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Flughafen Hamburg im Sommer mit sechs neuen easyJet-Zielen

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Pünktlich zur Reise-Hauptsaison veröffentlicht Hamburg Airport den Sommerflugplan 2015. Er ist vom 29. März bis zum 24. Oktober gültig. Geschäftsreisende sowie Liebhaber von Städtereisen und Strandurlauben können aus etwa 120 unterschiedlichen Reisezielen wählen. Passagiere profitieren von vielfältigem Streckenangebot Hamburg Airport ist eine feste Größe in den Netzwerken der Airlines geworden. Viele Fluggesellschaften haben Hamburg in den vergangenen Jahren für sich entdeckt und bauen ihr Angebot deutlich aus. Dazu gehören insbesondere Fluggesellschaften wie easyJet, Germanwings oder Germania.

Seit der Basiseröffnung im März 2014 wächst easyJet am Hamburg Airport kontinuierlich. Zum Sommerflugplan nimmt die Airline mit Paris-Orly, Bologna, Pisa, Alicante, Heraklion (Kreta) und Thessaloniki sechs weitere Strecken auf. Damit hat easyJet innerhalb eines Jahres die Anzahl seiner Flugziele ab Hamburg von ursprünglich sechs auf nun auf 28 Verbindungen erhöht.

Die in der Vergangenheit hauptsächlich als Charter-Airline bekannte Fluggesellschaft Germania ändert die Strategie und bietet verstärkt Flüge unter eigenem Namen an. So ist Maschhad seit dem 25. Februar zum ersten Mal Teil des Hamburger Streckennetzes. Die zweitgrößte Stadt im Iran wird jeden Sonntag angeflogen. Mit Tel Aviv ist seit März 2015 eine der interessantesten Metropolen am östlichen Mittelmeer ins Streckennetz gekommen. Von Hamburg starten die grün-weißen Germania-Jets zweimal pro Woche nach Israel. Neu im Flugplan ist seit dem 25. März zudem Paphos auf Zypern. Der beliebte Ferienort im Südwesten der Insel wird im Jahr 2017 Europäische Kulturhauptstadt und ist einmal wöchentlich mit Germania erreichbar. Darüber hinaus nimmt die Berliner Airline ab 01. Juli die libanesische Hauptstadt Beirut einmal wöchentlich ins Streckennetz.

Die Route von der Hansestadt in die Trendmetropole am östlichen Mittelmeer wird immer mittwochs bedient. Auch die griechischen Inseln stehen im kommenden Sommer wieder hoch im Kurs. So ergänzt ab Mitte Juni beispielsweise das Ziel Santorin einmal pro Woche das Flugangebot.

Mit Beginn des Sommerflugplans wird zudem die spanische Fluggesellschaft Iberia wieder ab Hamburg starten und Passagiere viermal wöchentlich nach Madrid fliegen. Intersky hat Anfang März das Ziel Memmingen übernommen und fliegt diese Strecke einmal täglich montags bis freitags. Auch die belgische Fluggesellschaft VLM wird ab April drei neue Ziele ab Hamburg anbieten: Rotterdam (Niederlande), Antwerpen (Belgien) und Southampton (Großbritannien). Ab dem 13. April können Flugpassagiere werktäglich aus zwei Hamburg-Rotterdam-Verbindungen wählen. Die Linienflugverbindung Hamburg-Antwerpen (zweimal werktäglich) wird am 20. April aufgenommen. Ab dem 23. April haben Passagiere zwischen Montag und Freitag zusätzlich die Möglichkeit, nach einer kurzen Zwischenlandung in Antwerpen mit gleicher Flugnummer weiter nach Southampton (Großbritannien) zu fliegen. Die Reisezeit beträgt etwa 3,5 Stunden.

Zwei Jahre nach der Übernahme der ersten Strecken von der Muttergesellschaft Lufthansa gehört Germanwings in Hamburg zu den Airlines mit dem größten Angebot und den meisten Passagieren. Germanwings wird bei vielen bestehenden Zielen wie Budapest, Stockholm und Madrid die Kapazitäten durch den Einsatz von größerem Fluggerät erhöhen. Neu anbieten wird Germanwings ab Mai die Ziele Bari in Italien und Izmir in der Türkei. Insgesamt fliegt Germanwings dann ab Hamburg 52 Ziele an.

Neu am Hamburg Airport ist Air Lituanica. An drei Tagen in der Woche fliegt die litauische Airline von Hamburg nach Vilnius. Die Hauptstadt von Litauen wird immer dienstags, donnerstags und sonntags angeflogen.

Sommerflugplan am FKB: Mehr Ziele und Flüge in den Süden

In der diesjährigen Sommersaison (29.03. bis 24.10.2015) verstärken zahlreiche Fluggesellschaften ihre Aktivität am FKB: mit neuen Flugverbindungen, dem Einsatz größeren Fluggerätes oder Frequenzaufstockungen. airberlin bietet bis zu viermal täglich Direktflüge in die deutsche Hauptstadt Berlin. Mit Umsteigen in Berlin-Tegel (das Gepäck wird automatisch weiter befördert) sind nicht nur beliebte Fernziele wie Abu Dhabi oder New York einfach zu erreichen, sondern in diesem Sommer auch neu die Städte Belgrad, Billund, London (Heathrow) und die Insel Sylt.

Alle sonnenhungrigen Urlaubsreisenden können sich über die Rückkehr des Reisefliegers TUIfly freuen. Antalya, Fuerteventura, Gran Canaria, Heraklion, Hurghada, Kayseri, Kos, Mallorca, Rhodos und Teneriffa stehen damit auf dem Programm.

Germania fliegt immer montags nonstop nach Tel Aviv, der Trendmetropole am östlichen Mittelmeer. In Zusammenarbeit mit dem Veranstalter Globalis Reisen findet zudem vom 03. bis zum 10. Juni eine Germania Sonderreise ab dem FKB zur Kanalinsel Jersey statt. Ein weiteres neues Ziel ist Split in Kroatien. Die Stadt, die als Weltkulturerbe gilt, wird immer sonntags von Express Airways ab dem FKB angeflogen.

Am 30. Juni starten die lange ersehnten Nonstop-Verbindungen nach Istanbul. Turkish Airlines bietet vier wöchentliche Nonstopflüge (Dienstag, Mittwoch, Freitag und Sonntag) ab Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB) nach Istanbul-Atatürk (IST) an. Über das Drehkreuz in Istanbul sind zahlreiche Umsteigedestinationen zum Beispiel in Asien und Afrika erreichbar. Zum Einsatz kommen moderne Flugzeuge vom Typ Airbus A319 mit bis zu 144 Sitzplätzen. Die Flüge sind bereits buchbar.

Ratespiel vom Osterhasen am Flughafen Stuttgart

Zum Beginn der Osterferien in Baden-Württemberg erwartet Urlauber und Flughafenbesucher eine kleine Überraschung der Händlergemeinschaft. Am Mittwoch und Donnerstag, 01. und 02. April und auch am Ostersonntag, 05. April 2015 sind im Terminal mehrere zweibeinige Osterhasen unterwegs, die Schokolade und andere Leckereien verteilen. Bereits ab Freitag, 27. März können aufmerksame Besucher Karten für ein Gewinnspiel der Händlergemeinschaft am Flughafen ausfüllen. Wer einen von fünf attraktiven Preisen gewinnen möchte, sollte möglichst exakt die Zahl der Ostereier schätzen, die im Terminal auf verschiedenen Ebenen als Bodenaufkleber drapiert sind.

Als erster Preis winkt ein Fluggutschein im Wert von 300 Euro, als weitere Preise sind eine Tasche des Labels Fritzi aus Preußen zu gewinnen, gefüllt mit einem reich ausgestatteten Schminkset von Lancôme, Brunchgutscheine für ein Frühstück am Flughafen, ein Herrenduft von Lacoste oder ein Wellness-Gutschein für einen Besuch beim Friseur Conkav im Terminal 1. Teilnahmekarten für das Gewinnspiel liegen in allen Shops im Terminal und an den Infotheken aus. Bis einschließlich Ostermontag können die Lösungskarten in die Losboxen im Terminal eingeworfen werden.

Austrian Airlines gibt sich neuen Anstrich und Passagieren mehr Flexibilität

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Nach der schwierigen Restrukturierung der vergangenen Jahre wird sich Österreichs Flag-Carrier, Austrian Airlines, einen neuen Markenauftritt und ein leicht verändertes Erscheinungsbild verpassen. Der Airbus A321 mit der Kennung OE-LBC hob gestern um 17:35 von Wien nach Mailand ab. Er ist das erste Flugzeug im neuen rot-weiß-roten Design und der für Österreich typischen Grußformel „Servus“ am Bauch hatte zuvor die Lackiererei verlassen.

Mit dem Produktauftritt ‚myAustrian‘, der ab sofort vereinzelt auf den Flugzeugen zu sehen ist, will die „AUA“ zukünftig auch noch stärker auf österreichische Werte und individuellen Service setzen. Auch das Interieur soll noch überarbeitet werden, die derzeit noch verwendete Farbe Hellblau wird zukünftig nicht mehr Teil der Corporate Identity sein.

Austrian CEO und gelernter Architekt Jaan Albrecht dazu: „Unsere Grundmauern sind wieder gefestigt, jetzt machen wir uns an einen neuen Anstrich.“ Seit zwei Jahren schreibt Austrian Airlines wieder schwarze Zahlen. Der rot-weiß-rote Home-Carrier hatte ursprünglich geplant, heute seine neue Strategie und auch die neuen Uniformen zu präsentieren. Aufgrund des tragischen Unfalls eines Flugzeuges der Schwestergesellschaft Germanwings hatte Austrian aber entschieden, auf eine große Präsentation zu verzichten.

„myAustrian“: Individualisierung für Passagiere und neues Tarifmodell

Mit Herbst 2015 startet Austrian Airlines wie berichtet ihr neues Tarifkonzept im Österreich- und Europaverkehr. Es sieht für die Passagiere zukünftig mehr Wahlfreiheit von Zusatzleistungen vor. So werden beispielsweise DO&CO à la Carte Menüs an Bord, Lounge-Zugang, Zusatzgepäck oder andere Services unabhängig von den Tarifpaketen individuell buchbar sein. Der Fluggast wird sich „seinen“ Flug nach Wunsch zusammenstellen können. Damit im Einklang wird Austrian zukünftig ein „my“ vor seinen Markennamen stellen.

Austrian CCO Andreas Otto dazu: „‘myAustrian‘ soll unseren Kunden signalisieren, dass wir zukünftig stärker als bisher auf die individuellen Produktwünsche eingehen wollen. Gleichzeitig möchten wir die Identifikation unserer Mitarbeiter und Kunden mit ‚ihrer‘ Airline stärken.“

Künftig wird es vier Tarifbündel mit unterschiedlichen Service-Features zur Auswahl geben. Neben der bestehenden Business Class werden in der gesamten Lufthansa Group die drei neuen Economy-Class-Tarife „Light“, „Classic“ und „Flex“ für Reisen innerhalb Europas ab Herbst 2015 eingeführt. Der Verkauf startet bereits ab Sommer 2015. Der „Light“ Tarif wird bei den Linienflügen in Europa die günstigste Tarifklasse für Passagiere sein, die nur mit Handgepäck reisen und keine Umbuchungs- und Erstattungsmöglichkeiten benötigen.

Austrian Airlines plant mit neuen Zielen

Im Bereich des Streckennetzes wird Austrian Airlines einen leichten strategischen Schwenk zu mehr touristischen Destinationen vollziehen. Hintergrund sind ein Trend zu mehr Privatreisen, insbesondere zu Warmwasserdestinationen, sowie die Strategie das saisonale Geschäft in den Wintermonaten auszugleichen. Ab 20. Juni 2015 hebt die heimische Fluglinie ein Mal pro Woche in die Hauptstadt der spanischen Baleareninsel Menorca, nach Mahon, ab und ab 16. Oktober 2015 fünf Mal pro Woche nach Miami. Ab 29. Oktober 2015 geht es jeden Donnerstag mit einer Boeing 767 nonstop von Wien nach Mauritius und jeweils Freitags zurück. Eine weitere Langstreckendestination wird in Kürze bekanntgegeben.

