Bergungseinsatz für Insassen einer Fokker 27 am Köln Bonn Airport

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Ein Propellerflugzeug des Typs Fokker 27 der Lowtax Air, besetzt mit 50 Passagieren und vier Besatzungsmitgliedern, verfehlt im dichten Nebel die Landebahn 24 und landet auf dem Rollweg D. Unmittelbar danach kommt das Flugzeug vom Rollweg ab, durchquert eine Grünfläche und kommt in einer Böschung zum Stehen: Das war das Szenario einer Übung am Köln Bonn Airport.

Beim Aufprall in der Böschung tritt Treibstoff aus, der sich an heißen Triebwerksteilen entzündet. Es entsteht ein Teilbrand des Flugzeugs, der droht, auf eine nahegelegene Gerätehalle überzugreifen.

Die Cockpit-Crew wird beim Aufprall so schwer verletzt, dass sie nicht in der Lage ist, die Evakuierung des Luftfahrzeugs einzuleiten. In der Kabine sind eine zunächst unbekannte Zahl von Passagieren und die zwei Flugbegleiter verletzt. In den Sitzreihen 1 bis 3 sind mehrere Passagiere eingeklemmt und können sich nicht selbständig befreien.

Die Übung diente der Überprüfung des Notfall-Managements am Köln Bonn Airport. Geprobt wurde insbesondere die Zusammenarbeit von internen und externen Einsatzkräften. Mehr als 300 Personen nahmen an dem geprobten Ernstfall teil, darunter Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr Köln, der Polizei, der Flughafenfeuerwehr sowie etwa 90 Komparsen. Rund 80 Fahrzeuge sind im Einsatz.

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Die Analyse und Auswertung der Übung erfolgt in den kommenden Tagen und soll für eventuelle Verbesserungen der Abläufe ausgewertet werden. Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) schreibt für Verkehrsflughäfen alle zwei Jahre eine große Notfallübung vor. Der normale Flugbetrieb wird durch die Übung nicht beeinträchtigt.