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Inhaltsverzeichnis
Jede Minute zählt
In medizinischen und technischen Notfällen ist unmittelbares Handeln entscheidend, um Leben zu retten oder schwerwiegende Folgeschäden zu vermeiden. Die Notrufnummer 112 wurde speziell eingeführt, um eine schnelle und unkomplizierte Kontaktaufnahme zu den zuständigen Rettungsdiensten zu gewährleisten. Diese europaweit einheitliche Rufnummer trägt dazu bei, dass in kritischen Momenten keine wertvolle Zeit verloren geht. Besonders bei akuten Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall ist die Minimierung der sogenannten Prähospitalzeit zentral, da sie den Zeitraum beschreibt, der vom Eintritt des Notfalls bis zum Beginn der Behandlung in einer geeigneten Klinik vergeht. Eine dieser Möglichkeiten, diesen Zeitraum zu verkürzen und eine hochqualitative Erstversorgung zu sichern, bietet die Luftrettung mit Rettungshubschraubern und spezialisierten Einsatzteams.
Die integrierten Leitstellen spielen eine Schlüsselrolle in der Notfallversorgung, indem sie nach dem Anruf unverzüglich die geeigneten medizinischen Ressourcen koordinieren. Diese koordinierte Zusammenarbeit im Rahmen der Rettungskette umfasst Bodeneinsätze, Notärzte und die Luftrettung. Ihr gemeinsames Ziel ist es, die Patientenversorgung optimal auf die jeweilige Notfallsituation abzustimmen und so die Überlebenschancen und Heilungserfolge nachhaltig zu verbessern. Der jährlich am 11. Februar stattfindende Europäische Tag des Notrufs rückt diese Bedeutung ins öffentliche Bewusstsein und zeigt auf, wie vielfältig und vernetzt die Einsatzstrukturen tatsächlich sind.
Die entscheidende Rolle der 112 bei lebensbedrohlichen Situationen
Die Notrufnummer 112 ist vor allem für lebensbedrohliche und dringliche medizinische Notfälle vorgesehen. Dazu gehören schwere Unfälle mit mehreren Verletzten, Verdachtsfälle auf Infarkte oder Schlaganfälle, Kreislaufkollaps, starke Atemnot sowie schwere Blutungen oder Vergiftungen. Die Anrufer aktivieren durch das Wählen dieser Nummer sofort ein umfassendes Netzwerk aus professionellen Rettungsdiensten, darunter Rettungswagen, Notarztfahrzeuge und in komplizierten Fällen auch die Luftrettung.
Die Mitarbeitenden in den Integrierten Leitstellen sind speziell geschult, um anhand der Schilderung des Notfalls eine schnelle und angemessene Reaktion zu gewährleisten. Sie verfügen über klare Protokolle, die bei typischen Symptomen eine sofortige Alarmierung von bodengebundenen Notärzten oder der Luftrettung auslösen. Dadurch wird nicht nur die Zeit bis zum Eintreffen der Hilfe wesentlich verkürzt, sondern auch die Versorgung optimiert, indem spezialisierte medizinische Notfallteams und moderne Technik bereits am Ort des Geschehens zum Einsatz kommen. Die zielgerichtete Auswahl der geeigneten Klinik für den Weitertransport bedeutet außerdem, dass der Patient nach der Erstversorgung schnellstmöglich zu einem spezialisierten Behandlungsschwerpunkt transportiert wird.
Nicht lebensbedrohliche medizinische Beschwerden, die zwar ärztliche Versorgung erfordern, aber keine sofortige Notfallmaßnahme bedürfen, werden in Deutschland über den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 abgewickelt. Dieses System ergänzt die Notfallversorgung durch die Entlastung der Notrufnummer 112 und gewährleistet, dass dringliche, aber nicht akute Probleme zeitnah behandelt werden können.
Die Luftrettung: Schnelle und spezialisierte Hilfe aus der Luft
Innerhalb des komplexen Systems der Notfallrettung nimmt die Luftrettung eine herausragende Stellung ein. Angesichts von schwierigen Verkehrsbedingungen, weiten Distanzen oder besonders schweren Verletzungen ermöglicht die Luftrettung einen schnellen Transport von medizinischem Fachpersonal und Patienten. Dies ist von essenzieller Bedeutung bei der Versorgung Schwerstverletzter und kritisch Kranker. Die enge Verzahnung der Luftrettung mit anderen Elementen der Rettungskette verbessert die Überlebens- und Genesungschancen erheblich.