Austrian Airlines ist Österreichs größte Fluggesellschaft und betreibt ein weltweites Streckennetz von rund 130 Destinationen. In Zentral- und Osteuropa ist das Streckennetz mit 40 Destinationen besonders dicht.

BDL-Airlines fliegen im vier-Augen-Prinzip – Vereinigung Cockpit begrüßt Vorstoß

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Nach dem tragischen Flugzeugunglück in Frankreich haben sich die deutschen Fluggesellschaften unter dem Dach des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) beraten und sich mit dem Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur und dem Luftfahrt-Bundesamt abgestimmt. Demnach führen die deutschen Fluggesellschaften als ersten Schritt neu ein vorläufiges Verfahren ein, das vorsieht, dass immer zwei autorisierte Personen im Cockpit eines Flugzeuges sein müssen. Die Vereinigung Cockpit begrüßt dieses schnelle und entschlossene Handeln der deutschen Airlines.

Die Umsetzung dieser Zwei-Personen-Regel erfolgt gemäß dieser Absprache durch die BDL-Fluggesellschaften. Beim Unglücksflug 4U 9525 soll der Co-Pilot den ersten Piloten aus der Kabine ausgeschlossen haben. Alle 150 Menschen an Bord fanden bei dem Absturz den Tod.

Vereinigung Cockpit begrüßt neue Regelung

Das jetzt in Rede stehende vier-Augen-Prinzip im Cockpit bietet eine erste Möglichkeit, auf die Gefahren derart tragischer Unglücke zu reagieren. „Wir dürfen jetzt aber keinen Generalverdacht gegenüber allen Besatzungsmitgliedern aufkommen lassen“, so Ilja Schulz, Präsident der Vereinigung Cockpit. Die derzeitige sorgfältige Auswahl, Ausbildung und Qualifikation der Piloten bleibt auch nach dem tragischen Flug 4U 9525 für ihn die Basis für die sichere Flugdurchführung.

Die Pilotenvereinigung Cockpit fordert weiterhin die vollständige und lückenlose Flugunfalluntersuchung von Flug 4U 9525. Nachdem alle Fakten durch die zuständigen Behörden zusammengetragen wurden, wird die Vereinigung Cockpit mit den Behörden und den Airlines gemeinsam die notwendigen Maßnahmen diskutieren und Lösungen finden, die bereits sehr hohen Sicherheitsstandards in der Luftfahrt noch weiter zu erhöhen.

Anfahrt über Autobahn zum Flughafen Hamburg durch Baustelle eingeschränkt

Autofahrer mit Ziel Flughafen Hamburg aufgepasst: Von Montag, den 30. März bis Donnerstag, den 02. April werden im Hamburger Gebiet auf der A7 die Überholfahrstreifen während der Nachtstunden gesperrt. In Richtung Norden kann die Anschlussstelle Schnelsen-Nord – und damit der Hamburger Flughafen – nur über den verbleibenden rechten Fahrstreifen erreicht werden. Verkehrsteilnehmer aus Richtung Süden mit Ziel Flughafen sollen daher der Beschilderung zum Flughafen genau folgen und sich rechts zu halten. Die Autobahn kann lediglich über den verbleibenden rechten Fahrstreifen an den Anschlussstellen Schnelsen und Schnelsen-Nord verlassen werden.

Nutzer des linken Fahrstreifens können erst weiter im Norden an der Anschlussstelle Quickborn abfahren, um zurück zur Anschlussstelle Schnelsen-Nord zu gelangen. Erste Hinweise zum rechtzeitigen Einordnen erfolgen einen guten Kilometer vor dem Autobahndreieck Hamburg Nordwest.

Flughafen München GmbH mit 100 Millionen Euro Gesamtergebnis aus 2014

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Die Flughafen München GmbH (FMG) kann angesichts dynamisch steigender Passagier- und Frachtzahlen auch ein hervorragendes Wirtschaftsergebnis für das Jahr 2014 vorlegen: Der Konzernumsatz in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro legte gegenüber dem Vorjahr nochmals leicht zu. Nach vorläufigen Berechnungen erwirtschaftete der FMG-Konzern ein Gesamtergebnis nach Steuern (EAT) von 100 Millionen Euro und konnte damit erneut das hohe Niveau des Vorjahres erreichen. Mit knapp 40 Millionen Reisenden verzeichnete der Münchner Flughafen im vergangenen Jahr abermals einen neuen Passagierrekord.

Mit diesem Ergebnis zeigte sich der Vorsitzende der FMG Geschäftsführung, Dr. Michael Kerkloh, auf der Jahrespressekonferenz in München sehr zufrieden: „Der Flughafen München bleibt damit einer der wenigen deutschen Airports, die nach wie vor signifikante Gewinne erwirtschaften.“ Beim EBITDA – dem operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – wurden 475 Millionen Euro erzielt, rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Die EBITDA-Marge stieg um einen Prozentpunkt auf 40 Prozent.

Zahl der Reisenden steigt

Das Fluggastaufkommen stieg 2014 um knapp drei Prozent auf 39,7 Millionen. Der in München erzielte Passagierzuwachs basiert ausschließlich auf Steigerungen im internationalen Verkehr: Mit 6,2 Millionen Fluggästen und einem Plus von sieben Prozent legte der Interkontinentalverkehr dabei prozentual am stärksten zu. Etwa die Hälfte dieses Passagierzuwachses entfiel auf die neuen Langstreckenziele Houston, Mexiko City und Miami. Die Anzahl der Reisenden innerhalb Europas und zu nordafrikanischen Zielen nahm um knapp drei Prozent auf mehr als 24 Millionen zu.

Die starke Passagiernachfrage führte zudem zu einer abermals verbesserten Auslastung der Flugzeuge, die den neuen Spitzenwert von 75,9 Prozent erreichte. Neue Rekordzahlen werden auch von der Luftfracht gemeldet: Das Aufkommen an Frachtgut nahm um acht Prozent zu und erreichte damit den Höchstwert von über 291.000 Tonnen. Inklusive der Luftpost liegt das Cargoaufkommen in München sogar bei über 309.000 Tonnen. Bei den Flugbewegungen weist die Statistik dagegen ein leichtes Minus aus: Insgesamt rund 377.000 Starts und Landungen wurden durchgeführt, 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Kapazitätserweiterung durch Satellitengebäude

Um das Passagierwachstum der kommenden Jahre bewältigen zu können, bauen die FMG und die Deutsche Lufthansa auf dem östlichen Vorfeld ein Satellitengebäude für elf Millionen Fluggäste. Die bauliche Fertigstellung wird noch in diesem Herbst erfolgen. Danach werden in einem mehrmonatigen Probebetrieb alle technischen Systeme auf Herz und Nieren geprüft. Flughafenchef Kerkloh zum weiteren Fahrplan: „Die Inbetriebnahme des neuen Passagiergebäudes wird in der Sommerflugplanperiode 2016 – und zwar noch in der ersten Jahreshälfte – erfolgen. Den genauen Eröffnungstermin werden wir Mitte dieses Jahres bekanntgeben.“

Beim zweiten großen Ausbauprojekt des Münchner Flughafens – der dritten Start- und Landebahn – hob Flughafenchef Kerkloh besonders deren langfristige Bedeutung für Bayern hervor: „Es gibt einen sehr engen Zusammenhang zwischen der Mobilität und der Prosperität eines Wirtschaftsraumes. Deshalb geht es bei diesem Zukunftsprojekt letztlich auch darum, wie unser Land in 20 oder 30 Jahren dasteht, welche Unternehmen sich hier ansiedeln und welche beruflichen Perspektiven es der Generation unserer Kinder und Enkel bietet.“

Wirtschaftsergebnisse FMG-Konzern (in Millionen Euro) 2014 (IFRS) 2013 (IFRS)
Konzernumsatz 1.200 1.184
Operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 475 468
Abschreibungen 210 209
Operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 265 259
Finanzergebnis -100 -105
Steuern -65 -55
Gesamtergebnis nach Steuern (EAT) 100 99
EBITDA-Marge in Prozent 40 39
Operativer Cashflow 430 457
Wirtschaftsergebnisse 2014 vorläufig und gerundet.

Jahresergebnis des Münchner Flughafens

Verkehrszahlen 2014 2013 Veränderung
Passagieraufkommen Gewerblicher Verkehr 39.700.515 38.672.644 + 2,7 %
Flugbewegungen Gesamt 376.678 381.951 – 1,4 %
Cargo (in Tonnen)
Luftfracht- und Luftpost 309.361 t 287.809 t + 7,5 %
Davon Luftfrachtumschlag 291.475 t 269.980 t + 8,0 %

Corendon Airlines verbindet Rostock-Laage (ETNL) mit Antalya

Passagiere ab Rostock-Laage können sich freuen. Mit der Charterfluggesellschaft Corendon Airlines geht es im aktuellen Sommerflugplan ab dem 26. August regelmäßig mittwochs einmal pro Woche direkt nach Antalya. Mit insgesamt 13 Maschinen der Typen Boeing 737-800 (zehn), einer 737-300 sowie einem Airbus A320 fliegt Corendon Airlines insgesamt 160 Destinationen in 38 Ländern an. Mit kostenloser Bordverpflegung und 20kg Freigepäck pro Person wächst die Airline seit Jahren bei deutschen Reiseveranstaltern und Passagieren und hebt sich von den meisten Charterfluggesellschaften in Richtung Antalya ab.

„Mit nunmehr 350.000 Sitzplätzen zwischen Deutschland und der Türkei hat Corendon Airlines in Zusammenarbeit mit renommierten deutschen Reiseveranstaltern sein Engagement in diesem Sommer weiter ausgebaut“, sagt Thomas Braun, Regional Representative von Corendon Airlines. „Mit den zusätzlichen Flügen ab Rostock-Laage verbinden wir insgesamt 15 deutsche Abflughäfen über 30 Mal pro Woche mit der türkischen Riviera“, so Braun weiter.

Der türkische Ferienflieger feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Seit Februar 2015 bietet Corendon Airlines ihren Kunden eine online-Sitzplatzreservierung vornehmen. Buchbar sind die neuen Verbindungen ab Rostock-Laage über die namhafte Reiseveranstalter.

Kerosinpipeline zum Flughafen Stuttgart – Geländevermessung startet

Innerhalb des Genehmigungsverfahrens für die geplante Kerosinpipeline der Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) wird ab 30. März Gelände vermessen. Mitarbeiter der Firma Intermetric machen die Aufnahmen entlang des vorgesehenen Trassenkorridors im Auftrag der FSG, und zwar in den Gemeinden Oberboihingen, Unterensingen, Köngen, Denkendorf und Neuhausen sowie in Wendlingen. Die Vermessungsarbeiten sind bis Ende April geplant. Parallel dazu werden die Gespräche mit den Grundstückeigentümern weiter geführt.

Die Flughafengesellschaft möchte ihr Tanklager an die durch Baden-Württemberg führende CEPS-Treibstoffleitung Kehl-Tübingen-Aalen (Central European Pipeline Systems, sog. NATO-Pipeline) anschließen. Bisher wird das Kerosinlager am Flughafen Stuttgart von Tanklastzügen beliefert. Fallen alle Gefahrguttransporte auf der Straße weg, sind CO2-Einsparungen von bis zu 650 Tonnen pro Jahr möglich.

