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Sonnenfinsternis im Linienflug: Eine Minute länger als am Boden

Die Gäste des Fluges LH 435 von Chicago nach München hatten am Freitag Vormittag die seltene Gelegenheit, eine totale Sonnenfinsternis an Bord eines Linienfluges mitzuerleben. Dank einer geringfügigen Kurskorrektur passierte der Lufthansa-Airbus den sogenannten Kernschatten südöstlich von Island in einer Reiseflughöhe von 12.600 Metern über Meer.

LH 435 war der Lufthansa-Linienflug, der dem Kernschatten der Sonnenfinsternis am nächsten war. Flugkapitän Martin Hoell, Chef der Münchner Langstreckenflotte: „Diese einmalige Chance haben wir genutzt, um unseren Kunden die Beobachtung dieses Naturereignisses zu ermöglichen. Unsere Flugplaner haben die notwendige, geringfügige Kursanpassung errechnet und die Besatzung ist exakt zur geplanten Zeit am vorgesehenen Punkt in den Kernschatten der Sonnenfinsternis eingeflogen“.

Sonnenfinsternis eine Minute länger als am Boden

Die Passagiere an Bord konnten das Naturereignis somit aus besonderer Perspektive ab 10:37 Uhr MEZ beobachten. Durch die Reise im Flugzeug mit dem Schatten dauerte das Spektakel fast vier Minuten – eine Minute länger als am Boden. 

Zum Bordservice gehörten auf diesem Flug neben Mahlzeiten und Getränken erstmalig auch UV-Schutzbrillen und eine Informationsbroschüre, die in den Sitztaschen steckten. Nach dem Abflug in Chicago wurden die Fluggäste in einer Ansage aus dem Cockpit auf das spektakuläre Ereignis während Ihres Fluges hingewiesen. Wer sechs Stunden nach dem Start geweckt werden wollte, konnte einen Aufkleber an seinem Sitz anbringen.

airberlin eröffnet exklusiven Wartebereich am Flughafen Nürnberg

airberlin eröffnete heute am Nürnberger Flughafen einen weiteren Exklusiven Wartebereich. Getreu dem neuen Claim des Albrecht Dürer Airport Nürnberg „entspannt abheben“ können Geschäftsreisende vor ihrem Abflug jetzt noch besser ihre Seele baumeln lassen oder in Ruhe ihre Termine vorbereiten.

„airberlin ist mit über 1,1 Millionen Passagieren im Jahr 2014 der größte Carrier am Albrecht Dürer Airport Nürnberg. airberlin wird im Sommer von Nürnberg aus 25 Destinationen anfliegen. Das ist ein solides und starkes touristisches Angebot, über das wir uns sehr freuen“, sagte Jan C. Bruns, Prokurist der Flughafen GmbH und Leiter Aviation, heute bei der Eröffnung.

Exklusiver Bereich auf 100 Quadratmetern

„Unter unseren Fluggästen sind viele Geschäftsreisende, die sich ab sofort über einen exklusiven Komfort freuen dürfen. Die Gäste können nun die Zeit bis zu ihrem Abflug im Exklusiven Wartebereich an den Gates A13/A14 effektiv und entspannt verbringen“, ergänzte Götz Ahmelmann, Chief Commercial Officer (CCO) bei airberlin.

Business Class Gäste von airberlin, topbonus Kunden ab Silverstatus und Gäste, deren Ticket im Flyflex Tarif gebucht wurde, haben Zutritt zu dem 100 Quadratmeter großen Exklusiven Wartebereich. 48 Sitzplätze stehen zur Verfügung. Neben den bequemen Ledersesseln gehören kostenfreie Erfrischungs- und Heißgetränke, kostenfreie Zeitungen und Zeitschriften sowie Stromanschlüsse für Laptop und Handy zum besonderen Service. Das Angebot ergänzt den bereits bestehenden Exklusiven Parkbereich, der sich im Parkhaus P1 auf Ebene 2 befindet und Parkplätze für topbonus Teilnehmer mit Status Silver, Gold und Platinum bereithält.

Stuttgart folgt als noch 2015

„Und unsere Komfortoffensive geht weiter. Nach der heutigen Eröffnung in Nürnberg und den bereits bestehenden Exklusiven Wartebereichen in Berlin, Düsseldorf, Köln/Bonn, München, Hamburg und Wien, werden wir noch dieses Jahr einen Exklusiven Wartebereich in Stuttgart eröffnen“, sagte der CCO von airberlin.

Zudem kündigte Ahmelmann in seiner Eröffnungsansprache neue Flugverbindungen von und nach Nürnberg an. „Nürnberg ist und bleibt ein wichtiger Standort für airberlin. Im Sommer 2015 werden wir insgesamt 140 Abflüge beziehungsweise Frequenzen pro Woche in Nürnberg haben. Neu aufgenommen wird beispielsweise ab Mai 2015 samstags der Nonstop-Flug von Nürnberg nach Sylt“, so Ahmelmann.

Fraport erwartet um Ostern 180.000 Fluggäste täglich

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In dieser Woche beginnen in Hessen und in Rheinland-Pfalz die Osterferien und damit für den Flughafen Frankfurt die erste große Reisewelle des Jahres. Aufgrund des hohen Passagieraufkommens von bis zu 180.000 Fluggästen pro Tag, empfiehlt Flughafenbetreiber Fraport insbesondere für Freitag, Samstag und Sonntag allen Passagieren eine frühzeitige Anreise zum Airport.

Fluggäste sollten sich während der Ferien spätestens zweieinhalb Stunden vor Abflug an ihren Check-in Schaltern einfinden. Online liefert der Airport weitere sinnvolle Hinweise und Planungshilfen – anschaulich zusammengefasst in einem neuen Film – um unnötigen Stress zu Beginn der Reise zu vermeiden und den Aufenthalt am Airport für die ganze Familie erlebnisreich und bequem zu gestalten. Vieles lässt sich ja bereits zu Hause aus regeln: den optimalen Parkplatz finden, einchecken, zusätzliche Services buchen, Pass- und Zollformalitäten klären und – vor allem – richtig packen.

Wertvolle Anregungen erhalten insbesondere Reisende mit Kindern, Fluggäste mit eingeschränkter Mobilität sowie Passagiere mit Tieren. All diese Informationen bietet auch die kostenlos verfügbare FRA Airport App 2.0 fürs Smartphone.

„Happy Moments“ zum Ferienauftakt erleben insbesondere kleine Reisende: Fraport verteilt vom 27. bis 29. März an den Check-in-Schaltern beider Fluggastgebäude Puzzles und Minibüchlein mit den Abenteuern des Flughafenmaskottchens „Fluggi“ an die Kinder. Doch auch Erwachsene dürfen sich freuen: Am 28. März werden die Gäste des Airports in den öffentlichen Bereichen beider Terminals von Jongleuren, Stelzenläufern und Zauberern des Zirkus Zarakali aus Frankfurt mit Zirkuskunststücken unterhalten.

MTU bringt Titanaluminid für Triebwerksschaufeln in die Serie

In Rekordzeit haben die Werkstoffexperten der MTU Aero Engines zusammen mit Partnern eine neue, einzigartige, intermetallische Hochtemperaturwerkstoffklasse für hoch belastete Triebwerksbauteile entwickelt: Titanaluminid (TiAl), mit kermischen und metallischen Eigenschaften. Das Ergebnis fliegt bereits. Ende September vergangenen Jahres hob mit der A320neo von Airbus erstmals ein Flugzeug mit maßgeschneiderten TiAl-Schaufeln im Triebwerk ab.

Titanaluminid, der neue Leichtbauwerkstoff für Turbinenschaufeln, vereinigt das Beste aus zwei Welten: mit Eigenschaften von Metall und Keramik. „Hat man bisher alle 20 Jahre mit dem Erscheinen eines neuen Werkstoffes gerechnet, ist uns in gerade einmal sieben Jahren gelungen, eine gänzlich neue Werkstoffklasse in die Serie zu bringen“, kommentiert MTU-Technikvorstand Dr. Rainer Martens.

TiAl-Schaufeln in MTU-Niederdruckturbine

Ende September vergangenen Jahres hob bereits mit der A320neo von Airbus erstmals ein Flugzeug mit maßgeschneiderten TiAl-Schaufeln im Triebwerk ab; die Zertifizierung erfolgte dann im Dezember 2014. Die Schaufeln aus dem neuen Werkstoff bilden die dritte Rotorstufe der einzigartigen dreistufigen, schnelllaufenden Niederdruckturbine, die die MTU für den A320neo-Getriebefan entwickelt hat. Und die Forschung geht weiter: Die Werkstoffspezialisten arbeiten bereits an einer verbesserten TiAl-Legierung.

Ziel ist es, noch weitere Turbinenstufen aus dem innovativen Material zu realisieren. Zum Wohle der Umwelt, denn mit TiAl können Triebwerke gebaut werden, die noch ressourcenschonender, Kraftstoff sparender, sauberer und leiser sind als bisherige Modelle. Der neue Werkstoff kann maßgeblich helfen, Triebwerke noch deutlich leichter zu machen.

Legierung mit Eigenschaften Keramik und Metall

Intermetallische Werkstoffe auf Basis von TiAl werden seit vielen Jahren für den Einsatz in Flugzeugtriebwerken diskutiert – aufgrund ihrer bestechenden Eigenschaften: TiAl ist eine Legierung mit keramischen und metallischen Charakteristiken. Es hat eine erheblich geringere Dichte als die heute eingesetzten Nickellegierungen bei nahezu vergleichbaren mechanischen Eigenschaften, einen hohen Schmelzpunkt und ist deutlich kriechfester als Titanlegierungen. Diese Eigenschaften basieren auf der spezifischen Legierungszusammensetzung und der Anwendung mehrstufiger Wärmebehandlungen, die eigens entwickelt wurden.

Turbinenschaufeln aus TiAl sind nur halb so schwer wie solche aus Nickellegierungen bei gleicher Zuverlässigkeit und Lebensdauer. Der hohe Aluminiumgehalt macht den Werkstoff zudem oxidations- und korrosionsbeständig. Das prädestiniert ihn für Anwendungen unter extremen Bedingungen – hohen Temperaturen und Drücken – wie sie in einer schnelllaufenden Niederdruckturbine herrschen. „Seit wir an dieser einzigartigen Niederdruckturbine für den Getriebefan arbeiten, sind Titanaluminide im Gespräch“, erinnert sich Dr. Wilfried Smarsly, Fachreferent für neue Werkstoffe bei der MTU.

TiAl verringert Fliehkräfte – Schmiedeprozess essenziell

Titanaluminide eröffnen neue Design-Horizonte, denn auch andere Triebwerkskomponenten können leichter gebaut werden: An den sonst massiven Turbinenscheiben und -wellen aus schweren Nickellegierungen treten dank des Einsatzes von TiAl-Schaufeln reduzierte Fliehkräfte auf. Die Folge: Auch die Scheiben können sehr viel leichter gebaut werden. Jede Gewichtsreduzierung wirkt sich senkend auf Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen aus.

Die größte Hürde für den Einsatz des Leichtbau-Werkstoffs im Zukunftsantrieb Getriebefan war das Beherrschen der Verarbeitbarkeit: TiAl ist kaum umformbar. Das Schmieden von Turbinenschaufeln mit herkömmlichen und preisgünstigen Methoden war bislang nicht möglich. „Durch thermodynamische Berechnungen wurde ausgelotet, in welchem Temperaturbereich und mit welcher Phasenkonfiguration geschmiedet werden kann“, erläutert Prof. Dr. Helmut Clemens. Der Leiter des Department Metallkunde und Werkstoffprüfung der Montanuniversität Leoben in Österreich und Forschungspartner der MTU wurde für seine Entwicklungsleistung im vergangenen Jahr in Japan mit dem Honda-Preis ausgezeichnet. Clemens: „Mit der entwickelten TiAl-Legierung kann der Schmiedeprozess nun auf konventionellen Umformmaschinen durchgeführt werden – das ist der eigentliche Clou.“

Fluglotse-Informationstag bei Austro Control gut besucht

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Austro Control lud zum „Traumjob Fluglotse“ am Berufsinformationstag in die Unternehmenszentrale. Rasch ausgebucht waren die 300 Plätze, die im Rahmen von halbstündlichen Führungen durch den Austro Control Towersimulator zur Verfügung standen.

Den Fluglotsen konnte man bei dieser exklusiven Gelegenheit in einer realen Ausbildungssituation über die Schulter blicken: Fluglotsen arbeiten eigenverantwortlich und lernen den Umgang mit hoher Verantwortung während einer intensiven drei jährigen Ausbildung. Ein außergewöhnliches Maß an Selbstständigkeit, Belastbarkeit und Teamfähigkeit sind für diesen Job unerlässlich.

Alles Wissenswerte und Informative zu Bewerbung, Auswahl und Ausbildung erfuhr das junge Publikum von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort.

Weltreise im Airbus A340 – Lufthansa fliegt drei Wochen exklusiv um den Globus

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Diese ausgesuchte Kombination ist garantiert in keinem regulären Linienflugplan zu finden: Im November bringt ein Lufthansa-Airbus-A340 eine exklusive Gruppe von Weltenbummlern zu den spannendsten Zielen auf allen fünf Kontinenten. Dass dabei Großes ansteht, sagt schon der organisatorische Hinweis: „Der Reisepass muss mindestens fünf freie Seiten haben.“

In drei Wochen sind acht Zwischenstopps in Südamerika, der Südsee, Neuseeland, Australien und Malaysia geplant. Die Stopps dauern jeweils zwischen zwei und fünf Tagen. Um den Privatjet-Charakter noch weiter zu unterstreichen, gesellen sich zur Lufthansa-Crew in Cockpit und Kabine ein eigener Koch, ein Baggage Master sowie ein mitreisender Mediziner. Nach dem Start in Frankfurt führt die Route via Wien über den Atlantik nach Rio de Janeiro/Brasilien.

Einmal quer über den Pazifik

Nächste Station ist Montevideo/Uruguay, bevor zwei Tage später der Airbus A340 den Pazifik überquert bis nach Papeete/Französisch Polynesien. Auf Neukaledonien verzeichnet die Route Bourail, in Neuseeland Auckland. Es folgen Melbourne und Perth in Australien, bevor die tropische Insel Langkawi/Malaysia die letzte Station bildet.

Als Veranstalter der exklusiven Weltreise limitiert HL Travel die Teilnehmerzahl auf höchstens 150 Fluggäste. Der Lufthansa-Partner verfügt über eine mehr als 25-jährige Erfahrung. Der Flug um die Welt ist buchbar in Economy und Business Class. Optional bietet der Veranstalter für alle Zielorte ein zusätzliches Golfpaket an.

