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Neue Airlines und Verbindungen ab Köln/Bonn im Winter

Ab Sonntag, dem 28. Oktober 2012, gilt am Köln Bonn Airport der neue Winterflugplan. Für Geschäftsreisende und Urlauber bietet er attraktive neue Ziele. Insgesamt steuern rund 25 Airlines mehr als 60 Ziele in Europa und Nordafrika an.

Neu im Winterflugplan sind die Germanwings-Verbindungen vor allem in Richtung Süden. Neapel, Catania und Jerez de la Frontera stehen neben dem marokkanischen Nador und der tunesischen Hauptstadt Tunis auf dem Programm. Die Strecke nach London-Heathrow hat Germanwings von Lufthansa übernommen.

Gleich 5 neue Fluggesellschaften am Köln Bonn Airport bieten attraktive neue Ziele im Vergleich zum vergangenen Winterflugplan an. So fliegt Europas größte Low-Cost-Airline, die irische Ryanair, auch im Winter dreimal pro Woche nach Palma de Mallorca. Skywork bringt Geschäftsreisende und Bergfans zwölfmal pro Woche ins schweizerische Bern.

Hoch in den Norden geht’s mit Norwegian Air Shuttle. Die skandinavische Low-Cost-Airline fliegt dreimal pro Woche in die norwegische Hauptstadt Oslo. Ebenfalls dreimal pro Woche steuert die russische Ural Airlines den Flughafen Moskau-Domodedovo an. Newcomer am Köln Bonn Airport ist auch die Airline Nouvelair Tunisie, die immer freitags im Charterverkehr nach Enfidha in Tunesien startet.

SunExpress Deutschland und Airberlin fliegen neu nach Sharm El Sheikh. Ebenfalls neu im Programm sind Marsa Alam, Hurghada und Antalya stehen. German Sky Airlines steuert in diesem Winter neu nach Fuerteventura und Las Palmas.

Rekordaufkommen am Flughafen Tegel

Es war der verkehrsreichste Sommer aller Zeiten am Flughafen Tegel: Am 21. September wurden 71.985 Reisende und 611 Flugbewegungen gezählt. Der verkehrsreichste Tag war der 28. September 2012, als in Tegel fast 77.000 Passagiere und 618 Flugzeuge starteten und landeten. Insgesamt wurden von Juni bis September am größten Berliner Flughafen 6.857.465 Fluggäste gezählt, ein Plus von fast zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

 

Heute bedankten sich Prof. Dr. Rainer Schwarz, Sprecher der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, und Hartmut Mehdorn, CEO airberlin, auf dem Vorfeld des Flughafens Tegel persönlich bei den Mitarbeitern aller am Standort operierenden Unternehmen für die geleistete Arbeit der letzten Monate.

Prof. Dr. Rainer Schwarz, Sprecher der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Ich bedanke mich bei allen Mitarbeitern der Flughafengesellschaft und unserer Partner für ihr herausragendes Engagement im zurückliegenden Sommer. Obwohl es viele nicht für möglich gehalten haben, konnten wir das zusätzliche Wachstum in Tegel gut meistern. Mein Dank gilt auch den Airlines, insbesondere airberlin, für das entgegengebrachte Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit.“

Hartmut Mehdorn: Verzögerungen am BER keine Schuld der Mitarbeiter

Hartmut Mehdorn, CEO airberlin: „Wir möchten uns mit dieser Geste bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Flughafen bedanken. Die operativen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Flughafen Tegel tragen nicht die Verantwortung für die wiederholte Verschiebung der BER-Flughafeneröffnung und bemühen sich täglich, um die Situation im Rahmen der Gegebenheiten hier in Tegel für unsere Gäste so angenehm und unkompliziert wie möglich zu gestalten. Zugleich möchten wir mit Blick auf den bevorstehenden Winter und dessen Wettereinflüsse mit diesem Dank alle motivieren, weiterhin ihr Bestes zu geben. Bis zu der BER-Eröffnung sind alle gefragt, um unseren Gästen trotz der Umstände den gewohnten Service zu bieten.“

 

Singapore Airlines will mehr A380 und bestellt A350 XWB

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Singapore Airlines (SIA) sieht die Bestellung weiterer 25 Großraumjets bei Airbus vor. Ein hierzu unterzeichnetes Abkommen umfasst fünf doppelstöckige A380 und 20 A350-900. Die Flugzeuge sollen auf Langstrecken und regionalen Verbindungen der Airline eingesetzt werden. Sie bieten maximalen Komfort und höchste Effizienz auf Routen mit hohem und mittlerem Passagieraufkommen.

Moderne Kabinenausstattung für Reisende auf Langstrecken

Dies ist der dritte A380 Auftrag von Singapore Airlines. Mit den neuesten Verträgen wird die die Anzahl der insgesamt bestellten A380 auf 24 erhöht. Die Airline, die als erster Carrier A380 eingesetzt hat, betreibt nun 19 dieser Großraumjets. Singapore Airlines bedient damit zehn Ziele in Europa, den Vereinigten Staaten und dem asiatisch-pazifischen Raum. In der Kategorie mittelgroßer Langstreckenflugzeuge wird die Fluggesellschaft die Anzahl der in Auftrag gegebenen A350XWB auf 40 Flugzeuge verdoppeln. Die Airline plant den Einsatz der A350-900 auf Mittel- und Langstrecken.

„Dieser Großauftrag verschafft uns weiteres Wachstumspotential. Es entspricht unserer langjährigen Strategie, stets eine Flotte aus sehr modernen Flugzeugen zu betreiben. Weiterhin belegt dies unser Vertrauen in das Drehkreuz Singapur und die Entwicklung des Premium-Segments“, erklärte Goh Choon Phong, CEO von Singapore Airlines. „Die Flugzeuge geben uns die Möglichkeit, unser Streckennetz noch weiter zu verbessern und unseren Kunden zusätzliche Reisemöglichkeiten zu bieten. Weiterhin erhalten diese Flugzeuge eine Kabinenausstattung der nächsten Generation, um auch in diesem Bereich unsere Spitzenposition zu sichern.“

„Diese zusätzlichen Aufträge von einer der weltweit renommiertesten Airline unterstreichen den unübertroffenen Komfort und die Effizienz der Airbus-Großraumjets“, sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus. „Wie Singapore Airlines zeigt, hat sich die A380 als bahnbrechendes Produkt am oberen Ende des Markts durchgesetzt. Mit der Ankunft der A350 XWB werden wir außerdem neue Maßstäbe für Effizienz im Segment der Flugzeuge mittlerer Größe setzen. Wir sind sehr stolz darauf, Singapore Airlines als einen führenden Partner in beiden dieser innovativen Flugzeugprogramme gewonnen zu haben.“

Mehr A380 im weltweiten Betrieb, A350 XWB kommt bald

Seit ihrem ersten Linienflug bei Singapore Airlines im Jahr 2007 wurde die A380 in die Flotten von neun weltweit führenden Fluggesellschaften aufgenommen. Sie bietet in einer typischen Dreiklassenkonfiguration 525 Passagieren Platz und kann 15.700 km oder 8.500 nm ohne Zwischenlandung zurücklegen. Damit transportiert sie mehr Passagiere zu niedrigeren Kosten und weniger Umweltbelastungen. Das Flugzeug hat sich mit seiner geräumigen leisen Kabine und seinem angenehm ruhigen Flugprofil als Favorit bei den Fluggästen etabliert. Das führt auf allen Flügen der A380 zu höheren Auslastungen. Airbus hat bisher 257 Festbestellungen von 20 führenden Airlines verzeichnet. Die heutige Ankündigung wird diesen Wert weiter erhöhen.

Mit der Typenreihe A350 XWB (Xtra Wide-Body) führt Airbus auch eine völlig neue Familie von Langstreckenflugzeugen mittlerer Passagierkapazität ein. Diese umfasst drei Versionen und bietet Platz für 270 bis 350 Passagiere in typischer Dreiklassenbestuhlung. Die neue Familie bringt im Vergleich zu vorhandenen Flugzeugen in dieser Größenkategorie eine deutliche Effizienzverbesserung mit einem um 25 Prozent geringeren Treibstoffverbrauch und einer äquivalenten Reduzierung der CO2-Emissionen. Die erste A350 XWB wird im zweiten Halbjahr 2014 ausgeliefert werden. Bisher hat dieses Flugzeug bereits 558 Festaufträge von 34 Kunden aus aller Welt gewonnen.

Produktion der Boeing 777 bei 8,3 Flugzeuge im Monat

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Boeing steigert die Produktivität beim Bau der Boeing 777 auf das Höchstmaß für seine twin-aisle Flugzeuge. Mit einer Steigerung der Produktionsrate von 20 Prozent erhöht sich die Zahl auf 8,3 Flugzeuge pro Monat, gegenüber der vorherigen monatlichen Rate von sieben Flugzeugen. Die Bau der ersten 777, die mit dieser neuen Produktionsrate hergestellt wird, hat heute Vormittag begonnen.

„Die Umgestaltung, die die Belegschaft für diese historische Steigerung vorgenommen hat, umfasste alles, vom Boden bis zur Decke“, sagte Scott Fancher, 777 Vice President und General Manager. „Wir haben hunderte neue Mitarbeiter eingestellt und geschult, und die Leistungen um diesen Punkt zu erreichen waren einfach hervorragend“, sagte er.

Auch wurden neue Technologien eingesetzt, um diese Rekordproduktionsrate im Everett-Werk zu erreichen. Die Nutzung von neuen Flex-Track-Bohrmaschinen am Rumpf und an den Tragflächen der 777 sowie automatisierten Lackierungsanlagen haben es den Mitarbeitern ermöglicht, die Produktivität, Qualität und Sicherheit zu verbessern.

„Diese Steigerungsrate spiegelt die starke Nachfrage nach der Boing 777 wider. Sie ist weiterhin der klare Marktführer in der Kategorie der 300-400 Sitzer“, sagte Fancher.

Das erste Flugzeug aus der neuen Produktion, ein 777-Frachter, wird im Februar 2013 an Korean Air ausgeliefert werden. 1.049 Boeing 777 sind derzeit im Einsatz, 1.380 wurden von 63 Kunden in aller Welt bestellt.

Studie für automatische Landemission zum Mondsüdpol

Astrium hat beim so genannten “Preliminary System Requirement Review” (vorläufige Systemanforderungen) die wichtigsten Ergebnisse für die im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA erstellte Mondlande-Studie „Lunar Lander Phase B1“ vorgestellt. Die Studie vertieft das Missionskonzept für die automatische Landung am Südpol des Mondes im Jahr 2019 und legt das vorläufige Design des Mondrovers fest.

 

Neben dem Zeitplan für die Mission werden die Gesamtkosten der Mission einschließlich Technologieentwicklung, Start und Missionsbetrieb in der Studie mit etwa 500 Millionen Euro beziffert. 300 bis 350 Millionen Euro entfallen davon auf Entwicklung, Fertigung und Test des Mondlanders. Auf der anstehenden ESA-Ministeratskonferenz im November 2012 soll darüber entschieden werden, in welchen Schritten die Entwicklung eines lunaren Landefahrzeugs fortgesetzt werden soll. Nach Abschluss dieser im September 2010 erteilten Phase B1-Studie wäre der nächste Schritt die Phase B2, die die Entwicklung des Raumfahzeuges abschließen und mit dem ”Preliminary Design Review” enden würde.

Automatische Navigation und intelligente Gefahrenvermeidung

In der Studie werden auch bereits wesentlichen Technologien für eine automatische, sanfte und zielgenaue Landung entwickelt und getestet; inklusive ausgeklügelter Technologien, um Gefährdungspotenziale an der Oberfläche wie Felsblöcke, Krater, Abhänge zu erkennen und vermeiden. Um sicher und weich auf dem Mond zu landen, bedarf es wichtiger Schlüsseltechnologien, wie einem automatischen Navigationssystem, das auf optischer Navigation und einem komplexen Antriebssystem basieren wird. So wurden zum Beispiel Komponenten des Antriebssystems in den Prüfständen von Astrium in Lampoldshausen betrieben. Die in Bremen vorhandenen Anlagen TRON (Testbed for Robotical Optical Navigation) und LAMA (Landing and Mobility Test Facility) des DLR Instituts für Raumfahrtsysteme wurden genutzt, um Hardware des Navigationssystems und die Landebeine in realistisch simulierter Mondumgebung zu überprüfen.

