikation und Navigation (v.l.n.r. Nils Mäurer, Daniel Mielke und Guiseppe Battista) im Forschungsflugzeug Falcon bei den Start-Vorbereitungen für den Flug; DLR-Forschungsflugzeug Falcon im Hangar am Standort Oberpfaffenhofen: Die Falcon steurte die neuen LDACS-Bodenstationen in Oberpfaffenhofen, Schwabmünchen, Peiting und Königsdorf an; Falcon auf dem Rollfeld: Das Forschungsflugzeug Falcon 20E mit dem Kennzeichen D-CMET dient seit 1976 als Basis deutscher und europäischer flugzeuggetragener Forschung zur Erkundung von Erde und Atmosphäre. Viele einzigartige Modifikationen und moderne Ausstattungen machen die Falcon zu einer echten Mehrzwegplattform für Forschungsanwendungen.

Köln Bonn Airport: In den Ferien übers Vorfeld

Egal ob Eltern mit Kindern, Gruppen oder Einzelpersonen – wer einen Blick hinter die Airport-Kulissen werfen möchte, der kann sich in den Ferien für eine „Holiday Feeling“-Tour anmelden.

Diese extra Flughafenführungen stehen Montag bis Freitag um 11:00 Uhr in der Zeit vom 15.04.2019 bis 26.04.2019 (Feiertage ausgenommen) zusätzlich zu den üblichen Tourem auf dem Programm. Wie kommt ein Koffer zum Flugzeug? Wer sagt dem Piloten, wo er landen soll? Was ist ein Taxiway? Dies und vieles mehr rund um den Köln Bonn Airport können Besucher im Rahmen einer dieser besonderen Ferien-Flughafenführungen erfahren.

Fuhrpark am Flughafen kennen lernen

Die zweistündige Ferien-Tour beginnt im Check-in Bereich und umfasst eine spannende Busrundfahrt über das Vorfeld. Vorbei an Flugzeugen, Schleppern und Spezialgeräten führt die Tour über das Flughafengelände, wo die Abfertigung der Maschinen sowie startende und landende Flugzeuge aus nächster Nähe beobachtet werden können. Besucherbetreuer des Flughafens erklären dabei alles rund um den Flugbetrieb. Zum Abschluss der „Holiday Feeling“-Tour erwartet Sie ein Zwischenstopp in unserem Besucherkino und eine süße Überraschung.

Buchungen sind unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum, Adresse (Straße/PLZ/Ort) und ab 16 Jahren der Personalausweisnummer bis zu vier Werktage vor Führungsbeginn unter der E-Mail Adresse möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt für Kinder acht und für Erwachsene 12 Euro, und muss bar vor Ort bezahlt werden.

Baden Airpark mit neuen Flugzielen

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Am kommenden Sonntag, 31. März 2019 startet der neue Sommerflugplan am Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB) mit über 40 Zielen.

Neben den seit vielen Jahren bedienten klassischen Urlaubszielen wie Palma de Mallorca, den griechischen Inseln Kreta und Kos oder auch London oder Rom, wartet der diesjährige Sommerflugplan des FKB mit einigen Neuigkeiten auf.

Viel sonniger Süden

TUIfly fliegt dienstags neu nonstop nach Hurghada. Die griechische Insel Kos steht neu zusätzlich zum samstags geplanten Flug auch mittwochs im Flugplan. Weitere Flugziele der TUIfly sind Fuerteventura (montags), Gran Canaria (sonntags), Heraklion (mittwochs und samstags), Palma de Mallorca (montags, dienstags, donnerstags, freitags und sonntags), Rhodos (donnerstags) und Teneriffa-Süd (freitags). Corendon Airlines bietet bis zu vier wöchentliche Nonstop-Flüge nach Antalya und einen wöchentlichen Nonstop-Flug nach Heraklion an.

Fly Egypt fliegt von Juli bis Oktober im Auftrag des Reiseveranstalters FTI jeweils dienstags nonstop nach Hurghada. Neu sind Flüge mit Ryanair nach Cagliari auf Sardinien, Marrakesch und ab 21. Oktober nach Kiew-Borispol sowie ab 29. Oktober nach Fès. Die griechische Hauptstadt Athen steht im Sommer neben donnerstags neu auch sonntags im Flugplan. Weitere Flugziele von Ryanair sind Alicante, Barcelona-Girona, Bari, Edinburgh, Lamezia Terme, Lissabon, London-Stansted, Malaga, Malta, Palma de Mallorca, Porto, Rom-Ciampino, Sevilla, Sofia, Tel Aviv, Thessaloniki, Trapani und bis 14. September Zadar.

Nicht nur Mittelmeer

Wizz Air fliegt zusätzlich zu Belgrad und Tuzla neu nach Sibiu / Hermannstadt (ab 17. Juni), nach Skopje und nach Timisoara / Temeswar (ab 03. Juli), der rumänischen Partnerstadt von Karlsruhe. Alle fünf Wizz Air-Destinationen werden jeweils zweimal wöchentlich nonstop angeflogen.

Pobeda Airlines fliegt bis zu viermal wöchentlich nonstop nach Moskau-Vnukovo. Eurowings fliegt bis zu zweimal täglich mit Airbus A319 nach Berlin-Tegel und bis zu zweimal wöchentlich nach Palma de Mallorca. Vom 22. bis 29. September bietet Globalis eine Sonderreise nach Jersey an.

Mit Hilfe von Websites und Apps lassen sich viele Reiseprozesse bereits vorab bequem von zu Hause aus regeln oder vorbereiten. Neben dem aktuellen Sommerflugplan (31.03. bis 27.10.19) finden sich weitere Informationen zu Fragen rund um das Parken, die Gepäckbestimmungen, barrierefreies Reisen oder auch zu den vielfältigen Serviceleistungen am FKB auf der Homepage des Flughafens oder in Apps der Airlines.

Austro Control: Neue ICAO-Luftfahrkarte

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Die Ausgabe 2019 der digitalen Luftfahrtkarte – ICAO 1:500.000 steht ab sofort zur Verfügung.

Die digitale ICAO-Karte 2019 gibt es ab sofort für nicht-kommerzielle Zwecke kostenlos zum Download bei Austro Control. Für die Papier- und digitale Version gilt, Stand der Luftfahrtinformationen: 28. März 2019; Stand der Topographie: 01. Januar 2019. Die Österreichische Flugsicherung hat wieder einige Änderungen und Aktualisierungen vorgenommen.

Neuigkeiten der digitalen Luftfahrtkarte für Österreich

  • Umsetzung der LVR 2019
  • Generelle Aktualisierung der inländischen und ausländischen Luftfahrtdaten
  • Neues Symbol für Flugplätze/Heliports mit publizierten IFR Verfahren
  • „Luftraumboxen“ enthalten wieder den Luftraumnamen und -typ
  • Rückseite: Generelle Aktualisierung, insbesondere der Tabellen
  • Rückseite: GAFOR-Strecken WEF 25. April 2019

Hier geht es zu den ICAO Karten.

ICAO-Karte als Papierversion

Verkaufsstart für die gedruckte Version ist der 04.04.2019. Die Bestellung erfolgt über die Bürodienstleistungen GIEHSER. Die Karte gibt es in der Ausführung flach oder gefaltet zum Preis von 14 Euro (exkl. USt, Versand, Manipulationsspesen). Details siehe AIC A 3/19 (PDF).

Christian Kunsch neuer Co-Chef am Flughafen Hamburg

Christian Kunsch wird an der Seite von Michael Eggenschwiler neuer Geschäftsführer am Hamburg Airport.

Der Wechsel in der Geschäftsführung mit Christian Kunsch tritt dem 01. Juni 2019 in Kraft, wo er als Co-Chef neben dem kaufmännischen Bereich schwerpunktmäßig für die Baumaßnahmen und den Non-Aviation-Bereich zuständig sein wird. Mit Herrn Kunsch fiel die Wahl auf einen flughafenerfahrenen Manager, der Hamburg Airport und die Entwicklungen am Standort bereits sehr gut kennt.

Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport: „Seit vielen Jahren arbeite ich eng mit Christian Kunsch zusammen, wir haben gemeinsam viele Projekte erfolgreich auf den Weg gebracht. Dadurch kennt er den Hamburger Flughafen sehr gut und ist mit den Gegebenheiten und Entwicklungen am Standort vertraut. Deshalb freue ich mich, dass Herr Kunsch nun die Perspektive wechselt und die Geschäftsführung am Hamburg Airport mit seinem wertvollen Wissen aus zahlreichen Flughafenprojekten bereichert.“

Kunsch in Reutlingen und Boston

Christian Kunsch (45) studierte in Reutlingen und Boston Betriebswirtschaftslehre. Bereits während des Studiums sammelte er praktische Erfahrungen in der Industrie, im Investmentbanking sowie der Unternehmensberatung. Seine berufliche Tätigkeit begann er bei Roland Berger Strategy Consultants in den Bereichen Aviation und Logistik. 2007 nahm Christian Kunsch das Angebot von HOCHTIEF Airport (heute AviAlliance) an, als Bereichsleiter Aviation zu arbeiten. Sein erstes Projekt war die Modernisierung und Restrukturierung des Flughafens Budapest.

Weitere Projekte führte er bei Flughafen-Akquisitionen und Optimierungen von bereits im Portfolio befindlichen Flughäfen durch. 2016 wurde er mit dem Aufbau und der Leitung des Asset-Managements von AviAlliance beauftragt. Ebenfalls seit 2016 ist Christian Kunsch Mitglied im Aufsichtsrat der Flughafen Hamburg GmbH und hat bereits an vielen Projekten von Hamburg Airport erfolgreich mitgewirkt. Am 01. Juni 2019 wird Christian Kunsch als neuer Geschäftsführer die Nachfolge von Alexander Laukenmann antreten, der den Hamburger Flughafen nach drei Jahren auf eigenen Wunsch verlassen wird.

Leben für den Mars: ISS hängt Proben raus

Die Erde ist ein ganz besonderer Planet: Sie ist der einzige Himmelskörper im Sonnensystem, von dem wir wissen, dass er Leben beherbergt. Oder gibt es doch weitere Planeten und Monde, auf denen Leben vorstellbar wäre?

Der Mars wird hier immer zuerst genannt, er hat viele Eigenschaften mit der Erde gemeinsam und in seiner geologischen Vergangenheit strömte auch Wasser über seine Oberfläche. Doch heute sind die Bedingungen auf dem Mars so extrem, dass es schwer vorstellbar ist, dass Organsimen, wie wir sie von der Erde kennen, auf dem kalten und trockenen Wüstenplaneten überleben könnten. Herauszufinden, ob es doch möglich ist, war eines der Ziele des vom DLR koordinierten Experiments BIOMEX (BIOlogy and Mars EXperiment) auf der Internationalen Raumstation ISS. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

Ein wesentliches Resultat: Tatsächlich sind manche irdische biologische Substanzen und Strukturen sehr hart im Nehmen. Sie überlebten grenzwertige Umweltbedingungen während eines 18-monatigen Stresstests im Weltall. Dabei waren Proben unterschiedlicher Organismen wie Bakterien, Algen, Flechten und Pilze auf einer Außenplattform der ISS insgesamt 533 Tage dem Vakuum, intensiver UV-Strahlung und extremen Temperatur-Unterschieden ausgesetzt.

„Einige der Organismen und Biomoleküle haben im offenen Weltraum eine enorme Strahlungsresistenz gezeigt und kehrten tatsächlich als ‚Überlebende‘ aus dem All zur Erde zurück“, zeigt sich Dr. Jean-Pierre Paul de Vera vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof beeindruckt. Dem Astrobiologen oblag die wissenschaftliche Leitung von BIOMEX. „Wir haben unter anderem Archäen, also einzellige Mikroorganismen, wie es sie auf der Erde seit über dreieinhalb Milliarden Jahren im salzigen Meerwasser gibt, untersucht. Unsere ‚Probanden‘ sind Verwandte, die aus dem Permafrost der Arktis isoliert wurden. Sie haben unter Weltraumbedingungen überlebt und sind zudem mit unseren Instrumenten detektierbar. Solche Einzeller wären Kandidaten für Lebensformen, die wir uns auch auf dem Mars vorstellen könnten.“

Leben auf dem Mars nicht unmöglich

Mit diesem Ergebnis wurde das Hauptziel des Experiments erreicht: Prinzipiell scheinen manche Lebewesen, die auf der Erde unter extremen Umweltbedingungen vorkommen, sogenannte „extremophile“ Organismen, auch auf dem Mars existieren zu können. „Das bedeutet freilich noch lange nicht, dass Leben auch wirklich auf dem Mars vorkommt“, schränkt de Vera ein. „Aber die Suche danach ist nun mehr denn je die stärkste Triebfeder für die nächste Generation von Raumfahrtmissionen zum Mars.“

Die Existenz von zumindest sehr einfachen Lebensformen auf dem Mars, ob in der viereinhalb Milliarden Jahre langen Vergangenheit des Planeten oder sogar noch in der Gegenwart, ist für DLR-Astrobiologen de Vera und Kollegen prinzipiell vorstellbar. Doch bis heute fehlt der Nachweis von Leben auf dem Mars. Raumsonden in der Umlaufbahn und mobile Labore auf der Marsoberfläche zeigten zwar, dass wichtige Voraussetzungen für Leben auch noch heute vorhanden sind – eine Atmosphäre, Elemente wie Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel oder Phosphor, auch Wasser – zumindest in Form von Eis. Doch Leben selbst oder dessen Stoffwechselprodukte registrierten die Detektoren der Marsforscher bisher noch nicht.

Die BIOMEX-Ergebnisse stärken auch eine Hypothese, die unter Wissenschaftlern seit Jahrzehnten intensiv diskutiert wird und bei der Frage, wie das Leben vor 3,8 Milliarden Jahre auf die Erde kam, eine Rolle spielt: Die sogenannte Panspermia-Theorie geht davon aus, dass Organismen auf dem frühen Mars existierten und durch einen Asteroideneinschlag in ausgeworfenem Gestein von dem Planeten weggeschleudert und ins innere Sonnensystem verfrachtet wurden. Dort kollidierten manche als Meteoriten mit der Erde und die darin enthaltenen Organismen entwickelten sich weiter.

Vakuum, UV-Strahlung, Hitze, Kälte als Stresstest

Für das BIOMEX-Experiment wurden am 18. August 2014 mehrere hundert Proben in einem Experimentkasten von den russischen Kosmonauten Alexander Skwortzow und Oleg Artemjew auf der Außenplattform des russischen ISS-Moduls Swesda angebracht. In den zum Weltraum-Vakuum hin offenen Probenbehältern befanden sich primitive irdische Organismen wie Moose, Flechten, Pilze, Bakterien, Archäen („Urbakterien“) und Algen sowie Zellmembranen und Pigmente. Sie waren unter anderem in simulierten mineralischen Marsböden mit imitierter Marsatmosphäre eingebettet.

Am 22. Oktober 2014 entfernten die Kosmonauten Maxim Surajew und Alexandr Samokutjaew die Schutzabdeckung. Ab diesem Zeitpunkt waren die Proben unter hochtransparenten Gläsern permanent den harten Weltraumbedingungen im Vakuum ausgesetzt, mit großen Temperaturschwankungen und der dort herrschenden starken UV-Strahlung. „Dabei bot die ISS einmal mehr ideale Voraussetzungen für ein Experiment, das nur unter Weltraumbedingungen durchgeführt werden konnte“, freute sich Dr. de Vera.

