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650 Tonnen Starttisch für Ariane 6 fertig

Im Juli 2020 soll die neue europäische Trägerrakete ARIANE 6 ihren Jungfernflug vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana antreten. Für die Realisierung der mechanischen Startanlagen (ELA 4) im Amazonasgebiet zeichnen das Augsburger Raumfahrtunternehmen MT Aerospace AG und seine Mainzer Tochter MT Mechatronics GmbH im Auftrag der französischen Raumfahrtbehörde CNES verantwortlich.

Mit erfolgreichem Abschluss des sogenannten Critical Design Reviews Ende November ist Europa der Fertigstellung der Bodenanlagen für das neue Trägersystem nun einen wichtigen Schritt näher gekommen. Das Review-Board, bestehend aus Teilnehmern der Europäischen Weltraumorganisation ESA, der ArianeGroup, CNES, Apave und Socotec, hat MT Aerospace und MT Mechatronics ihr detailliertes Design für die Startanlage bestätigt und damit grünes Licht für die planmäßige Umsetzung in Kourou gegeben.

Abgasstrahl umlenken

Der Auftrag umfasst den rund 650 Tonnen schweren Starttisch mit den mobilen Paletten-Systemen, auf denen die Feststoff-Booster zum Startplatz gebracht werden, als auch den circa 66 Meter hohen Versorgungsturm und den Deflektor für die Umlenkung des Abgasstrahls der Rakete. Auf dem Titelbild: Der Starttisch ist gefertigt und wurde letzte Woche im Werk abgenommen. Sein Transport zum Startplatz ist für Anfang 2018 vorgesehen. Die ersten Mastteile für den Versorgungsturm sind bereits unterwegs nach Kourou.

MT Aerospace ist als Hauptauftragnehmer mit zehn Prozent Arbeitsanteil im Wesentlichen für die Treibstofftanks und die metallischen Strukturbauteile der ARIANE 6 verantwortlich. Zudem sind MT Aerospace und MT Mechatronics seit über 40 Jahren wesentlich an der Realisierung aller Startanlagen für die sechs Generationen der ARIANE und für die SOJUZ-Rakete am Weltraumbahnhof in Kourou beteiligt.

Auf den Bildern: Der Starttisch für die Ariane 6 bei der Inspektion im Werk Ende November 2017 und der Schwertransport der ersten Mastteile zum Verschiffen nach Kourou. So soll der Startplatz (ELA 4) für die ARIANE 6-Trägerrakete spätestens Mitte 2020 zum Jungfernflug aussehen.

Schwellwert bei Landungen in HAM überschritten

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Die Hamburger Umweltbehörde (BUE) ist zuständig für die Bekämpfung des Fluglärms, verursacht durch den Betrieb des innerstädtisch gelegenen Verkehrsflughafen „Helmut Schmidt“. Die BUE habe bekanntgegeben, dass am gestrigen Donnerstag die Zahl von 1.000 verspäteten Starts und Landungen nach 23:00 Uhr überschritten wurde, was einen Höchstwert in der letzten Dekade darstelle. Erstmalig quantifiziere die Fachbehörde das Ausmaß der verspäteten Starts und Landungen in dieser Form. Umweltsenator Kerstan positioniere sich und die von ihm geführte BUE klar auf der Seite der Fluglärmbekämpfung, verliere sich dann jedoch in der Problematisierung der Beschwerdeführer, so die Bürgerinitiativen für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein (BAW).

Anstatt diejenigen Fluggesellschaften zu benennen, die hauptursächlich für die Verspätungen verantwortlich sind, werde eine umfängliche Verteilungsstatistik der Beschwerdeführer betrieben. Richtigerweise werden die Fehlplanungen in der Tagesrotation der Fluggesellschaften durch den Senator als das Hauptübel erkannt. Bekannt ist, dass drei von vier Verspätungen die Tagesrotation als Ursache haben.

Umweltsenator erkenne erstmalig die Vermeidbarkeit von Fluglärm und Verspätungen in der gesetzlich geschützten Nachtzeit an. Zur Verbesserung der Arbeit seiner Fachbehörde bedürfe es einer Regelung, dass Piloten die außerhalb der offiziellen Betriebszeit von 23:00 Uhr starten und landen ihren Namen zukünftig zu hinterlegen haben. Dabei versuchten sich mehrere Fluggesellschaften über die Verweigerung der Namensfreigabe ihrer Verantwortung zu entziehen, so die BAW. Einzig nicht von den Betroffenen zu akzeptieren ist die Aussage von Herrn Kerstan, dass Fluglärm ärgerlich sei – Fluglärm raube gesunde Lebensjahre.

Cessna Citation 510 bei Ravensburg abgestürtzt

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Nach dem gestrigen Flugzeugabsturz gegen 18:15 Uhr in einem Waldstück bei Waldburg im Landkreis Ravensburg konnten noch in der Nacht trotz starkem Schneefall die drei Verunglückten geborgen werden. Dabei handelt es sich um die Besatzung, einen 45-jährigen Piloten aus Vorarlberg sowie einen 49-Jährigen aus Wien und einen 79-jährigen Fluggast aus dem östlichen Bodenseekreis. Die anschließend unterbrochenen Bergungsmaßnahmen werden heute im Laufe des Tages fortgesetzt, wie die zuständige Polizeidienststelle Konstanz mitteilte. Auch die Sachverständigen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU), die noch in der Nacht die Unglückstelle aufsuchten, nahmen heute bei Tageslicht ihre Arbeit wieder auf.

Die Cessna 510 ist ein leichter Business Jet. Er gehört zur Flugzeugfamilie Cessna Citation Business Jets.

Flugzeugabsturz bei Ravensburg

Gegen 18:15 Uhr stürzte im Bereich eines Waldstückes bei Sieberatsreute im Landkreis Ravensburg – Waldburg-Sieberatsreute – eine Cessna 510 ab. Das Flugzeug, war in Frankfurt gestartet und hatte das Flugziel Friedrichshafen. Zeugen wurden auf den Absturz aufmerksam und alarmierten die Einsatzkräfte, die derzeit mit einem Großaufgebot im Einsatz sind.

Gepäckbestimmungen neu bei Ryanair

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Ryanairs neue Richtlinien für Handgepäck umfassen Vergünstigungen bei den Gebühren für aufgegebenes Gepäck (von 35 Euro auf 25 Euro) sowie eine Erhöhung des erlaubten Gewichts für aufgegebenes Gepäck von 15 kg auf 20 kg, um mehr Kunden zur Gepäckaufgabe zu bewegen und die Menge des Kabinengepäcks zu reduzieren.

Ryanair erinnert Reisende daran, dass es ab dem 15. Januar 2018 nur Kunden mit Priority Boarding gestattet sein wird, zwei Handgepäckstücke mit an Bord zu nehmen. Alle anderen Kunden werden ein kleineres Handgepäckstück an Bord nehmen dürfen, während ihr zweiter (größerer) Rollkoffer am Flugsteig den Weg in den Laderaum findet. Damit sollen auch das Vorgehen bis zum Abflug beschleunigt und Flugverspätungen vermieden werden.

  • Nur Kunden mit Priority Boarding (inklusive Plus, Flexi Plus & Family Plus) wird es gestattet sein, zwei Handgepäckstücke an Bord zu nehmen. Priority Boarding kann während des Buchungsvorgangs für fünf Euro dazu gebucht oder für sechs Euro zu einer Buchung hinzugefügt werden und ist bis eine Stunde vor Abflug buchbar.
  • Alle anderen Kunden (z. B. ohne Priority Boarding) werden nur ein kleineres Handgepäckstück an Bord nehmen dürfen, während der zweite (größere) Rollkoffer am Flugsteig kostenfrei in den Laderaum übergeben wird.

FlyNiki: Zeit für zügige Antworten bei Pleite und Wachstum

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Nach der Pleite der Mutter airberlin hat am gestrigen Mittwoch auch die Ferienflugtochter FlyNiki Insolvenz angemeldet. Die Ankündigung der EU-Kommission, die Übernahme der FlyNiki trotz weiterer Zugeständnisse des LH-Konzerns nicht zu genehmigen, hat Lufthansa bewogen, ihren Kaufantrag zurückzuziehen. Das Wachstum bei Eurowings und Lufthansa, das auch durch die airberlin-Insolvenz vorangetrieben wird, erzeugt aber gerade den Bedarf für tausende Arbeitsplätze im Lufthansakonzern. Auch nach der geplatzten Übernahme ist der Lufthansakonzern der absolute Profiteur der airberlin-Pleite.

Es wurden bereits gute Verträge für Kollegen, die in Deutschland stationiert werden, verhandelt, so Nicoley Baublies, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Luftverkehr (IGL) und Tarifvorstand der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO). Nun kommen auf ein Mal weitere 1.000 Arbeitslose dazu. Die Mitarbeiter haben in diesem Übernahmepoker bisher trotz aller Unsicherheiten ihren Job hervorragend gemacht und die Nerven behalten. Das gilt es nun zu belohnen und diese Mitarbeiter nach der gescheiterten Übernahme anderweitig zu erreichen. Baublies forderte daher eine klare Kommunikation und klare, faire Angebote.

Bedarf und Kapazitäten schnell zusammenführen

Die EU-Kommission hätte unnötigerweise formale Wettbewerbsfragen über die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Passagiere gestellt. Eine länderübergreifende Aktion, um schnell zu agieren sei nun erforderlich um den betroffenen Kolleginnen und Kollegen eine Perspektive zu geben, konstatiert Christoph Drescher, UFO-Vorstand für internationale Beziehungen und Generalsekretär des europäischen Kabinenverbands eurECCA.

In Österreich und in Deutschland gebe es dringenden Personalbedarf, mit den zuständigen Gewerkschaften in beiden Ländern solle schnellstens vereinbart werden, zu welchen Konditionen Anstellungen im LH-Konzern erfolgen könnten. Die Kollegen der österreichischen Gewerkschaften und UFO/IGL wollen hier helfen umd sofort Planungssicherheit für beide Seiten zu schaffen.