“Die ATV-Mission zeigt als Technologie-Demonstration die Kompetenz und Erfahrung, die Astrium auf dem Gebiet des automatischen Rendezvous und Dockings hat. Das Konzept der Studie basiert auf den Technologien des ATV, wir haben damit eine einzigartige Expertise zur Entwicklung von Schlüsseltechnologien, ohne die eine automatische Landung auf dem Mond nicht möglich sein wird.”, sagte Dr. Michael Menking, Leiter Orbitale Systeme und Exploration bei Astrium.

Vom Landefahrzeug wird neben stationären Experimenten auch der Mondrover ausgesetzt, die alle ausschließlich durch Sonnenenergie betrieben werden. Die wissenschaftlichen Erkundung soll bis zu sechs Monate andauern (Basismission). Die vor Ort ermittelten Ergebnisse werden zur Erde übertragen und sollen dazu dienen, genauere Informationen über die Polregion des Mondes zu gewinnen, und auch Grundlagen für spätere bemannte Missionen liefern.

 

Luftverkehr: Stagnation im Billig-Flug Segment

Das Geschäftsmodell der „Low Cost Carrier“ läutete vor rund zehn Jahren eine weitere Ära im deutschen und europäischen Luftverkehr ein. Nach hohen Wachstumsraten in den ersten Jahren sind 2011 und 2012 verstärkt Sättigungstendenzen zu erkennen, der Anteil des Low Cost Flugangebots ist um zwei Prozent gesunken. Bei nur noch wenigen Zielgebieten wie beispielsweise nach Nord- und Osteuropa ist noch ein geringfügiges Wachstum zu erkennen. Seit der Einführung der Luftverkehrssteuer im Jahr 2011 gibt es sogar einen Rückgang im Low Cost Verkehr, der sich Anfang 2012 mit rund 14 Prozent weniger Flügen verstärkt fortsetzte – Deutschland rutscht bei den Starts im internationalen Vergleich vom zweiten auf den vierten Platz. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt der neue „Low Cost Monitor 2012“ (LCM) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Seit 2006 veröffentlicht das DLR den LCM zweimal jährlich.

Verschmelzen der Geschäftsmodelle – wo beginnt Low Cost-Flugverkehr?

Wie schon im letzten Jahr bedienen in diesem Frühjahr 20 Fluggesellschaften, die im Low Cost Verkehr tätig sind, den deutschen Markt. Die im Low Cost Bereich tätigen Airlines gestalten ihr Angebot zum Teil sehr unterschiedlich. Auf Grund dieser Inhomogenität lassen sich nur wenige eindeutige Abgrenzungskriterien für das Marktsegment Low Cost definieren wie zum Beispiel ein niedriger Preis und ihre generelle Verfügbarkeit oder ein Direktvertrieb über das Internet. „Zudem verschmelzen die Geschäftsmodelle einiger Gesellschaften durch Annäherung von Low Cost- und traditionellen Linienfluggesellschaften und erschweren somit eine eindeutige Zuordnung. Dies trifft besonders auf die Fluggesellschaft Air Berlin zu, die als Hybridcarrier neben dem Low Cost Segment auch traditionellen Linien- und Charterverkehr durchführt. Es besteht deshalb in einigen Fällen ein gewisser Ermessensspielraum in der Zuordnung einer Luftverkehrsgesellschaft zum LCC Segment“, erklärt Studienleiter Dr. Peter Berster vom DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr. Die Ergebnisse des Low Cost Monitors 2012 basieren auf Daten einer Referenzwoche aus dem Winterflugplan 2012. Die Passagierangaben beziehen sich auf das gesamte Jahr 2011.

Weniger Strecken im Segment treffen besonders kleinere Flughäfen

Insgesamt wurden im Frühjahr dieses Jahres 454 unterschiedliche Strecken im innerdeutschen und grenzüberschreitenden Verkehr bedient. Dies sind rund 50 Strecken (minus 10,5 Prozent) weniger als im Frühjahr des letzten Jahres und sogar 12 Prozent weniger wie im Krisenjahr 2009. Neue deutsche Flughäfen kamen nicht zum Low Cost Netz dazu und auch neue Zielflughäfen gibt es nur wenige (z.B. Plowdiw in Bulgarien). Leichte Zuwächse gab es nur an wenigen Flughäfen wie beispielsweise in Berlin-Tegel mit acht Flügen mehr pro Woche, Rückgänge jedoch an zahlreichen Flughäfen wie Köln/Bonn mit rund zwölf Prozent weniger Starts, Niederrhein (minus 42 Prozent/über 70 Flüge), oder Hahn (minus 32 Prozent/über 60 Flüge). Ein solcher Verlust ist für Flughäfen mit einem hohen Low Cost Anteil besonders gravierend. Mit einem Anteil von über 90 Prozent am Linienverkehr werden an den Flughäfen Niederrhein, Lübeck, Memmingen, Karlsruhe/Baden-Baden und Hahn fast ausschließlich Low Cost Verkehre durchgeführt.

Nach Luftverkehrssteuer: Hoher Angebotsrückgang im Low Cost Verkehr

„Gemessen an der Zahl der Starts im Januar stellt das Low Cost Segment von Air Berlin – trotz eines starken Rückgangs von 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – das mit Abstand größte Low Cost Angebot aller Low Cost Carrier in Deutschland dar. Dieses Segment von Air Berlin wickelt dabei 1650 Starts in einer Woche ab, darauf folgt Germanwings mit 715 Starts“, erklärt Peter Berster. Der stärkste Rückgang ist bei Ryanair zu verzeichnen, die fast 40 Prozent ihrer Flugangebote aus Deutschland abgezogen hat. Das gesamte Flugangebot der Low Cost Carrier reduzierte sich seit Einführung der neuen Luftverkehrssteuer in Deutschland im letzten Jahr um 14 Prozent. Insgesamt vereinen die sieben größten Low Cost Carrier (Air Berlin, Germanwings, Ryanair, Easyjet, Intersky, Wizz, flybe) in diesem Frühjahr 95 Prozent des LCC Marktes auf sich.

Marktanteil der Low Cost Carrier sinkt bei der Luftverkehrsnachfrage

Im Jahr 2011 nutzten auf den 26 internationalen und regionalen Verkehrsflughäfen über 64 Millionen Passagiere die Angebote von Low Cost Airlines für ihre Flugreisen. Bei einem lokalen Gesamtpassagieraufkommen von fast 200 Millionen Passagieren auf den betrachteten Verkehrsflughäfen beträgt der Marktanteil des LCC Segments somit rund 32 Prozent. Dies bedeutet einen Rückgang um 2 Prozentpunkte gegenüber dem letzten Jahr. Insgesamt hatten die Berliner Flughäfen zusammengenommen mit fast 14 Millionen Passagieren im Low Cost Verkehr das höchste Aufkommen aller Flughäfen in Deutschland.

Annäherung bei den Flugpreisen

Die Durchschnittspreise der bedeutendsten Low Cost Anbieter auf dem deutschen Markt variieren untereinander und in Abhängigkeit vom Vorausbuchungszeitraum. So wurden in einer etwa zehnprozentigen Stichprobe aller Low Cost Strecken Deutschlands die Flugpreise für verschiedene Zeitpunkte ermittelt. „Die über alle Strecken und Buchungszeitpunkte ermittelten Durchschnittspreise für einen Flug variieren je nach Carrier im Frühjahr 2012 zwischen rund 40 Euro und 80 Euro bei den Nettopreisen und zwischen 60 Euro und 150 Euro bei den Bruttopreisen. Während die Durchschnittspreise bei den preiswerteren Low Cost Carriern leicht angestiegen sind, gibt es teilweise einen Rückgang bei den etwas teuren Low Cost Carriern, so dass sich die Preisspanne geringfügig angenähert hat“, sagt Berster.

Rückgang in Deutschland nach Einführung der Luftverkehrssteuer

Bei einer Betrachtung des gesamten europäischen Markts zeigt sich die Bedeutung der beiden Marktführer Ryanair und Easyjet, die zusammen mit über 43 Prozent fast die Hälfte aller Low Cost Flüge in Europa anbieten: Mit über 7300 Starts sowie rund 1500 Strecken verfügt Ryanair über das größte Verkehrsangebot. Das Zielland Nummer eins bei den Low Cost Carriern bleibt Großbritannien, das mit weitem Abstand mit über 7000 Starts pro Woche die meisten Flüge aufweist. Während lange Zeit Deutschland das Land mit dem zweithöchsten Angebot an Low Cost Flügen war, ist es seit Einführung der Luftverkehrssteuer 2011 auf den vierten Platz abgerutscht und liegt nun hinter Italien und Spanien. Dabei ist London-Gatwick der Flughafen mit dem größten Aufkommen an Low Cost Flügen in Europa, noch vor Barcelona und Dublin.

Nach den Rückgängen in Berlin-Schönefeld und Köln/Bonn ist Berlin-Tegel mit dem größten deutschen Low Cost Flugangebot im europäischen Vergleich auf Rang 15, gefolgt von Köln/Bonn auf Platz 17 und Berlin-Schönefeld auf Rang 19. Im Europaverkehr stagniert der Anteil des Low Cost Carrier Marktes von rund 26 Prozent bei den Flugangeboten im Vergleich zum letzten Jahr. Inzwischen gibt es Low Cost Angebote in über 40 Ländern Europas, dabei werden auch die Grenzen nach Nordafrika und Asien überschritten. Insgesamt ist in Europa im Gegensatz zu Deutschland mit 2 Prozent noch ein geringes Streckenwachstum zu erkennen, allerdings gibt es auch hier einen Rückgang bei der Anzahl der Flüge, der mit rund 3 Prozent jedoch wesentlich geringer ausfällt als in Deutschland.

Deutscher Technologieträger TET-1 erfolgreich gestartet

Am 22. Juli 2012 ist um 12:41 Uhr Ortszeit der erste deutsche Kleinsatellit des OOV-Programms an Bord einer russischen Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof in Baikonur (Kasachstan) gestartet: TET-1 ist ein Technologieerprobungsträger mit elf Experimenten an Bord, die sich ein Jahr lang unter realen Weltraumbedingungen bewähren müssen.

Im Weltraum gelten andere Bedingungen als auf der Erde: Große Temperaturunterschiede, Schwerelosigkeit und Weltraumstrahlung. Bauteile von Satelliten, der Internationalen Raumstation ISS und anderen Systemen müssen diesen Einflüssen standhalten und zuverlässig funktionieren. Im Rahmen seines „On-Orbit-Verification“ (OOV)-Programms testet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Weltraumtechnologien unter Realbedingungen.

„Die im Weltraum eingesetzten Technologien müssen zuverlässig funktionieren. Sonst ist Anwendern das Risiko eines Raumfahrt-Einsatzes zu hoch. Die Verifikation der Weltraumtauglichkeit, bedingt durch die dort herrschenden Umwelteinflüsse, ist deshalb unablässig“, schildert der DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Johann-Dietrich Wörner den Hintergrund für das OOV-Programm, dessen Kernelement die TET-Satelliten sind. „Mit dem erfolgreichen Flug des TET-1-Satelliten ermöglichen wir den beteiligten Unternehmen, ihre Nutzlasten für den Einsatz im Weltraum direkt zu qualifizieren“, erläuterte Wörner anlässlich des TET-1-Starts. Bislang konnten neue Technologien nur auf der Erde getestet werden. Weltraumeinflüsse sind vielfältig: So kann zum Beispiel energiereiche Partikelstrahlung zur Zerstörung der Bordelektronik eines Satelliten führen, was dann die Übertragung von Fernseh- oder Mobilfunk-Signalen aus dem All unterbricht.

Von der Erprobung am Boden zur Nutzung im All

TET-1 ist 120 Kilogramm leicht und hat Platz für 50 Kilogramm schwere Nutzlasten. Das DLR Raumfahrtmanagement hat das Raumfahrtunternehmen Kayser-Threde GmbH als Hauptauftragnehmer mit der Entwicklung des Satelliten beauftragt. Zu den elf Experimenten, die das DLR für die erste Mission ausgewählt hat, zählen unter anderem Solarzellen, Navigationsgeräte, eine Weltraumkamera, mit der Waldbrände detektiert werden können, Kommunikations- und Satelliten-Antriebssysteme sowie Computer-Hardware. TET-1 wird ein Jahr lang in einer niedrigen Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, LEO) in 520 Kilometern Höhe operieren. Danach wird er langsam wieder in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen.