Am 03. Februar 2016 wurde das Experiment bei einem dritten Außenbordeinsatz von den Kosmonauten Juri Malentschenko und Sergeij Wolkow wieder abgedeckt und in die Raumstation zurückgebracht. Am 18. Juni 2016 kehrten die Proben mit dem ESA-Astronauten Tim Peake an Bord einer Sojus-Raumkapsel zur Erde zurück. Anschließend wurde das Experiment von Baikonur (Kasachstan) zum DLR nach Köln überführt und die einzelnen Proben von den BIOMEX-Wissenschaftlern in 30 Forschungseinrichtungen in zwölf Ländern auf drei Kontinenten untersucht.

Sensoren für Stoffwechselprodukte

Die von Mikroorganismen, wie Archäen, gebildeten Stoffwechselprodukte oder Zellbestandteile könnten von Instrumenten zukünftiger Missionen auf der Marsoberfläche gemessen werden. Damit wurde ein weiteres Ziel des BIMOEX-Experiments erreicht. Das Berliner DLR-Institut für Optische Sensorsysteme nutzt zusammen mit dem Institut für Planetenforschung zu diesem Zweck Detektionsmethoden zur Identifikation der oben genannten Materialien, die ohne Probenvorbereitung auskommen. Eine dieser Methoden ist die Raman-Spektroskopie.

„Mit der Raman-Spektroskopie können wir zerstörungs- und berührungsfrei Proben auf der Marsoberfläche von einem Rover aus untersuchen“, erklärt Dr. Ute Böttger vom DLR-Institut für Optische Sensorsysteme. „Laserstrahlen, also energiereiches, gebündeltes Licht, regen Moleküle zu Schwingungen an. Unterschiedliche Moleküle haben dabei unterschiedliche Schwingungsmuster, die wie ein unverwechselbarer Fingerabdruck zur Identifikation von Molekülen und Kristallstrukturen verwendet werden können.“

Die Ergebnisse von BIOMEX stellen nicht nur bei der Suche nach Leben auf dem Mars einen Fortschritt dar. Sie dienen auch der Definition von „Biosignaturen“ im All und erweitern die Basis für eine Datenbank, die als Grundlage für die Suche nach Leben in unserem Sonnensystem dienen wird. Zukünftige Missionen, wie die von der ESA für 2020 geplante ExoMars-Mission, werden maßgeblich von diesen Daten profitieren.

Sie können eine wichtige Hilfe bei der Identifikation und Zuordnung von Signalen darstellen, die bei ExoMars 2020 beobachtet oder die mit Raumsonden von anderen Himmelskörpern gewonnen werden. Beispielsweise wurden auch in den Eisfontänen auf dem Saturnmond Enceladus Spuren von Methan nachgewiesen. Dort, wie auch unter den Eiskrusten der Jupitermonde Europa und Ganymed, sind vermutlich beträchtliche Mengen an Wasser vorhanden, in denen primitive, einzellige Organismen entstanden sein könnten.

Das BIOMEX-Experiment

BIOMEX war eines von vier Experimenten, die unter dem Namen EXPOSE-R2 (Das R steht für die Russische Version der Expositionsplattform, die 2 für das zweite Experiment dieser Art) zusammengefasst sind. Neben BIOMEX waren dies die Experimente BOSS, PSS und IBMP. Es wurde gemeinsam von der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der russischen Weltraumagentur Roscosmos durchgeführt. „Dabei bot die ISS ideale Voraussetzungen für ein Experiment, das unter Weltraumbedingungen durchgeführt werden sollte“, freute sich Dr. de Vera.

Vor dem BIOMEX-Experiment in der 400 Kilometer hohen Umlaufbahn wurden Auswahlversuche in der Mars-Simulationskammer am DLR-Institut für Planetenforschung durchgeführt. Schließlich wurden Vorversuche und parallel zu den Weltraumexperimenten im All Tests mit ISS-identischer Versuchsanordnung in einer Weltraumsimulationskammer im DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln durchgeführt, die unter der Leitung von DLR-Wissenschaftlerin Dr. Elke Rabbow standen. Damit wurden „Kontrollproben“ zum Ablauf des Experiments und der wissenschaftlichen Auswertung geschaffen.

Astrobiologie auf den Fotos

BIOMEX – das ESA/Roscosmos „Biology and Mars Experiment“ – fand von 2014 bis 2016 auf der Internationalen Raumstation ISS statt. Das Experiment wurde vom DLR-Institut für Planetenforschung koordiniert und geleitet. In Deutschland wirkten an der Durchführung und Auswertung ferner mit: das Robert Koch Institut, die Technische Universität und das Museum für Naturkunde in Berlin, die Technische Hochschule Wildau, das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie, das Geoforschungszentrum in Potsdam sowie die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

EXPOSE-R mit BIOMEX auf der ISS

Am 22. Oktober 2014 entfernten die Kosmonauten Maxim Surajew (links oben im Bild ist der Handschuh des Raumanzugs zu sehen) und Alexandr Samokutjaew die Schutzabdeckung von EXPOSE-R2 („ausgesetzt“; das R steht für die Russische Version der Expositionsplattform, die 2 für das zweite Experiment dieser Art auf der Internationalen Raumstation ISS). In dieser Versuchsanordnung war BIOMEX eines von vier Experimenten.

Neben BIOMEX waren dies die Experimente BOSS, PSS und IBMP. Die ISS bot dafür ideale Voraussetzungen. Nachdem die Abdeckungen entfernt wurden, waren die Proben permanent den harten Weltraumbedingungen im Vakuum ausgesetzt, mit großen Temperaturschwankungen und der dort herrschenden starken UV-Strahlung (Titelbild).

Rückkehr der BIOMEX-Proben mit ISS-Expedition 47

Nachdem die EXPOSE-R2-Versuchsanordnung mit dem BIOMEX-Experiment am 3. Februar 2016 bei einem Außenbordeinsatz von den Kosmonauten Juri Malentschenko und Sergeij Wolkow abgedeckt, geborgen und in die Raumstation zurückgebracht wurde, kehrten die Proben am 18. Juni 2016 mit der ISS-Expedition 47 (Besatzung Juri Malentschenko (Roskosmos), Timothy Kopra (NASA) und Tim Peake (ESA)) zur Erde zurück.

Das Bild zeigt die Sojus-Kapsel TMA-18M wenige Momente vor ihrer Landung in der Steppe Kasachstans. TMA-18M war bereits der 150. Flug im Sojus-Raumflugprogramm. Anschließend wurden die BIOMEX-Proben nach Köln ins DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin gebracht und von dort in die Labore des internationalen Wissenschaftsteams zur Auswertung weitergeleitet.

Simulation: Mars auf der Erde

Vor dem BIOMEX-Experiment in der 400 Kilometer hohen Umlaufbahn wurden Auswahlversuche in der Mars-Simulationskammer am DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin durchgeführt. Schließlich wurden Vorversuche und, parallel zu den Weltraumexperimenten im All, Tests mit ISS-identischer Versuchsanordnung in einer Weltraumsimulationskammer im DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln durchgeführt.

Dazu wurden Organismen und Zellstrukturen unter einer simulierten „Marsatmosphäre“ in einen „Marsboden“ eingebracht. So wurden „Kontrollproben“ zum Ablauf des Experiments und der wissenschaftlichen Auswertung geschaffen. Auf dem Bild sind die Proben von antarktischen Cyanobakterien auf Mars-analogem Boden im Berliner Labor zu sehen.

Ziele im Sommerflugplan 2019 ab Wien

Neue Langstreckenziele werden etwa von Austrian Airlines nach Montreal, Air Canada nach Toronto, sowie China Southern Airlines über Ürümqi nach Guangzhou aufgenommen und Royal Air Maroc fliegt neu nach Casablanca.

Auch Laudamotion, LEVEL und Wizz Air verbinden viele Ziele in Europa noch besser mit Wien. tritt am Flughafen Wien der Sommerflugplan tritt am Sonntag, 31. März 2019 in Kraft und gilt bis 27. Oktober. „2018 war ein Rekordjahr und der Wachstumstrend hält 2019 weiter an. Der Sommerflugplan ist vielversprechend: Austrian Airlines, Air Canada, sowie China Southern Airlines starten neue Langstreckenverbindungen und auch Royal Air Maroc ist neu in Wien vertreten… Ganz wichtig ist uns dabei die Verbesserung der Pünktlichkeit für Passagiere in Wien“, so Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG. Stark wachse zudem das Low Cost-Segment.

Mehr Fernziele und neue Carrier in Wien

Seit 18. Februar 2019 verbindet All Nippon Airways erstmals Wien mit Tokio-Haneda. Im Sommer 2019 stehen weitere neue Langstreckenverbindungen an: Air Canada verbindet ab 30. April 2019 täglich Wien mit Toronto in Kanada und China Southern Airlines fliegt ab 18. Juni 2019 jeweils Dienstag, Donnerstag und Samstag über Ürümqi nach Guangzhou in China. Gänzlich neu in Wien vertreten ist ab 01. April 2019 auch Royal Air Maroc jeweils Montag, Mittwoch und Freitag mit einer Verbindung nach Casablanca in Marokko.

Montreal Austrian Airlines

Ab 29. April 2019 verbindet der österreichische Homecarrier zum ersten Mal Wien mit Montreal in Kanada, bedient wird die Verbindung täglich. Außerdem nimmt die Airline ab 02. Juni einmal pro Woche Skyros (GR) und ab 16. Juni 2019 Brindisi (IT) ins Streckennetz auf. Frequenzaufstockungen gibt es ab 01. Mai 2019 auf insgesamt 40 wöchentliche Verbindungen nach Paris-CDG (FR), auf 31 nach Kopenhagen (DN) und auf 34 nach Amsterdam (NL).

Laudamotion nach Griechenland

Seit 01. Februar 2019 fliegt Laudamotion viermal wöchentlich nach Stuttgart (D) und fünfmal pro Woche nach Kiew (UA), im Sommerflugplan werden beide Verbindungen täglich bedient. Die Airline nimmt außerdem gleich mehrere neue Verbindugen nach Griechenland auf: Geflogen wird ab 31. März 2019 zweimal pro Woche nach Rhodos und Korfu, ab 03. April 2019 zweimal wöchentlich nach Mykonos, ab 21. Mai 2019 dreimal pro Woche nach Heraklion auf Kreta, sowie zweimal pro Woche nach Kos und ab 24. Mai 2019 einmal wöchentlich nach Zakynthos.

LEVEL baut Europa aus

Auch die in Wien stationierte LEVEL nimmt gleich mehrere europäische Destinationen in ihr Streckennetz auf: Ab 31. März fliegt LEVEL jeweils sechsmal wöchentlich nach Hamburg (D) und Kopenhagen (DK), ab 01. April zweimal wöchentlich nach Porto (P), ab 05. April einmal pro Woche nach Genua (IT) und ab 19. Mai einmal pro Woche nach Calvi (F).

Volotea, Turkish Airlines und Vueling

Ab 05. April 2019 verbindet die spanische Volotea zweimal wöchentlich Wien mit der beliebten Weinregion Bordeaux in Frankreich. Mit 23. Juni 2019 nimmt Turkish Airlines eine wöchentliche Flugverbindung nach Izmir (TK) auf und Vueling fliegt ab 15. September 2019 täglich nach Florenz (IT).

Frequenzerhöhungen im Sommer

Die polnische LOT erhöht ab 31. März 2019 auf 21 wöchentliche Flüge nach Warschau (PL), Eurowings fliegt ab 2. Juni 2019 insgesamt 26 mal pro Woche nach Köln (D) und China Airlines erhöht ab September auf sechs wöchentliche Flüge nach Taipeh. Auch Qatar fliegt ab April insgesamt 16 mal pro Woche nach Doha (QA) und erhöht mit 01. Juli 2019 sogar auf 17.

Wizz Air mit fünf neuen Zielen

Die ungarische Low-Cost Airline Wizz Air hat im Februar 2019 zwei weitere und damit nun fünf Flugzeuge fix am Airport stationiert. Mit Februar hat die Airline auch neue Flugverbindungen ins Streckennetz aufgenommen, geflogen wird je sieben Mal pro Woche nach Madrid (ES) und nach Mailand (IT), viermal pro Woche nach Malmö (S), dreimal pro Woche nach Reykjavik (IS) und zweimal pro Woche nach Stockholm (S).

Airbus Business Jet ACJ320neo bei neuem Kunden

Der erste ACJ320neo für Betreiber Comlux ist eingetroffen. Die Corporate Jet-Variante aus der neuen Airbus-Flugzeuggeneration erhält nun ihre Innenausstattung nach VIP-Standards.

Die Kabine für VIP erhält das Flugzeug bei direkt im Comlux Completion in Indianapolis. Es ist der größte Kunde für die ACJ320neo-Business Jets im Airliner-Format, der bereits elf Aufträge verbucht. Der Kunde hat sich bei dem Flugzeug für die effizienten und verlässlichen Triebwerke LEAP-1A von CFM International entschieden. Der ACJA320neo wird bei Comlux Completion eine einzigartige Innenausstattung für größten Luxus und Komfort erhalten. Da die Airliner, die als Business Jets fungieren, nicht so schwer beladen werden wie für Passagierflüge, erreichen sie auch eine deutlich größere Reichweite.

Reichweite und Platz für Geschäftsflüge

Diese wird durch die Flossen an den Flügelenden noch einmal erweitert. So kann die ACJ320neo mit 25 Passagieren in 13 Stunden Flugzeit 6.000 NM oder 11.100 km zurücklegen. Ein ACJ319neo für acht Passagiere schafft sogar in 15 Stunden Flugzeit 6.750 NM oder 12.500 km. Über 15.000 feste Bestellungen für das A320-Programm gibt es insgesamt. Airbus weist 700 Flugzeuge davon für die neue Familie A320neo aus. Von Airbus Corporate Jets fliegen dabei über 190 Flugzeuge, so Airbus.

300 Airbus-Flugzeuge für China unterzeichnet

Airbus und die China Aviation Supplies Holding Company (CAS) haben einen Rahmenvertrag über den Kauf von insgesamt 300 Airbus-Flugzeugen durch chinesische Airlines geschlossen.

Der Rahmenvertrag umfasst 290 Flugzeuge der A320-Familie und zehn Flugzeuge der A350 XWB-Familie. Guillaume Faury, President von Airbus Commercial Aircraft und künftiger CEO von Airbus, und Jia Baojun, Chairman von CAS, unterzeichneten den Rahmenvertrag in Paris im Beisein des chinesischen Präsidenten Xi Jinping – derzeit auf Staatsbesuch in Frankreich – und des französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Jeder fünfte Airliner für China

Chinesische Airlines benötigen Flugzeuge in allen Marktsegmenten – vom Inlands- und Low-Cost- über den Regional- bis hin zum internationalen Langstreckenverkehr. „Es ist für uns eine große Ehre, das Wachstum der chinesischen Zivilluftfahrt mit unseren führenden Flugzeugfamilien aus dem Single-Aisle- und Widebody-Segment zu unterstützen“, sagte Guillaume Faury, President von Airbus Commercial Aircraft und künftiger CEO von Airbus.

In seiner jüngsten Marktprognose 2018 bis 2037 für China geht Airbus davon aus, dass das Land in den nächsten 20 Jahren rund 7.400 neue Passagier- und Frachtflugzeuge benötigen wird. Damit entfallen auf China über 19 Prozent des weltweiten Bedarfs an mehr als 37.400 neuen Flugzeugen. Ende Januar 2019 waren bei chinesischen Betreibern insgesamt rund 1.730 Airbus-Flugzeuge im Einsatz, darunter 1.455 Flugzeuge der A320-Familie und 17 Flugzeuge der A350 XWB-Familie.

