Gewässerforschung: Mit Ultraleicht-Flugzeugen über dem Genfersee

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat eine auf ein Jahr befristete Bewilligung für Flüge mit zwei Ultraleicht-Flugzeugen (UL) über dem Genfersee erteilt. Die Bewilligung steht im Zusammenhang mit dem Wissenschaftsprojekt «Léman-Baïkal», welches von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) zusammen mit mehreren russischen Forschungsinstituten durchgeführt wird.

Das Projekt «Léman-Baïkal» ist Teil eines wissenschaftlichen Kooperationsprogramms zwischen der EPFL und verschiedenen russischen Hochschuleinrichtungen. Diese Partnerschaft bezweckt in erster Linie die Entwicklung neuer Untersuchungsverfahren und den Vergleich limnologischer Daten über den Genfer- und den Baikalsee.

Im Hinblick auf die Durchführung dieser wissenschaftlichen Studie hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) Flüge mit zwei Ultraleicht-Flugzeugen (UL) vom Typ Tanarg 912S über dem Genfersee bewilligt. Die Bewilligung gilt für den Sektor zwischen dem schweizerischen und dem französischen Ufer und zwischen Montreux und Nyon.

Der Einsatz von Ultraleicht-Flugzeugen im Rahmen des Forschungsprojekts ist nötig, weil nur solche Luftfahrzeuge in der Lage sind, die erforderlichen Messinstrumente aufzunehmen und den See sowohl in hoher als auch in niedriger Flughöhe sowie mit geringer Geschwindigkeit zu überfliegen. Die Bewilligung ist auf ein Jahr befristet und auf Werktage beschränkt. Sie kann bei Bedarf verlängert werden.