„Mit dem OOV-Programm schlagen wir eine Brücke von der Erprobung am Boden zur Nutzung im Weltraum“, verdeutlicht Christoph Hohage, Projektdirektor Raumfahrt im DLR Raumfahrtmanagement. „Wir wollen der Raumfahrtindustrie, aber auch Forschungseinrichtungen, dabei regelmäßig zuverlässige, sichere und kurzfristig einsetzbare Mitfluggelegenheiten anbieten und so die Nutzung von bislang nicht weltraumqualifizierten Technologien in zukünftigen Raumfahrtprojekten erleichtern.“

Das „Gestell“ des kühlschrankgroßen Kleinsatelliten, der so genannte Satellitenbus, basiert auf dem 2001 gestarteten DLR-Forschungssatelliten BIRD (Bi-Spectral Infrared Detection). „TET-1 ist im Vergleich zu BIRD jedoch leistungsfähiger“, erklärt Michael Turk, TET-Projektleiter im DLR-Raumfahrtmanagement. „TET-1 bietet mehr Volumen und mehr Platz für Nutzlasten.“ Gebaut wurde der Satellitenbus von der Astro- und Feinwerktechnik Adlershof GmbH. An der Entwicklung beteiligt waren auch die DLR-Institute für Robotik und Mechatronik und für Raumfahrtsysteme. Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum beim DLR in Oberpfaffenhofen (German Space Operation Center, GSOC) ist für den Missionsbetrieb von TET-1 verantwortlich, das russische Raumfahrtunternehmen Lavoshkin für den Start des Satelliten.

Erster Funkkontakt über Spitzbergen

Nach seinem erfolgreichen Launch am 22. Juli 2012 hatte TET-1 um 10:24 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit seinen ersten Funkkontakt mit der Bodenstation in Spitzbergen. „Jetzt kann unsere Arbeit beginnen“, freute sich GSOC-Direktor Prof. Felix Huber. Per Telekommando werden die elf verschiedenen Experimente während der kommenden zwölf Monate eingeschaltet. Die Daten der Nutzlasten werden von der Bodenstation des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums (DFD) im DLR in Neustrelitz empfangen und von dort an die Experimentatoren zur Auswertung weitergegeben. Die Daten der vom DLR entwickelten Infrarotkamera an Bord von TET-1 werden beim DFD zu Informationsprodukten weiterverarbeitet und für Forschung in den Bereichen Klima und Sicherheit eingesetzt.

Die deutsche Satellitenmission TET-1 ist mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie realisiert worden. Für Entwicklung und Bau des Satelliten sind rund 27 Millionen Euro, für den Missionsbetrieb zwei Millionen Euro investiert worden.

Jet Aviation als Cessnas authorisierter Citation Service Partner

Die Cessna Aircraft Company, ein Unternehmen der Textron Inc., hat neuerliche Verträge mit Jet Aviation für Betriebsstätten in Düsseldorf, Deutschland, und Zürich, Schweiz unterzeichnet, um diese als authorisierte Citation Servicestellen zu führen. Die Vertiefung der Beziehungen von Cessna mit Jet Aviation ist die jüngste Schritt in Cessnas Plan, sein Service-Netzwerk in Europa weiter ausbauen.

Das Unternehmen hat erst vor kurzem neue eigene Citation Service Centers in Doncaster, Vereinigtes Königreich, und Valencia, Spanien, eröffnet und damit das bestehenden Angebot durch die Citation Service Centers in Paris und in Prag ergänzt. Joe Hepburn, Cessnas Senior Vice President und zuständig für das Kundengeschäft, sagte: „Mit mehr als 1.000 Citation Business Jets in Europa liegt unser Fokus darauf, unseren bestehenden und zukünftigen Kunden den besten Sekundärmarkt-Support der Branche zu bieten. Jet Aviation hat sich hier für Cessna als zuverlässiger Partner im Kundendienst erwiesen und so wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.“

Cessna hat jetzt insgesamt 13 Werks-eigene Citation Servicestellen in Europa, den USA und Singapur. Das globale Service Center-Netzwerk umfasst auch die ServiceDirect Initiative, über die das Unternehmen 22 mobile Service Units in den Vereinigten Staaten, Kanada und Europa betreibt. Desweiteren bietet Cessna vor-Ort-Hilfe durch seine AOG Go Teams, Air Response Team, HomeService und befristetes Leihpersonal an.

Fernerkundung GMES-Sentinel – Datenzentrum am DLR

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Das Bodensegment für GMES (Global Monitoring for Environment and Security) nimmt Gestalt an: Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen wird europäisches Datenzentrum für die GMES-Satelliten Sentinel-1 und Sentinel-3.

 

In Oberpfaffenhofen unterzeichneten der Direktor für Erdbeobachtungsprogramme der Europäischen Weltraumorganisation ESA, Prof. Volker Liebig, der Raumfahrt-Vorstand des DLR, Prof. Hansjörg Dittus und der Leiter des DFD, Prof. Stefan Dech, den Vertrag zum Aufbau eines GMES – Prozessierungs- und Archivierungszentrums (PAC).

„Die beim DLR vorhandenen Kompetenzen in Fragen der Erdbeobachtung, der Datenbe- und verarbeitung sind der Schlüssel für den erfolgreichen Aufbau des von der ESA geplanten europäischen Datenzentrums“, erläutert Prof. Hansjörg Dittus, Vorstand für Raumfahrtforschung und Technologie. „Durch seine einmalige Verbindung von Forschungs- und Ingenieurleistungen ist das DFD ein verlässlicher, langjähriger Partner der ESA in der Auslegung und dem Betrieb komplexer Systeme für den Empfang, die Verarbeitung und Archivierung von Erdbeobachtungsdaten“, betont Prof. Volker Liebig, Direktor für Erdbeobachtung der ESA.

Infrastruktur für Datenverarbeitung und Speicherung in Oberpfaffenhofen

Ab 2013 sollen in Oberpfaffenhofen Aufnahmen von Sentinel-1 und später auch Daten des Land- und Ozean-Sensor (Ocean and Land Color Imager, OLCI) der Sentinel-3-Satelliten zu Informationsprodukten verarbeitet, an die Nutzer verteilt und langfristig gesichert werden. Für den Aufbau und Betrieb des Datenzentrums stellt die ESA 13,6 Millionen Euro über eine Laufzeit von sieben Jahren zur Verfügung. Das neue GMES-Datenzentrum setzt in großem Umfang auf bestehende Infrastruktur auf. Die Rechnerinfrastruktur und das nationale Datenarchiv werden in den kommenden Monaten erweitert, um die jährlichen Datenmengen von mehr als zwei Petabyte (1 Petabyte = 1 Million Gigabyte) verarbeiten zu können. Die Firma T-System wurde im Unterauftrag mit dem Ausbau der Netzwerkinfrastrukturen beauftragt.

Die Daten der Sentinel-Satelliten gelangen über Hochgeschwindigkeits-Netzwerke von den Empfangsstationen zum GMES-Datenzentrum nach Oberpfaffenhofen. Für zeitkritische Anwendungen plant das DFD den schnellen Direktempfang der Sentinel-Daten an seiner Empfangsstation in Mecklenburg-Vorpommern und seinen Stationen in Kanada, Mexiko und der Antarktis, etwa für die Detektion von Ölteppichen auf dem Meer oder der Kartierung von See-Eis für die Schifffahrt. Darüber hinaus ist das DLR in Oberpfaffenhofen am Aufbau und Betrieb des „European Data Relay Systems“ (EDRS) beteiligt, um künftig auch über geostationäre Relais-Satelliten Erdbeobachtungsdaten empfangen zu können.

Neue Satelliten für die europäische Fernerkundung – Vielfältige Aufgaben

Die Radar-Instrumente der Sentinel-1-Satelliten werden globale Aufnahmen der Erdoberfläche und der Ozeane liefern – unabhängig von Wolken und Tageszeit. Mit den Sentinel-1-Satelliten können die polaren Eiskappen lückenlos beobachtet, Ölteppiche auf dem Meer entdeckt sowie Überflutungen und Naturkatastrophen schnell und großflächig kartiert werden.

Der Land- und Ozean-Sensor des Sentinel-3-Satelliten erfasst die gesamte Erdoberfläche innerhalb von zwei Tagen in 21 Spektralkanälen und einer Bodenauflösung von 300 Metern. Er liefert wichtige Parameter des globalen Wandels, z.B. zur Vegetationsdynamik, Wasserqualität und dem Kohlenstoffkreislauf. „Datensätze dieser Qualität über mehrere Jahrzehnte liefern uns die grundlegenden Informationen, die Dynamik der Geosphäre zu verstehen und Antworten zu geben auf drängende globale Fragen“, sagt Prof. Stefan Dech, Direktor des DFD.

Sentinel-1 und Sentinel-3 setzen die kontinuierliche Umweltbeobachtung fort, die in Europa mit den ESA Satelliten ERS-1, ERS-2 und ENVISAT 1991 begonnen wurden. Seit 1991 arbeitet auch das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) bereits im Auftrag der ESA für diese ersten europäischen Erbeobachtungssatelliten als Prozessierungs- und Datenzentrum.

Ariane 5 startet 50 Mal in Folge erfolgreich

Am 02. August 2012 um 22.54 Uhr mitteleuropäischer Zeit ist eine Ariane 5 zum 50. Mal in Folge erfolgreich gestartet. Der europäische Schwerlast-Träger hatte zwei Kommunikationssatelliten – INTELSAT 20 und HYLAS 2 – an Bord. Die Trägerrakete ist seit 1996 im Einsatz und speziell darauf ausgelegt, schwere Nutzlasten bis zu zehn Tonnen Gewicht in ihre Erdumlaufbahn zu transportieren. Insgesamt beteiligten sich zwölf Länder an der Ariane-Entwicklung. Die deutsche Industrie hat heute einen Anteil von fast 20 Prozent am Bau der Ariane 5. "Deutschland ist ein unverzichtbarer Partner im Ariane-Programm der europäischen Raumfahrtorganisation ESA“, sagt Denis Regenbrecht vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Der Flug VA208 der Ariane 5 am 02. August 2012 ist bereits der vierte Start in diesem Jahr. Insgesamt starteten damit 64 Ariane 5-Trägersysteme. Für das laufende Jahr sind noch weitere drei Ariane-Starts geplant. "Mit dem 50. erfolgreichen Start in Folge zeigt der europäische Raumtransport erneut, dass er eine Spitzenposition einnimmt: Dies ist die beste Bilanz aller momentan weltweit eingesetzten Trägersysteme“, erläutert Denis Regenbrecht. "Die Ariane setzt Standards an Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit und ist eines der Vorzeigeprojekte der technologischen Zusammenarbeit in Europa.“

Satelliten, Raumsonden und Versorgung der Raumstation ISS

1987 beschloss der ESA-Ministerrat die Entwicklung des Schwerlast-Trägersystems Ariane 5, 1996 erfolgte der erste Start. In den vergangenen 16 Jahren transportierte die Rakete nicht nur über 100 Satelliten und Raumsonden ins Weltall, sondern beförderte auch die drei ATVs (Automated Transfer Vehicle) "Johannes Kepler“, "Jules Verne“ und im März 2012 "Edoardo Amaldi“ zur Internationalen Raumstation ISS. Alle Starts der Ariane 5 werden vom Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana durchgeführt. Die Entwicklung der Trägersysteme wird von den Teilnehmerstaaten am Ariane-Programm finanziert. Im Auftrag der Bundesregierung organisiert das DLR-Raumfahrtmanagement die deutsche Beteiligung an den europäischen Trägerprogrammen und vertritt die deutschen Interessen im internationalen Rahmen.

