MH370: EASA fordert neue Standards für Blackbox und Voice Recorder

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Die europäische Behörde zur Flugaufsicht, EASA, hat neue Vorschläge für Flugdatenschreiber (Blackbox) und den Geräten für die Lokalisation unter Wasser verkündigt. Damit sollen Such- und Bergungsarbeiten nach einem Flugzeugabsturz, sowie nach dessen Blackbox erleichtert werden. Der Absturz des Fluges MH370 der Malaysian Airlines zeige Verbesserungsbedarf für die Arbeit der Sicherheitsbehörden.

Die neuen EASA-Forderungen umfassen die Verlängerung der Sendezeit des Ortungssignalgebers unter Wasser (Underwater Locating Device, ULD), der sich auf der Blackbox befindet, von 30 auf 90 Tage. Auch sollen große Flugzeuge, die über die Ozeane fliegen, mit ULD ausgestattet werden, die eine größere Sendeleistung für eine größere Reichweite als heute übliche ULD haben.

Alternativ könnten Flugzeuge mit einer Ausstattung versehen werden, die es ermöglichen, den Aufenthaltsort der Maschine auf sechs Nautische Meilen genau zu bestimmen. Zusätzlich soll die Mindestaufzeichnungsdauer des Voice Rekorders zur Sprachaufzeichnung im Cockpit in neuen großen Flugzeugen von bisher zwei auf 20 Stunden erhöht werden.

MH370-Absturz: Keine Garantie für Sicherheit

"Der tragische Absturz des Fluges MH370 der Malaysia Airlines zeigt, dass Sicherheit nie wirklich garantiert werden kann. Die Vorgeschlagenen Änderungen sollten zur Erhöhung der Sicherheit beitragen, indem die Bergung von Informationen für die Sicherheitsbehörden erleichtert wird." sagte der Executive Director der EASA, Patrick Ky.

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Die neuen Anforderungen werden in der EASA Opinion beschrieben, und werden, wenn die Europäische Kommission diese annimmt, für die in den EASA-Mitgliedsstaaten registrierten Hubschraubern und Flugzeugen umgesetzt.