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Infrastruktur für Flugplatz Lugano-Agno zur Revision

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Am heutigen 19. Dezember 2018 hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) mit der Revision des Objektblatts des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) für den Flugplatz Lugano-Agno begonnen.

Anlass für die Überarbeitung sind die betrieblichen Bedingungen und Anforderungen, die sich in den vergangenen 20 Jahren verändert haben. Heute Vormittag haben sich die Vertreterinnen und Vertreter des BAZL, des Kantons Tessin, der Stadt Lugano (Konzessionärin) und des Flugplatzhalters zu einer ersten Sitzung getroffen. Die Arbeiten, in die auch die Anliegergemeinden eingebunden werden, dürften einige Jahre dauern.

Ein SIL enthält für jeden Flugplatz ein Objektblatt, in dem für alle Anlagen die Vorgaben aus dem Konzeptteil konkretisiert werden. Das Objektblatt legt den Rahmen für künftige Aus- und Umbauten der Infrastruktur des Flugplatzes behördenseitig fest. Es enthält verbindliche Vorgaben zu den betrieblichen Rahmenbedingungen, zum Flugplatzperimeter, zur Lärmbelastung und Hindernisbegrenzung, zum Natur- und Landschaftsschutz sowie zur Erschliessung. Das Objektblatt ist Voraussetzung für die Genehmigung des Betriebsreglements und die Bewilligung von Flughafenanlagen.

Die Erarbeitung der Objektblätter erfolgt in zwei Phasen. Die erste Phase beinhaltet einen Koordinationsprozess, an dem die zuständigen Stellen von Bund und Kantonen, die betroffenen Gemeinden sowie der Flugplatzhalter beteiligt sind. Die Ergebnisse werden in einem Koordinationsprotokoll festgehalten. Die zweite Phase umfasst das Verfahren nach den Bestimmungen der Raumplanungsverordnung. Wesentliche Bestandteile des Verfahrens sind die Anhörung der Behörden und die Mitwirkung der Bevölkerung.

Flugplatz Lugano: Bedarf und Anforderungen eruieren

Für den Flugplatz Lugano-Agno existiert bereits ein SIL-Objektblatt. Dieses beruht auf den Prognosen, welche der Rahmenkonzession von 1996 zugrunde liegen, und wurde 2004 vom Bundesrat genehmigt. Das heutige Objektblatt entspricht damit dem mittlerweile überholten Planungsstand der 1990er-Jahre und muss folglich aktualisiert und mit der Raumordnungspolitik des Kantons und der Anliegergemeinden in Einklang gebracht werden. An der heutigen Sitzung in Lugano wurde die Überarbeitung des SIL-Objektblatts für den Flugplatz Lugano-Agno aufgegleist. Eine Arbeitsgruppe aus  Vertretern des Bundes, des Kantons Tessin, der Stadt Lugano als Konzessionärin und der Lugano Airport SA als Flugplatzhalterin wird beauftragt, die Anforderungen an den Betrieb und die Infrastruktur des Flugplatzes zu definieren.

Für die Ausarbeitung des Koordinationsprotokolls werden mehrere Sitzungen dieser Arbeitsgruppe nötig sein. Die Gemeinden Agno, Bioggio und Muzzano werden in diesen Prozess eingebunden. Am 09. Januar 2019 findet eine erste Informationssitzung statt. Nach Abschluss der Arbeiten, die einige Jahre dauern werden, wird das SIL-Objektblatt dem Bundesrat zur Genehmigung unterbreitet.

Erst am Montag hatte das BAZL den Startschuss für die Ausarbeitung des Objektblatts des SIL für den Flugplatz Sitten gegeben. Nachdem sich die Luftwaffe vom Flugplatz Sitten zurückgezogen hat, soll nun im Zuge dieses Prozesses der künftige Rahmen für den Betrieb und die Entwicklung der Flugplatzinfrastruktur abgesteckt werden. Die aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundes, des Kantons Wallis und der Stadt Sitten (Flugplatzhalterin) zusammengesetzte Arbeitsgruppe hat die Aufgabe, die Projekte für die bauliche und betriebliche Entwicklung des Flugplatzes unter dem Aspekt der Auswirkungen auf die Umgebung unter die Lupe zu nehmen. Dabei muss auch der Tatsache Rechnung getragen werden, dass die Luftwaffe den Flugplatz Sitten seit dem 01. Januar 2018 nur noch in beschränktem Umfang nutzt.

Flughafen Bremen mit Bula über Ausscheiden einig

Die Flughafen Bremen GmbH und der ehemalige Flughafen-Geschäftsführer Jürgen Bula haben sich gemeinsam darauf verständigt, den Geschäftsführervertrag mit Wirkung zum 30. September 2018 einvernehmlich zu beenden.

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Staatsrat Ekkehart Siering, dankte dafür, dass Jürgen Bula, der in schwierigem Umfeld 2009 die Geschäftsführung übernommen hatte, diese und den Flughafen weiterentwickelt hat. Unterschiedliche Überzeugungen über die langfristige strategische Positionierung des Flughafens führten zur Trennung.

Herr Bula wird seinem Nachfolger für Gespräche zu dessen optimaler Einarbeitung zur Verfügung stehen. Zu den Inhalten der Vertragsbeendigung vereinbarten beide Seiten im Vergleich grundsätzlich Stillschweigen, sodass sich zu weiteren Details beide Seiten nicht äußern werden.

Flughafen Düsseldorf verlegt Airlebnis in die Städte

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Der Flughafen Düsseldorf begibt sich im neuen Jahr auf Reisen. Raus aus dem Terminal, hin zu den Menschen. Kamen bisher jeden ersten Sonntag im Monat die Besucher zu den Airlebnissen ins Terminal, geht der Airport zukünftig mit seinem neuen Event-Konzept näher zu den Bürgern.

„Mit den Airlebnissen haben wir erfolgreich unser Terminal gerockt. Zehn Jahre nach Beginn einer der erfolgreichsten Veranstaltungsreihen an deutschen Flughäfen möchten wir ab 2019 eingetretene Pfade verlassen und mit frischen Ideen zu den Menschen gehen – in ihre Stadt, in ihr Viertel, vielleicht sogar in ihre Straße“, erklärt Thomas Schnalke, Sprecher der Flughafengeschäftsführung

Auch weiter Events im Terminal

„Das große Kinder.Flughafen.Fest auf der Galopprennbahn Grafenberg bildete im vergangenen September den Auftakt unserer neuen Airport on tour-Reihe. Groß und Klein waren so begeistert, dass wir uns dazu entschlossen haben, die Menschen ab dem nächsten Jahr mit komplett neuen Formaten an ganz unterschiedlichen Orten zu überraschen. Es sind viele tolle Ideen in Vorbereitung.“ so Schnalke. Ausgewählte Events werden auch weiterhin im Terminal stattfinden. Allerdings nicht mehr in der gelernten Regelmäßigkeit. Worauf sich die Menschen 2019 freuen dürfen, wird wie immer kurz vorher auf der Website des Flughafens, auf Facebook und über die Medien verraten.

Tegel Zugpferd beim Wachstum Berliner Flughäfen

Flughafenstandort Tegel der Berliner Flughafengesellschaft BER wächst von Januar bis November um 4,5 Prozent und sieht sich damit weiter auf Erfolgskurs.

Im aktuellen Verkehrsbericht sind die Zahlen für Passagiere, Flugbewegungen und Luftfracht für den November 2018 sowie den Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu finden beider Hauptstadtflughäfen.

Verkehrszahlen November 2018

Während Schönefeld überwiegend rückläufige Zahlen verzeichnet, legt abgesehen vom Luftfrachtverkehr Tegel besonders zu.

  • Passagiere: Im November 2018 starteten und landeten 2.815.086 Passagiere an den Flughäfen Schönefeld und Tegel. Das ist ein Plus von 24,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Ab Schönefeld flogen im November 884.580 Passagiere (-7,0 Prozent), in Tegel waren es 1.930.506 Fluggäste (+47,0 Prozent).
  • Flugbewegungen: Die Zahl der Flugbewegungen an den Flughäfen Schönefeld und Tegel stieg im November 2018 auf 24.561 Starts und Landungen, ein Plus von 36,3 Prozent im Vergleich zum November 2017. In Schönefeld stieg die Zahl der Flugbewegungen auf 8.057 (+2,4 Prozent). In Tegel stieg die Zahl der Flugbewegungen auf 16.504 (+62,5 Prozent).
  • Luftfracht: Bei der Luftfracht wurden im November 2018 an den Flughäfen Schönefeld und Tegel 3.022 Tonnen registriert, ein Minus von 3,5 Prozent im Vergleich zum November 2017. Die Luftfracht in Schönefeld erreichte 1.161 Tonnen (+28,7 Prozent). Bei der Luftfracht in Tegel wurden 1.861 Tonnen registriert (-16,5 Prozent).