Zukunftstaugliche Flugzeuge

Die A320 ist mit über 14.600 bestellten Flugzeugen der A320-Familie und mehr als 8.600 bisher ausgelieferten Flugzeugen das weltweit erfolgreichste Single-Aisle-Programm. Die Modelle der A320neo-Familie sind die weltweit meistverkauften Single-Aisle-Flugzeuge. Seit ihrer Einführung im Jahr 2010 hat Airbus für diese Familie über 6.500 Bestellungen von mehr als 100 Kunden entgegen genommen. Der Hersteller nennt sie als Vorreiter für modernste Technologien, die in der Branche neue Maßstäbe im Kabinendesign setze. Dank ihrer Triebwerke der neuen Generation verbraucht sie 20 Prozent weniger Treibstoff. Sehr umweltfreundlich zeigt sich die A320neo auch mit ihrem um fast 50 Prozent verkleinerten Lärmteppich gegenüber Flugzeugen der vorherigen Generation.

Die A350 XWB prägt als weltweit modernste und ökoeffizienteste Flugzeugfamilie die Zukunft des Fliegens. Die Langstrecken-Großraumjets sind in der Kategorie von 300 bis über 400 Sitzen marktführend. Die A350 XWB bis hin zu Ultralangstrecken (9.700 nm) zeichnet sich durch modernste aerodynamische Konstruktion mit Einsatz von Kohlefaserverbundwerkstoffen für Rumpf und Flügel sowie neue treibstoffeffiziente Triebwerke von Rolls-Royce aus. Hier führen die Innovationen zu einer Reduzierung des Treibstoffverbrauchs und der Emissionen um 25 Prozent.

Luftraum Langen: DFS kämpft weiter mit Softwareproblem

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Die Softwareprobleme in der Flugverkehrskontrollzentrale der Deutschen Flugsicherung in Langen, welche zu Einschränkungen für die Luftraum führten, dauern an.

Die Störung im elektronischen Kontrollstreifensystem der DFS in Langen besteht fort. Aus Sicherheitsgründen musste die Kapazität bereits in den vergangenen Tagen um 25 Prozent eingeschränkt werden. Die Absenkung der Verkehrskapazität bleibt bis auf weiteres gültig. Techniker arbeiten intensiv an der Analyse des Fehlers.

Kontrollstreifen: Neue Software auf Donnerstag

Die Fachleute der DFS versuchen nun, in der Nacht von Mittwoch, dem 27. März auf Donnerstag, 28. März eine alternative Software in Betrieb zu nehmen. Nach wie vor gilt, dass die Sicherheit des Luftverkehrs nicht beeinflusst ist. Die weiteren Kontrollzentralen der DFS in München, Bremen und Karlsruhe sind von der Störung nicht betroffen.

Germania ohne Investorenlösung: Stillegung

Die Perspektive auf eine Investorenlösung für die insolvente Fluggesellschaft Germania hat sich zerschlagen. Alle seriösen Bieter, mit denen Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg zuletzt verhandelt hat, sind abgesprungen. Damit ist eine Stilllegung nicht mehr abzuwenden.

Abgesagt hat nicht nur der verbliebene Interessent für eine Übernahme des Flugbetriebs. Auch die beiden Interessenten für Wartung und Technik haben sich aus dem Bieterprozess zurückgezogen. Parallel zu diesen Optionen hatte Wienberg in den letzten Tagen noch versucht, eine Fortführungslösung im Rahmen eines Wet-Lease auf die Beine zu stellen. Auch diese Möglichkeit hat sich kurzfristig zerschlagen.

Investorenlösung aus schwierigem Umfeld

„Angesichts der Ausgangslage war es von Anfang an klar, dass eine Rettung extrem schwierig sein würde“, sagte Wienberg. „Germania war gegroundet, wir hatten keine eigenen Flugzeuge und kein Geld, die Leasingraten zu bezahlen. Trotzdem ist diese Nachricht natürlich enttäuschend. Wir haben buchstäblich den Interessenten den roten Teppich ausgerollt. Leider konnte oder wollte keiner darüber gehen.“

Der Knackpunkt in allen Fällen – so die Rückmeldung der Investoren – war der extrem enge Zeitrahmen: Zum 31. März endet der Insolvenzgeldzeitraum. Weil Germania für eine Fortführung des Geschäftsbetriebs aus eigener Kraft die Mittel fehlen, musste bis dahin die Investorenlösung stehen. „Weniger als zwei Monate sind für die Investoren sehr wenig, um eine Übernahme zu planen, durchzurechnen, darüber zu entscheiden“, so Wienberg. „Zumal der Fall aufgrund des Groundings, der geleasten Maschinen und der entzogenen Betriebsgenehmigung außerordentlich komplex war.“ Hinzu kommt für jeden Investor das Problem, in diesem Zeitraum die für eine Übernahme und Wiederaufnahme des Flugbetriebes notwendige Finanzierung zu organisieren.

Leasingflugzeuge gefragt – Verknappung durch 737 MAX

Dass die Sommersaison bevorsteht, und die Branche dingend Flugzeugkapazitäten braucht, hat den Investorenprozess zusätzlich erschwert. „Entsprechend schwierig war es, die Leasinggeber dazu zu bewegen, uns weiterhin die Flugzeuge zur Verfügung zu stellen – zumal wir die Leasingraten nicht bezahlen konnten“, erläuterte Wienberg. Das Flugverbot für die Boeing 737 Max hat die Situation zuletzt nochmal deutlich verschärft, weil dadurch Flugzeuge noch knapper wurden.

„Dass es vor diesem Hintergrund überhaupt gelungen ist, bis zuletzt die ernsthafte Option auf eine Rettung im Spiel zu halten, war ein Kraftakt, an dem vor allem auch die Germania-Mitarbeiter einen maßgeblichen Anteil haben“, betonte der Insolvenzverwalter. „Sie haben mit großem Einsatz für den Erhalt von Germania gekämpft.“ Wienberg hob auch die gute Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtbundesamt und dem Flughafenkoordinator der Bundesrepublik Deutschland (Fluko) hervor. „Die zuständigen Behörden haben uns sehr wohlwollend begleitet“, sagte er.

Stillegung durch Insolvenzverwalter zwingend

Der Insolvenzverwalter ist nun gezwungen, die Stilllegung der insolventen Gesellschaften umzusetzen. Aus eigener Kraft sind die insolventen Germania-Gesellschaften nicht in der Lage, den Geschäftsbetrieb fortzusetzen bzw. wieder aufzunehmen. Das Insolvenzrecht erlaubt eine Fortführung nur, wenn sich daraus kein Nachteil für die Gläubiger ergibt, d.h. die Unternehmen kein Geld „verbrennen“. Das wäre aber bei einer Fortführung der Fall. Die insolventen Gesellschaften sind seit dem Grounding von jeglichen relevanten betrieblichen Einnahmen abgeschnitten.

Am 04. Februar 2019 hatten die Germania Fluggesellschaft mbH mit 1.426 Beschäftigten, die Germania Technik Brandenburg GmbH mit 178 Beschäftigten sowie die Germania Flugdienste GmbH mit 74 Beschäftigten, einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Die Mitarbeiter erhalten nun in den nächsten Tagen die Kündigungen und werden zusätzlich zum Anfang April freigestellt. Die Schweizer Tochter Germania Flug AG wurde davon unabhängig in Schweizer Hände überführt und besteht nun unabhängig weiter.

Ryanair nimmt Baden-Baden nach Fès-Saïss (FEZ) auf

Am vergangenen Donnerstag hat die Fluggesellschaft Ryanair das Flugziel Fès-Saïss als neue Winterverbindung für den Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB) bekannt gegeben.

Ab dem 29. Oktober 2019 wird Ryanair neu zweimal wöchentlich (Immer Dienstag und Samstag) Nonstop-Flüge nach Fès-Saïss (FEZ), dem viertgrößten Flughafen Marokkos, anbieten. Zum aktuellen Einstiegspreis soll es die Flüge ab 41 Euro für die einfache Strecke geben.