Lufthansa hat sowohl bei Eurowings als auch im Mutterhaus großen Personalbedarf, von dem die jetzt durch Arbeitslosigkeit bedrohten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NIKI profitieren könnten. So schnell man im August den Verkauf der airberlin verkündet hat, so schnell soll es nun auch im Sinne der gehen, ergänzt der Vorsitzende der UFO, Alexander Behrens.

Etihad Airways mit mehr Verkauf an Bord

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Zusätzlich zum kostenlosen Inflight-Service führt Etihad Airways jetzt noch weitere Inflight-Produkten ein. Diese sollen das Reiseerlebnis verbessern und den Gästen der Economy Class noch mehr Auswahl bieten. Die Produkte sind auf ausgewählten Strecken von und nach Abu Dhabi verfügbar. Die neue Auswahl umfasst Amenity-Kits von Christian Lacroix für Damen und Herren, die exklusive Hautpflegeprodukte der ungarischen Marke Omorovicza beinhalten. Neben Piper-Heidsieck Cuvée Brut NV Champagner bietet das neue Angebot auch Cold Brew Kaffee von Coffee Planet. Snack-Boxen mit süßen und gesunden Leckereien ergänzen das kostenfreie Essensangebot an Board.

Etihad Airways will mit solchen Leistungen das Reiseerlebnis der Gäste personalisieren und es so frei und individuell wie möglich gestalten. Neben eigenem Komfort und einer größeren Auswahl bieten sich solche der Artikel auch als Geschenkideen an.

Kauf an Bord

Paris, London und Australien in der Economy Class:

  • Coffee Planet Cold Brew Kaffee: USD 4 / AED 15 pro Glas

Auf allen Langstrecken und Ultra-Langstrecken (außer USA) in der Economy Class:

  • Piper-Heidsieck Cuvee Brut NV Champagner: USD 8 / AED 30 pro Glas

Alle Ultra-Langstrecken (außer USA-Strecken) in allen Kabinen:

  • Christian Lacroix Amenity-Kits mit Produkten von Omorovicza: USD 22 / AED 80
  • Christian Lacroix Nachtwäsche: USD 35 / AED 130
  • Snack-Box mit süßen und gesunden Snacks für jeden Geschmack: erhältlich ab Januar 2018

Etihad Airways hat erst kürzlich Services für Kunden der Economy Class verbessert: Unter anderem durch den Zugang zu Lounges gegen Aufpreis, zubuchbare Chauffeurtransfers an mehreren Flughäfen im globalen Netzwerk der Fluggesellschaft und die Möglichkeit, auf einen freien Nachbarsitz zu bieten sowie Sitze mit extra Beinfreiheit.

Airbus testet optronische Verfolgung mit Eagle

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Airbus Helicopters geht die nächste Stufe im Projekt Eagle, indem sich die on-board Bildverarbeitung in der Flugerprobung bewähren muss.

Montiert an einem Testhubschrauber H225 wurden Kampagnen geflogen damit das System seine Fähigkeiten zu demonstrieren. Bei dem optischen System geht es um die Erfassung kleiner Bodenziele, die in einer Reichweite von zwei Meilen liegen, und sie automatisch zu verfolgen, während der Pilot den Hubschrauber weitersteuert.

Eagle: Fähigkeit für Senkrechtstarter

Laut Airbus konnte dabei die Systemarchitektur von Eagle (Eye for Autonomous Guidance and Landing Extension) validiert werden – was insbesondere die von Gyroskopen gesteuerte Optronik und deren Datenverarbeitung angeht. Nun soll es weiterhin darum gehen, das System soweit mit der Avionik des Luftfahrzeugs zu koppeln, dass die Nachverfolgung vollautomatisch funktioniert, damit der Helikopter einen Landeplatz in der Nähe ansteuern kann. Das Forschungsprojekt soll die Belastung der Crew reduzieren und Einsatz in senkrecht startenden Luftfahrzeugen der Zukunft finden.

Bildexponate zur Luftfahrt im Bremer Terminal

Im Mai diesen Jahres eröffnete der Bremen Airport die Ausstellung „Up and Away“ von Dietmar Plath im Gatebereich des Flughafens – jetzt sind 22 Fotografien des renommierten Luftfahrt-Fotografen auch im öffentlichen Bereich des Terminals zu sehen.

Die 22 Fotografien, die auf Tafeln mit einer riesigen Größe von 1,80 mal 1,20 Metern im Abflugbereich ausgestellt sind, zeigen Dietmar Plaths Luftfahrt-Reise um die ganze Welt. Über 5,5 Millionen Kilometer Flugstrecke hat Dietmar Plath absolviert und dabei über 130 Länder auf allen Kontinenten besucht. Mitgebracht hat er faszinierende Fotos von Airbus-Flugzeugen, die er an ungewöhnlichen und exotischen Orten fotografiert hat. Die Fotografien zeigen einzigartige Aufnahmen, die Technik und Natur auf unvergleichliche Art zusammenbringen. Schon als Kind faszinierte ihn die Luftfahrt und Technik. Heute vereint er beides in seiner Arbeit.

Start bei Vereinigten Flugtechnischen Werken

Dietmar Plath begann seine berufliche Laufbahn bei den Vereinigten Flugtechnischen Werken in Bremen, arbeitete später viele Jahre bei Airbus und war von 1997 bis 2015 Chefredakteur bei Aero International, wo er seit einem Jahr Herausgeber ist. Die Abwechslung in seinem Beruf, wie das Bereisen verschiedener Länder und Kulturen in Kombination mit seiner Faszination gegenüber der Technik, ist das, was Dietmar Plath an der Luftfahrtfotografie beeindruckt. Viel Planung und Vorarbeit führen ihn zu seinen umwerfenden Aufnahmen. Neben Kalendern sind seine Werke in zahlreichen Luftfahrtbüchern und Bildbänden, sowie Fotos von ihm veröffentlicht worden.

Landung von ESA-Astronaut Nespoli

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Der ESA-Astronaut Paolo Nespoli ist heute früh nach 139 Tagen im All wieder zur Erde zurückgekehrt. Die Raumkapsel musste dabei auf ihrem Rückflug von der Internationalen Raumstation (ISS) innerhalb von gerade einmal drei Stunden von 28.800 km/h auf null abbremsen.

Die Landung von Nespoli und seinen Mannschaftmitgliedern Randy Bresnik von der NASA und Sergej Rjasanski von Roskosmos in der kasachischen Steppe erfolgte um 08:37 Uhr Weltzeit. Die Sojus MS-o5 überstand die Belastungen des Wiedereintritts und der Landung, der Hitzeschild der Raumkapsel erwärmte sich beim Wiedereintritt in die Atmosphäre auf 1.600 °C, während die Astronauten das Vierfache ihres Körpergewichts aushalten mussten.

Weiche Landung ganz schön hart

In zehn Kilometern Höhe wurden dann die Fallschirme geöffnet, bevor auf den letzten Metern vor dem Aufprall noch zusätzlich die Bremsraketen gezündet wurden. Doch so eine ‚weiche‘ Landung fühlt sich in Wirklichkeit wie eine Frontalkollision zwischen einem LKW und einem Kleinwagen an – wobei man selbst wohlgemerkt im Kleinwagen sitze, erinnerte sich einst Nespoli an seine letzte Landung 2011.

Während seiner fünfmonatigen Mission umrundete Nespoli 2.224 mal die Erde, durchflog 35.000 Sonnenauf- und -untergänge und legte 94 Millionen Kilometer zurück. Es war bereits Nespolis dritte ISS-Mission. Von allen ESA-Astronauten steht er nun mit insgesamt 313 Tagen im Weltraum hinter Thomas Reiter an zweiter Stelle.

Wieder auf den Boden der Tatsachen

Während seiner Mission Vita, deren Name sich aus den Anfangsbuchstaben der Wörter Vitality, Innovation, Technology und Ability zusammensetzt, führte Nespoli mehr als 60 Experimente durch, wobei auch sein eigener Körper zum Forschungsobjekt mutierte: So wurden seine Augen, Kopfschmerzen, Schlafmuster und Essgewohnheiten beobachtet, um mehr über die Anpassung des menschlichen Körpers an das Leben in der Schwerelosigkeit zu erfahren. Auch die Aufzeichnungen der Körpertemperatur, das Muskeltraining sowie die vielen Blut- und Speichelproben werden das ihrige zum Gesamtbild beitragen, um Menschen besser auf erdferne Missionen vorbereiten zu können.

Außerdem steuerte Nespoli von seiner Warte in 400 km über der Erde einen in Deutschland befindlichen humanoiden Roboter, dessen Aufgabe es war, drei beschädigte Solarpaneele in einer simulierten Mars-Umgebung zu reparieren, um zu demonstrieren, wie Astronauten und Roboter bei künftigen Planetenmissionen zusammenarbeiten können.

Steuerung im All in Zeiten von Smartphones

Tablets und Smartphones könnten das Leben im Weltraum einfacher machen, weswegen Nespoli bei komplexen Aufgaben ein freihändiges System mit Befehlsanzeigen testete. Während Nespolis Aufenthalt auf der Raumstation herrschte ein reges Kommen und Gehen: Im Missionszeitraum dockten insgesamt vier Raumfahrzeuge an der ISS an und drei ab. Nespoli war durch die Steuerung des Roboterarms der Raumstation an zwei Andockmanövern beteiligt und wirkte an vier Außenbordeinsätzen mit.

Nun wird Nespoli noch zahlreiche Tests und Nachuntersuchungen durchmachen. Im Weltraum erleben Astronauten nämlich eine Form des raschen Alterns und müssen sich erst wieder an das Leben unter den Bedingungen der Schwerkraft gewöhnen. Wissenschaftlern dienen die Reaktionen seines Körpers somit als Fallstudie. Als nächster ESA-Astronaut wird im kommenden Sommer der Deutsche Alexander Gerst zur Internationalen Raumstation fliegen.

