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Bagger fahren am Kinderfest des Flughafens Stuttgart

Am Sonntag, 30. August 2015 feiert der Flughafen zum 21. Mal sein Großes Kinderfest. Von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr gibt es für alle Kinder viele Gratis-Aktionen zum Mitmachen, Vorführungen von Hundestaffeln und ein Gewinnspiel mit tollen Preisen. Der Flughafen rechnet wie in den Vorjahren mit mehr als 20.000 Besuchern, die sich auf dem Festgelände auf den Parkplätzen P3 und P5, im Terminal 1 Anhang West und auf der Besucherterrasse tummeln werden. Passend zum Motto kommen die Hauptattraktionen diesmal von den zwei Baufirmen Züblin AG und Fischer aus Weilheim.

In der Airport City gibt es gerade viele Baustellen, auf denen markante Gebäude entstehen. Auch das Fest steht dieses Mal unter dem Motto „Baggern, basteln, buddeln – Der Flughafen baut – wir bauen mit!“: Wer mindestens zehn Jahre ist, darf auf dem Parkplatz P 5 mit einem echten Bagger der Baufirma Fischer (Sand-)Berge versetzen (Väter gehen nicht als Kinder durch). Karten für das Baggern werden vor Ort verlost. Jüngere können sich auf einer Teststrecke mit ferngesteuerten Baggern versuchen, einen Schubkarren-Parcours absolvieren oder ihre Ideen mit Hilfe von Riesenbausteinen verwirklichen. Kleine Künstler haben Gelegenheit, bunte Sandbilder zu malen und mit nach Hause nehmen. Nachwuchs-Häuslesbauer sowie Holzspechte, die lieber schrauben als baggern, finden am Stand der Firma Züblin AG alles, um an einem richtigen Holzhaus mitzubauen, das später dem Regenbogen-Kindergarten in Leinfelden-Echterdingen übergeben wird. Zwischendurch gibt es viele Möglichkeiten, sich auf der Hüpfburg oder dem Bungy-Trampolin gründlich auszutoben.

Zum ersten Mal beim Kinderfest mit dabei sind die Pferde der Reiterstaffel der Landespolizei, die auch am Airport Streife reiten. Bewährte Publikumsmagnete sind die Hundestaffeln des Zolls, der Bundespolizei und der Malteser: Sie zeigen in ihren Vorführungen, wie Personen aufgespürt oder versteckte Dinge erschnüffelt werden. Hinaus aufs Vorfeld geht es bei den Flughafenrundfahrten, die Karten hierfür können online gebucht werden. Beim Großen Kinderfest-Gewinnspiel gibt es bei mehreren Ziehungen viele schöne Sachpreise zu gewinnen, darunter ein Flug für zwei Personen nach Abu Dhabi von Air Berlin, zwei Familienfrühstücks-Gutscheine für das Mövenpick Hotel Stuttgart Airport & Messe oder Eintrittskarten für das Junge Schloss, das Kindermuseum in Stuttgart und den Europapark Rust. Der Eintritt auf die Besucherterrasse ist während des Festes frei; von dort lässt sich das Geschehen auf dem Vorfeld und das Starten und Landen der Flugzeuge bestens beobachten.

Für die Anfahrt zum Flughafen empfehlen sich die öffentlichen Verkehrsmittel: Die S-Bahnlinien S2 und S3 halten direkt am Airport, für das Kinderfest werden Langzüge eingesetzt. Die Buslinien aus Esslingen, Reutlingen oder Tübingen fahren bis vor Terminal 1. Besucher des Kinderfests, die mit dem Auto kommen, können auf den Parkplätzen P 25 und P 26 für eine Sonderpauschale von 2,50 Euro parken. Hierfür muss das Parkticket in der APCOA-Leitzentrale umgetauscht werden. Die Anmeldung für die Vorfeldrundfahrten am Kinderfest gibt es online hier.

Umfassendes Paket der VC zur Verhandlung mit Lufthansa

Die Vereinigung Cockpit (VC) hat heute dem Lufthansa-Vorstand angeboten, ein gemeinsames Bündnis für Wachstum und Beschäftigung mitzutragen.

Aus Verantwortung für die Arbeitsplätze, den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und um den drohenden Pilotenengpass bei Lufthansa zu verhindern, bietet die VC an, ein umfangreiches Gesamtpaket in dieses Bündnis einzubringen.

Dieses Gesamtpaket im Volumen von über 400 Millionen Euro beinhaltet unter anderem das Anheben des durchschnittlichen Ruhestandsalters. Außerdem ist die VC bereit, für die Zeit einer gemeinsamen Marktanalyse (Benchmark) die Forderungen zu einem neuen Vergütungstarifvertrag auszusetzen und das, obwohl die letzte Gehaltserhöhung mittlerweile vier Jahre her ist und seitdem Reallohnverluste hingenommen werden mussten. Zur Unterstützung des neuen Langstreckenkonzepts JUMP! wird zusätzlich eine 20-prozentige Entlastung der Cockpitpersonalkosten auf diesen Strecken angeboten.

Darüber hinaus erklärt sich die VC zu begleitenden, temporären produktivitätserhöhenden Maßnahmen bereit, um trotz des drohenden Personalengpasses Schulungen zu ermöglichen. „Die VC bietet dem Lufthansa-Management ein umfassendes Gesamtpaket im Wert von über 400 Millionen Euro an und kommt so dem Arbeitgeber in vielen seiner Forderungen entgegen. Im Gegenzug für diesen deutlichen Schritt fordert die VC, dass Lufthansa die Arbeitsplatzperspektiven für alle in Deutschland bei Lufthansa angestellten Piloten garantiert und umgehend die Vorbereitungen zum Ausflaggen der heutigen Cockpitarbeitsplätze stoppt“, teilt Markus Wahl, Sprecher der VC, mit. Zusätzlich sollen die insgesamt 900 wartenden Lufthansa-Nachwuchspiloten in die heutige Tarifsystematik eingestellt werden.

„Dieses Angebot ist eine große Chance zum Wohle der Fluggäste, der Mitarbeiter und der Aktionäre, ein alle Interessen berücksichtigendes und zukunftsweisendes Ergebnis zu erzielen“, so Wahl. Die VC ist bereit, die Gespräche zum Bündnis für Wachstum und Beschäftigung umgehend aufzunehmen und sieht die Möglichkeit, bis zum 1. September 2015 Ergebnisse zu erzielen.

Paket der VC im Einzelnen

  • Neue Struktur (Grafik)
    • Einbindung der Wings-Plattformen in ein Wechsel- und Förderungssystem
    • Vorzeitige Auslösung des dynamischen Regionalbereichs und Überführung in ein System mit dynamischer Grenze
    • Weiterentwicklung der Geschäftsfeldabgrenzung – Abkehr von der Sitzplatzgrenze durch zukünftige Abgrenzung auf Basis des Markts und der Marke
    • Marktschutz für die deutschen Airlines der Lufthansa-Group entsprechend den Regelungen zu Verbundairlines und Nachbarschaftsverkehr
    • Aufnahme der Neueinstellungen in die Senioritätsliste des TV WeFö
    • Einstellungen gemäß der bestehenden TV Anforderungsprofile und Auswahlrichtlinien
    • Mitnahme erworbener Versorgungen bei Unternehmenswechsel
    • Tarifniveau für TV WeFö-Piloten auf „Wings Kurzstrecke“ auf Basis eines Benchmarks mit easyJet
    • Tarifniveau „Wings Langstrecke“ auf Basis Condor
  • JUMP:
    • Anhebung der Mehrflugstundenauslösegrenze um zehn Minuten pro Jump-Flugzeug (max. 14 Flugzeuge).
    • Absenkung der Wetlease-Quote auf 1,5 Prozent.
  • Benchmark Lufthansa Passage – Zurückstellen unserer VTV Forderung
  • Strukturelle Angleichung der MTVs an EASA-OPS
  • Benchmark Lufthansa Passage – Zurückstellen unserer VTV Forderung
  • Strukturelle Angleichung der MTVs an EASA-OPS
  • Tarifvertrag Übergangsversorgung:
    • Anhebung des durchschnittlichen Ausscheidealters von 58 auf 60 Jahre.
    • Einheitliche Übergangsversorgung für alle TV WeFö-Piloten.
    • Kollektiver Verzicht auf ca. 1-2 Prozent Cockpitlohnkosten zur Einbindung der Neueinstellungen in den TV Übergangsversorgung.
  • Befristete Produktivitätserhöhung zur Ermöglichung von Wachstum trotz des Personalengpasses (Einstellungen von NFF und Schulungen von KAs)
  • Verhandlungsbereitschaft zur betrieblichen Altersversorgung
  • Tarifliche Regelung für NFF in Wartezeit

Der Einstieg in Verhandlungen zum „Bündnis für Wachstum und Beschäftigung“ kann nur gelingen, wenn das Management einen „Freeze“ aller Maßnahmen, die diesem Angebot entgegenstehen (z.B. Einsatz von Fremdpersonal auf Lufthansa-Passagierflugzeugen, Reduzierung der Germanwings-Flotte) vornimmt und andererseits unsere Arbeitskampfmaßnahmen ausgesetzt werden.

Mit diesem umfangreichen Paket sehen wir trotz unterschiedlicher Sichtweisen zur Lage unseres Unternehmens die Möglichkeit, die beiderseitigen Interessen zusammenzuführen.

So würden wir z.B. dem Ziel des Lufthansa-Managements, eine Kostenreduzierung im Bereich der Übergangsversorgung zu erreichen, mit einer Anhebung des tarifvertraglich garantierten durchschnittlichen Ausscheidealters Rechnung tragen. Dadurch könnten Rückstellungen in Höhe von ca. 400 Millionen Euro aufgelöst werden. Die Ungleichbehandlung der Cockpitmitarbeiter – neu wie alt – bezüglich der Übergangsversorgung muss damit aber auch vom Tisch sein.

Wir sind überzeugt, hiermit ein sehr gutes und für beide Seiten faires Paket geschnürt zu haben, dass schon aufgrund der Benchmarks absolut marktgerecht ist, ohne unsere berechtigten Interessen nach Schutz unserer Arbeitsbedingungen zu vernachlässigen.

Die Lufthansa-Führung hatte den 01. September 2015 als Ziellinie für Gespräche zu einem „BÜNDNIS FÜR WACHSTUM UND BESCHÄFTIGUNG“ genannt. Bis dahin stehen uns noch gut fünf Wochen zur Verfügung und wir sind überzeugt, dass es bei ehrlichem Bemühen und Willen beider Tarifparteien in diesem Zeitraum zu vernünftigen Lösungen kommen kann. Wir stehen jederzeit für diese Gespräche bereit.

Schüler lernen Chef bei der DFS

Im Rahmen der Aktion „Chef für 1 Tag“ diskutierten Oberstufenschüler des Evangelischen Mörike-Gymnasiums am vergangenen Mittwoch in Stuttgart mit dem CEO der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH Prof. Klaus-Dieter Scheurle über Beruf und Wirtschaft. Er berichtete über Berufsalltag, Führungsaufgaben und Jobanforderungen eines CEO und ließ dabei keine Frage offen. Seit Anfang 2013 lenkt Scheurle das Flugsicherungsunternehmen, das für die Kontrolle des deutschen Luftraums zuständig ist. Doch es ist auch international tätig. Ab März 2016 wird ein Unternehmen der DFS-Gruppe Tower-Dienstleistungen am Flughafen London Gatwick erbringen.

„Was ist Ihre Hauptaufgabe?“ „Warum haben Sie ausgerechnet Jura studiert?“, „Welche Eigenschaften muss ein Manager haben?“, „Warum stagniert der Luftverkehr in Deutschland?“ Neben Hackerangriffen, Germanwings-Absturz und der Frauenquote bei der DFS interessierte die Schüler besonders, wie Scheurle seine Karriere startete. Er studierte Jura und startete im Bundesjustizministerium. 2001 wechselte er in die Wirtschaft zur Schweizer Investmentbank Credit Suisse First Boston, bevor er 2009 als Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium wieder in den Bundesdienst wechselte. „Zwischen öffentlichem und privatem Sektor dürfen keine Gräben entstehen“, ist sein Credo aus seiner beruflichen Erfahrung heraus.

