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Aufpreis bei Billig-Airlines durch unrechte Extragebühren

Bei Billigfluggesellschaften können für Zusatzdienstleistungen am Flughafen hohe Gebühren fällig werden: Bordkarte vergessen – Handgepäck schwerer als geplant – Einchecken eines Extrakoffers. Die ungarische Fluggesellschaft WIZZAIR und die von ihr angeflogenen Flughäfen seien laut Rechtsanwalt Dr. Norbert Knittlmayer der Erhebung solcher Gebühren, die in der Summe schnell den beworbenen Flugpreis übersteigen können, besonders kreativ. WIZZAIR erlaubt bislang den Flughäfen für das Einziehen von Gebühren eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr von den Flugpassagieren zu erheben; also eine „Servicegebühr auf die Servicegebühr“. Diesem Gebührenmodell hat das Amtsgericht Dortmund jetzt in zwei von der Rechtsanwaltsgesellschaft Marccus Partners gegen den Flughafen Dortmund geführten Musterprozessen einen Riegel vorgeschoben.

Mit inzwischen rechtskräftigen Urteilen vom 01. März 2017 entschied das Amtsgericht Dortmund (AZ 420 C 5392/16 und 420 C 5396/16), dass der Flughafen Dortmund keine Rechtsgrundlage für Erhebung einer solchen „Servicegebühr auf die Servicegebühr“ hat. Fluggäste, die diese Bearbeitungsgebühr bezahlt haben, haben gegen den gebührenerhebenden Flughafen einen Anspruch auf Rückerstattung. War einem WIZZAIR-Passagier beispielsweise der sog. „Online-Check-in“ nicht möglich, erhebt die Fluggesellschaft für den Check-in am Flughafen eine Gebühr in Höhe von 30,00 Euro pro Person und Flugstrecke. Ferner muss der Fluggast an den gebührenerhebenden Flughafen eine vom Flughafen selbst festgelegte zusätzliche „Servicegebühr auf die Servicegebühr“ entrichten, die der Flughafen Dortmund auf fünf Euro festgesetzt hat.

Da die Erhebung dieser Bearbeitungsgebühr von fünf Euro zwar dem Flughafen von WIZZAIR vertraglich gestattet wird, es dazu aber kein Vertragsverhältnis zwischen Fluggast und Flughafen gibt, fehlt dem Flughafen die notwendige Rechtsgrundlage für die Erhebung der Zusatzgebühr vom Reisenden. „Zurecht hat das Amtsgericht Dortmund den Billigfluggesellschaften und Flughäfen hier Grenzen bei der Erhebung von Zusatzgebühren aufgezeigt“, betont Rechtsanwalt Dr. Norbert Knittlmayer, Partner der Rechtsanwaltsgesellschaft Marccus Partners in Düsseldorf. Rechtsanwalt Dr. Norbert Knittlmayer hat am Institut für Luft- und Weltraumrecht der Universität zu Köln promoviert und zahlreiche Beiträge u.a. zu Rechtsfragen des Luftverkehrs und der kommerziellen Nutzung des Weltraums veröffentlicht. „Bloße Vereinbarungen zwischen Fluggesellschaften und Flughäfen zur Erhebung solcher zusätzlicher Bearbeitungsgebühren können nicht zulasten der Fluggäste gehen.“ so der Rechtsanwalt.

Fraport mit 592,6 Millionen Euro Quartalsumsatz

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Fraports Konzernsflughäfen erzielten im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2017 überwiegend ein Wachstum im Passagierverkehr. Am Standort Frankfurt führte dies zu einem Anstieg der Erlöse aus Flughafen-Entgelten. Auch das Retail-Geschäft und korrespondierend der Netto-Retail-Erlös je Passagier profitierten vom Passagierwachstum.

Außerhalb von Frankfurt verzeichneten die Flughäfen in Lima, Ljubljana, St. Petersburg, Varna sowie Xi’an ein solides Passagierwachstum. Die Passagierentwicklung in Antalya war weiterhin rückläufig, allerdings im Wesentlichen bedingt durch die spätere Lage der Osterfeiertage in diesem Jahr. Der Konzern-Umsatz legte im ersten Quartal 2017 entsprechend um 3,5 Prozent auf 592,6 Millionen Euro zu. Aufgrund von höheren Personal- und Materialaufwendungen sowie Einmaleffekten ging das Konzern-EBITDA hingegen auf 137,3 Millionen Euro zurück (minus 5,7 Prozent). Bei den Einmaleffekten handelte es sich insbesondere um Rückstellungen für das Programm zum Personalstrukturwandel am Standort Frankfurt sowie Aufwendungen für bereits eingestelltes Personal in Griechenland.

Gegenläufig verbesserte sich das Finanzergebnis von minus 42,5 Millionen Euro auf minus 29,2 Millionen Euro. Ausschlaggebend waren ein verbessertes Ergebnis aus At-Equity-bewerteten Unternehmen – insbesondere der Beteiligung in Antalya – und das sonstige Finanzergebnis, das von positiven Effekten aus der Markbewertung von Derivaten profitierte. Das verbesserte Finanzergebnis bewirkte eine insgesamt positive Entwicklung des Konzern-EBT, das um 18,8 Prozent auf 25,9 Millionen Euro anstieg. Analog verbesserten sich das Konzern-Ergebnis auf 18,8 Millionen Euro (plus 24,5 Prozent) sowie das Ergebnis je Aktie auf 0,20 Euro (plus 25,0 Prozent).

Die gute Geschäftsentwicklung sowie geringere Zahlungen für Ertragsteuern erhöhten den Operativen Cash Flow um 32,3 Prozent auf 119,6 Millionen Euro. Sie schlugen sich ebenfalls auf den Free Cash Flow nieder, der auf 54,0 Millionen Euro zulegte (plus 19,5 Prozent). Die Netto-Finanzschulden verringerten sich zum Ende des ersten Quartals auf 2.295,6 Millionen Euro, die Gearing Ratio erreichte einen Wert von 63,3 Prozent (Werte zum 31. Dezember 2016: 2.355,9 Millionen Euro bzw. 65,4 Prozent).

Die Fraport AG hat am 16. März 2017 im Rahmen eines öffentlichen Bieterverfahrens den Zuschlag für den Betrieb der Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre in Brasilien erhalten. Aufgrund der Übernahme der Konzessionen sowie geplanter Investitionsmaßnahmen erwartet der Vorstand nach Abschluss eines Ratifizierungsverfahrens derzeit für das Geschäftsjahr 2017 einen Anstieg der Konzern-Netto-Finanzschulden um weitere rund 300 Millionen Euro.

Nach Abschluss des ersten Quartals hält der Vorstand an seinen weiteren Prognosen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Gesamtjahr 2017 fest. Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG: „Am Standort Frankfurt haben insbesondere einzelne Sonderfaktoren das operative Ergebnis im ersten Quartal belastet. Dennoch konnten wir das Konzern-Ergebnis deutlich steigern. Im Vergleich zum durchwachsenen Jahr 2016 erleben wir eine deutliche Rückkehr zu Verkehrswachstum, und zwar sowohl durch die etablierten Netzwerkcarrier als auch durch Low Cost-Anbieter.“

Ryanair fliegt nach Eilat ab Bremen und Weeze

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Ryanair hat jetzt schon den Start neuer Winterverbindungen sowohl von Bremen als auch von Düsseldorf Weeze nach Eilat (Owda) verkündet. Die Flüge sollen zweimal pro Woche stattfinden. Neben dieser neuen Strecke beinhaltet der Ryanair Winterflugplan 2017/2018 für Bremen außerdem eine neue Route nach Fes (zweimal pro Woche) und eine neue Winterverbindung nach Malaga (zweimal pro Woche), sodass der irische Low-Cost-Carrier mit dem Winterflugplan 2017/2018 insgesamt zehn Verbindungen ab Bremen anbietet.

Ab Weeze gibt es im Ryanair-Winterflugplan 2017/2018 außerdem eine neue Verbindung nach Nador (zweimal pro Woche), sodass Ryanair im Winter auf insgesamt 22 Verbindungen ab Düsseldorf Weeze wächst.

Zusammenarbeit von Emirates SkyCargo und Cargolux

Emirates SkyCargo und Cargolux Airlines wollen eine strategische Partnerschaft im Luftfrachtgeschäft. Es wäre die erste Zusammenarbeit ihrer Art in der Luftfrachtbranche zwischen einer kommerziellen Fluggesellschaft und einer spezialisierten Frachtfluggesellschaft, so die Unternehmen

Beide Partner wollen so die komplementären Stärken nutzen und sich beim Kundenservice ergänzen. Der Kooperationsvertrag wurde auf der in München stattfindenden Air Cargo Europe im Rahmen der Messe Transport Logistic 2017 in Anwesenheit von François Bausch, Luxemburgs Minister für Nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen, unterzeichnet. Auf Basis der Absichtserklärung werden Emirates SkyCargo und Cargolux enger bei einer Reihe von betrieblichen Themen zusammenarbeiten, darunter:

Flugzeugkapazität: Emirates wird Boeing 747F-Kapazitäten von Cargolux nutzen und verfügt damit weiter über 747F-Zugang, um Kunden den Transport von großer Fracht, die nur über die Bugklappe verladen werden kann, anzubieten, und um die eigene Boeing 777-Vollfrachterflotte zu ergänzen.

Block-Space und Interline: Emirates SkyCargo und Cargolux werden gemeinsame Interline- und Block-Space-Abkommen weiter intensivieren und innerhalb ihrer Streckennetze nutzen, womit zusätzliche Kapazitäten auf Routen eröffnet werden, die bislang noch nicht von beiden bedient worden sind. Dies ermöglicht Kunden beider Gesellschaften eine noch bessere weltweite Reichweite, um Fracht von wichtigen Produktionsstätten zu Verbrauchermärkten zu befördern. Cargolux erhält Zugang zu Emirates SkyCargos frequenzstarkem Vertriebsnetz durch Unterdeckkapazitäten auf Passagierflugzeugen zu mehr als 150 weltweiten Zielen in 83 Ländern. Emirates kann 747-Hauptdeckkapazitäten innerhalb des Streckennetzes von Cargolux nutzen.

Drehkreuzverbindung und Frachtabfertigung: Emirates SkyCargo beginnt ab Juni 2017 mit Frachtflügen nach Luxemburg. Dieselbe Cargo-Einrichtung in Luxemburg fertigt sowohl Fracht von Emirates SkyCargo als auch von Cargolux ab. Darüber hinaus erhöht Cargolux die Anzahl von aktuell drei wöchentlichen Frachtflügen zum internationalen Flughafen Dubai World Central (DWC), um die Verbindung zwischen beiden Frachthubs zu unterstützen. Ferner werden die Frachter von Cargolux, die Dubai World Central ansteuern, vor Ort von Emirates SkyCargo abgefertigt.