Verkehrszahlen Januar bis November 2018

  • Passagiere: Von Januar bis November flogen 31.932.545 Passagiere ab Schönefeld und Tegel. Das ist ein Plus von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Schönefeld starteten und landeten 11.787.317 Passagiere (-0,8 Prozent). Ab Tegel flogen 20.145.228 Fluggäste (+4,5 Prozent).
  • Flugbewegungen: Die Zahl der Flugbewegungen in Schönefeld und Tegel stieg auf 269.820 Starts und Landungen, eine Zunahme von 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Schönefeld stieg die Zahl der Flugbewegungen auf 98.179 (+4,7 Prozent). In Tegel gab es 171.641 Starts und Landungen (+4,6 Prozent).
  • Luftfracht: Insgesamt wurden von Januar bis November 37.155 Tonnen Luftfracht registriert, das bedeutet einen Rückgang von 19,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Schönefeld wurden 11.291 Tonnen Luftfracht abgefertigt (+33,4 Prozent), in Tegel waren es 25.864 Tonnen (-31,8 Prozent).

Lohnerhöhung bei Austrian Airlines am Boden fix

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Kurz vor Weihnachten haben Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Betriebsrat Boden, Unternehmensleitung von Austrian Airlines und Wirtschaftskammer (WKÖ) eine Einigung in den laufenden Kollektivvertragsverhandlungen erzielt.

Die rund 3.000 kaufmännisch-technischen Angestellten werden 2019 ein Plus von 3,0 Prozent auf die Tabellen und IST-Gehälter sowie Lehrlingsentschädigungen erhalten. Alf Junghans, Vorsitzender des Betriebsrats Boden bei Austrian Airlines: „Mit dem Blick auf andere KV Abschlüsse befinden wir uns in guter Gesellschaft. Uns war auch wegen der härter werdenden Bedingungen der Dreier vor dem Komma wichtig.“

Einigung ohne das Bordpersonal

Nathalie Rau, Personalchefin von Austrian Airlines: „Es waren harte Verhandlungen, da die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder schwieriger werden. Letztendlich freue ich mich aber über die erzielte Einigung. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben 2018 ein hohes Engagement gezeigt. Es ist genau jenes Engagement, das uns von der Konkurrenz abhebt.“ Austrian Airlines beschäftigt insgesamt 7.100 Mitarbeiter. Für die rund 3.800 Angestellten im Bereich Kabine und Cockpit gilt diese Einigung nicht, da es eigene Kollektivvertragsverhandlungen für das Bordpersonal gibt. Diese konnten erst im August 2018 für einen Zeitraum von vier Jahren erfolgreich abgeschlossen werden.

Emirates Hub Monitor bündelt Flugzeugdaten in Echtzeit

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Emirates will mit einer eigenen App-Entwicklung den Turnaround seiner Flugzeuge am Drehkreuz beschleunigen. Davon sollen letztendlich auch die Passagiere durch kürzere Wartezeiten profitieren.

Mit der Anwendung Hub Monitor will die Fluggesellschft Verspätungen und Wartezeiten an ihrem Drehkreuz, dem Dubai International Airport (DXB), reduzieren. Die App wird vom Betriebspersonal eingesetzt, um ich Echtzeit Informationen über Arbeitsschritte am Flugzeug auszutauschen. Mit dem Abgleich in Realtime können sich sowohl das Bodenpersonal, als auch die Fliegende Besatzung auf das startklar gemachte Flugzeug vorbereiten. Dabei sollen auch Probleme, die eine Verspätung verursachen könnten, schneller erkannt und gelöst werden.

Flugzeugdaten in Echtzeit beim Empfänger

Der Hub Monitor bündelt Engineering, Netzwerküberwachung, Airport Services, den Flugbetrieb und weitere Daten die sogar von den gerade fliegenden Maschienen in Echtzeit selbst kommen, um die Flugzeuge bald wieder für den nächsten Flug bereit zu machen. Die Software verfügt über Alarmfunktionen, welche dem entsprechenden Personal Meldungen überstellen wenn es Verspätungen oder auch nur Abweichungen von gesetzen Grenzwerten gibt (Precision Timing Schedule, PTS).

Laut Adel Al Redha, Executive Vice President und Chief Operations Officer von Emirates, sei dies ein einzigartiges Werkzeug, das, basierend auf einer vorigen Entwicklung der hauseigenen Ingenieure, innerhalb von nur fünf Monaten umgesetzt wurde. Der Hub Monitor umfasse dabei mehrere Module, von denen weitere schon bald ausgerollt werden sollen. Emirates betreibt 270 Flugzeuge aus Airbus A380 und Boeing 777. Von Dubai aus starten täglich ca. 255 Flüge der Airline.

Challenger 650-Flotte bei Schweizer Rega komplett

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Die Schweizer Luftrettungsorganisation Rega hat von Bombardier einen neuen Jet Challenger 650 erhalten. Damit ist die Flotte modernster Flugzeuge beim Betreiber komplett.

Die Challenger 650 ist das dritte Flugzeug des Musters für Rega. Die Flugzeuge werden für Rettungseinsätze und für die Rückholung Schweizer Bürger aus der ganzen Welt eingesetzt. Auch die zwei anderen Challenger 650 hat Rega 2018 frisch erhalten. Damit werden die ehemaligen Challenger 604 in der Flotte der non-Profit-Organisation ersetzt. Die für die Klasse großen Kabinen der Flugzeuge beherbergen intensivmedizinisches Gerät und zwei Patientenbetten.

Die Flugzeuge aus dem Segement der Business Jets können den Piloten die Arbeit erleichtern durch ein modernes Cockpit und Head-up Displays mit Synthetic Vision. Die Reichweite beträgt 4.000 Nautische Meilen, ca. 7.400 km. Die drei Challenger 650 wurden alle aus dem kanadischen Ontario geliefert. Das erste Flugzeug von Bombardier erhielten die Schweizer 1982. Rega beitreibt zudem 17 Hubschrauber in ihrer Flotte.

Airbus H160: Erste Serienmaschine flügge

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Airbus Helicopters hat den ersten Serienhubschrauber H160 aus der Fertigungslinie in Marignane zu einem Sonderflug für das H160-Team starten lassen. Die H160 zeigte dabei ihre Performance bei der Jahresabschlussfeier.

Der Hubschrauber wird 2020 zu dem Erstkunden für das Muster Babcock geliefert. Diese neue H160 absolvierte erst vor vier Tagen Erstflug. Airbus Helicopters würdigte dabei die Arbeit der hunderten an der Zulassung beteiligten Mitarbeiter mit einer besonderen Lackierung des Hubschraubers. Die Zulassung durch die Luftfahrtbehörden ist für Ende 2019 anvisiert. Über 1.000 Flugstunden haben die ersten drei Prototypen bereits erflogen.

VC: Stichtag zur Mitbestimmung für Tarifverträge nutzen

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Die Änderung des §117 Betriebsverfassungsgesetz ermöglicht es, ab dem 01. Mai 2019 auch den Besatzungsmitgliedern in deutschen Flugbetrieben einen Betriebsrat zu gründen – bisher waren sie von der gesetzlichen Regelung ausgenommen und hatten nur über einen Tarifvertrag Personalvertretung (TVPV) die Möglichkeit, ihre Mitbestimmungsrechte wahrzunehmen.

Auch wenn insbesondere die Arbeitsbedingungen bei Ryanair in den letzten Jahren im öffentlichen Fokus standen, handelt es sich bei dieser Gesetzesänderung nicht um eine „Lex Ryanair“ – die Liste der Flugbetriebe, die ihren Piloten und Flugbegleitern eine tariflich etablierte Mitbestimmung bisher verweigert haben, sei lang, so die Vereinigung Cockpit (VC): Ob Laudamotion oder Germania, Thomas Cook Aviation, Aerologic oder in Teilen der Eurowings-Gruppe – von den Betreibern zahlloser Business-Jets ganz zu schweigen.

Betriebliche Mitbestimmung kommt

„Arbeitgeber konnten die bisherige Regelung ausnutzen, um Mitbestimmung in ihren Fluggesellschaften zu unterbinden. Damit ist jetzt Schluss!“, so Martin Locher, Präsident der VC. „Eine betriebliche Mitbestimmung wird jetzt kommen. Wir fordern alle untarifierten Flugbetriebe auf, die Gelegenheit zu nutzen und bis zum 01. Mai 2019 maßgeschneiderte Tarifverträge für ihre Piloten und Flugbegleiter zu verhandeln.“

Deutsche begrüßen Drohnen, aber nicht überall

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Die Szenarien für die Anwendung ziviler unbemannter Luftfahrtsysteme (Unmanned Aerial Sytems – UAS) werden immer breiter und vielfältiger. Eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat nun ergeben, dass es in Deutschland eine deutliche Zustimmung für den Einsatz ziviler Drohnen im Katastrophenschutz, Rettungs- und Forschungseinsatz gibt.

Neben ersten Tests mit Paketzustellungen über den Luftweg mittels Drohnen gibt es bereits erste Anwendungen in der Landwirtschaft oder der Energiebranche, Inspektionen mittels unbemannter Fluggeräte durchzuführen. Ebenso wird an der schnellen Lageerfassung im Katastrophenschutz und dem Transport von Medikamenten und medizinischem Gerät im Rettungseinsatz gearbeitet.