Triebwerkstests am DLR-Prüfstand in Deutschland

Im DLR ist das Institut für Raumfahrtantriebe in Lampoldshausen am Ariane 5-Programm beteiligt: Dort testen Ingenieure sowohl Triebwerke der laufenden Ariane-Produktion als auch Triebwerke, die in Zukunft an dem Trägersystem zum Einsatz kommen sollen. So wurden zum Beispiel die Qualifizierung der Vulcain-Triebwerke und die Flugabnahme des Aestus-Triebwerks in den DLR-Prüfständen in Lampoldshausen durchgeführt. Das künftige Oberstufentriebwerk Vinci wird zudem unter Weltraumbedingungen für seinen Einsatz im All getestet. Die Partner aus der Industrie, EADS Astrium und MT Aerospace, liefern unter anderem die Triebwerksbrennkammern, sind für die Integration der Oberstufe und die Produktion der Boostergehäuse verantwortlich

Optisches Messverfahren für leisere Hubschrauber

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Jeder kennt das typische „Teppichklopfergeräusch“ eines fliegenden Hubschraubers. Grund für diese Lärmquelle sind Luftwirbel, die an den Spitzen der Rotorblätter entstehen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat mit seinem Forschungshubschrauber, einer BO105, ein Messverfahren getestet, mit dem diese lärmverursachenden Luftwirbel während Flugbetriebes beobachtet werden können. Durch die so gewonnenen Kenntnisse zu Art und Entwicklung der Wirbel, ergeben sich auch neue Möglichkeiten, Hubschrauber zukünftig leiser fliegen zu lassen und den Fluglärm zu reduzieren.

Lichtbrechung durch Dichteschwankungen der Luft

Die Hintergrundschlierenmethode (kurz: BOS, Background Oriented Schlieren Method) wurde bereits 2000 im DLR Göttingen entwickelt. Durch Schwankungen der Dichte wird das Licht in der Luft gebrochen. Vor geeigneten Hintergrundmustern ist dies als Schliere erkennbar. „Geeignete Hintergründe können beispielsweise Agrarflächen, wie Felder und Wiesen sein“, erklärt Kolja Kindler vom DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik. Mit Unterstützung der Luftsportgemeinschaft Schäferstuhl wurden rund um Salzgitter-Bad Flugversuche mit dem DLR-Forschungshubschrauber BO105 durchgeführt, um dieses neue Verfahren zu erproben. Damit gelingt endlich, was bisher nicht möglich war: die Wirbel können im Flug sichtbar gemacht werden.

Kameras an Begleitflugzeugen

Mit zwei Kameras wurden die Rotorblätter des fliegenden Hubschraubers zeitlich kurz verzögert aus einem Verfolgerflugzeug fotografiert. Dazu flogen die DLR-Wissenschaftler mit einem Ultraleichtflugzeug der Flugwissenschaftlichen Fachgruppe Göttingen seitlich versetzt über dem Hubschrauber. „Das ausgewählte Muster, also in diesem Falle das Feld, wird durch die Blattspitzenwirbel in beiden Bildern an verschiedenen Stellen verzerrt, sodass man durch Vergleich der Bilder die Wirbelposition und relative Stärke ermitteln kann“, erklärt Kindler.

Um diese Wirbel während der Landungen zu untersuchen, wurde zusätzlich ein großflächiges künstliches Muster am Hangar des DLR Braunschweig angebracht. In Bodennähe spielen Blattspitzenwirbel eine besondere Rolle, da in sandigen Gebieten oder im Schnee Luftverwirbelungen Bodenmaterial aufwirbeln können. Dies kann den Piloten die Sicht nehmen.

Neue Daten füllen Wissenlücken

Mit der BOS Methode ist es erstmals möglich Blattspitzenwirbel im Flug zu visualisieren. So können nun auch Simulationsrechnungen von Rotorblättern oder Hubschraubern überprüft werden. „Wenn wir in der Lage sind, das Wirbelsystem im Flug sichtbar zu machen, wissen wir fast alles über die Hauptrotoraerodynamik und insbesondere auch das, was die Simulation uns noch nicht vorhersagen kann“, sagt Kindler. Die Bilder werden jetzt ausgewertet und anschließend veröffentlicht. Sie eröffnen neue Wege für die Strömungsanalyse im Flug, um den Hubschrauber von morgen nach Möglichkeit leiser fliegen zu lassen.

Zum Urlaub auf die Formel 1-Rennstrecke in Abu Dhabi

Motorengeheul und scharfe Kurven: Abu Dhabi-Urlauber können jetzt exklusiv zum ultimativen Adrenalinkick reisen. Sie rasen selbst über den Yas Marina Circuit, den man sonst nur von der Formel 1 aus dem Fernsehen kennt. Das Paket umfasst eine 30-minütige Einführung, drei Trainingseinheiten in einem Renault Clio RS, alles begleitet von einem Profi-Rennfahrer, so bietet es Europas Marktführer für Last Minute-Reisen L‘ TUR an.

20 unvergessliche Minuten in einem ultraleichten Rennwagen mit 200 PS – nur was für Fahrer mit starken Nerven. Wie die Formel 1-Piloten können Mutige ganz nah am Asphalt mit Höchstgeschwindigkeit die langen Geraden und scharfen Kurven der Rennstrecke austesten und sich selbst einmal wie Vettel & Co. fühlen. „Für unsere Kunden sind wir immer auf der Suche nach besonderen Urlaubs-Erlebnissen. Das Formel 1-Paket gehört ganz bestimmt dazu. L‘TUR gibt nicht nur als Last Minute-Marktführer in Abu Dhabi Vollgas, sondern auch auf der Formel 1 Rennstrecke“, sagt L’TUR-Produktvorstand Sven Schikarsky.

Noch mehr Programm gibt es im Vergnügungspark „Ferrari World“ gleich nochmal auf Touren. Hier kann man Höchstgeschwindigkeit der anderen Art erleben, zum Beispiel in der mit 240 Km/h Spitze schnellsten Achterbahn der Welt. Sechs Übernachtungen mit Frühstück im 5-Sterne-Hotel „Al Raha Beach“ inklusive Flug und Eintritt in die „Ferrari World“ schon ab 839 Euro. Das Formel 1-Paket kostet 290 Euro und ist vor Ort über den L’TURy/a>-Reiseleiter buchbar.

EBAA Safety of Flight Awards für die DC Aviation

DC Aviation, der größte deutsche Anbieter von Individualflügen mit Business Jets, wurde für seine hohen Sicherheitsstandards ausgezeichnet. Im Rahmen der EBACE in Genf verlieh die European Business Aviation Association (EBAA) DC Aviation als einem von nur drei Unternehmen, den 2012 Platinum Safety of Flight Award für mehr als 100.000 vorfallfreie Flugstunden.

Anlässlich der Übergabe sagte EBAA-Präsident Brian Humphries: „Die ausgezeichneten Unternehmen haben sich nicht damit zufrieden gegeben, den elementaren Sicherheitsregeln der Luftfahrtbranche zu genügen, sondern Sicherheit zu einem Teil ihrer Unternehmenskultur gemacht.“
„Unser Ziel ist es, die grundlegenden, rechtlich vorgeschriebenen inländischen und internationalen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen weit zu übertreffen.“ fügte Michael Kuhn, Managing Director von DC Aviation hinzu.

Mit der Sicherheit auf Airline-Niveau setzt die DC Aviation neue Maßstäbe in der Business Aviation. Im Juli 2007 erhielt Unternehmen als erster deutscher Anbieter von Privatjets das internationale „IATA Operational Safety Audit (IOSA)“-Zertifikat. Rezertifizierungen erfolgten jeweils im Mai 2009 und 2011. Das IOSA-Zertifikat gilt in der Luftfahrt weltweit als Qualitätssiegel für Flugsicherheit und wird von der International Air Transport Association (IATA) im Rahmen eines Audits vergeben.

airberlin: Tablet machen Flugzeugwartung effizienter

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Die airberlin technik GmbH, der luftfahrttechnische Dienstleister innerhalb der airberlin group, setzt künftig in Deutschland, Österreich und der Schweiz Tablet PCs in der Flugzeugwartung ein. Die Dokumentationsreports können somit bereits während der Wartung am Flugzeug erstellt werden. Bislang mussten Techniker die Reports nach ihren Einsätzen in der Bürozentrale in das Computersystem übertragen. Die Tablet PCs dokumentieren die Wartung jetzt in Echtzeit und garantieren damit einen noch effizienteren Wartungsprozess im laufenden Flugbetrieb. Derzeit stattet airberlin technik die ersten beiden Stationen München und Berlin-Tegel mit den Tablet PCs aus.

Zusätzlich profitieren Techniker mit den Tablet PCs von einem schnellen Abruf von Anleitungen und von der direkten Einsicht in Lagerbestände vor Ort. Bislang mussten Dokumentationsbögen und umfangreiche Manuals zum Flugzeug mitgenommen und Lagerbestände in der Bürozentrale eingesehen werden. Die Tablet PCs führen somit zu einer deutlichen Zeitersparnis.

„Der Einsatz von Tablet PCs macht unsere Wartungsabläufe noch effizienter. Außerdem erleichtern sie mit dem Zugriff auf alle wichtigen Informations- und Dokumentationssysteme die Arbeit der Techniker am Flugzeug. Mit der Digitalisierung leisten die Tablet PCs gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung“, sagt Marco Ciomperlik, CEO airberlin technik GmbH.

Bis Ende 2012 führt die airberlin technik GmbH in einer ersten Stufe die Tablet PCs für alle Mitarbeiter im deutschsprachigen Raum in der Line Maintenance, das heißt bei allen kleinen und mittleren Wartungsereignissen, ein. Im zweiten Schritt sollen die tragbaren Computer auch in der Base Maintenance der airberlin technik, das heißt bei allen umfangreichen Überholungsarbeiten in Düsseldorf und München eingesetzt werden. Da die Tablet PCs auf die bisherigen Online-Systeme zugreifen, ist keine spezielle Schulung der Techniker für den neuen Dokumentationsweg notwendig.

Auszubildende zerlegen Lufthansa Vickers Viscount 814

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Die Lufthansa Technik AG und das Technik Museum Speyer verbindet nicht nur eine jahrelange freundschaftliche Beziehung. Seit 2003 ist die Lufthansa Technik AG Ehrenmitglied des Auto & Technik Museum e.V. und es gab in der Vergangenheit einige gemeinsame Großprojekte wie z.B. eine Lufthansa Boeing 747-200 als Ausstellungsstück für das Technik Museum Speyer und gemeinsame Reinigungs- und Reparaturprojekte. Man steht sich mit Rat und Tat zu Seite und hilft sich gegenseitig gerne auch mal aus. Nun ist ein neues, für die Lufthansa Technik bisher einzigartiges Projekt geplant. Der Jumbo Jet des Technik Museums erhält „Nachwuchs", denn die Speyerer Lufthansa Flotte wird durch eine Lufthansa Vickers Viscount 814 erweitert.

Die 50 Jahre alte Vickers Viscount 814 (Indienststellung 01.06.1962) mit der Baunummer 447, 09.12.1961 war bis 1970 mit dem Kennzeichen D-ANAF im regulären Dienst der Lufthansa, bevor sie 1972 zum Flugzeug der technischen Ausbildung umfunktioniert wurde. Der Überführungsflug fand am 12.04.1972 um 13.00 Uhr ab Hamburg mit Kapitän Lachmann, Touchdown in Frankfurt um 13.54 Uhr, on Block um 13.59 Uhr statt. Bis heute erlernten an dieser Maschine über 2.000 junge Menschen ihren Beruf zum Fluggerätmechaniker sowie Elektroniker. Da Lufthansa Technical Training nun eine moderne und voll funktionsfähige Boeing 737-500 erhalten hat, die vorwiegend den Auszubildenden der Lufthansa Technik zur Verfügung steht, findet die Vickers Viscount 814 am 18.09.2012 ihren Weg als Dauerleihgabe in das Technik Museum Speyer.

Die Besonderheit dieses Transportes ist, dass erstmals Auszubildende der Lufthansa Technik ein Flugzeug für einen solchen Transport komplett zerlegen und wieder zusammenbauen.

Insgesamt drei Ausbilder von Lufthansa Technical Training und 15 angehende Fluggerätmechaniker sowie Elektroniker arbeiten seit dem 10.09.2012 an der Vickers Viscount 814, um diese fachmännisch zu zerlegen und für den Transport vorzubereiten. Seit dem 11.09.2012 werden die Arbeiten durch ein Team des Technik Museum Speyer unterstützt. Martin Brandes, Ausbildungsleiter bei Lufthansa Technical Training in Frankfurt: „Mit dem Technik Museum Speyer haben wir einen optimalen Partner gefunden, bei dem die Leihgabe sehr gut aufgehoben ist. Dass die Auszubildenden ihre bisher gelernten Grundfertigkeiten beim Zerlegen und dem Zusammenbau in Speyer unter Beweis stellen können, ist eine tolle Übung."

Bisher wurde die Vickers Viscount 814 in einer spektakulären Fahrt über den Flughafen in die A380 Halle geschleppt. Nach der Positionierung neben der A380 "Mike Echo" wurden das komplette Höhenleitwerk abgenommen. Das Flugzeug wurde mittels Hydraulikstempel und extra vom Technik Museum Speyer angefertigten Halteschalen leicht angehoben, so dass die Vorarbeiten zum Abnehmen des gesamten Seitenleitwerks erfolgreich durchgeführt werden konnten. In der Kabine wurden die Freilegungsarbeiten zum Abnehmen der Flächen weiter fortgesetzt und es wurden einige Fenster, zur besseren Kommunikation nach Außen, ausgebaut. Am Donnerstag, 13.09.2012 wurde das Seitenleitwerk entfernt. Bis jetzt sind die Zerlege- und Vorbereitungsmaßnahmen im Zeitplan, so dass einem Transport von Frankfurt nach Speyer nichts mehr im Wege stehen sollte.

Ausbilder Matthias Lück ist stolz, die Auszubildenden anzuleiten: „Ich selbst habe 1990 als Auszubildender an diesem Flugzeug meinen spannenden Beruf erlernt. Jetzt darf ich als Ausbilder mit den Azubis bei diesem einmaligen Projekt mitarbeiten und mein Fachwissen nochmals weitergeben."

Der Transport von Frankfurt nach Speyer findet am Dienstag, 18.09. 2012 statt. Ab 14.00 Uhr geht es von der A380 Halle (Flughafen Frankfurt a.M.) über das Tor 120 auf die Autobahn in Richtung Speyer. Der Straßentransport beginnt um ca. 22.00 Uhr, so dass die Maschine voraussichtlich gegen 1.00 in der Nacht in Speyer eintrifft. Wie auch bei den vergangenen Transporten (wie z.B. der Lufthansa Boeing 747-200) ist der Schwertransportspezialist, die Spedition Kübler aus Schwäbisch-Hall, im Einsatz und befördert das zerlegte Flugzeug mit drei LKWs in das Technik Museum Speyer.

33. Internationale-Flugzeug-Teile-Börse in Speyer

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Wo werden heute noch Holzpropeller von 1.WK Flugzeugen, oder Teile eines Starfighters angeboten? Diese Frage stellen sich zahlreiche Flugzeugenthusiasten in ganz Europa. Die Antwort darauf ist ganz einfach, denn auf der 33. Internationalen-Flugzeug-Veteranen-Teile-Börse gibt es alles was das „Sammler-Herz" begehrt. Die Börse wird in direkter Nähe des Flugplatzes Speyer, an Flugzeughistorischer Stelle, auf dem Gelände des TECHNIK MUSEUM SPEYER in der neuen Event-Halle dem Hangar 10 ausgerichtet.

Die Traditionsveranstaltung öffnet ihre Türen am Samstag, 27. Oktober 2012 von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Ca. 65 Aussteller zeigen an diesem Tag ihre seltenen Flugzeugteile, die sie verkaufen, tauschen, oder über die sie einfach nur fachsimpeln. Die Anbieter kommen unter anderem aus Deutschland, Frankreich, Belgien, Österreich, der Schweiz, England, den Niederlanden, Polen und der Tschechei. Man findet Instrumente und Propeller aus dem 1.WK, Jet-Helme aus den Siebzigern und noch vieles mehr. Ein großer Bestandteil der Börse werden auch diesmal wieder Teile von sogenannten Warbirds, wie Messerschmitt Me 109 und Focke Wulf Fw 190 sein. Aber auch Bücher, Zeichnungen, Fotos und historische Kleidung werden reichhaltig angeboten. Für junge Besucher gibt es ein großes Angebot an Flugzeugmodellen und der dazu gehörenden Literatur. Eintrittskarten gibt es an der Tageskasse zu 6,00 €. Kinder bis 14 Jahre zahlen keinen Eintritt.

Infos zu 33. Internationale-Flugzeug-Veteranen-Teile-Börse gibt es bei Classic Airparts, Peter Seelinger unter Tel. 06341-80906, Mobil: 0175-5854343 oder E-Mail: pseelinger@t-online.de, oder direkt auf der Homepage des TECHNIK MUSEUM SPEYER unter www.technik-museum.de.

Mit OLT Express von Berlin nach Münster/Osnabrück

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Die Airline OLT Express fliegt elfmal pro Woche von Berlin-Schönefeld nach Münster/Osnabrück. Bedient wird die Strecke mit einem modernen Turboprop-Flugzeug vom Typ Saab 2000. Von der neuen Verbindung profitieren sowohl Privat- als auch Geschäftsreisende: Die Region beheimatet zahlreiche mittelständische Unternehmen und ist in Industrie, Dienstleistung und Forschung gut aufgestellt. Mit zahlreichen Museen und der historischen Altstadt bietet sich Münster aber auch für einen Kurzurlaub an.

Die Flüge nach Münster/Osnabrück starten montags bis freitags zweimal täglich: Der erste Flug startet um 8.10 Uhr in Schönefeld mit Landung in Münster/Osnabrück um 9.15 Uhr. Der zweite Flug hebt um 19.40 Uhr in Schönefeld ab mit Landung in Münster/Osnabrück um 20.45 Uhr. An den gleichen Tagen fliegt OLT Express zweimal täglich ab Münster/Osnabrück: Der erste Flug startet um 6.35 Uhr in Münster/Osnabrück mit Landung um 7.40 Uhr in Berlin-Schönefeld. Ein zweiter Flug hebt um 18.05 Uhr in Münster/Osnabrück ab mit Landung um 19.10 Uhr in Schönefeld. Die Abendflüge von Berlin-Schönefeld nach Münster/Osnabrück und zurück werden auch sonntags bedient.

OLT Express Germany bietet als Airline im Low-Cost-Segment innerdeutsche und innereuropäische Verbindungen an. Die Flotte von OLT Express Germany umfasst insgesamt 15 Flugzeuge.

Christoph 31 in Berlin fliegt seit jetzt 25 Jahren

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Er ist Deutschlands am häufigsten alarmierter Rettungshubschrauber: Seit seiner Inbetriebnahme am 13. Oktober 1987 wurde „Christoph 31“ zu rund 53.000 Einsätzen gerufen, um Patienten schnellstens mit ärztlicher Hilfe zu versorgen. Das 25-jährige Dienstjubiläum des Berliner ADAC Rettungshubschraubers feierten der ADAC Berlin-Brandenburg, die ADAC Luftrettung und die Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes heute mit einem Tag der offenen Tür rund um den Hangar und einem Festaktauf auf dem Gelände des Charité Campus Benjamin Franklin in Berlin-Steglitz.

In Zeiten des Kalten Krieges einst ein abenteuerlich und als großes politisches Wagnis, heute jedoch eine anhaltende Erfolgsgeschichte. Nach zähen Verhandlungen hatten die Alliierten 1987 zugestimmt, dass der ADAC in der Hauptstadt das in Westdeutschland längst bewährte Prinzip der Rettungshubschrauber zum Einsatz bringen durfte. Der erste Christoph 31 vom Typ BO 105 wurde im Sommer 1987 in Einzelteile zerlegt per Lkw über die Transitautobahn nach Berlin gefahren. Zunächst durften nur US-amerikanische Piloten den ADAC Hubschrauber fliegen. Doch nur zwei Jahre später erlebte Christoph 31 mit seiner Crew den Mauerfall in Berlin. Ab 1990 kam der damals noch am Flughafen Tempelhof stationierte Christoph 31 in der ganzen Stadt zum Einsatz. Der Rettungshubschrauber wurde damit selbst ein Teil der Wendegeschichte Berlins.

Heute ist der fliegende Gelbe Engel aus dem Rettungswesen der Hauptstadt nicht mehr wegzudenken. Die Piloten der ADAC Luftrettung bringen mit dem Helikopter vom Typ EC 135 die Notärzte der Charité und die Rettungsassistenten des DRK schneller als jeder Rettungswagen dorthin, wo medizinische Hilfe dringend benötigt wird. Seit 2002 ist Christoph 31 im neu eingerichteten Hangar am Charité Campus Benjamin Franklin zuhause. Von hier startet die Crew täglich zwischen Sonnenaufund Sonnenuntergang zu durchschnittlich 2.600 Einsätzen pro Jahr in Berlin und Brandenburg.

Schwache Zahlen fordern Abschaffung der Luftverkehrsteuer

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Die 2011 eingeführte Luftverkehrsteuer beeinflusst die Entwicklung der deutschen Flughäfen weiterhin negativ, was sich in der Halbjahresbilanz 2012 des Flughafens Frankfurt-Hahn erneut bemerkbar macht. Obwohl das Streckenangebot zum Sommerflugplan erhöht worden war, stiegen die Passagierzahlen nicht auf das erwartete Niveau. Die Auslastung gegenüber dem Vorjahr ist zurückgegangen. Die Verluste des Winterflugplans konnten so nicht vollständig ausgeglichen werden.

„Die Halbjahresbilanz 2012 zeigt einmal mehr, welche verheerenden Auswirkungen die Luftverkehrsabgabe im Passagierbereich hat“, sagt Jörg Schumacher, Sprecher der Geschäfts-Führung der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH. „Nach Jahren des Wachstums im Low-Cost-Sektor markierte die Einführung der Ticketsteuer einen Einschnitt, der die Passagierzahlen nachhaltig gedrückt hat und aus eigenen Kräften kaum auszugleichen ist. Der Hahn steht dabei nicht allein da, auch andere deutsche Flughäfen leiden darunter.“ Seine Forderung: „Soll die Luftfahrt an Low-Cost-Standorten zukunftsfähig bleiben, darf diese Steuer nicht wie geplant bis 2016 beibehalten werden.“

Schumacher unterstützt damit den Appell der Branchenverbände BDL und ADV sowie der Fluggesellschaft Ryanair, die von der Bundesregierung die Abschaffung der Steuer fordern. Ryanair hat eine Abwanderung der Fluggäste gerade an grenznahen Flughäfen beobachtet.

Deutlicher Rückgang der Passagierzahlen

1,28 Millionen Passagiere nutzten den Flughafen Hahn im ersten Halbjahr 2012. Das waren acht Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im ersten Quartal betrug der Rückgang noch 18 Prozent. In den Monaten April und Mai wurde dann erstmals wieder leichtes Wachstum registriert. Im Juni lagen die Passagierzahlen drei Prozent über den Mai-Werten, jedoch fünf Prozent unter dem Vorjahresergebnis.

Nach Rekordjahren drückt die Wirtschaftslage das Cargo-Geschäft

Das Cargo-Geschäft ist sehr stark abhängig von der allgemeinen Wirtschaftslage und gilt als Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung. Nach mehreren Rekordjahren und einem extrem starken Jahr 2011 ist das Frachtergebnis am Flughafen Frankfurt-Hahn erstmals wieder rückläufig, wie an anderen Flughäfen auch. Mit 104.000 Tonnen liegt das Aufkommen im ersten Halbjahr 28 Prozent unter dem Rekordergebnis des Vorjahres, allerdings immer noch sechs Prozent über dem Ergebnis von 2010. Die Zahl der Flugbewegungen ging um zehn Prozent auf 15.105 zurück.

Astrium liefert für Jabiru-1-Mission an Leockheed Martin

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Astrium hat einen Vertrag über die Lieferung von Telekommunikationsprodukten für den Satelliten Jabiru-1 von NewSat geschlossen, den Lockheed Martin, Newtown, Pennsylvania (USA), als Hauptauftragnehmer baut. Dieser Auftrag markiert einen weiteren Meilenstein für Astrium auf dem US-amerikanischen Markt und das Unternehmen wird erstmals Equipment dieser Art an Lockheed Martin ausliefern.

Im Rahmen des Vertrags, liefert Astrium die Ku-Band-Empfänger sowie die Sender für das Ka-Band an Lockheed Martin. Lockheed Martin wurde vom australischen Serviceprovider NewSat mit der Fertigung des Satelliten Jabiru-1 beauftragt, der Ende 2014 an Bord einer Ariane 5 von Astrium in den Weltraum starten soll. Jabiru-1 ist für eine Betriebszeit von mindestens 15 Jahren ausgelegt und wird von seiner geplanten Position über dem Indischen Ozean aus unter anderem Afghanistan, Pakistan, den Irak, Saudi-Arabien und Somalia abdecken.

Im Dezember 2011 erhielt Astrium schon den Zuschlag für die Lieferung eines hochpräzisen Faseroptik-Gyroskops (Astrix®) für die Joint Polar Satellite System (JPSS) Mission der NASA und NOAA. Astrium liefert bereits kontinuierlich über seine Tochtergesellschaften Tesat, Jena-Optronik und Dutch Space Ausrüstungskomponenten an US-amerikanische Hauptauftragnehmer.

Die zu liefernde Ausrüstung basiert auf Technologien, die im Rahmen des von der britischen Raumfahrtbehörde (UKSA) und der Europäischen Weltraumorganisation ESA unterstützten Generic Flexible Payload (GFP) Programms entwickelt wurden. Die Ku-Band-Empfänger können die äußerst schwachen Uplink-Signale der Bodenstationen erfassen und die Frequenzbereiche für Up- und Downlinks zur Verhinderung von Interferenzen voneinander trennen. Die Bodenantennen sind in der Lage, mithilfe eines Signals der Ka-Band-Sender die Satellitenposition zu bestimmen und sich danach auszurichten. Alle Komponenten werden im ersten Halbjahr 2013 ausgeliefert.

Andy Warburton, bei Astrium in Portsmouth als Manager für die Produktlinie Frequenzumformer zuständig, sagte: „Nach der umfangreichen Arbeitsleistung für das GFP-Programm erhält Astrium mit diesem Auftrag eine weitere Bestätigung für sein technisches Know-how, das im Unternehmen selbst entwickelt worden ist. Diese Expertise ist für Frequenzumwandler und Sender von höchster Relevanz.“

Astrium ist durch sein Produktgeschäft ein weltweit führender Zulieferer für Raumfahrt-Equipment. Durch seine herausragenden Kompetenzen und Mitarbeiter sowie durch seine industrielle Leistungsfähigkeit verfügt Astrium über ein umfangreiches Portfolio für weltraumgestützte Anwendungen wie Telekommunikation, Erdbeobachtung und Navigation sowie für Forschungsmissionen, bemannte Raumfahrt und Trägersysteme. Astrium kann aufgrund jahrzehntelanger spezifischer Erfahrung Ausrüstungskomponenten für das Plattformdatenmanagement, Versorgungssysteme, Sensoren und Stellantriebe sowie Nutzlasten entwickeln und fertigen.

NASA Mars-Landesonde trägt deutschen Elektro-Maulwurf

Nach der erfolgreichen Landung des Mars Science Laboratory mit dem Rover Curiosity hat die NASA eine weitere Mars-Landemission beschlossen. Die Mission InSight soll 2016 startklar sein und nach einem halbjährigen Flug am Mars ankommen. Dort soll InSight mit geophysikalischen Experimenten einen Blick in das Innere des Roten Planeten werfen, unter anderem mit einem am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelten Experiment HP3, das für Wärmefluss-Messungen mehrere Meter tief in den Marsboden eindringen wird und die thermo-mechanischen Eigenschaften des Marsbodens zu erforschen.

 

"Mit der Auswahl der Mission InSight zeigt die NASA, wie wichtig ihr die Erforschung unseres Nachbarplaneten ist. Ich freue mich sehr, dass das DLR mit einem eigenen Experiment auf der Landesonde dazu beitragen kann, die Geheimnisse des Roten Planeten weiter zu erforschen", so Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR.

Fragen an die Marsgeologie, Antworten im Marsboden

Der Missionsname InSight (Interior Exploration using Seismic investigations, geodesy and heat transport) zeigt, dass bei dieser Mission vor allem geophysikalische Experimente auf und unter der Marsoberfläche durchgeführt werden, beispielsweise durch Messung der Geschwindigkeit von seismischen Wellen oder des Wärmeflusses. Ziel der Mission ist es, den Aufbau und Zustand von Kern und Mantel, sowie die thermische Entwicklung des Mars besser zu verstehen. Am DLR wurde für InSight das Experiment HP3 entwickelt. HP3 steht für "Heat Flow and Physical Property Package".

"Bisher fand die Erforschung des Mars nur durch Beobachtungen aus der Umlaufbahn und direkt auf der Oberfläche statt", erklärt Professor Tilman Spohn, wissenschaftlicher Leiter von HP3 und Direktor des DLR-Instituts für Planetenforschung in Berlin-Adlershof. "Die Untersuchung des Inneren des Planeten steht hingegen erst am Anfang. HP3 wird sehr wichtige Impulse für die Marsforschung liefern können." Nach dem Strahlungsmessgerät RAD (Radiation Assessment Detector), das von der Universität Kiel gemeinsam mit dem DLR für die aktuelle Curiosity-Mission entwickelt wurde, und der hochauflösenden Stereokamera HRSC auf dem ESA-Orbiter Mars Express, ist HP3 das dritte DLR-Experiment zur Erforschung unseres Nachbarplaneten.

Mit einem elektro-mechanischen Maulwurf mehrere Meter in den Marsuntergrund

Seit geraumer Zeit beschäftigt sich die Planetenforschung mit der Frage, warum sich der Mars im Vergleich zur Erde so anders entwickelt hat, weshalb beispielsweise der etwas kleinere Mars keine Plattentektonik mit Kontinentalverschiebung hat. Dieser globale Prozess ist fundamental für den Kohlenstoffkreislauf auf der Erde und könnte den entscheidenden Unterschied ausmachen, warum auf der Erde die Voraussetzungen für Leben so viel günstiger sind als auf dem Mars. "Auf dem Mars floss früher aber Wasser, vielleicht waren also die Bedingungen für Leben auch einmal günstiger, wie zum Beispiel die durch Vulkanismus beeinflussten Temperaturen der Atmosphäre", erläutert Professor Spohn. "Der Mars ist nach wie vor der Körper im Sonnensystem, auf dem Leben jenseits der Erde am wahrscheinlichsten ist."

Das HP3-Experiment des DLR nutzt einen elektro-mechanischen Schlagmechanismus, der einen Instrumentenbehälter bis zu fünf Meter tief in den Marsboden einbringen kann. "Bisher ist solch ein vollautomatischer Maulwurf noch auf keinem Körper des Sonnensystems zum Einsatz gekommen", sagt Dr. Tim van Zoest, Physiker am DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen, wo der Schlagmechanismus entwickelt wurde. "Vergleichbare Experimente zur Analyse des Untergrunds gab es bisher nur von Hand auf dem Mond bei den amerikanischen Apollomissionen 15 bis 17 zu Beginn der 1970er Jahre, das waren damals aber eher konventionelle Bohrer."

Die Sensoren von HP3 zur Messung des Wärmeflusses wurden am DLR-Institut für Planetenforschung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Graz entwickelt. Insbesondere soll der Wärmefluss unter der Marsoberfläche erfasst werden. Die Vermessung des Wärmeflusses direkt unter der Oberfläche ermöglicht es, auf die Wärmeproduktion im Marsinneren zu schließen. Damit ergeben sich Hinweise auf die Zusammensetzung des Mars und seine fortwährende Abkühlung, die im Zusammenhang mit dem noch heute stattfindenden Vulkanismus steht. Außerdem soll HP3 die geologische Schichtung in den ersten fünf Metern unter der Marsoberfläche – insbesondere hinsichtlich der Existenz von Eisvorkommen – durch die Vermessung der thermo-mechanischen Eigenschaften des Bodens erfassen.

Konkrete Fragestellungen rücken bei Missionen in den Vordergrund

InSight ist bereits die zwölfte Mission im Discovery-Programm der NASA, das sich durch kosteneffiziente Projekte mit einem vergleichsweise geringen Budget von rund 500 Millionen US-Dollar auszeichnet. Markenzeichen der Discovery-Missionen ist die starke Fokussierung auf bestimmte wissenschaftliche Fragestellungen. Geleitet wird die Mission von Dr. Bruce Banerdt vom Jet Propulsion Laboratory (JPL), einem der renommiertesten amerikanischen Marsforscher. Neben dem DLR ist auch die französische Weltraumorganisation CNES beteiligt.

 

Europäisches Klima-Siegel für Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden

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Die Airport Carbon Accreditation ist ein ausschließlich für Flughäfen entwickeltes System zur Erfassung von Kohlendioxid-Emissionen und deren Verringerung. Die Aktivitäten der Flughäfen Leipzig/Halle Airport und Dresden International rund um den Klimaschutz wurden im Rahmen des internationalen Programms „Airport Carbon Accreditation“ nun zertifiziert.

Dieses anerkannte Siegel ist eine Bestätigung der Klimaschutz-aktivitäten unserer Flughäfen. Wir sehen die Zertifizierung jedoch nur als ersten Schritt eines kontinuierlichen Prozesses, den wir in Zukunft konsequent weiter beschreiten werden“, so Markus Kopp, Vorstand der Mitteldeutschen Flughafen AG. Die Zertifizierung beinhaltet die vier Stufen Erfassung, Reduzierung, Optimierung und Neutralität. Europaweit sind jetzt 61 Flughäfen zertifiziert. Im Rahmen der ersten Stufe haben Leipzig/Halle Airport und Dresden International sämtliche Kohlendioxid-Emissionen an den Airports erfasst und dokumentiert.

Olivier Jankovec, Direktor General, ACI EUROPE: „Die von Leipzig/Halle Airport und Dresden International Airport ergriffenen Maßnahmen, um ihre eigenen CO2-Emissionen zu verwalten, machen deutlich, wie ernst diese Flughäfen das Problem nehmen. Regionalflughäfen wie diese spielen eine wichtige Rolle in der europäischen Gesellschaft. Sie verbinden die Regionen mit der Welt. Ich beglückwünsche die beiden Flughäfen heute zu Ihrer Akkreditierung, da sie den ersten Schritt zu einem besseren Carbon Management sowohl im Tagesgeschäft und auch in ihrer langfristigen Geschäftsstrategie machen.“

Der sächsische Umweltminister Frank Kupfer gratuliert dazu: „Ich freue mich sehr über das Engagement unserer Flughäfen in Sachen Klimaschutz und bin zuversichtlich, dass wir in den kommenden Jahren auch die zweite Stufe des Programms und damit eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen erreichen werden.“

Elektrofahrzeuge und Solarstrom

Die gesamte Unternehmensgruppe der Mitteldeutschen Flughafen AG, zu der neben den Flughäfen Leipzig/Halle Airport und Dresden International auch der Abfertigungsdienstleister PortGround gehört, engagiert sich seit Jahren für den Klimaschutz. Bei der Flugzeugabfertigung setzt man an beiden Standorten auf elektrobetriebene Fahrzeuge. Für die Betankung stehen an den Airports separate Ladestationen im Sicherheitsbereich sowie jeweils zwei öffentliche Elektrotankstellen zur Verfügung.

Am Leipzig/Halle Airport wurde im vergangenen Jahr außerdem ein neu errichteter Fahrzeug- und Gerätetechnikkomplex in Betrieb genommen, auf dessen Dach eine Photovoltaikanlage mit 990 Modulen und einer jährlichen Leistung von bis zu 212.800 Kilowattstunden installiert wurde. Dadurch wurden bisher rund 236 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Luftfahrttechnik von Morgen auf der ILA 2012

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Mikroskopische Löcher in der Außenhaut eines Flugzeugs, Flügel mit elastisch verformbaren Vorderkanten und steilere Anflüge, das sind nur einige der Neuheiten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) für die Luftfahrt der Zukunft mit mehr Komfort und Sicherheit bei weniger Treibstoffverbrauch und Fluglärm. Auf der ILA-Berlin-Air-Show 2012 präsentiert das DLR vom 11. bis 16. September insgesamt 18 herausragende Entwicklungen der aktuellen Luftfahrtforschung sowie drei Flugzeuge und zwei Hubschrauber der größten zivilen Forschungsflotte Europas. Ein Quadrocopter-Parcours lädt die Besucher zum Selberfliegen ein.

Effizienz für die Luftfahrt

Ein Flugzeug, elegant wie ein Greifvogel mit nach vorne gestreckten Flügeln in der Luft: Im Projekt LamAIR (Laminar Aircraft Research) hat das DLR diese Flügelkonstellation untersucht, die zu einer deutlichen Verringerung des Luftwiderstands und damit des Treibstoffverbrauchs führt. Daneben entwickelten die Forscher im selben Projekt ein Seitenleitwerk mit einer mikroperforierten Außenhaut, hinter der sich ein Pumpensystem verbirgt. Durch diese mikroskopischen Löcher werden Wirbel abgesaugt, was zu einer gleichmäßigeren Umströmung führt.

Ein geringerer Strömungswiderstand ist auch das Ziel bei der Entwicklung der Droop Nose, der fugenlosen und flexiblen Flügelvorderkante, die auf dem DLR-Messestand als bewegliches Originalbauteil zu sehen ist. Die optimalere Verbrennung von alternativen Treibstoffen für die Luftfahrt auf Basis von Erdgas (GtL, Gas-to-Liquid) und Biomasse (BtL, Biomass-to-Liquid) führt das DLR mit zwei zum Vergleich stehenden Flammen ebenfalls vor. Für ein verbrauchsärmeres Triebwerk zeigen DLR-Wissenschaftler eine Verdichterbeschaufelung mit strömungsoptimierten Randflächen.

Ein weitereres Thema für geringere Flugzeugemissionen ist der Leichtbau. Das DLR arbeitet dazu mit versteiften Paneelen aus Carbonfaser-verstärktem Kunststoff (CFK), die bei Belastungstests des Materials eingesetzt werden. Ein weiteres Exponat zeigt die im DLR entwickelte Thermografie als neuartige Prüfmethode für CFK-Materialien im automatisierten Produktionsprozess.

Flugtechnik für mehr Komfort und Sicherheit

Mit der Mehrfachtaumelscheibe (META) haben DLR-Forscher eine neuartige Technologie zur individuellen Steuerung von Rotorblättern entwickelt. Sie verringert Rotorlärm und Vibrationen. Auf der ILA präsentiert das DLR einen vollbeweglichen META-Funktionsdemonstrator. Zudem wird ein neuartiges Kühlungssystem (Cooling Center) für Flugzeuge, das zentral im Heck untergebracht ist, vorgestellt.

Ganz schön heiß kann die neuentwickelte DLR-Propellerbremsscheibe werden. Sie besteht aus einer Faserkeramik, die hohen thermischen Belastungen standhält. Flugzeugpropeller können mit dieser Technik schneller nach der Landung abgebremst werden. Be- und Endladezeiten verkürzen sich. Die Suche nach dem richtigen Material ist auch bei der Entwicklung eines Kunstvogels im Spiel. Leitwerke, Flügelvorderkanten oder Triebwerke müssen dem Risiko eines Vogelschlags widerstehen. Bei Tests und Zulassung neuer Flugzeugkomponenten soll der DLR-Kunstvogel zukünftig zum Einsatz kommen.

Unbemannte Katastrophenhelfer

Erstmals zeigt das DLR den kleinen unbemannten Forschungshubschrauber superARTIS. Er dient zur Entwicklung anspruchsvoller automatischer Flugmissionen. Eine hohe Nutzlastkapazität, Reichweite und Fluggeschwindigkeit zeichnen superARTIS aus. Zudem zeigt das DLR Bilder eines Katastropheneinsatzes auf Zypern, bei dem DLR-Wissenschaftler mit jeweils einem unbemannten Octocopter und Quadrocopter ein stark beschädigtes Kraftwerk erkundeten. Ein Quadrocopter-Parcours der DLR_School_Labs lädt die Besucher des Messestandes ein, die unbemannten Luftfahrzeuge einmal selbst zu steuern.

Mehr Komfort durch intelligentere Flurouten

Mehr Umweltverträglichkeit und weniger Lärm im Luftverkehr wollen DLR-Forscher mit optimierten Flugwegen erreichen. Durch moderne Satellitennavigation werden zukünftige Flugrouten flexibler. Eine Animation zeigt mögliche steilere und schrägere Anflugverfahren. Ebenfalls auf Satellitendaten basiert ein neuartiges System zur kurzfristigen Gewittervorhersage für den Luftverkehr. Das im DLR entwickelte Verfahren kann in Echtzeit alle fünf Minuten Gewitterzellen detektieren und bis zu einer Stunde vorhersagen.

Ein reibungsloser Flugverkehr braucht Personal mit den richtigen Nerven – Besucher können sich am Messestand des DLR an einigen Auswahltests der Luft- und Raumfahrtpsychologen versuchen: Wer taugt zum Piloten oder Fluglotsen? Daneben wird eine vereinfachte Variante der Indoor-Navigation an Flughäfen mit Hilfe einer Smartphone-App und QR-Codes vorgestellt sowie eine Software, die die Anbindung eines Flughafens an das internationale Luftverkehrsnetz aktuell berechnet.

DLR-Forschungsflotte auf dem neuen ILA-Gelände

Auch ein Teil der DLR-Forschungsflotte präsentiert sich bei der ILA 2012. Fünf Typen der größten europäischen Flotte ziviler Forschungsflugzeuge und -hubschrauber sind auf der Freifläche des neuen Messegeländes zu sehen: der Wasserstoff-Motorsegler Antares DLR-H2, der „Vulcano Ash Hunter“ Falcon 20E, der „Fliegende Hörsaal“ Cessna 208B Gran Caravan sowie der leichte Mehrzweckhubschrauber BO-105 und der „Fliegende Hubschrauber-Simulator“ EC-135 FHS. Ein besonderes Highlight ist auch die Visite des Parabelfliegers A300 Zero-G.

Zu Gast auf dem DLR-Messestand ist das International Forum for Aviation Research (IFAR). Es wurde 2010 auf Initiative des DLR gegründet und ist mit bisher 21 Institutionen das einzige Netzwerk für Luftfahrt-Forschungseinrichtungen weltweit.

Auf der ILA 2012: Der im A300-ZERO G des DLR

Den Zustand der Schwerelosigkeit erleben Menschen im All, beispielsweise auf der Internationalen Raumstation ISS – dann müssen sie aber Astronaut sein. Ein Parabelflug des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ermöglicht Wissenschaftlern an Bord eines umgebauten Airbus, Experimente unter Schwerelosigkeitsbedingungen durchzuführen. Zum Abschluss der 20. DLR-Parabelflugkampagne macht der A300 ZERO-G vom 14. bis 16. September 2012 Station auf der ILA Berlin Air Show und öffnet seine Türen auch für Besucher.

Warum wachsen Pflanzen beinahe kerzengerade? Welche Rolle spielt die Schwerkraft für gesunde, funktionsfähige Zellen? Wie verändert sich unser Gehirn und wie reagiert unser Immunsystem in der Schwerelosigkeit? Wie funktioniert das Einsammeln von Weltraumschrott? Biologische, medizinische und technologische Fragen wie diese stehen ebenso auf dem wissenschaftlichen Programm des 20. DLR-Parabelfluges wie physikalische und materialwissenschaftliche Experimente. "Insgesamt fliegen auf dieser Kampagne zwischen dem 03. und dem 16. September 14 Versuche und die verantwortlichen Wissenschaftler von 27 verschiedenen deutschen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit", berichtet Ulrike Friedrich.

Seit 1999 koordiniert die promovierte Biologin die DLR-Parabelflüge. Standardmäßig umfasst eine Kampagne zwei Wochen, davon eine Woche konkrete Vorbereitung im Flugzeug. "Jedes Experiment muss in den Airbus der französischen Firma Novespace eingebaut und durchgecheckt werden, damit an den wissenschaftlichen Flugtagen besonders viele aussagekräftige Daten gesammelt werden können", erklärt Ulrike Friedrich.

Seit 2006 finden zwei Parabelflugkampagnen pro Jahr statt: eine im Frühjahr und eine im Spätsommer. Der Heimatflughafen des umgebauten Airbus ist Bordeaux in Frankreich: "Hier gibt es die entsprechende Infrastruktur, die wir für die Vorbereitung und Durchführung der Kampagnen brauchen". Hier startete auch die 20. Parabelflug-Kampagne. Bei den vier Wissenschaftsflügen zwischen dem 10. und 13. September wurden jeweils 31 Parabeln geflogen. Pro Parabel herrscht 22 Sekunden lang nahezu Schwerelosigkeit – pro Flugtag macht das knapp 11 Minuten, pro Kampagne 34 bis 45 Minuten.

Während einer Parabel steigt der A300-ZERO G aus der normalen Fluglage bis zum 50°-Winkel. Die Schwerelosigkeit beginnt, wenn die Piloten den Schub der Turbinen reduzieren. Das Flugzeug folgt einer Bahn steil nach oben und dann wieder abwärts. Diese gleicht einer Wurfparabel. "Beim folgenden Abfangen des Airbus herrscht dann fast das Doppelte der Erdanziehungskraft, so wie vor der Schwerelosigkeitsphase", verdeutlicht die DLR-Parabelflugmanagerin. Die Wissenschaftler und ihre Experimente sind während eines Flugtages rund vier Stunden in der Luft. "Von Bordeaux aus fliegen wir meistens über dem Atlantik Richtung Bretagne und wieder zurück", schildert Ulrike Friedrich. "Über dem Meer herrschen weniger Turbulenzen als über Land. Das ist wichtig, da ein Parabelflug ein extrem anspruchsvolles Manöver für die Piloten darstellt." Jede stärkere Luftbewegung kann die Parabel stören und damit auch die Experimente an Bord.

Zum Abschluss der 20. Kampagne ist der A300 ZERO-G am 14. September 2012 auf der ILA gelandet. Das Forschungsflugzeug steht am 14., 15. und 16. September auf dem Static Display und kann jeweils von 14 bis 18 Uhr besichtigt werden.

 

Ecuadors Armee erhält die ersten zwei AS550 C3A Fennec von Eurocopter

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Die feierliche Übergabe fand im Eurocopter-Werk in Marignane, Südfrankreich, statt und wurde neben hohen Regierungsvertretern wie dem ecuadorianischen Botschafter in Frankreich, Carlos A. Jativa, dem ecuadorianischen Verteidigungsminister Miguel Carvajal, dem Kommandanten der Streitkräfte General Leonardo Barreiro, und dem Kommandanten Marco Vera begleitet.

„Die Auslieferung der beiden neuen Hubschraubern ist ein weiterer Schritt nach vorn im ehrgeizigen Modernisierungsprogramm der ecuadorianischen Armee“, erklärte der ecuadorianische Verteidigungsminister, Miguel Carvajal. „Unsere Luftwaffe erhält eine neue Generation von Hubschraubern mit höherer Leistung und niedrigeren Wartungskosten.“

Der Besuch der ecuadorianischen Delegation bot auch die Gelegenheit, Gespräche über einen Auftrag für weitere Maschinen zu führen, die zusätzlich zu den im Jahr 2010 bestellten neun Hubschraubern hinzu kommen sollen. Die Aufträge sind Teil des Plans des Ecuadorianischen Verteidigungsministeriums, ihre bisherige Flotte bestehend aus Gazelle- und Lama-Maschinen, von denen einige schon mehrere Jahrzehnte im Dienst sind, schrittweise zu ersetzen.

„Eurocopter ist dankbar für das mehr als 40 jährige Vertrauen der ecuadorianischen Streitkräfte in unsere Produkte“, erklärte Rodolphe Henry von Eurocopter und Vice President of Sales für Lateinamerika. „Die neuen Hubschrauber sind optimal für die Einsatzanforderungen der ecuadorianischen Luftwaffe geeignet und werden zweifellos dazu beitragen, den Erfolg der verschiedenen Missionen, denen sie zugeteilt werden, zu gewährleisten.“

Die ecuadorianischen Streitkräfte waren eine der ersten Armeen in Lateinamerika, welche die Maschinen von Eurocopter in ihre Flotte integrierten, und betreiben jetzt mehr als 20 Maschinen, darunter zwei Ecureuil AS350 Bs, zwei Ecureuil AS350 B2, drei SA315 B Lamas, zwei SA316 B Alouette, sieben SA342 Gazelle und fünf AS332 Super Puma. In den 1980er Jahren war die ecuadorianischen Armee auch einer der ersten lateinamerikanischen Armeen, die in Zusammenarbeit mit der französischen Armee deren Light Aviation Konzept integrierten. Die lange Lebensdauer der Flotte zeugt von der Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der Eurocopter-Maschinen.

