MTU und EOS: Kooperation zu DMLS-Verfahren für Triebwerksbauteile

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EOS, weltweiter Technologie- und Qualitätsführer im High-End-Bereich der Additiven Fertigung (AM), und die MTU Aero Engines, Deutschlands führender Triebwerkshersteller, arbeiten bei der Qualitätssicherung für additiv gefertigte Triebwerksbauteile aus Metall enger zusammen. Ein Rahmenvertrag zur gemeinsamen strategischen Technologieentwicklung wurde jetzt unterzeichnet. Erstes Ergebnis der gemeinsamen Arbeit ist eine von der MTU entwickelte Optische Tomographie (OT), die das modular aufgebaute EOS-Monitoring-Portfolio ideal und leistungsstark ergänzt.

Denn neben zahlreichen Sensoren, die den allgemeinen Systemzustand überwachen, kontrolliert die kamerabasierte OT-Technologie den Belichtungsprozess und das Schmelzverhalten des Werkstoffes zu jeder Zeit, um die optimale Beschichtungs- und Belichtungsqualität sicherzustellen.

Qualitätssicherung schon im Herstellungsprozess

EOS ist ein Pionier und weltweit führend im Bereich des Direkten Metall Laser Sinterns (DMLS), mit einem Lösungsportfolio im industriellen 3D-Druck-Prozess. Dr. Adrian Keppler, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing (CMO) bei EOS betont: "Die MTU und EOS verbindet eine jahrelange und intensive Zusammenarbeit, die jetzt auf Basis dieses Qualitätssicherungstools in eine noch engere, partnerschaftliche Technologie-Kooperation mündet." Die OT-Lösung ermöglicht in der Metall-Technologie eine noch ganzheitlichere Qualitätskontrolle des additiven Bauprozesses – Schicht für Schicht, Bauteil für Bauteil. Ein sehr großer Teil der bisher nachgeschalteten Qualitätssicherung kann somit während des Herstellungsprozesses vorgenommen werden, was die Kosten der Qualitätssicherung erheblich reduziert.

Thomas Dautl, Leiter Fertigungstechnologien bei der MTU in München ergänzt: "EOS setzt mit der von uns für die Serienfertigung konzipierten Qualitätssicherung beim Direkten Metall Laser Sintern (DMLS) auf eine industrieerprobte Lösung. Sie hat sich bei uns im Praxistest bewährt und soll jetzt auch anderen Kunden zugänglich gemacht werden." Die MTU sammelt mit diesem Tool auf EOS-Systemen seit Jahren Erfahrung und stellt nicht nur eine umfassende Transparenz und Qualitätsanalyse des gesamten Bauprozesses sicher, sondern ermöglicht gleichzeitig auch deren lückenlose Dokumentation.

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Senkung der Stückkosten bei der Additiven Fertigung

Laut Dautl beschleunigen EOS und die MTU gemeinsam die Qualifizierung der Additiven Fertigung für die Luft- und Raumfahrt und senken gleichzeitig die Kosten. Die Monitoring-Lösung wird so zum Mehrwert für die EOS-Technologie und auch für jeden Kunden.

Der Qualitätssicherung kommt insbesondere im Serienumfeld eine besondere Bedeutung zu, da hier zum einen wiederholbare Bauteilqualitäten sichergestellt werden müssen. Zum anderen gilt es, die Kosten der Qualitätssicherung für mit dieser Technologie hergestellte Bauteile kontinuierlich zu reduzieren, was letztlich dann auch die Stückkosten erheblich senkt. Grundsätzlich werden auf den EOS-Systemen im laufenden Bauprozess die Systemeinstellungen und Prozessparameter stetig überwacht, um optimale System- und Bauprozessbedingungen für eine hohe Teilequalität sicherzustellen.