Und wie sieht es mit Karrierechancen bei der DFS aus? Die Flugsicherung bildet hauptsächlich Fluglotsen aus, bietet aber auch verschiedene duale Studiengänge und Traineeprogramme für Ingenieure, Kaufleute und Juristen an. Am Ende gibt der DFS-Chef noch einen Tipp für die berufliche Zukunft: „Ihr müsst euch die Flexibilität bewahren, um alle Chancen die im Berufsleben auf einen zukommen, zu nutzen.“

Die Schüler des Wirtschaftskurses und Lehrer Stefan Denk freuten sich, dass sie nach viel Theorie jetzt „mit einem echten Unternehmer ins Gespräch kommen“. Nun steht ihnen ein noch weitaus härterer Test bevor: Im September lädt „Chef für 1 Tag“ zum Casting. Der Sieger sitzt dann für einen Tag am Platz von Prof. Scheurle. Damit die anderen nicht zu kurz kommen, hat Scheurle den ganzen Kurs einen Tag auf den DFS-Campus nach Langen eingeladen. Die Gemeinschaftsinitiative „Chef für 1 Tag“ von deutschen Unternehmen bringt Wirtschaft und Bildung zusammen. Top-Führungskräfte besuchen bundesweit Schulen. Im Gegenzug haben die besten Schülerinnen und Schüler die Chance, für einen Tag die Schulbank mit einem Chefsessel zu tauschen.

Donnerstag Flughafen Stuttgart: 348 Starts und Landungen

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Zum Start der Sommerferien am Donnerstag, 30. Juli 2015, geht es am Flughafen Stuttgart rund. Viele Reisende treten ihren Urlaub gleich zum Beginn der Ferien an. Nach vorläufigen Planungen ist bereits der Freitag, 31. Juli, mit 348 angemeldeten Starts und Landungen der verkehrsreichste Tag zu Ferienbeginn. Eine zweite Welle urlaubsreifer Fluggäste wird am Freitag, 07. August mit 334 geplanten Bewegungen erwartet. Für einen entspannten Start in den Urlaub sollten Passagiere und Zubringer für Anfahrt und Check-In ausreichende Zeitpuffer einplanen – besonders wenn viel Gepäck oder auch extra Sperrgepäck aufzugeben ist. Viele Airlines bieten für Flüge, die am Folgetag vor 12:00 Uhr starten, einen Vorabend-Check-in an.

Wer mit dem Auto zum Flughafen kommt, sollte frühzeitig einen Parkplatz ansteuern und dabei den Hinweisen des Parkleitsystems folgen. Wegen mehrerer Baustellen auf dem Flughafengelände sind momentan weniger Parkplätze direkt am Terminal verfügbar, weshalb zur Sicherheit etwas Fußweg bis zum Check-In einkalkuliert werden sollte. Am Terminal stehen kostenlose Kofferkulis zur Verfügung, die mit einer Pfandmünze (1 Euro oder 50 Cent) benutzt werden können.

Vorschriften fürs Handgepäck

Die Vorschriften für Handgepäck sind unverändert gültig. Getränke und Flüssigkeiten wie Deos, Lotionen und verschiedene Kosmetika sind im Handgepäck nur erlaubt, wenn das Behältnis höchstens 100 ml fasst. Fluggäste müssen diese Dinge in einem wieder verschließbaren 1-Liter-Klarsichtbeutel an der Kontrolle vorlegen. Passende Beutel können direkt vor der Kontrolle für einen Euro aus Automaten gezogen werden. Alles, was nach der Sicherheitskontrolle in den Travel Value oder Duty Free Shops gekauft wird, ist bereits kontrolliert und darf in die Flugzeugkabine mitgenommen werden.

Eine Übersicht über verbotene Gegenstände und Vorschriften zu Flüssigkeiten im Flugzeug ist hier zu finden. Wenn an der Sicherheitskontrolle noch etwas beanstandet wird, kann man die unzulässigen Dinge kostenlos entsorgen oder gegen eine Gebühr von 06:50 Euro bis zu sechs Wochen auf der Wache des Flughafens neben dem Terminal 1 aufbewahren lassen.

Parkplätze frühzeitig ansteuern

Die Parkplätze an Flughäfen sind derzeit gut ausgelastet. Passagiere und Besucher, die mit dem Auto anreisen werden gebeten, etwas mehr Zeit für die Parkplatzsuche und den Weg zum Terminal einzuplanen. Bei der Anfahrt bitte dem Parkleitsystem folgen, es führt auf dem kürzesten Weg zu Parkhäusern und Parkplätzen mit freien Abstellmöglichkeiten.

Anfahrt zum Hamburg Airport beeinträchtigt

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Vom 27. Juli bis 30. Juli 2015 beeinträchtigen Straßenbauarbeiten in der Zeppelinstraße/Sengelmannstraße (B433) die An- und Abreise zum Hamburg Airport. In diesem Zeitraum werden auf der Zeppelinstraße/Sengelmannstraße zwischen Suhrenkamp und Sengelmannstraßentunnel Fahrbahnschäden beseitigt. Der Verkehr wird an den entsprechenden Tagen über den jeweils freien, zweiten Fahrstreifen geführt. Da trotz der einspurigen Befahrbarkeit mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist, sollten Besucher des Flughafens für die Anreise mehr Zeit einplanen und gegebenenfalls auf eine Alternativroute ausweichen.

Die Bauarbeiten werden in folgenden Etappen durchgeführt:

  • Montag, 27. Juli von 08:00 bis 15:00 Uhr: Sperrung des rechten Fahrstreifens Richtung Norderstedt
  • Mittwoch, 29. Juli von 09:30 bis 19:00 Uhr: Sperrung des rechten Fahrstreifens Richtung Innenstadt
  • Donnerstag, 30. Juli von 09:30 bis 19:00 Uhr: Sperrung des linken Fahrstreifens Richtung Innenstadt.

Hallenerweiterung der LTP in Manila kommt voran

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Die Hallenerweiterung bei Lufthansa Technik Philippines (LTP) schreitet voran. Sechs Monate nach der Grundsteinlegung verlaufen die Arbeiten zum Ausbau des Instandhaltungsunternehmens in Manila wie geplant.

„Angesichts des Wachstumspotenzials in der Region haben wir unsere Kapazitäten in der Vergangenheit kontinuierlich aufgebaut“, sagte Dr. Burkhard Andrich, Präsident und Vorstandsvorsitzender von Lufthansa Technik Philippines. „Mit dieser Hallenerweiterung können wir auch zukünftig die unterschiedlichsten Flottenanforderungen erfüllen und wettbewerbsfähig bleiben.“

Im Rahmen der Erweiterung werden zwei existierende Überholungslinien mit vielseitig nutzbaren Docking-Systemen ergänzt. Diese können sowohl die aktuellen Langstreckenflugzeuge als auch die neuesten Airliner der Typen Airbus A350 sowie Boeing 787 und Boeing 777-9X aufnehmen. Der Ausbau ermöglicht darüber hinaus die Öffnung einer zweiten Linie für die A380-Überholung und markiert den Einstieg in die Überholung der Boeing 777. Die jährliche Kapazität der LTP wird nach Abschluss der Arbeiten um rund 200.000 Arbeitsstunden wachsen.

Die Bauarbeiten am Standort der Lufthansa Technik Philippines am Ninoy Aquino International Airport sind im Plan (Im Bild). Das Fundament wurde noch vor Beginn der Regenzeit gelegt. Zurzeit wird die Stahlkonstruktion errichtet. Außerdem werden Büroflächen, Docking-Systeme, Verbindungswege und neue Zwischengeschosse aufgebaut und Werkzeuge, sowie Ausrüstung an die neue zentrale Werkzeugausgabe geliefert. Dank entsprechender Planung und Vorbereitung werden die parallel laufenden Überholungsarbeiten an Kundenflugzeugen von der Hallenerweiterung nicht beeinflusst.

Mit Unterstützung der Lufthansa Technical Training Philippines trainiert parallel hoch qualifiziertes technisches Personal der LTP, um auf die neue Überholung der Boeing 777 und die erweiterte Airbus A380-Kapazität vorbereitet zu sein.

Die zusätzlichen Flächen der LTP sollen im November eingeweiht werden. Geplant ist der Beginn einer A380-Überholung zu diesem Zeitpunkt. Und im Laufe der ersten Jahreshälfte 2016 werden dann die Tore in Manila auch für die 777-Überholung offen stehen.

Kamera auf der Rakete zeigt kompletten Flug

Erst 1.566 Kilogramm Explosivstoff unter sich, dann eine Aufstiegsgeschwindigkeit von 6,5-facher Schallgeschwindigkeit oder auch 2.000 Metern in der Sekunde, ein Flug in 253 Kilometer Höhe und eine senkrechte Landung im feuchten Erdboden Schwedens. So etwas gehört nicht zu dem, was man zur Alltagserfahrung zählen kann.

Erleben kann man es dennoch – wenn auch bequem vor dem Bildschirm sitzend. Eine Kamera im oberen Teil der über zwölf Meter hohen Höhenforschungsrakete Mapheus5 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat nämlich genau dies am 30. Juni 2015 erstmals aufgezeichnet – mit diesem Video hat jetzt jeder einen Platz in der ersten Reihe.

Um 06:55 Uhr wird im Kontrollraum des schwedischen Raketenstartplatzes Esrange der entscheidende Knopf gedrückt, und Mapheus5 startet aus dem Inneren des rund 30 Meter hohen Startturms Skylark. Nachdem die erste Raketenstufe die Rakete beschleunigt hat und abgetrennt wurde, zündet die zweite Stufe. Zu diesem Geräusch kommt noch das der Atmosphäre, die am Kamera-Mikrofon vorbeirauscht. Auf der goldfarbenen Oberfläche der Rakete lagert sich nun unmittelbar vor der Kamera das Abriebmaterial der Raketenspitze ab.

Noch dreht sich Mapheus5, um im Flug stabil zu bleiben. Dies ändert sich erst mit dem Yo-Yo-System, das die Drehung der Höhenforschungsrakete um die eigene Achse innerhalb von 1,6 Sekunden fast vollständig stoppt. Dann wird die ausgebrannte zweite Raketenstufe, die Oberstufe, vom oberen Nutzlastteil, in dem die vier Experimente der Mission installiert sind, abgetrennt. Kaltgasdüsen bremsen nun das letzte bisschen Rotation ab – zu hören ist dabei ein klackerndes Geräusch.

Schwerelosigkeit für die Experimente

Erst jetzt – bei vollständig „ruhiggestellter“ Nutzlast – beginnt in etwa 100 Kilometer Höhe die Phase der Schwerelosigkeit: Im Inneren laufen nun die wissenschaftlichen Experimente ab. Für sechs wertvolle Minuten ist die störende Erdanziehungskraft „ausgeschaltet“. Still ist es, während sich die Nutzlast außerhalb der Atmosphäre befindet. Beim Wiedereintritt beginnt sich dann das abgelagerte Material auf der Raketenoberfläche wieder zu verflüssigen und löst sich. Schließlich wird der Fallschirm ausgelöst: Die Nutzlast beginnt zu schaukeln und sinkt mit den Instrumenten an Bord in Richtung Erde. Zum Schluss bohrt sich die Raketennutzlast senkrecht in den Boden.

Dies geschieht auf relativ trockenem Gelände, gut sichtbar alleine schon durch den leuchtend orangefarbenen Fallschirm. Mit zwei Hubschraubern fliegt ein Team aus MORABA-Mitarbeitern, DLR-Wissenschaftlern und Mitarbeitern der Swedish Space Corporation (SSC) zur Landestelle. Allerdings ist dies dann schon wieder eine andere Kameraperspektive, die der ein oder andere auch im alltäglichen Leben tatsächlich schon einmal selbst erlebt hat.

Die Bilderserie entstammt dem Video der Kamera. Das Video kann unter diesem Link angesehen oder herunter geladen werden.

Bilder: DLR (CC-BY 3.0)

Airlebnis-Tag am Flughafen Frankfurt will Fernweh wecken

„Fernweh – von Frankfurt um die Welt“, so lautet das Motto des kommenden Airlebnis-Tags am Flughafen Frankfurt. Die Besucher sind am 02. August von 10:00 bis 18:00 Uhr in beide Terminals eingeladen, an einer musikalischen und kulturellen Reise um die Welt teilzunehmen.

Die unterhaltsamen Reiseführer sind: die Frankfurter Band „The Gypsys“, die Hits der letzten Jahrzehnte in zehn Sprachen interpretiert, die irischen Stepptänzer „U-Turned“ mit der Show „Celtic Beats“ sowie Bauchtänzerin „Angelina“, zweifach ausgezeichnet bei der internationalen Livemusik Competition „Miss Bellydance of Europe“.

Attraktionen aus fernen Ländern

Einen Abstecher nach China und somit einen Einblick in die fernöstliche Kultur ermöglicht der traditionelle Drachen- und Löwentanz, während brasilianische Samba-Tänzerinnen und afrikanische Percussion-Künstler zum Mittanzen animieren. Die kubanische Zigarrendreherin Alicia zeigt mit ihrer Show „La Torcedora Cubana“, wie aus feinsten kubanischen Tabakblättern handgerollte Zigarren entstehen, und gewährt Einblicke in die Geheimnisse des Zigarenrollens.