Ausgehend von ihrer Basis in Porto Viejo bestreiten die neuen Fennecs eine breite Palette von Aufgaben, einschließlich Rettungs- und Aufklärungs-Einsätze sowie Drogenbekämpfung und Grenzschutz. Modern, vielseitig und äußerst manövrierfähig ist die AS550 C3 Fennec perfekt auf die Einsätze in Ecuador, einem Land mit großen Höhen und extremen Temperaturen, angepasst.

App für virtuellen Rundgang durch Lufthansa-Flotte

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Mit einer Fülle von Filmen, Animationen und Interaktionsangeboten entführt eine neue Ausgabe der LH Magazin App fürs iPad in die spannende Welt der aktuell rund 400 Flugzeuge umfassenden Lufthansa-Flugzeugflotte. Übersichtlich geordnet in die Bereiche „Interkontinental“, „Kontinental“ und „Historisch“, stellt das Special der Lufthansa Magazin App sowohl die aktuell 16 Flugzeugtypen der Lufthansa Flotte als auch historische Modelle im Detail vor.

 

Zahlreiche Filme heben die Besonderheiten der Flugzeuge hervor, Piloten und Bordpersonal erklären die Arbeit an Bord und führen durch die Maschinen. Erstmals können zudem die Cockpits der gesamten Lufthansa-Flotte interaktiv erkundet werden. So visualisieren beispielsweise insgesamt 25 verschiedene hochauflösende 360°-Ansichten das Cockpit des Airbus A380 oder der Boeing 747-8. Neben dem größten Passagierflugzeug der Welt und dem neuen Jumbo umfasst die Bandbreite unter anderem auch die Airbus A320-Familie oder die modernen Regionaljets Embraer 190 und 195. Ein eigenes Kapitel widmet sich der legendären „Tante Ju“, weitere historische Modelle sollen folgen.

Auffallend sind die eigens für das Special im Miniatur Wunderland Hamburg produzierten Sequenzen. Bereits 2011 zur Eröffnung des „Airport Knuffingen International“ stellte Lufthansa mit sechs Modellflugzeugen die stärkste Flotte der größten Modellbauanlage der Welt. Speziell für die App wurden zehn weitere Flugzeugsonderanfertigungen in Kooperation mit dem Miniatur Wunderland Hamburg nachgebaut und in einem aufwendigen Filmdreh in Szene gesetzt. Nach intensiver Vorbereitung und Planung drehte das Team an drei Nächten parallel zum regulären Wartungsbetrieb außerhalb der Öffnungszeiten des Miniatur Wunderlands. Das Ergebnis sind verblüffend realistische Aufnahmen. In den Sequenzen wirkt das 87 Zentimeter lange Modellflugzeug einer Boeing 747-8 auf dem Vorfeld beim „Push Back“ vom Hangar im Airport Knuffingen dabei genauso überwältigend wie das „echte“ Flugzeug am Frankfurter Flughafen.

Die Applikation steht ab sofort zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Passagierzahlen in Stuttgart – leichter Anstieg

Die Passagierzahlen am Flughafen Stuttgart sind im 3. Quartal 2012 leicht gestiegen: Von Juli bis September wurden insgesamt 3.051.084 Passagiere gezählt, 0,5 Prozent mehr als im Vorjahresquartal (3.035.869 Fluggäste). Sowohl im August als auch im September wurde die Marke von einer Million Passagieren wie bereits im Vorjahr wieder knapp überschritten.

 

Die Zahl der Starts und Landungen sank im 3. Quartal leicht um 1,8 Prozent auf 37.027 Flugbewegungen, aufs Jahr gesehen wird sich die Gesamtzahl der Bewegungen im Vergleich zum Vorjahr weiter verringern. „Die Konjunktur hat seit Mitte des Jahres deutlich an Schwung verloren“, sagte Prof. Georg Fundel, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft Stuttgart GmbH (FSG). „Im ersten Halbjahr lagen wir mit 4,3 Prozent Wachstum noch deutlich über dem Bundesdurchschnitt von knapp zwei Prozent, im dritten Quartal hat die Nachfrage weiter nachgelassen. In den kommenden Monaten rechnen wir mit einer verhaltenen Entwicklung“, so Fundel. „Bis zum Jahresende werden wir voraussichtlich etwa 9,8 Millionen Passagiere zählen, das wären rund zwei Prozent Zuwachs gegenüber dem Vorjahr“.

Nürnberg – London City bald zweimal täglich mit Air France/CityJet

Air France-Tochter CityJet fliegt ab 27. Januar 2013 zwei Mal täglich vom Airport Nürnberg den London City Airport an. Dank attraktiver Flugzeiten am Tagesrand sind die Flüge vor allem für Geschäftsreisende interessant, die das Zentrum Londons über den in den Docklands gelegenen City Airport direkt erreichen können.

Die Flüge an Bord moderner „Flüsterjets“ vom Typ Avro-Liner starten montags bis freitags um 7:45 und 17:05 Uhr in Nürnberg mit Ankunft in London um 8:35 und 17:55 Uhr. Die Rückflüge folgen um 13:05 und 18:25 Uhr mit Ankunft in Nürnberg um 15:55 und 21:15 Uhr. Zusätzlich gibt es eine Samstags-Verbindung um 9:30 Uhr ab Nürnberg mit Ankunft in London 10:20 Uhr und zurück um 18:55 Uhr mit Ankunft in Nürnberg um 21:45 Uhr. Vielflieger können dabei vom Flying Blue Bonusprogramm von AIR FRANCE KLM profitieren.

Für die in der Region Nordbayern ansässigen Konzerne gehört die Verbindung nach London schon jetzt zu den meistgenutzten internationalen Routen ab Nürnberg. „Mit der Direktverbindung zum London City Airport im Zentrum der Finanz- und Wirtschaftsmetropole ist es gelungen, unser London-Angebot aufzuwerten“, so Flughafen-Geschäftsführer Karl-Heinz Krüger, denn London City sei wegen seiner zentralen Lage und schnellen Abfertigung besonders bei Business-Reisenden beliebt. Air France-Deutschlanddirektor Warner Rootliep freut sich, dass durch die neue Verbindung die langjährige Präsenz von Air France in Nürnberg abermals gestärkt wird.

CityJet wurde 1992 gegründet und nahm den Luftverkehr mit der Route London City-Dublin auf. Als Tochtergesellschaft von Air France fliegt CityJet mit 35 Flugzeugen mit einer Kapazität von bis zu 100 Sitzplätzen verschiedene europäische Städte an, darunter Dublin, Paris-CDG, Edinburgh, Nizza und Münster-Osnabrück.

Seminar gegen Flugangst am Leipzig/Halle Airport

In Zusammenarbeit mit der Diplom-Psychologin Linda Föhrer bietet der Leipzig/Halle Airport zum zweiten Mal ein Seminar gegen Flugangst an. Die Teilnehmer der Seminare lernen, ihre Flugangst zu bewältigen, üben unterschiedliche Entspannungstechniken ein und erfahren Details über den technischen und physikalischen Hintergrund des Fliegens.

Deutschlandweit bekannt geworden ist Linda Föhrer als Spezialistin für Flugangst durch diverse TV-Berichte über entspanntes Fliegen. Die Seminargruppe besteht aus maximal acht bis zehn Personen. Das Seminar, das am 28.10.2012 von 10:00 bis 18:00 Uhr stattfindet, ist außerdem geeignet für Menschen, die an Höhenangst bzw. Platzangst leiden oder Angst haben mit dem Zug oder Auto zu fahren.

Termine und Kontakt

In diesem sowie im kommenden Jahr sind weitere Termine geplant. Das nächste Seminar findet am 16.12.2012 statt. Wer noch auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk ist, kann online einen Gutschein für ein Seminar gegen Flugangst herunterladen. Der Preis für ein eintägiges Gruppenseminar beträgt pro Person 245,- Euro. Für die Teilnahme an einem Seminar ist die Onlineanmeldung unbedingt erforderlich.

Airport HAM: „Green Fleet Award 2012“ für Fuhrpark

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Hamburg Airport ist am Mittwoch mit dem Umweltpreis „Green Fleet Award“ ausge-zeichnet worden. Dieser Preis wird an Unternehmen vergeben, die sich durch innovative Ideen und wegweisende Ansätze beim Fuhrparkmanagement auszeichnen. Stifter der Auszeichnung ist die Fleet Company, eine Tochtergesellschaft des TÜV-Süd aus München.

Hamburg Airport unterhält eine Flotte von etwa 400 Fahrzeugen, davon 81 Pkw, 145 Nutzfahrzeuge und ca. 170 Spezialfahrzeuge wie Flugzeugschlepper, Gepäckschlepper, Gabelstapler, Hubbühnen oder Kehrfahrzeuge. Die Erprobung alternativer Antriebe begann am Hamburg Airport im Jahr 2005 mit der Entwicklung eines erdgasbetriebenen Schlepper-Prototypen. Dieser Erdgasschlepper beförderte unter anderem die Gepäckwagen vom Flugzeug zu den Gepäckkellern und kam erstmals am Hamburg Airport zum Einsatz. Überzeugen konnte Hamburg Airport zudem durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen, durch den die Energiebilanz in seiner Fahrzeugflotte erheblich verbessert werden konnte.

Flotte umgestellt – CO2-Rduktion durch Strom, Bio-Erdgas und Wasserstoff

Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport, freut sich über die Auszeichnung: „Die Luftfahrt gehört zu den innovativsten Branchen, wenn es um den Umweltschutz geht. Auf unserem Vorfeld fahren Schlepper und Busse mit Bio-Erdgas, Strom und Wasserstoff. Der Ausstoß von CO2 wurde dadurch wesentlich reduziert. Der Green Fleet Award ist für uns Auszeichnung und Ansporn zugleich!“ Nach erfolgreich beendetem Test fährt seit 2007 die gesamte Schlepperflotte aus nun 42 Fahrzeugen, ausschließlich mit Erdgas. Ein weiterer Emittent am Flughafen sind die Busse zur Fluggastbeförderung zu den Außenpositionen oder zu den weiter entfernt liegenden Parkplätzen. Um hier eine klimafreundliche Fluggastbeförderung zu realisieren, sind seit Februar 2011 insgesamt acht Erdgasbusse im Einsatz. Bis 2015 soll die komplette Busflotte auf diese schadstoffarme Antriebsart umgestellt sein.

„Übergeordnetes Ziel bezüglich der Verwendung von Erdgas als Treibstoff ist die Reduktion des Treibhausgases CO2 sowie weiterer Schadstoffemissionen wie Stickoxide, Rußpartikel und unverbrannte Kohlenwasserstoffe“ sagt Wolfgang Schümann aus der Stabsstelle Umweltschutz am Hamburg Airport, dort mit verantwortlich für alle Projekte rund um alternative Antriebe. „Am Hamburg Airport kamen hauptsächlich dieselbetriebene Fahrzeuge zum Einsatz, die durch Erdgasfahrzeuge ersetzt werden konnten, wodurch eine CO2-Einsparung von ca. 12 % bis jetzt zu verzeichnen war. Zudem wird an der flughafeneigenen Erdgastankstelle seit 01. Januar 2010 zum Großteil Bio-Erdgas getankt, was zu einer Einsparung von 65% der CO2-Emissionen führte, das sind 527 Tonnen pro Jahr.“

Seitdem vergrößert Hamburg Airport die Erdgasflotte kontinuierlich. Der Anteil des durch den TÜV-Nord zertifizierten Bio-Erdgases wird ebenso erhöht. Hamburg Airport beteiligt sich an der Modellregion Elektromobilität, Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologien in Hamburg und hat sich zum Ziel gesetzt, im Bereich des Einsatzes von alternativen Technologien eine Spitzenposition unter allen Flughäfen einzunehmen.