Drohne: Klingt negativ, doch Einsatz erwünscht

Flüge für Werbeaufnahmen, Freizeitaktivitäten und die Paketzustellung werden aber derzeit noch bei mindestens der Hälfte der repräsentativ Befragten kritisch gesehen. Aufklärung hilft dabei, Vorbehalte in der Bevölkerung abzubauen. „Unabhängig von Geschlecht und Alter ist der Begriff ‚Drohne‘ nahezu allen bekannt, er wird aber häufig noch negativ assoziiert“, erklärt die Studienleiterin Maria Stolz vom DLR-Institut für Flugführung in Braunschweig. „Erfahrungen mit Drohnen sind derzeit noch selten und eher passiv als aktiv. Auch der Informationsstand hierzu ist noch verhältnismäßig niedrig.“

Rund 40 Prozent der Befragten gaben an, schon einmal eine Drohne gesehen oder gehört zu haben und immerhin zehn Prozent haben sogar schon einmal selbst eine Drohne selbst geflogen. Die Einstellung gegenüber zivilen Drohnen ist neben anderen Faktoren abhängig von Geschlecht und Alter. Vor allem jüngere und männliche Befragte haben ein Interesse an dieser modernen Technik geäußert. Interessant sei für die Forscher vom DLR, ob sich die Einstellung der Befragten mit dem Verlauf des Interviews ändere, erklärt Stolz. „Hier zeigte sich eine leichte Verschiebung ins Positive. Möglicherweise wirken die Beschäftigung mit dem Thema und die Informationsvermittlung bereits zustimmungsfördernd auf das Meinungsbild.“

Drohnen für Polizei und Feuerwehr

Klare Zustimmungswerte konnten die Wissenschaftler aktuell für den Einsatz von Drohnen im Katastrophenschutz, Rettungs- und Forschungseinsatz feststellen. Rund zwei Drittel der Befragten stimmen eher oder voll zu, wenn Drohnen aufsteigen, um beispielweise die Lage mittels Kameras in oft unzugänglichen Katastrophengebieten zu erfassen, oder Polizei und Feuerwehr bei lebensrettenden Einsätzen mit Situations- und Lageinformationen zu unterstützen. Das DLR ist in diesem Bereich an vielen Forschungsprojekten wie zum Beispiel dem Projekt DRIVER+ oder dem Projekt IN-PREP beteiligt, damit Rettungskräfte durch den Einsatz von Drohnen Krisen und Katastrophen in Zukunft schneller bewältigen können.

Ebenfalls eine deutliche Zustimmung erhalten Drohneneinsätze für Transporte schnell benötigter medizinischer Güter, für die Erfassung des Verkehrs und die Überwachung der Energieversorgung, sowie die Erfassung von Agrar-Flächen für eine Optimierung der landwirtschaftlichen Nutzung. Ein geteiltes Meinungsbild ergibt sich bei Foto- und Videoaufnahmen mittels Drohnen für Nachrichtensendungen, den freizeitlichen Einsatz sowie bei der Paketzustellung, die eine Mehrheit sogar ablehnt. Eine deutliche Ablehnung zeichnet sich für unbemannte Flüge ab, die Foto- und Videoaufnahmen zu Werbezwecken dienen.

Bevorzugt in unbewohntem Gebiet

„Unterschiedliche Bewertungen haben wir auch bei der präferierten Mindestflughöhe festgestellt“, sagt Stolz. „Nach Ansicht der Befragten kann diese im öffentlichen Auftrag geringer ausfallen als für andere Zwecke.“ Die Besorgtheit der Befragten wegen möglichem Missbrauch der Drohnen ist ebenfalls hoch. Der Drohneneinsatz soll nach ihren Vorstellungen bevorzugt in unbewohnten Gebieten stattfinden. Drohnenflüge in städtischen Gebieten befürwortet eine Mehrheit für Gewerbe- und Industriegebiete. Die Option, eine kontrollierte Landung der Drohnen durch Polizei oder Feuerwehr herbeizuführen sowie die Möglichkeit zur Identifikation von Drohnen und Haltern werden in hohem Maße befürwortet. Für städtische Wohngebiete und Altstadtbereiche zeigt sich trotz solcher möglicher Einschränkungen eine deutliche Ablehnung.

Die Studie zur aktuellen Akzeptanz unbemannter Luftfahrzeuge in Deutschland wurde mit Mitteln aus dem Programm Luftfahrtforschung des DLR finanziert und vom DLR-Institut für Flugführung gemeinsam mit dem DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Sozialforschung (infas) erstellt, welches die repräsentative Umfrage im Auftrag des DLR durchführte. Dabei wurden Telefoninterviews mit 832 Personen zwischen 14 und 94 Jahren geführt.

Ergebnisse grafisch dargestellt

Zustimmungswerte zum Einsatz ziviler Drohnen für verschiedene Einsatzzwecke (im Titelbild): Klare Zustimmungswerte konnten die Wissenschaftler aktuell für den Einsatz von Drohnen im Katastrophenschutz, Rettungs- und Forschungseinsatz feststellen. Ebenfalls eine deutliche Zustimmung erhalten Drohneneinsätze für Transporte schnell benötigter medizinischer Güter, für die Erfassung des Verkehrs und die Überwachung der Energieversorgung, sowie die Erfassung von Agrar-Flächen für eine Optimierung der landwirtschaftlichen Nutzung. Ein geteiltes Meinungsbild ergibt sich bei Foto- und Videoaufnahmen mittels Drohnen für Nachrichtensendungen, den freizeitlichen Einsatz sowie bei der Paketzustellung, die eine Mehrheit sogar ablehnt.

Zustimmungswerte zum Einsatz ziviler Drohnen für verschiedene Gebiete: Der Drohneneinsatz soll nach Vorstellung einer Mehrheit der Befragten bevorzugt in unbewohnten Gebieten stattfinden. Drohnenflüge in städtischen Gebieten befürwortet eine Mehrheit für Gewerbe- und Industriegebiete.

Erfahrungen mit zivilen Drohnen: Erfahrungen mit Drohnen sind derzeit noch selten und eher passiv als aktiv. Rund 40 Prozent der Befragten gaben an, schon einmal eine Drohne gesehen oder gehört zu haben.

Effekte von Geschlecht und Alter bei der Einstellung zu zivilen Drohnen: Die Einstellung gegenüber zivilen Drohnen ist neben anderen Faktoren abhängig von Geschlecht und Alter. Vor allem jüngere und männliche Befragte haben ein Interesse an dieser modernen Technik geäußert.

Avidyne-Avionik für Robinson Helicopter

Robinson ermöglicht jetzt für seine zivilen Hubschrauber R22, R44 und R66 die Option moderner Touchscreen-Avionik von Avidyne. Die IFD 400er Serie der GPS-Navigation kann entweder als Touchscreen oder über Knöpfe gesteuert werden.

Die Apparatur hat ein 4,8-Zoll Display. Damit kann die IFD in der unteren Mittelkonsole des Hubschraubers oder aber auch seitlich vom Piloten installiert werden. Standardmäßig sind Wi-Fi für die Anbindung eines iPads dabei sowie Synthetic Vision.

Steuerung per iPad

Besonders praktisch ist die Avionik in Verbindung mit der App IFD100 von Avidyne. Diese auf dem iPad installiert, ermöglicht die komplette Anzeige der Avionik auf dem Tablet, inklusive der Steuerung der IFD. Die App IFD1000 kann kostenlos im Apple App Store heruntergeladen werden.

Wizz Air nutzt Plattform Aviatar

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Lufthansa Technik hat Wizz Air für AVIATAR gewonnen. Beide haben einen Vertrag über die Nutzung der digitalen Plattform mit einer Laufzeit von zehn Jahren unterzeichnet. Damit ist die Versorgung einer der am schnellsten wachsenden Fluggesellschaften Europas mit neuartigen digitalen Flottenlösungen sichergestellt.

AVIATAR ist eine herstellerübergreifende Plattform. Sie ist unabhängig von Lufthansa Technik oder jedweden anderen Instandhaltungsverträgen. AVIATAR ermöglicht es Flugzeugbetreibern und anderen Unternehmen in der Flugzeuginstandhaltung, auf einer offenen und neutralen Plattform zusammenzuarbeiten. Neue Erkenntnisse, Empfehlungen und auf analytischen Modellen basierende Informationen vereinfachen den Entscheidungsprozess der Nutzer. AVIATAR soll sich für die Nutzer durch optimierte Betriebszeiten, verringerte Folgekosten sowie verbesserte Sicherheit und einen zuverlässigeren Flottenbetrieb auszahlen.

Ziel der partnerschaftlichen Herangehensweise ist es, den technischen Betrieb von Wizz Air durch den Einsatz der modularen Lösungen von AVIATAR noch effizienter zu machen. Dies betrifft vor allem die direkt mit dem Maintenance Control Center (MCC) der Airline in Budapest verbundenen Bereiche der vorausschauenden und vorbeugenden Wartung sowie das Management der technischen Flugzeugzuverlässigkeit. Darüber hinaus kann Wizz Air auch alle anderen innovativen Angeboten der Lufthansa Technik und weiterer Drittanbieter auf der AVIATAR-Plattform nutzen.

