Klaus Froese von Tyrolean will weiter verhandeln

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Die wirtschaftlich schwierige Situation und der EuGH-Entscheid habe ihn in seinem Willen bestärkt, nun weiter an einer außergerichtlichen Lösung am Verhandlungstisch zu arbeiten, so der Verhandlungsführer auf der Arbeitgeberseite. "Ich habe dem Aufsichtsrat von Austrian Airlines heute eine positive Einschätzung über den Stand der Kollektivvertragsgespräche gegeben und die Gremien um weitere Zeit gebeten", fasst Tyrolean-Geschäftsführer Klaus Froese den Stand der Gespräche mit den Belegschaftsvertretern zusammen.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte sich der Meinung des Generalanwalts angeschlossen, was die Nachwirkung des gekündigten Austrian Kollektivvertrags des fliegenden Personals betrifft. Finale Entscheidungen sind noch von österreichischen Gerichten zu treffen, auch ist noch offen, ob der 2012 stattgefundene Betriebsübergang rechtens war.

Konkurrenz von günstigeren Geschäftsmodellen

Bei Austrian Airlines nimmt man diese richterliche Entscheidung zur Kenntnis und will sie respektieren. Im Zusammenhang mit der speziellen Wettbewerbssituation in Österreich belaste sie aber die wirtschaftliche Situation zusätzlich. "Denn wir konkurrieren am Standort Wien mit Airlines, die mit günstigeren Konzepten wie zum Beispiel Leiharbeitsmodellen und grundsätzlich ohne Kollektivvertrag arbeiten. Letztendlich macht es uns der Richterspruch aus Luxemburg nicht leicht, uns als Qualitätsairline gegenüber dem Wettbewerb zu behaupten. Wir werden aber weiterhin mit aller Kraft und Überzeugung für unsere Arbeitsplätze und für eine starke Airline am Standort Wien kämpfen", sagt Austrian Airlines CEO Jaan Albrecht.

Die Geschäftsführung von Tyrolean Airways ist davon überzeugt, dass sich der Verhandlungsweg weiter lohnt und auch zum Ziel führen kann. Da ein Scheitern der Gespräche über einen neuen Kollektivvertrag zum heutigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden kann, wird der Vorstand nun trotzdem mit dem Ausarbeiten von Alternativszenarien starten und diese bei einer a.o. Aufsichtsratssitzung Anfang Oktober präsentieren. Diese Vorgehensweise wird vom Aufsichtsrat voll unterstützt.

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