Die DRF Luftrettung ist in Deutschland an 32 Standorten präsent und verfügt über hochqualifizierte Notärzte und Notfallsanitäter, die mit modernster medizinischer Ausrüstung vor Ort sofort optimale Diagnostik und Erstversorgung durchführen. Durch den Einsatz moderner Technik besteht zudem die Möglichkeit, Patienten unmittelbar in die beste Fachklinik weiterzuleiten, was lange Krankenhausaufenthalte und teure Rehabilitationen im besten Fall vermeidet und somit auch zur Kosteneinsparung im Gesundheitswesen beiträgt.
Die kontinuierliche Optimierung des Ressourcenmanagements und der Zusammenarbeit der Rettungsmittel ist ein zentrales Anliegen. Dr. Jörg Braun, Leiter Medizin der DRF Luftrettung, betont die Wichtigkeit einer fallbezogenen Disposition, um sowohl dem Patienten als auch dem gesamten Gesundheitssystem gerecht zu werden. Die Organisation engagiert sich darüber hinaus für einen Ausbaus der Luftrettung bei Nacht und schlechten Wetterbedingungen sowie für eine verbesserte digitale Vernetzung aller beteiligten Akteure. Diese Weiterentwicklungen zielen darauf ab, die Erreichbarkeit und Effektivität solcher Einsätze weiter zu steigern.
Europäischer Tag des Notrufs 112 – Awareness und Vernetzung auf höchster Ebene
Der 11. Februar ist als Europäischer Tag des Notrufs 112 fest etabliert und nimmt eine besondere Bedeutung bei der Sensibilisierung der Bevölkerung für schnelle und professionelle Notfallhilfe ein. Diese Initiative wurde 2009 von europäischen Institutionen wie dem Parlament, dem Rat und der Kommission ins Leben gerufen und hebt die Vorteile einer einheitlichen Notrufnummer hervor. Die Verankerung der 112 als kostenfreie und vorwahlfreie Nummer erfolgte in der EU bereits 1991, und seit nunmehr über 25 Jahren ermöglicht sie eine europaweite, rund um die Uhr hilfreiche Kontaktaufnahme mit Feuerwehr und Rettungsdiensten.
Neben der einheitlichen Nummer zeigt sich die intensive europäische Zusammenarbeit auch in grenzüberschreitenden Rettungseinsätzen. Ein Beispiel hierfür sind die Teams der DRF Luftrettung, die an Stationen wie Christoph Europa 5 in Niebüll oder im Süden Europas mit der ARA Flugrettung zusammenarbeiten, um eine länderübergreifende Notfallversorgung sicherzustellen. Diese Kooperationen zeigen das große Potential und den Mehrwert zielgerichteter Vernetzung und abgestimmter Einsätze für die Bevölkerung in Europa.
Fazit: Zusammenarbeit sämtlicher Akteure in der Rettungskette
Die einheitliche Notrufnummer 112 ist ein wichtiger Baustein in der lebensrettenden Notfallversorgung, deren Wirkung weit über Deutschland hinausreicht. Durch schnelle Alarmierung, koordinierte Einsatzplanung und die Einbindung der Luftrettung wird eine effiziente und patientenorientierte Rettungskette gewährleistet. Die moderne medizinische Ausstattung und spezielle Ausbildung von Notärzten gewährleisten eine Versorgung auf höchstem Niveau bereits am Einsatzort. Zudem stärkt der Europäische Tag des Notrufs das Bewusstsein für diese lebenswichtige Nummer und die dahinterstehenden Abläufe.
Eine lebensrettende Versorgung ist nur durch eine enge Zusammenarbeit sämtlicher Akteure in der Rettungskette möglich, einschließlich der Leitstellen, bodengebundenen Rettungsdienste und der Luftrettung. Die stetige Verbesserung von Technologien und Einsatzstrategien, unterstützt durch eine umfassende digitale Vernetzung, wird dazu beitragen, dass Patienten in Not künftig noch besser und schneller unterstützt werden. Somit bietet die Nutzung der Notrufnummer 112 eine hervorragende Möglichkeit, im Ernstfall schnell und kompetent Hilfe zu organisieren und damit Leben zu retten.
Der Euronotruf ist ein gebührenfreies, in Europa länderübergreifendes Notrufsystem, das unter der Rufnummer 112 erreichbar ist.
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