Christian Ambiehl, Leiter der Flugzeugwartung bei Wizz Air, sagte: „Nach einer detaillierten Analyse der verfügbaren Angebote ist unsere Wahl auf AVIATAR gefallen. Die offene und modulare Architektur in Verbindung mit der strategischen Entscheidung unseres langjährigen Partners Lufthansa Technik, auch seinen Wettbewerbern einen neutralen Zugang zu bieten, macht AVIATAR zu einer einzigartigen Plattform. Freier Wettbewerb und der Zugang zu neuen Märkten sind seit nunmehr 14 Jahren der Schlüssel zum Erfolg von Wizz Air. Für unsere digitale Vision brauchen wir eine neutrale Plattform, die es uns ermöglicht, innerhalb unseres wachsenden Streckennetzes über digitale Wege mit unseren Partnern für die Instandhaltung und den technischen Betrieb zusammenzuarbeiten. Mit AVIATAR haben wir die Kontrolle über die Betriebsdaten unserer Flotte und können so neue digitale Lösungen mitentwickeln, die für den Betrieb von Wizz Air und darüber hinaus Mehrwert generieren. Letztlich soll unsere Flotte schneller wachsen als unser Team für den technischen Betrieb.“

Vorschau Pistenarbeiten am Flughafen Hamburg 2019

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Hamburg Airport führt auch 2019 die notwendigen, jährlich wiederkehrenden Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an seinen Start- und Landebahnen durch. Zur Information für die Anrainer gibt der Airport jetzt schon mal die Daten für geplante Arbeiten bekannt.

Unter anderem gehören zu den Arbeiten die Beseitigung von Gummiabrieb an den Aufsetzpunkten, Beton- und Asphaltarbeiten, das Spülen der Sielleitungen, Erneuerung der Markierung sowie der Austausch und die Instandhaltung der Startbahnbefeuerung. Die regelmäßige Wartung und Instandhaltung der Pisten ist notwendig, um einen sicheren Flugbetrieb gewährleisten zu können.

Dafür wird die Piste 05/23 (Niendorf/Langenhorn) von Mittwoch, 08. Mai (06:00 Uhr), bis einschließlich Mittwoch, 22. Mai 2019 (23:00 Uhr), außer Betrieb genommen. Die Wartung der Start- und Landebahn 15/33 (Norderstedt/Alsterdorf) erfolgt von Mittwoch, 04. September (06:00 Uhr), bis einschließlich Mittwoch, 18. September 2019 (23:00 Uhr). Während dieser Zeiten wird der gesamte Flugbetrieb über die jeweils andere Bahn abgewickelt.

Piste: Instandhaltung in zwei Wochen bündeln

„Pro Jahr starten und landen rund 160.000 Flugzeuge am Hamburg Airport. Damit wir dabei einen sicheren Flugbetrieb gewährleisten können, müssen wir unsere Start- und Landebahnen jährlich warten“, erklärt David Liebert, Bereichsleiter Real Estate Management am Hamburg Airport. „Bei der Wahl der Wartungstermine achten wir ganz bewusst darauf, dass wir den Sperrzeitraum möglichst kurz und die Auswirkungen für die Flughafen-Nachbarn so gering wie möglich halten.“ Ein wichtiges Kriterium bei der Terminierung ist, dass die Pistensperrungen nicht in den Hauptreisezeiten, zu denen zum Beispiel die Sommerferien gehören, liegen, weil gerade dann beide Start- und Landebahnen für den Flugbetrieb benötigt werden. Darüber hinaus sind viele Instandhaltungsarbeiten nur bei trockener und warmer Witterung möglich. Im Frühjahr und Herbst hingegen wären die witterungsbedingten Unsicherheiten deutlich höher und die Arbeiten könnten mit großer Wahrscheinlichkeit nicht in zwei Wochen gebündelt werden.

WhatsApp-Service für Wartungstermine

Um die Flughafen-Nachbarn und andere Interessierte über die Termine der jährlichen Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an den Start- und Landebahnen auf dem Laufenden zu halten, hat Hamburg Airport einen WhatsApp-Service eingerichtet. Nach einmaliger Anmeldung erhalten Abonnenten alle Termine und Informationen rund um die Pistensperrungen direkt auf ihr Smartphone. So können sie die Sperrungstermine rechtzeitig einplanen. Alle Informationen rund um die Bahnsperrungen und ein WhatsApp-Service dazu sind auf der Flughafen-Website abrufbar.

LOC-Signal brachte Boeing 777 in MUC von Landung ab

Die Besatzung einer Boeing 777 aus Singapur flog von München nach Manchester und am selben Tag wieder zurück nach München. Bei der Landung kam das Flugzeug kurz nach dem Aufsetzen zunächst nach links von der Piste ab, im weiteren Verlauf kreuzte das Flugzeug die Piste und kam auf der anderen Seite neben der Piste zum Stehen.

Pistensperre bringt Emirates A380 nach Glasgow

Emirates teilte heute mit, dass sie einen Airbus A380 zeitweise auf einer täglichen Verbindung nach Glasgow einsetzen wird. Das größte Passagierflugzeug der Welt wird damit ab 16. April zum ersten Mal regelmäßig nach Schottland fliegen.

Bis Ende Mai wird der A380 damit die bisher eingesetzte Boeing 777 ersetzen, welche zweimal täglich Glasgow ansteuert. Emirates betreibt ausschließlich diese beiden Flugzeugmuster. Der Emirates A380 verlässt Dubai in dieser Zeit um 14:50 Uhr und erreich Glasgow um 19:45 Uhr, während der Rückflug um 21:30 abhebt und Dubai wieder um 07:55 Uhr erreicht. Mit den kürzlich eingeführten Flügen nach Edinburgh führt Emirates damit dann wieder drei tägliche Flüge nach Schottland durch.

Singel Runway Operation in Dubai DXB

Hintergrund ist die Pistensanierung am Dubai International Airport DXB. Die südliche Runway wird in dieser Zeit geschlossen, sodass der Flughafen in einer Singel Runway Operation die Fluggesellschaften dazu veranlasst, ihre Flugpläne anzupassen. Weniger Slots tritt Emirates so mit einer gesteigerten Kapazität entgegen.

Ab ersten Juni bis Ende September soll dann die zweifache Bedienung der Route wieder aufgenommen werden, indem eine B777 als zweite Tagesverbindung hinzukommt. Die erhöte Sitzplatzkapazität mit dem verbleibenden A380 bedient dabei den größere saisonale Nachfrage im Sommer, so Emirates.

LHC hilft bei digitalem Deklarieren von Gefahrgut

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Als weltweit erste Frachtfluglinie stellt Lufthansa Cargo eine Anwendung zur digitalen Erstellung von Beförderungspapieren im Gefahrgutbereich bereit. Das DGD.online genannte neue Angebot ist neben Luftfracht aber auch im Straßen- und Seetransport einsetzbar.

Für die Entwickler stand eine hohe Benutzerfreundlichkeit sowie mehrwertstiftende Validierungs- und Komfortfunktionen im Vordergrund, die gemeinsam mit Pilotkunden entwickelt wurden. „Mit DGD.online bauen wir unser Digitalangebot weiter aus und wollen unseren Kunden und Partnern die Nutzung elektronischer Services möglichst einfach machen. So können wir gemeinsam die Potentiale der Digitalisierung heben und Luftfracht in Zukunft noch effizienter und schneller machen“, sagt Boris Hueske, Head of Digital Transformation von Lufthansa Cargo.

Siemens Healthcare Pilotkunde

Zu den ersten Nutzern von DGD.online gehört die Siemens Healthcare GmbH, die bereits die gesamte Entwicklung der Anwendung begleitet hatte. „Die neue Anwendung fügt sich nahtlos in unsere Digitalisierungsstrategie. DGD.online beeinflusst die Produktivität unseres Service Delivery Prozesses nachhaltig positiv“, sagt Markus Dess, Logistik-Prozessplaner bei Siemens Healthineers.

Mit DGD.online können unter anderem elektronisch signierte Gefahrgutdeklarationen generiert und samt Anhängen wie Sicherheitsblätter automatisiert versendet werden. Außerdem lassen sich Logisitkdienstleister, wie zum Beispiel Spediteure, digital in den Abfertigungsprozess einbinden, womit eine papierlose Zusammenarbeit ermöglicht wird. DGD.online ist für die künftige Nutzung von eDGD vorgesehen. Durch die eingebauten Validierungs- und Komfortfunktionen können Abläufe beschleunigt und kostspielige Fehler vermieden werden.

Boeing übergibt erste in China komplettierte 737 MAX 8

Boeing hat jetzt das erste Flugzeug der Familie 737 aus dem neuen Fertigstellungswerk Zhoushan in China ausgeliefert. Mit Commercial Aircraft Corporation of China (COMAC) als Joint Venture für den Standort wurde damit das Flugzeug an den Kunden Air China übergeben.