Boeing 737-800 der Hainan Airlines fliegt ersten Passagierflug mit Biotreibstoff

Boeing, Hainan Airlines und Sinopec aus China haben den ersten Passagierflug mit nachhhaltig produziertem Biotreibstoff durchgeführt. Der Flug ist ein umwelttechnischer Meilenstein in der chinesischen Luftfahrtindustrie.

Der normal terminierte Flug einer Next-Generation Boeing 737-800 der Hainan Airlines, die mehr als 100 Passagiere an Bord hatte und von Shanghai nach Beijing flog, hatte Biotreibstoff von Sinopec im Tank, der aus alten Brat-Ölen und -Fetten bestand, die von chinesischen Restaurants geliefert wurden.

Sinopec nimmt in China eine führende Rolle ein bei der Entwicklung und Anwendung von Treibstoffen aus Biomasse, darunter auch Bioflugkraftstoffe und Bio-Diesel. Beide Triebwerke vom Typ CFM International CFM56-7B wurden dabei mit einer Treibstoffbeimischung von ca. 50 Prozent Bio-Flugkraftstoff zum konvetionellen erdölbasierten Treibstoff betrieben.

Pu Ming, Vice President der Hainan Airlines, der das Flugzeug als Pilot steuerte, zeigte sich stolz diesen Flug mit nachhaltigem Treibstoff zur chinesischen Hauptstadt zu fliegen. Es sei dies für Hainan Airlines, als heimische und schnell wachsende Airline, auch ein Bekenntnis zur Umwelt und dass dieser Treibstoff in der Luftfahrt Chinas eine sichere und nachhaltige Rolle spielen kann.

Nachhaltig hergestellte Biokraftstoffe können die CO2-Emissionen um 50 bis 80 Prozent gegenüber herkömmlichem Treibstoff reduzieren, und wird daher essenziell zur Erreichung der Umweltziele in der Luftfahrt, bei gleichzeitigem Wachstum. Flugzeugbauer Boeing erwaretet für China einen Bedarf durch steigenden nationalen und internationalen Flugverkehr an 6.020 neuen Flugzeugen bis 2033.

Alexander Gerst würdigt Gewinner des Wettbewerbs „Beschützer der Erde“

Kreative und motivierte Viertklässler aus Köln, Wuppertal, Ludwigsburg und Forchheim nahmen bei der Siegerehrung im Deutschen Technikmuseum in Berlin persönliche Glückwünsche von Alexander Gerst entgegen.

Der deutsche ESA-Astronaut hatte den bundesweiten DLR-Grundschulwettbewerb „Beschützer der Erde“ während seiner „Blue-Dot“-Mission im vergangenen Jahr mit Videobotschaften von der ISS unterstützt und die Kinder für die Verletzbarkeit unseres blauen Heimatplaneten sensibilisiert. „Erde statt Plastik – Frühstück ohne Müll“, „Wir retten unseren Schulteich“, „Stofftaschen statt Plastiktüten“ und „10.000 Dominosteine für einen afrikanischen Regenwald“ – mit diesen Projekten haben sich die Gewinner des Wettbewerbs auf die ersten Plätze und in die Herzen der Jury katapultiert.

Mann im All hat Interesse geweckt

Auch Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und Koordinatorin der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, gratulierte den Mädchen und Jungen: „Ich finde es prima, dass rund 2.000 Schülerinnen und Schüler am Ideenwettbewerb des DLR teilgenommen haben. Die Begeisterung für die Themen Raumfahrt und Umweltschutz hat sicher auch Alexander Gerst, unser Mann im All, geweckt. Er hat sich mit seinen Experimenten für Schülerinnen und Schüler und mit den Videobotschaften von der ISS in das Klassenzimmer eingeschaltet. Damit hat er uns allen einen neuen Blickwinkel auf die Erde gezeigt.“

Katrin Mantell, Klassenlehrerin der 4c der GGS Stenzelbergstraße aus Köln, die in der Kategorie „Land“ den ersten Platz belegt hat, bringt ihre Motivation so auf den Punkt: „Der Beschützer-der-Erde-Wettbewerb hat uns so viel Spaß gemacht, dass wir zwischendurch ganz vergessen hatten, dass es ein ‚Wettbewerb‘ ist. Wir waren uns einig: Auch, wenn wir nicht gewinnen, haben wir viel erreicht.

Jede große Reise beginnt mit einem kleinen Schritt. Wir werden das Bewusstsein aus unserem Projekt‚ Erde statt Plastik – Frühstück ohne Müll‘ mit in den Alltag nehmen und auch künftig versuchen, Plastikmüll zu vermeiden und diese Botschaft an andere weitergeben.“ Die Kölner Viertklässler hatten sich zunächst mit der Frage befasst, wie man Abfall beim Schulfrühstück vermeiden kann und haben dann sogar den Müllverbrauch aller Klassen reduziert. Sie malten Bilder zu den Themen Klimawandel und Treibhauseffekt und legten mit Unterstützung ihrer Eltern einen eigenen Schul-Komposthaufen an.

Kategorien und Gewinner

Insgesamt wurden Beiträge in vier Kategorien bewertet: Ozeane, Land, Flüsse/Seen und Wälder. Der Wettbewerb stand unter dem Motto „Der blaue Planet – Deine Mission“ und dauerte von Oktober bis Dezember 2014. „90 Projektarbeiten mit dem Fokus ‚Umweltschutz und Klimawandel‘ wurden bei uns eingereicht und von einer fachkundigen Jury bewertet“, erklären die Projektleiterinnen Dr. Franziska Zeitler und Frauke Lindert vom DLR Raumfahrtmanagement, die den „Beschützer der Erde“-Wettbewerb mit Mitteln des BMWi organisiert hatten.

Bei der Siegerehrung in Berlin dabei waren die jeweils erstplatzierten Klassen: Neben den Kölner Viertklässlern waren das die Klasse 4c der Grundschule Hoheneck aus Ludwigsburg (Kategorie: Flüsse/Seen, Beitrag: Wir retten unseren Schulteich), die Klasse 4b der Anna Grundschule Forchheim (Kategorie Ozeane, Beitrag: Forchheim ohne Plastiktüten) und die Klasse 4b der Sankt Antonius Grundschule Wuppertal (Kategorie Wälder, Beitrag: Domino-Wald – wir geben den Anstoß! Eine Dominoaktion zum Schutz des Regenwaldes (zusammen mit der Partnerschule in Ghana).

Auf den Bildern: Finale des DLR-Schülerwettbewerbs „Beschützer-der-Erde“ im Deutschen Technikmuseum in Berlin.

  • In der Kategorie „Land“ gewann die Klasse 4c der Gemeinschaftsgrundschule Stenzelbergstraße aus Köln mit dem Beitrag „Erde statt Plastik – Frühstück ohne Müll“ und freute sich besonders über die persönlichen Glückwünsche des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst.
  • Die Gewinner in der Kategorie „Flüsse/Seen“ kommen aus der Klasse 4c der Grundschule Hoheneck in Ludwigsburg. Sie hatten den Schulteich wiederbelebt.
  • Den ersten Platz in der Kategorie „Ozeane“ belegten die Mädchen und Jungen der Klasse 4b der Anna-Grundschule Forchheim. Sie hatten sich in ihrem Heimatort für „Stofftaschen statt Plastiktüten beim Einkauf“ eingesetzt.
  • Der „Domino-Wald“ der Klasse 4b der Sankt-Antonius-Grundschule in Wuppertal landete auf Platz 1 in der Kategorie „Wälder“. Die Kinder hatten mehr als 10.000 Dominosteine aufgestellt und Geld für ein Regenwaldprojekt in Ghana gesammelt.

Mid Air-Kollision: Cessna 172 und 208 setzen Flug fort

Die mit dem Piloten besetzte Cessna 172 war auf einem gewerblichen Flug nach Sichtflugregeln (VFR) von Wangerooge (EDWG) nach Norden-Norddeich (EDWS), als sie nördlich der Ortschaft Dornum um 11:16 Uhr mit einer aus Emden (EDWE) kommenden Cessna 208 in ca. 1.100 ft AMSL kollidierte.

Untersuchungsbericht

Identifikation

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 06. Mai 2009
  • Ort: nördlich Dornum
  • Luftfahrzeuge: 1. Flugzeug; 2. Flugzeug
  • Hersteller / Muster: 1. Cessna Aircraft Co. / Cessna 208 B; 2. Cessna Aircraft Co. / Cessna FR 172 K
  • Personenschaden: keiner
  • Sachschaden: beide Luftfahrzeug schwer beschädigt
  • Drittschaden: keiner

Sachverhalt

Ereignisse und Flugverlauf

Die Cessna 208 befand sich ebenfalls auf einem gewerblichen Flug nach VFR mit dem Ziel Langeoog (EDWL). An Bord dieses Flugzeuges befand sich neben dem Piloten ein Ladehelfer.

Der Pilot der Cessna 208 gab an, dass das andere Flugzeug „unvermittelt aufgetaucht und vorher nicht erkennbar gewesen sei.“ Nach der Kollision habe er die Flugfähigkeit seines Flugzeuges überprüft und entschieden, den Flug zum geplanten Zielflugplatz fortzusetzen. Abb. 1 zeigt Grafik der Radaraufzeichnung der Flugwege zwischen 11:15:46 Uhr und 11:16:20 Uhr (Quelle: Flugsicherungsorganisation, Bearbeitung BFU).

Laut Aussage des Piloten der Cessna 172 habe er das andere Flugzeug „[…] plötzlich in wenigen Metern Abstand direkt vor sich, in genau derselben Höhe, auf Kollisionskurs von links kommend […]“ gesehen. Reflexartig habe er das Steuerhorn nach vorn gedrückt und ein lautes Aufprallgeräusch wahrgenommen und das Flugzeug sei nach rechts herumgerissen worden. Nach Wiedererlangung der Kontrolle über das Flugzeug habe er sich wegen des zu erwartenden starken Seitenwindes am Zielflugplatz entschlossen, nach Emden zu fliegen. Dort erfolgte eine normale Landung.

Angaben zu Personen

Pilot Cessna 208 B

Der 64-jährige verantwortliche Luftfahrzeugführer besaß seit 1977 einen Luftfahrerschein für Berufsflugzeugführer, ausgestellt nach den Regelungen JAR-FCL deutsch, gültig bis 09. Februar 2010. Die Lizenz beinhaltete folgende Berechtigungen:

  • Cessna SET, PIC, gültig bis 09. Februar 2010
  • ME piston (land), PIC, gültig bis 09. Februar 2010
  • SE piston (land), PIC, gültig bis 09. Februar 2011

Sein flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 1 war bis 09. August 2009 gültig. Laut Mitteilung des Luftfahrtunternehmens betrug die Gesamtflugerfahrung 19.660 Stunden, davon 115 Stunden in den letzten 90 Tagen.

Pilot Cessna FR 172 K

Der 54-jährige verantwortliche Luftfahrzeugführer besaß seit 1999 einen Luftfahrerschein für Berufsflugzeugführer, ausgestellt nach den Richtlinien der ICAO, gültig bis 18. Juli 2009. Die Lizenz beinhaltete folgende Berechtigungen:

  • ME piston (land), PIC, IR, gültig bis 29. Januar 2010
  • SE piston (land) PIC, IR, gültig bis 29. Januar 2010
  • Long Range

Sein flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 1 war bis 15. November 2010 gültig.

Laut Mitteilung des Luftfahrtunternehmens betrug die Gesamtflugerfahrung 2.389 Stunden, davon 54 Stunden in den letzten 90 Tagen.

Angaben zu den Luftfahrzeugen

Cessna 208 B

Bei dem Flugzeug handelte es sich um einen abgestrebten Schulterdecker in Ganzmetallbauweise mit nichteinziehbarem Fahrwerk in Bugradanordnung und Propeller-Turbinen-Antrieb. Das Luftfahrzeug war in Deutschland zum Verkehr zugelassen und wurde von einem Luftfahrtunternehmen betrieben.

  • Hersteller: Cessna Aircraft Company
  • Muster: Cessna 208 B
  • Werknummer: 208B-0523
  • Baujahr: 1996
  • höchstzulässige Startmasse: 3.969 kg
  • Betriebszeit: 4.778 Stunden

Laut Halter des Flugzeuges fand die letzte technische Wartung (Phase-12-Inspection) am 20. April 2009 bei einer Betriebszeit von 4.759 Stunden statt. Das Flugzeug war nicht mit einem Kollisionswarngerät ausgerüstet. Dies war entsprechend den gültigen Vorschriften nicht gefordert.

Cessna FR 172 K

Bei diesem Flugzeug handelte es sich ebenfalls um einen abgestrebten Schulterdecker in Ganzmetallbauweise mit nichteinziehbarem Fahrwerk in Bugradanordnung und Kolbentriebwerk mit Verstellpropeller. Das Luftfahrzeug war in Deutschland zum Verkehr zugelassen und wurde von einem Luftfahrtunternehmen betrieben.

  • Hersteller: Cessna Aircraft Company
  • Muster: Cessna FR 172 K
  • Werknummer: 0633
  • Baujahr: 1978
  • höchstzulässige Startmasse: 1.157 kg
  • Betriebszeit: 5.115 Stunden

Laut Halter des Flugzeuges fand die letzte technische Wartung (100-Stunden-Kontrolle) am 17. April 2009 bei einer Betriebszeit von 5.099 Stunden statt. Das Flugzeug war nicht mit einem Kollisionswarngerät ausgerüstet. Dies war entsprechend den gültigen Vorschriften nicht gefordert.

Meteorologische Informationen

Die Routinewettermeldung (METAR) für den ca. 20 km entfernten Flugplatz Wittmundhafen (ETNT) um 12:00 Uhr lautete: Wind aus 300° mit 16 kt, die höchsten Windspitzen innerhalb der letzten zehn Minuten lagen bei 27 kt., die Sicht betrug 30 km, aufgelockerte Cumulusbewölkung in 2.200 ft über Grund und aufgelockerte Stratocumulusbewölkung in 4.800 ft über Grund, Temperatur 12 °C, Taupunkt 6 °C, Luftdruck (QNH) 1.011 hPa.

Funkverkehr

Es bestand kein Funkkontakt zwischen den beiden Flugzeugen.

Flugdatenaufzeichnung

Die Flugzeuge waren nicht mit einem Flight Data Recorder (FDR) oder Cockpit Voice Recorder (CVR) ausgerüstet. Diese Aufzeichnungsgeräte waren entsprechend den gültigen Vorschriften nicht gefordert.

Die Radardaten der Flugsicherungsorganisation lagen der BFU vor und wurden im Rahmen der Untersuchung ausgewertet. Die Ergebnisse der Auswertung sind in den Kapiteln Flugverlauf und Zusätzliche Informationen dargestellt.