Seit Ende Januar läuft das Raumordnungsverfahren für das Bauvorhaben. Noch bis Ende Juli wird untersucht, in welchem Plankorridor die vorgesehene Pipeline verlegt werden sollte. Entscheidend wird sein, wo sich beim Bau zu erwartende Auswirkungen auf vorhandene Infrastrukturen, auf bestehende Planungen oder auf die Umwelt am besten bewältigen lassen. Der zu erwartende Raumordnungsbeschluss gibt vor, in welchem Bereich die Pipeline realisiert werden sollte. Im nachfolgenden Planfeststellungsverfahren wird zu klären sein, wo genau die Rohrleitung verlegt wird, wie sie dimensioniert werden muss und was zur Gewährleistung größtmöglicher Sicherheit zu beachten ist.

Bislang werden zwei mögliche Trassenkorridore für die Pipeline diskutiert: Zum einen eine Variante parallel zur Autobahn A 8, die andere parallel zur Bundesstraße B 27. Für Rückfragen, auch zu den anstehenden Vermessungsarbeiten, gibt es eine Kontaktmöglichkeit des Projekts.

Co-Pilot verheimlichte Erkrankung – Zwei-Personen-Regel im Lufthansa-Cockpit

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In Abstimmung mit dem Luftfahrtbundesamt, den anderen deutschen Airlines sowie dem Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft führen die Fluggesellschaften der Lufthansa Group vorsorglich ein neues Verfahren zur Cockpitbesetzung ein. Danach müssen sich während eines Fluges zu jedem Zeitpunkt zwei autorisierte Personen im Cockpit aufhalten. Lufthansa erweitert innerhalb der gesamten Gruppe ihre Sicherheitsstrukturen. Ergänzend zu den Sicherheitspiloten der einzelnen Airlines wird ab sofort und bis auf weiteres eine neue Funktion mit übergreifender Verantwortung geschaffen. Germanwings äußerte sich zudem zu Berichten, der Pilot, der das Flugzeug mutmaßlich mit Vorsatz abstürzen ließ, habe eine Krankschreibung für den Unglücks-Tag gehabt.

Die Passagier-Airlines der Lufthansa Group sollen so schnell wie möglich in Abstimmung mit ihren jeweiligen Aufsichtsbehörden das neue Verfahren umsetzen.

Werner Maas mit neuer Funktion als Konzernsicherheitspilot

Als Konzernsicherheitspilot übernimmt Kapitän Werner Maas mit sofortiger Wirkung und in Personalunion zu seiner jetzigen Aufgabe als Sicherheitspilot der Deutschen Lufthansa AG die neue Aufgabe. Er wird mit übergreifender Verantwortung flugsicherheitsrelevante Verfahren überprüfen und weiterentwickeln. In dieser Funktion berichtet er direkt an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Lufthansa AG, Carsten Spohr.

Germanwings und Lufthansa haben gestern Angehörige und Freunde der Opfer mit drei Sonderflügen von Düsseldorf und Barcelona nach Marseille gebracht. Von dort wurden sie nach Seyne-les-Alpes, in der Nähe der Unfallstelle gebracht, wo ein Gedenkgottesdienst stattgefunden hat. Simone Menne und Dr. Bettina Volkens, Vorstandsmitglieder der Lufthansa Group, haben die Angehörigen begleitet.

Nicht einmal in schlimmsten Träumen hätte man je in Erwägung gezogen, dass ein Flugzeug absichtlich zum Absturz gebracht werden könnte, so die deutsche Airline – und dies mutmaßlich durch den Copiloten. Dies ergäben offenbar jedoch die Auswertungen der französischen Behörden des Voice Recorders aus dem verunglückten Airbus A320. Der Kapitän habe demnach nach Erreichen der Reiseflughöhe das Cockpit für kurze Zeit verlassen und konnte nicht mehr zurückkehren, der Copilot hatte offenbar die Cockpittür verriegelt.

Erkrankung des Co-Piloten offenbar verheimlicht

Aktuell gibt es Berichte über eine Krankschreibung des Co-Piloten auf dem am vergangenen Dienstag verunglückten Flug 4U 9525 für den Tag des Unglücks. Germanwings erklärt dazu, dass dem Unternehmen keine Krankmeldung für diesen Tag vorlag.

Dies entspricht auch den Erkenntnissen des Leitenden Oberstaatsanwalts Düsseldorf, nach denen in den Unterlagen des Copiloten „zerrissene, aktuelle und auch den Tattag umfassende Krankschreibungen gefunden wurden“. Dies stütze, so die Mitteilung des Staatsanwalts, „nach vorläufiger Bewertung die Annahme, dass der Verstorbene seine Erkrankung gegenüber dem Arbeitgeber und dem beruflichen Umfeld verheimlicht hat.“

Germanwings hat weltweit 24-Stunden Telefon-Hotlines eingerichtet. Angehörige von Fluggästen können sich unter folgenden Nummer melden: Unter den kostenfreien Telefonnummern 00800-11335577 (aus Deutschland, Schweiz, Österreich und Luxemburg), 900-838450 (aus Spanien), 0800-0148904 (aus UK), 0800-909095 (aus Frankreich) oder +1407-3620632 (international, gebührenpflichtig).

Condor streicht Kinder-Rabatt – Flugpreis nach Sitzplatz

Der Ferienflieger Condor ändert für Buchungen ab 30. März 2015 seine Tarife. Für Fluggäste mit eigenem Sitzplatzanspruch, also auch Kinder zwischen zwei und 12 Jahren, wird nunmehr in allen Tarifen einheitlich der volle Flugpreis berechnet.

Dies war bisher für Buchungen in der Business Class und Buchungen des „Economy Light“-Tarifs bereits der Fall. Die Ermäßigung für Kleinkinder unter zwei Jahren ohne eigenen Sitzplatzanspruch in Höhe von 90 Prozent bleibt bestehen.

Als Preisverbesserung für Reisende hat Condor im vergangenen Herbst einen neuen Tarif „Economy Light“ eingeführt, der mit einem Oneway-Komplettpreis ab 39,99 Euro als Einstiegstarif eine günstige Alternative für Jung und Alt bieten soll. Jens Boyd, Leiter Langstrecke Condor: „Mit der Vereinheitlichung der Tarife reagiert Condor auf die Tarifgestaltung des Wettbewerbs in dem europäischen Flugmarkt. Wir werden durch diese Vielfalt für jeden Anspruch weiterhin unserer Auszeichnung als faire Airline gerecht“.

Kinderwagen, Buggys und Babies im Flugzeug

Kinderwagen, Buggys, Babybetten und Autokindersitze werden ohne Aufpreis und ohne Anmeldung im Laderaum befördert. Ein bevorzugtes Einsteigen (Preboarding) für Familien mit Kleinkindern unter zwei Jahren wird je nach Möglichkeit angeboten. Auf Condor Langstreckenflügen erhalten Eltern auf Anfrage und bei Verfügbarkeit Baby-Utensilien wie Fläschchen, Babybrei und Windeln. Wickeltische sind auf allen Flügen in den Toilettenräumen vorhanden.

Condor trägt damit den Titel „Fairste Airline“. In einer Erhebung zur Fairness bei Airlines erhielten Kunden Fragebogen zu den fünf Kategorien faire Produktleistung, fairer Onboard-Service, faires Preis-Leistungsverhältnis, bestes Bordpersonal und fairer Kundenservice. Condor konnte sich im Vergleich zur letzten, 2012 durchgeführten Studie, in der der Ferienflieger mit „gut“ abschnitt, erheblich verbessern und sicherte sich ein „sehr gut“.

Zeitumstellung setzt neuen Flugplan in Frankfurt in Kraft

Mit dem Sommerflugplan zur Zeitumstellung am kommenden Wochenende starten 104 Airlines vom Frankfurter Flughafen zu 297 Zielen in 104 Ländern der Welt. 141 Interkontinental-Verbindungen bestätigen abermals die herausgehobene Position Frankfurts als Drehscheibe im globalen Luftverkehr. Das Sitzplatzangebot steigt insgesamt um 2,4 Prozent auf 820.000 Sitze pro Woche, auf den wichtigen Interkontinentalstrecken wächst es sogar um drei Prozent auf 290.000 Sitze. Dabei erfreuen sich insbesondere die USA zunehmender Beliebtheit. So bietet beispielsweise Condor zwei weitere Direktverbindungen in die Vereinigten Staaten an.

Neue Ziele ab Frankfurt

Ab dem 18. Juni bringt der Ferienflieger die Passagiere zweimal wöchentlich nach Providence, der Hauptstadt des Neuenglandstaats Rhode Island. Ebenfalls an zwei Tagen in der Woche startet Condor ab dem 19. Juni nach Portland, Oregon, an die Westküste. Lufthansa ergänzt die USA-Destinationen ab dem 25. September durch die Hafenstadt Tampa in Florida (fünfmal wöchentlich).

Das europäische Streckennetz wird durch insgesamt fünf neue Ziele erweitert. Mit Lufthansa erreichen Fluggäste künftig zweimal täglich die dänische Stadt Aalborg, an vier Tagen in der Woche wird Bydgoszcz (früher Bromberg) in Polen angeflogen und dreimal wöchentlich kommt die andalusische Hauptstadt Sevilla (Spanien) hinzu.

Die britische Fluggesellschaft bmi Regional legt mit dem kommenden Sommerflugplan auf den bestehenden Flügen nach Karlstad einen Zwischenstopp im schwedischen Jonköping ein. Ab dem 02. Mai fliegt Lufthansa erstmalig seit 2006 wieder nach Cagliari auf Sardinien (Italien).

Frequenzen zu vielen Zielen erhöht

Drei bereits bestehende Verbindungen werden im Sommer durch Flüge weiterer Airlines ausgebaut. Neben der Lufthansa (täglich) startet American Airlines ab dem 15. Mai täglich nach Miami (USA). Lufthansa ergänzt zwei vorhandene Strecken: Die isländische Hauptstadt Reykjavik wird ab dem 02. Mai dreimal wöchentlich, der türkische Urlaubsort Bodrum ab dem 16. Mai einmal pro Woche angeflogen.

Die im November 2014 aufgenommene Strecke nach Windhoek in Namibia setzt Condor auch im Sommer fort (zweimal wöchentlich). Außerdem bedient Air Namibia die Strecke weiterhin sechs- bis siebenmal pro Woche.

Das Angebot am Flughafen Frankfurt wird im kommenden Sommer außerdem durch die Aufstockung beliebter Reiseziele erweitert. Lufthansa erhöht die Frequenz nach Jakarta (Indonesien) über Kuala Lumpur (Malaysia) von wöchentlich fünf auf sieben Verbindungen. bmi Regional fliegt in Zukunft 17-mal pro Woche nach Bristol (vorher elfmal wöchentlich). Der Flughafen Mailand-Linate (Italien) ist mit der deutschen Lufthansa sechsmal täglich erreichbar (vorher fünfmal täglich). Die türkische Metropole Istanbul erlangt eine noch bessere Erreichbarkeit: Im Vorjahresvergleich steigen die wöchentlichen Verbindungen von 66 auf bis zu 88. Darunter bieten Turkish Airlines bis zu sieben, Lufthansa drei und Pegasus Airlines bis zu zwei Flüge täglich an.

Neue Flugzeuge mit mehr Kapazität

Auch in diesem Sommer setzt sich der Trend zum Einsatz neuer Flugzeugmodelle, die zum einen größer, aber auch effizienter und deutlich leiser sind (Airbus A380, Boeing 747-8, Airbus A350) fort. Durchschnittlich gibt es 179 Sitzplätze auf einem Flug, zwei mehr als im Vorjahr. Dadurch steigt trotz Ausweitung des Sitzplatzangebots um 2,4 Prozent die Zahl der angemeldeten Starts pro Woche nur moderat um 1,2 Prozent.

Zwillingsstudie mit Astronauten soll Veränderungen im Genom zeigen

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Mit Mark und Scott Kelly gibt es nun zum ersten Mal ein menschliches Bodenreferenzmodell für eine Raumfahrtmission: Die beiden sind eineiige Zwillinge und während Scott am 27. März 2015 um 20:42 Uhr mitteleuropäischer Zeit für ein Jahr zur Internationalen Raumstation ISS reist, bleibt sein Bruder Mark auf dem Boden und dient als Vergleichsobjekt.