Es ist die erste Boeing 737 MAX 8, die in Renton gebaut und in China komplettiert und ausgestattet wurde. Dieses Completion Center hat Boeing vor 20 Monaten begonnen zu errichten und ist die erste Produktionsstätte des amerikanischen Flugzeugbauers außerhalb der USA. Das Riesenreich China ist auf dem Weg, der größte Luftfahrtmarkt der Welt zu werden. Boeing lässt nun 737 MAX von Seattle nach Zhoushan fliegen, wo die Flugzeuge für chinesische Airlines ihre Innenausstattung erhalten werden. Allerdings sind noch nicht alle Kapazitäten erreicht. Drei Lackierhangars sollen noch entstehen, sodass die Flugzeuge dort auch ihre Bemalung erhalten.

787. Boeing 787 Dreamliner ausgeliefert

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Boeing hat heute den 787. 787 Dreamliner entlassen. Seit der Markteinführung im Jahr 2012 haben die Dreamliner weltweit in ca. 1.500.000 Flügen 300.000.000 Passagiere befördert, zählt der Hersteller auf.

War das Programm anfangs von vielen Kinderkrankheiten geplagt und immer wieder verzögert worden, so führte das völlig neue Flugzeug in seiner Kategorie als mittelgroßer Langstreckenjet aber dann zu 210 neuen Nonstop-Verbindungen auf der Welt. Mit Verbundwerkstoffen und weiteren Innovationen betrat Boeing auch reichlich Neuland. Das jetzt fertiggestellte Flugzeug geht an AerCap, von wo es an China Southern geleast werden soll. Die Chinesen betreiben bereits zehn 787-8 und acht 787-9 Dreamliner. Dort werden sie auf den Routen von Guangzhou nach Europa, Nordamerika, Australien und Ozeanien eingeetzt.

Airbus: Philippe Mhun Nachfolger von Didier Evrard

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Airbus SE hat Philippe Mhun, 56, mit Wirkung zum 01. Januar 2019 zum Chief Programmes and Services Officer von Airbus Commercial Aircraft ernannt. Mhun, derzeit Head of Customer Services bei Airbus, wird Nachfolger von Didier Evrard, 65, Executive Vice President Head of Programmes, der zur Jahreswende nach 41 Jahren bei Airbus – davon 20 in Top-Management-Positionen – in den Ruhestand geht.

Guillaume Faury, President Airbus Commercial Aircraft: „…Philippe Mhun verbindet diese Erfolgskompetenzen in idealer Weise. Seine außerordentliche Erfahrung im Luftfahrtgeschäft, seine Kundenorientierung sowie seine beeindruckende Kompetenz im Produktions- und Dienstleistungsbereich sind eine hervorragende Grundlage für seine künftige Führungsrolle.“

Abschied von Managementgröße Evrard

„Didier Evrard ist der Programm-Manager par excellence“, sagte Tom Enders, Chief Executive Officer von Airbus. „Vor allem seinen überragenden Programm-Managementkompetenzen und seiner unbeirrbaren Entschlossenheit ist es zu verdanken, dass die A350 XWB – in den ersten Entwicklungsphasen auch liebevoll als ‚Mission Impossible‘ bezeichnet – heute bei 45 der weltweit führenden Airlines das Großraumflugzeug der Wahl ist. Als es 2015 in Betrieb genommen wurde, hatte es bereits einen in unserer Branche einzigartigen Reifegrad. Didier wurde dann Head of Programmes bei Airbus. Er leitete in dieser Funktion Teams, die eine in Betrieb befindliche Flotte von weltweit mehr als 10.500 Airbus-Flugzeugen unterstützen und hier – im Dienste unserer Kunden – für zahlreiche Weiterentwicklungen sorgten. Wir sind Didier zutiefst dankbar für seinen Beitrag für Airbus und wünschen ihm viel Freude in seinem nächsten Ruhe- und Erholungsprogramm‘.“

Evrard ist seit 2015 für alle Verkehrsflugzeugprogramme von Airbus verantwortlich und leitete davor ab 2007 das A350-XWB-Programm. Er begann seine berufliche Laufbahn 1977 als Testingenieur für Matra. Ab 1998 leitete er als Stand-Off Programme Director bei Matra BAe Dynamics (MBD) das Programm Storm Shadow/SCALP. 2003 übernahm er die Leitung von MBDA France, wo er den Zusammenschluss von MBDA France und Aérospatiale Matra Missiles verantwortete und später für alle MBDA-Flugkörperprogramme zuständig war.

Einstieg für das A380-Programm

Philippe Mhun wird an Guillaume Faury berichten, der im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung am 10. April 2019 die Nachfolge von Tom Enders als CEO von Airbus antreten wird. Mhun wird auch Mitglied des Executive Committee von Airbus. Während seiner gesamten Laufbahn bei Airbus konzentrierte sich Philippe Mhun – seit 2016 als Senior Vice President und Head of Customer Services – darauf, programmübergreifend die besten Serviceleistungen für unsere Kunden zu erbringen. Darüber hinaus leitete er die Abteilung Services by Airbus sowie Tochtergesellschaften wie Satair und NAVBLUE. Mhun kam 2004 als Vice President für das A380-Programm in den Konzern und wurde schnell Vice President Programmes im Bereich Customer Services, wo er für alle im Einsatz befindlichen Programme verantwortlich war. Von 2013 bis 2016 war er im Einkauf für Equipment, Systems und Support zuständig.

Bevor er zu Airbus kam, hatte Philippe Mhun von 1986 bis 2004 verschiedene Positionen bei Air France und der früheren französischen Fluggesellschaft UTA inne. Er war an der Indienststellung, Entwicklung und Wartung neuer Flugzeugprogramme beteiligt. Er hat einen Abschluss als Maschinenbauingenieur des Instituts für angewandte Wissenschaften (INSA) in Lyon. Philippe Mhun wurde 1962 geboren, ist verheiratet und hat drei Kinder.

Laserschweißen generiert Ersatzteile für die Luftfahrt

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Ruag will in einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Innovative Manufacturing Cooperative Research Centre (IMCRC) und dem Royal Melbourne Institute of Technology (RMIT) mit Laser-Schweißverfahren Ersatzteile aus Stahl und Titan herstellen.

Das Laser-Auftragschweissverfahren (Laser Metal Deposition, LMD) ist ein additives Fertigungsverfahren, bei dem Metallpulver durch einen Laserstrahl in einer präzisen Netzstruktur auf einer Oberfläche aufgetragen und gleichzeitig verschmolzen wird. Gemeinsam mit australischen Forschern untersucht Ruag Australia, ob Flugzeugreparaturen so mithilfe von Laser-Auftragschweissverfahren – einer Art 3D-Druckverfahren – schneller und kostengünstiger durchgeführt werden können.

Teile stärker als das Original

„Es handelt sich im Grunde genommen um ein Hightech-Schweissverfahren, bei dem wir Metallteile Schicht für Schicht herstellen oder reparieren“, erklärt Professor Milan Brandt von RMIT, der Leiter des Forschungsteams. Die Verbindung, die dabei entsteht, ist extrem stark. Deshalb eignet sich der Prozess sowohl zur Fertigung von Ersatzteilen als auch für die Reparatur vorhandener Teile, die dann ebenso stark sind wie das Original – in einigen Fällen sogar stärker. Das Konzept, so Brandt weiter, habe sich bereits bewährt, und die Aussichten für seine erfolgreiche Weiterentwicklung seien positiv.

Das Forschungsteam ist der Auffassung, dass diese Technologie sowohl für bewährte Flugzeugplattformen wie auch für neuere Systeme, beispielsweise für die Kampfflugzeuge vom Typ F-35, eingesetzt werden kann. In Anbetracht der geschätzten Gesamtkosten für den Ersatz beschädigter Flugzeugteile allein für die australische Luftwaffe von derzeit mehr als 230 Millionen Dollar pro Jahr, hätte die Umstellung auf vor Ort, im additiven Verfahren, hergestellte Komponenten erhebliche Auswirkungen. Das Team erwartet, dass die LMD-Technologie zu Kosteneinsparungen in den Bereichen Wartung und Ersatzteilbeschaffung sowie Lager- und Transportkosten führen wird.

Ersatzteile vor Ort generieren

„Strategisch gesehen bedeutet ein Wechsel zur LMD-Technologie weniger Stillstandzeiten durch Reparaturen und eine erhebliche Steigerung der Verfügbarkeit und Einsatzbereitschaft der Flugzeuge“, sagt Neil Matthews, Senior Manager of Advanced Technology and Engineering Solutions, Ruag Australia. Matthews ist überzeugt, dass die Technologie das Potenzial hat, die bestehenden Logistikkonzepte in der Verteidigungsindustrie entscheidend zu verändern. Mit der LMD-Technologie könnten Teile zukünftig direkt vor Ort, z.B. auch auf einem Flugzeugträger, gefertigt oder repariert werden: „Anstatt darauf zu warten, dass Ersatzteile aus einem Lager kommen, wird nun eine effektive Lösung vor Ort verfügbar sein“.

„Diese Technologie könnte in jeder Branche eingesetzt werden, in der Verschleiss von Metalloberflächen oder der Nachbau von Teilen ein Thema ist. Das aktuelle Projekt konzentriert sich auf Militärflugzeuge, es ist jedoch potenziell auf die Zivilluftfahrt-, Marine-, Bahn-, Bergbau-, sowie Öl- und Gasindustrie übertragbar“, erklärt David Chuter, CEO und Managing Director des IMCRC. „Die australische Industrie wird von diesem Projekt erheblich profitieren“, so Chuter weiter. Das zweijährige Projekt ist die jüngste in einer Reihe von Kooperationen zwischen Ruag Australia und dem RMIT.

Ruag Australia ist ein bedeutendes industrielles Forschungszentrum für die Entwicklung und Anwendung von Pulverdepositionstechnologien. Ruag konzentriert sich auf die Supersonic Particle Deposition Technologie, (SPD), auch „Cold Spray“ genannt, und auf das laserbasierte Auftragschweißen (Laser Assisted Deposition, LAD) für militärische Anwendungen. Diese Technologien erlauben die Wiederherstellung korrodierter oder beschädigter metallischer Komponenten mit geeigneter struktureller Integrität und Funktionalität. Ruag Australia unterhält und betreibt eine feste und eine mobile SPD-Anlage sowie eine feste LAD-Anlage. Das Unternehmen verfügt über die Zulassungen der Flugsicherheitsbehörden DASA 145, EASA 145 und CASA 145.

Triple an H215 für Bundespolizei jetzt startklar

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Airbus Helicopters hat drei schwere Hubschrauber vom Typ H215 an die Bundespolizei ausgeliefert, ein vierter soll im Juni 2019 folgen. Die zweimotorigen Super-Puma-Mehrzweckhubschrauber werden Anfang 2020 in Betrieb gehen und das Havariekommando verstärken, das bei Notfällen auf See vor der deutschen Küste die Koordination übernimmt.

Die Bundespolizei fliegt mit ihren Hubschraubern an 365 Tagen im Jahr verschiedenste Einsätze, unter anderem in den Bereichen Grenzschutz, Kontrolle des Schienennetzes, maritime Sicherheit und Katastrophenhilfe, VIP-Transport und medizinische Notfalldienste. „Wir sind fest davon überzeugt, dass die H215 durch ihre Geschwindigkeit, Langstreckenleistung und hohe Verfügbarkeit unter schwierigen Bedingungen den anspruchsvollen Anforderungen unseres maritimen Teams gerecht wird“, sagte Thomas Helbig, Leiter der Bundespolizei-Fliegergruppe. „Wir haben eine lange Erfolgsgeschichte mit der vielseitigen Super Puma und freuen uns darauf, die neue Version, die H215, zu fliegen, die mit einem hochmodernen Glas-Cockpit und Vier-Achsen-Autopilot ausgestattet ist.“

Hubschrauberflotte für alle Anforderungen

Die Hubschrauber ergänzen die bestehende Flotte von Airbus-Hubschraubern der Bundespolizei, zu der 42 Hubschrauber der H135-Familie, 19 Super Puma (AS332 L1), 19 H155 und acht H120 zählen. „Unsere Partnerschaft mit der Bundespolizei reicht über fünf Jahrzehnte bis zur Alouette II zurück und umfasst nun mehr als 90 Airbus-Hubschrauber“, sagte Wolfgang Schoder, Airbus Helicopters Executive Vice President Light Helicopters and Governmental Programmes.

Die H215 ist ein zweimotoriger, vielseitiger und robuster Hubschrauber, der modernste Avionik mit einer zuverlässigen Plattform für robuste Multimissionsfähigkeiten verbindet. Die Basiskonfiguration wurde für Luftarbeitseinsätze optimiert. Die Serienausstattung umfasst die bewährten Makila-1A1-Motoren, ein hochmodernes Flugmanagementsystem und modernste Technologien. Dazu zählen ein ‚Glas-Cockpit‘-Avioniksystem und der Vier-Achsen-Autopilot der modernen H225 von Airbus Helicopters mit seiner Flugbereichssicherung, konkurrenzloser Präzision und Stabilität im automatisierten Schwebeflug auch unter schwierigsten Einsatzbedingungen.

Lufthansa: EY soll als Prüfer auf PWC folgen

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Der Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG hat beschlossen, auf der Hauptversammlung 2020 die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als neuen Prüfer des Jahres- und Konzernabschlusses zunächst für das Geschäftsjahr 2020 vorzuschlagen.

Nach den seit 2016 gültigen Vorschriften zur Abschlussprüfung von Unternehmen von öffentlichem Interesse darf die Deutsche Lufthansa AG den bisherigen Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, spätestens ab 2021 nicht mehr mit dieser Aufgabe betrauen.

Eurowings in Hamburg mit vollautomatisierter Gepäckaufgabe

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Eurowings, die nach Passagierzahlen größte Fluggesellschaft am Hamburg Airport, bietet künftig einen neuen, innovativen Service in Hamburg an: Passagiere der Fluggesellschaft können den Self Bag Drop Service des Hamburger Flughafens nutzen.

Seit Anfang November 2017 sind im Terminal 1 des Hamburger Flughafens zehn Self Bag Drop Automaten in Betrieb – damit ist Hamburg Airport in die nächste Generation Flughafen gestartet. Dadurch können die Flugreisenden ihr Gepäck schnell und flexibel an einem der zehn Self Bag Drop Automaten in Terminal 1 selbstständig aufgeben und so von den vielen Vorteilen dieses Angebots profitieren. Darüber hinaus wurden vier Stationen für den automatischen Check-in eingerichtet.

Flexibles Aufgeben unabhängig von Öffnungszeit

„Mit Hilfe der modernen und vollautomatisierten Gepäckaufgabe können Eurowings-Fluggäste ihr Gepäck selbst schnell und sicher aufgeben. Die Automaten machen die Gepäckaufgabe für die Passagiere schneller als am Check-in-Schalter, somit ist der Gast künftig auch flexibler beim Abflug. Eurowings bietet den Self Bag Drop Service bereits an anderen Flughäfen an, der Service hat sich bewährt und wird von den Fluggästen gerne genutzt. Wir sind froh, dass wir unseren Passagieren nun auch am Flughafen Hamburg diese neue und innovative Servicestation anbieten können“, sagt Katrin Rieger, Eurowings Vice President Customer Experience and Product.

Passagiere von Eurowings können am HAM-Airport ihr Gepäck damit entweder schnell und flexibel am Automaten aufgeben oder weiterhin den klassischen Schalter-Service nutzen. Mit einer neuen, vollautomatisierten Gepäckaufgabe gewinnen Fluggäste durch den zeitsparenden Prozess künftig noch mehr Unabhängigkeit und Flexibilität. So können Passagiere ihr Gepäck unabhängig von den Schalter-Öffnungszeiten aufgeben, in der Regel bis 40 Minuten vor geplanter Abflugzeit. Außerdem lassen sich durch die selbstständige Gepäckaufgabe oft Wartezeiten vermeiden. Die Automaten sind einfach und selbsterklärend zu bedienen, darüber hinaus stehen jederzeit Mitarbeiter bereit, um bei Bedarf helfend einzugreifen und persönlich zu unterstützen.

Klage nach airberlin-Insolvenz gegen Etihad

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Bei der Kammer für Handelssachen 95 des Landgerichts Berlin ist eine Klage des Insolvenzverwalters über das Vermögen der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG gegen die Etihad Airways PJSC rechtshängig.

Die Klageanträge lauten auf Zahlung von 500 Millionen Euro und Feststellung, dass die Beklagte zu weiterem Schadensersatz verpflichtet sei. Die Kammer hat den Streitwert vorläufig auf bis zu zwei Milliarden Euro festgesetzt.

Unterstützung zugesagt und nicht eingehalten

Der Kläger ist der Auffassung, dass die Beklagte Schadensersatz leisten müsse. Sie habe ihre Pflichten aus einem sogenannten Comfort Letter vom 28. April 2017 verletzt. An jenem Tag habe die Beklagte nach intensiven Vorverhandlungen ein Dokument unterzeichnet, mit dem sie ihre Absicht bestätigt habe, airberlin in jedem Fall für die kommenden 18 Monate die notwendige Unterstützung zukommen zu lassen, um ihr Tochterunternehmen in die Lage zu versetzen, seine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Entgegen dieser Zusage habe sie airberlin im August 2017 die finanzielle Unterstützung entzogen mit der Folge, dass die deutsche Fluggesellschaft deshalb Insolvenzantrag habe stellen müssen.

Der Kläger ist der Auffassung, die Beklagte habe eine rechtsverbindliche Zusage getätigt. Weil sie gegen diese Verpflichtung verstoßen habe, müsse sie sämtliche berechtigten Forderungen der Gläubiger ausgleichen. Bisher habe er noch nicht alle angemeldeten Forderungen prüfen können, da es sich um eine Anzahl von über einer Million Forderungen in Milliardenhöhe handele. Drei Insolvenzforderungen in Höhe von insgesamt knapp 500 Millionen Euro habe er bereits geprüft; diese seien nach seiner vorläufigen Einschätzung berechtigt und daher in voller Höhe zur Insolvenztabelle festzustellen.

