PerúSAT-1: High-Tech klar zum Start

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Der in einer Rekordzeit von weniger als 24 Monaten gebaute Satellit basiert auf der hoch flexiblen, kompakten AstroBus-S-Plattform. PerúSAT-1 wird in eine polare Umlaufbahn in einer Höhe von rund 695 Kilometern gebracht werden.

Mithilfe seines hochmodernen Optikinstruments basierend auf Siliziumkarbid wird der Satellit Aufnahmen mit einer Auflösung von 70 Zentimetern liefern. Jetzt ist der von Airbus Defence and Space für die peruanische Raumfahrtbehörde CONIDA gebaute Satellit PerúSAT-1 bereit für den Start vom europäischen Raumfahrtbahnhof Kourou in Französisch-Guayana.

Dort soll er am 16. September 2016 um 03:43 MESZ (20:43 Ortszeit Lima am 15. September 2016) abheben. Die optisch hochauflösendenen Satelliten werden unter anderem eingesetzt in den Bereichen Landwirtschaft, Stadtplanung, Grenzkontrolle und Bekämpfung des Drogenhandels sowie zur Unterstützung des Managements humanitärer Hilfseinsätze und zur Auswertung von Naturkatastrophen. PerúSAT-1 wird der leistungsstärkste Erdbeobachtungsatellit Lateinamerikas sein.

Im Anschluss an die Integrationskampagne wird PerúSAT-1 an Bord eines Vega-Launchers, einer leichten Trägerrakete der Arianespace-Trägerfamilie, in die Umlaufbahn gebracht. Dies ist der siebte Vega-Start insgesamt und der erste in diesem Jahr. Der Satellit wurde in einen Mehrfachnutzlast-Dispenser integriert, der von Airbus Defence and Space entwickelt und gebaut wurde, um mit einem einzigen Start mehrere Satelliten in den Weltraum zu bringen. Neben PerúSAT-1 befinden sich auch vier optische Mikrosatelliten an Bord der Vega-Trägerrakete, die nacheinander in den Orbit gebracht werden.

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Sobald der Satellit gestartet ist, wird Airbus Defence and Space die Entfaltung der Solargeneratoren und deren Ausrichtung auf die Sonne überprüfen und danach unter anderem den Transfer des Satelliten in seinen Betriebsorbit, die Erstbilderfassung und die In-Orbit-Tests durchführen, um die Funktionsfähigkeit aller Subsysteme sicherzustellen. Alle diese Tätigkeiten werden vom CNOIS (Centro Nacional de Operaciones de Imágenes Satelitales) durchgeführt, das von Airbus Defence and Space in Pucusana, südlich von Lima, errichtet wurde.

Nach Überprüfung der einwandfreien Leistung des gesamten Systems wird der Satellit PerúSAT-1 Ende des Jahres in Betrieb genommen und dem Kunden übergeben. Ab diesem Zeitpunkt geht die Verantwortung an die peruanischen Ingenieure über, die in Toulouse das erforderliche Know-how, die Fähigkeiten und das Vertrauen erworben haben, um den Betrieb und die Wartung des PerúSAT-1-Systems erfolgreich durchzuführen. Auf dem Foto: Airbus Defence and Space’s PerúSAT-1.