Referenzmodelle sind extrem wichtig. Wenn Lander wie Philae ins All fliegen oder Instrumente wie der „Maulwurf“ HP3 für die Reise zum Mars vorbereitet werden, gibt es immer ein Bodenreferenzmodell. Ein Modell, mit dem die Wissenschaftler auf der Erde Tests durchführen können oder Vergleichsmessungen. Mit den Zwillingen gibt es dieses Modell nun auch in Menschlicher Form.

Vorbereitung für bemannten Flug zum Mars

„Zum ersten Mal kann so auch untersucht werden, ob sich durch den langen Aufenthalt im All auch die Gene eines Menschen ändern“, sagt Prof. Rupert Gerzer vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Und auch die Auswirkungen unter anderem auf Kreislauf, Knochen, Muskeln und Augen sind bei Langzeitmissionen noch nicht ausreichend erforscht. „Die Ein-Jahres-Mission ist natürlich auch eine Vorbereitung für einen bemannten Flug zum Mars.“

Scott Kelly ist kein Neuling im All: Der 51-Jährige ist bereits drei Mal und für insgesamt mehr als 180 Tage ins All geflogen. Er installierte neue Instrumente am Hubble-Weltraumteleskop, flog mit dem Space Shuttle Endeavour und verbrachte ab Oktober 2010 als Kommandant 159 Tage in der Internationalen Raumstation ISS. Jetzt verabschiedet er sich allerdings für ein ganzes Jahr von der Erde.

Vor ihm taten dies bereits mehrere russische Astronauten: Waleri Poljakow blieb 437 Tage in der Schwerelosigkeit, Sergei Awdejew verbrachte 379 Tage in der MIR-Raumstation. Doch nun stehen mehrere Premieren an – zum ersten Mal lebt und arbeitet ein Astronaut für solch einen langen Zeitraum auf der Internationalen Raumstation, zum ersten Mal verbringt ein amerikanischer NASA-Astronaut ein Jahr im All und zum ersten Mal gibt es einen Zwilling, der genetisch nahezu identisch ausgestattet ist.

Mark Kelly ist selbst Astronaut, flog bereits vier Mal ins All und brachte unter anderem mit dem letzten Shuttle-Flug das Alpha Magnetic Spectrometer (AMS) zur ISS. Auch ein russischer Kosmonaut, Mikhail Kornienko, wird gemeinsam mit Scott Kelly ein komplettes Jahr in der Internationalen Raumstation leben und forschen.

Fingerabdruck der Raumfahrt im Genom

„Aber mit Scott und Mark Kelly beginnt der Einstieg in die Forschung an genetischen Merkmalen“, sagt Prof. Rupert Gerzer, Leiter des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin. „Die Wissenschaft sucht hier sozusagen nach dem genetischen Fingerabdruck der Raumfahrt.“ Zusätzlich zu den mehreren hundert ISS-Experimenten hat die NASA insgesamt zehn Experimente ausgewählt, die sich ausschließlich mit dem Vergleich der beiden Zwillingsbrüder beschäftigen. Veränderungen in verschiedenen Organen und in den Genomen der Zellen durch Faktoren wie Strahlung, Isolation und Schwerelosigkeit sowie Auswirkungen auf die Wahrnehmung oder das Treffen von Entscheidungen sollen unter anderem an den Astronauten-Zwillingen erforscht werden.

„Der Aufenthalt im All hat insgesamt Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem wird geschwächt, Muskeln und Knochen bauen ab“, zählt DLR-Raumfahrtmediziner Rupert Gerzer auf. Das DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin erforscht unter anderem diese Auswirkungen. „Fast Zweidrittel der Astronauten entwickeln in der Schwerelosigkeit Sehstörungen.“ Die Ursache könnte eine Erhöhung des Hirndrucks sein, „doch das ist noch nicht erforscht.“ Die Internationale Raumstation befindet sich in rund 400 Kilometern Höhe, jederzeit kann ein erkrankter Astronaut im Notfall zur Erde zurückkehren, bei einem mehr als 200 Tage langen Flug zum Mars ist die schnelle Rückkehr ausgeschlossen: „Bei Langzeitmissionen dürfen Probleme beispielsweise mit dem Augen- und Hirndruck gar nicht erst auftreten.“

Trainingsprogramm bewahrt Astronauten

Bisher weiß man: Nach den mittlerweile üblichen sechs Monaten Aufenthalt in der Schwerelosigkeit regeneriert sich der menschliche Körper nach der Rückkehr zur Erde wieder, entsprechende Gegenmaßnahmen wie Lauftraining in der ISS können größere Schäden vermeiden. „Das Trainingsprogramm ist mittlerweile sehr gut, die Astronauten kehren recht fit zurück und erholen sich innerhalb von wenigen Tagen.“

Auch die Schädigung durch die kosmische Strahlung – pro Tag sind die Astronauten im All etwa einer irdischen Jahres-Dosis ausgesetzt – repariert der Körper mit der Zeit. Wie es bei einem Aufenthalt von einem Jahr aussieht und wie die Gene auf die Umweltbedingungen im All reagieren, ist kaum bekannt. „Eine der Herausforderungen in den nächsten Jahren wird es sein, Fitnessgeräte so zu konstruieren, dass sie bei kleinerem Umfang in Raumschiffe passen und dennoch denselben Trainingseffekt haben.“ Die Gegenmaßnahmen müssen aber nicht nur bei kürzeren Trainingszeiten gut funktionieren, sondern auch Spaß machen, ist sich Gerzer sicher. „Sonst ist die Motivation zum Training zu gering.“

Mit Scott und Mark Kelly wird zwar die Datenbasis für detaillierte Erkenntnisse sehr gering sein, dennoch wird die Mission es ermöglichen, Hinweise zu erhalten und Tendenzen festzustellen. Für Astronaut Scott Kelly kommt aber neben den wissenschaftlichen Experimenten noch eine weitere Aufgabe zu: „Egal wie spannend alles ist und wie schön die Erde aussieht, man ist für ein ganzes Jahr in der Raumstation – da geht es dann auch darum, über einen so langen Zeitraum engagiert und interessiert zu bleiben“, sagt Kelly.

Sommerflugplan ab Zürich: Mit neuen Flugzeugen und Zielen

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Mit der Umstellung auf die Sommerzeit gilt ab Sonntag, 29. März 2015, auch am Flughafen Zürich der Sommerflugplan. Er ist bis und mit 24. Oktober 2015 gültig und bringt neben neuen Destinationen auch Änderungen im Rundfahrtenbetrieb am Flughafen Zürich. Das Europa-Streckennetz von SWISS wächst. Neu werden unter anderem Flüge nach Bari, Brindisi, Göteborg und Krakau angeboten. Saisonal werden zudem neu Bilbao und Santiago de Compostela bedient. Als neue Langstreckenairline ist Cathay Pacific in Zürich. Die mehrfach ausgezeichnete Airline wird täglich nach Hong Kong fliegen.

Faro wird neu zwei Mal pro Woche durch airberlin bedient und die spanische Fluggesellschaft Vueling bietet neu drei wöchentliche Flüge nach Malaga an. Aegean Airlines baut die Präsenz in Zürich ebenfalls aus und fliegt neben Athen und Heraklion neu auch nach Larnaca.

Dreamliner nach Toronto

Thai Airways fliegt ab Sommerflugplan mit modern ausgestatteten Boeing 777-300ER nach Zürich und löst damit den Airbus 340-600 auf dieser Strecke ab. Air Canada wird auf ihren Flügen nach Toronto neu mehrheitlich einen Dreamliner einsetzen.

Vom 29 März bis zum 24. Oktober 2014 wird wieder die Zuschauerterrasse B täglich von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet. Zudem wird das Angebot des Rundfahrtenbetriebs ab dem Flugplanwechsel für die Sommermonate erweitert. Zusätzlich zum Sonntag werden auch am Mittwochnachmittag und Samstag öffentliche Rundfahrten angeboten sowie der Bus-Shuttle zum Dock E wieder aktiviert.

Ergebnisse der lufthygienischen Messung des Flughafens München in Eitting

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Von Anfang Juli bis Ende Dezember letzten Jahres war die mobile lufthygienische Messstation, die die Flughafen München GmbH (FMG) 2014 in Betrieb genommen hat, an ihrem ersten Messstandort in Eitting eingesetzt. Jetzt konnte die FMG zusammen mit dem unabhängigen Messinstitut Müller-BBM, das die Messungen durchführte, den Eittinger Gemeinderat über die Ergebnisse der Messkampagne informieren. Fazit des Gutachters: Sämtliche Messergebnisse liegen deutlich unter den Grenz- und Zielwerten, die in der 39. Bundes-Immissionsschutzverordnung (39. BImSchV) zum Schutz der menschlichen Gesundheit vorgegeben sind.

Im Einzelnen wurden während der sechsmonatigen Messungen folgende Luftschadstoffe erfasst: Feinstaub (Partikel PM10 und PM 2,5), Stickstoffoxide (NOx), Ozon (O3), Benzol, Toluol, Xylole (BTX); Benzo(a)pyren (BaP im PM10) und Kohlenwasserstoffe (n-Alkane). Darüber hinaus wurden die für die Bewertung erforderlichen meteorologischen Parameter wie Windrichtung, Windgeschwindigkeit, Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck fortlaufend aufgezeichnet. Die Messkampagne wurde fachlich vom Bayerischen Landesamt für Umwelt begleitet.

Luftgüte in Eitting von hoher Qualität

„Die in Eitting ermittelten Messwerte bewegen sich auf dem gleichen niedrigen Niveau, das wir auch bei den Untersuchungen durch unsere beiden stationären Messanlagen auf dem Flughafengelände feststellen“, erklärte Hermann Blomeyer, der als verantwortlicher Abteilungsleiter für die Umweltschutzmaßnahmen des Münchner Flughafens zuständig ist. Blomeyer weiter: „Sowohl am Flughafen als auch in der Gemeinde Eitting bestätigen die umfangreichen Untersuchungen eine gute Luftqualität. Die Eittinger Werte entsprechen typischem ländlichen Hintergrund.“ Der Messbericht für Januar 2015 kann hier eingesehen werden.

Rudolf Böhmler neuer Vorsitzender der Stiftung DRF Luftrettung

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In ihrer gestrigen Sitzung haben die Mitglieder des Aufsichtsrats der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG Dr. h.c. Rudolf Böhmler zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Sein Amtsvorgänger Helmut Nanz wechselt in den Stiftungsrat der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG.

„Ich fühle mich sehr geehrt, dass der Aufsichtsrat mir das Amt des Vorsitzenden anvertraut hat. Ich freue mich darauf, die Geschicke einer Organisation mitlenken zu dürfen, die seit über 40 Jahren die Luftrettung in Deutschland entscheidend geprägt hat. Mein Ziel ist es, der gemeinnützig tätigen DRF Luftrettung in ihrer künftigen Entwicklung beratend zur Seite zu stehen, um ihre vorbildliche Leistung, die schnelle Notfallrettung aus der Luft, auch zukünftigen Generationen zu garantieren,“ erklärt Dr. h.c. Rudolf Böhmler.

Böhmler war von 2007 bis Ende 2014 Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank. Zuvor war der Jurist aus Schwäbisch Gmünd als Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei im baden-württembergischen Staatsministerium tätig.

Sein Vorgänger Helmut Nanz war seit 2008 Vorsitzender des Aufsichtsrats. Er wird die DRF Luftrettung nicht verlassen, sondern weiterhin als Mitglied des Stiftungsrats und als Präsident des DRF e.V. tätig sein. Die DRF Luftrettung dankt Helmut Nanz sehr herzlich für seine bisherige fruchtbare und wertvolle Arbeit im Dienste der Luftrettung.