Die Gewinnspiel-Rallye führt am Airlebnis-Tag diesmal thematisch zu allen fünf Kontinenten. Es gibt Preise im Wert von über 20.000 Euro zu gewinnen. Der Hauptgewinn ist ein „Round the World“-Ticket der Star Alliance in der Premium Economy Class für zwei Personen.Wer um die Welt reist, der lebt aus dem Koffer. In diesem Fall aus einem, den er gerade ersteigert hat: Im Terminal 2 fragt das Auktionshaus Clesle im Auftrag der Lufthansa AG: „Wer bietet mehr?“ und versteigert Gepäckstücke und Fundsachen. Unter den Hammer kommen rund 400 Positionen, darunter Koffer, Rucksäcke, Kinderwagen, Handys, Fotoapparate und Überraschungsboxen. Die Besichtigung der herrenlosen Stücke beginnt um 10:00 Uhr auf der Sky Line-Ebene, die Versteigerung um 12:00 Uhr.

Cocktails und Kinderschminken

Ein weiteres Highlight ist die Multivisionsshow „Abenteuer Weltumrundung“. Zuschauer werden dank farbenprächtiger Bilder, kurzweiliger Videos und einer Live-Moderation auf eine multimediale Reise um die Welt mitgenommen. Akrobaten und Musiker aus verschiedenen Kontinenten untermalen die lebhaften Erzählungen.

Auf der Besucherterrasse kann man sich im Liegestuhl mit einem köstlichen Cocktail in der Hand erholen. An der brasilianischen Bar bekommen alle Besucher einen kostenlosen Caipirinha, natürlich auch ohne Alkohol. Auch für die kleinsten Gäste gibt es wieder tolle Aktionen, darunter das beliebte Kinderschminken.

Alle Programmpunkte des Airlebnis-Tages (außer der Zutritt zur Besucherterrasse) sowie vier Stunden parken sind kostenfrei.

Tank und Treibstoff fürs Luftfahrzeug der Zukunft

Geschwindigkeit, Effizienz und Umweltfreundlichkeit sind einige der zentralen Anforderungen an das Luftfahrzeug der Zukunft. Dreieinhalb Jahre forschte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen mit zehn weiteren europäischen Partnern im Rahmen des Projektes CHATT (Cryogenic Hypersonic Advanced Tank Technologies) an neuen Technologien.

„Die Erkenntnisse, die wir mit CHATT gewonnen haben, liefern wertvolle Beiträge für zukünftige Flugzeug- und Raumfahrt-Projekte mit Kryo-Tank-Technologien in Europa“, betonte der Projektkoordinator Dr. Martin Sippel vom DLR. Bei diesen werden sehr kalte, verflüssigte (kryogene) Gase nahe am absoluten Nullpunkt eingesetzt.

Kern der Aktivitäten des Projekts war die Untersuchung von Tanks für kryogene Treibstoffe wie zum Beispiel Wasserstoff oder Methan. Der Vorteil von Wasserstoff gegenüber dem herkömmlichen Kerosin ist, dass bei der Verbrennung kein CO2 emittiert wird und der Flugverkehr dadurch umweltfreundlicher wird. Besonders für Hyperschall-Systeme ist flüssiger Wasserstoff als Treibstoff wegen seines hohen Energiegehalts pro Kilogramm Masse von Bedeutung.

Schwappen des Treibstoffs

Ein zentrales Thema, dem sich das Team des DLR-Instituts für Raumfahrtsysteme in Bremen widmete, war die Problematik des sogenannten „sloshings“, das Schwappen von Flüssigkeiten in großen horizontalen Tanks: „Dieses Problem wird bis heute nicht gänzlich beherrscht“, erläutert DLR-Wissenschaftler Martin Sippel. „Deshalb haben Versuche dazu eine große Rolle im Projekt CHATT gespielt“.

Außerdem untersuchten die Projektpartner das Treibstoffmanagement zum Erreichen eines zuverlässigen und effizienten Betriebs von Hyperschall-Flugsystemen sowie den Einsatz von modernen, leichten Faserverbundwerkstoffen bei Tanks für kryogene Treibstoffe. Das verwendete Carbon-Faser-Komposit-Material (CFK) – eine Verbindung aus Kohlenstoffasern und Kunststoff – soll das Gewicht des Tanks reduzieren und gleichzeitig für mehr Stabilität in der Struktur sorgen.

Im Laufe des Projekts wurden in Zusammenarbeit vom Kryo-Labor des DLR in Bremen, dem Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik des DLR in Braunschweig und den ausländischen Partnern vier verschiedene Kryo-Tanks in Kohlefaser-Verbundbauweise designt, gefertigt und getestet, einschließlich dem Be- und Enttanken mit kryogenem Stickstoff bei circa minus 200 Grad Celsius. Das Schwappverhalten der Treibstoffe in den Tanks wurde numerisch und experimentell simuliert und dessen Einfluss auf die Flugdynamik analysiert.

Gleichzeitig wurden auch mögliche kryogene Wärmeisolationsmaterialien für die Zukunft erforscht, die nicht nur leicht und langlebig, sondern auch resistent gegen die hohen Temperaturunterschiede im Hyperschallflug sind. Für die Tanks wurden neuartige CFK-Materialien verwendet, die zahlreiche Materialtests bestehen mussten. So wurde beispielsweise auch die Durchlässigkeit der Werkstoffe für die kryogenen Treibstoffe von den Wissenschaftlern untersucht.

Tank für den Spaceliner

Ein mögliches Anwendungsgebiet für kryogene Treibstofftanks und Technologien ist das vom DLR untersuchte Spaceliner-Konzept – ein Hyperschall-Transportsystem. Mit 20-facher Schallgeschwindigkeit sollen Passagiere interkontinentale Distanzen in kürzester Zeit zurücklegen können. Der Spaceliner besteht aus einem Orbiter mit Passagierkabine und einer Booster-Stufe, die nach der ersten Schubphase abgetrennt wird.

Innerhalb von CHATT wurden Untersuchungen zu neuen innovativen Querverbindungen – sogenannte „Cross-Feeds“ – zwischen den Treibstoffsystemen der Booster-Stufe und des Orbiters durchgeführt. Bis der endgültige Tank für einen Spaceliner entwickelt ist, bleibt allerdings noch viel zu tun. DLR-Wissenschaftler Martin Sippel hat aber schon genaue Vorstellungen: „Als nächsten Schritt möchten wir einen voll funktionsfähigen Tankdemonstrator entwickeln, der dann unter realen Bedingungen getestet werden kann.“

Neben dem DLR, das zusätzlich zu den wissenschaftlichen Aufgaben auch mit der Führung und der Koordination des Projektes betraut ist, sind zehn externe Partner an CHATT beteiligt. Diese sind: FOI (Schweden), SICOMP (Schweden), Universität Brüssel (Belgien), Orbspace (Österreich), Universität Budapest (Ungarn), TU Delft (Niederlande), ECM (Deutschland), Cenaero (Belgien), Gas Dynamics (Großbritannien) und ALE (Niederlande).

Auf den Fotos

Kryo-Tank für die Zukunft: Für die CHATT-Studie wurden vier verschiedene Kryo-Tanks in Carbon-Faser-Komposit-Material designt und angefertigt. Dieser Tank wurde vom DLR Braunschweig mit einem speziellen Mix aus Kohlenstofffasern und Glasfasern gewickelt.

Betankung mit flüssigem Stickstoff: Die Tanks wurden im Projekt CHATT (Cryogenic Hypersonic Advanced Tank Technologies) zu Testzwecken mit flüssigem Stickstoff mit einer Temperatur von circa minus 200 Grad Celsius betankt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erforschte damit zusammen mit zehn weiteren europäischen Partnern neue Technologien für den Luftverkehr.

Aushärtung des Kryo-Tanks: Der fertig gewickelte Tank wird vom DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik bei 120 Grad Celsius ausgehärtet. Der gesamte Prozess lief 10,5 Stunden.

Leichte und gleichzeitig stabile Materialien: Die Kryo-Tanks für das EU-Projekt CHATT wurden aus neuartigen Carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) gefertigt. Diese Materialien sind leicht und gleichzeitig stabil.

Fotos: DLR (CC-BY 3.0)

15.200 Flugbewegungen seit den Ferien in Düsseldorf

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Der Düsseldorfer Flughafen zieht zur Ferien-Halbzeit ein positives Fazit. Urlaubszeit ist Reisezeit. Fast 1,8 Millionen Passagiere sind in den ersten drei Wochen über den größten Flughafen von NRW geflogen. Der Airport zählte in diesem Zeitraum etwa 15.200 Flugbewegungen. Dies sind rund 5,3 Prozent mehr Passagiere als im Vergleichszeitraum des Vorjahres sowie 1,5 Prozent mehr Flüge. Viele Menschen zieht es ab Düsseldorf hinaus in die Welt. Am verkehrsstärksten Ferientag (26. Juni) nutzen alleine über 81.000 Fluggäste den Airport. Zum Vergleich: Im Jahresdurchschnitt zählt der Flughafen der Landeshauptstadt knapp 60.000 Passagiere am Tag.

Fünf Passagierrekorde in Folge machen die kontinuierliche positive Entwicklung des Düsseldorfer Flughafens in den vergangenen Jahren deutlich. Die Air Berlin engagiert sich weiter stark in Düsseldorf. Im aktuellen Sommerflugplan bietet die Airline neue Ziele sowie Frequenzerhöhungen auf der touristischen Fernstrecke zum Beispiel Richtung Karibik.

Die Lufthansa-Gruppe (inkl. Germanwings) wächst 2015 in Düsseldorf überproportional mit einem Passagierplus von rund 4,3 Prozent. Die konzernweit durchgeführte Umstellung des Europaverkehrs auf Germanwings/Eurowings ist damit in Düsseldorf in besonderer Weise gelungen. Das inzwischen weltweite Interkontinentalnetz mit bis zu 125 wöchentlichen Flügen rundet in Düsseldorf insgesamt das dichte europäische und innerdeutsche Streckennetz ab.

So kam in der jüngeren Vergangenheit beispielsweise jedes Jahr eine weitere hochkarätige Langstreckenverbindung nach Düsseldorf: mit Air China nach Peking, Etihad Airways nach Abu Dhabi, American Airlines nach Chicago und All Nippon Airways nach Tokio. Pünktlich zum Ferienbeginn startete die Fluggesellschaft Emirates den Einsatz ihres Airbus-Flaggschiffs A380 täglich auf der Mittagsverbindung zwischen Düsseldorf und dem Drehkreuz Dubai. Ein Meilenstein für NRW.

Zudem steht ein weiterer Hochkaräter der internationalen Luftfahrtallianz „oneworld“ bereits auf der Langstrecke in den Startlöchern. Ab September ist der Düsseldorfer Airport um eine zusätzliche hochwertige Interkontinentalverbindung nach Asien reicher. Cathay Pacific Airways bietet dann viermal die Woche Nonstop-Flüge zwischen der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt und der chinesischen Metropole Hongkong an.

Für den gesamten Ferienzeitraum werden an NRWs größtem Airport rund 3,4 Millionen Fluggäste erwartet, das sind circa 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei liegen die zu erwartenden Flugbewegungen mit rund 28.500 im Vergleich zu den Sommerferien 2014 bei knapp 1,5 Prozent im Plus.

Planfeststellungsbeschluss für Flugzeug-Abstellpositionen

Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MBWSV) hat dem Antrag des Düsseldorfer Flughafens bezüglich der Ersatzflächen für Flugzeug-Abstellpositionen im westlichen Vorfeldbereich des Airports „grünes Licht“ gegeben. „Wir begrüßen die Entscheidung der Planfeststellungsbehörde. Der Beschluss schafft nun Klarheit für alle Beteiligten“, betont Flughafengeschäftsführer Thomas Schnalke. Das Projekt soll nun schnellstmöglich zum Abschluss gebracht werden.

Der Airport rechnet allerdings mit Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss. Daher gilt es zuvor noch, zumindest die entsprechenden Eilverfahren abzuwarten. Thomas Schnalke: „Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass der Beschluss Bestand hat. Auswirkungen auf das Planfeststellungsverfahren zur Kapazitätserweiterung sehen wir keine.“

Der Wegfall von insgesamt 14 Abstellpositionen macht die Errichtung von Vorfeldflächen im westlichen Flughafengelände erforderlich. Die gesamte Baumaßnahme umfasst drei Bauabschnitte. Der erste Bauabschnitt des Vorhabens, den das Ministerium mit Negativattest zugelassen hatte, wurde im Dezember 2009 fertig gestellt und auch in Betrieb genommen. Für die Bauabschnitte zwei und drei hatte die Flughafen Düsseldorf GmbH im August 2008 ein Planfeststellungsantrag beim Landesverkehrsministerium gestellt und im August 2010 vervollständigt. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens wurde für das gesamte Projekt eine vollumfängliche Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt.