Königsstätte Fès

Der Flughafen Fès-Saïss (FEZ) liegt rund 13 km südlich der marokkanischen Stadt Fès und wird alle 30 Minuten mittels eines Shuttlebusses (Bus Navette) mit dem Stadtzentrum verbunden. Die Heilige Stadt Fès, im Nordosten Marokkos gelegen, ist die drittgrößte Stadt des Landes und die älteste der vier Königsstätte, zu denen neben Fès noch Meknès, Marrakesch und Raba zählen. Besonders lohnenswert ist ein Besuch der von der Stadtmauer umgebenen Altstadt mit Gebäuden aus der Zeit der Meriniden sowie ein Bummel durch die geschäftigen Souks mit ihrer ganz eigenen Atmosphäre.

Ryanair verbindet den FKB erstmals im Winterflugplan 2019/2020 mit zwei attraktiven Reisezielen (Fès und Marrakesch) in Marokko. Ein weiteres neues Städteziel im Winterflugplan 2019/2020 des FKB bietet Ryanair mit Direktverbindungen nach Kiew (KBP) in der Ukraine. Die Strecke wird ab dem 21. Oktober immer montags und freitags bedient und ist ebenfalls schon buchbar.

Ziele im Sommer ab Flughafen Zürich

Am Sonntag, 31. März 2019 tritt mit der Umstellung auf die Sommerzeit am Flughafen Zürich der neue Sommerflugplan in Kraft. Dieser ist gültig bis zum Samstag, 26. Oktober 2019. Auch für den Rundfahrtenservice und die Zuschauerterrassen gelten für diese Zeit neue Betriebs- und Öffnungszeiten.

Swiss International Air Lines fliegt neu viermal die Woche nach Danzig in Polen und ab Mai 2019 einmal wöchentlich nach Heringsdorf in Deutschland. Die Verbindung nach Bremen, Deutschland wird fortgeführt: Es werden weiterhin zwölf Flüge in der Woche angeboten. Edelweiss Air fliegt neu zweimal wöchentlich nach Tirana (Albanien) und bis zu zweimal in der Woche nach Ohrid in Mazedonien. Ab Juni 2019 wird zudem einmal pro Woche nach Kalamata in Griechenland verkehrt. Bis im Mai 2019 wird die bisherige Verbindung nach Colombo in Sri Lanka fortgesetzt, es gibt zwei entsprechende Flüge in der Woche. Der zweimal wöchentlich stattfindende Flug nach Buenos Aires in Argentinien wird ebenfalls weitergeführt.

Neue Ziele und neuestes Flugzeug

Germania, die Schweizer Tochter der vergangenen deutschen Fluglinie, fliegt ab Mai 2019 neu zweimal die Woche nach Tirana und einmal wöchentlich nach Calvi auf Korsika. Eurowings steuert neu fünfmal wöchentlich das spanische Palma de Mallorca an. AirSerbia stockt auf und fliegt die serbische Hauptstadt Belgrad neu 19 Mal in der Woche an. Cathay Pacific wechselt für die Verbindung nach Hong Kong in China das Flugzeug: Künftig werden die Flüge mit einem Airbus A350-1000 der Airline durchgeführt, was ein Kapazitätszuwachs von 59 Sitzen pro Flug bedeutet.

British Airways bringt ihre Passagiere neu auch an fünf Abenden die Woche nach London, somit bieten sie insgesamt 26 Flüge in die Englische Hauptstadt an. Icelandair fliegt ab Sommerflugplan 2019 elf Flüge pro Woche nach Reykjavik in Island. Air Canada fliegt diesen Sommer fünfmal die Woche nach Vancouver, Kanada. Auch Aegean Airlines erhöht die Flugfrequenz und fliegt neunmal in der Woche nach Athen in Griechenland.

Rundfahrten und Zuschauerterrasse

Der Betrieb für die Rundfahrten und Zuschauerterrassen wird ebenfalls der Sommerzeit angepasst. Die Zuschauerterrassen B und E sind neu täglich von 09:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Die öffentlichen Rundfahrten finden jeweils am Mittwochnachmittag sowie Samstag und Sonntag statt.

Erbil und Bagdad ab München

Ab sofort fliegt Iraqi Airways einmal wöchentlich von der bayerischen Landeshauptstadt in den Irak zu den beiden Zielen Erbil und Bagdad.

Iraqi Airways schafft damit neue Verbindungen am Münchner Flughafen. Immer sonntags um 16:00 Uhr geht es mit einem Airbus A320 von München in den Nahen Osten. Mit Erbil steuert Iraqi Airways nun ein Ziel an, das bisher von der in Insolvenz gegangenen deutschen Airline Germania bedient wurde. Nach einem Zwischenstopp dort geht es weiter in die Millionenmetropole Bagdad. Insgesamt dauert der Flug knapp fünf Stunden.

Austrian Airlines nimmt Teil an „Plastik zu Rohöl“

Seit Ende 2018 sammeln Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter die gebrauchten Plastikbecher der Gäste getrennt vom Restmüll ein. Diese werden von einem Entsorgungsunternehmen gereinigt, zerkleinert und anschließend zur ReOil® Pilotanlage in der Raffinerie Schwechat geliefert.

Die ReOil® Pilotanlage der OMV verarbeitet seit Januar 2019 einen Teil der benutzten Getränkebecher von Fluggästen der Austrian Airlines. Damit wird aus gebrauchten Einwegbechern synthetisches Rohöl gewonnen.

Müll vermeiden und verwerten

Durch ein thermisches Crackverfahren wird aus Kunststoffabfällen synthetisches Rohöl hergestellt. Dieses Rohöl wird in der Raffinerie Schwechat zu Treibstoffen bzw. anderen Grundstoffen der Kunststoffindustrie weiterverarbeitet. Das Unternehmen unterstützt so mit ihrer Sammelaktion eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft. Auch die Flughafen Wien AG ist in diesem Prozess wichtiger logistischer Partner.

„Austrian Airlines arbeitet laufend daran, den Bordabfall auf Flügen zu reduzieren. Beim Recycling leisten unsere Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter seit vielen Jahren einen wesentlichen Beitrag. Ich freue mich sehr, dass wir durch die Initiative der Crewmitglieder aus dem Austrian Airlines „Fly greener“ Team – gemeinsam mit der OMV – einen weiteren wichtigen Schritt in diese Richtung setzen konnten“, so Vera Renner, Vice President Cabin Operations der Austrian Airlines, über die Zusammenarbeit der heimischen Airline im Rahmen des ReOil® Pilotprojektes der OMV.

Thomas Gangl, OMV Senior Vice President Refining & Petrochemicals: „Kunststoffe sind aus unserem Leben aufgrund der hervorragenden Eigenschaften des Materials nicht mehr wegzudenken. In der ReOil® Pilotanlage können wir die AUA-Getränkebecher zu synthetischem Rohöl und in weiteren Schritten zu Kraftstoff bzw. wieder zu Kunststoffen verarbeiten. Unser OMV Forschungsprojekt ermöglicht diesen Kreislauf zu schließen und Müll zu reduzieren. Die gemeinsame Aktivität ist ein klares Signal, wie wichtig unseren Firmen ein schonender Umgang mit unseren Ressourcen ist.“

1 Liter Öl pro kg Plastik

Die OMV beschäftigt sich seit 2011 mit dem Potenzial von Altkunststoffen. Nach erfolgreichen Forschungsergebnissen mit einer Versuchsanlage im Technikum der Raffinerie Schwechat wurde Anfang 2018 die deutlich größere ReOil® Pilotanlage in der Raffinerie Schwechat in Betrieb genommen. Aus 100 Kilogramm Altkunststoff entstehen 100 Liter synthetisches Rohöl.

Die Zusammenarbeit mit der OMV im Rahmen des ReOil® Projektes geht auf die Initiative des Austrian Airlines Teams von „Fly greener“ zurück. „Fly greener“ ist ein konzernweites Projekt der Lufthansa Group. Das Ziel ist, das Abfallaufkommen und die Umweltbelastung zu reduzieren und die entsprechenden Abläufe in den Flugzeugen zu optimieren. Dabei entwickelt jede Airline aus der Lufthansa Group eigene Ideen und Konzepte.

Bereits vor einigen Jahren hat Austrian Airlines begonnen, verschiedenste Materialien an Bord zu trennen und anschließend dem Recyclingprozess zuzuführen. Das gilt für PET-Flaschen, Glasflaschen, Tetrapak, Dosen sowie Altpapier und Zeitungen. Derzeit wird an unterschiedlichen Projekten gearbeitet, die den Flugverkehr gruppenweit effizienter und umweltfreundlicher gestalten sollen.

Airport DUS mit mehr Power dank Gepäcksortieranlage

Der Airport schließt damit sein Großprojekt „Um- und Ausbau der Gepäcksortieranlage“ erfolgreich ab, bei dem er insgesamt rund 100 Millionen Euro in seine Infrastruktur investiert hat.

Etwa 38 Millionen entfielen davon auf diesen letzten Baustein. Pünktlich vor der Hauptreisezeit ist die neue Gepäcksortierhalle im Flugsteig C nach einer Bauzeit von rund 17 Monaten am Düsseldorfer Airport in Betrieb gegangen. NRWs größter Flughafen rüstet sich mit der Maßnahme für wachsende Passagierzahlen und bringt damit deutschlandweit eine der modernsten Gepäckförderanlagen aller Flughäfen zum Einsatz.

Betriebsablauf flexibler und schneller

Zusätzlich kann der Airport dadurch seine Gepäcksortierhallen in den Flugsteigen B und C deutlich flexibler zum Einsatz bringen. Als Kernelement wurden jetzt die bisherigen Bänder in der neuen Gepäckförderanlage C durch ein modernes Gepäckwannen-System ersetzt und mit der bereits bestehenden Technik im Flugsteig B verbunden. Die Förderstrecke der Gesamtanlage beträgt nun insgesamt rund zehn Kilometer.

Rund neun Millionen rausgehende Gepäckstücke, die Düsseldorf verlassen, haben im vergangenen Jahr die Gepäckförderanlage in Düsseldorf passiert – Tendenz steigend. „Wir investieren in die Zukunft. Das Mobilitätsbedürfnis der Menschen ist ungebrochen hoch und wird weiter zunehmen. Mit der neuen Technik sind wir den täglichen Herausforderungen noch besser gewachsen. Das System zählt zu den besten am Markt und verbindet die Flugsteige optimal miteinander. Durch die Erweiterung der Förderanlage im Flugsteig C sind wir jetzt gerade bei der Eingabe des Gepäcks operativ noch flexibler“, betont Flughafengeschäftsführer Michael Hanné.

Ein Technikum mit Aufpassern

Die Gesamtanlagenlage fördert in der Spitze über 10.000 Taschen und Koffer pro Stunde. Über den ganzen Tag schafft sie insgesamt sicher bis über 50.000 rausgehende Gepäckstücke. Jederzeit lässt sich dank des neuen Behältersystems mit seiner RFID-Chip-Technik („Radio Frequency Identification“) nachvollziehen, wo sich welches Gepäckstück gerade befindet. Mithilfe von 325 Kameras können sich die Mitarbeiter auf wichtige Punkte der Anlage wie beispielsweise die Abwurfstellen, Abzweigungen, die Röntgengeräte oder die Beladestationen aufschalten.

Weit über 100 Mitarbeiter waren an der Fertigstellung der neuen Gepäckförderanlage beteiligt. Die Gepäckstücke passieren in der Gesamtanlage etwa 5.100 Lichtschranken. Rund 1.275 Tonnen Stahl, 538 Tonnen Fördertechnik, 159 Tonnen Kabel und 23 Tonnen Schaltschränke wurden verbaut. Etwa 4.420 Motoren und genauso viele Frequenzumrichter, die die Spannung der Motoren anpassen, halten die Anlage am Laufen.

Das Großprojekt, das 2010 gestartet wurde, beinhaltete unter anderem die Modernisierung der Gepäcksortieranlage B sowie den Bau einer 175 Meter langen, unterirdischen Verbindungsstrecke zwischen den Gepäcksortierhallen B und C. Zuvor hatten beide Bereiche unabhängig voneinander operiert. Auch der Bau von zwei neuen Gepäckspeichern war Teil der Gesamtmaßnahme. Bis zu 1.500 Gepäckstücke können hierdurch am Airport zentral, sicher und unkompliziert zwischengelagert werden.

Business: nicht nur Jets auf der AERO

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Die Geschäftsluftfahrt fokussiert sich auf die individuellen Reiseanforderungen von Geschäftsleuten, Privatpersonen aber auch von Ambulanzflügen bei Notfällen.

Die Business Aviation ist einer der Schwerpunkte innerhalb der Allgemeinen Luftfahrt und steht daher auch auf der AERO Friedrichshafen im Fokus. Die AERO Friedrichshafen ist die führende Fachmesse für die Allgemeine Luftfahrt, die jährlich am Bodensee stattfindet. Zur 27. Ausgabe im April 2019 werden 35.000 Besucher aus 60 Ländern in Friedrichshafen erwartet und mehr als 700 Aussteller werden ihre neuesten Innovationen auf der Messe präsentieren.

Besondere Bedeutung Businessfliegerei

Mehrmotorige Flugzeuge mit Kolbentriebwerk, Flugzeuge mit Propellerturbinen und Jets bilden diese Flotten. Neben internationalen Flughäfen spielen für die Business Aviation vor allem regionale Flugplätze eine wichtige Rolle. Ein dezentrales Luftverkehrssystem ermöglicht es Geschäftsreisenden auch weniger stark frequentierte Flugplätze zu nutzen. Das bedeutet zugleich Zeit- und Kostenersparnis durch kürzere Check-in-Zeiten und Security-Kontrollen. Die Business Jet-Flotte besteht weltweit derzeit aus mehr als 22.000 Flugzeugen. Dazu kommen noch 15.000 Maschinen mit Turboprop-Antrieb sowie Propellerflugzeuge mit Kolbenmotoren.

Nicht zu vergessen sind die Hubschrauber, die vor allem auf Kurzstrecken ein wichtiges Element der Geschäftsfliegerei darstellen. Doch die Business Aviation spielt nicht nur für ihre Nutzer, sondern auch für die Luftfahrt-Industrie eine wichtige Rolle. Sie hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem Innovationsmotor entwickelt, von dem andere Luftfahrtbereiche profitieren.

AERO FN mit der GBAA

Dieser Bedeutung trägt auch die diesjährige AERO Rechnung. So findet erstmals eine spezielle Business-Aviation-Konferenz am Donnerstag, den 11. April in Kooperation mit der German Business Aviation Association GBAA statt. Die darin enthaltenen Vorträge sowie die anschließende Diskussion sollen die vielseitigen Einsatzbereiche von Geschäftsreiseflugzeugen und damit die Relevanz der Business Aviation innerhalb der Luftfahrtindustrie aufzeigen. Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 11. April, um 09:30 Uhr im Forum Foyer Ost der Messe Friedrichshafen auf der AERO. Die AERO 2019 findet von Mittwoch, 10. April bis Samstag, 13. April 2019 in Friedrichshafen am Bodensee statt und ist von Mittwoch bis Freitag von 09:00 bis 18:00 Uhr und am Sonntag von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

Hamburg: Mehr Pünktlichkeit, weniger Flüge

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Flugverspätungen nach 23:00 Uhr sind am Hamburger Flughafen deutlich rückläufig, wie der Airport jetzt mitteilt. Von Dezember 2018 bis Februar 2019 lagen die Verspätungen mehr als ein Drittel (minus 35,2 Prozent) niedriger als im Jahr zuvor. Dieser positive Trend setzt sich im März 2019 fort. Bisher um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Grund für diesen Erfolg ist die enge Zusammenarbeit des Hamburger Flughafens mit den Fluggesellschaften. Der Airport führt regelmäßig intensive Gespräche mit den Airlines, um Verspätungen zu vermeiden. So auch für den kommenden Sommer 2019: Mehr ein Drittel der Flüge wurden aus der verspätungsanfälligen letzten halben Stunde gestrichen und vorverlegt. Grundlage für die bisher 120 Gespräche schaffen vier neue Mitarbeiter, die als Pünktlichkeitsteam Zahlen, Daten und Fakten zusammentragen und mit den Partnern teilen.