Auf dem Foto: Dr. h.c. Rudolf Böhmler (2. v. l.) hat die Funktion von Helmut Nanz (3. v. l.) als Vorsitzender des Aufsichtsrats der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG übernommen. Nicole Steiger (links) und René Closter (rechts) sind die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrats.

Stiftungsprofessur für sichere Satellitenkommunikation

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Die OHB System AG stiftet eine neue Professur an der Universität der Bundeswehr in München. Diese Juniorprofessur trägt die Bezeichnung „Secure Space Communications“. Die Stiftungsurkunde wurde heute vom Vorstandsvorsitzenden der OHB System AG Marco R. Fuchs sowie der Präsidentin der Universität der Bundeswehr München Prof. Merith Niehuss unterzeichnet. Die Stiftungs-Juniorprofessur beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Fragestellung, wie sich sichere Satellitenkommunikation realisieren lässt.

In der heutigen Informationsgesellschaft wird die Entwicklung von leistungsfähigen und sicheren Kommunikationsverbindungen immer wichtiger. Vor diesem Hintergrund fördert die OHB System AG das Fachgebiet der Sicheren Informationsübertragung und Informationsverarbeitung, das seinen Schwerpunkt auf Raumfahrtanwendungen legt.

Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität der Bundeswehr in München übernimmt OHB die Finanzierung der Stiftungs-Juniorprofessur für die kommenden sechs Jahre. Die Stiftungs-Juniorprofessur wird in der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik eingerichtet und aufgrund der inhaltlichen Ausrichtung der Professur für Informationsverarbeitung im Institut für Informationstechnik zugeordnet.

A320-Absturz der Germanwings könnte Vorsatz des Piloten sein

Die Bestürzung über das tragische Flugzeugunglück, das sich über Frankreich ereignet hat und bei dem eine Germanwings-Maschine abgestürzt ist, ist nach wie vor groß. Im Gedenken an die 150 verunglückten Passagiere und Besatzungsmitglieder und als Ausdruck des tiefen Mitgefühls trugen die Flughäfen Trauerflor und legten gestern um 10:53 Uhr eine Schweigeminute einlegen. Zudem besteht laut französicher Staatsanwaltschaft die Möglichkeit, wonach ein Pilot von Flug 4U 9525 den Flugzeugabsturz absichtlich herbeigeführt haben könnte.

Trauerveranstaltungen für die Opfer im In- und Ausland

Einige Crews der Germanwings waren aus Trauer und emotionaler Betroffenheit gestern nicht einsatzbereit, Germanwings erfuhr aber großes Engagement bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem eigenen Flugbetrieb, sodass andere Crewmitglieder sich freiwillig zum Dienst meldeten. Große solidarische Hilfe kam auch von anderen Unternehmen in der Branche, die Verbindungen übernahmen, nur drei Flüge mussten so letztendlich ausfallen.

Germanwings-Geschäftsführer Oliver Wagner nahm in Haltern an einem ergreifenden Gedenkgottesdienst für die 16 Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrerinnen aus dem Joseph-König-Gymnasium teil, Germanwings-Geschäftsführer Axel Schmidt betreute seit gestern und auch heute den ganzen Tag über am Flughafen in Düsseldorf Angehörige der Opfer. Um 10:53 Uhr, genau 24 Stunden nach dem Abreißen des Funkkontakts mit der Maschine gestern, trafen sich viele Germanwings-Mitarbeiter vor der Unternehmenszentrale zu einer Schweigeminute.

Der Sprecher der Germanwings-Geschäftsführung, Thomas Winkelmann, traf Mittwoch-Nachmittag in Düsseldorf Angehörige der Opfer und flog dann gemeinsam mit dem Lufthansa-Vorstandsvorsitzenden Carsten Spohr nach Barcelona, um auch dort mit Trauernden zu sprechen und ihre tiefe Betroffenheit und ihre große Anteilnahme mit den Angehörigen der Fluggäste und der Crewmitglieder zum Ausdruck zu bringen.

Vorsatz des Piloten als mögliche Absturz-Ursache

Unterdessen nahm am Unfallort ein Team aus Mitarbeitern der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, aus Sicherheitspiloten von Germanwings und Lufthansa, einem Techniker von Lufthansa Technik und einem Funkexperten von Lufthansa Systems gemeinsam mit der französischen Behörde für Flugunfalluntersuchung BEA bereits intensiv die Arbeit an der Untersuchung der Unglücksursache auf.

Laut Staatsanwalt Brice Robin in Marseille, der sich auf die ersten Auswertungen der bereits gestern geborgenen Cockpit-Aufzeichnungen bezieht, soll einer der Piloten das Cockpit verlassen haben und anschließend nicht mehr hineingelangt sein. Warum der Pilot zweite nicht geöffnet und dem Absturz gegengesteuert habe, sei nicht bekannt. Germanwings selbst teilte zunächst mit, keine Informationen der zuständigen Behörden vorliegen zu haben und könne diese Berichte weder bestätigen noch dementieren. Die Ermittlung der Unfallursache obliegt den zuständigen Behörden.

Lufthansa bringt Angehörige nach Marseille

Lufthansa bietet Hinterbliebenen, Angehörigen und Freunden der Fluggäste des verunglückten Germanwings-Fluges 4U 9525 an, sie mit Sonderflügen nach Marseille zu bringen. Die Flüge werden von Lufthansa im Auftrag von Germanwings durchgeführt. Aus Düsseldorf startet der Sonderflug morgen früh um 08:40 Uhr, aus Barcelona um 08:45 Uhr. In Marseille werden die Angehörigen und Freunde an einem speziell eingerichteten Anlaufpunkt von Lufthansa und Germanwings-Mitarbeitern betreut.

Zur Stunde werden die Hinterbliebenen und Angehörigen direkt kontaktiert und über die Details für die Sonderflüge informiert. In Abstimmung mit den Sicherheitsbestimmungen vor Ort sollen die Angehörigen und Freunde dann aus Marseille so nah wie möglich an die Unfallstelle herangeführt werden. Der direkte Zutritt zu dem Absturzgebiet ist nicht möglich. Lufthansa stellt neben der Betreuung und Unterbringung von Angehörigen und Freunden der verunglückten Passagiere auch die Rückflüge nach dem jeweiligen Bedarf sicher.

Bombardier liefert ersten Learjet 75 nach Polen

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Bombardier hat nach dem Zulassungsprozess der Behörden des Landes den ersten Learjet 75 an einen nicht genannten Kunden in Polen übergeben.

Der Learjet 75 ist in der Kabine mit Touchscreens für individuelle Audio- und Videobedienung sowie im ganzen Flugzeug mit LED-Beleuchtung ausgestattet. Mit einer Reichweite von 2.000 Nautischen Meilen (3.704 Kilometern) kann der Business-Jet die Strecke von Warschau nach Lissabon oder München nach Kairo bewerkstelligen. Der Learjet 75 erreicht bis zu Mach 0,67 und bietet zwei Crew-Mitgliedern und vier Passagieren Platz. Mit dem neuen Winglet-Design können es bis zu acht Passagiere sein.

Technologie für Satellitenkommunikation soll wieder in Deutschland Fuß fassen

Zum vierten Mal organisiert das Raumfahrtmanagement im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am 25. und 26. März 2015 in Bonn die Konferenz „Satellitenkommunikation in Deutschland – Schlüssel für die moderne Informationsgesellschaft“. Mit knapp 300 Teilnehmern, 20 Ausstellern und – zum ersten Mal – 18 Poster-Vorträgen von Nachwuchswissenschaftlern ist die Resonanz so gut wie nie zuvor.

Dr. Gerd Gruppe, Vorstand des DLR-Raumfahrtmanagements, erklärt im Interview Sinn und Zweck der Konferenz.

Warum veranstaltet das DLR eine eigene Konferenz zum Thema „Satellitenkommunikation“?

Die Satellitenkommunikation ist ein großes Thema. Zudem hat uns die steigende Anzahl von Teilnehmern, die positiven Rückmeldungen und die Nachfragen bestärkt, die nationale Konferenz alle zwei Jahre auszurichten. Neben dem Hauptprogramm mit neun hochrangig besetzten Fachvorträgen, einer ebenso hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion und mehr als 60 Kurzvorträgen soll den Teilnehmern an den beiden Konferenztagen auch Zeit für Networking bleiben.

Wir freuen uns sehr, dass sich Vertreter von fast allen Firmen und Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland, die in der Satellitenkommunikation arbeiten, angemeldet haben. Neben der Möglichkeit des Gedankenaustauschs und der Vermittlung von neuem Wissen bieten wir zum ersten Mal auch ein Forum für junge Nachwuchsingenieure und Wissenschaftler an.

Wo liegen die thematischen Schwerpunkte und warum haben Sie diese gewählt?

Das übergeordnete Thema der Konferenz lautet „Schlüssel für die Informationsgesellschaft“. Satellitenkommunikation ist eines der zentralen Themen in der Raumfahrt auch für die globale Wissensgesellschaft. Trotz der zunehmenden Übertragung von Daten über das Internet wird die Übertragung etwa von bewegten Bildern über Satellit auch in Zukunft noch lange die zentrale Komponente für unser Fernsehen sein. Zusätzlich können nur Satelliten die entlegensten Gebiete der Erde, und auch auf See und im Flugzeug erreichen.

Terrestrisch kann man hier wenig machen – Funkmasten reichen bekanntlich nur in Küstennähe. Die Konferenz wird beleuchten, was die Satellitenkommunikation in Deutschland zukünftig für die Weiterentwicklung der globalen Informationsgesellschaft beitragen kann. Schwerpunkte werden neue Entwicklungen und Technologien sein, aber auch die Diskussion von Synergien mit anderen raumfahrtfernen Anwendungsgebieten, zum Beispiel dem Automotive-Bereich.

Welche Rolle spielen die deutsche Industrie und Forschung in der internationalen Satellitenkommunikation?

Die deutsche Satellitenkommunikations-Industrie hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. In vielen Bereichen, zum Beispiel bei den Wanderfeldröhrenverstärkern, die die Satellitensignale verstärken und zum Boden übertragen, oder den Drallrädern, die die Lage von Satelliten stabilisieren, sind wir Weltmarktführer. Bei der optischen Kommunikation haben deutsche Firmen wesentlich die laserbasierte Kommunikationstechnologie entwickelt.

Die so genannten LCT – die Laserkommunikations-Terminals – spielen bei komplexen Kommunikationssatelliten eine wichtige Rolle, zum Beispiel bei der von der ESA geplanten Europäischen Datenautobahn im All (EDRS, European Data Relay System).

Zusätzlich sind wir zukünftig wieder in der Lage, Kommunikationssatelliten in Deutschland zu bauen, ein strategisch wichtiges und auch kommerziell erfolgreiches Gebiet, das in Deutschland vor mehr als 20 Jahren aufgegeben wurde, um sich vor allem auf die Raumstation zu konzentrieren. Das Stichwort hier heißt „SmallGEO“ – das ist eine neue, konkurrenzfähige Satellitengeneration „made in Germany“, die uns das Tor in den Satellitenkommunikationsmarkt wieder aufstoßen soll.

Deutschland baut damit das Know-how wieder auf, das in den vergangenen Jahren verloren ging. Der erste dieser Satelliten ist bei OHB in Bremen gebaut worden. Er soll in der zweiten Jahreshälfte 2015 starten. Unter anderen gehört auch der Heinrich Hertz-Kommunikationssatellit zu dieser Reihe, der 2019 ins All fliegen soll. Die Qualität der Produkte ist eine zusätzliche Stärke der deutschen Industrie im internationalen Wettbewerb. Diese Kompetenzen müssen durch sehr gezielte Förderung ausgebaut werden.

Wie schätzen Sie neue kommerzielle Player wie Google und andere im Bereich Satellitenkommunikation ein?