Die Interessen der Anwohner wurden bei dem Vorhaben des Airports von Anfang an berücksichtigt. Umfassend wurde untersucht, wie sich die geplanten, auf das Flughafengelände begrenzten Maßnahmen auf die Umwelt und die in der Nachbarschaft lebenden Menschen auswirken. Das Ergebnis: Die Veränderungen sind dort so gering, dass für die außerhalb des Flughafens liegende Wohnbebauung in Lohausen, Stockum und Unterrath keine negativen Auswirkungen zu erwarten sind.

Für alle Interessierten ist der Beschluss ab sofort auf der Internetseite des Airports unter www.dus.com/de-de/konzern/nachbarn/vorfeld-west hinterlegt. Um die Bürgerbeteiligung nicht zu erschweren, veröffentlicht das Verkehrsministerium als Planfeststellungsbehörde Beschlüsse nicht in Ferienzeiten. Daher wird nach Angaben des zuständigen MBWSV die öffentliche Bekanntmachung des Planfeststellungsbeschlusses erst nach den Sommerferien erfolgen. An die zweiwöchige Auslegung des Planfeststellungsbeschlusses schließt sich die Monatsfrist zur Einlegung möglicher Rechtsbehelfe an.

Rotax zeigt 135 PS Flugmotor 915 iS in Oshkosh

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Basierend auf dem bewährten Antriebskonzept der Rotax 912 / 914 Motorenfamilie bietet der neue Rotax 915 iS mehr Leistung, das beste Leistungsgewicht seiner Klasse sowie volle Startleistung bis mindestens 15.000 Fuß (4.570 m) und einer Dienstgipfelhöhe1 von 23.000 Fuß (7.010 m). BRP stellt den 135 PS Flugmotor Rotax 915 iS auf der EAA AirVenture in Oshkosh, Wisconsin, USA, vor.

Die Rotax Viertakt Flugmotoren sind mit mehr als 50 Millionen Flugstunden bereits führend in der Flugzeugindustrie. Die Erschließung weiterer Märkte stellt für für das Unternehmen ein hohes zusätzliches Wachstumspotential dar. „Der leistungsstärkere Rotax 915 iS Flugmotor entspricht exakt den Wünschen unserer Kunden. Er öffnet uns den Markt zu größeren, schwereren Flugzeugen, größeren Tragschraubern und sogar kleinen Helikoptern – oder bietet einfach mehr Leistung für aktuelle Flugzeugmodelle“, sagte Thomas Uhr, Vice-President BRP-Powertrain und General Manager BRP-Powertrain GmbH & Co KG.

Der turbogeladene Rotax 915 iS Viertakt-, Vierzylinder-Flugmotor mit Ladeluftkühler und redundantem Kraftstoffeinspritzsystem ist die Reaktion auf die Nachfrage nach einem modernen, kraftvolleren Motor mit höherer Ladekapazität und besserer Startleistung des Marktes. Die neueste Motorentechnologie des Rotax 915 iS führt zu geringen Betriebskosten und leichterer Bedienbarkeit. Der Serienproduktionsstart des neuen Flugmotors ist in der zweiten Jahreshälfte 2017 geplant.

Mit mehr als 175.000 verkauften Rotax Flugmotoren in den vergangenen 40 Jahren ist BRP-Rotax führend am Leicht- und Ultraleicht-Flugzeugmarkt mit 19 autorisierten Vertriebspartnern und einem Netzwerk von mehr als 220 Vertriebs- und Servicezentren. 80 Prozent aller Flugzeughersteller in diesem Segment setzen auf Rotax Flugmotoren.

1. Als Dienstgipfelhöhe wird in der Luftfahrt jene Höhe bezeichnet, bei der die maximale Steiggeschwindigkeit eines Flugzeugs bei maximaler Dauerleistung des Motors und maximal zulässiger Gesamtmasse noch 100 Fuß pro Minute (0,5 m/s) beträgt.

Stereokamera für ExoMars übergeben

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Ruag Space hat das Teleskop Cassis (Colour and Surface Imaging System) am Mittwoch, 22. Juli, an die Universität Bern geliefert. Cassis ist eine hochauflösende Stereokamera für den ExoMars Trace Gas Orbiter.

Das Projekt startete im November 2013. Die Konstruktion, Fertigung, Integration und Überprüfung konnte in nur 20 Monaten abgeschlossen werden. Das Teleskop wird nun auf dem Drehmechanismus an der Universität Bern integriert, dann wird es Tests unterzogen und wird im Januar 2016 gestartet. Von Cassis aufgenommene Bilder sollen wahrscheinlich schon im nächsten Jahr empfangen werden können.

Bremssystem an Piste 28 des Flughafens Zürich kommt

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In der Nacht vom 26. auf den 27. Juli starten am Flughafen Zürich erste Vorbereitungsarbeiten zur Erstellung eines Bremssystems am Ende der Piste 28. Hierzu sind Nachtarbeiten außerhalb des Flugbetriebs nötig. Um die Auswirkungen auf die Bevölkerung zu minimieren, werden verschiedene Lärmschutzmaßnahmen getroffen. Der Einbau eines Bremssystems am Ende der kürzesten Piste am Flughafen Zürich ist eine aus einer Reihe von Maßnahmen, die aus der im Auftrag des Schweizer Bundesamtes für Zivilluftfahrt durchgeführten Sicherheitsüberprüfung des Flugbetriebs am Flughafen resultierte.

Das Bremssystem würde Flugzeuge, welche beim Start oder bei der Landung über das Pistenende hinausrollen, in einem Bett aus speziell gefertigten Materialien ohne größere Beschädigung abbremsen. Der heute schon hohe Sicherheitsstandard kann so noch weiter erhöht werden, so der Flughafen.

Die Bauarbeiten finden jeweils nachts nach Ende Flugbetrieb statt, da sich die Baustelle im Sicherheitsbereich der Piste 28 befindet. In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag werden keine Arbeiten ausgeführt. In einer ersten Bauphase, welche rund acht bis zehn Wochen dauert, wird das Erdmaterial abgetragen. Das wegzuführende Aushubmaterial wird nachts auf dem Flughafenareal zwischengelagert, um den nächtlichen Bauverkehr auf öffentlichen Straßen zu vermeiden. Anschließend wird ein Asphaltbelag eingebaut. Voraussichtlich im kommenden Frühjahr wird in einer zweiten, etwa sechswöchigen Bauphase, das eigentliche Bremssystem eingebaut.

Es werden zahlreiche Maßnahmen getroffen, um die Lärmbelastung in den angrenzenden Gebieten möglichst gering zu halten. Die Baustellenmitarbeiter werden zum Thema Lärmschutz speziell geschult. Die Bauabläufe wurden optimiert und zum Einsatz kommen moderne Maschinen und Geräte.

Elektro am Hamburg Airport: Gate-Party fürs Tomorrowland

David Guetta, Armin van Buuren, Dimitrij Vegas & Like Mike – das Line-up des „Tomorrowland“-Festivals liest sich wie ein Who-is-Who des Elektro. In diesem Jahr verabschiedet Hamburg Airport die Festival-Besucher auf eine besondere Art.

Vom 25. bis 27. Juli wird die Kleinstadt Boom, die zwischen Brüssel und Antwerpen liegt, zum Mekka für elektronische Beats. „Tomorrowland“ gilt als das größte Elektro-Festival der Welt: Mehr als 400.000 Besucher tanzten dort 2014 bis in die Morgenstunden. Aus der ganzen Welt strömen Elektro-Fans in die flämische Provinz – auch von Hamburg aus. Eigens für die rund 300 Fluggäste, die mit drei Brussels Airlines-Flugzeugen Richtung „Tomorrowland“ abheben, eröffnet der Airport eine Elektro-Lounge direkt am Gate – mit Beats, alkoholfreien Cocktails und Festival-Flair.

„Wir freuen uns schon sehr auf die Party“, sagt Katja Bromm, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Hamburg Airport. „Schon in der Vergangenheit haben wir zum Beispiel mit dem ‚Wacken Airport‘ gezeigt, dass wir gerne kreative Aktionen umsetzen. Jetzt startet bei uns die erste Hamburg-Airport-Elektro-Party. Wir sind gespannt auf die Reaktionen der Festival-Flieger.“

Insgesamt veranstaltet Brussels Airlines die Gate-Partys mit neun Airports weltweit – die meisten Passagiere kommen hierbei aber aus Deutschland. Die Airline fliegt seit vielen Jahren ab Hamburg viermal täglich in die belgische Hauptstadt – überwiegend mit einem Airbus A319. Im Durchschnitt nutzen 40 Prozent der Passagiere die zahlreichen Umsteigemöglichkeiten am Flughafen in Brüssel.

MTU mit über 2 Mrd. Euro Umsatz im Halbjahr

Der Umsatz der MTU Aero Engines AG ist im ersten Halbjahr 2015 um 21 Prozent auf 2.202,0 Mio. Euro gestiegen (1-6/14: 1.815,8 Mio. Euro). Das Unternehmen erzielte einen Ergebniszuwachs1 von 25 Prozent auf 212,8 Mio. Euro (1-6/14: 170,7 Mio. Euro). Die Ergebnismarge nahm von 9,4 Prozent auf 9,7 Prozent zu. Der Gewinn nach Steuern2 kletterte um 33 Prozent auf 147,2 Mio. Euro (1-6/14: 111,0 Mio. Euro). Die MTU erwartet jetzt einen Umsatz von etwa 4.600 Mio. Euro für 2015. Bisher war sie von rund 4.400 Mio. Euro ausgegangen (2014: 3.913,9 Mio. Euro).

„Der anhaltend starke Dollar hat unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr in allen Segmenten beflügelt. Auf dieser Basis können wir heute unsere Prognose für das Gesamtjahr anheben und für 2015 erneut Rekordwerte in Aussicht stellen“, sagte Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines AG.

Das operative Ergebnis (EBIT bereinigt, 2014: 382,7 Mio. Euro) dürfte auf etwa 430 Mio. Euro steigen, der Gewinn nach Steuern (Net Income bereinigt, 2014: 253,3 Mio. Euro) auf rund 295 Mio. Euro. Ursprünglich hatte die MTU ein bereinigtes EBIT von rund 420 Mio. Euro und einen Gewinn nach Steuern von etwa 285 Mio. Euro erwartet.

Die neue Prognose basiert auf einem Wechselkurs von 1,10 US-Dollar je Euro (bisher 1,20 US-Dollar je Euro). „Der neue Ausblick spiegelt die positiven Ergebniseffekte des Dollarkurses und der geringeren F&E-Aufwendungen wider. Verschiebungen bei den Instandhaltungsintervallen des Antriebs V2500 und im Militärgeschäft dämpfen dieses Jahr unsere Ergebniserwartung, führen aber später zu steigenden Ergebnisbeiträgen. Zugleich resultieren diese Effekte in leicht veränderten Umsatzannahmen für die einzelnen Geschäftsbereiche“, so Winkler weiter. Die Kundenvereinbarungen im Aftermarket basieren immer stärker auf Flugstundenabkommen („Flight Hour Agreements“), weniger auf Einzelabrechnungen von Instandhaltungsleistungen („Time and Material“).

Die zivile Instandhaltung verzeichnete im ersten Halbjahr das größte Umsatzplus. Hier ist der Umsatz um 32 Prozent von 572,9 Mio. Euro auf 754,2 Mio. Euro gestiegen. Hauptumsatzträger war das V2500 für die Airbus A320-Familie. Der Umsatz des zivilen Triebwerksgeschäfts legte um 21 Prozent auf 1.251,8 Mio. Euro (1-6/14: 1.032,9 Mio. Euro) zu. Die wichtigsten Umsatzträger waren das V2500, der A380-Antrieb GP7000 sowie das GEnx für die Boeing 787 und 747-8.

Im militärischen Triebwerksgeschäft ist der Umsatz um 5 Prozent auf 215,3 Mio. Euro zurückgegangen (1-6/14: 225,5 Mio. Euro). Die größten Umsatzanteile entfielen auf den Eurofighter-Antrieb EJ200.

Der Auftragsbestand lag mit 11.520,4 Mio. Euro um 3 Prozent über dem Jahresendwert 2014 (11.176,5 Mio. Euro). Das entspricht einer Produktionsreichweite von etwa drei Jahren. Das Gros der Aufträge entfällt auf das V2500 und auf die Getriebefan-Triebwerke der PW1000G-Familie, allen voran den A320neo-Antrieb PW1100G-JM. „Mit diesen Triebwerkstypen und den Widebody-Antrieben GE9X und GEnx waren wir auch im Juni auf der Paris Air Show sehr erfolgreich“, so Michael Schreyögg, Vorstand Programme. Im Auftragsbestand sind die Messe-Aufträge in Höhe von 800 Mio. Euro noch nicht enthalten.

Die MTU hat im ersten Halbjahr einen Ergebnissprung in der zivilen Instandhaltung erzielt: Hier hat das bereinigte EBIT um 53 Prozent auf 73,5 Mio. Euro zugelegt (1-6/14: 48,0 Mio. Euro). Die EBIT-Marge kletterte um 1,3 Prozentpunkte auf 9,7 Prozent. „Im Ergebniszuwachs der zivilen MRO zeigt sich neben dem positiven Dollarkurseffekt auch die zunehmende Werthaltigkeit der Shop Visits“, ergänzte Schreyögg. Das Ergebnis des OEM-Geschäfts ist um 14 Prozent von 122,5 Mio. Euro auf 139,2 Mio. Euro gestiegen. Die EBIT-Marge erreichte 9,5 Prozent (1-6/14: 9,7 Prozent).

Für Forschung und Entwicklung hat die MTU im ersten Halbjahr 102,0 Mio. Euro ausgegeben (1-6/14: 79,2 Mio. Euro). Der Rückgang der eigenfinanzierten F&E-Aufwendungen gemäß Gewinn- und Verlustrechnung von 38,4 Mio. Euro auf 24,3 Mio. Euro ist auf die Intensivierung der Entwicklungsaktivitäten für die neuen Programme zurückzuführen, die kapitalisiert werden. Die F&E-Schwerpunkte bildeten die Getriebefan-Programme sowie der Boeing 777X-Antrieb GE9X.

Der Free Cashflow lag im ersten Halbjahr 2015 bei 86,7 Mio. Euro und damit deutlich über dem Vergleichswert von 17,9 Mio. Euro. „Diese positive Entwicklung dürfte im weiteren Jahresverlauf anhalten. Wir gehen davon aus, dass wir auch am Jahresende einen Free Cashflow im oberen zweistelligen Millionenbereich erzielen“, sagte Winkler. Bisher war die MTU von einem Free Cashflow auf dem Vorjahresniveau von rund 40 Millionen Euro ausgegangen.

Die Investitionen in Sachanlagen hat die MTU mit 38,7 Mio. Euro auf dem Niveau des Vergleichszeitraums gehalten (1-6/14: 39,3 Mio. Euro). „Der Schwerpunkt unserer Investitionen liegt auf der Modernisierung und dem Ausbau unserer Produktion, um den Hochlauf der Getriebefan-Programme vorzubereiten. Dazu haben wir eine Reihe neuer Anlagen und Maschinen beschafft“, so Schreyögg. Mit 8.329 Personen waren zum 30. Juni 2015 etwa so viele Mitarbeiter bei der MTU beschäftigt wie Ende 2014 (8.333 Mitarbeiter).

1. EBIT adjusted: Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern, vergleichbar gerechnet

2. Net Income adjusted: Ergebnis nach Ertragsteuern, vergleichbar gerechnet

MTU Aero Engines – Eckdaten 1. Halbjahr 2015

(Beträge in Mio. Euro, vergleichbar gerechnet, Rechnungslegung nach IFRS)

MTU Aero Engines H1 2014 H1 2015 Veränderung
Umsatz 1.815,8 2.202,0 + 21,3 %
davon OEM-Geschäft 1.258,4 1.467,1 + 16,6 %
davon ziviles Triebwerksgeschäft 1.032,9 1.251,8 + 21,2 %
davon milit. Triebwerksgeschäft 225,5 215,3 – 4,5 %
davon zivile Instandhaltung 572,9 754,2 + 31,6 %
EBIT (vergleichbar gerechnet) 170,7 212,8 + 24,7 %
davon OEM-Geschäft 122,5 139,2 + 13,6 %
davon zivile Instandhaltung 48,0 73,5 + 53,1 %
EBIT-Marge (vergleichbar gerechnet) 9,4 % 9,7 %
im OEM-Geschäft 9,7 % 9,5 %
in der zivilen Instandhaltung 8,4 % 9,7 %
Net Income (vergleichbar gerechnet) 111,0 147,2 + 32,6 %
Net Income (reported) 83,9 104,0 + 24,0 %
Ergebnis je Aktie (unverwässert, reported) 1,65 € 2,04 € + 23,6 %
Free Cashflow 17,9 86,7
Forschungs- und Entwicklungsausgaben 79,2 102,0 + 28,8 %
davon eigenfinanzierte F&E 60,0 79,1 + 31,8 %
davon fremdfinanzierte F&E 19,2 22,9 + 19,3 %
eigenfinanzierte F&E gemäß GuV 38,4 24,3 – 36,7 %
Investitionen in Sachanlagen 39,3 38,7 – 1,5 %
31. Dezember 2014 30. Juni 2015 Veränderung
Auftragsbestand 11.176,5 11.520,4 + 3,1 %
davon OEM-Geschäft 6.763,6 7.015,7 + 3,7 %
davon zivile Instandhaltung 4.412,9 4.504,7 + 2,1 %
Mitarbeiter 8.333 8.329

Airport Days in Hamburg: Beluga und erster Eurowings A330

Am 22. und 23. August 2015 veranstalten die Lufthansa Technik und Hamburg Airport mit den Airport Days Hamburg ein Luftfahrtfest für die ganze Familie. Unter dem Motto „Entdecke die Welt des Fliegens“ präsentieren sich bis zu 100 moderne Jets sowie Oldtimer aus einem Jahrhundert Luftfahrtgeschichte auf dem Gelände der Lufthansa Technik.

Auch eine Premiere gibt es: Eurowings präsentiert ihren ersten Airbus A330-220 erstmals live der Öffentlichkeit – frisch lackiert in den Airline-Farben Burgundy, Sky Blue und Cool Grey. Erst in diesem Monat ist der Langstreckenflieger übergeben worden. Nun wartet er auf seinen ersten Einsatz für Eurowings und bekommt zurzeit bei Lufthansa-Technik in Hamburg seine neue Kabinenausstattung. Dort laufen auch die letzten technischen Tests, bevor der Airbus A330-200 dann im November seinen offiziellen Dienst bei der Eurowings-Flotte antritt.

Die in Hamburg vorgestellte Maschine wird beim Erstflug für die neuen Eurowings-Langstreckenziele eingesetzt: Am 02. November geht’s nach Varadero (Kuba). Vor seiner Übergabe an Eurowings war der zwölf Jahre alte Airbus A330-220 für Eva Air in Taipeh (Taiwan) im Einsatz. Er ist der erste von mehreren Airbus-Langstrecken-Jets, die bei Eurowings in den Linienbetrieb gehen werden.

Beluga – der „fliegende Walfisch“ zu Besuch

Ein weiterer Gast aus der Airbus-Familie dürfte ebenfalls zu den Stars der Airport Days Hamburg gehören: der A300-600ST, Spitzname „Beluga“. Das Transportflugzeug der Extraklasse bietet allein aufgrund seiner ungewöhnlichen Form einen imposanten Anblick – und ist seit 20 Jahren das stärkste Arbeitstier bei Airbus. In seinem überdimensionalen Bauch verschwinden ganze Flugzeug-Teile und werden auf diese Weise zwischen den verschiedenen Standorten des Luftfahrtkonzerns transportiert.

In Hamburg-Finkenwerder – dem größten norddeutschen Standort von Airbus – ist der Beluga als Transportflugzeug nicht wegzudenken und oft zu sehen. Bei den Airport Days können die Besucher den „fliegenden Walfisch“ nun aus nächster Nähe erleben. Mit seinen 56 Metern Länge, einer Spannweite von 45 Metern, 1.400 Kubikmeter Laderaum und bis zu 47 Tonnen Nutzlast beeindrucken allein die Maße dieses Superfliegers. Das zweistrahlige Frachtflugzeug, von dem es weltweit nur fünf Exemplare gibt, wird für den Transport übergroßer Lasten. Airbus setzt auch zukünftig auf seinen Supertransporter und hat bereits die Weiterentwicklung des Beluga auf Basis des neuen, moderneren Airbus A330 angekündigt.

MTU verlängert Vertrag mit Michael Schreyögg

Der Aufsichtsrat der MTU Aero Engines AG hat einstimmig die Verlängerung des Vertrages mit dem Vorstand Programme Michael Schreyögg um fünf Jahre beschlossen. Die Laufzeit des neuen Vertrages beginnt am 01. Juli 2016. Michael Schreyögg übernahm im Juli 2013 als Vorstandsmitglied die Verantwortung für die zivilen und militärischen OEM-Programme der MTU, die das Serien- sowie das Ersatzteilgeschäft, die Supply Chain und die Informationstechnologie beinhaltet. Seit Anfang 2015 zählt auch Marketing und Sales der MTU Maintenance zum Vorstandsressort Programme.

Zur MTU kam der Diplom-Ingenieur für Maschinenbau 1990. Stationen seiner beruflichen Laufbahn waren die Leitung verschiedener ziviler und militärischer Programme und die Gesamtleitung des militärischen Bereichs seit dem Jahr 2008.

Exklusiver Wartebereich von airberlin am Flughafen Stuttgart

airberlin hat heute auf dem Flughafen in Stuttgart ihren neunten Exklusiven Wartebereich eröffnet. Reisende genießen dort mehr Komfort und können die Wartezeit bis zu ihrem Abflug effektiver und entspannter nutzen.

„airberlin beförderte im ersten Halbjahr 2015 mehr als 900.000 Gäste von und nach Stuttgart. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um mehr als fünf Prozent. Diese positive Entwicklung unterstreicht die Bedeutung des Flughafens. Unter unseren Gästen sind immer mehr Geschäftsreisende, die jetzt mit dem neuen Exklusiven Wartebereich einen besonderen Service genießen können“, sagte Stefan Magiera, Vice President Corporate Sales bei airberlin, in seiner Eröffnungsrede.

Business Class Gäste von airberlin, topbonus Kunden ab Silverstatus und Gäste, deren Ticket im FlyFlex+ Tarif gebucht wurde, haben Zutritt zu dem knapp 100 Quadratmeter großen Exklusiven Wartebereich. Dieser befindet sich am Gate 310. 48 Sitzplätze stehen zur Verfügung. Neben den bequemen Ledersesseln gehören kostenfreie Erfrischungs- und Heißgetränke, kostenfreie Zeitungen und Zeitschriften sowie Stromanschlüsse für Laptop und Handy zum besonderen Service. airberlin bietet neben zwei Exklusiven Wartebereichen in Berlin weitere in Nürnberg, Düsseldorf, Köln/Bonn, München, Hamburg und Wien an.

Prof. Georg Fundel, Geschäftsführer der Flughafen Stuttgart GmbH (FSG), sagte: „Der neue Wartebereich der airberlin hier am Flughafen Stuttgart ist eine sinnvolle Ergänzung des Angebots für Geschäftsreisende und Statuskunden der Fluggesellschaft. Die Gäste der Business Class können jetzt ihre Wartezeit bis zum Abflug komfortabel und in ruhiger Atmosphäre verbringen. Ich bin sicher, dass das verbesserte Angebot bei den Vielfliegern der Unternehmen aus Baden-Württemberg, die mit airberlin fliegen, eine gute Resonanz hat.“

Stefan Magiera weist auf die wichtige und auch innovative Rolle des Standortes Stuttgart hin. „Aktuell haben wir um die 100 Abflüge bzw. Frequenzen pro Woche in Stuttgart. Die seit Ende 2014 angebotene Verbindung nach Abu Dhabi etabliert sich. Auf dieser Strecke steht den Gästen eine WiFi-Internetverbindung zur Verfügung. In Stuttgart startete dieses Projekt und hat damit Vorreitercharakter. Innerhalb der nächsten Jahren wird die gesamte airberlin Flotte mit WiFi ausgerüstet sein“, so Magiera.

Avianca Brasil Mitglied der Star Alliance

Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie am Guarulhos International Airport haben die Mitgliedsgesellschaften von Star Alliance ihr neuestes Mitglied, Avianca Brasil („O6“), willkommen geheißen. Avianca Brasil ist die wachstumsstärkste Fluggesellschaft Brasiliens. Von 2010 und 2014 steigerte sie ihren Marktanteil von 2,6 Prozent auf 8,3 Prozent.

Im ersten Quartal 2015 setzte die Airline diesen Trend fort und erhöhte ihre Passagierkilometerleistung um 18 Prozent – bei einem Marktwachstum von nur sechs Prozent. „Avianca Brasil in unser Netzwerk aufzunehmen, ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung unseres Leistungsangebots in Lateinamerika. Brasilien ist der bedeutendste Luftverkehrsmarkt des Kontinents, und wir freuen uns, dass wir vom heutigen Tag an wieder Inlandsflüge in Brasilien im Programm haben“, so Mark Schwab, CEO von Star Alliance.

„Heute legen wir die zukünftige Ausrichtung unserer Fluggesellschaft fest. In einem zweijährigen Prozess haben wir auf eine neue IT-Plattform umgestellt, unsere internen Prozesse überprüft und aktualisiert sowie ein Schulungsprogramm für unsere Mitarbeiter eingeführt, um den Passagieren der anderen Mitglieder von Star Alliance den bestmöglichen Service garantieren zu können. Wir sind stolz, jetzt Teil der renommiertesten Airline-Allianz zu sein und freuen uns, Brasilien gemeinsam wieder in das Streckennetz von Star Alliance zu integrieren“, freute sich José Efromovich, Präsident und CEO von Avianca Brasil.

Weiteres Wachstum ist zu erwarten, da Avianca Brasil und die anderen Mitglieder von Star Alliance, die den brasilianischen Markt bedienen, in Zukunft Umsteigeverbindungen anbieten werden, insbesondere über die Flughäfen São Paulo Guarulhos, Rio de Janeiro Galeão und Brasilia. Unter anderem erhielt die Airline für den großzügigen Sitzabstand in allen Flugzeugen ihrer Flotte die Bestnote der lokalen zivilen Luftfahrtbehörde ANAC.

Insgesamt bedienen 13 Mitgliedsfluggesellschaften Brasilien (Air Canada, Air China, Avianca, Avianca Brasil, Copa Airlines, Ethiopian Airlines, Lufthansa, Singapore Airlines, South African Airways, SWISS, TAP, Turkish Airlines und United) und stärken so die Position von Star Alliance als Luftfahrtbündnis mit der größten Zahl von Mitglieds-Airlines weiter. Avianca Brasil erweitert das bislang zwölf Ziele umfassende Streckennetz von Star Alliance in Brasilien um 15 weitere Destinationen, sodass die Allianz nun insgesamt 27 Zielflughäfen anfliegt.

Über das nationale Streckennetz von Avianca Brasil hinaus können Fluggäste künftig von zwölf brasilianischen Flughäfen aus auch internationale Ziele in Nord- und Südamerika, Europa, Asien und Afrika erreichen. Umsteigeverbindungen an verschiedenen Drehkreuzen von Star Alliance in diesen Regionen eröffnen den Passagieren das weltweite Streckennetz der 28 Mitgliedsfluggesellschaften – mit insgesamt mehr als 18.500 täglichen Flugverbindungen zu 1.330 Zielen in 192 Ländern.

Die über 2,6 Millionen Mitglieder des Vielfliegerprogramms Amigo von Avianca Brasil kommen ab sofort in den Genuss sämtlicher Vielfliegervorteile des Luftfahrtbündnisses. Sie können nicht nur auf Flügen mit anderen Star Alliance Mitgliedsfluggesellschaften Meilen sammeln und einlösen. Zusätzlich haben Fluggäste mit Amigo Gold- oder Diamond-Status Zugang zu mehr als 1.000 Lounges weltweit und profitieren von zusätzlichem Freigepäck, bevorzugter Gepäckbehandlung, bevorzugtem Check-in und bevorzugtem Boarding.

Im Gegenzug profitieren die Mitglieder der Vielfliegerprogramme anderer Mitgliedsgesellschaften von Star Alliance von denselben Vorteilen, wenn sie mit Avianca Brasil reisen. Ab sofort sind Flüge von Avianca Brasil (IATA-Carrier-Code „O6“) Teil der Tarifprodukte von Star Alliance. Beliebtestes Tarifprodukt ist der Round the World Tarif, mit dem Fluggäste Flüge der 28 Mitgliedsfluggesellschaften nach Belieben kombinieren können. Darüber hinaus nimmt Avianca Brasil ab sofort auch an den Tarifprodukten für Geschäftsreisende teil, beispielsweise Star Alliance Corporate Plus, Conventions Plus und Meetings Plus.

Zur Unterstützung des Beitritts von Avianca Brasil hat Star Alliance eine eigene Marketingkampagne gestartet mit dem Slogan „THE WAY BRAZIL CONNECTS WITH THE WORLD“. Die Kampagne verwendet eine visuelle Metapher der brasilianischen Flagge, die sich im 3D-Format aus berühmten Gebäuden der ganzen Welt zusammensetzt. Auf diese Weise wird visuell hervorgehoben, dass durch die Mitgliedschaft von Avianca Brasil brasilianische internationale Vielflieger bei Star Alliance in den Genuss eines größeren Streckennetzes kommen als bei jedem anderen Luftfahrtbündnis.

airberlin hält an Flügen nach Griechenland fest

airberlin hält am geplanten Flugprogramm für diesen Sommer fest und fliegt bis zu 156 Mal pro Woche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu 20 Zielen in Griechenland und ist hierin Markführer. Die meisten Verbindungen bieten airberlin und NIKI ab Wien, Düsseldorf, München und Berlin-Tegel an: Ab Wien startet NIKI bis zu 44 Mal pro Woche, airberlin von Düsseldorf und München aus 24 beziehungsweise 20 Mal pro Woche nach Griechenland. Ab Berlin geht es mit airberlin bis zu zwölf Mal pro Woche zu sechs Zielen in Griechenland. Aus der Schweiz hebt 15 Mal pro Woche ein airberlin Flugzeug zu sieben Zielen ab.

„airberlin ist seit Jahren starker Partner des griechischen Tourismus. Mit unseren Flügen nach Griechenland aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unterstützen wir dieses wichtige Standbein der griechischen Wirtschaft und bringen weiterhin viele Urlauber ins Land. Die Buchungen für diesen Sommer bestätigen, dass Griechenland mit seinen zahlreichen Inseln im Mittelmeer nach wie vor zu den beliebtesten Urlaubsdestinationen gehört. Wir tragen mit unseren Flügen dazu bei, dass dies auch in Zukunft so bleibt“, so Stefan Pichler, CEO von airberlin.

Aus Deutschland fliegt airberlin darüber hinaus ab Köln, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, Nürnberg und Stuttgart mehrmals pro Woche nonstop nach Griechenland. NIKI bietet zusätzlich zu den Flügen ab Wien auch Nonstop-Verbindungen ab Graz, Innsbruck, Linz und Salzburg an.

Tandemmasterin bringt die Männer am Fallschirm nach unten

Es kommt schon vor, dass Kunden, zumindest die männlichen, sie anfangs nicht ganz für voll nehmen. Vor allem dann, wenn sie die kleine, zierliche Frau um Haupteslängen überragen. Aber spätestens in 4.000 Metern über Grund wird auch der überheblichste Macho plötzlich ganz kleinlaut.

Nämlich dann, wenn sich die Flugzeugtüre öffnet. Eine Situation, die Annick Heijboer schon wiederholt erlebt hat. Die 24-Jährige ist eine der ganz wenigen am Himmel Deutschlands operierenden weiblichen Tandemmaster. Zwischen Kiel und Konstanz, Aachen und Bitterfeld gibt es allenfalls eine Handvoll Damen, die sich diesen harten, körperlich anstrengenden und verantwortungsvollen Job antun. Die gebürtige Niederländerin erledigt diesen mit Verve und nicht nachlassender Begeisterung für und im Namen ihrer Freunde von Skydive Westerwald“ und „Springwerk“ im Hessischen Breitscheid.

Lässt es der Studienplan zu, steht die angehende Kinderpsychologin mit kleinem Gepäck und großem Passagierschirm in Breitscheid auf der Matte. In den Sommermonaten sind ihre Wochenenden dahingehend fix. Fallschirmspringen, das ist es, was zählt. Auf der „Hub“, der bedeutendsten „Dropzone“ im Dreiländereck zwischen Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, hat das sympathische Meisje ein (luft-)sportliches Zuhause gefunden.

Kleine Frau auch große Männer zum Springen

Dass man(n) sie unterschätzt, daran hat sich die lizensierte Sprunglehrerin gewöhnt. Und im Umgang mit etwas komplizierter gestrickten Gästen dürfte ihr für den angehenden Beruf erworbenes theoretische Rüstzeug zumindest nicht nachteilig sein. Etwas Psychologie im Dialog mit vor einer Grenzerfahrung stehenden Menschen kann nicht schaden.

Der 1,85-Meter-Kerl blickte ungläubig auf sein Gegenüber hinunter. „Mädel, bist Du Dir auch ganz sicher?“ Eine gar nicht einmal böse oder abschätzig gemeinte Frage, die der staunende Recke später im Flugzeug noch zweimal wiederholen sollte. Der Größenunterschied zwischen den Beiden war denn auch krass, was ein Gespräch auf Augenhöhe zunächst einmal schwierig machte. Aber wo ein Wille, da auch ein Dialog. Hier der 90-Kilo-Kerl, dort die von den Zehenspitzen bis zum Scheitel der dunkelbraunen Haare gerade mal 163 Zentimeter messende Frau, die lediglich 60 Kilo auf die Waage bringt. Der Bursche verstand die Welt nicht mehr, wollte sie aber später, mit Adrenalin vollgepumpt und um eine einzigartige Erfahrung reicher, nach der Landung in Gänze umarmen – die junge Frau inklusive. Tat er dann auch.

So wie ihm geht es in Breitscheid vielen. Unter den Kollegen genießt der Holland-Export sowieso uneingeschränkte Hochachtung. Einer Einladung von Ausbildungsleiter Dirk Rewald folgend, hat sich die Dame hier seit ihrem Dienstantritt im Frühjahr 2013 durch Professionalität und Besonnenheit den Respekt aller erworben und ist längst fest integrierter Bestandteil des Teams.

Niederländerin überwindet kulturelle Hürden

Und Annick ist auf der „Hub“ die Frau für alle Fälle, auch für die schwierigen. Denn auch auf einem Flugplatz treffen die Kulturen schon mal aufeinander. Da war diese junge Albanerin, die sich mit einem Tandemsprung, Videobegleitung inklusive, einen Lebenstraum erfüllte. Doch dann fiel Elmedina G., die im Gegensatz zu ihrer Verwandtschaft längst im aufgeklärten 21. Jahrhundert angekommen ist, auf, dass sie den Film ja unmöglich ihren rigiden Moralvorstellungen anhaftenden Eltern, konservativen Muslimen, würde zeigen können.

Ihre Tochter, angegurtet an einen fremden Mann und in Tuchfühlung mit diesem, das geht schon mal gar nicht. Also, Klappe, die Zweite. Neuer Versuch, diesmal mit Frau Heijboer als Tandemmasterin. Und so konnten beide ganz entspannt und freudig in die Kamera grinsen, während Freifallkameramann „Seppl“ Lauber den weiblichen Doppelpack ins Visier nahm.

Frauen sind im Fallschirmsport längst etabliert und haben sich durch außergewöhnliche Leistungen einen festen Platz zwischen Himmel und Erde erkämpft. Aber auf den Gedanken, sich als Tandemmaster(in) zu verdingen, kommen nur wenige. Die junge Niederländerin, auf ihrer damaligen Homebasis als Sprunglehrerin tätig, hatte dort bereits wiederholt als „Versuchskaninchen“ bei der praktischen Ausbildung künftiger Passagierspringer ausgeholfen. Diese müssen auf jede noch so kritische Situation vorbereitet sein und entsprechend reagieren können.

Beispielsweise dann, wenn sich der Sprunggast völlig „unkooperativ“ verhält, während des freien Falls in Panik gerät und/oder unkontrolliert und wild mit Händen und Füßen um sich schlägt und tritt. Diesen Part hatte Annick wiederholt übernommen und, zum Leid der „Azubis“, ziemlich authentisch ausgefüllt. Dann reifte in ihr der Entschluss, das Ganze auch mal von der anderen Seite des Tisches kennen zu lernen. Sie belegte einen Ausbildungslehrgang, erwarb die entsprechende Tandem-Lizenz und ist dabei geblieben.

Anspruchsvolle Ausbildung: Fünf Stunden freier Fall

Die Ausbildung zum Tandemspringer ist ziemlich anspruchsvoll, das Auswahlverfahren streng. Grundvoraussetzungen, um überhaupt dafür zugelassen zu werden, ist u.a. eine Lehrberechtigung als Sprunglehrer. Darüber hinaus müssen die Kandidaten mindestens 500 Sprünge und eine Freifallzeit von fünf Stunden nachweisen. Das ist eine ganze Menge, wenn man/frau bedenkt, dass die Zeit des freien Falls bei einem Absprung aus 4.000 Metern Höhe im Mittel gerade mal 60 Sekunden beträgt – eher weniger.

Die körperlichen Belastungen sind auch enorm. Ein Tandemcaptain muss ja nicht nur für zwei denken, sondern auch für zwei handeln. Und er muss die nicht unerheblichen Kräfte, die auf beide einwirken, kompensieren. Das ist vor allem bei der Landung der Fall. Insofern kann etwas Kraft- und Muskelaufbautraining, wie es sich die zierliche Niederländerin selbst verordnet hatte, auch nicht schaden. Dass ihre Passagiere mitunter deutlich größer und schwerer sind als sie selbst, ficht sie nicht an und ist kein Problem. Beim Tandemspringen gilt ein Gewichtslimit von 90 Kg pro Gast. Den gültigen Richtlinien zufolge darf das Gesamtpaket, also Springer, Passagier, Schirm und Gurtzeug nicht mehr als 225 Kilogramm auf die Waage bringen.

Formationsspringen im Quartett

Für eine passionierte Skydiverin wie Annick Heijboer, die seit 2007 in bzw. an den Seilen hängt und in deren persönlichem Sprungbuch inzwischen weit über 1.400 Einträge stehen, gibt es aber noch mehr zwischen Himmel und Erde, als an einen Gast angegurtet, der Erde entgegen zu rasen. So zählt das Formationsspringen im Quartett zu den von ihr bevorzugten Disziplinen. Aber auch als Freifall-Kamerafrau macht die Lady aus dem Land der Tulpen und Wildmühlen eine gute Figur.

Auf den Fotos: Annick Heijboer hat sich wieder einen Kerl zur Brust genommen. Sie ist eine der wenigen weiblichen Tandemmaster am deutschen Himmel.

Alles unter Kontrolle: Die zierliche Niederländerin zählt zu den ganz wenigen Tandemmasterinnen am deutschen Himmel. 

Auch als Freifallkamerafrau liefert die 24-Jährige einen guten Job ab. Für den Fall, dass man ihr dabei begegnet, einfach lächeln und freundlich winken.

Annicke-Sven: Das „Meisje“ kann auch ganz schön gewalttätig werden. Doch der Eindruck täuscht. Annick Heijboer biegt einem Sprunggast am Boden die richtige Freifallhaltung bei. 

Immer auf dem Sprung. Annick Heijboer ist auf den beiden Sprungplätzen der Breitscheider Skydiver, auf der „Hub“ und auf dem Siegerlandflughafen, die Frau für alle Fälle.

Zwei im Landeanflug. Annick Heijboer hängt seit 2007 an den Seilen. Der Segler rechts ist nur Dekoration.

Annicke-Marcel: Die Erde hat sie wieder. Der Tandempassagier ist erleichtert, dass ihn die „Lady in Blue“ sicher nach unten gebracht hat.

Fotos: Marcel Leicher, Skydive Westerwald, Skydive Westerwald, Sven Vollert, Skydive Westerwald, Sven Vollert, Marcel Leicher.

Königliche DC-3 „Princess Amalia“ am PAD

Flugbegeisterte aufgepasst! Die legendäre DC-3 „Princess Amalia“ ist wieder in Deutschland unterwegs und besucht den Flughafen Paderborn/Lippstadt, und macht dabei drei Rundflüge. Am Sonntag, den 13. September 2015. Die „Princess Amalia“ ist ein Douglas DC-3 Flugzeug und stolze 71 Jahre alt. Jährlich fliegt sie für KLM Royal Dutch Airlines rund 100 Stunden an Rundflügen, Destinationsflügen und Event-Flügen in Europa. Nach dem Zweiten Weltkrieg erwarb der niederländische Prinz Bernhard die DC-3 von General Eisenhower und ernannte die Dakota PH-PBA zum ersten Regierungs-Flugzeug.

Nach fast 30-jährigem Dienst wurde sie 1975 in den wohlverdienten Ruhestand geschickt und erhielt einen Platz im Aviodrome Museum am Flughafen Amsterdam Schiphol. In den neunziger Jahren hatte Prinz Bernhard die Idee, die alte Dame wieder flugtauglich zu machen. Mit Hilfe der DDA Classic Airlines und KLM wurde sie in den Folgejahren restauriert und 2010 auf den Namen der ältesten Tochter des niederländischen Prinzen Willem-Alexander getauft. Die 30-minütigen Rundflüge ab PAD starten am Sonntag, den 13. September, um 11:30 Uhr, 12:30 Uhr und 14:00 Uhr. Dieses besondere Flugerlebnis wird zum Preis von 150 Euro pro Person angeboten. Eine Übersicht des Flugplans erhält man bei der DDA Classic Airlines, dort kann ein Flug auch gleich reserviert werden.

Erste H125 Made in America für Ohio

Die Ohio State Highway Patrol (OSHP) will die ersten fünf Hubschrauber H125 AStar aus der neuen Produktionsstätte in Columbus, Mississippi, anschaffen. Damit wird die H125 „AStar“, laut Airbus Helicopters der beliebteste Hubschrauber mit einem Turbinentriebwerk in Amerika, erstmals in den USA selbst hergestellt.

Die Ohio State Highway Patrol betreibt bereits zwei AS350 B2 AStar zu Luftüberwachung, Suche aus der Luft, Wärmebild-Aufklärung, Luftbildaufnahme und Vernichtung von Marihuana. Dabei werden die AStar bereits über 20 Jahre genutzt. Mit den neuen Kapazitäten können Kunden bei der Herstellung der Hubschrauber zusehen und die Maschinen besser an die Wünsche angepasst werden.

Airbus Helicopters Inc. hat an dem Standort in Columbus seit 2005 auch AS350B2 und AS350B3 AStar teilweise montiert. Die Produktion der H125 (früher AS350 B3e) in der Full Final Assembly Line begannen 2014. Dort werden auch die UH-72A Lakota für die U.S. Army hergestellt. Die Anlage hat bis heute mehr als 340 Lakota Hubschrauber ausgeliefert.

Auf dem Foto: H125 mit Capt. Randy Boggs (li.), Ohio State Highway Patrol, und Ed Van Winkle, Law Enforcement Sales Manager für Airbus Helicopters Inc.

Foto: © Ohio State Highway Patrol

MTU-Schweißschule: Ausbildung DVS zertifiziert

Die Ausbildung von Schweißern und Hartlötern für die Luftfahrt hat bei der MTU Aero Engines Tradition seit etwa 50 Jahren. Dabei bringt die Ausbildung bei der MTU-Schweißschule Fachleute in diesen Bereichen nicht nur für den Eigenbedarf hervor. Neue Vorgaben seitens des Luftfahrt-Bundesamtes fordern eine Zertifizierung des Deutschen Verbandes für Schweißen und verwandte Verfahren (DVS). Diese Zulassung hat Deutschlands führender Triebwerkshersteller jetzt erhalten und darf als offizielle DVS-Bildungseinrichtung und -Prüfstelle weiterhin Löter und Schweißer ausbilden.

„Die Ausbildung erfolgt nach wie vor bei der MTU in München und wird von erfahrenen Ingenieuren und Schweißlehrern durchgeführt“, erklärt Richard Maier, Leiter Produktionsentwicklung & Support. Er betont: „Wir gewährleisten die Praxisnähe zur Neuteilfertigung in der Luftfahrt sowie zur Triebwerksinstandsetzung und bilden nicht nur MTUler aus.“ Bisher haben mehr als 400 Schweißer und 100 Löter die MTU-Ausbildung erfolgreich absolviert. Gearbeitet wird mit modernen WIG- und MSG-Schweißgeräten; zudem stehen zwei Autogen-Arbeitsplätze zur Verfügung. Alle zwei Jahre wird ein DVS-Audit angesetzt, um die Zulassungsstandards abzusichern.

Das MTU-Schulungsprogramm bietet qualifizierte Ausbildungen gemäß DIN ISO 24394 (Schweißen im Luft- und Raumfahrzeugbau – Prüfung von Schweißern und Bedienern von Schweißeinrichtungen) an sowie nach DIN ISO 11745 (Löten im Luft- und Raumfahrzeugbau – Prüfung von Hartlötern und Bedienern von Hartlötanlagen). Pro Kurs gibt es sieben Ausbildungsplätze für Schweißer und zwei für angehende Löter. „Ab drei Interessenten führen wir einen Lehrgang durch, auch mehrmals im Jahr“, informiert Ralph Kropp, der nicht nur für die MTU-Konzernschweißaufsicht verantwortlich zeichnet, sondern auch zertifizierter DVS-Prüfer ist.

Die Abschlussprüfungen umfassen einen praktischen und einen theoretischen Teil. Im prak-tischen Teil schweißt bzw. lötet der Lehrgangsteilnehmer Prüfstücke im vorgegebenen Umfang sowie in den entsprechenden Werkstoffgruppen. Für die Zeit der Prüfungen stellt die MTU persönliche Schutzausrüstung (Helm, Handschuhe) zur Verfügung. Bei Bedarf ermöglicht sie auch die Durchführung eines kostenpflichtigen Sehtests.

Lufthansa Technik Puerto Rico startet Flugzeug-Checks

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Am 21. Juli ist der neue Lufthansa Technik Standort in Aguadilla, Puerto Rico, mit seiner ersten Überholungslinie in Betrieb gegangen. Nur elf Monate nach dem ersten Spatenstich im August 2014 ist der erste Airbus A320 der amerikanischen Fluggesellschaft Spirit Airlines zum C-Check eingetroffen.

Lufthansa Technik Puerto Rico (LTPR) ist FAA Part 145 und EASA Part 145 zertifiziert. Erste Kunden auf dem amerikanischen Kontinent sind Spirit Airlines und JetBlue Airways, beide Betreiber der Airbus A320-Familie. Eine zweite Überholungslinie soll bereits im November betriebsbereit sein, gefolgt von drei weiteren Linien bis Anfang 2017, dann auch für Boeing 737.

Lufthansa Technik Puerto Rico in Betrieb

Lufthansa Technik Puerto Rico wurde aufgebaut, um unser Service-Portfolio für den amerikanischen Kontinent zu stärken, einem der weltweit wichtigsten MRO-Märkte. Ich möchte mich bei Gouverneur Alejandro García-Padilla und seinem Team für die umfangreiche Unterstützung und großartige Partnerschaft bedanken, die sich den letzten zwei Jahren entwickelt hat“, sagte Dr. Johannes Bußmann, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Technik AG. „Und natürlich gilt unser Dank ebenso unseren Erstkunden, Spirit Airlines und JetBlue Airways, für das Vertrauen, das sie schon im Vorlauf des heutigen Tages in uns gesetzt haben. Mit der Ankunft der ersten A320 ist Lufthansa Technik Puerto Rico offiziell betriebsbereit. Management und Mannschaft können stolz sein auf das, was sie bisher erreicht haben.“

„Heute sehen wir die ersten Resultate eines der wichtigsten Projekte auf der wirtschaftlichen Agenda dieser Regierung. Trotz der momentanen Finanzlage, mit der unser Land sich konfrontiert sieht, arbeiten wir weiter daran, Strategien zur Ausführung zu bringen, von denen unser Land wirtschaftlich profitiert. Heute wird dieser MRO-Standort endlich Wirklichkeit. Die Vereinbarungen zwischen dem Staat Puerto Rico und Lufthansa Technik werden in Arbeitskraft umgesetzt und der Standort kann seine Arbeit aufnehmen. Wir werden beobachten können, dass sich dieser Standort zum wirtschaftlichen Motor der Region entwickeln wird, sowohl durch Arbeitsplätze, die hier entstehen, als auch auf Grund der internationalen Zusammenarbeit. Resultate wie diese sind die Garantie dafür, dass Puerto Rico im Stande ist, seine derzeitige und ererbte wirtschaftliche Situation zu überwinden, und nachhaltiges Wachstum zu erzielen, indem wir uns über nationale Parteigrenzen hinwegsetzen und dazu beitragen, die Arbeitsweise unserer Regierung und unserer Wirtschaft radikal zu verändern“, sagte Governor Alejandro García-Padilla.

„Wir freuen uns sehr, der erste Kunde von Lufthansa Technik in Puerto Rico zu sein“, sagte der CEO von Spirit Airlines, Ben Baldanza. „Uns verbindet bereits eine lange Geschichte, da unsere Airbus Flotte mit Lagerhaltung, Teile-Reparaturen und Reliability Engineering stets hervorragend unterstützt wurde. Wir freuen uns schon auf die zukünftige Zusammenarbeit, da nun auch komplette Flugzeugüberholungen in Puerto Rico angeboten werden.“ Auf den Bildern ist gerade der erste Airbus A320 der amerikanischen Fluggesellschaft Spirit Airlines zum C-Check eingetroffen.

