EADS strukturiert sich um ganz zu Airbus

EADS steigerte im ersten Halbjahr 2013 sowohl Umsatz als auch Rentabilität. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem vom zivilen Flugzeuggeschäft. Der Luftfahrt- und Verteidigungskonzern schließt zum nun veröffentlichten Halbjahresergebnis seine strategischen Überprüfungen ab und kündigt eine umfassende Reorganisation und Umbenennung an.

Der Auftragseingang(4) wuchs laut Halbjahresergebnis (H1) deutlich auf 96,6 Mrd. Euro, der Auftragsbestand belief sich Ende Juni auf 634,8 Mrd. Euro. Das berichtete EBIT* erreichte einen Wert von 1,5 Mrd. Euro, die Nettoliquidität lag zum Ende des ersten Halbjahres bei 5,9 Mrd. Euro.

"Wir haben in den ersten sechs Monaten eine solide Leistung gezeigt und bestätigen unsere Prognose für das Gesamtjahr", sagte EADS-CEO Tom Enders. "Cash-Generierung und Programmumsetzung bilden die zentralen Management-Schwerpunkte in der zweiten Jahreshälfte."

Im ersten Halbjahr 2013 erhöhte sich der Umsatz von EADS um sechs Prozent auf 26,3 Mrd. Euro (H1 2012: 24,9 Mrd. Euro). Diese Entwicklung spiegelt die steigende Anzahl an Auslieferungen bei Airbus Commercial wider sowie insgesamt weitgehend stabile Umsätze bei Eurocopter, Astrium und Cassidian. Das Verteidigungsgeschäft des Konzerns verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 einen stabilen Umsatz von 5,0 Mrd. Euro.

EBIT steigt dank Airbus Commercial

Das EBIT* vor Einmaleffekten – die Kennzahl zur Erfassung der operativen Gewinnspanne ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten aus Rückstellungsveränderungen für Programme und Restrukturierungen oder Währungsschwankungen – stieg auf 1,6 Mrd. Euro für EADS (H1 2012: 1,3 Mrd. Euro, a) sowie auf 1,2 Mrd. Euro für Airbus (H1 2012: 845 Mio. Euro, a). Maßgeblich getragen wurde diese Verbesserung vom guten operativen Ergebnis bei Airbus Commercial. Die EBIT*-Marge des Konzerns vor Einmaleffekten verbesserte sich auf 6,1 Prozent.

Das berichtete EBIT* von EADS stieg auf 1,5 Mrd. Euro (H1 2012: 1,1 Mrd. Euro, a). Darin enthalten sind Einmalaufwendungen in Höhe von 136 Mio. Euro bei Airbus. 28 Mio. Euro entfielen dabei wie erwartet auf Reparaturkosten für die A380-Verbindungsklammern zwischen Flügelhaut und innerer Flügelstruktur – basierend auf den Auslieferungen im ersten Halbjahr –, die übrigen 108 Mio. Euro auf die Währungsdifferenz von Dollar-Zu- und Abflüssen zu unterschiedlichen Zeitpunkten sowie bilanzielle Neubewertungen.

Das Finanzergebnis lag bei -407 Mio. Euro (H1 2012: -239 Mio. Euro), das Konzernergebnis(3) stieg auf 759 Mio. Euro (H1 2012: 579 Mio. Euro, a). Dies entspricht einem Gewinn je Aktie im ersten Halbjahr von 0,94 Euro (H1 2012: 0,71 Euro, a), der durch eine negative wechselkursinduzierte Neubewertung in Höhe von rund 170 Mio. Euro belastet wurde.

Die Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung und Entwicklung (F&E) blieben mit 1.414 Mio. Euro stabil (H1 2012: 1.425 Mio. Euro).

Der Free Cash Flow vor Übernahmen belief sich auf -4.143 Mio. Euro (H1 2012: -1.746 Mio. Euro), was einen Anstieg des Nettoumlaufvermögens bei Airbus und Eurocopter sowie saisonale Effekte im Regierungsgeschäft des Konzerns widerspiegelt. Die Investitionen lagen bei 1,4 Mrd. Euro und entfielen insbesondere auf Fortschritte beim A350-XWB-Entwicklungsflugzeug und auf gemäß IAS 38 aktivierte A350-Entwicklungskosten in Höhe von 130 Mio. Euro.

Die Nettoliquidität des Konzerns lag zum Ende des ersten Halbjahres bei 5,9 Mrd. Euro (Jahresende 2012: 12,3 Mrd. Euro) – nach Abzug von 1,8 Mrd. Euro zur Finanzierung des Aktienrückkaufprogramms sowie der Dividendenzahlung in Höhe von 468 Mio. Euro für das Jahr 2012.

Auftragseingang verdreifacht – Mehr Mitarbeiter

Der Auftragseingang(4) von EADS hat sich auf 96,6 Mrd. Euro mehr als verdreifacht (H1 2012: 28,2 Mrd. Euro), da sich die starke Wachstumsdynamik im zweiten Quartal fortsetzte – insbesondere bei Airbus Commercial. Auch im Verteidigungs- und Raumfahrtgeschäft erhielt der Konzern weitere Aufträge; jedoch in geringerem Umfang als 2012. Ende Juni 2013 war der Auftragsbestand(4) des Konzerns auf 634,8 Mrd. Euro angewachsen (Jahresende 2012: 566,5 Mrd. Euro). Der Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft belief sich auf 48,2 Mrd. Euro (Jahresende 2012: 49,6 Mrd. Euro). Zum 30. Juni 2013 beschäftigte EADS 143.358 Mitarbeiter (Jahresende 2012: 140.405).

In den vergangenen Monaten hat EADS eine Überprüfung der Strategie vorgenommen, die den Weg für zwei wichtige Entscheidungen des Verwaltungsrats geebnet hat. Zum einen plant der Konzern Airbus Military, Astrium und Cassidian in einer neuen Verteidigungs- und Raumfahrtdivision zusammenführen. Zum anderen sollen der Konzern und seine Divisionen umbenannt werden und die weltweit renommierte Marke Airbus nutzen. Damit wird die Integration und der Zusammenhalt des Konzerns weiter verbessert.

  • Die Airbus Group wird aus drei Divisionen bestehen:
  • Airbus, verantwortlich für das gesamte Zivilflugzeuggeschäft
  • Airbus Defence & Space, vereint sämtliche Verteidigungs- und Raumfahrtaktivitäten des Konzerns, einschließlich des Bereichs militärische Transportflugzeuge;
  • Airbus Helicopters, zuständig für das gesamte zivile und militärische Hubschraubergeschäft.

Mit der Zusammenlegung der Verteidigungs- und Raumfahrtsparten Airbus Military, Astrium und Cassidian reagiert der Konzern auf das veränderte Marktumfeld, das von stagnierenden oder sogar schrumpfenden Verteidigungsbudgets in der westlichen Welt geprägt ist. Die strukturelle Veränderung ermöglicht einen optimierten Marktzugang, ermöglicht Kosten- und Marktsynergien und stärkt die allgemeine Wettbewerbsfähigkeit. Zugleich gewinnt das europaweit führende Raumfahrt- und Verteidigungsunternehmen damit an Profil.

Airbus Helicopters als Hubschrauberdivision – Hauptsitz München

Die Division Airbus Helicopters, mit ihrem zivilen und militärischen Bereich, bleibt unverändert. Da die Hubschrauber-Technologie sehr speziell ist, ist es wichtig, die starken Synergien zwischen den zivilen und militärischen Produkten aufrecht zu erhalten.