Die Frachtabwicklung an beiden Drehkreuzen wird den nahtlosen Transport zwischen beiden Gesellschaften erleichtern. Die Beförderung von besonders sensiblen Produkten wie Medikamenten ist ebenfalls sichergestellt, da beide Fluggesellschaften über die Zertifizierung EU Good Distribution Practices für den zulässigen Transport von medizinischen Produkten verfügen. Zusätzlich leistet die Anbindung an Dubai und Luxemburg einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Position von beiden Standorten als maßgebliche Logistikhubs und Distributionszentren in den jeweiligen Regionen.

„Emirates SkyCargo hat den Anspruch, eine führende Rolle in der weltweiten Luftfracht einzunehmen und Kunden die höchsten Standards an Produkten und Serviceleistungen anzubieten. Die Kooperation mit Cargolux, einem führenden, etablierten und spezialisierten Luftfrachtunternehmen mit ähnlichen Stärken wie den unseren ermöglicht uns, ein noch umfassenderes Produktangebot anzubieten und somit an Mehrwert für unsere Kunden zu gewinnen“, so Nabil Sultan, Emirates Divisional Senior Vice President, Cargo.

„Cargolux freut sich über die gemeinsame Zusammenarbeit mit Emirates SkyCargo im Rahmen dieses Abkommens. Als einer der tonangebenden Fluggesellschaften weltweit ist Emirates SkyCargo ein ebenso wichtiger Akteur in der Branche wie Cargolux. Nun ermöglichen uns die sich ergänzenden Kapazitäten Serviceangebote zu entwickeln, die wir beide nicht alleine anbieten könnten. Die Tatsache, dass Emirates sich für Cargolux als bevorzugten Partner entschieden hat, zeigt, dass unser Bestreben nach Qualität und besonderer Aufmerksamkeit gegenüber unseren Kunden verstanden und gut angenommen wird“, ergänzt Richard Forson, Cargolux President & CEO.

Neben der gemeinsamen Entwicklung von Serviceleistungen für Kunden ermöglicht die Kooperation zwischen Emirates SkyCargo und Cargolux beiden, die bewährtesten Methoden und Prozesse im Bereich Cargo-Handling und Frachttransport anzubieten. Emirates SkyCargo, Frachtdivision von Emirates und weltgrößter internationale Luftfrachtführer, bedient weltweit über 150 Ziele in 83 Ländern auf sechs Kontinenten, darunter 15 reine Frachterziele. Die Emirates-Flotte ist eine der jüngsten weltweit und umfasst 260 Passagierjets, darunter 15 Vollfrachter. Das Emirates SkyCargo-Zentrum am Dubai World Central Al Maktoum International Airport zählt zu den modernsten und effizientesten Frachtterminals der Welt. Im Geschäftsjahr 2015-2016 verzeichnete das Unternehmen 2,5 Millionen Tonnen beförderter Fracht.

Cargolux mit Sitz in Luxemburg ist Europas führende Frachtfluggesellschaft mit einer modernen und effizienten Flotte aus 14 Boeing 747-8- und 12 Boeing 747-400-Vollfrachtern. Das weltweite Streckennetz von Cargolux umfasst 90 Destinationen, davon werden rund 70 durch reine Frachtflüge bedient. Cargolux ist mit 85 Büros in mehr als 50 Ländern präsent und unterhält einen umfassenden globalen Truck-Transportservice zu mehr als 250 Zielen sowie Voll- und Halbcharter-Dienste. Zudem bietet Cargolux in seinem modernen Hangar in Luxemburg die externe Wartung von Flugzeugen an und hat sich in Wartungs- und Reparaturleistungen von B747-Jets bis zu C-Checks spezialisiert.

Auf dem Bild (v.l.n.r.): Richard Forson, Chief Executive Officer, Cargolux International Airlines, Nabil Sultan, Emirates Divisional Senior Vice President Cargo.

Kühlservice bei Lufthansa-Flugnummer auf der Straße

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Lufthansa Cargo bietet ab sofort die neue Buchungsoption „Road Feeder Service Cool“ (RFS-Cool) als weltweit erste Frachtfluglinie an. Das neue Angebot im Bereich Kühllogistik stellt sicher, dass temperatursensible Fracht nicht nur an Bord der Flugzeuge aktiv oder passiv gekühlt oder gewärmt wird, sondern auch beim Einsatz von Straßenverbindungen mit Lufthansa-Flugnummern (RFS) entsprechend ausgestattete Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Beispielsweise können Kunden so von Lufthansa Cargo nach Frankfurt eingeflogene empfindliche Medikamente für den Weitertransport innerhalb Europas verbindlich auf den neuen „Road Feeder Service Cool“ buchen und so sicherstellen, dass die Güter auch auf diesem Abschnitt im festgelegten Temperaturbereich bleiben.

Lufthansa Cargo erweitert zudem derzeit erheblich die Kapazitäten des eigenen Cool Centers am Drehkreuz Frankfurt. Nach dem Ausbau werden ab Spätsommer dieses Jahres 8.000 Quadratmeter für Kühlfracht zur Verfügung stehen. Neben der Erweiterung wird die gesamte Infrastruktur des Lufthansa Cargo Cool Centers weiter verbessert. Es wurde im Dezember 2011 eröffnet und verfügt derzeit auf 4.500 Quadratmetern über vier unterschiedlich temperierte Kühlräume (2 bis 8°C, 15 bis 25°C, 5 bis 15°C und -12 bis -20°C) sowie eine Tiefkühlzelle und einen direkten Zugang auf das Vorfeld. Damit ist es bereits heute das größte Drehkreuz für temperatursensible Fracht in Europa.

Bereits 2016 hatte der Airlineverband IATA Lufthansa Cargo und das unternehmenseigene Cool Center mit dem CEIV-Siegel für Pharmatransporte ausgezeichnet. Lufthansa Cargo verbessert den Service fortlaufend und berücksichtigt dabei die besonderen Anforderungen der Phamaindustrie sowie sämtliche Vorgaben nach EU GDP (Good Distribution Practice of Medicinal Products for Human Use).

Airlines zum Ausgleich bei Flugausfall verpflichtet

Fluggesellschften, die nicht beweisen können, dass ein Fluggast über die Annullierung seines Flugs mindestens zwei Wochen vor der planmäßigen Abflugzeit unterrichtet worden ist, müssen ihm einen Ausgleich leisten. Dies gilt nicht nur bei einem unmittelbar zwischen dem Fluggast und dem Luftfahrtunternehmen, sondern auch bei einem über einen Online-Reisevermittler geschlossenen Beförderungsvertrag. Im konkreten Fall buchte Herr Krijgsman über einen Online-Reisevermittler einen Hin- und Rückflug von Amsterdam Schiphol (Niederlande) nach Paramaribo (Surinam) mit der Luftfahrtgesellschaft Surinaamse Luchtvaart Maatschappij (SLM). Der Hinflug war für den 14 . November 2014 vorgesehen. Am 09. Oktober 2014 unterrichtete SLM den Reisevermittler über die Annullierung dieses Flugs.

Am 04. November 2014 wurde Herr Krijgsman mit einer E-Mail des Reisevermittlers darüber unterrichtet. Unter Berufung auf die Unionsverordnung über Ausgleichsleistungen für Fluggäste bei Annullierung von Flügen1 forderte Herr Krijgsman von SLM die Zahlung des darin geregelten Pauschalbetrags von 600 Euro. Diese Verordnung sieht u.a. vor, dass den Fluggästen vom Luftfahrtunternehmen ein Anspruch auf Ausgleichsleistungen eingeräumt wird, es sei denn sie sind über die Annullierung des Flugs mindestens zwei Wochen vor der planmäßigen Abflugzeit unterrichtet worden.

Verantwortung hin und her geschoben

SLM verweigerte Herrn Krijgsman jedoch einen Ausgleich mit der Begründung, die Information über die Änderung des Abflugdatums am 09. Oktober 2014 an den Reisevermittler weitergegeben worden sei. Der Reisevermittler wies seinerseits gegenüber Herrn Krijgsman jede Verantwortung von sich, da sich seine Geschäftsbesorgung auf den Abschluss von Verträgen zwischen Fluggästen und Luftfahrtunternehmen beschränke und er somit nicht für Flugplanänderungen verantwortlich sei.

Die Unterrichtung der Fluggäste obliege in einer solchen Situation dem Luftfahrtunternehmen, dem die E-Mail-Adresse des Fluggastes mit dem Buchungsvorgang übermittelt werde. Daraufhin verklagte Herr Krijgsman SLM bei der Rechtbank Noord-Nederland (Bezirksgericht Nordniederlande) auf Zahlung des Ausgleichs. Da dieses Gericht der Ansicht war, dass die europäische Verordnung keinen Aufschluss gebe, in welcher Weise ein Luftfahrtunternehmen die Fluggäste im Fall der Annullierung eines Flugs informieren müsse, wenn ein Beförderungsvertrag über einen Reisevermittler oder eine Website geschlossen worden sei, hat es beschlossen, den Gerichtshof dazu zu befragen. In seinem aktuellen Urteil weist der Gerichtshof darauf hin, dass nach der Verordnung das Luftfahrtunternehmen die Beweislast dafür trägt, ob und wann der Fluggast über die Annullierung des Flugs unterrichtet wurde.

Fluggesellschaften in der Pflicht

Wenn das Luftfahrtunternehmen nicht beweisen kann, dass der Fluggast über die Annullierung seines Flugs mindestens zwei Wochen vor der planmäßigen Abflugzeit unterri chtet worden ist, ist es zur Zahlung des in der Verordnung vorgesehen Ausgleichs verpflichtet. Der Gerichtshof stellt klar, dass eine solche Auslegung nicht nur gilt, wenn der Beförderungsvertrag unmittelbar zwischen dem Fluggast und dem Luftfahrtunternehmen geschlossen wurde, sondern auch dann, wenn er über einen Dritten wie einen Online-Reisevermittler geschlossen wurde.

Der Gerichtshof stellt aber auch fest, dass die Erfüllung der Verpflichtungen gemäß der Verordnung durch das Luftfahrtunternehmen dessen Recht unbeschadet lässt, nach geltendem Recht bei anderen Personen, von denen der Verstoß des Luftfahrtunternehmens gegen seine Verpflichtungen ausgeht, auch Dritten, Regress zu nehmen. Die Verordnung beschränkt nämlich in keiner Weise das Recht des Luftfahrtunternehmens, Erstattung von einem Reiseunternehmen oder einer anderen Person zu verlangen, mit der es in einer Vertragsbeziehung steht.

1. Verordnung (EG) Nr. 261/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11 . Februar 2004 über eine gemeinsame Regelung für Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen für Fluggäste im Fall der Nichtbeförderung und bei Annullierung oder großer Verspätung von Flügen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 295/91 (ABl. 2004, L 46, S. 1).