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Die Kollision ereignete sich in ca. 1.100 ft AMSL im Übergangsbereich vom unkontrollierten Luftraum, Klasse G zum kontrollierten Luftraum, Klasse E. Der rechte Außenflügel/Randbogen der C 208 B prallte mit dem Seitenleitwerk der FR 172 K zusammen und das rechte Hauptfahrwerksbein der C 208 B prallte mit dem rechten Außenflügel der FR 172 K zusammen.

Beide Flugzeuge setzten nach der Kollision ihren Flug fort und landeten am jeweiligen Zielflugplatz. Dort wurden die Schäden an den Flugzeugen untersucht.

Schäden an der Cessna 208 B

Der Frachtbehälter unterhalb des Rumpfes war auf der rechten Seite aufgeschlitzt. Die Verkleidung des rechten Fahrwerksbeins wurde deformiert. An der rechten Tragfläche wurde die Randbogenverkleidung eingedrückt und im Bereich des Randbogens das Querruder deformiert.

Schäden an der Cessna FR 172 K

Zirka zwei Meter der rechten äußeren Tragfläche wurden bis zum Holm abgetrennt. Der Holm, der dahinterliegende Tragflächenbereich und das daran befestigte Querruder wurden nach hinten weggedrückt. Am Seitenleitwerk war die Nasenbeplankung der Flosse im oberen Bereich bis in Höhe des Leitwerkholmes aufgerissen.

Radardaten der letzten 20 Sekunden vor der Kollision

Die Cessna 172 bewegte sich auf einem mittleren Kurs über Grund (Track) von 256°, bei der Cessna 208 betrug der mittlere Track 32°. Beide Flugzeuge bewegten sich aufeinander zu mit einer mittleren stehenden Peilung von 224 °. Abb. 2 zeigt den Flugverlauf: Stehende Peilung (grüne Linie).

Die Cessna 208 befand sich im Sinkflug, die Cessna 172 im Horizontalflug (Abb. 3, Flugverlauf: Flughöhen). Die mittlere Geschwindigkeit über Grund betrug bei der Cessna 208 170 kt und bei der Cessna 172 90 kt. (Abb. 4, Flugverlauf: Geschwindigkeiten über Grund). Die mittlere Annährungsgeschwindigkeit betrug bis zur Kollision 125 m/s. (Abb. 5, Flugverlauf: Annäherungsgeschwindigkeit).

Vermeidung von Zusammenstößen

Aufgrund der Häufigkeit von Zusammenstößen zwischen Luftfahrzeugen im Fluge wurden in der Vergangenheit immer wieder Berichte, Analysen, Studien und Empfehlungen zu dieser besonderen Gefahr im Flugbetrieb von verschiedenen Institutionen erstellt.

Zum Beispiel veröffentlichte die AOPA-Germany in ihrem Safety Letter, Nr. 3 im August 2012 einen ausführlichen Beitrag zu den Ursachen von Zusammenstößen, den Grenzen des Sehvermögens und zu den Methoden zur Reduzierung des Risikos.

Untersuchungsführer: Jens Eisenreich, Braunschweig, 04. März 2015. Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, in Ortszeit. Quelle und Bilder, soweit nicht anders angegeben: BFU.

Der Untersuchungsbericht wurde gemäß § 18 FlUUG summarisch abgeschlossen, d.h. ausschließlich mit Darstellung der Fakten.

Die Untersuchung wurde in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr. 996/2010 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Oktober 2010 über die Untersuchung und Verhütung von Unfällen und Störungen in der Zivilluftfahrt und dem Gesetz über die Untersuchung von Unfällen und Störungen beim Betrieb ziviler Luftfahrzeuge (FlugunfallUntersuchungs-Gesetz – FlUUG) vom 26. August 1998 durchgeführt.

Danach ist das alleinige Ziel der Untersuchung die Verhütung künftiger Unfälle und Störungen. Die Untersuchung dient nicht der Feststellung des Verschuldens, der Haftung oder von Ansprüchen.

Lufthansa Cargo verzeichnet deutlichen Gewinnsprung

Lufthansa Cargo hat im vergangenen Jahr einen operativen Gewinn von 100 Millionen Euro erwirtschaftet. Damit konnte sich die Frachtairline gegenüber dem Vorjahr (79 Millionen Euro*) deutlich verbessern.

Der Vorstandsvorsitzende Peter Gerber präsentierte in Frankfurt ein im Wettbewerbsvergleich starkes Jahresergebnis, das in einem anspruchsvollen Marktumfeld erzielt wurde. Das Zukunftsprogramm „Lufthansa Cargo 2020“ wird weiterhin konsequent umgesetzt. Für das laufende Jahr rechnet Lufthansa Cargo erneut mit einem Ergebnisplus.

Jahresschluss kompensierte schwachen Start

Während die weltweite Luftfrachtnachfrage 2014 leicht anstieg, entwickelte sich die Verkehrsleistung bei Lufthansa Cargo zunächst rückläufig und konnte damit die Erwartungen vom Jahresbeginn nicht ganz erfüllen. Gegen Jahresende verbesserte sich jedoch die Nachfragesituation in einem guten Weihnachtsgeschäft.

Peter Gerber, seit 01. Mai 2014 Cargo-Vorstandschef, betonte: „Wir haben unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen ein gutes Ergebnis erreicht. Neben einem starken Fokus auf Top-Qualität, leistungsstarken Produkten und einem flexiblen Kapazitätsmanagement hat auch die Vertriebsstärke der Lufthansa Cargo maßgeblich dazu beigetragen.“

Der CEO von Europas führender Cargo-Airline ergänzte mit Blick auf die kommenden Jahre: „Luftfracht ist und bleibt ein Wachstumsmarkt“. Die Wachstumsraten seien zwar etwas kleiner geworden als in der Vergangenheit, doch bleibe für bestimmte Güter Luftfracht dauerhaft die einzig sinnvolle Transportmöglichkeit. Vor allem exportstarke Regionen wie Deutschland seien langfristig eine hervorragende Basis für das Luftfrachtgeschäft.

Frankfurt zentraler Luftfracht-Umschlagplatz

„Frankfurt liegt im Zentrum der europäischen Industrie – und damit geografisch wesentlich günstiger als etwa London oder Paris. Für unsere Kunden – die großen internationalen Spediteure – ist die Rhein-Main-Metropole die wichtigste Drehscheibe Europas. Hier haben sie ihre größten Konsolidierungszentren errichtet, hier haben wir als Airline einen idealen Standort, in den wir weiter investieren wollen“, unterstrich Gerber. Lufthansa Cargo wolle die Chancen dieses Standortvorteils nutzen und ihre Marktposition in Europa weiter ausbauen.

„Unser Programm ‚Lufthansa Cargo 2020‘ ist dabei die Antwort auf die strategischen Herausforderungen der Zukunft“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende. Mit insgesamt neun ambitionierten Projekten mache sich Lufthansa Cargo fit für die Zukunft. „Seit Frühjahr 2015 fliegt die fünfte treibstoffeffiziente Boeing 777F in unserer Flotte. Die Triple Seven ist das beste Flugzeug ihrer Klasse und überzeugt mit geringem Treibstoffverbrauch, hervorragender Reichweite und bester Zuverlässigkeit“, erläuterte Gerber die Vorteile des Flugzeugmusters.

Neue Technik auch am Boden

Mitten in der Umsetzung befindet sich zudem die Einführung eines modernen IT-Systems für die Frachtabfertigung basierend auf einer bereits bewährten Industrielösung. Der Roll-Out soll bis Herbst dieses Jahres abgeschlossen werden.

Auch das strategische Projekt eCargo, das die Digitalisierung aller wesentlichen Prozesse im Unternehmen zum Ziel hat, nehme weiter Fahrt auf, so Gerber: „Wir optimieren Prozesse, verbessern den Datenaustausch und werden so unsere Qualität und Geschwindigkeit weiter steigern können.“ Am Standort Frankfurt werden die Vorbereitungen für die Erneuerung des Luftfrachtterminals, weiter mit großer Energie umgesetzt. Gemeinsam mit anderen Partnern am Frankfurter Flughafen wurde zudem die „Air Cargo Community Frankfurt“ gegründet, die unternehmensübergreifende Themen vorantreibt und so die Attraktivität des Luftfrachtstandorts nachhaltig steigern soll.

Ein besonderes Augenmerk legte Gerber auf die Kooperation mit der japanischen Airline ANA Cargo: „Das Joint Venture ist ein großes Plus für unsere Kunden. Sie profitieren schon heute von mehr Flügen und einem dichteren Netzwerk auf Strecken von Japan nach Europa.“ Im Sommer dieses Jahres sollen Verbindungen in östlicher Richtung in das Joint Venture integriert werden. Zudem plant die Frachtairline, im Laufe des Jahres eine weitere Partnerschaft einzugehen.

Dr. Martin Schmitt, Finanz- und Personalvorstand von Lufthansa Cargo, unterstrich die Bedeutung eines erfolgreichen Kostenmanagements für das ehrgeizige Zukunftsprogramm. „Wir investieren ambitioniert in unsere Zukunft – dafür benötigen wir eine langfristig solide Ertragsbasis.“ Ein Hebel, der im vergangenen Jahr den Ergebnissprung maßgeblich förderte, sei das Ergebnisverbesserungsprogramm SCORE gewesen. Insgesamt wurde im Rahmen von SCORE ein Ergebnisbeitrag von 116 Millionen Euro erzielt.

Übersicht Geschäftszahlen 2014 Lufthansa Cargo*

Lufthansa Cargo 2014 2013* Veränderungen in %
Umsatzerlöse In Mio. Euro 2.435,3 2.443,3 -0,3
Operatives Ergebnis In Mio. Euro 100,3 79,3 26,6
Operative Marge In Prozent 4,1 3,2 0,9P.
Mitarbeiter zum 31.12. Anzahl 4.663 4.659 0,1
Fracht und Post In Mio. t 1.669 1.715 -2,7
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer In Mio. 12.354 12.490 -1,1
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer In Mio. 8.612 8.731 -1,4
Nutzladefaktor In Prozent 69,9 69,6 -0,2P.

* Vorjahreswerte aufgrund von Erstanwendung IFRS 11 angepasst.

Schmitt gab eine klare Linie vor, dass Lufthansa Cargo Ergebnis und Rendite in den kommenden Jahren weiter verbessern will. Entsprechend rechnet Lufthansa Cargo auch für 2015 mit einem Ergebnisplus. In einem Umfeld mit soliden Wachstumsraten soll das Ergebnis am Jahresende leicht über dem von 2014 liegen.

Noch kein Lebenszeichen von Kometen-Lander Philae

Am 12. März 2015 begann der Orbiter Rosetta, den Lander zu rufen und auf eine Reaktion zu horchen, doch Philae meldete sich bisher noch nicht zurück.

Vielleicht ist es derzeit noch zu kalt für Lander Philae, um auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko aufzuwachen. Vielleicht reicht aber auch einfach seine Energie noch nicht aus, um sich beim Team im Lander-Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit einem Signal zu melden.

Warten auf günstigere Bedingungen für Philae

„Es war ein sehr früher Versuch, den wir solange wiederholen werden, bis wir eine Rückmeldung von Philae erhalten“, sagt Philae-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec vom DLR. „Wir müssen noch etwas Geduld haben.“ Am 20. März 2015 um 05:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit wurde deshalb die Kommunikationseinheit des Orbiters wieder ausgeschaltet. Nun berechnet das DLR-Team, wann die nächste günstige Konstellation zwischen Orbiter und Lander besteht, um erneut auf ein Signal von Philae zu horchen. Voraussichtlich in der ersten Aprilhälfte besteht die nächste Chance auf einen Kontakt.

Nach seiner Landung am 12. November 2014 auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko war Philae mehr als 54 Stunden vor Ort kontinuierlich in Betrieb, alle zehn Instrumente an Bord waren zum Einsatz gekommen und hatten Daten gesendet. Dann war die Batterie des Landers erschöpft, und Philae ging an seinem schattigen Standort in Winterschlaf. Nun benötigt er eine Betriebstemperatur von über minus 45 Grad Celsius und mindestens fünf Watt Energie, um sich automatisch einzuschalten. Und solange ihm nicht insgesamt 19 Watt für das zusätzliche Einschalten seines Senders zur Verfügung stehen, kann er keinen Mucks tun.

Für die Monate Januar und Februar konnten die Ingenieure des DLR ein Ende des Winterschlafs definitiv ausschließen: „Unsere Simulationen zeigten eindeutig, dass Philae noch zu kalt sein würde, um sich einzuschalten“, sagt Dr. Koen Geurts vom Kontrollraumteam des DLR. Eine erste, wenn auch frühe Chance sahen die Ingenieure hingegen im März, wenn Komet und Lander rund 300 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt sind – und die Kraft der Sonnenstrahlung sich entsprechend nahezu verdoppelt hat.

Blinde Kommandierung an den Lander

Den nächste Versuch mit Philae zu kommunizieren, plant das Lander-Team des DLR jetzt für April: Dazu müssen Orbiter und Lander zueinander in einer Konstellation und Reichweite sein, die den Kontakt überhaupt ermöglicht. Und Philae muss währenddessen im Sonnenlicht stehen, um mit ausreichend Energie das Signal des Orbiters zu hören und eventuell sogar auch schon antworten zu können. „Diese Bedingungen müssen immer mindestens über 45 Minuten andauern, denn Philae schaltet nach seinem Aufwachen seinen Empfänger nur alle 30 Minuten an“, erläutert Koen Geurts.

Das Aufwachen könnte ihm im April sogar etwas leichter fallen, denn das Team des Lander-Kontrollzentrums schickte insgesamt sechs Mal Kommandosequenzen an Philae, die vor allem einem dienen: Der Lander soll die gewonnene Energie möglichst effektiv für das Heizen und die Kommunikation einteilen. Zum letzten Mal erhielt der Lander am 17. März 2015 gegen 12:30 Uhr die „blinde Kommandierung“, seine Energieströme zu optimieren. „Wir wissen, dass die Kommunikationseinheit des Orbiters funktioniert hat – ob Philae die neuen Kommandos empfangen hat, wissen wir allerdings nicht“, sagt DLR-Ingenieur Koen Geurts. Sollte der Lander bereits wach sein und nur noch nicht genügend Energie für eine Rückmeldung haben, könnte er die Befehle dennoch empfangen und ausführen.

Spätestens im Sommer, wenn der Komet auf seiner Reise der Sonne bedeutend näher gekommen ist, hofft das Philae-Team auf ein Lebenszeichen – und auf Daten, die ihnen sagen, wie es Philae geht. Welche Betriebstemperatur hat der Lander? Arbeiten alle Systeme fehlerlos oder hatte der Winterschlaf bei eisigen Temperaturen unerfreuliche Folgen? Wieviel Tageslicht und somit Energie erhält er? Und lädt er seine Batterie auf?