Piloten stimmen Gesamtpaket mit Lufthansa zu

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Am heutige Tag endete die Urabstimmung u.a. bei Lufthansa Passage, Lufthansa Cargo und Germanwings. Das im Oktober 2017 ausgehandelte Gesamtpaket, bestehend aus einer ganzen Reihe neu verhandelter Tarifverträge, ist das umfassendste Tarifpaket der letzten 25 Jahre im Lufthansa-Konzern und regelt wesentliche Bestandteile der Arbeits-, Vergütungs- und Rentenbedingungen neu. Bei einer Wahlbeteiligung von 91,6 Prozent stimmten 79,0 Prozent der abstimmungsberechtigen Piloten für die Annahme des Gesamtpakets. Es reichte nicht einfach, den Piloten zu erklären, warum in Zeiten von Rekordergebnissen bei der Lufthansa Zugeständnisse gemacht werden sollen.

Die Vereinigung Cockpit ist der Meinung, dass dem Management des Konzerns eine Chance auf Neustart geben werden solle und der Kompromiss in Gestalt des Gesamtpakets eine akzeptable Grundlage dazu darstellen könne. Man sei aber an seine Grenzen gegangen, so Jörg Handwerg, Vorstandsmitglied der Vereinigung Cockpit (VC). Die Tarifverträge stehen unter Vorbehalt weiterer Tarifverträge für die Fluglehrer der Lufthansa Aviation Training, die noch nicht komplett ausverhandelt sind. Der Streit hatte in den vergangenen Jahren zu häufigen Streiks durch Piloten geführt.

Lufthansa spart 15 Prozent im Cockpit

Die Deutsche Lufthansa AG begrüßt die breite Zustimmung von rund 80 Prozent der Mitglieder der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zu den vereinbarten Tarifverträgen. Damit konnte mit der Gewerkschaft ein langfristiger Tariffrieden geschlossen werden. Unter anderem wurden neue Vergütungs- und Manteltarifverträge sowie Verträge zur Alters- und Übergangsversorgung mit einer Laufzeit bis Juni 2022 geschlossen. Mit den neuen Verträgen entsteht eine strukturelle Gesamtkostenersparnis bei den Personalkosten im Cockpit von 15 Prozent – vorbehaltlich zukünftig zu zahlender Tarifsteigerungen.

Gleichzeitig hat Lufthansa der Vereinigung Cockpit die Zusage gegeben, zum Jahresende 2022 mindestens 325 Flugzeuge mit Piloten der Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings zu betreiben. Dadurch werden weitreichende Zukunfts- und Karriereperspektiven geschaffen. Außerdem werden ab sofort wieder Nachwuchsflugzeugführer bei den genannten Flugbetrieben eingestellt. 2018 sollen es mehr als 500 sein.

Die Altersversorgung wird von einem System garantierter Auszahlungen (Defined Benefit) auf ein System garantierter Beiträge (Defined Contribution) umgestellt, wie es bereits für Boden- und Kabinenmitarbeiter vereinbart wurde. Durch diese Umstellung sinken die Pensionsverbindlichkeiten um einen hohen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag, während sich das EBIT 2017 um einen signifikanten dreistelligen Millionen-Euro-Betrag verbessert.

Gestaffelte Erhöhungen

Pilotinnen und Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings erhalten zeitlich gestaffelte Gehaltserhöhungen von insgesamt 10,3 Prozent und eine Einmalzahlung von bis zu 1,8 Monatsgehältern für eine Laufzeit von Mai 2012 bis Juni 2022.

Die Einstiegs- und möglichen Endvergütungen für zukünftige Mitarbeiter orientieren sich am heutigen Niveau. Eine moderatere Steigerungslogik schafft aber zudem Kostenentlastungen. Die Vergütungsstrukturen von heutigen Mitarbeitern bleiben unverändert. Außerdem wurden weitere Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung vereinbart.

100 Airbus A321neo für Delta Air Lines

Delta Air Lines hat bei Airbus 100 moderne A321neo in der Airbus Cabin Flex-Konfiguration (ACF) in Auftrag gegeben. Die US-Fluggesellschaft will mit dem größten Mitglied der Airbus Single-Aisle-Familie ihren künftigen Bedarf an effizienteren Flugzeugen höherer Kapazität decken.

Es sei das richtige Geschäft zur richtigen Zeit für Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre, erklärte Ed Bastian, CEO von Delta Air Lines. Die A321neo ACF für Delta erhalten PW1133G-JM-Getriebefan-Triebwerke von Pratt & Whitney. Delta, Airbus und Pratt & Whitney sehen in dem Flugzeug einen Mehrwert für Sicherheit, Effizienz, Innovation und einer kontinuierlich verbesserten Kundenerfahrung. Die Bestellung der fortschrittlichen A321neo mit Pratts PurePower-Triebwerken der nächsten Generation zeige das langfristige Engagement von Delta für diese Werte.

Airbus und Delta Air Lines: Wachsende Zusammenarbeit

Airbus hat diese heiß umkämpfte Kampagne gemeinsam mit Partner Pratt mit der A321neo für Delta gewonnen. Die Beziehung mit Delta, die wir über viele Jahre aufgebaut wurde, wird damit weiter gestärkt. Der Verkauf ist auch eine gute Nachricht für das neue Airbus-Werk in Mobile, Alabama, wo die meisten Flugzeuge für Delta gebaut werden sollen. Die A321neo ACF sollen bald in den Farben von Delta von hier abheben.

Deltas Entscheidung für die A321neo ACF folgt auf eine Reihe von Aufträgen, die das Unternehmen in den letzten Jahren für A321 mit der gegenwärtigen Triebwerksoption (ceo) erteilt hat. Delta erweitert ihre Flotte auf 117 A321ceo in der Ausführung mit CFM56-Triebwerken von CFM International.

Airbus hat bei der A321neo ACF neue Passagiertüren und Verbesserungen am Rumpf eingeführt, die Airlines die Kabinenfläche optimal nutzen lassen. Das Flugzeug bietet eine Reichweite von 7.400 km/4.000 nm. Die A321 kann als das größte Mitglied der A320-Familie bis zu 240 Passagiere aufnehmen. Die A321neo wird mit den neuesten Triebwerken, aerodynamischen Verbesserungen und Kabineninnovationen den Treibstoffverbrauch bis 2020 um 20 Prozent reduzieren. Mit über 5.300 Bestellungen von 96 Kunden seit ihrer Einführung im Jahr 2010 hat die A320neo-Familie einen Marktanteil von rund 60 Prozent erobert.

Kapazität in Mobile kommt zum Zug

Ein großer Teil der A321neo für Delta wird von der Airbus-Endmontagelinie in Mobile, Alabama, ausgeliefert. Die Fluggesellschaft hat seit letztem Jahr bereits 13 in den USA gefertigte Airbus-Flugzeuge übernommen. Zudem soll diese Woche das 50. von Airbus in Mobile endmontierte Flugzeug an Delta ausgeliefert werden. Das Werk in Alabama produziert vier Flugzeuge monatlich zur Auslieferung an Airbus-Kunden in den USA. Airbus prüft derzeit Pläne zu weiteren Steigerung der Produktion in Mobile.

Neben seiner Fertigung in den USA pflegt Airbus seit langem eine starke Partnerschaft mit amerikanischen Luft- und Raumfahrtzulieferern. Der US-Anteil an Airbus-Flugzeugen ist heute so groß wie der keines anderen Landes: über 40 Prozent an der gesamten flugzeugbezogenen Beschaffung des Unternehmens kommen aus den USA. Delta Air Lines hatte Ende November eine Flotte von 196 Airbus-Flugzeugen in Betrieb: 150 Single-Aisle-Jets der A320-Familie, 42 A330-Widebodys und vier A350 XWB.

Nachtsichtbrille hilft Piloten im Rettungshubschrauber

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„Christoph Niedersachsen“ ist auf dem Weg zu einem Einsatz. Draußen ist es dunkel, trotzdem können die beiden Piloten alles deutlich sehen, denn sie tragen Nachtsichtgeräte. Seit dem Herbst liefen Schulungen an der Hannoveraner Station der DRF Luftrettung, jetzt nutzen die Besatzungen die hochmodernen Geräte standardmäßig bei Ihren nächtlichen Einsätzen.

Die Brillen erhöhen die Sicherheit der Einsätze bei Dunkelheit, ein hoher Nutzen der sogenannten NVGs (Night Vision Goggles). Nachtsichtbrillen verstärken das Restlicht und ermöglichen den Piloten eine sehr detaillierte Erkundung des Landeplatzes und möglicher Hindernisse. Zudem können sie unvorhergesehene Wetterbedingungen, wie z.B. tiefe Wolken oder starke Niederschläge, frühzeitig erkennen und ihnen ausweichen.

Die Brillen stellen so einen weiteren Baustein für die sichere Luftrettung bei Nacht dar und ergänzen die bisher genutzten Mittel, wie Hochleistungsscheinwerfer, Instrumentenflugausrüstung, Satellitennavigationssysteme und spezielle Hinderniskarten.

Nachtflug an Luftrettungsstation Hannover

Die DRF Luftrettung besitzt bundesweit die längste Erfahrung im Bereich der nächtlichen Luftrettung. Sie war auch die erste Luftrettungsorganisation in Deutschland, die die behördliche Zulassung zum Einsatz von Nachtsichtbrillen erhielt und diese seit 2009 einsetzt. Mittlerweile kommen NVGs an acht Stationen der DRF Luftrettung zum Einsatz.

„Christoph Niedersachsen“ wird für dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken und als schneller Notarztzubringer bei Notfällen alarmiert. Als einziger Intensivtransporthubschrauber in Niedersachsen kann er täglich rund um die Uhr alarmiert werden. Nachts sind zwei Piloten im Einsatz. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern erreichen die Besatzungen in maximal 15 Flugminuten.

DRF Luftrettung

Die DRF Luftrettung setzt an 29 Luftrettungsstationen in Deutschland und an zwei Stationen in Österreich Hubschrauber für die schnelle Notfallrettung und dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein. Zur weltweiten Rückholung von Patienten werden eigene Ambulanzflugzeuge eingesetzt. Insgesamt leistete die DRF Luftrettung 38.015 Einsätze im Jahr 2016.

Um weiterhin die hohe Qualität ihrer Arbeit sicherzustellen, investiert die DRF Luftrettung kontinuierlich in die Fortbildung ihrer Mitarbeiter und in die Modernisierung ihrer Flotte. Diese Kosten trägt sie teils selbst, teils tritt sie in teure finanzielle Vorleistung. Daher ist die gemeinnützig tätige Luftrettungsorganisation auf die Unterstützung von Förderern und Spendern angewiesen

MTU testet am Tiger-Triebwerk Getriebefan von Morgen

Während die ersten Getriebefans im Serieneinsatz Flugmeile um Flugmeile absolvieren, arbeitet die MTU Aero Engines bereits mit Hochdruck an der nächsten Generation des neuen Antriebs.

Im Rahmen des europäischen Forschungsprogramms Clean Sky 2 optimiert Deutschlands führender Triebwerkshersteller den kraftstoffsparenden, emissionsarmen und leisen Antrieb weiter, indem sie neue Technologien für die Komponenten Niederdruckturbine und Hochdruckverdichter entwickelt. Zur Validierung werden zwei Demonstratoren aufgebaut.

Für Clean Sky 2 liegt der Fokus nun auf dem Zusammenwirken der Komponenten auf der Nieder- und Hochdruckwelle. Im Bereich der Niederdruckturbine werden Eintritts- und Austrittsgehäuse miteinbezogen und beim Hochdruckverdichter spielen auch der Niederdruckverdichter und der Übergangskanal eine wichtige Rolle. Es geht unter anderem um eine weiter verbesserte Aerodynamik sowie die Entwicklung neuer, leichterer und temperaturbeständigerer Werkstoffe. Als heißer Kandidat für die Niederdruckturbine werden unter anderem Werkstoffe aus CMC (Ceramic Matrix Composites) gehandelt.

Triebwerks-Demonstrator MTR390

Der Versuchsträger für die Validierung der neuen Niederdruckturbinen-Technologien ist ein MTR390. Dieses Triebwerk wurde der MTU von der Wehrtechnischen Dienststelle WTD61 der Bundeswehr zur Verfügung gestellt und stand bereits im Einsatz an einem Tiger-Hubschrauber. Der Antrieb wurde im Oktober übergeben, inspiziert und die Leistungsparameter in einem Prüflauf gemeinsam mit Vertretern der WTD61 verifiziert, erläutert Dr. Gerhard Kahl, Leiter Technologie-Demonstratoren und -Rigs bei der MTU. Der Testlauf habe nachgewiesen, dass in der Turbine die Temperaturen erreicht werden, die für die geplante Werkstofferprobung erforderlich sind.

Jetzt wird das Triebwerk zu einem Demonstrator umgebaut, denn für die Integration der neu entwickelten Werkstoffe muss eine komplette Nutzturbine neu ausgelegt, gebaut und an das Kerntriebwerk montiert werden. 2020 sollen Demonstrator-Aufbau und Test abgeschlossen sein. Die Auswertung der Ergebnisse dürfte bis ins Jahr 2021 dauern. Die Analyse des Materialverhaltens unter den Einsatzbedingungen des Triebwerks soll den den Nachweis erbringen, dass die Technologien einsatzreif sind.

Verdichter-Rig beim DLR

Um das Verdichtungssystem weiter zu optimieren, wird beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln das sogenannte ICD-Rig aufgebaut und getestet. ICD steht für Inter Compressor Duct und bezeichnet den Übergangskanal zwischen Niederdruck- und Hochdruckverdichter. Weber: „Unser Ziel ist es, Niederdruckverdichter, ICD und Hochdruckverdichter noch besser aufeinander abzustimmen, um neue Potenziale für noch kerosinsparendere Triebwerke zu heben.“ Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg ist das systematische Vermessen der Strömungsverhältnisse in kurzen, steilen ICDs.

Zu diesem Zweck entstand beim DLR in Köln, dem MTU-Kompetenzzentrum (CoC) für Antriebssysteme, ein komplett neues Windkanal-Rig. „Im Laufe des nächsten Jahres werden drei verschiedene ICD-Konfigurationen getestet“, kündigt Kahl an. Aufbauend auf den erzielten ICD-Rig-Versuchen soll 2019 ein Zwei-Wellen-Rig ausgelegt und ein Jahr später gebaut werden. Anschließend werden dann Nieder- und Hochdruckverdichter und der ICD gemeinsam getestet. Die validierten Technologien könnten schon ab 2025 in der nächsten Generation der Getriebefan-Triebwerke eingestzt werden.

Das Technologieprogramm Clean Sky 2 läuft unter dem EU-Rahmenprogramm Horizon 2020, wurde 2014 gestartet und soll 2024 enden. Übergeordnetes Ziel ist es, die Luftfahrt noch sauberer und effizienter zu machen. Die MTU agiert als eines von 16 Lead-Unternehmen und verantwortet einen Triebwerksdemonstrator und ein Rig. Strategische Partner (Core Partner) sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und das britisch-schwedische Unternehmens GKN Aerospace. Die Zusammenarbeit von DLR, GKN und Systemführer MTU integriert die Stärken der Partner – die Kompetenz von GKN bei großen statischen Komponenten, die Erfahrung des DLR im Bereich Versuch sowie die Verdichter- und Systemkompetenz der MTU.

Wideroe ab Hamburg erschließt Bergen

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Ab Mitte August 2018 nimmt die Fluggesellschaft Widerøe eine neue Verbindung von Hamburg ins norwegische Bergen auf. Die Strecke nach Bergen wird ganzjährig dreimal pro Woche – jeden Dienstag, Donnerstag und Sonntag bedient.

Zum Einsatz kommen Maschinen des Typs Embraer E-190-E2 mit 114 Sitzplätzen. Die zweitgrößte Stadt Norwegens ist ein komplett neues Ziel im Hamburger Flugplan. Bergen ist ein attraktives Ziel für eine Skandinavien-Reise. Ob Städtetrip, Stopp für Rundreisen oder als Ausgangspunkt für eine Kreuzfahrt – Bergen punktet mit vielen Facetten. Auch die norwegische Airline Widerøe ist erstmals am Hamburg Airport vertreten.

Bergen – Geschichtsträchtiges Tor der Fjorde

Bergen, die zweitgrößte Stadt Norwegens, ist bekannt als beliebter Touristenort und geschäftige Hafenstadt. Die Stadt wird auch als „moderne Großstadt mit Kleinstadtcharme“ bezeichnet und punktet mit einem Mix aus Modernität und lebendiger Geschichte. Genau wie Hamburg verbindet auch Bergen eine Vergangenheit mit der Hanse: Als einer der Hauptsitze der Hanse war Bergen mehrere Jahrhunderte lang Zentrum des florierenden Handels zwischen Norwegen und dem Rest der Welt.

Die alte Hafenfront Bryggen ist das prägnanteste Überbleibsel aus dieser Zeit. Heute findet man dort zahlreiche Restaurants, Gaststätten, Läden mit Kunsthandwerk und historische Museen. Bei Besuchern beliebt ist auch die „Fløibahn“, die ihre Fahrgäste schnell und bequem auf den Gipfel des Fløyen bringt, von wo aus sich ein beeindruckendes Panorama über die Stadt und den Fjord bietet.

Viel Natur erlebbar

Naturliebhaber kommen im Umland Bergens voll auf ihre Kosten, während Kreuzfahrt-Reisende in Bergens Hafen zu Fahrten durch Norwegens Fjorde aufbrechen können. Ab Bergen gibt es zudem ideale Anschlussverbindungen zu weiteren Zielen in Norwegen sowie in Nord- und Osteuropa.

In der Sommer-Hochsaison wird die Verbindung von Hamburg nach Bergen auch durch eine weitere Airline bedient: Von Juni bis August 2018 steuert SAS Scandinavian Airlines die Hafenstadt ebenfalls dreimal pro Woche an.

Passagier-Meilenstein am Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden

In seinem zwanzigsten Jubiläumsjahr konnte der Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB) einen weiteren Meilenstein feiern: 1,2 Millionen Fluggäste nutzten dieses Jahr bereits den FKB für Ihre Reisen. Die Jubiläums-Passagierin durfte sich über einen Fluggutschein für zwei Personen, gültig für einen beliebigen Flug im Streckennetz der Ryanair ab FKB, sowie Präsente des Flughafens freuen.

Melanie Schmid aus Straubenhardt im Enzkreis wollte gerade mit ihrer Mutter Kornelia Fesenbeck für den Ryanair Flug FR 9773 nach London-Stansted einchecken, als sie von Eric Blechschmidt, Bereichsleiter Verkehr am FKB, überrascht wurde. Nachdem am heutigen Tag bereits 1,2 Millionen Fluggäste am FKB gezählt wurden, prognostiziert Eric Blechschmidt für das Gesamtjahr 2017 ca. 1,25 Millionen Fluggäste.

Carsten Knobel soll Werner Brandt bei Lufthansa folgen

Werner Brandt hat sein Mandat im Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG aus persönlichen Gründen mit Wirkung zum 31. Dezember 2017 niedergelegt. Der ehemalige Finanzvorstand von Fresenius Medical Care und SAP ist seit 2008 Mitglied im Lufthansa-Aufsichtsrat und leitet seit 2014 den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.

Für das vakant werdende Mandat im Aufsichtsrat wurde vom Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats die Bestellung von Carsten Knobel vorgeschlagen. Der 48-jährige Betriebswirt und Chemiker ist seit 2012 Vorstandsmitglied und CFO der Henkel AG & Co. KGaA. Anfang Januar wird der Vorstand der Deutschen Lufthansa AG einen Antrag auf eine gerichtliche Bestellung von Carsten Knobel beim Amtsgericht Köln stellen, die bis zum Ablauf der kommenden Hauptversammlung im Mai 2018 befristet ist.

NIKI folgt airberlin in die Insolvenz

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Das Ende von NIKI ist besiegelt. Der Flugverkehr der NIKI Luftfahrt GmbH unter dem IATA-Airline-Code HG wird ab dem 14. Dezember 2017 offiziell eingestellt, schon gestern wurden die Flugzeuge gegroundet. Es ist für Passagiere wie auch für die Belegschaft außerst ärgerlich und wäre laut Frank Kebekus, Generalbevollmächtigter der airberlin vermeidbar gewesen. Für ihn sei die Position der Europäischen Kommission ist nicht nachvollziehbar. Lufthansa hätte als einziger Bieter mit einem validen Angebot am Ende eines fairen und transparenten Verfahrens den Zuschlag erhalten, so Kebekus nach dem Verkünden des gestrigen Scheitern des Verkaufs und folglich der Insolvenz der NIKI Luftfahrt GmbH. Lufthansa sei der einziger Bieter mit Lösungen für die komplexen Themen „Wet Lease Vertrag für die 14 TUI Flugzeuge“ und „Forderungen von Etihad“ gesesen.

airberlin hatte nach den ersten Bedenken der Europäischen Kommission nochmals Kontakt zu den potenziellen Interessenten IAG und dem Bieterkonsortium um den Reiseveranstalter Thomas Cook aufgenommen. IAG teilte airberlin schriftlich mit, dass sie kein Kaufinteresse mehr an der NIKI habe. Auch die erneuten Gespräche mit dem Bieterkonsortium um den Reiseveranstalter Thomas Cook haben nicht zu einem tragfähigen Angebot geführt. Der Gläubigerausschuss, das höchste Entscheidungsgremium im Insolvenzverfahren, kam nach dem Bericht des Generalbevollmächtigten gestern zu dem Schluss, dass die Lufthansa Group eindeutig einziger valider Kaufinteressent für die NIKI bleibe.

Airlines helfen Passagieren aus – außer TUIfly

Passagiere, die ihren Flug über einen Reiseveranstalter gebucht haben, sollen sich mit ihrem Reiseveranstalter in Verbindung zu setzen. Denn dann ist der Reiseveranstalter ist für die Beförderung der Passagiere zuständig. Für Passagiere, die ihren Flug direkt bei Niki gebucht haben, organisieren mehrere Fluggesellschaften derzeit eine Rückholaktion auf Standby-Basis gegen ein geringes Entgelt aus dem Ausland nach Deutschland, Österreich und die Schweiz. Tuifly werde sich aber zum Bedauern von NIKI nicht an dieser Lösung beteiligen, wie die Airline mitteilte.

Bereits gestern hatte der Generalbevollmächtigte den Gläubigerausschuss der insolventen Air Berlin Luftverkehrs KG über den aktuellen Stand des NIKI-Verkaufs unterrichtet und betont, dass die Prüfung des NIKI-Verkaufs durch die Europäische Kommission in die entscheidende Phase getreten sei. Davon war die Zukunft der Airline abhängig.

Kredit vom Staat: Rückzahlung unsicher

Die Kommission habe also gewusst, dass es gar keine Alternative zum Verkauf der NIKI an die Lufthansa gab. Die nun entstandene Situation muss zunächst analysiert werden um nächste Schritte zu beraten. Eine vollständige Rückzahlung des KfW-Kredits sei nun unwahrscheinlicher geworden. Die Kommission erreiche mit dem unkontrollierten Zusammenbruch der NIKI das genaue Gegenteil dessen, was sie beabsichtigt, mämlich, dass mit NIKI von heute auf morgen weitere Kapazität vom Markt verschwindet. Es wird weniger Wettbewerb geben statt mehr.“

Die insolvente Air Berlin Luftverkehrs KG hatte ihre Tochtergesellschaften NIKI und Luftverkehrsgesellschaft Walter (LGW) in einem strukturierten und transparenten Bieterverfahren am 12. Oktober 2017 an den einzigen Bieter mit einem tragfähigen Angebot, die Lufthansa Group, verkauft. Seit diesem Zeitpunkt konnte NIKI nur durch finanzielle Unterstützung der Lufthansa Group in zweistelliger Millionenhöhe überleben. Der geplante Verkauf beinhaltete auch eine Lösung für die 14 von der airberlin bei der TUI geleasten Flugzeuge.

Galileo hat jetzt 22 Satelliten in der Umlaufbahn

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Europa hat mit dem heutigen Ariane-5-Start vier weitere Galileo-Navigationssatelliten auf ihre Umlaufbahnen gebracht. Mit dieser erfolgreichen Etappe ist nur noch ein weiterer Start notwendig, um die Galileo-Konstellation vervollständigen und somit die Galileo-Signale überall auf der Erde zur Verfügung stellen zu können.

Die von Arianespace im Auftrag der ESA betriebene Trägerrakete der speziell angepassten Version Ariane-5ES mit den Galileo-Satelliten Nummer 19 bis 22 an Bord hob um 19:36 Uhr MEZ (15:36 Uhr Ortszeit) von Europas Raumflughafen in Kourou in Französisch-Guayana aus ab. Das erste Galileo-Paar der je 715 kg schweren Satelliten wurde drei Stunden und 36 Minuten nach dem Start, das zweite Paar weitere 20 Minuten später von der Aussetzvorrichtung der Oberstufe des Ariane-Trägers in ihren 22.922 km hohen Umlaufbahnen ausgesetzt. Während der ersten sieben bis elf Tage im All werden sie vom Kontrollzentrum der französischen Raumfahrtagentur CNES in Toulouse aus gesteuert, bevor das Galileo-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen ihre Steuerung und Überwachung übernimmt.

Navigation nach Testbetrieb

Vierzehn Tage lang wurden die Galileo-Satelliten in der Vakuumkammer des ESA-Testzentrums in Noordwijk (Niederlande) geprüft, bevor sie auf die Reise zum europäischen Weltraumzentrum in Kourou (Französisch-Guyana) gingen. Jetzt werden die vier neuen Satelliten auf ihre endgültigen Einsatzumlaufbahnen manövriert, woraufhin sie eine etwa sechsmonatige, von der Agentur für das europäische GNSS (GSA) durchgeführte Testphase durchlaufen, um sie voll funktionsfähig mit den bereits im Einsatz befindlichen Galileo-Satelliten vernetzen zu können.

Die Galileo-Konstellation ist mit dem jetzigen Start auf 22 Satelliten angewachsen. Die ersten Dienste wurden vor fast einem Jahr, am 15. Dezember 2016 freigeschaltet. Der Start ist ein weiterer wichtiger Erfolg, sodass nun nur noch ein letzter Schritt von der vollständigen Errichtung der Konstellation fehlt. Dass Europa nun über ein herausragendes globales Satellitennavigationssystem (GNSS) mit beachtlichen Leistungsmerkmalen verfügt, ist auch ein großes Verdienst der Industriepartner: das sind OHB (Deutschland) und SSTL (Großbritannien) für die Satelliten sowie Thales Alenia Space (Frankreich, Italien) und Airbus Defense and Space (Großbritannien, Frankreich) für das Bodensegment einschließlich ihrer über ganz Europa verteilten Zulieferer.

Die ESA führt im Auftrag der Europäischen Kommission für den Entwurf, die Systementwicklung und die Beschaffung von Galileo aus. Mit der Full Operational Capability (FOC) von Galileo geht die Verantwortung für das System im Juli an die GSA übertragen wurde. Sobald die Satelliten von ihrem Trägerfahrzeug getrennt werden, übernimmt somit die GSA die Kontrolle über die Satelliten. Diese produktive Partnerschaft wird auch für den kommenden, Mitte 2018 mit Ariane-5 geplanten Galileo-Start beibehalten.

Galileo der zweiten Generation

Der Start mit vier weiteren Satelliten ist für Juli 2018 geplant. Mit diesem weiteren Vierer-Start wird die Galileo-Konstellation dann mit 24 Satelliten plus zwei Ersatzsatelliten vollständig sein. Derweil setzt sich die ESA mit der Europäischen Kommission und der GSA nun auch bei spezifischen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie Systementwürfen zusammen, um die Beschaffung der Galileo-Satelliten der nächsten Generation mit weiteren neuartigen Navigationstechnologien einleiten zu können.

Bereits am 15. Dezember 2016 hatte die Europäische Kommission die ersten Galileo-Dienste freigegeben, zu denen der offene Dienst, der Such- und Rettungsdienst, der verschlüsselte Dienst PRS und ein hochgenauer Zeitdienst, der im Nanosekunden-Bereich arbeitet, gehören. Momentan befinden sich die Dienste noch in der Initialphase, das heißt sie arbeiten hochgenau, sind aber noch nicht durchgängig erreichbar. Alle Galileo-Dienste sollen nach der vollständigen Inbetriebnahme im Jahr 2020 zur Verfügung stehen. Galileo wird aus 30 Satelliten (24 aktiven und sechs Ersatz-Satelliten) bestehen, die jeweils rund zwölf Jahre lang ihren Dienst im All leisten sollen.

Airbus zeigt H160 Prototyp mit Design

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Airbus zeigt mit dem dritten Prototypen der H160 ein neues Desesing mit „Karbon-Muster“ in Anlehnung an das Testflugzeug Airbus A350 XWB MSN2. Beide Luftfahrzeuge verwenden moderne Verbundwerkstoffe, die vom Zulieferer Hexcel kommen.

Der Hubschrauber H160 Prototyp Nr. 3 war kürzlich zu seinem Erstflug abegehoben. H160 ist damit der erste zivilve Hubschrauber, der mit einem kompletten Rumpf aus Komposit vebaut wird und dadurch leichter wird, was Treibstoff spart, aber auch die Wartung vereinfachen soll.

Airbus A380 für Singapore Airlines mit neuer Kabine

Singapore Airlines hat im Rahmen einer Feier bei Airbus in Toulouse die erste von fünf neuen A380 übernommen, welche im Laufe eines Jahre ihre Flotte verstärken werden. Der heute ausgelieferte Großraumjet ist als erstes Flugzeug mit den aktuellsten Kabinenfeatures ausgestattet, welche die Airline vor Kurzem eingeführt hat.

Singapore Airlines will auch ihre 14 bereits im Einsatz befindlichen A380 mit neuen Kabinen ausstatten, zusätzlich zu den fünf neuen Flugzeugen,. Das Modernisierungsprogramm soll Ende 2018 beginnen und von der Airline gemeinsam mit Services by Airbus durchgeführt werden. Alle 14 Flugzeuge erhalten bis 2020 eine modernisierte Kabine.

471 Passagiere bekommen mehr Platz

Die neue A380 für Singapore Airlines ist für insgesamt 471 Passagiere ausgelegt, die nun in allen Klassen mehr persönlichen Freiraum genießen können. Das Oberdeck unterteilt sich in sechs Privatsuiten und eine Business Class mit 78 Sitzen. Auf dem Hauptdeck wurde eine Premium Economy Class mit 44 Sitzen zusätzlich zur Economy Class mit 343 Sitzen eingerichtet. Das Flugzeug wartet mit den modernsten In-Flight-Entertainment-Systemen und umfassender Konnektivität an jedem Sitzplatz auf.

„Die Auslieferung dieser neuen A380 mit unseren aktuellsten Kabinenprodukten ist ein bedeutendes Ereignis. Wir freuen uns, diesen wichtigen Meilenstein gemeinsam mit unserem großartigen Partner Airbus zu feiern“, sagte Goh Choon Phong, CEO von Singapore Airlines. 2007 hat die weltweit erste A380 den Liniendienst in dieser Airline angetreten und in der Branche neue Maßstäbe für hochwertige Flugreisen mit umfassendem Service gesetzt. Zehn Jahre später ist die Singapore Airlines A380 mit Vorzeigeprodukten und ihrem Service weiterhin der Favorit der Passagiere, was sich in exzellentem Feedback zum Reiseerlebnis ausdrücke, so die Fluggesellschaft.

A380 größtes Passagierflugzeug der Welt

Singapore Airlines hatte die A380 als erste Airline überhaupt im Einsatz. Das Flugzeug wird zur effizienten und komfortablen Beförderung der Passagiere im Langstrecken- und Regionalnetz der Fluggesellschaft eingesetzt und hat sich als großer kommerzieller Erfolg für die Airline erwiesen.

Die A380 kann 8.200 nm ohne Zwischenlandung zurücklegen. Das weltweit größte und geräumigste Passagierflugzeug stellt die effizienteste Lösung dar, um Verkehrswachstum auf international am stärksten ausgelasteten Strecken zu bewältigen. Die A380 ist das einzige Flugzeug mit zwei durchgehenden Passagierdecks und entsprechend größerer Bodenfläche für breitere Gänge und Sitze. 13 weltweit führende Airlines bedienen mit der A380 heute 120 Routen auf der ganzen Welt. Seit der Indienststellung der ersten A380 im Jahr 2007 hat die weltweite Flotte mehr als 190 Millionen Passagiere transportiert.

Fracht und Passagiere steigen am Flughafen Zürich

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Im November 2017 sind 2.088.637 Passagiere über den Flughafen Zürich geflogen. Das entspricht einem Plus von 3,4 Prozent gegenüber derselben Periode des Vorjahres. Die Anzahl Lokalpassagiere stieg im November 2017 um 5,2 Prozent auf 1.456.469. Der Transferanteil lag bei 30,0 Prozent (-1,3 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr). Die Zahl der Umsteigepassagiere sank um 0,8 Prozent auf 626.096. Die Anzahl Flugbewegungen stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,7 Prozent auf 20.303 Starts oder Landungen. Die durchschnittliche Zahl Passagiere pro Flug lag mit 117,1 Fluggästen 3,7 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Die Sitzplatzauslastung ist im Berichtsmonat um 0,2 Prozentpunkte auf 73,2 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden am Flughafen Zürich im November 44.586 Tonnen Fracht abgewickelt. Das entspricht einem Wachstum von 15,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

GRACE-FO beim ersten Start zur Air Force Base

Die Zwillingssatelliten GRACE-FO sind auf dem Weg zur Vandenberg Air Force Base in Kalifornien. In der Nacht sind die von Airbus (Friedrichshafen) entwickelten und gebauten Forschungssatelliten am Münchener Airport nebst Handling- und Testausrüstungen mit einem Gesamtgewicht von rund 45 Tonnen in ein Frachtflugzeug verladen worden und am Morgen in die USA abgeflogen.

Das Projekt ist eine Partnerschaft zwischen dem in Pasadena, Kalifornien, ansässigen Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA und dem Potsdamer Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ). Die beiden GRACE-FO-Forschungssatelliten sollen im Frühjahr 2018 in eine polare Umlaufbahn gestartet werden und die Erde in einem Abstand von 220 Kilometern in rund 500 Kilometern Höhe fünf Jahre lang umrunden. Die beiden Satelliten messen mit einem von JPL gebauten Mikrowellensystem dann ständig den Abstand, den sie zueinander haben, mit einer Genauigkeit von wenigen Tausendstel Millimetern.

Reibung der Atmosphäre herausrechnen

Ein empfindlicher Beschleunigungsmesser, von Onera (Frankreich) gebaut, erfasst nicht-gravitative Effekte wie Atmosphärenreibung und Sonneneinstrahlung. Aus diesen Daten werden monatliche Karten der Veränderungen des Erdschwerefeldes, die zur Verfolgung der monatlichen Bewegung von Wasser, Eis und Landmassen genutzt werden, erstellt.

GRACE-FO wird diese unentbehrlichen Aufzeichnungen, die durch die amerikanisch-deutsche Vorgängermission GRACE etabliert wurden, fortführen. Die Mission der GRACE-Satelliten endete nach mehr als 15 Jahren Einsatz im All im Oktober dieses Jahres.

Wetterfunktionen im Satelliten

Die GRACE-FO-Satelliten führen zusätzlich hochgenaue Abstandmessungen per Laser durch – als Technologieexperiment in deutsch-amerikanischer Zusammenarbeit entwickelt für künftige Generationen von Gravitationsforschungs-Satelliten. Außerdem erstellt jeder der beiden Satelliten täglich bis zu 200 Profile der Temperaturverteilung und des Wasserdampfgehalts in der Atmosphäre und der Ionosphäre zur Verbesserung der Wettervorhersage.

In Kalifornien erwartet bereits ein 15-köpfiges Team von Airbus-Raumfahrt-Ingenieuren und -Technikern die beiden Satelliten. Noch vor den Weihnachtsfeiertagen sollen alle Testanlagen vor Ort aufgebaut und GRACE-FO einem „Check“ unterzogen werden, ob die empfindlichen Satelliten den Transport unbeschadet überstanden haben.

Flughafen München vorne bei hauseigener CO2-Reduktion

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Die internationale Plattform zur weltweiten Offenlegung von Umweltdaten CDP („Carbon Disclosure Project“) hat die Flughafen München GmbH (FMG) für ihre besonders effektiven Klimaschutzleistungen gewürdigt. In der Klimawandelberichterstattung 2017 erhielt der Münchner Airport die Wertung „A-“ und konnte sein letztjähriges Ergebnis im Bereich „Transportation Infrastructure/Airport Services“ nochmals verbessern. Das Münchner Unternehemen hat unter allen teilnehmenden Flughäfen das beste Rating-Ergebnis erzielt, sagt Dr. Carla Woydt, Associate Director Sales and Business Development. Im Rahmen einer Preisverleihung in Brüssel waren europäische Unternehmen ausgezeichnet worden, die sich erfolgreich für die Reduktion von CO2-Emissionen einsetzen und damit zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs beitragen.

Die FMG freute sich entsprechend über diese Auszeichnung, welche die Anstrengungen zur Reduzierung von Emissionen am Münchner Airport honoriert, wie Flughafenchef Dr. Michael Kerkloh erklärte. Kerkloh verfolgt mit dem Flughafen München das ambitionierte Ziel, als erster deutscher Flughafen einen Airport CO2-neutral zu betreiben. Bis zum Jahr 2030 sollen die direkt zurechenbaren CO2-Emissionen um 60 Prozent reduziert und die verbleibenden 40 Prozent durch möglichst regionale Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen werden. Dafür würden bis 2030 insgesamt 150 Millionen Euro ins eigene Klimaschutzprogramm investiert.

Eurowings Business Class 2018 auf Langstrecken

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Eurowings will mit dem Sommerflugplan 2018 als erste Low-Cost-Airline eine Business Class auf ausgewählten Langstreckenflügen anbieten. Nur dass sie bei Eurowings nicht auf den Namen Business Class, sondern auf BIZclass hört. Ihre Premiere wird die BIZclass auf der weltgrößten Reisemesse ITB Anfang März 2018 in Berlin feiern. Ende April 2018 soll die BIZclass dann erstmals auf Strecke gehen. Wann Tickets gebucht werden können soll noch bekanntgeben werden. Die Reiseklasse soll sich durch mehr Beinfreiheit, mehr Service und natürlich einen größeren Sitz auszeichnen.

Das neue BIZclass-Produkt wird nicht nur einen deutlich komfortableren Sitz bieten, sondern auch ein besonderes Catering und einige andere neue Services. Eurowings arbeitet derzeit am Feinschliff und hat noch ein paar tolle Überraschungen in petto. Diese sollen aber erstmals im März 2018 auf der ITB präsentiert werden.

Der BIZclass-Sitz lässt sich per Knopfdruck vollautomatisch in ein etwa zwei Meter langes Bett mit waagrechter Liegefläche („Full Flat“) verwandeln – ideal, um während eines langen Fluges zu entspannen. Die bereits vorhandenen Eurowings Buchungsklassen Basic, Smart und Best bleiben unverändert bestehen.