Maßnahmen für Pünktlichkeit

Hamburg Airport hat aber auch selbst eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, die zu mehr Pünktlichkeit beitragen. Dazu gehören Investitionen in die Infrastruktur, eine deutliche Verbesserung des Verkehrsflusses auf den neu geordneten Vorfeldern sowie eine enge Zusammenarbeit mit der Deutschen Flugsicherung.

Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport: „Pünktlichkeit und Verlässlichkeit sind zwei der wichtigsten Säulen im Luftverkehr. Wir am Hamburg Airport setzen alles daran, hier Top-Leistung zu bieten. Dieses Ziel erreichen wir nur gemeinsam mit den anderen Partnern im Luftverkehr. Auch die Pünktlichkeitsoffensive ist ein gutes Instrument, um Erfolge zu erzielen.“

Geschlecht bei Buchung von United divers

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United Airlines will als erste Fluggesellschaft der USA ein weiteres Geschlecht als Angabe bei der Buchung von ihren Tickets anbieten. Das teilte die US-Fluggesellschaft jetzt mit.

Damit vollzieht United Airlines eine Abkehr von der binären Geschlechtsangabe von Mann und Frau und führt – nach dem wählbaren Titel „Mx.“ im Kundenprofil MileagePlus – das neue Gender fortan über alle Buchungskanäle ein. United versteht sich als mit Führungsaufgabe bei der Inklusion von LGBT in der Industrie. Damit können Kunden ihre Geschlechtsangabe jetzt aus M (male, männlich), F (female, weiblich), U (undisclosed, verborgen) oder X (unspecified, unspezifiziert/divers), in Übereinstimmung mit der Angabe im Personalausweis, angeben.

Kompetenzschulungen für LGBT

Man heiße alle wilkommen, ob nach binärem Geschlechterbild von männlich und weiblich oder nicht. Und das gelte für Kunden wie auch für Mitarbeiter, so Toby Enqvist, Chief Customer Officer der Fluggesellschaft. An dem Vorstoß beteiligt sind die Organisationen Human Rights Campaign und The Trevor Project für Schulungen von Mitarbeitern. Dabei geht es um Aufklärung über bevorzugte Pronomen, Beharrlichkeit von Gendernormen, LGBT-Kompetenzen am Arbeitsplatz und weitere Möglichkeiten, damit United ein inklusiver Ort für Passagiere und Belegschaft werde, so die Airline.

PRISMA im All angekommen

Heute Nacht um 02:50 Uhr hat der Erdbeobachtungssatellit PRISMA, gebaut von OHB Italia, an Bord einer VEGA-Startrakete seine Reise ins All angetreten und erfolgreich im Zielorbit seine Systeme hochgefahren.

PRISMA, der Satellit der italienischen Weltraumbehörde ASI (Agenzia Spaziale Italiana) wird die Erde mit einem hyperspektralen optischen Sensor beobachten und Daten für die Überwachung und Vorhersage von Umweltveränderungen auf unserem Planeten sammeln. Der Satellit startete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana und wird auf seiner sonnensynchronen Umlaufbahn in etwa 620 Kilometern Höhe die Erde beobachten. Nach einer dreimonatigen Testphase wird der Satellit im Juni 2019 seine operative Tätigkeit aufnehmen. Mit PRISMA bringt die OHB-Gruppe ihren ersten Hyperspektral-Satelliten auf den Weg ins All.

Besondere Spektralschärfe

PRISMA (PRecursore IperSpettrale della Missione Applicativa) ist mit einem innovativen elektro-optischen Instrument ausgestattet, bei dem ein Hyperspektralsensor mit einer panchromatischen Kamera einer mittleren Auflösung verbunden wird. Dieses Kombiinstrument bietet die Vorteile der klassischen Erdbeobachtung durch die Erkennung der geometrischen Eigenschaften einer Landschaft, ist aber darüber hinaus in der Lage, durch die Verwendung von Hyperspektralsensoren die chemischen bzw. die physikalischen Eigenschaften von in der Landschaft vorhandenen Gegenständen zu bestimmen.

PRISMAs Satellitendaten lassen sich vielseitig anwenden. Forscher und andere Nutzer werden die Fähigkeiten von PRISMA in verschiedenen Anwendungsbereichen nutzen können. Hierzu gehören die Überwachung der Umwelt, das Ressourcenmanagement, die Bestimmung und Klassifizierung von Kulturpflanzen, Bekämpfung der Umweltverschmutzung und weitere Anwendungen unter anderem im Bereich der inneren Sicherheit sind auch denkbar. Das Foto zeigt das OHB-Team bei Tests mit dem Satelliten in Kourou.

Arbeitsniederlegung bei Austro Control?

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Gerüchten zufolge steht eine für den Flugverkehr störende Betriebsversammlung bei Austro Control bevor. Der Flughafen Wien forderte nun im Interesse der Sicherheit der Passagiere dringende Klarstellung dazu.

Demnach werde bei Austro Control, die für die sichere Abwicklung des Flugverkehrs in Österreich zuständig ist, für Montag, 25. März 2019, 08:00 Uhr eine störende Betriebsversammlung geplant. Im Interesse der Sicherheit der Passagiere und des Flugverkehrs fordert die Flughafen Wien AG eine dringende Klarstellung, ob das tatsächlich der Fall ist und welche Probleme und Störungen das für den Flugverkehr in Österreich bedeuten könnte.

Für Kampfmaßnahmen kein Verständnis

Ob die Flugsicherungsangestellten nun tatsächlich ein Sicherheitsrisiko jemals in Kauf nehmen würden, kann indessen ausgeschlossen werden. Jedoch hätte eine Störung große Auswirkungen auf die Flüge und Pünktlichkeit. Ärgerlich für Airlines und Flugpassagiere. So erwartet der Flughafen VIE bei den Betroffenen mit Sicherheit kein Verständnis für Kampfmaßnahmen auf dem Rücken unbeteiligter Passagiere und der Mitarbeiter in den Flughäfen und den Airlines. Solche Störmanöver wären auch gänzlich unverständlich, nachdem offenbar Dienstag Nacht, 19. März 2019, ein Kollektivvertragsabschluss zwischen Geschäftsführung und Gewerkschaften unterzeichnet wurde.

Emirates A380 trägt Spieler von Arsenal London

Der Fußballclub Arsenal London ließ nun seine Mannschaft einen besonderen Airbus A380 von Emirates betreten.

Der größte Airliner der Welt trägt ein Logo der ersten Mannschaft von Arsenal der Spieler auf seinem Rumpf. Die Spieler bestiegen das Flugzeug auf einer Reise nach Dubai zu einem Freundschaftsspiel mit dem Al Nasr Sports Club zur offiziellen Eröffnung des neuen Stadions Al Maktoum Stadium am 26. März.

Sponsor Emirates setzt A380 in Szene

Damit können sich die Spieler schon einmal ein paar Tage an das warme Wetter in Dubai gewöhnen. Es ist das erste Mal, dass alle aufgestellten Spieler von Arsenal die Heimat ihres Sponsors aus den Vereinigten arabischen Emiraten Dubai besuchen. Das Bild auf dem Flugzeug zeigt die Arsenal-Spieler Lucas Torreira, Mesut Özil, Pierre-Emerick Aubameyang, Henrikh Mkhitaryan und Alexandre Lacazette auf insgesamt 383 Quadratmetern auf dem Riesenairbus A380. Denn die Spieler der Sonderbemalung sollen auf dem fliegenden Flugzeug selbst vom Boden aus erkennbar sein. Spotter und Fans können den Superjumbo mit der Registrierung A6-EEB auf ihren planmäßigen Flügen von Dubai in die Metropolen Paris, London Heathrow, Amsterdam, Bangkok und Hong Kong sehen.