AUA und Flughafen Wien starten COVID-19 Schnelltests

Austrian Airlines B777 OELPF
Austrian Airlines B777 OELPF (Foto: Austrian Airlines)

Zusammen mit dem Flughafen Wien startet Austrian Airlines jetzt einen ersten Probebetrieb für den Einsatz von COVID-19 Antigen-Schnelltests bei Flugreisen. Dabei erhalten alle Fluggäste auf dem Flug OS 229 im Zeitraum von 23. Oktober bis vorerst 08. November von Wien nach Berlin die Möglichkeit, vor Abflug kostenlos und freiwillig einen Schnelltest zu absolvieren.

COVID-19 Schnelltest in 15 Minuten

Vom Flughafen Wien wurde dafür ein Testzentrum im Check-in Bereich des Terminal 3 aufgebaut. Nach erfolgtem Test bekommen Fluggäste innerhalb von 10 bis 15 Minuten ihr Testergebnis – entweder via SMS oder auf Wunsch auch nach persönlicher Rückfrage. Erst bei Vorliegen eines negativen Ergebnisses wird die Bordkarte freigeschalten und der Zutritt zum Sicherheitsbereich und Flugsteig ermöglicht. Sollte das Testergebnis positiv ausfallen, so wird der betroffene Passagier zur umfassenden Abklärung des Gesundheitszustandes vom Sanitätsteam des Flughafens betreut und die weitere Vorgehensweise mit der zuständigen Gesundheitsbehörde festgelegt. Eine kostenfreie Umbuchung oder Stornierung des Austrian Airlines Fluges ist in diesem Fall möglich.

„Das Flugzeug ist schon jetzt das sicherste Transportmittel im öffentlichen Verkehr. Dennoch wollen wir mit diesem Testprojekt noch einen Schritt weiter gehen und Flugreisen noch sicherer machen“, erklärt Austrian COO Jens Ritter das Ziel des Projektes.

Interkontinentale Mobilität und Reisefreiheit

Die vielen Reisebeschränkungen haben Flughäfen sowie Fluglinien in den letzten Monaten den Aufbau eines stabilen Betriebs erschwert. Gemeinsam mit dem Flughafen Wien hat sich Austrian Airlines deshalb das Ziel gesetzt, aufzuzeigen wie man Schnelltests in die Reisekette der Passagiere integrieren kann. Die Lufthansa Group arbeitet mit ihren Partnern an Verfahren, die auch während der Pandemie interkontinentale Mobilität und Reisefreiheit unter Einhaltung des Gesundheitsschutzes ermöglichen. Die Erkenntnisse aus Wien fließen in das übergreifende Projekt der Lufthansa Group ein.

„Wir müssen die Grenzen, die Corona in den letzten Monaten aufgebaut hat, wieder abbauen“, betont Austrian COO Ritter. „Perspektivisch ist es unser Ziel, auch entsprechende Lockerungen bei Reiserestriktionen zu erreichen, aber zuerst einmal wollen wir aufzeigen, wie ein gezieltes Testprogramm funktionieren könnte“, erklärt er. Wenn sich der Probebetrieb gut etabliert, so möchte man das Testangebot in größerem Umfang anbieten. Flughafen Wien Vorstand Julian Jäger ergänzt dazu: „Die gesamte Tourismus- und Reisebranche braucht dringend zukunftstaugliche Lösungen, um aus der Krise zu kommen. Antigen-Schnelltests liefern ein rasches Ergebnis und können gut in den betrieblichen Ablauf einer Flugreise integriert werden. Ein flächendeckender Einsatz an Flughäfen und bei Airlines im Rahmen eines europaweit einheitlichen Testregimes könnte die für Wirtschaft und Tourismus wichtige Reisefreiheit für Passagiere ermöglichen.“

Luftfahrtstaatssekretär Magnus Brunner begrüßt das Pilotprojekt: „Mit dem Pilotprojekt kann ein Blick in die nahe Zukunft gewagt werden und vor allem die Machbarkeit der notwendigen Prozesse demonstriert werden. Damit können Antigen-Tests bei entsprechender Qualität, bezüglich Sensitivität und Spezifität, ehestmöglich zum Einsatz kommen. So setzen wir einen Schritt Richtung ‚neue Normalität‘, um unser gesellschaftliches Leben und die Wirtschaft wieder entsprechend anzukurbeln.“

Info zu Testprogramm erfolgt vor Abflug

Die Fluggäste werden vor Abflug via Preflight E-Mail und Check-in Einladung über die Testmöglichkeit informiert. Zum aktuellen Zeitpunkt ersetzt der Antigen-Schnelltest die behördlich vorgeschriebenen PCR-Tests nicht. Das heißt, alle Passagiere müssen weiterhin die lokalen Einreiseregularien beachten. Auch die Maskentragepflicht an Bord von Austrian Airlines Flügen sowie an Flughäfen bleibt aufrecht. Ausgenommen davon sind nur Kinder unter 6 Jahren und Fluggäste, die eine entsprechende medizinische Bestätigung sowie einen negativen PCR-Test (Ergebnis nicht älter als 48 Stunden) vorlegen.