Business Class mit „Full Flat“-Sitzen

Low Cost und BIZclass – das ist bei Eurowings kein Widerspruch. „Wir sehen auf Strecken mit höherem Geschäftsreise-Anteil, zum Beispiel auf USA-Flügen von Düsseldorf nach New York, Miami oder Fort Myers, eine starke Nachfrage für ein weiteres Top-Produkt aus unserem Haus“, sagt Wagner. Dass dabei der Preis für den Kunden stimmen muss, verstehe sich von selbst. Wagner: „Wir werden mit gewohnt preisgünstigen Eurowings Tickets ins BIZclass-Rennen gehen.“

MTU Aero Engines sieht steigende Umsätze und Gewinne

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Die MTU Aero Engines AG hat auf ihrem Analysten- und Investorentag ihren Ausblick bis zum Jahr 2025 konkretisiert. Mit dem Jahr 2017 schließt das Unternehmen die größte Investitionsphase seiner Geschichte mit einem Anstieg der bereinigten EBIT-Marge ab. Das Jahr 2018 markiert den Einstieg in die Konsolidierungsphase, in der die MTU bis 2025 mit weiterhin wachsenden Gewinnen und deutlich höheren Free Cashflows rechnet. Ein moderater Anstieg des Working Capital dürfte in Verbindung mit einem Rückgang des Cashflow aus Investitionstätigkeit zu einer durchschnittlichen Cash Conversion Rate im hohen zweistelligen Prozentbereich führen. Definiert ist die Cash Conversion Rate als das Verhältnis von Free Cashflow zum bereinigten Gewinn nach Steuern.

In der Konsolidierungsphase wird eine Stabilisierung des Wachstums im Neugeschäft bei einer gleichzeitigen Margenverbesserung erwartet. Im ertragsstarken Ersatzteil- und Instandhaltungsgeschäft soll das starke Wachstum anhalten, aber im zivilen MRO-Geschäft ist mit anhaltendem Druck auf die Margen zu rechnen. Im Militärgeschäft könnten es ab 2020 Wachstumspotenziale geben.

Anteil an Flugzeugantrieben erhöhen

2017 schließt die MTU ihre Investitionsphase ab. Mit Blick auf eine nächste Investitionsphase ist es langfristig das Ziel, mit höheren Anteilen als bisher an zukünftigen Triebwerksprogrammen zu beteiligen. Das stärkste Wachstum hat das Unternehmen im Zeitraum 2014 bis 2017 in der zivilen Instandhaltung verbucht, stark gewachsen ist auch das Ersatzteilgeschäft.

Beide Bereiche haben sich besser als zunächst erwartet entwickelt. Verzögerungen verursachten, dass das zivile Seriengeschäft in dem Zeitraum moderat gewachsen und das Militärgeschäft zurückgegangen ist; MTU hatte einen starken Anstieg im Seriengeschäft und ein gleichbleibendes Militärgeschäft erwartet. Der Mix hat dazu geführt, dass die bereinigte EBIT-Marge bereits in der Investitionsphase verbessert werden habe können. Prognostiziert war eine stabile Margenentwicklung.

30 Prozent Umsatzplus im Segment

2018 dürfte das zivile Seriengeschäft mit einem Umsatzplus von etwa 30 Prozent das am stärksten wachsende Segment sein. Weiter zunehmen dürften auch die zivile Instandhaltung um einen hohen Zehner-Prozentsatz und das Ersatzteilgeschäft im mittleren einstelligen Prozentbereich. Der Umsatz des Militärgeschäfts wird auf dem Niveau von 2017 erwartet.

Ab dem Geschäftsjahr 2018 kommt die Rechnungslegungsvorschrift IFRS15 zur Anwendung. Die wesentlichste Änderung betrifft die Bilanzierung von Zahlungen an Kunden, zum Beispiel für Konzessionen, Programmbeteiligungen oder Entwicklungskosten. Diese werden in Zukunft als Umsatzreduzierung gebucht, anstatt als Kosten. Das zeigt Auswirkungen auf den Umsatz: Er wird unter IFRS15 künftig niedriger ausfallen.

Der Einfluss auf das Ergebnis ist dagegen gering, was positive Margen-Effekte bewirkt. Der Jahresumsatz 2016, der mit 4.733 Mio. Euro berichtet wurde, wird unter Anwendung der IFRS15-Vorschriften mit 3.288 Mio. Euro ausgewiesen, das bereinigte EBIT 2016 ändert sich von 503 Mio. Euro auf 485 Mio. Euro. Veränderungen gibt es auch in der Definition des Auftragsbestands. Neben dem neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 15 berücksichtigt diese in Zukunft auch die zunehmende Anzahl an Triebwerken mit langfristigen Servicevereinbarungen. Auf die berichteten Zahlen wirkt sich die neue Definition kaum aus: Der Auftragsbestand 2016 bleibt mit 14,3 Mrd. Euro nahezu unverändert (2016 berichtet: 14,2 Mrd. Euro).

Veränderung im Instandhaltungsgeschäft

In der Konsolidierungsphase ab dem Jahr 2019 dürfte das zivile Instandhaltungsgeschäft der MTU weiterhin stärker wachsen als der Markt. Damit einhergehen dürften Verschiebungen von der unabhängigen Instandhaltung hin zu den Instandhaltungsdienstleitungen, die die MTU im Rahmen der Netzwerke mit den OEMs erbringt. Um Ergebniseffekte aus dieser Veränderung zu minimieren, soll beim Ausbau der MRO-Kapazitäten auf die Nutzung von Best-Cost-Standorten geachtet werden. Dazu zählt auch EME Aero, das Joint Venture für die Getriebefan-MRO mit der Lufthansa Technik, das gerade in Polen angesiedelt wird.

Im Seriengeschäft dürfte das beispiellose Wachstum der Getriebefan-Programme zu Beginn der Konsolidierungsphase im Jahr 2018 seinen Höhepunkt erreichen. Basis für die positiven Aussichten sind hohe Auftragsbestände und die gute Marktpositionierung der MTU.

Das Militärgeschäft, das zuletzt rückläufig war, dürfte ab 2020 wieder ansteigen und bis 2027 ein Niveau von rund 500 Mio. Euro erreichen.  Potenziale in diesem Bereich wirken eher längerfristig. Sie ergeben sich aus Exportaufträgen für bestehende Programme wie den Eurofighter-Antrieb EJ200 oder das TP400-D6 für den Militärtransporter A400M sowie neuen Antrieben wie dem T408 für den schweren Transporthubschrauber CH-53K oder Triebwerken für ein Next Generation Weapon System.

Neue Flugzeuge ab 2015 – und Chancen

Ab Mitte der nächsten Dekade erwartet die MTU neue Flugzeugentwicklungen. Wie in der vergangenen Investitionsphase dürften sie der MTU die Möglichkeit bieten, ihre Marktposition weiter auszubauen. Um dafür die Expertise und Kompetenzen als Technologieführer kontinuierlich zu erweitern, werde intensiv an der Technologie-Roadmap gearbeitet, die Erfahrungen genutzt, die aktuell bei den Getriebefan-Programmen gesammelt werden und eine innovative Unternehmenskultur gefördert.

Ihre Innovationskraft nutzt die MTU beispielsweise bei der Weiterentwicklung aller Unternehmensbereiche durch den aktiven Einsatz der Möglichkeiten, die die Digitalisierung mit sich bringt. Im Gegensatz zu Unternehmen anderer Branchen erwartet die MTU keine fundamentale Veränderung ihres Geschäftsmodells durch die Digitalisierung.

Umbau der Lounges von Austrian Airlines in Wien

Heute, 13. Dezember, startet der Umbau der Austrian Lounges am Flughafen Wien. Alle drei Austrian Business Class und die beiden Senator Lounges erhalten ein neues Erscheinungsbild mit Fokus auf den Themen Österreich und Individualität. Österreich und der typische Charme von Austrian Airlines soll in den Lounges am Flughafen Wien für die Passagiere spürbar werden, erklärt Jürgen Jungbluth, Senior Manager Product Management, Ground-, Lounge- & Digital Product. Neben maßangefertigten Möbeln aus Österreich, einem neuen Textilkonzept mit individuell designten Teppichen und Vorhängen kommen auch Ausschnitte von Bildern österreichischer Künstler zum Einsatz. Highlight der Renovierung werden „echte“ Bäume in den Senator Lounges sein.

Mit zugangsbeschränkten Lounges können Fluggesellschaften und Netzwerke den Passagieren ein besonderes Reise- und Aufenthaltserlebnsi ermöglichen. Austrian Airlines will den Umbau der Lounges in Wien schrittweise umsetzen. Es wird sich jeweils eine Lounge im Umbau befinden, sodass alle anderen in der Zwischenzeit weiterhin von den Passagieren genützt werden können. Ab dem Frühjahr 2018 werden die Austrian Lounges dann im neuen Österreich-Feeling erstrahlen.

Auszeichnung am HAM: Schweres Arbeiten richtig üben

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Hamburg Airport hat nach dem Hamburger Gesundheitspreis 2016 nun einen weiteren Preis für vorbildlichen Arbeits- und Gesundheitsschutz erhalten. Die europäische Vereinigung für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz EAGOSH zeichnete die Bodenverkehrsdienste HAM Ground Handling mit ihrem Safety Award aus.

EAGOSH (European Aviation Group of Occupational Safety and Health) würdigte damit ein innovatives Trainingsprogramm, das den Mitarbeitern hilft, Verschleiß und Erkrankungen in einer Kombination aus Arbeitsschutz, beruflicher Gesundheitsförderung und Therapie vorzubeugen.

Die tägliche Arbeit der rund 950 Beschäftigten bei den Bodenverkehrsdiensten ist abwechslungsreich und verlangt eine Menge an Belastbarkeit. Deshalb hatte die Tochterfirma des Hamburg Airport das Trainingsprogramm gestartet. Dabei handelt es sich um ein wissenschaftlich fundiertes, ganzheitliches Konzept zur Prävention und Therapie von Muskel-Skelett-Erkrankungen, das gemeinschaftlich, u.A. mit Betriebsarzt, Sportwissenschaftlern, Krafttrainingsexperten, Industrie-Designern und Fachärzten entwickelt wurde. Dabei seien Lauft Flughafen auch Erfahrungen aus dem Leistungssport mit eingeflossen.

Haltung zeigen: „Richtig Kraft – Kraft Richtig“

„’Richtig Kraft’ bedeutet Kraftaufbau durch jobspezifisches Krafttraining während der Arbeitszeit und am Arbeitsplatz“, erläutert Christian Noack, „’Kraft Richtig’ bezeichnet den richtigen Einsatz von Kraft bei korrekter Ausführung von tätigkeitsspezifischen Bewegungsabläufen.“ Im Mittelpunkt steht hier ein „Jobsimulator“. Es wird zum Beispiel der Arbeitsplatz des Gepäckladers nachgestellt, um verpflichtend zu trainieren, wie belastende Tätigkeiten gesundheitlich korrekt und effizient ausgeführt werden können. Auch ein Trainingswettbewerb gehört zum Gesamtkonzept. Spaß und Motivation bekommen die Menschen, weil sie merken: es wirkt.

Bei ihrer Bewertung hob die EAGOSH-Jury die Einzigartigkeit des Hamburger Projekts hervor und betont, dass die Organisation bestrebt sei, die höchsten Standards der allgemeinen Gesundheit und Sicherheit in den operativen Standards der Mitgliedsorganisationen und in der Industrie zu erreichen und aufrechtzuerhalten.

Know-how für Galileo-Satelliten: Computer aus Schweden

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Kurz vor dem Start der nächsten Galileo-Satelliten am 12. Dezember hat Ruag den Folgeauftrag erhalten. Im Auftrag von OHB System AG liefert Ruag auch für die nächsten zwölf Satelliten des Galileo-Programmes die zentralen Steuerungscomputer. Mit Elektronik und mechanischen Produkten beteiligt sich Ruag seit dessen Beginn am Galileo-Programm.

Am 12. Dezember werden vier weitere Galileo-Satelliten auf der Ariane 5 -Rakete aus Kourou in Französisch-Guyana ins All befördert. Sie sind mit einem zentralen Steuerungscomputer von Ruag Space und mit weiteren elektronischen und mechanischen Bauteilen ausgestattet – entwickelt und produziert an Standorten in der Schweiz, Schweden und Österreich.

OHB verantwortet Gesamt-Satelliten

OHB System AG, Hersteller der Galileo-Satelliten, erteilte Ruag Space einen Auftrag für die Produktion von weiteren zwölf Steuerungscomputern für Galileo. Geliefert werden diese zwischen November 2018 und Oktober 2019. Von Anfang an liefert Ruag Space buchstäblich das ‚Gehirn‘ der Galileo-Satelliten an OHB. Die Bremer Firma baut die Satelliten für die ESA. Das europäische Navigationssystem erhält dabei mehrere Teile von der Schweizer Firma, etwa die Nutzlastverkleidung, Mechanik und Elektronik.

Ruag Space Schweden stellt für die Galileo-Satelliten ein breites Spektrum an elektronischen Produkten zur Verfügung. Darunter fällt unter anderem jener Computer, welcher für die Steuerung und Überwachung der Navigations-Nutzlast und anderer Subsysteme entwickelt wurde. Dieser Computer überwacht zum Beispiel die Temperatur an Bord der Satelliten und aktiviert Gegenmaßnahmen, wenn Schwankungen die Satellitenfunktionen gefährden.

Zentralcomputer und Außenhülle

Eine 13 Meter lange Nutzlastverkleidung von Ruag Space Schweiz wird die Satelliten am kommenden Dienstag bei ihrem Weg durch die Atmosphäre schützen. Aus Zürich stammen auch Mechanismen für die Ausrichtung der Solarzellengruppen der Galileo-Satelliten. Während der Satellit die Erde umkreist, ändert er kontinuierlich seine Ausrichtung zur Sonne. Spezielle Mechanismen, sogenannte SADMs (Solar Array Drive Mechanisms) stellen sicher, dass die Solarzellengruppen sich in ihrer Position an diese Veränderungen präzise anpassen, um die maximale Sonnenenergie zu nutzen.

Die isolierende „Verpackung“ des Satelliten wird von Ruag Space in Österreich hergestellt. Die Galileo-Satelliten werden fast gänzlich von einer speziellen Thermalschutzfolie ummantelt. Diese schützt die empfindliche Bordelektronik und die Atomuhren vor Beschädigungen durch extreme Temperaturschwankungen, denen Satelliten im All ausgesetzt sind.

Ruag liefert zudem elektronische Empfänger und Antennen für die Satelliten – diese übertragen Signale, die eine Positionsbestimmung auf der Erde ermöglichen. Auch der Ariane 5-Steuerungscomputer wird in Schweden gebaut und dient dazu, die 750 Tonnen schwere Rakete sicher durch die Atmosphäre zu leiten. Der kommende Start wird die Galileo-Konstellation auf 22 Satelliten erhöhen und dadurch die weltweite Verfügbarkeit der Navigationssignale verstärken.

Luftfahrt für Fraport AG zieht an

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Im November 2017 nutzten über fünf Millionen Fluggäste den Flughafen Frankfurt, ein Wachstum von 21,1 Prozent im Vergleich zum November des Vorjahres, der allerdings durch zahlreiche streikbedingte Annullierungen geprägt war. Auf bereinigter Basis ergibt sich immer noch ein beträchtlicher Zuwachs von 11,8 Prozent. Grund für den deutlichen Anstieg waren umfassende Angebotsaufstockungen der Airlines zum Winterflugplan 2017/2018. Das Cargo-Aufkommen stieg im November um 4,9 Prozent auf 200.827 Tonnen. Die Summe der Höchststartgewichte legte um 12,7 Prozent auf etwa 2,5 Millionen Tonnen zu. Mit insgesamt 39.124 Starts und Landungen stieg die Anzahl der Flugbewegungen um 16,6 Prozent. Ohne die streikbedingten Flugausfälle im Vergleichszeitraum ergibt sich ein Anstieg von 8,2 Prozent.

Auch die internationalen Beteiligungsflughäfen entwickelten sich durchweg positiv. Der slowenische Flughafen Ljubljana zählte 121.520 Fluggäste, ein Plus von 22,6 Prozent. Der Flughafen in Lima, Peru, verbuchte einen Anstieg von 9,5 Prozent auf rund 1,7 Millionen Passagiere. Die beiden bulgarischen Twin Star Airports Varna und Burgas nutzten insgesamt 73.220 Fluggäste. Da der Flughafen Burgas aufgrund von Sanierungsarbeiten im Start- und Landebahnsystem im vergangenen November und Dezember geschlossen war, ist ein Vergleich zum Vorjahresmonat nicht möglich.

Griechenland Schlusslicht

Die 14 griechischen Regionalflughäfen verzeichneten insgesamt einen leichten Anstieg von 1,2 Prozent auf 653.391 Fluggäste. Das Passagieraufkommen am türkischen Flughafen in Antalya nahm um 10,1 Prozent auf 959.182 Fluggäste zu. Die deutsche Beteiligung Hannover schloss den Berichtsmonat mit einem Plus von 13,6 Prozent auf 398.850 Passagiere. Der russische Flughafen St. Petersburg sowie der chinesische Airport in Xi’an nahmen jeweils um 14,4 beziehungsweise 14,2 Prozent auf rund 1,1 Millionen respektive auf 3,4 Millionen Fluggäste zu.

Streiks bei Ryanair angekündigt

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Streik jetzt auch bei Ryanair: Die Vereinigung Cockpit (VC) erklärte am heutigen Dienstag, dass ab sofort jederzeit mit Streikmaßnahmen bei der Low-Cost-Fluggesellschaft Ryanair zu rechnen sei. Beschäftigungsmodelle und Tarifpolitik wurden schon oft von Seiten der Piloten kritisiert. Damit soll die Aufnahme von Tarifverhandlungen zur Regelung von marktgerechten Arbeits- und Vergütungsbedingungen für Ryanair-Piloten erzwungen werden. Als marktgerecht sieht die VC insbesondere die Bedingungen bei TUIfly an, die wie Ryanair über eine Flotte von Flugzeugen des Typs Boeing 737 verfügt. Piloten der Ryanair könnten systematisches Sozialdumping nicht anders durchbrechen als mit gewerkschaftlichen Mitteln; damit sollte zudem jetzt begonnen werden, so der Vorsitzende Tarifpolitik der VC, Ingolf Schumacher.

Derzeit laufen Ryanair laut VC die Piloten in Scharen davon, weil fast alle anderen Fluggesellschaften bessere Arbeitsbedingungen böten, als Ryanair selbst. Piloten werden derzeit europaweit Piloten gesucht. Auch dadurch gibt es aus VC-Sicht eine deutliche Unterversorgung an Piloten bei der irischen Fluggesellschaft, was zu zahlreichen nicht durchgeführten Flügen führe. Möglicherweise spielen auch diese Flugstreichungen der letzten Zeit eine Rolle, wenn die Pilotengewerkschaft den Zeitpunkt für Druckmaßnahmen güstig sieht.

Streik bei Ryanair: Nicht nur in Deutschland

Die VC ist nicht allein. So haben der italienische und der portugiesische Pilotenverband ebenso Streiks für die kommenden Tage in Aussicht gestellt. Auch in Irland haben die Piloten gestern in einer Urabstimmung für die Durchführung von Arbeitskampfmaßnahmen votiert.

Ryanair soll nun eine letzte Gelegenheit erhalten, Streiks in Deutschland abzuwenden, indem sie nun unverzüglich die Bereitschaft erklären, über Arbeits- und Vergütungsbedingungen zu verhandeln, so die Forderung von VC-Präsident Ilja Schulz an Ryanair. Anderenfalls trage die Fluggesellschaft die volle Verantwortung für zukünftige Arbeitskampfmaßnahmen. Schon jetzt erklärt die Vereinigung Cockpit, dass aus Rücksicht auf die Passagiere im Weihnachts-Zeitraum vom 23. Dezember, nachmittags, bis einschließlich 26. Dezember jedenfalls keine Streikmaßnahmen durchgeführt werden.