Airbus erwartet 80 Prozent mehr Flugzeuge in Deutschland bis 2032

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Airbus geht in seiner jüngsten globalen Marktprognose (Global Market Forecast, GMF) davon aus, dass der Luftverkehr von und nach Deutschland in den nächsten 20 Jahren (2013 bis 2032) um 3,5 Prozent pro Jahr wachsen wird (weltweit: 4,7 Prozent). Dies führt zu einem Bedarf an 1.821 Flugzeugen, um die wachsende Nachfrage des Landes nach internationalen und inländischen Flügen zu decken. Die in Deutschland eingesetzte Flugzeugflotte wird bis 2032 um 80 Prozent wachsen, d. h. von 1.013 auf 1.821 Flugzeuge. Laut Prognose entfallen davon 1.338 auf Single-Aisle-, 386 auf Twin-Aisle-Jets und 97 auf Megaliner wie etwa die heutige A380.

Die Nachfrage in Europa nach 5.950 neuen Passagier- und Frachtflugzeugen stellt 20 Prozent der weltweiten Nachfrage mit einem Marktwert von 803 Mrd. US-Dollar dar (Nordamerika bei 20 Prozent und Lateinamerika bei acht Prozent). Im Vergleich dazu ist das Wachstum in den aufstrebenden Märkten stärker, wie z. B. im asiatisch-pazifischen Raum, dessen Anteil bei 38 Prozent liegt.

Aufwärtstrend beim Luftverkehr in Deutschland – Airbus bei 65 Prozent

"Deutschland ist der fünftgrößte Luftverkehrsmarkt der Welt und wird seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Dieses Wachstum ist jedoch vom weltweiten Durchschnitt abgekoppelt", erklärte John Leahy, Airbus Chief Operating Officer Customers. "Mit den Beschränkungen, denen deutsche Flughäfen heute ausgesetzt sind, wächst der Bedarf nach größeren, leiseren und ökoeffizienteren Flugzeugen in Deutschland überproportional stark. Dies wird durch die Verfünffachung des Bedarfs an Megalinern von heute 21 auf rund 100 Jets bis 2032 bestätigt."

Deutschland ist heute die größte Exportnation Europas und die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt. Da sich diese Stärke auf Exporte stützt, ist die Bedeutung des Luftverkehrs nicht zu unterschätzen. Bis 2032 wird Düsseldorf zum Kreis der weltweiten Megastädte des Luftverkehrs hinzustoßen, zu denen heute bereits Frankfurt und München zählen.

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Deutschland hat sieben wichtige Airlines: Air Berlin, Condor, Germanwings, European Air Transport, Germania, Hamburg Airways und Lufthansa. Jede dieser Airlines betreibt in ihrer Flotte teilweise oder ausschließlich Airbus-Flugzeuge. Mit 387 Airbus-Flugzeugen (279 Flugzeuge der A320-Familie, 19 A300/A310, 77 A330/A340 und 12 A380), die bei deutschen Carriern im Einsatz sind, hat Airbus einen Marktanteil von über 65 Prozent gewonnen. Dies unterstreicht, wie beliebt Airbus-Flugzeuge bei deutschen Fluggesellschaften sind. Derzeit enthält das Auftragsbuch von Airbus knapp 180 an deutsche Airlines auszuliefernde Flugzeuge (150 Flugzeuge der A320-Familie, 25 A350 und zwei A380).

Die Airbus-Marktprognose analysiert detailliert weltweite Entwicklungen im Luftverkehr. 208 gesonderte Passagier- und 130 Frachtverkehrsströme werden dabei berücksichtigt. Ein weiterer Analyseschwerpunkt ist die jährliche Flottenentwicklung bei den weltweit größten Flugzeugbetreibern. Hier untersucht der Flugzeugbauer, wie sich die Flotten von fast 800 Passagier-Airlines und 200 Frachtbetreibern in den nächsten 20 Jahren verändern werden. Die Prognose erfasst so die Nachfragesituation auf regionalen Märkten bis hin zur Nachfrage im größten Flugzeugsegment, zu dem heute die A380 gehört.

Airbus auf der ILA prominent vertreten

Airbus wird auf der diesjährigen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin die führende Position seiner umfassenden Produktfamilie demonstrieren und seine überaus effizienten und beliebten Großraumflugzeuge in den Mittelpunkt stellen. Höhepunkt am Eröffnungstag war die Präsentation eines A350 XWB-Testflugzeugs, zu sehen sind jedoch auch ein nagelneuer Airbus A380-Kundenflugzeug sowie eine A400M und ein Beluga-Transportflugzeug.

Auf dem Freigelände befindet sich auch der Pavillon der Airbus Group (Standort: Chalet-Reihe West (8-14). Dort gewähren große Schnittmodelle (Maßstab 1:20) Einblicke in den Airbus A330, A350 XWB und A380. Außerdem werden vier deutsche Forschungsprojekte am Stand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Halle 2, Stand Nr. 2219 vorgestellt.