Philae wieder aufgewacht! Erste Lebenszeichen vom Kometen

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Kometen-Lander Philae ist am 13. Juni 2015 um 22:28 Uhr endlich wieder aus seinem Winterschlaf erwacht und hat sich mit ersten Daten an die Erde zurückgemeldet. Die spektakuläre Landung auf einem Kometen brachte den Forschern der Rosetta-Mission wertvolle Daten. Doch nachdem Lander Philae an einem schattigen Ort landete, hieß es warten, bis die Bedingungen besser würden.

Nun endlich hat Philae genügend Sonnenenergie erhalten. Über 300 Datenpakete hat das Team des Lander-Kontrollzentrums des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ausgewertet: “Philae geht es sehr gut: Er hat eine Betriebstemperatur von minus 35 Grad Celsius und verfügt über 24 Watt”, erläutert DLR-Philae-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec. Minus 45 Grad Celsius muss sie mindestens betragen. Der Lander ist damit betriebsbereit. 85 Sekunden lang “sprach” Philae mit seinem Bodenteam bei seinem ersten Kontakt seit seinem Winterschlaf.

Philae ist schon länger wach

Bei der Analyse seiner Statusdaten zeigte sich, dass Philae auch zuvor schon wach gewesen sein muss: “Wir haben auch historische Daten erhalten – bisher war dem Lander allerdings noch nicht gelungen, mit uns Kontakt aufzunehmen.” Nun warten die Wissenschaftler auf den nächsten Kontakt. In Philaes Speichermedien stecken noch weitere 8.000 Datenpakete, die dem DLR-Team Aufschluss darüber geben werden, wie es Philae in den vergangenen Tagen auf Komet 67P/Churyumov-Gerasimenko ergangen ist.

Philae hatte sich am 15. November 2014 um 01:15 Uhr abgeschaltet, nach dem er etwa 60 Stunden auf dem Kometen in Betrieb war. Seit dem 12. März 2015 war immer wieder die Kommunikationseinheit auf dem Orbiter Rosetta eingeschaltet, um den Lander zu rufen und seine Antwort zu empfangen.

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Grafik: ESA/ATG medialab; Foto: ESA/Rosetta/NavCam – CC BY-SA IGO 3