Freiwilligen-Crews hielten Lufthansa-Verkehr in Teilen aufrecht

Alle Langstreckenflüge und rund die Hälfte der innerdeutschen und Europaflüge ab München wurden dank freiwilliger Crews bei der Lufthansa bereedert. Zahlreiche Cockpitmitarbeiter der Lufthansa in München hatten sich freiwillig für den Flugdienst gemeldet – trotz des Streikaufrufs der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC). Obwohl die VC ihre Mitglieder in München zum Ausstand aufgerufen hatte, starten somit am 10. September rund die Hälfte aller Kontinentalflüge und sämtliche vorgesehenen Langstreckenflüge aus München.

Streikbedingt kam es bei den Nachmittagsabflügen auf der Langstrecke noch zu Verspätungen. So wird der Flug nach San Francisco um 19:30 Uhr starten und der letzte Langstreckenflug nach Washington erst um 20:20 Uhr abheben.

Um nach Streikende schnellstmöglich einen stabilen Flugplan für die Fluggäste anbieten zu können, hat Lufthansa insgesamt 140 innerdeutsche und europäische Flüge annulliert. Mehr als 15.300 Passagiere sind von diesen Streichungen betroffen. Nahezu alle betroffenen Gäste konnten auf alternative Verbindungen, andere Airlines oder Verkehrsmittel umgebucht werden.

Riesen-Jumbo 747 auf der Strecke Frankfurt – München

Viele Flugreisende konnten über die Drehkreuze der Lufthansa Gruppe in Frankfurt, Zürich, Wien oder Brüssel ausweichen. Am Vormittag hatte Lufthansa dafür eigens eine Boeing 747-400 mit über 400 Sitzplätzen auf der Strecke Frankfurt-München und zurück eingesetzt.