Prüfung weiterer Forderungen

Nach Auffassung des Klägers könne er daher die Zahlung dieses entsprechenden Betrages von der Beklagten verlangen. Hinsichtlich der weiteren angemeldeten Forderungen, die er noch nicht geprüft habe, könne er noch keine konkreten Zahlen nennen. Daher sei er berechtigt, zumindest feststellen zu lassen, dass die Beklagte insoweit Schadensersatz schulde. Die Kammer für Handelssachen 95 des Landgerichts Berlin will nach Eingang der Klageerwiderung, für die der Beklagten bisher eine Frist bis Ende Januar 2019 gesetzt worden ist, über die weiteren Verfahrensschritte beraten. Über den Fortgang, insbesondere eine eventuelle Terminanberaumung, wird von hier aus berichtet werden.

Europäisches Drohnenprogramm: MALE-RPAS durch Review

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Mit dem Abschluss der vorläufigen System-Entwurfsprüfung (Preliminary Design Review) am 22. November hat das europäische MALE-RPAS-Programm (Medium Altitude Long Endurance Remotely Piloted Aircraft System) einen weiteren Meilenstein erreicht.

Dieses hochwichtige Ereignis folgt auf die Aufforderung der europäischen Beschaffungsbehörde OCCAR (Organisation Conjointe de Coopération en matière d’Armement) ein Angebot für Entwicklung, Fertigung und die erste Phase des In-Service-Supports des europäischen MALE-RPAS-Programms abzugeben. Damit ist die Grundlage dafür geschaffen, dass die beteiligten Staaten und Industrieunternehmen die Systementwicklung nach abgestimmten Anforderungen und mit einer klaren Vorstellung vom Gesamt-Systemdesign aufnehmen können.

Industriepartner für MALE treten zusammen

Als künftiger Hauptauftragnehmer wird Airbus Defence and Space die Antwort der Industrie auf die Ausschreibung gemeinsam mit den wichtigen Unterauftragnehmern Airbus Defence and Space, Dassault Aviation SA und Leonardo koordinieren. Mit der Ausschreibung bekräftigen die beteiligten Staaten Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien ihre Absicht, das Programm weiterzuführen. Voraussetzung dafür waren die sehr erfolgreiche Abstimmung der Anforderungen und die überzeugende Demonstration der Qualität des vorgestellten Entwurfs und seiner Eignung für den vorgesehenen Zweck.

Die erfolgreiche vorläufige System-Entwurfsprüfung steht am Ende einer zweijährigen Definitionsstudie, die im September 2016 von den bereits genannten beteiligten Ländern angestoßen wurde. Bereits im Mai 2015 hatten drei dieser Staaten eine Absichtserklärung unterzeichnet, in der sie sich zur gemeinsamen Entwicklung eines europäischen unbemannten MALE-Flugsystems verpflichteten. 2016 schloss sich dann Spanien dem Programm an.

Das für den Einsatz im gemeinsamen Luftraum entwickelte System verfügt über Eigenschaften wie Einsatzmodularität zur Sicherstellung der operativen Überlegenheit in der weiträumigen ebenso wie in der einsatzgebietsspezifischen Nachrichtengewinnung, Überwachung und Aufklärung. Die 2017 von den beteiligten Nationen getroffene Vereinbarung zur Luftfahrzeugkonfiguration sieht ein Antriebssystem mit zwei Turboprop-Triebwerken vor. Bis Mitte des nächsten Jahrzehnts wird das MALE RPAS weltweit ISTAR-Missionen (Intelligence, Surveillance, Target Acquisition and Reconnaissance – Nachrichtengewinnung, Überwachung, Zielerfassung und Aufklärung) übernehmen.

Airbus ist europäischer Marktführer bei Tank-, Kampf-, Transport- und Missionsflugzeugen und eines der größten Raumfahrtunternehmen der Welt. Die zivilen und militärischen Hubschrauber von Airbus zeichnen sich durch hohe Effizienz aus und sind weltweit gefragt. Dassault Aviation hat im vergangenen Jahrhundert mehr als 10.000 Militär- und Zivilflugzeuge in über 90 Länder geliefert. Das Unternehmen verfügt über weltweit anerkannte Kompetenz in Konstruktion, Entwicklung, Vertrieb und Betreuung aller Arten von Luftfahrzeugen, einschließlich des Kampfjets Rafale, militärischer Drohnen und der Falcon-Serie im Bereich der High-End-Businessjets.

R44 für Militär-Flugschüler in Polen übergeben

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Die polnische Luftwaffe hat zwei Robinson Helicopter R44 beschafft. Heute wurden die zivilen Hubschrauber eingeflottet.

Die R44 Raven II sind Hubschrauber mit Kolbenmotor und wurden über den polnischen Händler PHU Polinar von den Amerikanern geliefert. Sie fliegen fortan im Dienst der Luftwaffenuniversität Polens. Es sind die ersten amerikanischen Hubschrauber, die in Polen für die militärische Pilotenausbildung verwendet werden.

Laut dem Händler PHU Polinar fliegen in dem Land aber schon über 70 Hubschrauber von Robinson Helicopter. An der Universität finden nicht nur die militärischen Ausbildungen statt, sondern auch zivile Schüler können dort Zertifikate erwerben. Die beiden R44 sind mit einem voll integrierten Glascockpit und der Garmin GDU 1060 TXi, einem GTN 750 Navigator, dem GTX 345 Transponder mit ADS-B In/Out und Spidertracks für Echtzeit-Tracking ausgestattet.

Martin Friis-Petersen MTU Maintenance-Vertriebschef

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Martin Friis-Petersen (45) übernimmt mit Wirkung zum 01. Januar 2019 die Aufgabe des Vertriebs- und Marketingchefs bei der MTU Maintenance. Er folgt auf Leo Koppers (60), der nach 16 Jahren bei der MTU in den Ruhestand geht.

„Wir bedanken uns herzlich bei Leo Koppers für das, was er mit großer fachlicher Kompetenz und hohem persönlichen Einsatz für uns geleistet hat. Während seiner Tätigkeit bei der MTU war Leo Koppers als ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der MRO in der gesamten Branche bekannt und geschätzt und genießt bei Kunden wie Kollegen gleichermaßen hohen Respekt“, so Michael Schreyögg, Programmvorstand der MTU Aero Engines.

Koppers: 25 Mrd. Euro eingebracht

So hat sich beispielsweise das jährliche Umsatzvolumen der MTU Maintenance verdreifacht in der Zeit, in der Koppers für sie tätig war. Außerdem konnten viele wichtige Kampagnen und Verträge gewonnen werden. „Koppers ist eine herausragende Führungspersönlichkeit, ein Vertriebsprofi, der für uns Aufträge im Wert von 25 Milliarden Euro eingesammelt und sich als absoluter Gewinn für unser Unternehmen erwiesen hat. Mit seinem Team hat er maßgeblich dazu beigetragen, die Weichen für das weitere Wachstum des Instandhaltungsgeschäfts zu stellen. Wir wünschen ihm für seinen Ruhestand alles Gute.“

Martin Friis-Petersen, der die Nachfolge von Koppers antritt, ist seit 2014 Geschäftsführer der MTU Maintenance Lease Services B.V. Friis-Petersen trat 1999 in die MTU ein und war dort konzernweit in verschiedenen Führungspositionen tätig, so als Finanzchef bei der MTU Maintenance Zhuhai und als Leiter MRO Operations bei der MTU Maintenance Hannover.

Kenner der Branche aus eigenem Haus

„Wir freuen uns, dass Martin Friis-Petersen in die Fußstapfen von Koppers tritt. Er hat seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, Geschäfte erfolgreich auf den Weg zu bringen, Markterfordernisse im Auge zu behalten und dafür innovative Lösungen zu finden und den Kunden stets in den Mittelpunkt zu stellen. Wir sind davon überzeugt, dass er mit seiner über 20-jährigen Erfahrung in der Luftfahrtbranche maßgeblich dazu beitragen wird, bei der MTU Maintenance die nächste Phase des Wachstums einzuleiten“, sagt Schreyögg. Zur Nachfolgerin von Friis-Petersen bei der MTU Maintenance Lease Services B.V. wurde Andrea Lübke berufen, derzeit Leiterin des Einkaufs bei der MTU Maintenance. Sie wird ihre neue Aufgabe ebenfalls zum Jahreswechsel antreten.

Die MTU Maintenance ist der weltweit größte unabhängige Service-Dienstleister für Flugtriebwerke und auf maßgeschneiderte Instandhaltungsleistungen für zivile Luftfahrtantriebe spezialisiert. 2017 konnte die MTU Maintenance Aufträge im Wert von mehr als 3,7 Milliarden US-Dollar für sich verbuchen und etwa 270 Neuverträge abschließen. Das Unternehmen verfügt über ein globales Servicenetz mit Niederlassungen in Nordamerika, Asien und Europa. Mit etwa 4.500 Mitarbeitern aus mehr als 60 verschiedenen Nationen bietet das Unternehmen seinen Kunden ein Leistungsspektrum, das alle Bereiche der Instandhaltung, des Asset Managements und des Leasings von Luftfahrtantrieben abdeckt. Die MTU Maintenance hat über 30 Triebwerke im Portfolio und in knapp 40 Jahren ihres Bestehens insgesamt über 19.000 Triebwerke instand gehalten.

