Lufthansa und Germanwings steigern Kapazitäten

Lufthansa und Germanwings werden ihr Flugangebot im kommenden Winterflugplan leicht ausbauen. Die gemeinsame Kapazität, die in angebotenen Sitzplatzkilometern gemessen wird, steigert sich um 1,1 Prozent. Dieses Wachstum ist vor allem auf größere Flugzeuge zurückzuführen. Damit hat Lufthansa mit Germanwings insgesamt 211 Flugziele in 81 Ländern im Angebot.

Hiervon verbindet Lufthansa alleine 199 Ziele, Germanwings zählt in ihrem Streckennetz 64 Destinationen in Europa, Nahost und Nordafrika. Im kommenden Winter sind es 12.162 Flüge pro Woche, statistisch startet demnach im Schnitt weltweit alle 50 Sekunden ein Flug von Lufthansa und Germanwings. Mit den Fluggesellschaften im Lufthansa-Verbund (Lufthansa, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Germanwings und Swiss) sind es zusammen 274 Ziele in 106 Ländern auf vier Kontinenten und 19.798 Flüge pro Woche. Der Winterflugplan gilt vom Sonntag, 27. Oktober 2013 bis Samstag, 29. März 2014.

Größere Flugzeuge für Schanghai, Chicago und Mexiko

Die beiden modernsten Flaggschiffe der Lufthansa-Langstreckenflotte, der Airbus A380 und die Boeing 747-8 werden im Winter auf weiteren Verbindungen eingesetzt. Bereits seit Ende September verkehrt die A380 fünf Mal pro Woche von Frankfurt in die chinesische Wirtschaftsmetropole Schanghai. Ebenfalls seit September bedient die B747-8 die Strecke Frankfurt – Mexiko-Stadt. Mit Beginn des Winterflugplans wird Lufthansa die “Königin der Lüfte” auch auf der Strecke von Frankfurt nach Chicago einsetzen.

Ferner werden aus Frankfurt die Verbindungen nach Philadelphia an der amerikanischen Ostküste und ins saudi-arabische Dammam künftig wegen der gestiegenen Nachfrage auf eine tägliche Bedienung verstärkt. Wie gewohnt startet Lufthansa im Winter wieder nonstop ab München nach Kapstadt. Dieses Saisonziel ist vor allem bei Urlaubsreisenden beliebt, die die südafrikanische Stadt und die benachbarte Küste entdecken möchten.

Sonderflüge nach Sotschi

Wenn in diesem Winter im russischen Sotschi die Flamme für die Olympischen Winter-Spiele und Paralympics entzündet wird, fliegt Lufthansa mit einer eigens hierfür eingerichteten Verbindung Fans und Sportler nonstop ans Schwarze Meer. Lufthansa richtet diese Verbindung vom 24. Januar bis zum 17. März mit einem Airbus A321 ein. Bis zu fünfmal pro Woche können Sportbegeisterte nonstop und bequem in nur dreieinhalb Stunden die Sportstätten und Pisten erreichen.

Hamburg und Berlin – Umbuchung automatisch

Die bevorstehende Flugplanperiode ist auch von der weiteren Streckenübergabe von Lufthansa- zu Germanwings-Verbindungen geprägt, die im kommenden Winterflugplan weiter schrittweise fortgeführt wird. Germanwings übernimmt alle heutigen innereuropäischen Lufthansa-Strecken, die außerhalb der Drehkreuze Frankfurt und München verkehren, und fliegt dabei mit einem neuen Tarifangebot. Nach derzeitiger Planung werden in diesem Winter bereits 23 ehemals von Lufthansa bediente Verbindungen aus Hamburg und Berlin von Germanwings geflogen.

Von Hamburg werden in den kommenden Monaten die folgenden Strecken von Germanwings übernommen: Amsterdam, Birmingham, Budapest, Genf, London, Madrid, Mailand, Manchester, Oslo, Paris, Stockholm und Zürich. Zum Ende des Winterflugplans im März 2014 soll dann in Hamburg die Übertragung der Lufthansa-Verbindungen zur Germanwings abgeschlossen sein.

Von Berlin aus werden die Fluggäste ab diesem Winter mit Germanwings nach Birmingham, Bologna, Bukarest, Genf, Helsinki, London, Málaga, Nürnberg, Rom, Mailand und Wien fliegen können. Der gesamte Übergang im Direktverkehr wird im Laufe des Sommers 2014 abgeschlossen sein. Die Streckenübertragung in Düsseldorf soll im Sommerflugplan 2014 wie geplant starten. Bereits gebuchte Lufthansa-Passagiere werden bei einem Übergang automatisch auf Germanwings umgebucht. Die Stabilität des Flugplans hat bei Lufthansa laut eigener Aussage eine hohe Priorität. Dennoch seien Anpassungen nicht immer zu vermeiden. So stellt die Fluglinie die Verbindungen nach Libreville/Gabun und Pointe Noire/Republik Kongo aus wirtschaftlichen Gründen zum Jahreswechsel 2013/14 ein.