StartReisen / FlugreisenAir France und KLM: Erweiterte Kapazitäten im Winterflugplan

Air France und KLM: Erweiterte Kapazitäten im Winterflugplan

Neben der Fokussierung auf Langstreckenverbindungen legen beide Gesellschaften auch in Europa einen Akzent auf die Zugänglichkeit beliebter Destinationen und den Ausbau von Verbindungen zur Iberischen Halbinsel und innerhalb Frankreichs.

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Überblick über die Winterflugpläne von Air France und KLM

Im kommenden Winterflugplan, der vom 25. Oktober bis zum 27. März gilt, präsentieren sich die Fluggesellschaften Air France und KLM mit erweiterten Angeboten, insbesondere bei Flügen in die USA und die Karibik. Neben einer Erhöhung der Frequenzen steht auch ein erweitertes Angebot an Premiumsitzen im Fokus, um den Passagieren einen deutlich gesteigerten Komfort zu bieten. Darüber hinaus setzt Air France auf eine Stärkung ihres Streckennetzes nach Asien und zur Iberischen Halbinsel sowie auf die weitere Ausweitung ihres vielfach prämierten „La Première“-Luxusangebots. Die Allianz aus Air France und KLM bedient in den Wintermonaten täglich bis zu 725 Flüge zu nahezu 170 Destinationen in 78 Ländern. KLM erweitert sein Angebot zu 164 Zielen in 64 Ländern und führt erstmals den Airbus A350-900 in den regulären Flugbetrieb ein.

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Erhöhte Kapazitäten und neue Komfortoptionen in Nordamerika

Air France baut das Flugnetz zu nordamerikanischen Zielen weiter aus, indem die Kapazität um sechs Prozent erhöht wurde. Insgesamt werden 23 Destinationen angeflogen, darunter wichtige Städte wie Atlanta, Boston, Chicago, Dallas/Ft. Worth, Miami, New York und Washington D.C. Insbesondere auf der Strecke nach Atlanta wird die Frequenz im Winter variieren: Im Zeitraum bis zum 8. November sowie vom 21. Dezember 2026 bis zum 3. Januar 2027 bietet Air France 14 wöchentliche Flüge an. In den übrigen Wochen sind es zehn Flüge pro Woche. Auf sieben dieser Verbindungen können Fluggäste die Ausstattung mit der exklusiven La Première-Kabine in Anspruch nehmen. Die eingesetzten Flugzeugtypen sind Airbus A350-900 sowie Boeing 777-200ER und Boeing 777-300ER. Ergänzt wird das Angebot durch KLM mit 14 wöchentlichen Verbindungen, die mit Boeing 777-200ER, -300ER und Boeing 787-10 durchgeführt werden.

Im Dezember bis Januar erhöht Air France die Anzahl der Verbindungen nach Boston von sieben auf zehn Flüge wöchentlich. KLM passt sich dem mit einer Steigerung von drei auf vier wöchentliche Flüge in Spitzenzeiten an und setzt dabei erstmals die Boeing 777-200ER und Boeing 787-9 ein, wodurch die Premium Comfort Class auf dieser Verbindung neu verfügbar ist. Chicago wird von Air France ebenfalls öfter angeflogen – siebenmal wöchentlich statt bisher viermal – während KLM von Amsterdam aus mit fünfwöchentlichen Flügen präsent ist. Bei Dallas/Ft. Worth verdoppelt Air France in der Wintersaison die Flüge auf sieben pro Woche.

Das Angebot nach Los Angeles wird besonders in der Zeit vom 14. Dezember 2026 bis zum 10. Januar 2027 ausgeweitet, mit 21 Flügen von Air France. Zusätzlich fliegt Air France ab Papeete in Französisch-Polynesien siebenmal wöchentlich nach Los Angeles. KLM hält sieben wöchentliche Verbindung aufrecht. Las Vegas wird von Air France mit drei wöchentlichen Flügen weiter bedient.