Nachdem die Daten zum „Gesundheitszustand“ von Philae sorgfältig ausgewertet sind, kann dann auch konkret der Einsatz der Experimente festgelegt werden und der Schichtdienst im Lander-Kontrollzentrum des DLR wieder beginnen. Ist der Lander erst einmal wach, wird er seine Aufgaben auch erfüllen, denn, und darin ist sich Koen Geurts sicher: „Philae ist optimal für das Überleben auf einem Kometen eingestellt.“

Boeing 747-8 Intercontinental erhält 330-Minuten ETOPS

Die US-amerikanische Flugaufsichtsbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat der Boeing 747-8 Intercontinental eine ETOPS (Extended Operations) von 330 Minuten erteilt. Damit hat zum ersten Mal ein vierstrahliges Flugzeug diese Genehmigung erhalten.

Die ETOPS-Vorschrift war in den 1980er Jahren für Flugzeuge mit nur zwei Triebwerken erlassen worden, wurde aber kürzlich auf Passagierflugzeuge auch mit mehr Triebwerken ausgedehnt. Mit dieser Zulassung, die für nach dem Februar 2015 gebaute Passagierflugzeuge erforderlich ist, dürfen sich Flugzeuge weiter als die 180 Flugminuten von einem Alternativ-Flughafen ihrer Route entfernen. Damit können Airlines ihre Maschinen auf den Langstrecken direkter von einem zum anderen Airport fliegen lassen, was Direktverbindungen zwischen so ziemlich jeder Stadt auf der Welt bedeutet.

Im Bild ist eine Boeing 747-8 Intercontinental bei Auslieferung an die Lufthansa. Die deutsche Airline hat insgesamt 19 Flugzeue dieses Musters bei Boeing bestellt.

3D-Druck: Qualifiziertes Bauteil für Satelliten geht in Produktion

Airbus Defence and Space in Großbrittanien gibt nun das erste für den Weltraum qualifizierte Aluminium-Bauteil aus dem 3D-Druck in die Produktion.

Dieste Komponenten ermöglichen nun Bauteile, die mit bisherigen Verfahren gar nicht hergestellt werden können. Dazu gehören Struktur-Ausleger (im Bild) für die Eurostar E3000 Telekommunikationssatelliten, die aus Aluminiumlegierungen gefertigt werden. Sie bestehen aus einem einzigen, duch Laser geschmolzenen Stück, das 35 Prozent leichter ist als die Vorgängerteile, welche aus vier Teilen und 44 Nieten bestanden. Das zweite Bild zeigt die Evolution des Bauteils.

Der in additiven Layern gefertigte (additive layer manufactured, ALM) Ausleger ist zudem auch 40 Prozent steifer als die vorigen Teile, und hinterlässt keinen Materialabfall wie bei konventioneller Bearbeitung. Die Ausleger sollen die Antennen für Telemetrie und Steuerkomandos (Telemetry and Telecommand, TMTC) des Satelliten tragen und haben die Prüfungen für die Flugbelastung erfolgreich bestanden. Über die TMTC-Antennen kommunizieren die Satelliten mit der Kontrollstation am Boden, eine größere Steifheit bedeuetet hier eine gößere Positioniergenauigkeit dieser Antennen über die gesamte Lebenszeit des Satelliten.

Die durch das Team in dem Land in zweijähriger Entwicklungsarbeit mittels 3D-Druck hergestellten Komponenten entstammen einem Prgramm, das zum „National Space Technology Programme“ gehört.  Airbus Defence and Space ließ die ALM bracket von 3T RPD Ltd fertigen, ein renommiertes Unternehmen für Additive Manufacturing mit Sitz in Newbury. Airbus Defence and Space will nun nach Plan weiter mit der Implementierung von ALM Hohlleitern, Kühlkörpern, Antriebsteilen, Sekundärstrukturen und Tanks.

Bilder: (c) Airbus Defence and Space Ltd 2015

ISS: Sensor-Netzwerk überwacht die Luft da oben

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An Bord der Internationalen Raumstation ISS herrschen geregelte Umgebungsbedingungen: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und -druck sowie Lichtintensität sind nur sehr geringen Schwankungen unterworfen. Um das zu messen gibt es das WirelessSensor-NETwork (WiSe-Net)-Experiment auf der ISS.

Auch die Luftzusammensetzung auf der ISS ist sehr stabil. Wenn hier Veränderungen auftreten, müssen die „Stationsbewohner“ sofort Bescheid wissen. Um zuverlässige Miniatursensoren zu entwickeln, die die Umgebung der ISS genauestens erfassen und die Raumstation in Zukunft noch sicherer machen, hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das WirelessSensor-NETwork (WiSe-Net)-Experiment auf die ISS gebracht. Nun ging die erste Messkampagne des gemeinsam mit Airbus Defence & Space (ADS) entwickelten Experiments erfolgreicher zu Ende als ursprünglich erhofft.

Akku hielt deutlich länger

Eigentlich sollte das kleine Sensoren-Netzwerk nur sechs Wochen lang auf der Raumstation in Betrieb gehen. So hatten Volker Schmid, ISS-Fachgruppenleiter im DLR Raumfahrtmanagement, und die Entwickler von ADS um Projektleiter Dr. Hans-Jörg Beestermöller die Akkulaufzeit kalkuliert.

Stattdessen lief die erste Messkampagne des Experiments nun fast zehn Wochen lang im europäischen Columbus-Modul der ISS – vom Silvesterabend 2014 bis zum 12. März 2015. WiSe-Net nutzt dabei die Infrastruktur des DLR-Magnetfeldexperiments Magvector/MFX. Beide wurden im Juli 2014 mit dem europäischen Raumfrachter ATV-5 im Rahmen der Blue-Dot-Mission des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst zur ISS transportiert. „Abgesehen von einer kleinen Unterbrechung haben die vier Sensoren rund um die Uhr Daten gesammelt. Dank WiSe-Net kennen wir die Umgebungsbedingungen im Columbus-Labor nun ganz genau“, freut sich Volker Schmid, der das Projekt seitens des DLR mit betreut.

Luftdruck auf der Raumstation sprunghaft angestiegen

Hinter WiSe-Net verbirgt sich ein Netzwerk von vier MP3-Player-großen Sensoren, das Messwerte zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit und sowie Lichtintensität sammelt und per Funk an eine Basisstation überträgt. Die Sensoren sind im Columbus-Modul verteilt. Neben den Daten wird auch eine Statistik über die Qualität des Funknetzes erhoben. In regelmäßigen Abständen werden Datenpakete zusammengestellt und über die ISS-Kommunikation zum Boden übertragen.

Lässt sich daraus nun ein Muster für die ISS ableiten? „Die Auswertung über den langen Zeitraum von zehn Wochen zeigt ein klares Muster – und das heißt Normalität. Die Temperatur liegt ziemlich genau bei 24 Grad Celsius, die Luftfeuchtigkeit bei 45 Prozent und der Luftdruck bei 1.002 Hektopascal – alles normale Werte“, fasst ADS-Projektleiter Hans-Jörg Beestermöller die Ergebnisse zusammen. „Nur am 03. Januar 2015 haben wir eine Schwankung in allen dieser drei Parameter. Die Luftfeuchtigkeit und der Luftdruck stiegen sprunghaft an und die Temperatur fiel ab. Wir müssen aber noch herausfinden, warum das so war“.

Lichtmessung zeigt Arbeitsrythmus der Astronauten

Doch nicht nur diese drei Umgebungsbedingungen werden von den drahtlosen Sensoren aufgezeichnet. Auch die Lichtintensität auf der ISS wird gemessen. „Wir können so zeigen, wann im Columbus-Modul wie intensiv gearbeitet wurde. Über die Lichtintensität lässt sich ein Arbeitstag und somit der Rhythmus der Crew auf der ISS ganz einfach nachvollziehen. Da die Sensoren sehr empfindlich sind, merken wir, welcher Sensor besonders stark ausschlägt – und wir wissen, wo die Hauptaktivität an diesem Tag ablief“, erklärt Beestermöller.

Ammoniak-Alarm auf der ISS: Manuelle Messung mit der Maske

Die WiSe-Net-Sensoren können also die Crew vor möglichen Bedrohungen warnen und schützen. Eine weitere Gefahrenquelle auf der Raumstation stellen Gaslecks dar. Dazu ein Rückblick: Am 14. Januar schreckte die Raumfahrer und Flugkontrolleure ein Alarm auf. Hochgiftiges Ammoniak sollte im amerikanisch- europäischen Teil der Station ausgetreten sein – ein Computer-Fehlalarm, wie sich im Nachhinein herausstellte. Dennoch musste ein Astronaut, ausgestattet mit einer Gasmaske, „per Hand“ die Werte vor Ort messen. Denn die Raumstation verfügt momentan über keine Messinstrumente, um solche potenziellen Lecks aufzuspüren.

„WiSe-Net könnte hier Abhilfe schaffen. Die nächste Sensorgeneration wollen wir um ein Gasmesssystem erweitern. Wenn die Sensoren die Werte dann messen und jeder Sensor die genaue Konzentration in seinem Umfeld bestimmt, können wir den Ort eines möglichen Lecks präzise feststellen. Kein Astronaut muss dann mit Gasmaske den Gefahrenherd untersuchen“, schauen Schmid und Beestermöller in die Zukunft.

Energy Harvesting könnte Stromversorgung ersetzen

Und es gibt noch eine weitere Idee: Die neue Generation der WiSe-Net-2-Sensoren soll verlorene Energie „ernten“ und damit ihre Akkus aufladen oder diese sogar komplett überflüssig machen. Denn überschüssige Energie wird normalerweise in Wärme umgewandelt und so freigesetzt – sie verpufft und kann eigentlich nicht mehr zurückgewonnen werden. Gleiches gilt auch für die Nutzung des vorhandenen Lichts.

„Das sogenannte Energy Harvesting ist ein vielversprechendes Technologieforschungsgebiet. Auch auf der ISS wäre es sinnvoll, wenn man diese verlorene Energie nutzen könnte. Genau das wollen wir im Nachfolgeprojekt WiSe-Net-2 umsetzen“, erklären Beestermöller und Schmid. Während der „Blue Dot“-Mission mit Astronaut Alexander Gerst kamen übrigens zum ersten Mal zwei Industrie-Experimente auf die ISS, deren Hardware ohne öffentliche Mittel finanziert wurde. WiSe-Net ist eines davon. „Den Anteil dieser industriell motivierten Experimente würden wir gerne steigern“, erläutert ISS-Fachgruppenleiter Volker Schmid.

Flughafen-Feuerwehr beim Lauf-Spektakel in Niedersachsen

Erstmals unter dem neuen Titel HAJ Hannover Marathon feiert die Landeshauptstadt am 19. April 2015 den 25. Geburtstag des größten Laufspektakels Niedersachsens.

Der vom Internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF ausgezeichnete Marathon und der Hannover Airport treiben dasTop-Event auf den Straßen der City gemeinsam voran.

42,195 Kilometer mit nur 17 Metern Höhenunterschied

Der Hannover Marathon im Herzen der City hat sich national und international eine absolute Spitzenposition erarbeitet. Mittlerweile schnüren jährlich rund 18.000 Aktive aus 80 Nationen die Laufschuhe, um sich auf den verschiedenen Strecken zu messen und die Sehenswürdigkeiten der Stadt laufend zu erkunden. Dabei erwartet vor allem die internationalen Top-Läufer, als auch Hobbyläufer aller Couleur über die klassischen 42,195 Kilometer eine für persönliche Bestzeiten nahezu prädestinierte extrem flache und schnelle Strecke mit einem Höhenunterschied von lediglich 17 Metern.

Stimmung, Begeisterung und Emotionen auf und an der Strecke sind dabei garantiert; schon ab 18. April beim Familientag wird auf dem Trammplatz und der angrenzenden Wiese am Neuen Rathaus neben den Laufwettbewerben auch Spiel, Spaß und Sport geboten. Dieses Angebot für die ganze Familie lässt durch Mit-Mach-Aktionen keine Wünsche offen.

Für jeden Laufbegeisterten ist etwas Passendes dabei: Marathon, Halbmarathon, der 10 Kilometer-Lauf, ein Inline- und Handbike-Halbmarathon, Walking, Nordic Walking ein Fun Run und Kinderlauf, sowie die ebenfalls immer beliebter werdenden Marathonstaffeln, bei der sich zwischen zwei und sechs Teammitglieder die Königsdistanz teilen können.

Hannover Airport zeigt exklusiv Großflughafen-Löschfahrzeug

Erstmalig wird es auf den 42 Kilometern 42 verschiedene Attraktionen geben. Am Opernplatz bietet zum Beispiel die Continental AG Public Viewing an, Tatzi-Tatz vom Zoo Hannover wird an der Fritz-Behrens-Allee die Marathonis anfeuern und am Leibnizufer gewährt die Flughafenfeuerwehr vom Hannover Airport einen exklusiven Einblick in ein Großflughafen-Löschfahrzeug.

„Laufend Gutes tun!“ – das ist das Motto, unter dem bis zum großen Jubiläum des HAJ Hannover Marathon am 19. April ein Charity-Laufband auf Tournee durch die Stadt und die Region geht. Ob auf einem Unternehmensgelände, bei Veranstaltungen, Firmenevents und vielem anderen mehr; überall wo man sich bewegen und dabei auch noch Gutes tun kann, ist das Laufband unterwegs.

Steven Cherundolo von Hannover 96 initiiert Benefiz

Hannover 96-Kultkapitän Steven Cherundolo, die zweifache Ironman-Europameisterin Sandra Wallenhorst und Dr. Raoul Hille starteten die Benefiz-Aktion im Rahmen der Feierlichkeiten zum Fest der Deutschen Einheit, die in diesem Jahr zentral in Hannover stattfanden. Pro gelaufenen Kilometer auf dem Laufband spendet der Hannover Airport einen Euro an den Verein Kinderherz e. V., der sich um herzkranke Kinder in der Medizinischen Hochschule Hannover kümmert.

Eurowings nimmt Puerto Plata ab Winter 2015 in den Flugplan

Die neue Eurowings erweitert ihr Langstreckenangebot. Sie fliegt ab dem kommenden Winter ein weiteres attraktives Langstreckenziel an. Am 07. November 2015 startet der erste Flug aus Köln zur Karibik-Destination Puerto Plata. Einmal wöchentlich, jeden Samstag, hebt der Flug ab Köln zu einem der attraktivsten Reiseziele in der Karibik ab. Die Hafenstadt Puerto Plata liegt an der Nordküste der Dominikanischen Republik. Ihre Altstadt aus der Kolonialzeit präsentiert sich als strahlender Mittelpunkt.

