Luftrettungseinsätze des ADAC in Bayern stark gestiegen

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Der von ADAC und ÖAMTC im Wechsel betriebene Rettungshubschrauber Christophorus Europa 3 fliegt immer häufiger Einsätze auf bayerischem Gebiet. Im vergangenen ADAC-Winterhalbjahr wurden die deutsch-österreichischen Teams 353 Mal zu Einsätzen in Stadt und Land Passau, in den Bayerischen Wald sowie ins Rottal gerufen.

Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es dagegen nur 290 Flüge. Das entspricht einer Zunahme um 21,7 Prozent. Insgesamt wurden zwischen November und April 60,5 Prozent der Einsätze auf deutscher und 39,5 Prozent auf österreichischer Seite geleistet.

Luftrettung wird sofort mitgeschickt

Grund für die Steigerung auf bayerischer Seite sind neue Anforderungsrichtlinien der integrierten Rettungsleitstelle Passau. Seit ihrer Inbetriebnahme vor gut einem Jahr ist der länderübergreifende Rettungshubschrauber fester Bestandteil in den Alarmplänen. Je nach Meldebild fordert der Disponent auf Vorschlag des Einsatzleitsystems die Luftretter gleich bei Alarmierung der bodengebundenen Einsatzkräfte mit an. "Früher wurde Christophorus Europa 3 nicht automatisch mitdisponiert und musste bei Bedarf häufig nachgefordert werden. Der optimierte Ablauf kommt den Patienten zugute, da nun keine wertvolle Zeit mehr verloren geht", lobt ADAC-Stationsleiter Stefan Kottbusch das neue Konzept.

Navigationstechnik verbessert

Seit 01. Mai fliegen die Luftretter wieder mit einer Maschine der österreichischen Christophorus Flugrettung, und das mit verbesserter Technik. Neu an Bord ist der Navigationsassistent "Euro Nav 7", der den Piloten noch schneller und exakter an die Einsatzstelle lotst. "Gerade in ländlichen Gebieten ist es wichtig, dass wir auch entlegene Einsatzorte schnell und zuverlässig erreichen", sagt ÖAMTC-Pilot Johannes Schöffl. In einer Testphase wird der neue Assistent auf Christophorus Europa 3 zunächst im Praxisbetrieb erprobt und danach in der gesamten Flotte der österreichischen ÖAMTC-Hubschrauber verbaut.

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