Siebter Ariane 5-Start 2012 bringt Skynet-Satelliten ins All

Zum 53. Mal in Folge und zum siebten Mal in diesem Jahr startete kürzlich eine Ariane 5 erfolgreich vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana. Damit hat die von Astrium gebaute Trägerrakete erneut ihre außerordentliche Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt.

Das Unternehmen Astrium war an diesem Start gleich dreifach beteiligt: Astrium trug die Verantwortung für die Entwicklung und Produktion der Trägerrakete Ariane 5 und für die Entwicklung und den Bau des beförderten Skynet-5D-Satelliten verantwortlich und übernimmt die Durchführung des Skynet-5-Programms im Auftrag des britischen Verteidigungsministeriums.

Skynet 5D ist der vierte Satellit im Skynet-5-Programm und wird das Dienstleistungsspektrum des militärischen Kommunikationssystems verstärken und erweitern. Durch die Optimierung der Treibstoffkapazität kann Skynet 5D häufigere Positionswechselmanöver durchführen, um die vorgesehene Umlaufbahn zu halten, und so den Anforderungen der britischen Streitkräfte noch besser gerecht werden. Der Satellit ist für eine Einsatzdauer von 15 Jahren ausgelegt.

Seit 2007 ist Skynet 5 das militärische Satellitenkommunikationsprogramm des britischen Verteidi­gungsministeriums. Dabei ist Astrium Satellites für Entwicklung und Bau der Satelliten verantwortlich, während Astrium Services im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft das Systemdesign und den Betrieb der Kommunikationsdienste übernimmt.

Skynet 5D ist der dritte von Astrium gebaute Satellit, der in einem Zeitraum von weniger als drei Wochen die Reise in den Weltraum antritt. Zuvor hatten bereits Pléiades 1B am 01. Dezember 2012 und Eutelsat 70B am 03. Dezember ihren Start in den Weltraum. Insgesamt hat Astrium Satellites dieses Jahr bereits neun Satelliten in den Orbit befördert: Yahsat 1B, SPOT 6, Metop-B, Astra 2F, zwei Galileo IOV, Pléiades 1B, Eutelsat 70B und Skynet 5D.

Die gesamte Nutzlast dieses 211. Ariane-Flugs am 19. Dezember betrug 8.637 kg. Davon entfielen 7.735 kg auf die beiden im geostationären Orbit platzierten Satelliten, der Rest auf das Doppelstartsystem SYLDA von Astrium und auf Vorrichtungen zum Andocken der Satelliten an die Nutzlastbucht der Rakete.