Puerto Plata ist der ideale Ausgangsort zu zahlreichen Badeorten mit traumhaften Stränden an der sogenannten Bernsteinküste. Die Stadt bietet ihren Besuchern außerdem ein großes kulturelles Angebot.

Zusätzlich erhöht Eurowings die Anzahl der Flüge nach Dubai und Punta Cana in der Dominikanischen Republik. Die Strecken waren seit Anfang März ab 99,99 Euro buchbar. Aufgrund der großen Nachfrage fliegt die neue Eurowings ab dem 07. November 2015 drei Mal wöchentlich nach Punta Cana. Dubai wird ab dem 17. Dezember 2015 nun ebenfalls drei Mal pro Woche angeflogen. Tickets für Dubai soll es ab 99,99 Euro, die für Punta Cana ab 229,99 Euro geben.

Airbus A310 als neues Zero-G Flugzeug fertig gestellt

Angetreten als deutsches Regierungsflugzeug hat ein ganz besonderer Airbus A310 jetzt Hamburg in völlig neuer Rolle verlassen. Die Lufthansa Technik AG übergab an Novespace nach umfangreichen Modifikationen das neue Zero-G Flugzeug des französischen Unternehmens.

Mit der Kennung F-WNOV wird die ehemalige 10+21 „Konrad Adenauer“ ganz im Sinne der deutsch-französischen Freundschaft künftig als Parabelflugzeug im Dienst von Weltraumforschung und Technologie stehen, nachdem das Zero-G-Vorgängerflugzeug in Ruhestand ging.

Umfangreiche Teile-Modifizierungen

Allein 1.300 Teilmodifikationen waren im Rahmen des Umbauprogramms erforderlich, um die von der Europäischen Luftfahrtbehörde EASA geforderten Rückrüstungen auf den ursprünglichen Werkszustand zu erreichen. Anschließend begann die Neuausstattung der Kabine, wobei vor allem die zirka 20 Meter lange „Test Area“ besondere Ansprüche stellte.

In diesem Bereich werden künftig zum Beispiel angehende Astronauten erstmals Schwerelosigkeit erleben können oder wissenschaftliche Untersuchungen stattfinden. Insbesondere für diesen Zweck waren besonders leistungsstarke Lichtinstallationen erforderlich, die ihrerseits nicht die in Schwerelosigkeit befindlichen Personen gefährden dürfen. Novespace wird das Flugzeug ab Mai vom Heimatflughafen Bordeaux einsetzen.

Christophe Mora, Technischer Leiter und Chef des Flugbetriebs von Novespace: „Wir haben uns für Lufthansa Technik entschieden, weil das Flugzeug dort bereits einmal umgebaut und über viele Jahre technisch betreut wurde. Entsprechend umfassend ist man dort damit vertraut. Das Team hat uns ein attraktives Angebot für die erforderlichen Arbeiten bei Modifikation und C-Check gemacht. Und heute können wir sehen, dass gute Arbeit geleistet wurde.“

Vielzahl von Experimenten wartet auf die Schwerelosigkeit

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) nutzt den umgebauten Airbus A310 für Forschung in Schwerelosigkeit. DLR-Parabelflugprojektleiterin Dr. Ulrike Friedrich: „Wir sind sehr froh, dass durch die qualifizierte Zusammenarbeit von Novespace und Lufthansa Technik das neue Parabelflugzeug gut gewartet und mit allen notwendigen Umbauten nun für die Wissenschaftsflüge bereitsteht. Viele Forscher warten bereits ungeduldig darauf, ihre biologischen, physikalischen und medizinischen Experimente in Schwerelosigkeit durchzuführen. Die deutsche, französische und europäische Raumfahrtagentur freuen sich auf die erste gemeinsame Flugkampagne im Mai.“

Für Jörg Paisen, Projektleiter der Modifikation des neuen Parabel-Flugzeugs bei der Lufthansa Technik, steht fest: „Die Anforderungen der EASA zum Nachweis der strukturellen Integrität dieses Flugzeugs waren eine echte Herausforderung. Nur dank des guten Zusammenspiels von Kunde, Engineering, Planung sowie Technikerinnen und Technikern aller Fachbereiche, war die erfolgreiche Umsetzung möglich.“

50 Techniker am Hamburger Hangar 5

Gearbeitet wurde nach dem Prinzip des „Concurrent Engineerings“, bei dem Ingenieursleistungen, Arbeitsplanung und handwerkliche Ausführung zu großen Teilen parallel laufen. Allein 50 Technikerinnen und Techniker waren unmittelbar im Hamburger Hangar 5 der Lufthansa Technik am Flugzeug im Einsatz.

Für Lufthansa Technik war das neue Zero-G Flugzeug von Novespace bereits das dritte so genannte „Special Mission Aircraft“ in Folge. Zuvor war die fliegende Infrarot-Sternwarte SOFIA von NASA und DLR für mehrere Monate für eine große Überholung in Hamburg. Darüber hinaus hatte die Lufthansa Technik in kürzester Zeit einen Airbus A340-300 der Lufthansa im Auftrag der Bundesregierung zu einem Evakuierungsflugzeug für hochansteckende Ebola-Patienten umgebaut.

Foto: © Lufthansa Technik AG

Sommerflugplan am Düsseldorf Airport mit Langstreckenverbindungen wie nie

Der Düsseldorfer Airport startet in die Sommersaison. Die Fluggesellschaften verstärken weiter ihr Engagement am Airport der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen: mit neuen attraktiven Verbindungen, dem Einsatz von effizientem, größerem Fluggerät oder Frequenzaufstockungen. Ein neuer Rekord: Insgesamt können die Passagiere im Sommer in Düsseldorf aus über 120 wöchentlichen Langstreckenflügen zu 26 Interkontinentalzielen wählen. Ein neuer, zusätzlicher Hochkaräter auf der Langstrecke ist Cathay Pacific Airways.

„Die Reiselust steigt. Im Sommer können wir den Fluggästen gemeinsam mit unseren starken Airline-Partnern wieder ein vielfältiges Streckennetz mit attraktiven Zielen auf der ganzen Welt anbieten“, betont Dr. Ludger Dohm, Sprecher der Flughafengeschäftsführung. Vor allem das Angebot auf der Fernstrecke wurde stark ausgebaut. Wer ab NRWs größtem Flughafen in die Ferne schweifen möchte, hat im neuen Sommerflugplan rund 60 Airlines mit über 190 Zielen in weltweit 50 Ländern zur Auswahl.

Airbus A380 im täglichen Linienbetrieb

Die derzeit als weltbeste Airline bezeichnete Cathay Pacific Airways bietet ab September viermal die Woche Nonstop-Flüge zwischen der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt und der chinesischen Metropole Hongkong an. Die Fluggesellschaft Emirates wird ab dem 01. Juli das größte Passagierflugzeug der Welt, den Airbus A380, im täglichen Linienflugbetrieb auf der Mittagsverbindung zwischen Düsseldorf und Dubai einsetzen, um ihre Sitzplatzkapazitäten auf dieser „Rennstrecke“ nochmals zu erhöhen.

Etihad bedient die Strecke vom Rhein nach Abu Dhabi ab Anfang Juni dauerhaft mit dem ausgesprochen effizienten und leisen Boeing „Dreamliner“ 787-9. Doch damit nicht genug. Delta Airlines fliegt von April bis September mit einer größeren Boeing 767-400ER zu ihrem Luftverkehrsdrehkreuz nach Atlanta. Bisher wurde auf dieser Strecke eine Boeing 767-300ER eingesetzt. Auch Air China stärkt ihre Verbindung zwischen Düsseldorf und Peking und wird hier künftig mit dem Airbus A330-300 fliegen.

Die Air Berlin verdoppelt ihre Frequenzen von Düsseldorf nach New York und stockt beispielsweise ihre Verbindung nach Los Angeles auf. Auch Lufthansa hält ihr Engagement in Düsseldorf auf der Langstrecke mit den zwei täglichen Verbindungen nach New York und Chicago weiter aufrecht. American Airlines verbindet Düsseldorf im Sommer wieder täglich mit Chicago.

Neue Touristik-Ziele

Bei den touristischen Zielen hat der Flughafen weiterhin starke Airline-Partner an seiner Seite. So werden in der bevorstehenden Sommersaison beispielweise von Germanwings, die ihr Angebot auf diesem Segment deutlich verstärken, Ziele wie Faro, Rijeka oder Jerez de la Frontera neu angeflogen. Die Condor und Tuifly bauen Ihr Flugangebot mit Verbindungen nach Mykonos und Skiathos beziehungsweise Boa Vista und Chania aus. Germania fliegt neu nach Paphos und Almeria. SunExpress, ein Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines, steuert zusätzlich den Flughafen im ägyptischen Luxor an.

Als neue attraktive Städteverbindungen präsentieren sich im Sommerflugplan zum Beispiel die beiden Hafenstädte Marseille und Porto, die beide von Germanwings angeflogen werden, sowie das andalusische Sevilla mit SunExpress Deutschland und Santiago de Compostella mit Vueling.

Mehr Business-Angebote nach Großbritannien

Bei den Businesszielen kann der größte Airport NRWs sein bereits hervorragendes Angebot nach Großbritannien ausweiten. Die britische Fluggesellschaft bmi regional ist neu am Flughafen und steuert im Sommer die englische Destination Bristol an, Flybe fliegt neuerdings nach Cardiff. Flieger von Bulgaria Air steuern im Geschäftsreiseverkehr in Kooperation mit Air Berlin ab Juni neu die bulgarische Hauptstadt Sofia an.

Galileo-Satelliten 7 und 8 vor dem Start

Am 27. März werden zur Fortführung des Aufbaus des insgesamt 30 Satelliten umfassenden europäischen Satellitennavigationssystems Galileo die beiden nächsten Satelliten gestartet. Dazu wird es am Starttag um 14:00 Uhr MEZ eine Audiokonferenz geben. Die Galileo-Satelliten 7 und 8 sollen am 27. März um 22:46 Uhr MEZ (18:46 Uhr Ortszeit) von Europas Raumflughafen in Französisch-Guayana an Bord einer Sojus-Trägerrakete abheben. Nach einer orbitalen Testphase dürften sie Mitte des Jahres ihren Betrieb aufnehmen.

Galileo ist Europas eigenes globales Satellitennavigationssystem. Es wird aus 30 Satelliten und der damit verbundenen Bodeninfrastruktur bestehen. Die Definitions- und die Entwicklungsphase sowie die Phase der orbitalen Validierung (IOV) des Galileo-Programms wurden von der ESA durchgeführt und von ihr und der Europäischen Kommission gemeinsam finanziert. Sie führten zu einer Mini-Konstellation von vier Satelliten und einem reduzierten Bodensegment für die Validierung des Gesamtkonzepts.

Eingefrorene Hydrazin-Leitung bremste Programm

Die Phase bis zum Erreichen der vollen Einsatzkapazität (FOC) wird vollständig von der Europäischen Kommission finanziert. Die Kommission und die ESA haben eine Übertragungsvereinbarung unterzeichnet, gemäß der die ESA im Auftrag der Kommission als die für den Entwurf und die Beschaffung verantwortliche Stelle handelt.

Der Start der Galileo-Satelliten 7 und 8 war ursprünglich für Ende letzten Jahres vorgesehen, wurde jedoch infolge der Untersuchung einer bei der Sojus-Oberstufe aufgetretenen Störung, aufgrund der die Galileo-Satelliten 5 und 6 in einer niedrigeren Umlaufbahn als geplant ausgesetzt worden waren, verschoben. Die Ursache dieser Störung, eine eingefrorene Hydrazin-Leitung, wurde behoben, wodurch der weitere Aufbau des Systems in Angriff genommen werden kann.

Spezialmanöver für Galileo-Satelliten 5 und 6

Der Satellit 5 wurde bereits im November auf eine höhere, zweckmäßige Umlaufbahn angehoben und bestand im Anschluss seine orbitale Testphase. Die Umlaufbahn von Satellit 6 wurde Anfang dieses Monats angehoben und der Satellit durchläuft derzeit die Testphase.

Der Beschluss, ob die Galileo-Satelliten 5 und 6 letztlich in der Konstellation zum Einsatz kommen, muss von der Europäischen Kommission als Systemeigner gefasst werden. Der ESA-Direktor für das Galileo-Programm und Navigationstätigkeiten hält am 27. März um 14:00 Uhr MEZ eine Audiokonferenz ab.

Köln Bonn Airport mit Flughafenführung in den Osterferien

Wie kommt ein Koffer zum Flugzeug? Wer sagt dem Piloten, wo er landen soll? Was ist ein Taxiway? Dies und vieles mehr rund um den Köln Bonn Airport können Besucher im Rahmen einer besonderen Ferien-Flughafenführung erfahren. Egal ob Eltern mit Kindern, Gruppen oder Einzelpersonen – wer einen Blick hinter die Airport-Kulissen werfen möchte, der sollte sich für eine „Holiday Feeling“-Tour anmelden. Diese Sonderführungen stehen in der Zeit vom 31. März bis zum 10. April zusätzlich in den Osterferien auf dem Programm. Die zweistündige Ferien-Tour beginnt nach dem Check-In mit einem Rundgang durch die Terminals zur Besucherterrasse, die einen Panoramablick über die Vorfelder eröffnet.

Anschließend geht es in den Sicherheitsbereich zu einer spannenden Bustour. Vorbei an Flugzeugen, Schleppern und Spezialgeräten führt die Tour über das Flughafengelände, wo die Abfertigung der Maschinen sowie startende und landende Maschinen aus nächster Nähe beobachtet werden können. Gästeführer des Flughafens erklären dabei alles rund um Landebahnen und Flugzeuge. Zum Abschluss der Führung erwarten Sie ein Zwischenstopp in unserem Besucherkino und eine spannende Überraschung.

Buchungen sind unter Angabe von persönlichen Daten und Personalausweisnummer (ab 16 Jahren) bis zu vier Werktage vor Führungsbeginn möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt für Kinder 5,50 und Erwachsene 8,50 Euro. Informationen zu Terminen und zur Buchung gibt es unter 02203-404396 oder 02203-405531.

Ruag erstmals mit über 100 Mio. CHF Reingewinn

Der internationale Technologiekonzern Ruag erwirtschaftete 2014 einen gegenüber dem Vorjahr leicht höheren Nettoumsatz von 1.781 Mio. CHF (Vorjahr 1.752 Mio. CHF). Der Reingewinn stieg um acht Mio. CHF auf 102 Mio. CHF an und übertraf erstmals die 100-Millionen-Marke. Alle fünf Divisionen arbeiteten profitabel und trugen zum positiven Konzernergebnis bei.

Das zivile Geschäft erreichte 57 Prozent (56 Prozent) des Nettoumsatzes, und der Umsatzanteil im Ausland erhöhte sich auf 63 Prozent (61 Prozent) – beide Werte sind neue Höchststände. Die Ruag schaut auf ein gutes Geschäftsjahr zurück. Der Reingewinn stieg 2014 um 7,5 Prozent auf 102 Mio. CHF. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt mit 115 Mio. CHF auf Vorjahresniveau.

Alle Ruag-Divisionen profitabel

Alle fünf Divisionen arbeiteten profitabel und trugen zum positiven Konzernergebnis bei. Den grössten EBIT-Zuwachs verzeichneten die Divisionen Space (Raumfahrtprodukte: plus neun Mio. CHF), Aviation (ziviler und militärischer Flugzeugunterhalt: plus sechs Mio. CHF) und Ammotec (Kleinkalibermunition: plus sechs Mio. CHF). Die Netto-Finanzposition konnte auf 195 Mio. CHF (162 Mio. CHF) erhöht werden. Mit einem Umsatzanteil von 57 Prozent (56 Prozent) übertraf das zivile Geschäft den Ertrag des militärischen Geschäfts, das 43 Prozent (44 Prozent) zum Umsatz beisteuerte.

Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) bleibt der wichtigste und grösste Einzelkunde der Ruag, allerdings ging der Anteil am Umsatz 2014 weiter zurück auf 30 Prozent (32 Prozent). Diesen Rückgang konnte die Ruag durch internationale sowie zivile Aufträge kompensieren.

Der Cash Flow aus der Betriebstätigkeit betrug 2014 135 Mio. CHF (142 Mio. CHF). Der Free Cash Flow sank auf immer noch solide 57 Mio. CHF (100 Mio. CHF). Der Auftragseingang ging auf 1.785 Mio. CHF (1851 Mio. CHF) zurück. Darin nicht enthalten sind zwei große, neu unterzeichnete Rahmenverträge der Ruag Aerostructures und der Ruag Space im Wert von rund 450 Mio. CHF, bei welchen nur die jährlichen Lieferungen als Aufträge verbucht werden. Auch der Auftragsbestand sank leicht auf 1.370 Mio. CHF (1.405 Mio. CHF).

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung stiegen insgesamt auf 140 Mio. CHF (132 Mio. CHF). Dies entspricht der Zielgrösse von rund acht Prozent des Konzernumsatzes. Der Personalbestand des Gesamtkonzerns verringerte sich per 31. Dezember 2014 auf 8.114 Mitarbeitende (8.241). Der Rückgang ist hauptsächlich auf die beiden Divisionen Aviation und Ammotec zurück zu führen und weist bei gleichzeitig erhöhtem Nettoumsatz auf eine Steigerung der Produktivität (Operational Excellence) hin.

Internationale Wachstumsgeber

Der Umsatzanteil im Ausland stieg erneut an und erreichte mit 63 Prozent (61 Prozent) den bisher höchsten Wert. Der Grossteil der Wertschöpfung mit internationalen Kunden erfolgte in der Schweiz an den Standorten Thun, Emmen und Zürich.

Primäre Wachstumsregion mit einem Umsatz von 805 Mio. CHF (749 Mio. CHF) war einerseits Europa (ohne die Schweiz) mit Aufträgen im Unterhalt von Geschäftsflug­zeugen, im Flugzeugstrukturbau für Airbus sowie Verkäufen von Simulations-Systemen. Die Ende 2013 übernommene französische Firma GAVAP hat einen guten Anteil zu letzteren beigetragen. Auch in Nordamerika legte die Ruag mit dem Raumfahrtgeschäft, mit Flugzeugstruktur-Aufträgen für Bombardier und dem wachsenden Sportschützenmarkt signifikant von 175 Mio. CHF auf 196 Mio. CHF zu. In Südamerika wuchs der Umsatz im Rahmen der Lieferungen von Dornier Passagierflugzeugen an Venezuela auf 21 Mio. CHF (11 Mio. CHF) an. Insgesamt konnte der Umsatzanteil in den Zielmärkten außerhalb Europas von 17 Prozent auf 18 Prozent erneut gesteigert werden.

Strategie erfolgreich – Krisen belasten

Die Ruag hat die Resultate in einem Jahr erwirtschaftet, das geprägt war von politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen wie der EU-Krise oder dem Konflikt in der Ukraine. Das Russland-Embargo beeinflusste die Ruag Bilanz und traf den Bereich Jagd & Sport (Ruag Ammotec), die Ruag Space sowie das Trainingssystem Gladiator (Ruag Defence). Zudem führte der Unfall bei einem Pulverlieferanten im Berichtsjahr zu Lieferausfällen gegenüber einigen der wichtigsten Kunden der Ruag; der entstandene Schaden wurde teilweise durch Versicherungsleistungen gedeckt.

Angesichts der kontinuierlich guten Entwicklung baut die Ruag mit einer bewährten Strategie auf soliden Grundlagen auf. Die Konzernstrategie hat drei Stossrichtungen: Verbindung von zivilen und militärischen Technologien, Fokussierung auf das Kerngeschäft (Luft- und Raumfahrt sowie Sicherheits- und Wehrtechnik) sowie internationales Wachstum. Nur dank der konsequent umgesetzten Konzernstrategie konnte die Ruag die schrumpfenden Volumen in der Schweiz kompensieren. Deshalb ist die Ruag in der Lage, weiterhin ein zuverlässiger Technologiepartner für die Schweizer Armee zu sein und damit den Auftrag des Bundes zu erfüllen.

In der Ruag Konzernleitung sind seit Anfang 2015 alle Vakanzen besetzt, und im Verwaltungsrat hat mit Hans-Peter Schwald ein langjähriges Mitglied das Präsidium übernommen. Zudem wurden 2014 eine Verwaltungsrätin sowie zwei Verwaltungsräte neu gewählt.

Erfolge aus 2014

Die folgende Auswahl einiger Highlights aus dem Jahr 2014 spiegelt die erfolgreiche Umsetzung der Ruag Konzernstrategie sowie die Relevanz der Ruag Werte „partnerschaftlich“, „leistungsfähig“ und „zukunftsorientiert“:

  • Als globale Zulieferin und Integratorin von Flugzeugkomponenten schloss die Ruag mit dem weltweit führenden Hersteller von Zivilflugzeugen Airbus einen mehrjährigen Vertrag über rund 350 Mio. US-Dollar ab.
  • Von Arianespace erhielt die Ruag einen Großauftrag für Nutzlastverkleidungen für die Ariane-5-Rakete im Wert von mehr als 100 Mio. CHF
  • Nach dem erfolgreichen Abschluss des Upgrade-Programms für 15 TH06 Super Puma Helikopter der Schweizer Luftwaffe erhielt die Ruag den Auftrag für den Upgrade Prototyp des Cougar Helikopters.
  • Österreich und Belgien wählten für den Rundumschutz ihrer Mannschafts-Transportpanzer Pandur das Schutzsystem der Ruag.
  • Die Ruag erwarb das Raumfahrtgeschäft der finnischen Patria und gliederte es in ihre Raumfahrtdivision ein. Alle Mitarbeitenden wurden von der neu gegründeten Firma Ruag Space Finnland übernommen.
  • An den Schweizer Berufsmeisterschaften SwissSkills 2014 holten die Lernenden der Ruag fünf Medaillen – einmal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze. Die Ruag bildet 410 Lernende in 23 verschiedenen Berufen aus.

Lufthansa-Streik am Samstag: Langstrecken und Cargo

Der Streik der Lufthansa-Piloten geht auch am Samstag weiter. Die Vereinigung Cockpit (VC) wird am Samstag, den 21. März 2015 von 00:01 bis 23:59 Uhr die Arbeitskampfmaßnahmen bei Lufthansa und Lufthansa Cargo fortsetzen. Deutschlandweit werden die Langstreckenflüge der Lufthansa sowie die Flüge der Lufthansa Cargo bestreikt. Flüge der Lufthansa-Tochterunternehmen Germanwings und Eurowings sind nicht betroffen.

Trotz einer laut VC offensichtlichen Verweigerungshaltung der Lufthansa, ihre starre Position in den Verhandlungen zugunsten einer lösungsorientierten und glaubhaften Vorgehensweise aufzugeben, halte die VC an ihrer Bereitschaft fest, mittels einer Gesamtschlichtung den Tarifkonflikt beizulegen.

Die VC erneuert ihr Bedauern, dass durch die anhaltenden Streikmaßnahmen auch die Reisenden beeinträchtigt werden.Lufthansa veröffentlicht laufend eine Liste der gecancelten Flüge. Fluggäste der Lufthansa können sich über ihren aktuellen Flugstatus informieren.

Condor ConTribute hilft bei Schulbau in Mombasa

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Condor und die Regine Sixt Kinderhilfe Stiftung „Tränchen Trocknen“ unterstützen gemeinsam ein Projekt zum Ausbau einer Grundschule in Kenia. Bis Ende April 2015 werden ein neues Gebäude sowie ein neuer Toilettentrakt für die Mekaela Ratinga Junior School in Ukunda bei Mombasa errichtet.

Der Ausbau wird begleitet von der Stiftung Fly & Help und vor Ort in Kenia vom Verein Watote e.V. betreut. „ConTribute und die Regine Sixt Kinderhilfe Stiftung „Tränchen Trocknen“ sind gemeinsam das ideale Zusammenspiel für dieses soziale Projekt, haben wir doch beide vor allem die nachhaltige Unterstützung von Kindern durch Bildung verinnerlicht“, sagt Ralf Teckentrup, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Condor. „Mit Fly & Help haben wir außerdem einen hervorragenden Partner gefunden, bei dem wir vor allem das hohe Engagement schätzen.“

Schule für 360 Kinder im Bau

Bis zu 360 Kinder können die Schule nach Abschluss der Bauarbeiten besuchen. Condor und die Regine Sixt Kinderhilfe Stiftung beteiligen sich mit jeweils 38.500 Euro an dem Projekt. Mit dieser Unterstützung wird ConTribute erstmals selbstständig ein Projekt in einer Condor-Destination im Rahmen einer Partnerkooperation mit einer anderen Unternehmensstiftung umsetzen. 

„Die Hilfe für die Kinder dieser Welt ist eine Verpflichtung für uns alle“, sagt Regine Sixt. „Deshalb freue ich mich sehr, dass wir nun einen Beitrag leisten können, um zahlreichen Kindern in Kenia eine umfassende Schulbildung ermöglichen und damit bessere Perspektiven für ihre Zukunft eröffnen zu können. Ich danke Condor und allen Helfern herzlich für die großartige Unterstützung dieses wichtigen Projekts.“

Das Projekt befindet sich in der Nähe der Küstenstadt Ukunda, einer Kleinstadt mit etwa 50.000 Einwohnern. Die Mekaela Academies in Kenia bestehen aus insgesamt fünf Schulen im Distrikt Kwale, etwa 50 Kilometer südlich von Mombasa. Dort werden rund 1.100 Kinder an einer Secondary School und vier Primary Schools unterrichtet. Knapp zwei Drittel der Schüler werden durch Patenschaften und Stipendien gefördert. Zudem bekommen die Kinder neben dem Unterricht für nur wenige Schillinge eine warme Mahlzeit.

Nach dem Ausbau kann die Ratinga bis zu 360 Kinder aufnehmen und zehn Lehrer sowie vier Hilfskräfte beschäftigen. Die Klassenstärke soll 40 Kinder nicht überschreiten. Um dies zu erreichen, werden acht zusätzliche Räume benötigt: Die Aufwendungen umfassen daher den Bau und die Ausstattung von fünf weiteren Klassenräumen, einem Lehrerzimmer, einem Toilettentrakt und einer Bibliothek.

Die „Mekaela Ratinga Junior School“ ist die fünfte Schule unter dem Dach der Mekaela Academies. Sie wurde vor etwa drei Jahren von einem Kenianer gegründet und mit finanzieller Unterstützung zweier deutscher Ehepaare aus Ratingen bei Düsseldorf ausgebaut. Im August 2014 übertrugen die beiden Ehepaare die Schule an die Mekaela Academies. Die Qualität des Unterrichts an der Ratinga war bisher nicht zufriedenstellend. Dies soll sich durch die Hilfe von Condor und der Regine Sixt Kinderhilfe Stiftung ändern. Ziel ist es, eine qualitativ gute Ausbildung und in einigen Jahren auch einen Abschluss anzubieten, mit dem die Schüler eine weiterführende Secondary School besuchen können.

Unterstützung von Projekten mit Fokus auf Jugend

Die Unterstützung der Mekaela Ratinga Junior School ist eine von vielen Aktivitäten der Corporate Social Responsibility Initiative „ConTribute“, in der Condor ihr soziales Engagement gebündelt hat. Getreu dem Motto der Initiative „Wir können und wollen helfen“ stehen neben kultureller Integration, nachhaltigem Reisen sowie Hilfe bei Naturkatastrophen vor allem Projekte für Kinder und Jugendliche im Fokus von „ConTribute“.

Die Regine Sixt Kinderhilfe Stiftung „Tränchen Trocknen“ ist das offizielle CSR-Programm der Sixt Gruppe und unterstützt dabei Kinder überall dort auf der Welt, wo Sixt aktiv ist. Etwa bei dem Bau von Schulen, der Renovierung von Kindergärten, der Ausstattung von Waisenhäusern sowie der Sanierung von Kinderkliniken.

Die Stiftung fördert Projekte Dritter und ergreift auch selbst die Initiative zur Entwicklung und Durchführung von Projekten gemäß ihrer Satzungszwecke. In ihrer Arbeit wird die Stiftung maßgeblich von den vielen Mitarbeitern der Sixt-Gruppe ehrenamtlich unterstützt. An ihren Standorten bringen sie sich mit Ideen sowie tatkräftigem Engagement ein und übernehmen dabei Verantwortung für ihre Mitmenschen.

Sonnenfinsternis über Deutschland: Seltenes Spektakel gut beobachtbar

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Morgen am Freitag, dem 20. März, wird es zum seltenen Ereignis einer Sonnenfinsternis kommen. Allerdings wird die Sonne in Deutschland und Mitteleuropa nicht vollständig verdunkelt werden. Die „totale“ Sonnenfinsternis wird nur im Nordpolarmeer zu beobachten sein.

Hierzulande wird es aber immerhin – je nach Beobachtungsort – am späten Vormittag zu einer Abdeckung von knapp 60 bis fast 80 Prozent der Sonnenscheibe kommen, also zu einer „partiellen“ Sonnenfinsternis.

Wichtig! Beobachten Sie die Sonne nie ohne die für Sonnenfinsternisse speziell angefertigten Schutzbrillen. Sie sind bei manchen Optikern und im Internet erhältlich. Auch Sternwarten in Ihrer Nähe – bei denen Sie bei gutem Wetter sehr wahrscheinlich unter kompetenter Betreuung die „Sofi“ werden beobachten können – halten solche Spezialbrillen vor. Richten Sie Ihren Blick auch mit Ferngläsern oder Teleskopen nie direkt in die Sonne: Es besteht die Gefahr einer Erblindung! Auch mit einer starken Sonnenbrille riskieren Sie eine Schädigung der Augen.

Sonne und Mond haben über zwei Stunden Kontakt

Diese Sonnenfinsternis über der Nordhalbkugel wird wegen des im März noch nicht sehr hohen Sonnenstands einen ungewöhnlich langen Verlauf haben. Ab etwa 09:30 Uhr MEZ (München; Berlin 09:39 Uhr) wird sich die Mondscheibe beim „ersten Kontakt“ scheinbar von Westen her über die Sonne schieben. Um 10:39 Uhr (10:47 Uhr) wird in Deutschland die maximale Bedeckung erreicht sein.

In München werden das 67,7 Prozent sein, in Berlin 74,2 Prozent und in Hamburg sogar 79,2 Prozent. Einen wolkenfreien Himmel vorausgesetzt lässt sich also gut beobachten, wie sich der Mond als halbrunder „Schatten“ zwischen die Erde und die Sonnenscheibe schiebt, die dann als „Sonnensichel“ erscheint.

Damit ähnelt diese Sonnenfinsternis der letzten in Deutschland sichtbaren Eklipse vom 04. Januar 2011, aber die Sonne steht dieses Mal, am 20. März, zufällig zur Tag- und Nachtgleiche, dem astronomischen Frühlingsbeginn, deutlich höher. Und auch wenn es in Mitteleuropa nur zu einer teilweisen Verdunklung kommen wird, weil sich unsere Breiten nur im Halbschatten des Mondes befinden, werden die Auswirkungen spürbar sein, indem es zu einer leichten Verdunklung kommt.

Im Idealfall kann gegen 10:45 Uhr eine Auswirkung auf die allgemeine Stimmung der Umgebung ausgemacht werden – eine fahle Beleuchtung etwa, und ganz kleine Öffnungen werfen lauter kleine Sicheln auf den Boden statt runde Sonnenbildchen.

Finsternis zum astronomischen Frühlingsbeginn

Viel beeindruckender ist freilich die Beobachtung der totalen Finsternis, wenn sich die Mondscheibe exakt vor die Sonnenscheibe schiebt und man sich als Beobachter in der Zone des Kernschattens des Mondes befindet. Nur dann ist von der Erde aus die Korona der Sonne zu sehen, der Strahlenkranz (lat. Corona = Krone) über der Sonnenatmosphäre mit seinen turbulenten Gaseruptionen aus vollständig ionisiertem, bis zu einigen Millionen Grad Celsius heißem Gasplasma.

Wegen der Streuung der Erdatmosphäre kann dieses Phänomen von der Erdoberfläche nicht beobachtet werden, indem einfach die Sonnenscheibe durch eine kreisrunde Scheibe abgedunkelt wird. Insbesondere für unsere Vorfahren waren solche Beobachtungen von großer mythischer Bedeutung. Interessant ist die totale Sonnenfinsternis auch unter dem Aspekt, dass sie genau am Tag des astronomischen Frühlingsbeginns und dabei gleichzeitig etwa dem Polarkreis folgend stattfindet. Das bedeutet, dass die Tausenden von „SoFi-Touristen“, die das Ereignis auf Schiffen vor Island und auf den Färöerinseln oder Spitzbergen verfolgen, die Sonne nur ganz knapp über dem Horizont werden beobachten können.

Glücklich können sich auch noch Reisende in Flugzeugen schätzen, die die Sonnenfinsternis von Bord aus miterleben. easyJet etwa meldet drei Flugzeuge im Kernschatten des Mondes, da sie auf ihrer Route rechtzeitig über die Färöerinseln fliegen. Aus 37.000 Fuß Höhe bietet sich dort eine hervorragende Sicht auf das Geschehen und die Umgebung.

Die Bilder einer Sonnenkorona unmittelbar über dem Erdhorizont in den vielfach verfügbaren Livestreams und auf den Fotos, die von diesen Beobachtungsorten gemacht werden, dürften ausgesprochen spektakulär und vor allem einmalig sein, weil sie früher technisch so noch nicht möglich waren. Allerdings müssen die Fotografen schnell sein: Denn die Totalität dauert nur etwa zwei Minuten. Der Kernschatten des Mondes rast mit mehreren hundert Kilometer pro Stunde über die Nordhalbkugel. Die längste Verfinsterung wird bei 64,28° nördlicher Breite und 6,9° westlicher Länge, also etwa 300 km südsüdöstlich der Ostküste von Island, stattfinden.

Totale Sonnenfinsternis in Deutschland erst wieder 2081

Sonnenfinsternisse sind sehr seltene Ereignisse. Die letzte totale Sonnenfinsternis in Mitteleuropa zog am 11. August 1999 über Süddeutschland. Die nächste Finsternis mit einer ähnlich starken Bedeckung der Sonne findet erst im Jahr 2026 statt, die nächste totale Finsternis in Mitteleuropa sogar erst wieder 03. September 2081.

Damit eine totale Sonnenfinsternis stattfinden kann, müssen zwei, eigentlich sogar drei astronomische Parameter gegeben sein. Zunächst muss Neumond sein. Die zweite Bedingung, die erfüllt sein muss, ist, dass sich der Neumond in einem der beiden „Knoten“ seiner leicht gegenüber der Erde geneigten Bahn um unseren Planeten befindet. Knoten bedeutet hier, dass die Bahn des Mondes um die Erde, an zwei Punkten – den Knoten – durch eine gedachte Ebene „sticht“, in der sich die Erde um die Sonne dreht: die so genannte Ekliptik.

Dann stehen die Mittelpunkte von Sonne, Mond und Erde exakt bzw. nahezu exakt auf einer Linie. Das erklärt, dass sich nicht bei jedem Neumond eine Sonnenfinsternis ereignet. Die gedachte Fläche der Mondbahn um die Erde bildet einen Winkel von etwa fünf Grad gegenüber der Bahn der Erde um die Sonne. Nur, wenn der Neumond gerade an einem der beiden Knoten stattfindet, kann der spitzkegelige Schatten des Mondes auch auf die Erdoberfläche treffen.

Und schließlich muss der kleine Mond mit seinen 3.476 Kilometern Durchmesser scheinbar größer sein als die Sonne mit ihren 1,4 Millionen Kilometern Durchmesser: Befindet sich der Mond an seinem erdfernsten Punkt von 406.000 Kilometern Distanz, kommt es nur zu einer ringförmigen Finsternis; bei der durchschnittlichen Mondentfernungen von 383.000 bis zur Minimalentfernung von 363.000 Kilometern von der Erde ist die Finsternis jedoch perfekt.

Abstände Sonne, Erde und Mond passen zufällig

Dass der kleine Mond die große Sonne bedecken kann, ist übrigens ein astronomischer Zufall: Sein Durchmesser ist zwar 400 mal kleiner als der der Sonne – gleichzeitig ist die Sonne aber 400 mal weiter von der Erde entfernt, als der Mond, nämlich etwa 150 Millionen Kilometer vom Erde-Mond-System. In ferner Zukunft werden unsere Nachfahren das Spektakel einer Korona nicht mehr beobachten können. Denn der Mond entfernt sich mit etwa 3,8 Zentimetern pro Jahr von der Erde. Es ist also ein außergewöhnlich glücklicher astronomischer Umstand, dass der Mond für mehrere tausend Generationen der Menschheitsgeschichte die Erde genau in der Entfernung umkreist, die eine „passgenaue“ Bedeckung der Sonnenscheibe erlaubt.

Aber auch jetzt schon schwankt die Entfernung des Mondes von der Erde zwischen ca. 356.000 und 406.000 Kilometern, und auch die Erde „kreist“ nicht wirklich ganz kreisförmig um die Sonne. So kann es passieren, dass ein entfernterer Neumond schon jetzt die Sonne mal nicht ganz verdeckt, weil er zu klein erscheint. Man spricht dann von einer ringförmigen Sonnenfinsternis, da der äußerste Sonnenrand sichtbar bleibt.

Verlauf der Sonnenfinsternis

Ort Beginn (MEZ) Mitte (MEZ) Ende (MEZ) maximale Bedeckung der Sonnenscheibe (%)
Berlin 09:39 10:47 11:57 74,2
Hamburg 09.37 10:45 11:55 79,3
Köln 09:30 10:38 11:48 77,3
Stuttgart 09:29 10:37 11:48 71,4
München 09:31 10:39 11:50 67,7
Innsbruck 09:29 10:38 11:49 66,2
Nordatlantik 09:43 ~10:44-10:47 11:50 100,0

Vereinigung Cockpit veranstaltet öffentliches Hearing zum Tarifeinheitsgesetz

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Am 05. März hat der Deutsche Bundestag in erster Lesung den Entwurf eines Gesetzes zur Tarifeinheit beraten. Begründet wird das Vorhaben vor allem damit, dass durch die gesetzliche Tarifeinheit die Funktionsfähigkeit der Tarifautonomie gesichert werde. Ob aber die Tarifautonomie tatsächlich durch konkurrierende Gewerkschaften in einem Betrieb gefährdet werde, fragt sich die Vereinigung Cockpit (VC). Eher stelle der geplante staatliche Einheitszwang eine Bedrohung der Tarifautonomie freier Gewerkschaften dar. Die VC hat sich klar gegen einen solchen geplanten „Verfassungsbruch“ positioniert und will auch weiterhin alles tun, das Gesetzesvorhaben doch noch zu Fall zu bringen.

Die Bundestagsdebatte und auch die begleitende öffentliche Diskussion der vergangenen Wochen haben gezeigt, dass das Gesetzesvorhaben auf starken, gut begründeten Widerspruch trifft.

Die im Bündnis für Koalitionsfreiheit zusammengeschlossenen Verbände und Gewerkschaften – dbb beamtenbund und tarifunion, Marburger Bund, Deutscher Journalisten-Verband und Vereinigung Cockpit – möchten parallel zu den Beratungen des Gesetzesentwurfs im Bundestag mit Politik und Öffentlichkeit weiter ins Gespräch kommen.

Hearing zum Tarifeinheitsgesetz in Berlin

Diesem Zweck soll auch ein öffentliches Hearing des Bündnisses dienen, in dem Befürworter und Gegner des Tarifeinheitsgesetzes aus Wirtschaft, Rechtswissenschaft, Verbänden und den Fraktionen des Deutschen Bundestages zu Wort kommen.

Freie Gewerkschaften oder staatlicher Einheitszwang? Hearing zum Tarifeinheitsgesetz am 16. April 2015, 10:00 bis 13:00 Uhr, in Berlin.

Wizz Air wächst weiter in Memmingen mit neuem Ziel Sofia

Die Fluggesellschaft Wizz Air baut ihren größten und wichtigsten Standort in Süddeutschland, den Allgäu Airport, weiter aus. Im September vergrößert sie ihr Streckennetz von und nach Memmingen um das Ziel Sofia. Zwei mal wöchentlich geht es dann in die Hauptstadt in Bulgarien. Die Metropole ist bereits das siebte Ziel, das die insbesondere in Ost-Europa erfolgreiche Airline ab Memmingen anbietet. Und die Zeichen stehen bei der Airline auf Wachstum. Die Zahl der Flugzeuge nimmt ständig zu.

Zurzeit sind es 54 Airbus A320, die über 100 Ziele in 38 Ländern verbinden. Im Jahr 2014 beförderte die Airline 15,8 Millionen Passagiere, erst vor kurzem konnte das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz einen erfolgreichen Börsengang in London absolvieren. Der Allgäu Airport ist  für den Carrier von zentraler Bedeutung in Süddeutschland, sagt Wizz Air Sprecher Daniel de Carvalho. „Denn mit ihm erreichen wir nicht nur die Metropolregionen München und Stuttgart und den Süden der Republik, sondern auch die Nachbarländer Schweiz und Österreich.“

Innerhalb eines Jahres wurden jetzt drei neue Memmingen-Strecken in den Flugplan aufgenommen. Erst im November letzten Jahres erfolgte der Erstflug nach Temeswar in Rumänen. Ab 26. Juni geht es erstmals nach Tuzla, der drittgrößten Stadt der Föderation Bosnien und Herzegowina. Zusammen mit Kiew, Tirgu Mures, Belgrad und Skopje sind es dann sieben Ziele in Osteuropa, die regelmäßig und erfolgreich angeflogen werden. „Die Nachfrage ist enorm“, berichtet Allgäu Airport Vertriebsleiter Marcel Schütz. Die meisten Flüge seien durch einen interessanten Passagiermix aus Urlaubern, Verwandten-Besuchern und Geschäftsleuten gekennzeichnet.

Sofia: Ziel für Business-Leute und Wanderer

Dies wird auch im Falle des neuen Sofia-Fluges der Fall sein. Denn die rund 1,2 Millionen Einwohner zählende Stadt ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Die 550 Meter hoch gelegene City befindet sich am nördlichen Hang des 2.290 Meter hohen Witoscha-Gebirges und ist auch Ausgangspunkt interessanter Rundreisen. Der internationale Flughafen ist nur zehn Kilometer von der Stadtmitte entfernt und garantiert kurze Transferzeiten. „Die neue Strecke ist auch für zahlreiche Unternehmen in unserem Umfeld sehr interessant, die vor Ort Niederlassungen unterhalten“, berichtet Marcel Schütz.

Zwei Mal wöchentlich – am Mittwoch und am Sonntag – geht es nun ab 16. September von Memmingen mit einem Airbus A320 in die bulgarische Hauptstadt. Tickets sollen ab sofort ab 24,99 Euro für einen einfachen Flug gebucht werden können.

Fraport mit 2,4 Milliarden Euro Konzern-Umsatz – Wachstum erwartet

Wie nach der Aufsichtsratssitzung vom vergangenen Montag bereits veröffentlicht, hat die Fraport AG im Geschäftsjahr 2014 nicht nur ihre finanziellen Ziele erreicht, sondern auch den Dividendenvorschlag um zehn Cent auf 1,35 Euro je Aktie angehoben. Der Konzern-Umsatz stieg im abgelaufenen Jahr auf rund 2,4 Milliarden Euro (plus 0,8 Prozent im Vorjahresvergleich beziehungsweise bereinigt plus 3,2 Prozent). Das operative Ergebnis (EBITDA) legte um 7,8 Prozent auf 790,1 Millionen Euro zu. Deutlicher fiel der Zuwachs beim EBIT aus, das um 10,1 Prozent auf 482,8 Millionen Euro anstieg.

Auch das Konzern-Ergebnis konnte gesteigert werden und lag bei 251,8 Millionen Euro (plus 6,8 Prozent). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag mit 2,54 Euro um 14 Cent über dem Vorjahreswert (plus 5,8 Prozent).

