Chef des Flughafen Dortmund begegnet Kritik zu Betriebszeiten

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Mit der am vergangenen Wochenende verbreiteten Kritik der Schutzgemeinschaft Fluglärm an den Prognosen zur Berechnung des Verkehrsaufkommens beanstandeten die Gegner der Betriebszeitenerweiterung, dass eine Verlängerung der Start- und Landebahn in den Verkehrsprognose-Gutachten nicht berücksichtigt worden sei.

Anlass dieser Kritik ist die Position des Geschäftsführers der Flughafen Dortmund GmbH, Udo Mager, zur Länge der Start- und Landebahn. Mager äußert sich dazu.

Bahnverlängerung gesondert von Betriebszeiten

"In der Tat bin ich – auch in der Tradition meiner Vorgänger – davon überzeugt, dass eine längere Start- und Landebahn die Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens im europäischen Umfeld stärkt. Allerdings steht diese Auffassung in keinem Zusammenhang mit der beantragten Verlängerung der Betriebszeit. Der Rat der Stadt Dortmund hat bereits 2010 die Flughafen Dortmund GmbH beauftragt, diesen Antrag bei der Bezirksregierung Münster zu stellen und gleichzeitig erklärt, er sehe derzeit keinen Handlungsbedarf für ein Planfeststellungsverfahren zur Bahnverlängerung.

Diesen Beschluss werde ich strikt beachten und umsetzen. Ohne andere, dafür zwingend notwendige Beschlüsse gibt es demnach auch keine prognoserelevanten Planungen. Es ist aber ebenso meine Pflicht als Geschäftsführer der Flughafen GmbH, gegenüber den Gesellschaftern Stadt Dortmund und DSW21 auf Handlungsbedarfe hinzuweisen, die zur Verbesserung wettbewerbsfähiger und marktgerechter Rahmbedingungen beitragen."

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Frühere Gelegenheiten zur Rücksprache

Mager habe vor diesem Hintergrund erstaunt zur Kenntnis genommen, dass die aufgeworfene Fragestellung zum jetzigen Zeitpunkt formuliert werde. Bereits im April 2013 habe die Bezirksregierung Münster als zuständige Behörde nach einem schriftlichen Anhörungszeitraum zusätzlich eine öffentliche Anhörung abgehalten, bei der Gegner wie Befürworter der Betriebszeitenverlängerung die Gelegenheit gehabt hätten, Fragen an die Behörde, den Flughafen und alle Gutachter zu richten. "Gerne hätten wir uns schon in diesem öffentlichen Rahmen zu dem Thema geäußert und der Schutzgemeinschaft Fluglärm damit eine Sorge genommen, die sie nicht haben muss.", so Mager.