Die Umsetzung soll zum 01. Januar 2014 beginnen, Schritt für Schritt erfolgen und in der zweiten Jahreshälfte 2014 abgeschlossen werden. Die neue Struktur soll den konzernweiten sogenannten "Flightpath 2015" zur Verbesserung der Rendite für die Aktionäre unterstützen. Bevor die Veränderungen in vollem Umfang wirksam werden können, müssen mehrere regulatorische Voraussetzungen erfüllt sowie Konsultationen mit dem Betriebsrat und weitere Genehmigungsverfahren erfolgreich abgeschlossen werden.

Airbus Defence & Space wird als Division etwa 45.000 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz von rund 14 Mrd. Euro generieren. Der Hauptsitz wird in München sein. Chief Executive Officer von Airbus Defence & Space wird Bernhard Gerwert (60). Airbus Defence & Space wird vier Geschäftsbereiche umfassen: Military Aircraft unter Leitung von Domingo Ureña-Raso (55), Space Systems unter Leitung von François Auque (57), Communication, Intelligence & Security Systems unter Leitung von Evert Dudok (54) sowie Equipment unter Leitung von Thomas Müller (55). Chief Financial Officer der Division wird Julian Whitehead (50).** Weitere Nominierungen werden im September und Oktober bekannt gegeben.

Tom Enders erklärte: "Was wir heute präsentieren, ist eine Evolution, keine Revolution. Es ist der nächste logische Schritt in der Entwicklung unseres Unternehmens. Wir bekräftigen damit die Bedeutung unseres zivilen Flugzeuggeschäfts innerhalb unserer Gruppe. Unsere Verteidigungs- und Raumfahrtaktivitäten reorganisieren und fokussieren wir, um Kosten zu reduzieren, die Profitabilität zu steigern und unsere Marktposition zu verbessern. Die Umbenennung führt schlichtweg das gesamte Unternehmen unter der besten Marke zusammen, die wir haben – eine Marke, die für Internationalisierung, Innovation und Integration steht sowie für rund zwei Drittel unseres Umsatzes. Damit verstärken wir unsere Botschaft: ‚We make things fly‘."

600 ausgelieferte Flugzeuge im Jahr erwartet

Ausgehend von den Ergebnissen des ersten Halbjahres 2013 bekräftigt EADS die Prognose für das Gesamtjahr 2013 für alle Schlüsselkennzahlen mit Ausnahme des Auftragseingangs von Airbus Commercial; hier wurde die Prognose weiter erhöht. Der Ausblick von EADS für das Geschäftsjahr 2013 basiert auf der Annahme, dass Weltwirtschaft und Luftverkehr gemäß den vorherrschenden unabhängigen Prognosen wachsen und dass es zu keinen größeren Turbulenzen kommt.

Die Zahl der Bruttobestellungen für Zivilflugzeuge dürfte im Jahr 2013 bei über 1.000 Flugzeugen liegen. Die Auslieferungen von Airbus sollten weiter ansteigen auf voraussichtlich 600 bis 610 Zivilflugzeuge. Aufgrund geringerer A380-Auslieferungen und basierend auf einem angenommenen Wechselkurs von 1 Euro = 1,35 US-Dollar dürfte der Konzernumsatz 2013 moderat wachsen.

Für 2013 strebt EADS durch eine weitere Verbesserung der 2012 erzielten operativen Gewinnspanne ein EBIT* vor Einmaleffekten von 3,5 Mrd. Euro an sowie einen Gewinn je Aktie* vor Einmaleffekten von rund 2,50 Euro (2012: 2,24 Euro) – vor dem laufenden Aktienrückkauf.

Abgesehen von den Belastungen durch die Reparatur der A380-Flügel in Höhe von rund 85 Mio. Euro im Jahr 2013, basierend auf 25 Auslieferungen, sollten sich die Einmaleffekte 2013 nach heutigem Stand auf folgende potenzielle Belastungen beschränken: auf das A350-XWB-Programm, auf Währungseffekte aufgrund der Differenz von Dollar-Zu- und Abflüssen zu unterschiedlichen Zeitpunkten sowie auf bilanzielle Neubewertungen.

