Cathay Pacific in Hongkong zwischen die Fronten geraten

Cathay Pacific sieht sich inmitten der Konfrontation zwischen Bürgern und der Regierung von Hongkong. Nachdem die Demonstranten wiederholt den Flughafen Chek Lap Kok von Hongkong (ICAO: VHHH; IATA: HKG) belagerten und teils lahm legten, hat die Fluggesellschaft zwei Piloten suspendiert.

In Honkong demonstrieren seit Wochen zehntausende Menschen gegen Gesetze und eine befürchtete Einflussnahme durch China, wodurch zuletzt auch der Flughafen der Stadt teilweise blockiert wurde. Mitarbeiter der Airline sollen sich laut Berichten an den Demonstrationen beteiligt haben. Als Erhöhung des Drucks hat das chinesische Regime nun auch mit Sanktionen der renommierten, internationalen Airline Cathay Pacific gedroht. Ihr könnten die essenziellen Überflugrechte über Festlandchina entzogen werden. Nun zeigt sich die Airline besorgt über die Gewalt und Störung der öffentlichen Ordnung in Honkong. Das Wohlergehen der autonom verwalteten Region hänge von der Verlässlichkeit der Gesetze ab. Cathay Pacific unterstütze die Regierung von Honkong und die Sicherheitskräfte bei der Wiederherstellung von Recht und Ordnung entschieden, so die Airline. Die Gewalt und alle illegalen Aktivitäten, die das Prinzip von “Ein Land, zwei Systeme” unterminiere, verurteile man.

Flüge gestrichen – Piloten entlassen

Man arbeite eng mit dem Flughafen zusammen, um den normalen Flugbetrieb wieder herzustellen, nachdem zehntausende Passagiere von Störungen betroffen gewesen wären. Von Cathay Pacific und Cathay Dragon waren in den vorigen zwei Tagen 272 Starts und Landungen annulliert worden, was alleine hier 55.000 Passagiere betraf. 622 Flugbewegungen konnten dennoch durchgeführt werden.

Im Zuge der Unruhen hat sich die Fluggesellschaft von zwei Piloten getrennt. Dies sei in Übereinstimmung mit den Bedingungen im Arbeitsvertrag geschehen. Einer davon sei in rechtlichen Angelegenheiten verwickelt, der andere Pilot habe Unternehmensinformationen auf Flug CX216 vom 12. August missbraucht. Genauere Angaben zu den Vergehen machte die Fluggesellschaft an dieser Stelle nicht. Cathay Pacific betonte aber, dass man keine Stellungnahme zu den laufenden Angelegenheiten und Geschehnissen gebe. Man befolge Vorschriften und Aufsichten, denen man rechtlich unterworfen sei.

1 Kommentar

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein