Luftverkehrswirtschaft: Umsetzung von EU-ETS und CORSIA

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Im Oktober 2016 hat die internationale Staatengemeinschaft im Rahmen der ICAO dem globalen marktbasierten Klimaschutzinstrument CORSIA (Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation) zugestimmt. CORSIA ist ein entscheidender Baustein in der Klimaschutzstrategie für die Luftfahrt. Bereits jetzt verpflichtet sich die Branche, ihre Treibstoffeffizienz pro Jahr um 1,5 Prozent zu steigern. Dies gelingt durch Innovationen bei der Flugzeug‐ und Triebwerkstechnik, die Investition in energieeffizientere Flugzeuge sowie optimal aufeinander abgestimmte betriebliche Prozesse am Boden und in der Luft. Ab 2020 soll das Wachstum des Luftverkehrs CO2‐neutral erfolgen. Da der Luftverkehr weltweit jährlich um etwa fünf Prozent wächst, reichen die effizienzsteigernden Maßnahmen alleine nicht aus, um den CO2-Anstieg zu drosseln.

Dafür muss jetzt das Offsetting‐System ausgestaltet werden, um ab 2021 das wachstumsbedingte CO2 weltweit zu kompensieren. Zur aktuellen Empfehlung der Europäischen Kommission, weiterhin alle Flüge innerhalb Europas bis 2020 in den europäischen Emissionshandel (EU-ETS) einzubeziehen, sagt Dr. Stefan Schulte, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL): “Wir haben uns im Sinne eines fairen Wettbewerbs stets für ein vollständiges Aussetzen des EU-ETS ab 2017 ausgesprochen. Dennoch akzeptieren wir die Empfehlung der Kommission. Denn für unsere Fluggesellschaften wird damit zumindest vorerst Rechts- und Planungssicherheit geschaffen…” BDL-Präsident Schulte setzt dennoch darauf, dass ab 2021 das EU-ETS durch das weltweit gültige Offsetting-System CORSIA abgelöst werden wird.

“Die Luftverkehrsbranche plädiert dafür, das von der ICAO beschlossene internationale Klimaschutzinstrument nun zügig auszugestalten und umzusetzen. Dafür sagen wir der Politik unsere volle Unterstützung zu. Dabei ist es entscheidend, dass CORSIA weltweit nach gleichen Regeln umgesetzt wird – ohne europäische Verschärfung”, sagt BDL-Präsident Schulte. Diesem System folgend werden die Fluggesellschaften ab 2021 für ihre wachstumsbedingten CO2-Emissionen einen Zertifikatspreis zahlen. Mit den Einnahmen werden in entsprechender Größenordnung CO2-senkende Projekte finanziert.

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