Das A350-XWB-Programm birgt weiterhin Herausforderungen. Jede Änderung des Zeitplans könnte zunehmend höhere Rückstellungen zur Folge haben. Eine Abschätzung möglicher Einmalkosten durch die Gründung von Airbus Defence & Space wird in der zweiten Jahreshälfte 2013 erfolgen. EADS strebt für 2013 einen ausgeglichenen Free Cash Flow nach Kundenfinanzierungen und vor Übernahmen an.

EADS-Divisionen: Airbus Commercial weiter mit starkem Wachstum

Der konsolidierte Umsatz von Airbus erhöhte sich auf 18.924 Mio. Euro (H1 2012: 17.525 Mio. Euro. Euro, a), was vor allem auf den Anstieg bei den Auslieferungen von Zivil- und Militärflugzeugen zurückzuführen ist. Das konsolidierte Airbus-EBIT* stieg deutlich auf 1.093 Mio. Euro (H1 2012: 563 Mio. Euro, a). Der Netto-Auftragseingang erhöhte sich auf 90,4 Mrd. Euro (H1 2012: 21,2 Mrd. Euro, a).

Der Umsatz von Airbus Commercial stieg auf 18.235 Mio. Euro (H1 2012: 16.864 Mio. Euro, a), getragen durch die mit 295 Flugzeugen gestiegenen Auslieferungszahlen (H1 2012: 279 Flugzeuge). Das berichtete EBIT* von Airbus Commercial belief sich auf 1.092 Mio. Euro (H1 2012: 558 Mio. Euro, a), das EBIT* vor Einmaleffekten auf 1.228 Mio. Euro (H1 2012: 840 Mio. Euro, a). Das EBIT* vor Einmaleffekten von Airbus Commercial profitierte dabei von einer besseren operativen Performance mit günstigen Volumen-Effekten und Preissteigerungen. Der Umsatz von Airbus Military stieg auf 1.067 Mio. Euro (H1 2012: 843 Mio. Euro) bei einem EBIT* von 10 Mio. Euro (H1 2012: 2 Mio. Euro).

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 verbuchte Airbus Commercial 722 Nettobestellungen für Verkehrsflugzeuge (H1 2012: 230 Netto-bestellungen). Mit Festbestellungen für 241 Flugzeuge verlief die Paris Air Show für das Unternehmen erfolgreich. Auch für die A350 XWB brachte die Messe weitere Impulse. Singapore Airlines, Air France-KLM und United Airlines platzierten 65 Festbestellungen. Zudem unterzeichnete Airbus mit dem neuen A380-Kunden Doric Lease Corp. eine Vereinbarung über den Kauf von 20 A380. Die A320-Familie war auf der Messe ebenfalls erfolgreich und verbuchte Festbestellungen über 170 Flugzeuge, darunter Großaufträge von Lufthansa über 100 Maschinen der A320-Familie und von ILFC über weitere 50 A320neo. ATR erhielt in der ersten Jahreshälfte 2013 insgesamt 68 Bruttobestellungen.

Im A350-XWB-Programm konnte Airbus weitere deutliche Fortschritte verzeichnen. Seit dem Erstflug im Juni wurde die A350-XWB erfolgreich innerhalb des gesamten Flugbetriebsbereichs erprobt und alle wesentlichen Flugsysteme haben ihre ersten Tests bestanden. Airbus tritt nun in die kritischste Phase des A350-Programms ein. Der Produktionshochlauf wird vorbereitet und die damit verbundenen Risiken im Hinblick auf Zeitplan, Leistung des Flugzeugs und Kostenrahmen werden genau überwacht.

Airbus Military verzeichnete acht Nettobestellungen (H1 2012: 21 Nettobestellungen) und lieferte zwölf Flugzeuge aus (H1 2012: sieben Flugzeuge). Airbus Military befindet sich in allerletzten Gesprächen mit OCCAR und den sieben Erstkunden-Nationen hinsichtlich der vorläufigen Einsatzfähigkeit (Initial Operating Clearance, IOC) und Musterzulassung der A400M. Ungeachtet vertraglicher Rechte schreiten die Gespräche gut voran. Die IOC ist eine Voraussetzung für die Auslieferung des ersten Flugzeugs an Frankreich, die in den kommenden Tagen erfolgen soll. Airbus Military lieferte im zweiten Quartal das hundertste Transport- und Überwachungsflugzeug vom Typ C295 an den Oman aus.

Ende Juni verzeichnete Airbus einen konsolidierten Auftragsbestand in Höhe von 595,8 Mrd. Euro (Jahresende 2012: 525,5 Mrd. Euro, a). Der Auftragsbestand bei Airbus Commercial lag bei 575,7 Mrd. Euro (Jahresende 2012: 505,3 Mrd. Euro, a). Dies entspricht einer Stückzahl von 5.109 Flugzeugen ohne ATR-Aufträge (Jahresende 2012: 4.682 Flugzeuge). Der Auftragsbestand von Airbus Military belief sich auf 20,8 Mrd. Euro (Jahresende 2012: 21,1 Mrd. Euro).

Eurocopters Ergebnis durch Flugbeschränkungen für EC225 Super Puma stark belastet

Der Umsatz von Eurocopter sank um sieben Prozent auf 2.584 Mio. Euro (H1 2012: 2.771 Mio. Euro), die Zahl der Auslieferungen ging auf 190 Hubschrauber zurück (H1 2012: 198 Hubschrauber). Das EBIT* von Eurocopter fiel um 35 Prozent auf 128 Mio. Euro (H1 2012: 198 Mio. Euro, a). Wie erwartet, wurde das operative Ergebnis durch die für die Baureihe EC225 Super Puma angeordneten Flugbeschränkungen erheblich belastet.

Eurocopter hat entscheidende Schritte zur Wiederherstellung der vollen Einsatzfähigkeit der Super-Puma-Flotte unternommen. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) und die Luftfahrtbehörden Großbritanniens und Norwegens haben die von Eurocopter für die EC225 entwickelten Sicherheitsmaßnahmen inzwischen offiziell genehmigt. Eurocopter unterstützt nun die Hubschrauberbetreiber dabei, ihre Flotten wieder in Dienst zu stellen.

Der Auftragseingang der Division im zweiten Quartal umfasste auch eine Bestellung aus Frankreich über 34 NH90 in der Version als Taktischer Transporthubschrauber (TTH). Eurocopter lieferte zudem den ersten Kampf- und Unterstützungshubschrauber vom Typ Tiger HAD an Frankreich aus.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 verzeichnete Eurocopter 167 Nettobestellungen (H1 2012: 195 Nettobestellungen). Ende Juni 2013 belief sich der Auftragsbestand von Eurocopter auf 12,8 Mrd. Euro (Jahresende 2012: 12,9 Mrd. Euro). Dies entspricht 1.047 Hubschraubern (Jahresende 2012: 1.070 Hubschrauber).

Astrium verbuchte in der ersten Jahreshälfte 2013 einen Umsatz von 2.808 Mio. Euro (H1 2012: 2.661 Mio. Euro) bei einem EBIT* von 123 Mio. Euro (H1 2012: 129 Mio. Euro, a). Die Entwicklung des EBIT* spiegelt die Fortschritte im Satelliten- und Trägerraketengeschäft wider. Dahingegen wurden Auftragseingang, Umsätze und das Margenwachstum im Services-Segment durch das von starkem Wettbewerb geprägte Umfeld und knappe Kundenbudgets belastet.

Mit dem erfolgreichen Andocken des vierten unbemannten Raumtransporters, das Automated Transfer Vehicle – ATV-4, an die Internationale Raumstation stellte Astrium erneut das hervorragende Programm-Management der Division unter Beweis. Die Mission markierte zugleich den 55. erfolgreichen Start der Ariane 5 in Folge. Astrium erhielt außerdem einen Exportauftrag zum Bau eines neuen Telekommunikationssatelliten für den russischen Satellitenbetreiber RSCC. Der Auftragseingang lag im ersten Halbjahr 2013 bei 1,9 Mrd. Euro (H1 2012: 2,2 Mrd. Euro). Der Auftragsbestand der Division belief sich zum 30. Juni 2013 auf 11,7 Mrd. Euro (Jahresende 2012: 12,7 Mrd. Euro).