Wir beobachten das sehr genau. Viele Experten sind der Auffassung, dass sich hier ein Richtungswechsel für die gesamte Raumfahrt anbahnt. Es ist bei den genannten Firmen sehr viel Geld vorhanden und man wird, wenn man an den eigenen Ideen festhält und vom Erfolg überzeugt ist, diese auch vorantreiben. Die deutsche Industrie wird sich entsprechend aufstellen. Die Fähigkeit dieser US-Unternehmen, Ideen in attraktive Geschäftsmodelle umzusetzen, dürfen wir nicht unterschätzen. Letztlich geht es darum, Raumfahrt erschwinglich zu machen. Und das ist ein Ziel, dass wir unterstützen sollten und müssen. Darin liegen auch große Chancen für unsere Unternehmen.

Auf dem 2. Foto eröffneten (v.l.) Peter Schlote, Vorstand der Tesat-Spacecom GmbH & Co. KG, Dr. Worlfgang Scheremet, Abteilungsleiter Technologiepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Dr. Gerd Gruppe, Vorstand des DLR-Raumfahrtmanagements und Holger H. Meine, Senior Manager Daimler AG die Konferenz „Satellitenkommunikation in Deutschland – Schlüssel für die moderne Informationsgesellschaft in Bonn.

Interview: DLR

Flottenerneuerung der ADAC-Rettungshubschrauber beginnt

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Die erste neue Maschine ging am 21. März 2015 in Murnau („Christoph Murnau“) an den Start, heute folgte mit „Christoph Rheinland“ die zweite H145 am Kölner Flughafen.

Mit den ersten beiden Maschinen vom Typ H145 T2 (ehemals als EC145 T2 bezeichnet) hat die ADAC Luftrettung in Murnau und Köln ihren großen Flottenaustausch begonnen. Die beiden neuen Hubschrauber lösen die bisherigen Maschinen vom Muster BK117 ab. Bis 2018 sollen 17 Helikopter der neuen Generation die Vorgängermodelle ablösen. Rund 130 Millionen Euro investiert der Club in die Modernisierung dieses Flottenteils.

Moderne Ausstattung und mehr Leistung

Ein großer Vorteil des neuen Hubschraubers ist die geringere Lärmbelastung. Durch den ummantelten Heckrotor verursacht er nur noch einen Schalldruck von rund 70 Dezibel bei Start und Landung. Die Ummantelung sorgt zusätzlich für mehr Sicherheit für Passagiere und Besatzung. Die medizinische Ausstattung, wie beispielsweise drehbare Sitze und ein flexibles Schienensystem an der Decke zur Befestigung der medizinischen Geräte, erleichtert die Patientenversorgung.

Zwei Turbinen mit je 1.083 PS sorgen dafür, dass der Hubschrauber weite Strecken für Intensivverlegungen zurücklegen kann, aber auch genügend Leistung etwa für Einsätze mit der Rettungswinde im Gebirge aufbringt. Mit dem modernen Glas-Cockpit hat der Pilot sämtliche Überwachungssysteme im Blick. Verbessert wurde zudem die satellitengestützte Navigation. Ein Kollisionswarnsystem sorgt darüber hinaus für zusätzliche Sicherheit.

Airbus A330 mit erster Bestellung aus Ostafrika

RwandAir, die nationale Fluggesellschaft aus Ruanda, hat ein MoU (Memorandum of Understanding) für zwei Airbus A330 unterzeichnet. Damit wird RwandAir neuer Airbus-Kunde, und wird mit der für 2016 geplanten Lieferung die erste Airline in Ostafrika, welche die A330 bestellt.

Der Airbus A330 ist in Versionen von 250 bis 300 Sitzen erhältlich und wurde bereits 1.500 mal bestellt. 1.150 Flugzeuge sind in aktivem Flugdienst. Die Flugzeuge für RwandAir sollen mit Rolls Royce Trent 772B-Triebwerken ausgestattet werden. RwandAir will die neuen A330 auf Routen von der Kigali-Heimatbasis zu Langstreckenzielen in Europa, dem Mittleren Osten und Asien einsetzen.

Ziele aus dem Sommerflugplan 2015 in Leipzig/Halle und Dresden

Ab Sonntag, 29. März, gilt an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden der Sommerflugplan. Darunter sind neue Angebote zu Städte- und Touristikzielen in Deutschland, Europa, Nordafrika und Vorderasien. Über 50 Destinationen werden direkt angeflogen. Dazu ermöglichen die Flugpläne täglich weltweite Anschlüsse. Die drei beliebtesten Urlaubsziele dieser Saison sind Antalya (bis zu 50 Starts pro Woche), Mallorca (33) und Kreta (11). Sowohl nach Antalya als auch nach Mallorca gibt es ab beiden Airports tägliche Verbindungen.

Neu auf dem Flugplan von Leipzig/Halle stehen Brac, Dubrovnik und Split in Kroatien. Die Ferien-Airline Condor startet nach längerer Pause wieder in Dresden. Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss International Air Lines (SWISS) verbindet beide Airports täglich mit ihrem Drehkreuz Zürich.

Hochfrequente Flüge ab Leipzig/Halle im Sommer 2015

Ab 15. Mai fliegt die slowenische Express Airways jeweils freitags die Insel Brac an. Leipzig/Halle ist der einzige Flughafen in Ostdeutschland, von dem aus Brac angesteuert wird. Nach einjähriger Pause kehren die Verbindungen nach Dubrovnik und Split zurück, die wöchentlich von SunExpress Deutschland bedient werden. Ausgebaut wird ebenso das Angebot zu den griechischen Inseln: Kreta steht nun achtmal wöchentlich auf dem Sommerflugplan, Korfu und Kos je dreimal.

Insgesamt gibt es Flüge zu rund 40 Sonnenzielen am Mittelmeer, dem Atlantik sowie am Roten und Schwarzen Meer. Nummer eins im Ferienflugverkehr ab Leipzig/Halle ist Condor mit 38 wöchentlichen Flügen, drei mehr als im Sommer 2014. airberlin startet 29-mal pro Woche. SunExpress Deutschland folgt mit 15 wöchentlichen Starts, vier mehr als in der Sommersaison des Vorjahres.

Neu ab Leipzig/Halle ist eine tägliche Linienverbindung der SWISS, welche ab dem 18. April von und nach Zürich angeboten wird. Des Weiteren werden ab Leipzig/Halle die europäischen Destinationen Wien (Austrian Airlines) und Istanbul (Turkish Airlines) täglich angeflogen. Darüber hinaus werden London (Ryanair) und Barcelona (Vueling) sowie die innerdeutschen Ziele Frankfurt, München (Lufthansa), Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart (Germanwings) nonstop angesteuert.

Turkish Airlines optimiert auf ihren Vormittags-Flügen von und nach Istanbul am Dienstag, Donnerstag und Samstag die Abflugzeiten. Aufgrund der früheren Starts in Istanbul (08:55 Uhr) bzw. in Leipzig/Halle (11:40 Uhr) können die Fluggäste ihre Anschlussflüge am Drehkreuz Istanbul noch besser erreichen.

Fliegen ab Dresden im Sommer 2015

Condor fliegt ab Mai von Dresden nach Antalya, Kos, Kreta und Rhodos. Das Urlaubsangebot am Dresdner Flughafen umfasst insgesamt rund 20 Sonnenziele am Mittelmeer, dem Atlantik sowie am Roten und Schwarzen Meer. Die größte Zahl an Ferienflügen bietet Germania mit 16 wöchentlichen Starts an, gefolgt von Air Berlin und Condor, die sieben- beziehungsweise fünfmal pro Woche zu Urlaubszielen starten.

SWISS verbindet die sächsische Landeshauptstadt bereits ab 29. März bis zu zweimal täglich mit Zürich. Germanwings setzt auf der Hamburg-Strecke sonntags durchgängig einen geräumigen Airbus A319 ein. Aeroflot verbindet Dresden täglich mit Moskau (Aeroflot). Zudem werden auch ab Dresden London (Cityjet), Basel (Easyjet), Barcelona (Vueling) sowie die innerdeutschen Ziele Frankfurt, München (Lufthansa), Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart (Germanwings) nonstop angesteuert.

In Leipzig/Halle und Dresden abheben, nur einmal umsteigen und nahezu jedes Ziel weltweit erreichen: Die Fluggesellschaften Aeroflot, Air Berlin, Austrian Airlines, Cityjet, Germanwings, Lufthansa, SWISS, Vueling und Turkish Airlines ermöglichen viele praktische Anschlüsse zu Metropolen und Urlaubszielen.

Fresszellen aus Miesmuscheln unter Beobachtung auf der ISS

Manchmal landet die Gemeine Miesmuschel (Mytilus edulis) als „Muscheln nach rheinischer Art“ auf dem Teller oder wird in Belgien mit Pommes Frites serviert. Dass sie als Blutspender für Weltraumexperimente zum Einsatz kommen, ist eher selten. Auf der Internationalen Raumstation ISS ist dies jetzt aber der Fall.

Mit dem Experiment Triplelux-B untersuchen die Astronauten mit Muschelzellen, in welchem Ausmaß das Immunsystem in der Schwerelosigkeit nachlässt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bereitete das Experiment der TU Berlin mit vor und führt es aus dem DLR-Kontrollraum in Köln durch. Dabei hätte ein defekter Rauchsensor auf der ISS beinahe dafür gesorgt, dass das Haltbarkeitsdatum der tiefgefrorenen Muschelzellen abgelaufen wäre.

Muschel-Zellen aus dem Sylter Watt auf die ISS

Dr. Sonja Brungs vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin ist im September 2014 durch das Sylter Watt gestapft, um die richtigen Probanden für den Weltraumflug auszuwählen. Die Miesmuscheln dort sind leicht zugänglich und nicht extrem mit Schadstoffen belastet. „Die Muscheln mussten einen Aderlass über sich ergehen lassen und durften dann wieder ins Wasser zurück“, erläutert die Wissenschaftlerin, die das Team der TU Berlin unterstützte. Noch vor Ort wurden aus dem Muschelblut die Fresszellen der Muscheln – die Hämozyten – isoliert und auf ihre Vitalität und ihre Brauchbarkeit für das Experiment im Weltall untersucht. Nur die besten wurden eingefroren und starteten im Januar 2015 zur Internationalen Raumstation ISS.

In der Schwerelosigkeit stellen sie nun ihr Immunsystem unter Beweis und geben den Forschern Aufschluss darüber, in welchem Ausmaß sich die fehlende Schwerkraft auswirkt. Doch zuvor sorgte ein defekter Rauchsensor im Biolab des Forschungsmoduls Columbus mit falschen Messwerten dafür, dass die Muschelzellen ein wenig länger als geplant in ihrem gefrorenen Zustand auf ihren Einsatz warteten. Erst nachdem Astronautin Samantha Cristoforetti (im Bild) den Sensor austauschte, durfte Triplelux-B am Donnerstag, 19. März 2015, starten – rechtzeitig bevor die vorbereiteten Proben in ihrer Qualität nachlassen.

Als erstes wurden die irdischen „Probanden“ aus ihrem Gefrierschrank genommen, damit die Fresszellen im All auftauen konnten. 48 Stunden dauerte es, bis die Sylter Muschelzellen einsatzbereit waren. Dann fügte Astronautin Samantha Cristoforetti den Feind hinzu: Hefezellen sollen die Fresszellen dazu stimulieren, diesen Eindringling wie Bakterien oder andere Fremdpartikel zu vernichten und unschädlich zu machen. Für das Kontrollzentrum des DLR in Köln (Nutzerzentrum für Weltraumexperimente; MUSC) bedeutet Triplelux-B Schichtbetrieb rund um die Uhr – schließlich arbeitet das Team mit Astronautin Samantha Cristoforetti, die das Experiment im All für den Betrieb vorbereitet, Hand in Hand.