Sieben H145 ersetzen SAR Bell UH-1D der Bundeswehr

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) bestellt sieben Hubschrauber vom Typ H145 um die veralteten Such- und Rettungshubschrauber der Bundeswehr vom Typ Bell UH-1D zu ersetzen. Die Maschinen sollen 2020 ausgeliefert und an den Standorten Niederstetten, Holzdorf und Nörvenich stationiert werden.

„Wir sind stolz darauf, dass wir für unsere H145-Familie erneut einen Auftrag der Bundeswehr erhalten haben. Damit wird die Flotte der leichten Hubschrauber in der Bundeswehr weiter vereinheitlicht“ sagte Wolfgang Schoder, Airbus Helicopters’ Executive Vice President Light Helicopters and Governmental Programmes.“ Die bereits bei der Bundeswehr im Einsatz befindlichen Maschinen haben sich gerade auch durch die sehr hohe Einsatzverfügbarkeit bewährt und wir sehen für die flexible und zuverlässige H145-Familie noch wesentlich mehr Möglichkeiten für eine breite Palette von Aufgaben in allen Teilstreitkräften.“ Airbus Helicopters ist auch für die Wartung, Instandsetzung und logistische Betreuung der Hubschrauber zuständig.

SAR für Deutschland auch bei der Bundeswehr

Nach einer Vereinbarung mit dem Bundesverkehrsministerium ist die Bundeswehr auch für Such- und Rettungseinsätze bei Flugunfällen auf deutschem Staatsgebiet zuständig. Sie hält daher eine Flotte von Such- und Rettungshubschraubern (Search and Rescue, SAR) in permanenter Einsatzbereitschaft. Zusätzlich stehen diese Hubschrauber für den nationalen Katastrophenschutz zur Verfügung. Das dafür genutzte Modell Bell UH-1D wurde Anfang der 1970er Jahre in die Bundeswehr eingeführt.

Die militärische Variante der H145, die H145M, ist ein bewährter, leichter zweimotoriger Hubschrauber, der erstmals 2015 an die Bundeswehr geliefert und seitdem von Serbien, Ungarn, Thailand und Luxemburg bestellt wurde. Die Einsatzbereitschaft der bereits im Betrieb befindlichen Maschinen vom Typ H145M liegt bei über 95 Prozent. Die Bundeswehr betreibt am Standort Laupheim 15 H145M als leichte Unterstützungshubschrauber für die Spezialkräfte. Die Hubschrauberpiloten aller Teilstreitkräfte lernen auf der H135, der kleinen Schwester der H145.

H145: High-Tech bei Ausrüstung und Steuerung

Die H145 LUH SAR (Light Utility Helicopter Search and Rescue) Hubschrauber verfügen unter anderem über Hochleistungskameras, Suchscheinwerfer, Ortungssysteme für Notsender, eine vollwertige medizinische Ausrüstung, Rettungswinden sowie Lasthaken, die beispielweise für den Einsatz von Feuerlöschbehältern genutzt werden können.

Die H145 wird von zwei Safran Arriel 2E-Triebwerken angetrieben, ist FADEC-gesteuert (Full Authority Digital Engine Control) und mit der digitalen Avionik-Suite Helionix ausgestattet. Sie verfügt über einen hochleistungsfähigen Vier-Achsen-Autopilot zur Erhöhung der Sicherheit und zur Senkung der Arbeitsbelastung des Piloten. Durch die besonders geringe Lärmkontur ist die H145 der leiseste Hubschrauber seiner Klasse.

Fraport: Außer Fracht legen alle Zahlen zu

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Im November 2018 zählte der Flughafen Frankfurt rund 5,24 Millionen Passagiere – 4,7 Prozent mehr als im selben November 2017.

Zu dem Wachstum trugen sowohl der Europaverkehr (plus 6,1 Prozent) als auch der Interkontinentalverkehr (plus 4,3 Prozent) bei. Kumuliert über die ersten elf Monate des laufenden Jahres lag das Plus der Passagierzahlen bei 7,8 Prozent. Analog stiegen im November die Flugbewegungen um 5,3 Prozent auf 41.192 Starts und Landungen. Die Summe der Höchststartgewichte wuchs um 3,3 Prozent auf rund 2,5 Millionen Tonnen. Einzig das Cargo-Aufkommen sank im November angesichts der gestiegenen Unsicherheiten im weltweiten Handel um 2,1 Prozent auf rund 196.537 Tonnen.

Die Beteiligungen des Fraport

Auch die internationalen Flughäfen im Fraport-Portfolio entwickelten sich im Berichtsmonat überwiegend positiv. Der slowenische Airport in Ljubljana verbuchte zwar einen leichten Rückgang um 3,3 Prozent auf 117.554 Fluggäste. Die brasilianischen Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre verzeichneten hingegen ein deutliches Plus von 10,8 Prozent auf rund 1,3 Millionen Passagiere. Die 14 griechischen Regionalflughäfen verbuchten insgesamt ein Plus um 12,8 Prozent auf 726.159 Passagiere. Die drei verkehrsstärksten Airports im griechischen Portfolio waren Thessaloniki (plus 16,6 Prozent auf 428.897 Passagiere), Rhodos (minus 9,7 Prozent auf 68.041 Passagiere) sowie Chania (plus 14,6 Prozent auf 59.053 Passagiere).

Der peruanische Hauptstadtflughafen Lima legte um 6,7 Prozent auf etwa 1,8 Millionen Passagiere zu. Insgesamt 68.246 Fluggäste nutzten die bulgarischen Twin Star Airports Varna und Burgas, ein Minus von 6,8 Prozent. Erneut einen starken Anstieg verzeichnete Antalya mit plus 26,9 Prozent auf etwa 1,2 Millionen Passagiere. Ebenfalls Zuwächse gab es in St. Petersburg (plus 18,1 Prozent auf rund 1,3 Millionen Fluggäste) sowie Xi’an in China (plus 4,8 Prozent auf rund 3,6 Millionen Passagiere).

EU: Werkzeuge für Wettbewerb im Luftfahrtsektor

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Die Botschafterinnen und Botschafter der EU-Mitgliedstaaten haben heute die mit dem Europäischen Parlament erzielte vorläufige Einigung über eine entsprechende Reform gebilligt, die entscheidend ist für einen Sektor, der zunehmend von globalem Wettbewerb geprägt ist und dem bislang ein wirksames Instrument fehlte, um gegen unfaire Geschäftspraktiken vorzugehen.

Die EU schützt ihren Luftverkehrssektor mit einem Mechanismus, der einen fairen Wettbewerb mit Luftfahrtunternehmen aus Drittländern gewährleisten und gleichzeitig dazu beitragen soll, eine hohe Dichte an Verkehrsverbindungen in der gesamten EU aufrechtzuerhalten. Jetzt stehe EU nun endlich ein Instrument zur Verfügung, das zwischen den Fluggesellschaften für einen gesunden Wettbewerb sorge. Reisende würden zukünftig von den niedrigeren Flugpreisen und besseren Verbindungen profitieren, zeigte sich Österreichs Bundesminister Hofer erfreut.

Maßnahmen können ergriffen werden

Nach den vereinbarten neuen Bestimmungen gilt künftig sowohl bei umfassenden EU-Abkommen als auch bei bilateralen Luftverkehrsabkommen zwischen einzelnen EU-Staaten und Drittländern ein einheitliches Verfahren für die Einleitung von Untersuchungen und Entscheidungen über Abhilfemaßnahmen. Die Kommission erhält die Befugnis, Untersuchungen einzuleiten und über Abhilfemaßnahmen zu entscheiden, wenn eine wettbewerbsverzerrende Praxis einem EU-Luftfahrtunternehmen Schaden zugefügt hat oder eindeutig eine Schädigung droht. Im letzteren Fall kommen die Abhilfemaßnahmen erst zur Anwendung, wenn aus der Bedrohung eine tatsächliche Schädigung geworden ist.

Etwaige Abhilfemaßnahmen finanzieller oder operativer Art werden mittels Durchführungsrechtsakten von der Kommission erlassen, wobei operative Abhilfemaßnahmen einem strengeren Verfahren unterliegen. Sobald die vorgeschlagene Verordnung förmlich angenommen ist, wird sie den bestehenden Rechtsakt ersetzen, der mit einigen Mängeln behaftet ist und nie in der Praxis angewandt wurde. Auf internationaler Ebene besteht derzeit kein Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) oder der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) zur Regelung des Wettbewerbs zwischen Luftfahrtunternehmen.

Die Einigung vom 20. November wurde auf der Tagung des Ausschusses der Ständigen Vertreter von den EU-Botschafterinnen und -Botschaftern gebilligt. Sobald der vereinbarte Text von den Rechts- und Sprachsachverständigen überarbeitet worden ist, muss er zunächst vom Rat und dann vom Europäischen Parlament förmlich angenommen werden. Nach der Annahme wird die Verordnung im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Sie tritt 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft.