DRF-Luftrettung im Sonographiekurs mit mobilem Ultraschall

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Nach einem schweren Verkehrsunfall besteht bei einem Patienten der Verdacht auf innere Blutungen, die lebensgefährlich sind. Nur mit einem mobilen Sonographiegerät kann der Notarzt solche Blutungen bereits am Unfallort erkennen. Unter realitätsnahen Bedingungen haben die Rendsburger Besatzungen der DRF Luftrettung in den Räumlichkeiten der Augenklinik am vergangenen Wochenende daher einen speziellen Sonographiekurs durchgeführt.

"Ziel war es, dass Notärzte und Rettungsassistenten den Umgang mit dem neuen Sonographiegerät Vscan trainieren. Die mobile Sonographie kann die Diagnoseentscheidungen bei schwerverletzten Personen vereinfachen und bei der Auswahl der Therapie sowie der Zielklinik ausschlaggebend sein.

Außerdem kann es bei Bedarf für Untersuchungen im Herzbereich angewendet werden. Dies entspricht den neuen Reanimationsrichtlinien (ERC-Guidelines 2010), in denen der Einsatz der Sonographie bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand als sinnvolles Mittel angesehen wird", erläutert Dr. Gerson Conrad, Medizinischer Ausbildungsleiter der DRF Luftrettung.

Der zweitägige Kompaktkurs, der von der DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin) zertifiziert ist, beinhaltete einen theoretischen Teil sowie mehrere Praxiseinheiten. Ein hochqualifiziertes Instruktorenteam schulte in Kleingruppen die Teilnehmer: Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen der Sonographie sowie einer Vorstellung aktueller wissenschaftlicher Studiendaten und Fallberichte hatten die Teilnehmer im anschließenden Praxisteil die Gelegenheit, Sonographien unter realitätsnahen Einsatzbedingungen an Probanden und Patienten durchzuführen.

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