Leuchtende Verdauung zeigt Aktivität der Fresszellen

Wie das Immunsystem auf die Eindringlinge reagiert, wird mit dem Farbstoff Luminol messbar gemacht: Fressen (Phagocytose) und verdauen die Muschelzellen den Feind, setzen sie dabei radikale Sauerstoffverbindungen frei – die wiederum auf das Luminol reagieren und zu leuchten beginnen. „Man erkennt also mit den Lichtmessungen, wie viel radikalen Sauerstoff die Zelle produziert und wie aktiv sie also bei der Vernichtung der Hefezellen arbeitet“, erläutert DLR-Wissenschaftlerin Dr. Sonja Brungs.

In den nächsten Tagen werden weitere „Probanden“ von der Insel Sylt im Weltall zentrifugiert und so unter den Bedingungen der irdischen Schwerkraft getestet. Auch auf der Erde in den Laboren des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin müssen Muschelzellen für Vergleichsmessungen gegen Hefezellen kämpfen. Damit soll ausgeschlossen werden, dass die Ergebnisse von der Raumstation beispielsweise durch die Reise der Muschelzellen ins All verfälscht wurden. Vor der Durchführung auf der Internationalen Raumstation wurden das Experiment mit den verfressenen Muschelzellen und die dafür notwendige Technik bereits auf Parabelflügen getestet. Und auch die Weltraumstrahlung wird bei Triplelux-B von den Strahlenbiologen des DLR mit Dosimetern untersucht. Die ersten Messungen im Weltall fanden bereits statt und werden derzeit bereits ausgewertet.

A320-Flugzeugabsturz der Germanwings über französischen Alpen

Gegen 11:00 Uhr Ortszeit ist heute über den französischen Alpen bei Prads-Haute-Bléone ein Airbus A320 der Germanwings abgestürzt. Es handelt sich um den Flug 4U 9525 auf dem planmäßigen Weg von Barcelona (BCN) nach Düsseldorf (DUS). Wie die Airline mitteilt befanden sich 144 Fluggäste und sechs Besatzungsmitglieder an Bord des Flugzeuges. Germanwings und die Konzernmutter Lufthansa teilten ihre tiefe Betroffenheit mit und haben eine Telefon-Hotline geschaltet.

Unter der kostenfreien Telefonnummer 0800-11335577 können sich Angehörige von Fluggästen melden und werden dort betreut.

Wie der Hersteller des Flugzeuges Airbus mitteilte, wurde die Maschine mit der Kennung D-AIPX mit der Seriennummer MSN147 1991 an Lufthansa übergeben. Das Flugzeug hat etwa 58.300 Flugstunden in ca. 46.700 Flügen erbracht. Angetrieben wurde die Maschine von zwei CFM 56-5A1 Triebwerken. Das Modell wird standardmäßig in einer Zweiklassen-Konfiguration eingesetzt und birgt 150 Passagieren Platz.

Erst gestern hat Airbus sein insgesamt 9.000. Flugzeug ausgeliefert. Darin befinden sich zahlenmäßig hauptsächlich Flugzeuge aus der A320-Familie. Der Programmstart für das Modell war 1988. Bis Ende Februar hat Airbus etwa 6.200 Flugzeuge dieser Familie ausgeliefert, die in insgesamt 85 Mio. Flügen 150 Mio. Flugstunden geleistet haben.

Laut ersten Berichten soll das Flugzeug stark an Höhe verloren haben und sei in unzugänglichem Gelände inden Bergen aufgeprallt. Über die Ursache ist noch nichts bekannt. Die Airline will weitere Informationen herausgeben, wenn diese verfügbar sind. Airbus stellt derweil den französischen Behörden entsprechend Annex 13 der internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO technische Unterstützung zur Aufklärung des Unglücks zur Seite.

Sommerflugplan in München bringt mehr Flugzeuge und Ziele

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Mit dem neuen Sommerflugplan stehen den Passagieren am Münchner Airport wieder viele Reiseziele in alle Welt zur Verfügung. Vom kommenden Sonntag, den 29. März, bis zum Samstag, 24. Oktober 2015, haben die Airlines rund 224.000 Flüge zu 228 Destinationen in 66 Ländern angemeldet. Das sind rund 4.000 Starts und Landungen beziehungsweise knapp zwei Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Neben 16 innerdeutschen Zielen und 167 Destinationen auf der Mittelstrecke werden auch 45 Langstreckenziele regelmäßig angeflogen. Zu dem neuen Saisonflugplan gehört auch eine Reihe neuer Verbindungen und Frequenzerhöhungen.

So stationiert etwa die Fluggesellschaft bmi regional erstmals zwei Flugzeuge in München und ermöglicht damit jeweils bis zu drei tägliche Verbindungen nach Rotterdam (Niederlande) und Bern (Schweiz) sowie bis zu zwei tägliche Flüge nach Lüttich (Belgien). Gleichzeitig wird die Zahl der wöchentlichen Verbindungen nach Bristol (England) von sechs auf zwölf verdoppelt.

Urlaubsziele von der Lufthansa

Lufthansa hat im neuen Sommerflugplan ab München eine Vielzahl von Verbindungen im Programm, die vor allem für Urlauber attraktiv sein dürften: Wöchentlich einmal geht es etwa nach Heraklion auf Kreta (Griechenland), nach Sevilla (Spanien), Glasgow (Schottland) und Reykjavik (Island). Nach Perugia (Italien) fliegt die Kranichlinie von München aus zweimal pro Woche. Gleich viermal pro Woche startet Lufthansa von München aus wieder in die ägyptische Hauptstadt Kairo.

Neuigkeiten gibt es auch von der griechischen Fluggesellschaft Aegean: Sie fliegt zweimal in der Woche von München nach Larnaca auf Zypern – ein Ziel, das auch einmal in der Woche mit Germania erreichbar ist. Germania verbindet zudem mit einem wöchentlichen Flug München mit Burgas in Bulgarien am Schwarzen Meer. Easyjet fliegt 13 Mal in der Woche nach Rom.

Zur Sonne in den Süden

Die spanische Airline Vueling startet zweimal pro Woche eine Verbindung nach Santiago de Compostela. Condor fliegt erstmals einmal in der Woche nach Enfidha in Tunesien und airberlin nach Agadir in Marokko. Ein neues Flugziel für den Münchner Airport ist Rijeka in Kroatien, das dreimal in der Woche von Croatia Airlines bedient wird.

Auch zwei Neuzugänge kann der Münchner Flughafen begrüßen: Die iranische Fluggesellschaft Mahan Air bietet an Bayerns Luftverkehrsdrehkreuz drei wöchentliche Flüge nach Teheran an. Wer in das Emirat Kuwait an der Nordwestküste des Persischen Golfs reisen will, kann dieses Ziel von München ab Mitte Juli 2015 ebenfalls dreimal in der Woche mit Kuwait Airways nonstop erreichen.

Im Frachtbereich kann der Münchner Flughafen eine neue Airline begrüßen: Ab Ende März startet die chinesische Fluggesellschaft Yangtze River Express mit einem Boeing 747-Frachtjumbo fünf wöchentliche Flüge, die München mit Chicago, Brüssel, Amsterdam sowie Shanghai und Tianjin in China verbinden.

Airbus liefert 9.000. Flugzeug aus – A321 für VietJetAir

Airbus hat in Hamburg die Auslieferung des 9.000. Flugzeug gefeiert. Das Flugzeug ist die erste Maschine vom Typ A321 für die vietnamesische VietJetAir und trifft dort bereits auf eine reine Flotte der Airbus A320-Familie

VietJetAir hob erstmals Ende 2011 ab und betreibt nun schon eine Flotte von 22 A320-Flugzeugen von Vietnam zu Zielen in Asien. Die Airline will weiter wachsen. Die nun übergebene A321 ist die erste aus einer Tranche von sieben Maschinen, und stammt aus einer Bestellung von bis zu 100 A320-Flugzeugen.

Seit dem ersten Airbus A300 im Jahr 1974 hat der Flugzeughersteller die modernste und umfassendste Produktlinie an Verkehrsflugzeugen auf den Markt gebracht, die Passagiermaschinen von 100 bis über 500 Sitze umfasst. Nach Stückzahlen dominieren die Flugzeuge der A320-Familie, mit der jüngsten Weiterentwicklung A320neo. Das Flaggschiff vieler Airlines stellt die A380 dar, ein zweistöckiges Flugzeug mit standardmäßig über 500 Sitzen. Die neueste Flugzeugfamilie ist der mittelgroße Großraumjet A350 XWB, der mit neuesten Technologien wie leichten Verbundwerkstoffen Gewicht und Treibstoff einspart und neue Langstrecken erschließt.

In den letzten zehn Jahren konnte Flugzeugbauer Airbus seine Auslieferungen auf über 600 Flugzeuge pro Jahr verdoppeln – und die Nachfrage steigt. Dabei hilft auch eine FAL (Final Assembly Line) in China, ein weiteres Werk in den USA ist in Bau. Die Auslieferung des 9.000. Flugzeuges kommt somit nicht einmal zwei Jahre nach dem Meilenstein von 8.000 ausgelieferten Flugzeugen im August 2013. Weitere 6.300 Flugzeuge hat Airbus derzeit an Auftragsbestand.

Fotos: (c) Airbus

Airlines zahlen bei Verspätungen aus geringer Marge

Der Bundesverband der Deutschen Luftfahrt (BDL) plädiert bei der Revision der Fluggastrechte-Verordnung von der EU für einen fairen Ausgleich zwischen Verbraucher- und Wirtschaftsinteressen, so BDL Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow beim Gespräch mit dem Berichterstatter des Europäischen Parlaments, MdEP Georges Bach. Derzeit zahlen die Airlines Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen in Höhe von 132 Mio. Euro pro Jahr. Beim Vorschlag des EU-Parlaments würden sich diese Kosten bis auf das Dreifache erhöhen.

Der Vorschlag der EU-Kommission mit Entschädigungsleistungen zwischen 250 und 600 Euro nach fünf, neun oder zwölf Stunden Verspätungen sei nach Randow solch ein Versuch. „Der Ansatz des EU-Parlaments dagegen, der eine Staffelung nach drei, fünf und sieben Stunden vorsieht, ist unrealistisch. Bei vielen Flügen ist es oft unmöglich, in drei Stunden Ersatz oder Reparaturen zu organisieren.“ so Randow.

Vor einem Kurzstreckenflug mit einer Boeing 737-800 treten Probleme auf, die nicht zeitnah gelöst werden können. Die Maschine ist zu 70 Prozent mit Passagieren besetzt. Die Fluggesellschaft entscheidet sich dafür, die Passagiere mit einer Ersatzmaschine zu befördern. Diese Maschine stammt im günstigsten Fall aus der eigenen Flotte (keine Zusatzkosten durch externes Anchartern), muss jedoch erst an den Ort, an dem sich das andere Flugzeug befindet, überführt werden. Den Passagieren würden nach Fluggastrechteverordnung insgesamt ca. 30.000 Euro Ausgleichzahlung zustehen.

Ersatzflug verzehrt Marge aus 178 planmäßigen Flügen

Die Zusatzkosten für den Ersatzflug (Crew, Blockstunden, Kerosin, Flughafen- und Flugsicherungsgebühren etc.) belaufen sich auf ca. 40.000 Euro für Überführungs- und Kurzstreckenflug. Ohne Berücksichtigung etwaiger Betreuungsleistungen während der Verspätung entstehen dem Luftfahrtunternehmen Kosten in Höhe von ca. 70.000 Euro. Dem gegenüber stehen die Bruttoeinnahmen des Fluges in Höhe von ca. 21.000 Euro.

Die operative Umsatzmarge deutscher Fluggesellschaften lag 2011-2012 bei durchschnittlich 0,8 Prozent. Das entspricht einem durchschnittlichen Gewinn bei der beschriebenen Konstellation von 168 Euro pro Flug. Dies wiederum bedeutet, dass die Airline allein um die Belastung der Ausgleichsleistung aufbringen zu können, den Gewinn aus ca. 178 kompletten vergleichbaren Flügen verliert und die Gesamtkosten der Operation (d.h. Ausgleichszahlung, Ersatzbeschaffung des Flugzeuges und Ersatzflug) dem Gewinn aus ca. 416 vergleichbaren Flügen entsprechen.

