Airbus A350 startet mit Polarforschern zum Falkland-Extremflug

Airbus A350-900 startet zum Falkland-Flug
Airbus A350-900 startet zum Falkland-Flug (Quelle: Lufthansa)
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Lufthansa startet im Auftrag des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven, zu ihrem zweiten Extremflug von Hamburg nonstop nach Mount Pleasant (MPN) auf den Falklandinseln. An Bord des Airbus A350-900 sind diesmal nicht nur 40 Besatzungsmitglieder des Forschungsschiffes Polarstern, sondern auch Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Die Forscher werden während des Fluges Messdaten erheben, die weitere Erkenntnisse zu luftfahrtrelevanten Einflüssen des Erdmagnetfelds ermöglichen. Der zweite Falkland-Flug steht damit bereits auf seinem Weg in Richtung Südpol im Dienste der Wissenschaft.

D-AIXQ Freiburg startet zu Falklandinseln

Lufthansa überführt ihren Airbus A350-900 um 14:30 Uhr zunächst von München nach Hamburg. Die Landung auf dem Hamburger Flughafen ist um 15:40 Uhr unter der Flugnummer LH9923 geplant. Noch am gleichen Abend ist dann für Flug LH2574 die Startfreigabe um 21:30 Uhr nach Mount Pleasant vorgesehen. Das Flugzeug mit der Kennung D-AIXQ und dem Taufnamen der Stadt Freiburg ist das neueste Mitglied der Lufthansa A350 Flotte und zählt zu den weltweit nachhaltigsten und wirtschaftlichsten Langstreckenflugzeugen.

“Wir freuen uns, mit dem zweiten Flug auf die Falklandinseln nicht nur die Polarforschungsexpedition des AWI zu unterstützen, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur weiteren Erforschung des Erdmagnetfeldes leisten zu können”, sagt Thomas Jahn, Flottenkapitän und Projektleiter Falkland. “Bereits seit mehr als 25 Jahren unterstützen wir Projekte zur Klimaforschung.”

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Anlass für diesen erneuten Flug auf die Falklandinseln ist der Wechsel der Polarstern-Besatzung und die Abholung der Forschungsexpeditionsteilnehmer. Seit Anfang Februar erhebt ein Team von rund 50 Forschern des AWI im Südpolarmeer wichtige Daten zu Ozeanströmungen, Meereis und Kohlenstoffkreislauf, die unter anderem verlässliche Klimavorhersagen ermöglichen. Auf dem Rückweg aus dem Forschungsgebiet im südlichen Weddellmeer stoppte die Polarstern in der Atkabucht, wo 25 weitere Wissenschaftler an Bord gingen: Das Sommerpersonal sowie das Überwinterungsteam der Neumayer-Station III. Letzteres kehrt dann nach über 15 Monaten in der Antarktis zurück nach Deutschland.

15 Stunden Flug nach Mount Pleasant

Am 02. April bringt Lufthansa das internationale Forschungsteam des AWI und die DLR-Wissenschaftler von den Falklandinseln zurück nach Deutschland. Die Landung unter der Flugnummer LH2575 ist am 03. April um 15:00 Uhr auf dem Münchner Flughafen geplant. Der erste Flug von Hamburg auf die Falklandinseln Ende Januar 2021 war der längste nonstop Passagierflug in der Geschichte der Lufthansa. Nach über 15 Stunden und mehr als 13.000 Kilometern landete der Airbus A350-900 auf der Militärbasis Mount Pleasant. Um die Forschung so klimafreundlich wie möglich zu gestalten, kompensiert das Alfred-Wegener-Institut die CO2-Emissionen der Flugreise auch bei diesem Flug.