In Miami erhöhen beide Fluggesellschaften die Frequenzen: Air France bietet vom 7. Dezember 2026 bis zum 21. Februar 2027 vierzehn Flüge wöchentlich anstatt zehn an, während KLM mit vier zusätzlichen Flügen einen neuen Komfortlevel mit Boeing 787-10 und Premium Comfort Class präsentiert.

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Neu sind zudem wieder Flüge von KLM nach Minneapolis/St. Paul im Winterflugplan nach der Unterbrechung seit 2023, sowie erstmals dauerhafte Verbindungen nach San Diego. Air France bietet vom 7. bis 20. Dezember 2026 wöchentlich einen Flug nach New Orleans an.

Orlando verzeichnet eine Frequenzsteigerung in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr auf sieben Flüge pro Woche. Weiter wird Portland in Oregon von KLM häufiger angeflogen, mit jetzt vier statt drei Flügen wöchentlich. Auch Raleigh/Durham erhöht Air France zeitweise die Frequenz auf bis zu sieben wöchentliche Verbindungen.

Washington D.C. wird sowohl von Air France als auch KLM verstärkt bedient. Air France steigert die Flüge in den Spitzenzeiten auf zehn pro Woche, KLM bietet sieben Flüge an. Die französische Airline setzt hier verschiedene Flugzeuge unterschiedlicher Größe ein, darunter Airbus A350-900 sowie Boeing 777-200ER und -300ER, während KLM auf Boeing 777 und die Boeing 787-Serie setzt.

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Ausgebautes Flugangebot in Südamerika und der Karibik

Air France ergänzt den Winterflugplan nach Südamerika mit einem Kapazitätsanstieg von drei Prozent, vor allem zu Zielen in Brasilien. Ab dem 21. Dezember 2026 werden zwei tägliche Flüge zwischen Paris-CDG und Rio de Janeiro angeboten. Zudem wird Fortaleza in Spitzenzeiten sogar täglich angeflogen, und die Verbindung nach Salvador de Bahia erfährt eine Erweiterung um zwei zusätzliche wöchentliche Flüge ab Mitte Januar 2027. Die Route zu Santiago de Chile wird mit bis zu zehn wöchentlichen Flügen verstärkt. KLM bedient in Brasilien die Metropole São Paulo mit neun Flügen pro Woche.

Karibische Ziele wie Aruba und Bonaire sind im Winterflugplan von KLM Bestandteil eines Dreiecksfluges ab Amsterdam. Auf dieser Strecke kommen erstmals die Flugzeugtypen Boeing 777-200ER und Boeing 787-10 mit verbesserter Premium Comfort Class sowie einer großzügigeren World Business Class zum Einsatz. Somit erhalten Passagiere ein noch komfortableres Reiseerlebnis auf den Strecken zu den karibischen Inseln.

KLM fliegt ab Amsterdam-Schiphol über Georgetown in Guyana drei Mal pro Woche nach Barbados, während nach Curaçao ursprünglich neunmal wöchentlich geflogen wird, mit einer Erhöhung auf zwölf Flüge in der Hochsaison. Unterstützt wird das durch den Einsatz leistungsstarker Flugzeuge aus der Boeing 777- und 787-Familie. Außerdem verbindet KLM Amsterdam täglich mit Cancún, wo die gleiche Flugzeugflotte eingesetzt wird.

Air France reagiert in der Karibik auf gesteigerte Nachfrage, indem sie vom 30. November 2026 bis zum 1. Mai 2027 wieder saisonale Flüge nach Punta Cana in der Dominikanischen Republik anbietet und hierfür die Boeing 777-300ER verwendet.

Eine bedeutende Neuerung stellt der erstmalige Flug von Air France von Pointe-à-Pitre in Guadeloupe nach Panama-Stadt dar. Der Airbus A320 bietet dabei Business- und Economy-Klassen an. Panama-Stadt ist mit mehreren wöchentlichen Flügen auch von Paris-CDG und Amsterdam erreichbar; KLM wird in der Hochsaison bis zu zehn Verbindungen pro Woche ausbauen.