Der Umsatz von Cassidian betrug 2.286 Mio. Euro (H1 2012: 2.186 Mio. Euro) bei einem EBIT* von 86 Mio. Euro (H1 2012: 81 Mio. Euro, a). Die Durchführung der Programme verlief planmäßig und wirkte sich positiv auf Umsatz und EBIT* aus. Die Grenzsicherungsprogramme der Division bergen jedoch weiterhin Herausforderungen im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Umsetzung.

Das von Cassidian im vierten Quartal 2012 angekündigte Restrukturierungsprogramm ist auf gutem Kurs. Zu den größten geschäftlichen Erfolgen gehört der Vertrag zur Integration des Luft/Luft-Lenkflugkörpersystems Meteor in den Eurofighter, der vom Eurofighter-Konsortium im Juni unterzeichnet wurde. Zudem erhielt der Bereich Lenkflugkörper im Rahmen des Tornado-Unterstützungsprogramms einen wichtigen Exportauftrag. Der Netto-Auftragseingang sank auf 2,0 Mrd. Euro (H1 2012: 2,8 Mrd. Euro). Der Auftragsbestand von Cassidian belief sich Ende Juni auf 15,1 Mrd. Euro (Jahresende 2012: 15,6 Mrd. Euro).

* EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus "außerordentliche Posten" bezieht sich auf Sachverhalte wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung von EADS, dem Airbus-Unternehmens-Zusammenschluss, der Gründung von MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Wertminderungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.

** Bernhard Gerwert ist derzeit CEO von Cassidian; Domingo Ureña-Raso ist Head of Airbus Military; François Auque ist CEO von Astrium; Evert Dudok ist CEO von Astrium Services; Thomas Müller ist Head of Astrium Satellite Products; und Julian Whitehead ist CFO von Cassidian.

a. Bestimmte Zahlen für das erste Halbjahr 2012 und das Jahresende 2012 wurden angepasst, um der veränderten Pensionsbilanzierung gemäß IAS 19 Rechnung zu tragen. Die Daten von Airbus spiegeln zudem die Konsolidierung von ATR und Sogerma innerhalb Airbus Commercial wider. In der Vergangenheit wurden ATR und Sogerma unter "Übrige Aktivitäten" konsolidiert.

1) Gewinn vor Zinsen, Steuern, Wertminderungen, Abschreibungen und außerordentlichen Posten.

2) Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten.

3) EADS verwendet weiterhin den Terminus Konzernergebnis. Das Konzernergebnis ist identisch mit dem Ergebnis, das den Eigentümern des Mutterunternehmens gemäß den IFRS-Regeln zusteht.

4) Beiträge und Bestände aus dem zivilen Flugzeuggeschäft zum Auftragseingang bzw. Auftragsbestand von EADS basieren auf Listenpreisen.

5) Die berichtspflichtigen Segmente Airbus Commercial und Airbus Military sind Teil der Airbus-Division. Eliminierungen werden auf Divisionsebene vorgenommen.

Sicherheitshinweis zu den Prognosen über die Geschäftsentwicklung (Safe Harbour Statement):

Bestimmte Aussagen in dieser Mitteilung geben keine historischen Fakten wieder, sondern sind vorausschauende Aussagen und Erwartungen, die sich auf die Überzeugungen der Geschäftsleitung stützen. Diese Aussagen entsprechen den zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung aktuellen Ansichten und Einschätzungen von EADS. Sie unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass tatsächliche Ergebnisse, Leistungsdaten oder Ereignisse von den in solchen Mitteilungen explizit oder implizit ausgewiesenen maßgeblich abweichen können.