Grundlage dieser guten finanziellen Performance waren die positive operative Entwicklung am Hauptstandort Frankfurt in Verbindung mit einem vergleichsweise milden Winter sowie die Verkehrszuwächse an allen Konzern-Flughäfen. Trotz einer Vielzahl streikbedingter Flugannullierungen wuchs der Passagierverkehr in Frankfurt um 2,6 Prozent auf einen neuen Rekordwert von knapp 60 Millionen Reisenden an. Die Cargo-Tonnage erhöhte sich um 1,8 Prozent auf gut 2,1 Millionen Tonnen.

Fraport rechnet mit weiterem Wachstum im In- und Ausland

Fraport-Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte richtete seinen Dank für die vorgestellten guten Zahlen an die Passagiere und die Konzern-Belegschaft: „Unsere Kunden sorgen durch die Wahl unserer Flughäfen für Beschäftigung und eine gesunde finanzielle Performance. Basis für die positive Entwicklung waren auch im Geschäftsjahr 2014 motivierte und engagierte Beschäftigte, bei denen ich mich im Namen des gesamten Vorstands für ihren Einsatz bedanke.“ Als wichtige Entwicklung bezeichnete er die erfolgreiche Erweiterung des Beteiligungsportfolios. Mit dem Zukauf der AMU Holding habe man ein erstes Standbein im Retail-Geschäft an amerikanischen Flughäfen. Weiterhin erhielt Fraport den Zuschlag für den slowenischen Hauptstadtflughafen Ljubljana.

Für das Jahr 2015 rechnet der Flughafenbetreiber in einem weiterhin herausfordernden Umfeld mit einer Fortsetzung des positiven finanziellen Trends. In Frankfurt erwartet der Konzern ein Passagierwachstum von zwei bis drei Prozent, an den Auslandsflughäfen sollte das Wachstum höher ausfallen. Hinsichtlich der Entwicklung der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren erwartet der Vorstand einen Anstieg des Umsatzes auf zwischen etwa 2,55 und etwa 2,6 Milliarden Euro, ein Konzern-EBITDA zwischen rund 820 Millionen Euro und etwa 840 Millionen Euro und ein Konzern-EBIT von etwa 500 Millionen Euro bis zirka 520 Millionen Euro.

Auch beim Konzern-Ergebnis wird ein weiterer Anstieg auf rund 265 bis rund 285 Millionen Euro angestrebt. Der Ausblick steht unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung der geopolitischen Lage wie auch möglicher weiterer Streiks im Luftverkehr. Ferner berücksichtigt er keine Effekte aus einem Vollzug des geplanten Erwerbs der Konzessionen zum Betrieb der 14 griechischen Regionalflughäfen, wofür Fraport im vergangenen Jahr als bevorzugter Bieter aus einem Ausschreibungsverfahren hervorgegangen ist. Bei der ursprünglich für Ende 2015 geplanten Übernahme des Flughafenbetriebs ist eine Verschiebung in das Geschäftsjahr 2016 nicht auszuschließen.

Enzelne Segmente der Fraport AG

Aviation: Der Segment-Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2014 um 4,6 Prozent auf 884,2 Millionen Euro. Positiv wirkten sich die Zunahme des Passagieraufkommens und die höheren Flughafenentgelte aus, dämpfend der Verlust des Auftrags für die Luftsicherheitskontrollen im Terminalabschnitt 1B in Frankfurt. Dieser konnte jedoch durch den Gewinn eines Auftrags zur Erbringung von Sicherheitsdienstleistungen am Flughafen Stuttgart kompensiert werden. Der hohe Tarifabschluss im Sicherheitsgewerbe sorgte für steigende Personalaufwendungen bei einer leicht rückläufigen Beschäftigtenzahl.

Ein rückläufiger Aufwand resultierte witterungsbedingt aus geringeren Aufwendungen für Winterdienste. Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung legte das Segment-EBITDA spürbar um 13,9 Prozent auf 236,9 Millionen Euro zu. Trotz leicht höherer Abschreibungen konnte das Segment-EBIT deutlich um 27,5 Prozent auf 115,5 Millionen Euro gesteigert werden.

Retail & Real Estate: Mit 455,7 Millionen Euro lagen die Umsatzerlöse um 1,8 Prozent unter dem Vorjahreswert, vor allem wegen rückläufiger Retail-Erlöse sowie geringerer Erlöse aus Grundstücksverkäufen und Energieversorgungsleistungen. Die Kennzahl „Netto-Retail-Erlös pro Passagier“ verringerte sich im Wesentlichen aufgrund einer veränderten Passagierstruktur und Kaufkraftverlusten im Zusammenhang mit dem starken Eurokurs insbesondere gegenüber Rubel und Yen um 4,7 Prozent auf 3,43 Euro.

Trotzdem verbesserte sich das Segment-EBITDA dank rückläufiger Aufwendungen, die vor allem aus geringeren Verkäufen von Vorratsimmobilien sowie aus geringerem Bezug von Energieversorgungsleistungen resultierten, um 1,9 Prozent auf 356,5 Millionen Euro. Geringfügig rückläufige Abschreibungen führten zu einem Segment-EBIT von 275,0 Millionen Euro (plus 3,0 Prozent).

Ground Handling: Höhere Passagierzahlen, der Einsatz größerer Flugzeuge und die Zunahme der Infrastruktur-Entgelte führten im Geschäftsjahr 2014 zu einem leichten Umsatzanstieg von 1,1 Prozent auf 656,2 Millionen Euro.

Während der Personalaufwand auch hier aufgrund von Tariferhöhungen – in diesem Fall im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst – anstieg, sanken Material- und sonstiger betrieblicher Aufwand aufgrund von Kostenmanagement und Einmaleffekten im Vorjahr, entsprechend verbesserte sich das Segment-EBITDA um 29,5 Prozent auf 44,3 Millionen Euro. Geringfügig rückläufige Abschreibungen führten zu einem positiven Segment-EBIT von 7,5 Millionen Euro (im Vorjahr minus 4,4 Millionen Euro).

External Activities & Services: Bereinigt um die Erfassung ergebnisneutraler kapazitativer Investitionen in den Konzern-Gesellschaften Twin Star und Lima in Verbindung mit der Anwendung von IFRIC 12 erhöhte sich der Segment-Umsatz um 10,4 Prozent auf 387,7 Millionen Euro. Gründe dafür waren im Wesentlichen die positive Entwicklung der Konzern-Gesellschaft Twin Star sowie das Passagierwachstum in Lima.

Die neuen Konzern-Gesellschaften AMU Holdings Inc. und Ljubljana trugen mit 27,8 Millionen Euro zum Umsatzwachstum bei. Der operative Aufwand des Segments sank aufgrund geringerer kapazitativer Investitionen in den Konzern-Gesellschaften Twin Star und Lima. Das Segment-EBITDA nahm durch die positive – um IFRIC 12 bereinigte – Umsatzentwicklung um acht Prozent auf 152,4 Millionen Euro zu.

Gestiegene Abschreibungen, die unter anderem aus den Terminal-Inbetriebnahmen in Varna und Burgas zum Ende des Geschäftsjahres 2013 sowie den neuen Konzern-Gesellschaften resultierten, führten zu einem Segment-EBIT von 84,8 Millionen Euro, das nahezu unverändert zum Vorjahr lag (minus 0,7 Prozent).

Piloten der Lufthansa und Fluglotsen in Italien streiken am Freitag

Die Vereinigung Cockpit (VC) hat für morgen, 20. März 2015, zu einem weiteren Streik auf Kurz- und Mittelstreckenflügen von Lufthansa aufgerufen – das ist der dritte Streik innerhalb von drei Tagen. Lufthansa wird aufgrund des Streiks der VC 700 Flüge und damit immerhin die Hälfte der insgesamt 1.400 für morgen geplanten Flüge streichen müssen. Dennoch sind von den streikbedingten Flugstreichungen insgesamt 84.000 Fluggäste betroffen. Dazu kommen auch noch, unabhängig vom VC-Streik, rund 90 weitere Flüge mit etwa 10.000 Passagieren aufgrund des morgen ebenfalls stattfindenden Streiks der italienischen Fluglotsen annulliert werden.

Die Lufthansa will die Auswirkungen des VC-Streiks am 20. März 2015 so gering wie möglich zu halten und wird trotz des Streiks insgesamt rund drei Viertel ihrer täglich rund 3.000 Flüge durchführen.

Tochter-Airlines nicht betroffen

Die Langstreckenflüge von Lufthansa sind von dem Streik am Freitag nicht betroffen. Sie werden daher morgen weitestgehend planmäßig durchgeführt. Auch alle Flüge von Germanwings, Eurowings und Air Dolomiti sowie von Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines finden planmäßig statt. Die anderen Fluggesellschaften der Lufthansa Group werden ihre Flüge von und nach Deutschland erneut mit größerem Fluggerät durchführen, wo immer dies möglich ist.

Am Samstag, nach dem Ende des Streiks, wird Lufthansa wieder weitestgehend planmäßig fliegen. Passagiere, deren Flug aufgrund des Streiks gestrichen werden musste, können ihren Flug kostenfrei umbuchen oder stornieren. Darüber hinaus können alle Passagiere im Besitz eines Tickets von Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines oder Brussels Airlines für Flüge am 20. März 2015 von und nach oder via Frankfurt und München, einmalig kostenlos unter bestimmten Bedingungen online unter „Meine Buchungen“ umbuchen. Tickets für innerdeutsche Flüge können in ein Bahnticket umgewandelt werden.

Die Lufthansa veröffentlicht eine Liste der gecancelten Flüge. Für Stuttgart beispielsweise wurden insgesamt 18 Flugbewegungen von und nach Frankfurt und München gestrichen. Am Köln Bonn Airport werden acht von 20 Lufthansa-Flügen gestrichen. Betroffen sind ausschließlich Flüge nach und aus München (vier Abflüge, vier Ankünfte). Auf dem regulären Flugplan des Köln Bonn Airport stehen am Freitag insgesamt 221 Flüge (111 Abflüge und 110 Ankünfte). Fluggästen der Lufthansa können sich über ihren aktuellen Flugstatus informieren.

Ryanair will Lücke schließen

Ryanair bietet anlässlich des morgigen Streiks bei der Lufthansa, welcher der 13. innerhalb eines Jahres ist, einen ganz besonderen Preis an. Flüge von Dortmund, Düsseldorf-Weeze oder Köln nach London-Stansted sollen für nur 13 Euro (nur Hinflug) erhältlich sein.

Zentrale der Flughafengesellschaft Stuttgart feiert Richtfest

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Am heutigen Donnerstag, 19. März 2015, wurde das Richtfest für die neue Zentrale der Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) gefeiert. Das Gebäude an der Flughafenstraße 32, in das die FSG rund 28 Mio. Euro investiert, wird ab Anfang 2016 die neue Heimat für rund 250 Angestellte der Flughafengesellschaft.

Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg und Vorsitzender des Aufsichtsrats der FSG, begrüßte beim Richtfest ausdrücklich, dass der Bau nach dem Silber-Standard der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) errichtet wird: „Das neue Bürogebäude ist Ausdruck der positiven Entwicklung der FSG, die offene Bauweise unterstreicht den fairport-Gedanken für einen transparenten und offenen Umgang mit der Belegschaft. Damit macht der Flughafen deutlich, dass man nicht nur beim Betrieb, sondern auch beim Bauen Ökonomie, Umwelt und Soziales in Einklang bringen kann.“

Das neue Büro wird nach dem Silber-Standard der DGNB zertifiziert und wird damit den Ansprüchen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gerecht. Von den sechs oberirdischen Geschossen werden die vier unteren von der FSG bezogen, die beiden oberen Etagen werden an Dritte vermietet. Der bisherige Sitz der Flughafengesellschaft, der 1973 bezogen wurde, entspricht mittlerweile nicht mehr den Anforderungen an Energieeffizienz und Flächenökonomie und ist überdies sanierungsbedürftig. Anstelle dieses Gebäudes soll ein Kongresshotel errichtet werden.

Der Rohbaus setzt auf einem bestehenden Parkhaus auf. Das fairport- Leitbild war auch bei der Planung dieses Gebäudes die Richtschnur. Die neuen Räume bieten ein offenes und modernes Umfeld für die Mitarbeiter, die Architektur ermöglicht eine bessere Kommunikation untereinander und fördert den Wissensaustausch zwischen den Mitarbeitern. Das Foto zeigt Walter Schoefer, Geschäftsführer Flughafen Stuttgart GmbH (FSG), Eva Noller, Erste Bürgermeisterin Leinfelden-Echterdingen, Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, Prof. Georg Fundel, Geschäftsführer Flughafen Stuttgart GmbH.

Lufthansa-Piloten bestreiken am Freitag wieder Kurz- und Mittelstrecke

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Lufthansa-Piloten wollen nun auch am Freitag streiken. Die Vereinigung Cockpit (VC) wird auch am 20. März 2015 von 00:01 bis 23:59 Uhr zum Arbeitskampf bei Lufthansa aufrufen. Deutschlandweit werden die Kurz- und Mittelstreckenflüge der Lufthansa bestreikt, Flüge der Lufthansa-Tochterunternehmen Germanwings und Eurowings sind nicht betroffen. Streikgegenstand ist weiterhin der Tarifvertrag Übergangsversorgung.

Für Lufthansa-Reisende heißt dies wieder Flugstatus prüfen, gestrichene Flüge einsehen, Sonderflugplan beachten und mehr Zeit einplanen.

Die VC sieht sich einem radikalen Wandel der bisherigen Unternehmenskultur gegenüber. Diese geht weg von einem konstruktiven Miteinander, hin zu einem autokratischen Führungsstil. Die VC warnte vor einem Ausverkauf der Werte, die maßgeblichen Anteil daran haben, dass Lufthansa zu einem der weltweit führenden Luftfahrtkonzerne wurde – hohe Identifikation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit dem Unternehmen, Loyalität und Begeisterung für den Beruf. Die VC bedauere, dass durch die Streikmaßnahmen erneut auch die Reisenden beeinträchtigt sein werden.

Zum Wohle der Kunden und des Unternehmens fordert die VC den Lufthansa-Konzernvorstand dazu auf, ernsthaft zu verhandeln oder die Gesamtschlichtung zu akzeptieren, um gemeinsam den Weg zur Beilegung des Konflikts einzuschlagen.

Unterdessen erhielt die VC eine Solidaritätsbekundung der europäischen Pilotengemeinschaft beim Tarifkonflik. Das Bild zeigt die Präsidenten der europäischen Pilotenverbände beim ECA Presidents Meeting am 17.03.2015 in Frankfurt, wo sie ihre Solidarität mit der VC im Lufthansa-Tarifkonflikt bekräftigten.