Des Weiteren verbindet KLM die Hauptstadt Trinidads, Port-of-Spain, fünf Mal pro Woche via Sint Maarten mit Amsterdam, wobei in der Hochsaison sechs wöchentliche Flüge mit Airbus A330 stattfindet. Air France setzt ab Februar 2027 einen Airbus A350-900 mit erhöhtem Sitzplatzangebot in der Business Class sowie der Premium Economy auf den zwei täglichen Verbindungen nach Saint Martin ein.

Air France Boeing B777-200
Air France Boeing B777-200 (Quelle: Air France)

Costa Ricas Hauptstadt San José wird im Winterflugplan von Air France zehnmal wöchentlich mit Airbus A350-900 angeflogen. Zusätzlich gibt es Kombinationen von Air France und KLM mit Boeing 777 und 787-Flugzeugen mit jeweils fünf Wochenflügen für die übrigen Zeiten des Zeitraums.

Ausweitung der Verbindungen im asiatischen und afrikanischen Raum

Im asiatischen Raum erhöht Air France die Kapazitäten um fünf Prozent. Die Strecke Paris-CDG – Phuket wird künftig fünfmal pro Woche bedient, gegenüber drei Verbindungen im Vorjahr und ergänzt die bereits bestehenden zwei täglichen Flüge nach Bangkok. Außerdem baut Air France sein Angebot zu den Malediven mit zwei wöchentlichen Flügen im Winter aus.

Im afrikanischen Kontinent setzt Air France auf eine verstärkte Anbindung von Tansania mit täglich verfügbaren Flügen nach Kilimandscharo und Sansibar. Auch Conakry und Libreville werden mit verbesserten Sitzplatzkapazitäten bedient; Conakry wird dabei täglich erreichbar sein.

KLM arbeitet gegenwärtig an der Wiederaufnahme von Flügen nach Kigali und Entebbe, nachdem diese aufgrund von Ebola-bedingten Reisebeschränkungen vorübergehend ausgesetzt worden waren. Unter Vorbehalt einer Aufhebung der Einreisebeschränkungen plant KLM, Entebbe viermal wöchentlich in den Winterflugplan einzubinden.

Kurz- und Mittelstrecke mit Fokus auf Europa und die Iberische Halbinsel

Air France fliegt im Winter 2026/2027 80 Ziele auf Kurz- und Mittelstrecken an. Die Kapazitäten zur Iberischen Halbinsel werden insbesondere mit zwei täglichen Flügen nach Porto und einem wöchentlichen Flug nach Teneriffa-Süd um fünf Prozent erweitert. Die kürzlich etablierte Strecke Paris-CDG – London-Gatwick wird mit zwei täglichen Flügen fortgeführt, ergänzt durch sechs tägliche Flüge nach London-Heathrow. Zusätzlich gibt es Zuwächse bei den Verbindungen nach Zürich, Rabat und Jerewan.

Inlandsverbindungen innerhalb Frankreichs erfahren deutliche Zuwächse, insbesondere nach Toulouse, Nizza und Marseille. Hier werden täglich elf, zehn beziehungsweise neun Flüge angeboten. Zur Ergänzung trägt auch die Tochtergesellschaft Transavia France bei, die über Paris-Orly operiert und im Winter 89 Ziele in 26 Ländern ansteuert.

KLM erweitert die Kapazitäten zu europäischen Winterdestinationen und beliebten Städten. Für Rovaniemi und Kittilä gibt es jeweils eine zusätzliche Wochenverbindung, während Florenz und der EuroAirport Basel/Mulhouse künftig täglich mit einem weiteren Flug bedient werden.