Satellitennavigation mit GPS und Galileo für Südkorea

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Aufbauend auf einem in den letzten beiden Jahren sehr positiv verlaufenen Einstieg in den südkoreanischen Markt konnte sich Ruag Space Austria nun auch für die Lieferung einer neuen Generation von Satelliten-Navigationsempfängern für die Kompaktklasse zukünftiger südkoreanischer Erdbeobachtungssatelliten gegen internationale Konkurrenz durchsetzen.

Die neuen südkoreanischen Erdbeobachtungssatelliten mit der Bezeichnung CAS500 (Compact Advanced Satellite) haben ein Startgewicht von nur 500 kg und sollen für unterschiedliche Erdbeobachtungsaufgaben wie beispielsweise zur Landvermessung und zur Unterstützung der Landschaftsplanung genutzt werden. Der erste Satellit CAS500-1 ist eine Gemeinschaftsentwicklung zwischen dem koreanischen Forschungsinstitut für Weltraumtechnik KARI (Korea Aerospace Research Institute) und der koreanischen Industrie KAI (Korea Aerospace Industry). Sein Start ist für 2019 geplant, die Einsatzdauer soll vier Jahre betragen. Ein zweiter Satellit, dessen Start für 2020 vorgesehen ist, soll auf Basis der erlangten Erfahrungen direkt von KAI gebaut werden. So soll in Zukunft die Gesamtverantwortung für noch weitere geplante Satelliten dieser Kompaktklasse an die Industrie übergehen.

Für die Standortbestimmung auf ihren Erdumlaufbahnen werden diese Satelliten eine neue Produktvariante der Satelliten-Navigationsempfänger von Ruag Space nutzen. Dabei handelt es sich um eine Einzelfrequenzband-Version der seit langem von Ruag Space erfolgreich vertriebenen Empfängergeneration. Die „LEORIX“ genannten Empfänger werten sowohl GPS als auch Galileo Signale aus und erreichen eine Genauigkeit von unter einem Meter. Sie sind für die Anforderungen von den in großer Zahl eingesetzten, kleineren Erdbeobachtungssatelliten, wie beispielsweise CAS500, optimiert und ergänzen die Produktpalette von Ruag Space. Die dazu notwendige, neue Version der Antennen wird von Ruag Space in Schweden entwickelt und geliefert.

Die Auslieferung der ersten beiden LEORIX Empfänger für CAS500-1 ist für das Frühjahr 2018 geplant. Weitere zwei Empfänger für CAS500-2 sind ein Jahr später geplant.

Passagieranstieg in Frankfurt um zehn Prozent

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Im April 2017 nutzten insgesamt rund 5,4 Millionen Fluggäste den Flughafen Frankfurt, was einem Anstieg von 10,0 Prozent entspricht. Erstmals seit Dezember 2011 wurde somit eine zweistellige Zuwachsrate beim Fluggastaufkommen erreicht. Auch der bisherige April-Höchstwert aus dem Jahr 2015 wurde um circa 367.000 Passagiere übertroffen. Die Lage der Osterfeiertage im April und der damit verbundene Reiseverkehr insbesondere zu Zielen in Südeuropa und Nordafrika begünstigten unter anderem dieses Wachstum. Das Cargo-Aufkommen stieg im Berichtsmonat um 1,9 Prozent auf 185.340 Tonnen. Der Zuwachs fällt aufgrund der Produktionsausfälle über die Ostertage im Vergleich zum bisherigen Jahresverlauf aber unterdurchschnittlich aus.

Die Zahl der Flugbewegungen nahm um 1,5 Prozent auf 39.580 Starts und Landungen zu. Mit einem leichten Anstieg um 0,4 Prozent kletterte die Summe der Höchststartgewichte auf fast 2,5 Millionen Tonnen – der bisher höchste April-Wert. Die internationalen Fraport-Beteiligungen zeigten eine durchweg positive Entwicklung. Der slowenische Flughafen Ljubljana verbuchte einen Anstieg von 31,5 Prozent auf 132.239 Fluggäste. Der Flughafen Lima (Peru) begrüßte im April rund 1,6 Millionen Passagiere, ein Plus von 13,5 Prozent. Die beiden Twin Star Airports im bulgarischen Varna und Burgas erreichten gemeinsam einen Zuwachs von 35,9 Prozent auf 78.165 Passagiere.

Den türkischen Airport Antalya nutzten knapp 1,5 Millionen Fluggäste, was einem Plus von 17,7 Prozent entspricht. Der deutsche Beteiligungsflughafen in Hannover zählte 464.474 Passagiere, ein Anstieg von 11,9 Prozent. Ebenfalls positiv entwickelten sich der Airport in St. Petersburg (Russland) mit einem Wachstum von 27,6 Prozent auf rund 1,1 Millionen Fluggäste und der chinesische Flughafen Xi’an mit einem Plus von 14,0 Prozent auf rund 3,4 Millionen Passagiere. Vor dem Hintergrund, dass die 14 griechischen Flughäfen erst im Verlauf des Berichtsmonats April übernommen und konsolidiert wurden, wird die reguläre Berichterstattung über die Entwicklung der Verkehrszahlen in Griechenland erstmalig für den Monat Mai erfolgen.

DUS eröffnet flexibles Conference Center

Konferieren in einem höchst attraktiven Umfeld, sich spontan zu einer Besprechung treffen oder unterwegs einfach in Ruhe Mails bearbeiten: Das soll ab sofort am Düsseldorfer Flughafen mit dem „DUSconference plus“ möglich sein. Es wurde gestern Abend als hochmodernes Konferenzcenter mitten im Terminal von Nordrhein-Westfalens größtem Airport eröffnet, das mehr bieten soll als klassisches Conferencing. Spontane Buchung beispielsweise, Arbeitsplätze für einzelne Personen und ein außergewöhnliches Cateringangebot. Betrieben wird das „DUSconference plus“ vom Verkehrsgastronomiekonzern SSP – The Food Travel Experts, der sich im vergangenen Jahr den Zuschlag für das Center sowie acht gastronomische Einheiten am Flughafen gesichert hatte.

„Wir freuen uns, dass wir heute gemeinsam mit dem Flughafen Düsseldorf ein Konferenzzentrum mit hochmoderner Infrastruktur in einzigartiger Lage eröffnen können. Die Buchungszahlen sind bereits im Vorwege sehr erfreulich und zeigen, dass eine hohe Nachfrage nach Arbeits- und Tagungsräumen mit direkter Flughafenanbindung besteht“, sagte Dr. Jan-Henrik Andersson, CCO SSP DACH, im Rahmen der gestrigen Feier.

Flexibilität ohne Anmeldung

Das „DUSconference plus“ bietet auf rund 3.000 Quadratmetern Platz für jede Art von Kommunikation. Im Eingangsbereich stehen mit den „Web Cornern“ und „Plug-in Workstations“ flexibel und spontan mietbare Arbeitsbereiche zur Verfügung, die von Reisenden genutzt werden können, um fernab des hektischen Flughafentrubels in Ruhe zu arbeiten. Daneben bieten so genannte „Think Tanks“ Platz für Kreativ-Sessions in kleineren Gruppen. Ohne Anmeldung, ohne festen Termin und damit optimal auf das Arbeiten unterwegs zugeschneidert. Eine Business Lounge lädt zu Gesprächen in entspannter Atmosphäre ein. Wer etwas mehr Platz benötigt, ist in einem der 15 Boardrooms richtig aufgehoben. Hier können bis zu 12 Personen tagen – teils mit direktem Blick auf das Vorfeld und die Runways. Für größere Meetings stehen zehn Konferenzräume mit Platz für maximal 320 Personen zur Verfügung.

Auch die infrastrukturellen Bedingungen machen das Konferenzcenter attraktiv: Tagungsgäste, die mit dem Flugzeug anreisen, benötigen nur wenige Gehminuten vom Gate zum Meeting. Bahn- und Autofahrer profitieren von der exzellenten Anbindung des Flughafens an den Nah- und Fernverkehr sowie das Autobahnnetz. Zahlreiche Hotels in direkter Nähe runden das Angebot ab.

„Mit dem ,DUSconference plus‘ haben wir ein Angebot für die moderne Art des Arbeitens geschaffen. Unser Investitionsvolumen liegt bei 2,5 Millionen Euro“, so Thomas Schnalke, Sprecher der Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens. „Inmitten des drittstärksten Wirtschaftsraums Europas, der Rhein-Ruhr-Region, gelegen, ist das neue Konferenzcenter an unserem Flughafen der ideale Ort für nationale und internationale Konferenzen.“

Gastronomische Vielfalt

Im „DUSconference plus“ kommen die Gäste auch kulinarisch auf ihre Kosten. Während im Eingangsbereich vielfältige Snacks in Selbstbedienung zur Verfügung stehen, kann in den Board- und Konferenzräumen auf die gesamte Markenvielfalt des SSP-Portfolios zugriffen werden: von der feinen Patisserie der französischen Boulangerie „épi“ bis hin zu Kreationen der bekannten TV-Köche Tim Mälzer und Jamie Oliver, wie sie im „Hausmann’s“ und „Jamie’s Deli“ angeboten werden.

Vordefinierte Arrangements von budgetorientierten Angeboten bis zum gehobenen Catering sorgen für eine unkomplizierte Planung des kulinarischen Angebots. SSP hat am Düsseldorfer Flughafen seit Jahresbeginn sieben neue gastronomische Einheiten eröffnet – darunter internationale Größen wie „KFC“, aber auch eigens für den Flughafen entwickelte Konzepte wie das orientalische „Mosaic“.

Tracking mit umfassender Sensorik am Frachtcontainer

Ab sofort gibt es bei Lufthansa Cargo einen liveSensor genannten Tracking-Service. Die Versender der Frachtairline können damit Sendungen über den gesamten Transportweg in Echtzeit im Auge behalten. Mit liveSensor lässt sich dabei nicht nur nachvollziehen, wo sich eine Sendung befindet sondern auch, ob die vereinbarten Transportbedingungen eingehalten werden.

Das Tracking-Gerät erfasst auch Faktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit und Druck. Außerdem zeichnet liveSensor Daten wie Ausrichtung und Erschütterung auf. Lichtsensoren ermitteln zudem, ob und wann eine Sendung geöffnet wurde, was zusätzlich als Diebstahlschutz dient. Das Angebot ist damit besonders für Kunden mit sehr empfindlichen oder besonders wertvollen Gütern interessant. Mit liveSensor können sie die hohe Transportqualität von Lufthansa Cargo ab sofort noch genauer nachvollziehen.

Nützliche Informationen vom Transport

Mit liveSensor bietet Lufthansa Cargo einen pauschalen Service, der auch die gesamte Logistik der Tracking-Geräte beinhaltet: Die Zusendung sowie Abholung des Geräts am Zielort sind im Service inbegriffen. Über das angebundene Tracking-Portal können die Kunden benutzerdefinierte Einstellungen vornehmen, wie zum Beispiel die Modalität von Statusmeldungen oder Anpassungen von Temperaturbereichen.

Auch virtuelle geografische Grenzen, sogenannte Geofences, können definiert werden. So stehen im Falle einer Sendungsbeschädigung oder eines Sendungsverlustes präzise Informationen zu Verfügung. Das Tracking-Portal ermöglicht rund um die Uhr einen Online-Zugriff auf die Daten über ein benutzerfreundliches Web-Portal. liveSensor ist ab sofort in 13 europäischen Ländern sowie in den USA optional buchbar und wird schrittweise weltweit ausgerollt.

Flybe steuert ab Wien London-Southend an

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Seit Mittwoch, 10. Mai 2017, fliegt die britische Fluggesellschaft Flybe im Franchise mit Stobart Air neu zwischen Wien und London-Southend. Die Airline Flybe bedient die Strecke zwischen Wien und London-Southend dreimal wöchentlich (Mi, Fr, So). Aus London startet Flybe um 11:45 Uhr und kommt um 15:00 Uhr in Wien an. Der Rückflug hebt um 15:45 Uhr aus Wien ab und landet um 17:00 Uhr wieder in London-Southend. Bernd Behrend, Sales & Marketing Manager von Stobart Air und Mag. Belina Neumann, Leitung Aviation Marketing & Business Development der Flughafen Wien AG eröffneten die neue Flugverbindung.

London ist eine der meistbesuchten Städte weltweit und bedeutend für Tourismus und Wirtschaft. Die Weltstadt an der Themse war im Jahr 2016 mit über 600.000 Passagieren die meistbesuchte Destination ab Wien. Insgesamt fliegen ab Wien aktuell fünf Airlines zu fünf Airports nach London, durch die Neuaufnahme von Flybe steigt die Anzahl der wöchentlichen Verbindungen in diesem Sommer um drei auf insgesamt 88 Verbindungen.

„Der Londoner Flughafen Southend erfreut sich aufgrund seiner kurzen Wege, schnellen Gepäckausgabe und Passkontrolle sowie der Bahnstation direkt vor dem Terminal immer größerer Beliebtheit. Wir freuen uns daher mit dieser neuen Flybe-Verbindung noch mehr Auswahl zwischen Wien und London sowohl für Geschäftsreisende als auch für Urlauber anbieten zu können.“ so Bernd Behrend, Sales & Marketing Manager von Stobart Air.

Flybe ist mit acht Millionen Passagieren und 232 Verbindungen zu 15 europäischen Ländern die größte regionale britische Fluggesellschaft mit Sitz in Exeter, in Großbritannien. Flybe deckt zudem, als einzige Airline im vereinten Königreich, rund 70 Prozent der Flughäfen ab. Zur Flotte gehören 52 Bombardier Q400, neun Embraer 195, elf Embraer 175 sowie fünf ATR 72 Flugzeuge.

VC: Grundrechtsklage scheitert aus prozessualen Gründen

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Der Hessische Staatsgerichtshof in Wiesbaden hat am Mittwoch die Grundrechtsklage der Vereinigung Cockpit (VC) mit acht zu drei Stimmen und einem Sondervotum zurückgewiesen. Die VC wendet sich darin gegen eine einstweilige Verfügung des Hessischen Landesarbeitsgerichts (LAG) vom September 2015, mit der ein Arbeitskampf untersagt wurde. Die VC ist überzeugt, dass im Einstweiligen Rechtsschutz, bei dem die Gerichte innerhalb von wenigen Stunden entscheiden müssen, höchstrichterlich zuvor noch nicht geklärte, schwierige Rechtsfragen nicht zum Nachteil der Beschwerdeführenden Gewerkschaft entschieden werden dürfen.

Im konkreten Fall ging es um die Frage, ob im Einstweiligen Verfügungsverfahren durch Auslegung von Äußerungen außerhalb des Streikbeschlusses abweichende Streikziele unterstellt werden dürfen. Das Bundesarbeitsgericht hat diese Frage zuvor offen gelassen. Ingolf Schumacher, Vorsitzender Tarifpolitik der VC, hob angesichts der Entscheidung des Staatsgerichtshofes hervor: „Die heutige Abweisung der Grundrechtsklage hat allein prozessuale Gründe, weil in dieser Sache das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) zuständig ist. In der eigentlichen Rechtsfrage wird damit das letzte Wort in Karlsruhe gesprochen.“

Das Landesarbeitsgericht Frankfurt war im September 2015 zu der Überzeugung gelangt, eine Motivation für die Arbeitskampfmaßnahmen hätte in dem Versuch gelegen, das Eurowings-Konzept von Lufthansa zu verhindern und wäre daher offensichtlich rechtswidrig. Die erstinstanzlichen Urteile der von Lufthansa angerufenen Arbeitsgerichte in Köln und Frankfurt kamen am Vortag jeweils noch zu entgegengesetzten Urteilen und sahen keine Untersagungsgründe für die Fortsetzung des Streiks. Der VC ging es um den Neuabschluss der von Lufthansa gekündigten Tarifverträge zur Übergangsversorgung.

Die VC hat die Gerichte sowohl in Karlsruhe als auch Wiesbaden angerufen. In einer Angelegenheit, die auch beim BVerfG anhängig ist, kann der Hessische Staatsgerichtshof nur dann ein Urteil herbeiführen, wenn die Rechte eines Klägers aus der Hessischen Landesverfassung weiter reichen, als im Grundgesetz der Bundesrepublik. „Die Landesverfassung legt nahe, dass es ein weitreichendes Streikrecht gibt, dies wurde in einem ausführlichen Sondervotum bestätigt. Die Mehrheit der Richter ist jedoch der Ansicht, dass große Einschränkungen gegenüber dem Wortlaut vorzunehmen sind.

Da dies das erste Urteil in dieser Frage war, sind damit leider erstmals Maßstäbe gesetzt, und zwar zu Ungunsten der Gewerkschaften, die in Hessen einen Streik erklären. Im Sondervotum wird kritisiert, dass damit die hessischen Grundrechte weiterhin im ‚Dornröschenschlaf‘ verbleiben“, kommentierte Schumacher das Urteil.

Beim Hessischen Staatsgerichtsgerichtshofs sollen das Urteil und das Sondervotum in Kürze eingesehen werden können.

Köln Bonn Airport schafft erstmals Passagiermillion

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Zum ersten Mal in seiner Geschichte überschreitet der Köln Bonn Airport in einem April die Millionen-Grenze: 1.008.000 Passagiere sind im letzten Monat in Köln/Bonn gestartet oder gelandet. Im Vergleich zum April 2016 entspricht dies einem Plus von neun Prozent. Hauptgrund für das starke Passagierwachstum im April war das starke Reiseaufkommen in den Osterferien, das an die Zahlen der Sommerferien heranreichte. Städtereisen – etwa nach Barcelona, Rom oder Dublin – lagen besonders hoch im Kurs. Viele Reisende nutzten außerdem die Ferien, um Familie oder Freunde in Osteuropa oder der Türkei zu besuchen.

„Nachdem bereits die ersten Monate des Jahres sehr positiv verlaufen sind, startet der Köln Bonn Airport mit einer Rekordzahl ins zweite Quartal. Wir sind zuversichtlich, 2017 erstmals die 12-Millionen-Schallmauer bei den Passagierzahlen zu durchbrechen“, sagt Flughafenchef Michael Garvens. Der Köln Bonn Airport ist derzeit der wachstumsstärkste Flughafenstandort in Deutschland. Für das Gesamtjahr 2017 rechnet der Flughafen aktuell mit 12 Millionen Passagieren.

11. Mai vor 25 Jahren: Flughafen München eröffnet

Der Flughafen München wird in Kürze seinen 25. Geburtstag feiern, aber die Vorgeschichte des Airports reicht sehr viel weiter zurück. Ausgangspunkt für den Bau des neuen Airports am sogenannten Standort „Erding-Nord“ war die im August 1969 verkündete Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung, das 29 Kilometer nordöstlich von München gelegene Areal für den neuen Airport zu nutzen. Vorausgegangen war eine langwierige Standortsuche, in deren Verlauf insgesamt 20 mögliche Flächen in und um München untersucht wurden. Mit dem Planfeststellungsbeschluss vom Juli 1979 stellte die Regierung von Oberbayern zehn Jahre nach der Standortentscheidung die Baugenehmigung für den Flughafen aus.

Die Bauarbeiten, die daraufhin im November 1980 aufgenommen wurden, mussten allerdings nach wenigen Monaten wieder unterbrochen werden, weil der Bayerische Verwaltungsgerichtshof im April 1981 einen Baustopp über das Projekt verhängte. Erst vier Jahre später – im März 1985 – konnte der Flughafenbau auf der Basis einer aufgrund des Richterspruchs verkleinerten Planung wieder aufgenommen werden.

Die feierliche Eröffnung des neuen Flughafens wurde am 11. Mai 1992 und damit sechs Tage vor der operativen Inbetriebnahme der Verkehrsanlage mit 2.000 geladenen Gästen in der größten Wartungshalle des Flughafens gefeiert. Von weltweiter Aufmerksamkeit begleitet, begann dann am Samstag, den 16. Mai, der Kernumzug vom Flughafen Riem zum neuen Airport, an dem rund 5.000 Menschen und knapp 700 Lkw beteiligt waren.

Dass es bei Umzug und Inbetriebnahme zu keinerlei Pannen kam und der Flugplan des Münchner Airports am Abend in Riem ebenso pünktlich abgewickelt wurde wie am darauffolgenden Morgen am gerade eröffneten Flughafen, sorgte im In- und Ausland für höchste Anerkennung. Die Flughafen München GmbH nutzte ihre so erworbene Reputation später, indem sie in den Folgejahren erfolgreich weltweit als Berater für Airport-Umzüge und Inbetriebnahmen auftrat.

Nachbarschaftsverkehr lässt Passagierzahlen weiter steigen

Austrian Airlines konnte die Passagierzahlen im April 2017 deutlich steigern: der rot-weiß-rote Carrier beförderte mehr als 1,1 Millionen Passagiere. Das entspricht einem Wachstum von 23,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dieser Anstieg ist auf den stärkeren Nachbarschaftsverkehr zwischen Österreich und Deutschland, das hohe Reiseaufkommen während der Osterferien sowie die seit März im Wet-Lease eingesetzten airberlin Flugzeuge zurückzuführen. Das Angebot, gemessen in angebotenen Sitzkilometern (ASK), wurde um 14,3 Prozent auf rund 2,3 Mrd. erhöht und konnte überproportional abgesetzt werden. Die verkauften Sitzkilometer (RPK) sind um 21,6 Prozent auf knapp 1,8 Mrd. gestiegen.

Die Auslastung der Flüge (Passagierfaktor) lag im Durchschnitt bei 79,2 Prozent, ein Zuwachs um 4,8 Prozentpunkte gegenüber April 2016. Im Zeitraum Januar bis April 2017 hat Austrian Airlines in Summe mehr als 3,3 Millionen Passagiere befördert. Dies entspricht einem Anstieg von 11,7 Prozent. Das Angebot gemessen in ASK wurde um 6,4 Prozent auf mehr als 7,3 Mrd. erhöht. In den ersten vier Monaten dieses Jahres verkaufte Austrian rund 5,3 Mrd. Sitzkilometer, eine Steigerung um 6,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Auslastung ist um 0,3 Prozentpunkte auf 71,8 Prozent leicht zurückgegangen.

Flughafen Dortmund mit pünktlichen Flugbewegungen

Der Dortmunder Flughafen führt die Spitze der pünktlichsten Flughäfen auf dem gesamten Bundesgebiet an. 91 Prozent der Flüge starten und landen höchstens 15 Minuten nach der geplanten Zeit. Dieses Ergebnis veröffentlichte jetzt ein kommerzieller britischer Informationsdienst. Die Flughäfen Köln/Bonn (89 Prozent) und Hannover (88 Prozent) belegen die Plätze 2 und 3 unter den deutschen Verkehrsflughäfen. Bei der Analyse der vergangenen zwölf Monate wurden alle Flughäfen berücksichtigt, die mehr als 600 Starts und Landungen im Monat verzeichnen. Für mindestens 80 Prozent der Flüge mussten Daten zur Verfügung stehen, um als Flughafen in die Studie miteinbezogen zu werden.

Im internationalen Vergleich schaffte es der Dortmund Airport auf Platz 5 unter den pünktlichsten Airports. Nur die Flughäfen in Paris Beauvais-Tille, Tokushima, Kochi und Newcastle konnten noch bessere Pünktlichkeitswerte als der Dortmund Airport erzielen. Für eine Pünktlichkeitsquote über 90 Prozent erhielt der Dortmund Airport als einziger deutscher Flughafen fünf Sterne.

Flughafengeschäftsführer Udo Mager zeigte sich sehr erfreut über den ersten Platz als pünktlichster deutscher Flughafen: „Die Belegung des ersten Rangs bei der Pünktlichkeit ist Ausdruck einer effizienten Flughafeninfrastruktur sowie reibungsloser Abfertigungsprozesse. Um diese Spitzenposition zu erreichen, müssen alle Mitarbeiter und Dienstleister Hand in Hand arbeiten. In Zukunft möchten wir an die erfolgreiche Leistung anknüpfen und auch weiterhin zum Spitzenfeld der pünktlichsten Verkehrsflughäfen gehören.“

Testflug: Solarsegler fliegt in Stratosphäre

Weltweit arbeiten große Firmen am Internet der Zukunft, das einmal von dauerhaft mit Solarstrom fliegenden Höhenplattformen flächendeckend auf der Erde verfügbar sein soll. Die Entwicklung solcher autonomen solarelektrischen Motorsegler ist in vollem Gang.

Waren es bisher unbemannte Modelle mit winziger Nutzlast, die für den Stratosphärenflug erprobt wurden, so setzt die Initiative SolarStratos mit der 25-Meter Spannweite umfassenden Elektra-2 auf neue Größe, um in den Bereich kommerzieller Anwendungen schneller vorzudringen.

Autonomer Flieger für neue Forschungsmissionen

Die Initiative SolarStratos hat sich das solarelektrische Fliegen in der Stratosphäre zum Ziel gesetzt und wird von der Firma SolarXplorers koordiniert sowie von vielen Sponsoren finanziert. Das DLR engagiert sich in der Initiative und plant, die Plattform für Forschungsexperimente in der Stratosphäre zu nutzen.

Am 05. Mai 2017 hat der Prototyp erfolgreich seinen Erstflug über Payerne in der Schweiz absolviert. Zukünftig sind Flüge und Forschungsexperimente in bis zu 20 Kilometer Höhe geplant. Weltweit gibt es bisher keinen solarelektrischen Flieger mit vergleichbarer Nutzlast, der diese Höhe erreicht. Die Elektra-2 ist mit einer am Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) entwickelten automatischen Flugsteuerung ausgestattet und wurde von der DLR-Ausgründung Elektra-Solar entwickelt und gebaut.

Dr. Konstantin Kondak vom DLR-Institut für Robotik und Mechatronik in Oberpfaffenhofen engagiert sich gleichzeitig in der DLR-Ausgründung ElektroSolar: „Mit dem Erstflug der Elektra-2 haben wir einen wichtigen Schritt hin zur Anwendung von Höhenplattformen für Datenübertragung und Fernerkundung absolviert.“

Leichtgewicht für schwere Lasten

Die extrem leicht gebaute Elektra-2 ist als weltweit erstes solarelektrisches Flugzeug dafür konstruiert, um im autonomen Betrieb bis zu 100 Kilogramm Nutzlast in rund 20 Kilometer Höhe zu bringen. Dabei bringt der Ultraleichtflieger selbst nur 420 Kilogramm auf die Waage. Damit wird es erstmals möglich, Technologien für die Breitband-Internetversorgung sowie die Fernerkundung direkt im Stratosphäreneinsatz zu erproben. Zunächst wird das Solarflugzeug 2017 eine umfangreiche Flugerprobung durchlaufen. Für 2018 sind dann erste Stratosphärenflüge geplant bis hin zu neuen Höhenrekorden für solarelektrische Flugzeuge.

Autonom gesteuert und ohne Fahrwerk

Zunächst werden Flüge mit einem Piloten an Bord und bis zu 50 Kilogramm Nutzlast anvisiert. Bei den Forschungsexperimenten wird der Pilot von der autonomen Steuerung unterstützt und soll die Mission nur noch überwachen. Die nächste Version der Elektra-2, die sich bereits im Aufbau befindet, soll dann ganz ohne Piloten längere Missionen in der Stratosphäre fliegen. „Darüber hinaus planen wir mit einer leichteren fahrwerklosen Version der Elektra-2 zu fliegen“, so Kondak. „Die Steuerungstechnologie für das fahrwerklose Landen haben wir bereits 2016 erfolgreich bei Flugversuchen im Allgäu getestet.“

Flieger ergänzen teure Satelliten

Die globale Kommunikation und Erdfernerkundung wird heute zu einem großen Teil von Satelliten im Erdorbit abgedeckt. Zukünftig haben fliegende Höhenplattformen gute Chancen, die heutige Satellitentechnik weitreichend zu ergänzen. Satellitenbilder entstehen im Orbit in mehreren hundert Kilometern Höhe, Stratosphärenflieger punkten hier bei gerade mal 20 bis 25 Kilometern Flughöhe mit einer deutlich höheren Auflösung. Zudem lassen sich die Betriebskosten gegenüber Satelliten deutlich senken, denn teure Raketenstarts sind nicht nötig und Defekte können problemlos am Boden repariert werden, wodurch sich insgesamt die Zuverlässigkeit erhöht.

Für die derzeit besonders populäre Anwendungsperspektive des flächendeckenden Internets aus der Luft spricht, dass fliegende Höhenplattformen mit einer deutlich größeren Bandbreite gegenüber Satelliten werden aufwarten können. „Für alle Anwendungen wird es zukünftig nötig sein, ausreichend große und belastbare Fluggeräte zur Verfügung zu haben, die die Sensornutzlasten tragen können“, so Kondak. „Die Entwicklung geeigneter Ultraleichtflieger wird damit zur Schlüsseltechnologie.“

DLR-Ausgründung auf dem Weg in die Stratosphäre

Die vom DLR-Institut für Robotik und Mechatronik ausgegründete Firma Elektra Solar GmbH hat sich seit 2015 den Bau neuer Prototypen für den Flug in die Stratosphäre zum Ziel gesetzt, um die anwendungsnahe Forschung in diesem Bereich an die konkrete Produktentwicklung heranzuführen. Mit der Firma sind fünf neue High-Tech-Arbeitsplätze im Raum München entstanden ebenso wie erweiterte Möglichkeiten in der Erforschung hochfliegender Plattformen und der darauf basierenden Anwendungen.

Die Elektra-2 ist das erste in der DLR-Ausgründung entwickelte Flugzeug für extreme Höhen. In mehreren Kooperationsprojekten mit dem DLR-Institut für Robotik und Mechatronik wurde das Basissteuerungssystem dafür entwickelt. Dabei wurden Erfahrungen und Technologien aus dem Bereich der mobilen Robotik und Raumfahrtrobotik des Instituts genutzt.

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Die Elektra-2 während des Erstflugs: Die extrem leicht gebaute Elektra-2 ist als weltweit erstes solarelektrisches Flugzeug dafür konstruiert im autonomen Betrieb bis zu 100 Kilogramm Nutzlast in rund 20 Kilometer Höhe zu bringen. Dabei bringt der Ultraleichtflieger selbst nur 420 Kilogramm auf die Waage.

Auf dem Weg zur Startbahn: Das solarelektrische Ultraleichtflugzeug Elektra-2 ist der weltweit erste Prototyp für fliegende Höhenplattformen dieser Größe.

25 Meter Spannweite: Mit der größeren Spannweite soll die Elektra-2 mehr Nutzlast tragen können und für kommerzielle Anwendungen attraktiver werden.

Jettainer setzt GPS-Container für Etihad Airways ein

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Etihad Airways und Jettainer verlängern ihre Zusammenarbeit bis 2021. Jettainer wird auch in den kommenden fünf Jahren die Containerflotte der Nationalfluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate steuern und warten.

Geplant ist für diesen Zeitraum zudem die Einführung von intelligenten Containern, sogenannten smart ULDs, die selbständig über Aufenthaltsort, Temperatur oder Reparaturbedürftigkeit informieren. „Wir bei Etihad Cargo freuen uns, dass wir unsere Arbeit mit Jettainer fortsetzen, die sich in den vergangenen fünf Jahren als ein guter Partner erwiesen haben. Die Erneuerung unseres Vertrags ist ein Beweis für unsere starke Zusammenarbeit und wird dafür sorgen, dass unsere Kunden weiterhin eine zuverlässige Lieferung von Produkten und Dienstleistungen genießen“, sagt David Kerr, Senior Vice President bei Etihad Airways.

„Durch die Kooperation mit Etihad hat sich Abu Dhabi zu einem der wichtigsten Knotenpunkte für Jettainer entwickelt. Carsten Hernig, Geschäftsführer des international führenden Servicepartners für ausgegliedertes Lademittelmanagement: „Etihad als innovative und wachsende Fluggesellschaft ist zudem ein idealer Partner, um unsere smart ULDs in den Regelbetrieb aufzunehmen.“

Etihad wird Jettainers erster Kunde für die smarten Container sein, die mit GPS für eine ständige Auffindbarkeit und Rückverfolgbarkeit ausgestattet sind. Sie sollen außerdem eigenständig Temperaturänderungen, Schocks und andere externe Einflussgrößen messen sowie Auskunft über Statusaktualisierungen geben. Wartungs- und Steuerungsprozesse werden so beschleunigt und die höhere Transparenz führt zu einer Vielzahl von Vorteilen für Kunden wie Qualitätssicherung.

Auf den Fotos (beide v.l.n.r.): David Kerr, Senior Vice President Etihad Airways, Carsten Hernig, Geschäftführer Jettainer; Carsten Hernig, Geschäftführer Jettainer, Martin Kraemer, Head of Marketing & PR Jettainer, David Kerr, Senior Vice President Etihad Airways.

Hurghada über FTI ab Flughafen Weeze

Gute Reisenachrichten für den Niederrhein: Die ägyptische Fluggesellschaft Fly Egypt startet in diesem Sommer vom Airport Weeze nach Hurghada. Die junge Charterairline fliegt mit einer Boeing 737-800 im Auftrag der FTI GROUP des viertgrößten Reiseveranstalters in Europa. Hurghada und das nahegelegene El Gouna haben alles, was man für einen gelungenen Strandurlaub braucht: Die Küstenorte am roten Meer sind ein Paradies für Taucher und Schnorchler gleichermaßen, aber auch Golfer und Kitesurfer können dort ihren Hobbies auf höchstem Niveau nachgehen. An den flachabfallenden Stränden erholen sich Badegäste. Fly Egypt fliegt zunächst ab dem 16. Juli 2017 jeweils sonntags in der besonders gefragten Ferienzeit.

Veranstalter FTI plant außerdem auch in der kommenden Wintersaison Pauschalarrangements von Weeze aus in das ganzjährig sonnensichere Urlaubsziel anzubieten. Einen einwöchiger Aufenthalt mit Flug und All-Inclusive-Verpflegung soll es bei FTI ab 615 Euro pro Person geben.

Urlaubsflieger Germania verbindet Stuttgart mit Almeria

Die Fluggesellschaft Germania fliegt jetzt auch ab Stuttgart nach Almería. Die Maschine startet immer freitags um 14:10 Uhr am Landesflughafen und landet um 16:05 Uhr in der Hafenstadt am Mittelmeer. Der Flug zurück startet um 09:45 Uhr und landet um 12:35 Uhr in Stuttgart.

Mit insgesamt 25 Flugzeugen steuert die 1968 gegründete Fluggesellschaft zahlreiche Ziele im Mittelmeerraum aber auch Länder wie Finnland, Schweiz und Tschechien an.

CEO und CFO neu bei Etihad Aviation Group

Der Vorstand der Etihad Aviation Group hat Ray Gammell zum vorübergehenden Chief Executive Officer (CEO) der Gruppe ernannt und gleichzeitig bestätigt, dass James Hogan, der aktuelle Präsident und CEO, das Unternehmen zum 01. Juli 2017 verlassen wird. Einhergehend mit der Führungswechselstrategie wird Gammell ab sofort die volle Managementverantwortung übernehmen. Bisher war der Manager als Personalvorstand der Etihad Aviation Group tätig. Er arbeitet seit 2009 für das Unternehmen und hat in seiner Funktion maßgeblich dessen Personalentwicklung geprägt. Parallel zu diesem Personalwechsel wird eine weitere Übergabe stattfinden: Ricky Thirion übernimmt ebenfalls vorübergehend die Verantwortung des Chief Financial Officers (CFO).

Er arbeitet seit 2007 für Etihad Airways und ist aktuell SVP Group Treasurer. Der aktuelle CFO James Rigney wird wie Hogan das Unternehmen zum 01. Juli 2017 verlassen. Der Vorstand ist mit der Auswahl der Kandidaten sehr zufrieden, voraussichtlich in den kommenden Wochen soll die neue Personalie verkündet werden.

S.E. Mohamed Mubarak Fadhel Al Mazrouei, Vorstandsvorsitzender der Etihad Aviation Group, sagt: „Gammell und Thirion sind erfahrene Führungspersönlichkeiten und genießen das volle Vertrauen des Vorstands. Gammell wird ab sofort die gesamte Managementverantwortung für die Etihad Aviation Group übernehmen und einen koordinierten Ansatz innerhalb des gesamten Konzerns sicherstellen. Dabei wird er auch weiterhin die strategischen Überlegungen vorantreiben, die der Vorstand 2016 initiiert hatte, um das Unternehmen für die kontinuierliche Weiterentwicklung in dem anspruchsvollen Umfeld der globalen Luftfahrt neu zu positionieren.“

Airport Heringsdorf: Neues Equipment zum Saisonauftakt

Am Sonnabend, dem 13. Mai, findet auf dem Heringsdorfer Flughafen die traditionelle Saisonauftaktfeier mit Wirtschaftsminister Harry Glawe statt. Dazu lädt der Airport auf die Sonnenterrasse am Flughafenterminal ein.

„Unseren gemeinsamen Saisonauftakt mit Wirtschaftsminister Harry Glawe und unseren Mitstreitern in der Region aus der Tourismusbranche, Politik und Verwaltung möchten wir nutzen, um über die neuesten Entwicklungen und Zukunftschancen bezüglich des Flughafens Heringsdorf ins Gespräch zu kommen. Auch in diesem Jahr haben wir einige Abläufe neu gestaltet, verbessert und uns viel vorgenommen“, betonten Flughafengeschäftsführer Dirk Zabel und Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Raulin. Das Event steigt Sonnabend, 13. Mai 2017, um 11:30 Uhr Am Flughafen 1, Terminal, 17419 Zirchow.

Investition in Linienbetrieb

Gleichzeitig soll die Gelegenheit genutzt werden, um die mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums neu angeschafften Vorfeldmaschinen sowie die Feuerwehr und die umgesetzten Investitionsmaßnahmen im Linienbetrieb in Augenschein zu nehmen. So haben sich seit Saisonstart am 08. April schon die neue 18stufige Passagiertreppe, die Ground Power Unit, eine Bodenstromversorgung für Flugzeuge, ein Elektrokleinschlepper für Bodengeräte und Gepäckhänger sowie eine Gepäckförderanlage zur Verladung in Luftfahrzeuge bestens bewährt. „Reibungslos funktioniert auch das Check-in in eigener Regie und die neue polnisch-italienische Cateringkooperation“, so Dirk Zabel. Diese werde von den Flugpassagieren sehr gut angenommen.

Der Linienverkehr startete am 08. April mit den Eurowings-Linien aus Düsseldorf und Stuttgart und am 15. April mit der Lufthansa aus Frankfurt am Main. Ab dem 26. Mai wird wöchentlich wieder mit der Austrian Airlines Linz in Österreich angeflogen, ab dem 04. Juni kommen mit der SkyWork Airlines auch wieder die Schweizer Urlauber aus Bern und Basel. Im Spätsommer ab dem 02. September folgt die Germania mit einem Flugangebot aus Dortmund, das von Usedom aus zum direkten Weiterflug nach Palma de Mallorca genutzt werden kann. Im vergangenen Jahr nutzten insgesamt 42.160 Fluggäste den Heringsdorfer Flughafen, davon 22.497 Linienflugpassagiere.

St. Petersburg mit Low-Cost Carrier S7 ab Berlin im Plan

S7 Airlines verbindet ab sofort Berlin-Tegel mit St. Petersburg in Russland. Die geschichtsträchtige Metropole an der Newa wird dreimal wöchentlich, jeweils dienstags, donnerstags und samstags, angeflogen. Die Flugzeit beträgt rund zweieinhalb Stunden.

St. Petersburg in Russland ist die zweite Verbindung der russischen Airline ab Berlin. Bereits seit März 2016 verbindet S7 die deutsche Hauptstadt mit dem Moskauer Flughafen Domodedowo.

Stadt der weißen Nächte

In ihrer Blütezeit im 18. Jahrhundert war St. Petersburg Hauptstadt des Russischen Kaiserreiches. Heute ist sie mit rund fünf Millionen Einwohnern nach Moskau Russlands zweitgrößte Stadt und Nummer Vier in Europa. Millionen von Touristen zieht es jährlich in die alte Zarenstadt. Auf rund 1.500 Quadratmetern Stadtfläche erwartet die Besucher eine Vielzahl an Museen und historischen Gebäuden. Die Innenstadt beherbergt über 2.000 Paläste, Schlösser und Prunkbauten verschiedener Epochen. Nicht umsonst gilt die Metropole als „Russlands Kulturhauptstadt“. Die Altstadt im barock-klassizistischen Stil, die auch als „Venedig des Nordens“ bezeichnet wird, gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.

St. Petersburg wird auch Stadt der weißen Nächte genannt. Auf dem 60. Breitengrad gelegen, wird es dort in der Zeit von Ende Mai bis Mitte Juli nicht komplett dunkel. Die Abenddämmerung geht direkt in die Morgendämmerung über. Bei in der Regel warmen Temperaturen wird die Stadt in ein zauberhaftes Licht getaucht. Ob mit dem Taxi oder Boot, mit dem Rad, zu Fuß oder auf geführter Tour – St. Petersburg in ihren weißen Nächten sollte sich niemand entgehen lassen.

Die russische Fluggesellschaft S7 Airlines ist seit 2010 Mitglied der Luftfahrtallianz oneworld. Sitz der Airline ist Moskau. Die Airline setzt Flugzeuge der Hersteller Boeing und Airbus, aber auch moderne Embraer ein.

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Mit S7 Airlines ab Tegel nach St. Petersburg fliegen: Die geschichtsträchtige Metropole an der Newa wird dreimal wöchentlich, jeweils dienstags, donnerstags und samstags, angeflogen.

Die russische Fluggesellschaft S7 Airlines fliegt ab sofort dreimal wöchentlich von Berlin-Tegel nach St. Petersburg. V.l.n.r.: Sergey Kukushkin (Crew S7 Airlines), Elena Yarkina (Crew S7 Airlines), Elena Heinz (Repräsentantin S7 Airlines in Berlin), Vadim Krivoshchekov (Kapitän S7 Airlines), Andreas Ley (Senior Manager Key Account & Business Development, Aviation Marketing Flughafen Berlin Brandenburg GmbH) und Denys Hrylov (Vertreter S7 Airlines).

„Überflieger“ dürfen Experimente zur Raumstation schicken

Die drei Gewinnerteams des Wettbewerbs „Überflieger“ stehen nun fest: Studierende der Universitäten Frankfurt, Stuttgart und Duisburg-Essen werden ihre Experimente während der kommenden Mission des deutschen ESA-Astronauten und ISS-Kommandanten Alexander Gerst im Sommer zur Internationalen Raumstation ISS senden dürfen.

Die Versuche zur Planetenentstehung und Raumfahrttechnologie werden dort persönlich von Gerst betreut werden. Acht Studententeams von Hochschulen aus ganz Deutschland hatten sich mit ihren Experiment-Ideen für die Endrunde des Wettbewerbs des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) qualifiziert.

Der Studierendenwettbewerb „Überflieger“

Vom 14. Dezember 2016 bis zum 28. Februar 2017 hatten Studententeams aller Hochschulen in Deutschland die Möglichkeit, sich für den Wettbewerb „Überflieger“ zu bewerben. Die Studierenden durchlaufen bei dem Projekt den gesamten Prozess einer realen Raumfahrtmission – von der Ausarbeitung ihrer wissenschaftlichen Ziele, über das Entwerfen eines technischen Designs und die notwendigen Tests, bis hin zum Betrieb des Experiments auf der ISS. Dabei ist die Größe der Experimentanlagen limitiert: Sie sollen in drei circa 10 mal 10 mal 15 Zentimeter große Container eingebaut werden. Die drei Siegerteams erhalten außerdem die Möglichkeit, den Start ihres Experiments live vor Ort mitzuerleben. Auf der Raumstation sollen die Anlagen mindestens 30 Tage lang in Betrieb sein.

Der Studierendenwettbewerb „Überflieger“ wird vom DLR Raumfahrtmanagement organisiert und mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanziert. Das US-amerikanische Unternehmen DreamUp liefert technisches Know-How, unterstützt die Studierenden bei Realisierung der Experimente und kümmert sich um den Transport der Experimentanlagen zur ISS. Experten der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) unterstützen das DLR bei der Auswahl der Experimente und bringen ihr Know-How aus zahlreichen Feldern der physikalischen Forschung auch in späteren Phasen des Wettbewerbs mit ein.

Während eines zweitätigen Auswahlworkshops, der am 04. und 05. Mai 2017 beim DLR-Raumfahrtmanagement in Bonn stattfand, hatten die Studierenden Gelegenheit, ihre Experimentvorschläge vor einer Fachjury zu präsentieren und sich den Fragen der Experten zu stellen. „Unter den Experiment-Ideen waren spannende Vorschläge zur Raumfahrttechnologie, Biologie und Astrophysik“, sagt Johannes Weppler, Projektleiter für den Wettbewerb beim DLR Raumfahrtmanagement.

„Es war daher nicht einfach, eine Auswahl zu treffen. Die Siegerteams haben jetzt rund ein Jahr lang Zeit, ihre Experimentanlagen zu entwerfen, zu bauen und zu testen.“ Neben Experten des DLR und der Deutschen Physikalische Gesellschaft (DPG) nahm auch der deutsche Astronaut Gerhard Thiele an dem Auswahlgremium teil. Geprüft wurden die Experimentvorschläge vor allem auf ihren wissenschaftlichen Gehalt, ihre technische Ausgereiftheit und ihre praktische Umsetzbarkeit.

Wie entstehen Planeten?

Zu den Gewinnern zählt das Studententeam der Universität Frankfurt am Main mit ihrem Experiment EXCISS (Experimental Chondrule Formation at the ISS). Die Studierenden wollen damit die Entstehung von so genannten Chondren untersuchen. Dabei handelt es sich um kleine Klumpen aus mineralischen Komponenten, die den Grundstein für spezielle Meteoriten, die Chondriten, bilden. Diese Meteoriten stammen aus der frühesten Phase der Planetenentstehung.

Im Versuchsablauf beobachtet das Team eine Sandstaubwolke, die kontinuierlich elektrischen Blitzen ausgesetzt wird. Durch die Energie der Blitze kommt es zu Zusammenstößen und zur Verschmelzung der mineralischen Partikel. Die Ergebnisse des Experiments sollen helfen, die Prozesse zu Beginn der Planetenentstehung besser zu verstehen.

Mit ARISE (Planet formation due to charge induced clustering on ISS) von Studierenden der Universität Duisburg-Essen fliegt ein weiteres Experiment zur Planetenentstehung zur ISS. Dabei wird untersucht, welche Rolle elektrische Aufladungen bei der Geburt von neuen Himmelskörpern spielen. Bislang ist bekannt, dass Partikel bis zu einer Größe von mehreren Zentimetern Durchmesser bei Zusammenstößen aneinander haften bleiben.

Dies funktioniert jedoch nur bis zu einer bestimmten Größe der Ansammlung. Eine neue Theorie besagt, dass größere Zusammenballungen durch elektrische Zwischenwirkungen entstehen. Um diese Annahme zu überprüfen, wollen die Studierenden die Zusammenstöße von Glasperlen, welche die kosmischen Partikel simulieren, unter Schwerelosigkeit beobachten.

Antriebstechnik für die Raumfahrt von morgen

„PAPELL“ (Pump Application using Pulsed Electromagnets for Liquid relocation) lautet der Name des Technologie-Experiments vom Studententeam der Universität Stuttgart. Untersucht wird dabei eine neuartige Pumpentechnologie, die zum Beispiel für die Treibstoffversorgung auf Raumfahrtmissionen zum Einsatz kommen könnte. Die Pumpe bewegt ein so genanntes Ferrofluid, also eine Flüssigkeit mit kleinsten magnetischen Partikeln, mit der Hilfe von Elektromagneten.

Damit kommt diese Pumpe ohne mechanische Bauteile aus. Dies soll die Fehleranfälligkeit der Technik minimieren und auch die Geräuschentwicklung während des Betriebs dämmen, was den Astronauten innerhalb des Raumfahrzeugs zu Gute kommen würde. In zwei Teilexperimenten werden der Transport der Flüssigkeit sowie von kleinen Feststoffkügelchen untersucht.

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Alexander Gerst auf der ISS: Bei seiner zweiten Mission auf der Internationalen Raumstation ISS im Jahr 2018 wird der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst die drei Experimente der Gewinner des Studentenwettbewerbs „Überflieger“ betreuen. Das Foto stammt von der Blue-Dot-Mission, bei der Gerst unter anderem Experimente an der Biolab-Anlage durchführte.

Teilnehmer und Jury des „Überflieger“-Wettbewerbs: Acht Studententeams von Hochschulen aus ganz Deutschland hatten sich für den Auswahlworkshop des „Überflieger“-Wettbewerbs qualifiziert. An zwei Tagen hatten die Studierenden Gelegenheit, ihre Experimentvorschläge vor einer Fachjury zu präsentieren und sich den Fragen der Experten zu stellen.

Die Internationale Raumstation ISS: Die Internationale Raumstation ISS ist das Ziel für die Experimente der Studententeams der Universitäten Frankfurt, Stuttgart und Duisburg-Essen. Unter Schwerelosigkeit werden dort die Versuche zur Planetenentstehung und zu neuen Raumfahrttechnologien durchgeführt.

Die Jury des Wettbewerbs: Haben die Siegerteams ausgewählt (v. links): Prof. Gert-Ludwig Ingold von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), Johannes Weppler, Projektleiter Wettbewerb „Überflieger“ beim DLR Raumfahrtmanagement, Dr. Thomas Driebe, DLR Raumfahrtmanagement und der deutsche Astronaut Gerhard Thiele.

Fly Egypt steuert ab Hurghada Paderborn – Lippstadt Airport an

Vom Paderborn – Lippstadt Airport werden wieder regelmäßige Direktflüge nach Ägypten angeboten. Am 05. Mai startete die Fluggesellschaft Fly Egypt – und jetzt jeden Freitag – nach Hurghada. Zum Erstflug ins beliebte Bade- und Taucherparadies am Roten Meer wurde die Crew am Heimathafen feierlich empfangen.

Die ägyptische Fluggesellschaft hebt ab sofort immer freitagmorgens um 07:20 Uhr am PAD ab und landet um 11:50 Uhr auf dem Hurghada International Airport. Eingesetzt werden Jets vom Typ Boeing 737-800, die 183 Passagieren Platz bieten. Hurghada ist eine weitere hochattraktive Destination für Paderborn-Lippstadt. Neben Direktflügen und Anschlussflügen zu weltweiten Zielen gibt es auch regelmäßige Anbindungen an die Drehkreuze München und Frankfurt.

Flughafen Frankfurt-Hahn startet mit 40% mehr Fracht

Der Flughafen Frankfurt-Hahn ist erfolgreich ins Jahr gestartet. Das Frachtgeschäft hat mit einem Plus von 40 Prozent deutlich angezogen. Potenziellen Neukunden stellt sich der rheinland-pfälzische Airport in dieser Woche auf der Leitmesse „Air Cargo Europe“ in München vor.

Von Januar bis März 2017 hat der Flughafen Frankfurt-Hahn 23.700 Tonnen Fracht abgewickelt, ein Plus von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die starke Zunahme wurde durch Auslastungssteigerungen der bestehenden Kunden, als auch mit deutlichen Zuwächsen durch neue Kunden erreicht.

„Wir sind erfolgreich ins neue Jahr gestartet und wollen weiter wachsen“, sagt John Kohlsaat, Vertriebsleiter am Flughafen Frankfurt-Hahn. Die Voraussetzungen dafür stimmen. Der Airport wartet mit Nachtflugerlaubnis, einer schnellen und hochqualifizierten Abfertigung sowie kurzen Wege zwischen den Hallen der Frachtabfertiger und dem Vorfeld auf. Darüber hinaus bietet der Flughafen ein Höchstmaß an Flexibilität. Dazu gehört nicht nur der 24-Stunden-Service, sondern auch die Fähigkeit, alle Arten von Sonderfracht zu befördern. Ob riesige Turbinen oder empfindliche Rennautos.

Fokus auf „Live Animal Transport“

Darüber hinaus legt der Flughafen Frankfurt-Hahn einen Fokus auf den „Live Animal Transport„. „Dieses Geschäftsfeld werden wir weiter ausbauen“, kündigt Roger Scheifele, Abteilungsleiter Cargo am Flughafen Frankfurt-Hahn, an. „Die Nachfrage nach diesem Service ist groß, und auch hier wollen wir höchste Qualität anbieten.“ Dementsprechend wichtig sei die Ausbildung des Personals hinsichtlich der „IATA Live Animals Regulation“ und der „EC Council Regulation“.

„Diese internationale Qualifikation garantiert uns eine hohe Kundenzufriedenheit, das Feedback ist sehr positiv“, sagt Scheifele. Ein Beispiel dafür ist das erfolgreiche Handling des Pferdetransports in diesem Jahr, bei dem 85 Tiere in eine Boeing 747 verladen wurden.

Das Vertriebsteam des Flughafens wird in dieser Woche auf der Fachmesse „Air Cargo Europe“ in München vertreten sein. „Wir freuen uns darauf, dort Kundenkontakte zu pflegen und neue Geschäftsbeziehungen aufzubauen“, sagt Roger Scheifele. Der Flughafen Frankfurt-Hahn begrüßt Fachbesucher an seinem Stand in Halle B1.210.

