Einparkhilfe für Flugzeuge – airberlin testet PGSA und elektrisches Bugrad

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Die airberlin-Technik wird gemeinsam mit den Unternehmen WheelTug plc und FTI Engineering Network GmbH eine innovative Anti-Kollisionsüberwachungs-Technologie für das eigenständige Rangieren von Flugzeugen am Boden entwickeln. Einen entsprechenden Letter of Intent haben die Partner im Rahmen der Farnborough International Air Show in London unterschrieben. Das so genannte "Pilot Ground Situation Awareness System" (PGSA) soll es Piloten künftig ermöglichen, durch Kameras am Rumpf und am Seitenleitwerk sowie Sensoren an den Flügelspitzen eigenständig am Boden zu rangieren.

Bislang sind Piloten entweder auf visuelle Signale von Bodenlotsen oder auf Push-Back-Fahrzeuge angewiesen, die das Flugzeug ein-, beziehungsweise ausparken. Das PGSA wird als Nachrüstung entwickelt und soll vor allem zu einer Effizienzsteigerung der Bodenprozesse beitragen.

Elektrischer Bugradantrieb hilft auch beim Treibstoffsparen

Die Entwicklung, Konstruktion und Zertifizierung des PGSA wird bei der airberlin technik und FTI, einem Spezialisten für Kamerasysteme, liegen. WheelTug wird das neue System gemeinsam mit seinem ebenfalls in der Entwicklung befindlichen elektrischen Bugradantrieb seinen Kunden anbieten. airberlin hat bereits vergangenes Jahr als eine der ersten Airlines weltweit mit WheelTug einen Letter of Intent für den neuartigen Elektroantrieb unterzeichnet, der Treibstoff sparen hilft.

"Die airberlin group verfolgt und unterstützt seit jeher aktiv die Entwicklung neuer, innovativer Technologien. Das neue PGSA-System ist wegweisend für eine verbesserte wirtschaftliche und ökologische Zukunft in der Bodenabfertigung von Flugzeugen. Vor allem aber werden die Zeitersparnisse die Effizienz der Bodenprozesse weiter steigern. Wir sind sehr stolz, Teil dieses innovativen Projekts zu sein", sagte Werner Rothenbächer, Senior Vice President Technical airberlin.

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Bedarf an Bodenpersonal verringert

Videobasierte Flugzeugsicherheits-Systeme sollen den Flugbetrieb sicherer und effizienter gestalten. Mit airberlin-Technik soll ein videobasiertes Awareness System für dieses WheelTug-Projekt bereitgestellt werden, so Michael Weisel, CEO von FTI.

"Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit airberlin technik, die von nun an neben airberlin auch am WheelTug-System mitarbeiten wird", sagte Isaiah Cox, CEO von WheelTug. "Das Situational Awareness System wird einen wesentlichen Unterschied für unsere Kunden machen, da der Bedarf an Bodenpersonal während des Gate-Betriebs verringert wird. Dies wiederum beschleunigt die Abwicklungsprozesse und verringert Verzögerungen am Boden, die in den meisten Fällen die Ursache für Verspätungen sind."