Innovationen und Neuerungen an Bord

Ein bedeutender Schritt in Richtung verbesserten Passagierkomforts ist die Ausrüstung von bereits 70 Prozent der Air France-Flotte mit Hochgeschwindigkeits-WLAN. Das Ziel ist die vollständige Ausstattung aller Flugzeuge bis zum Jahr 2027, um den Passagieren auf allen Routen einen zeitgemäßen Internetzugang zu ermöglichen.

Air France's new La Première suite
Air France’s new La Première Suite (© Air France)

Das vielfach ausgezeichnete La Première-Konzept von Air France erfährt eine Erweiterung auf weitere Flugzeuge und Destinationen. Bis zu 25 Boeing 777-300ER werden mit der im September 2026 von Skytrax als weltweit beste First Class prämierten Kabine ausgestattet. Die Premiumkabine ist unter anderem auf 14 von 19 wöchentlichen Flugverbindungen nach Los Angeles verfügbar und wird auch auf den Flügen nach San Francisco, New York-JFK und New York-Newark verstärkt eingesetzt. Ab Februar 2027 wird zudem die Verbindung zwischen Paris-CDG und New York-Newark täglich mit der La Première-Kabine versehen, gefolgt von der Einführung auf der Strecke zum 28. März 2027. Weitere Häufigkeiten mit La Première sind auf Verbindungen nach Boston, Miami, Houston und Washington D.C. vorgesehen, ebenso wie auf Flügen nach Abidjan, Tokio-Haneda, Singapur, Dubai und Tel Aviv.

Bei KLM wurde das Bordangebot in der Economy Class auf Europaflügen durch das „Grand Café KLM“ deutlich erweitert. Passagiere können Mahlzeiten vorab bestellen und während des Flugs aus verschiedenen Speisen und Getränken wählen. Dabei bleibt das kostenfreie Angebot an Kaffee, Tee, Wasser, Orangensaft und Stroopwafeln weiterhin bestehen.

Der neue KLM-Airbus A350-900 wird im Winterflugplan intensiv eingesetzt. Der erste kommerzielle Flug führte nach Toronto, das zwölfmal wöchentlich bedient wird, davon fünfmal mit dem A350. Nach und nach wird die moderne Flotte diesen Flugzeugtyp auch auf Strecken nach Montreal, Kilimandscharo, Daressalam, Sansibar und Nairobi einsetzen.

Fazit

Der Winterflugplan von Air France und KLM zeigt eine strategische Erweiterung sowohl hinsichtlich des Streckennetzes als auch des Komfort- und Serviceangebots, insbesondere auf den transatlantischen sowie karibischen Routen. Erhöhte Frequenzen und der zusätzliche Ausbau von Premiumkabinen wie La Première und der Premium Comfort Class verdeutlichen die klare Ausrichtung beider Airlines auf hochwertige Reiseklassen und ein verbessertes Kundenerlebnis. Die Integration moderner Flugzeugtypen wie des Airbus A350 und die verstärkte Ausstattung mit Hochgeschwindigkeits-WLAN unterstreichen diesen Anspruch.

Neben der Fokussierung auf Langstreckenverbindungen legen beide Gesellschaften auch in Europa einen Akzent auf die Zugänglichkeit beliebter Destinationen und den Ausbau von Verbindungen zur Iberischen Halbinsel und innerhalb Frankreichs. Insgesamt bietet das Angebot Passagieren eine breit gefächerte Auswahl an komfortablen Reisemöglichkeiten über den Winter hinweg zu zahlreicher attraktiver Reiseziele weltweit.

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Christian Lechner
Christian Lechner
Fachjournalist im Bereich Luftfahrt mit 20 Jahren Erfahrung, Inhaber einer Pilotenlizenz und Herausgeber von Luftfahrtmagazin. Er liefert präzise Analysen, spannende Hintergrundberichte und inspirierende Einblicke in die Luftfahrtindustrie – stets mit Fokus auf Innovation und Qualität.

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