Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

ESA und DS besiegelten wie beabsichtigt ihre Partnerschaft zur Fertigstellung des Europäischen Datenrelaissatellitensystems EDRS. Der gemeinsame Beschluss erfolgte im Anschluss an den erfolgreichen Test der ersten optischen Multigigabitverbindung zwischen dem Copernicus- Sentinel-1A und dem Alphasat. Dieser als Vorläufer für das eigentliche Europäische Datenrelaissatellitensystem, abgekürzt EDRS, ausgelegte Test ebnete den Weg für ein völlig neues Konzept der Datenübertragung, bei dem Weltraumsystemen eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung des weltweiten Datenvolumens zukommt.

Zu EDRS gehören die Nutzlast EDRS-A, die Mitte 2015 mit dem Eutelsat-9B gestartet werden soll, und der Satellit EDRS-C, der auf der von der Systems AG gebauten Satellitenplattform SmallGeo beruht und außerdem die Telekommunikationsnutzlast HYLAS-3 von Avanti mitführt.

Kommunikation über Laser

Das Besondere an EDRS sind eine bidirektionelle optische Verbindung von Satellit zu Satellit mit 1,8 Gbit pro Sekunde auf der Grundlage des vom deutschen Unternehmen TESAT mit Mitteln der deutschen Raumfahrtagentur entwickelten Laserkommunikationsterminals, eine bidirektionelle Ka-Band-Verbindung mit einer Bandbreite von 300 MHz auf der Nutzlast EDRS-A sowie eine Speiseverbindung zum Boden mit 1,8 Gbit pro Sekunde. Die Positionierung der beiden EDRS-Nutzlasten auf der geostationären Umlaufbahn ermöglicht echtzeitnahe Datenübertragungen, um z.B. Aufnahmen für die Zwecke der mit einer bisher noch nicht erreichten Geschwindigkeit um die ganze Welt zu übertragen.

Vorheriger ArtikelWizz Air fliegt ab Sommer 2015 Nürnberg – Skopje
Nächster ArtikelLufthansa zeigt A320-Flugzeug für die neue Eurowings
fhb
Unsere Journalisten sind unabhängig, also frei von wirtschaftlichen oder politischen Interessen, doch guter Journalismus kostet viel Geld. Dennoch sind wir davon überzeugt, dass Informationen frei für alle zugänglich sein sollten. Daher finanzieren wir uns über Werbung und bitten um faires Verständnis, Werbung nicht zu blocken. Damit wird unsere journalistische Arbeit freiwillig und ohne Paywall-Zwang unterstützt.