DRF-Rettungshubschrauber fliegt Offshore-Einsätze

Die DRF Luftrettung übernimmt zum Jahreswechsel die Sicherstellung der notfallmedizinischen Versorgung einer Windparkanlage der DanTysk Offshore Wind GmbH in der Nordsee. Im Auftrag der JointVenture Vattenfall und Stadtwerke München ist der Hubschrauber der DRF Luftrettung damit ein wesentlicher Bestandteil des Offshore-Rettungskonzeptes des Baufelds DanTysk.

Ein medizinisch und technisch speziell ausgerüsteter Rettungshubschrauber des Typs BK 117 mit Windenausstattung wird am Flugplatz Husum rund um die Uhr für Notfalleinsätze bereitstehen. Die rot-weiße Maschine ist mit zwei Piloten, einem Notarzt und einem zum Winchoperator ausgebildeten Rettungsassistenten besetzt.

Die Piloten, die über eine umfangreiche Offshore-Erfahrung verfügen, kommen ebenso wie die Rettungsassistenten von der DRF Luftrettung. Die Notärzte kommen dabei hauptsächlich von den umliegenden Kliniken. Das gesamte Personal wurde umfassend auf das Einsatzprofil geschult.

Bau der Windanlage steht an – In 35 Minuten vor Ort

Der Hubschrauber erreicht in einer Flugzeit von 35 bis 40 Minuten das Baufeld DanTysk, das sich 70 km vor der Insel Sylt befindet. Steffen Lutz, Vorstand der DRF Luftrettung: „Eine schnelle und optimale Versorgung von Notfallpatienten – dies ist die Kernaufgabe der DRF Luftrettung, die 28 Hubschrauberstationen in Deutschland betreibt.

Wir freuen uns sehr, dass wir unsere rund 40-jährige Erfahrung und damit verbunden unser medizinisches und fliegerisches Know-How in der Luftrettung jetzt auch im Auftrag der DanTysk Offshore Wind im luftgebundenen Werkrettungsdienst einsetzen können. Zudem können wir damit zusätzliche Einnahmen für die Luftrettung erwirtschaften“.

„Überzeugt hat uns das verzahnte Gesamtkonzept der DRF Luftrettung, das nicht nur qualifiziertes Personal im Luftrettungseinsatz, sondern darüber hinaus einen Rettungsassistenten mit erweiterter Spezialausbildung rund um die Uhr im Baufeld bietet. Dieser ist befähigt, bereits am Unfallort wichtige Hilfsmaßnahmen auszuführen und den Verletzten für den Transport vorzubereiten. Damit kann schon der Zeitraum bis zum Eintreffen des Hubschraubers zum Wohl des Verletzten sinnvoll genutzt werden, bis dieser in kürzester Zeit in eine Klinik geflogen und weiterversorgt werden kann“, sagt dazu Holger Grubel, Projektleiter des Offshore Windparks DanTysk.

Um die Jahreswende wird mit der Installation der ersten Fundamente für DanTysk begonnen. Das Installationsschiff Seafox 5 wird von seinem Einsatzhafen Vlissingen in Holland insgesamt 20 Mal das Baufeld mit je vier Gründungspfählen und Transitionpieces anfahren.