Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung über der Ostsee abgestürzt

2 Min.

Gegen 18:40 Uhr ist gestern ein Hubschrauber der DRF Luftrettung östlich von Darßer Ort während eines Übungsflugs abgestürzt. Es handelt sich um den am Flugplatz Güttin stationierten Hubschrauber, der für die Offshore-Werksrettung in der Ostsee zuständig ist. Der Hubschrauber war im Anflug auf einen Seenotkreuzer der DGZRS, auf dem der Notarzt mit einer Rettungswinde abgeseilt werden sollte. Der Hubschrauber stürzte aus bisher ungeklärter Ursache in Sichtweite des Schiffs, etwa zwei Kilometer vom Land entfernt, in die Ostsee.

An Bord waren vier Besatzungsmitglieder. Nach jetzigem Kenntnisstand werden zwei von ihnen noch vermisst. Nach ihnen wird mit zahlreichen Rettungskräften vor Ort aus der Luft und zu Wasser intensiv gesucht. Zwei Personen konnten unmittelbar nach dem Unglück aus dem Wasser gerettet werden, tragischerweise ist eine der beiden Personen trotz notärztlicher Behandlung verstorben.

Alle vier Besatzungsmitglieder der DRF Luftrettung waren sehr erfahren. Es handelte sich um eine Routineübung. Die Unfallursache ist derzeit noch völlig offen. Das Luftfahrtbundesamt sowie das Bundesamt für Flugunfalluntersuchung wurden bereits von der DRF Luftrettung informiert und werden Ermittlungen aufnehmen.

Die DRF Luftrettung bekundete zum Tod des Besatzungsmitglieds und dem tragischen Unfall tiefste Betroffenheit. Sie hofft, dass die zwei Vermissten noch lebend gerettet werden können und ist in Gedanken bei ihren Kollegen und deren Familien.

Thomas Zimmermann
Thomas Zimmermann
Thomas Zimmermann ist Redaktionsleiter bei Luftfahrtmagazin.de und erfahrener Fachjournalist im Bereich Luftfahrt mit 15 Jahren Erfahrung und einem tiefen Wissen und großer Leidenschaft für Luftfahrtdesign, nachhaltige Innovationen und Luftverkehrspolitik. Mit einem klaren Blick für Fakten, berichtet er seit Jahren fundiert und prägnant über die Entwicklungen am Himmel.

Verwandte News