Fantastischer Moment für LHT

„Dies ist ein fantastischer Moment für uns“, sagt Elmar Lutter, Geschäftsführer (CEO) von Lufthansa Technik Puerto Rico. „Ich möchte mich bei meinem Team für die sorgfältige Planung und die harte Arbeit bedanken, die es seit dem Beginn dieses Projektes vor zwei Jahren bis zu diesem Moment geleistet hat. Jetzt können wir uns auf die nächsten Meilensteine konzentrieren: das Anlaufen des Betriebs, die Weiterentwicklung unseres Leistungsportfolios und das kontinuierliche Training unserer hochmotivierten Mitarbeiter. Ich bin sicher, dass Lufthansa Technik Puerto Rico schon bald zu einem international anerkannten Standort für exzellente Wartung und Überholung werden wird.“

Bislang wurden 140 hochqualifizierte Mitarbeiter für LTPR ausgebildet und arbeiten am Standort. Im Laufe der nächsten zwei Jahre wird die Belegschaft auf bis zu 400 Personen anwachsen. Das Gelände erstreckt sich über eine Gesamtfläche von mehr als 20.000 Quadratmeter und wird in der letzten Ausbaustufe insgesamt fünf Linien für Überholungs- und Instandhaltungsdienstleistungen (C-, IL- und D-Checks) anbieten, sowie weitere Wartungs-Services für Standardrumpf-Flugzeuge. Mit modernster Technologie ist es möglich, Flugzeuge im Hangar zu lackieren, während parallel dazu Überholungsarbeiten durchgeführt werden.

Dank der günstigen geographischen Lage in Aguadilla im Westen Puerto Ricos liegt Lufthansa Technik Puerto Rico innerhalb der Reichweite aller Flugzeuge der Airbus A320-Familie auf dem amerikanischen Kontinent.

Foto (c): Lufthansa Technik AG

Flughafen BER: Kosten und Untersuchungen zu Imtech

Die Behauptungen der letzten Tage, wonach der BER ursprünglich eine Milliarde Euro hätte kosten sollen, sind falsch, wie die Betreiberfirma mitteilt. Schon zu Beginn der Projektplanung vor über 20 Jahren ging man in der Kalkulation von mehr als der zwei Milliarden Euro als Finanzierungshöhe aus. Die im Laufe der Zeit gestiegenen Kosten sind u.a. auch Folge veränderter Rahmenbedingungen. So hat sich z.B. die Terminalfläche aufgrund der stetig ansteigenden Passagierzahlen von 220.000 auf 360.000 Quadratmeter vergrößert.

Desweiteren wurde in Berichten über angebliche 40.000 Arbeitsstunden, die von Imtech abgerechnet, aber nicht geleistet worden seien, berichtet. Diesem Sachverhalt widersprach das Unternehmen so auch. Zutreffend sei, dass die FBB mit Imtech in Teilbereichen bezüglich erbrachter Leistungen noch in der Klärung ist, welche Arbeiten seinerzeit innerhalb der geschuldeten Leistung und welche außerhalb der Pauschalverträge erbracht worden sind.

Die Flughafengesellschaft sieht derzeit keinen Anlass, Royal Imtech N.V. mit einem Auftragsverbot zu belegen. Die Geschäftsführung von Imtech wurde mittlerweile komplett erneuert. Das Unternehmen hat zudem eine Compliance-Organisation aufgebaut. Außerdem hat Imtech eine Integritätsvereinbarung mit der FBB abgeschlossen.

Die Staatsanwaltschaft Neuruppin führt Ermittlungen gegen ehemalige Verantwortliche des Unternehmens Imtech Deutschland GmbH Co. KG wegen des Verdachtes der Bestechung in einem besonders schweren Fall. Die Ermittlungen dauern an. Die FBB führt ihrerseits eine interne Untersuchung mit externer Unterstützung durch. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen.

„Tech-Night“ am Flughafen Frankfurt voller Erfolg

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Ob auf dem Flughafenvorfeld, in den Werkstätten oder bei der Feuerwehr – für 49 junge Menschen im Alter von 14 bis 18 Jahren sowie ihre Begleitpersonen stand der vergangene Freitagabend (17. Juli) ganz im Zeichen der technischen Berufsfelder. Insgesamt sieben Ausbildungsberufe konnten die Interessenten auf Einladung der Fraport AG zu ungewöhnlicher Zeit vor Ort kennenlernen. Im Feuerwehr Training Center wurden die Berufe Notfallsanitäter bzw. Notfallsanitäterin, Servicekraft für Schutz und Sicherheit sowie Werkfeuerwehrmann bzw. Werkfeuerwehrfrau vorgestellt.

Um einen möglichst realistischen Eindruck von der späteren Tätigkeit zu vermitteln, wurde ein Verkehrsunfall simuliert sowie eine Feuerlöschübung durchgeführt. Auch in der Ausbildungswerkstatt konnten die Interessenten für die Ausbildungsberufe Anlagenmechaniker/-in, Elektroniker/-in, Industriemechaniker/-in sowie Mechatroniker/-in direkt mitarbeiten. So wurde unter fachlicher Anleitung gelötet oder ein Gewinde geschnitten. Außerdem erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im direkten Austausch mit aktuellen Fraport-Azubis Informationen aus erster Hand. Besonders hoch im Kurs standen hier Fragen zum konkreten Bewerbungsdurchlauf. Parallel zum praktischen Programm für die Jugendlichen konnten sich die begleitenden Eltern und Lehrer in der Unternehmenszentrale und im Terminal über das Berufsangebot und Arbeitsumfeld bei Fraport informieren.

Michael Müller, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der Fraport AG, freut sich über das rege Interesse an der „Tech-Night“: „Zum einen möchten wir die Jugendlichen für den Flughafen als vielfältiges Arbeitsumfeld begeistern. Darüber hinaus ist es aber auch unser Anliegen, auf die zahlreichen Möglichkeiten aufmerksam zu machen, die sich nach dem Schulabschluss bieten. Sich zu informieren und Gedanken über die eigene Zukunft zu machen, ist ein wichtiger Schritt in ein erfolgreiches Berufsleben.“

Besonderer Service bei der „Tech-Night“: Direkt im Anschluss an die Veranstaltung bestand für Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, sich noch vor Ort zu bewerben. Dazu wurden die Jugendlichen im Vorfeld darum gebeten, bei Interesse ihre Bewerbungsunterlagen auf einem USB-Stick mitzubringen. Die aktuellen Fraport-Auszubildenden unterstützten die Interessenten bei Bedarf bei ihrer Bewerbung.

Die erstmalig stattfindende „Tech-Night“ ist nur eine von vielen Möglichkeiten, sich über die zahlreichen, unterschiedlichen Jobs am Airport zu informieren. Der Flughafen Frankfurt bietet ein so vielfältiges Umfeld wie kaum ein anderer Arbeitsplatz – schließlich ist er mit mehr als 80.000 Beschäftigten die größte lokale Arbeitsstätte Deutschlands. Insbesondere die technischen Berufe sind sehr gefragt. Im Jahr 2014 waren alleine bei der Fraport AG insgesamt 342 Auszubildende angestellt, davon 206 im technischen Bereich. Auch im Jahr 2015 werden wieder zahlreiche Ausbildungsplätze ausgeschrieben.

Flughafen Stuttgart: 50. Jubiläum der Landespolizei-Hubschraubstaffel

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Großes Fest zum 50-jährigen Bestehen: Am Sonntag, 26. Juli 2015 feiert die Hubschraubstaffel der Landespolizei am Flughafen Stuttgart ihr Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür. Von 11 Uhr bis 17 Uhr zeigt die Polizeihubschrauberstaffel, was alles zu ihren Aufgaben gehört. Mit dabei sind ihre Kollegen von der Landespolizei, der Bereitschafts- und der Wasserschutzpolizei und des Sondereinsatzkommandos (SEK) aus Göppingen.

Jeder Bereich präsentiert sein Einsatzspektrum, auf die Besucher warten beeindruckende Vorführungen der Hubschrauberstaffel, der Hunde- und Reiterstaffel und des SEK. Die aktuelle Hubschrauberflotte, darunter der neue Airbus Helikopter ES 145 / t2, bekannt als Eurocopter, darf ganz aus der Nähe bestaunt werden. Auch der Flughafen Stuttgart ist mit seiner Foto-Aktion mit dabei: Große und kleine Gäste dürfen sich vor einem Flugzeug-Cockpit als Pilot ablichten lassen und das Foto zur Erinnerung gleich mit nach Hause nehmen.

Besucher des Festes, die mit dem Auto kommen,  werden gebeten, neben den Parkplätzen der Firmen Real und Selgros in Filderstadt-Bernhausen auch die Messe-Parkplätze P 25, P 34 und P 26 am Eingang West der Landesmesse anzusteuern, von dort gibt es einen gratis Shuttle zum Festgelände.

Die Hubschrauberstaffel der Landespolizei Baden-Württemberg hat rund 70 Mitarbeiter und verfügt über sieben Helikopter. Sechs Maschinen sind am Flughafen Stuttgart stationiert, eine Maschine steht am Flughafen Karlsruhe / Baden. Die Piloten der Staffel starten jedes Jahr zu mehr als  2.000 Einsätzen, dabei sind sie mehr als 3.000 Stunden in der Luft.  Am häufigsten steigen die Hubschrauber auf, um vermisste Personen zu suchen oder flüchtige Straftäter aufzuspüren.

Allgäu Airport – Fit für die Sommerferien

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Der Allgäu Airport ist fit für die Sommerferien. Wenn andere freilich an Urlaub denken, haben die Mitarbeiter an Bayerns drittem Verkehrsflughafen alle Hände voll zu tun. Rund 150.000 Fluggäste werden in den kommenden Wochen erwartet. Aufgrund von Zusatzflügen gibt es trotz der sehr guten Buchungslage noch Tickets und Pauschalreisen für Kurzentschlossene.

Wenn in der kommenden Woche die Schulen schließen, erreicht am Allgäu Airport die sommerliche Reisewelle ihren Höhepunkt. „Wir sind gut vorbereitet, und unsere Mitarbeiter sind bestens gerüstet“, berichtet Marketingleiterin Marina Siladji. Parkplätze stünden in ausreichender Zahl bereit. Zusätzlich zum regulären Flugplan hat Ryanair bereits Zusatzflüge ins spanische Alicante und nach London eingeplant. Wer noch kurz entschlossen an den Strand oder zum Städtetrip aufbrechen möchte, findet unter www.flymemmingen.de, am Service-Schalter oder im Reisebüro im Flughafen-Terminal noch Reisepakete und Flüge. Aber auch Gäste aus ganz Europa nutzen den Allgäu Airport als schnelle Verbindung zu ihren Ferienquartieren in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz.

Preisgünstig online parken

Für die optimale Urlaubsplanung hält Marina Siladji einige Tipps bereit: „Wer Stress vermeiden möchte, erledigt ganz einfach einige Dinge bereits zu Hause.“ So könne unter www.allgaeu-airport.de/parken vorab bequem der Parkplatz gebucht werden. Ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis biete beispielsweise der Urlauberparkplatz P3, an dem für eine Woche 39 Euro zu berappen sind (zwei Wochen 59, jede weitere zehn Euro). Für Kurztrips eigne sich der direkt am Terminal gelegene Parkplatz P11-Comfort. „Alle Parkplätze“, so Siladji, „befinden sich in angenehmer Laufdistanz.“ Das Gepäck kann man zudem direkt vor dem Terminal entladen. Im Bereich „Kiss & Fly“ ist eine Parkdauer von zehn Minuten kostenlos.

Wer vorher wiegt, spart später

Auch dem Gepäck sollte man bereits zu Hause etwas Aufmerksamkeit widmen. Wer Koffer und Handgepäck wiege und sie mit den Vorgaben der Fluggesellschaften abgleiche, erspare sich Zusatzkosten. Bei Flüssigkeiten im Handgepäck sollte man auf die begrenzten Mengen (100 Milliliter pro Gefäß, ein Liter maximal in durchsichtigen Beuteln) achten. Ein weiterer Tipp: „Wer frühzeitig die Sicherheitskontrolle passiert, erspart sich Wartezeiten und kann unseren Biergarten im Abflugbereich genießen.“ Dabei kann man auch das kostenlose WLAN nutzen. Für die Inhaber eines Business Plus Tickets von Ryanair gibt es eine Fast Lane, um so schneller durch die Sicherheitskontrolle zu gelangen. Und für Reiseproviant oder Mitbringsel hält der Shop ein reichhaltiges Angebot bereit. Für alle, die bereits beim Abflug ein Schnäppchen entdecken, das sie erst nach der Rückkehr mitnehmen möchten, steht der Shop & Collect Service bereit. Am Info-Schalter kann man die Einkäufe nach dem Urlaub abholen.

Alle Hände voll zu tun haben in diesen Tagen die Mitarbeiter des Allgäu Airport – wie hier beim Check-in. Aber sie sind für den erwarteten Ansturm gut gerüstet.