Faktencheck der VC zum Tarifeinheits-Entwurf von Ministerin Andrea Nahles

Seit einiger Zeit wirbt die Bundesarbeitsministerin für den Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Regelung der Tarifeinheit geworben. Andrea Nahles rechtfertigt das Gesetzesvorhaben oft mit dem Verweis auf entsprechende Äußerungen des Arbeitgeberpräsidenten Kramer und des DGB-Vorsitzenden Hoffmann und versuche den Eindruck zu erwecken, es würde sich um eine minimalinvasive Maßnahme am Arbeitsmarkt handeln, die größtmöglichen Rückhalt bei allen betroffenen Akteuren genieße, so die Vereinigung Cockpit (VC). Der breite Widerstand gegen das Gesetzesvorhaben, wie er in zahlreichen Stellungnahmen und öffentlichen Verlautbarungen von Gewerkschaftern, Rechtswissenschaftlern und anderen Sachverständigen zum Ausdruck kam, bleibt indes völlig unerwähnt.

Die VC hat deshalb zahlreiche Argumente der Bundesarbeitsministerin einem „Realitätscheck“ unterzogen:

Tarifeinheit ist „eine wichtige Säule unserer bewährten Tarifautonomie“.

Nicht die Tarifeinheit, sondern die Tariffreiheit sichert die Tarifautonomie. Durch den gesetzlichen Zwang zur Tarifeinheit wird die Funktionsfähigkeit der Tarifautonomie nachhaltig und unumkehrbar gestört. Es würde ein Rechtsrahmen geschaffen, der tariffähigen Gewerkschaften das Recht zur autonomen Tarifvertragsgestaltung nimmt.

Tarifeinheit „war Grundlage für anhaltenden sozialen Frieden“.

Nicht die Tarifeinheit hat den sozialen Frieden gesichert, sondern die im Grundgesetz verbürgte Koalitionsfreiheit und Tarifautonomie (Art. 9 Abs. 3 GG). Die Idee einer konkurrenzlosen „Mehrheitsgewerkschaft“ widerspricht diesem Grund- und Freiheitsrecht eklatant. Ein Gesetz, das durch die Erzwingung der Tarifeinheit zwischen Gewerkschaften erster und zweiter Klasse unterscheidet, zerstört das grundrechtliche Fundament und ist eine Bedrohung für den sozialen Frieden.

„Das Bundesarbeitsgericht (hat) im Jahr 2010 das Prinzip der Tarifeinheit nivelliert.“

Das Bundesarbeitsgericht hat nicht die Tarifeinheit „nivelliert“, sondern in seinem Urteil vom 07. Juli 2010 festgestellt, dass der Grundsatz der Tarifeinheit mit der durch das Grundgesetz geschützten Koalitionsfreiheit unvereinbar ist. Schon vor dem Urteil hatten die Arbeitgeber mit einer Reihe von Gewerkschaften berufsspezifische Tarifverträge geschlossen. Mit dem BAG-Urteil wurde anerkannt, dass Tarifpluralität nicht nur der verfassungsrechtlich gebotene Normalfall ist, sondern längst zur Lebenswirklichkeit in den Betrieben gehört.

„… die Sozialpartner, an der Spitze BDA und DGB, (haben) gemeinsam die Politik eindringlich gebeten, auf eine gesetzliche Regelung hinzuwirken.“

„Die Vereinbarung, diesen Weg zu gehen, … wurde von Arbeitgebern und Gewerkschaften ausdrücklich unterstützt und mitgetragen.“

Die Sozialpartner in Deutschland bestehen nicht nur aus BDA und DGB. Es gibt in Deutschland viele anerkannte und als Tarifpartner akzeptierte Gewerkschaften außerhalb des DGB, die das Tarifeinheitsgesetz ablehnen, beispielsweise die Fachgewerkschaften in der Tarifunion des Deutschen Beamtenbundes, der Marburger Bund, der Deutsche Journalisten-Verband und die Vereinigung Cockpit. Zusammen haben die Berufs- und Fachgewerkschaften rund 600.000 Mitglieder.

Auch im DGB gibt es offenen Widerstand gegen das Gesetzesvorhaben zur Tarifeinheit. Die Gewerkschaften Verdi, GEW und NGG, die insgesamt rund 2,5 Millionen Mitglieder repräsentieren, lehnen den Gesetzentwurf ab.

Es sei deshalb, so die VC, in hohem Maße unredlich, diesen offenen Widerspruch zu verschweigen und so zu tun, als ob die Gewerkschaften einhellig das Tarifeinheitsgesetz unterstützen würden.

Fakt ist: Gewerkschaften aus dem DGB, der dbb tarifunion und berufsspezifische Gewerkschaften, die zusammen mehr als drei Millionen Mitglieder vertreten, haben klar ihre Ablehnung zu Protokoll gegeben. Es zeugt von einer gewissen Chuzpe, mit einem dürren Zitat des DGB-Vorsitzenden Hoffmann Einheitlichkeit vorzutäuschen, wo es sie nicht gibt. Die von der Ministerin behauptete Geschäftsgrundlage – Unterstützung der Gewerkschaften für eine gesetzliche Regelung der Tarifeinheit – ist entfallen.

„Bei der Erstellung des Gesetzentwurfs haben wir sorgsam darauf geachtet, die gewichtige Stellung von Vereinigungsfreiheit und Streikrecht im Grundgesetz zu wahren. Dass diese Grundrechte nicht angetastet werden, ist für uns conditio sine qua non.“ … „Das Streikrecht ändern wir nicht. Art. 9 des Grundgesetzes bleibt unangetastet.“

In einer Vielzahl von Stellungnahmen der Verbände sowie Gutachten renommierter Verfassungsrechtler und Arbeitsrechtler wird die gesetzliche Festschreibung der Tarifeinheit nach dem Mehrheitsprinzip als verfassungswidrig eingestuft. Es besteht kein Zweifel daran, dass der Regierungsentwurf tief in das Grundrecht der Koalitionsfreiheit eingreift und tarifmächtigen Gewerkschaften das Recht verwehrt, eigenständig tarifpolitisch tätig zu sein. Wenn sogenannte Minderheitsgewerkschaften keine Möglichkeit mehr haben, ihren eigenen Tarifvertrag durchzusetzen, weil er durch den Mehrheitstarifvertrag verdrängt worden ist, bleibt ihnen auch das Streikrecht verwehrt.

Nach geltender Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts sind Arbeitskampfmaßnahmen nur dann verhältnismäßig, wenn ihnen ein „tariflich regelbares Ziel“ zugrunde liegt. Dies wird – so ausdrücklich die Begründung zum Tarifeinheitsgesetz – nicht mehr der Fall sein, wenn aufgrund der Mehrheitsverhältnisse in den Betrieben die Minderheitsgewerkschaft keinen wirksamen Tarifvertrag abschließen kann.

Die Vereinigungsfreiheit und das Streikrecht werden mit dem Tarifeinheitsgesetz nicht nur angetastet – sie werden massiv eingeschränkt.

„Gesetzliche Regelungen kommen nur dann zur Anwendung, wenn Tarifkollisionen nicht durch autonome Entscheidungen verhindert oder behoben werden können.“

„Tarifkollision“ ist laut VC ein manipulativer Begriff. Er suggeriert, es gebe einen „Zusammenstoß“ von sich überschneidenden Tarifregelungen, der die Unternehmen überfordere und Unfrieden stifte. Das Gegenteil ist der Fall. Seit Jahren gibt es für bestimmte Berufsgruppen spezifische, in der Anwendung völlig unproblematische Tarifverträge, die von den üblichen Branchentarifverträgen abweichen. Die Verhältnisse sind gut geregelt.

So verhandelt beispielsweise der Marburger Bund mit Krankenhausträgern Tarifverträge für die angestellten Ärztinnen und Ärzte und die Vereinigung Cockpit mit Fluggesellschaften Tarifverträge für die Piloten. Die grundrechtlich geschützte autonome Entscheidung dieser Gewerkschaften, eigenständige Tarifverträge für ihre Mitglieder auszuhandeln, kann nicht einfach per Gesetz außer Kraft gesetzt werden.

Schwerwiegende Kollisionen gibt es indes vor allem dort, wo Arbeitgeber eigenmächtig Tarifstandards unterlaufen – durch Unternehmens- und Betriebsaufspaltungen, Werkverträge und Leiharbeit, Outsourcing sowie die Erzwingung von Absenkungsvereinbarungen.

„Wir wollen sie (die Bindekraft der Sozialpartnerschaft und der Tarifautonomie) wieder stärken.“

Sozialpartnerschaft braucht starke Gewerkschaften und tariftreue Arbeitgeber. Die Arbeitnehmer müssen sich weiterhin frei entscheiden können, welche Gewerkschaft ihre Interessen wahrnehmen soll. Es darf deshalb auch keine Privilegierung eines bestimmten Gewerkschaftsmodells geben. Dies würde gerade diejenigen Gewerkschaften schwächen, die einen hohen Organisationsgrad vorweisen können und über einen starken Rückhalt in ihrer Berufsgruppe verfügen.

Das Tarifeinheitsgesetz würde deshalb auch das Gegenteil von dem bewirken, was die Ministerin als Ziel ausgibt: eine stärke Bindekraft der Tarifautonomie. Die Sozialpartnerschaft wird geschwächt, wenn Arbeitnehmer gegen ihren erklärten Willen einem Mehrheitstarifvertrag unterworfen werden. Es kann nicht im Interesse der Politik sein, dass Hunderttausende von Gewerkschaftsmitgliedern das Gefühl haben, sie würden um ihre gewerkschaftlichen Grundrechte betrogen.

Vizepremierminister aus China zu Besuch bei MTU

Der Vizepremierminister der Volksrepublik China, Ma Kai, besuchte am Freitag, den 20. März 2015, die Firmenzentrale der MTU Aero Engines AG in München. Ma Kai kam in Begleitung einer hochkarätigen Delegation aus den Ministerien Industrie, Finanzen, Handel, Auswärtige Angelegenheiten, Entwicklung und Reform. Empfangen wurden die Gäste vom MTU-Vorstandsvorsitzenden Reiner Winkler und Michael Schreyögg, Vorstand Programme. Im Mittelpunkt der Gespräche standen zum einen die Geschäftsbeziehungen und das Engagement der MTU in China.

Die MTU betreibt gemeinsam mit ihrem Joint-Venture-Partner China Southern Air Holding Company im südchinesischen Zhuhai den größten Instandhaltungsbetrieb des Landes für zivile Luftfahrtantriebe, in dem rund 700 Mitarbeiter beschäftigt sind. Zum anderen waren neue und hochmoderne Entwicklungs- und Fertigungsverfahren am Standort in München von großem Interesse für die Gäste. Die Werksbesichtigung führte Ma Kai und seine Begleiter in die hochmoderne Fertigungshalle für Blisk-Bauteile, die unter anderem in den PW1100G-Triebwerken für die A320neo von Airbus zum Einsatz kommen werden.

Im Kompetenzzentrum der MTU für die Hightech-Blisk-Fertigung kommt eines der weltweit größten, flexiblen Fertigungssysteme für die Produktion von Hoch- und Mitteldruckverdichtern zum Einsatz. Blisks sind Hochtechnologie-Bauteile, die integral aus einem Stück gefertigt werden und zunehmend in modernen Triebwerksverdichtern zum Einsatz kommen. Die MTU Aero Engines ist einer der führenden Hersteller dieser Blade Integrated Disks. In der Halle werden Verdichterstufen für zivile und militärische Triebwerke, vor allem für die treibstoffsparende und leisere PW1000G-Familie mit Getriebefan-Technologie, für das PW800 sowie für das TP400-D6, produziert.