Germania verbindet Hafenstädte Hamburg und Almería

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Germania hat den Erstflug auf ihrer neuen Strecke ins spanische Almería gefeiert. Almería ist eine belebte Hafenstadt in der Region Andalusien im Süden Spaniens. Die Stadt liegt zwischen Málaga und Alicante an der gleichnamigen Costa de Almería am Mittelmeer. Germania verbindet Norddeutschland ab sofort einmal pro Woche jeweils freitags mit dem südspanischen Ort. Almería war bereits früher Teil des Streckennetzes von Hamburg Airport, wurde aber seit 2004 nicht mehr ab Hamburg angeflogen. Mit Germania wird diese beliebte Verbindung nun wieder aufgenommen und zunächst in der Sommersaison von Mai 2017 bis Ende Oktober 2017 bedient.

Das Streckenangebot von Germania ab Hamburg umfasst elf Sommerziele. Dazu gehören Gran Canaria/Spanien, Varna/Bulgarien, Rhodos/Griechenland, Paphos/Zypern oder Madeira/Portugal. Die grün-weiße Airline ist zudem bekannt für außergewöhnliche Routen wie die nach Tel Aviv/Israel und Beirut/Libanon, die im Sommerprogramm ab Hamburg zweimal wöchentlich angeflogen werden. In der Nebensaison im Herbst sind außerdem Direktflüge nach Santorin/Griechenland im Angebot. Almería stellt durch ihre Lage einen idealen Ausgangspunkt für Badeurlaube in Südspanien dar. Auch Kulturliebhaber kommen in der historischen Altstadt des Ortes auf ihre Kosten.

Germania-Flüge ab Hamburg soll es ab 79 Euro pro Strecke geben. Die Flüge können sowohl im Einzelplatzverkauf als auch im Rahmen von Pauschalreisen mit Reiseveranstaltern gebucht werden. Germania ist eine Fluggesellschaft, die während des Fluges nach wie vor Snacks, Softdrinks sowie Zeitschriften kostenfrei anbietet. Je nach Flugdauer wird auch ein warmes Gericht serviert. Außerdem sind mindestens 20 Kilogramm Freigepäck immer inklusive.

Berlin – Mykonos im Eurowings-Netz

Eurowings verbindet ab sofort den Flughafen Berlin-Tegel mit der griechischen Insel Mykonos in der Ägäis. Der Flug steht jeweils freitags im Flugplan der Airline. Geflogen wird mit einer Maschine vom Typ Airbus A319.

Die Flugdauer beträgt rund vier Stunden. Mykonos ist das zweite neue Ziel von Eurowings im Sommerflugplan 2017. Die portugiesische Stadt Faro wird seit dem 09. April immer sonntags angeflogen. Spätestens seit den 1960er Jahren gehört die Insel zu den Top-Reisezielen Europas. Die schlichte Schönheit der Insel, die oft postkartengleich erscheint, sowie die Vielfältigkeit der Sonneninsel ziehen jährlich mehrere Millionen Touristen aus aller Welt an.

Malerische Insel der Winde

Mykonos – eines der beliebtesten Reiseziele Griechenlands – gehört zur Inselgruppe der Kykladen. Günstige Winde und Sonne im Überfluss prägen heute wie damals das Klima der Insel. Ihr Wahrzeichen sind die fünf weißgetünchten imposanten Windmühlen von Kato Mili aus dem 16. Jahrhundert nahe Mykonos-Stadt. Einst wurde in ihnen Getreide gemahlen, das dann in alle Welt exportiert wurde. Heute wissen insbesondere Wassersportler um die Gunst der inseltypischen Winde – Windsurfen und Kitesurfen gehören auf Mykonos zu den beliebtesten Aktivsportarten.

Entspannung und pralles Leben, Ruhe und quirliges Nachtleben existieren auf Mykonos harmonisch nebeneinander – selbst in den Hochsommermonaten, wenn sich Mykonos in ein zweites Ibiza verwandelt und zum Party-Hotspot wird.

Auf dem Bild: Urlaub auf der Insel der Winde: V.l.n.r (vorn) Christina Meakin (Regional Management Eastern Germany and Munich Region, Eurowings Aviation GmbH), Patrick Zeuner (Senior Manager Aviation Marketing, Flughafen Berlin Brandenburg GmbH) und Stefan Nitert (Area Manager, Eurowings Aviation GmbH), im Hintergrund Eurowings-Crew Sven von Postel, Anke Schenk, Daniela Kälin (Captain), Felix Hoffmann und Toni Specht (First Officer).

Lufthansa: 1,8 Mrd. Euro Ergebnis aus 2016, Vorstand entlastet

Im Jahr 2016 hat die Lufthansa Group bei einem Umsatz von 31,7 Milliarden Euro ein Adjusted EBIT von 1,75 Milliarden Euro und ein Konzernergebnis von 1,8 Milliarden Euro erwirtschaftet. Der Free Cashflow lag auch aufgrund verschobener Flugzeugauslieferungen mit 1,1 Milliarden Euro um 36,5 Prozent über dem Vorjahr. Die Nettokreditverschuldung konnte mit einem Minus von 19 Prozent deutlich gesenkt werden. Gemessen im EACC (Earnings after Capital Cost) hat die Lufthansa Group im abgelaufenen Geschäftsjahr nachhaltigen Wert in Höhe von 817 Millionen Euro geschaffen.

Vorstand und Aufsichtsrat haben der Hauptversammlung daher erneut eine Dividende in Höhe von 50 Euro-Cent je Aktie vorgeschlagen. Dies entspricht einer Ausschüttungssumme von 234 Millionen Euro und einer Dividendenrendite von 4,1 Prozent bezogen auf den Jahresschlusskurs der Lufthansa Aktie. Den Aktionären wird wie bereits im letzten Jahr angeboten, die Dividende wahlweise in Form von Aktien zu beziehen. In den letzten zwölf Monaten hat die Lufthansa-Aktie um 28 Prozent zugelegt.

Strategische Neuausrichtung zeigt Erfolge

Die strategische Neuausrichtung von Lufthansa Group ist weiter vorangekommen. In allen drei strategischen Säulen – den Netzwerk-Airlines, den Punkt-zu-Punkt-Airlines und den Aviation Services – wurden wichtige Erfolge erzielt. Das Unternehmen hat 2016 erneut ein sehr gutes Ergebnis erzielt und 110 Millionen Passagiere an Bord seiner Flugzeuge begrüßt – und damit erneut einen Rekord erzielt.

Einen wesentlichen Beitrag dazu haben die Netzwerk-Airlines mit ihrer Premium-Positionierung geleistet. Die dank massiver Investitionen verbesserten Produkte und Services werden von den Kunden sehr gut angenommen. Gleichzeitig konnten die Airlines durch die größte Flottenerneuerung der Unternehmensgeschichte sowie modernisierte Tarifverträge und vereinheitlichte Prozesse ihre Kosten senken. Mit dem weiteren Ausbau von Joint Ventures und Kooperationen werden Profitabilität und Marktanteile auf der Langstrecke abgesichert und das Angebot für die Kunden weiter verbessert. 70 Prozent der Langstreckenerlöse werden in Joint Ventures erzielt.

Eurowings bleibt der Wachstumstreiber in der Lufthansa Group und wird dieses Jahr mit 160 Flugzeugen an zwölf Basen starten und landen. Damit ist Eurowings in kurzer Zeit zur Nummer drei im europäischen Punkt-zu-Punkt-Verkehr aufgestiegen.

Die Servicegesellschaften nehmen in ihren Märkten eine führende Position ein. Sie bilden mit profitablem Wachstum ein stabiles Gegengewicht zu den Airlines. So konnte der Konzern trotz eines schwächeren Ergebnisses bei den Netzwerk-Airlines im ersten Quartal 2017 das beste Ergebnis seit 2008 erzielen.

Ausblick

In allen drei Bereichen des Konzerns soll die Digitalisierung vorangetrieben werden. So werden zum Beispiel bis Ende dieses Jahres 180 Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge mit Breitband-Internet ausgerüstet. Lufthansa Technik entwickelt derzeit einen so genannten digitalen Zwilling, in dem ein Flugzeug komplett digital in den Wartungssystemen abgebildet wird. „Digitalisierung ist für uns einer der Schlüssel zur Zukunft. Unser Ziel ist ein ganzheitliches Mobilitätskonzept, das auf den jeweiligen Wunsch des Kunden zugeschnitten ist. Bis 2020 investieren wir in die Neu- und Weiterentwicklung personalisierter, digitaler Angebote bei den Airlines 500 Millionen Euro“, sagt Spohr.

Die Lufthansa Group erwartet für das laufende Geschäftsjahr unter anderem vor dem Hintergrund unsicherer geopolitischer Entwicklungen und steigender Treibstoffpreise ein Ergebnis leicht unter dem des Vorjahres. Daher bleiben Kostensenkungsmaßnahmen im Fokus – neben profitablem Wachstum.

Dividende bestätigt

Unterdessen stimmten die Aktionäre dem Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats über die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,50 Euro je Aktie zu. Das entspricht einer Ausschüttungssumme von 234 Millionen Euro und einer Dividendenrendite von rund 4,1 Prozent bezogen auf den Jahresschlusskurs der Lufthansa-Aktie. Aktionäre haben seit 2016 auch die Möglichkeit, sich ihre Dividende in Form von Aktien auszahlen zu lassen. Die Ausschüttung der Dividende erfolgt am 06. Juni 2017. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wurden für das Geschäftsjahr 2016 mit großer Mehrheit von den Aktionären entlastet.

Zudem haben die Aktionäre die PricewaterhouseCoopers GmbH erneut zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 gewählt. Dies umfasst bei Bedarf auch die Prüfung unterjähriger Finanzinformationen. Insgesamt standen in der Hauptversammlung fünf Tagesordnungspunkte zur Abstimmung. Die Aktionäre des Unternehmens stimmten allen Punkten mit großer Mehrheit zu.

Funchal im Herbst Eurowings-Ziel ab Köln/Bonn

Wenn in Köln das Novembergrau einsetzt, nimmt Eurowings ein blumiges Ziel in den Flugplan auf: Ab dem 11. November fliegt die Lowcost-Airline vom Köln Bonn Airport zur portugiesischen Atlantikinsel Madeira. Einmal in der Woche, immer samstags, geht es mit einem Airbus A320 in die Inselhauptstadt Funchal. Madeiras mildes Klima ist das ganze Jahr über ein attraktives Ziel. Die Insel liegt etwa 950 Kilometer südwestlich von Lissabon im Atlantik und ist vor allem durch seine spektakuläre Pflanzenwelt bekannt.

Tickets nach Funchal soll es ab 99,99 Euro pro Strecke geben. Die Flugzeit beträgt 04:15 Stunden. Flugzeiten ab 11. November sind immer samstags mit Abflug ab Köln/Bonn um 12:30 Uhr, Ankunft in Funchal in um 14:45 Uhr. Abflug in Funchal ist um 16:30 Uhr, Ankunft wieder in Köln/Bonn um 21:45 Uhr .