X3 Demonstrator von Airbus bekommt Platz im Museum

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Nachdem der Demonstrator X3 von Airbus Helicopters in Sachen Geschwindigkeit Rekorde aufstellte, erhält er nun einen Platz im Musée de l’Air et de l’Espace, dem Luft- und Raumfahrtmuseum in Paris-Le-Bourget.

Die X3 wird dort neben anderen Legenden der Geschwindigkeits-Rekorde stehen, etwa dem europäischen Überschallflugzeug Concorde, und reiht sich auch hervorragend zu anderen historischen Exponaten von Airbus Helicopters (ehemals Eurocopter) ein, so der S.A. 3210-01 Super Frelon, welche vor 50 Jahren den Geschwindigkeitsrekord von 350 km/h aufstellte, erklärte Catherine Maunoury vom Museum.

Dauphin als X3-Entwicklungsplattform

Der Helikopter X3 des Herstellers diente der technologischen Entwicklung von einem High-Speed, Long Range und Hybrid Helicopter, entsprechend dem 3H-Konzept. Dieses konnte mit der X3 mit zwei Turboshaft-Triebwerken zum Antrieb des Fünfblatt-Hauptrotors sowie der zwei Propeller an den beiden kurzen Seitenflügeln auch komplett validiert werden. Die X3 nutzte dazu eine Dauphin als Plattform mit maximaler Startmasse von 5,2 Tonnen. Neben dem Konzept an sich konnte Airbus Helicopters daran auch das Verhalten der Hauptrotoren bei solch hohen Geschwindigkeiten untersuchen.

In über 155 Flugstunden in 199 Flügen wurden Meilensteine wie die Spitzengeschwindigkeit am 07.06.2013 von 255 Knoten bzw. 472 km/h erreicht, schneller als jeder andere Hubschrauber zuvor. Dabei konnte das Verhalten des Typs bei Steig- und Sinkflug, Reisegeschwindigkeiten, Steuerbarkeit und Vibrationsverhalten untersucht werden.

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Hybrid-Helikopter-Konzept für Spezial-Einsätze

Die X3-Studie dient Airbus Helicopters nun als Vorlage für weitere Hybrid-Helicopter-Konfigurationen, die ein fortschrittliches Fluggerät mit hoher Reisegeschwindigkeit, die dabei sehr kostengünstige senkrechte Starts und Landungen ermöglichen.

Der Turboprop-Antrieb mit gleichzeitig kompletten Hubschrauber-Eigenschaften ermöglicht so ein schnelles Transportgerät im Einsatzbereich für Langstrecken-SAR (Search and Rescue), Küstenwache und Grenzschutz, Personentransport, Off-Shore-Flüge, aber auch Shuttle-Flüge zwischen Städten. Gerade die hohe Reisegeschwindigkeit und die VTOL-Fähigkeiten (vertical takeoff and landing) machen das Konzept aber auch für militärische Operationen interessant, etwa für Spezialkräfte und Gefangenenbefreiung.